Bücher mit dem Tag "napoleon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "napoleon" gekennzeichnet haben.

372 Bücher

  1. Cover des Buches Die Festung am Rhein (ISBN: 9783404175192)
    Maria W. Peter

    Die Festung am Rhein

     (171)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der Schreibstil ist gut. Was mir über das ganze Buch hinweg aber etwas schwer gefallen ist war das "Platt" der Leute zu lesen / zu verstehen. Franziska ist eine sympathische Person, die mich direkt mitgerissen hat. Sie ist mutig und klug und scheut sich auch nicht, dies zum Ausdruck zu bringen. Aber auch Rudolph hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Ich musste öfter schmunzeln als er - die Korrektheit in Person - immer etwas weichherziger wurde. Und das Necken der beiden - mal erst mal nicht - war amüsant zu erlesen. 

    Man spürt seine Liebe zu seiner Arbeit. Aber auch Franziska ist sehr engagiert dabei, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. 

    Das Buch war durchgehend spannend und die Atmosphäre der Vergangenheit recht gut vermittelt. 

    Die Rückblenden in die Vergangenheit waren gut, hätte für mich aber auch kompakter ausfallen können.

    Mit dem Ende war ich sehr zufrieden! Insgesamt gibt es gute 4 Sterne von mir für dieses Buch.

  2. Cover des Buches Teo (ISBN: 9783423280518)
    Lorenza Gentile

    Teo

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Literaturcocktail

    Das Debüt von Lorenza Gentile habe ich vor längerer Zeit gelesen und habe es in guter Erinnerung.

    Teo ist ein neugieriger Junge, der nach Antworten sucht. Viele kleine Weisheiten verstecken sich unter den 200 Seiten.

    Das Ende berührt und überrascht. 

  3. Cover des Buches 1813 - Kriegsfeuer (ISBN: 9783426505830)
    Sabine Ebert

    1813 - Kriegsfeuer

     (107)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der Auslöser war ein Besuch des Völkerschlacht Denkmals mit meiner Tochter und die Erkenntnis, dass ich über dieses geschichtliche Ereignis nicht sonderlich viel wußte.

    Dieses Buch - eine rechte perfekte Mischung von Fiction und belegbarer Historie - hat diese Löcher gestopft. Sabine Ebert schildert die Ereignisse ziemlich genau so wie sie sich abgespielt haben. Die Geschichte um Henriette dient dazu verschiedene Orte und Personen zu verbinden und den Leser emotional zu binden.

    Das Buch war für mich nie langweilig, sondern immer informativ und spannend. Ich wünschte, es gäbe mehr von diesen Büchern.

  4. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783257057140)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (764)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der geschichtlich vorbelastete Mensch entdeckt sehr schnell, das Orwell hier mehr oder weniger 1:1 die russische Revolution beschreibt.

    Die ganze Erzählung ist eine Parabel auf die Entwicklung des Sozialismus in der Sowjetunion, die Tiere stehen entweder für konkrete Personen, wie Stalin oder Trotzki oder für Bevölkerungsgruppen wie die Intelligenzija in der Sowjetunion.  

  5. Cover des Buches Die Affäre Carambol (ISBN: 9783608503548)
    Stefan Lehnberg

    Die Affäre Carambol

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Frankfurt zur Zeit der Vorherrschaft Napoleons über Europa. Goethe besucht mit seinem Freund Schiller seine Mutter. Am Tag der Abreise werden sie zu einem Gespräch beim Fürsten Thurn und Taxis gebeten. Dort informieren sie zwei Stadträte über rätselhafte Vorgänge in und um Frankfurt, die alle befürchten lassen, dass es zu einer erneuten Besetzung Frankfurts durch die  Franzosen kommen könnte. Goethe schlägt vor, den Gesandten Frankreichs offen zu informieren, doch zu dem anberaumten Gespräch kommt es nicht mehr, denn der Gesandte und sein Gesinde werden ermordet, sein Schloss abgebrannt. Wer ist der mächtige und scheinbar allwissende Gegner? Goethe und Schiller beschließen, vorerst in Frankfurt zu bleiben und den ungleichen Kampf aufzunehmen. Beide geraten mehrfach in Lebensgefahr, können eine wahrhaft gigantische Intrige aufdecken, bleiben aber letzten Endes die Verlierer.

    Mit "Die Affäre Carambol" legt der Autor Stefan Lehnberg bereits den zweiten Roman mit den Ermittlern Goethe und Schiller vor, Parallelen  zu Holmes und Watson sind unübersehbar und gewollt. Ebenso wie Holmes hat der Dichterfürst Goethe so seine Macken und Befindlichkeiten, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt. Wer es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nimmt, wird mit dieser Räuberpistole bestens unterhalten.

  6. Cover des Buches Durch die Nacht und alle Zeiten (ISBN: 9783414825957)
    Eva Völler

    Durch die Nacht und alle Zeiten

     (75)
    Aktuelle Rezension von: UnendlicheGeschichte

    Meine Meinung

    Vor „Durch die Nacht und alle Zeiten" habe ich schon einige Bücher von Eva Völler gelesen und gehört, die mir allesamt sehr gut gefallen haben. Mit dieser Geschichte ist ein weiteres Highlight hinzugekommen.

    Die abenteuerliche Zeitreise von Lori und Thomas hat mich vom ersten Kapitel an in ihrem Bann gezogen.

    Besonders gerne mochte ich die Verflechtung der Geschichte mit der bekannten Lorelei-Sage, den herrlich lockeren und humorvollen Schreibstil, die abwechslungsreich und liebevoll ausgestalteten Charaktere, sowie die mitreißende und ausgesprochen kurzweilige Handlung.

    Auch, dass es sich um einen in sich angeschlossenen Einzelband und nicht um eine Reihe handelt, hat das Buch für mich zu einer erfrischenden Auszeit für zwischendurch gemacht. Obwohl ich mir gut vorstellen könnte, mit der mutigen Lori und dem charmanten Thomas noch weitere Zeitreisen anzutreten.

    Ein ganz großes Lob möchte ich auch der Sprecherin Anna Döing aussprechen, die für jede Situation, von lustig, über bewegend bis tiefgründig, immer den richtigen Ton gefunden.

    Mein Fazit

    Insgesamt kann ich das Buch und besonders auch das Hörbuch absolut jedem wärmstens empfehlen, der ein Herz für romantische Zeitreisegeschichten hat! 

  7. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  8. Cover des Buches Die Elenden - Les Misérables (ISBN: 9783491961692)
    Victor Hugo

    Die Elenden - Les Misérables

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Libertine

    Ein Mann wird zu einer Strafe von vier Jahren verurteilt, weil er Brot geklaut hat und dabei eine Scheibe eingeschlagen hat. Das Leben als Galeerensträfling ist hart – mehrmals versucht der Mann namens Jean Valjean zu fliehen und wird erwischt. Aus den vier Jahren wird eine Haftstrafe von insgesamt 19 Jahren.

    Doch auch nachdem Valjean seine Strafe verbüßt hat, ist er kein freier Mann. Er muss sich an jedem Ort melden, an den er kommt. Seine Papiere brandmarken ihn als gefährlichen Ex-Sträfling. Trotz des Geldes, das er mühsam auf den Galeeren gespart hat, findet er keine Unterkunft und niemand, der ihm etwas zu Essen verkaufen möchte. Erst als er an das Haus des Bischofs Myriel von Digne gelangt, den Valjean durch seine sparsame Lebensweise nicht als solchen erkennt, bekommt er Essen und einen Schlafplatz. Doch Jean Valjean weiß, dass er wieder in die Welt hinaus muss und beschließt, das wenige Silber im Haus des Bischofs zu stehlen.

    Valjean, der sein Glück mittlerweile kennen müsste, wenn er versuchte, eine Straftat zu begehen, wird erwischt und wieder in das Haus des Bischofs gebracht. Doch Myriel von Digne reagiert auf Valjeans Diebstahl auf eine Art, die Valjeans gesamtes Leben verändern wird.

    »Gegen die Frauen und gegen die Armen, auf denen das Unrecht der Gesellschaft am schwersten lastete, war er stets nachsichtig. ›Die Sünden der Frauen, der Kinder, der Bedienten, der Schwachen, der Elenden und der Unwissenden‹, sagte er, ›sind immer die Schuld der Männer, der Eltern, der Brotgeber, der Starken, Reichen und Wissenden.‹«

    Jean Valjean ist einer von jenen, nach denen dieser Roman benannt ist: ›Les Misérables‹ – ›Die Elenden‹. Menschen, die nicht das Glück haben, in ein wohlhabendes Haus geboren zu sein, sondern mit den erdenklich schlechtesten Startbedingungen auf diese Welt kommen, die keine sichere ist. Jean Valjean ist in diesem Strudel, der ihn weiter hinab reißt. Er stahl Brot, wurde zum Sträfling und damit zu einem von der Gesellschaft ausgeschlossenen. Als ein solcher stiehlt er nicht mehr nur Brot, sondern Silber.

    »Wenn die Seele in Dunkelheit schmachtet, ist sie der Sünde zugänglich. Nicht der ist schuldig, der die Sünde begeht, sondern der die Finsternis erzeugt hat.«

    hnlich ergeht es den anderen Figuren in Victor Hugos Roman ›Les Misérables‹. Der jungen und schönen Fantine, der frechen und mutigen Eponine, dem kleinen Gavroche. Victor Hugo gelingt es, eine Welt um diese zu erschaffen, die berührt und in der ›die Elenden‹ in all ihrer Menschlichkeit sichtbar werden. Er zeigt sie verstrickt in ihre sozialen Umstände, die sie einengen und denen sie immer wieder bereit sind, etwas Leben abzutrotzen.

    Die Zeit, in der der Roman ›Les Misérables‹ ist eine, in der sich ein Umbruch ankündigen will. 1815 setzen die Geschehnisse ein und begleiten die Figuren bis 1832.

    »Es war schwer, sich einen herabgekommeneren Menschen als diesen vorzustellen. Er war von mittlerem Wuchse, stämmig, und bei Kräften. Sein Alter hätte man mit sechsundvierzig oder achtundvierzig Jahren angeben können.«

    Obwohl mehr als eineinhalb Jahrhunderte vergangen sind, seitdem Hugo diesen Roman veröffentlicht hat, sind die Kämpfe der Protagonisten nicht verstaubt. Er lädt den Leser ein, diese ›Elenden‹ bei dem Versuch zu begleiten, über sich hinauszuwachsen, in einer Zeit, die von Hunger und Armut geprägt war. Eine definitive Leseempfehlung!

  9. Cover des Buches Für König und Vaterland (ISBN: 9783959910514)
    Susanne Gerdom

    Für König und Vaterland

     (41)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Der Wechselbalg ist ein Roman, der ein alternatives England vorstellt und so als historische Urban Fantasy gelten kann. Schauplatz, Atmosphäre, geschichtlicher Hintergrund und die Charaktere (sowohl die Protagonisten als auch die Antagonisten) sorgen für eine stimmige Geschichte, die allerdings auch ihre Schwächen hat, über die man an sich auch hinwegsehen könnte ... wenn es nicht so schade wäre.
    Was ich damit meine? Der Wechselbalg ist der erste Teil einer Reihe, die (meines Wissens) nicht fortgesetzt wurde (der Roman stammt aus dem Jahr 2015, aber es gibt keine weitere Folge aus der Serie "Für König und Vaterland") und leider merkt man das. Der Klappentext verspricht viel, aber der Inhalt von Der Wechselbalg ist dann doch ein anderer, denn der Vatikan spielt nur eine untergeordnete Rolle, ebenso die Verschwörung gegen den König und seine Angehörigen. Das ist schade, denn Idris und das restliche liederliche Quartett sind eine Gruppe von der man gerne mehr lesen würde. Es gibt ein paar Sidhe (Elfen), Vampire und Werwölfe, aber die persönlichen Probleme (von denen im Klappentext keine Rede sind) von Idris Hathaway stellen die Hauptstory dar. Der Rest ist Hintergrund über den man gerne mehr lesen würde.
    Schade, dass diese vielversprechende Story nie fortgesetzt wurde.

  10. Cover des Buches Der Fluch der Zuckerinsel (ISBN: 9783937357997)
    Nora Berger

    Der Fluch der Zuckerinsel

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Belis

    Heimlich  müssen sich Annabelle und Leon treffen, denn ihre verfeindeten Familien streiten seit langem um ein Stück Land. Nach einem tränenreichen Abschied schifft sich Leon nach Paris ein. Doch kein Lebenszeichen zeugt von seiner Ankunft dort. Schweren Herzens geht Annabelle schließlich die Ehe mit dem Sklavenhändler Ramazon ein. Doch ihre Liebe gehört dem Verschwundenen. Gibt es noch Hoffnung auf Glück?

     

    Der Schreibstil war angenehm und konnte mich auf die zauberhafte Insel Martinique mitnehmen. Der gesellschaftliche Wandel zur Zeit Napoleons spiegelt sich im Geschehen wieder. Gute Beschreibungen der Handlungsorte bringen mich im zweiten Teil der Erzählung auch nach Paris mit seinen Licht- und Schattenseiten. Sprachlich finde ich die Erzählung authentisch. Einige historische Fakten wurden eingebracht, könnten meiner Meinung nach noch etwas ausführlicher sein. Der Erzählerstil in miteinander verflochtenen Handlungssträngen zeigt unterschiedliche Perspektiven und ermöglicht dem Leser ein Gesamtbild.

     

    Weniger überzeugen konnte mich die Prota Annabelle. Ihr kindliches Wesen als junge Frau wurde mit für ihr Alter zu erwachsenen Entscheidungen gemischt. Ich hatte teils Schwierigkeiten dies nachzuvollziehen. Auch die Zeitsprünge in der längere Jahre andauernden Erzählung brachten den Lesefluss ins Stocken. Es wäre schön gewesen die Kapitel mit Angaben dazu zu versehen. So wurde ich den Gedanken an eine teils sehr konstruierte Handlung nicht los. Was im Allgemeinen schade für die Geschichte ist. Der Verlauf hatte Spannung, Kämpfe, Liebesgeschichten und historische Fakten zu bieten. Ich würde die Erzählung eher als Abenteuer, Roman über gesellschaftlichen Umbruch denn als Romantik bezeichnen. Dafür überwiegen die Auswirkungen des Fluches mit Ängsten, Tod und Veränderungen zu sehr.

     

    Daher kann ich der historisch zuzuordnenden Erzählung nur 4 Sterne geben. Sie ist lesenswert, konnte mich aber nicht voll überzeugen. Dennoch werde ich gerne weitere Bücher der Autorin zur Hand nehmen.

  11. Cover des Buches Die Töchter des Sturms (ISBN: 9783958249462)
    Sibylle Baillon

    Die Töchter des Sturms

     (38)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek


    Eigene Meinung:


    Sibylle Baillon entführt uns mit diesem Roman in das 18. Jahrhundert. Es regiert dort in einigen Schichten die Armut. Diese Schichten kämpfen alle um das Überleben. So auch die Familie Coltin. Die Eltern von Marianne, Madeleine und Jeanne, beschließen ihre Töchter in die Obhut von etwas „besser“ gestellten Schichten zu geben. 


    Marianne wird als Gesellschaftsdame für ein reiches verwöhntes Mädchen angestellt, und lernt somit das leben der „reichen“ kennen. Sie geniest dadurch den Vorteil, lesen und schreiben zu erlernen. Bei den beiwohnen der Besuche der Salons lernt sie in diesen Kreisen auch einen Soldaten kenne, ihren späteren Ehemann.


    Madeleine wird zu einer Schneiderin gebracht, die für die „reichen“ und für die französiche Königin als Haus- und Hofschneiderin tätig ist, unter anderem auch für einige andere königliche Häuser. Sie lernt dort ebenfalls das schreiben und lesen. Jedoch wird hierbei klar das es anders ist als bei Marianne. 


    Jeanne hat es am härtersten getroffen. Sie kommt in eine Krämer Familie. Der Hausherr verspricht ihr einiges, jedoch verlangt er auch eine Gegenleistung. Jeanne hält dies nicht aus und läuft weg. Sie lernt Clair kennen die sich ihrer annimmt und eine Art Mutterersatz für sie wird. Jeanne lässt sich von ihrer Situation nicht unterbuttern und sucht sich eine Anstellung. Sie bekommt diese auch und trägt einen Bauchladen um etwas zum Leben beisteuern zu können.


    Sibylle Baillon schafft es Drei Geschichten von den Mädchen so zu erzählen, das man mit ihnen leidet, gerade Jeanne um die e in diesem Band am meisten geht, ist mir als Leserin sehr ans Herz gewachsen. Sie ist einfallsreich und eine Kämpferin.


    Das Spiel wie sich die Schwestern immer wieder sehe ohne es zu merken oder gar zu wissen, hat mich als Leserin oft schmunzeln oder innerlich rufen lassen „Nein wie kann das sein!“.  Aber auch spannend zu lesen wie die Autorin es geschafft hat dies so durchzuziehen. 


    Was den Leser somit jedes mal beschäfftigt ist die Frag, werden es die Schwestern jemals wieder schaffen zu einander zu finden?


    Welche rolle genau spielt Napoleon in der Geschichte? Den Jeanne ganz zu Anfang als jungen Mann kennen lernt der gerade die Kadettenschule abgeschlossen hat.


    Ich gebe für diesen Historisch spannenden Roman 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung an alle historischen Fans. 

  12. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

     (86)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Am 18. Juli 1986 werden von einem Schiff fünfzehn ausgemergelte Gestalten aufgenommen, die zwei Wochen auf einem Floß trieben. Diese wenigen Menschen sind die letzten Überlebenden von 147, die ausgesetzt wurden, weil die Rettungsboote der Medusa nicht ausreichten. Das Buch basiert auf einer historisch belegten Geschichte. Es ist eine Geschichte die packt und abstößt zugleich. Was dort geschieht, ist schwer zu ertragen. Jedes grausame Detail wird sehr genau und ausgebreitet beschrieben. Mir scheint, das Schicksal hat lauter sehr unangenehme Menschen zusammengebracht und sie auf die Medusa verfrachtet. Daher konnte ich mich von Anfang mit niemandem identifizieren. Dann schlägt das Schicksal wieder zu und das Schiff kentert. Aber soll man dieses Kentern dem Schicksal zuschreiben, nein, es ist die Unfähigkeit des Kapitäns und des Steuermanns. Die Rettungsboote reichen nicht und die, die nicht mehr hineinpassen müssen auf ein Floß, das auf die Schnelle zusammengezimmert wird. Ihr Proviant ist spärlich und so gehen sie wie Tiere aufeinander los. Was kann schon passieren, wenn man es mit so egoistischen und rücksichtslosen Menschen zu tun hat? Das Hauen und Stechen geht los. Aber es geschieht auf eine so unmenschliche Art und Weise. Aber vielleicht ist der Mensch auch nur ein wildes Tier? Doch ich will es nicht glauben, dass Menschen so sind, obwohl auch die jetzige Zeit zeigt, wie rücksichtslos und menschenverachtend gehandelt wird. Und doch ist in mir die Hoffnung, dass wir uns ein großes Stück Menschlichkeit bewahren werden. Diese sprachgewaltige Geschichte ist erschreckend und grausam.

  13. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.042)
    Aktuelle Rezension von: Karolina_B

    Ich habe noch nie ein so ein verrücktes und lustiges Buch gelesen. Es ist sehr schräg aber absolut lesenswert und zurecht ein Bestseller. 

  14. Cover des Buches 1815 - Blutfrieden (ISBN: 9783426510209)
    Sabine Ebert

    1815 - Blutfrieden

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Nofi

    Sabine Ebert schafft es, Geschichte lebendig werden zu lassen, großartig recherchiert, mit über 5.000 Seiten Tagebücher, Familienchroniken, Zeitungsartikel, Militärberichten, kommt die Zeit zwischen Völkerschlacht und Waterloo ins Wohnzimmer.

    So gut kann kein Geschichtsunterricht sein!

  15. Cover des Buches Vor der Finsternis (ISBN: 9783641202972)
    Ulf Torreck

    Vor der Finsternis

     (24)
    Aktuelle Rezension von: yadah
    Paris zu einer Zeit, in der man nicht wirklich leben wollte, ein Mörder verstümmelt seine Opfer und schneidet ihnen das Herz heraus. Schlecht ist das Buch nicht auch recht spannend aber mir ist das Ende zu konstruiert, nachdem Inspekteur Marais die ganze Zeit dem Mörder nicht einen Schritt weiter kommt, weiß er plötzlich die Lösung?!?! Mmmh... und ich habe nicht mehr so grosse Lust diese wirkliche ekligen Grausamkeiten, die einem ja nicht nur in diesem Buch begegnen , zu lesen.
  16. Cover des Buches Belgravia (ISBN: 9783844524918)
    Julian Fellowes

    Belgravia

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Eine Familie eines Geschäftsmannes (Fam. Trenchard)gelangt zu Reichtum als sie sich in London einem Bauunternehmen anschließen und dieses finanzieren. Es wird ein großer Erfolg. Belgravia ist eines der Stadtviertel die erbaut werden.
    Familiär sind sie nicht so gesegnet. Die Tochter ist bei der Geburt des unehelichen Kindes verstorben und der Sohn hat keinen Zugang zu den Geschäften des Vaters.
    Das neugeborene Kind wurde damals in die Obhut einer Pfarrersfamilie gegeben, die den Jungen adoptiert haben und ihn gut erzogen haben. Eines Tages erkennt Mrs. Trenchard, dass ihr Enkelsohn, der nun Mr. Charles Pope heißt, ganz in ihrer Nähe lebt und Mr. Trenchard mit ihm schon einige Zeit Kontakt hat, ohne ihr es gesagt zu haben.

    Julian Fellowes hat eine angenehme Erzählweise. Die Geschichte ist trotz des kriegerischen Hintergrundes emotional. Und gibt auch Einblick wie es damals gewesen sein könnte. Eine schöne Geschichte auch mit den Schattenseiten des sogenannten Tones.

  17. Cover des Buches Die skandalöse Verwechslung (ISBN: 9783962154189)
    Sophia Farago

    Die skandalöse Verwechslung

     (33)
    Aktuelle Rezension von: JuliesBookhismus

    Als ich angefangen habe, diese Geschichte zu lesen, hatte ich fürchterliche Angst, dass es zu einem langweiligen und schnöden Roman mutiert. Zum Glück wurde ich mehr als überrascht und hatte sehr viel Spaß mit den Heroes und ihrer „Entourage“.

    Die Geschichte nimmt immer mal wieder eine sehr interessante Wendung und ich hoffe sehr, dass der Cliffhanger am Ende nicht so schlimm ist, wie ich befürchte, daher muss jetzt schnell Band zwei her. 

    Ich bin sehr begeistert von der Geschichte und freue mich schon auf die Fortsetzungen und die weiteren Geschichten der Jungs und Mädels. Den Spaß solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.

  18. Cover des Buches Drachenflamme (ISBN: 9783442265824)
    Naomi Novik

    Drachenflamme

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Nachdem die Geschichte des 5. Bandes „Drachenwacht“ so heftig, deprimierend und dramatisch gewesen ist, hatte ich gedacht, dass es nun im 6. Band „Drachenflamme“ von Naomi Novik etwas ruhiger vorgeht. Denn schließlich sind Kapitän Laurence und der Himmelsdrache Temeraire wieder glücklich vereint und zusammen können sie alles schaffen. Tatsächlich ist es auch nicht so dramatisch, aber von Ruhe ist nun wirklich keine Spur. Naomi Novik beweist wie immer einen Sinn dafür, eine gewaltige Menge an Spannungspunkten zu bieten, nur kurzzeitig von ruhigen Sequenzen unterbrochen. So erschafft sie, wie so viele Male zuvor, ein absolut schönes Abenteuer der beiden Freunde, welches nicht nur Spannung, Action und einen genialen Schreibstil aufweist, sondern auch wieder einiges an Humor durch die Drachen.


     

    Verfolgungsjagd quer durch Australien

     


    „Ich kann jemanden nicht leiden, der nicht aufhören will, uns beim Lesen zu stören, und das vier Mal, nur weil er sich noch einmal darüber beklagen will, wie schlimm die Kolonisten sind und wie viel Rum sie trinken.“


    (S. 28 aus „Drachenflamme“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     



    „Drachenflamme“ spielt 1809 und beginnt bereits damit, dass sie Australien mit dem Drachentransporter Allegiance erreicht haben, wobei die monatelange Reise übers Meer durch Rückblicke nur leicht umrissen wird. In Begleitung von Kapitän Granby und dem Überlebenskünstler Tharkay, beides langjährige Freunde, versucht Laurence sich in Sydney einen Überblick über die Situation in der Kolonie zu verschaffen – und ist von den katastrophalen Zuständen in der Kolonie, die derzeit von einer selbsternannten Regierung von zwei Rebellen geführt wird, schockiert. Doch die Alternative, den abgesetzten Gouverneur Bligh wieder an die Regierung zu setzen, ist nicht viel besser. Zweimal geraten Laurence und Temeraire, die als Verräter angefeindet werden, zwischen zwei Fronten und müssen einen Weg aus dieser misslichen Situation finden. Als dann auch noch eines der drei Dracheneier gestohlen wird, welches sie aus England nach Australien mitnehmen sollten, beginnt für sie eine lange, kräftezehrende, verzweifelte und äußerst gefährliche Reise quer über den Kontinent. Und dabei kommt es nicht selten zu Überraschungen…


     

    Ein großartiges Abenteuer

     

    In „Drachenflamme“ gibt es einige Momente, die mich sehr zufrieden stimmten. Das ist zum Beispiel die Entwicklung der Charaktere, ihr Verhalten, aber auch das Ende. Wie bereits aus den vorherigen Bänden bekannt, ist Laurence ein sehr loyaler Offizier, dem Ehre unglaublich wichtig ist. Es war für ihn ein herber Schlag, als Verräter gebrandmarkt zu werden, was ihn während der Invasion Englands dazu verleitete, unmoralische Befehle auszuführen, ohne gegen diese aufzubegehren. Doch in diesem Band scheint Laurence endlich langsam eine wunderbare Entwicklung zu durchlaufen. Blindes Befehle befolgen könnte vielleicht allmählich der Vergangenheit angehören, wenn diese gegen seinen und Temeraires Sinn für Moral stehen. Und da ich bereits die Fortsetzungen gelesen habe, weiß ich, dass es immer besser wird.

    Der feuerspuckenden, kratzbürstigen, dickköpfigen Drachin Iskierka zum Dank ist nicht nur sie bei diesem Abenteuer mit dabei, sondern auch ihr Kapitän Granby, für den sie natürlich nur das Beste möchte und der von ihr ziemlich überfordert ist, da sie ständig irgendwelche Ideen hat, die in Katastrophen enden könnten. Außerdem hat Iskierka es sich in den Kopf gesetzt, zusammen mit Temeraire ein Ei zu haben – obwohl die beiden sich absolut nicht ausstehen können. Der verbale Schlagabtausch zwischen ihnen – bzw. alles, was die Drachen hier sagen und tun, ihre spitzen Bemerkungen und Unterhaltungen – ist einfach herrlich! Und was Iskierka sich fest vorgenommen hat, muss auch passieren – doch ob es diesmal funktioniert? Was Tharkays Anwesenheit betrifft, so verfolgt er seine ganz eigenen Pläne, die glücklicherweise die Charaktere auf einen gemeinsamen Weg führen.

    Auch kann man sich auf ein Wiedersehen mit Emily Roland, Demane und Sipho freuen, die weiterhin zu Temeraires stark reduzierter Mannschaft gehören. Ein weiterer Konfliktpunkt entpuppt sich durch das spätere Auftauchen eines bekannten und sehr unsympathischen Charakters, aber auch hier gibt es tolle Wendungen. Noch dazu führt Naomi Novik weitere neue Charaktere ein, die zu einem festen Bestandteil der Reihe werden – sowohl Menschen als auch Drachen. Was dabei die Drachen angeht, so gibt es hier eine Bandbreite zwischen herzzerreißenden Momenten und Situationen, die mich verblüffen konnten und an Temeraires Erziehungstalent zweifeln lassen. ^^ Doch mehr dazu verrate ich nicht!

    Was das Abenteuer an sich betrifft, so wartet auf die Charaktere ein Haufen an Problemen – also wie immer. ^^ In der Wildnis erwartet sie u. a. eine fantasievolle Tierart, welche ihnen das Leben schwer macht und tatsächlich etwas Gruseliges an sich hat.

    Wie oben schon erwähnt, so bin ich sehr zufrieden und glücklich mit dem Ende von „Drachenflamme“. Und zwar so sehr, dass ich es sogar als finales Ende der Reihe akzeptieren würde. Nach dem Lesen der Fortsetzungen bin ich jedoch mit dem wirklichen Ende der Reihe (9. Band) unglaublich glücklich. Ich bin dankbar dafür, dass die Geschichte um Temeraire und Laurence weitergeht. Für mich eine wahre Wohlfühl-Reihe!


    Fazit:

    Ein typischer Temeraire-Laurence-Band: Spannung, Nervenkitzel, Humor, wundervolle Atmosphäre, Abenteuer – ich liebe diese Reihe so sehr! Auch den 6. Band „Drachenflamme“ kann ich absolut empfehlen – es wurde wieder ein Highlight!

  19. Cover des Buches Diner des Grauens (ISBN: 9783492281096)
    A. Lee Martinez

    Diner des Grauens

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Angel12_07

    Eine coole, gruselige, mörderische Geschichte mit Charakteren, die einfach anders sind und die man mögen muss...irgendwie...

    Hier laufen einem ganz selbstverständlich Vampire, Werwölfe (bzw einer), Geister, Ghule, Zombies und noch so einiges Übernatürliches über den Weg... Als wenn es nix Neues wäre, kämpft man mal eben gegen den Untergang der Welt. Die Protas untereinander haben eine Dynamik, die ich einfach nur klasse finde... Ganz klar mein Humor.

    Die Story liest sich fließend in einem Rutsch, ohne dass es langweilig wird und mir hat es richtig Spaß gemacht.

    Absoluter Lesespaß der einen ein paar Stunden beschäftigt.

  20. Cover des Buches Die Rose des Herzogs (ISBN: 9783426520222)
    Marita Spang

    Die Rose des Herzogs

     (40)
    Aktuelle Rezension von: TanjaJahnke

    1841. Wir treffen auf die Greisin Charlotte, die in Angesicht ihres baldigen Ablebens ihr Leben noch einmal Revue passieren lässt. So erleben wir an ihrer Seite den Zeitraum 1786 bis 1804; Jahre der Flucht, Angst, Krieges, Entbehrungen, Abschiede und Verlustes. Aber auch Jahre des Glücks, der Liebe und Hoffnung.
    Charlottes Leben war turbulent und geprägt von Hofart, der französischen Revolution und den daraus resultierenden Folgen für den einstmaligen französischen Adel.

    Marita Spang kredenzt eine Geschichte voller Bilder und Emotionen. Mehr als einmal standen mir die Haare zu Berge. Ich habe mehrfach mit Charlotte geweint, habe mit Louis-Antoine seinen Großvater und den Krieg verflucht, habe gelitten, getrauert, aber mich ebenso mit ihnen gefreut.
    Auch wenn mir bewusst war welche dramatisches Leben Louis-Antoine hatte, habe ich gefiebert und (auch gegen jede Vernunft) auf ein kleines Wunder gehofft.
    Eine wirklich eindrucksvolle Geschichte, die mich in ihren Bann zog und auch in meine Träume verfolgte.

    Man durchlebt an Charlottes Seite die wesentlichen Stationen ihres Lebens und blicken zuweilen auch anderen Figuren über die Schulter. Dabei vergehen zwischen den einzelnen Stationen auch mal einige Wochen, Monate oder sogar Jahre. Wobei die übersprungene Zeit adäquat in den Erinnerungen der Figuren zusammengefasst oder in Form von Briefen wiedergegeben wird und keinerlei Lücken entstehen und zugleich unnötige Längen vermieden werden.

    Kurz gesagt ein Buch, dass mich wirklich begeistert hat und ich jedem wärmstens ans Herz legen möchte.

    5 von 5 Rosen

  21. Cover des Buches Seelenriss (ISBN: 9783548283678)
    Hanna Winter

    Seelenriss

     (112)
    Aktuelle Rezension von: scarlett59

    Zum Inhalt:
    Kaum hat Lena Peters, die als Kriminalpsychologin oder auch „Profilerin“ bei der Berliner Kriminalpolizei arbeitet, ihren ersten großen Fall abgeschlossen, da gibt es bereits eine neue Serie von schrecklichen Todesfällen. Während ein Teil der Kollegen von Selbstmorden ausgeht, glauben Lena und ihr Partner Wulf Belling, dass es sich um besonders perfide Morde handelt …

    Meine Meinung:

    Auch hier überwiegt trotz all der Abscheulichkeiten die psychische Spannung. Und wieder gerät auch Lena in den Fokus des Täters und begibt sich in Gefahr.

    Die Berliner Örtlichkeiten gehen dieses Mal für mich ein wenig unter, aber dennoch mag ich die verschiedenen Entwicklungen, die sich die Autorin hier hat einfallen lassen. Leider gibt es keinen weiteren Band, was ich schade finde.

    Das Cover irritiert mich auch hier, wie beim ersten Band.

    Fazit: Dieser Teil hat mir sogar noch besser gefallen als er erste.

  22. Cover des Buches Die Geliebte des Meisterspions (ISBN: 9783802586767)
    Joanna Bourne

    Die Geliebte des Meisterspions

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Annique Villiers, eine von Frankreichs Meisterspioninnen, steckt in einer verzwickten Lage. Seit sie bei einem Zweikampf eine Kopfverletzung davon trug, ist sie blind. Die Prognose, die ihr ein Arzt gibt, ist ebenfalls wenig vielversprechend. Es könnte durchaus sein, dass sie ihr Augenlicht wieder erlangt, doch genauso möglich könnte es sein, dass sie unmittelbar danach sterben wird. Doch sie hat keine Zeit sich über ihr Schicksal Gedanken zu machen, denn sie ist auf der Flucht, weil sie Napoleons Geheimpläne eine Invasion gegen England betreffend kennt, die die Engländer unbedingt in ihre Hände bekommen wollen.

    Ausgerechnet in einem Kerker begegnen sich Annique, Grey und Adrian das erste Mal und müssen sich miteinander verbünden, um aus dem Gefängnis lebendig herauszukommen. Grey der englische Spion und seine Männer die auf Annique und die Albion Pläne angesetzt wurden, wissen von Anfang an, wen sie vor sich haben- im Gegensatz zu Annique. Aufgrunddessen gerät sie, kurze Zeit nach ihrem gemeinsamen Gefängnisausbruch, in Greys Hände. Dieser will Annique nach England bringen, doch Annique, denkt trotz ihrer Hilflosigkeit gar nicht daran, sich von Grey an die Engländer ausliefern zu lassen und plant einen Fluchtplan nach dem anderen. Trotzdem kann sie es nicht verhindern, dass sie sich zu Grey hingezogen fühlt…

    In den USA hat Joanna Bournes Roman überschwängliche Kritiken bekommen und zudem liebe ich historische Liebesromane mit französischem Setting- daher war ich schon sehr gespannt auf „Die Geliebte des Meisterspions“. Leider haben sich meine hohen Erwartungen, die ich an diesen Roman hatte überhaupt nicht erfüllt und das hatte gleich mehrere Gründe. Zum einen kam ich überhaupt nicht damit zurecht, wie modern die Ausdrucksweise der Protagonisten in dieser Geschichte ist.

    Die Story spielt zu Zeiten Napoleons, zu großen Teilen in Frankreich und später in England doch historisches Kolorit war hier absolut nicht vorhanden! Das liegt nicht nur an der modernen Ausdrucksweise der Romanfiguren (liegt es an der Übersetzung oder ist es auch im bereits englischsprachigen Original so?), sondern auch an ihrem modernen Denken, Handeln und vor allem an der Tatsache, dass Örtlichkeiten auf der immerwährenden Flucht der Protagonisten kaum beschrieben werden. Die Geschichte könnte praktisch in jeder Zeit und an jedem Ort spielen.

    Anniques, Greys, Adrians und Doyles Flucht vor ihren Verfolgern, steht dagegen im Mittelpunkt und diese wird sehr spannend von der Autorin geschildert. Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, ich lese einen Romantic Suspense mit Spionageplot, der in der heutigen Zeit angesiedelt ist. Und auch die Liebesgeschichte zwischen Grey und Annique hat mich leider nicht überzeugen können. Es stehen doch zu viele Geheimnisse zwischen ihnen und plötzlich sind sie über beide Ohren ineinander verliebt? Statt tiefschürfende Gespräche zwischen Annique und Grey verfolgen zu dürfen, die ihre wachsende Liebe und ihr Vertrauen füreinander untermauern, bekommt man als Leser nur die geballte Ladung an sexueller Anziehungskraft zwischen dem Heldenpaar geboten und es kommt dabei zu durchaus prickelnden Liebeszenen, wobei ich die „Entjungferungsszenerie“ dann auch wieder als haarsträubend unglaubwürdig empfand. Deklariert ist der Roman als „Romantic History“ doch diese Bezeichnung hat „Die Geliebte des Meisterspions“ meiner Meinung nach nicht verdient.

    Trotz meiner Kritik- wer keinen großen Wert auf historisches Kolorit legt oder auch nicht unbedingt eine tiefgründige, romantische Liebesgeschichte zu seinem Leseglück benötigt; wem eher der Sinn nach einer spannenden Spionage und Abenteuerstory steht, der sollte diesen Roman durchaus eine Chance geben. Joanna Bourne kann schreiben, definitiv, doch für meinen Geschmack sollte sie sich lieber Contemporaries oder dem Romantic Suspense Genre widmen.

  23. Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)
    Catherine Simon

    Falsche Austern

     (22)
    Aktuelle Rezension von: lazH

    Wenn Journalisten Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist das peinlich. Wenn sie dazu noch Krimis schreiben, kommt man als Kritiker schon mal auf den Gedanken, den Verursacher des Übels den Hahn abdrehen zu wollen. Den Schreibhahn nämlich. Kommt dann noch mangelhafte Recherche dazu, ist es nicht nur ärgerlich, sondern bringt einen Berufsstand in Verruf.

    Catherine Simon schafft beides in einem mit 251 Seiten recht dünnen und schnell geschriebenen Büchlein. „Falsche Austern – Der vierte Fall für Kommissar Leblanc“ ist mit Verlaub – runtergerotzt. Schlechter Stil, hölzerne Dialoge, oberflächliche Charaktere und dazu der Versuch, Terrorismus, Islam und Islamismus, Frankreichs koloniale Vergangenheit in Nordafrika, Integration von Flüchtlingen, Ehrenmord, Kunstfälschung, Bilderdiebstahl, Mord und Totschlag unter einen Chapeau zu zwingen. Das wirkt bemüht, zeitweise grotesk und häufig wie von Wikipedia abgeschrieben.

    Vollkommen abgerückt von den Ereignissen dieser Welt scheint die Autorin, wenn sie darüber sinniert, ob eine muslimische Familie den Mord an ihrer Tochter beginge, weil diese mit ihrer westlichen Lebensweise angeblich die Ehre der Familie, von Brüdern und Eltern, deren Ansehen in ihrem gesellschaftlich-sozialen Umfeld durch Missachtung der dort geltenden Werte verletzt hat.

    Unwahrscheinlich, lautet der Schluss von Catherine Simon. Die magere Begründung: „Würde jemand wegen eines Rachegedankens seine Existenz, Familie und Arbeit aufs Spiel setzen?“

    Jetzt mal Butter bei die Fische, Frau Grimkowski! Wo haben Sie Ihren Job als Redakteurin gelernt? Bei einer Schülerzeitung? Noch nie von dem Ehrenmord an Hatun Aynur Sürücü gehört?! Die in Deutschland geborene 23 Jahre alte Frau wurde im Februar 2005 in Berlin von ihren Brüdern auf offener Straße gemeuchelt, weil sie nach westlicher Art lebte und dadurch die Familienehre besudelte. Tut mir leid, aber diese Familie setzte all das, was sie in der Bundesrepublik erworben hatte, wegen der vermeintlich geschändeten Familienehre aufs Spiel und entfachte eine bundesweite Diskussion, in die sich auch der damalige Bundespräsident Horst Köhler einmischte: „Ein falsches Verständnis von Toleranz, Harmoniestreben oder mangelnde Courage dürfen nicht dazu führen, dass grundlegende Regeln des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft außer Kraft gesetzt werden“. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_Sürücü). Nur zur Quellenlage: Als Polizeireporter in Berlin recherchierte ich seinerzeit selbst intensiv im Sumpf der Ehrenmorde unserer kurdischen Mitbewohner.

    Dass Autorin Catherine Simon, das Pseudonym für Sabine Grimkowski, laut Vita auf dem hinteren Klappentext als Redakteurin für den Südwestrundfunk arbeitete, macht eigentlich alles viel schlimmer. Denn sie hat es nicht für nötig befunden, das ihr zur Verfügung stehende journalistische Handwerkszeug ihrer Profession einzusetzen. Daneben hapert es an den Kleinigkeiten in ihrer Handlung: Wenn Polizeitaucher mit Sauerstoffflaschen tauchen, dreht sich jedem Sporttaucher das Mundstück um. Die Atemflaschen enthalten komprimierte, also zusammengepresste, Luft, weshalb die Tanks auch als Pressluftflaschen bezeichnet werden. Keinem Taucher, auch keinem Berufstaucher der Polizei, fiele es ein, mit Sauerstoff zu tauchen. Schließlich ist er ja nicht lebensmüde.

    Dazu kommen massive sprachliche Mängel. Als Redakteur mit 40 Jahren Berufserfahrung weiß ich inzwischen, dass ein deutscher Satz aus Subjekt, Prädikat, Objekt besteht. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Bis zum Südwestfunk scheint sich das nicht herumgesprochen zu haben. Wie sonst käme ein Satz wie „Ein labbriges Sandwich mit wässrigem Schinken aus der Polizeikantine in Le Havre hatte Leblanc zu sich genommen“ ins 15. Kapitel?

    Eigentlich müsste das Sandwich wegen Gefräßigkeit und versuchten Polizistenmords verurteilt und Autorin samt Korrektor zu Nachhilfe im deutschen Satzbau auf Lebenszeit verurteilt werden. Dies ist nicht die einzige Stelle im Buch, aber mit Sicherheit eine der skurrilsten.

    Schon der dritte Satz im Buch ließ mich aufmerken: „Wie ein ständig sich abspulender Film tauchte eine Szene in Endlosschleife in seinem Kopf auf.“ Von da an las ich zunehmend kritischer, unwillig auch nur Kleinigkeiten unberücksichtigt zu lassen. Wem’s nicht auffallen sollte – der Satz ist ein weißer Schimmel. Ein sich „ständig abspulender Film“ ist eine „Endlosschleife“; so wie ein Schimmel gemeinhin mit der Farbe weiß assoziiert wird. Die Zeitenfolge der deutschen Sprache scheint für Frau Grimkowski ebenfalls ein ungelöstes Rätsel zu sein. Zwei Mal Plusquamperfekt in einem Satz ist genau einmal zuviel. Ebenso wie der Preis. Mit zehn Euro ist diese Lektüre deutlich überteuert.

    Wer nun meint, ich kaprizierte mich auf unwichtige Kleinigkeiten, der mag das meinen. Für den ist dieses Buch sicherlich nette Sommerunterhaltung. Allerdings bedeutet es für den Kritiker auch, nach dem zu schauen, was ein Buch dem Leser vermittelt. Und in diesem speziellen Fall lehrt es mal wieder, dass die deutsche Sprache nach Belieben verhunzt werden darf. Mit dem Ergebnis, dass sich viele wundern, wenn immer weniger Menschen korrekt schreiben können. Bei solchen Vorbildern eigentlich kein Wunder.

    Der triviale Plot ist in drei Sätzen erzählt, und mehr hätte es für dieses Buch auch nicht gebraucht. Der Direktor eines Museums in Honfleur bei Deauville in der Normandie wird eines Sonntags hinterrücks erschossen. Bei seinen Ermittlungen stößt Kommissar Leblanc nicht nur auf einen Bilderdiebstahl, sondern seine Assistentin Nadine hintergeht ihn auch wegen eines Kollegen aus Le Havre, mit dem Leblanc auf Anweisung seiner vorgesetzten Dienststelle kooperieren muss.

    Ein Museumswärter gesteht Diebstahl und Mord, aber Leblanc ist zumindest von dem Mordgeständnis nicht überzeugt und ermittelt auf eigene Faust und gegen die dienstliche Anweisung seines Vorgesetzten weiter, wobei er sich nicht zu schade ist, auch seinen erst 13 Jahre alten Stiefbruder undercover an die Front zu schicken.

  24. Cover des Buches Feuer und Sturm: Historischer Roman (ISBN: B07L1ZDNK1)
    Sibylle Baillon

    Feuer und Sturm: Historischer Roman

     (20)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    Nachdem die Schwestern Jeanne, Marianne und Madeleine viele Jahre getrennt waren, haben sie sich nun endlich wiedergefunden. Gemeinsam wohnen sie bei Madame Bertin, die vor den Revolutionären nach England floh. Paris steht ganz im Zeichen der Schreckensherrschaft von Robespierre. Täglich werden zahlreiche Menschen hingerichtet. Die Gefängnisse sind voll und die Angst vor Denunziationen groß.

    Doch die gemeinsame Zeit dauert nicht lange an. Als erste macht sich Marianne heimlich ohne das Wissen ihrer Schwestern auf den Weg nach Cholet zu ihren Eltern. Gerade in der Gegend toben kriegerische Auseinandersetzungen der revolutionären Truppen und den Royalisten. Marianne begibt sich auf eine waghalsige Reise. Auch wenn sie ihre Eltern seit über zehn Jahre nicht gesehen hat, treibt Marianne die Ungewissheit, was aus ihnen geworden ist, fort aus Paris.

    Madeleine wird aufgrund ihrer Tätigkeit bei der Schneiderin der Königin mit ihrer Kollegin Louisa verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Jeanne bleibt mit Madeleines Baby allein zurück. Für die kleine Janmy findet Jeanne schnell eine Amme, doch über den verbleib von Madeleine kann sie nichts in Erfahrung bringen. Als Jeanne das Haus von Madame Bertin verlassen muss, verhilft ihr ein glücklicher Zufall zu einer Anstellung bei dem berühmten Maler Louis David, der auch in politischen Dingen mitmischt. Er bewahrt Jeanne vor dem Elend in den Straße Paris.

    Jeder der drei Schwestern ist wieder auf sich allein gestellt und trifft auf Menschen, die ihnen mal mehr, mal weniger wohlgesinnt sind. Doch eine Eigenschaft eint sie, der Wille zu Überleben.


    Wie schon im ersten Teil, trennen sich auch in der Fortsetzung die Wege der Schwestern gleich zu Beginn. Die älteste, Marianne, nimmt große Gefahren auf sich, um herauszufinden, was aus ihren Eltern und dem Hof geworden ist. Zu Hause angekommen, erwartet sie eine Überraschung. Sie kann nicht bleiben und schließt sich einer royalistischen Armeetruppe an. Aus nächster Nähe erlebt sie die gnadenlosen Kämpfe und gerät dabei mehrmals selbst in Lebensgefahr. Während diesen bedrohlichen Umständen entdeckt Marianne ihre Leidenschaft zu einem Mann. Doch wie lange kann eine Liebe den Krieg ausschließen?

    Madeleine sitzt ohne Verhandlung im Gefängnis und bekommt dort hautnah zu spüren, wie wahllos Menschen zur Guillotine geführt werden. Jeden Abend, wenn die Namenslisten verlesen werden, erwartet sie ihren Namen zu hören. So sehr sich Jeanne auch bemüht, herauszufinden, wo Madeleine sich befindet, kann sie ihre Schwester nicht ausfindig machen. Glücklicherweise hat Jeanne die Anstellung beim Maler Davis im Louvre bekommen. Denn täglich nimmt das Elend auf den Pariser Straßen zu. Als Jeanne beobachtet, wie Kinder angesprochen und mitgenommen werden, erwacht ihr Misstrauen. Jeanne macht sich mit ihren Nachforschungen keine Freunde. Auch Jeannes Liebesbeziehung zu Camille wird durch die Trennung auf eine harte Probe gestellt.

    Viele historische Themen und Personen dieser Zeit, finden ihren Platz im Roman. Die Geschichte beleuchtet auch unbekanntere Ereignisse der Revolution genauer. Das macht für mich den Reiz dieser Erzählung aus, weil sie versucht so lebensnah wie möglich das Leben von damals wiederzugeben. Als Leser habe ich den Eindruck direkt dabei zu sein. Der Roman ist spannend geschrieben, sodass man sich nur ungern beim Lesen unterbrechen lässt. Der Autorin ist ein authentisches Porträt dieser Zeit gelungen und ihre drei Protagonistinnen schlagen sich jede auf ihre Weise durch. Unerschrockene, pragmatische Frauen, deren Weg ich als Leserin mit Neugier begleite. Das Schicksal der drei Frauen bleibt ungewiss. Ich bin gespannt, welche Herausforderungen die Schwestern in der Fortsetzung meistern müssen.

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