Bücher mit dem Tag "niederlande"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "niederlande" gekennzeichnet haben.

607 Bücher

  1. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442478668)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

     (917)
    Aktuelle Rezension von: Eeyorele

    Todesfrist - Andreas Gruber


    ✂️✂️✂️✂️✂️/5


    Der erste Fall für Sabrine Nemez und Maarten S. Sneijder


    Was können wir erwarten?


    ✂️ Sabine Nemez, Beamtin beim Kriminaldauerdienst mit dem großen Traum beim BKA zu arbeiten. 


    ✂️ Maarten S. Sneijder, BKA Beamter und forensischer Kripopsychologe. Ein Egozentriker, der kifft ums seine Cluster-Kopfschmerzen zu ertragen und nur seine eigene Meinung gelten lässt.


    ✂️ Sabine Nemez wird durch den Mord an ihrer Mutter in den Fall eines Serienmörders verwickelt, der in mehreren deutsche Städten Frauen ermordet. Als sie, obwohl sie natürlich nicht mit dem Fall betraut ist, eine Abfrage über die Datenbank des BKA startet, weil sie ihren Vater, der unter Mordverdacht steht entlasten will, wird Maarten S. Sneijder auf sie aufmerksam. Zunächst widerwillig, doch dann mit immer größerem Vertrauen jagen die beiden den Mörder bis nach Wien.


    ✂️ Ein Mörder, der seinen ganz eigenen Plan verfolgt und seinen Opfern 48h Stunden Zeit gibt gerettet zu werden, wenn die Menschen, die von ihrer Entführung erfahren und ein Geschenk von ihm erhalten, seine Rätsel lösen können.


    ✂️🖊️ Andreas Gruber schreibt unglaublich spannend. Das Buch liest sich in einem durch und man kann es nicht aus der Hand legen. Die Charaktere sind einzigartig und vielschichtig. Sie bleiben sich treu und zeigen auch schon in diesem ersten Band Entwicklungspotenzial.


    💕 Ich hab jetzt Todesfrist das zweite mal gelesen, da es einfach schon ein wenig her war und ich die gesamte Reihe günstig bekommen konnte. Ich liebe Maarten S. Sneijder, vor allem weil er zwar sein Ding durchzieht und nur sich in den Mittelpunkt stellt, sein Charakter aber nicht bei dieser einen Eigenschaft stehenbleibt. Vor allem seine Interaktion mit Sabine Nemez ist super.

    Klare Empfehlung, für alle die Serientäter und kreative Ermittlungsduos mögen.

  2. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442480258)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

     (617)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Friedrich

    In Wien wird ein verstörtes, misshandeltes 11-jähriges Mädchen aufgefunden, dessen Rücken mit Motiven tätowiert ist. Es ist Clara, die 11-jährige Tochter von Staatsanwältin Melanie Dietz ehemaliger Freundin Ingrid. Als dann noch eine Kinderleiche im Wienerwald gefunden wird, nimmt Melanie die Ermittlungen auf.

    Zeitgleich wird Sabine Nemez an der Akademie des BKA angenommen und wird von Maarten S.Sneijder unterrichtet. Dieser nimmt ungelöste Fälle mit seinen Schülern durch. Sabine stürzt sich gleich in die Fälle und beginnt Zusammenhänge zu anderen Morden zu sehen. Außerdem erfährt sie, dass auf ihren Exfreund Erik, der ebenfalls beim BKA arbeitet, ein Anschlag verübt wurde. Sabine entdeckt dann Gemeinsamkeiten an denen wohl auch Ihr Exfreund gearbeitet hat. Sieht Maarten S.Sneijder dass nicht?

    Ich muss mich ja immer überwinden ein Buch mit über 500 Seiten zu lesen 🙈 Aber ich bin so froh es jetzt endlich auf die Reihe gekriegt zu haben und ich werde auch noch schnell die anderen der Reihe lesen, damit ich am 21. September den neuen Sneijder genießen kann 😍 Es war wieder einfach genial, die Schreibweise und die Spannungsgeladene Geschichte lassen einen nicht los. Maarten ist wieder voll in seinem Element und ich kann jetzt noch, über einige Szenen, herzhaft lachen 😂
    Überraschende Wendungen, Dramatik, grausame Morde bei denen man wieder miträtseln und sich auf die falsche Fährte lenken lassen kann. Es kommt einfach zu keiner Langenweile auf. Es ist derart kurzweilig geschrieben, dass ich es sprichwörtlich "verschlungen" habe. Es sind wieder Starke, aber auch sehr menschliche Charaktere mit ihren Eigenheiten dabei. Ein Thriller wie er sein soll!

  3. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (544)
    Aktuelle Rezension von: rocky1307

    Den ersten und zweiten Teil der Reihe rund um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder habe ich gerne gelesen. Dieser dritte Teil jedoch, der hat mich komplett aus den Socken gehauen. Praktisch von Seite eins an wollte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Sowohl Maarten als auch Sabine sind zwei Charaktere, die ich sehr gerne mag und die meiner Meinung nach auch gut zusammenarbeiten (obwohl mir hier wohl beide widersprechen würden 🤭). Ich hatte es hier mit solider, logischer Polizeiarbeit zu tun, die ich gerne mitverfolgt habe. Gleichzeitig fand ich die Geschichte der jungen Psychologin Hanna genauso, wenn nicht noch spannender. Die Dynamik zwischen ihr und den geistig abnormen Rechtsbrechern, die sie betreuen soll, empfand ich als extrem interessant. Die düstere Atmosphäre, die in der Anstalt herrschte, tat dann noch ihr übriges. 

