Bücher mit dem Tag "niederlande"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "niederlande" gekennzeichnet haben.

237 Bücher

  1. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.823)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Ich wünschte mir, ich hätte das Buch gelesen, bevor ich den Film gesehen hatte... Damit entging mir der "plott twist" komplett. 

    Dem Buch konnte ich leider nicht viel abgewinnen. Es war mir zeitweise zu philosophisch und ich bezweifle, dass 2 krebskranke Teenager sich wirklich so tiefgründig mit philosophischen Fragen und Metaphern beschäftigen. 

  2. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596710775)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

    (2.728)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Anne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.

    Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.

  3. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

    (250)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Das Fundament der Ewigkeit hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und zählt für mich zu den stärksten Romanen der Kingsbridge-Reihe. Ken Follett verbindet Geschichte und Fiktion erneut auf beeindruckende Weise und erschafft eine Handlung, die durchgehend spannend und emotional bleibt.

    Besonders gelungen fand ich die Figuren. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich nachvollziehbar weiter und machen es leicht, mit ihnen mitzufiebern. Jede Perspektive trägt etwas zur Geschichte bei und keine fühlt sich überflüssig an.

    Auch die Einbindung historischer Persönlichkeiten und Ereignisse ist Follett hervorragend gelungen. Vor allem die Rolle des Attentäters hinter dem Schießpulverkomplott verleiht dem Roman zusätzliche Spannung und zeigt, wie geschickt der Autor historische Fakten in seine Erzählung einwebt.

    Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Glaubensrichtungen. Der Roman beleuchtet die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten differenziert und zeigt, wie fanatischer Glaube, Macht und Politik untrennbar miteinander verbunden waren. Dabei regt die Geschichte immer wieder dazu an, die eigenen Ansichten zu hinterfragen.

    Neben den politischen und religiösen Konflikten nimmt auch die Liebe einen großen Raum ein. Gerade weil sie immer wieder an Standesunterschieden, religiösen Gegensätzen und politischen Intrigen zu zerbrechen droht, wirken die Beziehungen besonders intensiv. Die Liebesgeschichten sind nie kitschig, sondern glaubwürdig und emotional erzählt. Sie geben der Handlung Wärme und Menschlichkeit und sorgen dafür, dass man mit den Figuren bis zum Schluss hofft, leidet und mitfiebert.

    Für mich ist Das Fundament der Ewigkeit ein fesselnder, kluger und emotionaler Historienroman, der Geschichte lebendig werden lässt. Ein absolutes Highlight und für mich einer der besten Romane von Ken Follett.

  4. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442498222)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

    (671)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Das ist das zweite Buch aus der Reihe um Marten S. Sneijder und Sabine Nemez, und ich muss sagen: Ich bin positiv überrascht.


    Am Anfang hatte ich tatsächlich leichte Schwierigkeiten, weil ich die Zusammensetzung der Geschichte nicht ganz verstanden habe. Der Einstieg beginnt mit der Entführung, und man begleitet Martin und Sabine die ganze Zeit durch eine Nebenhandlung – oder man denkt zumindest, es wäre eine. Andreas Gruber schafft es aber auf wirklich clevere Weise, die Stränge miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist ein großartiger Plot-Twist.


    Hut ab dafür. 


    Anfangs fand ich das Buch etwas langatmig, und auch später gibt es Passagen, die sich so anfühlen. Gruber hat für mich keinen reißerischen, spannungsgeladenen Schreibstil, sondern eher einen ruhigen, ergebnisorientierten. Aber das Dranbleiben wurde belohnt. Der Einfallsreichtum ist wirklich beeindruckend – mal abgesehen von der erschreckenden Anzahl der Opfer.


    Allerdings muss man berücksichtigen, dass es sich um einen Serienmörder handelt, der kein Serienmörder im herkömmlichen Sinne ist. Er ist ein Meister der Manipulation, der andere als Täter nutzt, um seine perfiden Gedanken auszuleben. Dabei sieht er sich selbst als eine Art Vollstrecker der Gerechtigkeit. Ohne Schuldeingeständnis natürlich – aber so ist es meistens, besser gesagt immer, bei Psychopathen. Sie leben in ihrer eigenen Welt, und dieses Buch bringt das sehr gut zur Geltung.


    Ich werde langsam warm mit Andreas Gruber und habe noch sechs Bände aus der Reihe vor mir. Wenn sie genauso clevere Elemente enthalten wie Todesurteil oder eine tiefere Botschaft wie Todesfrist, bin ich wahrscheinlich dankbarer dafür, die Reihe geschenkt bekommen zu haben, als ich anfangs dachte.


    Wie in den meisten meiner Rezensionen vermeide ich bewusst Spoiler dazu, wer der Täter war.


    Für mich ist es ein Vier-Sterne-Buch. Da Thriller eigentlich nicht mein Genre sind – zumindest nicht diese Art von Thriller – würde ein Fan der Reihe es wahrscheinlich mit fünf Sternen bewerten. Eine klare Empfehlung.

  5. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442498239)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

    (604)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen: Nachdem ich nun den dritten Teil der Todes-Reihe gelesen habe, erkenne ich langsam ein Muster bei Andreas Gruber. Ich weiß natürlich nicht, wie es sich in den anderen fünf Bänden verhält, aber hier bin ich der Sache relativ schnell auf die Schliche gekommen.


    Natürlich tauchen wir wieder tief in die Psychologie des Menschen ein. Wie schon im vorherigen Werk ist der eigentliche Kopf hinter den Morden nicht derjenige, der sich selbst die Hände schmutzig macht, sondern jemand, der seine Lakaien und Anhänger für sich arbeiten lässt. Andreas Gruber zeigt dabei unglaublich gut, wie leicht Menschen zum Bösen verführt werden können. Das Erschreckende an solchen Ideen ist für mich immer, wie nah sie an der Realität sind.


    Was die Geschichte selbst angeht, ist sie durchaus originell aufgebaut. Die Morde werden so inszeniert, dass sie auf der Vergangenheit von Maarten S. Sneijder aufbauen, der in diesem Buch gewissermaßen den Stoff für die Verbrechen liefert. Er und der eigentliche Täter haben eine gemeinsame Vorgeschichte, die den Fall maßgeblich prägt.


    Auch hier lesen wir wieder zwei parallele Handlungsstränge, die am Ende zu einem Ganzen verschmelzen. Dieses Muster konnte ich bereits in Todesurteil erkennen, weshalb ich gespannt bin, ob es sich auch in den übrigen Büchern der Reihe fortsetzt. Gerade aufgrund dieser Erzählstruktur bin ich dem Kern der Geschichte allerdings recht früh auf die Spur gekommen.


    Man muss allerdings sagen, dass es bei Andreas Gruber – zumindest meinem Empfinden nach – nicht immer diese klassische Auflösung gibt, bei der am Ende der Mörder gefasst wird und alles wieder in Ordnung ist. Stattdessen beschäftigt er sich mit deutlich tiefergehenden Aspekten, und genau das schätze ich an ihm als Thrillerautor. Hier geht es nicht einfach nur darum, dass jemand Menschen ermordet und anschließend verhaftet wird. Vielmehr geht es um die menschlichen Abgründe, um die Frage, was Menschen antreibt, welche Einflüsse sie prägen und wie ihr Umfeld sie beeinflusst.


    Auch die Figur Hannah spielt dabei eine interessante Rolle. Obwohl mich Gruber in Bezug auf sie zeitweise etwas auf Glatteis geführt hat, erscheint vieles im Nachhinein doch recht offensichtlich.


    Das ist allerdings wirklich nur als konstruktive Kritik gemeint – nicht, dass mir jetzt noch eingefleischte Andreas-Gruber-Fans aufs Dach steigen.


    Alles in allem ist Todesmärchen für mich ein gelungenes Buch. Immer wieder hört man, wie wichtig es sei, die Reihe in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da spätere Bände Ereignisse aus den vorherigen aufgreifen und man sich sonst ungewollt spoilern könnte.


    Das fand ich besonders amüsant, weil ich mir tatsächlich das letzte Buch der Reihe bereits selbst gekauft hatte. Als ich davon einem Kollegen erzählte, hat er mich regelrecht ermahnt, die Reihe von Anfang an zu lesen – und tatsächlich so tief in die Tasche gegriffen, dass er mir die sieben vorherigen Bände geschenkt hat. An dieser Stelle also noch einmal vielen Dank, auch wenn er auf dieser Plattform leider nicht vertreten ist.


    Daher empfehle ich das Buch durchaus weiter. Allerdings sollte man meiner Meinung nach den vollen Lesegenuss mitnehmen und wirklich beim ersten Band beginnen.


    Von mir gibt es vier Sterne. Für Fans dieses Genres entspricht das vermutlich eher einer Bewertung von fünf Sternen, da Thriller normalerweise nicht zu meinen bevorzugten Genres gehören.

  6. Cover des Buches Liebe findet uns (ISBN: 9783548062266)
    J. P. Monninger

    Liebe findet uns

    (427)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Heather macht mit ihren zwei Freundinnen Constance und Amy nach ihrem Collegeabschluss, eine Rundreise durch Europa. Während einer Zugfahrt von Paris nach Amsterdam lernt sie durch Zufall Jack kennen der auch eine Rundreise durch Europa macht, aber geleitet durch ein Tagebuch seines Großvaters der als Soldat nach dem zweiten Weltkrieg durch Europa wanderte. Die beiden entwickeln ziemlich schnell Gefühle für einander, verlieben sich haben eine wunderbare Zeit in Europa und beginnen eine Zukunft in New York zu planen, da Heather nach ihrer Reise dort einen Job anfangen wird. Als sie nun am Ende ihrer Reise am Flughafen in Paris stehen um zurück zu fliegen, verschwindet plötzlich Jack spurlos. Heather ist verzweifelt da sie nicht verstehen kann, warum Jack einfach verschwunden ist und kommt einfach nicht über ihn hinweg. Als sie plötzlich einen Hinweis erhält beginnt sie ihn zu suchen und erfährt mehr über sein Geheimnis.

    Hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da man mich immer mit Stories die um eine Reise in einem Zug durch Europa handeln, hat. Schließlich gehört der Film 'Before Sunrise' bis heute zu einem meiner absoluten Lieblingsfilmen. Dennoch fand ich das Buch teilweise anstrengend zu lesen, da es sich streckenweise gezogen hat. Auch der Charakter von Jack empfand ich eher als kühl und etwas abgeklärt und arrogant und konnte die Anziehung zwischen ihm und Heather überhaupt nicht nachvollziehen. Das Buch ist OK, hat aber seine Fehler und kann gelesen werden, aber gehört nicht zu den Büchern die man gelesen haben muss.

  7. Cover des Buches Heute bin ich blond (ISBN: 9783426789919)
    Sophie van der Stap

    Heute bin ich blond

    (193)
    Aktuelle Rezension von: Larissa_Jabali

    Sophie van der Stap erzählt ihre Geschichte mit einer Ehrlichkeit, Leichtigkeit und einem Humor, den ich bei diesem Thema nie erwartet hätte. Statt sich von der Diagnose definieren zu lassen, entdeckt sie durch ihre neun Perücken immer wieder neue Seiten an sich. Für mich ist dieses Buch keine Geschichte über Krebs, sondern über Lebensmut, Identität und die Entscheidung, das Leben trotz allem nicht aufzugeben. Es hat mich daran erinnert, wie kostbar jeder einzelne Tag ist und wie viel Kraft in unserer Haltung liegen kann. Ein Buch, das mich lange begleitet hat.

  8. Cover des Buches Nur ein Tag (ISBN: 9783596197781)
    Gayle Forman

    Nur ein Tag

    (532)
    Aktuelle Rezension von: Mama_liest_wieder

    Ich hatte das Buch jetzt schon länger im Regal stehen und hatte jetzt endlich Zeit es zu lesen. Den Anfang fand ich wirklich gut. Es war gut zu lesen und ich kam gut durch. Ich fieberte sogar richtig mit. Dann kam der 2. Teil in dem Allyson sehr depressiv war und das hat mir so gar nicht gepasst.

    Wieso müssen Mädchen denn sofort Depressiv werden wenn ein Typ sie sitzen lässt?

     Im laufe des weiteren Buches wird dann klar das sie eigentlich hauptsächlich der Version von sich selbst nach trauert. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht es zu ändern. An diesem Punkt gefällt mir das Buch sehr gut. Allyson wird richtig Aktiv macht eine enorme Charakter Entwicklung durch und kommt aus der Passivität heraus. Über den Punkt das sie Willem jetzt auf eigene Faust sucht bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite feier ich es das sie nicht auf ihn wartet um sich finden und retten zu lassen, sondern das sie selber los zieht und ihn finden will. Auf der anderen Seite finde ich aber auch das es vermittelt das man einem Typen einfach weiter hinterher laufen muss auch wenn er einen einfach sitzen gelassen hat. Aber ich denke das ist einfach dem Genre geschuldet. Trotzdem hätte ich es besser gefunden hätte sie die Suche erst begonnen wenn ihr ein Zeichen geschickt worden wäre das Willem auch gefunden werden will. Z.b. ein Zettel mit hole kurz Frühstück in ihrem Rucksack den sie seid dem Tag nicht mehr geöffnet hat oder so etwas.

    Alles in allem finde ich das Buch trotzdem gut. Und würde es auch weiter empfehlen. Vor allem gefällt mir die Allyson die emanzipiert Ihr Leben selbst in die Hand nimmt.

  9. Cover des Buches Witches of Deadly Sins (ISBN: 9783328604303)
    Ava Reed

    Witches of Deadly Sins

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Feelblack

    Ich hab das Buch hier und bin dennoch dann umgeswitcht aufs Hörbuch. Die Geschichte hat am Anfang große Spannung aufgebaut. Man wollte unbedingt wissen wieso,  weshalb und warum das alles so ist und gekommen ist. Tatsächlich zogen sich manche Stellen sehr sodass ich denke ein paar Seiten weniger hätten dem Buch nicht wehgetan. Das Ende ist ja nun doch spannend und man möchte wissen wie es weiter geht. Ob ich es mir hole weiß ich allerdings noch nicht. Das schönste waren wirklich die Tarotlegungen und das Haus. Wenn man selbst Tarot legt musste man schon schmunzeln. Alles in allem, tolle Story.

  10. Cover des Buches Lazarus (ISBN: 9783785726501)
    Lars Kepler

    Lazarus

    (178)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Mir wurde erst beim Lesen bewusst, dass es sich bei „Lazarus“ um den 7.Teil einer Reihe handelt.

    Trotzdem kam ich gut zurecht. Dieser Thriller war wirklich sehr spannend, aber auch unnötig blutig und brutal. Die Spannung baut sich langsam auf und steigert sich immer mehr. Irgendwann ist klar, dass der totgeglaubte Serienkiller  Jurek Walter doch noch unter den Lebenden weilt und auf Rachefeldzug ist. Dieser Mörder macht vor nichts und Niemandem halt und zögert auch nicht Unbeteiligte zu manipulieren und sie in sein grausames Spiel mit reinzuziehen. 

    Am Ende gibt es den erwarteten Showdown und einen Cliffhanger, der Lust auf den nächsten Band machen soll.


    Ich bin hier raus. Mir waren es zu viele Gewaltexzesse, die ich nicht lesen mag. Für hartgesottene Thrillerfans ist diese Reihe aber sicher ein Highlight.

    3,5 Sterne

  11. Cover des Buches Das Europa der Könige (ISBN: 9783499629136)
    Leonhard Horowski

    Das Europa der Könige

    (10)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Leonhard Horowski, Historiker und Anglist, schenkt den an Geschichte interessierten Lesern viele Stunden Lesegenuss. Vielleicht erschrecken einige über den Umfang des Werkes, das mit 1.120 Seiten und knapp 1,5 kg nicht unbedingt zu den Leichtgewichten zählt.

    In 20 Kapiteln, die unterschiedlich lang sind, stellt Horowski mit leichter Feder eine längst versunkene Welt, die allerdings Auswirkung auf das Heute hat, dar. Er erzählt über adelige Machtkonstellationen, die sich im Absolutismus im „Alleinherrschertum von Gottes Gnaden“ manifestieren. Zuvor ist die Königswürde mitunter ein labiles Gebilde aus mehr oder weniger einflussreichen Adelsgeschlechtern.

    Der Hof des Königs zieht die Adeligen an, wie das sprichwörtliche Licht die Motten. Es wird gemauschelt und gemordet. Man gibt keinen Vorteil auf, weiß über die Hofetikette genauestens Bescheid und kämpft erbittert, sollte einer gegen dieselbe verstoßen.

    Manchmal hat man das Gefühlt einen Roman und kein Sachbuch zu lesen, so farbenprächtig und leicht lässt sich das kolossale Werk lesen.

  12. Cover des Buches Angerichtet (ISBN: 9783944668352)
    Herman Koch

    Angerichtet

    (255)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    und zweitens als man denkt, heißt es. Und wenn es einem Romanautor gelingt, den Leser am Anfang auf eine ganz falsche Fährte zu locken und ihn dann mit einem überraschenden Ende zu überzeugen, dann ist das allein große Kunst. Hier geht es um die Rivalität zweier Brüder, einer davon bekannter Politiker, und wie die Klischees von "gut und böse" vor dem HIntergrund eines Verbrechens der Kinder beider Brüder widerlegt werden.

  13. Cover des Buches Und ein ganzes Jahr (ISBN: 9783596197798)
    Gayle Forman

    Und ein ganzes Jahr

    (320)
    Aktuelle Rezension von: Nikashe

    "Und ein ganzes Jahr" von Gayle Forman ist die Fortsetzung und Abschlussband von "Nur ein Tag".

    Endlich erfahren wir, was in dem einen Jahr mit Willem passiert ist, wo er sich aufhält und wieso er Allyson/Lulu alleine zurück gelassen hat in Paris. 


    Stellt man beide Bücher nebeneinander, so ergeben Sie ein Herz, was ich sehr schön finde.


    Im ersten Band der Dilogie erfahren wir recht wenig über Willem. Dies ändert sich nun mit dem zweiten Band. Denn dieser ist nun aus seiner Sicht geschrieben und wir erfahren wo er sich wann aufgehalten hat. 

    Wir begleiten Ihn auf den Weg Lulu zu finden, denn Allyson richtigen Namen kennt er immer noch nicht. Eine Suche, die Hoffnungslos erscheint und sich über mehrere Kontinente erstreckt. 


    Willem wirkt sehr zerstreut und meidet Konflikte. Es wird klar, wieso er ein Vagabunden leben lebt und wofür er versucht wegzulaufen. 

    Es war Interessant zu lesen, was in dem Jahr bei Willem passiert ist, auch wenn das Ende durch Band 1 bekannt war, hatte die Geschichte ihre spannenden Punkte. 

    Sein Charakter wird mehr erläutert und wirkt dadurch sympathischer als zuvor. 

    Die Orte und Personen, die ihm auf seiner Suche begegnen, machen die Story dann weniger vorhersehbar. 

    Willem der vorher an das Schicksal und an Zufälle geglaubt hat, fängt immer mehr an daran zu Zweifeln und am Ende wird doch alles gut. 


    Fazit:

    Band 2 fand ich nur ein wenig Schwächer als Band 1. Dies liegt daran, dass man das Ende bereits kennt und leider meine Hoffnung nicht bestätigt wurde, dass man darüber hinaus noch etwas erfährt. 

    Das fand ich sehr Schade. Schließlich fiebert man die ganze Zeit dem Treffen entgegen und dann ist die Geschichte vorbei.  

    Willems Geschichte zu lesen hat mir dennoch Spaß gemacht und es war schön zu sehen, wieso er ein Vagabunden leben lebt und diese Selbsterkenntnis und der Weg dorthin hat mir gut gefallen. 

  14. Cover des Buches Die Bücher, der Junge und die Nacht (ISBN: 9783426528969)
    Kai Meyer

    Die Bücher, der Junge und die Nacht

    (244)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee

    Dieses Buch hat mir nicht ganz so gut gefallen wie die "Bibliothek im Nebel" (damals ein Jahres-Highlight!). Aber es war immer noch ausgeprochen lesbar. Der Ton war ganz Kai Meyer, keine Frage. Irgendwie erschien mir die Auswahl der Themen ein wenig verquer: Nazi-Zeit, Okkultismus, nicht anerkannte oder unentdeckte Vaterschaften, unglückliche Liebe... allerdings war mir gar nicht bekannt, dass sich die Nazis tatsächlich mit Okkultismus befasst haben.


    Gut recherchiert war das Buch sicherlich! Die Zeitgeschichte wurde sehr lebendig. Andererseits ähnelte es manchmal einer deutschen Version von "Die Neun Pforten". 

    Die guten Seiten: Die Freundschaft Jakob / Gregori hat mich köstlich amüsiert, die Dialoge waren teils herrlich komisch! Toll geschildert auch die Atmosphäre rund um Bücher, das Buchbinden, Leipzig, Antiquariate. Die Erzählstränge aus Vergangenheit und Gegenwart sind kunstvoll verflochten.

    Bis zum Schluss blieb eine gewisse Spannung bezüglich einzelner Fragen übrig, zum Beispiel Julis Grab. Es wird auch nicht wirklich geklärt, ob Jakob Flügelschlag wirklich ein mystisches Wesen war.

    Ich hatte insgesamt das Gefühl, hier lässt der Autor seine "literarischen Muskeln" spielen, um zu sehen, ob ihm die Themen rund um Leipzig überhaupt liegen. Die späteren Bände der Reihe finde ich besser.

  15. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)
    Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring

    (434)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Geschichte steht das junge Dienstmädchen namens Griet im Delft des 17. Jahrhunderts, die aufgrund des väterlichen Arbeitsunfalles im Haushalt des Malers Johannes Vermeer arbeiten muss. Während zwischen ihr und dem Künstler eine unausgesprochene Verbindung entsteht, gerät Griet zunehmend in die Spannungen des Vermeer-Haushalts. Die teilweise sehr leise Handlung ist voller Atmosphäre und weist einen ausbalancierten Fokus auf künstlerische Aspekte auf.
    Bei den Protagonisten steht Griet klar im Fokus der Handlung, die sympathisch und einfühlsam dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. der Künstler Vermeer, bereichern die Handlung und treiben diese gekonnt voran.
    Wer leise historische Geschichten mit einem Fokus auf Kunst mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist klar und schnörkellos.
    Einziger Minuspunkt: Die teilweise sehr stille Handlung mit dem langsamen Erzähltempo mindert den Lesespaß ein wenig. Da ich ein Fan des Filmes bin, war ich vom Buch ein wenig enttäuscht, da die Beziehung zwischen Griet und dem Künstler im Buch vergleichsweise blass ausfällt.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  16. Cover des Buches Gebt mir etwas Zeit (ISBN: 9783492324007)
    Hape Kerkeling

    Gebt mir etwas Zeit

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Tessa587

    Ich finde das Buch ‚Gebt mir etwas Zeit‘ von Hape Kerkeling richtig gut. Auf der einen Seite beschreibt er einen Lebensabschnitt, der zugleich glücklich und traurig ist. Auf der anderen Seite erzählt er die Geschichten seiner Vorfahren – unter anderem die seiner geliebten Oma Bertha. Bei dem Teil des Buches der sich in den  80iger Jahren abspieltem war emotional sehr anstrengend.

  17. Cover des Buches TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ... (ISBN: 9783423218450)
    Jussi Adler-Olsen

    TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Das Original dieses Romans, der vor der Erfindung von Carl Mørck geschrieben wurde, erschien 2008 unter dem Titel „Og hun taggede guderne“, was übersetzt „Und sie dankte den Göttern“ und damit dem deutschen Untertitel entspricht. Dieses „Original“ scheint jedoch eine überarbeitete (?) Version der 2003 erschienenen Urfassung „Firmaknuseren“ („Firmenzerstörer“) zu sein. So jedenfalls deute ich die etwas rätselhaften Angaben zur Veröffentlichungsgeschichte im Buchinneren. Die Protagonisten der Geschichte sind der Geschäftsmann Peter de Boer, Gründer und Chef der Firma Christie N.V., spezialisiert darauf, erfolgreiche Unternehmen im Auftrag der Konkurrenz zu zerstören, und seine frisch eingestellte Trainee Marlene „Nicky“ Landsaat, die aus prekären Verhältnissen kommt, aber extrem ehrgeizig ist.

    Bereits zu Beginn ein seltsamer Widerspruch: da kommt Peter de Boer zu einem Meeting eine Stunde zu spät und niemand sagt dazu ein Wort und nur einer wagt es, ihn anzusehen, obwohl doch ausweislich der Zeilen kurz vorher, weil sich alle lange kennen, „ein entsprechend legerer Umgangston“ herrscht.(dtv Tb, 3. Aufl. 2020, S. 20)

    Leider ziehen sich diese logischen Fehler durch den gesamten Roman. Sie werden nur übertroffen von der Realitätsferne der Handlung. Besonders krass habe ich das erstmals empfunden bei der Einstellung von Nicky bei Christie, was, man muss es so hart sagen, nur der Auftakt zu einer Art Stakkato an Realitätsverweigerung war. Selbst wenn man bei einem Thriller keine allzu hohen Maßstäbe an Logik und Realitätsnähe anlegt, ist dieser Roman schwer zu ertragen, es sei denn, man ist Fantasy-Fan. Aber das ist eigentlich eine andere Literaturgattung. In der Gattung Fantasy ist es wahrscheinlich völlig normal, dass ein Mann seine Mutter nach 10 Jahren erstmals wieder besucht und dabei im Keller stante pede das Familiengeheimnis entdeckt. Alle diese Fauxpas aufzuzählen ist fast eine Lebensaufgabe, denn es folgt einer auf den anderen. Da fällt es schon fast nicht mehr, dass der Leiter der Finanzabteilung, Hans Blok (ebd., S. 26), binnen knapp 200 Seiten zum Vertriebschef (ebd., S. 191) und später wieder zurück mutiert. Ächz!!

    Insofern muss man den Gestaltern des Umschlags einen großartigen Sinn für Humor attestieren, die sich nicht scheuten, darauf die Worte „Ein beängstigend realistisches Schreckensszenario“ zu drucken, denn das in dem Buch enthaltene Szenario ist ungefähr so realistisch wie die bevorstehende Übernahme der Weltherrschaft durch die Reptiloiden. Will sagen: man kann der Story beliebig viele Eigenschaften zuerkennen, aber eine in keinem Fall: realistisch zu sein!

    Ich hätte die Lektüre der Romane des Autors mit dem letzten Teil der Carl Mørck Reihe beenden sollen. Diesen letzten mir noch unbekannten Roman Adler-Olsens auch noch zu lesen, war ein Fehler. Er ist schlicht schlecht! Ein Stern.

  18. Cover des Buches Sommerhaus mit Swimmingpool (ISBN: 9783462044980)
    Herman Koch

    Sommerhaus mit Swimmingpool

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Spoilerwarnung: Diese Rezension spricht offen über Ton, Haltung und Figurenentwicklung und kann Leseeindrücke vorwegnehmen.

    Sommerhaus mit Swimmingpool hat mich auf eine unangenehme Weise mitgenommen. Herman Koch springt zu Beginn ungewohnt durch Zeiten und Szenen, aber sobald man sich daran gewöhnt, erkennt man den roten Faden – vor allem den unmittelbaren Zugang zur Psyche des Erzählers. Aus der Ich-Perspektive taucht man tief in Marc Schlossers Kopf ein und denkt jede seiner zynischen, verächtlichen und oft erschreckend kalten Überlegungen mit.

    Marc ist für mich eine zutiefst verstörende, unsympathische, ja: kranke Figur – ein Egozentriker, der sein Zynismus als Weltklugheit tarnt. Besonders widerlich fand ich seine Weltsicht auf Frauen; dass er diese dann „biologisch“ rationalisiert, macht es noch unangenehmer. Marc ist nicht der „zerrissene Mensch, der das Falsche tut“ – er tut das Falsche und hält es für richtig. Diese Mischung ist brandgefährlich. Genau hier liegt Kochs Stärke: Er zeichnet Marc so konsequent abstoßend, dass man trotzdem gebannt weiterliest.

    Spannend ist, wie Koch mit wenigen Sätzen Marcs Gedankenwelt auf den Punkt bringt und wie er dessen Haltung auch dann nicht wirklich kippen lässt, als der Vorfall mit der Tochter geschieht. Marc ändert situativ seinen Blick, hinterfragt aber sein Grundgerüst nicht. Vordergründig spricht er von Familie – tatsächlich dreht sich alles um sein eigenes Wohl.

    Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist das Buch gnadenlos kurzweilig. Kochs Stil ist messerscharf: bissiger Wortwitz, präzise Formulierungen, ein unerbittlicher, schwarzer Humor, der die Seiten fliegen lässt. Ich wollte dem Buch aus Ekel fast einen Stern geben, aber das wäre am Ziel vorbeigeschossen, denn genau diese Reaktion provoziert Koch bewusst – und literarisch brillant.

    Nachhall: Das Buch ist nicht „nur“ provokant; es bleibt hängen. Mich hat weniger die Handlung beschäftigt als die Frage, wie schnell Zynismus sich als Vernunft tarnt – und wie bereitwillig man einer klugen, aber moralisch verrotteten Stimme folgt, wenn sie nur eloquent genug ist. Diese Reibung zwischen Faszination und Abscheu hat mich noch lange nach der letzten Seite begleitet.

    Fazit: verstörend, eiskalt, zynisch – und verdammt gut geschrieben. 4 von 5 Sternen.

  19. Cover des Buches Eierlikörtage (ISBN: 9783492311915)
    Hendrik Groen

    Eierlikörtage

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Um es genau zu nehmen: eines in Holland. Aber so groß sind die Unterschiede nicht. Und nebenbei gesagt handelt es sich nicht um eine noble Seniorenresidenz für Gutbetuchte. Dort wohnt also der über 83jährige Hendrik, der mit dem Schreiben seinem Leben nochmals eine neue Wendung geben möchte, da er noch nicht bereit ist, die Hände in den Schoß zu legen oder den Löffel abzugeben. Mit gleichgesinnten Mitstreitern gründet er den Club „Alt-aber-nicht-tot“, die reihum alle zwei Wochen eine besonders Aktion heraus aus dem Alltagstrott planen und durchführen.

    Hendrik schreibt über die Zustände und Missstände, die Boshaftigkeit mancher Heim-Mitbewohner und über seine wachsende heimliche Schwärmerei für Eefje.

    Ich fragte mit gleich zu Beginn, ob es sich wohl um ein fiktives oder tatsächliches Jahr handelt. Anhand der angeführten Sterbedaten diverser Berühmtheiten war schnell klar, es ist das Jahr 2013. Es gibt über die meisten 365 Tage einen Eintrag, der meist so um eine Seite lang ist, außer außer bei Krankheit oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen. Der Leser bekommt den Eindruck, diesen Menschen im Laufe des Jahres ganz gut kennen zu lernen, woran sich die zweite grundsätzliche Frage anschließt: handelt es sich um eine fiktive Figur oder hat der alte Mann tatsächlich selbst geschrieben? Jedenfalls schreibt er über eine Lebensphase, in dem Abschiede von Fähigkeiten und liebgewordenen Menschen überhand nehmen. Dennoch verfasst er die Zeilen mit Witz und Selbstironie, ohne dabei jedoch in die Comedy-Ecke abzurutschen oder effekthaschend zu erscheinen.

    Manches geht noch, für manches ist es schon zu spät. Sexuelle Höchstleistungen sollte man bereits zuvor getätigt haben, aber sich an den schönen Dingen am Wegesrand zu erfreuen geht weiterhin.

    „Altwerden ist nichts für Feiglinge“, diesen Ausspruch würde ich auch nach der Lektüre gerne unterschreiben. Dennoch kann man noch eine ganze Menge Spaß haben, das vermittelt das Buch, auch wenn es zum Ende hin doch recht melancholisch wird.

    Der Titel ist jedoch ein wenig irreführend. Das süffige alkoholische Getränk aus dem Produkt aus Legebemühungen kommt gar nicht vor, falls ich es nicht überlesen habe.

    Ich schreibe selbst Tagebuch, seit über 30 Jahren. Ich müsste aber nochmals so viele Jahre und etwas mehr durchhalten, um vielleicht dann meine Geschichte aus dem Seniorenstift zu schreiben.

    Fazit: Dieses Buch war schön zu lesen. Es hat gutes Potential, ein wenig die Angst vor dem fortgeschrittenen Lebensjahren und dem betreuten Wohnen zu nehmen. Es hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas bissiger sein dürfen.



  20. Cover des Buches Verraten (ISBN: 9783423222068)
    Jussi Adler-Olsen

    Verraten

    (144)
    Aktuelle Rezension von: H-Lsh

    Es ist selten, dass Autoren eine Fortsetzung schreiben, die vorangegangenen ebenbürtig ist. Ich bin begeistert von der Erzählweise und der Komplexität der Charaktere. Die Handlung mag manchmal etwas überladen wirken, aber das schmälert den Lesegenuss nicht. Für mich ist dies eines der besten Bücher der letzten Monate.

  21. Cover des Buches A. S. Tory (ISBN: 9783347042568)
    S. Sagenroth

    A. S. Tory

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Jeanette_Lube

    Dieses Buch erschien 2020 und beinhaltet 266 Seiten.

    „Eine Reise ins Ungewisse, eine Vinylsingle aus den siebziger Jahren und eine tragische Familiengeschichte.“

    Sid ist fünfzehn und öffnet zu Beginn seiner Herbstferien eine E-Mail mit unbekanntem Absender. Er ahnt nicht, was auf ihn zukommt, lässt sich aber auf die Einladung des geheimnisvollen Mr. Tory ein. Es führt ihn von London quer durch Europa bis nach Marokko. Mit dem Mädchen Chiara begibt er sich gemeinsam auf die Suche nach einer vergriffenen Schallplatte und drei Brüdern. Zunächst beginnt alles mit Neugier und Abenteuerlust, dann nimmt es jedoch nach und nach eine gefährliche Wendung. Hier handelt es sich um einen spannenden Roadtrip, nicht nur für Jugendliche.

    Ich kenne bereits fast alle Bücher der Autorin S. Sagenroth und nun wollte ich auch unbedingt den ersten Teil des Roadtrips von Sid lesen, denn Teil 3 und 4 kenne ich bereits und diese haben mir bereits super gefallen. Wie toll ist das denn, wenn man fünfzehn ist und solch eine Einladung bekommt? Ich hätte diese auch auf jeden Fall angenommen. Sid erlebt ein Abenteuer der besonderen Art. Warum hat Mr. Tory ausgerechnet Sid ausgesucht und warum soll er eine vergriffene Schallplatte suchen? Chiara ist dabei eine tolle Begleiterin und gemeinsam mit ihr macht es doppelt Spaß, denn schon vom äußeren Erscheinungsbild ist sie angenehm und ihre Art fasziniert Sid und auch mich. Es handelt sich hier um eine spannende, fesselnde, aufregende und packende Geschichte und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Sid ist ganz schön mutig und schreckt gemeinsam mit Chiara vor fast nichts zurück. Die beiden sehen sich einer Gefahr gegenüber, mit der keiner rechnen konnte. Ich hatte das Gefühl, selbst an diesem Abenteuer teilzunehmen aufgrund des tollen Schreibstils der Autorin. Sid hätte sicher am Anfang des Roadtrips nicht damit gerechnet, was hier alles passieren wird. Lest selbst! Dies ist super für Jugendliche, aber auch Erwachsenen kann dieses Buch ein tolles Leseerlebnis bieten. Mich konnte die Autorin S. Sagenroth auf jeden Fall mit dieser Geschichte begeistern, faszinieren und komplett überzeugen, einfach klasse!!! Auf jeden Fall ein Lesehighlight! 

  22. Cover des Buches Drei auf Reisen (ISBN: 9783036959337)
    David Nicholls

    Drei auf Reisen

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Connie und Douglas haben sich nach über zwanzig Jahren auseinandergelebt. So sieht es jedenfalls Connie. Douglas fällt aus allen Wolken. Trotzdem wollen sie mit ihrem Sohn Albie im Sommer auf die "Grand Tour" gehen. Aber ist das wirlich eine gute Idee?

    "Drei auf Reisen" hat ein knallig-orangefarbenes Cover, weshalb die drei blauen Silhouetten sowie die weiße Schrift besonders auffallen. Das Cover verrät nicht viel, nur der Fakt, dass sich alle drei Personen voneinander entfernt befinden, der Mann in der Mitte jedoch der weiblichen Person zugewandt ist, lässt tief blicken. Das Cover macht neugierig und "leitet an den Klappentext weiter". Der Name des Verlags, "Kein & Aber", gefällt mir sehr gut!

    David Nicholls Schreibstil gefällt mir, das ist nicht mein erstes Buch von ihm. Interessant ist auch die Perspektive des Ehemannes, Douglas, und die Zeitsprünge. So ist man mal in der Gegenwart, der Grand Tour, dann wieder wird die Liebes- und Lebensgeschichte von Connie und Douglas erzählt. Es erfordert Konzentration, wenn man eben noch in der Vergangenwart war und quasi unvermittelt in die Gegenwart geholt wird. Das Buch hat ein paar Längen, macht aber auch nachdenklich und stellt die berühmte Frage, ob Gegensätze sich anziehen? In diesem Fall hielt die Anziehung leider nicht für den Rest des Lebens.

  23. Cover des Buches Codex Regius (ISBN: 9783404164677)
    Arnaldur Indriðason

    Codex Regius

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Stemmler

    Das Buch hat mir einen besseren Einblick in die Denkweise von "Wagneristen" gegeben. Hintergründe politischer Bewegungen mal anders; lebendig, mitreißend. Ein Professor , der mir in seiner Schroffheit zeigt, wie sehr wir doch durch unsere Emotionen angetrieben werden, lässt mich eine Spur nachsichtiger sein im Umgang mit Menschen seines Charakters. Ein Student, der nicht nur den historischen Belegen seiner geografischen Heimat nachjagt, sondern, wenn auch nur am Rande, seine eigenen Wurzel zu finden versucht, erlaubt mir den emotionalen Blick auf meine eigenen Lücken. Seine Geschichte treibt an, mit ihm zu hoffen, doch irgendwie auf den unbekannten Vater zu stoßen. 

     Insgesamt macht mich dieses Buch unglaublich neugierig auf mehr von diesem Schriftsteller. Vielleicht verstehe ich seine "Schriften" anders, für mich ist der Unterschied auch das Ende am Ende der Spannung. Danke.

  24. Cover des Buches The Safekeep: Winner of the Women’s Prize for Fiction 2025 (ISBN: 9780241999776)
    Yael van der Wouden

    The Safekeep: Winner of the Women’s Prize for Fiction 2025

    (3)
    Aktuelle Rezension von: BejeweledCat

    Das Buch und ich hatten Höhen und Tiefen. 
    Während des Lesens war ich überwiegend underwhelmed. Ich hatte mir vom Leseerlebnis an sich mehr erwartet, hatte mich von der überaus positiven Rezeption erwartungsmäßig blenden lassen. Doch die Dramaturgie, Abläufe und vor allem der Sprachstil waren für meinen Geschmack keine Elemente für überragenden Lesespaß. Allen voran die Art der Autorin, Dialoge zu schreiben ging mir sehr auf die Nerven. Keiner der Protagonisten oder Nebencharaktere scheint in der Lage, einen vollständigen Satz sprechen zu können. Jeder Satz - jeder - Die Sätze- sie sind abgehakt. 

    Inhaltlich jedoch ging die Geschichte unter die Haut. Die Autorin sagt, sie entstand im Zuge eines Schreibworkshops, eine Szene rund um einen "major elephant in the room" zu schreiben. In diesem Fall: die Aufarbeitung der Enteignung jüdischen Eigentums während des 2.WK in den Niederlanden. Die Verwirrungen und Verworrenheiten rund um Isabel und Eva sind hier wirklich gelungen und bleiben nachhaltig im Kopf. 

    Es ist eine Geschichte über Aufarbeitung, um Infragestellen, um Gerechtigkeit und auch um Selbstfindung, Mut und... zu viel spice. 

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