Bücher mit dem Tag "natu"
23 Bücher
- Maggie Stiefvater
Wen der Rabe ruft
(1.200)Aktuelle Rezension von: eastBlue ist zwar die Tochter einer Hellseherin, besitzt aber leider selbst keinerlei magische Kräfte, an die sowieso kaum jemand glaubt. Umso erstaunter ist sie, als ein exzentrischer junger Mann zu einer Séance auftaucht und eine Ley-Linie finden will. Mit im Gepäck hat er drei nicht ganz normale Jungen und einen ganzen Haufen Probleme. Doch das schlimmste ahnt er gar nicht: Blue hat bereits seinen Geist gesehen: Innerhalb eines Jahres wird er sterben…
Maggie Stiefvater überrascht in diesem Buch mit einer nicht zu verachtenden Menge an ironisch-magischem Schreibstil gemischt mit einer mystisch-atmosphärischen Geschichte. Was auf den ersten Seiten kurz droht, sich in ein kitschiges Teenie Buch zu verwandeln, entwickelt sich schon bald zu einer vielschichtigen, modernen Fantasy, die gekonnt mythologische Elemente mit modernen kombiniert. (Auch wenn die Protagonisten trotzdem Teenager sind, verhalten sie sich nicht wie eine verloren gegangene Kindergartengruppe).
Die Autorin hat komplexe und grundverschiedene Charaktere geschaffen, die man doch irgendwie alle mögen muss. Ein paar Klischees erfüllen sie wohl, aber das tut dieser Geschichte überhaupt keinen Abbruch. Das gleiche kann man auch von der nur sehr subtil angedeuteten Liebesgeschichte sagen, auch wenn noch gar nicht klar ist, wo die sich eigentlich hin entwickeln wird.
Das Buch ist mittlerweile schon zwölf oder dreizehn Jahre alt, das merkt man vor allem an der geringeren Häufigkeit des Wortes Internet und der Abwesenheit von Textnachrichten. Das tut der Geschichte aber auch überraschend gut. Im Laufe der Handlung tauchen so einige Seltsamkeiten auf, vieles bleibt auch mysteriös oder nur leicht umrissen, sodass man als Leser ständig das Gefühl hat, die Magie lebt direkt unter der Oberfläche, nicht ganz greifbar, aber doch stets lebendig.
„Wen der Rabe ruft“ ist ein vielversprechender Auftakt einer faszinierenden Geschichte voller Rätsel, alter Magie und einigen mehr oder weniger genauen Prophezeiungen, die sicherlich noch viel mehr zu bieten hat, als man bis jetzt ahnen kann. Mit spitzzüngigem, aber auch malerischem Schreibstil fesselt die Autorin über die gesamte Länge des Buches hinweg, denn: Für jeden ist etwas dabei, ein bisschen Found Family, ein bisschen Rätsel, ein bisschen Young Adult, ein bisschen Mythologie und Mystery und ein bisschen Romantik. Und erwähnte ich das Raben-Küken?
- Peter Wohlleben
Das geheime Leben der Bäume
(211)Aktuelle Rezension von: BaumfreundWie man unschwer erkennen kann habe ich selber eine große Faszination von Bäumen und Wald und spüre die Kraft die diesen innewohnt. Peter Wohlleben bricht die Lanze Erkenntnisse festzuhalten, die andere vielleicht erahnt haben oder spüren können, aber nicht wissenschaftlich fundiert festhalten und erklären konnten. Wie sehr der Wald kommuniziert hat selbst mich überrascht.
- Cecelia Ahern
So klingt dein Herz
(559)Aktuelle Rezension von: MusiklexikonIn der Geschichte geht es um Bo und Salomon. Solomon ist Tontechniker und Bo ist eine erfolgreiche und sehr ehrgeizige Dokumentarfilmerin. Sie sind eigentlich ein gutes Team, sie lieben sich und arbeiten zusammen. Es funktioniert alles ganz gut, bis sie bei einer Filmsession im Cottage von den Zwillingen, über die sie einmal einen Dokufilm gemacht haben, Laura entdecken. Laura lebt ganz alleine und unerkannt in diesem Cottage. Laura hat eine ganz spezielle Gabe. Sie kann Geräusche hören, die andere Menschen gar nicht mehr wahrnehmen können und kann diese Geräusche auch imitieren. Solomon ist ganz fasziniert von Laura und auch Bo kann sich ihrer Ausstrahlung nicht entziehen.
Das war meine erste Geschichte von Cecelia Ahern und es wird sicher nicht meine letzte gewesen sein, denn die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Dafür vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
- Sabine Kuegler
Dschungelkind
(622)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookVor Jahren ist mal „Jägerin und Gejagte“ bei mir eingezogen und erst hinterher habe ich erfahren, dass es der 3. Band rund um Sabine Kuegler ist.
Ich kenne den Film zum vorliegenden Buch nicht, weshalb ich keine Vorstellung vom Inhalt hatte.
Meine Erwartungen hingegen waren hoch, da das Buch und der Film sehr gepusht worden sind.Anfangs war ich ziemlich angetan von den Erzählungen der Autorin.
Doch schon schnell merkte ich, dass sie hin und her sprang; dass sie Sachen anfing und dann nicht zu Ende erzählte; dass sie an der Oberfläche bleibt, um nicht erzählen zu müssen, was wirklich im Kessel brodelt.Über den Stamm der Fayu lernt man relativ wenig kennen. Wenn ich jedoch an die Geschichten denke, die hier niedergeschrieben sind, bekomme ich wirklich Bauchschmerzen.
Da kommt ein weißer Mann bzw. eine weiße Familie in den Dschungel West-Papuas. Schnell wird zwischen den Zeilen klar, was hier wirklich stattfinden soll: eine Missionierung.Als ich das erkannte, war meine Sicht auf das Buch eine ganz andere.
Sabine Kuegler beschreibt sehr romantisierend ihre Kindheitserinnerungen. Da gibt es kein kritisches Wort in die Richtung des Vaters; an seiner Arbeit, an seiner Einmischung in das Leben der indigenen Völker. Alles wird als toll und gewinnbringend für die Fayu dargestellt.Da die Autorin nicht chronologisch erzählt, kommt es hin und wieder zu Wiederholungen.
Für mich war es leider nicht das, was ich erwartet habe. Die Autorin bleibt zu sehr an der Oberfläche. Ihr fehlt der Weitblick, um wirklich alles überblicken zu können. Sie sieht nur das, was sie sehen möchte, setzt es in einen rosaroten Kontext und hofft, so eine vom Vater geschaffene heile Welt präsentieren zu können.
Eine echte Auseinandersetzung mit sich selbst findet nicht statt. Vor allem als es dann zum Kulturschock kommt. Lesende erfahren nichts Tiefgründiges.
Und immer wieder stelle ich mir die Frage: Wenn ihr Leben im Dschungel so viel toller und besser war, warum ist sie mit ihren eigenen Kindern nicht dorthin zurück gegangen?
©2025 adlatb
- Bill Bryson
Frühstück mit Kängurus
(203)Aktuelle Rezension von: BKKIch mag Brysons Bücher und finde sie zum schlapp Lachen, meistens jedenfalls! Dieses finde ich etwas langweilig und nicht ganz so witzig wie die anderen...Mag aber auch daran liegen, dass ich die Aussies so wahnsinnig witzig fand, so viele nette, lustige Begegnungen hatte und es so eine heitere Reise war, dass ich das Buch im Vergleich dazu eintönig fand...
- Paul M. Belt
Geschichten aus Nian - Lindenreiter
(52)Aktuelle Rezension von: admitIm Lande Nian können Bäume und das Gras sprechen. Dort lebt auch ein liebenswertes Volk, lauter winzige Leute mit großem Herz. Ihre besonderen Talente nutzen sie, um ihre Welt vor den Riesen zu retten. Man fiebert mit ihnen mit, wenn es doch einmal gefährlich wird. Die flüssige Schreibweise von Autor Paul wird immer wieder von wunderschönen Illustrationen zu einem wahren Feuerwerk für die eigene Fantasie gesteigert. Absolut empfehlenswert zum Ausstieg aus unserer derzeit so unerfreulichen Realität!
- Robert Hoffmann
Die unbeschriebene Welt
(18)Aktuelle Rezension von: gusacaPaul erwacht ohne Erinnerung in einer ihm unbekannten Welt.
Die dort lebenden Menschen haben alle keine Erinnerung mehr an ihr früheres Leben.
Es hat sich eine funktionierende GEsellschaftsform entwickelt, die auf Freundschaft und VErtrauen basiert.
Paul lebt sich langsam ein und freundet sich vor allem mit MAria an.
Paul hinterfragt alles und entdeckt dabei Parallelwelten , die sich
vollkommen anders entwickelt haben.
Als er seine Erinnerung wiederfindet, droht die ZErstörung der neuen Weltordnung. Kann dies verhindert werden?
Der Autor entwickelt hier eine ganz neue Zukunftsvision , die zunächst ohne BEzug zu unserer Welt erscheint.
Erst mit der ZEit werden die Zusammenhänge klarer und erschrecken den LEser zunächst.
Ohne Erinnerung an die alten Wertesysteme und Erfahrungen sind ganz neue PErspektiven und Entwicklungen möglich.
Negative Erfahrungen führen zu Egoismus und ZErstören unbelastet entstandene Errungenschaften.
Ein gemeinsamer Neuanfang scheint nur ohne Erinnerung möglich.
Ein interessanter Ansatz der spannend , komplex und tiefgründig umgesetzt wurde.
Die Entwicklung der Charaktere ist sehr gut gelungen und das Ende gibt dem Ganzen noch eine positve Wendung, die den Leser noch zusätzlich zum Nachdenken anregt.
- Virginia Fox
Rocky Mountain Lion
(211)Aktuelle Rezension von: dorothea84"Rocky Mountain Lion" (Band 9) von Virginia Fox hat mich wieder einmal in die tiefen Täler und hohen Gipfel der Rocky Mountains entführt, wo das Leben niemals stillsteht und jeder Tag neue Abenteuer und Überraschungen bereithält. Als ich das Buch aufschlug, war ich sofort wieder in der vertrauten Umgebung dieser charmanten Kleinstadt, die sich nach und nach zu einem lebendigen und liebenswerten Mikrokosmos entwickelt hat. Es ist, als würde man alte Freunde besuchen, deren Geschichten man mit Spannung und Freude verfolgt.
Quinn, eine Figur, die ich schon in den vorherigen Bänden ins Herz geschlossen habe, steht dieses Mal im Mittelpunkt. Ihre unverwechselbare Art, ihre Stärke und ihr Humor machen sie zu einer Heldin, mit der man sich schnell identifizieren kann. Quinns Welt wird jedoch gehörig durcheinandergebracht, als Archer, ein vermeintlicher Undercover-Agent, in die Stadt kommt. Ein schlechter Agent, könnte man meinen, denn seine Geheimnisse sind für Quinn und den aufmerksamen Leser schnell offensichtlich. Doch gerade diese offensichtliche Unstimmigkeit macht die Geschichte so fesselnd. Man fiebert mit, wie Quinn und Archer sich langsam annähern und dabei ihre eigenen Schwächen und Stärken entdecken.
Und dann ist da noch Wilder, der faszinierende Husky, der nicht nur Quinns Herz erobert, sondern auch meines. Seine treue und lebhafte Natur bringt eine zusätzliche Dimension in die Geschichte, und ich konnte nicht anders, als mir zu wünschen, ihn selbst an meiner Seite zu haben. Die Kombination aus Humor, Spannung und Romantik, gepaart mit den bekannten Gesichtern aus den vorherigen Bänden, schafft eine wunderbare Mischung, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Es fühlt sich an, als wäre man selbst Teil dieser lebendigen Gemeinschaft, und man kann kaum erwarten, was die Zukunft für die Bewohner dieser charmanten Stadt bereithält.
- Monika Bittl
Jünger wären mir die Alten lieber
(49)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Vieles an diesem Buch macht der Leserin Mut, ist unterhaltsam und klug, anderes hat mich erst wütend und dann sehr nachdenklich gemacht. Wenn es ums Gendern und um Politik, vor allem Umweltschutz geht, haben die Autorinnen leider extrem egoistische und egozentrische Ansichten. Aber das liegt wohl an ihrem Alter und da haben sie erstens ihren Platz in der Berufswelt längst gefunden und zweitens werden sie die schlimmsten Folgen der Klimaerwärmung kaum noch erleben. Schade, dass diese beiden Frauen ihre Möglichkeiten nicht nutzen, um die Zukunft der jüngeren Generationen - auch ihrer eigenen Kinder - zu retten.
- Jürgen Zwilling
Anthologie
(55)Aktuelle Rezension von: Lesekatze-1407Jürgen Zwilling erzählt mit Kurzgeschichten, klare Gedichte und Sarkasmus, wie Menschen Leben und Umwelt zerstören. In diesem Buch liegt das Zentrum auf Katzen und was sie manchmal erdulden müssen. Er erzählt in diesem Buch zum Beispiel Mimis Geschichte - der ausgesetzten Katze. Und wie seine Frau und er sich um sie und ihren Katzenbabys kümmern.
Der Autor appelliert mit seiner Zusammenstellung aus philosophischen Gedanken, Fiktion, Dichtung und Gesetzestexten an die Menschen, über ihren Umgang mit Tieren nachzudenken.
Das Cover passt sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Abwechslung der Textarten macht das Lesen lebendig. Schöne Bilder bereichern den Text im Buch.
Bitte nicht falsch verstehen!
Es fällt mir ein bisschen schwer eine Rezension zu verfassen, mir ist klar, dass dem Autor der Tierschutz sehr wichtig ist.
Die Anthologie konnte mich nicht wirklich überzeugen. Mir ist bewusst, dass eine Anthologie aus verschiedenen Teilen besteht - den Wechsel finde ich auch reizvoll. Mir fehlte es aber an Tiefe – und auch an Struktur. Es erschien mir eher wie willkürlich hintereinander gesetzte Texte.
Themen wie Tierquälerei und Tierschutz sind traurig, doch das muss man auch übermitteln können. Als bestes Beispiel für das finde ich das Gedicht „Tacheles“. Ich bemerke die Wut – kann mir die die Aussage – den Kern dahinter – denken, aber es fehlt mir etwas, das mich abholt. Bei den meisten Gedichten spüre ich nur die Wut des Autors – und das macht ein Buch für mich noch nicht lesenswert – auch bei einem so wichtigen Thema.
In dem Buch wird „Tierschutz“ und Tierquälerei nähergebracht. Dennoch hätte ich mir bei den Gedichten mehr Tiefgang gewünscht.
- Thomas Thiemeyer
Evolution
(33)Aktuelle Rezension von: Anna0807Dieses Geschichte habe ich als Hörbuch gehört.
Die Grundidee finde ich sehr vielversprechend. Allerdings war mir die allgemeine Spannungskurve zu flach. Erst gegen Ende dieses ersten Teils passierte wirklich etwas. Zudem empfinde ich die Problemlösungen als zu einfach und die jugendlichen Protagonisten als zu "allmächtig".
Das Hörbuch kann ich von der Vertonung sehr empfehlen.
Da ich doch neugierig bin werde ich auch den zweiten Teil als Hörbuch hören und auf eine Steigerung der Ausarbeitung hoffen.
- Julie Leuze
Für einen Sommer und immer: Roman | Eine emotionale Geschichte, die unter die Haut geht – für Fans von Colleen Hoovers »It Ends With Us«
(117)Aktuelle Rezension von: schneefloeckeKurzmeinung: Mein absolutes Lieblingsbuch
Inhalt: Für die Karriere stellt Annika alles andere hinten an. Vor allem ihre Gefühle und sich selbst. Als sie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, reist sie vollkommen überfordert nach Südtirol in die Dolomiten. Dort kommt sie nicht nur dem charmanten Bergführer Samuel mit den tollen Locken, sondern auch sich selbst und ihren Träumen um einiges näher.
Meine Meinung: Ich bin absolut verliebt in dieses Buch. In die Charaktere, in die Handlung, in das Setting und vor allem in den Schreibstil von Julie Leuze. Dieses Buch ist bereits das Zweite, welches ich zum zweiten Mal von der Autorin gelesen habe und ihr Schreibstil ist einfach so flüssig, mitreißend und angenehm, dass es mir schwer fällt das Buch überhaupt aus der Hand zu legen.Annikas Entwicklung im Laufe des Buches ist wunderbar mit anzusehen und es ist wunderbar mit Samuel und ihr einen Teil der Dolomiten zu erkunden. Nicht nur ihre Beziehung mit Samuel, sondern auch die zu ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Helene, so wie die Beziehung zu ihrem Job war interessant mitzuverfolgen.
Ich freue mich bereits darauf, dieses Buch zum dritten Mal zu lesen und kann es jedem nur wärmstens empfehlen.
- Felix Salten
Bambi
(43)Aktuelle Rezension von: Daisys_bookcorner4/5 🌟 "Bambi"
Hi, liebe Bookies! 🙌 Jetzt mal Hände hoch: Wer von euch kennt die Original-Story von Bambi? 🤔🦌 Und nein, ich meine wirklich das Buch 📖 und nicht die Disney-Version. 🎥✨🧚🏼♀️
Ich habe Bambi aufgrund der Rory-Gilmore-Liste ☕️📖 gelesen und wurde schon vorab gefragt: „Hm, wird das nicht langweilig sein, weil du die Story schon kennst?“ 🤷♀️ Vor allem, da ich auch beide Disney-Filme gesehen habe. 🎞️🎬 Wer bis jetzt noch nicht wusste, dass es zwei Disney-Filme gibt: Ja, tatsächlich, die Geschichte von Bambi hat zwei Teile! 🐭🦌🎥 Einmal den ersten Teil, den bestimmt jeder von euch kennt, 🙃💔 und dann den zweiten Teil, in dem Bambi seinen Vater trifft. 🦌👑🌲
Das Buch thematisiert beide Geschichten 📚 und hat insgesamt etwa 240 Seiten. ✍️ Bis ungefähr zur Hälfte fand ich den Disney-Film sogar dramatischer als das Buch. 🎭😢 Aber, liebe Bookies, sobald der harte Winter eintrifft geht das Drama erst richtig los! 🥶❄️🧊
Was ich vorher wusste: Der Hase Klopfer 🐰 wurde von Walt Disney hinzuerfunden. Was mir hingegen neu war: Im Buch hat Bambi einen Freund, und zwar ein Eichhörnchen. 🐿️🍂 Das fand ich ziemlich interessant! Wobei das Eichhörnchen Bambi nicht so ein Freund ist wie Klopfer zum Beispiel dargestellt wird.
Besonders spannend war es, aus der Perspektive der Tiere zu lesen 🐾 und ihre Gedankenwelt zu erleben – wie sie die Jäger wahrnehmen 🏹👀 und wie das Leben eines Rehkitts abläuft. 🦌🌳 - Klar, ist das Buch von einem Menschen geschrieben, aber der Gedankengang ist schon faszinierend.
Was ich jedoch als kleinen Kritikpunkt anmerken muss, ist der Schreibstil: 📝✍️ Er ist zwar etwas veraltet, hat aber an manchen Stellen auch etwas unübersichtliche und holprige Parts die nicht dem Alter geschuldet sind. 🤔📚🕰️ Deshalb ziehe ich einen Stern ab.
Insgesamt ist es aber eine wirklich spannende Lektüre. 📖🦌💚
XoXo Daisy 🌼 - Thomas Gsella
Saukopf Natur
(2)Aktuelle Rezension von: Thomas_LawallMit der Vergänglichkeit ist das so eine Sache. Nichts hat Bestand. Nichts ist von Dauer. Ein Glück nur, dass die Vergänglichkeit und das, was sie ausdrückt, ebenfalls vergänglich ist. Diese Frohbotschaft hat Thomas Gsella im wahren Leben allerdings noch nicht erreicht und deshalb hat er ihr, also der Vergänglichkeit, mindestens ein Gedicht gewidmet.
In "Der Mairegen" bringt er es auf den Punkt: Frisch Verliebte ahnen schon wieder künftige Einsamkeiten. Das Jammertal hat rund um die Uhr geöffnet. Alles vergeht. "Und im Juni ist der Mai - vorbei."
Macht aber nichts, denn der Frühling ist ja sowieso "'ne blöde Kuh". "Der Frühling" taugt ja bekanntlich zu wirklich gar nichts. Am Meer ist er noch zu kalt "und zum Rodeln zu warm". Birken schlagen Allergiker in die Flucht und der Bauer mit seiner Gülle den Rest der Menschheit. "Es ist nicht auszuhalten."
Thomas Gsella formuliert mit sehr spitzer Feder eine Breitseite (nach der anderen) in Richtung Natur, die ein "Saukopf" ist. Seine Gedichte erheben trotz unmissverständlichem Ausdruck einen gewissen Anspruch, nämlich jenen, keine Angeberlyrik zu sein. Man benötigt also kein Germanistikstudium, um den Sinn seiner Verse zu enträtseln.
Er ist nicht einverstanden mit dem, was üblicherweise den Stempel der Natürlichkeit trägt, der eine Art Freibrief für den allgegenwärtigen Terror gegen die Krone der Schöpfung zu sein scheint.
Zum Beispiel "Das Wetter". Tagein tagaus sind wir dessen Diktat ausgeliefert:
"Wer Stellen ohne Wetter sucht,
Der findet praktisch nix."
Gut so, dass endlich einmal jemand sagt, "was gesagt werden muss". Besonders den Deutschen, die, wie niemand auf der Welt sonst, in die Natur geradezu "vernarrt" sind. Dem gilt es jetzt endgültig und nachhaltig Einhalt zu gebieten.
"Alles Schlechte kommt von der Natur", kann es deshalb nur folgerichtig heißen. Unter anderem plagen uns Hunger, Durst, Naturgewalten, schreckliche Tiere und vor allem "das quälende Überangebot von Schnittblumen."
Wir sollten uns das nicht länger gefallen lassen. Schließlich stecken wir in einer existenzialistischen Zwickmühle. Am Rande des Abgrunds sozusagen. Wir wissen ja noch nicht einmal was schlimmer ist, "Die Dunkelheit" oder "Die Helligkeit".
Ein Fazit für "Saukopf Natur" gibt es nicht. Eher ein Ratespiel vielleicht. Wie heißt "das weltweit blödeste Tier?" Na? Keine Idee? Da kann der Rezensent helfen: Wer suchet, der findet! - Simon James
Frosch und Biber
(4)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Der kleine Frosch lebt glücklich und zufrieden mit seinen Freunden, den Wasserratten und Enten an einem Fluss am Waldrand.
Wie schön und friedlich das Leben doch ist.
Bis eines Tages ein junger Biber auftaucht und den größten Damm aller Zeiten bauen möchte. Zunächst denken sich die anderen Tiere nicht viel dabei und empfangen ihn freundlich und warmherzig. Aber das eifrige Kerlchen schuftet die ganze Nacht und plötzlich ist aus dem wunderschönen Fluss ein mickriges Rinnsal geworden.
Der Biber ist mächtig stolz auf sein Werk, aber bei seinem Motto "immer größer, immer besser" kann das Ganze nur übel enden ...
Altersempfehlung:
ab 3 Jahre
Illustrationen:
Wunderschöne farbenfrohe Illustrationen ergänzen und unterstreichen die Handlung perfekt.
Die Zeichnungen nehmen viel Raum ein, man entdeckt trotz ihrer Schlichtheit immer neue Kleinigkeiten und die kurzen Texte, meist am unteren Rand der Seiten, fügen sich optisch sehr gut ein.
Der Stil und die Farbgestaltung mit vielen hellen Blau- und Grüntönen gefällt sehr. Die Atmosphäre zu Beginn ist herrlich ruhig und zeigt den idyllische Fluss am Waldrand und seine glücklichen Bewohner. Mit dem Biber zieht auch in den Illustrationen das Chaos ein im Sinne von vielen kreuz und quer liegenden Ästen und Steinen.
Die tierischen Charaktere sind niedlich, vermenschlicht und dank ihrer erfrischend lustigen Mimik und den großen Augen auch sehr sympathisch. Auch dem Biber kann man nicht lange böse sein.
Mein Eindruck:
Der Schreibstil ist altersgerecht und gut verständlich, denn die Texte sind kurz und einfach gehalten. Die vielen Wiederholungen wie beispielsweise die Kommentare der Wasserratte "Wäre ich größer, würde ich dem Biber sagen, wo es lang geht!" sorgen für viele Lacher.
Der kleine Frosch beweist echte Größe, den der versucht zunächst zu vermitteln und da der Biber sich in seinem Größenwahn stur stellt, arrangiert er sich mit den neuen Lebensumständen. Auch ist der Frosch nicht nachtragend, denn als der Biber in Not gerät, ist Frosch sofort helfend zur Stelle.
Wer wissen möchte, ob der fleißige Dammbauer doch noch auf die anderen Bewohner zugeht und ob aus Frosch und Biber beste Freunde werden, dem kann ich diese zauberhafte Geschichte sehr empfehlen.
Ein wundervolles Bilderbuch über Rücksichtnahme auf andere, Kompromisse, Leben in einer Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft.
Fazit:
Eine unterhaltsame, lehrreiche wie auch lustige Geschichte mit kindgerecht verpacken Botschaften: "Größer ist nicht immer besser." und "Nimm Rücksicht auf andere!"
Zudem ist das Bilderbuch wunderschön illustriert.
...
Rezensiertes Buch: "Frosch und Biber" aus dem Jahr 2017
- Abbi Waxman
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
(126)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeLilian hat vor vier Jahren ihren Ehemann durch einen Unfall verloren, was ihr den Boden unter den Füßen weggerissen hat. Aber Lilian hat auch zwei kleine Töchter, um die sie sich kümmern muss. Und sie hat einen Job. Ihre Chefin schickt Lilian zu einem Gärtnerkurs, an dem sie teilnehmen soll. Ihre Töchter dürfen sie begleiten und haben Spaß am Gärtnern. Auch Lilian wird dieser Kurs verändern...
💚 Das Buch hat mich überrascht. Ich habe eine leichte Liebesgeschichte erwartet, und irgendwie habe ich die auch bekommen. Aber das Buch hatte durch das Thema der Trauerbewältigung auch viel mehr Tiefgang als erwartet. Ist es in Ordnung, nach dem Tod des geliebten Ehepartners sich wieder neu zu verlieben und wieder glücklich zu sein?
Ein emotionales Buch, das trotzdem leicht geschrieben ist und auch durchaus humorvoll. Ich mochte es!
06.05.2024
- Elaine Winter
Das Geheimnis von Chaleran Castle
(42)Aktuelle Rezension von: Zuckerelfe„Es gefällt mir“, beteuerte sie. „Es ist, als wäre ich mit einer ganzen Horde Highlander unterwegs.“
Felicia ist eine junge Reisejournalistin und soll für ihr Magazin ein Reisebericht über das wunderschöne Schottland schreiben. Als Adoptivtochter hat sie sich von ihrer Familie immer geliebt und geschätzt gefühlt, doch hat wahrscheinlich auch ihr Schicksal sie zu einer selbstkritischen und perfektionistischen jungen Frau gemacht. Mit dem Ziel das Land der Feen und Sagengestalten zu entdecken, verliebt sie sich nicht nur in die Skye of Isle, sondern begegnet Menschen, die ihren Aufenthalt in Schottland in alle Maßen bereichert.Es ist die Familiengeschichte des Chaleran-Clans, die das Leben der Deutschen zunächst ins Wanken bringt. Doch diese Reise wird unvergesslich sein!
Mal wieder ist „Das Geheimnis von Chaleran Castle“ ein traumhaft schönes Buch von Elaine Winter, das beim zweiten Lesen sogar noch viel mehr wunderschöne Einzelheiten zu Tage bringt, die beim ersten Verschlingen untergehen. Es ist ihr Schreibstil, der mich auf eine Reise mitnahm, die ich mir schon seit langer Zeit wirklich wünsche. Es sind die bildlichen Beschreibungen der Landschaft oder die metaphorischen Umschreibungen der Gefühle, die mich Felicias Abenteuer aus ihren eigenen Augen miterleben lässt. Jedesmal bin ich erstaunt, wie Elaine mir den Wunsch nimmt, eins Ihrer Bücher unbedingt verfilmt zu sehen. Sie erweckt eine Fantasie und Vorstellungskraft in mir, die nicht nur mein Reiseverlangen stillt, sondern wahrscheinlich schöner ist als jede Realität. Es ist dieses Talent, dass mich immer wieder dazu bringt mit Freuden eines ihrer Bücher in die Hände zu nehmen. Ein weiterer Pluspunkt in diesem Buch ist die Symbiose, die sie einerseits aus der Tragik der Geschichte und andererseits aus den humorvollen Konversationen der Charaktere entstehen lässt. Es sind meistens die Nebenrollen wie Professor Haggat und Luise, die mich zum Lächeln brachten und dem Buch die besondere Würze verliehen haben. Eines macht die Autorin jedoch besonders sympathisch in meinen Augen: es ist nicht immer der klischeebehaftete Prinz der die Rolle in den Romanen spielen muss!
Leider kann ich nicht mehr über dieses Buch schreiben ohne die Lesefreude zu rauben, aber eins ist klar: Es ist ein traumhaftes Buch, dass jeder in seinem Regal zu stehen haben sollte! ich werde es mir definitiv noch als Printexemplar besorgen! Liebe Elaine, danke für diese wundervollen Stunden mit deinem Buch - ich bin froh es sogar zweimal gelesen zu haben!
- Benjamin Vogt
Wayan
(6)Aktuelle Rezension von: Rajeta ich mich in einer Leserunde auf Band 2 beworben habe, war für mich klar Band 1 wird gekauft und gelesen.
Und ich war angenehm überrascht: ein Buch voller Magie, den Verpflichtungen die einen im Leben erwarten und die Liebe die auch oft kommt wenn man sie nicht erwartet.
Wayan als Hauptprotagonist hat es nicht leicht aber er ist ein absoluter Kämpfer und beisst sich durch. Meister Martin unterrichtet den Waisenjungen als ob es sein eigen Blut wäre und Torvic lässt einen nur staunen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Am Anfang muss man sich etwas einlesen aber dann geht es spannend weiter.
Das Cover sieht mit dem Rahmen und ganz in beige gehalten gut aus. Es zeigt alles was zum Roman gehört und passt von daher super zum Buch.
Der Klappentext macht einen neugierig auf die Handlung des Romans und spiegelt die Ausgangssituation gut wieder.
Fazit: ein gelungener Einstieg in eine Reihe voller Magie, Fantasie, der Liebe und dem Ernst des Lebens. Mit liebenswerten und nicht fehlerlosen Protagonisten. Es macht neugierig auf den 2.Band der Reihe: Wayan Das Orakel der schon erhältlich ist.
Zitat aus dem Buch und Klappentext:
»Demjenigen, dem es gelingen wird, auch nur Wenigen des untersten Standes zu beweisen, dass er die gleiche Macht besitzt wie der im höchsten Amt stehende und alle Gewalten in sich vereinende Monarch, wird zu einem Symbol, das keine Leibgarde zu stoppen vermag.«
Zum Inhalt:
Wayan das Waisenkind trägt ungeahnte Macht in sich. Obwohl seine Geburt nicht unter einem guten Stern stand findet er im Kloster in Meister Martin eine guten Lehrer und Vaterersatz. Doch wird ihm dort die offizielle Ausübung von Magie bei Strafe untersagt. doch Meister Martin setzt sich darüber hinweg.
Wird Wayans Ziehvater ihn sicher durch alle Herausforderungen führen können? Kann der liebenswerte, verletzliche Junge mit dem offenen, fast kindlichen Gemüt die Anfeindungen und Schikanen ertragen, ohne zu zerbrechen? - Hans Martin Jahns
Farne - Moose - Flechten. Mittel-, Nord- und Westeuropa. Bestimmungsbuch 28.
(1)Aktuelle Rezension von: buchwanderer„Da nickten, spottend mein, die schwanken Tannen,
Auch höhnend sah das niedre Moos empor
Mit seinen Würmern, die geschäftig spannen,
Und lachend brach das Firmament hervor.“ (Gottfried Keller, Ein Tagewerk, Gedichte)Zum Inhalt: Ein klassisches BLV-Bestimmungsbuch hält der Naturfreund mit diesem Werk in Händen. So sind es auch weit über 200 Seiten, welche sich dem taxonomischen Zuordnen der botanischen Schönheiten aus der Schattenwelt der Farne, Moose und Flechten widmen. Mit viel Liebe zum Detail sind die 655 Farbfotos ausgewählt und aussagekräftige Feinheiten mit Bedacht hervorgehoben.
Trotz der Komplexität des Gebietes gelingt es Hans Martin Jahns auf den einführenden 34 Seiten einen grundlegenden Abriss der Lebensformen, bestimmungsrelevanten Charakteristika und der Physiologie und Pflanzensoziologie zu vermitteln. Was v.a. den Hobby-Botaniker freuen dürfte ist die Tatsache, dass „konsequent auf mikroskopische und chemische Merkmale“ (S.7) zur Bestimmung verzichtet wurde. Geografisch werden Mittel-, West- und Nordeuropa als Verbreitungsgebiete der besprochenen Pflanzen behandelt. Abgerundet wird der Text durch verweise auf weiterführende Spezialliteratur, sowie einen erklärende Zusammenstellung der wichtigsten Fachbegriffe.Fazit: Das Buch ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber nach wie vor ein Klassiker unter den BLV Büchern. V.a. die Fokussierung auf den ambitionierten Laien und die ausgezeichnete didaktische Umsetzung machen es zu einem wertvollen Begleiter bei Exkursionen und einem schnellen Nachschlagewerk.
Zum Buch: Als Exkursionsbegleiter ausgelegt ist das Buch äußerst stabil konzipiert und sowohl in Verleimung des Buchblockes, wie auch in der Wahl des stabilen Bedruckstoffes gut gelungen. Einzig das Gewicht trübt den Gesamteindruck ein wenig und wird den ein oder anderen Leser dazu animieren es nicht als ständigen Begleiter im Rucksack zu tragen . Ein sehr sauberer Druck, eine hohe Farbechtheit der Abbildungen und eine im Hinblick auf didaktische Gesichtspunkte gewählte Typografie runden das positive Bild des Werkes ab.
- Claudia Banck
DuMont direkt Reiseführer Nordseeküste Schleswig-Holstein
(1)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmIch liebe das Meer, allen voran die Nordsee, weil sie so voller Leben ist. Zwar kann ich Stunden damit verbringen, einfach nur aufs Wasser zu starren, aber ab und an möchte man ja doch mal etwas anderes sehen. Um Neues zu entdecken ist ein kleiner Reiseführer, wie dieser, daher sehr praktisch.
Praktisch ist hier auch die Größe und das geringe Gewicht, so eignet sich der Reiseführer gut für unterwegs.
Als Einführung gibt es eine kurze Übersicht über alles was die Nordseeküste zu bieten hat, gefolgt von Reiseinformationen unter denen der Leser z.B. den Temperaturverlauf, sowie auch Übernachtungsmöglichkeiten und kulinarische Tipps (natürlich ebenfalls passend zum Thema Meer/ Nordsee) findet.
Insgesamt gibt die Autorin hier 15 weitreichende Tipps für die Tourengestaltung. – Natürlich muss sich der Reisende nicht daran halten, sondern kann seine Reise individuell zusammenstellen. – Sie bieten einen guten Überblick über Lage, Sehenswürdigkeiten und Straßenkarten. Schön ist auch immer der Punkt „Unbedingt machen“, bei dem die Autorin darauf hinweist, was man auf keinen Fall verpassen sollte, wie z.B. eine Grachtenfahrt. Öffnungszeiten, Preise und eine Quelle für weitere Infos sind dabei stets angegeben, so dass man sich bereits Zuhause einen Überblick verschaffen kann (und ggf. das „nötige Kleingeld“ einpacken kann ;)).
Die Auswahl der vorgestellten Sehenswürdigkeiten ist gelungen. So gibt es nicht nur Tipps für Natur-, sondern auch für Kulturliebhaber und Familien mit Kindern. Was mir ein wenig fehlt ist der ein oder andere „Insidertipp“, denn alle vorgeschlagenen Möglichkeiten sind „Touristenmäßig“. Ein kleiner versteckter Laden, in irgendeinem Hinterhof, bei dem man dem Handwerker über die Schulter schauen kann oder etwas in der Art wäre toll gewesen.
Ein Faltplan, welcher am Ende des Buches eigeklebt ist, hilft bei der genaueren Orientierung. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Karte in einer Schutzhülle untergebracht wäre, so dass man sie einfach herausnehmen könnte und ggf. eben auch ohne das Buch verwenden.
Mir gefällt der DUMONT direkt Reiseführer Nordseeküste Schleswig-Holstein, bis auf die bereits erwähnten (kleinen) Punkte gut.
- Christine Weidenweber
Kräutergarten - einfach machen!
(24)Aktuelle Rezension von: Denise43437Der Ratgeber „Kräutergarten - einfach machen!“ wurde von Christine Weidenweber geschrieben. Er ist im Verlag Eugen Ulmer erschienen. Weidenweber hat Agrarwissenschaften studiert.
Zu Beginn erhält der Leser eine kleine Einführung in das Thema Kräuter, bei der es beispielsweise um ihre grundsätzliche Verwendung und ihre Lebensdauer geht. Daran schließt sich ein Kapitel an, in dem beschrieben wird, wie Kräuter ausgesät, gepflanzt und gepflegt werden. Bevor auf die einzelnen Kräuter eingegangen wird, wird sich noch mit der Ernte und dem Konservieren von Kräutern (Trocknen, Einfrieren, Weiterverarbeiten zu Beispiel zu Kräuteressig) und ihrer Vermehrung beschäftigt. Dann sind die Kräuterporträts an der Reihe. Sie haben einen Umfang von zwei bzw. vier Buchseiten. Sie beinhalten mindestens ein Foto der Pflanze, Informationen zum Kultivieren im Garten und auf den Balkon, Verarbeitungstipps sowie teilweise Sortenvorschläge und ein Rezept. Im Serviceteil befindet sich unter anderem eine Tabelle mit weiteren Kräutern. Sie enthält neben dem deutschen auch den lateinischen Namen sowie Informationen zur Nutzung, zum Anbau, zur Ernte und Verarbeitung.
Der Text ist verständlich geschrieben und der textliche Umfang, insbesondere in Bezug auf die Pflanzenporträts, ist gerade richtig. Viele ansprechende Fotos und Zeichnungen runden das informative Buch ab. Auch gefällt mir seine Gestaltung sehr gut. Etwas gewundert habe ich mich darüber, dass auch die Zwiebel hier enthalten ist, da ich sie eher zum Gemüse zugeordnet hätte. Da sie aber ein Allroundtalent für die Autorin ist, wollte sie unbedingt auch über diese informieren.
Ich habe Dank des Buchs viele hilfreiche Tipps erhalten und schlage immer wieder gerne in ihm nach. Daher empfehle ich es auch gerne weiter.
- Kurt de Swaaf
Der Geist des Ozeans
(11)Aktuelle Rezension von: BuchperlenblogAtmet einmal tief durch, bevor wir uns in die kalten Fluten der Ozeane werfen und zusammen mit dem Pottwal, dem größten bezahnten Lebewesen unserer Erde, in die Tiefsee hinabtauchen. Biologe und Journalist Kurt de Swaaf nimmt uns mit auf einen interessanten Trip, der sowohl Erzählerisches wie auch wissenschaftlich Fundiertes bereit hält. Seid ihr bereit, Phystie kennenzulernen?
König aller Weltmeere
Schon immer hat es mir das blaue Element ganz besonders angetan. Aller Ursprung des Lebens, geheimnisvolle Welt der unbekannten Kreaturen. Der Pottwal dagegen ist durchaus bekannt, aber im Gegensatz zu den niedlich verspielten Delphinen doch noch immer eher mit negativen Eigenschaften behaftet. Jeder hat wohl schon von Moby Dick gehört, dem angeblich so blutrünstigen weißen Pottwal, den Melvilles Kapitän Ahab bis in den Tod jagt.
Dabei sind diese Giganten solch sanfte, schlaue Meeresbewohner. Kurt de Swaaf nimmt uns mit unter die Meeresoberfläche, um genau das selbst beurteilen zu können. Im erzählerischen Teil des Buches lernen wir Physty kennen. Der junge Pottwalbulle existiert wirklich. 1981 erlangte er einige Berühmtheit, da er aufgrund einer schweren Lungenentzündung vor Long Island strandete. Mit Hilfe vieler Freiwilliger gelang es, den kleinen Koloss zurück ins Meer zu befördern und ihn mit einigen Tricks auch von seiner Krankheit zu heilen. Kurt de Swaaf rekonstruiert anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse sein Leben vor diesem bedeutsamen Ereignis und auch danach. Gleichsam schippern wir auf der Blue Island mit Kalliopi über das Mittelmeer, auf der Suche nach Walen, machen viele Fotos und sammeln Kot ein.
Das Mittelmeer? Ganz richtig! Denn auch wenn man das Mittelmeer als Europas Badewanne bezeichnet, so tummeln sich doch auch hier einige Exemplare des Leviathans. Immer im Wechsel zwischen Fiktion und Sachbuch schwebt man durch dieses informative Buch, das immer wieder mit interessanten Details aufwarten kann, die vielleicht auch jemand mit Vorkenntnissen noch verblüffen könnten. Neben dem Leben und der ausgeprägten Kommunikation der Pottwale lernen wir ebenfalls ihre Freunde und Feinde kennen, ihre Wanderrouten und die größte Gefahr für diese bedrohte Tierart: Den Menschen.
Kurt de Swaaf gibt Physty eine Stimme, ohne dass es merkwürdig wirkt. Der Wal denkt in seinen Sphären und wenn man sich einmal von dem Gedanken verabschiedet hat, das einzige Lebewesen auf der Welt zu sein, das sich für Artverwandte verständlich artikulieren kann, kann man Physty nur ins Herz schließen.
Fazit
Kurzweilig, interessant und mit liebenswertem Hauptcharakter. Wer mehr über die sanften Giganten der Weltmeere erfahren möchte, der ist hier richtig. Die Informationen sind verständlich geschrieben und können auch von weniger wissenschaftlicher Seite gut verstanden werden.
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