     

    Andreas Gruber hat mit Märchentod einen wahnsinnig spannenden Thriller geschaffen, der mich erschüttert, fasziniert, angeekelt, schockiert und auch zum Schmunzeln gebracht hat. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass es in diesem Teil durchaus etwas brutaler zugeht als in den vorherigen Teilen. Und auch, dass ich allen wärmstens empfehlen möchte die Thriller in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Gerade bezüglich Charakterentwicklung lohnt sich das auf jeden Fall!

     

    Zum Schluss kann ich nur nochmal betonen, dass ich diese Reihe allen, die Thriller mögen, ans Herz legen kann. 

     

  4. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.760)
    Aktuelle Rezension von: Han_Sch0128

    Jahreshighlight! Wann hat mein Buch mich so lang beschäftigt wie dieses? So eine tolle Geschichte mit einem Hauch von Liebe

  5. Cover des Buches Lazarus (ISBN: 9783785726501)
    Lars Kepler

    Lazarus

     (167)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des tollen Covers und Titels angesprochen.
     Lassen doch beide auf einen atemberaubenden Thriller hoffen.

    Von dem Autor habe ich bereits einige Bücher mit Begeisterung gelesen.

    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Leider konnte mich das Buch dieses Mal überhaupt nicht überzeugen. Ich bin in keinen rechten Lesefluss gekommen.

    Die Handlungen waren sprunghaft und es wurde im weiteren Verlauf des Buches nur noch in abgehakten kurzen Sätzen erzählt. 

    Alles wurde sehr brutal und äußerst unrealistisch dargestellt. Die Geschichte ist auch nicht besonders vielsagend. Ich bin von dem Autor definitiv besseres gewohnt. Ich bin froh, dass ich mir das Buch nicht selber gekauft habe, das Geld dafür hätte mich geärgert. Nachdem ich mich über 150 Seiten durch das Buch gequält habe, habe ich beschlossen, das Buch abzubrechen, da mir die Zeit dafür zu schade war.

    Ich kann das Buch leider nicht empfehlen. Es war überhaupt nicht mein Fall und schade für die Zeit.

  6. Cover des Buches Zwischen uns die Flut (ISBN: 9783841503510)
    Eva Moraal

    Zwischen uns die Flut

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch war der Hammer außer die letzten 100 Seiten 😂😂😂 ich mit meinen letzten 100 Seiten🤣
    Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch in die Richtung von Fantasy geht aber es war echt richtig gut! Ich glaub würde ich das heute nochmal lesen, würde ich denke: Boah warum machst du so?😂😂😂😂
    Die Geschichte ist richtig GUT! Ich bin wirklich richtig in dem Buch vertieft gewesen. Die Beziehung zwischen Arm und Reich. Zwischen Max und Nina war echt derbe gut, also als Jugendbuch.
    Vor allem, wie das so beschrieben wurde und die ganzen Geheimnisse boah!

    Ich warte seit 7 oder 8 Jahren jetzt auf den 2 Teil aber es wird keiner kommen...
    UND WENN IHR DAS ENDE WÜSSTET😱😱😱😱 Ich sag euch, das hat man einfach nicht erwartet! Das Ende fand ich irgendwie nicht passend...

  7. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01) (ISBN: B019L4NVO2)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01)

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Sabine38

    Dass dies kein „normales“ Buch ist sollte jedem beim lesen klar sein. Natürlich ist es keine aufregende und literarisch ausgearbeitet Geschichte, welche sich manchmal beim stumpfen lesen doch sehr zieht. Aber es ist ja auch keine erfundene Geschichte, es ist nicht mal eine „Geschichte“ die dazu gedacht war dass andere sie lesen. Aber wenn man das Geschriebene auf sich wirken lässt, die Wünsche, Träume und Hoffnung dieses Mädchens wahrnimmt mit dem Wissen dass sich dieses nie erfüllt, erhält man nochmal einen ganz anderen Blick auf die Geschichte. Eine absolute Empfehlung, für Leute die sich darauf einlassen wollen.

  8. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (2.040)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Irgendwie ist es interessant, wenn man manche Bücher im Nachhinein liest und dann feststellt, dass die Geschichte vor den jetzigen aktuellen Ereignissen geschrieben wurde und es ist irgendwie verblüffend und faszinierend zugleich wie nah Autoren an der Realität oft sind. Aber auch ohne diesen Umstand ist das Werk von Sebastian Fitzek wieder ein Buch was man relativ zügig wegsuchten kann, weil immer was passiert, weil immer mit Cliffhangern und Spannungsbögen gearbeitet wird. Auch in diesem Buch beweist der Autor, warum er unangefochten an der Spitze steht, auch wenn ihm nicht jedes Buch gelingt, aber dieses tut es sehr wohl. Es ist nicht nur reine Unterhaltung, sondern enthält auch Statistiken und Fakten die zu denken geben sollten.

  9. Cover des Buches Rendezvous in zehn Jahren (ISBN: 9783548062594)
    Judith Pinnow

    Rendezvous in zehn Jahren

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Valerie muss nach ihrer Trennung den Kopf freikriegen und verbringt ein Wochenende in Amsterdam. Als sie auf ihre Schwester wartet, trifft sie auf den Holländer Ted, mit dem sie direkt eine Verbindung aufbaut. Sie verabreden, sich in genau zehn Jahren hier wieder zu treffen und somit das Schicksal entscheiden zu lassen, ob sie sich immernoch voneinander angezogen fühlen.
    Aber sowohl Valerie als auch Ted bekommen Panik, dass sie eine Chance vertun und versuchen vergeblich, sich zu finden. Es vergehen ein paar Jahre und erst als Ted heiraten will, treffen sie sich wieder.
    "Rendezvous in zehn Jahren" ist ein leichter, locker geschriebener Liebesroman, der gut unterhält. Mir gefällt Judith Pinnows Schreibstil, man kann sich gut die Figuren vorstellen und ist in der Geschichte sofort drin. Für das Cover hätte ich etwas mehr Amsterdam-Feeling passend gefunden, aber es ist schön gestaltet.
    Natürlich ist das Ende vorhersehbar, aber es macht die Geschichte rund und ist stimmig. Für mich war es eine schöne Urlaubslektüre.

  10. Cover des Buches Mein Leben als Sonntagskind (ISBN: 9783959673198)
    Judith Visser

    Mein Leben als Sonntagskind

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Der dunkle Einband hätte mich im Laden abgeschreckt, auch der mehr als 600 Seiten dicke Wälzer. Aber mir gefielen der Klappentext und vor allem die Leseprobe sehr gut.

    Die kleine Jasmin sieht die Welt ganz anders als alle anderen Menschen. Geräusche, die für jeden völlig normal sind, erträgt sie nicht. Keine lärmenden Kinder, keine Geschäfte voller Menschen, keine laute Musik – auch keine Fragen. Sie spricht nur mit ihren Eltern und Großeltern und wird deshalb als arrogant empfunden. Doch ich fühlte von Anfang an mit der Hauptperson mit, verstand aber gleichzeitig die Reaktionen ihres Umfeldes, was an der ganz hervorragenden Erzählweise der Autorin lag.

    Dafür erhält sie die fünf verdienten Sterne, wozu ich mich höchst selten entschließen kann.

  11. Cover des Buches Todeskampf (ISBN: 9783442477906)
    Michael Robotham

    Todeskampf

     (159)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch
    Eine Freundschaft die immer hält? Bei der nach Jahren der Kontaktlosigkeit immer noch alles so ist, wie es vorher einmal war? Diesen Wunsch hat Alisha Barba, als sie sich zu ihrem Klassentreffen aufmacht und sich dort mit ihrer damaligen besten Freundin verabredet hat. Jahrelang hatten die beiden Frauen keinen Kontakt und Ali hofft, dass alles so ist, wie es früher war, dass sie ihren Siamesischen Zwilling wieder gefunden hat. Denn Alis Freundin hat Probleme und ist der festen Überzeugung, dass nur Ali ihr dabei helfen kann. Doch noch bevor sie davon erzählen kann, werden sie und ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und Ali macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis, dass ihrer Freundin so am Herzen lag… Nicht nur die Geschichte klingt spannend, sie ist es auch. Ich fand Alisha total sympathisch und ihre Art mit Ruiz umzugehen und das Vertrauen, dass die beiden in den jeweils anderen haben finde ich wirklich bemerkenswert. Es ist ein Buch, dass dir zeigt, dass du nicht immer das machen solltest, was richtig ist, sondern man auhc mal gegen den Strom schwimmen kann, ein super Job-Angebot ausschlagen kann und noch vieles mehr. Für mich persönlich war das Buch auf jeden Fall super spannend und hat mir eindeutig besser als Amnesie gefallen. Ich fand die Kapitellänge in Ordnung und auch die Struktur des Buches war gut aufgebaut. Die Kapitel ergaben Sinn und haben Spannung erzeugen können. Obwohl das Buch wirklich spannend war, haben mir ein paar Thriller-Elemente gefehlt. Es war nicht unbedingt so, dass ich mich geekelt habe oder dachte „das gibt’s doch gar nicht“. Neben der Spannung und den vielen Erleuchtungen fand ich, dass Robotham wirklich wichtige und schwierige Themen wunderbar in die Story mit eingebettet hat. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er auf die Missstände der Welt aufmerksam machen wollte, aber er hat es torztdem getan – zumindest für einen kleinen Teil. Des weiteren hat mir die Vielschichtigkeit der Handlungorte sehr gut gefallen, sowie die Einblicke in die Privatleben der Ermittler. Schade fand ich dabei aber, dass der Ort nicht genannt war. Hatte man das Buch eine Zeit an der Seite liegen musste man sich erst wieder reinfinden um zu wissen, an welchem Ort das Buch gerade spielt. Das ist aber wirklich nicht so schlimm. Was ich persönlich, aber etwas schade fand war, das Joe O’Loughlin diesmal nicht dabei war. So standen zwar Alisha und Ruiz im Vordergrund, aber ein paar schräge Gedanken von Joe, hätten den beiden sicher auch geholfen. Alles in allem fand ich das Buch aber total gelungen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.
  12. Cover des Buches Bonuskind (ISBN: 9783958903913)
    Saskia Noort

    Bonuskind

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Blaxys_little_book_corner

    Ich bin ja mit den schlimmsten Erwartungen an "Bonuskind" herangetreten; es wurde mittlerweile in so einigen Rezensionen zerrissen.. Das war für mich Grund genug, dem Buch von seinem Dasein als Subleiche zu erlösen und mir zu Gemüte zu führen, wie gut oder schlecht das Buch tatsächlich ist.. 

    ..und wurde tatsächlich positiv überrascht! 


    Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Geschichte um die 15-jährige Lies, deren Mutter plötzlich eines nachts verschwindet, so negativen Anklang gefunden hat. 


    War es der Schreibstil? Den fand ich flüssig zu lesen; für eine schnelle Lektüre zwischendurch durchaus an- und einnehmbar. 


    War es der Gesamtplot? Ja, der ist im Groben nicht neu. Dass jemand von null auf hundert verschwindet, ist jetzt nichts bahnbrechendes.  Aber dass die eigene Teenagertochter ihre Perspektive preisgibt - Teilweise auch die Mutter in einzelnen Kapiteln oder auch in Schriftform durch eine gefundene Datei - das fand ich durchaus ansprechend. 

    Luft nach oben gibt es fast immer, hier auch, weil sich in meinen Augen zu schnell Lies' Mutter "gefunden" wird, worauf viel Dramatik folgt.. Aber eben auch das Mysterium, was wirklich geschah. An manchen Stellen wird sogar gut mit dem Leser gespielt. ✌


    Haben vielleicht die Charaktere nicht gestimmt? Da verziehe ich selbst ein wenig meine Schnute, denn viel Sympathie konnte auch ich nicht für Lies aufbringen. Im Gegenteil, das Mädchen ist ziemlich anstrengend.. Doch ist 15 nicht ein anstrengendes Alter? 

    - Hier liegt wahrscheinlich auch mein größter Kritikpunkt: Ich kann nicht einordnen, für welche Zielgruppe Saskia Noort "Bonuskind" geschrieben hat. Für einen Erwachsenen ist zu viel Teenagerangst dabei. Das Thema der ersten Liebe hätte hier zB getrost weggekonnt. Aber für junge Erwachsene ist das Buch auch nichts - nicht jeder Teenager ist vorzeitig gereift, wie es hier die Protagonistin durch den Rosenkrieg ihrer Eltern ist. Und Lies' Mutter erlebt einige heftige Sexszenen in ihrer dokumentierten toxischen Beziehung. 

    Beim Lesen wandelt man auf einem schmalen Grad, der in meinen Augen nicht ganz getroffen wurde. 


    Vielleicht hätte man "Bonuskind" nicht als Thriller bezeichnen dürfen. Es ist ein Drama. Ein Familiendrama. Ein Jugendtrauma. Alles andere als ein feel-good Buch. Auch, wenn ich es durchaus spannend fand - aber es ist eben kein Thriller. 


    Unterm Strich kann ich die schlechten Rezensionen nicht unterstreichen. 

    Und das, wo ich mich schon auf der ersten Seite tierisch aufgeregt habe: Wenn mir der Satz: "Ich habe vor vielen Dingen Angst. .... ...dass ich wieder Blasenentzündung habe; ..." . EINE Blasenentzündung, bitte. Und das tritt hier mehrmals auf, sowohl die Blasenentzündung, als auch das Fehlen vom unbestimmten Artikel.

  13. Cover des Buches Die Magie der kleinen Dinge (ISBN: 9783734103070)
    Jessie Burton

    Die Magie der kleinen Dinge

     (145)
    Aktuelle Rezension von: FreydisNeheleniaRainersdottir

    In der App des Buchgiganten Thalia gibt es eine Funktion, die sich Thalia Next nennt. Man kann dort den Titel eines Buches eingeben, dass man besonders mochte und dann schlägt dir der Generator Bücher mit vergleichbaren oder ähnlichen Themen bzw. Inhalt vor. Das habe ich mit "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale gemacht und der Generator schlug mir unter anderem das Buch "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton vor. 

    Vorab: Jessie Burton hat einen wunderbar fesselnden Schreibstil, der den Leser quasi dazu nötigt, an der Geschichte dran zu bleiben, weil man wissen will, wie es ausgeht. Auch ist die Geschichte um Petronella Brandt und ihr geradezu magisches Puppenhaus sowie die Geheimnisse des Hauses, in das sie eingeheiratet hat, wahnsinnig interessant. Nur eins hat mir diese wunderbare, leicht düstere Geschichte dann doch versaut: Was geht Autoren eigentlich durch den Kopf, wenn sie in ihren Büchern Tiere grausam zu Tode kommen lassen? Muss das sein? Sind Bücher nicht auch dafür da, dass man vor den Grausamkeiten der Realität flüchten kann? Muss man dann über Tierquälerei schreiben? Die Geschichte wäre meiner Meinung nach auch ohne den grausamen Mord an einem Windhund ausgekommen. Sicher ist das mein subjektives Empfinden, aber ich möchte keine Geschichten lesen, in den Tiere gequält oder sinnlos getötet werden. Und deshalb fliegt das Buch auch wieder aus dem Regal.

  14. Cover des Buches Ruf der Vergangenheit (ISBN: 9783802584022)
    Nalini Singh

    Ruf der Vergangenheit

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Dev findet eine verletzte Frau vor seiner Tür. Erst einmal kümmert er sich um Katya und anschließend gilt es heraus zu finden, wer sie dort abgelegt hat und wieso.

    Die Geschichte hat mir bisher am wenigsten von allen aus der Reihe gefallen. Warum kann ich nicht genau sagen, ist aber so.

    Vielleicht liegt es daran, dass beide Protagonisten keine Gestaltwandler sind, sonst war bisher immer mindestens ein Gestaltwandler dabei.

    Katyas Geschichte fand ich sehr bewegend und spannend und je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr habe ich mit ihr mit gefiebert.

    Dev war mir zwar sympathisch, aber er ist mir bis zum Schluss mehr oder weniger ein Rätsel geblieben. Ich bin ihm während des Lesens nicht nahe gekommen, was schade ist.

    Alles in allem war das eine gute und vor allem spannende Geschichte, die mich aber nicht so überzeugen konnte wie ihre Vorgänger.

  15. Cover des Buches Der Holländer (ISBN: 9783866486744)
    Mathijs Deen

    Der Holländer

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Coriso

    Liewe Cupido, genannt "der Holländer", ermittelt die Hintergründe eines toten Deutschen, der im Grenzgebiet zwichen den Niederlanden und Deutschland vom niederländischen Grenzschutz gefunden wurde. Es beginnt ein Kompetenzgerangel zwischen der Holländischen und Deutschen Polizei.

