Bücher mit dem Tag "neuerscheinung"
29 Bücher
- Andreas Winkelmann
Das Haus der Mädchen
(513)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEine Studentin möchte in Hamburg ein Verlagspraktikum machen. Sie mietet sich ein Zimmer und freundet sich mit ihrer Zimmernachbarin an. Nach einer Feier ist diese spurlos verschwunden.
Ein Obdachloser wird Zeuge eines Mordes.
Mehrere Handlungsstränge, die nach und nach zueinanderfinden. Ich fand die Geschichte sehr spannend, sehr unterhaltsam und auch zeitweise ziemlich gruselig. Sie konnte mich von Anfang bis Ende fesseln.
13.04.2026
- Holly Miller
Ein letzter erster Augenblick
(174)Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_LinesMan nehme eine Prise leiser Melancholie, zwei Hände voll Gefühlstiefe, ein sanftes Tempo statt großer Dramatik und ganz viel Herz(schmerz)... So entsteht mit "Ein letzter erster Augenblick" von Holly Miller ein ruhiger, einfühlsamer Liebesroman, der sich nur langsam entwickelt und seine Wirkung nicht durch laute Wendungen, sondern durch stille Gefühlskraft entfaltet.
Aber worum geht es denn überhaupt?! Seit seiner Kindheit lebt Joel als Einzelgänger, der niemanden in sein Herz lässt. Nicht weil er das will – sondern weil er muss. Denn Joel hat Träume. Träume, die ihm die Zukunft der Personen zeigen, die er liebt. Oft weiß er schon Tage, Monate oder sogar Jahre im Voraus, was den Menschen um ihn herum passieren wird. Doch erzählen kann er es niemandem. Callie träumt schon immer von den schönsten Orten dieser Welt, doch nach dem Tod ihrer besten Freundin lebt die junge Frau zurückgezogen und nimmt an den aufregenden Momenten des Lebens stets nur als stille Beobachterin teil. Das alles soll sich verändern, als sie Joel trifft und sich die beiden unsterblich ineinander verlieben. Bis Joel von Callies Zukunft träumt…
Der angenehme, fließende Schreibstil sorgt dafür, dass man sich von Anfang an direkt wohl in der Geschichte fühlt. Die Handlung entwickelt sich dabei zwar nur in mäßigem Tempo, doch dank der kurzen Kapitel und des regelmäßigen Wechsels zwischen den beiden Hauptfiguren, bleibt die Story trotz ihres ruhigen Grundtons lebendig und emotional.
In vier Teile gegliedert, nimmt sich die Erzählung zu Beginn viel Zeit, was ich wirklich toll fand. Ich mag es nämlich, wenn sich die Dinge langsam und nicht überstürzt entfalten. Der letzte Abschnitt wirkt dahingegen leider fast schon wie eine Kurzfassung, als wären ihm ein paar der zuvor so großzügig gesäten Worte nicht mehr vergönnt gewesen...
Joel ist eine Person, mit der man schnell mitfühlt. Seine besondere Gabe – oder vielmehr sein Fluch – durch Träume Ereignisse aus der Zukunft seiner Mitmenschen zu sehen, ist zugleich faszinierend als auch erschreckend. Ich konnte mich ziemlich gut in seine innere Zerrissenheit hineinversetzen. Wie lebt man mit dem Wissen um das, was kommen wird? Vor allem, wenn sich nicht alles verhindern lässt? Diese Vorahnungen begleiten ihn wie ein leiser Schatten und verleihen ihm eine spürbare Schwermut. Seine Charakterentwicklung ist dementsprechend stimmig und nachvollziehbar dargestellt. Die Autorin schafft es, seine Gabe so glaubhaft zu erklären und mit alltäglichen Momenten zu verbinden, dass sie durchaus vorstellbar bleibt.
Interessant ist auch der Blick auf die Reaktionen seines Umfelds. Offenheit bedeutet nicht automatisch Verständnis und Vertrauen verlangt Mut. Diese Erfahrungen spiegeln auf eine besondere Art und Weise wider, wie unsere Gesellschaft mit solch unsichtbaren "Krankheiten" umgeht.
Callie hingegen bringt Licht in die Geschichte und bildet den positiven Gegenpol zu Joels Schwere. Sie ist herzlich, optimistisch und hat eine erfrischende Art, die man einfach mögen muss. Sie sorgt für den erforderlichen Ausgleich und trägt von Grund auf eine warme Lebensfreude in sich. Ihre Liebe zu Joel ist bedingungslos und ehrlich, ohne dabei irgendwie kitschig zu wirken.
Die Beziehung der beiden fühlt sich demnach überaus authentisch an und ist frei von übertriebener Dramatik. Gerade in ihrer Schlichtheit liegt hier die ganz besondere Schönheit!
Auch den Nebenfiguren schenkt die Autorin erfreulicherweise ihre Aufmerksamkeit, sie sind alle miteinander äußerst lebendig beschrieben und bereichern die Geschichte dadurch spürbar.
Die Handlung spannt zudem einen weiten zeitlichen Bogen und schenkt den einzelnen Figuren genügend Raum zum Wachsen. Man geht ihren Weg mit, teilt ihre Zweifel, ihr Leid und ihre Hoffnung.
Insgesamt ist "Ein letzter erster Augenblick" somit ein eher stiller Roman. Statt auf actionreiche Ereignisse wird viel mehr auf Charakterentwicklung und große Gefühle gesetzt. Gerade deshalb eignet sich die gesamte Geschichte ganz wunderbar zum Abschalten und gleichzeitig auch zum Nachdenken...
Würdest du wissen wollen, was deine Zukunft für dich bereithält? Kann man überhaupt unbeschwert leben, wenn man weiß, was kommt? Oder würde dieses Wissen alles verändern – vielleicht sogar das Leben selbst verfälschen?
Eine gelungene Erzählung über die Liebe, das Schicksal und die Zerbrechlichkeit des Moments. Und darüber, dass das Leben gerade in seiner Ungewissheit seine größte Schönheit trägt.
- Justine Pust
Wo die Sterne uns sehen
(111)Aktuelle Rezension von: libraryoflauraNach einem Thriller-Marathon war "Wo die Sterne uns sehen" mein erster Ausflug ins Genre.
