Bücher mit dem Tag "nazi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nazi" gekennzeichnet haben.

92 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.699)
    Aktuelle Rezension von: Josefine

    Ein Meisterwerk.

    Was macht dieses Buch so besonders? Alles!

    Markus Zusaks Schreibstil ist unglaublich und wunderschön, leider findet man so etwas zur Zeit selten. Das Buch ist ja nun auch fast schon 20 Jahre alt.

    Die Charaktere: sie haben Ecken und Kanten, Eigenheiten, sie werden lebendig und man denkt, tatsächlich am Leben dieser Menschen teilhaben zu können. Auch die Sprache mit dem Bayrischen Ausdrücken ist unglaublich gut recheriert, hier merkt man dass der Autor deutsche bzw. österreichische Wurzeln hat. Es gibt den Charakteren große Glaubwürdikgeit, es wäre nicht passend in einer ländlichen Gegend in der Nähe von Münschen seine Protagonisten lumpenreines Hochdeutsch sprechen zu lassen.

    Die Story: es gibt schöne Momente und absolut tragische. Liesels Leben während der Zeit des zweiten Weltkrieges wird aus der Sicht eines jungen heranwachsenden Mädchens erzählt. Nach und nach erweitert sich ihre Sichtweise. Das Buch hat mich oft schmunzeln lassen und zum Weinen gebracht.

    Die Perspektive des Todes: Zu Beginn, sehr gewöhnungsbedürftig, aber es bereichert das Buch umso mehr.

    Die Bücherdiebin gehört in jeden Bücherschrank. Ich finde es schade, das Buch erst jetzt gelesen zu haben.

  2. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783733507275)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    (2.391)
    Aktuelle Rezension von: Lillyyy

    Von einem Neunjährigen erzählt, aber nicht gut Neunjährige geeignet. Das stand vorne im Buch drin. Und es stimmt absolut! 

    Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin nach "Aus-Wisch" weil Brunos Vater vom "Furor" dorthin versetzt wurde. Dort traf er, auf der anderen Seite des Zauns, einen Jungen im gleichen Alter, und sie wurden schnell gute Freunde. 

    Diese naive Denkweise von Bruno hat mich am Anfang etwas gestört, aber mir ist nach einer Weile klar geworden, dass er ja erst 9 ist. 

    Aber eigentlich kann man das Buch gar nicht beschreiben, ich finde, jeder sollte es einfach einmal lesen, und sich selber ein Bild von machen! Und, meiner Meinung nach, sollte es eine verpflichtende Lektüre für die Schule werden, denn die Verbrechen des Holocausts dürfen niemals in Vergessenheit geraten!!!

  3. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783352010323)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (656)
    Aktuelle Rezension von: Sophie0406

    𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

    -

    »Männer erzählen Geschichten. Frauen machen mit dem Leben weiter. Für uns war es ein Schattenkrieg. Und nachdem er vorbei war, gab es keine Paraden für uns, keine Orden und keinen Platz in den Geschichtsbüchern. Im Krieg taten wir, was wir tun mussten, und nachdem er vorbei war, sammelten wir die Scherben ein und fingen noch einmal von vorn an."

    -

    Bei diesem Zitat aus dem Buch bekomme ich immer noch Gänsehaut. Es ist eine Hommage an jede einzelne Frau. Und es sagt so viel über uns aus. Über unsere weibliche Stärke, über unseren Mut, über unseren Überlebenswillen und über das, was tief in uns drin schlummert. Dieses Zitat beschreibt so gut die Handlungen im Buch, dass es schon fast weh tut. Ich habe zwei sehr starke Protagonistinnen kennenlernen dürfen, die nicht ungleicher hätte sein können. Sie sind zwei Teile eines Ganzen, jede für sich eine Kostbarkeit. Isabelle, die Rebellin - die Mutige, die Realistische, die Kämpferin. Und Vianne, die Löwenmama - die Beschützerin, die Aufopferungsvolle, die Sanfte. Beide Frauen haben so viel Schreckliches erlebt, so viel Traumatisches und trotzdem waren sie für ihre Mitmenschen der Fels in der Brandung. Ich kann gar nicht sagen, wer von den beiden Frauen mir mehr gefallen hat. Sie waren beide etwas Besonderes. Das Buch zeigt die realistische und erschreckende Wahrheit des Zweiten Weltkrieges ohne irgendwas zu beschönigen. Und die letzten 100 Seiten habe ich öfters vollkommen hilflos und verzweifelt gefühlt. Die Tränen kamen und gingen. 

    Der Schreibstil an sich war zwischendurch sehr anspruchsvoll. Da ich noch nie in Frankreich war und auch kein Französisch sprechen kann, war mir der eine oder andere Ort, sowie die eine oder andere Aussprache etwas fremd, was den Lesefluss etwas eingedämmt hat. Der Inhalt des Buches war jedoch eine 10/10 und höchst emotional. Eine klare Leseempfehlung von mir. 

  4. Cover des Buches Über Menschen (ISBN: 9783442772193)
    Juli Zeh

    Über Menschen

    (443)
    Aktuelle Rezension von: JanaRuh

    Juli Zehs Über Menschen erzählt die Geschichte von Dora, die aus der Großstadt aufs Land zieht, um Abstand von ihrem bisherigen Leben zu gewinnen. Dort trifft sie auf Menschen, die so ganz anders sind als sie selbst – und genau daraus entstehen spannende, manchmal unbequeme, aber sehr menschliche Begegnungen. Ohne zu viel vorwegzunehmen zeigt der Roman, wie schnell Vorurteile entstehen und wie wichtig es ist, hinter Fassaden zu schauen.

    Besonders beeindruckt haben mich die Figuren des Romans. Juli Zeh schafft es, ihre Charaktere unglaublich nahbar und authentisch wirken zu lassen. Niemand ist nur „gut“ oder „schlecht“ – alle tragen Widersprüche in sich, genau wie im echten Leben. Gerade dadurch wird die Menschlichkeit in den Mittelpunkt gestellt.

    Am meisten geblieben ist mir die Botschaft, dass ein „Gutmensch“ nicht unbedingt derjenige ist, der die Welt retten oder moralisch über anderen stehen will. Viel wichtiger erscheint im Roman die konkrete Nächstenliebe: Menschen zuzuhören, Verständnis zu zeigen und trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umzugehen. Diese leise, unaufdringliche Menschlichkeit macht das Buch besonders lesenswert.

    Der Schreibstil ist angenehm klar und gleichzeitig tiefgründig. Juli Zeh regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken. Für mich ist Über Menschen ein Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt.



  5. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783404179008)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

    (366)
    Aktuelle Rezension von: Hanns_Steffen_Rentschler

    Andreas Eschbach hatte eine geniale Idee.

    Also wirklich.

    Was wäre, wenn die Nazis schon Computer gehabt hätten?

    Eine dieser Fragen, bei denen man als Leser das Popcorn fallen lässt und denkt:

    „Holy shit – das wird böse.“

    Aber was kommt?

    Ein Roman wie ein eingeschlafener Systemadministrator.

    Eschbach öffnet die Hölle – und macht dann erstmal ein Backup.

    Er ersetzt Goebbels durch Google, Himmler durch Hashwerte und den totalen Krieg durch eine sehr gründliche Datenbankpflege.

    Widerstand? Fehlanzeige.

    Konsequenz? Abgemildert.

    Technologischer Impact?

    So revolutionär wie eine Fritzbox im Reichstagsbunker.

    Denn wer glaubt, man könne dem Dritten Reich digitale Macht geben, ohne die Welt gleich mit in den Abgrund zu ziehen, der schreibt nicht spekulativ – der schreibt feige.

    Statt einer rasenden Neuinterpretation der Geschichte gibt’s kleinteiliges Hackerpathos, moralisches Rumschleichen und ein bisschen Metaethik auf Unterhaltungsniveau.

    Eschbach will warnen – aber bitte so, dass es niemandem den Schlaf raubt.

    Die Vision bleibt brav. Die Dystopie harmlos.

    Die Pointe?

    Technik ist gefährlich.

    Danke. Das wussten wir schon.

    Eschbach zeigt mal wieder wie ungefährlich Literatur bleibt –

    wenn sie ihre eigenen Ideen nicht zu Ende denkt.


    Stell dir vor, Hitler hat Zugriff auf Big Data – und Eschbach macht daraus einen Roman über Datensparsamkeit.



  6. Cover des Buches Tiefe Wunden (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 3) (ISBN: 9783548061733)
    Nele Neuhaus

    Tiefe Wunden (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 3)

    (772)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Tiefe Wunden ist ein solider Kriminalroman aus der Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Wie gewohnt schreibt Nele Neuhaus flüssig und detailreich, wodurch sich die Geschichte angenehm lesen lässt. Der Fall selbst war spannend aufgebaut, konnte mich aber nicht vollkommen fesseln. Einige Wendungen wirkten vorhersehbar, und die emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte, blieb etwas aus.


    Trotzdem überzeugt das Buch mit einer gut konstruierten Ermittlungsarbeit und authentischen Figuren. Besonders Fans der Reihe werden hier auf ihre Kosten kommen, auch wenn es für mich persönlich kein Highlight war. Insgesamt ein gutes, solides Buch – lesenswert, aber nichts, was lange im Gedächtnis bleibt.


  7. Cover des Buches Selfies (ISBN: 9783423217712)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

    (401)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

    "Selfies" ist der 7. Teil der Reihe rund um das Sonderdezernat Q - dieses Mal erfahren wir endlich mehr über den Hintergrund zu Rose - dazu warum sie ist wie sie ist und was sie alles erlebt hat und erdulden musste und warum sie immer wieder wie eine durchgeknallte wandelnde Zeitbombe wirkt. Nach diesem Buch habe ich Verständnis für Rose, ich hatte Mitleid mit ihr, war wütend und geschockt und jetzt hoffe ich für sie dass alles wieder gut wird - soweit das überhaupt möglich ist ... aber das erfahren wir wohl erst im nächsten Teil

    Der Fall um den es in diesem Buch geht ist wie gewohnt verzwickt und es gibt mehrere Handlungsstränge die am Ende zusammenfinden und ein großes Gesamtbild ergeben. Normalerweise beginnt das Sonderdezernat Q in einem Cold Case zu ermitteln und dann ergibt sich die Verknüpfung zu einem aktuellen Fall - dieses Mal ist es umgekehrt ... durch einen aktuellen Fall ergibt sich eine vage Verbindung zu einem Cold Case und Carl, Assad und co beginnen zu ermitteln

    Parallel dazu erschüttern mehrere Fälle von Unfällen mit Fahrerflucht Kopenhagen und als Leser bekommt man hier die Sicht aus Tätersicht zu lesen 

    Das Ende was die Fälle angeht fand ich sehr gelungen und ich musste sogar schmunzeln - wie sagt man so schön "Karma schlägt zurück"

    was Rose angeht ist das Ende relativ offen und ich hoffe sehr dass man im nächsten Teil noch einiges erfährt - und wenn es vielleicht nur in Form von einem "Rückblick" ist

  8. Cover des Buches Vaterland (ISBN: 9783453421714)
    Robert Harris

    Vaterland

    (373)
    Aktuelle Rezension von: FelixLibris

    In “Vaterland” von Robert Harris, einem alternativen Geschichtsroman, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Die Handlung folgt einem SS-Ermittler, der einen Mordfall aufklärt, während er auf dunkle Geheimnisse des Nazi-Regimes stößt.


    Thematisch erinnert das Buch mich an „NSA“ von Eschbach. Eine unbedingte Leseempfehlung. Besonders an alle „Recht und Ordnung“ Fanatiker.

  9. Cover des Buches Die Rosenzüchterin (ISBN: 9783734116292)
    Charlotte Link

    Die Rosenzüchterin

    (437)
    Aktuelle Rezension von: Futziwitch

    Franka Palmer ist mit Depressionen geplagt und jetzt erfährt sie auch noch dass ihr Mann seit langem eine Freundin hat , das gibt ihr den Antrieb um zu verreisen. Sie landet schliesslich bei Beatrice die gemeinsam mit Helene zusammen wohnt , die Beziehung der beiden Frauen ist mehr als merkwürdig und kompliziert aber nach und nach erzählt Beatrice Franka was es mit den zwei Frauen auf sich hat . Eine spannende und bizarre Geschichte um ein junges Mädchen das eine Familie bekommt die sie nie haben wollte. Eine sehr interessante Geschichte mit viel Drama Hass Liebe und Freundschaft  


  10. Cover des Buches Deutsches Haus (ISBN: 9783548061177)
    Annette Hess

    Deutsches Haus

    (239)
    Aktuelle Rezension von: Pepale

    Frankfurt 1963: Eva ist Dolmetscherin. Durch einen Zufall kommt sie an eine Job als Übersetzerin für Polnisch beim Auschwitz Prozess. Unbedarft und naiv stürzt sie sich in ihre Arbeit, ohne zu ahnen was sie dort erwartet. Die Berichte der Zeugen wie Juden ermordet, gedemütigt, gefoltert wurden, setzen Eva schwer zu. Evas Eltern hatten ihr abgeraten diesen Job zu übernehmen. Am Ende sind ihre Eltern in das ganze Geschehen verknüpft und die Familie zerstört.

    Mit ihrem Verlobten führt sie eine typische Beziehung, wie es in den 1960er Jahren verbreitet war, sie ordnet sich ihm unter. Das Gesellschaftliche Rollenbild sah es so vor, sonst galten Frauen als „unweiblich“.

    Annegret, die ältere Schwester von Eva, leidet unter dem Helden-Syndrom (Profilneurose). Als Säuglingsschwester infiziert sie Babys mit Bakterien um sie hinterher wieder gesund zu pflegen und dafür Lob und Geschenke zu bekommen.

    Die Autorin hat gut recherchiert.

    Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Geschichte ist fesselnd und bewegend. Die Protagonisten sind gut beschrieben und entwickeln sich weiter.

    Es handelt sich um eine gelungene Geschichte.



  11. Cover des Buches VIEWS (ISBN: 9783548073699)
    Marc-Uwe Kling

    VIEWS

    (524)
    Aktuelle Rezension von: TimelessTale

    Das größte Problem einer missbrauchten Frau ist, dass ihr die Füße weh tun?!

    Wie ein so sensibles Thema dermaßen abgehakt werden kann, ist echt schockierend. Weder körperliche noch physische Folgen werden angesprochen, stattdessen springt das Opfer auf und wir bekommen unrealistische Action-Szenen. Und da bei einem gesellschaftskritischen Buch! Das Finale war leider wirklich unterirdisch.

     Das Talent des Autors liegt im humoristischen Schreiben. Das Buch punktet, wenn unterschwelliger Humor eingebunden wurde, doch ab der zweiten Hälfte verliert sich die Geschichte. Die Protagonisten beginnt unüberlegt und unprofessionell zu handeln und die Auflösung ist flach und enttäuschend. Die Themen werden viel zu schnell abgehandelt und das Ende ist absolut unglaubwürdig.

     Die negativen Folgen von KI werden detailliert herausgearbeitet, allerdings wird hier wenig differenziert und die KI mit der Entwicklung der Atombombe zu vergleichen fand ich dann doch zu überspitzt. Auf mich wirkte es so, als ob der Autor sämtliche persönliche Ängste über die Zukunft in dieses Buch geschrieben hat und dabei nur für die Dramatik sensible Themen hineinwarf.

  12. Cover des Buches Das Orakel vom Berge (ISBN: 9783596521326)
    Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Yps

    Was wenn ein Attentat auf Roosevelt die Geschichte verändert hätte? Das Fehlen dieses einen starken Präsidenten auf der Seite des Guten hätte das Böse in der Welt siegen lassen. Dieses Alternativweltbuch wird erst richtig interessant als darin ein weiteres solches Buch auftaucht. Das zeigt dass gute Fantasy nicht nur eine Tür in eine andere Welt öffnen muss sondern auch wieder eine Tür zurück in unsere Welt. Es ist also nicht nur ein Buch über Geschichte sondern über die Welt und Bücher an sich. Fantasy und Science Fiction haben oft einen Mirakelcharakter; hier wird die Frage aufgeworfen ob diese Genres nicht auch einen Orakelcharakter haben können. Der Titel des fiktiven Buchs "The Grasshopper Lies Heavy" ist ein Bibelzitat (Kohelet 12,5) für das es verschiedene Übersetzungen gibt: Die Heuschrecke wird eine Plage sein. Der Grashüpfer wird nicht mehr springen. Die Heuschrecke wird satt danieder liegen. Der Spruch Salomos erinnert natürlich an die kryptischen Orakelsprüche im I Ging die häufig zitiert werden. Es gibt ja klassische Werke die als Prophezeiungen interpretiert werden; die Frage ist ob moderne Werke diese Qualität auch erreichen können. Kann man in der Realität Bücher finden die Wissen über andere oder zukünftige Realitäten enthalten? Das Ganze wird so zu einem bibliophilen Krimi und zu einer Liebeserklärung an die Buchwelt. Die titelgebende Figur Das Orakel vom Berge (The Man in the High Castle) stellt sich am Ende als normaler menschlicher Autor heraus. Die Bezeichnung rückt ihn aber in die Nähe eines Propheten Gottes. So wie Gott die Welt erschafft, der Autor das Buch erschafft, erschafft der Mensch seine eigene Welt. Die Saat des Guten und des Bösen ist immer da und kann auf verschiedenste Arten ineinander verschlungen aufgehen. Zeitlos aktuell.

  13. Cover des Buches Der Tätowierer von Auschwitz (ISBN: 9783492061377)
    Heather Morris

    Der Tätowierer von Auschwitz

    (268)
    Aktuelle Rezension von: Josefine

    Ein Buch dass man gelesen haben muss. Es lässt mich sprachlos zurück. Ein Buch, das man schwer in Worte fassen kann. Das Naachwort und die Ergänzungen der Autorin am Ende machen es umso wertvoller.

    Szenen aus diesem Buch brennen sich ein; das Fußballspiel der Häftlinge gegen die SS, während Asche aus den Krematorien auf sie herabregnet. Lales Begegnungen mit Mengele. So viele andere Kleinigkeiten, zwischen all dem stehen Gita und Lale und ihre Liebe zueinander.

    Unbedingt lesenswer!

  14. Cover des Buches Die Bücher, der Junge und die Nacht (ISBN: 9783426528969)
    Kai Meyer

    Die Bücher, der Junge und die Nacht

    (242)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee

    Dieses Buch hat mir nicht ganz so gut gefallen wie die "Bibliothek im Nebel" (damals ein Jahres-Highlight!). Aber es war immer noch ausgeprochen lesbar. Der Ton war ganz Kai Meyer, keine Frage. Irgendwie erschien mir die Auswahl der Themen ein wenig verquer: Nazi-Zeit, Okkultismus, nicht anerkannte oder unentdeckte Vaterschaften, unglückliche Liebe... allerdings war mir gar nicht bekannt, dass sich die Nazis tatsächlich mit Okkultismus befasst haben.


    Gut recherchiert war das Buch sicherlich! Die Zeitgeschichte wurde sehr lebendig. Andererseits ähnelte es manchmal einer deutschen Version von "Die Neun Pforten". 

    Die guten Seiten: Die Freundschaft Jakob / Gregori hat mich köstlich amüsiert, die Dialoge waren teils herrlich komisch! Toll geschildert auch die Atmosphäre rund um Bücher, das Buchbinden, Leipzig, Antiquariate. Die Erzählstränge aus Vergangenheit und Gegenwart sind kunstvoll verflochten.

    Bis zum Schluss blieb eine gewisse Spannung bezüglich einzelner Fragen übrig, zum Beispiel Julis Grab. Es wird auch nicht wirklich geklärt, ob Jakob Flügelschlag wirklich ein mystisches Wesen war.

    Ich hatte insgesamt das Gefühl, hier lässt der Autor seine "literarischen Muskeln" spielen, um zu sehen, ob ihm die Themen rund um Leipzig überhaupt liegen. Die späteren Bände der Reihe finde ich besser.

  15. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Lilli_Marleen_Art

    Die junge Sage trägt ein schweres Schicksal mit sich herum. Eine Narbe im Gesicht, lässt sie immer daran denken. Doch eines Tages lernt sie den hochbetagten Josef kennen und freundet sich mit ihm an. Doch schließlich macht Josef ihr ein schreckliches Geständnis und damit gerät die Welt für Sage völlig aus den Fugen.

    Das Buch ist immer wieder in 3 Abschnitte aufgeteilt. Gegenwart, Zeit des Nationalsozialismusses und eine Fantasiegeschichte, welche man zuerst nicht recht einzuordnen weiß, es aber später klar wird. 

    Ich habe den Teil, welcher die Jugend von Sages Großmutter behandelt, sehr gerne gelesen. Er stellt die Grausamkeit dieser Zeit erschreckend realistisch da und hat mich wirklich sehr berührt. Auch deshalb kann ich das Buch wirklich weiterempfeheln. Gefühlt nimmt dieser Part auch den größten Teil des Buches ein. Die Gegenwart mit der Geschichte von Sage, fand ich hingegen eher langweilig und vieles vorhersehbar. Auch war mir die Figur von Sage eher unsympatisch.

    Aber wie schon gesagt, die Geschichte um ihre Großmutter ist einfach lesenswert.

  16. Cover des Buches Leuchtfeuer (ISBN: 9783328602262)
    Corina Bomann

    Leuchtfeuer

    (91)
    Aktuelle Rezension von: Nira_cole

    Es gibt nichts schöneres als Krankenschwester, Medizingeschichte von früheren Jahren zu lesen. Und vor allem wenn auch noch wahre Begebenheiten eingeflochten wurden. Es ist so schön geschrieben und man kommt gut mit, auch ohne Vorkenntnisse. Von der Entstehung des Baus bis hin zum Ende. Wirklich schön und Historisch. alle Bände sind gelungen.

  17. Cover des Buches Sommer unter schwarzen Flügeln (ISBN: 9783789142970)
    Peer Martin

    Sommer unter schwarzen Flügeln

    (138)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover ist an sich schon besonders, wir haben eigentlich nur den Buchtitel, der dominiert und der Rest der Covergestaltung tritt in den Hintergrund. Trotzdem ist das Cover sehr passend für die Thematik des Buches. 

    Nuri hat in ihrem Leben schon viel erlebt und ist durch Flucht in Deutschland gelandet, wo sie mit ihrer Familie Schutz sucht. 

    Calvin dagegen ist Mitglied einer rechten Gang, aber auch sein gesamtes Umfeld besteht aus Menschen, die durch ihre eigene Vergangenheit einen schlechten Einfluss auf ihn haben, ihm den Hass auf Ausländer praktisch einimpfen. 

    Aber dann lernen sich Nuri und Calvin kennen und aus ausfänglicher Distanz wird Nähe und aus Freundschaft schnell Liebe. Aber beide müssen sich ihrer eigenen Realität stellen, die diese Liebe nie verstehen wird und alles daran setzt, die Beziehung zu unterbringen und zu zerstören... 

    Nuri und Calvin sind 2 Charaktere, die man als Leser sehr intensiv kennenlernt, die beiden sind mit viel Tiefe dargestellt, aber auch die Nebencharaktere bilden sehr starke Charaktere in dem Buch, gerade wenn es um Nebencharaktere wie Pascal oder Frau Silbermann geht, die hier stellvertretend für die beiden Erfahrungswelten von Nuri und Calvin stehen. 

    Peer Martin zeichnet in seiner Geschichte nicht nur zwei Erlebniswelten, weil Nuri ist eine grosse Erzählerin, die sich an ihr Leben in Syrien und ihr Leben erzählt, während Calvin schon durch sein Elternhaus geprägt wird und auch durch seinen Umgang mit seiner Clique, die absolute Nähe zum rechten Spektrum hat. Diese zwei Welten prallen durch ihre Liebe komplett aufeinander und während die Familie von Nuri in Teilen offen ist, ergeben sich in Calvins Umfeld - vor allem durch seine Clique aus Neonazis, NPD-Freunden und anderen ausländerfeindlichen Personen besteht - sehr bedrohliche Konstellationen, die neben Calvin auch das Leben von Nuri und ihren Mitbewohnerin in der Flüchtlingsunterkunft bedrohen. 

    Peer Martin nimmt die Leser mit aus eine sehr emotionale und aufwühlende Reise und schafft damit ein Buch, was sicher heute noch die Relevanz hat. Er lässt das Buch auch immer wieder durch unerwartete Momente interessant werden und dadurch möchte man wissen, wie es mit Nuri und Calvin weitergeht. 

    Mit der Leseempfehlung ab 16 Jahren muss man dem Verlag und dem Autor auch recht geben, es ist an sich kein klassisches Jugendbuch sondern recht schwere Kost, weil die Problemfelder vom Autor recht gross gehalten werden und dadurch ergibt sich ein Buch voller Konflikte, die eigentlich nur durch eine Liebe ausgelöst werden. 


    Fazit: 

    Peer Martin schafft mit "Sommer unter schwarzen Flügeln" kein klassisches Jugendbuch, er schafft eine Geschichte, die fesselt, die berührt und auch nachwirkt. 

    Ein Jugendbuch mit einer Liebesgeschichte zwischen einen Neonazi und einem Mädchen aus Syrien - an sich würde man meinen, die Geschichte ist so schon hart genug, aber Peer Martin schafft daraus richtig schwere Kost mit vielen Problemen, die sich durch die Nebencharakteren ergeben und auch die gesamte politische Lage. Verschärft wird das Ganze noch durch die Nähe zu ausländerfeindlichen Freunden und einem Umfeld, dass sich auf beide wirklich toxisch auswirkt. 

  18. Cover des Buches Selfies (ISBN: B06WWGGTD2)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

    (47)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Dieser 7. Teil aus der Serie um das Sonderdezernat Q unter der Leitung von Carl Mørck fällt aus meiner Sicht wieder ab.

    Es werden einfach zu viele Handlungen sehr konstruiert zusammengeführt. Drei junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass der Staat sie gefälligst zu versorgen hat. Die eine hält sich nebenbei noch ein paar Sugar-Daddys, die andere entzieht sich der Arbeitssuche durch wiederholte Schwangeschaften, die dritte lebt bei ihrem Freund, bezieht aber Wohngeld für eine Wohnung die sie nicht mehr bewohnt; und allen gemein, der Glaube, eigentlich doch besseres verdient zu haben - und die Sozialamts-Mitarbeiterin. Letztere hat genug von den Schmarotzern der Gesellschaft; nach der Diagnose Brustkrebs beschließt sie, diese von der Welt zu tilgen. Sie lernt über das Internet, wie man Autos knackt und, wie man sich einen Schalldämpfer baut. 

    Ihr erstes Opfer ist eines der genannten jungen Frauen; diese überlebt den Unfall und erkennt die Fahrerin. Das Trio nimmt sich vor, den Spieß umzudrehen. Außerdem überfallen sie einen Nachtclub und erschießen (ausversehen) anschließend eine Kleinkriminelle. Dies geschieht mit der alten Luger des Großvaters einer der Mädchen. Die Großmutter derselben ist vor einiger Zeit ermordet aufgefunden worden. Dieser Mord wiederum hat Ähnlichkeit mit einem Cold Case, den das Sonderdezernat Q bearbeitet. Und dann tauchen die drei Frauen in der Wohnung dieser Großmutter unter - in direkter Nachbarschaft zu Roses Wohnung. Diese wiederum steckt in einer schweren psychischen Krise. Außerdem spielt die Vergangenheit des besagten Großvaters eine Rolle in der ganzen Geschichte - und der totgeglaubte Vater einer der jungen Frauen taucht auch wieder auf. Und zu erwähnen ist noch, dass die Automörder-Sozialamt-Mitarbeiterin nicht erfolglos in ihren Taten bleibt; doch da es - außer dem Team vom Sonderdezernat Q - in Kopenhagen keine fähigen Polizisten gibt, entwischt sie immer wieder.

    In Roses Vergangenheit werden dunkle Geheimnisse um den brutalen Unfalltod ihres tyrannischen Vaters aufgedeckt; und Rose selbst lebt seit Jahrzehnten in einer zweiten Identität, deren Lebensumstände so krass sind, dass es einfach nur unglaubwürdig ist, dass dies nicht bemerkt worden wäre. Und dann bekommt auch noch der Körper des gelähmten Freundes und Ex-Kollegen von Carl wieder Gefühl und Schmerzempfinden in Schulter und Arm.


    Sorry, das war alles zu viel, zu wirr, zu konstruiert.

    Es hing alles zusammen - und niemand hat etwas gemerkt. Tatsächlich - neudeutsch - too much.


    Ich mache - einmal mehr - eine Pause vom Sonderdezernat Q und hoffe, dass sich Teil 8 dann wieder etwas fängt. Schade, die Serie hat - mit all ihren schrulligen und doch liebenswerten Charakteren - so schön angefangen.


    Wegen des Sprechers Wolfram Koch, der seine Sache gut macht und wegen einzelner sehr guter Ansätze, gebe ich 2/5 Sternen.

  19. Cover des Buches Und am Morgen waren sie tot (Jan-Römer-Krimi 2) (ISBN: 9783548287034)
    Linus Geschke

    Und am Morgen waren sie tot (Jan-Römer-Krimi 2)

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Der ColdCase, den Jan Römer mit Mütze in diesem zweiten Serienfall ausgräbt, scheint am Anfang sehr undursichtig. Aber je weiter die Ermittlungen der beiden vorangeschritten waren, wurde mir klar, wer der Täter sein mußte. Aber das war aus meiner Sicht kein Manko, hat der Krimi doch seine ganz eigene, teils gruselige, Atmosphäre.

    Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und schnörkelos, so dass der Krimi leider zu schnell ausgelesen war. Alles in allem hat mir auch dieser neue Fall mit dem cleveren Ermittlerduo wieder gut gefallen, so dass ich das Buch auch gern weiterempfehlen möchte und meine Bewertung sind 4 von 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Die Frauen der Rosenvilla (ISBN: 9783453471313)
    Teresa Simon

    Die Frauen der Rosenvilla

    (267)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Die Geschichte ist eine schöne Sommerromanze mit viel Schokolade und etwas historischem Anteil über Dresden und ihre Bewohner.

    Ich fand die Frauen der Geschichte gut geschrieben und es blieb bis zum Schluss spannend.

    Die Geschichte der Schokolade in den 1930 hätte für mich noch weiter ausgeführt werden können bzw die Geschichte der Schokolade im Allgemeinen 

  21. Cover des Buches Aimee und Jaguar (ISBN: 9783462023350)
    Erica Fischer

    Aimee und Jaguar

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    In 'Aimée und Jaguar: Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943' von Erica Fischer taucht man in eine außergewöhnliche Liebesgeschichte ein, durchwoben mit wunderschönen Gedichten und zutiefst berührenden Liebesbriefen. Doch das Buch ist mehr als nur eine Liebeserzählung. Es vermittelt auf eindrückliche Weise, wie es war, im Schatten des Nazi-Regimes zu leben. Die Autorin zeichnet ein präzises Bild der schleichenden Verschärfung der Judenverfolgung bis hin zur grausamen Deportation. Dieses Werk berührt die Seele und erinnert daran, wozu menschliche Abgründe führen können, wenn blind einem Demagogen gefolgt wird. Eine bewegende Lektüre, die die Bedeutung des Erinnerns unterstreicht und ein Zeugnis der Liebe und des Widerstands in dunkelster Zeit ist.

  22. Cover des Buches Totenlied (ISBN: 9783734105234)
    Tess Gerritsen

    Totenlied

    (256)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Dieses Buch liegt schon eine Weile auf meinem SuB, durch ein Thema der diesjährigen Krimi-Challenge habe ich es nun endlich gelesen - zum Glück!

    Anfangs war es zugegeben nicht so mein Thema, deswegen sub-te das Buch auch so lange bei mir: Eine Berufsmusikerin stößt in einem Antiquariat in Rom auf handgeschriebene Noten zu einem ihr unbekannten Stück für Violine. Als sie zu Hause das anpruchsvolle Stück spielt, geschieht das Unfassbare: Ihre 3-jährige Tochter tötet zuerst den alten Familienkater und greift später die Mutter an. Da das Kind völlig gesund ist, fällt der Verdacht bald auf die Mutter, selbst Tochter einer psychisch kranken Frau. Die ist fest davon überzeugt, dass das Spielen des Liedes ihre Tochter zu den Gewalttaten gebracht hat; gemeinsam mit ihrer Freundin versucht sie in der Heimatstadt des unbekannten Komponisten, in Venedig, der Sache auf den Grund zu gehen.

    Eingestreut wird die Geschichte von Lorenzo (dem Komponisten) und seiner Familie. Der Vater ist ein bekannter Geigenbauer, der Großvater ein angesehener Professor für Musik. Als Juden haben sie es immer schwerer im zunehmend faschistischen Italien in den späten 1930er-Jahren. Dennoch versuchen sie ein normales und unauffälliges Leben zu führen. Den junge Lorenzo verbindet seine Liebe (nicht nur) zur Musik mit Laura, einer begabten, aber nicht-jüdischen Cellistin. Und mehr darf man eigentlich nicht verraten ...

    Die Autorin steigt in einen Thriller mit mysteriösen, übernatürlichen Elementen ein und überführt diesen aber relativ schnell in ein historisches Drama vor der Kulisse des 3.Reichs, das die Musik auf beklemmende Weise zu transportieren vermag. Am Ende führt sie die Handlung zu einer durchaus realen Thrillerhandlung zurück, die Vergangenheit und Gegenwart zusammenbringt.

    Spannender, aber wegen der Thematik nicht leicht zu lesender Thriller, den ich aber auf jeden Fall empfehlen kann.

  23. Cover des Buches Die karierten Mädchen (ISBN: 9783832167158)
    Alexa Hennig von Lange

    Die karierten Mädchen

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Leseschneckchen555

    Die Autorin Alexa Hennig von Lange habe ich durch ihre schönen Beiträge auf Social Media kennengelernt. Sie erzählt in ihren Videos aus ihrem Alltag und von ihren Büchern. Es macht sehr viel Freude ihren geistreichen Erzählungen zu lauschen. Deshalb war ich sehr gespannt auf ihre Romane, in denen sie von ihrer Großmutter erzählt, die im Alter von achtzig Jahren beginnt, ihre Lebensgeschichte auf Tonbänder zu sprechen. Die Großmutter kann nichts mehr sehen und so gibt sie auf diese Art ihr Leben an ihre Nachkommen weiter. Ihre Enkelin bringt diese schließlich zu Papier.

    Die Geschichte startet mit Klara im betagten Alter, im Buch ist sie bereits neunzig Jahre, wie sie ihren Alltag meistert und wie sie schließlich die Idee beschleicht, all ihre Erinnerungen festzuhalten und auf zahlreiche Kassetten aufzunehmen. Wir starten mit ihren Erinnerungen in den dreißiger Jahren, noch kurz bevor die Nationalsozialisten die völlige Macht über das Volk übernehmen. Zwar habe ich schon viele Bücher zu den Kriegs- und Nachkriegsjahren gelesen, doch der Beginn allen Übels war mir noch nicht so geläufig und deshalb sehr spannend.

    Klara ist eine junge Lehrerin, die die Chance bekommt, in einer Heilanstalt für tuberkulosekranke Kinder zu arbeiten. Sie soll fünfzehn junge Mädchen in Hausarbeit- Gesundheit- und Ernährungslehre unterrichten und noch dazu für die Organisation des Heimes sorgen. Die Zeiten sind schlecht und Arbeitsplätze sind rar. Daher ist diese Anstellung ein wahrer Segen, aber auch viel Arbeit für die junge Frau. Doch Klara stellt sich als eine äußerst tüchtige und qualifizierte Arbeitskraft heraus und übernimmt im Heim immer mehr Verantwortung. Eines Tages wird ein jüdisches Baby zu ihnen gebracht, dem sich Klara annimmt. Von Anfang an scheint das Kind Klara als ihre Bezugsperson zu sehen und auch Klara entwickelt immer mehr Gefühle für das kleine Mädchen namens Tolla. Die Jahre ziehen dahin. Tolla wird mittlerweile von allen als Klaras Kind angesehen, was gleichzeitig aber auch eine immer größere Gefahr bedeutet.

    Die Erzählungen von Klara haben mich sehr berührt und auch im Nachgang beschäftigt. Ich konnte ihre verzwickte Lage und ihre Zweifel an der Politik sehr gut nachempfinden und doch konnte Klara nicht öffentlich zu ihrer gesunden Einstellung stehen. Denn es bedeutete Lebensgefahr für sie und ihre Lieben. Die junge Lehrerin, so selbstbewusst, diszipliniert und stark sie auch rüberkam, zeigte sehr viel Gefühl und blieb ihrer Überzeugung treu. Nur äußern durfte sie diese nicht öffentlich, daher umging sie viele Themen sehr geschickt. Das Heim und die Art, wie Klara es leitete, kam sehr liebevoll, idyllisch und behütet rüber. Es entwickelten sich im Lauf der Jahre enge Freundschaften. Ebenso schön mitanzusehen war es, wie sich zwischen Klara und einem jungen Lehrer aus der Stadt eine besondere Liebesbeziehung entwickelte. Mit Gustav hatte Klara einen Menschen gefunden, der genau so dachte wie sie und zu ihr stand, egal was auch kommen sollte.

    Die Geschichte wird so fesselnd und intensiv erzählt, dass ich den Eindruck bekam, das Geschehen live mitzuerleben. Ich konnte deutlich spüren, wie grausam und bedrückend es war, all das, was den Menschen angetan wird, mitanzusehen, ohne darauf reagieren zu können. Bücher wie dieses, geben uns sehr wichtige Botschaften für die Zukunft mit auf den Weg und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Auf die Fortsetzung dieser Geschichte, die bereits erschienen ist, bin ich sehr gespannt.

  24. Cover des Buches Das Lachen und der Tod (ISBN: 9783453418110)
    Pieter Webeling

    Das Lachen und der Tod

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    "Das Lachen und der Tod" von Pieter Webeling dreht sich um den Komiker Ernst Hoffmann, der zu Beginn des Buchs in ein Konzentrationslager transportiert wird. Auf diesem Weg verliebt er sich. Diese Liebe wird ihn durch sein wechselhaftes Schicksal im Lager begleiten, genauso wie sein Humor.

    Zunächst denkt man vielleicht, Komik ist in Bezug auf ein solches Thema makaber. Der Autor hat es damit aber geschafft, die Grausamkeit und Absurdität im Lageralltag einprägsam abzubilden. Das Buch hat mich wirklich berührt und mir gezeigt, wie Menschen unvorstellbare Bedingungen und Ängste überleben können.

    Ein außerordentlich lehrreiches Buch. Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung!

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