Bücher mit dem Tag "nebel"
85 Bücher
- Brandon Sanderson
Kinder des Nebels
(443)Aktuelle Rezension von: Jennifer-Gneiting▪
Zitat:
But you can’t kill me, Lord Tyrant. I represent that one thing you’ve never been able to kill, no matter how hard you try. I am hope.
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Schreibstil:
Brandon Sanderson erzählt klar, durchdacht und gleichzeitig spannend. Besonders beeindruckend sind die kurzen Einschübe zu Beginn vieler Kapitel. Ihre Perspektive ist zunächst rätselhaft, doch sie schaffen sofort eine Stimmung und setzen subtile Grundhaltungen für das kommende Kapitel. Durch ihre Vielseitigkeit wirken sie frisch, bereichern die Geschichte und erinnern ein wenig an die Illustrationen und erklärenden Einschübe anderer Bücher des Autors.
Die Perspektivwechsel innerhalb der Haupthandlung sind ebenso elegant umgesetzt. Sie wirken nie abrupt, sondern organisch und fügen sich harmonisch in den Fluss der Geschichte ein. Sanderson verwendet einen personalen Erzähler, was erlaubt, Figuren ganz nah zu beleuchten oder gleichzeitig mehrere Handlungsstränge im Blick zu behalten. Gerade in einer komplexen Welt wie dieser sorgt das für Klarheit und Tiefe, ohne die Erzählung zu überladen.
Darüber hinaus schafft Sanderson es, Tempo, Spannung und Atmosphäre geschickt zu kombinieren: frühe Kämpfe, kleine Details und Andeutungen bauen direkt Spannung auf, während gleichzeitig die Welt, die Magie und die Charaktere subtil eingeführt werden. Die Mischung aus actionreichen Szenen, ruhigen Reflexionen und clever gesetzten Einschüben macht den Schreibstil abwechslungsreich und fesselnd.
5/5 ⭐
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Charaktere:
Eine der größten Stärken des Buches sind seine Figuren. Besonders positiv fällt auf, dass mit Kelsier ein erwachsener, erfahrener Protagonist im Zentrum steht. Seine Klugheit, Bedachtheit und Lebenserfahrung wirken erfrischend und vermeiden typische Naivität. Gleichzeitig bleibt er impulsiv und offen für neue Ideen – eine Balance, die ihn sehr lebendig macht.
Die Beziehung zwischen Kelsier und Vin empfinde ich als besonders gelungen: weniger romantisch, sondern eher wie eine Vater-Tochter-Konstellation. Beide brauchen einander, passen aufeinander auf, nerven sich – und genau das macht ihre Dynamik so glaubwürdig.
Vin selbst überzeugt durch ihre Ehrlichkeit. Sie zweifelt weiter am Plan, bleibt misstrauisch und schreckhaft – Eigenschaften, die angesichts ihrer Vergangenheit realistisch und nachvollziehbar sind. Dass sie bei der Gruppe bleibt, weil sie die Menschen liebgewonnen hat, wirkt leise, aber sehr stark.
Neben den Hauptfiguren überzeugen auch die zahlreichen Nebenfiguren. Manche von ihnen spielen eine zentrale Rolle, andere treten nur zeitweise in den Vordergrund – doch alle wirken einzigartig, lebendig und liebevoll ausgearbeitet. Keine Figur fühlt sich austauschbar oder bloß funktional an. Gerade dadurch entsteht das Gefühl einer echten Gemeinschaft. Beim Lesen hatte ich nicht den Eindruck, einfach nur einer Geschichte zu folgen, sondern selbst mitten unter den Freunden zu stehen und Teil dieser Welt zu sein.
5/5 ⭐
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Geschichte:
Die Geschichte überzeugt durch ihre außergewöhnlich gute Balance: Politik, Magie, Quest, Freundschaft, Glamour und Verrat greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu verdrängen. Besonders das Magiesystem ist genial konzipiert – logisch, klar begrenzt und voller spannender Konsequenzen. Dass mächtigere Metalle schneller verbrennen und selten sind, sorgt für taktische Spannung statt bloßer Überlegenheit.
Der frühe erste Kampf gibt der Handlung sofort Tempo und Spannung und dient gleichzeitig als natürliche Einführung in die Allomantie. Auch die Gesellschaft wirkt durch zahllose kleine Details erstaunlich echt.
Besonders wirkungsvoll ist zudem die Darstellung des Herrschers: Seine fast vollständige Abwesenheit macht ihn bedrohlicher als jede direkte Konfrontation. Gerüchte, Angst und Andeutungen erschaffen eine mysteriöse, allgegenwärtige Macht, die ständig über der Geschichte schwebt.
5/5 ⭐
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Fazit:
Kinder des Nebels ist ein durchdachtes, vielschichtiges Fantasybuch mit einem außergewöhnlich klugen Magiesystem, starken Charakteren und einer beeindruckenden erzählerischen Balance. Brandon Sanderson nimmt sich Zeit für Details, psychologische Glaubwürdigkeit und strukturelle Feinheiten – und genau das macht die Geschichte so fesselnd. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern zum Mitdenken einlädt.
5/5 ⭐
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- Julia Dippel
Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
(988)Aktuelle Rezension von: Alice_KCassardim – Jenseits der goldenen Brücke von Julia Dippel ist der erste Band der Cassardim-Reihe und auch mein erstes Buch der Autorin.
Amaia (oder auch Maia) ist anders. Sie und ihre Familie altern viel langsamer und sie sehen sich auch irgendwie alle nicht im Geringsten ähnlich. Was es damit auf sich hat? Das würde sie gerne herausfinden.
Doch eines Tages wird die Familie angegriffen und sie muss mit ihren Geschwistern fliehen. Dabei bleibt ihnen nichts anderes übrig, als dem mysteriösen Noár zu vertrauen.
Ob das die richtige Entscheidung war?
All die Jahre wartete diese Geschichte in meinem NetGalley-Bücherregal darauf von mir gelesen zu werden und ich habe es ungerecht behandelt. Einfach ignoriert und andere Bücher diesem vorgezogen. Doch jetzt habe ich die Geschichte wieder entdeckt, einfach mal angefangen zu lesen… UND KONNTE NICHT MEHR AUFHÖREN!
OH MEIN GOTT! 😯🤗❤️
Als ich dann das Hörbuch dazu fand, war das Erlebnis PERFEKT! Lesen und hören? Eine grandiose Kombination! Und Yara Blümel als Sprecherin? EIN TRAUM! Sie haucht Maia Leben ein. Ihre Stimme verleiht der magischen Welt das gewisse Etwas. 🤗
Von Anfang an zog mich die Geschichte um Maia in ihren Bann.
Maia ist eine tolle Protagonistin, die im Laufe der Geschichte mit so einigen Herausforderungen konfrontiert wird. Puh, aber das macht sie echt beeindruckend gut!
Und dann ist da noch Noár. Dieser unheimlich gutaussehende, mysteriöse, aber auch nervtötende Chaoswandler.
Des Öfteren raubte er mir den letzten Nerv und im nächsten Moment war auch schon wieder alles vergeben und vergessen. Tja, Maia ging es genauso.
Hach, diese Chemie zwischen ihnen hat mich ein ums andere Mal dahinschmelzen lassen! 🥰😍
Anfangs ist Maia ihm gegenüber noch misstrauisch, aber auch irgendwie fasziniert. Dann mit der Zeit lernt sie ihm zu vertrauen. Muss es auch, um für ihre Geschwister da zu sein. Und bei all den Abenteuern, die sie gemeinsam erleben, kann sie sich der Anziehung auch nicht ganz entziehen.
Die Reise in Cassardim selbst bzw. diese magische Welt hat mich komplett begeistert und überwältigt. Ich war genauso erstaunt wie Maia und ihre Geschwister, als diese herausfanden, wer oder was sie wirklich sind. Ich werde da jetzt auch nicht so ins Detail gehen, um nicht zu spoilern.
AUF ALLE FÄLLE HAT ES MICH UMGEHAUEN!!! ALLES was da so passiert!
😯😯😯😯😯😯
Um es mit einem Zitat von Noár zu untermalen: „Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich, wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen.“
OMG, diese Worte fassen das Ganze perfekt zusammen. Da krieg ich richtig Gänsehaut. 🫠🫠🫠🫠
Wer also Lust auf eine große Portion voller Magie, Spannung, Action, Anziehung, Zusammenhalt, Vertrauen, Zuversicht und vieles mehr hat, sollte Cassardim – Jenseits der goldenen Brücke definitiv lesen!
Die gute Nachricht? Das war erst der Auftakt! Es gibt noch 2 weitere Teile, die ich definitiv auch lesen werde. 😊
Vielen lieben Dank an Julia Dippel und den Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar via NetGalley Adventskalender.
Dies ist meine ehrliche Rezension mit meinen eigenen Worten.
- Kendare Blake
Der Schwarze Thron - Die Schwestern
(430)Aktuelle Rezension von: GwynnDie Grundidee von Der schwarze Thron ist eigentlich stark: drei Schwestern, die als Spielbälle der Politik und des Machtkampfes mächtiger Familien gegeneinander antreten, während sogar die Priesterinnen ihre Fäden ziehen. Auch die Idee der Ehegattenanwerber vom Festland klingt theoretisch spannend. In der Praxis aber rückt der Fokus oft auf repetitiv erzählte Liebesgeschichten und Alltagsszenen, die weder die Handlung voranbringen noch den Figuren mehr Tiefe verleihen.
So bleibt die Geschichte zwar durchdacht und hat ihre atmosphärischen Höhen, zieht sich aber zwischen langen, blassen Passagen immer wieder zäh dahin. Die Schwestern selbst sind schwer auseinanderzuhalten, die Charakterzeichnung bleibt oberflächlich, und am Ende fehlt die Magie und die Wucht, die aus dieser düsteren Prämisse eigentlich ein packendes Machtspiel hätten machen können.
Ich war hin- und hergerissen: Spannende Höhen haben mich zum Weiterlesen bewegt und ich habe alle Bände bis zum Ende verfolgt. Doch es wird keine Triologie sein, die ich noch einmal zur Hand nehme, um mit den Figuren zu leiden oder zu hoffen. Dafür fehlt am Ende schlicht die Tiefe.
- Ransom Riggs
Die Bibliothek der besonderen Kinder
(381)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraEndlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch.
Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren.
Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.
Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch.
In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.
Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.
Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.
Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.
„Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.
- Rachel Gillig
One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
(246)Aktuelle Rezension von: sabrina95One Dark Window ist ein aussergewöhnlich fesselnder Fantasyroman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Besonders beeindruckend ist, wie lebendig und greifbar die Charaktere wirken. Ihre Gedanken, Ängste und Entscheidungen fühlen sich echt an und machen es leicht, sich mit ihnen zu identifizieren.🌫️🌫️
Das Worldbuilding ist schlichtweg herausragend: düster, originell und anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Die Magie, die Atmosphäre und die Regeln dieser Welt sind einzigartig und schaffen eine konstant spannende und beklemmende Stimmung.⚔️
Auch die Liebesgeschichte hat mich mitgerissen. Sie entwickelt sich intensiv und glaubwürdig, ohne kitschig zu wirken. Sie fügt sich perfekt in die Handlung ein.
Insgesamt ist es ein beeindruckendes Buch, das mit starken Figuren, innovativer Welt und emotionaler Tiefe überzeugt,absolut empfehlenswert.♥️🫂
- Julia Dippel
Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
(377)Aktuelle Rezension von: Um_Buchseites_BreiteAchtung, hier handelt es sich um Band 3. Diese Rezension wird Spoiler auf die Vorgängerbände enthalten.
Zusammenfassung
Amaia und Noar haben geheiratet, doch das Chaos greift wieder an und die Wolkenfürstin hat den Thron Cassardims an sich gerissen. Ein Plan muss her, der sowohl einen Krieg zwischen Wolkenreich und Schattenreich verhindert und der das Chaos zurückdrängt.
Charaktere und Schreibstil
Die Geschichte hatte für mich zu keiner Zeit eine Länge. Jeder einzelne Kapitel hat Amaia und Noar näher an eine Lösung gebracht. Es war spannend geschrieben.
Auch die Charaktere waren wieder einmal wunderbar aufgearbeitet. Ich habe mit allen mitgefiebert und das ein oder andere Tränchen verdrücken müssen.
Fazit
Die Rezension hat ich bewusst etwas kürzer gehalten um ja nicht zu viel vorweg zu nehmen. Die Story hat mir vorallem gefallen, weil der Zusammenhalt sehr gut gezeichnet waren. Die Geschichte hat mich mitgenommen, wegen den Charakteren, der Handlung, der Wendungen, der Kämpfe und der Gefühle. Ein gelungener Abschluss der Reihe. - Brandon Sanderson
Krieger des Feuers
(232)Aktuelle Rezension von: zickzackEin Jahr ist vergangen, seit Kelsiers Diebesbande den obersten Herrscher gestürzt haben und damit die Skaa im letzten Reich aus ihrer Unterdrückung befreit haben. Elant Wager ist der neue König und Vin, die mächtigste Nebelgeborene des Landes, an seiner Seite. Elant steht eine große Aufgabe bevor, denn Luthadel wird gleich von zwei Armeen belagert. Einen Adligen aus dem westlichen Dominium und von seinem Vater Straff Wager. Beide wollen die Stadt erobern, denn es hat sich herumgesprochen, dass die Stadt einen großen Vorrat an Atium bewahrt, das mächtigste Metall, was es gibt.
