Bücher mit dem Tag "nazijäger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nazijäger" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Das Verschwinden des Josef Mengele (ISBN: 9783746636672)
    Olivier Guez

    Das Verschwinden des Josef Mengele

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Im Jahr 1949 flüchtete einer der bekanntesten Protagonisten des KZ Auschwitz, Lagerarzt Josef Mengele, nach Argentinien, um fortan mal unter Pseudonymen, mal unter seinem richtigen Namen in Südamerika zu leben.  Dabei folgt man Mengele von seiner Ankunft bis zu seinem Ende in Brasilien. Lernt Helfer, Freunde und Familie kennen - erfährt von der Beziehung zu seinem Sohn, von seinen zwei Ehen, aber eben auch von seinen Taten - auch wenn diese nicht im Fokus dieser Geschichte stehen. Gleichzeitig erhält man das Bild eines Mannes, der in ständiger Angst vor der Enttarnung lebt und das wirft natürlich auch Fragen auf, ob das ein lebenswertes Leben ist oder ob sich das Stellen seiner Verantwortung gegenüber den eigenen Taten, nicht doch die richtigere Entscheidung wäre.

    Guez zeichnet Mengeles Lebensweg gekonnt nach und schafft eine Mischung aus biographischer Überlieferung, deren Leerstellen Guez mit eigenen Erzählungen ausschmückt. Das kann man kritisieren, doch Guez tut dies so geschickt, dass diese Leerstellen nicht weiter auffallen und sich gut in die Gesamtkomposition des Buches einfügen. Dadurch kriegen die LeserInnen einen eindrückliche Schilderung zu Mengele, was es heißt auf der Flucht zu leben, die menschenverachtende Ideologie des Nazi-Regimes - die in gewisser Weise als Enklave in Argentinien fortbesteht (*gruselig und beklemmend) - und gleichzeitig eine Einbettung in die (durchaus) mangelnde Aufklärungsbereitschaft nach dem Ende des Krieges. Dabei bringt Guez Mengele in Kontext mit den Perons, Fritz Bauer oder auch Adolf Eichmann und zeigt gekonnt die Verflechtungen zwischen den Protagonisten auf. Dadurch hat der Autor ein eindringliches Zeugnis geschaffen, dass die Geschichte gut rüberbringt und gleichzeitig die perfide Seite unserer Welt zeigt, in der Massenmörder durch andere Staaten geschützt werden.

    Kurzum: Ein eindringliches Portrait Mengeles und seines Lebens auf der Flucht - sicherlich nicht mit einer Biographie gleichzusetzen, aber ein guter Einstieg in das Thema. Gruselig, beklemmend aber auch den Blick öffnend für die unschönen Dinge unserer Welt. Lesenswert!

  2. Cover des Buches Mengele (ISBN: 9783746614199)
    John Ware

    Mengele

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ines_Mueller
    "Mengele: Die Jagd nach dem Todesengel" habe ich gelesen, da ich mich schon lange für das Dritte Reich interessierte und schon einiges über Josef Mengele gehört habe. . Anfangs gehen die Autoren Gerald L. Posner und John Ware auf dessen Kindheit, Schule bzw Studien und dann auf seine Zeit als Arzt im Konzentrationslager Auschwitz ein. Den größten Teil des Buches nimmt allerdings Mengeles Flucht und seine Zeit in Südamerika in Anspruch und zwar ungefähr 75 Prozent. . Dabei haben die Autoren zahlreiche Freunde und Familienmitglieder des gesuchten Naziverbrechers interviewt und Teile daraus abgedruckt. Außerdem werden zahlreiche Zitate aus Briefen Mengeles und dessen Tagebuch verwendet, die dem Leser einen noch besseren Einblick in den Mensch Mengele gewähren. Jedoch nicht auf seine Gefühle hinsichtlich der begangenen Greueltaten, da dieser zu keinem Zeitpunkt seines Lebens Reue zeigte. . Allerdings hätte ich mir allgemein mehr Informationen zu Mengeles Zeit in Auschwitz-Birkenau gewünscht, genauso wie eine Kürzung zum Thema seiner Verfolgung, da vorallem dieser Teil oft etwas langatmig war. Außerdem hätten die Autoren ruhig mehr Bilder als die sieben zu Beginn des Buches abdrucken können. . Fazit: Von mir gibt es drei Sterne für ein solides und informatives Buch. Wer allerdings explizit etwas mehr über Mengeles Greueltaten erfahren möchte, wird hier nicht mehr in Erfahrung bringen können als im Internet.
  3. Cover des Buches Alte Freunde - neue Feinde (ISBN: 9783499228292)
    Philip Kerr

    Alte Freunde - neue Feinde

     (17)
    Aktuelle Rezension von: markus1708

    Berlin im Winter 1947. Bernie Gunther ist aus der Kriegsgefangenschaft zurück und hält sich als Privatdetektiv mehr schlecht als recht über Wasser. Als er herausfindet, dass seine Frau eine Affäre mit einem amerikanischen Soldaten hat, fällt es ihm umso leichter, ein ungewöhnliches Angebot anzunehmen: ein russischer Oberst bittet, nach Wien zu reisen um dort einen Ex-Kripokollegen vor der Hinrichtung zu retten. Emil Becker ist ist wegen Mordes an einem amerikanischen Nazi-Jäger inhaftiert, beteuert aber seine Unschuld. Schon bald hat Gunther das Gefühl, in einer ebenso wie Berlin, geteilten Stadt zwischen allen Stühlen zu sitzen. Aber wer ist tatsächlich ein Freund, und wer tut nur so? Das herauszufinden ist lebensgefährlich und hält so manche Überraschung für ihn parat. Mein Urteil: ein etwas komplexerer Fall, man muss beim lesen schon ein wenig aufpassen nicht den Überblick zu verlieren. Aber die Geschichte ist gewohnt stimmig, spannend und toll erzählt. Für mich satte vier von fünf Sternen. 

  4. Cover des Buches Operation James Bond, Das letzte große Geheimnis des Zweiten Weltkriegs (ISBN: 9783430119597)
    Christopher Creighton

    Operation James Bond, Das letzte große Geheimnis des Zweiten Weltkriegs

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Das Buch ist interessant und spannend. Aber ich kann nur sagen, dass an den "geschilderten" Aktionen garantiert fast NICHTS wahr ist. Dieses Buch hat fast mehr erfundene "Aktionen" als ein James Bond Roman. Es gibt etliche Stellen, an denen JEDER der sich tlw. mit der Sache (Geheimdienst/Krieg o.ä.) auskennt merkt, dass dieses Buch sehr wohl fast zu 100% erfunden ist, auch wenn der Autor versucht den Lesern was Anderes aufzutischen ... Fazit: Sehr guter Roman und spannend zu lesen aber bei weitem kein Tatsachenbericht.
  5. Cover des Buches Der Tod des Henkers von Riga (ISBN: 9783883500485)
    Anton Künzle

    Der Tod des Henkers von Riga

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Als "Henker von Riga" ging der Nazioffizier Herbert Cukurs, dem Mord an 30.000 Menschen während des Holocausts vorgeworfen wurde, in die Nachkriegsgeschichte ein. Neben der Beschreibung der Planung und Durchführung des Mordes im Südamerika der 60er Jahre wird die politische Lage dieser Zeit beschrieben sowie die Lebensläufe Cukurs und Künzles. Doch hier zeigen sich auch die größten Schwächen des Buches: Stilisierung der Personen (Schwarz - Weiß - Zeichnung), mangelnde Objektivität in bezug auf die Beurteilung der Notwendigkeit der Tat an sich; ein, um es freundlich zu sagen, recht schlichter Sprachstil, zusammengefaßt: zu oberflächlich, zu "reisserisch", um wirklich ernst genommen werden zu können. Dennoch für Freunde dieses Themas interessant.
  6. Cover des Buches Die Akte ODESSA (ISBN: 9783492302166)
    Frederick Forsyth

    Die Akte ODESSA

     (62)
    Aktuelle Rezension von: RobinBook

    Am Tag, an dem JFK ermordet wurde, beginnt diese spannende Geschichte, denn an diesem Tag bekommt ein Reporter zum ersten Mal etwas vom Schicksal des Juden Salomon Tauber mit. Der stirbt nämlich. Und zwar auch an diesem Tag. Durch die eigene Hand. Wegen einer anderen Geschichte, die Jahre vorher stattfand. Über die der Reporter im Laufe der Zeit mehr erfährt. Und mit der er, das erfährt er aber erst ziemlich zum Schluß, tatsächlich etwas zu tun hat.
    Erzählt wird neben den Erlebnissen Taubers im "Dritten Reich" auch das Anfang der 60er Jahre aktuelle politische Geschehen in Israel, den USA und in Deutschland. Vor allem, wie Deutschland mit den 20 Jahre geschehenen Ereignissen umgeht. Und natürlich von der Akte ODESSA = Organistation der ehemaliugen SS-Angehörigen...

    Diese Geschichte über die deutsche Geschichte mag nicht in Einzelheiten wahr sein, aber Schicksale wie das Salomon Taubers hat es in ähnlicher Form und in zahllosen Varianten leider tatsächlich gegeben. So, wie die Organisation Odessa. Und leider entspricht auch die im Roman angesprochene "Aufarbeitung" den Tatsachen.

  7. Cover des Buches Inglourious Basterds (ISBN: 9783630621791)
    Quentin Tarantino

    Inglourious Basterds

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Drehbuch zu Tarantinos bis dahin in Amerika erfolgreichstem Film. Auch wenn die Story bekannt ist, fesselt das Buch noch ungemein. SS-Oberst Hans Landa (Oscar für Christoph Waltz) tötet die Familie der jungen Shoshanna Dreyfus auf einem Bauernhof in Nancy, während nur sie entkommen und untertauchen kann. In Paris nimmt sie eine neue Identität an und beschließt als Kinobesitzerin, Rache an den obersten Nazis für den Tod ihrer Eltern zu üben. Gleichzeitig ist Hillybilly Aldo Raine aus Tennessee mit seinen Leuten hinter feindlichen Linie auf Nazijagd, die entweder skalpiert oder mit einem Hakenkreuz in der Stirn laufen gelassen werden. Superschön, wie die Nazis hier voll eins aufs Maul kriegen, nit viel schwarzem Humor, und laut Kritik hat Tarantino mit dem Film auch die Kraft des Kinos gefeiert.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks