Bücher mit dem Tag "neil gaiman"
54 Bücher
- Neil Gaiman
American Gods
(387)Aktuelle Rezension von: Silja_C_Hoppe🖋️ In "American Gods" folgen wir Shadow, der verfrüht aus dem Gefängnis entlassen wurde, weil seine Frau bei einem Autounfall starb. Direkt auf dem Heimweg bekommt er ein Jobangebot, das in seiner Merkwürdigkeit nur von dem Mann übertroffen wird, der es ihm anbietet. Daraus entwickelt sich eine abgefahrene Abenteuergeschichte, die es in sich hat.
💬 Ich habe tatsächlich die Serie vor dem Buch geguckt. Aber nur eine Staffel, danach habe ich das Projekt aus den Augen verloren. Durch einen Tiktokfilter wurde es mir wieder vorgeschlagen. Ich habe direkt den Directors Cut gelesen, also Neil Gaimans ungekürzte Fassung.
♥️ Vor allem mochte ich American Gods für die ulkigen Szenen zwischen den Kapiteln. Die haben mich teilweise sogar zu Tränen gerührt. Mir kommt es so vor, als hätte Neil Gaiman wirklich eingängig recherchiert. Ich liebe den Schreibstil und die vielen Charaktere und die ganzen ulkigen Ideen, die darin stecken.
🙇♂️ Ach, die Auflösung war mir irgendwie zu platt. Ich hätte mir mehr erhofft, wenn ich auch glaube, dass darin nicht die wahre Stärke von "American Gods" liegt. Und ich glaube, dass die Kürzungen vielleicht doch ganz sinnvoll wahren. Hier und da war es mir etwas zu lang. Wer kennt das nicht. :D
⭐ 5 Sterne für mich, da meine Kritikpunkte keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigen. - Neil Gaiman
Der Ozean am Ende der Straße
(518)Aktuelle Rezension von: wolfgirl07Am Anfang war ich ein bisschen verwirrt, weil ich nicht alles sofort verstanden habe. Es gab viele Fragen in meinem Kopf, und ich wusste nicht genau, was eigentlich los ist. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich alles erklärt, und dann wurde die Geschichte richtig gut!
Besonders toll fand ich, wie geheimnisvoll alles war. Die Familie Hempstock fand ich am spannendsten, weil sie irgendwie magisch wirkt. Ihr Teich ist auch nicht einfach nur ein Teich, sondern fühlt sich an wie etwas viel Größeres.
Manchmal war die Geschichte auch ein bisschen gruselig, aber auf eine gute Art, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte. Es gab viele Gefühle, wie Angst, Mut und Freundschaft.
Ich glaube, das Buch ist perfekt für alle, die gern spannende und ein bisschen verrückte Geschichten mögen. Mir hat es am Ende richtig gut gefallen!
- Neil Gaiman
Norse Mythology
(35)Aktuelle Rezension von: buecher_t1naDieses Buch habe ich schon vor ca. 2 Jahren gekauft und lag seither auf dem SUB. Plan war, dass ich dieses lese, sobald ich anfange Assassins Creed Valhalla zu spielen, da ich gerne dann auch mehr in die Story eintauche mit weiterem Hintergrundwissen.
Nun war es soweit, dass alles zusammengepasst hat.
Bisher kannte ich Odin, Thor und Loki nur aus den Marvel-Filmen, die ja auf die Comics basieren.
Ich mochte Neil Gaimans Buch sehr gerne und es war auch super einfach zu lesen.
Gaiman hat hier aus den vorhanden Werken Geschichte zusammen gesammelt und aufgeschrieben. Wie andere schon sagen, kann man die Kapitel auch je nach Lust und Laune lesen, jedoch ist es sinnvoll in der zeitlichen Abfolge geschrieben, sodass man auch beim Ursprung anfängt.
Ich fand es sehr spannend etwas Neues dazuzulernen, z.B. alleine im Kapitel "The Treasures of the Gods" wird erklärt durch welche List von Loki Thor zu seinem Hammer Mjölnir kommt.
Daher wirklich sehr zu empfehlen, für alle die mehr über die nordische Mythologie lesen möchten :) - Mike Carey
Neil Gaimans Niemalsland
(426)Aktuelle Rezension von: CocuriRubyIch mag den Stil des Autors – er ist gut lesbar, aber er hat ein Händchen für Kulissen/Settings und Atmosphäre.
Hier haben wir die Kulisse Londons – zum einen das normale, uns bekannte London und eine magische Schatten-Variante (Parallelwelt).
Ich mag es sehr, wie diese Welten sich an den Rändern mischen – das ist wieder sehr kreativ gestaltet und bringt die für den Autor übliche dunkle Fantasy.
Es würde vermutlich noch mehr verfangen, wenn man in London leben würde bzw. die Orte, die eine Rolle spielen detailliert vor Augen hätte.
Es handelt sich schon um eine gewisse Abenteuer-Geschichte, fantasiereich und unterhaltsam. Aber es kam mir manchmal aber wie eine Abhandlung vor, es nahm mich nicht immer so ganz gefangen.
Die Figuren sind auch etwas schmal – sie erfüllen durchaus „Fantasy-Gefährten“-Rollen und haben interessante Eigenschaften, wie Dimensionssprünge oder Unsterblichkeit, etc.
Aber die jeweiligen Charaktere sind ausreichend, um ein Bild für die Figuren zu bekommen, aber sie wachsen einen nicht ans Herz oder werden sonderlich vertieft.
Interessanterweise fand ich die Bösewichte/Killer am unterhaltsamsten, die hatten das gewisse Flair.
Ist eine unterhaltsame Geschichte, kreativ und atmosphärisch – aber es ist nicht das beste Buch aus der Feder des Autors.
- Neil Gaiman
Nordische Mythen und Sagen
(130)Aktuelle Rezension von: bibisstuebchenBei dem Buch handelt es sich um eine Nacherzählung der nordischen Götter- und Heldensagen. Durch die getroffene Auswahl der Geschichten und Legenden erhält man einen guten Überblick über die nordische Mythologie vom Anbeginn der Zeit bis zur Ragnarök. Das Ganze liest sich sehr gut flüssig. Der Fokus liegt hier sehr auf Loki und seinen Taten.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die einen Überblick über die nordische Mythologie erhalten wollen, ohne jedoch Sachbücher zu lesen oder die Edda etc. zu lesen.
- Neil Gaiman
Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie
(65)Aktuelle Rezension von: PMelittaMDream, der Herrscher des Traumreiches, wird 1916 von Roderick Burgess, der eigentlich Death fangen wollte, in eine Falle gelockt und Jahrzehnte gefangen gehalten. Während dieser Zeit geraten der Schlaf und die Träume außer Kontrolle. Schließlich kann sich Dream befreien und muss sich zunächst auf die Suche nach seinen Insignien machen, um seine Kraft wiederherstellen zu können.
Wahrscheinlich kennen viele die Serie, die auf dieser Comicreihe basiert, und die ich persönlich grandios finde. Als genauso grandios entpuppte sich für mich die Reihe selbst, deren ersten Sammelband ich nun endlich gelesen habe.
Nicht nur die Geschichte selbst gefällt mir, ohne die Zeichnungen wäre sie nur halb so gut, denn diese transportieren das Geschehen in perfekter Weise und wirken auf mich sehr künstlerisch. Erst im Zusammenspiel von Text und Bild wurde ich komplett gefangengenommen. Dass das so sein wird, war mir schnell klar, und schon jetzt freue ich mich auf die weiteren Bände. Übrigens fand ich das auch bei der Serie gut gelungen.
Manche der Szenen sind sehr gruselig, brutal, teilweise schon fast makaber, zum Beispiel diejenigen, die in einem Diner stattfinden, auch der Höllentrip hat es in sich. Besonders gut hat mir die letzte Geschichte, eine Art Epilog, gefallen, in der Dream auf Death trifft, wunderschön und traurig.
Interessant finde ich auch manchen Charakter, den man hier trifft, wie zum Beispiel John Constantine, Lucifer Morningstar oder die Brüder Kain und Abel, wobei Kain immer noch gerne seinen Bruder ermordet.
Ich bin ziemlich geflasht von diesem Band und freue mich auf die weiteren, Bild und Text ergeben für mich eine perfekte Einheit, beeindruckend und bedrückend. - Neil Gaiman
Das Graveyard-Buch
(275)Aktuelle Rezension von: CocuriRubyIch mag den Stil des Autors, der einen ganz eigenen Ton hat und Atmosphäre erzeugt – dies macht einen Großteil der Fantasy aus – aber das alles ohne eine gewisse Leichtigkeit bis Beiläufigkeit zu verlieren.
Trotz düsteren Figuren und geschichtlichen Elementen, kommt es einen nicht makaber vor, sondern fast schon „natürlich“.
Es gibt schöne Details zu entdecken, vermeintliche Kleinigkeiten, die aber eine große Wirkung haben – wie z.B. Geisterarme, die ein Baby umfassen und so der physischen Welt enttragen wird oder wie Werwölfe (aber auch andere Wesen) dargestellt sind, bekannt und trotzdem anders (Wölfe Gottes/Himmelshunde).
Die Geschichte ich zunächst irgendwie nichts Ganzes. Als wüsste sie nicht, was sie eigentlich sein möchte, aber letztlich ist es schlichtweg genug von allem.
Es hat eine schöne Massage und bildet auch eine tolle Coming-of-Age Geschichzte die mal ganz anders erzählt wurde.
Dabei bietet es die komplett Emotionspalette – es ist ein Abenteuer, Fantasy (gerade auch düsterer), es spricht von Freundschaft, vom Wunsch der Zugehörigkeit, Vorurteilen, von Familie und dass man mit ihnen nicht Blutsverwandt sein muss, von Freude, Hoffnung, Einsamkeit und Trauer.
Es hat aber auch den Mut viele Stränge offen zu lassen bzw. z.T. schlicht nie wieder aufzugreifen, Generell ist es recht offen – auch das Ende.
Dabei wahrt es wie gesagt seinen eigenen Klang und Atmosphäre – es ist ein schönes, irgendwie lebensbejahendes Buch, gerade weil es den Tod umarmt.
Ein wunderschönes kleines Buch für zwischendurch.
- Neil Gaiman
Sternwanderer
(43)Aktuelle Rezension von: FraeuleinSpinnwebMuss gestehen, dies war das erste Buch, das ich von Neil Gaiman gelesen habe (2 weitere liegen noch auf der SuB). Den Film kannte ich schon, aber das Buch hat mich auch verzaubert. Kurzweilig, märchenhaft und voller Magie.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn sie nicht sehr tief beschrieben werden (das ist der Kürze der Geschichte geschuldet). Die Welt ist interessant und das Abenteuer von Tristan und Yvaine gibt einen kleinen Einblick in die Feenwelt.
- Neil Gaiman
American Gods
(107)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3In diesem Hörspiel geht es um einen Roadtrip kreuz und quer durch die USA, um alte und neue Götter, um Liebe, Freundschaft und Familie. Die Inszenierung als Hörspiel ist perfekt gelungen. Ich habe die vielen Stunden gebannt gelauscht und dabei im Garten gearbeitet, gestrickt oder Wäsche aufgehängt. Nur bei den letzten Stunden habe ich irgendwie den Faden verloren und die Story nicht mehr verstanden. Wer war jetzt tot und wer nicht bzw. doch nicht tot oder nicht mehr tot?
Insgesamt ist es auch eher eine Männergeschichte, denn obwohl es sehr viele Charaktere gibt, von denen einige sehr wichtig sind, spielen Frauen immer nur mehr oder weniger kleine Nebenrollen. Sie reden auch kaum miteinander. Diese Welt dreht sich nur um die Männer, dementsprechend kreisen auch die Frauen nur um die Männer. Das ist sehr schade, denn hier wurde viel Potential verschenkt. - Eoin Colfer
Doctor Who - 11 Doktoren, 11 Geschichten
(38)Aktuelle Rezension von: PMelittaMDie Anthologie erschien zum 50. Jubiläum der Serie Dr. Who, alle bis dahin existierenden Inkarnationen des Doktors, außer dem Kriegsdoktor, erhalten ihre eigene Geschichte. 11 Doktoren, 11 Geschichten, 11 Autoren/Autorinnen, so unterschiedlich die einzelnen Doktoren sind, so unterschiedlich sind auch die Geschichten.
Jeder Doktor ist mit seinen Eigenheiten sehr gut wiederzuerkennen. Größtenteils werden sie von bekannten Companions begleitet, wie z. B. Susan, Ace und Martha Jones, der 8. Doktor reist gerade allein, erhält aber für die Dauer seines Abenteuers auf der Erde jemanden zur Seite gestellt, der in das Geschehen involviert ist. Auch der 9. Doktor ist alleine unterwegs. Er erhält eine sehr interessante, nicht humanoide Begleiterin, die ich gerne noch einmal treffen würde, das Ende der Geschichte macht da auch ein bisschen Hoffnung. Gegenspieler gibt es ebenfalls sowohl unbekannte als auch bekannte, wie z. B. den Master, die Rani oder die Daleks, letztere einmal ganz anders als gewohnt.
Die Geschichten spielen an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten, wie man das beim Doktor gewohnt ist. Mehrmals findet sich der Doktor auf der Erde wieder, wo er u. a. eine Seuche eindämmen muss. Andere Geschichten spielen in fernen Galaxien, wo z. B. ein riesiger Baum durchs All schwebt.
Die Erzählstile sind selbstverständlich geprägt von den jeweiligen Autoren (2 davon Autorinnen), und daher sehr abwechslungsreich zu lesen, alle sind spannend, oft dramatisch, trotzdem kommt auch der Humor nicht zu kurz, manche sind regelrecht skurril, und am Ende gibt es die eine oder andere gelungene Pointe. Einmal darf sogar die Begleiterin, Peri, selbst in Ich-Form erzählen. Bis auf eine (die des 6. Doktors) haben mir alle Geschichten sehr gut gefallen, und auch diese eine ist nicht wirklich schlecht, und wird ihre Fans finden.
Wer etwas mehr über die einzelnen Autoren wissen möchte, wird im Anhang fündig, sicher hat man am Ende Lust, von dem einen oder anderen ein weiteres Werk zu lesen.
Die Anthologie konnte mich nahezu durchgehend begeistern. Die Vielfalt der Doktoren spiegelt sich in den Geschichten wieder, man trifft alte und neue Begleiter und Gegenspieler – jeder Whovian sollte seine Freude an dieser Sammlung haben. - Neil Gaiman
Coraline
(126)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Die Geschichten von Neil Gaiman haben eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Die Sprache ist zwar einfach und die Handlung recht simpel, aber das Grauen ist unendlich groß und man begleitet die Heldin auf Schritt und Tritt und betet, dass sie ihr Abenteuer gut übersteht.
Das Ende finde ich ein wenig unbefriedigend, weil das Problem nicht vollkommen beseitigt ist.
Aber ansonsten mag ich das Buch sehr. - Neil Gaiman
Stardust - Der Sternwanderer
(309)Aktuelle Rezension von: P_GandalfDas gibt eine kurze Rezi.
Der Sternenwanderer ist einfach ein schön erzähltes Märchen, das den Leser in seinen Bann zieht. Ein unerschrockener, naiver Held, eine unsterbliche Liebe, böse Hexen und Brüder, die sich gegenseitig umbringen, um zu herrschen - sind die Zutaten, der Geschichte.
Kurzweilige, gute Unterhaltung!
- Neil Gaiman
Beobachtungen aus der letzten Reihe
(16)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNeil Gaiman ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Comics.Er liest, seit er lesen kann und arbeitete mit diversen Größen der verschiedenen Literaturgenres zusammen.Angefangen zu schreiben hat er als Journalist, bis er sich entschied, Schriftsteller zu werden.
In dieser Sammlung verschiedener Texte erklärt Neil Gaiman, wie wichtig Bücher, Lesen und Bibliotheken für Kinder sind.Er klärt über das Leben als Künstler auf und erzählt witzige Anekdoten über andere Autoren, wie zum Beispiel Stephen King und Terry Pratchett.
Er hat diverse Texte zu verschiedenen literarischen Preisverleihungen und Vorworte für andere Romane oder Comicbücher geschrieben.
In diesem Buch versammeln sich auch die verschiedensten Texte zu den Themen Kino/Film allgemein und Musik.
Man kann die Texte völlig unabhängig voneinander und in wilder Reihenfolge lesen. Man kann ganze Texte völlig ausklammern, wenn einen das Thema nicht interessiert und trotzdem lernt man Neil Gaiman sehr gut kennen und erfährt so einiges über das Schreiben und die Arbeit als freiberuflicher Künstler. - Neil Gaiman
Der Fluch der Spindel
(58)Aktuelle Rezension von: Ava_lonInhalt
Neil Gaiman und Illustrator Chris Riddell verweben zwei Märchen in der Art von Schneewittchen und Dornröschen miteinander und statten sie mit einer spannenden Handlung voll dunkler Magie aus: Am Vorabend ihrer Hochzeit macht sich eine junge Königin auf, eine Prinzessin von einem Fluch zu erlösen. Sie tauscht ihre feine Hochzeitsrobe gegen Kettenhemd und Schwert und folgt ihrem Zwergen-Hofstaat zu dem in Schlaf gefallenen Königreich. Doch die Prinzessin, die gerettet werden muss, ist nicht, was sie zu sein scheint ... Prächtig illustriert mit Metallic-Druckfarbe und voll schwarzem Humor das spektakuläre neue Meisterwerk von Neil Gaiman!
Cover
Tolles Cover mit einem Umschlag aus einem durchscheinenden Pergamentpapier. Dadurch wirkt es vielschichtiger, da sowohl der Einband selber mit einer Illustration als auch das Pergamentpapier gestaltet wurde. Für mich ein absoluter Hingucker.
Ein Wort vorneweg
Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.
Mein Eindruck
Ich liebe es immer wieder sogenannte Schmuckausgaben in den Händen zu halten. Die vielen Details in den Zeichnungen und die Art der Illustrationen faszinieren mich immer wieder und zeigen für mich auch ein Stück weit die Liebe zur Geschichte. In den Schmuckausgaben kann der Autor (Gaiman) und der Zeichner (Riddell) noch einmal mehr betonen, welche Punkte ihm an der Story wichtig sind. Von Neil Gaiman ist es die dritte Geschichte, die ich in Form einer Schmuckausgabe habe. Und auch hier lässt sich immer wieder eine Entwicklung in der künstlerischen Arbeit sehen.
Der Fluch der Spindel ist nahezu in schwarz und weiß gehalten mit einigen punktuellen Verzierungen aus Gold. Ich mag diese Form der Strichzeichnungen, da nur mittels verschiedener Strichformen Schattierungen geschaffen werden, die ganze Welten entstehen lassen. Sie sind fokussiert auf das Wesentliche und doch gibt es im Hintergrund so manches schattenhafte, welches eine weitere Geschichte erzählt. Ich bin immer wieder fasziniert, wieviel mehr Bilder als Worte ausdrücken können.
Die Geschichte ist darüber hinaus sehr gut gelungen. Schneewittchen und Dornröschen sind miteinander verbunden zu einer neuen Form und entwickeln sich dennoch zu einer eigenen Geschichte. Es gibt keine großen Königreiche mit vielen Soldaten die sich zum Kampf gegen das Böse rüsten, sondern nur eine junge Königin, welche sich auf den Weg macht, um die schlafende Prinzessin zu erwecken. Ein Kuss, ein Erwachen und ein Erkennen – für mich standen auch hier die zeichnerischen Details im Vordergrund. Die Mimik ist sensationell herausgearbeitet und jeder Gesichtsausdruck ist passend zur Geschichte. Auch die weitere Folge, in der die Königin ihre Entscheidungen trifft und einen neuen Weg beschreitet ist moderner und zeitgemäß. Sie geht ihren eigenen Weg und ist unabhängig von Königshof und einer Hochzeit.
Fazit
Eine Geschichte die ich immer wieder gerne lese und deren Zeichnungen ich liebe. Sie ist schaurig schön und erzählt ein altes Märchen ganz anders
02.11.21
- Neil Gaiman
Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard
(59)Aktuelle Rezension von: Moidlvomberchich hab dieses Buch vor einiger zeit einmal gekauft, und seither immer mal wieder gelesen.
es ist eine wundervolle intensive Geschichte.
Die Kapitel haben eine angenehme länge.Der erzählstil ist sehr gut so dass er ein flüssiges lesen ermöglicht
Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen! :-)
- Neil Gaiman
The Sleeper and the Spindle
(28)Aktuelle Rezension von: sasa_moonChris Riddell und Neil Gaiman sind schon lange mein liebstes Duo, was gelungene illustrierte Geschichten angeht. "Coraline" oder zuletzt auch die illustrierte Ausgabe von "The Graveyard Book" haben mir sehr gut gefallen und zählen zu den schönsten Büchern, die ich in meinen Regalen stehen habe. Chris Riddell ist nun seit Jahren mein Lieblingsillustrator und über ihn habe ich auch glücklicherweise zu Neil Gaiman gefunden, weswegen ich sehr gespannt auf diese Zusammenarbeit war. Was soll ich sagen - ich bin erneut hin und weg!
Zum Cover & den Illustrationen: eine schlafende Frau mit wallendem Haar, dazu an den Seiten gewundene Dornenranken - sofort assoziiert man diese Geschichte mit Dornröschen. Es passt wirklich sehr gut zur Handlung des Buches und zieht einen beinahe magisch an. Auch die restlichen Illustrationen sind (wie von Chris Riddel gewöhnt) ganz fantastisch geworden. Seine Menschen und Wesen haben einfach einen ganz eigenen Charakter, sprühen vor Charme und besonders seine Art Schatten zu setzten und zu Schraffieren bringt eine gewisse Dynamik mit, die ich selten bei Illustrator:innen sehe. Besonders der Mix aus "klassisch" schönen Elementen und Makabren hat mir hier besonders gut gefallen!
Zur Handlung: in dieser Geschichte verfolgen wir eine mutige und emanzipierte Königin, die sich, zusammen mit einer Gruppe von Zwergen, auf den Weg macht, um den Fluch der Prinzessin zu brechen. Dabei werden die verschiedensten Märchenelemente von Dornröschen und Schneewittchen miteinander verwoben, sodass ein ganz eigenes Märchen erzählt wird. Die Geschichte ist nicht besonders lang, jedoch lässt sie einen beim Lesen zu keiner Zeit los und man fliegt nur durch die Seiten. Es ist ein Märchen mit vielen unerwarteten Wendungen, einer unabhängigen Protagonistin und Magie.
Die Charaktere: durch die geringe Seitenanzahl war es schwierig, den Charakteren eine Entwicklung oder Tiefe zu ermöglichen, hier wurde sich wirklich eher auf die Handlung fokussiert. Jedoch hat mir unsere Protagonistin, die Königin, unheimlich gut gefallen. Ohne groß zu überlegen macht sie sich auf den Weg, um die Prinzessin zu retten, beweist unterwegs Mut und Stärke und bleibt sich dabei selbst treu. Zusammen mit den Zwergen hat sich dabei eine tolle Gruppe ergeben, die man gerne während der Reise begleitet hat.
Ich kann wirklich nicht meckern. Das Buch hat mich von vorne bis hinten begeistern können und durch die wunderschöne Aufmachung einen Ehrenplatz im Regal gesichert. Von mir gibt es klare 5/5 Sternen und eine wirklich gut gemeinte Leseempfehlung! :)
- Neil Gaiman
Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie
(12)Aktuelle Rezension von: PMelittaMEin verrückt gewordener Stern führt das Ende der Welt herbei. Dream von den Ewigen, der daran nicht ganz unschuldig ist, versucht dem Untergang zuvor zu kommen.
Dieser Band ist ein Prequel zur Sandman-Reihe, der lange vorher spielt, aber erst nach Ende der Reihe erschienen ist. Passend zur ziemlich abgefahrenen Geschichte gibt es sehr fantastische Zeichnungen J. H. Williams III, oft, aber nicht nur, sehr bunt, manchmal fast psychedelisch, aber immer wunderschön.
Mich hat dieser Comicband absolut geflasht. Wer die Sandman-Reihe noch nicht kennt, sollte diesen Band erst nach der Reihe lesen, es wäre sonst wahrscheinlich zu verwirrend. Man sollte Dream und die anderen Ewigen, aber auch einige Inhalte der zehn Bände der Reihe kennen.
Wunderbar fantastischer Prequel-Einzelband zur Sandman-Reihe, den man nicht auslassen, aber erst im Anschluss an die Reihe lesen sollte. - Neil Gaiman
Anansi Boys
(148)Aktuelle Rezension von: Leseglatze1974Die Grundidee ist erstmal ziemlich interessant: Ein junger Mann mit afroamerikanischen Wurzeln, der sein altes Leben hinter sich lassen will und in London lebt, dann aber erfahren muss, dass sein kürzlich verstorbener Vater eigentlich ein Vodoo-Gott gewesen ist. Dann taucht auch noch ein ihm bisher unbekannter Bruder auf, der die Göttlichkeit vom Papa geerbt hat und das Leben unseres Protagonisten mächtig durcheinander wirbelt. So schön, so lustig. Zahlreiche Teile der Handlung ziehen sich aber ziemlich, vor allem das Zusammentreffen des Helden mit den Indianer (?) Göttern. Auch die etwas seltsame Krimi-Nebenhandlung hat mich etwas ratlos gemacht.
Alles zusammen kann man sagen, dass es ein durchaus lesenswertes Buch ist, sich aber nicht so leicht weglesen lässt, wie z.B. American Gods.
- Erik Simon
Tolkiens Geschöpfe
(15)Aktuelle Rezension von: SpacebubbletimeDas Buch ist im großen und ganzen eine sehr schöne Zusammenführung von 24 Kurzgeschichten die in der Welt der "Der Herr der Ringe" spielen. Durch die vielen verschiedenen bekannteren und weniger bekannten Autoren ist in meinen Augen nicht jede Geschichte wirklich großartig, aber alle haben im durchschnitt einen sehr hohen Standard.
Durch die Gliederung des Buches in sechs Kategorien von Geschöpfen und die jeweils vier Geschichten, welche sich um diese Geschöpfe aus Mittelerde drehen, ist das Buch sehr übersichtlich.1. Elfen & Elben2. Zwerge, Hobbits & andere3. Goblins, Kobolde, Orks4. Allerlei seltsame Wesen5. Zauberer & Helden6. Drachen & DrachentöterDa die Geschichten nicht zusammenhängen kann man auch abwechselnd und nach Lust und Laune die Kategorie wechseln. Sehr praktisch, wenn man zum Beispiel nach zwei Geschichten der selben Geschöpfe Abwechslung braucht. Diese ist allerdings auch schon durch die Unterschiedlichen Schreib- und Erzählstile der verschiedenen Autoren gegeben. Außerdem lässt sich das Buch dadurch gut nebenbei lesen, da die Geschichten sich zwischen sechs und hundert Seiten länge bewegen.
Mir persönlich hat die letzte Kurzgeschichte "Der Eisdrache" von George R. R. Martin am besten gefallen.
Viel Spaß beim Lesen! :) - Neil Gaiman
Stardust: BBC Radio 4 full-cast dramatisation
(13)Aktuelle Rezension von: ThaliomeeGleich am Anfang muss ich zugeben, dass ich den Film „Stardust“ (dt. „Der Sternenwanderer“) nicht kenne, was sicherlich eine Bildungslücke ist. Dank dieses wundervollen Hörspiels muss ich ihn aber nicht mehr sehen, denn besser als in dieser Form kann man es fast nicht umsetzen.
Eine Erzählerin führt durch die Geschichte und erklärt die Rahmenhandlung. Anders als bei einem Hörbuch gibt es aber, neben vielen Sprecherinnen und Sprechern auch Geräusche, die eine einzigartige Atmosphäre schaffen. Auch der Autor Neil Gaiman selbst ist hier zu hören.
Während im Himmel ein Machtkampf um die Thronfolge beginnt, scheint das Leben auf der Erde beschaulich zu sein. Der Bauernsohn Tristan ist in Victoria verliebt und verbringt einen romantischen Abend mit ihr. Am Himmel sehen sie eine Sternschnuppe auf die Erde fallen. Tristan verspricht Victoria diesen Stern zu suchen und ihr zu bringen, sie verspricht ihm dafür ihre Liebe. Also macht sich Tristan auf den Weg und findet den Stern...
Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Denn mit einer Laufzeit von 2,5 Stunden ist dieses Hörspiel eher kurz und ich möchte nichts vorwegnehmen.
Trotzdem hat es mich sofort verzaubert und in die magische Welt des Königreichs Stormhold entführt. Die Geschichte ist interessant und spannend, die Umsetzung einzigartig gelungen!
Englische Hörbücher sind oft einer Herausforderung, dieses hier ist eher leicht verständlich, da die verschiedenen Charaktere durch Stimmen und Hintergrundgeräusche sehr gut voneinander abgegrenzt sind. Vor allem zu Tristan und der gefallene Stern sind toll gesprochen!
Eine Empfehlung für ausnahmslos alle Fans des Phantastischen.
- Neil Gaiman
Nordische Mythen und Sagen
(28)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNeil Gaiman, der Schöpfer der American Gods, erzählt uns in diesem Band von der Entstehung der Welt und den allerlei schrägen und spannenden Abenteuern der nordischen Götter. Ob es um Entführungen oder Thor im Brautkleid geht...hier findet man allerlei Geschichten von Odin, Thor, Loki und Co.
Gaiman erzählt die Geschichten so wie man sie erzählen sollte. Leicht verständlich und mit sehr viel Witz. Darunter sind viele Geschichten, die man bereits kennt, wie Thors "etwas" ungewöhnliche Hochzeit, aber durch die lebhafte Neuerzählung liest man auch diese nochmal gern. Auch die komplizierte Schöpfungsgeschichte kann Gaiman geschickt entwirren und einfach erklären. Vielleicht liegt etwas viel Fokus auf Thor und Loki, aber nun ja, um die geht es ja auch in den meisten Geschichten.
Dazu muss man auch sagen, dass ich selten so ein perfekt vorgelesenes Hörbuch gehört habe. An manchen Punkten hat man fast das Gefühl, dass es nicht ein, sondern mehrere Sprecher vorlesen. Jeder Gott und jedes Wesen hat seine eigene Stimme. Ich bin wirklich begeistert. So muss man Hörbucher lesen!
Und auch wenn das Wort "sagen" vielleicht gelegentlich doch durch ein Synonym hätte ersetzt werden können, gelingt es dem Autor, ein gelungenes Werk von nordischen Mythen abzuliefern, ohne diese unnötig zu verfremden.
Man lacht, man trauert, man fiebert mit...Wer ein Einstiegswerk in die nordische Mythologie sucht, der macht mit Gaimans Sammlung definitiv keinen Fehler. Von mir gibt es dafür zu gern eine Empfehlung.
- Neil Gaiman
Art Matters
(11)Aktuelle Rezension von: wordworldIch habe selbst noch nichts von Neil Gaiman gelesen, kenne aber viele seiner Werke. "Art Matters" ist eine Kollektion von bisher unveröffentlichten Texten zum Thema Kunst, Schreiben, Bibliotheken und Tagträume. In den beiden Teilen "Credo" und "Make Good Art" sind zwei seiner berühmten Reden verschriftlicht, in denen er dazu auffordert, kreativ zu werden und sich mithilfe von Kunst auszudrücken, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Er argumentiert, weshalb Kunst ein wichtiger Teil der Gesellschaft und kein Luxuszeitvertreib von einigen wenigen ist. Das kurze darauffolgende "Making A Chair" ist ein Gedicht über die Freude am Schaffen etwas zuvor nicht dagewesenen und hat in mir auch eine ziemlich große Schaffenslust geweckt. Und zuletzt bringt er in dem Essay "On Libraries" die Wichtigkeit von öffentlichen Büchereien und dem Zugang zu Büchern für alle auf den Punkt. Dabei kann man die Passion des Autors für Kunst, Phantasie, Ideen und Tagträumen aus jedem Wort herauslesen und sich leicht von seiner Leidenschaft anstecken lassen.
Zum Abschluss dieser sehr kurzen Rezension deshalb noch drei Zitate, die ich sehr inspirierend fand:"It is easy to pretend that nobody can change anything, that society is huge and the individual is less than nothing. But the truth is individuals make the future, and they do it by imagining that things can be different."
"Now go, and make interesting mistakes. Make Interesting. Mistakes. Make glorious and fantastic mistakes. Break rules. Leave the world more interesting for you being here. Make good art."
"Fiction builds empathy. Fiction is something you build up from twenty-six letters and a handful of punctuation marks, and you, and you alone, using your imagination, create a world, and people it and look out through other eyes. You're being someone else, and when you return to your own world, you're going to be slightly changed."
Das Urteil
Dieses dünne Büchlein ist nicht nur für langjährige Fans des Autors geeignet, sondern auch empfehlenswert für Personen, die sich gerne kopfüber in bestärkende und inspirierende Aussagen des Autors zum Thema Kunst stürzen möchten.























