Bücher mit dem Tag "naumann"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "naumann" gekennzeichnet haben.

4 Bücher

  1. Cover des Buches Fernwehland (ISBN: 9783365011553)
    Kati Naumann

    Fernwehland

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Petzi_Maus

    In diesem emotionalen Familienroman steht das reale Kreuzfahrtschiff Astoria im Mittelpunkt, das früher zu DDR-Zeiten Völkerfreundschaft hieß, und das Personen, die mit diesem Schiff in Verbindung standen, zusammengeführt hat und diesen nie aus dem Kopf gegangen ist bzw. deren Leben geprägt hat.
    Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Zeitebenen, und nach und nach klärt sich auf, wie die Schicksale der Personen durch dieses Schiff verwoben sind.
    Man lernt ab dem Jahr 1938 Erwin kennen, der schon von Klein an von der Seefahrt geträumt hat.
    Sein Sohn Henri hat es dann geschafft - er wird Matrose auf der "Völkerfreundschaft", dem ersten Kreuzfahrtschiff der DDR, die sich das Schiff nur leisten konnte, da das ursprünglich schwedische Kreuzfahrtschiff "Stockholm" nach einer Kollision 1960 günstig an die DDR verkauft wurde und weil durch die Steckenpferd-Bewegung der Arbeiter der DDR Mittel dafür erwirtschaftet wurden.
    Und im Jahr 2019 macht dieses Kreuzfahrtschiff, das nun Astoria heißt und das älteste, noch fahrende Passagierschiff ist, seine letzte Fahrt - auf ihr sind Henri dabei und seine Frau Simone, die damals als Stewardess auf der Völkerfreundschaft gearbeitet hat, wo die beiden sich vor über 40 Jahren kennen- und lieben gelernt hatten.
    Und auch die Schwedin Frida ist dabei, die als Kind bei der Schiffstaufe dabei war.

    Die Autorin hat wieder eine gefühlvolle und bewegende Geschichte um eine Familie (und ein Passagierschiff) kreiert, die so interessant und spannend verwebt ist, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann.
    Auch die vielen Infos über die Binnenschifffahrt (auf dem Personendampfer Diesbar hatte Erwins Mutter Dora sowie später er selbst auch gearbeitet) und Seeschifffahrt sind total interessant in der Geschichte verarbeitet, ebenso wie die geschichtlichen Hintergründe - zB über die Steckenpferd-Bewegung, ohne die der Ankauf eines Passagierschiffs niemals möglich gewesen wäre.
    Die Recherche der Autorin hat ergeben, dass es die Astoria, die nach der Zeit in der DDR unter mehreren Eignern und Namen lief, zwar noch gibt, diese aber seit Jahren ungenutzt im Hafen von Rotterdam liegt. (Und laut meiner Internetrecherche aufgrund einer schweren Beschädigung nur mehr verschrottet werden kann, was mich sehr traurig macht, nachdem ich nun die Geschichte dieses Schiffes kennenlernen durfte.)


    Fazit:
    Eine wunderbar berührende Familiengeschichte, die über mehrere Jahrzehnte und Generationen erzählt wird; gespickt mit vielen historischen Details und interessanten Infos zur Binnen- und Seeschifffahrt sowie im speziellen zum Kreuzfahrtschiff Astoria (Völkerfreundschaft). Wieder ein emotionaler, bewegender und unterhaltsamer Roman von Kati Naumann!

  2. Cover des Buches Was uns erinnern lässt (ISBN: 9783959675703)
    Kati Naumann

    Was uns erinnern lässt

    (153)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: 1977 und 2017.

    Die 14-jährige Christine lebt in den 70er Jahren im Grenzgebiet des Thüringer Waldes und sie lernt sich zu arrangieren mit der Einsamkeit, den Einschränkungen und dem Leben im ehemaligen Hotel, das schon lange keine Gäste mehr empfangen kann. Ein Leben im Sperrgebiet, jeder Ausflug muss beantragt werden, ein Übertreten der Grenze ist auch in Notfällen nur mit Passierschein möglich. Sie kennt es nicht anders, wächst gut behütet mit ihren Geschwister am Rennsteig auf bis sich von einem auf den anderen Tag alles verändert. Soldaten räumen das Haus, die Familie wird abtransportiert und es bleibt die Frage, die Christine auch Jahrzehnte später noch beschäftigt: wer war der Denunziant ?


    Zeitsprung ins Jahr 2017: Eine junge Frau namens Milla entdeckt auf ihrer Suche nach sogenannten Lost Places auf eine Falltür mitten im Wald. Darunter verbirgt sich nicht nur ein Keller, sondern ein Stück Geschichte. Familiengeschichte. Grenzgebiete. Erinnerungen. Der bisher unentdeckte Platz übt auf die junge Frau eine magische Anziehungskraft aus. Wer hat hier gelebt und warum ist der Keller gut erhalten, inklusive der Marmeladengläser und das Haus darüber verschwunden. Milla begibt sich auf die Suche und findet die ehemaligen Bewohner des Hauses, die ihr mit Skepsis und Ablehnung begegnen…


    Der Roman macht die Angst, die Willkür, die ständige Bedrohung in der DDR deutlich.

    Erinnern oder Vergessen, Geschichte ruhen lassen oder auch 40 Jahre später noch den Denunzianten finden und ihn zur Verantwortung ziehen ? Vom Loslassen und neu anfangen.


    Das Buch hatte einige unnötige Längen, war aber insgesamt gut geschrieben, gut recherchiert, berührend und interessant.

    Wer wie ich in den alten Bundesländern aufgewachsen ist, mit allen selbstverständlichen Freiheiten und der uneingeschränkten Bewegungs- und Meinungsfreiheit, kann durch das Buch ein Stück besser nachvollziehen, welche Ängste und Vorsicht auch viele Jahre später noch verinnerlicht sind.

    Lesenswert.

  3. Cover des Buches Wo wir Kinder waren (ISBN: 9783365001127)
    Kati Naumann

    Wo wir Kinder waren

    (127)
    Aktuelle Rezension von: KatMa

    Schnell ist man mitten im Geschehen drin - in der Gegenwart räumen 3 der Erben die alte Puppenfabrik der Familie Langbein leer, während sich in der Vergangenheit das Leben der Bewohner darin abspielt. Man erhält einen Einblick in das Leben der Familie während der beiden Weltkriege, der Inflation und der DDR-Zeit.

    Ich bin ebenfalls ein DDR Kind und mein Mann stammt (sogar) aus einem Betrieb, der, 1945 gegründet, während der gesamten DDR-Zeit selbständig blieb. Viele der beschriebenen Themen - ob Mangel- und Planwirtschaft, Improvisationstalent, Bespitzelung - sind mir wohl bekannt.

    Während die geschichtlichen Asprekte sehr gut recherchiert sind, hätte ich auf die Passagen in der Gegenwart gern verzichtet. Zu viel wurde nur angeschnitten, teilweise klingt die Erzählung wie ein Bericht, die Figuren bleiben durchweg blass und leblos. So eine große Zeitspanne auf nicht mal 400 Seiten zu packen funktioniert einfach nicht! Was mir wirklich gefehlt hat, war etwas Anrührendes, ein Schicksal, das mein Herz berührt hätte! Wie viel besser wäre es gewesen, die Figuren besser auszuarbeiten, ihnen Gefühl, Tiefgang und Leben einzuhauchen, die Geschichte bot dafür so viel Potential!
    Immerhin fand ich das Schicksal der Langbeins so spannend, dass ich das Buch gern zu Ende gelesen habe.

  4. Cover des Buches Sehnsucht nach Licht (ISBN: 9783365005552)
    Kati Naumann

    Sehnsucht nach Licht

    (155)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte-Y

    In „Sehnsucht nach Licht“ nimmt Kati Naumann uns mit auf eine Reise ins Erzgebirge. Es geht um die Familiengeschichte der Familie Steiner – seit Generationen eine Bergbaufamilie. Sie erzählt diese mit all ihren Höhen und Tiefen. Besonderes Augenmerk spielt dabei die Uranförderung nach dem 2. Weltkrieg und der damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch, Natur und Politik. Luisa, die jetzige Generation, geht auf eine Zeitreise … auf die Suche nach ihrem damals unter mysteriösen Umständen verschwundenen Großonkel …


    Die Kapitel werden aus zwei Sichtweisen im damals und jetzt geschrieben. Für den Spannungsaufbau ist dieser Zeitenwechsel toll, aber für den Lesefluss war es meiner Meinung nach nicht so gut geeignet. Da fiel es manchmal schwer, wieder an der richtigen Stelle gedanklich „einzusetzen“. Die Charaktere und Schauplätze waren sehr detailliert und anschaulich dargestellt. Man konnte sich gut hineinversetzen; hatte das Gefühl man war vor Ort. Insgesamt ein sehr interessantes Thema. Viele Dinge wusste ich so nicht. Sehr gut recherchiert. Wer sich für das Thema interessiert ist hier gut aufgehoben.

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