Bücher mit dem Tag "naturwissenschaften"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "naturwissenschaften" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453316911)
    Andy Weir

    Der Marsianer

    (892)
    Aktuelle Rezension von: Timo_Staudinger

    Ich konnte mir nicht vorstellen wie man die Geschichte: "Astronaut strandet auf Mars und muss alleine Überleben" in eine Interessante Geschichte Packen kann. Andy Weir schafft es einen sympathischen Typen bei seinem einsamen Überlebenakampf zu begleiten. Einiges an Mathe, Physik und Chemie Kenntnissen sind praktisch beim Lesen aber nicht Notwendig. Bis jetzt habe ich mich nicht an den Film getraut, aber er steht jetzt auf meiner Wachliste.

  2. Cover des Buches What if? Was wäre wenn? Jubiläumsausgabe: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen (ISBN: 9783328603962)
    Randall Munroe

    What if? Was wäre wenn? Jubiläumsausgabe: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen

    (195)
    Aktuelle Rezension von: Prinzera

    Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, durch einen Post einer Bekannten auf Bookstagram und fand direkt, dass es sich irgendwie lustig und spannend anhört. Denn klar, auch ich habe Fragen, die mich mir insgeheim so stelle, die aber so wild sind, dass ich niemals damit rechnen würde darauf eine fundierte Antwort zu erhalten. Und genau solche Leute schreiben Randall auf seinen Blog und er beantwortet, was er kann und mit seinem Gewissen vereinbaren kann auf höchst amüsante und schlaue Weise.

    Die Optik des Buches ist relativ schlicht in einem Comic Stil gehalten, der dem Leser auch im Buch immer wieder begegnet, denn nicht nur, dass der Autor diese abstrusen Fragen beantwortet, Nein er zeichnet oft auch noch kleine Comics dazu, welche mir als nicht ganz so wissenschaftlich begabte Leserin, die Themen nochmal veranschaulichen. 

    Ich finde es wirklich erstaunlich wie Randall es schafft, dem Leser so kinderleicht wahrlich wissenschaftliches Wissen zu vermitteln, anhand von Fragen, die an Abstrusität teilweise kaum zu übertreffen sind. Ich habe so viel gelernt und es ist mir sogar leicht gefallen, selbst die komplexesten Szenarien (egal ob im Bezug auf das Weltall, Atome oder Mathematik) zu verstehen und nachzuvollziehen.

    Das Ganze wird gepfeffert mit einer Prise Sarkasmus oder Ironie und herauskommt ein Wissensbuch der ganz anderen Art. So etwas wie "What if" ist mir vorher noch nirgends begegnet und umso dankbarer bin ich, auf das Buch aufmerksam geworden zu sein. 

    Fazit:

    Dieses Buch ist für alle, die genauso wie ich, wenig Antworten aber umso mehr Fragen im Kopf haben und sich einfach freuen, dass es in der Welt jemanden gibt, der sich genau diese Fragen durchliest und bis ins Detail durchdenkt um dann eine Antwort zu geben, welche einen zwar nicht immer befriedigt aber doch zumindest zum Schmunzeln bringt.

  3. Cover des Buches The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe (ISBN: 9783987511141)
    Ali Hazelwood

    The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

    (884)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    MEINUNG

    Hach, was für ein Buch! Genau das richtige, wenn man krank ist. Für mich war es vor ca. 3 Jahren das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und bisher kam keins mehr an dieses ran. Und auch jetzt nach dem Reread kann ich das immer noch bestätigen. Mich begeistert dieses Buch sehr.

    Ich mochte schon damals, dass die Wissenschaft ins Buch gefunden hat. Das ist durch Ali Hazelwood jetzt natürlich nichts ganz neues mehr, hat mich bei dem Buch aber trotzdem wieder sehr abgeholt.

    Auch die Charaktere haben es mir wieder sehr angetan. Und es ist ein Buch, das mir so, so viel Spaß gemacht hat im Reread. Denn zu wissen, was da noch alles herauskommt, macht das Leseerlebnis zu einer riesigen Freude 😍 Und ich finde die Charaktere auch wirklich gut gewählt und ausgearbeitet. Gefällt mir sehr.