    Der Tote ist einer der populären 3 Extrem-Watt-Wanderer des Nordens. Verwunderlich, dass bei der entscheidenden Wattwanderung nach Borkum nur Peter und Klaus aufgebrochen waren, während Aron nicht zur Wanderung angetreten ist. Was steckt dahinter? Was ist im Watt passiert? 

    Die Beschreibungen vom Watt sind in diesem Buch beeindruckend. Die Ermittlungsdiskussion zwischen Holland und Deutschland war vor allem im E-Book-Format etwas schwierig nachzuvollziehen, da die im Buch eingefügte Karte nicht vergrößerbar war. Liewe Cupido ist ein sympatischer Ermittler, der die Dynamik zwischen den drei Wattwanderern analysiert und dadurch die Hintergründen des Todesfalles aufdeckt. Am Ende etwas konstruiert, aber durch die beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen, den Fanatismus der Wattwanderer und den immer wieder erzeugten Spannungsbogen ein lesenswerten Krimi.

  16. Cover des Buches Dieser Beitrag wurde entfernt (ISBN: 9783446273795)
    Hanna Bervoets

    Dieser Beitrag wurde entfernt

     (117)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Schwierig, das Buch zu bewerten. Es war anders als ich vermutet habe, aber trotzdem interessant. Wenngleich es weniger um die Arbeit bei Hexa ging und mit welch schlimmem Content man dort konfrontiert wird. Viel mehr ging es darum, was dieser Job mit Protagonistin Kayleigh und ihren Arbeitskollegen macht, wie es ihr Leben, ihre Weltanschauung und ihre Beziehungen beeinflusst.

    So bekommt es Kayleigh in ihrer lesbischen Beziehung zu einer Kollegin bald zu spüren, dass die Videoclips, die sie löschen oder nicht löschen, ihre Spuren hinterlassen. Kollegen lassen sich in Verschwörungstheorien hineinziehen und Kayleigh wird immer mehr zu seiner Person, die sie selbst kaum wiedererkennt.

    Mahr kann man zu diesem Buch nicht sagen, denn auf knapp 100 Seiten wird die Story mehr angerissen als ausführlich erzählt. Und das ist auch definitiv die Schwäche dieses Romans. Der Schreibstil ist zwar locker leicht und die Seiten lassen sich gut weglesen, aber natürlich steht vieles zwischen den Zeilen.

    Das Buch arbeitet kaum mit Emotionen, diese entstehen erst dann, wenn man das Gelesene hinterfragt. Generell stellt man sich viele Fragen beim Lesen, nicht alle werden zufriedenstellend beantwortet. Das Ende kommt abrupt, hat mich aber nicht so gestört wie viele andere Leser.

    Mein Problem bei dem Buch war eher, dass ich hier so viel verschwendetes Potenzial gesehen habe. Als richtig gut ausgearbeiteter Roman hätte mich die Story vermutlich richtig vom Hocker gehauen.

    So fand ich die Geschichte zwar einnehmend, aber vollends überzeugen konnte sie mich nicht.


  17. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank (ISBN: 9783103972535)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank

     (88)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    ... ich habe die GN im Anschluss an die neue Jubiläumsausgabe gelesen. 

    Toll umgesetzt, schön gezeichnet, mit Gefühl und Empathie. Und man bekommt von einigen Dingen, die im Buch beschrieben werden, ein besseres Bild!

    Leseempfehlung!

  18. Cover des Buches Krone der Welt (ISBN: 9783404183074)
    Sabine Weiß

    Krone der Welt

     (74)
    Aktuelle Rezension von: AddictedToBooks

    Vincent will als Architekt prächtige Stadthäuser bauen. Ruben sehnt sich nach Abenteuern auf hoher See. Betje ist eine begnadete Köchin. Zusammen sind die Geschwister in Amsterdam gestrandet, einem Ort der märchenhaften Möglichkeiten. Doch es ist auch die Zeit der großen Auseinandersetzungen. Katholiken und Calvinisten streiten um den rechten Glauben, Engländer und Spanier um den Einfluss auf das Land am Meer, Kaufleute um die wirtschaftliche Macht. Können sich die Geschwister in dieser schwierigen Situation behaupten?

    Wie immer hat mich dieser historische Roman der Autorin Sabine Weiß überzeugt, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet. "Krone der Welt" war mein erster Roman überhaupt, der in den Niederlanden spielt. Das Buch hat mich richtig gut unterhalten und strotzte nur so von gut recherchierten Informationen. In der Mitte des Buches gab es mal ein paar Abschnitte, die sich ein bisschen länger gezogen haben, aber das Durchhalten hat sich gelohnt.

    Wer gerne historische Romane liest oder sich als Newbie an das Thema herantrauen möchte, hat hier das Buch seiner Wahl gefunden.

    "Krone der Welt" erhält von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

  19. Cover des Buches Die Dirigentin (ISBN: 9783455009606)
    Maria Peters

    Die Dirigentin

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Tauriel

    Durch den ruhigen und berührenden Schreibstil der Autorin werde ich gut in diese Geschichte hinein genommen.

    Da die Autorin aus der Ich-Perspektive der drei Protagonisten Willy , Robin und Frank heraus erzählt , bin ich nah bei den dreien und erfahre so , was sie antreibt und bewegt . Dabei verwebt die Autorin gekonnt Fiktion und Wirklichkeit.

    Robin trägt ein Geheimnis mit sich und auch hier ist die Autorin sehr zeitgemäß . Frank ist  die große , von der Autorin angedichteten ,Liebe.

    Der Roman spielt in Amerika,in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts .

    Willys Pflegeeltern stammen aus der untersten amerikanischen Gesellschaftsschicht . Willys Adoptivmutter ist eine zänkische und herrische Frau und bringt Willy nicht viel Verständnis und Liebe entgegen , während ihr Adoptivvater ihre Liebe zur Musik unterstützt, ja , er bringt  ihr ,von seiner Arbeit als Müllmann , ein altes Klavier mit.

    Als Willy begreift,das sie ein Adoptivkind ist , begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln . Ihr richtiger Name lautet Antonia Brico und sie  nennt sich fortan so .Doch Antonia erklimmt  ihre eigene Erfolgsleiter . Sie möchte nicht im Orchester sitzen,nein sie möchte die Führung übernehmen . In dieser Zeit haben es Frauen generell nicht leicht . Viele Künstlerinnen haben ihre Karriere dem Zeitgeist geopfert ,sie gehören an Herd und Heim . Doch nicht Antonia . Ein bisschen penetrant und mit Elan verfolgt sie unaufhörlich ihr Ziel .

    Von ihren Wegbegleitern belächelt und nicht ernst genommen erkämpft Antonia sich mutig ihren Platz in der Musikwelt.

    Es ist ein steiniger Weg ,den Antonia beschreitet und das Gehabe der anderen Künstler und die Zudringlichkeit eines Lehrers sind ihre geringsten Sorgen.
    Bis sie schließlich am Höhepunkt ihrer Karriere das Philharmonische Orchester dirigiert.

    Ich konnte mich gut in Antonia hinein versetzen und Robin ist eine interessante Figur,die diesen Roman ein wenig Brisanz verleiht.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und die Autorin hat mir die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen und mutigen Frau nahegebracht und hat ihr dadurch ein Denkmal gesetzt.


  20. Cover des Buches The Fault In Our Stars (ISBN: 8806188014264)
    John Green

    The Fault In Our Stars

     (824)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    *The Fault in Our Stars* von John Green hat mir in der englischen Originalausgabe zum gleichnamigen Kinofilm, wie auch bereits als deutsches Taschenbuch unglaublich gut gefallen. 

    Es geht um Hazel, die während ihrer Krebsbehandlung eine Selbsthilfegruppe aufsucht. Dort trifft sie unverhofft auf Augustus, der sie nicht nur auf Anhieb zum Lachen bringt, sondern ihr ein Freund ist, in guten und in schwierigen Zeiten. Als er ihr seinen Herzenswunsch schenkt und die beiden gemeinsam nach Amsterdam fahren, verlieben sie sich ineinander und erleben so gemeinsam die wohl intensivste Zeit ihres gemeinsamen Lebens. 

    Die Geschichte berührt mich nach wie vor wie kaum eine andere und zählt zu meinen absolut liebsten Liebesgeschichten. Sowohl die Kulisse, als auch die Charaktere und die lockere, humorvolle und gefühlvolle Schreibart ist unvergleichlich schön und ließen mich auch mit dieser Ausgabe, das Buch kaum mehr aus der Hand legen. 

    Die Stärke von Hazel und Augustus ist bemerkenswert und ihre Verbindung unvergleichlich schön. 

    Für alle, die echte, authentische, tiefe und schöne Liebesgeschichten lieben! 

    Der beste Lesestart in mein Lesejahr 2022 :)

  21. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

     (1.487)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Freiheit

    Europas Stromversorgung wird ad hoc lahm gelegt. Die Konsequenzen sind weitreichend und schwerwiegend. Ein Kontinent steht Kopf und bald die ganze Welt?!

    Marc Elsberg hat ein Was-wäre-wenn? - Szenario geschaffen, das einerseits zeigt, wie verwundbar und abhängig wir inzwischen von moderner Technologie und Energien sind, andererseits, welche Gefahren sie mit sich bringen.

    Unglaublich, dass er bei der Komplexität der parallel laufenden Handlungsstränge nicht selbst durcheinander gekommen ist.

    Es mutiert zu einer wahren Herausforderung, den zahlreichen Protagonisten an die vielen Orte (bei 14 habe ich aufgehört zu zählen), gedanklich folgen zu können.

    Irgendwann verlor sich hierbei auch die Spannung, das Ende kam abrupt und weit weniger spektakulär als erwartet.


    Die Thematik ist ohne Frage interessant und seitens des Autors offensichtlich gründlich recherchiert worden. 

    Die Realitätsnähe ist erschreckend, wenn man Katastrophen betrachtet, die sich nach dem Erscheinen dieses Titels ereignet haben.

    Trotz allem entwickelte sich der dicke Schinken spätestens ab dem letzten Drittel, zu einer nicht enden wollenden Qual für mich, so dass ich am liebsten abgebrochen hätte.

    Dem Buch, beziehungsweise der Handlung, hätten meiner Ansicht nach, 300 Seiten weniger deutlich besser getan. 


  22. Cover des Buches Mord auf Vlieland (ISBN: 9783426524893)
    Jan Jacobs

    Mord auf Vlieland

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Für seinen ersten Krimi um die Protagonistin Griet Gerritsen, eine eigenwillige Kommissarin mit recht sperriger Persönlichkeit, mit der sie sich nur allzu oft selber im Wege steht, hat sich der Autor einen Ort ausgesucht, den man zunächst einmal nicht in Verbindung bringt mit düsteren Kriminalfällen: die – wie es der Titel bereits verrät – holländische Insel Vlieland, die zweitkleinste der fünf bewohnten Westfriesischen Inseln mitten im Wattenmeer, ein Paradies für Naturliebhaber mit einer ausgedehnten Dünenlandschaft, dem Vliehors, auch „Sahara des Nordens“ genannt, sowie einer für die nur zwölf Kilometer lange Insel beachtlichen Waldfläche.

    Dass die vordergründig idyllische Insel Rätsel, gar dunkle Geheimnisse birgt, wird der Ermittlerin „auf Bewährung“, deren neuer Chef nur auf einen – erneuten! - Fehler ihrerseits wartet, um sie endgültig kaltzustellen, schnell klar, nachdem sie mit ihrem Team, dem sympathischen und äußerst gelassenen Kollegen Pieter und der jungen Noemi, die mit ihrem Übereifer und ihrer eigenmächtigen Unbedachtheit – darin Griet nicht unähnlich – ein potentielles Risiko darstellt, auf der Insel angekommen ist, um den Tod des augenscheinlich höchst geachteten Vlieland-Bürgers und Hoteliers Vincent Bakker zu untersuchen.

    Niemand allerdings möchte so richtig trauern um den feinen Herrn, dem da so unzeitig der Garaus gemacht wurde – was nur allzu verständlich ist, wie Griet und ihre ungewöhnlich kleine Ermittlereinheit sehr bald feststellen. Der Ermordete war nämlich alles andere als ein Ehrenmann und nicht wenige hätten Grund genug gehabt, ihn ins Jenseits zu befördern!

    Es ist nicht leicht, Licht ins Dunkel zu bringen, aber Griet ist nicht nur unkonventionell-eigensinnig, sondern auch zäh und furchtlos und außerdem, wie der Leser sich im Laufe der Handlung überzeugen kann, eine sehr fähige Kriminalistin mit glasklarem Verstand und beträchtlichen deduktiven Fähigkeiten. Dass sie nach all den persönlichen Unbillen in ihrem Leben, über die der Leser ansatzweise in Kenntnis gesetzt wird, immer noch so hervorragend funktioniert, nimmt fast wunder!

    Nach einigen Rückschlägen und einer falschen Fährte kommt ihr schließlich Freund Zufall oder das kleine Quäntchen Glück, für das auch die gewieftesten Kommissare dankbar sind, zu Hilfe und sie beginnt, das Geflecht aus Geheimnissen, Halbwahrheiten und ganz offensichtlichen Lügen zu durchschauen und am Ende den Mord an dem, wie man ihr zu Anfang glauben machen wollte, geachteten Hotelbesitzer aufzuklären, dessen Wurzeln, so viel darf verraten werden, weit in die Vergangenheit zurückreichen....

    Die Lösung des Falles, der im Mittelpunkt des spannenden Krimis steht, bei dem auch die menschliche Komponente nicht zu kurz kommt und der zu meiner Genugtuung wunderbar ohne detailliert beschriebene blutige Szenen, die ich ohnedies grundsätzlich für überflüssig halte, auskommt, war letztendlich nicht unbedingt überraschend. Sie zeichnete sich ganz allmählich ab, so wie sich der gesamte Kriminalroman allmählich und gemächlich und ohne Knalleffekte ( auch überflüssig! ) entwickelte. Was aber die Kommissarin mit ihrem Wissen machte, das ist wirklich ungewöhnlich, das ist etwas, das nicht zu erwarten war, aber sehr stimmig ist, haargenau passt zu ihrer nicht alltäglichen, keinerlei Stereotypen entsprechenden Persönlichkeit. Und damit geht sie tatsächlich einmal konform mit dem, was unausgesprochen von ihr erwartet wird – und dies von oberster Stelle!

    Griets Handlungsweise befriedigt also am Ende doch noch - auch wenn man sie vielleicht nicht durchgängig verstehen kann - wie das die gesamte Geschichte tut. Nicht nur überzeugt der Fall an sich, der so logisch und mit Bedacht aufgebaut ist, und in dem der Autor eine Reihe von Akteuren auftreten lässt, die authentisch sind, denen man auch im wirklichen Leben ohne weiteres begegnen könnte, die sich so verhalten, wie das normale Menschen nun einmal tun, sondern er passt sich darüber hinaus harmonisch - wenn man diesen Begriff bei einem Krimi überhaupt verwenden kann -  ein in die vom Autor so ansprechend-intensiv geschilderte Watteninsel, wobei er den Leser gleichsam mitnimmt, ohne dass diese durch die geschilderten Ereignisse ihren Zauber verliert und zu einem Ort wird, den man am liebsten meiden möchte. Sie bleibt seltsam unberührt, unbefleckt von all dem Unguten, das auf ihr geschehen ist!

    Alles passt an diesem Kriminalroman, nichts stört die Harmonie seiner Komposition. Und wenn der Autor sich obendrein noch immer wieder der holländischen Sprache bedient, indem er Wörter oder ganze Sätze einflicht, über deren Bedeutung man nicht lange zu rätseln braucht – dann ist das sozusagen das Tüpfelchen auf dem „i“, dann hat man mitunter schon das Gefühl, etwas mehr zu sein als nur Leser oder Zuschauer, sondern vielmehr ein winzig kleiner Teil der Handlung selbst - und der schönen Insel in der rauen Nordsee natürlich auch!

  23. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Es handelt sich um den dritten Teil der umfangreichen Geschichte von Kingsbridge. Das Original ist 2017 unter dem Titel „A Column of Fire“ (Eine Feuersäule) erschienen. Beide Titel passen nicht so recht zum Werk, sind also nicht besonders gut gewählt. Wie zwischen Band 1 und Band 2 hat Follett wieder ca. 200 Jahre vergehen lassen, bevor er die Geschichte Kingsbridges fortschreibt. Der Roman spannt sich über einen Zeitraum von über 60 Jahren von 1558 bis im Grunde 1605. Er beginnt also im letzten Regierungsjahr von Maria Tudor und endet im Wesentlichen nach dem Tod ihrer Nachfolgerin Elisabeth I. im Jahr 1603 und dem aufgedeckten Anschlag auf Maria Stuarts Sohn und Elisabeths Nachfolger James im Jahr 1605. Der Sprung ins Jahr 1620 ist mehr ein Anhängsel als echte Romanhandlung. Oder vielleicht auch eine Art Ankündigung für eine Fortsetzung der Geschichte wieder 200 Jahre später mit einem Handlungsort in Amerika. Prägend für diesen Roman sind die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in Frankreich und England, garniert mit erzählerischen Ausflügen nach Spanien, die Niederlande und sogar Hispaniola. Neben der eigentlichen Romanhandlung, die chronologisch erzählt wird, wobei kapitelweise zwischen den Schauplätzen hin und her gesprungen wird, gibt es immer kurze Einschübe, in den jemand auf sein Leben zurückblickt. Recht bald wird dem Leser klar, dass dieser jemand Ned Willard ist, einer der Hauptprotagonisten des Romans und Nachfahre von Merthin, dem Erbauer des Kingsbridger Kathedralenturms und der Brücke über den Fluss (vgl. Die Tore der Welt).

    Aus meiner Sicht ist das ein ganz typischer Ken Follett Historienschinken. Ein umfangreiches Werk, in leicht verständlicher Sprache gehalten und unterhaltsam geschrieben. Typisch ist auch die schablonenhafte, holzschnittartige Figurenzeichnung, die einem Groschenroman ähnelt. Als meistenteils gut gemacht wiederum empfinde ich die Anbindung an reale historische Ereignisse und die Einbindung historischer Persönlichkeiten. Dahinter steckt eine Menge geschichtlicher Recherchetätigkeit. Die umfangreiche Liste der im Roman erwähnten historischen Persönlichkeiten legt ein bisschen Zeugnis dafür ab. Die Verarbeitung des Bildersturms von Antwerpen, der Bartholomäusnacht, des Untergangs der spanischen Armada ist hervorragend gelungen. An manchen Stellen aber schwächelt der Roman ungewöhnlicherweise auf diesem Gebiet, z.B. wenn es um die Entscheidung im Machtkampf zwischen den katholischen Höflingen Guise und den Bourbonen geht, die sehr lückenhaft beleuchtet wird. Ebenso finde ich Behandlung der Ridolfi-Verschwörung zu kurz geraten. Da war Follett schon besser und genauer unterwegs. Wie gewohnt enthält der Roman auch einige logische Fauxpas, wie die Gerichtsverhandlung, die Alice Willard um das verliehene Geld bringt. (Bastei Lübbe Tb 2017, S. 252 ff) Ebenso ist nach dem Frieden von Saint-Germain der Verkauf verbotener Bücher einmal nicht mehr lebensgefährlich (ebd., S. 697), um ein paar Seiten weiter wieder lebensgefährlich zu sein (ebd., S. 733), ohne dass sich an der historischen Situation etwas geändert hätte. Und auch sehr vorhersehbare Teile fehlen nicht. So weiß jeder einigermaßen erfahrene Follett-Leser mit Bestimmtheit, dass Margery nach der Vergewaltigung durch den Grafen Swithin von Shiring (ebd., S. 540 ff) schwanger sein wird.

    Ein schönes Zitat habe ich auch gefunden, wobei ich nicht weiß, ob das eine Art Redewendung ist, die ich bisher nur nicht kannte. Jedenfalls lässt Follett Ned Willards Großtante Betsy aus Sevilla sagen: „Wer eine Hexenjagd beginnt, der wird auch Hexen finden.“ (ebd., S. 156)

    Zusammenfassend wieder ein Werk Folletts, über das das Feuilleton die Nase rümpfen wird, das aber aufgrund seiner Massentauglichkeit hohe Auflagen erzielen wird. Wenn man seine Erwartungen an die literarische Qualität nicht allzu hoch ansetzt, dann erwartet einen eine unterhaltsame, leicht lesbare, handwerklich ordentlich gemachte Lektüre, bei der sich der Denkaufwand in Grenzen hält. Drei Sterne.

  24. Cover des Buches Nur ein Tag (ISBN: 9783596197781)
    Gayle Forman

    Nur ein Tag

     (520)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Allyson führt ein geordnetes und geplantes Leben. Als sie jedoch am letzten Tag ihrer Europareise Willem kennen lernt und er sie einlädt für einen Tag mit ihm nach Paris zu kommen, sagt sie ja. In Paris zeigt ihr Willem, was es bedeutet spontan zu sein und sich treiben zu lassen. Das Knistern zwischen Allyson und Willem wird zu einem Brennen. Doch als Allyson am nächsten Tag aufwacht, muss sie feststellen, dass Willem verschwunden ist. Verwirrt kehrt sie in ihr altes Leben zurück. Aber es fällt ihr schwer den Jungen zu vergessen, der ihr so viel über das Leben und über sie selbst beigebracht hat.

    "Nur ein Tag" ist eine wunderschöne Geschichte über das Leben und die Liebe. Mich hat das Buch von Seite 1 an gefesselt und ich lese es immer wieder gerne. Es enthält auch einige wichtige Lektionen über das Leben. Durch das Buch habe ich es mir angewöhnt mich gerne mal zu "verlaufen", gerade wenn ich auf Reisen bin. Auch die kleine Passage über das Doppelte Glück hat mir sehr gut gefallen und inzwischen schreibe ich es in jede Hochzeit-Glückwunschs-Karte. Die Veränderung, die Allyson im Laufe des Buches erlebt, hat mich sehr stark ermutigt und mir auch geholfen mein eigenes Leben zu verändern. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen!!!

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