Bücher mit dem Tag "napoleon"

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133 Bücher

  1. Cover des Buches Krieg und Frieden (Leo Tolstoi) (ISBN: B0CH3HX6TW)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden (Leo Tolstoi)

    (517)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Was kann man über Krieg und Frieden von Leo Tolstoi sagen – oder besser gesagt: Was kann man nicht darüber sagen? Das würde vermutlich deutlich schneller gehen.


    Es ist der längste Roman, den ich je gelesen habe. Die vier Bände umfassen zusammen über 1.500 Seiten, und ich muss sagen: Keine einzige Seite ist zu viel. Ich würde die einzelnen Bände gerne separat bewerten, weil jeder seinen eigenen Höhepunkt und seine eigene Botschaft besitzt. Doch das würde den Rahmen einer einfachen Rezension sprengen. Deshalb versuche ich, das Werk als Ganzes zu beurteilen.


    Der Roman spielt zur Zeit von Napoleons Russlandfeldzug. Dabei erleben wir nicht nur den Krieg und seine Grausamkeiten – wobei diese meiner Meinung nach nie übermäßig ausgeschlachtet werden –, sondern vor allem die Schicksale der Menschen, die durch ihn betroffen sind. Wir erleben Liebesgeschichten, gesellschaftlichen Zerfall, Identitätskrisen und Männer, die von Heldentum träumen, aber erkennen müssen, welchen hohen Preis es fordert. Wir erleben den Zusammenbruch von Persönlichkeiten, die sich einst für stark hielten, ebenso wie Intrigen und verzerrte Selbstwahrnehmung.


    Kurz gesagt: Wir erleben nahezu alles, was den Menschen ausmacht – im Guten wie im Schlechten. Wir begegnen der Frage nach Gott, philosophischen Überlegungen über das Leben und sogar Geheimbünden wie den Freimaurern. In diesem Buch bleibt kaum ein Thema unberührt. Tolstoi analysiert die Ursachen und Mechanismen des Krieges, zeigt aber ebenso eindrucksvoll die Möglichkeit des Friedens auf. Wir erleben, wie sich Dinge zum Guten wenden können, und Menschen, die durch das Feuer der Prüfungen gehen und am Ende stärker daraus hervorgehen – wie ein Phönix aus der Asche.


    Tolstoi gelingt es, unzählige Zeilen voller Weisheit zu schreiben. Genau aus diesem Grund lese ich so gerne Klassiker: Sie tragen diesen Titel meist aus gutem Grund, und Krieg und Frieden hat mir das eindrucksvoll bewiesen. Das Buch ist anspruchsvoll und fordernd, aber am Ende belohnt es den Leser reichlich.


    Ich bin froh, mich in die Reihe derjenigen einordnen zu dürfen, die dieses große Werk der Weltliteratur gelesen haben, und kann es jedem nur ans Herz legen. Der einzige Grund, warum ich 4,5 statt 5 Sterne vergebe, ist, dass es für mich nicht der größte Roman ist, den ich je gelesen habe. Diesen Platz nehmen nach wie vor Die Brüder Karamasow ein. Gerade aus der Perspektive eines gläubigen Christen werden diejenigen, die Dostojewskis Meisterwerk gelesen haben, vermutlich verstehen, was ich damit meine.


    Dennoch steht Krieg und Frieden für mich nur knapp dahinter. Meiner Meinung nach ist es sogar Tolstois stärkeres Werk als Anna Karenina, weil hier nicht nur ein großes Thema behandelt wird, sondern eine Vielzahl von Themen miteinander verwoben wird. Der Roman ist unglaublich facettenreich: Liebhaber gesellschaftskritischer Literatur kommen ebenso auf ihre Kosten wie Freunde großer Heldengeschichten, tragischer Liebesgeschichten oder philosophischer Fragen.


    In diesem Buch gibt es kaum etwas, das es nicht gibt. Und genau deshalb ist Krieg und Frieden für mich eine uneingeschränkte Empfehlung.

  2. Cover des Buches Dumas - Der Graf von Monte Christo. Schmuckausgabe mit Kupferprägung (ISBN: 9783730615171)
    Alexandre Dumas

    Dumas - Der Graf von Monte Christo. Schmuckausgabe mit Kupferprägung

    (423)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Ich muss zugeben, dass, wenn ich im Bereich der Klassiker lese ich manchmal doch einiges an Geduld mitbringen muss und mich auf den Roman wirklich einlassen muss, um dann ins Thema einzusteigen und den Klassiker, den ich nun lesen darf wertzuschätzen. Bei der Graf von Monte Christo war dies allerdings anders. Ich weiß nicht, ob es die Schreibweise war oder die gute Übersetzung, die ich gelesen habe aber ich war sehr früh im Thema drin. Ich hab sehr schnell Sympathien empfunden für den Hauptprotagonisten vor allem auch, weil vieles so nah an der wirklichen Welt dran ist. Der Neid der Menschen, der Verrat von Freunden, die Lust auf Rache. Wir lesen hier von einem Mann, dessen Gier nach Rache letztendlich das gewesen ist, was ihn am Leben gelassen hat und ihn geholfen hat, mehr als zehn Jahre in Gefangenschaft zu überleben und dann wieder aufzuerstehen wie der Phoenix aus der Asche. Auch wenn Rache nie der richtige Weg ist und auch das Buch es aufzeigt, da man am Ende nicht das Gefühl hat, dass die Rache ihm das Gefühl von Frieden gegeben hat. Im Gegenteil es reut ihn sogar so weit gegangen zu sein. Denn letztendlich hat er sich leer gefühlt und hat zuweilen über Selbstmord nachgedacht und nur seine entdeckte Liebe zu Haydee hat ihn davon abgehalten, sich das Leben zu nehmen. Also sehen wir das Rache nicht die Erfüllung bringt, sondern es eher aus einer Art Pflicht Gefühl entsteht, weil man das, was einem angetan wurde, denjenigen antun will, die ein verletzt haben. Der Graf von Monte Christo ist ein Klassiker, der sich auch zurecht Klassiker nennen darf, denn das Thema bleibt aktuell bis in jede Epoche und auch wenn Rache nie der Weg zum Glück ist, ist die Geschichte, die wir mit erleben dürfen in diesen großartigen Roman doch mit allem versehen, was das menschliche Leben ausmacht. Humor, Liebe, Tragik und auch Hoffnung auf Besserung. Wer Angst vor größeren Romanen hat, den kann sie meiner Meinung nach mit der Graf von Monte Christo genommen werden.

  3. Cover des Buches Jonathan Strange & Mr. Norrell (ISBN: 9783827078896)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange & Mr. Norrell

    (216)
    Aktuelle Rezension von: argenteum

    Es war mehr die Idee einer Farbe, als träumten die Bäume grüne Träume oder dachten grüne Gedanken.

    Dieses Buch ist ein verrücktes Labyrinth, bestehend aus Türen und Wege, die anfangs etwas zusammenhanglos erscheinen. Sie können auch für Verwirrungen sorgen und die Träume vernebeln. Was aber alle Türen und Wege gemeinsam haben, ist, dass sie Teile des Labyrinths und somit die Reise wert sind. Für mich ist hiermit ein Herzensprojekt beendet. 


    Würde ich es dennoch jedem empfehlen? -Nein!

    Bei wem dieses Buch anklopft, sollte wissen, dass es unfassbar komplex und tiefgründig ist. Es ist nichts für zwischendurch und erfordert die volle Aufmerksamkeit & Geduld. 1050 Seiten sind wirklich heftig- für mich hat sich aber alles gelohnt 🖤

  4. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Timo_Janca

    Manch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.  

  5. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 01 (ISBN: 9783641091798)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 01

    (383)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    Hab das Buch jetzt schon sehr lange auf meiner Liste und endlich mal in Angriff genommen. Ich habe mich ehrlich gewundert, dass das Setting - Napoleonische Kriege und Drachen als Flugwaffe - so gut funktioniert, alle Achtung an die Autorin!

    Interessant fand ich auch, wie Drachen und ihre Reiter in diese Gesellschaft hineinpassen und behandelt werden. Auch die Kämpfe erinnern mich an Seeschlachten, aber halt in der Luft. Auf jeden Fall sehr spannend geschrieben.

    Man startet relativ schnell in die Geschichte hinein und wird gleich mitgeschickt auf die Abenteuer von Laurence und Temeraire. Ich bin schon gespannt, wie es mit den Folgebänden weitergeht. In dieser alternativen Vergangenheit gibt es sicherlich noch sehr viel zu entdecken.

  6. Cover des Buches Die Waffen des Lichts (ISBN: 9783404196739)
    Ken Follett

    Die Waffen des Lichts

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Nach den bisherigen Kingsbridge-Romanen waren meine Erwartungen an Die Waffen des Lichts entsprechend hoch. Leider konnte mich dieser Band nicht so überzeugen wie seine Vorgänger. Zwar erzählt Ken Follett gewohnt flüssig und verbindet historische Ereignisse mit fiktiven Schicksalen, insgesamt fehlte mir aber die Spannung.

    Vor allem die Gegenspieler blieben für mich zu blass. In den früheren Büchern waren die Antagonisten deutlich bedrohlicher und sorgten für mehr Dynamik. Auch die Darstellung Napoleons hat mich nicht überzeugt. Mir fehlte eine ausgewogenere Perspektive. Schade, dass Follett diesmal keinen französischen Hauptcharakter eingeführt hat, der die Ereignisse von Napoleons Seite erlebt. Das hätte der Geschichte mehr Tiefe verliehen.

    Die Schilderung der Schlacht von Waterloo ist dagegen sehr gelungen und gehört zu den stärksten Abschnitten des Romans. Allerdings wirkte es auf mich etwas konstruiert, dass am Ende gefühlt fast alle wichtigen Figuren ausgerechnet dort kämpfen.

    Die Waffen des Lichts ist keineswegs ein schlechtes Buch und Ken Follett bleibt ein hervorragender Erzähler. Im Vergleich zu den vorherigen Kingsbridge-Bänden fällt dieser Roman für mich jedoch deutlich ab. Solide Unterhaltung, aber für mich einer der schwächeren Teile der Reihe.

  7. Cover des Buches 1813 - Kriegsfeuer (ISBN: 9783426505830)
    Sabine Ebert

    1813 - Kriegsfeuer

    (116)
    Aktuelle Rezension von: AMCLiest

    Die ca 800 Seiten dieses Buches haben mich am Anfang etwas abgeschreckt, diesen Roman von Sabine Ebert zu lesen, der schon so lange bei mir auf dem Bücherregal steht.

    Es hat auch etwas gedauert, mit der Geschichte um die Völkerschlacht von Leipzig warm zu werden, denn zu viele Menschen und deren Schicksale tummeln sich auf den ersten Seiten, sodass es mühsam wird, einen roten Faden zu finden, obwohl ich ziemlich schnell auf bekannte historische Persönlichkeiten gestossen bin: Napoleon, Jean Baptiste Bernadotte, Kronprinz von Schweden , Zar Alexander, Blücher, der sächsische König Friedrich August I.. Auch das Städtchen Freiberg habe ich schon kennen gelernt:

    Hier wohnt der Buchdrucker Friedrich Gerlach mit seiner Frau Johanna und versucht trotz des Krieges sein Geschäft weiter zu führen.  Als seine Nichte Henriette mit ihrem Bruder zu ihm stößt, nimmt er sie auf. Die französische Besatzung wird auf ihn und das hübsche Mädchen aufmerksam, und so entspinnt sich neben den Geschichten um die Schlachten der Generäle ein getreues  Bild der Bevölkerung und seiner Sorgen. Die männliche Jugend möchte in den Krieg ziehen und die Mütter vermissen ihre Söhne. Dem Schicksal dieser einfachen Menschen und die  Entscheidungen der großen Persönlichkeiten, die zu Leben und Tod in den Schlachten führen, wird großes Augenmerk geschenkt. Über allem aber thront die Sehnsucht nach Frieden, die von Henriette verkörpert wird. Sie ist hin und her gerissen von ihren Gefühlen zu einem französischen Leutnant namens Etienne und dem preussischen Premierleutnant Maximilian, hat mehrere Verehrer und ein Geheimnis, das sie dazu bringt, im Lazarett Dienst zu leisten. Anfangs ist sie etwas blaß, gewinnt aber bald zwischen den vielen historische Personen an Kontur.

    Sabine Ebert hat die historischen Fakten der Völkerschlacht von Leipzig akribisch recherchiert, jede Schlacht, jede Entscheidung der Generäle und der Herrscher wird mehr oder weniger detailgetreu dargestellt. Damit ist es nicht nur ein historischer Roman, sondern fast ein Sachbuch geworden, der fesselt und dabei ein fast vollkommenes  Bild auf die historischen Persönlichkeiten schafft. Sie bleibt dabei sachlich und verknüpft geschickt die einzelnen Handelsstränge, sodass eine höchst interessanter Abriss der Geschichte entstanden ist.





  8. Cover des Buches Die Festung am Rhein (ISBN: 9783404175192)
    Maria W. Peter

    Die Festung am Rhein

    (176)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Auf dem Ehrenbreitstein wird eine Festungsanlage gebaut. Der Ingenieuer ist entsetzt. Baupläne wurden angeblich an die Franzosen weiter geleitet. Ein junger Rekrut wird verdächtigt und inhaftiert. Seine Schwester Franziska will nicht glauben, das ihr Bruder Christian in diese Angelegenheit involviert ist und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

    Ich habe das Buch ausgewählt, da ich schon oft in der Festungsanlage war und mich der Bau, mit seiner Lage mit Blick auf das Deutsche Eck in Koblenz, schon immer faszinierte.

    Dank des Schreibstils konnte ich vollkommen in die Geschichte eintauchen und wandelte in den mir bekannten Gegenden, jedoch zu einer Zeit 200 Jahre zuvor.

    Das Rheintal, das linksrheinisch, immer mal wieder unterschiedlichen Herren zu dienen hatte, war zur Zeit der Geschichte in preussischer Hand.

    Die Protagonistin ist halb Französin. Ihr Vater fiel bei der Schlacht um Waterloo. Sie selbst kam danach mit ihrem Bruder von Cöln zurück nach Coblenz, um beim Bruder ihrer Mutter zu leben, da die Witwe ihre Kinder alleine nicht hätte durchbringen können.

    Leider nutzte der Onkel nur die Arbeitskraft der Kinder aus und unterstütze sie in keinster Form, so dass Franziska ihr Heim verließ und versuchte im Alleingang die Wahrheit ans Licht zu bringen.

    Wie gut das sie in Theres und ihrem Mann gute Freunde hatte, die sie dabei unterstützen konnten.

    Es ist spannend zu lesen, was Franziska alles unternimmt, um ihren Bruder aus dem Gefängnis zu befreien.

    Auch eine Liebesgeschichte ist mit an Bord, die sehr leise und heimlich angeschlichen kommt.

    Mein Lieblingscharakter neben Franziska ist Fritz, der Rekrut mit dem Berliner Akzent, der dem Lieutenant unterstützend unter die Arme greift und so manches Mal kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine Berliner Schnauze gibt seinem Chef oft zu denken, hilft ihm aber in zwischenmenschlichen Belangen oft weiter.

    Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und ich werde sicherlich noch weitere Bücher der Autorin lesen, denn ich liebe historische Romane mit starken Frauenfiguren wie dieser.

  9. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

    (100)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Reichmann

    Ich hatte einen "historischen Roman" befürchtet - aber das war es nicht: bekommen habe ich etwas, das ich sprachliches Kunstwerk nennen möchte, und zwar deshalb, weil es Franzobel durch seine Art der Beschreibung gelingt, dass ich den Hafen von Rochefort (und das ländliche Frankreich) und die Kombüse und die engen Quartiere au dem Schiff förmlich riechen kann. Das gelingt ihm, obwohl der Erzählton durchaus etwas Ironisches hat.

    Riechen und Spüren konnte ich auch die letzten Tage auf dem Floss - mit allen Schrecklichkeiten. Ja, das Buch ist grauslich - genauso wie die reale Situation, um die es geht. Die Vorgeschichte, wie es dazu kam (ein Versagen vieler Menschen auf vielen Ebenen) ist grotesk und ebenso brilliant erzählt.

    Ein Buch, dass ich mit Sicherheit irgendwann wieder lesen werde!

  10. Cover des Buches Der Duft von Zimt (ISBN: 9783499008337)
    Rebekka Eder

    Der Duft von Zimt

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    „Der Duft von Zimt“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es für mich nicht ganz ohne Schwächen war. Besonders spannend fand ich den historischen Hintergrund. Als Hamburgerin und großer Franzbrötchen-Fan war ich natürlich sofort neugierig auf die Geschichte hinter diesem typisch hamburgischen Gebäck. Das Buch hat mir dabei viele interessante Einblicke gegeben und mir gezeigt, wie eng das Franzbrötchen mit der Geschichte Hamburgs und der französischen Besatzungszeit verbunden ist.

    Überhaupt war mir die Zeit der französischen Besatzung vorher kaum bekannt. Dadurch konnte ich aus dem Buch einiges mitnehmen und fand diesen Teil besonders lehrreich und aufschlussreich. Ich mag es sehr, wenn ein Roman mich nebenbei noch etwas über Geschichte lernen lässt – und genau das hat dieses Buch bei mir geschafft.

    Die Handlung war für mich allerdings stellenweise etwas vorhersehbar. Bei manchen Entwicklungen hatte ich schon recht früh eine Ahnung, in welche Richtung es gehen würde. Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht ganz so gepackt, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Gefühle zwischen den Figuren wurden für meinen Geschmack sehr vorsichtig erzählt, sodass mir manchmal etwas die Intensität und das Kribbeln gefehlt haben.

    Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Die Hamburger Atmosphäre, die Geschichte rund um das Franzbrötchen und vor allem die für mich neue Perspektive auf die französische Besatzungszeit haben das Buch für mich zu etwas Besonderem gemacht. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne – nicht weil alles perfekt war, sondern weil ich schöne Lesestunden hatte und gleichzeitig noch einiges über Hamburg und seine Geschichte gelernt habe. ❤️📚🥐

  11. Cover des Buches Die Insel unter dem Meer (ISBN: 9783518467893)
    Isabel Allende

    Die Insel unter dem Meer

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Joxanna

    „Die Insel unter dem Meer“ überzeugt durch Isabel Allendes gewohnt guten, bildhaften Schreibstil und erzählt die mitreißende Lebensgeschichte einer Sklavin vor dem Hintergrund der Französischen Revolution und der Befreiung von Saint-Domingue (heutiges Haiti). Die vielen verschachtelten Zusammenhänge machen den Roman inhaltlich reich, wirken stellenweise jedoch langatmig, sodass man sich zeitweise durch die Handlung kämpfen muss. Insgesamt ist die Geschichte in sich abgeschlossen und bietet sehr interessante sowie erschreckende Einblicke in die historische Realität der Sklaverei und die grausamen Bedingungen auf den Zuckerplantagen.

  12. Cover des Buches Eine riskante Affäre (ISBN: 9783751750332)
    Joanna Bourne

    Eine riskante Affäre

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Silence24
    Dieses Buch hatte ich über ein Jahr bei mir rum liegen. Da mich der erste Teil nicht so vom Hocker gerissen hat, hab ich dieses Buch immer weiter nach hinten verschoben. Doch nun muss ich gestehen, dass es dieses Buch nicht verdient hat. Dieser Teil ist weit besser, als der erste. Von mir gibts die volle Sternchenzahl. 
    Jess Whitbys Vater wird verhaftet. Er soll der berühmte Cinq sein. Ein Mann der ein Verräter ist und dafür hängen soll. Doch Jess ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt und macht sich auf die Suche nach dem echten Cinq. Und sie hat auch schon einen Verdacht. sie glaubt in Kapitän Sebastian Kennett, den Verräter gefunden zu haben. Und so macht sie sich eines Nachts auf, um ihm in einer sehr schmutzigen Gasse auf zu lauern und ihn zu durchsuchen. Vielleicht trägt er die belastenden Papiere ja bei sich. Und da kommt Jess Vergangenheit als Langfinger ganz gelegen. Doch Jess hat nicht damit gerechnet, selbst ein Opfer zu werden. Als sie gerade dabei ist, sich dem Kapitän an den Hals zu werfen, geraten die beiden in einen Hinterhalt. Sebastian gelingt es die Iren in die Flucht zu schlagen, doch Jess wird verletzt. Sebastian ahnt nicht, wen er sich da auf sein Schiff holt. Er weiß nur, dass dies die Frau ist, auf die er so lange gewartet hat. Als Jess wieder zu sich kommt, weiß sie nicht, was sie vom Kapitän halten soll. Wäre er Cinq, dann hätte er sie doch niemals gerettet, oder????
  13. Cover des Buches Schlacht und Blut - Die Napoleon-Saga 1769 - 1795 (ISBN: 9783453471726)
    Simon Scarrow

