Bücher mit dem Tag "naturwissenschaftliches"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "naturwissenschaftliches" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783570102060)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  2. Cover des Buches Kolumbus' Erbe (ISBN: 9783498045241)
    Charles C. Mann

    Kolumbus' Erbe

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der Autor, ein amerikanischer Wirtschaftsjournalist, hat ein bemerkenswertes Buch über die Wechselwirkungen und den Austausch von Natur und Politik geschrieben.
    So kamen bis zur Entdeckung Amerikas nicht heimische Pflanzen, Tiere und Organismen nach Amerika. Im Gegenzug importierte Europa Unbekanntes. Nicht immer zum Wohl der Menschheit in beiden Kontinenten, wie wir heute wissen.
    Zwei Arten von ursprünglich europäischen Regenwürmern graben seither Amerikas Erde um, dafür vergiften sich die Europäer mit den Erzeugnissen der Tabakpflanze.
    Mit vielen ähnlichen Geschichtchen deckt der Autor auf, wie die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus ab 1492 eine buchstäblich „neue Welt“ hervorbrachte. Nicht nur Menschen, sondern auch Bakterien, Tiere, Pflanzen, Waren und Rohstoffe wechseln seither in zunehmendem Tempo den Ort und Kontinent.
    Der Teufelskreis „Kultur verändert die Natur – Natur greift in die Politik ein – die Politik versucht die Natur zu steuern“ wurde damals in Gang gesetzt.
    Selbst der Slogan „Zurück zur Natur“ ist Menschenwerk. „Natur pur“ wie es uns die Werbung suggeriert – gibt es nicht (mehr).

    Das Buch wurde zu Recht zum besten Sachbuch 2013 gewählt!
  3. Cover des Buches Tiger an Deck (ISBN: 9783866481282)
    Birgit Pelzer-Reith

    Tiger an Deck

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Geißeln der Menschheit (ISBN: 9783538071599)
    Stefan Winkle

    Geißeln der Menschheit

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Vom Verstummen der Welt (ISBN: 9783865811820)
    Marcel Robischon

    Vom Verstummen der Welt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Die Lektüre dieses Buches ist ein erschütterndes und nachdenklich machendes Erlebnis. Der Forstwissenschaftler und Biologe Marcel Robischon hat die Welt bereist und auf den Spuren der großen Entdecker Menschen und die Natur beobachtet. Vielen Mythen und Legenden ist er dabei nachgegangen und hat insgesamt dreizehn wunderbare und geradezu poetische Essays verfasst. Essays, die den Leser mitnehmen auf eine „Reise voller Abenteuer, Wunder und Erkenntnis“. Der unaufhaltsam scheinende Verlust der Artenvielfalt ist für ihn nicht nur als Verlust unseres natürlichen Reichtums zu interpretieren. Indem immer mehr Tiere und Pflanzen aussterben, verlieren die Menschen mit den dann auch verschwundenen Farben, Düften und Klängen etwas, was für die Sinne der Menschen über Jahrtausende wichtig gewesen ist, was zu ihrer Kultur gehörte, womit sie sich auch selbst definieren konnten. Die Verarmung der Vielfalt unserer Natur, deren unermesslicher Reichtum den Menschen seit dem Beginn der Evolution Ideen vermittelt und seine Phantasien angeregt hat, wird Folgen haben für das Denken des homo sapiens. Sein Denken, seine Kultur werden nicht unberührt bleiben in einer Umwelt, die immer eintöniger wird. Natürlich will Robischon mit seinem Buch mahnen und warnen. Vor allen Dingen aber will er auf eine fast schon poetische Weise das Mitgefühl seiner Leser wecken für seine Mitgeschöpflichkeit, wie ich das nennen möchte. Er möchte erinnern und erlebbar, spürbar machen, was da alles verloren zu gehen droht. Damit eines nicht geschehe: „dass alles immer gleicher wird und wir in der Natur keine Antworten mehr für die Zukunft finden.“ Ein großes, leidenschaftliches und zutiefst trauriges Buch.

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