    Mich hat es nach wie vor begeistert. Ich fand den Reread fast noch besser, als beim ersten Mal lesen und da hat es mich schon umgehauen. Also definitiv ein Buch, dass noch öfter den Weg in meine Hände finden wird. Und wer es noch nicht gelesen hat, aber für Liebesromane zu begeistern ist: Unbedingt lesen!


    KLAPPENTEXT

    Biologie-Doktorandin Olive glaubt an Wissenschaft – nicht an etwas Unkontrollierbares wie die Liebe. Doch dann ist sie gezwungen, eine Beziehung vorzutäuschen, und küsst in ihrer Not den Erstbesten. Was nicht nur eine Kette irrationaler Gefühle auslöst – der Geküsste ist Adam Carlsen: größter Labortyrann von ganz Stanford. Schon bald droht nicht nur Olives wissenschaftliche Karriere über dem Bunsenbrenner geröstet zu werden, auch ihre Verwicklung mit Carlsen fühlt sich mehr nach oxidativer Reaktion als romantischer Reduktion an. Olive muss dringend ihre Gefühle einer Analyse unterziehen …

  4. Cover des Buches Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman (ISBN: 9783730613108)
    Mary Shelley

    Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman

    (635)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Ich war einfach enttäuscht. Ich meine, ich liebe Klassiker und kann auch mit der „alten“ Sprache gut umgehen. 

    Und ich habe auch verstanden, in welcher Zerrissenheit „Das Geschöpf“ sich befunden hat. 

    Und trotzdem finden sich in der Geschichte zu viele Widersprüche und unlogische Handlungen der Protagonisten. 

    Wenn ich es etwa mit dem Roman „Dracula“ vergleiche, kann ich nur sagen, dass ich Frankenstein für völlig überbewertet halte.


    ABER, das ist nur meine Meinung!


    Wer kennt das Buch und ist anderer Meinung?

  5. Cover des Buches The Love Hypothesis (English Edition) (ISBN: 9781408725764)
    Ali Hazelwood

    The Love Hypothesis (English Edition)

    (274)
    Aktuelle Rezension von: shinryus

    The Love Hypothesis ist das erste Buch von Ali Hazelwood, welches ich gelesen habe. Ich wusste zunächst also nicht was für ein Stil mich erwartet.

    Zu Beginn war ich zugegeben etwas skeptisch. Eine Liebschaft mit dem Uni-Professor? Hmm, na ja. Normalerweise eher nicht mein Ding.

    Doch nach rund 80 Seiten war ich richtig süchtig und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Am meisten gefiel mir wie natürlich sich die Beziehung zwischen Olive und Adam angefühlt hat und mir der Altersunterschied zwischen den beiden auch gar nichts mehr ausmachte, wie ich zu Anfang angenommen hatte.

    Ich mochte auch den Humor, die Geschichte war witzig, leicht zu lesen und sehr unterhaltsam. Ebenso imponierte mir die Ernsthaftigkeit der angeschnittenen Themen und die Herausforderungen, denen sich Frauen in MINT-Berufen ungewollt stellen müssen - als Frau, die in einem MINT-Beruf arbeitet konnte ich so einiges sehr gut nachempfinden.

    Kurzum, eine süße und leichte Liebesgeschichte, die wirklich Spaß gemacht hat zu lesen.

  6. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

    (421)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es werden Gene in Erbgut von Pflanzen verändert, um eine größer Ernte zu haben . Gene von Menschen werden so verändert das Bad super mitgetanzt sind. Weihnachtlich ein spannendes Buch das aufzeigt was bald in der Gene Veränderung möglich ist. macht schon ein bis sich mulmiges Gefühl. Guter Page Turner.

  7. Cover des Buches Love on the Brain – Das irrationale Vorkommnis der Liebe (ISBN: 9783746641850)
    Ali Hazelwood

    Love on the Brain – Das irrationale Vorkommnis der Liebe

    (401)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Neurowissenschaftlerin Bee darf für die NASA an einem Projekt arbeiten, aber dafür muss sie auch die Zusammenarbeit mit ihrer Nemesis Levi Ward in Kauf nehmen. Aber vielleicht ist Levi ja doch nicht ihr Feind?
    .
    Bee ist eine der großartigsten Protagonistinnen, über die ich je lesen durfte. Sie ist nicht nur wahnsinnig sympathisch, sondern auch total witzig. Außerdem setzt sie sich für den Feminismus in der Wissenschaft ein und es gab in diesem Buch Beispiele, da ist in mir die Wut hochgekocht. Es ist großartig, dass dieses wichtige Thema so angesprochen wird, ebenso wie die Problematik von standardisierten Tests. Auch Bees Twitter-Account ist absolut genial. Levi gegenüber war ich anfänglich sehr misstrauisch, weil Bee ihm gegenüber ja keine besonders gute Meinung hatte, aber er ist wirklich süß. Deshalb ist auch die Lovestory zwischen den beiden absolut perfekt. Die Handlung des Buches ist auch unabhängig von der Lovestory sehr spannend, am liebsten hätte ich es in einem Stück gelesen. Mir hat der Schreibstil super gut gefallen und es gab immer wieder Stellen, an denen ich gar nicht anders konnte, als laut zu lachen.

  8. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783328102113)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Alexander von Humboldt ist Namensgeber von Schulen, Straßen und mehr und ist fast jedem ein Begriff. Wer war der Kerl aber eigentlich und was hat er mit unserem heutigen Leben und vor allem, mit dem Klimaschutz zu tun? Andrea Wulf hat recherchiert, geforscht, gefragt und beleuchtet und uns ein tolles Buch beschert. Auf über fünf Hundert Seiten, tauchen wir in das Leben von Alexander von Humboldt ein und erfahren sehr viel und sie zieht eben Schlüsse bis heute und nimmt uns so mit, auf eine ganz spannende Reise. Tolle Lektrüe und auch gut als Vorbereitung für Vorträge und Referate.

  9. Cover des Buches Die Unannehmlichkeiten von Liebe – Die deutsche Ausgabe von „Loathe to Love You“ (ISBN: 9783352009891)
    Ali Hazelwood

    Die Unannehmlichkeiten von Liebe – Die deutsche Ausgabe von „Loathe to Love You“

    (172)
    Aktuelle Rezension von: _-Theresa-_

    Die Naturwissenschaftlerinnen Mara, Sadie und Hannah sind es gewohnt, sich in männlichen Domänen zu behaupten. Und sie wissen: In der Wissenschaft – wie in der Liebe – sind es die Gegensätze, die die heftigsten Reaktionen hervorrufen. Obwohl sie also vernünftig genug sein sollten, ihren Erzfeinden aus dem Weg zu gehen, findet sich Mara mit dem Mitbewohner aus der Hölle unter einem Dach. Und während Sadie ihrem fiesen Ex ungewollt nahekommt, ist Hannah in einer existenziellen Notlage auf ihren niederträchtigen Kollegen angewiesen.

    Als ich das Buch gekauft habe, hatte ich nicht auf dem Schirm, dass es 3 Kurzgeschichten sind und musste mich da erst etwas drauf einstellen.

    Der Schreibstil ist wie immer mega gut und sehr fesselnd. Doch ich fand es sehr schade, da es mir durch die Kurzgeschichten teilweise etwas an Tiefe gefehlt hat.

    Die Charaktere Mara, Sadie und Hannah sind super tolle, starke und unabhängige Frauen, was mir richtig gut gefällt. Und auch die Gegenpole dazu haben mir sehr gut gefallen.

    Ich hätte mir einfach für jedes der drei Couples ein eigenes Buch gewünscht, weil man quasi sobald man in die Geschichte eingetaucht ist, sich schon wieder auf andere Charaktere hat einstellen müssen.

    Die Geschichten waren toll, unterhaltsam, witzig und interessant. Gerade der wissenschaftliche Part gefällt mir in den Büchern von Ali Hazelwood immer sehr, da ich so immer noch Neues dazulernen kann.

    Alles in allem ein gutes Buch, das ich mir einfach in einer ausführlicheren Art gewünscht hätte.

  10. Cover des Buches Frau Einstein (ISBN: 9783462005998)
    Marie Benedict

    Frau Einstein

    (166)
    Aktuelle Rezension von: Zams

    Ich fand das Buch im Großen und Ganzen sehr realistisch.

    Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Freundschaft zwischen den Frauen, und die Beziehung zu Milevas Vater im ersten Teil der Geschichte.

    Glaubwürdig fand ich auch Mitza und Alberts Beziehung, unter anderem weil ich die selben Verhaltensmuster und Situationen auch im echten Leben schon beobachten konnte, und leider kommen ähnliche Dinge mit ähnlichem Ausgang auch heute noch vor.

    Die Geschichte ist definitiv herzzerreißend, mit viel emotionalem Tiefgang.

    Allerdings fan ich die Botschaft oft etwas auf die Nase gedrückt, was nicht sein hätte müssen, weil der Rest der Geschichte dazu meiner Meinung nach definitiv ausreicht.

  11. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

    (170)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐬𝐬𝐞𝐱 ist ein Buch, das ich allein wegen seiner hübschen Optik in meiner Sammlung haben wollte. Und natürlich auch wegen des verlockenden Klappentextes um den Mythos eines Seeungeheuers, welches einen kleinen englischen Ort im 19. Jahrhundert heimsucht. Aber meine Bücherei hatte es da und weil Bücher nun mal teuer sind, durfte es nur als Leihexemplar bei mir einziehen.


    Der Roman begleitet eine Vielzahl von Personen, wobei die junge Witwe Cora und der Pfarrer Will die Hauptfiguren bilden. Cora ist voller Wissensdurst, folgt den Thesen Darwins und als sie hört, im Küstenort Aldwinter habe man eine Seeschlange gesichtet, ist sie sofort Feuer und Flamme. Könnte es sich doch um ein prähistorisches Wesen handeln.
     Die Dorfgemeinde glaubt aber eher an ein mystisches Ungeheuer. Will Ransome glaubt an keines von beidem, ist aber zunehmend fasziniert von Cora, mit der er aber auch immer wieder aneinander gerät.


    Ich hatte einige Probleme mit dem Roman.

    Erst einmal gibt es zu viele Personen, von denen kaum eine sympathisch ist. Jede von ihnen hat seine eigene interessante Geschichte zu erzählen, die aber nicht genug Raum bekommt, weil eben zu viel los ist.


    Das Paar Cora und Will hatte für mich null Chemie, zumal Will mit einer sehr lieben Frau verheiratet ist und mit Cora nichts gemeinsam hat. Cora ist anders und darin liegt der Reiz. Aber wie soll man mit eine Romanze mitfiebern, wenn die Verliebten nie einer Meinung sind und andere mit ihrem Verhalten verletzen?


    Auch wenn es hier um ein mystisches Wesen geht, erwartet keine Fantasy. Die Schlange steht für vieles. Wissenschaft und Aberglaube, Medizin, Massenhysterie, soziale Ungerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu jener Zeit. Alles interessante Themen, über die ich gern gelesen habe. Man hätte es aber vielleicht besser auf drei verschiedene Romane aufgeteilt, damit jedes Thema für sich glänzen kann.


    Von mir erhält der Roman trotz meiner Kritik eine positive Bewertung, denn er hat mich sehr gut unterhalten. Und auch das versöhnliche Ende hat mir gefallen.

  12. Cover des Buches Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1) (ISBN: 9783548063867)
    Susanna Leonard

    Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1)

    (140)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass man schnell ins Buch findet und die Geschichte mitverfolgen kann. Außerdem werden die Gefühle und Gedanken der Personen gut beschrieben und ich konnte gut mitfühlen und mich in die Situationen hineinversetzten. Allerdings war die Handlung etwas viel auf zu wenig Seiten, was dazu führt, dass vieles schnell und oberflächig abgehandelt und erzählt wurde. Dabei legt das Buch einen Schwerpunkt auf die Kindheit und die Liebesbeziehung, was ich schade finde. So wird das eigentlich spannende, nämlich die Forschung und der Kampf als Frau in der Männerwelt, eher kürzer erzählt und geht leicht unter. Besonders am Ende wird daher einfach ihr restliches Leben runtergerattert. Dennoch fand ich das Buch sehr unterhaltsam und fand es auch toll mehr über das Leben dieser bemerkenswerten Frau zu erfahren.

  13. Cover des Buches Sonst noch Fragen? (ISBN: 9783462301960)
    Ranga Yogeshwar

    Sonst noch Fragen?

    (63)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Hier bekomme ich Antworten auf Fragen, von denen ich noch gar nicht wusste, dass ich sie hatte und das ist nicht negativ gemeint. Die Erklärungen sind kurz gehalten und sympathisch eingebunden, also populärwissenschaftlich gehalten, aber dagegen ist ja per se nichts einzuwenden. Plötzlich fühlt man sich wieder wie ein Kind und fragt: wieso, weshalb, warum. Mir hat's Spaß gemacht.
  14. Cover des Buches Die Pionierin im ewigen Eis (ISBN: 9783492062701)
    Agnes Imhof

    Die Pionierin im ewigen Eis

    (23)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    1891 wagt sich Josephine Peary als Begleitung ihres Manns Robert in die unberührte Arktis, um die wilde Natur Grönlands zu erkunden. Fernab der Zivilisation knüpft sie enge Bande zur Inuk Arnakittoq und dokumentiert ihre Beobachtungen in wissenschaftlich wertvollen Tagebüchern.

    Schon der Einstieg hat vollkommen abgeholt. Agnes Imhof eröffnet ihre Romanbiografie mit einem Blick in die 1950er-Jahre, in denen Josephine Peary für ihre Forschung gewürdigt wird. Dieser Moment hat mir sofort Gänsehaut beschert. Eine gut 90-jährige Frau, die Jahrzehnte zuvor in einer völlig anderen Welt unterwegs war, steht plötzlich im Licht der Anerkennung. Von hier aus führt der Roman zurück an den Anfang.

    Die Atmosphäre hat mich absolut begeistert. Man spürt förmlich, dass diese Geschichte in einer anderen Zeit verwurzelt ist. Nicht nur geografisch, sondern auch gesellschaftlich. Josephines Sehnsucht nach Freiheit, Weite und Bewegung steht in ausgeprägtem Gegensatz zum eingeengtem Leben, zum Korsett, das sie in den USA umgibt. Diese innere Spannung hat mich durch den gesamten Roman getragen.

    Ihre erste Expedition in die Arktis liest sich wie ein echtes Abenteuer. Die Arktis ist kein romantisierter Sehnsuchtsort, sondern eine fremde, majestätische und zugleich gnadenlose Landschaft. Eindrucksvoll sind die Schilderungen der Überfahrt und des Ankommens im Eis. Alles wirkt mühsam, langsam und fragil. Als ob sich der Mensch jeden Schritt in diese Welt verdienen müsse.

    Die Kargheit, der lange Winter und das Ausharren in einer Umgebung, die nichts verzeiht, fordern die Menschen heraus. Daneben steht das Leben der Inuit, die mit so wenig auskommen und dennoch eine innere Ordnung ausstrahlen. Ihre Lebensphilosophie wirkt klar, reduziert und näher am Wesentlichen. 

    Josephines Begegnung mit den Inuit kann man wohl in drei Phasen beschreiben: Fremdheit, Annäherung und leises Umdenken. Dabei wird nichts beschönigt. Josephine bringt ihre eigene Prägung mit, ihre Maßstäbe, ihre inneren Bewertungen. Ihre Begegnungen mit den Inuit erzählen mindestens genauso viel über sie selbst wie über die fremde Kultur. Ihre Gedanken sind ehrlich, manchmal befremdet oder von Vorurteilen gefärbt, obwohl sie diese eigentlich ablehnt.

    Ein großes Highlight ist die Inuk-Frau Arnakittoq für mich. Sie wirkt auf Josephine wie eine Königin der Arktis. Sie ist ruhig, souverän und voller innerer Stärke. In ihr spiegelt sich vieles von dem, was Josephine bewundert und vielleicht auch selbst sein möchte. Ihre Freundschaft gehört zu den schönsten Elementen der Geschichte. Besonders die gemeinsamen Erlebnisse ihre scharfen Dialoge und die Nähe zur Natur haben sich mir eingeprägt. Ich habe diese Szenen beim Lesen förmlich gespürt.

    Überhaupt zeichnet der Roman ein vielschichtiges Bild von Weiblichkeit. Verschiedene Rollenbilder, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Grenzen sind sichtbar, ohne bewertet zu werden. Meiner Meinung nach verleiht diese Zurückhaltung dem Text Wirkung.

    Auch Josephines Ehe wird zunehmend differenzierter gezeichnet. Eigenschaften ihres Mannes treten hervor, die ihr zuvor verborgen geblieben sind. Ehrgeiz, Besitzdenken und ein Streben nach Anerkennung wirken nicht immer sympathisch. Ihre Beziehung verändert sich merklich und nicht alles, was einst selbstverständlich schien, trägt noch.

    Manche Ereignisse gehen einem nahe und hinterlassen ein schweres Gefühl, vor allem im Hinblick auf kulturelle Übergriffe und die Arroganz westlicher Expeditionen. Das regt zum Nachdenken an und ist ausgezeichnet in die Handlung eingearbeitet. 

    Der letzte Teil wirkt ruhiger, fast wie ein Ausklang. Nicht alles wird ausführlich erzählt, manches wird angedeutet. Umso stärker bleibt das Bild einer Frau, die unglaublich viel erlebt hat und für sich einen Weg gefunden hat. Man merkt deutlich, dass die Autorin respektabel recherchiert hat und dass sie mit Wissenslücken bewusst umgegangen ist.

    Ich bin jedenfalls restlos begeistert von dieser Romanbiografie. Mit Josephines Augen eine fremde Welt zu entdecken, hat mir große Freude gemacht. Das Buch hat mich nicht nur gedanklich in die Kälte Grönlands versetzt, sondern sogar emotional abgeholt. Vielleicht auch deshalb, weil ich beim Lesen selbst eisigen Wind im Gesicht gespürt habe und mir vorstellen konnte, wie unbarmherzig ein arktischer Winter ist. Josephine Peary, die erste westliche Frau, die in der Arktis überwinterte, hat mich tief beeindruckt. Sie war eine echte Pionierin, die viel gesehen und ertragen hat, und sich ihre Stellung in der Arktis-Forschung durch ihre Offenheit und Beharrlichkeit erarbeitet hat.

  15. Cover des Buches Das Universum in deiner Hand (ISBN: 9783406731808)
    Christophe Galfard

    Das Universum in deiner Hand

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    🌌Als Doktorand von Stephen Hawking, taucht Christophe Galfard tief in die naturwissenschaftlichen Fragen des Universums ein und nimmt uns in einer charmanten Art auf eine unvergessliche geistige Reise mit ins All, durch verschiedene Galaxien und zurück in die Welt der Quantenteilchen. 

    Wenn man sich schon immer für die großen Fragen rund um die Entstehung und den Aufbau des Weltalls ebenso wie die chemischen / physikalischen Aspekte unseres Lebens interessiert, findet man in Galfards "Das Universum in deiner Hand" die perfekte Lektüre mit Witz und Verstand.