    Schlacht und Blut - Die Napoleon-Saga 1769 - 1795

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Simon Scarrow penibler Rechercheur und opulenter Erzähler hat, mit diesem historischen Roman,  die ersten 26 Jahre von Napoleon und seinen britischen Widersacher Arthur Wellesley beschrieben. Das Buch ist der erste Teil einer vierbändigen Saga rund um die beiden Männer, die im selben Jahr (1769) geboren worden sind und die das Schicksal Europas mehr als 25 Jahre in Händen gehalten haben. Es handelt sich hier allerdings nicht um eine echte Doppelbiografie wie er in seinem Vorwort schreibt. Er weist darauf hin, „nur“ einen Roman rund um historische Fakten verfasst zu haben. Einiges, was Napoleon-Kenner aus Büchern von Günther Müchler, Johannes Willms, Adam Zamoyski, Franz Herre oder Eckard Kleßmann kennen, ist weggelassen worden, da es den Umfang der Reihe von ohnehin rund 3.300 Seiten vollends gesprengt hätte. 

    Im Jahr 1769 wird in Irland der verarmte englische Adlige Arthur Wellesley (der spätere Duke of Wellington) geboren. Als er auf die Welt kommt sieht es so aus als würde er nicht überleben. Weder schulisch noch sportlich begabt ist sein weiteres Leben auch nicht leicht. Obwohl er ein großes Talent als Musiker ist, bleibt ihm, als dritten Sohn eines verschuldeten Landadeligen nur die militärische Laufbahn. 

    Im gleichen Jahr wird auf Korsika Napoleon Bonaparte geboren. Korsika war eine Provinz von Genua und die Eltern von Napoleon kämpften für die Unabhängigkeit. Im Jahr der Geburt von Napoleon besiegt Frankreich Genua und Korsika fällt an den Sieger. Durch einen Zufall kommt Napoleon mit Soldaten in Kontakt und landet später auf der in ganz Europa bekannten Militärakademie von Angers. 

    Anschließend verfolgen wir die Lebenswege der beiden, die sich ähneln und auch doch wieder stark unterscheiden bis zum Jahr 1795. 

    Interessant ist der Einblick in die Struktur des Militärs von England. Hier zählt nur die Herkunft und das Vermögen, denn man kauft sich das Offizierspatent und alle seine militärischen Ränge unabhängig von der tatsächlichen Begabung für Taktik und Menschenführung. Während es im revolutionären Frankreich möglich ist, auch als „Mann aus dem Volk“ (der Adel wurde ja ziemlich dezimiert) durch besondere Leistungen zum Leutnant, Oberst und General aufzusteigen. Das bekannteste Beispiel dafür ist Jean Lannes (1769-1809), der als Sohn eines Stallknechts bis zum Marschall des Kaiserreiches aufgestiegen ist, bevor er in der Schlacht von Aspern 1809 tödlich verwundet worden ist.  

    Für Zartbesaitete ist dieser Roman über Napoleons Aufstieg vielleicht nicht ganz geeignet, denn es wird gekämpft und gestorben sowie viel verbrannte Erde hinterlassen und die Zivilbevölkerung nicht verschont. Der Titel „Schlacht und Blut“ verschweigt da wenig. 

    Fazit: 

    Ein detailliert beschriebener historischer Roman, in dessen Mittelpunkt zwei höchst unterschiedliche Personen stehen, die mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist. Gerne gebe ich hier 5 Sterne. 

     

  14. Cover des Buches Désirée (ISBN: 9783462301564)
    Annemarie Selinko

    Désirée

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Dies ist die Geschichte der Desirée Clary, Tochter eines Seidenhändlers aus Marseille. Erzogen im Glauben an die Menschenrechte und die Republik Frankreichs, erzählt sie ihrem Tagebuch die Geschichte ihres Lebens.

    Desirée Clary ist eine historische Person, von der das heutige schwedische Königshaus abstammt. Sie war die erste Liebe von Napoleon Bonaparte und die Ehefrau Jean-Baptiste Bernadottes. Durch Desirées Augen erlebt der Leser die Geschichte vom Aufstieg und Fall Napoleons. Man lernt so Napoleon als jungen General kennen, der abends mit Desirée an einer Hecke um die Wette läuft, sie wegen der schönen Joséphine sitzen lässt und zum Kaiser der Franzosen gekrönt wird - Immer in seiner Nähe Desirée. Ihre Schwester ist verheiratet mit Joseph, dem Bruder Napoleons und ihr Ehemann, Jean-Baptiste Bernadotte ist einer der Marschälle Frankreichs. Zwei Männer die Weltgeschichte geschrieben haben, waren in diese eher ungebildete Frau verliebt.

    Ich habe das Buch mit vierzehn Jahren das erste Mal gelesen und habe es alle Jahre wieder zur Hand genommen. Für mich begann mit diesem Buch die Faszination für Napoleon und die Liebe zur Geschichte. Meine Tochter hat das Buch auch gelesen und es wiederum ihren Freundinnen ans Herz gelegt. Ein zeitlos wundervolles Buch, das ganz nebenbei Geschichte erklärt und lebendig werden lässt. Dieses Buch verströmt einen ganz eigenen Zauber und nimmt den Leser gefangen.
  15. Cover des Buches Land im Sturm (ISBN: 9783404179732)
    Ulf Schiewe

    Land im Sturm

    (67)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.

     

    Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.

    Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.

    Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.

     

    So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.

  16. Cover des Buches Celeste - Zwischen Himmel und Erde (ISBN: 9781503943056)
    Annabelle Tilly

    Celeste - Zwischen Himmel und Erde

    (32)
    Aktuelle Rezension von: heidi_59


    Celeste  zwischen Himmel und Erde 


    Annabelle  Tilly


    Paris, 1804

    Ganz Paris  ist im Freudentaumel und feiert die Krönung von Napoleon Bonaparte . 

    In den engen Gassen vergnügt sich das einfache Volk an den Vorstellungen der  vielen angereisten Gaukler.  Die hübsche Seiltänzerin Celeste und ihre Pflegeeltern haben Glück und ergattern noch einen freien  Platz in der Nähe des berühmten Louvre. Die atemberaubende Show die Celeste auf dem Hochseil ihrem Publikum bietet , begeistert nicht nur die Menschen in den Gassen . Der Direktor des Pariser Ballett ist hingerissen von ihrer Kunst und engagiert sie für sein Opern Ensemble.  Schnell wird Celeste zum Liebling der Stadt und weckt nicht nur die Begierde nach ihren kunstvollen Tanzaufführungen,  in der aristokratischen Männerwelt . 

    Doch Celeste hat nur Augen für den Studenten Viktor von Löwenstein , der bei seinem Onkel im Louvre arbeitet und ganz romantisch um ihre Liebe wirbt . 

    Bei einem Einbruch im Louvre werden Juwelen aus der Krone Napoleons gestohlen und ein Mann wird erschossen. Zum Entsetzen von Celeste führt die Spur des Raubes in die Tiefen der Katakomben von Paris , direkt zum Mörder ihrer Eltern , den sie nie vergessen hat. Dramatische Ereignisse  nehmen ihren Lauf und erschüttern die zart erblühte  Liebe . 


    Dem Autoren Duo Annabelle Tilly ist mit dem Roman

     „Celeste zwischen Himmel und Erde“  ein toller Roman über Paris zur Zeit von Napoleon Bonaparte gelungen . Die Französische Revolution ist vorbei , Napoleon lässt sich zum Kaiser krönen und ganz Paris erliegt dem Flair der Krönungsfeier .

    Das Paris des 18. Jahrhundert wird wieder lebendig in der zauberhaften Szenerie aus Gauklern in den Gassen die ihre Künste darbieten und Aristokraten die sich im Theater an der Kunst der Balletttänzerinnen  berauschen. Der Geruch von gebrannten Mandeln steigt beim Lesen aus den Seiten und es scheint fast ,als wenn von irgendwoher die Musik des Leierkasten ertönt. Der bildhafte Schreibstil sorgt für ein tolles Kopfkino , zusätzlich punktet die schöne Geschichte mit  ihrem gelungenen historischen Hintergrund und den gut recherchierten geschichtlichen Fakten . 

    Ein großer Roman über eine dramatische Liebe in Paris, den Louvre, die Geheimnisse der Katakomben und die blutigen Schatten der Französischen Revolution!

    Mir hat „Celeste zwischen Himmel und Erde“ sehr gut gefallen und schöne Lesestunden geschenkt.


    Sehr gerne vergebe ich dafür

    5 Sterne 

    und eine absolute Leseempfehlung




    @heidi_59

  17. Cover des Buches Napoleon (ISBN: 9783406816963)
    Johannes Willms

    Napoleon

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Über Napoleon sind schon meterweise Bücher geschrieben worden. Teils mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Das Schwierige die Persönlichkeit dieses Mannes zu erfassen, liegt daran, dass er selbst unermüdlich an seinem Nimbus der Unfehlbarkeit herumdoktert. Die Bulletins über geschlagene Schlachten haben mit der tatsächlichen Wirklichkeit wenig zu tun. Gedruckt wird nur, was Napoleon erhöht. Die Zensur ist ähnlich rigide wie weiland unter den Bourbonen.  

    Doch wie gelingt es dem mehr oder weniger mittellosen Zweitgeborenen eines alten korsischen Adelsgeschlechtes die Karriereleiter derart hoch zu klettern? 

    Johannes Willms versucht in seiner Napoleon-Biografie den Menschen hinter dem Mythos zu ergründen. Das gelingt auf weite Strecken. Was mir persönlich ein wenig fehlt, sind die zahlreichen Liebschaften und Affären, die der Kaiser der Franzosen zeitlebens gehabt hat. Maria Walewska zum Beispiel, hat ihm immerhin einen Sohn geboren.

    Gut gelungen hingegen ist die Darstellung der Zeit und der Umstände. Willmes hat „dem Volk aufs Maul geschaut“. Geschickt nutzt er die zahlreich erhaltene Korrespondenz Napoleons mit seinen Zeitgenossen. Hierin ist nicht immer Schmeichelhaftes über den „kleinen“ Korsen zu lesen. Apropos „klein“ – die Körpergröße Napoleons ist in der Literatur immer wieder Thema. Napoleon ist mit 1,68m ziemlich durchschnittlich. Da er sich immer mit großen Soldaten umgibt, wirkt er kleiner. Außerdem können auch seine Gegner auf dem Klavier der Propaganda spielen. Auch die unterschiedlichen Längenmaße können zu dieser gezielten Fehlinterpretation führen.  

    Spätestens 1804 ist klar, dass Napoleon die Ideale der Republik verraten hat.

    „Ich hatte immer schon die Absicht, die Revolution mittels der Errichtung der Erblichkeit zu beenden.“ (Napoleon an Joseph, S. 368) 

    Napoleons Herrschaft stützt sich auf die Grande Armée. Ohne seine Soldaten ist er nichts. Allerdings, je mehr Kriege er führt um seine Machtgelüste zu befriedigen, desto größer sind die Anstrengungen der Soldaten. Viele Männer stammen aus den annektierten ehemaligen deutschen Fürstentümern und verstehen überhaupt nicht, warum sie z. B. nach Russland ziehen sollen.

    Häufig macht er aus kleinen Ereignissen richtig große Erfolge. Die Propaganda ist sein eigentliches Metier. Wie kein zweiter versteht Napoleon es, die Siege seiner Generäle als die seinen auszugeben. Damit vergrault er einige, wie z. B. Bernadotte, der ihn verlassen wird und als Begründer des schwedischen Königshauses sein Gegner sein wird. 

    In der Verbannung auf St. Helena strickt Napoleon munter weiter an seinem Mythos. Gleichzeitig wirkt er weinerlich und nervt seine Bewacher mit dauernden Beschwerden über Kost und Unterbringung. 

    Fazit:

    Eine gut lesbare Biografie, die sich nicht mit endlosen militärischen Operationen aufhält. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.


  18. Cover des Buches Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre (ISBN: 9783426561348)
    Jeanette Limbeck

    Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Nach dem Massaker auf dem Marsfeld 1791 lernt Éléonore den Jakobiner Robespierre kennen. Er bekommt Unterschlupf bei ihren Eltern und sofort ist da eine Verbindung zwischen ihnen. Hat ihre Liebe in diesen unruhigen Zeiten eine Chance?

    Das Cover zeigt das Porträt von Éléonore Duplay in Schwarz-Weiß, gerahmt in Rot, der Titel "Die Farben der Revolution" in Blau, die restliche Schrift in Weiß, wodurch die französische Flagge vertreten ist. Subtil und dadurch sehr stimmig.

    Jeanette Limbeck habe ich auf einer Lesung kennengelernt und das Buch hat mich sofort interessiert. Sowohl die Entstehungsgeschichte als auch das Buch an sich haben mich angesprochen. Das Buch ist so gut recherchiert, dass man sich vorstellen könnte, so könnte es gewesen sein. Eine von vielen tragischen Geschichten, die in der Zeit der französischen Revolution so oder ähnlich stattgefunden haben. Man sollte ein gutes Namensgedächtnis haben, da sehr viele, natürlich hauptsächlich historische, Persönlichkeiten im Buch erwähnt werden oder zu Wort kommen. Und Französischkenntnisse sind auch von Vorteil, wenn man nicht permanent ins Glossar blättern will. Sehr gerne würde ich mir die beiden Porträts im Pariser Musée Carnavalet live anschauen, das kommt auf meine Bucketlist. Danke, Jeanette Limbeck!

  19. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783844525267)
    Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Fast 60 Jahre alt ist diese Hörspielfassung unter der Regie des großen Vorlesers Gert Westphal. Mit Elementen aus den letzten beiden Büchern des Mammutromans versucht Westphal, dem Hörer beide Erzählstränge des Romans näher zu bringen, zum einen den Erzählstrang der Familiengeschichten und zum anderen den Erzählstrang der Geschichte des Scheiterns Napoleons im Krieg gegen Russland und Europa. Ich hatte den Eindruck, dass die (zumeist tragischen) Familiengeschichten besser inszeniert sind als die komplexen militärisch-politischen Vorgänge. Das Hörspiel ist auf jeden Fall ein gutes Angebot für alle, für die der Roman zu land und zu komplex ist.

  20. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  21. Cover des Buches Die Lichter des Sturms (ISBN: B07NPGTK6B)
    Sibylle Baillon

    Die Lichter des Sturms

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Jule003

    auch Teil 3 steht seinen 2 Vorgängern in nichts nach (man kann ihn aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen beiden Bände lesen)

    man fühlt sich richtig in die damalige Zeit hineinversetzt - und es ist einfach alles drin, was es für einen guten historischen Roman braucht: Liebe, Spannung, gut recherchierte Fakten, mitreißend und interessant geschrieben

  22. Cover des Buches Tugend und Terror (ISBN: 9783406838736)
    Johannes Willms

    Tugend und Terror

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In seinem epochalen und fulminanten Werk über die Geschichte der Französischen Revolution, die häufig nur mit dem 14. Juli 1789 in Zusammenhang gebracht wird, widmet sich Historiker Johannes Willms (1948-2022) in fünf Abschnitten, die jeweils in fünf Kapitel unterteilt sind, den Ursachen und den Auswirkungen der Ereignisse. 

    • Prolog
    • Die Krise
    • Die Revolution
    • Der Machtkampf
    • Die Schreckenszeit
    • Die Schreckenszeit
    • Epilog 

    Mit seiner beeindruckenden analytischen Darstellung der Vorgeschichte, der eigentlichen Revolution sowie der Jahre der Machtkämpfe, die letztlich 1799 zum Staatsstreich durch einen korsischen Clan, an dessen Spitze mit Napoloen Bonaparte, ein General steht, endet, legt Johannes Willms ein detailliertes Kompendium der Ereignisse vor. 

    Allerdings ist dieses Buch nicht für Zwischendurch. Langsames Lesen ist hier gefragt, zumal der Autor zahlreiche Bezeichnungen und Zitate in der französischen Originalsprache belässt, was häufig die Zuhilfenahme einer Übersetzungshilfe notwendig macht. 

    Nicht ausgespart wird, dass es in dieser Zeit keine Parteien, wie wir sie heute kennen, gegeben hat, sondern lediglich Klubs, wie Girondisten, Jakobiner, Montagnards, Hébertisten, Royalisten, Cordeliers usw. die sich heftige Machtkämpfe geliefert haben. Man ist versucht, sich die Protagonisten fast aufzuzeichnen, um sie auseinanderhalten zu können. Vor allem auch deswegen, weil manche Personen, die der einen oder anderen Gruppe zuzurechnen sind, trotz mehrmaligen Seitenwechsels ihren Kopf behalten - wie Joseph Fouché, Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, Paul Barras oder Stanislas Fréron. Sie alle werden später noch Einfluss auf Frankreich nehmen. 

    Obwohl es zum besseren Verstehen der Ereignisse notwendig ist, die Institutionen der Revolutionsregierung(en) und deren Intentionen zu kennen, ist die Fülle der Details doch für manchen Leser vermutlich erschreckend. So wird detailreich der lange Weg, der durch blutige Massaker gekennzeichnet ist, dargestellt. Im Namen des Volkes werden unsägliche Verbrechen begangen, die letztlich in der Hinrichtung von Maximilien Robespierre (28.7.1794) und seinen Anhängern einen schrecklichen Höhepunkt wird.   

    "Wenn die Tugend in Friedenszeiten allein die Kraft der demokratischen Regierung ausmacht, so gilt für eine Revolution, dass sich diese Kraft gleichermaßen aus der Tugend und dem Terror speist: OHne die Tugend ist der Terror verderblich und ohne Terror ist die Tugend ohnmächtig. der Terror ist nicht anders als die rasche, strenge und unbeirrbare Justiz. Der Terror ist somit ein Ausfluss der Tugend." (Robespierre, 5. Februar 1794)

    Ebenso detailliert wie auf die Innenpolitik geht Johannes Willms auch auf die außenpolitische Situation Frankreichs ein. Jener Mann, mit dem es gelingt, einen der innenpolitischen Aufstände (Toulon 1793) niederzuschlagen, wird in Zukunft eine große außenpolitische Rolle spielen: Napoleon Bonaparte.  

    Worauf Johannes Willms überhaupt nicht eingeht, ist die Rolle der Frauen. Die einzige Frau die erwähnt wird, ist Marie Antoinette. Kein Wort zu Olympe de Gouges, Madame Roland, Charlotte Corday, Madame de Staël, Élélonore Duplay oder Lucille Desmoulins - sie alle haben ihren Anteil der Revolution. Bis auf Madame de Staël und Éléonore Duplay sind die zuvor Genannten hingerichtet worden. 

    Was mir auch noch aufgefallen ist: Johannes Willms stimmt in den Chor jener ein, die Robespierre als Usupator des großen Blutvergießens sehen. Neuere Forschungen scheinen hier ein etwas anderes Bild zeichnen zu wollen.   

    Die Revolutionäre haben dem Volk „Tugend“ versprochen, bekommen hat es „Terror“. Die großen Verlierer sind alle jene, die ihren Kopf sowie ihre Besitzungen verloren haben, diejenigen, die sich eine Verbesserung des Lebensunterhalts erhofft, aber nicht erhalten haben und vor allem die Frauen, für die Gleichheit in der Revolutionsparole „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ nur für den Gang zur Guillotine gegolten hat.  

    Fazit: 

    Eine detaillierte Darstellung der blutigen Jahre der Französischen Revolution, der ich gerne 5 Sterne gegeben hätte. Wegen der fehlenden Sicht auf die beteiligten und betroffenen Frauen ziehe ich einen wieder ab, daher 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Feuer und Sturm (ISBN: B07L1ZDNK1)
    Sibylle Baillon

    Feuer und Sturm

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Jule003

    ich bin immer wieder begeistert, wie die Autorin es schafft, die tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse und Persönlichkeiten so wunderbar mit ihrer eigenen fiktiven Handlung zu verknüpfen. die Geschichten der 3 Schwestern werden plausibel und mitreißend weitergeführt - und ganz nebenbei wird das eigene Wissen über Napoleon und seine Zeit aufgefrischt

  24. Cover des Buches Die Dornen der Rose (ISBN: 9783751750349)
    Joanna Bourne

    Die Dornen der Rose

    (12)
    Aktuelle Rezension von: DarkReader
    Das war leider wieder mal ein Buch, bei dem ich mit den Charakteren nie so richtig "warm" geworden bin.
    Eigentlich schade, denn unsympathisch waren die beiden Protagonisten nun wirklich nicht. Trotzdem fand ich keinen Zugang zu ihnen und das machte sie in meinen Augen etwas blass und farblos.
    Der Schreibstil war auch nicht wirklich mein Geschmack, viele Bandwurmsätze und eine für mich zu antiquierte Sprache. Dass die Bürger zu Zeiten der französischen Revolution sich nicht mit "Hey, Alter! Was geht?" begrüßen, ist mir klar, aber so gestelzt, wie hier manche Dialoge rüberkamen muss es ja nun auch nicht sein.
    Gut gefallen hat mir, wie die Autorin authentische Geschehnisse  dieser Zeit in ihre Geschichte eingearbeitet hat. Das ist ihr wirklich gelungen.
    Ansonsten: kann man lesen, muss man aber nicht.


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