Bücher mit dem Tag "new mexico"

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56 Bücher

  1. Cover des Buches Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt (ISBN: 9783442480364)
    Alyson Noël

    Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt

     (352)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Klappentext:
    Zuerst war er nur ein Traum, dann trifft sie ihn und verliebt sich. Jetzt schwebt sie in tödlicher Gefahr.

    Plötzlich ist im Leben der 16-jährigen Daire Santos nichts mehr so, wie es war. Schlagartig hat sie schreckliche Visionen, Krähen und Geister verfolgen sie, während die Zeit still zu stehen scheint. In ihren Träumen wird sie heimgesucht von einem Jungen mit wunderschönen blauen Augen. Dann erfährt sie, dass sie eine Seelensucherin ist, die zwischen den Welten der Lebenden und der Toten wandeln kann. Als sie dem Jungen mit den blauen Augen in der Wirklichkeit trifft, wird ihr plötzlich klar, in welcher Gefahr sie sich befindet.

    Zum Buch:
    "Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt" von Alyson Noel ist der Auftakt zur "Soul Seeker" Reihe. Es erschien am 18.11.2013 beim Godmann Verlag und ist auch als Taschenbuch sowie e-book erhältlich.

    Meine Meinung:
    Ich bin bei Lovelybooks immer wieder über dieses Buch gestolpert und irgendwie zog es mich einfach an. Durch den Klappentext und das tolle Cover wirkte es so wunderbar mysteriös. Aber leider war es einfach nicht mein Buch.

    Cover:
    Ich hatte noch die alte Ausgabe, wo ein Mädchen praktisch auf den Boden zu fallen scheint. Der Hintergrund ist in verschiedenen Orange- und Pinktönen gehalten und ich finde es einfach klasse.

    Inhalt:
    Wie schon gesagt hatte ich echt Lust auf dieses Buch, weil es so schön mysteriös und spannend klang.

    Aber schon der Anfang konnte mich leider so gar nicht fesseln oder begeistern. Mir fehlte einfach etwas. Es zog sich für mich unglaublich hin und ich fand es teils auch etwas verwirrend.

    Daire war unglaublich nervig. Klar, sie hatte keinen festen Rahmen, aber dennoch fand ich ihr Verhalten einfach unglaublich daneben. Wie sie teils mit ihrer Mutter redete, war echt die Härte und sie war mir nur unsympathisch.
    Die Autorin wollte wohl einfach einen rebellischen, verängstigten Teenager beschreiben, auf mich wirkte Daire eher wie eine aufmüpfige Zicke.

    Nach 150 Seiten habe ich eigentlich nur noch quer gelesen und musste mich da durchquälen.

    Den Schreibstil fand ich unglaublich schleppend und zäh. Leider gar nicht mein Fall.

    Bewertung:
    Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut. Es klang nach einer super spannenden und mysteriösen Geschichte, aber ich langweilte mich von Anfang an und musste mich da eher durchquälen. Die Charaktere waren auch gar nicht mein Fall.
    Von mir gibt es:

    1 von 5 Sterne
  2. Cover des Buches Asche (ISBN: 9783802584909)
    Lori Handeland

    Asche

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Es war ganz okay. Ich muss ehrlich sagen, dass es wohl keine allzu gute Idee war das Buch vor dem Fernseher während der Werbepause zu starten, denn ich bin nie richtig reingekommen und habe mich danach auch nicht mehr bemüht in die Geschichte zu tauchen, dazu kommt die lange Pause zwischen dem Lesen und der Rezension (sie wurde auf Wunsch eines Mitglieds des Aminos noch später geschrieben). Vieles weiss ich dadurch auch gar nicht mehr, denn ich habe die Seiten wirklich nur durchgescannt.

    Das Buch wäre wohl sicher nicht allzu schlecht, wenn ich nur konzentrierter gewesen wäre, aber bildet euch bitte eine eigene Meinung dazu!

    Ich selbst bin nicht ganz so begeistert von der Sache. Wie gesagt, ich bin von Anfang an nicht gerade gut mitgekommen und so ist mir auch nicht viel Positives aufgefallen. Die Geschichte entspricht eigentlich einem Bereich den ich mag: Fantasy mit einigen erotischen Seiten, aber in diesem Genre habe ich definitiv schon besseres gesehen. Wenn es mich trotz schlechtem Start nicht packen kann, ist es einfach nicht so gut.

    Auch Negatives gibt es durch dieses „nicht-viel-Mitbekommen“ nicht viel zu bemerken. Ich bin mir nur ziemlich sicher, dass der Titel nicht viel aussagt. Es gibt Gestaltwandler in dem Buch, die sich in Tiere verwandeln, aber keinen der sich in einen Phönix verwandelt. Dieser ganze Phönix und Ascheaspekt wird allgemein viel zu wenig aufgegriffen. Sogar in den „GrimmChroniken“ wird der Phönix besser beschrieben und dort ist sie nur eine von vielen Charakteren. Ich hatte wirklich etwas mehr darauf gehofft.

    Wie bereis gesagt, ich habe das Buch zu einem blöden Zeitpunkt gestartet und war so nicht richtig reingekommen und hatte danach auch keine Lust mehr und so ging die Geschichte einfach an mir vorbei. Bildet euch bitte eine eigene Meinung dazu. Ich werde noch Bücher von der Autorin lesen und wenn mir diese gefallen, werde ich dem Ganzen sicher noch eine Chance geben. Von mir reicht es in diesem Falle aber nur für drei Sterne.

    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2019), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)

  3. Cover des Buches Ein ungezähmtes Leben (ISBN: 9783453355620)
    Jeannette Walls

    Ein ungezähmtes Leben

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Aus-Liebe-zum-Lesen

    Nach Jeannette Walls‘ Schloss aus Glas habe ich auch ihren Nachfolge-Roman „Ein ungezähmtes Leben“ gelesen, der die Geschichte ihrer Großmutter erzählt.

    Lily Casey wächst im Wilden Westen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf und kämpft sich durch alle Widrigkeiten, die das Leben dort mit sich bringt. Die Geschehnisse werden, wie bei „Schloss aus Glas“ ebenfalls chronologisch als einzelne Episoden aneinandergereiht, sodass auch hier selten Spannung aufkommt und das Buch durchaus Längen hat. 

    Auch in ihrem zweiten Roman werden mir zu wenig Gefühle vermittelt. Die Charaktere bekommen keine Tiefe, sie bleiben einem fremd und deren Beweggründe werden nicht erklärt. Auch die Sprache ist ebenso einfach wie in „Schloss aus Glas“.

    Insgesamt fand ich den zweiten Roman von Jeannette Walls etwas besser als den Ersten. Die Geschichte ist interessant, ein Zeitzeugnis des Lebens im Mittleren Westen anfangs und Mitte des letzten Jahrhunderts. Außerdem überkommt einen nicht unentwegt das Gefühl, eingreifen zu müssen, um schlimme Zustände zu ändern. Eine klare Leseempfehlung kann ich aber nicht aussprechen.

  4. Cover des Buches Betrogen (ISBN: 9783442361892)
    Sandra Brown

    Betrogen

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Spreeling

    Die Zwillinge Melina und Gillian wollen einen Abend ihre Rollen tauschen, damit Gillian den heißen Astronauten Christopher Hart kennen lernt. Aber dieser Abend verläuft ganz anders als gedacht und am Morgen ist Gillian tot. Melina ist vor Trauer aufgelöst und will Rache. Hart bleibt an ihrer Seite und zusammen verfolgen sie Spuren. 

    Im Verlauf der Ermittlungen treten Dinge zu Tage, die einfach unglaublich sind. Und dann muss Hart gegen seine Gefühle für Melina kämpfen. Wie kann es sein, dass er beide Frauen begehrt.

    Sandra Brown hat wieder einen unglaublichen Plot geschaffen. Durch die Möglichkeit der Zwillinge ist auch der Leser immer im ungewissen, was nun wem wirklich passiert ist. Schon bald gibt es einen Verdacht, aber es scheint unmöglich dies zu beweisen. 

    Und am! Ende erwartet den Leser noch eine Überraschung die vieles erklärt.

    Ich bin durch die Seiten geflogen und konnte kaum das Buch beiseite legen.

  5. Cover des Buches Red Sky (ISBN: 9783865521460)
    Nate Southard

    Red Sky

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Chaosmaus1405

    Danny Black geht als Ganove durchs Leben und begeht immer wieder Banküberfälle, der letzte läuft aus dem Ruder und die Bande versteckt sich in einem verlassenen Firmengelände der Red Sky Manufacturing. Diese beherbergt aber Nachtkreaturen. 

    Dieses Buch beginnt als Thriller und geht dann in Verschwörungen der Regierung über. Dies hätten 2 Geschichten sein können, Potential hatten die Charaktere, so bleiben viele Fragen offen.

    Ist ganz nett für zwischendurch, aber nichts was lange im Gedächtnis bleibt.

  6. Cover des Buches Das Buch der Illusionen (ISBN: 9783499257896)
    Paul Auster

    Das Buch der Illusionen

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Joachim_Tiele
    Austers Geschichte eines Schauspielers aus der Stummfilmzeit hat alle Ingredienzien einer Great American Novel, die Quest (als Reise zwischen geographischen Orten ebenso wie ins Innere der Protagonisten), die Hingabe an die Arbeit und das darin Aufgehen, mit etwas Erster sein als der amerikanische Archetypus, die Geschichte vom Mann, der plötzlich verschwindet und nie (oder nur unter ganz ungewöhnlichen oder unwahrscheinlichen Umständen) wieder auftaucht, der Pakt mit dem Teufel (im durchaus faustischen Sinne), der zum Topos der modernen amerikanischen Mythen geworden ist. Hinzu kommen einige der ewigen Menschheitsfragen wie Einsamkeit, Trauer, Verlust, Liebe, Identität, moralische Skrupel zu haben oder Außenseiter zu sein. Nicht zu vergessen, wie in vielen von Austers Romanen fast üblich, eine Kriminalgeschichte, die ausführliche Beschreibung einer sexuellen Aberration, unterschiedliche, beinahe episodische Erzählformen und die Ausdeutung des Beschriebenen durch einen professoralen (nur scheinbar) allwissenden Erzähler mit erheblichen Selbstzweifeln an der eigenen Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit. Und am Ende hat man das Gefühl, einen Roman gelesen zu haben, der doppelt so viele Seiten zu haben scheint, als er tatsächlich aufweist. Das als Warnung vorweg, denn all dieses kommt in dem Roman vor oder kann in und an ihm entdeckt werden, teilweise offen und ins Auge springend, aber ebenso häufig versteckt zwischen den Zeilen oder quasi als Palimpsest, wie Farbschichten in den wie in einem Gemälde aufeinandergeschichteten Erzählebenen.

    Aber Auster wäre nicht Auster, wenn man das Buch nicht auch straight (man könnte es auch oberflächlich nennen) lesen könnte. Ein Collegeprofessor für Literatur hat einen schweren Verlust erlitten (seine Ehefrau und zwei Söhne sind bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen), er verfällt zusehends, dem Alkohol, aber auch einer allgemeinen Apathie und Vereinsamung, da die Lebensversicherungen seiner Angehörigen und die Entschädigungszahlung der Fluggesellschaft ihn zu einem reichen Mann gemacht haben, der seine Berufstätigkeit unbegrenzt lange aussetzen kann. Eines Abends sieht er durch Zufall im Fernsehen eine Dokumentation über Stummfilme und bei einem der Akteure kann er das erste Mal seit Monaten wieder lachen. Er beginnt zu diesem Schauspieler und seinen Filmen zu recherchieren, macht eine Reise quer durch Amerika und Europa, um in Archiven erhalten gebliebene Kopien der Filme anzusehen, und beschreibt diese in einem Buch, das unter Filmwissenschaftlern und –enthusiasten ein bescheidener aber doch wahrgenommener Erfolg wird. Biographische Recherchen zu diesem Schauspieler mit dem Namen Hector Mann macht er zunächst nicht, aber er weiß, dass er im Jahr 1929, kurz nach dem Erscheinen seines letzten Films, verschwunden ist. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Eines Tages, die Arbeit an dem Buch über Hector Mann ist längst abgeschlossen und als biographische Episode seiner selbst abgehakt, erhält der Professor, übrigens derselbe David Zimmer, den manche aus Mond über Manhattan erinnern könnten, einen Brief von einer ihm unbekannten Absenderin, durch den er eingeladen wird, Hector Mann auf seinem Anwesen in New Mexico zu besuchen und kennenzulernen. Dies erweist sich, wie bei Auster kaum anders zu erwarten, als verwickelt. Ein Unfall kommt dazwischen, ein Überfall, eine Liebe, jede Menge Zweifel an der Authentizität des Briefes, nahezu kriminalistische Recherchen, die Zimmer in die Irre und zurück führen. Aber schließlich erreicht er, begleitet von Manns Ziehtocher Alma, das Areal in New Mexico, lernt Frieda Spelling kennen, die sich im ursprünglichen Einladungsschreiben als Mrs. Hector Mann bezeichnet hatte, und Hector selbst, der todkrank bettlägerig ist, mit dem er aber noch am Abend der Ankunft einige Minuten lang sprechen kann. Die beiden scheinen sofort Zutrauen zueinander zu fassen und freuen sich auf weitere Gespräche in den nächsten Tagen. Doch Mann stirbt in dieser Nacht. In der Folge überstürzen sich die Ereignisse und trotz großen Handlungsreichtums wird der restliche Roman zu einer Elegie über die Vergeblichkeit allen menschlichen Tuns und Strebens, traurig, ausweglos, endgültig.

    Wie geht Auster seinen Roman an? Er fällt tatsächlich mit der Tür ins Haus: Jahre nach dem Erscheinen seines Buches über die Filme Hector Manns erhält Zimmer, der sich inzwischen gefangen hat und an einem ganz anderen Projekt arbeitet, Friedas besagten Brief mit der Aussage, dass Hector lebt, und der Einladung, ihn zu besuchen. Zweifel sind Zimmers erste Empfindungen dazu, aber allein die Tatsache, dass er an sein innerlich fast vergessenes Buch wieder erinnert wird, bringt ihm auch die Erinnerung an die Zeit zurück, in der er es geschrieben hat. Die Zeit kurz vor und die nach dem Tod seiner Familie, wie er auf Hector Mann ursprünglich aufmerksam geworden ist, die Idee, dessen Filme aufzuspüren, die Notwendigkeit, wegen seiner eigenen Flugangst ein Beruhigungsmittel zu brauchen und dafür einen Psychiater aufsuchen zu müssen. Es folgt eine Beschreibung der fiktiven Filme des fiktiven Hector Mann, aller zwölf, die er gedreht hatte, ihr Inhalt, ihre kinematographische Komposition, Details der Szenen und der Bewegungen wie des Gesichtsausdrucks des Hauptdarstellers. Auster wird knapp dreißig Seiten lang zum Filmerzähler, eine längst ausgestorbene Gattung von Künstlern, die ursprünglich tatsächlich live in Filmtheatern Dialoge und Handlungszusammenhänge der gezeigten Stummfilme vorgetragen haben. (Später gab es Filmerzähler auch in Gegenden, in denen sich nicht viele Menschen die Preise für Kinotickets leisten konnten, und vereinzelt gab es die eigenständige Varieteeform, dass Filme nicht gezeigt, sondern nur erzählt und gelegentlich auch interpretiert wurden.) Diese Filmerzählung ist die erste einer Reihe von Episoden, in die der Roman aufgeteilt ist, teils von Zimmer erzählt, teils von Alma berichtet (während eines Fluges, bei dem Zimmer die Beruhigungstabletten doch nicht braucht und einer längeren Autofahrt), teils als nüchterne Rechercheergebnisse präsentiert. Einige dieser Episoden scheinen vom Eigentlichen abzulenken, aber am Ende passen alle Erzählstränge zusammen, der Roman steuert auf einen Höhepunkt zu, der ihn – wie ein Kinofilm – mit einem tragischen Showdown enden lässt.

    Wer das Buch nur als Spannungsroman liest (beim ersten Lesen lässt sich das vielleicht gar nicht vermeiden, denn polizeiliche Ermittlungen nehmen einen nicht kleinen Teil ein und auch ein Privatdetektiv kommt vor), wird nach der Lektüre vielleicht Längen erinnern, sich fragen, ob die beiden Lebensgeschichten, die Zimmers und die Manns, so ausführlich und so detailliert hätten dargestellt werden müssen. Tatsächlich würde niemand Das Buch der Illusionen für einen Krimi halten, auch andere von Austers Romanen nicht, in denen Morde, kriminalistische Ermittlungen und gelegentlich auch Geheimdienstintrigen vorkommen. Hier liefert der wörtlich aus dem Englischen übersetzte Titel einen ersten Hinweis auf die Tiefenstruktur des Romans. Es geht in dem Buch tatsächlich um Illusionen, aber nicht um die redensartlichen, die man sich nicht machen soll. Es geht um die Vorstellungen, die man sich von seinem Leben macht, um konkrete Lebenspläne und das, woran sie scheitern können, die sozialen und persönlichen Lebensverhältnisse, aus denen heraus sie gemacht werden, um Zufälle, schlichte unausweichliche Tragik und falsche Vorstellungen, auch von Dingen, zu denen man sich gar keine richtigen hätte machen können. Damit wird Das Buch der Illusionen zu einem existenziellen Roman, und als solcher geht er in die Tiefe, dies teilweise getarnt durch seine scheinbaren Abschweifungen. Bei genauer Betrachtung gehen die Bezüge der einzelnen Handlungs- und Inhaltsebenen bis ins Unendliche – dies sowohl in ihrem sprichwörtlich nicht endenden Reichtum, aber auch im Sinne eines infiniten Regresses. Dies ist der Punkt, an dem der Versuch des logischen Durchdringens eines komplexen Sachverhalts zum Wahnsinn führen kann, und von den befreienden Energien zeitweiligen Wahnsinns ist an einer Stelle des Buches auch die Rede (S. 143). Das Existenzielle ist hier grausam tödlich gemeint – Wir alle sterben in Pisse und Blut ist ein weiteres Zitat (S. 284). Aber es geht auch subtiler, um die eher weichen Faktoren der menschlichen Existenz, deren Nichtbeachtung dennoch existenzielle Konsequenzen haben kann, etwa das Identitätsstiftende der Liebe und die Fatalität des Misslingens einer Liebesbeziehung, die darauf aufgebaut ist. Der einzige Selbstschutz vor falschen oder in die Irre führenden Illusionen, zu dem menschliche Individuen in der Lage sind, scheint die die Fähigkeit zu sein, zu verstehen, sich von einer Sache abzuwenden (S. 272).

    In manchen Romanen ist es die Ironie, die eine Distanz des Autors zu seinem Gegenstand schafft. Hier ist es das Künstlerische, in einigen Aspekten fast Künstliche der Darstellung, die auch vor Zufällen nicht zurückschreckt, von denen man – würden sie einem im eigenen Alltag begegnen – sagen würde, wenn ein Autor die sich ausgedacht hätte, würde man sie ihm nicht glauben. Auster scheint seinen Lesern zuzumuten, ihm diese unglaubwürdigen Zufälle doch zu glauben, ihm sozusagen auf den Leim zu gehen. Aber tut er das wirklich? In diesem Buch mischt sich an europäischer Literatur geschulte literarische Raffinesse mit dem nüchternen, reportageartigen Stil der amerikanischen Literatur. Dabei geht es nicht um den oberflächlichen Reiz des Kontrastes, sondern eher um das Anreichern der amerikanischen Literatur mit Elementen der europäischen. Die Themen des Romans sind universell – hinter den bereits genannten lauert noch als Oberthema die beschädigte Existenz des modernen Menschen, an der Identitätsfindung ebenso festgemacht wie an moralischen Orientierungsproblemen oder der Selbstsabotage. Diese Themen mittels Kunst zu bearbeiten, nicht mittels Psychologie, theologischer Seelsorge oder der Juristerei, ist das erklärte Ziel dieses Romans. Und somit werden künstlerische Techniken angewandt, um dieses Ziel zu erreichen. Dies sollte man wissen, und die Kunst, die in der Anwendung künstlerischer Mittel in der Kunst liegt, nicht verachten (der Roman enthält dazu eine Passage, in der es um die Kunst des Kulissenbaus und der Beleuchtung im Film geht, die gute Arbeit, die zu einem guten Film gehört). Und, was auf den ersten Blick verwirren mag, aber man kann sich schnell daran gewöhnen – der Roman ist selbstreferenziell, macht sich sozusagen zu seinem eigenen Gegenstand. Dies ist die höchste Schwierigkeitsstufe der zeitgenössischen Literatur, und Auster will sie erreichen. Dies tut er aber weder um ihrer noch um seiner selbst willen. Er macht dies, um seinen Lesern nicht Orientierung zu geben, sondern die Mittel in die Hand, diese selbst zu finden. So entsteht die paradox anmutende Situation, gleichzeitig ein road movie für sein Kopfkino angeboten zu bekommen und ein geistiges Klettergerüst mit den höchsten intellektuellen Schwierigkeitsgraden. Es ist der Leser, der entscheidet, wie er den Roman liest und was er aus ihm zieht.

    Joachim Tiele – 28.12.2016
  7. Cover des Buches Fluch (ISBN: 9783802588921)
    Lori Handeland

    Fluch

     (56)
    Aktuelle Rezension von: rebell
    Inhaltsangabe: 
    Nachdem Elizabeth Phoenix ihren Geliebten, den Magier Sawyer, töten musste, sucht dieser sie in ihren Träumen heim. Zugleich sind sämtliche Dämonen der Hölle Liz auf den Fersen. Sie muss deshalb ihren Ex-Geliebten Jimmy Sanducci um Hilfe bitten.



    Zuerst das Cover, es ist echt genauso toll wie die Vorgänger. Das schöne ist, die Cover ähneln sich. Wieder eine Intensive, auffällige Farbe, die abgebildeten Augen, die Schrift mit Flammen und der graue Phoenix im Hintergrund. Dieses Cover fesselt mich genauso wie die Vorgänger. 
    Das Innenleben des Buches ist passend dazu gestaltet worden. In den Einband ist von Innen ein grauer Phönix auf schwarzem Grund mit Rauchfahnen abgebildet. Das gibt dem ganzen, finde ich, noch etwas mystisches gefährliches. 
    Was ich echt süß finde, bei jeder Kapitelziffer wird ein kleiner Phoenix abgebildet. Alles in allem eine wirklich tolle und stimmige Gestaltung des Buches.
    Nun kommen wir zur Story. Das ich Liz nicht immer unterstützt habe, war ja in den Vorgängern schon so. Das ändert sich hier in diesem Buch leider nicht. Sie ist eine tolle Hauptfigur, aber eine echte Verbindung bekomme ich noch immer nicht zu ihr. Es ist ein ewiges bergauf,bergab gewesen. Die Spannuung blieb weitestgehend erhalten, aber trotzdem konnte ich gewisse Situationen vorraussehen, die dann etwas die Spannung dempften. Manche Szenen ergaben für mich auch nicht wirklich Sinn und ich kam dann etwas aus dem Lesefluss. Auch wenn das in einem der vorhärigen Bände erklärt wurde, kann ich mich mit dem Sex-Empathie-Kram nicht so ganz anfreunden. Durch die Erklärungen ergibt es zwar einen Sinn, aber manchesmal schoß mir dann leider das Wort "Flittchen" durch den Kopf....Die Sex-Szenen sind sehr detailiert und nur für Erwachsene Augen bestimmt. 
    An sich war der vierte Band eine interessante Fortsetzung und es schreit nach einer Fortsetzung. Trotz der vergabe von 3 Sternen hätte ich gerne mehr von Liz und ihrer Förderation gelesen. Schade das es, meines Wissens nach keine Fortsetzung mehr gibt. (falls da jemand noch andere Infos zu hat, gerne bescheid geben!)
  8. Cover des Buches Göttin der Dunkelheit (ISBN: 9783404164103)
    Laurell K. Hamilton

    Göttin der Dunkelheit

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Anita Blake 9: Wow, diesen Teil fand ich wieder sehr spannend. Anita wird von Edward dem Kopfgeldjäger um Hilfe gebeten, um ein unbekanntes Monster zu jagen. Dieses Wesen hat in Santa Fe massenweise Menschen gefoltert, gehäutet, verstümmelt und getötet. Edward, Anita und zwei weitere Kenner der übernatürlichen Szene sind ratlos. Anita macht sich mal wieder bei allen unbeliebt, sei es beim FBI, bei ihren Kollegen oder dem Meister der Stadt: ein ausgesprochen sadistischer aztekischer Vampir. Auf einige Details der Folterungen bei den Vampiren hätte ich vielleicht verzichten können, ich verstand nicht mal, welchem Zweck es dienen sollte - inhaltlich. Vielleicht ein Hinweis auf das mordende Monster. Man weiß es nicht, denn dieses Mal wird die Geschichte im nächsten Band fortgesetzt.

    Ein wenig enttäuscht war ich darüber, dass Jean Claude und Richard plötzlich keine Rolle mehr spielen in Anitas Leben. Man nicht mal genau, wie es dazu kam, was die beiden davon halten, oder ob sie überhaupt noch in Kontakt stehen. Dagegen lernt man nun Edward besser kennen, was mir durchaus gefällt. Er war bisher ja eher ein geheimnisvolles Wesen und eine interessante Persönlichkeit.

    Mein Fazit: Obwohl ich nicht mit allem zufrieden war, gebe gerne 5 Sterne. Durchweg spannend und wie immer ausgezeichnet geschrieben! 

  9. Cover des Buches Trau keinem Playboy (ISBN: 9783899416251)
    Nora Roberts

    Trau keinem Playboy

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Trau keinem Playboy von Nora Roberts, 300 Seiten.

    Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt Vicky die Stelle des Sheriffs in ihrem Heimatort. Als ihr Gehilfe Max eines Tages mit einem Raser ankommt, der uneinsichtig ist. Sperrt sie ihn kurz entschlossen ins Gefängnis ein. Schon nach kurzer Zeit Prickelt es ganz schön zwischen den beiden. Als Vicky durchs Internet erfährt wer sie da eingesperrt hat. Muss sie lehr Schlucken. Phil der Gefangene ist ein bekannter Hollywood Regisseur. 

    Phil bemerkt das das Städtchen genau das ist  was es für seinen nächsten Film Sucht. Alls er aus dem Gefängnis raus ist geht er direkt zum Bürgermeister. Er bekommt die Erlaubnis in der Stadt zu Filmen. 

    Vicky ist darüber gar nicht begeistert. Ihr Ruhiges Städtchen so einem Trubel auszusetzen. Und auch Phil macht ihr Gedanken. 

    Ein Nora Roberts Roman wie man ihn kennt mit vielen Prickelnden Szenen. Habe aber schon bessere von ihr gelesen. Drum drei von vier Punkten.

  10. Cover des Buches Mount Dragon (ISBN: 9783426608654)
    Douglas Preston

    Mount Dragon

     (108)
    Aktuelle Rezension von: simonfun
    Ein interessantes, aber vorhersehbares Buch. Die Zusammenhänge wurden gut erfasst und der Schreibstil ist erstklassig. Lediglich die hartnäckige Selbstverleugnung des Helden und die fast schon unerträgliche Selbsteinschätzung der Heldin trübten den Lesespass. Wie auch immer - nicht das Beste, aber eines der besseren Bücher des Autorenduos!
  11. Cover des Buches Das Leben brennt wie grüner Chili (ISBN: 9783785735381)
    William Kowalski

    Das Leben brennt wie grüner Chili

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Manchmal findet man, was man sucht. Manchmal aber findet man auch etwas ganz anderes. Billy Mann jedenfalls, zwanzig Jahre alt und seines Zeichens Findelkind, sucht seine Mutter. Doch in der kargen, staubigen Weite New Mexicos, wohin ihn
    der einzig vorhandene Hinweis verschlägt, findet Billy statt seiner Mutter ein Leben, das mehr als eine Überraschung für ihn bereithält..

    Meine Meinung:
    🚫Achtung, kann Spuren von Spoilern enthalten! Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung von 》Eddies Bastard《 und ist somit der zweite Teil der Dilogie. 🚫
    Während der erste Band mich tief berühren konnte und viele Facetten aufwies, ist dieser Band doch deutlich unspektakulärer gewesen, wenn gleich dennoch hörenswert. :)

    Cover: Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten worden. :) Gerade die Farben, lassen das Ganze etwas eintönig erscheinen.
    Fast das gesamte Cover ist nämlich in unterschiedlichen Rottönen gestaltet worden. Gefällt mir ehrlich gesagt dieses Mal nicht ganz so Gut!
    Man erkennt eine typische Wüste- eine kahle Landschaft ohne Vegetation, in der Weite ein paar riesige Gebirgsketten.
    Eine einzige Sandstraße führt einsam in die Landschaft heraus, darauf ist ein Auto zu sehen.
    Das Einzige, welches farblich abweicht ist eine grüne Chilischote, die sich in der Mitte des Covers befindet.

    Höreinschätzung:
    Das Hörbuch besteht insgesamt aus 6 CD's und geht insgesamt 6,5 Stunden. Gelesen wird das Ganze von Philipp Schepmann. Wie im Auftakt fande ich seine Stimme unheimlich angenehm und habe gerne seinen Erzählungen gelauscht. :) Er passt perfekt zu dem jungen Protagonisten und konnte mich an der einen oder anderen Stelle wieder durch die gute Umsetzung seiner Sprachvariabilität der einzelnen Charaktere überzeugen.
    Dieses Mal, lernen wir Billy von einer anderen Seite kennen- denn Billy ist erwachsen geworden. Wir erleben mit, wie er sich auf Reisen macht, in eine anscheinend völlig unbekannte Welt- New Mexico.
    Die Leute dort sind anders und vor allem auch das Essen, wie zum Beispiel Chili, was er zum ersten Mal isst. Eine herrlich heiße Erfahrung! :D
    Schließlich findet er nicht nur seine Mutter.. sondern erfährt auch allerhand über sie.
    Er schließt Freundschaften, lernt sogar seine Halbschwester kennen und verliebt sich Hals über Kopf.
    Für ihn scheint ein ganz neues Leben zu beginnen. Bis.. mehrere Schicksalsschläge alles zu verändern scheinen.
    Er kehrt zurück in seine Heimat, muss sich dort mit allerlei Problemen herumschlagen.. und davor die Schießerei in New Mexico!
    Wird er je zur Ruhe kommen können? Und vollends glücklich werden? Waren seine Entscheidungen die Richtigen?
    Für mich war diese Fortsetzung insgesamt recht spannend erzählt- aber mit deutlich mehr Längen als im Auftakt. Auch konnte es mich dieses Mal nicht so tief berühren- ich kann sagen: Den ersten Band unbedingt anhören, auf den zweiten kann man im großen und ganzen jedoch auch gerne verzichten. :)

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4 Sternchen. Diese Fortsetzung war deutlich schwächer als der Auftakt 》Eddies Bastard《 und konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.
    Eine Reise nach Mexico, die Suche nach seiner Mutter und unerwarteten Wendungen- die Frage nach den moralisch richtigen Entscheidungen und viel Selbstreflektion. :)
    Wunderbar wichtige Themen.

  12. Cover des Buches Grabkammer (ISBN: 9783734106859)
    Tess Gerritsen

    Grabkammer

     (635)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Was immer in dieser Kammer auf sie wartete, hatte die Männer verstört, und ihr Schweigen ließ sie zögern. Sie konnte nicht hineinsehen, aber sie wusste, dass etwas Abscheuliches dort in der Dunkelheit lauerte – etwas, das hier so lange eingeschlossen war, dass die Luft drinnen modrig und beklemmend wirkte.“


    Inhalt


    Josephine Pulcillo arbeitet in einem Museum für Archäologie in Boston in dem durch Zufall eine Mumie entdeckt wird und wenig später der mumifizierte Schädel einer anderen Frau, nachdem die Polizei den Keller des Hauses durchkämmt hat und auf Geheimgänge gestoßen ist. Schon bald steht fest, dass die Leichen längst nicht so alt sind, wie vermutet, sondern maximal seit einem viertel Jahrhundert zu den Toten zählen. Und wenig später erhält auch die junge Museumsmitarbeiterin eine deutliche Botschaft, sie schwebt in Gefahr, denn der gesuchte Mörder nimmt sie als Nächste ins Visier seiner grausigen Sammlung. Allerdings stellt Jane Rizzoli fest, dass es Josephine Pulcillo gar nicht mehr gibt, denn diese ist bereits vor zwanzig Jahren verstorben, und die Frau, die nun ihren Namen trägt scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten und selbst auf der Flucht vor der Polizei zu sein? Ist sie Opfer oder Täterin und warum führen alle Spuren an einen Ausgrabungsort in der Wüste Ägyptens? Jane Rizzoli versucht Licht in das Dunkel zu bringen, doch dann findet man schon die nächste Leiche …


    Meinung


    In ihrem 7. Band der Rizzoli-Isles-Reihe unternimmt die amerikanische Autorin Tess Gerritsen einen Ausflug in die Ägyptologie, hin zu geheimnisvollen Ausgrabungsorten, rituellen Bestattungszeremonien und teuflischen Mördern, die von ihren Opfern regelrecht besessen sind. Prinzipiell gefällt mir dieser Ansatz durchaus, haben doch gerade Mumien und alte Skelette immer einen mystischen Anklang und verbinden historische Taten mit den Möglichkeiten der heutigen Technik. Doch leider empfinde ich den Mix in diesem Roman viel zu spannungsarm und weder sehr okkult noch sonderlich spektakulär.


    Gerade in der ersten Hälfte des Buches habe ich mich sehr gelangweilt, selbst wenn man dort schon auf Josephine aufmerksam wird, da sie der Dreh- und Angelpunkt des jüngsten Verbrechens zu sein scheint, doch die diversen Möglichkeiten, gewisse Leichenteile zu konservieren dominieren die eigentliche Kriminalhandlung und lassen wenig Platz für aufschlussreiche Ermittlungen. Zwar gewinnt das Tempo im zweiten Teil des Buches und auch die Figurenzeichnung wird deutlicher, doch mit Herzblut und Nervenkitzel hat der Text immer noch nichts am Hut. Einzig die Protagonistin Josephine bleibt lange das Geheimnis, welches man zu verstehen versucht.


    Ebenfalls unglücklich würde ich die Zusammenarbeit zwischen Jane Rizzoli und Maura Isles bezeichnen. Denn Zweitere nimmt hier kaum am Geschehen teil und wenn, dann nur aus der Sicht einer Frau, die den Opfern sehr ähnlich sieht, mit der Ermittlung selbst hat sie keine Berührungspunkte und tritt viel zu weit in den Hintergrund, einmal abgesehen von ihrer unglücklichen Liebe zum Priester Daniel Brophy. Innerhalb einer geschlossenen Reihe würde ich es begrüßen, wenn man auch gleich viel Neues von den Akteuren erfährt.


    Fazit


    Ich vergebe 3 durchschnittliche Lesesterne für diesen Roman, der mich trotz seiner verheißungsvollen Thematik eher enttäuscht hat. Es ist ein bisschen von allem und dennoch nichts, was mir lange in Erinnerung bleiben wird, insbesondere wegen der unglücklichen Kombination aus persönlichem Schicksal, historischen Hintergründen und organisierten, vertuschten Verbrechen. Eindeutiges Urteil: Kann man lesen (insbesondere, wenn man die Buchreihe verfolgt), muss man aber nicht.

  13. Cover des Buches Blut (ISBN: 9783802588105)
    Lori Handeland

    Blut

     (70)
    Aktuelle Rezension von: rebell
    Inhaltsangabe:
    Elizabeth Phoenix reist nach Los Angeles, um ein Nest von halbmenschlichen Drachengeschöpfen aufzuspüren, die Sonne und Mond zerstören wollen. Ein gefährlicher Kampf steht ihr bevor. Ehe sie sich in die Schlacht stürzen kann, muss sich Liz jedoch über ihre Gefühle für ihren Ex-Geliebten Jimmy Sanducci klar werden. Und dann ist da noch ihr Mentor, der Navajo-Schamane Sawyer, der ihr Rätsel aufgibt. Ist er auf ihrer Seite? Kann sie im Kampf auf ihn zählen?

    Mal wieder hat Lori Handeland es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Der Schreibstyl war wie immer locker, frech und gut zu lesen. Die ersten Seiten zogen sich etwas, weil viel wiederholt wurde. Aber danach ging es recht gut. Nur manchmal wurde meiner Meinung nach zu oft wiederholt und dann wurde der Lesefluss gestört. Es war wie ein Bruch in der Geschichte und irgendwann konnte man die ganzen Passagen auswendig. Das leider sehr Schade, denn die Story selber hat wirklich Potenzial. Es geht auch hier Spannend weiter und ich sauge die Infos über die Dämonen, Nephilim und co einfach nur so auf. Ich liebe solche Geschichten ja <3
    Auch hier ist meine Beziehung zur Protagonistin Liz zwiegespalten. Ich akzeptiere sie wie sie ist, kann mich aber nicht selber in ihr finden. Aber das ist Ok. Es stört beim lesen nicht im geringsten und es wäre, meiner Meinung nach, einfach langweilig wenn ich mich in jeder Hauptfigur selber sehen würde :D
    Ich kann jedem der auf gefallene Engel, Feen und co nur ans Herz legen und freue mich schon auf Band 4 :)
  14. Cover des Buches Alles so leicht (ISBN: 9783551316110)
    Meg Haston

    Alles so leicht

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Medeas_bookstore

    Im Buchladen habe ich mir den Klappentext durchgelesen und es dannach gleich gekauft. Ich lese nämlich gerne Bücher über schwierige Themen und Magersucht ist sehr "spannend", wenn ihr wisst, was ich damit meine.
    Es wird nicht lange drum herum geredet, sondern startet direkt im Geschehen. Da aus der Ich-Perspektive von Stevie erzählt wird und der Schreibstil angenehm zu lesen ist, war ich schnell zwischen den Seiten gefangen.
    Stevies Geschichte wird von zwei Zeitformen erzählt. Die eine vor und die andere nach dem Tod ihrem Bruders. Dadurch bekommt die Geschichte Spannung. Man möchte wissen, wie es soweit kommen konnte. Mit der Magersucht und den Selbstmordgedanken. Schließlich passiert so etwas nie ohne Grund. Den erfährt man in dem Buch allerdings recht spät. Was ich gut finde. So bleibt man neugierig.
    Stevie ist eine besondere Protagonisten. Am Anfang noch stur und nur auf das eine fokussiert: Ihren Tod. Doch ihre Entwicklung beeindruckt mich. Sie kommt schleichend und doch konstant. Durch die Ich-Perspektive bekommt man zudem einen super Einblick in ihr Innenleben. Ihre Denkweise lässt einen des öfteren den Mund offen stehen. Die Autorin schreibt ehrlich über diese schwierige und leider oft Totgeschwiegene Thematik. Meg Haston schreibt trotzdem offen und authentisch darüber.
    Auch wenn das Buch über Aneroxie und Bulimie emotional ist, konnte es mir keine Tränen entlocken. Ganz ohne Emotionen war ich zwar nicht, dennoch hätte ich mir noch einen Tick mehr erhofft.

  15. Cover des Buches Die Shakespeare-Morde (ISBN: 9783548281223)
    Jennifer Lee Carrell

    Die Shakespeare-Morde

     (104)
    Aktuelle Rezension von: simonfun
    Zugegeben, die Autorin hat viel Zeit, Herzblut und Wissen in dieses Buch gepackt und versucht das Ganze spannend rüber zu bringen. Aber - was ist das Aber? Zu viel Wissen, zu viel drumherum und zu viel Fachliteratur-Text. Der Lesefluss blieb auf der Strecke und das rumgehüpfe zwischen Gut und Böse (wer ist wer?) war irgendwann lästig. Dennoch eine gute Leistung, die den dritten Stern verdient.
    Wie auch immer - Fachautoren sind oft keine Actionautoren!
  16. Cover des Buches Das Affenhaus (ISBN: 9783499256196)
    Sara Gruen

    Das Affenhaus

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Leseleni

    Ich hatte große Erwartungen an das Buch, weil ich von Affen immer wieder fasziniert bin.

    Ich fand die Story persönlich aber eher schwach. Zwar ganz anderes, als sonstige aber irgendwie auch nicht überraschend. Aber auch nicht so, dass man am Anfang weiß wie es ausgehen wird, aber auch nicht so, dass ich sage: wow mit dieser Wendung hätte ich jetzt nicht mitgerechnet. Teilweise wirken Sidestorys wie die plötzliche entdeckte Vaterschaft als Lückenfüller um das Buch voll zu bekommen, nicht aber wirklich so, dass es dir Story enorm weiterbringt.

    Habe es allen im allen gerne gelesen, aber wahrscheinlich waren meine Erwartungen an das Buch einfach zu hoch oder es passte gerade nicht zu meiner Lese-Stimmung.

    Ich würde auch keinem Abraten, dass Buch nicht zu lesen, aber mich hat es nicht gepackt.

  17. Cover des Buches Einsteins Versprechen (ISBN: 9783548611426)
    Àlex Rovira

    Einsteins Versprechen

     (52)
    Aktuelle Rezension von: JustMe

    In "Einsteins Versprechen" von den spanischen Autoren Àlex Rovira und Francesc Miralles macht sich der Wissenschaftsjournalist Javier mit Sarah, die gerade an ihrer Doktorarbeit über Einsteins Frau Mileva schreibt, auf die Suche nach Einsteins letzter Erkenntnis.

    Javier rutscht zufällig in ein Treffen mit einem Einstein Biographen und als dieser kurz darauf stirbt wird Javier beauftragt die Biographie zu Ende zuschreiben. Dafür reist er in die wichtigsten Orte in Einsteins Leben und begegnet auch wieder Sarah, die er auf dem Treffen mit dem Einstein Bibliographn kennen gelernt hatte. Die beiden beschlißen sich gemeinsam auf die Suche zu machen, wobei ziemlich klar ist, dass Sarah mehr weiß als sie zugibt.

    Doch ihre Jagt ist nicht ungefährlich, da es eine andere Gruppe gibt, die verhindern will, das Einsteins letzte Erkenntnis, die Bedeutung der Formel E=a*c² die Einstein als noch mächtiger als E=m*c² beschreibt, verbreitet wird. Javier und Sarah kommen sich auf ihrer Reise bis nach Amerika und wieder zurück näher und Sarah gibt immer mehr von sich Preis.

    Der Roman ist ansprechend geschrieben. Und zumindest mir wurde höchstens bei den Ausschnitten aus dem Manuskript der Einstein Biographie, an der Javier arbeitete, mal langweilig. Das gesamte Buch ist in 4 große Abschnitte geteilt. Erde, Luft, Wasser und Feuer, den 4 großen altbekannten Energiequellen. Die Abschnitte werden jeweils mit einer Art Gedicht über ihre Bedeutung eingeleitet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch die Zitate von Einstein, Mileva und anderen Bedeutenden Persönlichkeiten haben mir gut gefallen.

    Allerdings fand ich die letzendliche Enthüllung der großen Erkenntnis nicht wirklich spektakulär. Ich studiere im ersten Semester Physik und bin somit noch weit entfernt von Einsteins Relativitätstheorie, aber ich hätte mir schon etwas mehr Formeln oder physikalische Zusammenhänge erhofft. Wobei klar ist, dass solch eine wissenschaftliche Erkenntnis sicher nicht in einen Roman, sondern in ein wissenschaftliches Werk gehört hätte.

    Doch wärend sich mir die Einfachheit und gleichzeitige Wahrheit dieser Erkenntnis durchauseinleuchtet, verstehe ich nicht warum sie in die Formel E=a*c² gepackt werden musste. Nur um sie wissenschaftlich aussehen zu lassen?

    Außerdem hätte ich gerne erfahren, wo bei diesem Roman die historischen Fakten aufhören und die Fantasie der Autoren beginnt. Gibt es tatsächlich ein Gehirn im Herzen? Oder eine Urenkelin von Einstein? Schrieb Einstein jemal die Formel E=a*c² auf?

    Für mich wirft das Ende des Buches mehr Fragen auf, als es löst. Auch die ganz einfachen Fragen nach den Charakteren. Woher wusste Sarah wer sie ist? Wie bekam Javier so einfach sein Leben zurück? Was passiert mit der Erkenntnis? Das Buch endet nachdem die große Erkenntnis gefunden wurde, doch auf einmal scheint sie unwichtig. Mir geht es wie Javier, ich möchte mehr Antworten...

    Alles in allem hat es Spaß gemacht das Buch zu Lesen und es ist sicher empfehlenswert, wenn man sich auf unterhaltsame Weise ein erstes Bild von Einsteins Biographie und seinem Leben machen will. Auch wenn man danach noch einmal ein Lexikon befragen sollte, welche Erkenntnisse denn nun wirklich wahr sind. Und auch wenn die große Erkenntniss die Wissenschaftlerin in mir vielleicht enttäusht hat ich denke das die Wlt sicher mehr von dieser Energie gebrauchen könnte. Und auch die vielen kleinen Rätsel, um auf die nächste Spur zustoßen halten das Gehirn auf Trab und machen das Buch zu einem guten Leseerlebnis.



    Danke für die kostenlose zur Verfügungsstellung eines Rezensionsexemplares.

  18. Cover des Buches Wehe, wenn du weggehst (ISBN: 9783453056527)
    John Saul

    Wehe, wenn du weggehst

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Spannend.
  19. Cover des Buches Blinder Eifer (ISBN: 9783442457724)
    Martha Grimes

    Blinder Eifer

     (72)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze
    Es ist wirklich selten, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese, ehe ich es beurteile, aber das hier war so grottenlangweilig, dass alles einfach nur eine Qual war. 

    Gleich zu Beginn wird man in einen Haufen von Leuten geworfen, die darüber wetteifern, was für Leute in ein neues Haus einziehen, wenn ich das richtig verstanden habe (?). Viel zu viele Charaktere auf einem Haufen, es ist schwierig, den Hauptcharakter irgendwie zu greifen und es geht so halt auch weiter... die Geschichte suppt so lahm und verwirrend vor sich hin, dass ich schlicht und ergreifend keinen Bock mehr hatte und das Buch nach ca. 150 Seiten endgültig weggelegt habe.

    Tut euch einen Gefallen und lasst es bleiben, es ist einfach nur verschwendete Zeit.
  20. Cover des Buches Das Leben ist ein merkwürdiger Ort (ISBN: 9783423145985)
    Lori Ostlund

    Das Leben ist ein merkwürdiger Ort

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Joachim_Tiele

    Lori Ostlunds Das Leben ist ein merkwürdiger Ort ist eine von drei ins Deutsche übersetzten Neuerscheinungen aus dem Jahr 2016, die ich wie eine Art Trilogie empfunden habe, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem aktuellen Zustand der modernen amerikanischen Familie beschäftigt. Justins Heimkehr von Bret Anthony Johnston war für mich das dystopisch düsterste dieser Bücher, das keine Chance für ein glückliches oder auch nur ansatzweise gelingendes Leben der Protagonisten in Aussicht stellt. Jonathan Saffran Foers Hier bin ich beschreibt das Ringen um ein gutes, reflektiertes und ethisch vertretbares Leben, das in zentralen Aspekten scheitert (die Ehe der Protagonisten zerbricht), stellt aber auch die philosophische Haltung heraus, zu der Rationalität, reflektiertes Handeln und eine insgesamt aufgeklärte  Lebenseinstellung führen können. Das Leben ist ein merkwürdiger Ort ist das optimistischste dieser Bücher, ohne allerdings weder dem Protagonisten, noch dem Leser falsche Versprechungen zu machen; ein Trostbüchlein hätte man es vielleicht in früheren Zeiten genannt.

    Aaron, der Protagonist, trennt sich mit zweiundvierzig Jahren am Weihnachtsabend von seinem Lebensgefährten Walter, mit dem er zwanzig Jahre lang ein Paar war, fährt nach San Francisco, lebt dort zum ersten Mal allein, findet eine neue Arbeitsstelle und gegen Ende des Romans vielleicht einen neuen Freund. Doch so scheinbar stringent verläuft der Weg nicht. Entgegen der Verlagsankündigung ist Das Leben ist ein merkwürdiger Ort kein Roman über das Ankommen, vermeidet aber auch die platte Botschaft, der Weg sei das Ziel. Aarons Leben ist eine lebenszeitlange Suchbewegung, heraus aus den Festlegungen seiner Herkunftsfamilie, die ihn gleichzeitig zeitlebens nicht loslassen. Da ist der gewalttätige, überhebliche Vater, ein Polizist, dem es Spaß macht, sein Selbstwertgefühl durch die Erniedrigung seines Sohnes zu stärken. Da ist die Mutter, die ihn ohne Ankündigung verlässt. Da ist Walter, der ihn als Fünfzehnjährigen kennenlernt, lange bevor zwischen ihnen eine sexuelle Beziehung entsteht, und der für seine Ausbildungskosten aufkommt.

    Das Leben ist ein merkwürdiger Ort ist auf eine ungewöhnliche Weise ein psychologischer Roman. Eher an Freuds Technik der freien Assoziation orientiert als am fiktionalen Bewusstseinsstrom der literarischen Moderne, bezieht sich Ostlund ganz stark auf die existenzielle Psychologie und Psychotherapie (@Wikipedia). Dieser zufolge ist Psychotherapie nicht nur etwas für Kranke. Ihre Begründung liegt nicht im Leidensdruck, der normalerweise als conditio qua non für psychotherapeutische Inerventionen angesehen wird, sondern in der Neugierde das eigene Leben betreffend, seine Brüche ebenso wie seine Zusammenänge. Grundsätzlich fußt sie auf der Psychoanalyse, sieht sich aber stärker noch als diese als Kulturtechnik und bezieht Literatur, Philosophie und kulturelle Antropologie ein. Dabei verzichtet sie auf jede Art von Heilungsversprechen. Ein unglücklicher Mensch kann - und wird vermutlich - immer unglücklich bleiben; die Linderung des Leids besteht allein darin, dass er die Herkunft und die Gründe für dieses Leid besser verstehen kann. Daraus kann die Kraft entstehen, trotz widriger Voraussetzungen und Umstände ein selbstbetimmtes Leben zu führen, das die Bedürfnisse der Mitmenschen einschließt.

    Dazu gehört insbesondere die freie Wahl der Bezugsspersonen. Eltern sind in diesem Konzept eher Zufallsverwandte, die einen starken, in Einzelfällen auch verheerenden Einfluss auf ihre Kinder haben können. Man kann, auch wenn man darunter leidet und er das Lebensglück behindert, diesen prägenden Einfluss nie loswerden. Auch die Eltern selbst können einen zu einem späteren Zeitpunkt davon nicht freisprechen. Gleichfalls ist die Forderung des Verzeihens, in einigen psychotherapeutischen Konzepten die Vorbedingung einer Befreiung von den Eltern, häufig unrealistisch oder, wenn es denn stattfindet, wirkungslos. In Aarons Fall scheitert die Wiederbegegnung mit seiner Mutter als Erwachsener völlig. Der Privatdetektiv, der seine Mutter für ihn aufspürt, wird für einige kurze Momente für Aaron fast eine Art Götterbote, aber kurz darauf in einem völlig anderen Zusammenhang ermordet (möglicherweise sehr bewusst durch die Verfasserin, um auch den leisesten Anflug von Spannungsliteratur zu vermeiden). Der Privatdetektiv ist einer einer ganzen Reihe frei gewählter vorübergehender Gefährten Aarons, ebenso wie Walter oder dessen Schwester, die in beider gefühlter Seelenverwandtschaft ihm nahe steht wie eine eigene.

    Das Konzept dahinter ist ein Element dessen, was manche als das andere Amerika bezeichnen: eine Solidarität auf Zeit, die blutsverwandtschaftliche Bindungen in ihrer Verbindlichkeit weit übersteigen kann, im ländlich-konservativen Minnesota, aus dem Aaron stammt, ebenso wie im großstädtisch-progressiven San Francisco. Es geht darum, Außenseiter zu akzeptieren und bei Bedarf auch aufzufangen. Insbesondere San Francisco hat seit den frühen neunzehnhundertsechziger Jahren eine Tradition aus zivilgesellschaftlichem Protest ebenso wie Engagement. Legendär sind Ideen aus dem Summer of Love wie kostelose medizinische Versorgung in einem Land ohne Krankenversicherung und Geschäfte, in denen kostenlos eingekauft werden konnte (Free Food, Free Stores, Free Clinics) (1). Einige dieser Ideen, auch die der freien Liebe und der Toleranz für viele Formen sogenannter abweichender sexueller Orientierungen, prägen San Francisco bis heute. Aber diese Ideen müssen, sollen sie weiterbestehen, täglich nicht nur als Konzept sondern als Alltagspraxis fortgesetzt und verteidigt werden. Auch dafür steht dieses Buch, frei von Nostalgie und frei von falschen Versprechungen.

    Wer Bücher hauptsächlich liest, um in andere Welten entführt zu werden oder der Welt insgesamt zu entfliehen (Buch auf - Welt aus lautete die Statusmeldung einer Besucherin meines Profils hier bei LovelyBooks), ist bei Das Leben ist ein merkwürdiger Ort vermutlich verkehrt. Eher ist es eine Einladung, das Kennenlernen von Aarons Welt zum Anlass der Inspektion der eigenen zu nehmen, auch wenn für die meisten deutschen Leser vermutlich keine Eins-zu-eins-Entsprechungen zu erkennen sein werden. Abstraktionsvermögen, aber auch die Fähigkeit zur Übertragung (im psychologischen Sinne) sind erforderlich, die Bezüge von einem fremden Selbst zu seinem eigenen zu ziehen. Aber es kann gelingen, vielleicht dann, wenn einem selbst einmal etwas passiert, das man nur aus der Vergangenheit - ob aus seiner eigenen oder der anderer - verstehen oder erklären kann.

    Joachim Tiele - 04.12.2016
    _______

    (1) Der deutsche wie der englischsprachige Wikipediaartikel zum Summer of Love sind eher oberflächlich und reduziert auf Musik und Drogengebrauch. Der organisatorische Kern der Bewegung waren die Digger, auf deren Webseite man die ausführlichsten Informationen dazu finden kann: http://www.diggers.org/history.htm

  21. Cover des Buches Faszinierendes Amerika (ISBN: 9783811209756)
    Gaylord S. Worell

    Faszinierendes Amerika

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Sports from Hell (ISBN: 9783596187973)
    Rick Reilly

    Sports from Hell

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Rick Reilly hat als Sportjournalist von den größten Sportereignissen berichtet, bis ihn das Ganze nur noch angeödet hat und er sich auf die Reise machte, um die verrücktesten Sportarten der Welt zu finden. Er nimmt beim Extremsaunieren in Finnland teil, bei dem den Teilnehmern der obere Teil ihrer Ohren wegschmorte und man daumendicke Brandblasen davontrug, ebenso wie beim Bullenreiten im Hochsicherheitsgefängnis, das ua darin bestand, beim Bullenpoker am Pokertisch sitzen zu bleiben, während ein 900 kg schwerer Bulle auf einen zugeprescht kommt. Das Ganze ist sehr humorvoll geschrieben und insgesamt rundherum zu empfehlen!
  23. Cover des Buches Mount Dragon (ISBN: 9783426193884)
    Douglas Preston

    Mount Dragon

     (49)
    Aktuelle Rezension von: dave-der-verstecker
    Ich habe es verschlungen und das nicht nur einmal. Dies ist eins jener Bücher die ich als guten Freund betrachte. Jeder der gerne liest kennt das, man schaut nach langer Zeit wieder in ein Buch das man schon gelesen hat und ist wieder hingerissen davon, fast so als würde man einen alten Freund wieder treffen.
  24. Cover des Buches Das Mädchen ohne Namen (ISBN: 9783442467532)
    Martha Grimes

    Das Mädchen ohne Namen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Fruneh
    Das Buch handelt von einem Mädchen, das eines Tages ohne Erinnerungen in einer Pension aufwacht und zu Beginn nur weiß, dass sie dort mit einem Mann, der sich als ihr ‚Daddy‘ ausgab, angekommen ist. 
    Ziemlich am Anfang der Geschichte trifft sie Mary, die sie auf ihrer Reise, auf der Andi (so nennt sich ‚das Mädchen ohne Namen‘) ‚Daddy‘ finden und ihn stellen will, begleiten wird. 
    Andi erzählt Mary was in der Pension geschehen ist, und was sie in den vier Monaten getan hat, bevor sie auf Mary traf, bevor sie dann tatsächlich aufbrechen, um ‚Daddy‘ zu finden. 
    Auf der Reise treffen die Mädchen auf viele Personen und Tiere, wobei vor allem auf Letztere im Buch viel Wert gelegt wird.

    Die Geschichte ist in fünf große Hauptteile (wenn man die ersten Kapitel als Teil sieht, obwohl dieser keinen eigenen Namen bekommt) gegliedert. Es gibt einen Prolog, 47 Kapitel und einen Epilog. Insgesamt besteht das Werk as 416 Seiten.

    Thematisch bekommt man viel von der Nordamerikanischen Landeskunde geboten, vor allem wird natürlich viel über die Gebiete erzählt, durch die die Reise die Mädchen führt. Auch Details über Tiere, deren natürliche Umgebung und Verhalten werden dargelegt, vor allem Kojoten scheinen es der Autorin angetan zu haben. Auch die spirituellen Riten und Ansichten der Native Americans wird kurz thematisiert, wobei man hier manchmal den Eindruck hat, es wurde nur so eingestreut. Interessant sind die Passagen, in denen die Mädchen anderen begegnen, da hier oft das Studium von Verhalten anderer mit eingebracht wird. Vor allem Andi versteht es, in anderen ‚zu lesen‘. Generell wird die Menschheit als tendenziell böse dargestellt, und jegliche Art von Gewalt hat hier irgendwie Unterschlupf gefunden. 
    Beim Lesen ist mir im Bezug auf die Sprache ein gewisses Paradoxon aufgefallen: obwohl ich der Meinung bin, dass sich das Buch sehr einfach lesen lässt, wirkt die Ausdrucksweise doch holprig, wenn man sich genauer darauf konzentriert. Generell ist alles aber so beschrieben, dass man es sich gut vorstellen kann. Wenn es um die Natur geht, wird der Leser voll in die Wälder und Flüsse transportiert. Andi erzählt Mary die Vorkommnisse in der Pension und danach in einer Art ‚Geschichte-in-der-Geschichte‘, was erfolgreich umgesetzt wurde. Auch an anderen Stellen, wenn es zu einem Wechsel in der Zeit kommt, wird dies immer deutlich und man fühlt sich nicht desorientiert. 
    Was jedoch verwirrend ist, sind die Sprünge zwischen den beiden Mädchen. Nicht immer war mir klar, wer gerade spricht oder in wessen Gedanken man sich gerade befindet. Deshalb weiß ich jetzt, nach Beenden des Buches nicht komplett sicher, ob der Hauptteil nicht nur aus der Perspektive Marys beschrieben wird. Dass von Andis Sicht vor allem im Mittelteil und gegen Ende des Buches nicht viel gesagt wird, fand ich befremdlich, da sie ja die Protagonistin ist. Die Sicht Marys, die Andi für meinen Geschmack etwas zu sehr bewundert (immer wieder liest man, wie beeindruckt Mary von der etwa 3 Jahre Älteren ist) finde ich nicht sehr gut gewählt. 
    Auch dass Andi ihren Gedächtnisverlust so relativ gelassen hinnimmt - eher unglaubwürdig (selbst wenn man bedenkt, dass sie zum Zeitpunkt des Treffens der Mädchen schon 4 Monate gedächtnislos ist). Was am Unglaubwürdigsten ist, sind jedoch die Zufälle, die das Buch durchziehen wie ein roter Faden, und für einen Roman, der sonst realitätsgetreu ist, meiner Meinung nach nicht sehr angebracht sind. Vieles wird zwar versucht zu erklären; die Herleitung ergab sich mir aber nie vollständig. Was mir auch aufgefallen ist, jedoch kein allzugroßer Minuspunkt ist, ist dass Erklärungen zu Tatbeständen manchmal erst kommen, wenn sich der Bestand wieder ändert. Hier wäre es mir lieber, wenn man gleich während etwas vor sich geht alles mitbekommt, und nicht im Nachhinein darauf eingegangen wird, weil man der Geschichte ja beim Entfalten zusieht. 
    Die Protagonisten an sich sind mir schon sympathisch, wenn man davon absieht, dass es Kinder sind, die mit einem Auto durch die USA düsen (ja, es sind Kinder, die viel erlebt haben, ich finde ihr Alter aber trotzdem merkwürdig gewählt). Generell werden aber alle handelnden Personen gut charakterisiert. Vor allem die Personen, die sie auf der Reise treffen. Zwischen ihnen kommt es auch zu lebhaften Dialogen. Diese Begegnungen und die Hauptstory waren für mich ausschlaggebend, weiterzulesen.
    Ich schreibe ‚Hauptstory‘, weil es auch weitere, ‚nebensächliche’ Handlungsstränge gibt. Jedoch nehmen diese, vom Tierschutz handelnden, Stränge sehr viel Platz im Buch ein. Ja, sie werden alle zusammengeführt und es ergibt Sinn, aber es ist nicht das was ich erwartet habe. Und auch wenn ich solche Überraschungen manchmal mag, finde ich irgendwie hier hat es nicht ganz gepasst.
    Die Hauptstory, wie sie ‚Daddy‘ suchen, fand ich sehr interessant und auch die Auflösung fühlte sich stimmig an, und es war doch eher ‚was Neues‘. 

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