Bücher mit dem Tag "naturwissenschaften"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "naturwissenschaften" gekennzeichnet haben.

228 Bücher

  1. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453315839)
    Andy Weir

    Der Marsianer

     (805)
    Aktuelle Rezension von: Bouggo

    Kaum zu glauben, dass dieser phantastische Sciencefiction von 2014 an mir vorbeigehen konnte. Durch Zufall sprach eine gute Freundin davon und schon durch ihren Schilderungen leckte ich Blut. Eigentlich will ich Andy Weir nur eine neue Fünfer-Bewertung gönnen, denn gesagt wird in den vielen, vielen Rezensionen eigentlich alles. Die Story jedenfalls ist genau mein Ding.

    Es ist nun mal ein Hard-SciFi, und wem die technischen Details zu viel sind, der mag sie doch einfach getrost überlesen. Das schmälert nichts an der Spannung der Geschichte.

  2. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783442377190)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (1.149)
    Aktuelle Rezension von: Kaho_liest

    Interessante Geschichte, aber zu Detailgenau

    Puh, das war nicht so ganz mein Fall. Alles fing wirklich gut an, war interessant und irgendwie auch packend geschildert, so dass ich beim Lesen echt spaß hatte. Ich konnte mich auch echt gut in die Protas reinversetzen, die ja zur Gattung Hexe und Vampir gehören, was beides Gestalten sind die ich sehr gerne mag. da machen Diana und Matthew keine Ausnahme. Sie verkörpern alles wirklich toll und wurden mir sehr schnell sympatisch.

    Vor allem erfährt man hier jede Menge Hintergrundinfos über verschiedene Gattungen, was einerseits natürlich toll ist, andererseits aber dafür sorgt, dass zu sehr ins Detail gegangen wird. Naja, irgendwie muss man ja 800 Seiten füllen und leider merkt man das auch. Die Autorin hat einen Drang Dinge viel zu genau zu beschreiben und ständig zu widerholen wodurch die Geschichte eher langatmig, statt spannend wird, was bei dem guten Start wirklich schade ist. Man merkt eben doch irgendwie den Professortitel der Autorin, denn genau in der Art ist diese Geschichte geschrieben. Das mag bei anderen Geschichten toll sein, hier fand ich es eher unpassend.

    Ich gebe zu, ich habe mir mehr versprochen, denn das Thema, der Klappentext und die TV Serie( A Discovery of Witches) haben mich neugierig gemacht, aber leider enttäuscht zurückgelassen. Ich glaube nicht, dass ich Teil 2 lesen werde, auch wenn die Grundgeschichte interessant war. Aber auch die Umsetzung spielt eine große Rolle, ob ich eine Geschichte weiterverfolge oder nicht. In diesem Fall begnüge ich mich wohl mit der TV Serie. Eigentlich schade.



  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.340)
    Aktuelle Rezension von: AnneE

    ... es intelligentere Lebensformen als den Menschen nicht nur im Weltall, sondern als Paralleluniversum auch auf Erden gibt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Frank Schätzings "Der Schwarm" mit vielen unerwarteten Wendungen. Sehr gekonnt werden unterschiedliche Geschichten miteinander verwoben, auch wenn die fiktionalen Entwicklungen vielleicht nicht für jede:n Leser:in gleich zugänglich sind. Wenn man sich aber darauf einlässt, findet man immer wieder Ankerpunkte, die ein Weiterdenken herausfordern, da quasi "nebenbei" auch viel Lehrreiches über Geografie, Biologie, Mechanik, Religionen etc. vermittelt wird. Besonders eindrucksvoll empfand ich zudem die Darstellung der verschiedenen Charaktere, da die meisten - trotz oder gerade wegen - ihrer Eigenarten äußerst sympathisch und authentisch wirkten, sodass ein Eintauchen in die Erzählung durchgängig möglich war. Für alle, denen "Der Schwarm" damals zu sehr gehypt wurde: die Lektüre lohnt sich (immer noch) und das Thema ist heute fast noch zeitgemäßer als damals. 

  4. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783404148660)
    Dan Brown

    Illuminati

     (4.977)
    Aktuelle Rezension von: Laura1896

    Illuminati war mein erstes Buch von Dan Brown und kurz gesagt: Ich bin wirklich begeistert. Sowohl die wissentschaftlichen Fakten, die präsentiert werden als auch die historischen Elemente sind wahnsinnig interessant. Dazu die spannende Geschichte um den Tod des Physikers und die Entwicklungen im Vatikan. Ein Wettlauf gegen die Zeit beschreibt es recht gut ohne zu viel zu verraten. Das Ende wiederum hat mich in einigen Teilen sehr überrascht.

    Von mir eine klare Leseempfehlung von mir.

  5. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (139)
    Aktuelle Rezension von: katis_readings

    Eine verwitwete Frau, ein verhaltensauffälliger Sohn und eine sehr treue und loyale Haushälterin - diese drei zieht es nach dem Tod ihres Mannes an den Küstenort Aldwinter. Lang genug hat sie die Ketten der Ehe ertragen und ist nun Willens ihren eigenen Interessen, der Naturwissenschaft ,nachzugehen. Denn,Cora Seaborne ist, für damalige Verhältnisse, keine gewöhnliche denkende Frau.

    Was Cora noch nicht weiß? In Aldwinter treibt eine geheimnisvolle Schlange ihr Unwesen. Mysteriöse Phänomene werden zur Tagesordnung und scheuchen die sowieso schon leicht abergläubigen Bewohner auf. Der Pfarrer des Dorfes plädiert an den Glauben und die göttliche Kraft. Cora hingegen, eine Vertreterin der Wissenschaft, kommt mit den Ansichten des Pfarrers nicht überrein. Diskusionen und tiefsinnige Gespräche sind vorprogrammiert. Doch trotz aller Meinungsverschiedenheiten fühlen die beiden eine Verbindung.

    Diese Begegnung, gepaart mit dem Verlust ihres Mannes und dann ist da auch noch ein unbekanntes Wesen....Wo soll das nur hinführen?

    Nicht nur die Atmospähre des 19Jh. und des englischen Landlebens werden hier großgeschrieben, nein, auch die Charakteristik dieses Jahrhunderts hat hat die Autorin wunderbar in Szene gesetzt:

    Die Aufklärung der Aberglaubens durch die aufflammende Wissenschaft.

    Umdenken und Umstrukturierung seitens der Politik.

    All dies hat die Autorin in diesem Roman aufgegriffen und auf wunderbare natürliche Art und Weise mit einfließen lassen. Dieses Buch ist demnach nicht nur ein äußerst bildgebender roman, nein, hier lernt man auch noch etwas über die Geschichte. Solche Aspekte liebe an Büchern. Was auch und vor allem herausstach, war die Gegenüberstellung von Aberglauben und Wissenschaft durch die Charaktere. Tolle und auch tiefsinnige Diskussionen.

    Für mich, die sowieso schon eine Faszination für diese Zeit hat, ein toller Roman.

    Da werden definitiv noch Bücher von Sarah Perry folgen. Spätestens mit 'Malmoth' im Herbst.

  6. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (320)
    Aktuelle Rezension von: bookaddictxs

    Im Sommer liege ich oft nachts draußen und schaue in den Sternenhimmel raus. Je länger man die Sterne betrachtet, desto weiter scheint der Himmel sich über einem auszudehnen. 

    Ich habe mich so oft gefragt, was außerhalb der Erde und den paar Planeten dir wir kennen noch alles existiert. 


    Was ist überhaupt das Universum? Was ist der Ursprung und was bedeutet Schicksal?


    Hawking liefert so viele interessante Fakten über das Universum und seine Galaxien und konnte meinen Wissensdurst zu diesem Thema super abdecken. Das Buch ist speziell und manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen, da Hawking anhand der physikalischen Gesetze versucht das Universum für den Leser verständlich zu erklären. Ich finde es trotzdem klasse geschrieben und viele meiner Fragen wurden erklärt. 


    Ich finde es beeindruckend wie klein wir Menschen sind und wie kurz die Zeit in unserem Universum für uns eigentlich ist. Als ich das Buch las, habe ich oft über unser Verhalten nachgedacht. Wir machen uns das Leben manchmal selbst viel zu schwer, vor allem gegenseitig. 


  7. Cover des Buches Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren (ISBN: 9783446260498)
    Ali Benjamin

    Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Nerwen_1205

    Ich habe Suzy sofort in mein Herz geschlossen. Die 12-jährige ist anders als die meisten Mädchen in ihrem Alter. Das macht sie aber auch zu einer Außenseiterin. Sie interessiert sich (noch) nicht für Jungs und wie ihre Haare liegen, ist ihr egal. Suzy ist unglaublich neugierig und wissbegierig. Sie interessiert sich für Themen, mit denen die meisten Jugendlichen sich nicht beschäftigen. Zum Beispiel mit dem Plastikmüllfeld im Pazifik oder wie häufig ein Herz geschlagen hat, wenn man erst 12 ist und plötzlich stirbt. 

    Genau das ist nämlich Suzys ehemals bester Freundin Franny passiert. Franny ist in den Sommerferien im Meer ertrunken, obwohl sie eigentlich eine sehr gute Schwimmerin war. Mit der Erklärung ihrer Mutter, dass Dinge manchmal einfach passieren, kann sich Suzy nicht zufriedengeben. Sie möchte diesem sinnlosen Tod auf den Grund gehen und eine Erklärung finden. Eine für Suzy mögliche These ist, dass Franny eigentlich von einer giftigen Qualle gestochen wurde und in Folge dessen im Meer gestorben ist. Die Nachforschungen beginnen.

    Das Buch ist in Form eines Forschungsberichts aufgebaut. Sie sammelt Fakten und man erfährt allerhand über Quallen, was wirklich interessant ist. Immer wieder blickt Suzy auch auf ihre Freundschaft mit Franny zurück, die zum Ende hin nicht mehr wirklich bestanden hat. Es hat mich sehr berührt über den Schmerz zu lesen, den Frannys Tod in Suzy auslöst, aber auch zu erfahren wie die beiden Mädchen sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben, worunter vor allem Suzy gelitten hat. Erst kurz vor Frannys Tod war die Situation eskaliert, sodass Suzy auch eine Menge Schuldgefühle mit sich herumträgt. 

    Suzy verarbeitet ihre Trauer und Schuld in ihrer ganz eigenen Art und Weise, zum einen mit einem wissenschaftlichen Eifer, Dinge nicht einfach hinzunehmen. Zum anderen aber auch mit einer kindlichen Naivität – wie sollte es auch anders sein. 

    „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ ist ein zauberhaftes und berührendes Buch über das Leben, den Tod und eine unbändige Neugier auf das, was unsere Existenz, unseren Planeten und das ganze Universum ausmachen.  

  8. Cover des Buches Der Susan-Effekt (ISBN: 9783446249042)
    Peter Hoeg

    Der Susan-Effekt

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Susan hat ein Talent – den Susan-Effekt. Sie kann Menschen zur Wahrheit bewegen. Und der Effekt verstärkt sich, wenn Susan mit Laban Svendsen im gleichen Raum ist. Susan ist Experimentalphysikerin, ihr Mann Laban Komponist und gemeinsam haben die beiden 16-jährige Zwillinge, die eine ziemliche Herausforderung sind. Sie galten lange Zeit als dänische Vorzeigefamilie, doch mittlerweile werden sie von der Polizei gesucht. Was ist passiert?


    Als ihnen ein hochrangiger Justizbeamter vorschlägt, das Talent zu nutzen, um ein geheimes Dokument der sogenannten Zukunftskommission zu besorgen, erklärt sich die Familie bereit. Immerhin besagt der Deal, dass im Anschluss die Familie rehabilitiert ist und Susan will diese Chance unbedingt nutzen. Doch als plötzlich ein Mitglied dieser Zukunftskommission stirbt, begreift Susan, dass sie in einem kriminellen Konstrukt gelandet ist und sie mit ihrer Familie plötzlich auch in Gefahr schwebt. Doch Susan wäre nicht Susan, wenn sie nicht mit spontanen Einfällen und ihrem Effekt hinter die Machenschaften kommen würde.


    Der Autor Peter Høeg hat einen äußerst spannenden Roman geschrieben, der krimihafte Züge aufweist. Trotz dem ruhigen Schreibstil fesselt die Geschichte und lässt rasch Seite um Seite verfliegen. Man wird immer wieder überrascht mit welchen Ideen die Protagonistin aufwartet und auch der Effekt ließ mich so manches Mal schmunzeln.


    Ein spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Zwischendurch hätte etwas Straffung gut getan, auch wurde manches Mal etwas dick aufgetragen, sodass man nur den Kopf schütteln kann ob der Einfälle des Autors.


    Trotzdem hat mich die Geschichte überzeugt und ich werde bestimmt noch das ein oder andere Buch des Autors lesen. Gerne vergebe ich für den Susan-Effekt 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Frankenstein (ISBN: 9783717523703)
    Mary Shelley

    Frankenstein

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Doreen_Klaus

    Zum Inhalt des Buches muss man, glaube ich, nicht mehr viel sagen. Der junge ambitionierte Frankenstein ist fasziniert von längst überholten Lehrmeinungen und erschafft unter deren Einfluss ein Wesen nach dem Ebenbild des Menschen. Als dieses zum Leben erwacht, wendet sich der Schöpfer ab angesichts des Grauens, das er erschaffen hat, verweigert seiner Schöpfung Leitung und Nähe und besiegelt so sein Schicksal.

    Schon recht früh war ich fasziniert vom Horrorgenre und habe neben Stephen King, natürlich auch die Klassiker gelesen. Damals war ich fasziniert von der Geschichte. Heute, mit Erfahrung und Abstand sehe ich die Story dagegen etwas differenzierter. 

    Generell ist es erstaunlich, mit welch wenigen tatsächlichen Horrorelementen die Autorin ihre vielschichtige Geschichte aufbaut. Sie beschreibt den Entstehungsprozess des Monsters fast gar nicht und auch das Aussehen der Kreatur bleibt weitestgehend der Phantasie des Lesers überlassen. Bilder, die man meint hierzu im Kopf zu haben, stammen meist aus einer der zahlreichen Verfilmungen. Der eigentliche Grusel spielt sich hier nicht in blutigen Details ab, sondern viel mehr auf der psychologischen Ebene. Wenn man bedenkt wie jung Mary Shelley war, als sie die Geschichte geschrieben hat ist es erstaunlich, wie sie es schafft beim Leser subtile Gänsehaut zu erzeugen und wie visionär ihre Erzählung ist, wenn man bedenkt was heute möglich ist, beispielsweise bei Transplantation, Gentechnik, Klonen. 

    Die Erzählweise ist sehr verschachtelt. Der Leser erfährt über die Kreatur aus Briefen eines jungen Forschers an seine Schwester, der hier über die Begegnung mit Frankenstein erzählt und dabei wiedergibt, was dieser ihm von seinem persönlichen Alptraum erzählt. Die Sprache ist natürlich ganz dem Alter des Buches entsprechend und teilweise schon langatmig und schwer. Gerade junge Leser könnten sich hier abgeschreckt fühlen und die Lust verlieren. Streckenweise wirkt das Buch fast wie ein Reisebericht, besonders wenn man die Wege Frankensteins nachverfolgt und von der Kreatur seintenweise kein Wort berichtet wird. Die Beschreibung der Kreatur ist, wie schon gesagt, eher vage. Sehr ausführlich widmet sich Mary Shelley dann aber der Entwicklung dieser. Hier kommt es dann, für mich, auch zu den größten, sagen wir mal Logikfehlern des Buches,  wenn die Kreatur sich vollkommen autodidaktisch Sprechen, Lesen und Schreiben beibringt und das nur durch bloßes Beobachten. Die Autorin schafft kein gefühlloses Monster, welches Feuer scheut und blindwütig tötet, sondern ein denkendes, fühlendes Wesen. Ein Wesen, das sich formvollendet ausdrücken kann und in der Lage ist seine Situation selbst psychoanalytisch zu sezieren, das seine Herkunft ergründet, nach einer Vaterfigur sucht, Anschluss finden möchte, einen Partner. An diesem Punkt kann man nun die Psychologie bemühen und das Werk analysieren, aber da ich es nicht als Literaturstudent gelesen habe, überlasse ich das Anderen. 

    Ich habe das Buch dieses Mal unter anderen Voraussetzung gelesen, aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachtet, auch unter den Einflüssen des umfangreichen Filmangebots zu diesem Stoff. Ein bisschen hat dies meinen damaligen Leseeindruck revidiert, aber trotz allem ist das Buch ein unvergleichlicher Klassiker, ein Meilenstein der Literatur, Inspiration für ein ganzes Genre und ein Muss für Fans.

  10. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783570102060)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  11. Cover des Buches Madame Curie und die Kraft zu träumen (ISBN: 9783548063867)
    Susanna Leonard

    Madame Curie und die Kraft zu träumen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Mit "Madame Curie und die Kraft zu träumen" beginnt die Reihe "Ikonen ihrer Zeit" - von der ich garantiert nicht nur dieses eine Buch gelesen habe.

     

    Marie Curie - wer hat diesen Namen nicht schon einmal gehört? Wer aber kennt Mania Sklodowska? - ich habe diese Romanbiografie mit großem Interesse und bester Unterhaltung gelesen. Das Buch hat mich gefesselt und mir jede Menge aus dem Leben der Nobelpreisträgerin erzählt - auf kurzweilig spannende lebendige Art und Weise. 

     

    Es liest sich gut, wie die Autorin das Buch aufgebaut hat - und zwar so, dass Marie sich praktisch an ihre Vergangenheit erinnert, sie ist auf dem Friedhof und trifft eine Mutter mit ihrem Baby, die sie kennt, die mal ihre Studentin war - der erzählt sie praktisch aus ihrem Leben beginnend mit der Kindheit und schließlich dem Studium und dem Kennenlernen ihres Mannes - bis zu dessen Tod und schließlich ihrem eigenen Tod. 

     

    Wir befinden uns im Paris des Jahres 1891 - Marie ist noch Mania und träumt davon das von Russland besetzte Polen zu verlassen. Man liest, wie sie schließlich an der Sorbonne studiert. als Frau wohl gemerkt. Sie geht in die Forschung - sie lernt Pierre kennen und ist glücklich. Man liest von ihren Erfolgen, man liest von ihren Gedanken und Gefühlen - Der Preis für diese Erfolge ist hoch - Schicksalsschläge sind zu verkraften. 

     

    Leseprobe:
     =========

     

    Am Abend, nachdem sie das Kind ins Bett gebracht hatten, zogen sie sich in Maries Arbeitszimmer zurück. Marie tat etwas für das leidige Geld und sondierte ihre Unterlagen  für den Artikel, den sie bis Anfang März für die Gesellschaft zur Förderung der Nationalindustrie schreiben  musste, wenn sie im April fünfzehnhundert Francs auf der Habenseite ihres Haushaltsbuches eintragen wollte. 

    Ich fand der Lektüre durchweg anregend, informativ und kurzweilig, spannend und unterhaltsam - sehr lebendig geschrieben und sie hat mich gefesselt, die Geschichte gibt angenehm zu lesen das private und wissenschaftliche Leben - die komplette Entwicklung dieser tollen Frau wieder. 

  12. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783421048554)
    Yuval Noah Harari

    Eine kurze Geschichte der Menschheit

     (299)
    Aktuelle Rezension von: KlaraBellis

    Wie in einem ultraschnellen Drohnenflug fliegt der Autor über die Geschichte der Menschheit hinweg, beleuchtet Parallelen, Überschneidungen und Scheidewege der Kulturen. Ganz nebenbei zerstört er die Illusion, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, in dem er dem Leser einen Spiegel vors Gesicht hält, in den man nur ungern hineinschaut. Denn dort blickt einem ein alles andere als vernunftbegabtes oder gar mitfühlendes Wesen entgegen. 

    Und wenn man gegen Ende des Buches vorsichtig hofft, nun kommt die Vernunft doch noch über die Menschheit, dreht sich der Wirbel der Selbstüberschätzung doch nur immer schneller und lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen.

  13. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

     (355)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Helix - Sie werden uns ersetzen

    In diesem Roman, den ich eher als eine Mischung aus Roman, Krimi und Thriller bezeichnen würde, geht es und genmanipulierte Kinder, die weiter in der Genforschung arbeiten und mehr von ihresgleichen "züchten" möchten.

    Das Buch fängt sehr spannend mit dem Tod des amerikanischen Außenministers an und geht dann weiter, dass auf der Welt Mais, Baumwolle und Ziegen gefunden werden, die resisten gegen jegliche Umwelteinflüsse sind.

    Der Beginn ist sehr spannend, aber meiner Meinung nach wird es zum Ende hin immer abstruser. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich mit dem Thema Genmanipulation noch nie wirklich beschäftigt habe und ich somit auch überhaupt nicht beurteilen kann, ob die im Buch beschriebenen Veränderungen wirklich möglich sind.

    Ich vergebe dem Buch 3 Sterne.

  14. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Wenka Mikulicz-Radecki von

    Die Vermessung der Welt

     (3.388)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier: 

    https://www.podbean.com/media/share/pb-mg5c6-faaa43

    Vorsicht, Spoiler!

  15. Cover des Buches Diabolus (ISBN: 9783404175031)
    Dan Brown

    Diabolus

     (1.661)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Anfangs ist die Geschichte sehr langatmig und nimmt kaum an Fahrt auf. Grund dafür sind die vielen Fachbegriffe, mit denen Dan Brown um sich wirft. Doch nicht nur die Fachbegriffe, sondern auch die gefühlten endloslangen Erklärungen sind zäh wie Kaugummi und machen den Start für Laien ziemlich holprig. Die Thematik an sich ist jedoch spannend und trifft auch heute noch einen wunden Punkt. 

    Alles in allem, erfährt man so einiges aus der Welt der Kryptologie und Cyberspionage. Leider scheinen die Fakten im Buch, nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen (laut Wikipedia). Hierzu sollte man bedenken, dass dieses Buch kein Sachbuch darstellt, sondern der Unterhaltung dient. Deswegen ist es legitim, dass auch Fiktion und Fantasie darin eingewoben sind. Einige andere Fehler hätten jedoch durch bessere Recherche ausgemerzt werden können (z.B.: Die Atombombe von Hiroshima hieß Little Boy und nicht Big Boy). Ansonsten ist das Buch sowohl kulturell und auch wissenschaftlich gut recherchiert. 

    Trotz der Startschwierigkeiten lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Ab etwa der Hälfte nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf, bietet Spannung und interessante Wendungen. Insbesondere die kurzen und knackigen Kapitel aber auch die verschiedenen Handlungsstränge treiben die Geschichte voran und halten die Spannung aufrecht. Es lohnt sich also dranzubleiben.

    Die Charaktere und Handlungen sind für mich nicht immer zu 100% stimmig. Zum Beispiel stellt sich Susan, entgegen ihrem IQ von 170, manchmal doof an und ist schwer von Begriff, was ungläubiges Kopfschütteln zur Folge hat. Das Ende selbst, wirkt in die Länge gezogen und völlig unrealistisch. Denn, während die gesamte Elite der NSA (sozusagen die Besten der Besten) versucht den Code zu knacken, springt selbst einem Laien die Lösung direkt ins Auge. Ein weiteres grosses Fragezeichen tut sich bei mir auf, als Hacker versuchen, in die Datenbank der NSA einzudringen. Ist es nicht sinnvoll die Datenbank vom Internet zu trennen, damit die Hacker nicht mehr darauf zugreifen können? Oder auch David Becker, Partner der Chefkryptographin Susan, mutiert zu einem wahren Actionhelden und entkommt mit viel Glück allerlei brenzligen Situationen. Oder der Profikiller, der jedes seiner Opfer mit nur einem Schuss tötet, schiesst plötzlich mehrere Male daneben. All solche Dinge wirken nicht stimmig.

    Zudem fehlt hier ein Abschluss. Meiner Meinung nach wirkte der Schluss abgehackt. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt (wie z.B.: Wie geht es jetzt mit der Kryptologie-Abteilung weiter?).

    Fazit/Empfehlung:

    Obwohl die Geschichte teils sehr langatmig ist, war es ein spannender Thriller und für mich ein toller Zeitvertreib, weshalb ich den Thriller gerne allen Dan Brown- und Thriller-Liebhabern weiterempfehle.

  16. Cover des Buches Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen (ISBN: 9783421047397)
    Morten A. Strøksnes

    Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

     (47)
    Aktuelle Rezension von: AzurPerle

    WORUM GEHT'S ?


    LIEBE ZUM MEER

    Hier wird eine Abenteuergeschichte erzählt, denn zwei Freunde erfüllen sich einen langgehegten Traum und wollen einen sogenannten Eishai ziehen, der sagenumwoben und nicht so leicht zu fangen ist. Und treffend heisst es ja, der Weg ist das Ziel: Beim Warten erzählt der Autor von echten und erfundenen Meereslebewesen, von unerschrockenen Walfängern und wagemutigen Kartografen und bringt einem das harte Leben an den arktischen Ufern der Lofoten nah. 

    Seine Liebe zum Meer zeigt sich im ausführlichem Beschreiben der Farbe des Meeres und der eigenen Klangfarbe, die eine rauhe oder stille See hat. Mythen und Legenden, wissenschaftliche Erkenntnisse und Anekdoten wechseln ab im Rhythmus des geduldigen Wartens der zwei Freunde auf den legendären Eishai.

    WAHRHEIT ODER FIKTION ?

    Und in der Tag beruht das Buch auf wahren Erlebnissen. Morten A. Strøksnes fuhr zusammen mit dem befreundeten Maler Hugo Aasjord ein Jahr lang immer mal wieder aufs Nordmeer hinaus, auf der Jagd nach dem Grönlandhai, auch Eishai genannt. Ein Säugetier, das in einer Tiefe von 400 Metern, auch bis zu 1200 Metern leben kann. Über ihre Art ist wenig bekannt, man weiss bisher nur, dass Eishaie über mehrere hundert Jahre alt werden können und von allen Wirbeltierarten das höchste Alter erreichen.

    Die beiden Freunde dabei zu begleiten, wie sie mit ihrem kleinen Schlauchboot und einem halb verwestem schottischen Hochlandrind als Köder hinausziehen aufs Meer, unberechenbaren Strömungen und dem Wetter ausgesetzt sind, ist anhand der sensiblen und anschaulichen Erzählweise ein geradezu abenteuerliches Lesevergnügen. Wobei die doch ab und an brutalen Schilderungen über die Schattenseiten des Fischfangs und des Raubbaus an der Natur ebenfalls Thema sind und nachdenklich stimmen.


    FAZIT:

    Allein schon der Titel ist auffällig und macht neugierig. Und verspricht nicht zu viel: Denn in diesem erzählendem Sachbuch verbirgt sich eine faszinierende Geschichte, die so nebenbei mit vielen Details und überaus kenntnisreich Wissenswertes über das Meer verrät. Ein Glücksfall für jeden mit Heimweh nach dem Meer.


  17. Cover des Buches Eine kurze Geschichte von fast allem (ISBN: 9783442310029)
    Bill Bryson

    Eine kurze Geschichte von fast allem

     (398)
    Aktuelle Rezension von: _pfaffingers_bibliophilie_

    Worum geht´s?

    Bill Bryson erzählt hier eine kurze Geschichte von wirklich fast Allem, angefangen beim Urknall über die Atome bis hin zur Plattentektonik. Er stellt Fragen, die uns schon seit Kindesbeinen beschäftigen: Wie viel wiegt die Erde? Und wie kann man die überhaupt Wiegen? Bryson versucht auf diese und viele andere Fragen eine verständliche Antwort zu geben.


    Meine Meinung:

    Ich liebe dieses Hörbuch (bzw. Buch). Bill Bryson hat eine so humorvolle Art und Weise trockene und hochwissenschaftliche Themen für “Nicht-Schnell-Schnaller” wie mich zu präsentieren, sodass ich nun einen guten Überblick über die Bereiche der Physik, Astronomie, Chemie und Geologie habe. Demnächst kann ich also gepflegt klugscheißen!

    Humorvoll und tatsächlich verständlich, eine tolle Mischung um das Gesagte wirklich zu verinnerlichen und sich zu merken. Lustige Sprüche, bei denen er sich selbst nicht zu ernst nimmt, ließen mich mehr als einmal schmunzeln.

    Wusstet ihr, dass die Entfernung der Sonne zur Erde ausschlaggebend für unser Überleben ist? Nur kleine Unterschiede in dieser Entfernung, und wir wären entweder Kohle, oder Eiszapfen!

    Ich denke, dieses Buch ist nicht nur für Erwachsene eine Bereicherung, sondern auch für viele Jugendliche, die sich den trockenen Schulstoff mit dieser Lektüre oder auch dem Hörbuch besser merken können.

    Oliver Rohrbeck ist ein toller Sprecher. Ich hing förmlich an seinen Lippen und empfand seine Stimme als sehr angenehm. Positiv finde ich auch, dass er das Wort Buch durch das Wort Hörbuch ersetzt, eine Kleinigkeit, die mir aber zeigt, wie viel Mühe er sich beim Lesen gegeben hat.

    Für mich wird das definitiv nicht der letzte Bill Bryson sein!


    Fazit: Ein tolles Sachbuch und ein tolles Hörbuch, leicht und verständlich mit viel Humor, dass ich jedem empfehlen kann, der gern etwas über Universum erfahren möchte.

  18. Cover des Buches Frau Einstein (ISBN: 9783462053432)
    Marie Benedict

    Frau Einstein

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Ich mag Romane, die ein Mix aus Realität und Fiktion sind. Dies animiert mich stets, selbst zu recherchieren. Dieser Roman ist der Autorin Marie Benedict gelungen. Ich fühlte mich gut unterhalten und aufklärend in die Zeit zurückversetzt.  

    Mileva war die erste Frau Albert Einsteins. Die Geschichte beginnt mit ihrer Ankunft in der Schweiz, wo sie ihr naturwissenschaftliches Studium aufnahm und Einstein kennenlernte. 

    Das Buch gewährt interessante Einblicke auf den europäischen Lebensabschnitt Einsteins. Es lässt ihn in einem anderen, neuen Licht dastehen, aber lest selbst! 

    Hie und da gab es ein paar Längen, daher habe ich mich für 4 Sterne entschieden. 

    Insgesamt ist es eindrucksvoll und dennoch ruhig erzählt. Mir gefiel Benedicts lockere und unaufgeregte Erzählweise sehr gut und ihr nächster Band liegt schon bereit. 


  19. Cover des Buches Mordspuren (ISBN: 9783404606184)
    Mark Benecke

    Mordspuren

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Kristinas_Buecherwelt

    Wie der Titel schon verrät, werden im vorliegenden Buch vor allem die Spuren an einem Tatort beleuchtet, wofür mehr oder weniger bekannte Kriminalfälle ausgewählt worden sind. Benecke typisch passiert das mit vielen Querverweisen und einer ordentlichen Hintergrundrecherche zu den Verbrechen und den Verbrechern.

    Es unterscheidet sich dabei in der Tat sehr von „Aus der Dunkelkammer des Bösen“. Auf die Psyche der Täter wird nicht explizit eingegangen, die Täteraussagen stehen größtenteils für sich, dafür sind die Fallschilderungen um einiges sachlicher. Genau diese Sachlichkeit trägt aber an der ein oder anderen Stelle maßgeblich zum Gruselfaktor bei. Wie im Vorwort so schön gesagt, bewegt man sich als Leser am Rand des Randes, extra aufpuschen muss man die Taten dafür wirklich nicht, denn sie sind schon in ihrer simpelsten Beschreibung erschütternd genug.

    Allerdings wird man sanft in das Buch eingeleitet, die Beschreibung wie es zum Vampirglauben in Europa kam, sind äußerst interessant und spannend zu lesen. Wenn ich einen persönlichen Lieblingsabschnitt angeben müsste, dann genau diesen. Die Verwicklungen sind toll dargestellt und am Ende dieses Kapitels, braucht sich wohl niemand mehr die Frage zu stellen, woher dieser Aberglaube und die tiefe Faszination herrühren mag. Die extrem sachliche Aufarbeitung gefiel mir dabei ganz besonders. Wieder ohne Zeigefinger oder Besserwisserei. Einfach schnörkellos und glaubhaft.

    Was allerdings auch in diesem Buch auffällt, ist die manchmal etwas sehr weitläufige Art von den Taten zu berichten. Natürlich erhalte ich als Leser dadurch eine menge Informationen, allerdings ermüdet diese Form der „Berichterstattung“ auch schnell. Daher mein Tipp: In Ruhe nacheinander lesen, dabei aber vielleicht die Hauptkapitel am Stück. Gerade das 3. Kapitel ist sonst schwer erfassbar, da vor allem Briefe von einem Serientäter enthalten sind, die weitgehend unkommentiert für sich stehen. Um alle nötigen Informationen daraus zu erhalten, sollte man mit einem wachen Geist rangehen.

    Die Kapitel in sich hätten für mich auch etwas ‚griffiger‘ sein können, wann ein Teilthema abgeschlossen und ein anderes begonnen wird, ist häufig nicht ganz ersichtlich und hat mich hier und da etwas verwirrt. Was mir besonders aufgefallen ist, auch wenn es im Vorwort extra erwähnt und erläutert wird, ist die Vielzahl an Berichten von Dritten, die an geeigneten Stellen zitiert werden. Diese Zitate füllen ganze Unterkapitel, wodurch man sich immer wieder auf den jeweiligen Erzählstil einstellen muss (und das ist einigermaßen anstrengend!). Darüber war ich tatsächlich etwas enttäuscht, denn ich hätte mir dazu öfter eine begleitende Bemerkung gewünscht, bzw. eigene Schilderungen statt der ewig langen Zitate bevorzugt.

    Die inhaltliche Tiefe kann ich sicherlich nicht bemängeln, wie oben erwähnt, wird das meiste haarklein dargelegt. Das aktiv geforderte Mitdenken der Leserschaft kann daher gut gelingen und hat mich immer wieder in eine sehr nachdenkliche Stimmung versetzt. Die grauen Zellen müssen tatsächlich auf Hochdruck arbeiten, wenn man nicht nur den Anspruch hat sich berieseln zu lassen. Einzelne Aspekte/ Kapitel werde ich mir aus diesem Grund später noch mal vornehmen, für mich war es nicht möglich, alles sofort greifbar zu erfassen. Ich werde die Informationen einfach erst einmal sacken lassen (müssen).

    Der Leser bekommt für sein Geld ein wirklich detailtiefes Buch, welches über viele Stunden für aktive Unterhaltung sorgt. Zartbesaiteten kann ich es aber nicht empfehlen. Auch wenn durchaus Fälle dabei sind, die sich weit weg vom Grauen bewegen, so befindet man sich trotzdem oft genug am ‚Rand des Randes‘, was eine menge Stoff für unruhige Nächte geben kann.

  20. Cover des Buches 'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna' (ISBN: 9783596812752)
    Fynn

    'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna'

     (538)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Wie so oft, habe ich auch dieses Buch relativ häufig in die Hand genommen und kurze Zeit später wieder ins Regal gestellt, weil ich immer dachte: Deine Zeit ist noch nicht jetzt. 

     

    Was soll ich sagen? In der Zwischenzeit war die Zeit da und ich bin begeistert! Dieses Buch ist ein kleines aber feines Meisterwerk, das bei mir zu mehr als nur einer Träne geführt hat. 

    Der Schreibstil ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, aber sehr authentisch und macht den besonderen Reiz des Buches aus. 

     

    Da die Handlung recht kurz ist, möchte ich inhaltlich nicht zu sehr auf die Geschichte eingehen um Spoiler zu vermeiden. 

     

    Fazit:

     

    Eines kann ich aber schnell noch sagen: Eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. 

  21. Cover des Buches Honey Badgers (ISBN: 9783492282017)
    G. A. Aiken

    Honey Badgers

     (30)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Stevie Stasiuk-MacKilligan hat es nicht leicht in ihrem Leben, als Wunderkind erwarten alles großes von ihr und ihre Schwestern bringen sich ständig in Gefahr und ihre Vater ist ein mordlustiger Honigdachs- Gestaltwandler. Stevie selbst ist ein einziges Nervenbündel. Shen Li ist ein richtiger Panda und sorgt dafür das Stevie sich ab und zu entspannt.

    Zurück zu den durchgeknallten Schwestern. Nach dem ersten Band der Reihe, freue ich mich zurück zu sein. Gleich nach den ersten Seiten fühlte ich mich wieder wie Zuhause. Die MacKilligan´s sind einfach der Wahnsinn und dafür liebe ich diese Charaktere. Es geht um die "Verrückte" oder auch jüngste. Obwohl alle drei schon etwas abgedreht sind. :) Ich mag sie und ihre Reaktionen, die nicht immer so sind wie erwartet. Ok, eigentlich nie so wie man denkt. Man lernt Shen Li besser kennen und das verhalten von Panda Gestaltwandler. Er ist irgendwie der Ruhepool in dieser Geschichte. Sorgt gleichzeitig auch für die ganze Leidenschaftlichen Szenen. Natürlich tauchen auch alte Bekannte auf und die Geschwister bringen sie mal wieder in Schwierigkeiten. Man lernt aber auch ein paar neue Figuren kennen. Im großen und ganzen wieder eine spannende, humorvolle und leidenschaftliche Geschichte.

  22. Cover des Buches Das Universum in deiner Hand (ISBN: 9783406714481)
    Christophe Galfard

    Das Universum in deiner Hand

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    In seinem Vorwort gibt Christophe Galfard zwei Versprechen. Zum einem gibt es nur eine Formel in dem Buch (und zwar die bekannte Gleichung E = mc²) und zum anderen soll das Buch niemanden überfordern. Ich habe so meine bedenken, dass dem wirklich so ist.

    Das Universum

    Klar, es gibt wirklich nur diese eine Formel in dem Buch, aber bekanntlich lassen sich Formel auch schriftlich wiedergeben, was der Autor hin und wieder gemacht hat. Zum anderen glaube ich sehr wohl, dass dieses Buch den ein oder anderen überfordern wird.

    Galfard gibt sich zwar durchaus Mühe, die komplizierte kosmologische Materie in einfachen Worten und mit simplen Beispielen zu erläutern, aber es gibt einige physikalische Zusammenhänge, die sich m.E. nicht einfach erklären lassen.
    Die Idee, den Leser als Betrachter durch das Buch und als körperloses Geistwesen auf eine Reise mitzunehmen, hat zwar durchaus seinen Charme, verdeutlich aber nicht unbedingt alle physikalischen Gegebenheiten, weswegen der Autor oftmals diese Erzählebene verlässt, um sachlich die Hintergründe zu erläutern.

    Viel neues bietet das Buch sicher nicht. Diesen Anspruch hat es auch nicht. Vielmehr möchte Galfard den aktuellen wissenschaftlichen Stand der kosmologischen Forschung einer breiten Masse zugänglich machen. Oder besser gesagt einer breiteren Masse, denn jedem wird sich diese nicht ganz einfache Materie auch mit diesem Buch nicht erschließen. Dass sich das Universum ausdehnt und nicht nur die Galaxien voneinander wegdriften ist dabei sicherlich noch die einfachste Tatsache. Wenn es um die dunkle Materie, Paralleluniversen und Quantenprozesse geht, dürfte sicherlich nicht mehr jedermann folgen können.

    Fazit

    Wer kann schon von sich behaupten, den Kosmos zu verstehen (auch wenn viele sagen, dass dieser besser erforscht ist als die Ozeane)? Es ist einfach unvorstellbar, wie klein die Erde im großen Ganzen erscheint und wie die galaktischen Prozesse um sie herum so anders funktionieren, als hier auf der Erde. Diese schwere Materie wird dem geneigten Leser sicherlich mit diesem Buch näher gebracht, das ein bisschen hochtrabend behauptet, jeglichen Aspekt zu betrachten und damit in der Hand des Lesers liegt.

    Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der auf eine etwas einfachere Art und Weise die kosmologischen Zusammenhänge nähergebracht bekommen möchte. Es ist eher kein Buch für jedermann, sehr wohl aber für den interessierten Leser.

  23. Cover des Buches Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln (ISBN: 9783446432154)
    Werner Gruber

    Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln

     (25)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext
    Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln - zu albern um Spass zu haben - zu chaotisch um sich ernsthaft Wissen anzueignen.
    Warum dies harsche Urteil ?
    Mir ging die gewollt witzige Schreibe nach kurzer Zeit auf die Nerven.
    Obwohl eingeschworene Freundin des gepflegten erbärmlichen Reims und tabuloser Alberheit haben Kapitelüberschriften wie : "Der Hering furzt die Forscher lachen, so kann man billig Freude machen" ; " Töröö" oder
    "Ice , Ice Baby" mich zusammen mit den permanenten gewollten Jokes, durchzogen mit Wissenschaftshäppchen des meist unnützen Wissens  beim Schmökern zermürbt.
    Da half dann auch  die pinkfarbene Fact Box zur Wissensvertiefung,
    die im Fall der Adeline Pinguine eine Formel für Pinguinweitschiss servierte, nicht mehr.
    Dank dieses Machwerks des AutorenTrios Puntigam - Gruber- Oberhummer weiß ich jetzt was ich mir von einem Wissenschaftssachbuch erwarte. Humor spielt da eine eher untergeordnete Rolle. Ein roter Faden der sich konstant durchzieht, weniger Schmäh und mehr Ernsthaftigkeit. Gerne mal einen kleinen Gag zwischendurch aber keine Sensationshascherei wie sie die sog. Science Busters betreiben.
    Fazit : Unterhaltsame Populärwissenschaft gerne aber ohne cindyaus marzahnattitude. Sonst ist wegen Buchabbruchs der Lerneffekt zu gering.



  24. Cover des Buches What if? Was wäre wenn? (ISBN: 9783328106906)
    Randall Munroe

    What if? Was wäre wenn?

     (172)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Man sagt, es gibt keine dummen Fragen. Das ist ganz offensichtlich falsch. Aber wie sich herausstellt, kann es uns zu wirklich Aufregendem führen, wenn wir versuchen, eine dumme Frage gründlich und vollständig zu beantworten.*


    Wie lange hält ein Atom-U-Boot im Weltall aus? Was passiert, wenn alle Menschen gleichzeitig hochhüpfen? Was, wenn meine DNA spurlos verschwindet? Was ist das letzte Licht der Menschheit? Und wie sieht ein Periodensystem der Elemente aus, in dem wirklich jedes Element gesammelt wird?



    Über fünfzig „dumme“ Fragen sind es, denen sich der Autor hier stellt. Sie stellen eine Auswahl der Fragen vor, die er über seine Webseite beantwortet. Die Fragen sind hypothetisch – die skurrilsten von ihnen finden sich in den Abschnitten „Seltsame (und beunruhigende) Fragen“. Ebenso hypothetisch sind die Antworten. Allerdings sind diese wissenschaftlich fundiert, nur gehen sie oft über das real Machbare hinaus. Besonders interessant scheinen für die Leser (und den Autor) solche Fragen, bei denen die hypothetische Steigerung so weit läuft, dass die Szenarien die Zerstörung der Menschheit/der Erde mit einschließen. 


    Über ein Physikstudium zur NASA zum Comiczeichner – schon die Biografie des Autors fand ich interessant. Dass er weiß wovon er spricht und seine Antworten auch gründlich recherchiert hat, zeigen nicht nur die vielen – immer wieder auch humorvollen – Fußnoten, sondern auch die Erwähnungen der Experten, die er dazu befragt hat. Seine Comiczeichnungen lockern die Antworten. Nicht nur aus den Zeichnungen, auch aus den Texten und herangezogenen Vergleichen liest sich der Humor des Autors. Obwohl er sich bemüht wissenschaftlich fundierte Antworten zu geben, nimmt er sie selbst nicht immer ganz ernst. 


    Fazit: Die hypothetischen Experimente mit ihrer Steigerung bis ins scheinbar Absurde (das sich doch immer an die Faktenlage hält) waren eine interessante Lektüre. 

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