Bücher mit dem Tag "napoleonische kriege"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "napoleonische kriege" gekennzeichnet haben.

86 Bücher

  1. Cover des Buches Im Hause Longbourn (ISBN: 9783328100270)
    Jo Baker

    Im Hause Longbourn

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Sarah, eine Waise, lebt und arbeitet schon seit geraumer Zeit im Haushalt der Bennets, seit sie einst von Mrs. Hill, aus dem Waisenhaus geholt wurde. Und obwohl Mrs. Hill seit eh und je die oberste Haushälterin im Hause Bennet ist, hat sie durchaus auch ein Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Anvertrauten. Sarah fühlt sich dort zwar gemocht und aufgehoben, doch neigt sie in stillen Momenten auch schon mal dazu, sich vorzustellen, wie es wäre, ein eigenbestimmtes Leben zu führen.

    Als die reiche Familie Bingley ganz in die Nähe zieht und die Aufmerksamkeit von Mrs. Bennet und ihren unverheirateten Töchtern erweckt, profitiert auch Sarah davon, denn Mr. Bingley hat einen äußerst attraktiven Diener, der in der nächsten Zeit häufiger zwischen Netherfield Park und Longbourn pendeln wird, um Briefe von seinem Dienstherren zu überbringen. Doch während Bingleys Diener ganz offen um Sarahs Gunst buhlt, weckt doch noch ein anderer Mann ihr Interesse. Der mysteriöse James Smith, der von Mr. Bennet unter anderem als Hausdiener angestellt wurde. Still und äußerst verschlossen geht er seinem Tagewerk nach, ist fleißig und zuvorkommend allen gegenüber. Doch schenkt er Sarah nicht die Aufmerksamkeit, die sie gerne hätte, was sie so gegen ihn aufbringt, dass sie sich vornimmt herauszufinden, welches mögliche Geheimnis er vor allen verbirgt. Ausgerechnet die Besuche des undurchsichtigen Soldaten Mr. Wickham, die unter den Bennetmädchen für helle Begeisterung sorgen, führen im Dienstbotentrakt zu gewissen Spannungen. Und auch die friedliebende Mrs. Hill steht plötzlich zwischen den Fronten, als James von einem auf den anderen Tag verschwindet, denn Mr. Bennet verweigert ihr jegliche Hilfe…

    In ihrem historischen Roman „Im Hause Longbourn“ stellt die Autorin Jo Baker die Domestiken der Familie Bennet aus Jane Austens Klassiker „Stolz und Vorurteil“ in den Fokus, was sich für meinen Geschmack zunächst einmal als erfrischende Idee entpuppte. So erfährt der Leser hier zum Beispiel, wie mühselig und aufreibend sich einst ein typischer Waschtag gestaltete, oder wie aufwendig die Herstellung von alltäglichen Dingen wie Seife, damals noch war. Diese Einstreuungen bezüglich des Arbeitsalltags werden informativ erzählt, jedoch stellt die Autorin diese zeitweilig so sehr in den Fokus, dass darunter die Charakterentwicklung und die Handlung ein wenig auf der Strecke bleiben.
    Über weite Teile der Erzählung geschieht im Dienstbotentrakt nichts, außer dem Entgegennehmen von Befehlen der Bennets und deren Umsetzung, was ich als ein wenig schade empfinde, da die Figuren allen voran Sarah, James und Mrs. Hill so viel Potential in sich bergen, das hier meiner Meinung nach leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde.

    Zwar ist am Erzählstil der Autorin nichts auszusetzen, doch fehlt es der Geschichte meinem Empfinden nach einfach mehr an Lebhaftigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass die Figuren untereinander nicht sehr viele Dialoge miteinander führen, oder etwa, dass der Arbeitsalltag alles zwischenmenschliche zur Nebensache macht. Immerhin lässt die Autorin aber doch hier und da Emotionen zwischen ihren Figuren zu- etwa wenn Sarah und James ihre Gefühle füreinander darlegen, Mrs. Hill traurig über ihren verlorenen Sohn nachsinniert oder James seine Vergangenheit Revue passieren lässt. In diesen Momenten empfand ich den Roman auch als atmosphärisch dicht und stark geschrieben, doch leider reichten diese wenigen Romanpassagen für mich nicht aus, um mehr in diesem Roman sehen zu können, als „nette Unterhaltungslektüre“.

    Sehr positiv fand ich das Timing bzw. wie die Autorin die Geschichte von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ ihrem Roman zeitlich anpasste. So hat man als Leser das Gefühl, man bekomme beim Lesen hier sämtliche Ereignisse, die sich während Elizabeth und Jane etwa in Mr. Darcy und Mr. Bingley verliebten, im Hintergrund abspielten, nachträglich dargeboten.
    Jo Bakers Roman rundet ausgerechnet die Charaktere der Bennets (auch wenn diese hier lediglich als Nebenfiguren in Erscheinung treten) zusätzlich ab, denn durch gewisse Einfälle, die die Autorin in ihrem Roman einfließen lässt, treten sogleich die Charakterstärken als auch die Schwächen der Bennets mehr zu Tage. Dies gilt auch übrigens für die Figur des Wickham.

    Zugegeben, man muss Jane Austens Roman nicht unbedingt gelesen haben, wenn man sich „Im Hause Longbourn“ zu Gemüte führen möchte, doch ehrlich gesagt sähe ich persönlich keinen Sinn darin, ohne Vorwissen zu diesem Buch zu greifen. Trotz meiner Kritikpunkte ist es ein eingängiger historischer Schmöker, der Unterhaltungswert besitzt, wenn ich auch Austens Witz beim Lesen schmerzlich vermisst habe.

  2. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Mit jugendlichen Optimismus begann ich diesen historischen Roman zu lesen. Zuvor vorsorglich Block und Stift bereit gelegt, was sich als klug erwies.
    Dieser Roman ist in vier Bücher aufgegliedert. Die Themen die darin aufgegriffen werden sind der Krieg zwischen 1805-1812 und deren Feldzüge und Strategien, die gesellschaftlichen Stellungen in der höheren angesehenen Aristokratie, Heiratspolitik und viel Poesie.
    Ich kam mir beim lesen zeitweise vor als wäre ich mit dabei in diesen Roman. Ob es sich um die gesellschaftlichen Ebenen und Verstrickungen handelte, oder auf dem wild umkämpften Schlachtfelder ging, mein Kopfkino war auf Empfang.
    Bei manchen Kapiteln machte ich Pausen um das gelesene sacken zu lassen. Nicht deswegen dass ich es nicht verstanden hätte, sondern wegen dem Schreibstil. Ich konnte mich daher gut in die Geschichten hinein versetzen. Auch die Protagonisten waren plastisch gut beschrieben.
    Vor allem war es spannend mit zu erleben wie sich die Hauptprotagonisten entwickelten. Wer wurde mit wem verheiratet? Wer verstarb? Wie gefestigt wurde der jeweilige Charakter im laufe der Geschichte?
    Abgesehen das ich tagelang eine Pause einlegte beim Lesen, ja ich habe geschwächelt, da es phasenweise doch etwas langatmig ist, war es für mich eine grandiose Geschichte!

  3. Cover des Buches Jonathan Strange & Mr. Norrell (ISBN: 9783827005229)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange & Mr. Norrell

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Ja, es ist sehr lang. Ja, es hat langatmige Passagen. Ja, am Anfang passiert lange herzlich wenig. Und trotzdem habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut, dieses Buch in die Hand genommen zu haben, denn Susanna Clarke schlägt hier einen großen Bogen von alter englischer Literatur a la Dickens und Austen zur modernen Fantasy, unterlegt mit herrlicher Ironie. Das Ende ist etwas unbefriedigend dafür, dass die Konfrontation auf 1000 Seiten vorbereitet wurde, aber die poetische Schönheit des Schreibstils und die einzigartige Herangehensweise an das Thema lassen für mich keine niedrigere Wertung zu: intelligent, originell, absolut lesenswert.

  4. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 03 (ISBN: 9783442244454)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 03

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Wie ich mich darauf gefreut habe, endlich diese Reihe weiterzulesen! „Drachenzorn“ ist der 3. Band der „Die Feuerreiter Seiner Majestät“-Reihe von Naomi Novik mit dem genialen schwarzen Drachen Temeraire und dem ruhigen Kapitän Will Laurence. Die Abenteuer der beiden sind zu wahren „Wohlfühl-Geschichten“ für mich geworden, weil hier durch einen geschickten Schreibstil herzerwärmende Charaktere (ganz besonders sprechende Drachen) erschaffen worden, die spannende Abenteuer erleben, wobei eine schöne Atmosphäre geschaffen wird, Humor und Nervenkitzel hervorragend zur Geltung kommen und alles in einer realen, abgewandelten Vergangenheit spielt – nämlich zur Zeit der napoleonischen Kriege. Wie ich es gehofft hatte, so konnte auch „Drachenzorn“ für mich zu einem Highlight werden!

     

    Ein gefährlicher und mysteriöser Auftrag

     


    „Sag doch mal, mein liebes Temerairechen“, flötete Laurence übertrieben wohlwollend in die nun folgende Stille hinein, „was hast du ihnen denn so alles erzählt?“


    (S. 132 des eBooks „Drachenzorn“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     

    „Drachenzorn“ knüpft an die Geschehnisse aus dem 2. Band „Drachenprinz“ direkt an. Temeraire und Laurence befinden sich noch in China und warten darauf, nach England aufbrechen zu können, als sie plötzlich von einem Boten namens Tharkay eine Nachricht vom Luftkorps bekommen. Auf sie wartet ein neuer Auftrag: Sie sollen so schnell wie möglich nach Istanbul reisen, dort drei Dracheneier abholen und diese nach England bringen. Da sie wegen einiger Probleme nicht übers Meer reisen können, bleibt ihnen nur der weite und gefährliche Weg über das Land. Laurence, Temeraire und ihre Mannschaft begeben sich auf diesen weiten Weg mithilfe des mysteriösen Boten Tharkay, der sie führt und berät. Doch nicht nur auf ihrer Reise warten allerhand Probleme – ihnen drohen gewaltige Rückschläge, die ihren gesamten Auftrag in Gefahr bringen. Und auch die Drachin Lien ist mit dabei und hat ganz genaue Vorstellungen, wie sie sich für den Tod ihres Gefährten an Temeraire und Laurence rächen könnte. Dabei spitzt sich der Krieg mit Frankreich immer mehr zu.

     

    Ein Spannungsbogen nach dem anderen

     


    „Hm“, brummte Temeraire zweifelnd, „den Dämon, der mich fressen kann, möchte ich gerne sehen.“ Denn dafür wäre zweifellos ein gewaltiger Teufel nötig.


    (S. 55 des eBooks „Drachenzorn“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     

    „Drachenzorn“ hat eine gewaltige Menge an spannenden Ereignissen zu bieten – eine Gefahr folgt auf die nächste in rascher Folge. Temeraire, Laurence und ihre Mannschaft müssen über weite, einsame Steppen reisen, eine scheinbar unendliche Wüste durchqueren, Berge überfliegen, Hitze und Kälte überwinden, gegen tückische Windströmungen kämpfen, Überfälle überstehen, mit Orientierungslosigkeit, Sandstürmen, Hunger, Durst und Erschöpfung zurechtkommen. Und dabei bekommen sie Hilfe von ihrem Führer Tharkay, dessen wirkliche Absichten nicht klar ersichtlich sind. Einige Szenen sind später ein bisschen langatmig, sodass mir hier die Konzentration verloren ging, aber kurz darauf gibt es schon den nächsten Spannungspunkt, der alles wieder in Schwung bringt. Mit der Ankunft in Istanbul könnte man mit der Erfüllung ihres Auftrags rechnen, doch in Wirklichkeit geht es dann erst richtig los. Da ich jedoch nicht spoilern möchte, werde ich hierzu nichts mehr sagen. Nur eines: Es wird richtig gut! Und endet mit einem spannungsgeladenen und absolut nervenaufreibenden Showdown! Zwar wird das derzeitige Abenteuer mit diesem Band abgeschlossen, aber für die geliebten Charaktere wird es noch in sechs weiteren Bänden weitergehen.

     


    „Iiih“, schnaufte Temeraire, nachdem er sie beide hinüber in den Garten gehoben hatte und nun voller Abscheu die schleimigen Rückstände an seinen Vorderklauen begutachtete. „Aber mir ist es egal, dass du so entsetzlich stinkst, wenn du nur wieder da bist.“


    (S. 164 des eBooks „Drachenzorn“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     

    Der dritte Band ist in drei Teile unterteilt, wobei jeder Teil mit einem tiefen Schlag für die Reisegruppe endet. Berichtet wird wieder aus der Sicht des ehrenvollen, loyalen und ruhigen Kapitäns Laurence, wodurch der Schreibstil wie immer ganz wunderbar passt: ebenso ruhig, sachlich, geschickt – und kombiniert mit herrlich trockenem Humor, der mich zum Lachen bringen konnte.

    Mir hat „Drachenzorn“, wie auch schon der 1. und 2. Band, wahnsinnig viel Freude bereitet zu lesen. Besonders auf ein Wiedersehen mit Temeraire und Laurence habe ich sehnsüchtig gewartet. Durch Temeraire kommt es wieder zu absolut lustigen Szenen, die mich nicht nur zum Lachen, sondern allgemein zum Lächeln bringen konnten, denn Temeraire ist total herzerwärmend. Alles, was er sagt oder macht, sein Verhalten, seine Kommentare, die Liebe zu Büchern und Schmuck, seine Meinung, Eifersucht, Beschützerinstinkt, Hartnäckigkeit, Traurigkeit, seine Ideen und der starke Wille, für mehr Rechte für die Drachen einzutreten – er ist einfach genial, ein ganz besonderer Drache. Und dann seine Freundschaft zu Laurence, der für den schwarzen Himmelsdrachen das Beste möchte. Auch Leutnant Granby ist wieder mit dabei – und in diesem Band wartet eine ziemlich eigenwillige und kratzbürstige Überraschung auf ihn.

    Wie habe ich das alles vermisst! Und jedes Buch dieser Reihe macht gleich bessere Laune. Da mir diese Drachenfantasy-Reihe mittlerweile so viel bedeutet, habe ich mich doch dazu entschlossen, alle Bücher der „Die Feuerreiter Seiner Majestät“-Reihe von Naomi Novik als Print zu sammeln, anstatt als eBooks. Damit sie als schöne Erinnerung einen besonderen Platz in meinem Regal einnehmen können.

    Fazit:

    Auch der dritte Band „Drachenzorn“ konnte mich wieder begeistern und zu einem Highlight werden. Eine tolle Story, viele Spannungsbögen, Nervenkitzel, Humor und wundervolle Charaktere. Ein Buch, das, wie schon die vorherigen Bände, einfach unglaublich viel Lesespaß bereitet.

  5. Cover des Buches Drachenwacht (ISBN: 9783442265817)
    Naomi Novik

    Drachenwacht

     (109)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    Bei aller Liebe zu Laurence und Temeraire - dieses Buch war wirklich ein Gewaltakt! Der Anfang ging ja noch, der arme Drache im Zuchtgehege, total einsam und verlassen, total gelangweilt und in Trauer um seinen Freund. Dann endlich das glückliche Wiedersehen und dann.... endlose Schlachten, endlose Strategiebesprechungen zwischen Menschen und Drachen - viel Blabla, wenig spannende Handlung. Da war ja Teil 6, den ich aus Versehen davor gehört habe, noch besser, und von dem war ich schon recht enttäsucht. Schade! Denn Detlef Bierstedt gibt wirklich sein Bestes, um der langweiligen Handlung noch irgendwie Spannung zu geben, aber zaubern kann der leider auch nicht.
  6. Cover des Buches St. Ives (ISBN: 9783446236479)
    Robert Louis Stevenson

    St. Ives

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Warum ich gerne alte Bücher lese: 

    Ein Klassiker bringt eine Geschichte oft nicht nur über seine Handlung, seinen Inhalt mit, oft sind auch die Umstände seiner Entstehung und die Biografie des Autors eine eigene Geschichte. Diese ist dann abschließend nachzulesen, der Autor hat längst das Zeitliche gesegnet. So auch Robert Louis Stevenson, der lediglich 44 Jahre alt wurde, in dieser Zeit allerdings großartige Bücher geschrieben hat. 2 seiner Bücher blieben unvollendet, darunter "St. Ives".1893 begonnen, brach Stevenson den Roman nach 30 Kapiteln im Jahre 1894 zugunsten eines anderen Werkes ab. Im selben Jahr starb er an Tuberkulose. Sir Arthur Thomas Quiller-Couch schrieb die Geschichte zu Ende und brachte sie 3 Jahre später zur Veröffentlichung. Nun wurde es - erstaunlicherweise erstmals - ins Deutsche übersetzt, sehr gekonnt von Andreas Nohl muss man dazu sagen. Die Geschichte um seine Entstehung ist im Anhang des Romans ebenso ausführlich nachzulesen wie die Biografie des legendären Autors. 

    Wer sich über den Preis wundert, die 500 Seiten sind nicht ganz 1,5 cm dick, feinste Papierqualität und es ist damit das dünnste dicke Buch, das ich je sah.

    Der Inhalt in aller Kürze:

    Der Roman spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts zur Zeit der napoleonischen Kriege. Erzählt wird uns dieses Abenteuer vom französischen Kriegsgefangenen Champdivers, der sich erst verliebt, dann duelliert, aus dem englischen Gefängnis flieht, als Vicomte Anne de Kéroual de Saint-Yves zum Haupterben seines Onkels wird und schließlich auf der Flucht vor Gott und der Welt ist!

    Nach heutigen Maßstäben ist es nicht rasant erzählt, aber unterhaltsam, humorvoll und abwechslungsreich, so dass die 500 Seiten angenehm vorbeiziehen und ich jede Seite gern gelesen habe, sowohl die ersten 345 von Stevenson, als auch die letzten 116 von Quiller-Couch, die ohne Unruhe zu erzeugen die Geschichte zu einem stimmigen Ende bringen.

    Alles in allem gehören manchmal glückliche Umstände dazu, dass wir als Leser ein Buch letztendlich gebunden in den Händen halten können, das macht speziell dieses Buch für mich zu etwas Besonderem. 

  7. Cover des Buches Der Baron auf den Bäumen (ISBN: 9783596521722)
    Italo Calvino

    Der Baron auf den Bäumen

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    *** Diese Rezension bezieht sich in den Punkten FORM und FAZIT auf die Romantrilogie UNSERE VORFAHREN, bestehend aus DER GETEILTE VISCONTE, DER BARON AUF DEN BÄUMEN und DER RITTER DEN ES NICHT GAB ***

    INHALT: Auf ebendiese Steineiche springt der junge Baron nach einem Streit mit seinen konservativen Eltern. Rebellisch und dickköpfig wie er ist, kommt er den ganzen Tag nicht mehr vom Baum herunter, und auch am nächsten nicht. Und auch die ganze nächste Woche, den nächsten Monat und das nächste Jahr nicht mehr. Er bleibt Zeit seines Lebens dort oben und führt ein Aussteigerleben in den Wäldern – nur eben nicht fernab aller Menschen, sondern direkt unter, oder besser gesagt: über ihnen.

    Baron Cosimo entzieht sich somit seinen aristokratischen Verpflichtungen, ohne die Gesellschaft gänzlich aufzugeben. Im Gegenteil: Er führt ein reiches Leben mit allen Höhen und Tiefen, Erfolgen und Misserfolgen. Er bildet sich sich umfassend in Philosophie, Naturwissenschaft und Sprache. Er findet sowohl Freunde als auch Feinde, und sogar die Liebe seines Lebens. Selbst als Napoleon Bonaparte halb Europa in den Krieg treibt, kann Cosimo, von allen Mächten unabhängig, seinen Beitrag leisten.

    Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass Cosimo selbst nach seinem Tod im Alter von 65 Jahren (für die damalige Zeit recht hoch) den Boden nicht berührt; dafür sorgt er mit letzter Kraft in einem der schönsten Abgänge der Literaturgeschichte.

    FORM: Calvinos Stil ist poetisch und ahmt gekonnt den klassischen Tonfall alter Märchen nach, wobei ich anmerken muss, dass nur der VISCONTE und der RITTER als Märchen durchgehen. Der BARON hält sich sprachlich eher an Abenteuerromane wie ROBINSON CRUSOE oder DIE SCHATZINSEL, was aber auch besser zur Geschichte passt. Besonders beim RITTER kommt eine gute Prise Humor dazu, die herrlich ironisch gegen die Steifheit des Militärs gerichtet ist.

    Alle Romane haben je einen Ich-Erzähler, der als Person früher oder später auch einen Auftritt hat, was das Gefühl verstärkt, einer historisch belegten Geschichte beizuwohnen. Diese Erzähler sind aber somit nicht allwissend und man muss sich als Leser immer fragen, inwieweit man ihr trauen kann und wie die Sympathien verteilt sind.

    FAZIT: Calvinos wohl berühmtester Roman WENN EIN REISENDER IN EINER WINTERNACHT hat mich vor Jahren (auf positive Weise) halb um den Verstand gebracht. Ich war nach diesem labyrinthischen Verwirrspiel, das alle Genres durcheinandermixt, wie von den Socken. Seit dieser Leseerfahrung lobe und empfehle ich Calvino, wo es nur geht, ohne – ich gestehe – je ein weiteres seiner Bücher gelesen zu haben. Das wollte ich mit dieser Trilogie ändern … ich wurde nicht enttäuscht; es hat sich gelohnt. Dem ganzen Paket gebe ich fünf Sterne, mit besonderem Fingerzeig auf den RITTER, dessen Geschichte mir am besten gefallen hat.

    Italo Calvinos Bücher sind literarische Spielwiesen voller Witz und Poesie. Es ist ein großes Glück, sein gesamtes Werk in der schönen Klassik-Reihe bei Fischer erhältlich zu wissen. Ich bleibe dran – da gibt es einige Schätze zu heben.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  8. Cover des Buches Vor dem Sturm (ISBN: 9783423132770)
    Theodor Fontane

    Vor dem Sturm

     (15)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Feindliche Segel (ISBN: 9783548253183)
    Patrick O'Brian

    Feindliche Segel

     (20)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Horatio Hornblower, 11 Bde. (ISBN: 9783810506504)
    C. S. Forester

    Horatio Hornblower, 11 Bde.

     (7)
    Aktuelle Rezension von: BeaMilana
    Der begabte und gebildete Fähnrich Hornblower arbeitet sich in der englischen Marine bis zum Großadmiral hoch, allen Gegnern, Stürmen und abenteuerlichen Widrigkeiten zum Trotz. 
    Ich habe als junge Frau, (die gerade ihren Sportbootführerschein See machte,) alle 11 Bände in drei Wochen durchgelesen, ein Sog, an den ich mich noch heute gerne erinnere. Horatio Hornblower von C. S. Forester sei jedem Jugendlichen und jugendlich gebliebenem Erwachsenen, der sich für historische, spannende Seefahrergeschichten interessiert oder einige Zeit auf dem Wasser verbringt, ans Leseherz gelegt. Hornblower ist immer noch Kult.
  11. Cover des Buches Der Wiener Kongress (ISBN: 9783218009355)
    Hannes Etzlstorfer

    Der Wiener Kongress

     (8)
    Aktuelle Rezension von: kriminudel
    Vor vielen Jahren wurde das Thema im Schulunterricht kurz angesprochen, mehr aber auch nicht. Ich wusste lediglich, dass es um die Neuordnung Europas ging und viel gefeiert wurde.
    Das sehr interessante und informative Buch von Hannes Etzlstorfer hat mir  die Zeit, die Menschen und vor allem die Teilnehmer sehr gut näher gebracht.
    Da Wien meine persönliche Lieblingsstadt ist, konnte ich mir die verschiedenen Örtlichkeiten sehr gut vorstellen und werde bei meinem nächsten Besuch einige Orte mit anderen Augen sehen.
    Aufgrund des tatsächlich stattgefunden Kongresses handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Unterhaltungsroman, sondern um eine Ansammlung von vielen Informationen rund um ein historisches Ereignis.
    Dem Autor ist es sehr gut gelungen zu beschreiben wie eine Stadt und ihre Bewohner unter  der Belastung, den Kosten und den vielen Besuchern gestöhnt hat.

    Für alle, die sich für Geschichte interessieren kann ich deshalb eine Leseempfehlung abgeben und freue mich, dass der Wiener Kongress für mich nun nicht mehr nur ein Begriff ist, sondern  ein Stück Geschichte.

    Ergänzend zum Buch möchte ich noch auf folgenden Link verweisen, hier kann man den Autor über sein Buch sprechen hören:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2254790/Hannes-Etzlstorfer-auf-dem-blauen-Sofa#/beitrag/video/2254790/Hannes-Etzlstorfer-auf-dem-blauen-Sofa
  12. Cover des Buches Des Königs Konterbande (ISBN: 9783548253312)
    Alexander Kent

    Des Königs Konterbande

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Désirée (ISBN: 4048906044137)
    Annemarie Selinko

    Désirée

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Dies ist die Geschichte der Desirée Clary, Tochter eines Seidenhändlers aus Marseille. Erzogen im Glauben an die Menschenrechte und die Republik Frankreichs, erzählt sie ihrem Tagebuch die Geschichte ihres Lebens.

    Desirée Clary ist eine historische Person, von der das heutige schwedische Königshaus abstammt. Sie war die erste Liebe von Napoleon Bonaparte und die Ehefrau Jean-Baptiste Bernadottes. Durch Desirées Augen erlebt der Leser die Geschichte vom Aufstieg und Fall Napoleons. Man lernt so Napoleon als jungen General kennen, der abends mit Desirée an einer Hecke um die Wette läuft, sie wegen der schönen Joséphine sitzen lässt und zum Kaiser der Franzosen gekrönt wird - Immer in seiner Nähe Desirée. Ihre Schwester ist verheiratet mit Joseph, dem Bruder Napoleons und ihr Ehemann, Jean-Baptiste Bernadotte ist einer der Marschälle Frankreichs. Zwei Männer die Weltgeschichte geschrieben haben, waren in diese eher ungebildete Frau verliebt.

    Ich habe das Buch mit vierzehn Jahren das erste Mal gelesen und habe es alle Jahre wieder zur Hand genommen. Für mich begann mit diesem Buch die Faszination für Napoleon und die Liebe zur Geschichte. Meine Tochter hat das Buch auch gelesen und es wiederum ihren Freundinnen ans Herz gelegt. Ein zeitlos wundervolles Buch, das ganz nebenbei Geschichte erklärt und lebendig werden lässt. Dieses Buch verströmt einen ganz eigenen Zauber und nimmt den Leser gefangen.
  14. Cover des Buches Kurs auf Spaniens Küste (ISBN: 9783548282992)
    Patrick O'Brian

    Kurs auf Spaniens Küste

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Da mir der Film Master and Commander sehr gut gefallen hat, habe ich immer schon mit dem Gedanken gespielt auch die ihm zugrunde liegende Buchreihe zu lesen. Kurs auf Spaniens Küste ist der erste Teil der historischen Romanserie um Captain Jack Aubrey und den Schiffsarzt Stephen Maturin.

    Die Handlung beginnt im Jahre 1800 auf der Baleareninsel Menorca. Aubrey wurde gerade vom Leutnant zum Kapitän befördert und hat damit das Recht, ein eigenes Schiff zu befehligen. Zu seinem Leidwesen erhält er mit der „Sophie“ einen sehr schmächtigen kleinen Segler.

    Der Arzt und Naturforscher Stephen Maturin steht nachdem sein Arbeitgeber überraschend verstorben ist ohne Stellung und finanzielle Mittel da, deshalb nimmt er das Angebot Aubrey’s als Schiffsarzt auf der Sophie anzuheuern dankend an.

    Die große Stärke des Romans war für mich die Beschreibung der zwei Protagonisten. Als sie sich das erste Mal begegnen hegen sie nicht unbedingt große Sympathie für einander, aber schon bald entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen diesen zwei sehr unterschiedlichen Männern. Während Aubrey hemdsärmelig, laut und ungezwungen ist, ist Maturin etwas launischer, unsicher, verschroben, aber auch von einem großen Wissensdurst angetrieben.

    Die ersten Kapitel gestalten sich noch als äußerst unterhaltsam. Sobald die Handlung sich auf das Schiff verlagert, wird man allerdings geradezu erschlagen von den nautischen Fachausdrücken, die Autor O’Brien auf den Leser (wie auch auf den unerfahrenen Maturin) einprasseln lässt. Von dieser Detailverliebtheit erholt sich das Buch nie ganz auch weil der Verfasser die seltsame Angewohnheit hat Actionszenen in wenigen Zeilen abzuhandeln.

    Ich glaube nicht, dass ich die Geduld und Energie aufbringen werde noch weitere Bücher der Reihe zu lesen. Da warte ich lieber auf die TV-Serie (ich meine zumindest vor kurzem gelesen zu haben, dass es Pläne gibt die Reihe fürs Fernsehen zu adaptieren).
  15. Cover des Buches Der junge Hornblower. (ISBN: B002QFGUYC)
    C. S. Forester

    Der junge Hornblower.

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Der Kampf um die Sieben Inseln (ISBN: 9783404143696)
    Frank Adam

    Der Kampf um die Sieben Inseln

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Tödliches Riff (ISBN: 9783548280806)
    Patrick O'Brian

    Tödliches Riff

     (8)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG: 

    Noch gar nicht offiziell wieder als Flotten-Kapitän benannt, ist Jack Aubrey trotzdem wieder mit der 'Surprise' unterwegs für das vereinigte Königreich. Allerdings stellt sich heraus, dass die Spanier erfahren haben sollen, dass England in Südamerika gegen die Besatzer Unruhen stiften und Verbündete auf seine Seite ziehen will. So plant der Geheimdienst-Chef Sir Joseph Blaine um: er lässt Aubrey auf schnellstem Wege das Kommando auf der 'Diane' übernehmen, die sich ins südchinesische Meer aufmachen soll. Dort herrschen nämlich ähnliche Zustände. Die Franzosen wollen den Sultan der Karimata-Inseln auf ihre Seite bringen, damit die Ostindien-Schifffahrt und damit gleichzeitig England massivst geschwächt wird. Aubrey soll dort den Diplomaten Mr. Edward Fox und seinem Gefolge absetzen und während der Vertragsverhandlungen den ehrgeizigen Beamten unterstützen...


    KOMMENTAR:

    Der mittlerweile dreizehnte Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin ist eher von politisch-strategischer denn maritimer Natur. Natürlich werden in dem Roman des Schriftstellers Patrick O'Brian Schiffe als Transportmittel eingesetzte - sie waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts nun mal noch das Maß aller Dinge - jedoch darf sich Aubrey lediglich einer Verfolgung in der Irischen See erfreuen. Seine Kommandantur auf der 'Diane' beschränkt sich mehr als Passagierschiff; wenn auch von dringlicher Bedeutung. Freunde von kanonierenden Schiffsschlachten werden hier definitiv enttäuscht. Trotzdem hat der Roman seine guten Seiten. Die Reise von Stephen zu den verborgen lebenden Mönchen von Kumai ist abenteuerlich und beeindruckend beschrieben worden. Da kann man auf den verschrobenen Schiffsarzt als reise-freudiger Mensch fast schon neidisch werden. Und auch die Gebräuche und Sitten der javanischen Sultane ist beeindrucken. Spannend sind die Treffen auf die französischen Verräter Ledward und Wray. Allerdings wird dies doch mehr dem Fan der Serie reizen denn einen Quereinsteiger oder Gelegenheitsleser. Je nachdem, wird auch die jeweilige Bewertung ausfallen; meine landet wohl irgendwo dazwischen...

  18. Cover des Buches Unter feindlicher Flagge (ISBN: 9783751721707)
    Sean Th. Russell

    Unter feindlicher Flagge

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Napoleon (ISBN: 9783720528603)
    Franz Herre

    Napoleon

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Micha_M
    "Napoleon" ist wie der Name verrät eine Biografie über Napoleon. Ich finde, dass das Buch gut geschrieben und sehr informativ ist. Man erfährt alles über den Aufstieg Napoleons nach der Französischen Revolution, über sein zu großes Machtstreben und letztendlich dem daraus folgenden Untergangs Napoleons. Des Weiteren erfährt man, wie Napoleon Kriege geführt hat und wie gut er Menschen beeinflussen konnte. Wenn man sich etwas für Geschichte interessiert, ist dieses Buch wirklich zu empfehlen. Ich denke, dass man durch eine solche Biografie schon sehr viel lernen kann. Viele Informationen und Daten. Zum Schluss auch noch eine Zeittafel, welche alle Etappen nochmals kurz zusammenfasst. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt absolut (für einen geringen Preis ein wirklich starkes Buch.
  20. Cover des Buches 1806 (ISBN: 9783932906701)
    Gerd Fesser

    1806

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der Chirurg Napoleons (ISBN: 9783404155576)
    Johannes K. Soyener

    Der Chirurg Napoleons

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Das Buch ist bereits unter dem Titel "der Schatten des Kaisers" erschienen.

    Sehr gut recherchierter auf authentischen Quellen basierender Roman.
    Die wechselnden Erzählperspektiven geben einen dreidimensionalen Einblick in die Geschichte.
    Wäre der ganze Roman in der Ich-Form, könnte man die Geschichte nur als Eigenlob für Larrey verstehen. So aber geben die unterschiedlichen Blickwinkel ein harmonisches Ganzes.
    Anschaulich werden seine Bemühungen um gute, professionelle Behandlung der Verwundeten geschildert.
    Das mag vielleicht nicht jedermanns (jederfrau) Sache sein - Schlachten sind einmal brutal.
    Gut herausgearbeitet sind auch die Schuldgefühle, die Larrey zeitlebens wegen der zu Beginn seiner Laufbahn vorgenommenen, verbotenen Schwangerschaftsunterbrechungen, hatte.
  22. Cover des Buches Gefahr im roten Meer (ISBN: 9783548280929)
    Patrick O'Brian

    Gefahr im roten Meer

     (7)
    Aktuelle Rezension von: blueknight60
    Jack Aubrey und Stephen Maturin agieren im 9. Band der Serie eher glücklos im Mittelmeerraum und roten Meer, wo es wieder gegen die Franzosen und deren Verbündete geht. Der Angriff auf den Marinestützpunkt Mubara mißlingt und nur die Versenkung einer Galeere kann etwas über den Mißerfolg hinweg trösten, obwohl auch diese Galeere nicht die erwartete Beute transportiert. Für Maturin ist schnell klar, daß sich in höchsten britischen Kreisen ein Verräter befindet, der für diesen Mißerfolg verantwortlich ist. Die Suche beginnt und man kann gespannt sein ob es Maturin in den nächsten Bänden gelingt diesen/diese Verräter aufzuspüren. Die Romanreihe um Jack Aubrey und Maturin ist inzwischen bereits Kult und kann sich ohne weiteres in so erfolgreiche Reihen wie Bolitho oder Hornblower einreihen, auch wenn mir persönlich diese Reihen besser gefallen. Auf jeden Fall hat es Patrick O´Brian geschafft mit Aubrey und Dr. Maturin zwei gegensätzliche Charaktere zu schaffen, deren Abenteuer man gerne und mit Lust liest und für mich was es nicht der 1. Band aus dieser Reihe und sicherlich auch nicht der Letzte.
  23. Cover des Buches Kanonen auf hoher See (ISBN: 9783548252124)
    Patrick O'Brian

    Kanonen auf hoher See

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Mission im Mittelmeer (ISBN: 9783548261256)
    Patrick O'Brian

    Mission im Mittelmeer

     (7)
    Aktuelle Rezension von: benfi
    KURZBESCHREIBUNG:

    Napoleon Bonaparte ist aus dem Exil entflohen! Diese Nachricht jagt durch ganz Europa und setzt auch die englische Krone samt Royal Navy in Alarmbereitschaft. Da allerdings nicht viele Schiffe der Flotte einsatzbereit sind, wird Admiral Aubrey von seinem eigentlichen Plan, die peruanische Regierung beim Aufbau einer Seeflotte zu unterstützen, abgehalten und startet den Blockade-Dienst bei Gibraltar. Schnell ändern sich jedoch die Order; scheinbar will Napoleon mit dem Gold von nordafrikanischen Herrschern die Allierten aufhalten sowie seine Armee vergrößern und so wird die 'Surprise' ausgesandt, um in der Adria die napoleon-gesinnten Schiffe zu vernichten und den Goldtransport zu stoppen. Außerdem muss Stephen als Botschafter unbedingt mit dem Dey Omar Kontakt aufnehmen, damit die Goldreserven nicht dem französischen Widersacher in die Hände fallen. Doch dieser ist gerade im tiefsten Landesinneren auf der Jagd. Maturin bleibt nichts anderes übrig, als ihm nachzureisen, ohne zu Wissen, ob dies erfolgreich sein wird...



    KOMMENTAR:

    Kein Zweifel, der Hammer des Buches ist die anfangs schlichte Nachricht vom Todes der Frau Maturins! Ich dachte tatsächlich, dass ich mich wohl nun in der Reihenfolge der Serie vertan haben musste, jedoch setzen die sonstigen Handlungen tatsächlich an dem Vorgängerband 'Der gelbe Admiral' an. Es ist schon überraschend, dass diese nicht unerhebliche Tatsache von dem Autor Patrick O'Brian so sehr am Rande eingepflegt wurde, war Diana Villiers in früheren Büchern eine der zentralen Persönlichkeiten! Während man weiterlesend diese Information verdaut - wie es Stephen Maturin auf seine Art auch tut - ist der Roman ansonsten nicht mit so vielen Neuerungen oder Überraschungen gespickt. Man kann fast sagen, dass die maritimen Geschehnisse in dem Roman 'Mission im Mittelmeer' an den Rand geschoben wurden; die Reise von Jack Aubreys Freund und Vertrauten Maturin zu dem Dey von Tunesien ist im Grunde der Dreh-und Angelpunkt. Fans der Serie erfreut natürlich jede Fahrt von Aubrey auf der lieb gewonnenen 'Surprise', doch es gibt nicht gerade etwas, was man da nicht schon einmal in einer ähnlichen Art und Weise gelesen hat. So muss ich leider sagen, dass der neunzehnte Band recht flach ist - abgesehen von der schon erwähnten Neuigkeit. Die O'Brian-Freaks wird dies nicht stören, doch für den Rest wird dieser Band wohl etwas langatmig anmuten. Schade, denn wissentlich gibt es danach nur noch einen fertiggestellten Roman, bevor der Autor während den Arbeiten am 21. Band verstarb....
    6,5 Sterne

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