Bücher mit dem Tag "nick cave"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nick cave" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Nick Cave (ISBN: 9783551764669)
    Reinhard Kleist

    Nick Cave

     (10)
    Aktuelle Rezension von: dintypselon

    Vor etlichen Jahren wurde ich von einem Freund gefragt, ob ich die Musik von Nick Cave und im Besonderen die mit seiner Band den Bad Seeds kenne. Ich bejahte, weil mir der Name bekannt vorkam, jedoch hatte ich dabei weder einen Songtitel im Kopf, geschweige denn eine Melodie. Bedeutend später kam ich auf Umwegen wieder zu diesem ominösen Nick Cave und erinnerte mich, dass ich einst vorgab ihn zu kennen. Seine emotionale Musik mit der tiefen leiderprobten Stimme zog mich zurück in einen (in seinen) dunklen Gefühlsozean. Die Jahre vergingen und Nick Cave wurde unfreiwillig zu meinem festen musikalischen Begleiter. Es war daher selbstverständlich, dass ich der Veranstaltung zur Vorstellung der Graphic Novell von Reinhard Kleist zur Leipziger Buchmesse 2018 beiwohnte.

    Mich interessierten die Einblicke, die Reinhard Kleist vor allem von der privaten Seite meiner Ikone gab und wie er sich dem Thema künstlerisch annäherte. Nick Cave, in dessen Songs es nicht selten um tiefschwarze Wesenszüge des Menschen geht, wird zum unfreiwilligen Protagonisten seiner eigenen Geschichten. Dabei ist es von Vorteil, wenn man die Songs kennt, zumindest half es mir. Biografische Eckdaten spielen eine Rolle, verkommen aber fast zur Nebensache - Priorität hat die Idee der Geschichte. Die Umsetzung ist düster, so wie die Songs. Die Charakter eckig, fast gruselig, im speziellen auch die Hauptfigur, die eher einem Antihelden gleicht, die mehr und mehr zum Getriebenen seiner Selbst wird.

    Ich weigere mich gern als Fan von irgendetwas oder irgendwem zu gelten. Am ehesten wäre ich jedoch im Falle von Nick Cave dazu geneigt Abstriche bei meiner grundsätzlichen Haltung zu machen. Ist das Buch daher für Liebhaber geeignet? Unbedingt! Es ändert die Sichtweise und bringt neue Fassetten in den Umgang mit der Musik und natürlich auch mit dem Künstler und dem Mensch dahinter. Wer nun die Frage, ob er Nick Cave kennt, mit Nein beantwortet, der erhält hier eine Graphic Novel mit eindrücklichen Bildern, welche definitiv im Kopf bleiben und mit einer interessanten Story aufwartet, die komplex genug ist, um mehrmals gelesen werden kann und auch will! 

  2. Cover des Buches And the Ass Saw the Angel (ISBN: 9780948238031)
    Nick Cave

    And the Ass Saw the Angel

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Der Tod des Bunny Munro (ISBN: 9783462000351)
    Nick Cave

    Der Tod des Bunny Munro

     (109)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der Tod des Bunny Munro…ein sehr eindeutiger Titel, der darauf hinzuweisen scheint, dass ein gewisser Bunny Munro im Verlauf der Geschichte stirbt. Nun, bis es soweit sein wird, begleitet der Leser den Kosmetikvertreter, Bunny Munro durch seinen Alltag. Hier beginnt der stellenweise nicht ganz jugendfreie Teil der Rezension, auch wenn ich versuchen werde Geschehnisse zu umschreiben. ---- Bunny ist ein sexbesessener, mösenverliebter, ejakulationssüchtiger Typ, der nicht schnell und oft genug bei Frauen landen will. Im Grunde findet er an beinahe jeder Frau, an jedem jungen Mädchen etwas Animierendes und wenn sich so gar nichts finden lassen will, dann phantasiert er sich Kylie, Avril oder eine vergangene erfolgreiche „Aktion“ vor Augen und schon kann es losgehen. Zur Not legt er Hand an sich selbt, masturbiert mal schnell, wie andere Leute zum Händewaschen gehen oder im Auto noch schnell eine neue CD einlegen. Bunny ist also ein Hypersexueller, was vermutlich nicht weiter dramatisch wäre, hätte er nicht Frau und Kind. Libby leidet qualvoll unter Bunnys Leiden, dem es selbst nicht als Leid erscheint. Denn er lügt, er leugnet und drängt Libby tiefer und tiefer in die Depression. Bunny genießt es weiterhin jeden Hintern zu taxieren, sich in seiner Phantasie über das weibliche Geschlechtsorgan zu verlieren, Augenkontakt aufzunehmen oder im Rahmen seiner Verkaufstätigkeit den Damen beim Vorführen der Handcreme lustvolle Gefühle zu stimulieren.