Vin sieht eine weitere Gefahr. Seit dem Tod des obersten Herrschers verändert sich der Nebel und sie befürchtet, dass der Dunkelgrund zurückkehrt, welcher der oberste Herrscher vor so vielen Jahren eigentlich besiegt hatte.
Wie schon der erste Band erwartet dem Leser hier auch eine epische, fantastische Reise. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt wieder eingezogen und die bildhaften Beschreibungen lassen die Welt vor meinem inneren Auge entstehen. Man trifft auf liebgewonnen Figuren wieder. Nur hat mir eine Figur schmerzlich gefehlt. Kelsier empfand ich als so gute Figur im ersten Band und habe so gern aus seiner Sicht gelesen. Ich fand es sogar schade, dass er weniger Anteil als Vin hatte. Und irgendwie habe ich ihn im zweiten Band sehr vermisst, wenn er auch zu Legende geworden ist und somit irgendwie auch weitergelebt hat. Denn sein Name und sein Andenken werden oft erwähnt.
Die beiden Hauptperspektivenfiguren waren hier Vin und Elant. Aus Vins Sicht habe ich wieder gerne gelesen, auch wenn ich sie ab und an etwas schwierig fand. Sie hat oft an sich gezweifelt und sich immer wieder gesagt, dass sie nicht gut genug für Elant ist. Dazu kam, dass sie einen anderen Nebelgebornen kennengelernt hat, der ihre eine andere Sichtweise eröffnet hat, als in der sie gerade lebt. Sie hat sich gegen seine Ansichten gewährt, aber er hat immer weitere seinen Stachel in sie getrieben.
Von ihm gab es auch ein paar Abschnitte aus seiner Perspektive. Ich fand ihn recht interessant, aber bei weiten nicht so wie Kelsier. Dafür war mir der Typ dann doch zu seltsam.
Mit Elant konnte ich ja im ersten Band weniger anfangen, wenn ich ihn auch nicht schlecht fand. Es war hier ganz interessant zu erfahren, wie er sich als König macht. Denn man hat deutlich seine Entwicklung miterlebt, wie er anfangs eigentlich wenig für dieses Amt geeignet war, aber dann durch Hilfe und inneren Wachstum darin aufgegangen ist. Durch seine Perspektive kann ich ihn inzwischen besser verstehen und konnte deshalb auch mehr mit ihm anfangen. Manchmal habe ich über seine idealistischen Ansichten zwar die Augen verdreht, aber das gehört zu seiner Figur und er weiß es selbst.
Als dritte wichtige Perspektivenfigur ist Sazed aufgetreten – der Bewahrer aus Terrisien. Er hat in dem Buch auch eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Anfangs fand ich seine Perspektive ziemlich langweilig, weil er sich erneut mit der Prophezeiung um dem Helden aller Zeiten beschäftigt hat. Es fühlte sich wiederholend, langwierig und nicht sonderlich gehaltvoll an. Zumal man ja immer vor dem Kapitel einen kurzen Ausschnitt in Kursiv von einem früheren Bewahrer hatte, der über den damaligen Helden gesprochen hat. Nicht nur, dass ich die Texte verwirrend fand, fand ich sie auch sehr wiederholend. Die haben mich mehr gestört, alles andere. Und dann kam noch Saze mit seinen Studien dazu… es wurde erst spannend, als man gemerkt hatte, dass irgendwas mit dem Nebel nicht stimmt und dies noch einmal einen ganz neuen Plot herausgekommen ist.
Demensprechend muss ich erneut als Kritikpunkt anbringen, dass ich es manchmal etwas langatmig fand. Es gab Abschnitte, wo gefühlt nicht viel passiert ist oder die sich sogar wiederholt haben.
Ich fand zum Beispiel den Handlungsstrang mit dem Verräter, der in Form eines Kandras unter die Mannschaft sich gemischt hat, spannend. Aber einerseits wurde das nur halbherzig verfolgt und führte auch zu wenigen Ergebnissen. Als dann schließlich herauskam, wer es war, war das einerseits zwar ziemlich gerissen vom Autor gemacht, aber trotzdem nicht umhauend. Irgendwie musste es am Ende darauf hinauslaufen. Ich hätte mir gewünscht, dass etwas mehr und Konkreteres in die Richtung passiert. Vin hat zwar versucht einige auszuschließen und ermittelt, indem sie mit diesen redet, aber so wirklich etwas dabei rausgekommen, ist nicht.
Fazit: Das Ende macht auf jeden Fall neugierig, wie es nun weitergeht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber es kein Highlightgefühl in mir ausgelöst. Irgendwie fehlt mir der letzte Funke dazu. Ich mag die Geschichte sehr, besonders die Figuren, die Idee mit der Magie und den Schreibstil, aber es überzeugt mich nicht komplett. 4 Sterne.
- Becca Fitzpatrick
Engel der Nacht
(1.113)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Das ganze startet wie ein typisches Teenie-Romantasy Buch: Highschool, neuer heißer unnahbarer Typ mit Geheimnissen, das Mädel das ihm verfällt und komische Dinge die passieren. Dazu kommt, dass Patch es einem nicht immer einfach macht ihn zu verstehen und seine Art zu handeln nachzuvollziehen. Aber nach und nach mausert sich die Geschichte zu was ganz eigenem. Zwischendurch, besonders in der zweiten Hälfte, passiert ziemlich viel auf einmal, was das ganze etwas hektisch werden lässt, an anderer Stelle ist es dafür wiederum zu ruhig. Auf emotionaler Ebene kommt nicht immer alles so gut beim Leser an, wie man es sich wünschen würde, daher bekommt man keinen optimalen Zugriff auf die Charaktere, was wiederum dazu führt, dass ich nicht immer mit ihnen mitfühlen konnte.
Insgesamt war es aber eine nette, interessante und recht spannende Geschichte, die etwas braucht um auszubrechen und was eigenes zu werden. Ich fühlte mich trotz kleinerer schwächen gut unterhalten. 3,5 Sterne
- Wallis Kinney
A Dark and Secret Magic
(285)Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_A Dark and Secret Magic lebt vor allem von seiner besonderen Atmosphäre. Diese herbstliche, leicht düstere Stimmung mit starken Halloween-Vibes zieht sich konsequent durch das gesamte Buch und war für mich ganz klar das größte Highlight. Man merkt einfach, wie viel Liebe in das Setting geflossen ist. Die kleine Stadt, die Natur, die Magie – alles fühlt sich sehr greifbar und stimmig an, fast so, als könnte man selbst durch die Straßen laufen und die kühle Herbstluft spüren.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Rezepte und Kochszenen in die Handlung eingebunden wurden. Das wirkte nie wie ein „Extra“, sondern war wirklich Teil der Geschichte und hat zur Atmosphäre beigetragen. Diese Momente haben das Buch für mich nochmal wärmer und lebendiger gemacht und geben ihm etwas Eigenes, das im Kopf bleibt.
Der Schreibstil ist durchweg angenehm und flüssig, sodass man leicht in die Geschichte reinkommt. Gleichzeitig hatte ich aber gerade am Anfang ein kleines Problem mit dem Tempo. Die ersten rund 120 Seiten haben sich für mich etwas gezogen, weil viel beschrieben und aufgebaut wird, ohne dass wirklich etwas passiert. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass die Handlung nicht richtig in Gang kommt.
Die Protagonistin ist grundsätzlich sympathisch, allerdings wirkte sie auf mich stellenweise etwas naiv und eher passiv, was es mir nicht immer leicht gemacht hat, komplett mit ihr mitzufühlen. Auch bei den Nebencharakteren hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht. Viele bleiben eher an der Oberfläche, wodurch emotionale Entwicklungen nicht ganz so stark wirken, wie sie es könnten.
Ich habe das Gefühl, dass diese fehlende Tiefe auch damit zusammenhängt, dass die Geschichte in einem relativ kurzen Zeitraum spielt. Gerade Themen, die eigentlich sehr viel Potenzial haben – wie die ganze Geschichte rund um den Schleier – werden zwar angeschnitten, aber nicht so intensiv ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. Hier wäre mehr Raum für Bedeutung und Nachwirkung schön gewesen.
Was mir persönlich zusätzlich ein bisschen gefehlt hat, war noch mehr Magie. Gerade rund um den Zirkel hätte ich mir tiefere Einblicke gewünscht, mehr Dynamik, vielleicht auch mehr Konflikte. Auch der düstere Aspekt hätte für mich gerne noch stärker ausgearbeitet sein können, weil genau diese Richtung für mich am spannendsten war und das Buch da richtig aufblitzt, was eigentlich alles möglich gewesen wäre.
Ab etwa der Mitte hat mich das Buch dann aber deutlich mehr gepackt. Die Stimmung wird spürbar düsterer und dichter, und man merkt, dass sich alles langsam zuspitzt. Ab da hatte ich auch mehr Spaß beim Lesen, weil die Spannung endlich greifbarer wurde.
Das Ende empfand ich zunächst als etwas konstruiert, aber wenn man darüber nachdenkt, fügt es sich dennoch stimmig in die Geschichte ein. Trotzdem blieb bei mir ein kleines Gefühl zurück, dass man aus der Grundidee noch mehr hätte herausholen können – vor allem emotional und inhaltlich.
Insgesamt ist „A Dark and Secret Magic“ für mich eine richtig schöne, leichte Herbstlektüre mit ganz viel Atmosphäre und Wohlfühlfaktor. Wer ein Buch sucht, das einen in Herbststimmung bringt und sich angenehm weglesen lässt, wird hier definitiv fündig. Wer allerdings großen Wert auf tief ausgearbeitete Charaktere, mehr Magie und eine intensivere düstere Entwicklung legt, könnte an manchen Stellen ein wenig mehr erwarten.
- Christoph Marzi
Die Uralte Metropole - Lumen
(346)Aktuelle Rezension von: MizuiroErst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
Die Figuren in Lumen sind uns größtenteils schon aus Lycidas und Lilith bekannt. Emily ist jetzt achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt!
Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich...
Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich Lumen weniger verwirrt als Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch Lilith und Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten Lumen auf alle Fälle eine Chance geben! - Cora Carmack
Stormheart - Die Rebellin
(355)Aktuelle Rezension von: Natiibooks
3 🌟🌟🌟Inhalt:
Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.
Ein opulenter Auftakt zur Stormheart-Trilogie mit einem spannenden Kampf gegen Naturgewalten!
Meinung:
Hier bin ich schon seit langer Zeit Überlegung ob ich das Buch lesen will also habe ich beschlossen als Hörbuch zuhören. Es hat wirklich gut angefangen bis es für mich eine Richtung genommen hat die nicht mochte. Dadurch habe ich mehrmals darüber nachgedacht es Abzubrechen und war mir immer unsicher denn ich hatte wirklich viel Potenzial für die Geschichte. Ich hab beschlossen das Buch dann doch zu beenden aber kann bereits sagen das ich es in Zukunft wahrscheinlich nochmal eine Chance geben werde denn leider hat es mir nicht so gefallen wie erwartet. Und ich weiß nicht an was das gelegen hat aber ich gehe davon aus das ich es gleich nach ACOSAF gehört habe und das war der Fehler. Denn ich hab einfach zu viel erwartet und hatte Probleme mit der Protagonistin und ihre Endscheidungen denn manchmal kam ich damit nicht klar. Deswegen kann ich nicht viel sagen nur das Geschichte an sich aufregend anhört und ich in Zukunft es wahrscheinlich wieder lesen oder hören werde für denn Moment will ich es einfach nur zu Seite legen. Auch wenn es gegen Ende besser wurde.
- Arno Strobel
Die Flut
(372)Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_Mit Flut konnte mich Arno Strobel zunächst absolut neugierig machen. Besonders die kurzen Einblicke in die Gedankenwelt des Täters haben mir richtig gut gefallen. Genau diese Passagen haben die bedrückende Atmosphäre geschaffen, die ich von einem Psychothriller erwarte.
Leider werden diese Kapitel im Verlauf der Geschichte immer seltener. Stattdessen rücken die Ermittlungen und die verschiedenen Bewohner sowie Urlaubsgäste der Insel stärker in den Mittelpunkt. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, hat für mich aber dazu geführt, dass sich das Buch stellenweise eher wie ein klassischer Regionalkrimi als wie ein Psychothriller angefühlt hat. Das war überraschend, weil ich etwas anderes erwartet hatte.
Dabei hat mir die eigentliche Idee hinter der Geschichte wirklich gut gefallen. Bis kurz vor Schluss hatte ich kaum klare Vorstellung davon, wer hinter den Verbrechen steckt. Der Plot ist clever aufgebaut und die Auflösung durchaus überraschend, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen. Trotzdem fehlte mir während des Lesens immer wieder dieses gewisse Etwas, das viele andere Strobel-Bücher für mich auszeichnet. Die Spannung war vorhanden, aber selten so intensiv, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Auch die Figuren konnten mich leider nicht vollständig überzeugen. Sie waren nicht besonders unsympathisch, aber auch nicht so interessant, dass sie lange im Gedächtnis bleiben. Die meisten Charaktere wirkten eher funktional für die Handlung. Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir tatsächlich Martina, allerdings vor allem wegen ihrer ausgesprochen unangenehmen Art. Hauptkommissar Harmsen konnte bei mir ebenfalls keine Sympathiepunkte sammeln. Er wirkte oft voreingenommen, gereizt und stellenweise unnötig arrogant.
Ab etwa der Hälfte des Buches hatte ich außerdem das Gefühl, dass sich einige Situationen wiederholen. Bestimmte Verdachtsmomente werden mehrfach aufgegriffen, ohne die Handlung wirklich voranzubringen. Gleichzeitig werden zahlreiche Geheimnisse und Andeutungen gestreut, die später entweder nur oberflächlich aufgeklärt werden oder letztlich kaum Bedeutung für die Geschichte haben. Besonders bei Harmsen hatte ich den Eindruck, dass mehrere Geheimnisse aufgebaut werden, die sich am Ende inhaltlich stark ähneln und nicht alle notwendig gewesen wären.
Die Ereignisse überschlagen sich plötzlich und führen zu einer überraschenden Auflösung. Allerdings ging mir das fast schon zu schnell. Einige zuvor verdächtige Figuren spielen auf den letzten Metern kaum noch eine Rolle, wodurch rückblickend manche Handlungsstränge wie reine Ablenkungsmanöver wirken.
Positiv hervorheben möchte ich dennoch den gewohnt flüssigen Schreibstil. Arno Strobel schreibt angenehm bildhaft und sehr leicht lesbar. Die Seiten fliegen nur so dahin, selbst wenn die Geschichte zwischendurch etwas vor sich hin plätschert.
Insgesamt ist Flut für mich ein solider Thriller mit einer guten Grundidee und einer gelungenen Auflösung. Gleichzeitig verschenkt das Buch aber einiges von dem Potenzial, das in der ersten Hälfte aufgebaut wird. Weniger Nebenschauplätze, mehr Täterperspektive und eine stärkere Konzentration auf die wirklich wichtigen Spuren hätten der Geschichte meiner Meinung nach gutgetan. Kein schlechtes Buch, aber definitiv nicht eines meiner Lieblingswerke von Arno Strobel. Ich bin trotzdem sicher, dass mich sein nächster Thriller wieder deutlich mehr begeistern wird.
- Amie Kaufman
The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
(149)Aktuelle Rezension von: Aquarius15Über den Wolken schweben die prachtvollen und hochtechnologischen Himmelsstädte von Alciel. Darunter, auf der Erde existiert eine raue und dunkle Welt mit Tempeln und Magie. Doch keine der beiden Welten weiß von der Existenz der jeweiligen anderen. Eines Tages als Prinz North bei einer Flugschau vom Himmel abstürzt und in das Reich darunter gerät, findet ihn Nimh. Doch sie glaubt nicht an einen Zufall ihrer Begegnung. Sondern es bestätigt eine Prophezeiung. North der an so was wie Magie und Vorhersehung nicht glaubt, tut es Unfall ab. Aber für Nimh, die eine wiedergeborene Göttin ist, ist ihre Begegnung, dass wichtigste in ihrem Leben. Denn endlich hat sie einen Weg, eine Bestimmung der sie folgen kann. Norths einziger Gedanke ist, wie er wieder nach Hause kommen kann, denn sein Gleiter ist bei dem Sturz kaputt gegangen. Nimh bietet ihm ihre Hilfe an und sie gehen ein Bündnis ein. Die vielen Gefahren schweißen die beiden sehr schnell zusammen und bald wird daraus mehr als Freundschaft. Aber da Nimh eine Göttin ist, darf sie von niemanden berührt werden. Und Nimh hat Geheimnisse vor North. Wird ihre Beziehung diese Geheimnisse standhalten oder sie entzweien?
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht. Mir hat sehr gut gefallen, wie man, wie North, langsam mit der Magie in Berührung kam.
Der Spannungsbogen wurde zunehmend aufgebaut. Ich finde es toll, wie man North und Nimh im Laufe der Geschichte besser kennenlernt. Aber beide wirken sehr viel erwachsener, als ein Mädchen und ein Junge in dem Alter.
Der erste Teil war sehr spannend und ich bin schon gespannt wie der zweite Teil sein wird. - Stephen King
Im Morgengrauen
(222)Aktuelle Rezension von: KarinJInhalt (Zitat aus dem Klappentext): "Stephen Kings unheimliche Erzählungen beginnen meist als eine Idylle, die jäh in beklemmende Visionen umschlagen. Er versteht es meisterhaft, das Grauen zu beschreiben, das hinter der alltäglichen Fassade der Wirklichkeit lauert. Die Macht des Übernatürlichen wächst ins Ungeheuerliche, der Wahnsinn zieht immer weitere Kreise...
Fünf seiner besten Horrorgeschichten sind in diesem Band gesammelt."
Diese sind:
- Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte - Ein alter Mann erzählt seinen Freunden im Club von dem lange vergangenen Abend, als er mit einem Mann pokerte, der grundsätzlich niemand die Hand gab
- Achtung - Tiger! - Ein kleiner Junge muß während der Schulstunde zur Toilette
- Omi - Ein 11jähriger Junge muß ein paar Stunden lang mit seiner bettlägrigen, gefürchteten Großmutter alleine verbringen
- Morgenlieferungen - Der Milchmann bringt nicht nur Milch und Sahne
- Der Nebel - Ein Mann und sein kleiner Sohn werden zusammen mit vielen anderen Kunden und Angestellten in einem Supermarkt von einem unheimlichen Nebel eingeschlossen, in dem sich Monster verbergen
Bewertung: Mir hat am besten die letzte Geschichte "Der Nebel" gefallen. Vermutlich weil in dieser sehr umfangreichen Geschichte Raum ist für die vielen Abschweifungen, die Stephen Kind so häufig ein baut. In der allerersten, sehr viel kürzeren Story vom Pokerabend konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich diese Schlenker interessant oder störend fand; ob damit der Gedankengang eines alten Menschen nachgeahmt wird, der nicht mehr ganz beim Thema bleiben kann, oder ob der Autor sich nicht zurückhalten konnte, Schlenker einzubauen, selbst wenn wenig Platz dafür ist. Auch die Namen der Anwesenden zu den beiden Abenden waren mir zuviel. Ich fühlte mich damit zugeschüttet. Zudem erschien mir die Idee der Handlung nicht unbekannt/ neu zu sein, und letztendlich gewann ich den Eindruck, der Horror der Beteiligten entsteht aus deren Einbildung. An sich durchaus eine interessante Botschaft, dass es keine Horrorwesen oder reale Eindrücke braucht, um sich zu fürchten. Ich glaube aber nicht, dass das die Absicht des Autors war. Ich dachte, er verwendet eine abgenutzte Idee und versucht mit allen Mitteln Spannung aus der Handlung zu pressen. Beispielsweise indem er seinen Erzähler mehrmals zeitaufwändig seine Pfeife bauen lässt oder dass er andeutet, der Butler könnte über all die Jahrzehnte dieselbe Person geblieben sein. Das fand ich lahm.
Auch in der 3. Geschichte, die von der Großmutter, scheint der Horror mehr aus der Einbildung zu kommen. Dennoch konnte ich mich in die Situation des kleinen Jungen hineinversetzen, der allein mit jemandem sein muss, den er fürchtet. In dieser Geschichte hat mir jedoch nicht gefallen, dass körperliche Merkmale Ausdruck des Charakters sein sollen und sie klischeehaft bewertet werden.
Die 2. wie die 4. Geschichte fand ich irritierend. Möglicherweise, weil sie sehr kurz sind und eine Episode beschreiben, ohne dass etwas dabei groß herauskommt. Das Ende ist offen. Stephen Kind schreibt dann in seiner letzten Geschichte etwas über das Hitchcock-Ende, das dem Zuschauer/Leser überlässt, die Handlung gedanklich fortzuführen. Mir war an beiden Kapiteln zuwenig dran. Die Tiger-Geschichte fand ich typisch amerikanisch: Selbst wenn die Toilette von einem Tiger blockiert ist, traut man sich nicht, die Toilette fürs andere Geschlecht zu benutzen. Bei der Geschichte vom Milchmann kam ich nicht darauf, was das soll. Da sie im Englischen "Milkman 1" heisst, glaube ich, dass sich der Sinn erst in den Fortsetzungen ergibt. Bis dahin hat man zumindest eine Geschichte gelesen, welche im titelgebenden Morgengrauen stattfindet. Alle andern Geschichten sind zeitlich anders angesetzt. Daher finde ich es passender, dass im englischen Original ein anderer Buchtitel gewählt worden war: "Sceleton Crew 1".
Die 5. Geschichte "Der Nebel" wurde verfilmt. Hier sollte man wissen, dass das Ende im Film ein anderes ist. Weil an ein paar Stellen bin ich über das Tempus gestolpert, welches ein anderes hätte sein müssen, wenn das Ende daselbe gewesen wäre. Auch an anderen Stellen, die damit nichts zu tun haben, fand ich die Zeitform nicht immer passend. Im Unterschied zum Film wirkten die Menschen in der Textform auf mich nicht ganz so nervenaufreibend. In dieser Situation, in der an die 80 Personen zusammen eingesperrt sind, kommt es bald zu Reibereien und Konflikten. Im Buch ist Raum für Gedanken, die der Erzähler zum Verhalten seiner Mitmenschen hat. Die machen deren Verhalten verständlicher und erträglicher und meine Vorstellung der Begebenheiten war milder, als im Film dargestellt. Der Film wurde außerdem um verschiedene Szenen z. B. Kämpfe mit Monstern erweitert. Insgesamt fand ich die Geschichte gut und über die gesamte Länge interessant. Sie hat verschiedene Aspekte z. B. neben den Monstern aus dem Nebel auch die menschlichen Monster, die in ganz normalen Menschen zum Vorschein kommen können. Der Umgang mit Alkohol ist allerdings bedenklich. Da wird so einiges gesoffen quasi als Medizin.
Zusammengefasst hat mich das Buch unterhalten, auch wenn ich nicht alles gut darin fand, und ich gebe ihm insgesamt 3 Sterne.
- Kai Meyer
Die Bibliothek im Nebel
(143)Aktuelle Rezension von: Sunny_96Der Roman "Die Bibliothek im Nebel" des Autors Kai Meyer hat mich absolut beeindruckt. Selten habe ich ein so spannendes und atmosphärisches Buch gelesen. Es entführt die Leser durch den detaillierten Schreibstil in eine längst vergangene Zeit.
Im Jahr 1917 lebt der junge Artur in Sankt Petersburg in einer prächtigen Villa bei der Familie Kalinin, die ihn bei sich aufgenommen hat. Er verbringt seine Tage hauptsächlich mit Büchern und Ofelyia, die für ihn wie eine Schwester geworden ist. Doch dann kam der Tag, an dem er der jungen Künstlerin Mara auf der Straße begegnet. Niemand ahnte, dass dieser Tag sein komplettes Leben beeinflussen würde. Eine turbulente Geschichte voller Freundschaft, Liebe und Abenteuer beginnt.
Der zweite Erzählstrang handelt von der kleinen Liette, die im Jahre 1928 bei ihrem Onkel den Sommer verbringt. Als sie im Dachboden seines Hotels an der Cote d'Azur spielt und zufällig alte Reisekoffer russischer Familien findet, stößt sie auf ein mysteriöses Geheimnis dass sie noch viele Jahrzehnte später zu lüften versucht.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die beiden Erzählstränge ganz langsam miteinander zu verschmelzen scheinen. Immer wieder werden kleine und große Geheimnisse gelüftet, bis sich alles zu einem großem Ganzen zusammenfügt. Ich konnte selbst mit ins Geschehen eintauchen und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk und lässt die Grenzen zwischen Krimi, Abenteuerbuch, Liebesgeschichte, Verrat und Familiengeheimnissen verwischen. Daher eine absolute Weiterempfehlung meinerseits ⭐⭐⭐⭐⭐
- Ragnar Jónasson
NEBEL
(155)Aktuelle Rezension von: LacunaFairyIch finde das Cover passt perfekt zu den anderen Bänden der Hulda Reihe. Der Titel ist auch sehr gut zum Inhalt ausgewählt. Er passt zum Wetter in dem Buch, aber auch zum Zustand/Gefühlslage mancher Personen im Buch.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gefallen. Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte an vielen Stellen sehr gezogen, die Handlung plätscherte nur so vor sich hin. Aber trotzdem versteht der Autor es die Leser in den Bann zu ziehen. Man möchte unbedingt wissen was passiert und deswegen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Auch die Natur Islands wird wieder toll beschrieben. Der ganze Schnee, kein Strom (gefangen im eingeschneiten Bauernhaus) konnte mir alles bildlich vorstellen. Somit passte die Stimmung zu dem Krimi. Die Kälte und Dunkelheit hat der Autor gut transportiert.
In diesem Buch erfährt man was mit der Tochter von der Kommissarin Hulda passiert ist. Es ist sehr traurig und erschreckend. Doch leider erfährt man nicht das "wieso, weshalb, warum". Das hat mich etwas gestört. Ich habe noch den Band "Dunkel" vor mir und hoffe dann endlich zu erfahren, was genau mit ihrer Tochter passiert ist.
Gleichzeitig macht sich Hulda auf dem Weg zu einem alten Bauernhofhaus zu einem kleinen abgelegenen Dorf, wo was Schlimmes passiert ist. Sie versucht den Fall zu lösen, obwohl es sich in ihrem Kopf oft wie Nebel anfühlt. Und sie immer an das Ereignis mit ihrer Tochter denken muss.
Es gibt wieder verschiedene Erzählstränge/ Gedanken und Kapitel von verschiedenen Charakteren. Das gefällt mir ganz gut. Manchmal wird etwas aus der Vergangenheit und dann aus der Gegenwart beschrieben. Das ist vielleicht nicht für Jeden etwas, für mich war es okay. In jedem Buch erfährt man mehr aus Huldas Vergangenheit und warum sie als "einsamste Kommissarin Islands" betitelt wird.
Es gibt verschiedene Morde, es scheint als gäbe es eine Verbindung. Bis kurz vor Schluss, wusste man nicht wie die Verbindung zueinander ist. Ich war überrascht und froh, dass es eine Auflösung gab. Ich habe noch einen Band vor mir und freue mich darauf. Die Bücher haben mir bisher alle spannende Lesestunden beschert.
- Fred Vargas
Der Zorn der Einsiedlerin
(107)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannMenschliche Brutalität hat immer einen Hintergrund, eine Geschichte, eine Ursache. Nichts kommt von „alleine“. Oft ist es ein Zufall, meist die in der Kindheit gemachten Erfahrungen, die einen entweder auf die Gewinnerstraße oder ins Abseits bringen. Dieses Spiel mit den menschlichen Tücken beherrscht kaum jemand so virtuos wie Fred Vargas.
Auch in diesem Fall kämpft sich Kommissar Adamsberg, Chef der „Brigade criminelle im 13. Arrondissement von Paris“ zusammen mit einer Truppe von insgesamt siebenundzwanzig (!) ganz unterschiedlichen Charakteren durch eine kuriose Serie äußerst skurriler Todesfälle, in denen Spinnen, genauer Einsiedlerspinnen (Loxosceles rufescens), eine entscheidende Rolle spielen. Dies erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, will er nicht den einen, den roten Faden, der die Geschichte zusammenhält, verlieren. Das Knäuel erscheint zunächst sehr dicht und kaum entwirrbar, was der gesamten Handlung die Spannung verleiht, die einen guten Krimi auszeichnet.
Damit dieser rote Faden nicht zu oft entgleitet, sollte man die Lesepausen nicht zu lang werden lassen. Man muss sich schon sehr viele Namen merken, um die Handlung im eigenen Kopf stimmig zu bekommen. Da der Spannungsaufbau zum zügigen Lesen drängt, werden die einzelnen Fäden relativ schnell stabil, der rote Faden dicker und das Ziel, die Identifizierung und Überführung des Täters, wahrscheinlicher. Die eigene detektivische Arbeit wird insofern belohnt. Was allerdings der Spannung nicht schadet, da man hungrig darauf wartet, seine eigene Theorie bestätigt zu bekommen – oder eben nicht.
Ansonsten fühlt man sich als Vargas-Fan recht wohl in der inzwischen hinlänglich bekannten „Adamsberg-Familie“, obwohl auch hier nicht alles so stimmig abläuft, wie man es sich für ein harmonisches Familienleben wünschen würde. Hierbei ist besonders die „Rückholung“ seines Stellvertreters Danglart ins Team ein Höhepunkt erzählerischen Könnens und ein schöner Ausdruck zwischenmenschlicher Wärme. Man fühlt sich irgendwie geborgen und vor den Schlechtigkeiten dieser Welt geschützt bei einem Kommissar, der es versteht, auch hinter die Fassade der Menschen zu blicken. So eine kümmernde, so einen besorgte, so eine liebevolle Vaterfigur wünscht sich wohl ein jeder von uns.
Wenn jemand verlässlich gute Krimis schreibt, ist dies Fred Vargas. Auch bei der Auflösung dieses Falls wird vom Leser einiges abverlangt, was allerdings den grauen Gehirnzellen zugutekommt. Belohnt wird er nicht nur durch eine spannende Geschichte, sondern auch durch die besondere Nähe zu den handelnden Personen. Wie immer kommen Menschlichkeit und kluge Lebensweisheit bei Fred Vargas nicht zu kurz.
(13.4.2021)
- Jörg Karweick
Rönum
(11)Aktuelle Rezension von: Bianka_FriZum Inhalt verweise ich auf den Klappentext oder ggf Leseprobe
Das Cover passt perfekt zur Geschichte - düster, mystisch und irgendwie unheimlich, sowie das ganze Buch, aber im positiven Sinne <3
Die Geschichte zieht einen von Anfang an in seinen bann und lässt einen nicht mehr los. Ich hatte das ganze Buch über immer eine leichte Gänsehaut. Es ist Wahnsinn wie der Autor mit Wörtern jongliert und der Geschichte dadurch einen unsagbar gruseligen und spannenden Effekt aufbaut. das zieht sich durchs ganze Buch ohne abzuflachen und macht einfach sagenhaft viel Spaß zu lesen.
Ein bisschen aufpassen muss man allerdings, damit man am Ball bleibt, wer gerade erzählt und in welchem Zeitraum es spielt in dem Moment. Das hat mir anfangs Schwierigkeiten bereitet, aber nachdem man den Dreh raus hatte, war auch das kein Problem mehr.
Die Charaktere sind herrlich dargestellt mit ihrer typischen norddeutschen Art und auch diesem kleinbürgerlichem. Ich finde sie einfach authentisch dargestellt.
Für nervenschwache Leser vielleicht nicht das ideale :)) selbst mich gruselt es noch angenehm nach, mal sehen, wie es beim nächsten Nordseeurlaub ist :))
Ich kann das Buch einfach nur jedem empfehlen, der eine Mischung aus Krimi/Thriller/Mystik mag :) - Vanessa Savage
Mörderhaus
(37)Aktuelle Rezension von: Tanja13Nachdem die depressive Hauptprotagonistin Sarah eine vermeintlichen Selbstmordversuch hinter sich hatte, überredet ihr Ehemann Patrick sie dazu, dass beide mit ihren Kindern Mia und Joe in sein ehemaliges Elternhaus am Meer ziehen, das gerade zum Verkauf steht. Sarah willigt nur widerwillig dazu ein, da in diesem Haus eine Familie ermordet wurde und sie nicht gerade begeistert davon ist, in diesem dunklen Gebäude zu leben. Schließlich entschließt sie sich unter den gegebenen Umständen doch dazu mit ihrer Familie dorthin zu ziehen und unterstützt ihren Ehemann dabei. Kaum, dass sie dort eingezogen sind, nimmt sie seltsame Dinge war und ihre Familie scheint sich zu verändern. In der Folgezeit passieren immer wieder seltsame Dinge und nachdem sie erfahren hat, dass der Mörder von damals wieder auf freien Fuß ist und feststellt, dass einige Personen nicht die Wahrheit gesagt haben, hat sie Probleme den Menschen in ihrer Umgebung zu vertrauen. Nach und nach spitzt sich ihre Situation in dem Haus zu, bis sie schließlich ihren Höhepunkt findet.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, es ist verständlich geschrieben und einfach zu lesen, ohne viel Geschnörkel und unnötigen Sätzen.
Mein Fazit:
Die Spannungskurve wurde langsam aufgebaut und schwellte dann eine Weile auf dem Niveau vor sich hin, bis sie für mich leider in der Mitte des Buches abfiel. Auch hatte ich erwartet, dass mehr auf die Geschichte des Hauses eingegangen wird. Einiges ließ sich im Verlauf des Buches recht früh erahnen, dafür hat mir an andere Stelle gefehlt, dass einige geöffnete Erzählstränge für meinen Geschmack nicht richtig zu Ende geführt wurden, will heißen das Schicksal der Personen blieb offen. Das Ende selbst hat mir auch nicht wirklich gut gefallen, da es irgendwie zu schnell und abrupt kam und auf mich den Eindruck hatte, als ob die Autorin keine Lust mehr gehabt hätte, das Buch weiterzuschreiben und es einfach nur beenden wollte. Daher blieb es leider unter meiner Erwartung.
- Isabel Morland
Sehnsucht nach St. Kilda
(79)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerSehnsucht nach St. Kilda ist mein erster Roman dieser Reihe von Isabel Morland.
Schon allein das Cover vermittelt Urlaubsstimmung. Die vorigen Bände kannte ich nicht, aber trotzdem habe ich sehr schnell in die Story hinein gefunden. Ailic und Rachel, aber auch Annie und Finley haben mich sehr berührt und auch beschäftigt. Die Autorin hat für mich alles sehr bildlich beschrieben, so das ich die Insel gut vor Augen hatte. Am Anfang des Buches befindet sich auch eine Karte von der Insel was ich sehr schön fand. Man blickt zurück in das Jahr 1929 / 1930 und erfährt viel über Annies Kindheit auf St.Kilda. Geschrieben ist dass Buch in zwei Perspektiven. Zum einen in der Zeit der Evakuierung und in der heutigen Zeit. Man begleitet Rachel auf ihrem steinigen Weg zurück zu sich selbst und man erfährt sehr viel über die Evakuierung von St. Kilda. Dass Buch hat mir sehr gefallen und es war für mich ein sehr bewegender Roman, der durch seine vielen Facetten bestochen hat. Alle Charaktere sind authentisch dargestellt und der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter, der mir schöne Lesestunden beschert hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Kaufempfehlung und Leseempfehlung - Brandon Sanderson
Krieger des Feuers
(50)Aktuelle Rezension von: HelefloSchon der 1. Teil hat mich mit seinem ungewöhnlichen Magiesystem, den toll gezeichneten Charakteren und dem bildhaften Erzählstil fasziniert. Der 2. Teil ist meiner Ansicht nach noch besser. Es muss nicht mehr alles erklärt werden was die Magie angeht und ist somit viel kurzweiliger.
Es schließt direkt an den 1. Teil an und wir suchen mit Elant, Vin und ihren Gefährten nach der Quelle der Erhebung, außerdem muss das Zentrale Dominium und die Skaa vor Feinden von Außen beschützt werden, darunter auch vor Elant Wagers Vater und seiner Armee.
Ich kann die Reihe jedem empfehlen, der High Fantasy jenseits der allgegenwärtigen Drachen und einer gut durchdachten Magie mag.
- Kendare Blake
Der Schwarze Thron - Die Kriegerin
(102)Aktuelle Rezension von: Kolibri_liestDer dritte Teil der Reihe hat mir nicht so gut gefallen wie die ersten beiden. Es ist zwar interessant zu sehen, wie die beiden Schwestern, die es nicht auf den Thron geschafft haben, außerhalb der ihnen bekannten Welt leben, aber irgendwie war es dieses Mal etwas langatmig. Die Geschichte hätte für mich an dieser Stelle auch eine Dilogie bleiben können.
- Agatha Christie
Fata Morgana
(170)Aktuelle Rezension von: koechl"Fata Morgana" ist der 6. Teil der Miss Marple Reihe und wie immer habe ich mich sehr auf diesen Band gefreut. Miss Marple besucht hier eine alte Freundin, auf deren Landsitz auch eine Erziehungsanstalt für jugendliche Straftäter untergebracht ist. Dieses Setting ist für mich Fluch und Segen zu gleich. Zum einen finde ich es als Handlungsort eine mega Idee, leider leider leider wird daraus aber überhaupt nichts gemacht. Das hat mich wirklich sehr enttäuscht.
Wie immer hat man viele Charaktere, die man sich irgendwie merken muss und wie immer fiel mir das gar nicht so leicht. Der Fall an sich war aber schon unterhaltsam und ich bin mal wieder so überhaupt nicht auf die Lösung des Ganzen gekommen.
Für mich war "Fata Morgana" ein unterhaltsames Buch, im Vergleich mit vorherigen Bänden dieser Reihe aber eher durchschnittlich. - Kendare Blake
Der Schwarze Thron 4 - Die Göttin
(61)Aktuelle Rezension von: Kolibri_liestWährend mich der dritte Teil etwas enttäuscht zurückgelassen hat, hat Kendare Blake dies mit dem letzten Teil der Reihe völlig wett gemacht. Endlich fügt sich alles zu einem Bild zusammen und die Charakter-Entwicklungen sind so überraschend (aber nicht unlogisch), dass ich das Buch schnell durchgelesen hatte.