    Ich habe das Buch sehr genossen und kann es nur weiterempfehlen. Ebenso gut wie Stephen Hawking in seinen Büchern, beschreibt Galfard den heutigen Wissensstand der Physik. Er scheint wahrlich nicht nur in der Physik von seinem Doktorvater gelernt zu haben! Das Buch gewährt einem Laien der Naturwissenschaften einen guten Einblick in die verschiedenen Theorien und Ideen der Wissenschaftler. Nachdem man das Buch gelesen hat, fühlt man sich aufgeklärter und zufrieden, da viele Fragen eine Antwort erhalten. Zugleich sind die Metaphern und Beispiele wundervoll gewählt, sodass auch witzige Sequenzen das naturwissenschaftliche Buch auflockern. Daher eine klare Leseempfehlung!🌌

  16. Cover des Buches Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren (ISBN: 9783446260498)
    Ali Benjamin

    Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

    (187)
    Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannika

    Das Cover hatte mich bereits angesprochen, diese wunderbaren Blautöne.
    Der Inhalt noch viel mehr.
    Ali Benjamin beschreibt einfühlsam den Weg des Abschieds, des Loslassens.
    Es hat mich tief berührt, als Suzy sich entschied nicht mehr zu sprechen. Nur noch etwas zu sagen, wenn es wichtig ist , den Smalltalk zu lassen. Was interessieren einen Nebensächlichkeiten, wenn man seine beste Freundin verloren hat und das gleich zwei Mal hinter einander. Wie soll man damit umgehen.
    Die Pubertät ist eine schwierige Zeit und jeder meistert sie anders - früher oder später. Meine Tochter (12) macht das gerade durch und ich stehe leicht verzweifelt davor, weil ich ihr nicht helfen kann. Und immer wenn Suzy in Rückblicken erzählt hat, was sich zu getragen hat, wie es zum Bruch kam, musste ich an meine Tochter denken, die genau das mit ihrer besten Freundin gerade durchmacht. Eine Lösung wird es nicht geben und Suzy wird nie eine Möglichkeit haben mit Franny darüber zu reden und das ist zum Verzweifeln.
    Ich habe es Suzy gewünscht, das sie es schafft, nach Australien zu kommen und es hat mich tief berührt, dass das Erste, was sie sagte, als es fehlschlug "ich habe gestohlen" war.
    Und Justin? Ja, Justin ist ein Freund, der weiß wie schwierig es ist, anders zu sein.
    Leider findet man nicht so viele Lehrer, wie Mrs Turton, aber ich wünsche mir, das meine Kinder welche haben, die sie begeistern können.
    Fazit: ein tolle Buch - absolute Leseempfehlung

  17. Cover des Buches Hurrikane und Tornados (ISBN: 9783760747446)
  18. Cover des Buches Goethes Faust und Einsteins Haken (ISBN: 9783499632709)
    Annika Brockschmidt

    Goethes Faust und Einsteins Haken

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Dieses Buch scheitert meiner Meinung nach an seiner Grundidee: Dem Boxkampf der Wissenschaften. Die beiden Autoren betreiben einen Podcast, in dem die Gegenüberstellung Geistes- vs. Naturwissenschaften vielleicht klappt, in Buchform krankt es jedoch gewaltig. In unterschiedlichen Themengebieten treten sich die beiden Lager gegenüber und bringen ihre größten und spannendsten Charaktere bzw. Entdeckungen ein. So zieht man aus beiden Fachgebieten viele bekannte und unbekanntere Informationen - zwar nur oberflächlich, aber dieses Buch hat sich klar der Fakten-Masse verschrieben, was auch absolut in Ordnung ist. Allerdings geht das Konzept des Kampfes und der Themengebiete nicht auf. Die Kämpfe enden alle mehr oder weniger damit, dass der Leser selbst entscheiden soll, wer gewinnt, oder ob es überhaupt einen Sieger geben kann, was die ganze Idee des Buches konterkariert. Auch grenzen sich die Themengebiete nicht klar voneinander ab, manchmal benötigt es ein wenig Fantasie, um die Beispiele unter einem dieser Gebiete einzuordnen.

    Alles in allem also viele zum Teil unbekanntere Infos, die allerdings in einem anderen Rahmen besser zur Entfaltung gekommen wären.

  19. Cover des Buches Zeige & erkläre mir die Erde (ISBN: 9783811817111)
  20. Cover des Buches GEO kompakt / GEOkompakt 19/2009 - Naturgewalten. Vulkane, Erdbeben, Wirbelstürme (ISBN: 9783570198858)
  21. Cover des Buches Troposphere (ISBN: 9783499246272)
    Scarlett Thomas

    Troposphere

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Laubblatt

    Manche Bücher sind auf eine gemütliche Art schlecht. Weder sind die Figuren sympathisch oder glaubwürdig, noch gibt es einen spannenden Plot, aber der Schreibstil ist dermassen ungeschickt, dass man sich in regelmässigen Abständen einerseits aufregt, andererseits auch darüber kirchern kann. Ich habe dieses Buch beinahe so gelesen, als sässe ich mit einem Rotstift daneben, um ungeschickte Formulierungen oder Logikfehler zu markieren. 

    Die Idee der Troposphere, so wie sie sich Scarlett Thomas ausgedacht hat, ist grundsätzlich nicht uninteressant. Von der Protagonistin Ariel, die sich als kritische Denkerin und Wissenschaftlerin sieht, hätte ich jedoch mehr Freude an der Erforschung dieser erwartet. Auch sonst, konnte ich eigentlich keine der Emotionen von Ariel nachvollziehen und war dadurch noch irritierter von ihren Handlungen. Abgesehen von einer Nonne sah sie alle anderen weiblichen Nebencharaktere als Konkurrenz und die männlichen Figuren fand sie beinahe alle attraktiv. Es war sehr anstrengend in ihrem Kopf und ich hätte sie am liebsten in eine Therapie geschickt um ihre verschiedenen Traumata zu verarbeiten. Aber auch in den Köpfen aller anderen Figuren war es sehr anstrengend und ich kann nicht nachvollziehen, weshalb nicht eine einzige Person auch einigermassen zufrieden war. Nur weil alle deprimiert sind, macht es ein Buch nicht tiefgründiger. Die Männergeschichten von Ariel waren auch sehr unangenehm zu verfolgen und waren meine Meinung nach hart an der Grenze zu sexuellen Übergriffen. Dies wurde einfach so stehen gelassen. Da das Buch ein recht kindliches Cover hat, habe ich bedenken, es in ein Secondhand-Handlung zu bringen, da ich nicht möchte, dass ein Kind diese Geschichte in die Finger bekommt. 

    Das intellektuelle Gelabere liess die Protagonistin sehr herablassend und eingebildet klingen und hat den sowieso schon wirren Fluss der Handlung zum Stocken gebracht. 

    Das Thema des Buches führte aber zu einer kurzweiligen Diskussion mit meinem Mitbewohner, wie es wohl wäre, wenn man die Erinnerungen anderer Menschen konsumieren und mit den eigenen Überlagern könnte. Wie gesagt, das Ursprungsidee war nicht schlecht.


  22. Cover des Buches Tessloffs Buch der Meere (ISBN: 9783788603496)
  23. Cover des Buches BiBiBiber hat da mal ’ne Frage. Warum muss ich schlafen? (ISBN: 9783751206778)
    Mai Thi Nguyen-Kim

    BiBiBiber hat da mal ’ne Frage. Warum muss ich schlafen?

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Pfister

    Wieso - weshalb - warum? Wir alle stellen uns regelmäßig Fragen. Die essentielle Frage, warum man schlafen muss, kann man sich sowohl als Kind stellen, das lieber noch ein Buch lesen würde, als die Segel zu streichen - aber auch als Erwachsener, z.B. Workaholic, der noch ein paar Aufträge mehr abschließen will.

    In diesem Buch wird auf unterhaltsame Art erläutert, weshalb Schlaf so ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist.

    Ich finde die Erklärung sehr gut hergeleitet, grafisch gut unterstützt und umfangreich dargestellt.

    Eventuell lohnt sich aber zunächst ein älterer Blick, ob die verwendeten Hilfen für den jeweiligen Zielleser verständlich sind oder ob man vorher vielleicht nen kleinen Exkurs macht.

    Durch die vielfältigen Tätigkeiten der Autorinnen bietet sich das Buch auch als Einstieg an, sich mit ihrer Arbeit vertraut zu machen.

  24. Cover des Buches Wieso? Weshalb? Warum? Kernreihe, Band 29 - Experimentieren und Entdecken (ISBN: 9783473333028)

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