Okay, ich geb's zu: Dieses Buchcover hat mich sofort angelockt!
Goldener Sternenstaub auf tiefblauem Untergrund... es sieht aus wie ein verschenktes Stück Himmel.
Klar, ich hab's gekauft, weil es mein Regal verzieren sollte.
Doch wie bei Willa selbst steckt hinter der perfekten Fassade etwas Zerbrechliches.
Justine Pust zeigt hier meisterhaft: Äußere Schönheit kann ein Schutzpanzer sein, der innere Kämpfe verbirgt. Und genau das macht die Story so ergreifend.
Elias? Eine sbsolute Green-Flag!
Wie einfühlsam und respektvoll er mit Willas Ängsten umgeht, hat mir das Herz erwärmt.
Kein toxisches Drama, kein „Ich mach dich heil", sondern „Ich bin da, wann immer du bereit bist".
Und Willa? Ihre Selbstaufopferung hat mich so berührt, weil ich mich selbst oft in ihrem Drang, anderen zu helfen, wiedererkannt habe.
Aber dieses Buch hat mir auch klargemacht: Wir sind die Hauptpersonen in unserem Leben. Und wir verdienen es, uns an erste Stelle zu setzen!
Ein richtig wichtiger Denkanstoß!
Schreibstil: Poesie in einfachen Worten.
Justines Sprache ist so klar und doch so bildgewaltig! Da sind Sätze, die fühlen sich an wie ein sanfter Sonnenaufgang, metaphorisch, aber nie gekünstelt.
Warum nicht 5 Sterne?
Schwierige Frage. Vielleicht, weil mich die Intensität der Themen manchmal überrollt hat (Triggerwarnungen checken).
Oder weil ich als Romance-Newbie noch kein Vergleichslevel habe.
Fazit:
Für alle, die glauben, Liebe müsse laut sein, hier wird sie leise gelebt.
Und für alle, die wie ich Cover-Junkies sind: Ja, es ist wunderschön.
Aber die wahre Magie passiert zwischen den Zeilen ✨
- Jonas Winner
Murder Park
(323)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Vor 20 Jahren wütete der Serienmörder Jeff Bohner auf der Freizeitpark-Insel Zodiac Island. Daraufhin wurde der Freizeitpark geschlossen. Nun soll der Park unter neuem Namen wiedereröffnet werden: Murder Park. Zwölf vorab ausgewählte Leute werden auf die Insel eingeladen, um erste Eindrücke zu sammeln, es soll mit der Angst gespielt werden. Unter ihnen ist auch Paul Greenblatt, dessen Mutter damals eines der Opfer war. Kaum sind sie auf der Insel angekommen, ist der erste der Gruppe tot…
Meine Meinung: Der Plot hörte sich für mich wirklich gut an und ich habe von Jonas Winner auch schon recht tolle Bücher gelesen. Doch mit diesem hier konnte er mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit dem Aufbau des Buches überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt verschiedene Zeitstränge, in denen erzählt wird. Denn einer aus der Gruppe, der Psychiater Sheldon Lazarus, führt vorher mit jedem Teilnehmer ein Interview. Dann springt man wieder ins hier und jetzt. Das hat mich teilweise wirklich in die Irre geführt, weil ich nie wusste, war der Eindruck jetzt von vorher oder ist er erst auf der Insel entstanden?
Außerdem empfand ich das Buch zu langatmig. Und obwohl die Gruppe laufend dezimiert wird, hat mich überhaupt keine Spannung erreicht. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich auch schon eine Ahnung, wohin das Ganze führt. Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat mich das leider nicht für die ganze Geschichte entschädigt.
Mein Fazit: Leider hat mich der Autor mit dieser Geschichte nicht überzeugt. Ich würde sagen, sie ist mäßig. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Ich würde hier keine Leseempfehlung aussprechen.
- Jacqueline Marinier du Val
Mein Herz wartet am Ende der Welt
(2)Aktuelle Rezension von: StormDies war mein erster Roman von Jacqueline Marinier du Val und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil war flüssig, die Orte bildhaft und mitreißend geschrieben. Man begab sich auf eine Spannende Reise von Intrigen und gesellschaftlichen Zwängen, in der die Protagonisten Louis versucht, mit Hilfe von ihrer wahren Liebe Henri, diesen zu entfliehen. Man durchlebt eine Wandlung von einem unsicheren, aber schon immer bildeten Mädchen zu einer selbstsicheren, starken Frau die sich ihren Weg sucht und dabei nicht aufgibt. Louis lernt, das man nicht alles aus Büchern lernen kann, sondern das die Realität anders ist, nur ihr starker Wille und Liebe zu Henri lässt sie nicht aufgeben. Die Autorin hat einem am gesellschaftlichen Leben in Versailles, zu Zeiten König Louis XV teilhaben lassen, aber auch an der Freiheit in Kanada und es war spannend und sehr interessant.
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich kann dieses Buch jedem empfehlen der gern in die Zeit des 18. Jahrhunderts entfliehen und einen Weg eines Mädchens zur starken Frau begleiten möchte.
- Sarah Lark
Schicksalssterne
(65)Aktuelle Rezension von: Tanja_KnochSchicksalssterne ist die Vorgeschichte zur Tierärztin-Trilogie. Es ist aber ein eigenständiges Buch, man kann das auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Hier erfährt man, wie sich Julius von Gerstorf und Mia kennenlernen und warum es zu einer Feindschaft mit Wilhelmina Rawlings kam.
Im Jahr 1910 lernt die Tocher eines jüdischen Bankiers den adligen Offizier Julius von Gerstorf kennen. Julius Familie sieht es aber unter ihrer Würde eine jüdische Frau in ihre Familie aufzunehmen, somit bricht der Vater mit dem Sohn Julius. Um eine Zukunft mit seiner Frau zu haben, geht Julius nach Neuseeland und dort bauen sie Eponia Station auf und widmen sich der Pferdezucht.
Am 28.Juni 1914 wird der österreichisch-ungarische Thronfolger Ferdinand und seine Ehefrau in Sarajevo erschossen, daraufhin brach der Krieg am 28. Juli 1915 aus, also der Erste Weltkrieg.
Die Deutschen Zuwanderer wurden der Spionage in Neuseeland verdächtigt, einige kamen zu Kriegszeiten ins Gefängnis, andere wurde auf nahegelegene Inseln deportiert. Julius wurde von einem sich selbst beweihräucherten Major ins Gefängnis gebracht und da regelrecht vergessen, da sich keiner für ihn zuständig fühlte. Seine Frau Mia wurde auf eine Insel deportiert und dort ging sie durch die Hölle, denn auf dieser Insel lebten gerade mal zwei Frauen, außer den Maoris und diese deportierten Frauen waren nicht nur für die dortigen Gefangenen, sondern auch für die Soldaten regelrechtes Freiwild. Das Erbe dieser Insel war für Mia, ihre Tochter April.
Mia gelang die Flucht von dieser Insel, sie nahm jegliche Arbeit an, egal wie schwer sie auch war, um dann irgendwann nach Kriegsende wieder zu ihrem Gestüt zu kommen, in der Hoffnung, dass auch ihr Mann Julius diese Kriegszeiten überlebt hatte.
Als Mia auf Eponia Station ankam, war die dortige Gestütsleiterin Wilhelmina von Stratton, wie sie sich selbst benannte, obwohl sie eigentlich aus armen Verhältnissen stammte. Will hat damals als Jugendliche dort als Pferdepflegerin angefangen und sie hatte schon damals ihre Träume gehabt. Diese Träume will sie um jeden Preis umsetzen und versucht dann sogar eine Ehe auseinander zu bringen und das mit allen Mitteln, die sie einsetzen kann. Schafft sie es, die Herrin von Eponia Station zu werden?
Ein wieder total gelungenes Buch und es war mir eine Freude wieder mit meinen liebgewonnenen Charakteren mitzufiebern.
- Sarah Hall
Bei den Wölfen
(22)Aktuelle Rezension von: KateRappEin erstaunliches Buch, kraftvoll und bewegt, obgleich viel beobachtet wird und nur langsame Entwicklungen beschrieben werden. Es erzählt die Geschichte von Rachel, die als Wolfsspezialistin ein Rudel Wölfe in einem Bereich des Lake District auf dem Grundbesitz eines reichen exzentrischen Lords ansiedeln soll. Sie hat eine schwierige Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem Bruder und ist vor ihrer verkorksten Familiengeschichte in ein Reservat in Nordamerika zur Wolfsforschung geflüchtet. Sie gleicht selbst einer einsamen Wölfin, wie sie wild und promiskuitiv durch die Wälder und Karsten ihres Lebens streift.
Als ihre Mutter stirbt, kehrt sie zurück nach England, nimmt die Arbeit auf den Ländereien des Lord auf, doch dem Wolfsprojekt schlägt Misstrauen und Abwehr entgegen, es kommt zu Demonstrationen und Sabotageakten.
Doch nicht nur beruflich hat Rachel zu kämpfen, sie versucht, sich wieder ihrem Bruder anzunähern, mit dem sie lange keinen Kontakt hatte und stellt fest, dass sie ungeplant schwanger ist. Sie, die offensichtlich bindungsunfähig das Leben ihrer Mutter zu imitieren scheint, hält sich für ausser Stande, selber Mutter zu werden.
Die Art und Weise, wie Rachel sich selbst beobachtet, nüchtern und analytisch, wie sie es sonst nur bei den Wölfen tut, führt dazu, dass sie neugierig wird auf das Lebewesen in ihr und der Natur ihren Lauf lässt. Das führt zu erzählerischen Parallelen ihrer Schwangerschaft mit der Ansiedelung der Wölfe und beinahe zeitgleich mit ihrem Sohn kommen vier Welpen zur Welt.
Rachel steht dem Projekt ambivalent gegenüber und befürchtet die Gewöhnung und Domestizierung der wunderbar wilden Geschöpfe. Doch in einer gegenläufigen Entwicklung wildern die Wölfe aus und Rachel findet mit Hilfe ihres Sohnes zurück zu Familie und Gesellschaft.
Eingebettet in diese persönliche Geschichte sind immer wieder verführerische Landschaftsbeschreibungen und unaufgeregte Prozesse der Heilung sowohl der Seele als auch der Abhängigkeit. Ich mochte die ruhige Stimmung, die diese großartige Autorin erzeugt sehr und wie sie aufzeigt, dass es auch in ursprünglich dysfunktionalen Familien Zusammenhalt geben kannst und man als Gruppe (oder Rudel) zu überleben lernt.
- Julia Rothenburg
hell/dunkel
(10)Aktuelle Rezension von: das_lesewesenJulia Rothenburg erzählt mit „hell dunkel“ die Geschichte über zwei ungleiche Geschwister, Valerie und Robert, die sich lange Zeit aus den Augen verloren hatten, durch den nahenden Tod der gemeinsamen Mutter aber plötzlich wieder zueinander finden. Es ist die Suche nach einem Weg, um mit ihrer Trauer und dem anstehenden Verlust fertig zu werden, die eine fast verlorene Nähe wiederherstellt: zart und schmerzlich, wild und tröstlich – und nicht zuletzt: gefährlich.
Julia Rothenburg schildert in wechselnden Perspektiven die Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren. Es gibt die helle und die dunkle. Der Roman wird dadurch so intensiv, direkt und komplex. Es sind die genau beobachtenden Nuancen des Zusammenlebens, die der Geschichte eine enorme Sprachqualität verleihen.[Unbezahlte Werbung]
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Liebe Grüße,
das_lese_wesen
- Ann d'Ers
Der verschwundene Dezember
(15)Aktuelle Rezension von: BlausternDie Familie Jahr wohnt mit ihren Monaten auf der Burg Ringelreigen. Ein laufender Monat nach dem anderen regiert das Land. Doch plötzlich ist der Herzog Dezember verschwunden und Gräfin November muss Überstunden machen. Ausgerechnet. Wo alle Kinder gerade auf den Dezember mit seinem Weihnachtsfest und all den Geschenken warten. Das blaue Kätzchen Molli macht sich mit ihren Freunden auf den Weg, um ihn im Märchenwald zu suchen. Schon bald hat sie eine Idee und geht mutig in die „Höhle des Löwen“.
Die Vorstellung der Monate erfolgt von dem Kleinkind Januar bis zum Greis Dezember, je nachdem wie das Jahr auch älter wird. Ebenfalls wird die Blüte der Natur beschrieben und Tätigkeiten während der Jahreszeiten. Jede Seite enthält herzliche Zeichnungen, die den Text deutlich machen. So haben die Kinder etwas Hübsches fürs Auge und können immer neue Dinge darauf entdecken und so ganz spielerisch die Monate eines Jahres lernen. Später beginnt dann die eigentliche Geschichte mit der Suche von Molli Miez, die auch noch etwas Spannung hereinbringt und die den Kindern eröffnet, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt ist. Zum Ende gilt es dann noch, ein kleines Bilderrätsel zu lösen. Der Text ist kindgerecht geschrieben, und auch für die ersten Lesestunden ist er gut geeignet. - Matthias Schmitt
Nicht im Traum
(2)Aktuelle Rezension von: Jella_S
‚Nicht im Traum‘ hätte ich gedacht, dass ein Fortsetzungswerk mich so überraschen kann. Die große Neugier, wie es mit der Ausnahmefrau Giulia und ihrem Geliebten Ben nach den beiden ersten Bänden „Wie im Traum“ und „Aus der Traum?“ von Matthias Schmitt weitergeht. Erneut findet diese außergewöhnliche Liebesgeschichte an Originalschauplätzen statt. Getrennt von ihrem Ben bestreitet die nun mittlerweile promovierte Wissenschaftlerin Giulia mit ihrer kleinen Tochter den Alltag in Paris. Ihre Familie lebt in Rom, wichtige Freunde, die sie aus der Zeit mit Ben kennt, geben ihr Halt. Giulias temperamentvollem Naturell entgegensprechend, und ganz im Sinne der Sicherheit ihrer Tochter, verhält sie sich ruhig gegenüber „jenen“, die ihr und Ben so viel angetan haben. Weiß sie doch, dass die Hackerin Lisbeth weiter fieberhaft nach den ominösen Traumsendern und Ben sucht.
Als der erfolgreiche und versnobte Schriftsteller Mark Malmström mitten in Paris als Giulias Ben eindeutig ‚wiedererkannt‘ wird, dieser sich jedoch an nichts erinnern kann, gibt es für Giulia plötzlich nur eine Option, ihren Ben zurückzugewinnen. Zwischen Hoffnungsschimmer und vernunftgeprägten Kompromissgedanken kämpft Giulia einen ungleichen Kampf, denn schnell wird klar, dass sie und Mark Puzzleteile sind, eingebettet in einem allumfassenden Experiment einer mächtigen Geheimorganisation.
Eindrücklich und liebenswert wird die Entwicklung der besonderen Beziehung zwischen Giulia und Mark geschildert. Ebenso die allmählich sich aufrollenden Hintergründe von Bens gesteuerter Transformation in Mark Malmström.
Ist eine Retransformation zurück in Ben überhaupt möglich? Kann sich Giulias Wunsch von einem normalen Familienleben jemals erfüllen? Wie wird Ben auf seine Tochter reagieren? Herzergreifend und mitfühlend der Showdown, Giulias grenzenlose Liebe und die bittere Erkenntnis, dass auch sie auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Man kann sich die vom Autor intelligent skizzierten Zukunftsvisionen als Abbild unserer Zeit durchaus vorstellen, die Nähe zur Realität einer totalitären und manipulativen Überwachungs- und Vernetzungsgesellschaft stimmen nachdenklich. Matthias Schmitt lässt die Leserinnen und Leser mit dem unbändigen Wunsch zurück, dass das Gute doch stets siegen sollte und zieht gekonnt die Verknüpfung zum vierten Band der Reihe, welcher im kommenden Jahr erscheinen soll.
Tatsächlich erfüllt der dritte Band des ‚Traumexperiments‘ die im Vorfeld gemachten hohen Erwartungen. Erneut bringt die innovative und amüsante Erzählweise des Autors frischen Wind auf den Buchmarkt. Wir alle dürfen uns nun wahrlich über diesen gelungenen und spannenden Fortsetzungsroman freuen.
- Catherine Shepherd
Tränentod
(49)Aktuelle Rezension von: käutzchenSo steht es als Überschrift bei der Kurzbeschreibung von Buchrücken.. ich mag total gerne die Zons Reihe von der Autorin Catherine Shepherd, die Vergangenheit und Gegenwart durch Bastian und Oliver gut verwebt, indem sie ihren täter in Zons nachjagen , wie auch in diesen Thriller in den es um unerfüllte Liebe geht und die Täter ihre Liebsten um jeden Preis haben wollen , wo es Opfer gibt weil die Täter tränen von Liebenden braucht für einen alten Liebeszauber . Jedenfalls rast die Zeit für Bastian in der Vergangenheit und Oliver in der Gegenwart, werden sie die Täter rechtzeitig überführen können ? Das verrate ich natürlich nicht und rate nur es selber rauszufinden.
Das Buch hat nur 4 Sterne von mir bekommen weil mir die anderen Thriller der Zons Reihe besser gefallen hatten und auch der Spannungsbogen für mich größer wahr .. jetzt bin gespannt wie der achte Teil der Zons Reihe sein wird , den ich in Zukunft lesen werde ..
- Mariella Heyd
Die Braut des blauen Raben
(45)Aktuelle Rezension von: Buecher-EulenMeine Meinung:
Zu Beginn lernen wir die junge Frau Lobna kennen, die in einem kleinen polnischen Dorf lebt – und das kurz nachdem die Russen über Polen hergefallen sind. Sie ist ein sehr starker Charakter, der sich in keine Rolle reinzwängen lässt. Sie hört meist auf ihren Verstand, denn dann ist das Leben unkomplizierter und schmerzfreier. Doch dann soll sie den verschwundenen Dariusz heiraten und muss sich auf eine Suche begeben, die ihr Leben und das des ganzen Dorfes auf den Kopf stellen wird!
Direkt von Anfang an konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen und Lobna ganz genau kennen lernen. Sie ist mir sofort sehr sympathisch gewesen, allerdings auch stur und etwas zu rational. Doch genau das habe ich nachher an ihr lieben gelernt, denn auch sie wächst charakterlich sehr während der Handlung und es war mir eine Freude Lobna dabei begleiten zu dürfen <3
Auch die alle anderen relevanten Personen werden so beschrieben, dass der Leser sich eingutes Bild von ihnen machen kann und es wurde weder zu viel oder zu wenig gesagt. Denn wenn man bereits zu früh zu viel erfahren hätte, hätte es die ganze Spannung herausgenommen und andersherum wäre es vermutlich zu langweilig geworden, da der Leser nicht mal genug Informationen hätte, um mitzufiebern.
Doch Mariella Heyd hat es geschafft: Die ganze Geschichte ist unglaublich spannend und fesselnd! Dennoch kommt Liebe, Familie, Freundschaft und Zusammenhalt nicht zu kurz und so wird die gesamte Handlung einfach lesenswert abgerundet!
Das Ende war einfach wundervoll! Es war packend und einfach schön zu lesen <3 Ein würdiger Abschluss für eine so starke Märchenadaption <3
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin hat mir soooo gut gefallen *-* Es war flüssig und leicht verständlich, sodass ich mich absolut fallen lassen und in die Geschichte eintauchen konnte <3 Ich freue mich schon weitere Werke von Mariella Heyd zu lesen <3
Cover:
Dieses Cover hat mich vom ersten Augenblick an gefangen genommen und ich wusste: Dieses Buch muss ich lesen! Es ist magisch und romantisch und geheimnisvoll – alles, was eine gute Geschichte verspricht <3
Fazit:
Insgesamt handelt es sich hierbei um eine wundervolle Märchenadaption, die sowohl Liebe, als auch Familie, Spannung und Magie beinhaltet! Es ist eine tolle Geschichte, die den Leser fesselt und wundervoll träumen lässt <3
- Yusuke Nomura
Blue Lock – Band 1
(18)Aktuelle Rezension von: heavyraiinsAls Jemanden der eh schon gerne Fußballspiele sieht und auch regelmäßig ins Stadion geht hat mich der Manga von Anfang an gepackt. Es ist spannend, nervenaufreibend und man hat einfach mega Spaß beim lesen was mir persönlich sehr wichtig ist. Kann ich jedem empfehlen!
- Cami Monroe
Catch
(3)Aktuelle Rezension von: LolyNach dem Tod ihres Vaters macht sich Reily auf den Weg nach Tuscon. Sie hat ihr altes Leben hinter sich gelassen und möchte nun komplett neu anfangen. Da Koordination leider nicht ihre Stärke ist, stellt sich ihr Roadtrip als hindernisreich dar. Plötzlich findet sie sich an einer Tankstelle mitten in der Wüste wieder. Keine Menschenseele weit und breit. Bis auf eine Gruppe unheimlicher Männer, welche skrupellos ihre Geschäfte über die Bühne bringen. Zu allem Unglück hat sie auch noch einer der Männer bemerkt. Sie versteckt sich und hofft, er würde nicht nach ihr suchen. Weder sie noch er wusste, was sie in den folgenden Wochen erwarten wird.
Die Grundidee des Buches hat mir sehr gefallen. Leider wurde diese nicht sehr gut umgesetzt. Die Sticheleien der Charaktere und auch der Schreibstil waren recht abwechslungsarm, weswegen es nach ein paar Seiten anstrengend wurde dem Geschehen aufmerksam zu folgen. Während der ersten hundert Seiten habe ich mit dem Gedanken gespielt das Buch abzubrechen, weil ich mich echt dazu zwingen musste weiter zu lesen. Kurz darauf kam der lang ersehnte Plot Twist, mit dem ich nicht wirklich gerechnet hatte. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Buch spannender und die Seiten verflogen schneller. Dennoch fühlte es sich für mich so an, als hätte man versucht den Inhalt des Buches in die Länge zu ziehen, obwohl man ihn in ca. einem Drittel des Buches hätte unterbringen können. Auch bei dem Finale hatte ich auf etwas Unvorhersehbares gehofft und wurde enttäuscht. Die Charaktere waren trotz allem gut aufeinander abgestimmt und mit unterschiedlichen Persönlichkeiten ausgestattet. Abschließend kann ich dazu sagen, dass mir das Buch zu langatmig und monoton war, abgesehen von den zwei kleinen Überraschungen gegen Ende des Buches.
- Jake Halpern
Tochter der Flut
(60)Aktuelle Rezension von: Um_Buchseites_BreiteZusammenfassung:
Marin lebt auf einer Insel. Auf dieser Insel herrscht 14 Jahre lang Tag und darauffolgend 14 Jahre lang Nacht. Die Dorfbewohner verlassen ihr Dorf bei Anbruch der Nacht mit einem Schiff. Doch Marin, welche das erste Mal des Aufbruch mitbekommt, fällt auf, dass die Häuser hergerichtet werden. Als ob die Dorfbewohner sich auf Besuch vorbereiten, den sie nie zu Gesicht bekommen werden. Doch zum Zeitpunkt der Abfahrt ist ihr Freund Line noch nicht am Sammelplatz. Marin hat eine Vermutung, wo er sein könnte. Zusammen mit ihrem Brunder Kana macht sie sich auf die Suche nach Line. Doch als sie zurückkehren sind die restlichen Bewohner der Insel bereits abgereist. Nun müssen sie sich gemeinsam gegen die Herausforderungen der Nacht behaupten.
Charaktere
Marin und Kana sind Zwillinge. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich und das nicht nur vom Aussehen. Kana hat leider Probleme mit seinen Augen, bei zu viel Helligkeit kann er fast gar nichts sehen. Bei Einbruch der nacht bemerkt er jedoch eine Verbesserung seiner Sehfähigkeit. Line ist eine Waise und ein Freund der Zwillinge. Er ist sehr sportlich und ein richtiger Profi im Klettern.
Der interessanteste Charakter war jedoch Kana. Da seine Hintergrundgeschichte und seine Veränderungen doch sehr außergewöhnlich sind.
Schreibstil
Der Schreibstil war flüssig und hat die düstere, angespannte Stimmung sehr gut unterstrichen. Die Geschichte wird insgesamt aus drei Perspektiven erzählt. Etwas ins Stocken kam man anfangs dadurch, dass nie angegeben ist aus welcher Sicht man nun auf das Geschehen blickt. Hiermit kam ich allerdings mit fortschreitender Handlung immer besser klar. Die gesamte Atmosphäre im Buch ist sehr bedrückend und einen gewissen Thrill. Die Nacht und die mit ihr kommenden unbekannten Wesen werden durch den Schreibstil als etwas sehr schlimmes und düsteres dargestellt.
Fazit
Die Grundidee der Geschichte fand ich gar nicht so schlecht. Bisher hab ich noch nichts vergleichbares gelesen. Von Genre hätte ich das Buch definitiv als Jugendthriller mit Fantasyelementen eingestuft. Die auf dem Klappentext angekündigte Liebesgeschichte war im Buch nicht wirklich vorhanden. Zudem habe ich mir die Protagonisten deutlich älter vorgestellt, mit 14 Jahren hätte ich nicht gerechnet.
- Anne Onym
Entführung in die Vergangenheit
(1)Aktuelle Rezension von: Janine_SternenbergIch habe dieses Buch letzte Woche bei Amazon entdeckt und habe es mit einem Wisch durchgelesen. Das E-Book fasst ungefähr 70 Seiten. Und obwohl ich dicke Wälzer liebe, vor allem Thriller und Krimis, war ich sehr begeistert von diesem Buch. Es hat in mir mehr Emotionen geweckt, als so mancher 500-Seiten Wälzer. Darüber hinaus ist es hochspannend geschrieben und man erhält trotz der Kürze einen besonders tiefen Einblick in die Figuren und deren (frühere) Beziehung.
Tina wacht eines Morgens in der Wohnung ihres Ex-Freundes auf. Sie ist total verwirrt und kann sich nicht erklären, wieso sie sich dort gefunden hat. Niels, ihr Ex-Freund erzählt ihr jedoch, dass sie sich gar nicht getrennt haben. Das Buch handelt darüber, herauszufinden weshalb Tina dort aufgewacht war und wieso sie sich an kaum etwas erinnern konnte. Sie bleibt mit ihm in der Wohnung und merkt, dass sie ihn gar nicht liebt und keine Gefühle für ihn hat. Nur langsam kommt sie zu Kräften...
Mehr Details möchte ich gar nicht sverraten, aber es handelt sich defintiv um ein Verbrechen und das Thema: Stalking.
In der Widmung steht, dass die Autorin mit Hilfe dieses Buches über einige Ereignisse in ihrem Leben hinwegkommen möchte. Die Handlung basiert auf ihrer Fantasie, aber manche Dialoge und die Hintergründe und Fakten über die Protagonisten, sind wahr.
Kann ich nur empfehlen!
- Lupita Nyong'o
Sulwe
(23)Aktuelle Rezension von: kleine_buecherwuermchen„Sulwe kam mitternachtsfarben zur Welt.“
So beginnt die Geschichte von Sulwe, einem Mädchen, das mit ihrer ganz dunklen Haut nirgendwo dazu zu passen scheint. Selbst in ihrer Familie haben alle eine hellere Haut. Ihre Schwester wird z.B. „Sonnenschein“ genannt, weil ihre Haut die Farbe des Mittagslichts hat.
Sulwe ist unglaublich traurig, versteckt sich und versucht, ihre Haut mit unterschiedlichen Methoden heller zu machen. Irgendwann vertraut sie sich ihrer Mutter an, die sie daran erinnert, dass ihr Name „Sulwe“ Stern bedeutet und sie ebenfalls wunderschön leuchtet. Das Mädchen ist immer noch nicht ganz überzeugt.
Da kommt in der Nacht eine Sternschnuppe zu ihr und fliegt mit ihr davon. Die Sternschnuppe erzählt Sulwe die Geschichte von den Schwestern Tag und Nacht. ~ Die Schwestern liebten sich zwar sehr, jedoch wurden sie sehr unterschiedlich behandelt. Tag wurde gelobt und verehrt, doch Nacht wurde schlecht behandelt und als „hässlich“ bezeichnet. Eines Tages ging Nacht weg und kam nicht mehr zurück. Die Menschen erkannten, wie wichtig es war, Nacht zu haben und auch Tag vermisste ihre Schwester. Tag machte sich auf die Suche nach Nacht und als sie sie fand, erklärte sie ihr, wie wunderschön und wichtig sie war. Ganz genau so wie sie war! So vereinten sich die Schwestern wieder!~
Am nächsten Morgen erkannte auch Sulwe, dass sie genau so wie sie ist, wunderschön ist und in diese Welt gehört!
Hinten im Buch findet sich ein Poster und auf der Seite vom Mentor-Verlag gibt es ein Malbuch-Download zum Buch.
Meine Erfahrung/Meinung:
🤩
Ich bin einfach nur begeistert von diesem bezaubernden Buch! Die empowernde Geschichte hat mich zu Tränen gerührt. Besonders die Stelle, an der sie versucht, ihre Haut heller zu machen. 🥺 Das Ende ist sooo bestärkend! Absolut jeder Mensch ist ein Teil dieser Welt und trägt zu ihrer Schönheit bei. Eine wunderbare Botschaft die hier vermittelt wird.
Die Illustrationen verleihen durch ihre wundervolle Weichheit dem ganzen Buch noch mehr Schönheit!
Im Nachwort der Autorin berichtet sie davon, dass sie, wie Sulwe, erst lernen musste, ihre Schönheit zu sehen. Ihr hat es geholfen, zu sehen wie Frauen, die ebenfalls einen dunklen Hautton haben, für ihre Schönheit gefeiert werden. Sie hofft, dass immer mehr Kinder von Anfang an mit der Gewissheit aufwachsen, dass sie schön sind. Diese Hoffnung teile ich mit ihr. Ich bin mir sicher, dass Bücher wie dieses dazu beitragen können!
- Jeanette Lagall
Die Stadt der Gaukler
(26)Aktuelle Rezension von: Isa_HeDas Buch „Die Reise des Karneolvogels - die Stadt der Gaukler“ ist der zweite Teil von Jeanette Lagalls Karneolvogel-Trilogie und knüpft unmittelbar an das Ende von Band eins an. Riki hat sich den Gauklern angeschlossen und für den Wanderzirkus geht es in die Stadt der Gaukler zur großen Versammlung, doch bis dahin muss Ramiro den gestohlenen Karneolvogel zurückerlangen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen und von der ersten Seite an absolut mitreißend. Schon nach wenigen Seiten steckt man wieder vollkommen in der Handlung drin und erlebt die Story auf eine bildhafte und lebendige Art und Weise. Dabei erschafft die Autorin eine tolle Mischung aus Spannung und Gefühle und fängt die Stimmung in der Stadt der Gaukler perfekt ein. Gut gefielen mir die verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Durch die wechselnden Blickwinkel bekommt man tiefgehendere Einblicke in die Gedanken und Motive der Figuren. Jede Figur trägt ihren eigene Teil zum großen Ganzen, wodurch das Geschehen stets dynamisch und fesselnd bleibt. Vor allem die Wechsel zwischen Myra und Riki zeigen deutlich wie stark sich deren Leben aufgrund ihrer unterschiedlich getroffenen Entscheidungen voneinander unterscheiden.
Die Charaktere sind, wie schon im ersten Band, liebevoll und stark gezeichnet. Riki Glück mit Ramiro scheint perfekt, doch seine Vergangenheit scheint die beiden auf eine harte Probe zu stellen. Trotz des Gefühlschaos, in das Riki stürzt sind ihre Gedanken und Gefühle absolut verständlich und nachvollziehbar. Auch wenn sie nun zu den Gauklern gehört, merkt man ihr doch die Erziehung zu einer höheren Tochter immer mal wieder an. Trotz dessen sind ihre Erlebnisse in der Stadt der Gaukler faszinierend, Bund und lebhaft beschrieben. Man spürt förmlich, wie sie nach und nach in diese neue Welt wächst, neue Freundschaften knüpft und Erfahrungen sammelt. Aber auch die andere Figuren haben es mir angetan und ich empfand sie spannend und interessant gestaltet, wie der irische Clan der O‘Flanegans oder auch die geheimnisvolle Alessara, die eigene und große Ziele verfolgt.
Neben den lebendigen Figuren sorgen Intrigen, Geheimnisse und unerwartete Wendungen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten bleibt. Immer wieder werden neue Erkenntnisse erlangt aber gleichzeitig auch neue Fragen aufgeworfen. Außerdem ist die Gefahr, die vom verschwundenen Karneolvogels ausgeht, ständig präsent. Ob es den Gauklern gelingt, diesen vor der großen Versammlung zurückzuerlangen, das müsst ihr selbst herausfinden.
Mir hat der zweite Teil der Karneolvogel-Trilogie auf jeden Fall wieder sehr gut gefallen. Ich mochte die lebendige und bunte Welt der Gaukler und auch die Mischung aus Abenteuer, Intrigen und auch Gefühlen unglaublich gerne. Ich bin auf jeden Fall schon sehr auf Band drei gespannt und kann diese Reihe bis jetzt nur sehr empfehlen. Von mir gibt es daher volle fünf Sterne.
- Martin Widmark
Der lange Weg zu dir
(91)Aktuelle Rezension von: NanasLesetapsen"Der lange Weg zu dir" von Emilia Dziubak ist ein bezauberndes Kinderbuch, das nicht nur die jungen Leserinnen und Leser, sondern auch die Erwachsenen in seinen Bann zieht. Die Autorin entführt die Leser in eine farbenfrohe Welt, in der die Geschichte von Freundschaft und Selbstfindung auf einzigartige Weise erzählt wird.
Die Illustrationen von Emilia Dziubak sind ein wahrer Augenschmaus. Jede Seite ist mit liebevollen Details und lebendigen Farben gestaltet, was das Buch zu einem visuellen Vergnügen macht. Die Charaktere sind charmant und ausdrucksstark gezeichnet, was die emotionale Tiefe der Geschichte zusätzlich unterstreicht.
Die Handlung erzählt von einer kleinen Gruppe unterschiedlicher Tiere, die sich auf eine Reise begeben, um ihre eigene Identität zu finden. Dabei werden Themen wie Freundschaft, Akzeptanz und das Verständnis für die Einzigartigkeit jedes Individuums auf kindgerechte Weise behandelt. Die Botschaft des Buches ist positiv und stärkend, und sie regt die jungen Leser dazu an, über ihre eigenen Gefühle und Beziehungen nachzudenken.
Die Sprache in "Der lange Weg zu dir" ist einfach und verständlich, was es auch für jüngere Kinder zugänglich macht. Die kurzen Abschnitte und die klare Erzählweise eignen sich gut für Vorlesestunden und ermöglichen es den kleinen Zuhörern, sich in die Welt der Geschichte zu vertiefen.
Ein besonderer Pluspunkt des Buches ist die Vielseitigkeit der Interpretation. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können unterschiedliche Aspekte der Geschichte entdecken und sich von den lehrreichen Botschaften inspirieren lassen.
Insgesamt ist "Der lange Weg zu dir" von Emilia Dziubak ein Kinderbuch, das nicht nur durch seine wunderschönen Illustrationen, sondern auch durch seine einfühlsame Erzählweise und positive Botschaften besticht. Es ist eine Bereicherung für jedes Bücherregal und bietet eine anregende Leseerfahrung für die ganze Familie.
- Eileen Chang
Die Klassenkameradinnen
(9)Aktuelle Rezension von: Aspasia"Die Klassenkameradin" ist Eileen Changs schon 1978 geschriebener, aber auf ihren persönlichen Wunsch, weil mit autobiographischen Elementen versehen, erst posthum 2004 veröffentlichte 'Coming-of-age' Novelle.
Die Meisterin der modernen chinesischen Literatur." (The New York Times), Eilee Chang, erzählt von zwei Freundinnen & ehemaligen Internatsschülerinnen in Schanghai, dem Paris Chinas, in den 30ern, während derer die beiden sich wie viele Teenager im Westen für die amerikanische Popkultur, für Hollywoodfilme, Mode, Musik begeistern & ihre kleinen Geheimnisse teilen. Nach der Schule trennen sich ihre Wege, die eine heiratet, die andere verweigert sich den Plänen ihres großbürgerlichen Elternhauses, wodurch sie der erträumten Freiheit zwar näher zu kommen scheint, aber diese auch mit dem Verlust der Familie bezahlen muss. Nachdem sie sich während der japanischen Besatzung als Schmugglerin durchschlägt, wandert sie nach dem Sieg der Kommunisten "ins gelobte Land" Amerika aus, wo sie nun 1975 als Dolmetscherin für die UN in New York arbeitet. Als sie durch Zufall ihre ehemalige Schulfreundin auf einem Zeitschriftenphoto entdeckt & den Kontakt sucht, stellt sie fest, dass die Rollen nun vertauscht sind. Die Freundin ist gesellschaftlich aufgestiegen als Ehefrau eines Kabinettmitglieds, wohlhabend. Eine Frau, die aufgeht in ihrer Mutterrolle. & respektiert auch von der amerikanischen Gesellschaft. Sie hingegen, die so vieles aufgegeben hat für ihren Traum von der freien Gesellschaft, lebt nun prekär, vom Ehemann verlassen, schlägt sich mit Übersetzungsarbeiten durch. So viel Verzicht & Verlust & doch wird sie von den Amerikanern nicht gesehen, das schmerzt & dieser Schmerz spricht aus jedem Wort, jeder Begegnung, jeder Beschreibung.
So Recht konnte mich der Text zwar nicht überzeugen, aber die dadurch angeregte Recherche hat mich wirklich neugierig gemacht auf diese wieder entdeckte Wandlerin zwischen den Welten, die 2020 100 Jahre alt geworden wäre. Ich werde jetzt erst einmal die Texte lesen, die die Frau mit den drei Namen ( Eileen Changs, Zhang Ying ( 張愛玲 )/ Zhang Ailing) geschrieben hat, als das Leben sie noch nicht enttäuscht hatte, um zu verstehen, was der von mir verehrte Ang Lee meinte, als er über sie sagte: "Sie ist ein gefallener Engel der chinesischen Literatur."
- Magdalena Nirva
Magdalena 24h
(56)Aktuelle Rezension von: StrokelineMagdalena stammt aus ärmlichen und vor allem schwierigen Verhältnissen aus Bulgarien. Schnell entdeckt sie die Männerwelt für sich, wird jung (alleinerziehende) Mutter und spätestens als sie Eagle kennenlernt, ist ihr Weg in die Prostitution vorgezeichnet. Über verschiedene Stationen landet sie mit ihrem Zuhälter in Berlin und berichtet in ihrem Buch über diverse Erleb- und Geschehnisse im Rotlichtmilieu. Diese Geschichten sind interessant - auch weil Magdalena neben Escort auch in vielen Puffs gearbeitet hat.
Umso länger das Buch andauert, umso mehr fällt auf, dass das Buch wenig reflektiert erscheint. Glaubt man Magdalena, hat sie nahezu immer selbst einen Orgasmus erleben dürfen und die schlimmen Erfahrungen bleiben kurzangeschnitten und geraten dem Lesenden schnell in Vergessenheit. Da ist das Kapitel mit dem Freier im katastrophalen, hygienischen Zustand fast eine Wohltat - so anschaulich ist diese Stelle beschrieben...
Die verwendete Sprache ist nicht uninteressant, aber oftmals sehr einfach und vulgär gehalten. Manchmal passt es, manchmal leider nicht.
Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, daher gibt es von mir 4/5 Sterne.
- Michelle Schrenk
Irgendwo hinter den Wolken
(71)Aktuelle Rezension von: Denise_VoelzkeEine schicksalhafte Geschichte mit vielen kleinen Momente die einem ein schmunzeln ins Gesicht zaubern.
Aber nicht nur. An einigen Stellen gab es mega Gänsehaut, aber leider nicht positive. Sophie leidet unter der Gewalt ihres Ehemannes und schafft irgendwann die Flucht von ihm. Der Weg führt sie nach Nürnberg, wo sie langsam aufatmen kann. Durch kleine schicksalhafte Begegnungen findet sie auch Erik. Zwischen Freundschaft und langsames Vertrauen schaffen, kommen auch Schmetterlinge im Bauch vor. Wie Erik mit Sophie umgeht ist einfach süß. Obwohl er noch nichts von ihrer Vergangenheit weiß, ist er behutsam und lässt ihr Zeit. Dazu kommt auch noch seine kleine Tochter, die einen einfach das Herz stiehlt. Und Buddy natürlich nicht zuvergessen. In den kleinen Labradormischling kann man sich nur verlieben.
Dieses Buch hat sich sehr gut lesen lassen. Dadurch das die Geschichte unter 250 Seiten hat, war ich an einem Tag durch. Dazu kommen auch mal seitennwo kleine Sprüche stehen, sie einfach super zur Story passten.
Eine bewegende Geschichte die mich der Autorin Michelle Schrenk "näher" brachte, da es mein erstes Buch von ihr war. Aber auf keinen Fall mein letztes.
- Felizitas Montforts
Jouline Johnson
(18)Aktuelle Rezension von: Steffke2308Jouline ist in Trauer. Denn ihre Mutter ist gestorben durch einen Unfall. War es wirklich ein Unfall?
Dann kommt auch noch Daniel, Joulines bester Freund, damit um die Ecke das er schon jahrelang in sie verliebt ist. Obwohl sie gerade erst erfahren hat das ihre beste Freundin Nici in Daniel verliebt ist. Eine ganz schlimmer Konstellation.
Und dann passieren ganz merkwürdige Dinge. Jouline fühlt sich verfolgt. Und als sie endlich dem Stalker gegenüber steht, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, obwohl sie ihn nicht kennt und das auch gar nicht will. Und warum verhält sich Max, ein Freund ihrer Mutter, so komisch?
Und als sie erfährt das auf ihr und ihrer Familie ein Fluch liegt, gibt sie alles um herauszufinden was damit auf sich hat und wie man diesen brechen kann.
Fazit: Leider kam die Geschichte nur sehr langsam in Fahrt. Und irgendwie hat mir das gewisse I-Tüpfelchen gefehlt. Es war keine schlechte Geschichte. Und was es mit Max auf sich hat, habe ich mir nach und nach denken können. Aber ich glaube man muss auch definitiv Band 2 lesen um rauszufinden was mit Daniel passiert und wie es generell mit Jouline und ihrem Erbe weitergeht.























