Bücher mit dem Tag "nazi-zeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nazi-zeit" gekennzeichnet haben.

37 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.520)
    Aktuelle Rezension von: Knottinga

    Liesel Memminger stiehlt einem das Herz im Laufe der Geschichte. 

    Die Geschichte beginnt mit dem Tod  (was eigentlich verständlich ist zur jener Zeit), und er begleitet uns über den Verlauf der Geschichte. Wir sehen eine Version, wie es der Sensenmann sehen kann und wie jemand Herzloses, Herz besitzt.


    Was macht diese Geschichte besonders? 

    Schon am Anfang der Erzählung wissen wir was passieren wird, wie das Ende aussieht, aber erst durch lesen und hineinfühlen in die Welt und Entwicklung Liesels, den Hubmanns, Rudi und und und Fühlen wir erst am Ende das was Geschieht mit. So als ob man dabei ist. Man fühlt den Schmerz, aber viel mehr erkennen wir: wie ein Leben in einer schrecklichen Zeitaussehen konnte und auf seine ganz eigene weiße schön sein kann.

  2. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (316)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Der 20-jährige Schweizer Friedrich kommt Anfang 1942 nach Berlin. Er will sich umsehen in der Hauptstadt, von der behauptet wird, dass Juden dort mit Möbelwagen abgeholt werden und nicht wieder zurückkommen. In einer Kunstschule lernt er Kristin kennen, die ihn sofort fasziniert. Mit Tristan von Appen, einem eleganten, vermögenden Mann, verbindet ihn bald eine Art Freundschaft. Im Mai erfährt Friedrich die Wahrheit über beide. Tristan ist Mitglied der gefürchteten SS (Schutzstaffel der Nationalsozialisten) und Kristin heißt eigentlich Stella Goldschlag und ist ein "Köderjude", wie Tristan sie nennt. Sie sucht und verrät untergetauchte Berliner Juden an die Gestapo. Erst am Heiligabend verläßt Friedrich Berlin - allein.

    Ein schmales Büchlein, von gerade mal 222 Seiten Text, dazu noch mit reichlich Zeilenabstand und einem schlichten Cover, vermochte bei Erscheinen eine große Diskussion auszulösen. Auf dem insgesamt schwarzen Cover strahlt den Lesern das Gesicht der realen Stella Goldschlag entgegen. Kann das Leben der "Greiferin", auch "Blondes Gift" oder "Blondes Gespenst" genannt, mittels einer Liebesgeschichte in einem historischen Roman dargestellt werden, angesichts des Schreckens und Gräuels, die sie verursacht hat?

    Takis Würger hat über dieses Jahr 1942 in Berlin in kühler Sprache und ganz aus der Sicht von Friedrich geschrieben. Kurze Sätze, die wenig mehr als das wiedergeben, was Friedrich sieht und erlebt. Wenig Reflexion und Gefühle. Friedrich ist oft sprachlos, während Kristin/Stella und Tristan die Führung übernehmen, im Sprechen und Handeln. Dazu wird zu Beginn jeden Kapitals, das immer einem Monat entspricht, ein kurzer Abriss über tatsächliche historische Ereignisse vorangestellt. Dies verschärft den Eindruck eines eher nüchternen Berichts und hält den Lesenden vor Augen, was "im Hintergrund" geschieht. Rationierung des Essens, Geburten berühmter Persönlichkeiten, politische Entwicklungen etc. Eingestreut in den Text sind kursiv gedruckte Abschnitte, die aus Gerichtsakten stammen und über einzelne Schicksale jüdischer Personen oder Familien berichten, die durch Stella Goldschlag verraten wurden.

    Eine schwierige Lektüre, die zwar schnell gelesen, aber nicht schnell verarbeitet ist. Erwähnenswert ist das Nachwort von Professor Sascha Feuchert, dessen Forschungsschwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur innerhalb der Neueren deutschen Literatur ist. 

    "Stella" regt zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema an und hält die Diskussion lebendig. Als ein spezielles Buch gegen das Vergessen hat es eine wichtige Aufgabe erfüllt. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich dem Thema nähern wollen.




  3. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783442749850)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (364)
    Aktuelle Rezension von: lillywunder

    Es gibt ja diese Romane, die sind einfach wunderschön, selbst wenn in ihnen gleichzeitig ganz schön viel Schrecklichkeit steckt. Einer davon ist der (mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete) Roman "Alles Licht das wir nicht sehen" von Anthony Doerr, der es meisterhaft versteht, die Grausamkeiten des Krieges genauso einzufangen wie den Zauber des Lebens. 


    Erzählt wird die Geschichte von zwei Kindern, die während des zweiten Weltkrieges aufwachsen. Werner, der mit seiner Schwester als Waisenkind im Ruhrgebiet aufwächst und dessen Zukunft als Bergarbeiter unter Tage schon festzustehen scheint. Und Marie-Laure, ein blindes Mädchen, das hunderte Kilometer entfernt in Paris bei ihrem Vater, einem Museumsmitarbeiter, aufwächst. Beide sind sie von Wissenschaft fasziniert, haben ein forschendes, lebendiges Interesse an der Welt. Werner, der schon in jungen Jahren ein Verständnis für Mathematik und Technik entwickelt und sich in der Nachbarschaft einen Namen macht, da er gelernt hat, Radios zu reparieren. Und Marie-Laure, die in Braille-Schrift einen Roman von Jules Verne nach dem anderen verschlingt, Ausflüge ins Museum macht und die kniffligen Rätsel ihres Vaters im Nullkommanix löst. Als der Krieg heraufzieht, kündigt sich auch in ihren Leben das Unheil an. Bei Werner, der mit seinen herausragenden technischen Fähigkeiten ins Visir der Nazis gerät und auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht landet. Und bei Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus Paris fliehen muss und dabei den wohl wertvollsten Besitz des Museums vor den Deutschen retten muss.


    Anthony Doerr erzählt beide Handlungsstränge parallel, immer abwechselnd in sehr kurzen Kapitelchen von oft nur zwei bis drei Seiten und auch wenn mir diese Erzählweise in anderen Roman nicht immer zusagt, so passt es hier ganz großartig und das (doch recht dicke) Buch liest sich schnell weg, frei nach dem Motto "ein Kapitelchen les ich noch". Die beiden Geschichten sind am Anfang noch unverbunden, man merkt aber immer mehr, dass sie sich aufeinander zu bewegen und im August 1944, wenn die französische Küstenstadt Saint-Melo als letzte Nazi-Festung unter Bombenhagel steht, zusammentreffen werden. Bis dahin spielt das Radio ein wichtiges und verbindendes Element, dessen Wirkung beinahe magisch aufbereitet wird. Überhaupt ist Anthony Doerr ein Meister der poetischen Sprache, seine Sätze strotzen vor Ausdruckskraft und Schönheit, wenn sie beispielsweise die sinnlichen Wahrnehmungen der blinden Marie-Laure beschreiben und verfehlen dennoch auch ihre erschreckende Wirkung nicht, wenn die Grausamkeiten der Nazi-Umerziehung von Kindern oder der Bombardierungen beschrieben werden. Die sehr aufgeladenen Metaphern waren mir persönlich manchmal ein wenig zu viel des Guten und wirkten das ein oder andere Mal etwas angestrengt. Ein kleines Kritikpünktchen, über das ich gern hinwegsehe bei diesem ganz wunderbar erzählten Roman.

  4. Cover des Buches Die Oleanderfrauen (ISBN: 9783453421158)
    Teresa Simon

    Die Oleanderfrauen

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

     

    Ich mag Romane die in zwei Zeitebenen spielen, eigentlich sind es ja immer recht ähnliche Geschichten:
     Man findet ein altes Tagebuch oder einen alten Brief und wird so in die Vergangenheit versetzt und zum Schluß fügt sich alles immer so schön zusammen. 

    So auch in diesem Roman. Aber ich liebe solche Bücher! 

    Julie betreibt in Hamburg ein kleines Cafe und erhält dort eine Mieterhöhung und weiß noch nicht so richtig wie sie diese stemmen soll. 

    Nebenher hat sie ein Projekt angefangen das nennt sich: Ich schreib dir dein Leben! Und recherchiert so für andere in ihren Familiengeschichten. 

    Eines Tages trifft sie auf Johanna, die beim Aufräumen auf ihrem Dachboden einen Koffer mit Babykleidung und ein Tagebuch, samt Medaillon gefunden hat. 

     

    Die Verfasserin des Tagebuche ist eine gewisse Sophie Terhoven. Sophie war die Tochter eines Kaffeebarons  und  lebte in den dreißiger Jahren in Hamburg. Ihre Liebe zu Hannes, dem Sohn der Köching wird von ihren Eltern nicht geduldet, doch Sophie lässt sich nichts von ihnen sagen, es kommt wie es kommen muss: Sophie wird schwanger! 

     

    Ich mag Romane in zwei Zeitzonen. Dieser hier wurde wieder sehr gut umgesetzt. Die Geschichte ist spannend und man fiebert bis zum Schluß mit. 

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!

  5. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der dritte Band um den Berliner Kommissar Gereon Rath, erschienen erstmals 2010, verfilmt unter dem Titel Babylon Berlin in 2020, was die die Serie berühmt machte. Die wesentliche Handlung beschränkt sich auf einen Zeitraum vom 27.06.1931 und dem 18.07.1931. Ein Tag im September wird dann am Ende noch angefügt. Zwischen den Ereignissen des zweiten und dieses dritten Bandes liegen also eineinhalb Jahre.

    Auch dieser Band ist in sich abgeschlossen, es wird aber immer wieder Bezug genommen auf Ereignisse aus den beiden Vorgängerbänden und die handelnden Personen entwickeln sich weiter. Es ist daher sinnvoll, die Bände in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Wie bereits in den Vorgängerbänden sind die historischen Details genau wiedergegeben, diesmal aber nicht so zahlreich. Es werden im Grunde nur die Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen den Nazis und den Kommunisten sowie die gegenseitige Bekämpfung der Ringvereine erwähnt.

    Die erzählte Geschichte ist kompliziert mit sehr vielen handelnden Personen und auch die Zahl der Morde ist hoch. Doch es gelingt Kutscher alle gesponnenen Fäden am Ende auch logisch aufzuklären und zu einem Ende zu führen. Das Aufkommen der Nationalsozialisten ist in diesem Band deutlich zu spüren, die sogenannten Kurfürstendamm-Krawalle am 12.09.1931 sind historisch belegt und deuten bereits an, wie es weitergehen wird. Wie es Kutscher immer wieder schafft, historisch belegte Ereignisse elegant in seine Geschichten einzubinden ohne dass das bemüht wirkt, ist große Schriftstellerkunst.

    Mit gefällt auch gut, dass der Autor die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man als Leser unterschiedliche Blicke auf die Handlung und die Gefühlswelt werfen kann, was insbesondere bei den Streitereien zwischen Charlotte und Gereon ganz erhellend ist.

     So manchen Schlenker im Fortgang der Geschichte hätte sich Kutscher allerdings sparen können, diese wirken deplatziert und wie Füllmaterial. Ich denke dabei z:B. an die Episode, als eine Hauswirtin ihren unschuldigen Mieter Fleming verdächtigt oder auch die Geschichte um den ermordeten Heinrich Beckmann.

    Insgesamt aber gut gelungen. Vier Sterne von mir.

  6. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (99)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  7. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.242)
    Aktuelle Rezension von: rotkehlchen

    Das Buch ist ein Jugendbuch, welches häufig als Schullektüre verwendet wird um mit den Schülern das Thema Holocaust zu bearbeiten. Das Buch ist aus Brunos Sicht geschrieben und mit 270 Seiten und größerer Schrift relativ kurz.

    Das Buch nimmt einen beim Lesen mit und ist sehr eingängig geschrieben. Bruno als Protagonist ist gut gelungen, allerdings dachte ich manchmal, dass er für seine neun Jahre vielleicht manchmal etwas zu naiv ist (damit meine ich keineswegs die Punkte bei denen es um den Holocaust geht), habe mich aber auch gefragt ob das altersgerecht ist. Andererseits ist es dem Autor wunderbar gelungen wie Bruno die Dinge hinterfragt, bspw. Was so schlimm an Juden ist und wenn „die anderen“ Juden sind, was sind dann sie? Oder wer entscheiden darf wer Pyjamas und wer Uniformen tragen darf?

  8. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Viviliebtlesen

    Als ich dieses Buch las, hatte ich auf den ersten Seiten Tränen in den Augen. Die Bilder, die im Kopf entstanden, verfolgten einen durch die gesamte Lektüre. Hinzu kommt der Gedanke, dass es nach einer wahren Geschichte erzählt wird. Was ich hierzu aber mitteilen muss, ist, dass ich vermute, dass die Geschichte, die bewegende Erzählung, dieses Buch zu etwas besonderem macht. Leider empfinde ich das nicht unbedingt für die Schreibweise. Hätte der Autor an der Stelle etwas fiktives geschrieben, hätte er diesen Erfolg nicht gefeiert. Ich bin dankbar, dass ich diese bewegende Geschichte lesen durfte, hierbei allerdings um der Geschichte Willen. Dennoch gute Unterhaltung.

  9. Cover des Buches Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid (ISBN: 9783423282734)
    Alena Schröder

    Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Andrea09

    In einem Rutsch durchgelesen und am liebsten würde ich es direkt wieder von Vorne anfangen! So ein schönes Buch, das ich von der allerersten Seite an nicht aus der Hand legen konnte. Alena Schröder schafft es mit einfachen Worten eine so schöne und fesselnde Geschichte zu schaffen. Über das Leben in den goldenen Zwanzigern, im dritten Reich, über Beziehungen zwischen Freunden, Affären und Familienmitgliedern, darüber seinen Weg im Leben zu finden. Und das ohne die Geschichte zu überladen oder unrealistisch wirken zu lassen. Die vielen Charaktere sind mir dabei, mal weniger, mal mehr, ans Herz gewachsen und am Ende schließt sich die Geschichte aller zusammen. 

  10. Cover des Buches Stille Havel (ISBN: 9783740806705)
    Tim Pieper

    Stille Havel

     (45)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Toni Sanftleben wird zu einem Leichenfund in den Park Sanssouci gerufen, das Mordopfer war Kunstsachverständiger und seine Aufzeichnungen deuten auf ein auffälliges Interesse an dem Gemälde einer geheimnisvollen, verschleierten Frau hin. Außerdem findet Toni sehr viele Aufnahmen einer alten Havelvilla und eines Firmengeländes, beide Gebäude befinden sich im Besitz der selben Familie. Doch ist in diesen Nachforschungen tatsächlich das Motiv für den Mord zu finden?

    "Stille Havel" von Tim Pieper ist der vierte Fall um KHK Toni Sanftleben, ein Protagonist, der mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Jeder der Havel-Krimis beinhaltet einen abgeschlossenen Fall, so dass die Bücher auch einzeln, unabhängig voneinander gelesen werden können. Allerdings finde ich persönlich es schöner, auch das private Leben des Ermittlers immer mehr kennen zu lernen, so dass ich empfehle, die Reihe in chronologischer Ordnung zu lesen. Im Lauf der Bücher ist Tonis Entwicklung deutlich spürbar und es macht mir Freude, ihn bei seinen Fällen zu begleiten. Die Figuren in seinem Umfeld sind ebenfalls umfassend und realistisch beschrieben, sie alle empfinde ich als "echte" Personen, so dass ich emotional tief in die Handlung eingetaucht bin.

    Wie ich es inzwischen von Tim Pieper kenne, legt er eine Vielzahl von Spuren, was mich gedanklich zu den unterschiedlichsten Vermutungen geführt hat, dennoch bin ich von der Auflösung des Falles wieder überrascht worden. In jedem seiner Bücher arbeitet der Autor mit Rückblenden, die dem Leser einen kleinen Einblick in die Gedanken des Täters und auch einige Episoden aus dem Leben des Opfers zeigen. Dieses Mal gibt es sogar Abschnitte, die bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurück reichen und mir einige geschichtlich Informationen vermittelt haben. Dabei habe ich jeden einzelnen Handlungsstrang als sehr spannend empfunden, ich mochte den E-Reader kaum aus der Hand legen, bis am Ende sämtliche Fäden miteinander verknüpft waren. 

    Auch die Liebe zur Region ist in jedem Kapitel spürbar, immer wenn ich einen der Havel-Krimis lese, bekomme ich Lust, die Gegend einmal im Rahmen eines Urlaubs kennen zu lernen. Damit vereint der Roman mehr, was ich erwartet habe, eine äußerst spannende Handlung, Teilhabe an den persönlichen Entwicklungen des Ermittlers, regionales Flair und sogar einen faszinierenden Ausflug in die deutsche Geschichte. Dieses Leseerlebnis, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat, empfehle ich mit Freude weiter. 

    Fazit: Wieder einmal hat Tim Pieper einen wunderbaren Regionalkrimi geschaffen, der mich bis zum Ende blendend unterhalten hat, so dass ich für den Roman eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche. 

  11. Cover des Buches Allee unserer Träume (ISBN: 9783548291420)
    Ulrike Gerold

    Allee unserer Träume

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Autoren haben sich aber das Recht der künstlerischen Freiheit genommen. Die Geschichte steht daher unter dem Motto: "Ich will gar nicht wissen, was wirklich passiert ist. Manchmal sind erfundene Geschichten einfach schöner." 


    Ilse Schellhaas ist die Tochter eines Architekten. Ihr Großvater hat eine Baufirma in Mühlhausen. Daher ist es für Ilse ganz normal, mit den Dingen auf einer Baustelle umzugehen. Später wird sie selbst Architektin. Als die Führung der noch jungen DDR einen Aufruf für die Planung der ersten sozialistischen Prachtstraße macht, reicht Ilse im Namen ihres Vaters ihre eigene Entwürfe ein. Zu ihrer Überraschung werden nicht nur die großen Berliner Architekturbüros eingeladen, sondern auch das Büro ihres Vaters. Die anderen Architekten sind nicht sonderlich begeistert eine Frau in ihrer Mitte zu sehen, doch unter ihnen ist auch der Mann von Ilses verstorbener Schwester....


    Anhand des Klappentextes hatte ich erwartet, dass das Buch nur in den Anfangsjahren der DDR spielt. Das Buch ist in einen Prolog und zwei Teilbücher aufgeteilt. Das erste Buch spielt in der Zeit von 1940 bis 1950. Wir erfahren zunächst wie die Protagonisten zueinander stehen und wie sie die Kriegsjahre erlebt haben. Daher war ich zunächst sehr enttäuscht, da es nicht das war, was ich erwartet hatte.


    Ab Seite 279 beginnt dann das zweite Buch mit der Zeit von 1951-1953. Nun beginnt endlich die erwartete Geschichte. Ilse, die inzwischen Marga heißt, ist mit den anderen Architekten dabei die Stalinallee zu planen. Später bringt sie sich auch als Bauleiterin ein. 


    Zum Abschluss gibt es noch einen Epilog aus dem Jahre 1989. 


    Die beiden Autoren erzählen in ihrem Buch über die Stalinallee und spätere Karl-Marx-Allee eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Es ist die Geschichte einer mutigen Frau, die ihren Weg in einer von Männern dominierten Welt geht. Dabei ist sie auf Grund ihrer Vergangenheit erpressbar.


    Der Schreibstil gefällt mir gut. Das Buch liest sich flüssig und man gerät nicht ins stocken. Obwohl ich zunächst enttäuscht war, muss ich nun nach dem Ende des Buches sagen, dass mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat. Ich vergebe daher 4 Sterne.


  12. Cover des Buches Maus (ISBN: 9783596180943)
    Art Spiegelman

    Maus

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

  13. Cover des Buches Als die Liebe endlich war (ISBN: 9783453359536)
    Andrea Maria Schenkel

    Als die Liebe endlich war

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Himmelsvogel

    Story:

    1938, kurz bevor es zu spät dafür ist, flieht der junge Carl aus Regensburg mit Mutter und kleiner Schwester aus der Heimat und immigriert in Shanghai. Eine aufwühlende, lange Reise nach einer neuen Heimat beginnt, hinter ihm liegt sein jüdisch geborener Vater, der seine Heimat, Deutschland nicht verlassen wollte. In den USA findet Carl endlich den so lange gesuchten halt und lernt seine künftige Frau Emmi kennen. Gemeinsam lassen sie ihre Vergangenheit hinter sich, doch Jahrzehnte später wird er von einer Nachbarin gebeten den Nachlass ihres Mannes durchzusehen, dort stößt er auf Dokumente und Briefe, die längst vergessene Ereignisse und Erzählungen aus seiner Vergangenheit wachrütteln und Hinweise auf Emmis Vergangenheit bergen. Das Fundament aus Schweigen, auf dem das Glück ihrer Ehe ruht, beginnt schleichend zu bröckeln.

    Schreibstil/Inhalt:

    Die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit ist sehr gut gelungen. Die Geschichte ist stimmig, interessant und unterhaltsam. Außerdem bietet sie tiefblickende Einblicke in eine Zeit, die so lange her zu sein scheint und durch die Perspektive der Gegenwart plötzlich ganz nah wird. Andrea Maria Schenkel behandelt in diesem Buch unter anderem Themen, wie Antisemitismus, Nationalsozialismus und den Holocaust. Sie hat es geschafft Themen, die nicht gerade leicht verdaulich sind, da sie mit Schuld, Hass und Angst verbunden sind bzw. diese Gefühle hervorrufen, in gewisser weise Leben einzuhauchen und die Geschehnisse aus verschiedenen Sichtweisen zu erzählen ohne respektlos zu sein. Der Autorin ist es gelungen einen aufwühlenden, historischen Roman ruhig und entspannt, aber mit einer inneren Tiefe zu erzählen, das einem nicht langweilig wird, sondern eher das Gegenteil erzeugt, nämlich das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

    Charaktere:

    Die Entwicklung der Charaktere und deren Umfeld war gut durchdacht und beschönigt keinesfalls deren Taten, sondern erklärt auch deren Hintergründe, Ursachen und Folgen. Die Autorin lässt durchaus Spielraum zur Spekulation bezüglich der Konfrontation gegenüber dem jüngeren ich beider Charaktere mit ihrem gealterten. Doch das wichtigste an Geschichten, vor allem wenn es um eine mit historischem Hintergrund geht, ist das glaubhafte und überzeugende auftreten der Menschen, sodass man sich gewissermaßen in fiktive Personen hineinversetzten kann und das ist hier definitiv der Fall.

    Fazit:

    „ALS DIE LIEBE ENDLICH WAR“ ist ein wundervoller Roman, der mich sehr berührt und zutiefst ergriffen hat, sodass mir die Geschichte, auch nach dem ich sie beendet hatte, nicht mehr aus dem Kopf ging.

  14. Cover des Buches Marie (ISBN: 9783961117567)
    Anja Lehmann

    Marie

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde

    Marie, von Anja Lehmann

     

    Cover:

    Das Cover mit der Winterlandschaft gefällt mir hier gut.

     

    Inhalt:

    Die Wirren und Gräueltaten des Krieges. Ein Mann mit psychischen Abgründen der zum psychopathischen Täter wird.

    Dazwischen die Schwestern Marie und Sarah, die in diesen Zeiten erwachsen werden müssen und jede auf sich alleine Gestellt ums Überleben kämpfen müssen. 

    Dazwischen die Geschichte eines amerikanischen Soldaten (Liam) der als irischer Auswanderer nach Amerika kam.

     

    Meine Meinung:

    Dieses Buch hat mich hin und her gerissen. Ich lese sehr gerne und viel historische Romane, deshalb  habe ich auch schon einige Bücher über diese Zeit gelesen.

    In diesem Buch scheint mir nun vieles schriftstellerische Freiheit zu sein. Doch dann habe ich mich wieder gefragt: könnte es sich nicht doch so abgespielt haben?

    Auf jedenfall ist es packend und spannend geschrieben, und keine leichte Kost. Das ganze Buch über.

    Nicht nur der Krieg und seine grausamen Gräueltaten werden ausführlich beschrieben.  Wir erleben auch menschliche Abgründe durch Fritz, der Marie u.a. als Sexsklavin im Keller gefangen hält.

     

    Beim Ende habe ich das Gefühl die Geschichte ist noch nicht fertig erzählt.  Für mich fehlt irgendwie der Abschluss. Ein Epilog oder ein Ausblick auf die Zukunft. Hier hätte ich lieber weniger über Liam, den amerikanischen Soldaten gelesen und eher die beiden Schwestern nach dem Krieg noch weiter begleitet. 

    (Irgendwo habe ich gelesen, die Autorin überlegt sich eine Fortsetzung über die beiden Schwestern zu schreiben, was dann einen Sinn machen würde).

     

    Autorin:

    Anja Lehmann wurde 1980 in Starnberg bei München geboren und wuchs in Schwabing auf. Seit 2017 arbeitet sie hauptsächlich an Romanen für Erwachsene. Dabei macht es ihr großen Spaß, Geschichte für den Leser lebendig zu machen und mit einigen fiktiven Figuren aufzupeppen. Sie lebt mit ihrer Familie in Roth bei Nürnberg. 

     

    Mein Fazit:

    Ein packender Roman über das Schicksal zweier Schwestern im 2. Weltkrieg, mit (vielleicht) viel schriftstellerischer Freiheit und einem (für mich)  offenen Ende. Sehr emotional.  Das Buch hat mich gut (wenn auch ambivalent) unterhalten und deshalb von mir 4 Sterne. 

     


  15. Cover des Buches Wer die Wahrheit sucht (ISBN: 9783442484416)
    Elizabeth George

    Wer die Wahrheit sucht

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Ich habe schon mehrere Teile dieser Reihe gelesen, doch zum ersten Mal rückte das Ehepaar St. James in den Mittelpunkt des Buches. 
    Die Beziehung der beiden empfand ich auch bei den vorherigen Bänden immer als merkwürdig. Zum Ende dieses Romans gelang es der Autorin mal ein bisschen Licht in diese Sache zu bringen. 


    Ansonsten folgt dieser Roman ganz dem gewohnten Schema von Elisabeth George. Mir ist keine Autorin bekannt, die ihre Bücher mir so vielen vollständig ausgearbeiteten Protagonisten füllt und die um sie entstehende Geschichte so detailliert darstellt. Das verleiht der ganzen Story natürlich allein schon durch die zwangsläufig entstehende Komplexität unglaubliche Tiefe, allerdings wird einem das Lesen durch die vielen verschiedenen Fakten und Namen erschwert. Wenn ich viel Zeit habe, finde ich das gut, ein Horror ist es allerdings, wenn man der Geschichte nicht treu bleiben kann. Falls man 7hre Bücher über mehrere Tage am Stück lesen will, ist man meiner Meinung nach verloren. 


    Was mir an diesem Buch auch nicht so wirklich gefallen hat, ist, dass am Ende zu viele lose Fäden einfach nicht mehr aufgenommen wurden. 


    Alles in allem guter Durchschnitt für Viel- und Schnellleser 
  16. Cover des Buches Unter Wölfen (ISBN: 9783734109843)
    Alex Beer

    Unter Wölfen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Ich schätze die August Emmerich-Reihe Alex Beer und die unter dem Namen Daniela Larcher publizierte Otto Morell Reihe der Autorin sehr, mit der Issak Rubinstein-Reihe dagegen konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Die Grundidee, ein jüdischer Antiquar, der zu einem Gestapo-Ermittler wird, finde ich zu unglaubwürdig, als dass sie Interesse bei mir wecken konnte. Doch nach der Lektüre des letzten Emmerich Romans habe ich es dann doch mit dem Roman versucht, und siehe da, ich bin überraschenderweise nicht enttäuscht. Zwar halte ich die Ausgangssituation nach wie vor für hanebüchen, aber blendet man das als Leser aus, bleibt ein höchst spannender Roman übrig.

    Die Familie Rubinsteins steht kurz vor der Deportation aus Nürnberg in den Osten. In seiner Not wendet sich Isaak an eine ehemalige Freundin, von der er zu recht glaubt, sie habe Kontakte zum Widerstand. Sie willigt ein, möchte aber als Gegenleistung, dass sich Rubinstein als der wegen einers Mordeermittlung in der Nürnberger Burg, in der ein führendes Mitglied der Gauleitung Franken verwickelt ist, aus Berlin herbeigeorderte Adolf Weissmann ausgibt, der Vorzeigeermittler des dritten Reiches. Der tatsächloche Weismann wird ausgeschaltet, sodass die Geschichte an Glaubwürdigkeit gewinnen kann. Unter dem Inkognito stellen sich Rubinstein drei gewichtige Aufgaben, erstens, die geplante Aktion der "Fränkischen Freiheit", der lokalen Widerstandsorganisation zu retten, den schutz seiner familie zu organisieren und nicht zuletzt  um den Schein zu wahren, die Aufklärung des Mordes. Dabei gerät er des öfteren in Lebensgefahr, da es Gestapoangehörige gibt, die an seiner Identität zweifeln, doch mit einer wahrhaften Meisterleistung schafft er es, alle drei Probleme zu lösen. Am Ende entscheidet er sich gar dazu, als Weismann in Nürnberg zu bleiben um wweiterhin gegen die Nazis zu wirken.

    Wie gesagt, historisch alles andere als glaubwürdig (so wünscht man sich zwar, wie im Roman beschrieben, einen derrt vernetzten Widerstand, den es so leider nie gegeben hat) bietet der Roman ein Höchstmaß an Spannung, insofern historische Bedenken hinten anstellen und den Roman als einfachen Krimi lesen.

  17. Cover des Buches Walhalla-Code (ISBN: 9783899778083)
    Uwe Klausner

    Walhalla-Code

     (32)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Mord oder Selbstmord? Ein Toter auf der Parkbank gibt Rätsel auf. Doch diesmal ist es für Kommissar Tom Sydow kein „normaler“ Fall; denn das Opfer ist ein hoher Beamter der Gestapo, ein Vertrauter Reinhard Heydrichs. Schon bald fühlen sich Sydow und sein Assistent Kalinke selbst verfolgt. Doch nicht nur die Gestapo-Schergen, sondern auch der englische und der russische Geheimdienst haben Interesse an den Umständen des Mordes. In dem letzten Telefongespräch zwischen Heydrich und dem Toten, das abgehört worden ist, fiel der Codename „Walhalla“. Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter?

    Klausner verlegt seinen Kriminalfall in das Ambiente der Vierziger Jahre und verbindet ihn mit Ereignissen aus dem Zweiten Weltkrieg. Stimmungsvoll schildert er den zeitgeschichtlichen Hintergrund, das Leben im Berlin jener Zeit, die Angst vor dem Bombenkrieg, die Bespitzelung, die Verfolgung von Juden und Andersdenkenden. Der Roman ist gut recherchiert, spannend und flott geschrieben; dennoch fehlt mir das „I-Tüpfelchen“. Die Charaktere erscheinen mir nur skizziert, oberflächlich. Auch die Handlung empfinde ich als zu überladen und viel zu rasch ablaufend. Obwohl er für meinen Geschmack zu viel „Action“ und zu wenig Tiefe bietet, ist der Krimi trotzdem recht unterhaltsam und sorgt für angenehme Lesestunden.
  18. Cover des Buches Tagebuch (Hörbestseller MP3-Ausgabe) (ISBN: 9783839840542)
    Anne Frank

    Tagebuch (Hörbestseller MP3-Ausgabe)

     (25)
    Aktuelle Rezension von: leniks

    Das Tagebuch der Anne Frank habe ich vor ganz vielen Jahren mal in der Schule gelesen. Als vor geraumer Zeit es nochmal lesen wollte, fand ich das im Buch sehr eng geschrieben. Ich bin in der Bibliothek fündig geworden und habe da das Buch als Hörbuch gefunden und habe es nun zu Ende gehört. Es  umfasst 9 CD's und hat eine ungefähre Laufzeit von 10 einhalb Stunden. Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung. CD eins bis acht liest die Sprecherin Fritzi Haberlandt. Die neunte CD wird von Anne Franks Cousin Buddy Elias gelesen.  In diesem Tagebuch hat Anne niedergeschrieben wie sie den über zwei Jahren langen Aufenthalt im Versteck erlebt hat. Schon Wahnsinn, man kann es sich kaum vorstellen. Die Sprecherin hat den Text gut rüber gebracht. Die CD neun als Annes Cousin las fand ich sehr berührend und es ist gut das über diese Zeit mmer wieder  berichtet und erzählt wird. Damit es nie wieder kommt. Von mir bekommt das Hörbuch vier Sterne. 

  19. Cover des Buches Die Zeit der Magnolien (ISBN: 9783961482641)
    Tanja Wekwerth

    Die Zeit der Magnolien

     (6)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox

    Dieser Roman ist die Geschichte einer jüdischen Familien, erzählt  in der Gegenwart an Elisabeth vom ehemaligen Gärtner Otto, um den sie sich kümmert. Die Autorin hat einen sehr schlechten Scheibstil, alles sehr langweilig und  die schlechten Übergänge von der Gegenwart in die Vergangenheit auch teilweise in der Vergangeheit zwischen den Personen, machen die Geschichte zu keinem Leseerlebnis, dazu kommt auch  noch die viel zu kleine Schrift.

  20. Cover des Buches Noah – Von einem, der überlebte (ISBN: 9783837155853)
    Takis Würger

    Noah – Von einem, der überlebte

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Noah“ – (Hörbuch) von Takis Würger

    „Von einem, der überlebte"

    Noah Klieger wurde 1925 in Frankreich geboren. Mit 13 Jahren half er jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln, als er 16 Jahre alt war, wurde er gefasst und nach Auschwitz deportiert.

    „Noah Klieger hatte noch nie geboxt, als am Tag seiner Ankunft im Konzentrationslager gefragt wurde, ob sich Boxer unter den Häftlingen befänden und seine Hand nach oben ging. Die tägliche Sonderration Suppe für die Mitglieder der Boxstaffel von Auschwitz ließ ihn lange genug überleben. Noah Klieger war 20, als die Konzentrationslager befreit wurden. Er hat drei Todesmärsche und vier Konzentrationslager überlebt in einer Zeit, in der ein Wort, eine gehobene Hand oder ein Schritt den Tod bedeuten konnten oder das Leben.“

    Noah Klieger versuchte 1947 an Bord der President Warfield / Exodus 1947 mit anderen Holocaust-Überlebender nach Israel zu gelangen. Das Schiff wurde aber von der britischen Royal Navy abgefangen und die Flüchtlinge zurück nach Frankreich, später dann nach Deutschland gebracht. 

    Erst nach dem Ende des britischen Mandats und der Staatsgründung Israels konnte Noah Klieger endlich nach Israel gelangen, dort kämpfte er gleich im Unabhängigkeitskriegs mit. 


    Fazit:

    Bei Takis Würger weiß man ja nie wirklich was einen erwartet. Hat mir sein Debütroman „Der Club“, – für den Würger einige literarische Preise erhalten hat – gut gefallen, so hat mich „Stella“ wiederum arg enttäuscht zurückgelassen. Von daher war ich neugierig und gespannt wie der Autor es diesmal angehen wird.

    Für sein neues Buch hatte Takis Würger einen längeren Aufenthalt in Israel und viele persönliche Treffen mit Noah Klieger gehabt, wobei dieser ihm seine Lebensgeschichte erzählte. Für die Wiedergabe von „Noahs“ Biografie wählte Würger diesmal die Form der Oral History. Eine Methode der Geschichtswissenschaft, die auf dem Sprechenlassen von Zeitzeugen basiert. Dabei sollen die Zeitzeugen möglichst wenig von dem Historiker beeinflusst werden. Das heißt, Noah erzählt seine Geschichte so wie er sich erinnert und er sie erlebt hat. Man kann hier also nicht von einem klassischen Roman sprechen, sondern von zusammengesetzten Fragmenten an die Noah Klieger sich erinnert, die ihm wichtig waren, vor allem an die er sich nach so vielen Jahren und so viel widerfahrenem Leid überhaupt noch erinnern konnte. Von daher gibt es natürlich biographische Lücken und auch die ein oder andere Ungereimtheit. Mir persönlich hat die „Oral-History-Form“ gut gefallen. Die distanzierte Erzählweise, aber vor allem die stakkatoartigen Sätze – die ja ein Markenzeichen von Takis Würger sind – haben meines Erachtens hervorragen zu dieser Erzählform gepasst.   

    Das Hörbuch wurde gleich von mehreren hervorragenden Sprechern*innen umgesetzt; Aaron Altaras, Jannik Schümann, Sabin Tambrea, Adriana Altaras, Anna Thalbach und Takis Würger. Auch die Stimmung dieses doch sehr besonderen geschichtlichen Themas wurde hier sehr sensibel von allen transportiert.  

    Mit dem Festhalten der Lebensgeschichte Noah Kliegers – einen der letzten Zeitzeugen des Holocaust – hat Würger uns, sowie kommenden Generationen sozusagen ein Ausrufungszeichen, eine Mahnung vermittelt, – ein Plädoyer gegen das Vergessen!



    Hier die Rezi auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/06/04/noah-von-takis-wurger/



    Besten Dank an den „Random House Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar


  21. Cover des Buches Charlottes Rückkehr (ISBN: 9783958248892)
    Verena Rabe

    Charlottes Rückkehr

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Belle410
    Auch mich zog das geheimnisvolle Cover zu diesem Buch. Auch der Klappentext versprach viel. An sich ist das Buch auch nicht schlecht, aber meines Erachtens wird zu wenig auf Charlotte und ihre Kindheit eingegangen und fast schon etwas zu viel auf die Verwicklungen zwischen Christiane und Olaf. Besonders langatmig fand ich die Beschreibungen von Olafs Beweggründen, Gefühlen und Gedanken.
  22. Cover des Buches Düstermühle (ISBN: 9783492272704)
    Stefan Holtkötter

    Düstermühle

     (30)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ein kleines Dorf im Münsterland. Als eine Scheune mit einem Toten darin abbrennt und der Brandstifter verstorben an Herzinfarkt davor liegt, scheint alles klar. Aber was haben die Dorfbewohner zu verbergen ? Und was ist damals auf dem Hof geschehen, als in der Zeit vom Kriegsende Flüchtlinge und Zwangsarbeiter auf dem Hof waren ? 

    Das Buch ist richtig spannend, die Charaktere sehr liebenswert (vor allem die älteren Herrschaften) und auch wird das Privatleben der Ermittler nicht übermäßig beleuchtet. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Gegen Ende nahm das Buch nochmal richtig Fahrt auf und endlich, endlich erfuhr man, was damals passierte und wieso das heute noch für irgendjemanden wichtig war. Damit hatte ich nicht gerechnet. Fand das Buch so spannend, dass ich bis heute morgen um 4hoo gelesen habe. Es ist nicht blutrünstig, sondern eher Miss Marplemäßig, aber richtig gut und spannender. Klare Leseempfehlung. Werde nach weiteren Büchern aus der Reihe Ausschau halten.

  23. Cover des Buches Schatten der Provence (ISBN: 9783596704019)
    Pierre Lagrange

    Schatten der Provence

     (66)
    Aktuelle Rezension von: kindergartensylvi

    Schatten der Provence von Pierre Lagrange

    Ein neuer Fall für den ehemaligen Inspektor Albin Leclere

    zur Geschichte:

    Commissaire Albin Leclerc kommt nicht zu seinem wohlverdienten Ruhestand. Denn der Überfall auf einen Kunsttransport mit wertvollen Gemälden findet ausgerechnet kurz vor Carpentras statt. Der Coup geht schief, die Polizei entdeckt im Versteck der Räuber einen unbekannten Cézanne und einen Van Gogh. Alles weist darauf hin, dass sie aus einem geheimen Depot mit Nazi-Raubkunst stammen. Zum Ärger der beiden Polizisten Theroux und Castel mischt sich Albin mit seinem Mops Tyson in ihre Ermittlungen ein. Dabei ist er ihnen immer einen Schritt voraus. Als es Tote gibt, gerät Albin ins Visier der Täter. Plötzlich geht es für ihn um Leben und Tod…

    mein Fazit:

    Den Leser erwartet ein packender, spannender und fesselnder Kriminalroman. Dieser ist leicht und flüssig geschrieben. Den Rahmen der Geschichte bildet ein Überfall auf einen Kunsttransport mit wertvollen Gemälden.

    Der ehemalige Commissaire Albin Leclere erfährt im Ort von dem missglückten Überfall. Plötzlich fällt ihm dazu etwas ein. Mit gefälschten Gemälden hatte er vor Jahren einmal zu tun. Und plötzlich ist er wieder mitten in dem Fall, denn seine ehemaligen Kollegen Castel und Theroux brauchen Unterstützung und ihm ist langweilig. Spannend und feinfühlig beschrieben, fand ich die kleinen alltäglichen Begebenheiten zwischen Albin Leclere und seiner Familie. Liebevoll kümmert er sich um seine Enkeltochter und holt sie täglich vom Kindergarten ab. 

    Aufmerksam hab ich alle Schritte bei der Ermittlung verfolgt. Das Ende war für mich überraschend und extrem spannend.

    Ich freu mich schon auf weitere Fälle von Albin Leclere und seinen Hund Tyson.

  24. Cover des Buches Und Jimmy ging zum Regenbogen (ISBN: 9783426404089)
    Johannes Mario Simmel

    Und Jimmy ging zum Regenbogen

     (63)
    Aktuelle Rezension von: miramio
    Wiemn 1969 Der Vater von Manuel Aranda wurde von der Buchhändlerin Valerie Steinfeld ermordet, die danch Selbstmord began. MAnuel reist nach Wien und wird seit seiner Ankunft von Spionen der USA, Russland und Frankreicht beobachtet. Unwissend entgeht eher mit Glück den ersten Anschlag und findet schon bald raus, dass seiner Vater in gefährlichen Geschäften verwickelt war. Mit der Zeit taucht er immer mehr in die Geschichte von Valerie Steinfeld ein und erfährt ziemlich zum Schluss den Grund für den Mord an seinen Vater, wo es doch so schien als hätten die zwei sich nie gekannt.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks