Bücher mit dem Tag "netzwerk"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "netzwerk" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches DAEMON (ISBN: 9783499256431)
    Daniel Suarez

    DAEMON

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Stephanva

    Dieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt. 

    Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.

    Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!

  2. Cover des Buches Worlds Collide (ISBN: 9783736316638)
    Anabelle Stehl

    Worlds Collide

    (207)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Ich war überraschend schnell in der Geschichte drin. Worlds Collide fühlt sich von Anfang an sehr ruhig an, fast sanft, und genau dieses Tempo zieht sich konsequent durch das ganze Buch. Es ist kein lauter Roman, sondern einer, der eher leise erzählt.


    Die Protagonistin habe ich als verloren, aber gleichzeitig stark wahrgenommen. Ihre Art war nachvollziehbar, trotzdem hatte ich leider nie das Gefühl, emotional wirklich nah an sie heranzukommen. Ich habe verstanden, was sie fühlt – aber nicht wirklich mitgefühlt.


    Mein erster Eindruck vom Love Interest war eher unsympathisch, doch das hat sich relativ schnell geändert. Mit der Zeit wurde er für mich klar zu einem Safe Place. Die Beziehung der beiden ist ruhig, heilend und sehr respektvoll aufgebaut. Besonders das Tempo der Annäherung hat für mich gut gepasst – nichts wirkte überstürzt oder künstlich.


    Was mir allerdings gefehlt hat, war das Gefühl, dass hier wirklich zwei unterschiedliche Lebenswelten aufeinandertreffen. Dieser Aspekt, der eigentlich zentral sein könnte, kam für mich kaum spürbar rüber.


    Die Nebenfiguren – vor allem seine Eltern und ihre beste Freundin – mochte ich gerne, sie blieben für mich aber eher im Hintergrund und haben die Geschichte nicht entscheidend getragen.


    Atmosphärisch war das Buch sehr cozy und warm. Der Schreibstil ist ruhig, angenehm und flüssig, vielleicht sogar ein bisschen zu ruhig, wenn man auf stärkere emotionale Ausschläge hofft.


    Das Ende kam für mich deutlich zu abrupt. Es wurde zwar sauber abgeschlossen und rund gemacht, aber der Weg dorthin fühlte sich zu schnell an – als hätte man sich mehr Zeit lassen können.


    Insgesamt war Worlds Collide für mich ein schönes Buch. Eines, das man gerne liest, das sich gut anfühlt, aber kein Banger war und mich emotional nicht nachhaltig beschäftigt hat.


  3. Cover des Buches Der Widerstand geht weiter (ISBN: 9783843210812)
    Katie Kacvinsky

    Der Widerstand geht weiter

    (607)
    Aktuelle Rezension von: Zarina

    Inhalt und Thema des Buches: "Der Widerstand geht weiter" setzt die Geschichte der Maddie-Freeman-Trilogie in einer dystopischen Zukunft fort. Maddie befindet sich nun in einer Art Psychiatrie, wo die Menschen erneut in die Falle gelockt werden, ihr Leben vor dem Computer zu verbringen. Sie kämpft weiterhin gegen ein unterdrückendes System, das Technologie und Überwachung nutzt, um die Bevölkerung zu kontrollieren.

    Deine Meinung: Nachdem mich der erste Band bereits begeistert hat, war ich gespannt auf die Fortsetzung "Der Widerstand geht weiter". Das Buch vertieft die dystopische Welt und thematisiert weiterhin relevante gesellschaftliche Fragen. Besonders in einer Zeit, in der Technologie eine immer größere Rolle spielt, fand ich die Themen des Buches äußerst aktuell und nachdenklich stimmend.

    Allerdings empfand ich den Mittelteil des Buches als zäh, da Maddie sich in einer Art Psychiatrie befindet, in der die Menschen erneut in Versuchung geführt werden, ihr Leben vor dem Computer zu verbringen. Diese Passagen wirkten auf mich manchmal etwas langatmig und weniger packend.

    Maddie entwickelt sich in diesem Band weiter, zeigt aber auch weiterhin Schwächen, die sie menschlich und greifbar machen. Die Geschichte bietet dennoch spannende Wendungen und lässt die Leser tief in die Welt der Rebellen eintauchen, die um ihre Freiheit kämpfen.

    Schlüsselthemen: Ein zentrales Thema in "Der Widerstand geht weiter" ist die Fortführung des Kampfes gegen Unterdrückung und Überwachung, sowie die Frage nach persönlicher Freiheit und Verantwortung. Die Autorin schafft es erneut, eine atmosphärisch dichte Welt zu erschaffen, die zum Nachdenken anregt.

    Fazit: "Der Widerstand geht weiter" ist eine gelungene Fortsetzung, die die Leser tiefer in die Welt von Maddie Freeman einführt und sie weiterhin fesselt. Mit starken Themen und einer packenden Handlung ist dieses Buch eine Empfehlung für alle, die dystopische Geschichten und gesellschaftskritische Themen mögen.

  4. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783596522279)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

    (350)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
    𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
    𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
    Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
    Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
    Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
    Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
    Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  5. Cover des Buches Das geheime Netzwerk der Natur (ISBN: 9783453605619)
    Peter Wohlleben

    Das geheime Netzwerk der Natur

    (36)
    Aktuelle Rezension von: sbalunzia

    „Was passiert, wenn wir unbedacht ein Rädchen entnehmen, haben wir anhand zahlreicher Beispiele gesehen. (…) Es kommt zu einer Kettenreaktion, die das ganze System verändern kann.“ Dieser prägnante Abschnitt aus dem zweitletzten Kapitel fasst für mich die Essenz des Buches auf eindrucksvolle Weise zusammen.

    „Das geheime Netzwerk der Natur“ von Peter Wohlleben ist ein äußerst lehrreiches und faszinierendes Buch. Trotz seiner wissenschaftlichen Tiefe gelingt es dem Autor, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen und die vielschichtigen Beziehungen innerhalb der Natur durch Beispiele zu veranschaulichen. Wohlleben beleuchtet Themen wie den Einfluss von Rehen und Hirschen auf den Flusslauf, die Gründe, weshalb Glühwürmchen leuchten, die erstaunliche Kommunikation zwischen Bäumen und Pilzen, die Entwicklung der Natur über Millionen von Jahren wird thematisiert und er zeigt auf, wie unser menschliches Eingreifen all dies beeinflusst.

    Ich habe das Buch in kleinen Happen über mehrere Wochen hinweg gelesen. Besonders bereichernd war mein Engagement in einem Bergwaldprojekt während dieser Zeit. Nach diesem praktischen Einsatz konnte ich das Buch mit anderen Augen betrachten und die Zusammenhänge noch viel intensiver nachvollziehen. Wohllebens Werk schafft ein tiefes Verständnis für die Natur und die Bedeutung anderer Lebewesen in unserem Ökosystem. Es regt dazu an, über unser Verhältnis zur Natur nachzudenken und die Verantwortung, die wir tragen, ernst zu nehmen.


    Für mehr Rezensionen: Instagram -> book_recommender_sbalunzia

  6. Cover des Buches Am roten Strand (ISBN: 9783869712093)
    Jan Costin Wagner

    Am roten Strand

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Schmuck_Guggerin

    Dies ist der zweite Roman mit dem Ermittler Ben Neven und seinem Partner Christian Sandner. Natürlich kann man die Romane auch unabhängig voneinander lesen. Kennt man allerdings den ersten Band, so wird man sich gleich näher an den Protagonistinnen und Protagonisten fühlen.

    Ben hat gerade seinen vorherigen Fall nahezu abgeschlossen, als sich herausstellt, dass es weitere Fälle von Kindesmissbrauch gibt. Nun könnte es sich um ein ganzes Netzwerk von Männern handeln, die sich im Internet austauschen. Als sehr bald einer von ihnen ermordet wird und ein Verdächtiger in Untersuchungshaft ebenfalls stirbt, nimmt der Fall an Brisanz zu. 

    Das Ermittlerteam um Ben Neven sieht sich gezwungen, gegen Täter zu ermitteln, sie aber gleichzeitig vor einer noch unbekannten Bedrohung schützen müssen.

    Jan Costin Wagner ist es wieder auf tolle Weise gelungen, einen Zwiespalt darzustellen, der sich konsequent durch den kompletten Roman zieht. Der Autor schafft es, mit seiner teils minimalistischen Sprache, sehr schwerwiegende Gefühlslagen zu beschreiben und dabei das Wesentliche  zu vermitteln. 

    Hier ist ein toller Roman gelungen!

  7. Cover des Buches Oracle Year. Tödliche Wahrheit (ISBN: 9783442487202)
    Charles Soule

    Oracle Year. Tödliche Wahrheit

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Julietrox
    Oracle Year ist ein packender Thriller, der sich sehr mit der eventuellen Zukunft beschäftigt und bei dem es sehr viele 'Was wäre wenn's gibt. Will Dando ist eigentlich nur ein kleiner Musiker, der urplötzlich zu Großem bestimmt wird. Wie reagiert man nur in so einer Situation? Macht man Geld? Teilt er seine Prophezeiungen mit der Menschheit, um eventuell auch Leben zu retten oder verschweigt sie? Diesen Fragen muss sich nun Will stellen und von diesen Fragen hängt so viel ab. Zusätzlich will er seine Identität schützen, denn ansonsten wäre die ganze Welt auch hinter Will Dando her. Das Netz, um das Orakel, zieht sich im Laufe des Buches immer enger, und immer mehr Leute sind hinter ihm her und kommen immer näher. Er ist weder besonders schlau, noch besonders begabt. Und irgendwas scheint die Dinge auch zu steuern. Eine höhere Macht oder doch noch die Regierung? Und wieso hat ausgerechnet er die Prophezeiungen bekommen und wieso diese?

    Ein Lauf der Zeit mit diesen Fragen beginnt und die Länder geraten immer mehr aneinander und ein Krieg droht. Will Dando ist eigentlich ein kluger Kopf, der viele Notfallpläne in der Hand hat, aber einen Krieg stoppen? Das ist wieder eine Klasse für sich. Andererseits ist er ein Charakter, der viel zu Herzen nimmt und sich ziemlich viel Verantwortung und Schuld gibt.
    Im Laufe des Buches gewinnt er immer mehr an Stärke und seine Bedeutung und Ansichten auf das Weltbild verändern sich.

    Ein Kritikpunkt für mich ist allerdings, dass am Ende noch nicht ganz geklärt wurde, wieso es genau Will war und wieso man sich nicht wirklich in die Prophezeiungen einmischen konnte. Diese Fragen haben einen sehr wichtigen Platz in dem Buch eingenommen, wurden aber schließlich unbeantwortet zurückgelassen.

    Für mich war das wieder ein neuer Thriller, zu dem man sich viele Gedanken machen kann und man nicht weiß, was hinter der nächsten Seite auf einen zukommt.
  8. Cover des Buches DARK ISLAND (ISBN: 9783958354241)
    Matt James

    DARK ISLAND

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Ruquas

    Die Idee hinter dem Bucher ist super und die Geschichte fängt auch unglaublich stark an.


    Bis sie es plötzlich nicht mehr ist.


    Die Vorstellung von Mack war noch super, und dann fingen die Beschreibungen an. Während man dem Autor evtl noch das lange beschreiben von Mack hätte verzeihen können, wurde es irgendwann einfach zu viel des Guten. Dann ging dieses ganze geflirte Los und das der starke Typ nach 1.5 Tagen plötzlich was für die Protagonistin empfand.... ja. Nein.


    Ganz zu schweigen davon, das die Protagonistin quasi in jedem vierten Satz Lobeshymnen von sich vom Zaun bricht, anfängt zu schwärmen oder innerhalb von 30 Seiten das gleiche Erlebnis doppelt beschreibt und beim zweiten Mal natürlich direkt Flashbacks kriegt die der große starke Kerl zu spüren kriegt....


    Die Geschichte hätte noch so toll sein können, die Umsetzung war leider grauenhaft genug, das ich nach 30% abbrechen musste. Der Stern ist definitiv nur für die Idee und den echt starken Anfang.

  9. Cover des Buches Medici - Die Macht des Geldes (ISBN: 9783442486625)
    Matteo Strukul

    Medici - Die Macht des Geldes

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rund vierhundert Jahre lang lenkte die Bankiersfamilie de’ Medici die Geschicke von Florenz und Norditalien. Vom 15. bis 18. Jahrhundert war sie eine der einflussreichsten Dynastie Italiens, aus der Großherzöge der Toskana, drei Päpste und zwei Königinnen von Frankreich hervorgingen. 

    Die Medici erwarben ihren Reichtum im Textilhandel und begründeten um 1410 ein modernes Bankwesen. Sie dominierten – auch durch ihre Beziehungen zum Papsttum – die europäische Finanzwelt der frühen Neuzeit. Ihr Mäzenatentum ermöglichte und prägte die Renaissance in Florenz. Dieser Band erzählt vom Aufstieg der Familie.

    Im Februar 1429 stirbt Giovanni de Medici. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo übernehmen die Geschäfte in dem florierenden Bankhaus. Lorenzo, der kühle Rechner und heißblütige Kämpfer, und Cosimo, der feinsinnige Kunstliebhaber und taktisch kluge Politiker. Ihr eigener Lebensstil ist eher bescheiden, doch sie wenden viel Geld auf, um die Schönheit und den Ruhm ihrer Heimatstadt zu mehren. Cosimo finanziert den Bau der Kuppel auf dem Dom, das Bankhaus Medici stellt Geld zur Verfügung um Söldnerhauptmänner wie Francesco Sforza zu bestechen und die politischen Interessen der Stadt Florenz zu wahren. Dennoch haben die Medici Feinde, einige davon mit großem Einfluss im Stadtrat. Zu ihnen gehört Rinaldo degli Albizzi, der nichts unversucht lässt, um den Medici zu schaden und der auch nicht vor Mordversuchen zurückschreckt. Ihm gelingt es, die Medici-Brüder aus der Stadt verbannen zu lassen und selbst die Herrschaft in Florenz an sich zu reißen. Doch er scheitert katastrophal. Schon nach einem Jahr holt der Stadtrat Cosimo und Lorenzo zurück. Und wieder stürzen sich beide in die Arbeit, für das Gemeinwohl und für ihre Heimatstadt Florenz.

    Matteo Strukul führt seine Leser mitten hinein in eine unruhige, gefährliche Zeit, lässt sie regelrecht die giftige Atmosphäre einatmen, die Florenz und den Norden Italiens in der Mitte des 15. Jahrhunderts beherrschte. Es geht um Macht und Einfluss.

    Der Leser bekommt den Eindruck, dass der Autor seinen Roman auf einer genauen Recherche aufgebaut hat. Er versucht, möglichst nahe bei der Realität zu bleiben. Dennoch werden wichtige vorhandene Informationen dem Leser vorenthalten, wie durch einfaches Googlen leicht herauszufinden ist. Nur als Beispiel: Für den Sturm Rinaldos und seiner Getreuen auf den Palazzo gab es einen Grund. Rinaldo degli Albizzi und andere Führer der Partei wurden in den Palast vorgeladen, um Anschuldigungen eines Komplotts gegen den Staat zu entgegnen. Rinaldo antwortete, indem er achthundert bewaffnete Anhänger zusammenrief. Eine Revolution wurde nur durch die Intervention Papst Eugens IV. abgewendet, der sich zu der Zeit in Florenz aufhielt.

    Die Figurenzeichnung ist nicht gerade ausgeprägt. Die Medici und ihre Verbündeten sind generell weiß und ihre Gegenspieler schwarz charakterisiert. Grautöne finden sich so gut wie gar nicht. Die Handlung scheint auch mehr eine Biografie und weniger ein Roman zu sein. Statt einer zusammenhängend spannenden Handlung werden kurze Episoden aus dem Leben einzelner Personen gegriffen.  Einen Teil Fiktion dürfte es dennoch geben. Daher gliedere ich den Roman irgendwo zwischen Biografie und historischer Erzählung ein. Unter einem Roman stelle ich mir jedoch mehr vor.

    Matteo Strukul gelingt es, vor allem Cosimo als einen Menschen darzustellen, der vorausschauend dachte, politisch in einem fast schon europäischen Rahmen, und dem daran gelegen war, den Ruhm seiner Vaterstadt vor allem durch Kunst und Kultur zu mehren. Und wer Florenz kennt, dem wird beim Lesen bewusst, welche großartige Kunstwerke und Gebäude die Welt der finanziellen Unterstützung Cosimo de Medicis verdankt.

    In diesem Buch geht es um das Fundament der Macht, welche die Medici aufbauen und über einen langen Zeitraum halten konnten. Dieses Fundament legten Lorenzo und Cosimo wohl gemeinsam, aber Cosimo war offenbar derjenige, der mit seinen Ideen und klugen politischen Schachzügen der Vordenker war. In Florenz wird er "il Vecchio", der Alte, genannt, der Gründer einer großen Dynastie. Als älterer Bruder war er Herr des Hauses Medici und seine Verdienste um Florenz so groß, dass seine Stadt ihn mit dem Titel "Vater des Vaterlandes", pater patriae, ehrte.

    Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Familienleben, die Verbundenheit der Familie untereinander. Dabei entstehen spannende Charakterbilder der einzelnen Familienmitglieder, vor allem Cosimos und Lorenzos, aber auch ihrer Mutter Piccarda und ihrer Ehefrauen Contessina und Ginevra. Lorenzo und seine Frau Ginevra stehen dabei allerdings im Schatten Cosimos und seiner Contessina.

    Ebenso interessant, jedoch nicht unbedingt vielschichtig, ist das Charakterbild Rinaldo degli Albizzis.

    Natürlich kann auch der Autor in einigen Fällen nur spekuliert haben. Dennoch ist es ihm gelungen, ein stimmiges Bild zu schaffen, welches wir als Leser gut annehmen können.

    Wie es zu bestimmten Entwicklungen kam, wird jedoch zu wenig beleuchtet. Darüber hinaus habe ich mit den Personen nicht wirklich mitgefiebert. Es war die ganze Zeit immer eine gewisse Distanz da. Dies wurde sicher auch durch die Perspektivwechsel mitten im Absatz begünstigt. Plötzlich war man in der Gedankenwelt von jemand anderem drin. Die Gespräche der Personen untereinander wirkten teilweise sehr unglaubhaft und gestellt.

    Nur bei dem fiktiven Schweizer Söldner Richard Schwartz und der Mörderin Laura Ricci wird ein Blick in die Vergangenheit gewagt und so analysiert warum diese Personen so geworden sind. Ganz schlimm fand ich die Sexszenen. Diese waren glücklicherweise nur kurz geschrieben, entsprachen jedoch nicht der damaligen Zeit. Entweder wurde die Liebe zu der Person in der Szene überhöht oder es war einfach nur abstoßend. Dies lag durchaus auch an den Personen, die Sex miteinander hatten, aber meist hatten diese Szene irgendwie einen krankhaften Touch.

    Ein Roman-Portrait, das kaum Spannung vermittelt, und wenig wissenswerte Fakten. Das Buch liest sich flüssig und ist durchaus geeignet, seinen Lesern ein paar interessante und durchaus auch vergnügliche Stunden zu bescheren. Doch von einem historischen Roman ist das Werk noch weit entfernt.

    Sicher war das ein und andere dabei das ich nicht gewusst habe. Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass der Autor mehr auf die Charaktere eingegangen wäre. Was bleibt, ist eine leichte, unterhaltsame Lektüre. Genau das richtige wen sich einer an das Genre Historische Roman herantasten möchte, ohne gleich davon erschlagen zu werden. Ein gutes hat das Buch auf jeden Fall, ich werde mir weitere Lektüre über die Familie Medici gönnen.

  10. Cover des Buches Systemfehler (ISBN: 9783839818794)
    Wolf Harlander

    Systemfehler

    (55)
    Aktuelle Rezension von: JonathanSpies

    Für jemanden mit entsprechenden Fachkenntnissen in Informatik tut das einfach nur noch weh. Doch selbst ein Hobby-Internet-User dürfte schnell merken, dass der Autor so absolut GAR KEINE Ahnung von der Materie hat. 

    Durchweg scheinen willkürlich IT-Begriffe eingestreut zu sein, wie Salz in die Suppe. Eine Prise 'irgendwas mit computa' hier,.. eine Prise da..! 

    Nach 1 Stunde musste ich abbrechen, weil das alles so dermaßen falsch ist, dass nicht mal das Gegenteil stimmt. Ein Unsinn sondergleichen!! 

    Entweder sollte der Autor bei den ihm bekannten Themen bleiben oder gefälligst ordentlich recherchieren..

    Ich meine... ernsthaft?! Beatmungsgeräte die am Internet hängen? Der BND mit einer Datenbank - wer wann wo welchen Virus heruntergeladen hat - und wer davon ihn dann auch ausgeführt hat? Weia.. 

    Das ist eine Beleidigung an die Intelligenz des Lesers und eine Verschwendung von Talent und Zeit des grandiosen Uve Teschner! 

  11. Cover des Buches Asterix 41 (ISBN: 9783770424412)
    Fabcaro

    Asterix 41

    (34)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Wo sich andere Asterix-Bände in den letzten Jahren noch sichtlich bemühten auch neue Leser zu gewinnen ist "Asterix in Lusitanien" eindeutig ein Comic für langjährige Fans. Rudimentäres Vorwissen zum eingangs zitierten Band "Asterix: Die Trabantenstadt" ist hilfreich, wenn auch nicht zwingend Voraussetzung. Dass der vertraute Look der Nebenfigur Schnurres an die ruhmreichen Zeiten von Goscinny und Uderzo anknüpft ist ein Geschenk für langjährige Asterixianer und vervollständigt die antike Welt der wehrhaften Gallier.

    Im Grunde gibt es kaum Überraschungen und vielleicht macht gerade das den Band zu einer angenehmen Konstante im sich permanent gegenseitig überbietenden Comicsektor. In der Geschichte setzen Zeichner Didier Conrad und Texter Fabcaro auch auf bekannte erzählerische Elemente wie den unvermeidlichen Culture Clash, wenn die Gallier neue Länder und neue Sitten kennenlernen, Obelix' Neigung zur Emotionalität und die unvermeidlichen kulinarischen Kollisionen. Der Kampf kleiner Unternehmer gegen Antagonisten mit Namen wie "Fetterbonus" und Handlanger à la "Niubisnes" sorgt für gelungene Spitzen gegen die Marktmacht von Konzernen und deren Einfluss auf Regierungen.

    Vergnüglich sind auch die eher subtil eingestreuten Anachronismen, etwa die berühmte Lissabonner Straßenbahn (in Form von Pferdefuhrwerken mit Seilen über der Straße) sowie ein Rezeptionist, der vor dem Betreten eines Sicherheitsbereichs ein Passwort mit Zahlen und Sonderzeichen einfordert. Alles in allem eine versöhnliche Angelegenheit für Asterix-Fans aller Altersgruppen, die niemandem wehtut, aber auch nicht langweilt. Die Gallier haben ihre Nische gefunden und dürfen darin auch einmal in Ruhe Neues ausprobieren, ohne gleich Außerirdische zu treffen oder sich einen Lifecoach ins Dorf zu holen.

    Originaltitel: "Astérix en Lusitanie"

  12. Cover des Buches Die Gästeliste (ISBN: 9783736302402)
    Sanne Averbeck

    Die Gästeliste

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch ist mir durch das Cover und dem Titel aufgefallen. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich dieses Buch einfach lese und habe es somit bei meinem Buchhändler gekauft. 

    Ich hatte keine großen Erwartungen an das Buch, denn ich dachte mir, wie kann schon ein spannender Thriller entstehen, wenn ein IT-Girl, Bloggerin, Facebook und Partys im Vordergrund stehen. Hm, ich habe mich aber so getäuscht, denn bereits nach der ersten Seite fesselte mich das Buch durch den wunderbaren, angenehmen, flotten Schreibstil so sehr, dass ich es nur schwer aus den Händen legen konnte. 

    Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende gegeben und man kommt fast bis zum Ende nicht dahinter, wer hinter den Morden steht. Zwischen den einzelnen Kapiteln, bekommt man immer wieder kleine Ausschnitte von Lydias Raymonds Buch zu lesen, die aber auch irgendwie mit der ganzen Geschichte zusammengehören. 

    Die Protagonisten sind mir teils sehr unsympathisch, denn mit der Art von Carola bin ich überhaupt nicht klar gekommen. Bianca hingegen habe ich in mein Herz geschlossen, weil sie für mich die Stärkste und Mutigste von allen war. Dann waren da noch gewisse "Freunde" von Carola, mit denen hätte ich am liebsten einen Kampf ausgefochten. Rune und Patrick waren mir aber auch sympathisch, obwohl sie mir irgendwie auch merkwürdig vorgekommen sind und dann war ja auch noch Jens. Mit Jens konnte ich zunächst gar nichts anfangen, aber mit der Zeit wurde er mir auch vertraut. 

    Die Themen in dem Buch handeln von Mord, Facebook, Mobbing, Chats, IT-Girl bzw. Bloggerin, Neid, Eifersucht, Freundschaft, Geheimnisse, Getratsche und mehr.

    Mein Fazit: Ein sehr gelungener, fesselnder und spannender Thriller mit lockerem und flotten Schreibstil, tollen Themen und interessanten Charakteren. Der Spannungsbogen ist von Anfang bis zum Ende gegeben und mich konnte dieses Buch überzeugen. Absolut lesenswert. 
  13. Cover des Buches DARKNET (ISBN: 9783499252440)
    Daniel Suarez

    DARKNET

    (204)
    Aktuelle Rezension von: Stephanva

    Die Fortsetzung von Darknet findet hier seinen Höhepunkt. Der angefangene Konflikt vom 1. Band wird hier fortgeführt und erreicht seinen Höhepunkt. Gleichzeitig zeigt Daniel Suarez spannende Konzepte einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft, die sich teils parallel, teils im Verborgenen entwickelt hat. 

    Diese Buchreihe gehört für mich zu meinen Lieblingsbüchern, denn die Bücher lesen sich wie ein Action-Film und es wird nicht langweilig. Spannende Wendungen, mitreißende Charaktere und ein subtiles Katz-und-Maus-Spiel geben dieser Buchreihe das gewisse Etwas.

  14. Cover des Buches I can see U (ISBN: 9783649631903)
    Matthias Morgenroth

    I can see U

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe das Buch gerade zur Seite gelegt und bin noch so gefesselt vom Ende. Das Ende geht gar nicht. Die ganze Zeit konnte ich Marie verstehen, aber nun denke ich "wie dumm ist sie denn?" Und dann so ein schreckliches offenes Ende. Bin sprachlos.


    Sehr schnell kann man erahnen, wer Ben ist und auch worum es eigentlich geht. Aber ich finde der Autor hat das Thema "Smarter Leben" gut umgesetzt. Es passt genau in unserer Zeit und zeigt welche Vor- und Nachteile die ganze Technik hat. Und wie schnell sie die Technik gegen uns stellen kann. Ich finde dieses Buch sollte man in den Schulen durchnehmen. Denn es zeigt erschreckend, wie schnell man ein Leben zerstören kann (Bachmann).

    Sehr coole Story, aber ich würde mir dann doch gerne einen zweiten Teil wünschen, in dem ich beruhigt lesen kann, dass man Ben gefunden hat.

  15. Cover des Buches Komplizierte Situationen (ISBN: 9783749782154)
    Nicki Borell

    Komplizierte Situationen

    (14)
    Aktuelle Rezension von: SusanD

    Johannes Beck, genannt Joe, hat seine berufliche Chance genutzt und bietet Unternehmen an, bei der Lösung komplizierter Situationen behilflich zu sein und wird von "der Organisation" für einen Auftrag gebucht.  Diese arbeitet überwiegend im Geheimen und mischt sich in die Weltpolitik ein. Dazu benötigt sie Geld, viel Geld, was eigentlich kaum auf legalem Weg zu verdienen ist - und so kommt eine Börsenmanipulation ins Spiel. Und damit auch Jana, Joes Freundin. Und dann gibt es auch noch den korrupten Polizisten Daniel Rodriges, der nun ebenfalls zwischen alle Fronten gerät....

    Die diesem Techno-Thriller zu Grunde liegende Idee der Börsenmanipulation und die damit zusammenhängenden Aktionen gefallen mir sehr gut und sind eine gute Voraussetzung für einen spannenden Thriller.

    Hier nutzt Nicki Borell in seinem vier Teile umfassenden Buch einen äußerst ungewöhnlichen Sprach- bzw. Schreibstil. Auffallend sind die sehr knappen, direkten Sätze, die teilweise sogar auf einzelne Satzbestandteile verzichten, und die extrem kurzen Kapitel. Immer wieder fügt der Autor auch Aufstellungen in den Text ein, wie beispielsweise sieben Punkte von a bis f, was einen Psychopathen ausmacht. Bei nicht einmal 300 nicht sehr eng bedruckten Seiten wird deutlich, dass dieser Thriller nicht besonders umfangreich ist. Ich bevorzuge allerdings deutlich einen anderen Stil.

    Die Ausdrucksweise ist äußerst direkt, was mir gerade auch bei den zahlreichen Sexszenen missfallen hat. Möglicherweise ist dieses ein Gender-Problem und Männer mögen diese Art von Schilderungen; ich brauche diese nicht in einem Thriller.

    Die Figuren fand ich durchaus interessant, insbesondere Joe scheint ein spannende, mehrdimensionale Persönlichkeit zu sein. Allerdings leidet die Vorstellung doch sehr unter der kurzen Schreibweise, die bei Andeutungen bleibt.

    Die komplizierten, technischen Schilderungen, die der Börsenmanipulation zugrunde liegt, ließen eine hohe Kompetenz des Autors vermuten und waren auch für einen Laien wie mich durchaus verständlich.

    In der ersten Hälfte des Buches werden erst einmal die wichtigen Figuren und die Organisation vorgestellt, was natürlich einem besonderen Interesse unterliegt. Wie gesagt, ist gerade Joes Tätigkeit faszinierend. Der eigentliche Thriller und damit auch die Spannungskurve beginnt erst im zweiten Teil und leidet für mich ebenfalls unter der Knappheit.

    Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich trotz der interessanten Figuren, Beziehungen und der Themen aufgrund des Stils meine Probleme mit dem Buch hattee - aber das ist ganz sicher Geschmackssache! Wer zu diesem Buch greift, sollte sich im Klaren darüber sein, auf was er sich einlässt, um wirklich viel Freude daran zu haben, darum kann ich es nur eingeschränkt weiterempfehlen.


  16. Cover des Buches Das Netzwerk (ISBN: 9783864891212)
    Markus Kompa

    Das Netzwerk

    (6)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Teilweise auch wegen der sehr ungewöhnlichen Namensgebungen in den geschlossenen Chat-Gruppen, der konsequent beibehaltenen kleinschreibung bei der Wiedergabe der Chats, den diversen Handlungsorten und Handlungssträngen, zwischen denen Markus Kompa recht lebhaft hin- und her springt, etwas schwer zu lesen.

    Unterm Strich aber eine Klarstellung dessen, was mit der Alltagselektronik wie Smartphone, Tablet, GPS-Tracker, Videoüberwachung öffentlicher Plätze samt Gesichts- bis hin zu Ohrmuschelerkennungssoftware schon 2013 alles möglich war. Und von NSA, CIA, BND, dem deutschen Inlandsgeheimschutz namens Amt für Verfassungsschutz so alles ausgenutzt bis missbraucht wurde.

    Der Autor wirft zu Recht auch einen sehr kritischen, aber realistischen Blick auf die seit 2017, also seit dem Amtsantritt des aktuellen POTUS-Darstellers pausierten Verhandlungen TTIP. Er stellt dar, mit welchen Methoden die Partei "Die Piraten" abserviert wurden, welches Kalkül hinter dem Stimmengewinn der AEP (man ersetzte die beiden letzten Buchstaben und weiß sofort welche Partei gemeint ist) steckt oder stecken kann.

    Neben zahlreichen Zitaten, die hier nieder zu schreiben möglich wäre und die das Buch ebenso lesenswert, weil gedankenanregend machen, nur eines von Seite 64: "Ellen lächelte diplomatisch. »Wobei ich Ihnen die fünfzehn Millionen Tote erspart habe.«

    »Welche fünfzehn Millionen Tote?«

    »Das ist die Anzahl von Menschen, welche die USA seit dem Zweiten Weltkrieg getötet haben. Um den Leuten die Demokratie zu bringen, sie vor dem Kommunismus zu bewahren oder um die Menschenrechte durchzusetzen. Allein im War on Terror sind bisher fast vier Millionen Muslime getötet worden. Wer ist also, frage ich Sie, wohl der größte Terrorist auf dieser Welt?«


    Wer die ganze Story als zu sehr bei den Haaren herbei gezogen findet, solle zuerst das mit Fakten gefüllte Nachwort ab Seite 276 lesen. Zum Einen gehen dabei ob der technischen Möglichkeiten die Augen über. Zum Zweiten gewinnt die ganze Story an Plausibilität.

    Manches in der Story mag der Phantasie des Autoren entsprungen sein. Aber bei Weitem nicht alles...


  17. Cover des Buches Zeit der Asche (Post Mortem 2) (ISBN: B01DU5954I)
    Mark Roderick

    Zeit der Asche (Post Mortem 2)

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wenn die Augen müde werden, greife ich gerne zum Hörbuch.

    Ob es jedoch eine wirklich kluge Entscheidung war?  Meinen Eindruck zur Story findet ihr bei der Printausgabe. Hier möchte ich mich gerne auf den Sprecher/Betonung/etc. beschränken.

    Der Sprecher, Richard Barenberg, der sehr oft bei Krimis bzw. Thriller herangezogen wird, passt aufgrund seiner Stimmlage sehr gut in dieses Genre. Die Betonungen sind punktgenau und lassen Raum für weitere Gedanken.

    Eine klitzekleine Anmerkung habe ich jedoch: Es ist mir nun schon mehrfach aufgefallen, dass der Sprecher immer eine längere Pause vor den Kapiteln einlegt. Auch sein lautes Luftholen finde ich stellenweise irritierend. Aber vielleicht ist das ja auch alles so gewollt und ich bin nur so mega konzentriert, dass mich solche Sachen einfach irritieren.

  18. Cover des Buches PANDORA (Shadow Warriors) (ISBN: 9783958353664)
  19. Cover des Buches Blow (ISBN: 0312267126)
  20. Cover des Buches Verlorene Schreie: Thriller (Agent Victoria Heslin ermittelt 2) (ISBN: B0CYBRM3R6)
    Jenifer Ruff

    Verlorene Schreie: Thriller (Agent Victoria Heslin ermittelt 2)

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Arh


    Der zweite Fall für Agent Victoria Heslin hat es in sich. Mädchenhandel, Entführung, Intrigen, Korruption.

    Ein spannender Thriller der mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Die FBI Agentin und ihr Partner Dante Rivera haben es nicht leicht, Licht ins Dunkel zu bringen, da es an Kooperation mangelt. Wer steckt mit drin? Welche Geheimnisse verbergen sich hier? Stück für Stück arbeiten sich die Ermittler vor...

    Durch ständige Perspektivwechsel ist es nie langweilig und die Spannung wird hochgehalten. Dazu trägt auch der fesselnde Schreibstil bei, der einen direkt Bilder im Kopf entstehen lässt.
    Es gibt verschiedene Protagonisten, die gut in ihre Rollen passen und unterschiedliche Emotionen beim Leser hervorrufen. Man muss nicht jeden mögen, aber auch böse Charaktere haben ihren Reiz. Ich finde es gut, wenn das Privatleben der Ermittler ins Geschehen mit einbezogen wird. So werden sie transparenter, nahbarer und geben der Reihe mehr Tiefe. 

    Ich mag die taffe, besondere Art Heslins und würde mich freuen, wenn es noch mehr Bände der Reihe geben würde.

  21. Cover des Buches Mark Feller: Flashback (ISBN: 9783742763556)
    Michael Bardon

    Mark Feller: Flashback

    (2)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Flashback von Michael Bardon ist der erste Teil einer Agentenreihe. Dieses Buch liegt schon lange auf meinem SUB und nun weiß ich auch warum ich mich immer schwer tat es anzufangen. Der Klapptext hört sich zwar spannend an aber ehrlich gesagt ist es eher ein mittelmäßiger Thriller mit viel geballer und Action.

    Der Schreibstil ist flüssig und so lässt sich das Buch schnell lesen. Aber der Hauptprotagonist kommt von einer Schießerei in die andere, ein Drohnenangriff folgt auf den nächsten und es werden Intrigen auf höchster Ebene geschmiedet. Mark Feller ist ein Exsoldat der nun als Bundesagent arbeitet und einen Menschenhandelring sprengen soll. Doch er stößt auf Intrigen, Lügen und auf Doppelagenten in seinem Umfeld. Wem kann er trauen und wer will seinen Tod?

    Mich erinnert das Buch stark an Hollywood Actionstreifen in denen ständig was explodiert, gekämpft wird oder wer erschossen wird. Für mich war es einfallslos, langweilig und zu Actionlastig. Mehr Ermittlungsarbeit weniger brutale Vorgänge wären hier besser gewesen. Leider liegt Band 2 auch noch auf meinem SUB, aber ob ich den wirklich lesen werde weiß ich nicht.

  22. Cover des Buches Ich. Sterbe. (ISBN: B01MU0YUHV)
    Thariot

    Ich. Sterbe.

    (10)
    Aktuelle Rezension von: NemenCordon
    Puh, mit dem dritten Teil tue ich mir schwer. Auf der einen Seite genial, wie der Autor die binäre/digitale Welt beschreibt, die Alex erlebt und aus der er versucht auszubrechen bzw. als er erfährt, dass er seit 16 Jahren im Koma liegt, zurück zu Mia und seiner Tochter zu gelangen. Man erfährt nach und nach, auch über die anderen Protas wie es dazu gekommen ist und was sich "technisch" in der Zeit getan hat. Und das ist zumindest für mich der Punkt. War schon in Teil 2 Mia von der Bildfläche verschwunden ist es jetzt Alex, der seit 16 Jahren im Koma liegt und Mia versucht ihn, mit anderen Experten, wieder zurück zu holen. Ich vermisse die gelebte Beziehung der beiden. Sie ist die Hauptmotivation - die Liebe zueinander - die beide antreibt, die auf weite Strecken unerfüllt bleibt. Der Autor gönnt den Leserinnen nicht mal ein "Wiedersehen, Wiederfinden" nach dem ohnehin tragischen 2ten Teil wo Alex Maya tot glaubt. Nein, es bleibt weiter tragisch aber auch spannend und sehr technisch. Da wird sich sicher manch Leser freuen, ob dieser technischen Ausgeklügeltheit. Ich bin da leider ausgestiegen. Das Ende erschien mir in diesem Kontext logisch, hinterließ aber eine gewisse Wehmut. Gefallen hat mir auch der gesellschaftliche Bezug. Teil 1 hat mir jedoch persönlich am besten gefallen. Hier fehlte mir auf weiten Strecken doch das "emotionale". 
  23. Cover des Buches Ich.Liebe. (ISBN: B01974H69W)
    Thariot

    Ich.Liebe.

    (10)
    Aktuelle Rezension von: ghost88
    Wieder mal eine verrückte Achterbahnfahrt, alte Fehler werden wiederholt und wer muss den Karren aus den Dreck ziehen? Der gute Alex mit seinen Cyber kräften!
    Viele Elemente kommen einen wieder bekannt vor werden aber mit dem genialen Schreibstil perfekt gemischt und lassen einen das Buch nicht mehr zur Seite legen.
    Der einzige Störfaktor war wieder eine plötzliche Krebs Erkrankung, wie bei Echtzeit, die ich unnötig aufgesetzt empfand. Da Ende kann man so stehen lassen und könnte meinen das war es, natürlich kommt da noch was :-) ich bin gespannt wie das alles nochmal gesteigert wird!
  24. Cover des Buches Im Herzen der Angst (ISBN: 9783956490842)
    Maya Banks

    Im Herzen der Angst

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Jules Welt ist schon vor ein paar Jahren aus den Fugen geraten, als sie während eines Frankreichurlaubs von einem Unbekannten angesprochen wurde, der sie unter der Androhung, ihrer Familie zu schaden falls sie nicht kooperiert, für seine terroristische Organisation rekrutierte. Jules musste lernen andere Menschen zu töten und erfuhr, dass auch ihre wahren Eltern einst dieser Organisation dienten, bevor sie ermordet wurden.

    Nun, drei Jahre später, wird sie von ihren Adoptiveltern aufgespürt, denn Jules hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen, aus Angst davor, dass die Organisation ihr das Liebste, das sie hat, nämlich ihre Ersatzfamilie, tötet. Bevor sie sich mit den Eltern aussprechen kann, fliegt Jules Hütte in die Luft. Jules überlebt schwer verletzt und wird in ein Krankenhaus gebracht. Dort erwacht sie unter großen Schmerzen; neben ihr sitzt Manuel, der Mann, der sie einst als Kleinkind von der Straße auflas und der sie zu ihren Adoptiveltern brachte. Auch Manuel wuchs dort auf und ist tieftraurig, als er erfährt, dass die Eltern bei der Explosion ums Leben gekommen sind. Was Manuel jedoch nicht ahnt, ist, dass Jules in den Jahren, in denen sie verschwand, zur Killerin ausgebildet wurde. Und Jules weiß nicht, dass Manuel ein CIA Mann ist, der die Aufgabe hat, Jules zu seinen Vorgesetzten zu schaffen, denn Jules Organisation ist der CIA ein Dorn im Auge…

    Ich habe vor einiger Zeit bereits einige Historical Romances der Autorin gelesen, von denen mir einige sehr gut und andere weniger gut gefallen haben. Vielleicht war es daher reine Neugierde, die mich bewog, auch einmal einen Romantic Suspense von Maya Banks ausprobieren zu wollen. Dafür sprach dann auch, dass es sich bei „Im Herzen der Angst“ um einen Einzeltitel handelt.
    Gleich der Anfang der Geschichte startet mit einem Schockeffekt und auch der weitere Verlauf der Story gestaltet sich sehr rasant und actionreich. Allerdings leider auch ein wenig zu sehr an amerikanische Actionreißer angelehnt. Mir persönlich wirkte es einfach ein wenig zu stark aufgetragen, als sich Jules und Manuel auf der Flucht vor Verfolgern auf der Autobahn eine wilde Schießerei lieferten und Manuels Mittelsmann und Partner bei der CIA dann allein durch einen Telefonanruf alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumen konnte. Überhaupt erschien einem „Tony“ als eine Art Tausendsassa, der sogar seinem Chef die wichtigsten Informationen vorenthalten konnte, was dann irgendwann völlig unglaubwürdig wirkte.
    Kleine Schwierigkeiten hatte ich auch, mir vorzustellen, dass sich zwei Menschen, die wie Bruder und Schwester miteinander aufwuchsen, plötzlich in Liebe zugetan sind und trotz aller Innigkeit solche Schwierigkeiten zu haben schienen, sich einander ihre Geheimnisse anzuvertrauen.

    Immerhin geschieht das dann ab der Mitte des Romans, doch fand ich es, trotz aller Nachsichtigkeit, dass es sich hier um eine Romance handelt, die man nicht allzu bierernst nehmen sollte, auch äußerst merkwürdig, dass eine Frau, die behütet aufwuchs, innerhalb von drei Jahren zu einer top ausgebildeten Killermaschine wurde, wohingegen Manuel, als ebenfalls top ausgebildeter CIA Mann, während diverser Schießereien, Jules nicht das Wasser reichen kann und sogar von ihr gerettet werden musste. Was dann allerdings gegen Jules Professionalität sprach, war die Tatsache, dass sie erst so spät darauf kam, dass ihr eventuell ein Peilsender eingepflanzt wurde.

    Überhaupt schien sich die Autorin nicht ganz entscheiden zu können, fand ich, wie sie Jules und Manuel charakterisieren sollte. Mal wird Jules von Angstattacken verfolgt und dann kann sie so einfach wieder umschalten in den „Killer-Modus“ und völlig kühl agieren und töten?
    Und Manuels blindes Vertrauen in Jules und sein ewiger Beschützerinstinkt nervten mich leider dann auch. Man erfährt kaum mehr über ihn, als dass er Jules liebt und auf Händen tragen möchte, was auf die Dauer dann etwas fade wirkt.
    Und obwohl ich so viele Kritikpunkte aufführe, möchte ich dennoch nicht weniger als 3.5 Bewertungspunkte vergeben, weil der Roman, dennoch kurzweilige und teilweise auch spannende und actionreiche Unterhaltung bietet, wenn ich mir auch eine stärker durchdachte Story und eine tiefgründigere Charakterisierung des Heldenpaars gewünscht hätte. 3.5 von 5 Punkten.

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