    Als Bunny jedoch eines Tages nach Hause kommt und seine Wohnung in einem heillosen Chaos aus umgeworfenen Möbeln und zerschnittenen Hemden vorfindet, ahnt er das Unheil bereits. Libby hat sich am Sicherheitsgitter des Schlafzimmerfensters erhängt.

    Was ändert sich nun? Seltsam wenig für Bunny Munro, außer, dass er nun Bunny Junior am Hals hat und sich von Libbys Geist verfolgt fühlt.
    Und doch spitzt sich die Atmosphäre ins schier Unerträgliche zu, denn Bunny wird immer besessener, manisch gaukelt er sich und Bunny Junior etwas vor. Bunny Junior hingegen beobachtet seinen Vater sehr objektiv, dazu muss ihm nicht immer klar sein, was tatsächlich vor sich geht, trotzdem erfährt der Leser durch seine kindlichen Augen, wie es wirklich um Bunny senior bestellt ist. Den Neunjährigen schützen kindliche Naivität, intelligente Phantasie und die Liebe zu seinem Vater, sie schützen aber nicht den großen, übermächtigen Sexgott Bunny Munro. Seine Agonie hat längst begonnen.

    Nick Cave erzählt in seinem Roman „Der Tod des Bunny Munro“ schonungslos die Geschichte eines von Besessenheit und Verdammnis getriebenen Mannes. Ich schreibe bewusst nicht „eines Helden“, denn Bunny Munro ist kein heldhafter Charakter. Bunny Junior hingegen schon. Jedoch ist es gerade dieses tragische Schicksalsspiel der beiden Charaktere, welches die Geschichte so abgründig erscheinen lässt. Einerseits angewidert liest man des Protagonisten Bunnys testosterongesteuerte Phantasmen, verfolgt seine zweifelhaften Eroberungen und Höhepunkte und andererseits will man wissen, wann es ihn denn nun erwischt und was von Minute zu Minute mit Bunny Junior geschieht.

    Ein sehr irritierendes, verstörendes Buch und doch eine Geschichte, die bindet und eine gewisse Ergriffenheit erzeugt. Ein immer düsterer, versiffter werdendes Szenario und Protagonisten, denen beinahe zuviel Leben eingehaucht wurde, trugen dazu bei, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Du willst es wissen, du musst es lesen und damit abschließen. Leider prägen sich die Bilder doch sehr ein und es bedarf viel, um diesen Schorf wieder abfallen zu lassen. Unter anderem auch dieser Rezension, bei der ich zumindest versuche verschiedene Impressionen abzustreifen.

    Bitte nicht aus reiner Neugierde und "Sexsationslust" lesen, in diesem Fall Finger weg. Bitte bleiben sie nicht stehen, hier gibt es nichts zu sehen!
    Lesenswert für die, die sich an vulgärer Sprache nicht stören und die durchaus abgründig tragische Geschichte, die erzählt werden soll erkennen wollen.

  4. Cover des Buches The Complete Lyrics (ISBN: 9780241966587)
    Nick Cave

    The Complete Lyrics

     (1)
    Aktuelle Rezension von: loveisfriendship
    „Lifelines thrown into the galaxies by a drowning man“

    Als solche hat Nick Cave seine Liedtexte einst selbst bezeichnet.

    Zu der Ausgabe:
    The Complete Lyrics 1978-2013 ist die überarbeitete Gesamtausgabe der von Nick Cave in den Jahren 1978 bis 2013 verfassten Songtexte. Die Texte sind im englischen Original.
    Es sind versammelt die Texte seiner früheren Band „The Birthday Party“, der noch bestehenden Band „Nick Cave & The Bad Seeds“ und neueren Projekten wie der Band „Grinderman“. Auch sind in diesem Buch vereint die Texte zu den B-Sides und auch zu Filmen wie beispielsweise Bis ans Ende der Welt und The Proposition.
    In dieser Ausgabe sind jedoch nur die Liedtexte zu finden, die Nick Cave selbst verfasst hat. So sucht man nach „The Bad Seeds“-Klassikern wie beispielsweise Stranger Than Kidness, das zwar Nick Cave gesungen, aber von Anita Lane getextet wurde, vergeblich.
    Die Liedtexte sind strukturiert nach Alben und Erscheinungsjahren. Im Anhang befindet sich ein Liedverzeichnis geordnet nach Titeln und Liedanfängen.
    Diese Ausgabe ist für Fans von Nick Cave auch insoweit interessant, dass es ein Vorwort von Will Self gibt und einen Auszug aus Nick Caves Vorlesung The Secret Life oft the Love Songs, in der Nick Cave u.a. erklärt, was ein wahres Liebeslied für ihn ausmacht und wie er zum Schreiben kam. Diese beiden Zusätze fand ich sehr interessant, da sie einem helfen, Nick Cave und seine Lieder besser zu begreifen.

    Zu Nick Caves Liedtexten:
    So ganz in Worte fassen vermag ich nicht, warum seine Liedtexte eine solche Faszination ausüben. Vollständig ergründet habe ich es noch nicht.
    Vielleicht liegt die Antwort in der Vielfältigkeit seiner Kreationen, seiner Wandlungsfähigkeit, musikalisch sowie textlich. Auf der einen Seite zu Herzen gehende Liebeslieder, auf der anderen brutale Mörderballaden. Und dies nur als ein Beispiel der vielen Kontraste, die diesen Mann umgeben. (Man vergleiche nur mal ein „The Birthday Party“-Lied mit einem Lied von dem 1997 erschienenen „The Bad Seeds“-Album The Boatman’s Call und dieses wiederrum mit einem „Grinderman“-Song.)
    Oder aber der Schlüssel liegt in der tiefen Verbundenheit, die seine Liedtexte auslösen. Denn Nick Cave ist kein Künstler, der Schönheit vorheuchelt, wo keine ist. Er blickt der Finsternis ins Gesicht und lässt Traurigkeit zu.
    Außerdem ist Nick Cave ein Meister im Umgang mit Sprache. Er schreibt bildgewaltig und kann mit wenigen Worten die stärksten Gefühle auslösen - oftmals durchzogen von ständig bestehendem Schmerz, Zweifeln und Verzweiflung, die ihresgleichen suchen.
    Er widmet sich kaputten Menschen am Rande der Gesellschaft. Auch Angst vor Verlust und Alleinsein, zerbrochene Liebe und daraus resultierender Weltschmerz sind immer wiederkehrende Motive. Er hat aber auch viele ironische – und selbstironische – Texte, in denen er die Welt und sich selbst veralbert, wobei diese Seite von ihm meiner Auffassung nach noch nicht ausreichend Beachtung bekommen hat.
    Da nicht immer eindeutig und oftmals etwas „verschleiert“ bieten Nick Caves Liedtexte für jeden, der in Berührung mit ihnen kommt, einen ganz eigenen Interpretationsspielraum. Seine Worte „verzaubern“ und sind umgeben von einer dichten Atmosphäre.

    Fazit: Nick Cave ist ein Sänger, bei dem es sich lohnt, sich seinen Liedtexten zu widmen, da sie einen Großteil der Faszination um seine Musik ausmachen und die Melodien auf grandiose Weise vervollkommnen. Teils verstörend, teils betörend schön, mal aussagekräftig, mal sinnlos, immer sprachlich auf hohem Niveau und poetisch, von einer gewissen Tragik und hin und wieder auch Komik gezeichnet, sind Nick Caves Songtexte nicht nur für Fans seiner Musik empfehlenswert, die beim Lesen seine Stimme im Kopf haben, sondern insgesamt für Liebhaber feiner, geistreicher, aber auch abgedrehter und grober Lyrik.
  5. Cover des Buches The Sick Bag Song (ISBN: 9783462048629)
    Nick Cave

    The Sick Bag Song

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    So- ich werde sicher den Hass aller eingefleischten Cave- Fans auf mich ziehen, aber ich fand die Gedichte nicht aussagekräftig genug. Ich höre Cave seit etwa dreissig Jahren, beeinflusst durch ältere Freunde, bin ein wirklich großer Fan. Ich mochte seinen Erstling, der voller Tiefe und Kraft war, Bunny Munro schwächelte schon aus meiner Sicht und eigentlich war ich nur bei der Lesung und kaufte das Hörbuch, weil Blixa Bargeld es las/liest. Sicher- niemand kann immer nur supergute Sachen schreiben, auch musikalisch gesehen, aber für mich hat er etwas an Aussagekraft verloren, der gute Mister Cave. Seit den Murder Ballads ist er ja auch kein Geheimtip mehr und bis auf Dig,Lazarus, Dig fand ich die letzten Alben alle gut. Sein neuestes auch nicht mehr- zuviel Veränderung, zuviel Neues- der alte Cave ist fort. Sicher, jeder erfindet sich gerne neu, aber das stößt halt die alten Fans vor den Kopf. Leider habe ich die Gedichte nur einmal gelesen, auf Deutsch und Englisch, dann weggelegt und es regte mich weder zum Nachdenken an, noch fand ich es unterhaltend. Man möge es mir nachsehen, aber reif für die Spucktüte.
  6. Cover des Buches Und die Eselin sah den Engel (ISBN: 9783453676824)
    Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

     (80)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Euchrid Eucrow wird zusammen mit seinem Zwillingsbruder auf dem Rücksitz eines alten verrotteten Chevy gewaltsam geboren. Seine Mutter dämmert nämlich im Suff durch den konstanten Konsum ihres selbstgebrannten „White Jesus“ vor sich hin und bringt daher nicht die Konzentration für die Geburt ihrer Kinder auf. Pa Euchrid ergreift auf seine sadistisch veranlagte Art die Initiave. Als die beiden Neugeborenen dann vor ihm auf Zeitungspapier ausgebreitet da liegen, ist die Vorstellung zwei Kinder zu haben wohl genauso grausig für ihn, wie der Anblick von Euchrid, der verwachsen und mißgebildet neben seinem wohlgestalteten Bruder liegt. Euchrids Bruder stirbt jedoch bereits kurz nach der Geburt und hier beweist der kleine Wurm Euchrid bereits seinen unbändigen Überlebenswillen, denn alle Entbehrung an Wärme, Zuneigung oder Muttermilch kann ihn nicht aus dem Dasein verdrängen.

    Sein Leben wird eine einzige quälende Mühsal werden, denn die Bewohner des abgelegenen Tales in den amerikanischen Südstaaten tendieren zwar zu religiösen Verblendungen, jedoch nicht zu Nächstenliebe oder Mitgefühl. Von seinen Eltern ganz zu schweigen. Seine Mutter erträgt ihr Dasein ausschließlich im wüsten Suff, sein Vater nur wenn er mit seinen selbstgebauten Fallen Tiere einfangen und auf sadistische Weise in einem Tank qualvoll verenden sehen kann.

    Euchrid selbst ist stumm, intelligent und schizophren anmutend und erinnert nicht alleine dadurch an Figuren, wie Grenouille aus Süßkinds „Das Parfüm“ oder Quasimodo, den Glöckner von Notre-Dame aus Victor Hugo’s Klassiker „Notre-Dame de Paris“. Missgestaltet, missverstanden, verachtet. Die Andersartigkeit schreckt die Bürger des Tales nicht nur ab, sie fordert sie in Euchrids Fall regelrecht dazu auf, ihn zu jagen und alles was ihm wichtig ist zu zerstören. So beobachtet er nicht nur verachtenswerte Taten im Tal, sondern muss sie auch selbst erdulden. Dies und sein von Inzucht, Verwahrlosung und Alkoholmissbrauch geformtes Elternhaus lassen Euchrid zu einem Monster mutieren.

    Nick Cave schreibt sich in einer an William Faulkners „As I lay dying“ erinnernden Szenerie zwar durch Gewalt- und Moralexzesse, die nicht für die breite Leserschaft geeignet sind, aber sein Protagonist hat durchaus eine menschliche Seite, die jedoch Zuneigung und Liebe nicht einordnen kann, da sie nie selbst erfahren wurde. Euchrids Objekt der Begierde ist die Hure Cosey Mo und später deren engelsgleiche Tochter Beth, die vom Lavendelduft begleitet in seine verwahrloste Seele eindringen und ihm in seinen Träumen und Visionen engelsgleich begegnen.

    Auf sprachlich hohem Niveau beleben die unterschiedlichen Erzählperspektiven und Zeitsprünge die Geschichte zusätzlich, erleichtern jedoch auch durch Euchrids zahlreiche Visionen nicht immer die Realitätsfindung. Als Euchrid zum Ende den Leser selbst anspricht, gilt es ein Fazit zu ziehen. Welche Rolle spielt denn der Leser? Ist er ebenfalls Scherge im Dienste der Intoleranz und Andersartigkeit oder ist er trotz all der grotesken Widerwärtigkeiten noch fähig Mitgefühl für eine Figur wie Euchrid zu empfinden?

    Nur mit Vorsicht zu lesen!

  7. Cover des Buches Sleeveface (ISBN: 9783455380699)
    Carl Morris

    Sleeveface

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch zu dem Sleeveface-Internettrend aus den Nullerjahren, alles schon fast wieder vergessen, sehr phantasievoll, was da so manchem als Umgebung für das Plattengesicht eingefallen ist. Ich hätte mir alles aber noch ein wenig frecher gewünscht, mit mehr Hundekörpern unter den Bildern zB.
  8. Cover des Buches The Death of Bunny Munro (ISBN: 9781782115335)
    Nick Cave

    The Death of Bunny Munro

     (10)
    Aktuelle Rezension von: walli007
    Ein Buch wie ein Punk Bunny Munro ist ein Handelsvertreter für Kosmetikartikel. Er hält sich für den besten Verkäufer und einem gelegentlichen oder auch häufigeren F**k ist er nicht abgeneigt. Sehr geneigt ist er jedoch dabei seine depressive Frau und seinen neunjährigen Sohn zu vergessen. Anstatt sich um seine Familie zu kümmern, genehmigt er sich lieber einen Drink. Als seine Frau von ihren Ängsten übermannt wird, bringt sie sich gerade an dem Tag um, an dem Bunny mal wieder daheim auftaucht. Nun muss Bunny sich um seinen Sohn kümmern. So genau kann ich nicht sagen, ob mir das Buch gefallen hat. Bunny Munro wurde mir nicht sympathisch. Teile seiner Persönlichkeit konnte ich zwar nachvollziehen, dennoch hätte mich meine Vergangenheit zu anderen Entscheidungen geführt. Dennoch tat mir Bunny manchmal leid. Denn so leicht nimmt er es auch nicht, dass seine Frau depressiv ist und auf seine Art versucht er schon, ihr zu helfen. Leider scheitert er, er scheitert auch an seinem eigenen Leben. Irgendwie scheint sein ganzes Leben vergeblich zu sein. Fast gewinnt man den Eindruck, das einzig Erwähnenswerte in seinem Leben ist sein Sohn, der mit seinen neun Jahren fast erwachsener daher kommt als seine Eltern. Teilweise war auch die herbe Ausdrucksweise des Autors etwas gewöhnungsbedürftig. Manchmal hatte ich den Eindruck, der Punk kommt wieder durch. So erweckt der Roman bei mir gemischte Gefühle. Die Schilderungen sind sehr eindringlich, fast plastisch, doch Bunny Munro ist ein wahrer Antiheld, der mich nicht wirklich für sich gewinnen konnte.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks