Bücher mit dem Tag "naturkatastrophen"
29 Bücher
- Frank Schätzing
Der Schwarm
(5.449)Aktuelle Rezension von: Tessa587Warum habe ich solange gebraucht bis es durch gelesen habe? Weil es sehr schwierige Biologische Erklärungen gab die mich zu Tode gelangweilt haben! Das Buch ist super keine Frage, mit 20% weniger Fachausdrücken und dadurch auch weniger Seiten, würde ich es als annährend perfekt erachten. Konnte manche Kommentare über das Ende schlecht nachvollziehen. Ich fand es gar nicht so abwegig, das es so kommt wie es am Ende passiert ist.
- T. C. Boyle
Blue Skies
(245)Aktuelle Rezension von: T_GruberT.C. Boyle entwickelt am Alltag einer amerikanischen Familie die immer stärker werdende Klimakrise und ihre Folgen. Was zunächst nur am Rande vorkommt, reißt nach und nach immer mehr das Leben der Protagonisten mit sich. Es beginnt mit sterbenden Insekten, Wetterkapriolen am Hochzeitstag, und endet in Sturmfluten und Hitzewellen. Es kommt zu schicksalhaften und dramatischen Ereignissen, die das Leben der Figuren massiv verändern, sie in ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit beeinträchtigen. Der Plot ist komplex und doch klar in der Führung, die Figuren sind lebendig und unterschiedlich, die Metaphorik beiläufig eingestreut und immer wieder überraschend schön. Stark an dem Buch ist die Didaktik und die lebendige Darstellung der Lebenssituationen - typisch amerikanisch und doch auch nachfühlbar. Manchmal ist in den inneren Monologen zu viel T.C. Boyle und zu wenig Figurentypisches, die Gedankengänge der Personen unterscheiden sich zu wenig. Stark ist, dass es nie langweilig wird, immer wieder überrascht. Manchmal wirkt die Dramatik aber etwas überzogen, auf dem zweiten Blick kann das alles aber auch nicht dramatisch genug daherkommen, denn das Thema ist dramatisch! Insgesamt eine klare Empfehlung. Sehr lesenswert!
- Ursula Poznanski
Cryptos
(464)Aktuelle Rezension von: ErdbaerchenIn der Zukunft ist die Erde zu heiß. So heiß, dass ein normales Leben, sie wir es kennen, nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund haben die Menschen digitale Welten erschaffen, in der sie nun leben.
Jana ist eine von diesen Menschen. Eine Weltenschafferin.
Ihre Lieblingswelt ist Kerrybrook. Eine sehr friedliche Welt. Doch eines Tages kommen plötzlich nicht mehr alle Menschen in ihre Welt und dann wird auch noch eine Frau ermordet. Nicht nur in der virtuellen Welt, auch in der Realität ist diese Frau tot. Das dürfte doch eigentlich nicht passieren.
Jana geht der Sache nach und wird bald selbst zur Gejagden.
Eine super spannendes Buch mit einem Thema, das total zeitgemäß ist und über das man sicher endlos diskutieren kann.
Kurz war es mir tatsächlich zu langatmig. Jana springt von einer Welt in die nächste und gefühlt passiert nichts, außer, dass sie gejagt wird. Die Hinweise löst sie erst ganz spät. Man hätte sich da einige Seiten sparen können.
Allerdings konnte ich super in die Welt abtauchen und mich mit Jana anfreunden. Die Idee der einzelnen Welten fand ich grandios. Wie gern wäre ich mit dabei gewesen. Mal echte Dinos sehen.... einfach nur wow! Poznanski hat eine unfassbar tolle Fantasie. Ich liebe ihre Bücher, obwohl sie eigentlich vom Genre her nicht immer mein Geschmack sind. Eigentlich. Denn sie schafft es, dass mich ihre Bücher ein jedes Mal fesseln!
- Frank Schätzing
Der Schwarm
(257)Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann"Der Schwarm“ ist definitiv mal etwas anderes. Sci-Fi aber neu und ungewohnt, mit einer guten Portion Wissenschaft, die aber keinesfalls trocken rüberkommt, sondern spannend und das alles sogar aus Deutschland (kein importierter US-Roman, wie dies ja sonst oft bei Bestsellern der Fall ist). Das Buch liest sich flott, 200 Seiten weniger hätten ihm aber auch nicht geschadet.
Richtig spannend wird es meiner Meinung nach erst gegen Ende – vorausgesetzt, man hat die letzten 15 Jahre unter einem Stein gelebt und noch nicht mitbekommen, worum es im Roman geht. Falls Sie tatsächlich noch nichts darüber wissen – lesen Sie das Buch. Der Genuss dürfte doppelt so groß sein.
Was mich etwas genervt hat, waren die Passagen, in denen Schätzing anfängt, seine teils krude Weltsicht auszupacken. Da wird der Mensch zum Tier gemacht und als böses Wesen dargestellt, das den Planeten runterrockt und ständig geht es irgendwie um Gott und darum, dass der Mensch ja wohl doch nicht die Krone der Schöpfung sei?
Zur Evolutionstheorie kann man stehen, wie man will und manche von Schätzings Gedanken sind auch folgerichtig. Aber das ganze Gejammer wiederholt sich dreimal extensiv in diesem Buch und das ist einfach zweimal zu viel. Doch diese Passagen gehen vorüber...
Ich glaube übrigens, dass Schätzing sich in der Figur des Sigur Johanson selbst ins Buch gesetzt hat – graumelierter Herr, exzentrischer Lebemann, intellektueller Weintrinker, heimlicher Held neben der offiziellen Hauptfigur Leon Anawak und natürlich mit einer Ausstrahlung gesegnet, der das weibliche Geschlecht nichts entgegenzusetzen hat. Bisschen peinlich, aber okay. Der Autor ist ja Herr seiner eigenen Welt.
Fazit: Solides Werk mit stellenweise nerdigem B-Movie-Touch. Wäre es damals nach dem Tsunami nicht so gehypt worden, hätte es wohl nicht diese krasse Berühmtheit erreicht. - Johanna Danninger
Blue Sky Black - Ohne Dunkelheit keine Sterne
(146)Aktuelle Rezension von: Pappbecher- Buchtitel: Blue Sky Black
- Autor/in: Johann Danninger
- Verlag: Carlsen
- ISBN: 9783551584359
- Ausgabe: Taschenbuch
- Erscheinung: 03.09.2020
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Inhalt:
"In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt und alles verändert. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …"
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Meinung:
Ich finde Dystopien durchaus spannend, vor allem wenn sie realitätsnah sind. Das Gefühl hatte ich bei diesem Werk definitiv. Leider kann ich mir das Szenario fast schon zu gut vorstellen. Der Schreibstil war, finde ich, durch seine doch malerische und detaillierte Art sehr passend. Was mir persönlich auch gefallen hat, war die Kombination aus diesem fürchterlichen Zukunftsszenario und der Romantik. Man hätte es in meinen Augen kaum besser machen können.
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Fazit:
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung für Fans von Dystopien und Liebesgeschichten!
- David Wallace-Wells
Die unbewohnbare Erde
(25)Aktuelle Rezension von: belanahermineInhalt
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. Der erste Teil gibt einen groben Gesamtüberblick über die Lage der Welt. In Teil zwei werden dann die einzelnen Systeme wie Hitze, Nahrung, Wasser, Luft etc. separat betrachtet und in ihrer Verletzlichkeit sowie mit möglichen Entwicklungsrichtungen bei verschiedenen Erwärmungszuständen beleuchtet. Im dritten Teil werden neben philosophischen Denkrichtungen zum Klimawandel Auseinandersetzungen mit dem Thema in Literatur und Film aufgezeigt sowie verdeutlich, an welchen Stellen bereits Maßnahmen ergriffen wurden und welche Erwärmungsziele sie noch erreichen können.
Am Ende des Buches finden sich 65 Seiten Anmerkungen mit zusätzlichen Hinweisen und Anregungen zum Weiterlesen.
Subjektive Eindrücke
Das Buch gibt einen breit angelegten und viele, viele Aspekte umfassenden Überblick über die aktuelle Lage der Welt, wie sie sich unter verschiedenen Annahmen entwickeln wird und inwieweit wir dagegen (noch) etwas unternehmen können.
Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Denkansätzen, Darstellungen in Literatur und Film und mit verschiedenen Strömungen und Ansätzen von Gegenmaßnahmen fand ich sehr interessant. Das kann ich uneingeschränkt zum Lesen empfehlen.
Wer schnell zur Panik neigt, sollte das Buch vielleicht nicht unbedingt lesen - oder sich nur mit dem dritten Teil auseinandersetzen. Man kann schon echt in Sinnlosigkeitsgefühle verfallen, wenn man das so liest.
Die vielen, zum Teil kommentierten Anmerkungen verweisen einerseits auf eine tiefgreifende Recherche und bieten Andererseits viel Stoff, um sich weiter mit dem Thema zu befassen.
Eine sorgfältigere Übersetzung und weniger vielfach verschachtelte Bandwurmsätze hätten das Buch leichter zu lesen gemacht.
Fazit
Durchaus zu Gruseln mit nicht allzu vielen besseren Aussichten.
Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/
- Anthony Doerr
Wolkenkuckucksland
(126)Aktuelle Rezension von: reading_josephineWolkenkuckucksland von Anthony Doerr nimmt uns mit auf eine epische Reise durch Zeit, Raum und Geschichten selbst und geht dabei tief ins Herz.
Anfangs hab ich mich tatsächlich etwas schwer getan: die vielen Handlungsstränge mit Figuren aus unterschiedlichen Jahrhunderten, zwischen Mittelalter, Gegenwart und Zukunft, deren Zusammenhang sich noch nicht wirklich erschließen ließ, haben mich etwas verwirrt. Doch am Ende lohnt es sich so sehr, dranzubeiben, wenn sich alles zu einem großen, faszinierenden Ganzen fügt, und ich war ehrlich beeindruckt von der schlauen Komplexität dieser Geschichte.
Doerr verknüpft das Schicksal seiner Figuren über Jahrhunderte hinweg – durch ein mysteriöses, altes Buch, das von Sehnsucht, Hoffnung und Fantasie erzählt. Es geht darum, was Geschichten mit uns machen, wie sie uns verbinden, trösten, am Leben halten. Ein kluges, gefühlvolles Buch für alle, die sich gerne ganz im Plot verlieren und schließlich wiederfinden.
Starke Punkte:
- poetische Sprache und beeindruckende Erzählstruktur
- tiefgründige Themen über Menschlichkeit, Erinnerung und Hoffnung
- eine Liebeserklärung an Bücher
Kleiner Minuspunkt:
Der Einstieg erfordert Geduld. Doch wer dranbleibt, wird reich belohnt
Für Fans von:
- literarisch anspruchsvollen Romanen mit geschichtlichem Hintergrund
- vielschichtigen Erzählungen mit Herz
- Büchern, die lange nachhallen - Jennifer Alice Jager
Awakening
(100)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Das Thema ist immernoch hochaktuell. Hier wurde daraus eine relativ kurzweilige, aber dennoch schöne Geschichte gemacht, die mich zwar nicht unbedingt vom Hocker gehauen hat, aber gut unterhalten konnte. Die Geschichte lebt sehr stark von dem wunderbar flüssigen und Bildgewaltigen Schreibstil der Autorin.
Es war irgendwie ganz anders als erwartet, aber trotzdem mitreißend und recht spannend. Wir erleben relativ lange nur zwei der insgesamt vier Perspektiven, denn die anderen werden erst sehr spät eingeführt. Wobei Addys Kapitel insgesamt das Geschehen deutlich dominieren. Es geht ziemlich rasant voran, Terra Mater wehrt sich und die Menschen erleben auf verschiedenen Kontinenten zu was die Natur fähig ist. Wir Blicken hier auf die schlechtesten Seiten der Menschen, darauf, wie grausam, herzlos, selbstsüchtig und zerstörerisch sie sind. Leider entspricht dies absolut der Wahrheit.
Ich habe ein bisschen gebraucht um in dieser Geschichte anzukommen. Erst zum Ende hin habe ich mich wirklich darauf einlassen können und fühlte mich dann auch abgeholt. Meine 3,5 Sterne Runde ich hier auf vier auf.
- Gabriele Ketterl
Geschenk der Nacht
(5)Aktuelle Rezension von: Donatha_CzichyEndlich kommt mein geliebter Stefano ins Spiel *.*
Band 1 und 2 sind schon etwas länger her. Und nun konnte ich auch endlich den dritten Teil beenden.
Wie war es?
Cover:
Die Maske auf dem Cover gefällt mir auch hier wirklich gut. Die Gestaltung passt insgesamt gut zum Thema "Nacht". Aber mir gefallen die Cover der 1. Auflage doch besser.
Schreibstil:
Der Schreibstil von Gabriele Ketterl gefiel mir schon seit dem ersten Band und sie schafft eine tolle Atmosphäre mit vielen Details und interessanten Beschreibungen der Umgebung und der Charaktere.
Die Story:
In Geschenk der Nacht steht der Hüter Stefano im Mittelpunkt und wir erfahren mehr über ihn und seine Vergangenheit.
Nach seiner Verwandlung und schmerzhaften Ereignissen ist er ein Einzelgänger geworden und felsenfest davon überzeugt, dass er besser alleine bleiben sollte.Doch als er gerade in München ist, wird er zufällig auf die hübsche und kluge Cathy aufmerksam, die sich gerade versucht umzubringen.
Nachdem er Cathy gerettet hat, nimmt er sie mit nach Venedig und versucht ihr zu zeigen, dass es doch Sinn macht weiter zu leben.
Dabei versucht Stefano aber seine aufkommenden Gefühle zu unterdrücken, da er schwer mit ihnen umgehen kann.Zur gleichen Zeit kommt es auf der Welt zu Katastrophen und ungeahnten Entwicklungen. Die Cherubim sind davon wenig begeistert und wollen der Menschheit endgültig klar machen wo ihr Platz ist.
Können die Hüter den Untergang der Menschheit verhindern? Werden Stefano und Cathy in diesem ganzen Trubel zu einandern finden?
Meine Meinung:
Der dritte Teil der Trilogie hat mir wirklich am besten gefallen. Es ging ja auch um Stefano XD Nein, Spaß^^ Also halb ;)
Insgesamt konnte mich dieser Band am meisten überzeugen, da hier wirklich der Fokus auf einen ausführlichen Einblick in Stefanos Vergangenheit und die Beziehung zu Cathy gelegt wurde. In den ersten beiden Bänden hat es immer so geschwankt. Mal mehr von dem und mal mehr von etwas anderem. Aber hier wurde die Mitte gut getroffen.
Was ich sehr interessant fand, war die Geschichte der Cherubim und in welcher Beziehung sie zu den Kindern der Dunkelheit stehen. Denn hier wurde mehr auf ihr Leben und ihre Aufgaben eingegangen.
Der Bezug zu den Katastrophen und den Fehlern der Menschen finde ich ein aktuelles und wichtiges Thema, welches hier aufgegriffen und interessant umgesetzt wurde. Man hat gemerkt, dass sich die Autorin intensiv mit der Thematik und einigen wissenschaftlichen Aspekten auseinandergesetzt hat.
Ich finde es auch sehr bemerkenswert wie gut und in sich stimmig die Charaktere ausgearbeitet wurden. Jede noch so kleine Nebenfigur besitzt bestimmte Merkmale, die sie von anderen unterscheidet und so jeden einzigartig macht.
Auch der Aufbau der Geschichte und die Gewichtung der Themen sind diesmal ausgewogener.
Trotzdem hat sich das Ganze doch ziemlich gezogen. Vielleicht hätte man einige Stellen etwas kürzen können, damit es nicht zu langatmig wird.Doch der bildreiche Schreibstil und die schönen Handlungsorte haben das fast wieder gut gemacht. ;)
Abschließend:
Ein wirklich schöner Abschluss der Trilogie. Es ging auf jeden Fall wieder sehr turbulent zu.
Und Stefano gehört mir!!! Ich habe ihn zuerst entdeckt XD
- Arthúr Björgvin Bollason
Island
(2)Aktuelle Rezension von: ToniKDas Island-Lesebuch bietet eine literarische Reise durch Island, die sich durch einen angenehmen Schreibstil und eine Fülle von interessanten Informationen auszeichnet. Von Flora und Fauna über Wirtschaft bis zur Kultur werden nahezu alle Aspekte des isländischen Lebens und der Entwicklung der Insel beleuchtet. Ergänzt werden die Texte von Arthúr Bollason durch wunderbare Fotografien, die es dem Leser leicht machen, sich in die beschriebenen Gegenden hineinzuversetzen. Der größte Schwerpunkt des Buches ist die Natur, welche vermutlich das Großartigste ist, das Island zu bieten hat. Vulkanen, Gletschern, heißen Quellen und Schneehühnern ist der erste Teil des Buches gewidmet. Es folgen historische, wirtschaftliche, politische, kulturelle und alltägliche Betrachtungen, bis zum Schluss einzelne Städte und Regionen literarisch durchwandert werden.
Nach der Lektüre des Island-Lesebuchs hat man einen umfangreichen Eindruck von der isländischen Lebensart gewonnen. Zu manchen Themen hätten die Kapitel gern noch ausführlicher sein dürfen, vermisst habe ich zum Beispiel die Polarlichter. Andererseits ist es wohl schwer möglich, ein so vielfältiges Land auf 400 Seiten in all seinen Facetten darzustellen.
Was jedoch wirklich stört, ist das mangelhafte Lektorat. Immer wieder stolpert man über ärgerliche Rechtschreibfehler, am gravierendsten sind dabei die vermeintlichen "Silbentrennungen" am Zeilenende. Lavas-palten und er-zisländisch dürften die gruseligsten Beispiele dafür sein.
Insgesamt ist das Buch dennoch eine klare Leseempfehlung für alle, die Island lieben oder es lieben lernen wollen. - Sophie Clark
Panterra Nova - Letzte Zuflucht
(1)Aktuelle Rezension von: heavyfunDie Abenteuer rund um Chris und seine Freunde bzw. Familie gehen weiter. Sie müssen mit den Konsequenzen der Entscheidungen aus dem vorherigen Band leben und umgehen lernen. Chris versucht sich mit seiner Gabe an der Krisenbekämpfung zu beteiligen, doch es wirkt zeitweise als ob eine Fliege gegen Windmühlen ankämpft. Der Fokus liegt ganz eindeutig bei den Folgen, Naturkatastrophen und der Neuorganisation der Menschheit. Ich fand es sehr gut, dass die Autorin auf die Auswirkungen näher eingeht. Ob die Erde noch gerettet werden kann und die Bemühungen der Menschen sich auszahlen, müsst ihr wohl oder übel selber lesen, dass werde ich euch in meiner Rezi nicht verraten.
Neben den Katastrophen tritt ein neuer ,,Bösewicht“ auf den Plan und das Buch wird wieder aus zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven dargestellt. So erhält man viele weitere Hintergrundinfos zum Konzept der Hüter, Jäger und Wunschdenker. Ich fand die wechselnden Ansichten sehr interessant und es warten wieder jede Menge Dramen, Intrigen, Fehlentscheidungen und Verschwörungen ungeahnten Ausmaßes. Eine Enthüllung jagt die Nächste und es wird einfach nie langweilig. Generell flogen die Seiten nur so dahin und kaum hatte ich das Buch angefangen, war es auch schon wieder beendet. Das Ende kam für mich etwas zu plötzlich und ich hätte mir gerne noch mehr Details dazu gewünscht, wie das Leben um Chris und seine Leute weiter geht. Alles in allem war es jedoch ein Abschluss, mit dem ich persönlich leben kann.
Chris wird auch in diesem Teil wieder als Spielball von höheren Mächten verwendet. Er kann zwar bis zu einem gewissen Grad eigene Entscheidungen treffen, doch diese werden ihm immer wieder regelrecht aufgezwungen. Selene ist in diesem Band etwas in den Hintergrund geraten, was ich persönlich etwas schade fand, da ich ihren Charakter sehr gemocht habe. Jenna und Chris müssen eine Krise überstehen, wobei Jenna wie immer einfach wundervoll ist und sehr erwachsen reagiert. Neben den alt bekannten Charakteren lernen wir auch noch einige neue Personen kennen, die auch nochmal ordentlich Stimmung rein bringen. Generell gefielen mir die Protagonisten wie auch im vorigen Teil sehr gut und das Wiedersehen war einfach toll. Die Charaktere entwickeln sich weiter und sind immer wieder für eine Überraschung gut. Neben den Katastrophen und der Frage: ,,Wie sollen wir auf so einer Welt weiterleben?“, beschäftigen sich die Charaktere vor allem mit ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft mit oder eben ohne einander.
Positiv aufgefallen ist mir auch, dass die Verbrecher aus dem ersten Teil wieder vor kamen und man auch erfahren hat, wie es mit ihnen weiter gegangen ist. Allgemein habe ich die Stimmung im Buch jedoch als ziemlich hoffnungslos empfunden, da einem relativ schnell klar wird, dass manche Dinge einfach nicht mehr aufgehalten werden können oder wieder gut zu machen sind. Ich hätte gerne noch mehr von dieser Welt gelesen, da ich die Ideen und überraschenden Wendungen durchwegs als gelungen empfand, doch leider handelt es sich hierbei um den letzten Teil. Neben jeder Menge Action, Spannung, sowie Überraschungen, gibt es 2 kleine Kritikpunkte die ich gerne noch anbringen möchte. Mich persönlich hat es etwas gestört, dass Chris bei jeder noch so gefährlichen Mission ,,alleine“ hin geschickt wird. Teilweise kamen mir seine Aufträge sinnlos vor, insbesondere in dem Hinblick, mit welcher Art von Katastrophen er es zu tun bekommen hat. Ein oder wenige Menschen, egal welche Fähigkeiten sie auch haben, machen hier einfach keinen Unterschied. Ich hätte es besser gefunden, wenn man sich auf das ,,Überleben“ an sich konzentriert hätte, statt auf diese ,,sinnlosen" Rettungsaktionen. Der andere Kritikpunkt war, dass sich einige Aktionen aus dem ersten Teil wiederholt haben. Zu Beginn wurden wie im ersten Teil die Ursachen für die Probleme bekämpft, doch dies wurde plötzlich ohne nähere Begründung einfach aufgegeben. Statt die Quellen allen Übels zu suchen und zu vernichten, wurde sich kurzweilig um Schadensbegrenzung bemüht. Auch die Flucht an einen vermeintlich sicheren Ort wurde wie im ersten Teil angetreten, obwohl sich bereits gezeigt hat, dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann. Das wären die einzigen Punkte die ich kritisieren würde und diese haben mich im Lesefluss aber nicht gestört. Wie heißt es doch so schön? Geschmäcker sind verschieden und es sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich fand die Fortsetzung prinzipiell rundum gelungen, da der Schreibstil der Autorin flüssig und gut zu lesen ist. Die Protagonisten sind wie im vorigen Band wieder äußerst sympathisch und erhalten genug Freiraum, um sich persönlich nochmal weiterzuentwickeln.
Ich kann das Buch für alle Fans von Endzeitgeschichten weiterempfehlen, insbesondere wenn man den Vorgänger bereits mochte. Ich danke der Autorin und dem Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars (hat meine Meinung nicht beeinflusst) und für die actiongeladenen Lesestunden. Ich habe das Buch in einem Rutsch durch gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Story rund um Chris nun letztendlich endet. - Krystyna Kuhn
Das Tal - Das Erbe
(225)Aktuelle Rezension von: seelenseitenNun ist es so weit: Der Kreis der Antworten schließt sich so langsam.
Die Handlung dieses Teils ist unglaublich spannend.
Manchmal wusste ich gar nicht, ob ich mich in der Gegenwart oder in der Vergangenheit befinde.
Krystyna Kuhn hat die gegenwärtigen Geschehnisse am Grace College so gut mit Davids Flashbacks verbunden, dass ich das Gefühl hatte live dabei zu sein.
Mehr werde ich hierzu nicht sagen, weil die Handlung in diesem Teil viel von seiner Spannung lebt und die möchte ich nicht vorwegnehmen.
Dadurch, dass dieser Teil Davids Vergangenheit behandelt, wissen wir endlich wie die Vergangenheiten aller acht Studenten aussehen und was sie ins Tal gebracht hat.
Mittlerweile sind schon ein paar Zusammenhänge zu erahnen, aber letztendlich fehlen noch die Antworten auf die Fragen rund ums Tal und wieso ausgerechnet diese acht Studenten so wichtig sind.
Ich denke die letzten beiden Teile werden diese Fragen beantworten können. - Mathias Weber
Die Kinder-Themen-Bibel
(10)Aktuelle Rezension von: isabellepf"Die Kinder-Themen-Bibel" mit Illustrationen von Mathias Weber, ist eine Kinderbibel zu Lebensfragen, in der Anforderungen des Alltags von Kindern unter die biblische Lupe genommen.
Warum werden Menschen krank und sterben? Wiese gibt es streit und Krieg auf der Welt? Und warum gibt es immer wieder Momente in denen man Angst bekommt?
In zahlreichen Begegnungen mit Kindern, haben die beiden Pfarrerinnen und Autorinnen Susanne Jasch und Kristina Schnürle, kindliche Nöte, Bedürfnisse und Wünsche zusammengetragen. Entstanden ist eine wundervolle Themen-Bibel mit biblischen Geschichten, in denen Themen aufgegriffen werden, die junge Menschen tatsächlich bewegen. Hierbei sind die Geschichten nicht in der Reihenfolge wie sie in der Bibel zu finden sind sortiert, sondern in drei Rubriken untergeordnet - "Du" "Du und die Anderen" und "Du und die Welt". Jeder Abschnitt beginnt mit einem Psalm in kindgerechter Sprache. Die einzelnen Geschichten sind auf Augenhöhe von Kindern, gut verständlich formuliert. Auch der Schreibstil liest sich sehr angenehm, leicht und fliessend.
Zauberhaft grosse und sehr liebevoll im Detail gezeichnete Illustrationen von Mathias Weber, unterstreichen die Bibelgeschichten. Sehr gut gefallen haben uns ebenfalls die Post-it ähnlichen Zettel auf denen Fragen, Anregungen zum Nachdenken und Wünsche für das gemeinsame Gespräch, notiert sind.Insgesamt macht es richtig grossen Spass die einzelnen Themen und Geschichten zu lesen.
Insgesamt eine richtig toll und empfehlenswerte Themen-Kinderbibel, wunderhübsch bebilderte mit Lebensfragen für Kinder.
- Lucia Jay von Seldeneck
Komm tanzen!
(15)Aktuelle Rezension von: VioKarLineEin lauer Sommerabend, alte Freunde und neue Bekannte haben sich am Wannsee versammelt, um das Leben zu feiern und eine gute Zeit zu haben. Die Stimmung ist großartig, der Alkohol fließt zu späterer Stunde in Strömen und auch Drogen werden konsumiert. Nach der Isolation durch die Coronapandemie möchte die Partygesellschaft wieder ausgelassein feiern. Alles könnte so unbeschwert sein, wäre da nicht Jona, der Sohn einen sich auf der Party befindenden Paares alleine zu Hause. Dieser hat panische Angst vor dem Klimawandel und meint sogar, dessen Auswirkungen bereits körperlich zu spüren. Als einige Partygäste zu einem nächtlichen Bootstrip aufbrechen, kippt die Stimmung…
Die Autorin schreibt durchaus fesselnd über einen Abend und beschreibt den Großteil der Charaktere auf vielschichtige und nahbare Art und Weise. Durch den Prolog ist die Story jedoch leider etwas zu vorhersehbar und verliert dadurch einiges an Spannung. Auch durch den vermehrten Einsatz von Rückblenden kommt der Roman leider ab und an zum Stillstand und der/die LeserIn ist nicht mehr gefesselt. Dennoch werden die beiden Erzählstränge des Buches auf interessante Art und Weise miteinander verwebt und bieten durchaus die Möglichkeit zum Nachdenken. Wer Lust auf einen sprachlich spannenden Roman mit offenem Ende hat, dem sei dieses Buch empfohlen! :)
- Tankred Stöbe
Mut und Menschlichkeit
(4)Aktuelle Rezension von: LovingfictionDie verschiedenen Auslandseinsätze, die Stöbe in seinem Buch beschreibt, gehen ausnahmslos unter die Haut. Doch obwohl er oftmals von tragischen Schicksalen berichtet, schafft Stöbe es auch positive Worte zu finden und ermutigende Botschaften zu formulieren. Außerdem ist sein Schreibstil geprägt von Feingefühl- Stöbe vermag es einfach den richtigen Ton zu treffen.
Definitiv ein absolut lesenswertes Buch voller wichtiger Themen und berührenden Geschichten.
- Noah Richter
2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt
(98)Aktuelle Rezension von: Pascal_MaessIch habe dieses Buch bewusst als kleinen Blockbuster für zwischendurch gewählt – ohne große Erwartungen an Tiefe, sondern eher mit dem Wunsch nach einem rasanten Thriller, der sich gut weglesen lässt. Und genau das liefert 2,5 Gradzunächst auch: kurze Kapitel, ein flüssiger Schreibstil, viele Szenenwechsel – man ist direkt in der Geschichte drin und das Tempo bleibt hoch. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Das Buch will zu viel und scheitert genau daran.
Was von Anfang an auffällt, ist die starke Oberflächlichkeit der Figuren. Zwar werden Leela und Jakob mit Hintergrundgeschichten ausgestattet – Leelas Eltern, Jakobs familiäre Vergangenheit –, aber diese Elemente bleiben skizzenhaft, emotionslos und vor allem: plötzlich. Der Vater ist alkoholkrank, die Mutter streng religiös – das wird einfach so hingeworfen, ohne Aufbau, ohne Tiefe. Auch Leelas Beziehung zu Mackenzie entsteht aus dem Nichts. Es wirkt beinahe wie ein Dialog aus einem schlecht geschriebenen Jugendfilm: „Hallo.“ – „Hallo.“ – „Willst du meine beste Freundin sein?“ – „Ja, will ich.“ Übertrieben gesagt, aber so fühlt es sich an. Die emotionale Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke.
Ein größeres Problem zeigt sich dann im weiteren Verlauf: Das Buch ist maßlos überladen. Die Geschichte umfasst nicht nur die Klimakrise, sondern auch einen Nazi-Coup in Deutschland, eine mysteriöse Sekte, eine Flüchtlingsrettung, internationale Geheimdienste, religiöse Heilerinnen, Geistererscheinungen und eine globale Medienkampagne. Jeder einzelne dieser Handlungsstränge hätte ein eigenes Buch füllen können – hier aber rauscht man durch alles durch. Innerhalb weniger Seiten wird Leela zur Schlüsselfigur einer Weltrettungsbewegung, die Guardians sterben gefühlt im selben Kapitel, in dem man sie kennenlernt, und der große Anschlag am Ende wird auf wenigen Seiten abgewickelt. Kapitel schrumpfen zum Schluss auf halbe Seiten, teilweise besteht ein Kapitel nur noch aus einem Absatz.
Was völlig fehlt, ist ein Gespür für Zeit. Wochen und Monate vergehen – aber weder sprachlich noch emotional spürt man das. Entwicklungen passieren wie im Zeitraffer. Auch die emotionale Bindung der Figuren untereinander bleibt aufgesetzt und wirkt mechanisch. Besonders enttäuschend ist, dass sich das Buch irgendwann immer weiter vom eigentlichen Thema – dem Klimawandel – entfernt. Statt sich auf die Ängste, Folgen und Abgründe dieser Krise zu konzentrieren, driftet die Story immer weiter ab: zur Sekte, zu mystischem Heilen, zu Visionen und übersinnlichen Momenten. Moses erhält Ratschläge von seiner toten Tochter. Eine junge Frau wird mit einem Amulett von ihren seelischen Schmerzen befreit. Und Leela wird am Ende durch eine inszenierte Ohnmacht zur Heldin – inklusive Applaus. Das ist nicht nur überzogen, das wirkt wie unbeabsichtigte Satire.
Dabei steckt in diesem Buch durchaus etwas Gutes: Die Darstellung der großen Ölkonzerne, ihre Verstrickung in politische Macht und Medien – das hat Gewicht. Dass Unternehmen wie Shell, Total oder BP namentlich genannt werden, ist mutig, und die Verbindung zu echten Recherchen ist nachvollziehbar. Leider werden diese relevanten Inhalte nur benutzt, um die Geschichte zu rechtfertigen, nicht, um sie wirklich zu erzählen. Man hat nie das Gefühl, dass das Buch dazu beitragen will, die Klimakrise emotional erlebbar zu machen. Stattdessen wirkt sie wie ein Aufhänger, um einen überfrachteten Actionthriller zu erzählen.
Unterm Strich bleibt ein Buch, das durchaus Potenzial gehabt hätte – als ernsthafte Dystopie oder als kluger Öko-Thriller. Doch es verzettelt sich in zu vielen Ideen, bleibt oberflächlich und überinszeniert. Der Versuch, alles in ein einzelnes Buch zu pressen, führt dazu, dass nichts wirklich trägt. Selbst als Blockbuster für zwischendurch war mir das am Ende zu viel des Guten – weil Quantität eben keine Qualität ersetzt.
- Judit Müller
To Keep You Safe
(52)Aktuelle Rezension von: Velaris_StarsEine Dystopie ohne viel Action und Drama. Mehr ein Kampf übers überleben. Passt sehr gut momentan. Aber auch so, ein Buch dass man lesen sollte. Da es auf jeden Fall aufregend und spannend ist.
hat echt Spaß gemacht über Hope und so zu lesen.
Schreibstil ist großartig. Wirklich. Die Autorin hat’s drauf.
allerdings hat mich die Beziehung zwischen zwei Charakteren nicht überzeugt. Sie kam schon rüber und so, aber die wäre nicht so nötig gewesen.Ansonsten bin ich gespannt was die Autorin noch schreibt.
Leseempfehlung!























