Bücher mit dem Tag "naturverbundenheit"

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42 Bücher

  1. Cover des Buches Elfenkuss (ISBN: 9783570401125)
    Aprilynne Pike

    Elfenkuss

     (1.042)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Laurel ist anders als die anderen. Wie anders wird ihr nur nach und nach bewusst.
    Laurel geht ganz neu in die Schule. Sie ist umgezogen und wurde bisher zu Hause unterrichtet. In der Schule findet sie in David und Chelsea neue Freunde. David geht mit ihr durch dick und dünn. Als ihr Vater plötzlich erkrankt steht er ihr unterstützend zur Seite.
    Warum hat sie so einen Drang nach ihrem alten Zuhause und wie kann sie verhindern, dass es verkauft wird? Kann der Junge aus dem Wald, Tamani, ihr dabei helfen?

    Elfenkuss hat ein wunderschönes Cover, das mich gleich angesprochen hat. Es wirkt mit dem Flügel, oder Blatt vor dem Gesicht schon elfisch.
    Die Geschichte geht gleich interessant los. Laurel scheint ein nettes Mädchen zu sein und braucht ein bisschen Unterstützung , um auf andere Menschen zu zu gehen. Da kommt David gerade recht. Er sagt was er denkt und nimmt sie gleich unter ihre Fittiche. Auch Chelsea ist erschreckend ehrlich, so dass Laurel gleich weis wo sie mit ihr dran ist.
    Als Laurel entdeckt das sie anders ist als andere steht ihr David unterstützend zur Seite. Es ist schön jemanden zu haben, mit dem man sich austauschen kann. Ich finde David sehr offen und herzlich .Ein Freund wie ihn sich so manche Mutter für ihre Tochter wünschen würde.
    Spannend wird es als der Vater von Laurel plötzlich erkankt und man nicht weiß ob er je wieder gesund wird. Das reißt eine Familie von heute auf morgen ziemlich runter, und wenn dann wie in den USA üblich nicht alle gesetzlich krankenversichert, sondern jeder privat versichert ist, kann solch ein längerer Krankenhausaufenthalt schon riesige Löcher in eine Familienkasse reißen.
    Da ist es gut, wenn man noch etwas hat was man veräußern kann, um diese Löcher zu flicken.
    Aber was wenn das nicht veräußert werden darf?
    Davon weiß nun ja aber nur Laurel näheres und die hat ganz schön zu kämpfen um alles zu retten.
    Wie gut das es da auch noch den Jungen aus dem Wald gibt. Tamani. Wie steht er zu Laurel? Kann er sich gegenüber David behaupten? Laurel steht zwischen den zwei Jungs und ist eigentlich von beiden auf ihre eigene Art und Weise angetan.
    Wie wird sie sich letztendlich entscheiden? Und was für Abenteuer muss sie noch bestehen?
    Alles in allem ein sehr gelungener Jugendfantasyroman, der auch mich als Erwachsene noch begeistern konnte.Ich bin schon gespannt wie es im nächsten Teil "Elfenliebe" weiter geht.

    Ich kann ihn für Leser, die sich ein wenig Träumereien um Elfen und ein Elfenland hingeben können, aber auch einen Kampf um das Bestehen des Reiches ertragen, auf jeden Fall wärmstens empfehlen.


  2. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse - Der große Bestseller als limitierte Schmuckausgabe (ISBN: 9783446268463)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse - Der große Bestseller als limitierte Schmuckausgabe

     (599)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Malerisch eingebettet in die Kraft der Natur fließt dieser Roman wie das Wasser daher. Ich habe dieses Buch genossen und war tief von der Geschichte um das Marschmädchen Kya berührt. Das Cover ist bunt gestaltet. Man erkennt eine Sumpflandschaft, welche typisch für den Landesteil von North Carolina ist. Im Hintergrund des Bildes ist ein Boot, sowie ein Steg erkennbar. Der Klappentext gibt eine kurze Inhaltsangabe für den Hintergrund, ohne den entscheidenden Inhalt bereits zu spoilern. In der Story geht es um das junge Mädchen Kya Clark, welche aufgrund verschiedener Schicksalsschläge innerhalb ihrer Familie allein im Hinterland in einer einsamen Hütte lebt. Sie versucht weitestgehend isoliert von der Zivilisation zu leben und vermeidet jeglichen Kontakt, welcher sich auf z.B. notwendige Einkäufe reduziert. Im Laufe der Zeit begegnet sie zwei jungen Männern, welche ihr Leben auf dramatische Weise beeinflussen bzw. verändern. Kann Kya ihr geliebtes Leben weiterleben oder wird sie sich ihrem Schicksal stellen müssen? Die Protagonistin ist eine auf den ersten Blick zarte und verletzliche Persönlichkeit, welche jedoch aufgrund der einzigen wahren Liebe zu der Natur einen immensen Überlebensdrang entwickelt hat. Stets mit dem notwendigen zufrieden schafft sie es allen Problematiken der Isolation, sowie des ausgeliefert sein mit der Natur zu trotzen. Trotz etlicher Schicksalsschläge gibt sie die Hoffnung niemals auf, weil sie nur eines im Leben möchte, im Einklang mit ihrer Heimat dem Marschland zu leben. Als wesentliche Nebenfiguren tauchen der junge Mann Tate, der junge Mann Andrew Chase sowie ihr Bruder Jodie, sowie der Ladenbetreiber Jumpin auf. Mir hat Jumpin in diesem Roman am besten gefallen. Stets auf der Seite von Kya trotz der üblen Nachrede innerhalb der Gemeinde hilft er ihr, wo er nur kann, obwohl es auch um ihn gerade finanziell und auch aufgrund seiner eigenen ethnischen Herkunft sehr schlecht bestellt ist. Seine Fürsorge und Unterstützung für Kya fand ich sehr bewegend und er ist mein zweiter Held neben Kya in diesem Buch. Die Erzählung findet auf zwei Zeitebenen statt und wechselt sich von Kapitel zu Kapitel dabei immer wieder ab. Der Aufbau der Geschichte ist sehr stringent und die Zeitsprüngen sind für den Leser meiner Meinung nach sehr gut nachvollziehbar. Die Spannung der Geschichte entwickelt sich im Laufe der Erzählung und erfährt eine dramatische Wendung. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, verspielt manchmal etwas verträumt und sehr gut lesbar. Hier haben die beiden deutschen Übersetzer Ulrike Wasel und Klaus Timmermann ganze Arbeit geleistet. Als Besonderheit ist noch eine Karte der wesentlichen Handlungsorte zu nennen, welche sich im Buchdeckel befindet. Der Roman richtet sich an alle Leserinnen und Leser, welche an einer wunderschönen Geschichte von Menschen und Natur interessiert sind. Mit einer Verschmelzung eines Menschen mit der Natur ist der Autorin ein wundervolles Erstlingswerk gelungen. Ich habe mich ein wenig an den Film Avatar erinnert gefühlt, in dem ein Volk auf einem anderen Planeten im Einklang und im Geiste mir ihrer Umwelt gelebt haben. Die Frage die sich mir dabei stellt. Was ist Heimat? Was ist Natur? Kya hat sie mir eindrucksvoll beantwortet. Ich habe noch viel nach Beendigung des Buches über Kya und die Marschlandschaft nachgedacht. Mein Fazit ist ich wäre gerne auch ein Tag mal ein Kind der Natur.

  3. Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)
    Martin Schörle

    »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Lyset

    Schon beim Anschreiben des Autors ob ich sein Buch gerne rezensieren möchte, war ich eher kritisch, doch nachdem ich die ersten Zeilen probelas, fand ich, als alte Theaterliebhaberin und Laienschauspielerin die Idee doch ziemlich gut und wollte, vor allem das erste Stück, gerne im Rahmen von kurzen Videos, künstlerisch umsetzen. 

    Ich fand das Stück rund um den sexistischen Beamten witzig und setzte es in mehreren Videos, Lesungen und Storys auf Instagram um. 

    Leider trennen wenige das Werk vom Autor und ich wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass man heutzutage das ganze Werk nicht unbedingt mit einem Augenzwinkern betrachten kann. 

    Auch andere, ehrliche Rezensionen bestärken leider dieses Bild. 

    Vielleicht ist solch ein Werk einfach nicht mehr Zeitgemäß und der Autor hätte die Ironie dahinter besser vermitteln sollen. 

    Stilistisch ist die Umsetzung einer Rede über Radiergummis in meinen Augen jedoch immer noch äußerst amüsant. 


  4. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (858)
    Aktuelle Rezension von: _sternenguckerin_

    Plötzlich ist die Wand da. Sie schneidet die Protagonistin von der ganzen Aussenwelt ab und lässt sie völlig allein zurück. Obwohl: Allein ist sie nie. 

    Luchs ist dabei, der Hund und eine Katze. Schliesslich findet irgendwann eine alleingelassene Kuh zu der Protagonistin und das Leben geht weiter. Das Leben geht weiter, obwohl alle Menschen plötzlich weg sind. Obwohl die Protagonistin auf sich allein gestellt ist. Obwohl das Leben nicht mehr so ist, wie es mal war. 

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    Ein sehr ergreifender und doch ruhiger Roman mit viel Tiefe. Besonders gefallen hat mir der liebevolle und verständnisvolle Blick der Protagonistin auf die Tierwelt und die Natur. Gerade in dieser Stille, die sich durch die eher eintönige Handlung ergibt liegt wahnsinnig viel Kraft und die zahlreichen unbeantworteten Fragen scheinen vom Leser oder der Leserin wissen zu wollen, was denn im Leben nn wirklich zählt.

  5. Cover des Buches Etta and Otto and Russell and James (ISBN: 9780241185865)
    Emma Hooper

    Etta and Otto and Russell and James

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Eines Tages macht sich die 82jährige Etta auf den Weg ans Meer, quer durch Kanada. Ihr Mann Otto bleibt zu Hause und versucht, alleine zurechtzukommen. Doch Etta vergisst allmählich Dinge, Otto erinnert sich an fast alles. Und dann ist da noch Russell, der Nachbar, der selbst in Etta verliebt war. Und James, ein Koyote, der Ettas Begleiter auf der Wanderung ist. Auf dem Weg erzählen sie ihr Leben: von der Liebe, vom Krieg und einer Farm in der staubigen Einöde Saskatchewans, vom Backen und vom Briefeschreiben.

    Emma Hoopers Roman mit dem langen Titel ist ein bezaubernder, ein leiser Roman, der sich nicht vieler Worte bedient. Manchmal erschließt sich die Bedeutung nicht direkt, viele Passagen sind näher an einem Traum als an der Realität, z.B. Ettas Unterhaltungen mit James. Die Autorin überlässt dem Leser die Entscheidung, was geschieht und was nicht. So ist das Ende sehr offen für verschiedene Interpretationen. Diese Unbestimmtheit der Erzählung war mir manchmal etwas zu viel des Guten und ich habe nach tieferen Bedeutungen gesucht. Ich habe viel über die Handlung nachgedacht und bin mir bei den phantastischeren Elementen immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Daher schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen.

    Die Sprache ist sehr spartanisch und auf das Wichtigste beschränkt. Trotzdem konnte mich die Erzählung vom ärmlichen Leben auf einer Farm, von der Beziehung von Etta mit Otto und Russell und von Ottos Erlebnissen in Europa im 2. Weltkrieg fesseln und zutiefst berühren. Letzten Endes kommt es bei „Etta and Otto and Russell and James“ wohl auch eher auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Erinnerungen der Charaktere als auf die äußere Handlung an. In dieser Hinsicht konnte mich das Buch überzeugen.
  6. Cover des Buches Das verbotene Eden 1 (ISBN: 9783426509401)
    Thomas Thiemeyer

    Das verbotene Eden 1

     (657)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    Da ich ein großer Fan von dystopischen Jugendromanen bin, wusste ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort, dass ich diese Trilogie lesen muss. »Das verbotene Eden 1 – David und Juna« von Thomas Thiemeyer wirkt auf den ersten Blick wie ein Klischee-Roman. Männer und Frauen hassen sich, ein Virus ist daran Schuld. Nein, danke. Aber wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat, merkt man, dass Thiemeyer eine richtig coole Welt in einem zerstörten Köln erschaffen hat. Es lohnt sich dieser Reihe eine Chance zu geben … besonders wenn man nicht so sehr auf Romanzen steht. Die lässt sich hier nämlich, entgegen meiner Erwartung, ganz schön viel Zeit.


    Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer ...


    In der Hardcover-Ausgabe findet sich vorne und hinten eine Karte (die ich echt liebe) und deren Hilfe man sich in der Welt sehr gut zurechtfinden kann. Die einzelnen Orte, die ›Regierungssysteme‹, die Kultur und Religion, all das wird vom Autor wirklich anschaulich beschrieben. Ohne Frage ein tolles Worldbuilding. Ich war fasziniert.


    Trotzdem war ich überrascht, wie lange es dauert, bis Juna und David sich begegnen. Ungefähr bis knapp zur Hälfte des Buches. Einerseits hat es die Spannung gesteigert, andererseits war es deshalb zwischendurch ein bisschen langatmig. Dann treffen sie endlich aufeinander und dann geht die Gefühlsentwicklung zwischen den beiden auf einmal durch die Decke. Ich glaube, in diesem Punkt hätte ich mir ein Mittelmaß gewünscht. Das Zusammentreffen der beiden etwas früher, dafür eine langsamere Gefühlsentwicklung.


    Ansonsten war die Handlung aber wirklich, wirklich spannend. Obwohl sich beide Parteien gegenseitig hassen, haben sie einige Jahre nebeneinander in einem politischen Übereinkommen verbracht, aber seitdem die Männer immer öfter dagegen verstoßen und brutal über die Frauendörfer herfallen, ringen die Geschlechter gegenseitig um die Vorherrschaft. Die Männer wollen die Frauen unterwerfen und sich so mit dem absichern, was die Frauen anbauen, während die Frauen die Männer fast ausrotten und nur wenige zur Erhaltung der Spezies am Leben lassen wollen.


    In all dem stecken Juna und David, von klein auf mit den Ideologien ihres Geschlechts gefüttert, und doch merken beide, dass das nicht der richtige Zustand sein kann. David ist da vor allem durch den Abt Benedikt seines Klosters und dem Lesen ›verbotener Schriften‹ wie Romeo und Julia geprägt, während Juna vor allem von ihrer Mutter beeinflusst wird. Es war spannend, mitzuverfolgen, wie beide allmählich in ihrem Denken etwas ändern, um dann füreinander einzustehen.


    Ihre Geschichte ist mit diesem Band beendet … der Kampf zwischen den Geschlechtern geht allerdings im nächsten Teil mit einem anderen Pärchen weiter und ich bin schon gespannt, was mich da erwarten wird.


    Fazit

    Das Buch bietet sehr viel mehr als der Klappentext vermuten lässt, daher lohnt es sich auf jeden Fall einen Blick hineinzuwerfen. Es ist spannend und behandelt nebenbei, wie wichtig es ist, sich seine eigene Meinung zu bilden und nicht blind der gängigen Ansicht zu vertrauen. Außerdem endet der Kampf zwischen den Geschlechtern hier nicht, sondern geht im zweiten Band in die nächste Runde. Ich bin schon sehr gespannt auf Logan und Gwen.

  7. Cover des Buches Die Honigtöchter (ISBN: 9783734102776)
    Cristina Caboni

    Die Honigtöchter

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Wenn jeder einzelne versuchen würde, mit ganz kleinen Schritten und ebenso kleinen Gesten seine eigene Welt zu verändern, dann würde sich die ganze Welt verändern."


    "Die Honigtöchter" ist ein sogenannter Frauenroman von der italienischen Autorin Cristina Caboni. Ich habe bereits drei Bücher der Autorin gelesen, bisher hat mir aber keines so gut gefallen wie dieser. Er sprüht über von Urlaubsgefühlen und Leidenschaft. Der wahre Schatz dieses Buches liegt in der Liebe fürs Detail.

    Inhalt: Angelica Senes ist eine Wander-Imkerin. Mit ihrem Kleinbus, einem Hund und einer Katze reist sie durch alle Welt, ohne festen Wohnsitz, ohne Drang auf eine Familie. Die Sesshaftigkeit ist nichts für sie, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Heimat Sizilien mit dem türkisblauen Meer und ihrer großen Liebe Nikola. Doch als ihre Patentante stirbt und ihr ein Cottage in ihrem Heimatort hinterlässt, muss Angelica zwanghaft zurückkehren und sich ihren Dämonen stellen. Allen voran Nikola, an den sie ihr Herz schon einmal verloren hat.

    Cover und Design: An und für sich finde ich das Cover des Taschenbuches recht hübsch und auch ansprechend für diese Art von Roman, jedoch verstehe ich nicht warum Zitronen gewählt wurden, anstatt Honig und Bienen. Da das Herz dieses Buches für die Imkerei schlägt, wäre es sehr viel passender, wenn auch das Cover dementsprechend gestaltet worden wäre. Ich mag aber die kartonierte Struktur des Taschenbuches, diese fühlt sich sehr viel besser an als mit beschichteter Folie überzogene Einbände.
    Jedes Kapitel beginnt mit der Beschreibung einer Honigart, mit deren Eigenschaften und Wirkungs- und Heilkräften. Mir haben diese Zusatz-Informationen unglaublich begeistert und die Imker-Leidenschaft der Autorin war sofort spürbar. Vor allem diese Liebe zum Detail hat dieses Buch für mich zu einem Highlight werden lassen.

    Meine Meinung: Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch wirklich sehr überrascht hat. Bei all dem tristen Winter-Wetter hatte ich Lust auf was sommerlich, leichtes, spritziges und bin so zu diesem Buch gekommen. Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen, aber bisher konnte mich noch keines so begeistern wie "Die Honigtöchter". Das Buch sprüht über vor Leidenschaft und einem ganz eigenen Zauber. Die Liebe zur Natur war auf jeder Seite spürbar und ich habe das Lesen dieses Buches wirklich genossen.
    Der Schreibstil von Cristina Caboni ist leicht, romantisch und flüssig zu lesen. Er unterscheidet sich aber vor allem in der Liebe zum Detail von herkömmlichen 08/15-Frauenromanen. Die Autorin gibt einen wundervollen Einblick in die Leidenschaft des Imkerns und mit einer kleinen erfundenen Insel in Sizilien schafft sie ein malerisches Setting, mit ganz eigenem naturverbundenen Zauber.
    Die Story beginnt langsam, mit dem Tod von Angelicas Patentante ändert sich dies aber schlagartig. Plötzlich wird sie gezwungen sich ihrer Vergangenheit mit all seinen Dämonen zu stellen und die Zwiespältigkeit der Protagonistin wurde sehr anschaulich und überzeugend dargestellt. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ihre Liebe ist das Imkern und man konnte sofort merken, dass dies auch eine wichtige Rolle im Leben der Autorin einnimmt, was sie im Nachwort dann auch bestätigt. Die Leidenschaft für dieses Hobby war wirklich auf jeder einzelnen Seite spürbar. Eigentlich hat mich die Imkerei bisher nicht wirklich interessiert, die Autorin hat diesem Hobby aber einen so wundervollen und zauberhaften Glanz verliehen, dass ich jede Seite geliebt habe. Auch die Kraft der Natur und Feminismus spielen eine große Rolle in diesem Roman und wurden wunderbar in die Geschichte eingewoben.
    Ohne ein bisschen Romantik und Tragödien geht es natürlich nicht und so gibt es auch eine Love-Story und Familiengeheimnisse, die das Buch spannend und auch dramatisch werden lassen.

    Die eingebaute Liebesgeschichte war schön, aber der wirkliche Zauber des Buches lag in der Leidenschaft zur Natur und der Selbstfindung. Ein wundervoller Roman für Zwischendurch mit ganz viel Liebe zum Detail. Zauberhaft, malerisch und sehr naturverbunden - mich konnte dieser Roman auf ganzer Linie überzeugen und es hat sich überraschenderweise zu einem Highlight entwickelt. Sehr empfehlenswert, auch wenn man seine Liebe zum Imkern noch nicht entdeckt hat. 😉

  8. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783442306312)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (484)
    Aktuelle Rezension von: rica

    Marlon Morgan hat sich folgende Geschichte ausgedacht und dann als wahren Erlebnisbericht vermarktet: Sie fliegt beruflich nach Australien, wobei sie betont, wie erfolgreich und gut gekleidet sie ist. Dort wird sie von Aboriginies entführt, die sie auserkoren haben, mit ihnen auf eine traditionelle Wanderung quer über den Kontinent zu gehen. Dabei lernt sie begeistert die naturverbundene Kultur und die Fähigkeiten dieses letzten echten Aboriginiesstammes kennen und trägt später deren spirituelle Botschaft hinaus in die Welt.

    Sprachlich ist das Buch nicht sonderlich gut geschrieben. Die Aboriginies werden als einzelne Personen kaum charakterisiert und in erster Linie als freundliche, weise Fremde dargestellt. Die Ich-Erzählerin wirkt, obwohl sie vermutlich die Identifikationsfigur sein soll, größtenteils oberflächlich, unreflektiert und teilweise selbstherrlich. Ihr Erkenntnis aus der Reise, dass Natur schützenswert ist und weder Geld noch Äußerlichkeiten das Wichtigste im Leben sind, ist auch nichts Neues und in manch anderen Büchern besser verpackt.

    Da das Buch nicht gut geschrieben ist, habe ich es aus dem Interesse heraus weitergelesen, etwas über die Lebensweise von Aborigines zu erfahren. Dafür ist es naturlich ungünstig, dass alles an diesem Buch erfunden ist, es weder den beschriebenen Stamm, noch diese Reise je gegeben hat, beschriebene Rituale fiktiv sind und dementsprechen hier nicht nur kein Wissen, sondern falsche Vorstellungen über Aborigines vermittelt werden. 

    Leider ist die Autorin durch den Erfolg des Buches in der Wahrnehmung Vieler wirklich zu einer Botschafterin der Aborigines geworten und hat sogar Vorträge gehalten. Allerdings haben Aborigines Morgan nie erlaubt, geschweigedenn sie gebeten, in ihrem Namen zu sprechen. 

    Im Gegenteil, es gab eine von Aborigines gestartete Nachforschung, da niemandem der beschriebene Stamm oder ihre Rituale etc. bekannt waren und auch andere Teile der Geschichte Fehler aufwiesen (z.B. Tierbegegnungen an Orten, an denen es diese Tierarten nicht gibt; Münzen, die es im australische Dollar nicht gibt...). Sie kamen zu dem Schluss, dass Morgans Darstellungen nicht der Wahrheit entsprächen und die Falschdarstellung ihrer Kultur ihrem (noch heute andauernden) Bemühen nach mehr kultureller und politischer Anerkennung schade. 

    1996 reiste eine Aborigines Kommission in die USA um mit der Autorin zu sprechen. Morgan gab zu, die Geschichte frei erfunden zu haben. Seit dem publiziert sie sie aber weiterhin als implizit wahre Begebeneit.

    Leider bin ich erst bei meiner Recherche im Anschluss an das Buch auf all das gestoßen, sonst hätte ich es nie gelesen.

  9. Cover des Buches Geschichten aus Nian - Lindenreiter (ISBN: 9783947086511)
    Paul M. Belt

    Geschichten aus Nian - Lindenreiter

     (51)
    Aktuelle Rezension von: puppetgirl

    Der erste Teil des Nian- Zyklus, führt uns in diese ganz eine kleine Welt, die sich der Autor da überlegt hat. Doch ist sie gar nicht so anders, als unsere eigene Welt, denn dort gibt es Menschen und Tiere, die einfach viel kleiner sind als wir. Aber die Pflanzen und die restliche Landschaft, sind wie unsere Welt. Ob diese kleinen Geschöpfe irgendwo da draußen sind und wir sie einfach gar nicht wahrnehmen? Fliegen sie vielleicht auf einem Lindenblatt an uns vorbei und wir merken es gar nicht, weil unsere Aufmerksamkeit durch den Alltag viel zu sehr geschwunden ist? Man weiß es nicht.
    Das Cover passt wunderbar zur Geschichte. Wir haben die Landschaft vor uns, so wie wir sie kennen und dann eben den Schatten von einem Lindenreiter oder sollte ich lieber Silhouette sagen? Die Stimmung des Covers ist für mich ein angenehmer Herbsttag, der am Ausklingen ist. Gern würde ich an diesem Fluss stehen und mir diese Landschaft ansehen. Aber wäre es nicht sogar noch toller, eben dieser kleine Lindenreiter zu sein, der auf dem Blatt fliegt und sich alles betrachten kann?

    In diesem ersten Teil erfahren wir etwas über die Legende der Lindenreiter und was sie über die Jahre in Nian bewirkt hat. Zudem haben wir zwei Geschichten, die wir verfolgen dürfen. Da wäre Kai, der eigentlich nur Urlaub mit seiner Familie machen wollte und dann in ein Unglück gerät und so einiges erlebt. Die Riesen, die alle nur noch für einen Mythos gehalten haben, tauchen auf und so beginnt seine Reise. Danach begleiten wir Lia und auch sie hat so einige Erlebnisse mit der Natur, die ich wunderbar beschrieben finde.

    Der Autor spricht das innere Kind an und so war ich wirklich froh mich auf dieses Buch eingelassen zu haben. Denn mein eigenes inneres Kind möchte öfter mal an die Oberfläche und muss sich gerade in der heutigen Zeit immer wieder zurücknehmen, da es ja im Berufsleben doch sehr unpassend sein kann. Doch in diesem Buch konnte man wieder Träumen. Oft habe ich das Buch abgelegt und mir die Bäume vor dem Fenster angeschaut oder den Bienen dabei zugesehen, wie sie ihren Nektar sammeln. Wenn man sich auf dieses Buch einlässt, nimmt man vielleicht mal wieder eine kleine Auszeit und betrachtet die Natur deutlicher, als vielleicht im Stress des Alltags. Eine weitere gute Seite hat dieses Buch, denn ich finde die Geschichten super zum Vorlesen. Hin und wieder sind selbstgezeichnete Illustrationen enthalten, die einem nochmal den Text bildhaft vor Augen führen. Zudem schreibt der Autor in einer sehr bildhaften Sprache und die Bäume, die Gräser und das Wasser haben ihre eigene Sprache, die es zu einem fantastischen Erlebnis machen können, wenn man das Buch aufschlägt und daraus vorliest. Durch die Unglücke, die vielen erst passieren müssen, damit sie auf ihren Instinkt und die Stimme in sich hören, wird es nicht langweilig auf diese Reise durch die Gegenden von Nian zugehen. Denn es gibt so einige Aufgaben zu erledigen und dabei lernt man noch so einiges, denn auch unsere kleinen Freunde haben noch vieles im Umgang mit anderen zu lernen.

    Von mir gibt es eine deutliche Empfehlung für alle, die dem Alltag entfliehen wollen, ihr eigenes inneres Kind mal wieder rauslassen wollen oder denjenigen, die gern eine Geschichte mit ihren Kindern lesen! Ich werde diesen Zyklus weiterverfolgen, da es eine wunderbare Lektüre ist um aus dem Alltag zu entfliehen.

  10. Cover des Buches Gesang der Fledermäuse (ISBN: 9783311150039)
    Olga Tokarczuk

    Gesang der Fledermäuse

     (30)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Auf dem abgelegenen Hochplateau nahe der Grenze zu Tschechien kann es im Winter sehr unwirtlich erden. Die meisten Bewohner des Plateaus sind nur in den Sommermonaten da, doch Janina Duszejko und zwei weitere Nachbarn halten ganzjährig die Stellung. Doch plötzlich stirbt einer der beiden; ein aus naheliegenden Gründen Bigfoot genannter, grantige Wilderer. Und sein Tod zieht einen ganzen Rattenschwanz an Ereignissen nach sich, die Janinas weitestgehend ruhiges Leben ganz schön durcheinanderbringen.

    Als erstes möchte ich direkt über Janina sprechen. Die ist als Hauptfigur nämlich eine Wucht! Sie ist forsch, empathisch und klug. Als ältere Dame mit einer Leidenschaft für Astrologie und streitbare Jagdgegnerin wird sie oft als schrullig oder verschroben abgetan, aber das ist sie ganz und gar nicht! Sie macht diesen Roman lebendig, mit ihrem liebevollen wie kritischen Blick auf die Menschen. Mit ihrem Gespür für die Natur. Mit ihrer manchmal nervigen Art und ihrer genauen Beobachtungsgabe. Mal muss man über sie schmunzeln, mal möchte man mit ihr weinen.

    Olga Tokarczuk ist eine Mischung aus Krimi, Gesellschaftskritik und Außenseiterroman gelungen, der in einer schönen, runden Sprache daherkommt, wie es einer Nobelpreiträgerin würdig ist. Auch wenn ein paar Leichen auftauchen, kommt „Gesang der Fledermäuse“ eher ruhig und bedächtig daher. Mal etwas skurril, mal rätselhaft und immer mit einem märchenhaften oder verträumten Touch.

    Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir am Ende zu viel erklärt wurde. Das hätte ich gar nicht gebraucht. Ein bisschen selbst denken kann man dem Leser abverlangen. Obwohl der Roman den Leser an anderer Stelle – bestenfalls – sehr zum denken bringt. Wenn es nämlich um den Umgang mit anderen Lebewesen geht. Oder um den Respekt gegenüber älteren oder nicht ganz so privilegierten Menschen. Die Welt wäre eine besser, wenn wir alle ein bisschen mehr wie Janina wären.

    Insgesamt bin ich sehr begeistert von diesem Roman und freue mich schon darauf, bald mehr von Tokarczuk zu lesen. Mit dem wundervollen Cover des Kampa-Verlags ist „Gesang der Fledermäuse“ ein kleines Schmuckstück in meinem Regal, das mir seiner Sprache, seiner Botschaft und seiner phantastischen Hauptfigur zum mehrmals lesen einlädt.

  11. Cover des Buches So klingt dein Herz (ISBN: 9783596522491)
    Cecelia Ahern

    So klingt dein Herz

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Als Laura und Solomon sich das erste Mal treffen, fühlen sie sich sofort wie magisch zueinander hingezogen. Doch auch Solomons Freundin Bo ist wahnsinnig interessiert an der jungen Frau, die bis zu diesem Zeitpunkt im Verborgenen gelebt hat und von deren Existenz nur eine Handvoll Menschen wussten. Und alle sind inzwischen verstorben. Außerdem hat Laura ein einzigartiges Talent: Sie kann jedes Geräusch, das sie mal gehört hat, nachahmen. Egal, ob es das Zwitschern eines Vogels ist oder das Geräusch einer Kaffeemaschine oder eine Bohrmaschine.

    Bo, die als Regisseurin immer auf der Suche nach einer guten Idee ist, möchte unbedingt eine Dokumentation über Laura machen. Solomon ist eher dagegen, aber Laura stimmt zu (wenn auch nicht ganz freiwilliig). Bald darauf kommt Laura mit Solomon und Bo nach Dublin, wo sie einer Vielzahl neuer Geräusche und Eindrücke ausgesetzt ist. Bo bringt sie sogar in einer Casting-Show unter. Und nun zeigt sich, wie Laura zum gefeierten Star wird, der durch die Welt gejettet wird. Doch dann kommt der tiefe Fall...

    Ich habe schon einige Bücher von Cecilia Ahern gelesen, aber dieses hier hat mich mal wieder zu 100% begeistert. Ich war absolut fasziniert von Laura und jedem ihrer Geräusche. Auch wurde mir dabei niemals langweilig, wenn sie wieder welche gemacht hat. Im Gegenteil!

    Außerdem finde ich es super, wie das Buch nicht nur die schönen Seiten vom Berühmtsein zeigt, sondern auch kein Blatt vor den Mund nimmt wie die Schattenseiten aussehen. 

    Eine ganz klare Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Dancing with Bees (ISBN: 9783706626804)
    Brigit Strawbridge Howard

    Dancing with Bees

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Loralora

    Das Buch "Dancing with bees" von Brigit Strawbridge Howard istein außergewöhnliches Buch einer Bienen Liebhaberin für Bienen Liebhaberinnen und Bienen Liebhaber. Der Untertitel „meine Reise zurück zur Natur“ lässt schon erahnen, dass es sich hier nicht um ein streng wissenschaftliches Nachschlagewerk handelt, sondern um eine sehr persönliche Zugangsweise zu der Gruppe der Bienen. Die Autorin berichtet von persönlichen Beobachtungen und Begegnungen mit unterschiedlichsten Wildbienenarten. Gleichzeitig merkt die Leserin bzw der Leser bald, dass die Autorin eine Fülle an Wissen zusammengetragen hat über diese interessante Tiergruppe. Sehr kenntnisreich und Detail verliebt beschreibt sie Verhaltensweisen unterschiedlichster Wildbienenarten und weckt somit die Lust auf entsprechende eigene Beobachtungen in dem eigenen Garten oder in nahegelegenen Wald oder Feldfluren. Eine sehr sympathische Herangehensweise, die wirbt für Naturverbundenheit und die Liebe für Details in der Natur, zu der wir alle auch gehören.
    Das Buch ist mit vielen Aquarellen wunderschön gestaltet. Die wertige Aufmachung als Hardcover mit Lesebändchen und die Verwendung von umweltfreundlichem Papier gefallen mir sehr und passen zum Löwenzahn Verlag, von dem ich das gewohnt bin.. Ich bin beim örtlichen NABU aktiv und verbringe sehr viel Zeit in der Natur. Gerne lese und rezensiere ich auch Bücher die mit Naturbeobachtung zu tun haben, daher hat mich "Dancing with bees" sehr angesprochen und das Buch ist tatsächlich auch eine wunderbare Erzählung über eine Frau die schrittweise die Naturbeobachtung für sich entdeckt und dabei vieles erlebt.

  13. Cover des Buches Das Erbe der Rauhnacht (ISBN: 9783752839944)
    Birgit Jaeckel

    Das Erbe der Rauhnacht

     (21)
    Aktuelle Rezension von: VelumSanguine

    Ich bin eher geplant-zufällig über dieses Buch gestolpert.
    Es war eine einfallsreiche Aktion auf Facebook, bei der eine bunte Ansammlung von Autoren die eigenen Werke vorstellten - die wunderbare Birgit Jaeckel hatte mich mit dem ausgewählten und von ihr vorgelesenem "Textfitzelchen" gleich am Haken. 

     

    Die Geschichte beginnt in unserer Zeit und nimmt einen sofort gefangen, düster mit einem mulmigen Gefühl, welches einen prüfend spannt wie den Bogen einer Sehne.

    Ein alter kranker Mann, der sich für Knecht Ruprecht hält und dringend Hilfe zu brauchen scheint trifft auf Sophie, welche sich zumeist recht merkwürdig, fast schon alarmierend verhält.

    Es ist ein im Wald versteckt liegender, beinahe vergessener Hof und so entschließt sich Sophie den Alten aufzupeppeln.
    Sträubt sie sich anfangs noch, sich ernsthaft um ihn zu kümmern, findet sie in ihrer eigenen Verlorenheit doch so etwas wie einen Freund in ihm. 

    Ohne das sie es weiß, macht er ihr ein besonderes Geschenk... eine Geschichte.
    Seine Erzählung katapultiert uns zurück ins 16. Jahrhundert und erzählt uns von einem jungen, starken Knecht und seinem Weg... einem Weg voll Schmerz, aber auch voll Ehrbarkeit und Magie.
    Doch ist das nicht sein einziges Geschenk für Sophie....

     

    Der Schreibstil
    Ist aus meiner Sicht super, nicht zu kompliziert, aber auch nicht plump - perfekt um die Geschichte "einzusaugen".

     

    Cover:
    Es ist winterlich-kühl in der Farbgebung und strahlt eine etwas düster-mysteriöse Atmosphäre aus.

     

    (meine) Moral der Geschichte:
    Es ist egal, was einem selbst zustößt, man kann nur wirklich glücklich werden, wenn man sich immer selber treu bleibt...auch dann wenn es Opfer mit sich bringt.
    Der leichte Weg mag verlockend sein, doch der richtige Weg ist der Einzige, der sich lohnt überhaupt erst eingeschlagen zu werden. 

    Ungerechtigkeiten wird es immer und überall geben, deswegen sollte man sie trotzdem nicht einfach hinnehmen.

     

    Gesamteindruck:

    Es ist eine echte Kunst die Gegenwart, die Vergangenheit und magischen Mythen auf eine Art zu verweben, wie es diese Autorin geschafft hat.
    Auf die Wendung am Ende war ich wirklich nicht gefasst, es hat die Geschichte aber perfekt abgerundet und mich nicht nur erstaunt, sondern tief berührt.

     

    Fazit:
    Ein Muss für winterliche Abende, welches schlussendlich selbst einem Mann die Tränen in die Augen treiben wird.

  14. Cover des Buches Sehnsucht auf blauem Papier (ISBN: 9783426515570)
    Julia Fischer

    Sehnsucht auf blauem Papier

     (29)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Millicent ist Heilpraktikerin. Von anderen wird sie dank ihrer besonderen Begabung manchmal „Hexe“ genannt. Hausarzt Dr. Paul Ebner schätzt ihre besondere Heilkunst bei schwierigen Fällen und tauscht sich gern mit ihr aus - ohne zu wissen, dass sie seit Jahren in ihn verliebt ist. Als seine geliebte Frau Emma nach 30 Jahren guter Ehe tödlich verunglückt, will Millicent ihm beistehen. Schließlich weiß sie aus eigener Erfahrung, in welchem Loch man sich nach dem Tod geliebter Menschen befindet. Ein Jahr lang schreibt sie ihm täglich einen Brief, in den sie ihre eigenen Erfahrungen nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern einbaut.

    Als Leser erleben wir dieses Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen mit. Wir erfahren, wie Millicent arbeitet, wie sehr sie an der kleinen Marie hängt und wie sie ihr tägliches Leben gestaltet. Nebenbei wird auch erwähnt, wie ihr die Gespräche mit Paul fehlen. Der meldet sich nicht und quält sich von einem Tag zum nächsten. Lange nimmt er Millis Briefe gar nicht wahr, bis er den darin steckenden Trost entdeckt und sie gern liest.

    Die 1966 in München geborene Julia Fischer ist Schauspielerin, Hörbuchsprecherin und Autorin. Dies war der erste von bisher vier erschienenen Romanen. Sie hat sich der leichten Unterhaltung verschrieben.

    Ich habe das Buch Ende November zur Hand genommen und die Beschreibung des Todesmonats und der Vorweihnachtszeit sehr genossen. Für mich waren das die emotionalsten Abschnitte des Buches. Andere Zeiten dagegen hatten solche Längen, dass sie mir das Lesen etwas verleidet haben.

    Fazit: Ein netter Unterhaltungsroman mit guten Ideen, aber auch einigen Längen.

  15. Cover des Buches Die Flamme im Eis (ISBN: 9783959916257)
    Carina Schnell

    Die Flamme im Eis

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Lovetime

    Meine Meinung zu dem Buch:

    Dieses Buch war wunderbar atmosphärisch!

    Der Schreibstil der Autorin regt einen zum Träumen an und man spürt sofort, sobald man anfängt zu lesen, diesen ganz besonderen Vibe, der Märchen immer anhaftet. 

    Die Welt und die Orte, die Carina Schnell dort erschaffen hat, waren wunderschön und oft auch ziemlich unheimlich zugleich. Nicht nur einmal sind mir, während ich nur so durch die Seiten geflogen bin, kalte Schauer über den Rücken gelaufen und an das, was mich innerhalb dieses Buches alles an Geheimnissen erwartet hat, habe ich vor dem Lesen nicht mal im Traum dran gedacht und die Geschichte hält wirklich einiges an Spannung parat. Es war einfach nur beeindruckend!

    Die Charaktere und vor allem die Protagonistin Elena verleihen dem Buch richtig Leben und all die Fähigkeiten, die einige Menschen in der Geschichte haben, sind wirklich faszinierend. 

    Elena ist eine super starke junge Frau und besonders berührt hat mich die enge Verbindung, die sie zu ihrer Familie hat, vor allem in Hinblick darauf, was sie alles schon gemeinsam durchmachen mussten. Sie lässt sich nicht unterkriegen und auch die anderen Charaktere sind unglaublich gut ausgestaltet. Besonders die Königin, die es echt in sich hat kann ich nur sagen.

    Das Einzige, was meine Begeisterung für das Buch ein wenig vermindert hat, war, dass das Ende leider einfach viel zu schnell und plötzlich für mich kam. 

    Mein Fazit:

    Alles in allem hat mir das Buch aber sehr gefallen und ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne Märchenadaptionen liest.

  16. Cover des Buches Die Wunder von Little No Horse (ISBN: 9783351037864)
    Louise Erdrich

    Die Wunder von Little No Horse

     (17)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Die Geschichte von Vater Damian Modest ist skuril, poetisch, bizarr - einfach anders und nicht jeder Leser wird sie mögen.

    Er lebt in einem Reservat und ist nun am Ende seines Lebens bereit seine ungewöhnliche Lebensgeschichte zu offenbaren. Denn er ist kein Mann und Missionar, sondern eine Frau...

    Mit sprachlicher Wortgewalt erzählt die Autorin diese Geschichte. Sie beschreibt teils auschweifend, manchmal auch zu offen und leider auch stellenweise langatmig das Leben der Protagonisten. Mir war es zu viel und es konnte mich leider nicht so fesseln.

     Aber es ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Roman.

  17. Cover des Buches Herzensblicke (ISBN: 9783753425443)
    Livia Schwander

    Herzensblicke

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Mimi1977

    Ich habe ein Buch noch nie so langsam gelesen  wie dieses, jedes Wort wirkte nachhaltig und berührte mein Herz so tief, danke dafür. 

    Die drei Protagonistinnen sind eine Mutter, ihre Tochter und eine diese Konstellation transformierende, von unaufdringlicher Spiritualität durchwirkte Frau namens Delia, die sich gegenseitig ins Herz blicken und blicken lassen, dadurch erfolgt eine Reziprozität und Nähe, die mein Herz tatsächlich in diesem Buch gesucht und gefunden hat. Natürlich gibt es auch noch andere Figuren, die für gewisse Seelenverbindungen besondere Nähe und Tiefe stehen, das sollte der Leser aber selbst auf sich wirken lassen dürfen. Diese haben mich an meine eigene Vergangenheit erinnert und Erfahrungen nachhaltig geheilt, bezeichnenderweise im „ Ringelblumenweg“. 

    Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung des Buchs und weitere berührende Herzensmomente mit den Protagonistinnen und vor allem mit dieser wunder- voll, empathischen und nahbaren Autorin, deren tiefer Sinn es ist, damit die Herzen vieler Menschen zu berühren und sie in dieser so hoch transformierenden Zeit einander begegnen zu lassen, im realen und im fiktiven Leben, tausend Dank dafür. 

  18. Cover des Buches Mein Freund Pax (ISBN: 9783733500542)
    Sara Pennypacker

    Mein Freund Pax

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlenblog

    Inhalt

    Seitdem Peter den kleinen Fuchswelpen bei sich aufgenommen und ihn aufgezogen hat, sind er und Pax unzertrennlich. Fünf Jahre lang gehen sie gemeinsam durchs Leben, bis … Ja, bis es eines Tages nicht mehr möglich sein soll. Der Krieg ist ausgebrochen, Peters Vater soll an die Front, und Peter zu seinem Großvater. Ohne Pax. Ob das Freundschaftsband zwischen den beiden trotzdem hält?

    Rezension

    Freundschaftsbande

    Auf Pax habe ich mich schon sehr lange gefreut, denn ganz ehrlich – ich liebe Füchse! Und ich bin schon etwas neidisch auf den kleinen Peter, dass er einen Fuchswelpen für sich hatte. Ja, ganz klar, ein Fuchs ist ein wildes Tier und gehört in den Wald und in die freie Natur. Aber. Ein Fuchs! Daheim! 

    Doch auch für Peter endet dieser Traum jäh. Der Umzug zu seinem Großvater stellt ihn vor das größte Hindernis seines jungen Lebens: Er soll ohne seinen Freund gehen. Gemeinsam mit dem Vater entlässt er den Fuchs in die Wildnis, ganz auf sich allein gestellt, weder an das Leben noch an die Nahrung in der Natur angepasst. 

    Während sich Peter absolut nicht mit der neuen Situation anfreunden kann, seinen Freund Pax schmerzlich vermisst und sich schlussendlich auf den weten Weg nach Hause macht, um seinen Fuchs zu suchen, geschieht mit Pax allmählich etwas anderes. Diese Gegenüberstellung menschlichen und tierischen Verhaltens ist der Autorin wirklich gelungen, denn man fühlt sowohl mit Peter mit, der Verlust des Freundes schmerzt enorm, aber man kann auch Pax verstehen. Pax, der endlich das Tier sein kann, welches er schon immer gewesen ist, uneingezwängt, frei und voller Leben. Dass der Krieg um die beiden herumtobt, wird an mehreren Stellen drastisch klar. Dieses Buch zeigt nicht nur die Gefahren für uns Menschen bei einem Krieg, sondern auch die für das Tierreich – und das auf ungeschönte, teils brutale Art. Es ist wichtig, dass sich Kinder bereits damit auseinandersetzen, dass die DInge, die um uns herum geschehen, auch immer die Natur betreffen. Dass alles Handeln Konsequenzen mit sich bringt. 

    Fazit

    Ein sehr schönes Buch, welches Groß und Klein zum Nachdenken anregen kann, und das eine Freundschaft zeigt, die es so vermutlich nicht allzu oft gibt.

  19. Cover des Buches Die Hobis auf der Jagd nach dem Regenbogenblatt (ISBN: 9783948409012)
    Thomas Sterr

    Die Hobis auf der Jagd nach dem Regenbogenblatt

     (16)
    Aktuelle Rezension von: marjana_

    Inhalt:

    In diesem Abenteuer trifft man die drei Hobis, diese sehen aus wie Einhörnchen, nur größer und mit einem Bieberschwanz und leben im Wald. Da gerade Herbst ist, färben sie die Blätter bunt, doch müssen traurig feststellen das die meisten Menschen keine Augen für die strahlenden Farben haben, sondern lieber ins Handy hinein schauen oder Fotos von den Hirschen machen. Da kommen sie auf die Idee ein Blatt ganz besonders einzufärben, nämlich pink, schwarz und lila. Damit wollen sie wieder auf die Schönheit des Waldes aufmerksam machen. Schnell merken sie, dass das doch keine so gute Idee ist, denn sie müssen das Geheimnis von der Existenz der Hobis schützen. Doch da ist es schon zu spät und die Jagd nach dem Regenbogenblatt beginnt.

    Meine Meinung:

    Das Cover gefällt mir sehr gut, es zeigt die Hobis und das Regenbogenblatt und hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Buch hat mich in den Herbst entführt und es war toll über die kreative Entstehung der bunten Blätter zu lesen. Die drei Hobis sind liebenswert und man merkt das sie zusammen durch dick und dünn gehen, auch wenn es manchmal Meinungsverschiedenheiten gibt. Die drei verbindet echte Freundschaft und man muss sie einfach gerne haben. Durch die Geschichte hinweg lernt man neue Tiere kennen und jedes spielt eine wichtige Rolle und ist einzigartig beschrieben. Es gibt den weisen Dachs, die Wunderkatze und der hilfsbereite Spatz der immer unsanft landet. Alle zusammen machen die Geschichte lebendig und aufregend.

    Die Geschichte vermag neben dem Aspekt des Zusammenhalts und der Freundschaft, auch das Bewusstsein für die Natur stärken. Es erinnert einen daran die schönen, kleinen Dinge der Natur wahrzunehmen und zu schätzen. Die Mission, das Regenbogenblatt zurückzuholen ist gespickt mit Herausforderungen. Sie gestaltet sich als spannend und ist sehr unterhaltsam, somit fliegen die Seiten nur so dahin. Das Abenteuer wird begleitet mit schönen, zarten Illustrationen, die mir viel Freude beim Anschauen bereitet haben. Das Ende der Geschichte rundet alles perfekt ab und war genau nach meinem Geschmack.

    Fazit:

    Ein großartiges Abenteuer mit den wunderbaren Hobis und ihren Freunden. Ich hatte viel Spaß und Freude und konnte einiges mitnehmen.

  20. Cover des Buches Geschichten aus Nian - Landwandlerin (ISBN: 9783947086542)
    Paul M. Belt

    Geschichten aus Nian - Landwandlerin

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Fantasy Girl

    mein Fazit:

     

    habe nun etwas länger nicht mehr in Nian verbracht, aber es war für mich sofort wieder wie nach Hause zu kommen. Der Autor Paul M. Belt hat eine wunderbare Art seine Geschichten durch seinen Schreibstil und seiner eigenen Niansprache, seine kleinen oder auch großen Leser, auf jeder Seite tiefer in die Story zu ziehen. Man gewöhnt sich schnell an die Protagonisten und den einzelnen Orten und Baumnamen.

    Wir begleiten nun "Dila" auf ihrer Reise durchs Land. Sie ist eine begeisterte Wanderin und hat mit dem Clan ihres Vater nichts am Hut. Sie hat in ihrer Nähe die Stimme eines Baumes wahr genommen, der sie eine Wandlerin nannte. Sie möchte auf gar keinen Fall keinem Blatt reisen, wie ihr Vater und der Bruder. Da sie schlau ist, und auch belesen, möchte sie auf eine Klärungswanderung gehen, die darf ihr auch keiner verwehren. Dort erlebt sie in verschiedenen Orten unterschiedliche Begegnungen die sie sehr reifen lassen und auch einiges neues aus ihrem Land erfahren. Möchte auch diesmal nicht zu viel verraten da es sich zu 100% lohnt nach Nian zu reisen. Findet heraus welche Begabung Dila inne hat, was das ganze Volk beschäftigt, und warum manche Angst haben sich Bäumen zu nähern. Obwohl sie einfach nur zuhören sollten.

    Man kann es wunderbar vorlesen für die Kids die es noch nicht selbst können, oder man lässt sich auch als Erwachsenen auf eine tolle Reise ein.

    Meinerseits gibt es auf jeden eine klare Kauf sowie Leseempfehlung!

    und wohl verdiente 5 Sterne

     

  21. Cover des Buches Am Samstag kommt das Abenteuer (ISBN: 9783570176924)
    Dan Tavis

    Am Samstag kommt das Abenteuer

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Der kleine Max und sein Bär Knut bereiten sich nach einem gemütlichen Start in den Tag auf ihr großes Abenteuer vor. 

    Warm angezogen und mit einer Schatzkarte im Gepäck geht es hinaus in den Wald.

    Doch plötzlich kommt ein Herbstwind und alles ganz anders als geplant. Und so wird aus einem normalen Samstag ein Tag voller Überraschungen und Abenteuer.


    Altersempfehlung:

    ab 2 Jahre 


    Illustrationen:

    Stimmungsvolle und farbenfrohe Illustrationen laden zum Entdecken ein. Man kann sich ganz wunderbar in den Einzelheiten verlieren und besonders gern mag ich die herbstliche Stimmung dank herumwirbelnder Blätter oder tanzender Buchstaben.

    Auch die liebevolle Gestaltung von Max und seinem Bären Knut ist ganz wunderbar. Die beiden Freunde schließt man sofort ins Herz. 


    Mein Eindruck:

    In kurzen Reimen und mit wenigen Sätzen wird warmherzig und liebevoll eine bezaubernde Geschichte erzählt, bei der ein kleiner Junge und sein großer Bär ein Abenteuer erleben. Dank der ausdrucksstarken Bilder bedarf es gar nicht vieler Worte und eignet sich bereits zum Vorlesen etwa ab 2 Jahre.

    Vom Aufstehen und Frühstücken begleitet man die beiden unzertrennlichen Freunde bei ihrer abenteuerlichen Schatzsuche bis hin zum abschließenden Gute-Nacht-Gruß.

    Die Geschichte bietet einen alltäglichen Tagesablauf mit bekannter Struktur (vom Ausschlafen bis zum Zähneputzen und Lesen vorm Schlafengehen) wird aber durch die Fantasie des kleinen Max' zu einen großartigen Abenteuer. Die Freunde spazieren durch den Wald, purzeln über die Wiesen, entdecken Tiere und lassen sich den Spaß trotz unerwarteter Ereignisse nicht verderben. Am Abend sind die beiden glücklich und müde. 

    Leser:innen erwartet - was den Bären betrifft - eine zusätzliche "kleine" Überraschung.

    Eine Leseempfehlung an die ganz Kleinen für dieses bezaubernde Bilderbuch, welches verdeutlicht, dass das große Abenteuer manchmal direkt nebenan wartet und man nur ein wenig Fantasie und gute Freunde braucht. Denn Freunde sind der wertvollste Schatz.

    Zudem lädt die Geschichte zum Nachmachen ein:

    Schatzkarte zeichnen, Schal und Mütze an und raus in den herbstlichen Tag!


    Fazit:

    Eine warmherzige Geschichte für alle Abenteurer und Naturforscher ab 2 Jahren, für Mädchen wie Jungen!

    Mit großformatigen, farbenfrohen Illustrationen erschafft dieses Bilderbuch eine herbstliche Atmosphäre.


    ... 

    Rezensiertes Buch: "Am Samstag kommt das Abenteuer" aus dem Jahr 2020

  22. Cover des Buches Bahnwärter Thiel (ISBN: 9783746032252)
    Gerhart Hauptmann

    Bahnwärter Thiel

     (382)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Thiel ist Wärter vom Bahnübergang Nr. 29. Zu seiner Aufgabe gehört es rechtzeitig die schwarzweißen Sperrstangen zu schließen und zu öffnen, obwohl den Bahnübergang nur selten jemand passiert. Er ist ein stattlicher, gesunder Mann und verliebt sich in Minna, eine schmächtige und kränkliche junge Frau. Nach der Geburt von Tobias stirbt sie im Kindbett. Thiel ist traumatisiert und kommt über ihren Tod nicht hinweg. Da Tobias Pflege und Fürsorge braucht, heiratet er knapp ein Jahr später Lene. Lene war früher eine Kuhmagd, sie ist kräftig und derb. Sie mag Tobias nicht und der Junge leidet unter ihr. Thiel bemerkt es, ist aber nicht fähig einzugreifen. Als Lene einen gesunden, kräftigen Jungen zur Welt bringt, wird die Situation für den schwachen und kränklichen Tobias immer schwieriger. Die liebevolle Zuneigung, die Thiel seinem Erstgeborenen entgegenbringt, verstärkt Lenes Ablehnung. 

    Als Thiel unbeabsichtigt wüster Beschimpfungen von Tobias beiwohnt, unternimmt er nichts um seinen Sohn zu beschützen. Doch unbemerkt bricht etwas in seinem Inneren. Kurz darauf begleiten ihn Lene und beide Kinder zu seinem Bahnübergang. Als Thiel seiner Aufgabe nachgehen muss, weil sich der schlesische Zug anmeldet, vertraut er Lene Tobiaschen an mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf zu achten, dass der Junge den Gleisen nicht zu nahekomme. Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf. Tobias nähert sich spielend der Gefahr und wird von dem Zug erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus. Thiel verliert daraufhin den Verstand und tötet Lene und ihren Säugling. 

    Meine persönlichen Eindrücke

    Die novellistische Studie ist kaum 44 Seiten lang. Das Werk ist 1887 entstanden und ich kann es dennoch leicht und fließend lesen. Die Sprache wirkt auf mich klar, unkompliziert und ohne stilistische störende Eigenheiten. Ich mag diese Art der Erzählung, mit dieser Intensität der sprachlichen Ausdrucksmittel und ich liebe dieses Spiel zwischen Außenwelt und psychischer Innenwelt. Ich darf betrachten, bin Zuschauerin bei dieser Novelle.

    Fazit

    Gerhart Hauptmanns »novellistische Studie« ist eines der bedeutendsten Werke des deutschsprachigen Naturalismus. Es schildert den psychopathologischen Fall Thiels mit außergewöhnlicher sprachlicher Intensität. Wer sich dieser literarischen Gattung nähern mag, wird bei diesem Werk auf seine Kosten kommen.

  23. Cover des Buches Montana Pride: Sturm der Liebe (ISBN: B08G1WRYP9)
    Mel Woods

    Montana Pride: Sturm der Liebe

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Brigitte_Puchta

    Kenne die Autorin und ihre Montana - Bücher. Das Cover gefällt mir sehr gut und ich wollte unbedingt die Reihe vervollständigen. Dies ist kein Freiexemplar, ich habe es gekauft. 

    Hier geht es um Jackson, den Cowboy und Nuna, eine Frau aus dem indigen Volk. Ein Thema das hier in eine wunderschöne Liebesgeschichte verpackt wurde. Gut recherchiert, deshalb hier von mir 4 Sterne. 

    Der Schreibstil ist flüssig und lässt keine Fragen offen. Dennoch hat mir hier diese Story nicht so gut gefallen - es fehlt was an Spannung. Auch die Emotionen könnten tiefer gehen. 

    Fazit: Für zwischendurch eine schöne Liebesgeschichte mit einem heißen Thema. 

  24. Cover des Buches Anastasia - Tochter der Taiga (ISBN: 9783906347660)
    Wladimir Megre

    Anastasia - Tochter der Taiga

     (17)
    Aktuelle Rezension von: MeinNameistMensch


    Über die Anastasia Bewegung und ihr Wirken wird in der Mainstreampresse oft mit Haß und Hetze berichtet, was nur wieder aufzeigt, wie gefährlich die Inhalte dieser Bücher zu sein scheinen. 
    Da ich aber zu den Menschen gehöre, die sich gerne ein eigenes Bild machen, habe ich nun selbst mit dem Lesen begonnen und darf sagen, das ich positiv überrascht bin. 
    Inhaltlich geht es um den Unternehmer Wladimir Megre, der in den Einöden der Taiga auf eine junge Frau - Anastasia - trifft und von ihr viele Ideen und Impulse zur Änderung der bisherigen Lebensweise und Zuwendung zu einem naturnaheren und liebevolleren  Umgang  mit unserer Mitwelt erhält.
    Viele der Anschauungen Anastasias erscheinen auf den ersten Blick wie Zumutungen, wer aber mit offenen Herzen hineinspürt, wird schon bald in einigen Bereichen Resonanzen spüren können.
    Dieses Buch ist keines, was kurz gelesen und dann wieder zur Seite gelegt werden sollte, sondern eines, was immer wieder zur Hand genommen werden mag und bei jedem lesen neues offenbaren kann.


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