Bücher mit dem Tag "niederlande"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "niederlande" gekennzeichnet haben.

577 Bücher

  1. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783442380299)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

     (1.370)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Blackout ist das zweite Buch, das ich von Marc Eisberg gelesen habe. Worum geht es? Vom einen Moment auf den anderen gehen in ganz Europa die Lichter aus. Der Strom ist weg, die Menschen sitzen mitten im Winter in ihren dunklen kalten Häusern, bald ohne Essen und Wasser, tagelang.  

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    An diesem Moment - Tag 0 - starten wir in die Geschichte. Die Kapitel sind kurz, maximal 2 -7 Seiten. Zack zack gibt es gleich gefühlte 20 verschiedene Erzählstränge und einen Berg neuer Personen. Jo, man wird ganz schön hinein geworfen. Bis man sich mal halbwegs zurecht gefunden hat, dauert es schon mal 100 Seiten. Nochmal 200 Seiten später kann man dann der Handlung auch mit Vergnügen folgen, das Lese-Erlebnis bessert sich und von dem anfänglichen Schwarm an Figuren kristallisiert sich eine Handvoll Protagonisten heraus. 

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    Und diese gefallen mir alle durchwegs. Einerseits weil man durch ihre verschiedenen Positionen (Regierung, Energiewirtschaft, Atomkraftwerk, Journalist,…) von vielen Blickwinkeln in die Story eintaucht und andrerseits, weil sie alle durchwegs rechts authentisch handeln. 

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    Generell finde ich den Blick auf die Abgründe der Menschheit sehr spannend. Bei Kälte und Hunger ist dann irgendwann jeder nur mehr sich selbst der nächste - auch das in meinen Augen sehr.. authentisch. Erschreckend, aber ich stelle mir die Reaktion der breiten Masse auf eine Katastrophe dieser Art ähnlich vor, wie sie in dem Buch beschrieben ist. 

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    Was sich für mich nicht ganz reimt: eine der Hauptfiguren, ein schnieker Italiener, ist ein Hacker. Und zufälligerweise der einzige weltweit (?) der der Lösung auf die Spur kommt.. und das auch noch in Rekordtempo? Natürlich, für eine flüssige Story geht das kaum anders. Aber trotzdem kommt mir das recht… abwegig vor. 

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    Wovon ich abraten möchte, ist parallel einen Serienmarathon mit „Chernobyl“ durchzuziehen. Da bekommt man dann doch ein flaues Gefühl im Magen, wenn Fiktion und Realität miteinander verschwimmen.

  2. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442478668)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

     (845)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    „Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie“. Diese Botschaft und ein Hinweis erreichen einen Bekannten des potenziellen Mordopfers und für den Täter beginnt damit das Spiel.

    Die Münchner Kommissarin Sabine Nemez und der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder sind auf der Suche nach einer Gemeinsamkeit zwischen den Morden, die bis auf die Nachricht, kaum unterschiedlicher sein könnten.

    Todesfrist ist der erste Teil der Reihe um die Münchner Kommissarin Sabine Nemez und den niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder, deren Charaktere nicht unterschiedlicher sein könnten. Einzeln könnte ich wohl mit beiden wenig anfangen, zusammen haben sie aber eine spannende Teamchemie, die für einige Lacher gut ist und gerade die kauzige Art von Maarten S. Sneijder sorgt dafür, dass ich den nächsten Teil kaum erwarten kann!

     Die kurzen Kapitel und der ständige Perspektivwechsel, sowie die Sprünge in die Vergangenheit, sorgen für ein sehr schnelles Lesen und einen umfassenden Einblick in das Leben des Mörders.

    Das Einbeziehen eines Kinderbuchs empfand ich als sehr außergewöhnlich und lässt einen auch über die Darstellungen in diesen Büchern nachdenken.
    Insgesamt war das für mich ein klasse Auftakt und ich bin gespannt, wie es mit Nemez und Sneijder weitergeht.

  3. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442480258)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

     (564)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Die zehnjährige Clara taucht ein Jahr nach ihrem Verschwinden plötzlich ihn Wien auf. Die Ermittler müssen erkennen, dass Claras Rücken mit den Motiven von Dantes „Inferno“ tätowiert wurde und stellen Verbindungen zu anderen Kindesmorden her.

    In Wiesbaden findet sich währenddessen Sabine Nemez in der Akademie des BKA ein und wird unter der Leitung von Maarten S. Sneijder, zusammen mit vier weiteren Kandidaten, zur Profilerin ausgebildet. Nemez entdeckt Zusammenhänge zwischen den ungeklärten Fällen, die Sneijder seinen Schülern vorstellt, dessen Spur nach Wien führt.

    Todesurteil ist der zweite Teil der Todes-Reihe von Andreas Gruber. Die Teile lassen sich auch einzeln lesen, wer allerdings gerne die Entwicklung der einzelnen Personen durchlebt und ihre Beziehung besser verstehen möchte, dem würde ich empfehlen, das erste Buch vorher zu lesen.

    Sabine Nemez ist die neue Schülerin an der Akademie des BKA. Als ehemalige Kripoermittlerin hat sie zu Beginn einen schweren Stand an der Akademie. Ihre Art „mit dem Kopf durch die Wand“ verleitet mich manchmal zu einem Kopfschütteln und es bleibt – wie im ersten Teil – dabei, dass ich mit Sabine Nemez nicht die größten Sympathien hege. Trotzdem interessiert mich ihre Entwicklung, denn Charaktere müssen einem nicht sympathisch sein, damit sie gut geschrieben sind und das trifft für mich auf Sabine Nemez zu.
     Maarten S. Sneijder ist unnahbar und niemand, mit dem man sich gerne anlegt und obwohl er offensichtlich unsympathischer geschrieben wurde als Sabine Nemez, hat Sneijder meine Sympathien. Denn er ist nicht nur der unsympathische Eigenbrödler, sondern gerade in der Kombination mit Sabine Nemez eine interessante Persönlichkeit. Sabine Nemez und Maarten S. Sneijders Dialoge bringen mich immer wieder zum Schmunzeln und die Beziehung der beiden lässt auch erahnen, warum Sneijder so ist, wie er ist. Seine Entwicklung im Laufe der Reihe empfinde ich als besonders spannend.

    Auch die weiteren Charaktere in Todesurteil sind gut beschrieben. Besonders Nemez‘ Mitschüler und das Ehepaar Dietz empfand ich als interessante und tolle Charaktere.

    Andreas Grubers Schreibstil ist wie immer hervorragend lebhaft. Der ständige Perspektiv- und Örtlichkeitswechsel sorgt für eine schwungvolle Geschichte. Der Spannungsbogen war durchgehend hoch und bis zuletzt waren mir die Zusammenhänge der Fälle nicht ganz klar, auch wenn die Täter für mich nicht ganz so überraschend kamen.

  4. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (490)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    In Bern wird eine Leiche gefunden die kunstvoll drapiert wurde. Rudolf Horrowitz fordert Maarten S. Sneijder an. Die Leiche erinnert an einen Fall vor 5 Jahren. Es folgen weitere Morde, der Täter spielt mit den Ermittlern Katz und Maus.

    Die junge Psychologin Hannah nimmt eine Stelle in einem Gefängnis in Steinfels an, hier sitzen geistig abnorme Rechtsbrecher ein. Niemand ahnt das sie eigentlich nur an einem Insassen Interesse hat. Piet van Loon ein äußerst Intelligenter Insasse, der vor Jahren von Sneijder hinter Gitter gebracht wurde. Warum interessiert sie sich für ihn ?

    Die beiden Handlungsstränge sind absolut spannend. Erst nach und nach erfährt man wie alles zusammenhängt. Es gibt tiefe Einblicke in Sneijder´s Vergangenheit, die mich wirklich überrascht haben.

    Von der ersten Seite an hat mich die Spannung gepackt und bis zum Schluss nicht losgelassen. Sneijder und Nemez sind ein tolles Team ich mag beide sehr. Toll finde ich das man mit jedem Teil mehr von den beiden erfährt. Deswegen empfehle ich auch die Bücher der Reihe nach zu lesen. Die Entwicklung von Nemez zu verfolgen, wie sie sich durchsetzt und von Sneijder nicht von ihren Plänen abbringen lässt, zeigt das er mit ihr die richtige Partnerin gefunden hat.

    Ich fand schon die ersten beiden Bücher toll, doch dieser hier hat mich richtig geflasht, das war für mich der bisher beste Teil.

    Ich bin gespannt wie die Reihe weiter geht, und freue mich jetzt schon aufs lesen
    Bei dieser Reihe ist absolute Hochspannung garantiert.


    Von mir gibt es 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung! 

  5. Cover des Buches Liebe findet uns (ISBN: 9783548289557)
    J. P. Monninger

    Liebe findet uns

     (393)
    Aktuelle Rezension von: summerfeeling9

    Nach erfolgreichem College Abschluss geht es für Heather mit ihren zwei besten Freundinnen Amy und Constance durch Europa - sie wollen den letzten gemeinsamen Sommer genießen. 

    Im Zug nach Amsterdam lernt Heather Jack kennen, der den Spuren seines Großvaters folgt und alle Orte besuchen will, die dieser in seinem Tagebuch beschrieben hat.

    Heather und Jack kommen sich näher und es entwickelt sich eine ganz besondere Liebe zwischen den beiden. An den unglaublichsten Orten in Europa - teilweise abseits der Touristenattraktionen - erleben sie unvergessliche Momente.

    Doch das Ende der Reise ist unausweichlich und Jack möchte Heather von Paris aus zurück nach New York begleiten. Doch dann verschwindet er plötzlich am Flughafen und ist wie vom Erdboden verschluckt.

    Warum ist Jack verschwunden? Diese Frage lässt Heather nicht los. Sie kann Jack einfach nicht vergessen und macht sich auf die Suche nach ihm und wird so mit einer schrecklichen Wahrheit konfrontiert.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Liebesgeschichte zwischen Heather und Jack ist toll herausgearbeitet und man mag die beiden. Auch bekommt man richtiges Reisefeeling beim Lesen. Das Ende ist offen und sehr traurig, aber macht das Buch auch besonders und es bleicht einem lange in Erinnerung. 

  6. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783446240094)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.643)
    Aktuelle Rezension von: Elea123

    Zu Beginn dachte ich, dass es eher ein Buch für zwischendurch werden würde, weil ich die Handlung durch den Film schon kannte aber dem war nicht so.

    Ich kannte zwar die Geschichte, ich wusste was passieren würde und trotzdem konnte mich das Buch so fesseln, so viele Emotionen übermitteln und mich das ein oder andere Mal zum Weinen bringen. Ich konnte einfach alles mitfühlen und ich denke, dass es auch intensiver war, als den Film zu schauen. 

    Falls jemand die Geschichte nicht kennt, es geht um die 16jährige Hazel, die Krebs hat und sich nach und nach in den Krebskranken Augustus verliebt. Sie haben eine wundervolle gemeinsame Geschichte, mit tollen Gesprächen und einem leider viel zu frühen Ende.

    Mir ging ihre Geschichte wirklich sehr ans Herz und ich musste viele Tränen vergießen.
    Ich muss dieses Buch einfach mit 5/5⭐️ bewerten, da es einfach so unglaublich viele Emotionen übermitteln konnte. Auch wenn ich eigentlich nicht so der Fan von Büchern ohne Happy End bin.

  7. Cover des Buches Lazarus (ISBN: 9783785726501)
    Lars Kepler

    Lazarus

     (166)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des tollen Covers und Titels angesprochen.
     Lassen doch beide auf einen atemberaubenden Thriller hoffen.

    Von dem Autor habe ich bereits einige Bücher mit Begeisterung gelesen.

    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Leider konnte mich das Buch dieses Mal überhaupt nicht überzeugen. Ich bin in keinen rechten Lesefluss gekommen.

    Die Handlungen waren sprunghaft und es wurde im weiteren Verlauf des Buches nur noch in abgehakten kurzen Sätzen erzählt. 

    Alles wurde sehr brutal und äußerst unrealistisch dargestellt. Die Geschichte ist auch nicht besonders vielsagend. Ich bin von dem Autor definitiv besseres gewohnt. Ich bin froh, dass ich mir das Buch nicht selber gekauft habe, das Geld dafür hätte mich geärgert. Nachdem ich mich über 150 Seiten durch das Buch gequält habe, habe ich beschlossen, das Buch abzubrechen, da mir die Zeit dafür zu schade war.

    Ich kann das Buch leider nicht empfehlen. Es war überhaupt nicht mein Fall und schade für die Zeit.

  8. Cover des Buches Zwischen uns die Flut (ISBN: 9783841503510)
    Eva Moraal

    Zwischen uns die Flut

     (144)
    Aktuelle Rezension von: turnthepage_d

    Das Buch war der Hammer außer die letzten 100 Seiten 😂😂😂 ich mit meinen letzten 100 Seiten🤣
    Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch in die Richtung von Fantasy geht aber es war echt richtig gut! Ich glaub würde ich das heute nochmal lesen, würde ich denke: Boah warum machst du so?😂😂😂😂
    Die Geschichte ist richtig GUT! Ich bin wirklich richtig in dem Buch vertieft gewesen. Die Beziehung zwischen Arm und Reich. Zwischen Max und Nina war echt derbe gut, also als Jugendbuch.
    Vor allem, wie das so beschrieben wurde und die ganzen Geheimnisse boah!

    Ich warte seit 7 oder 8 Jahren jetzt auf den 2 Teil aber es wird keiner kommen...
    UND WENN IHR DAS ENDE WÜSSTET😱😱😱😱 Ich sag euch, das hat man einfach nicht erwartet! Das Ende fand ich irgendwie nicht passend...

  9. Cover des Buches Nach Mattias (ISBN: 9783257071290)
    Peter Zantingh

    Nach Mattias

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Aqua__

    In dem Buch geht es um Menschen, die alle eine person verloren haben - Matthias. Ein Gefühl beschrieben durch das Leben verschiedener Menschn ist eindrücklich. Man fühlt mit, spürt wie sich Trauer bei jedem anders und irgendenwie gleich anfühlt. Manchmal auch nicht ganz einfach zu lesen und irgendwie auch eine Begegnungs-Therapie. Wir mögen dieses gefühl nicht, es schmerzt und, aber ist wichtig um das Leben wertzuschätzen. Die einen erleben es mehr, die anderen weniger und manchmal fragt man sich... muss dass denn sein? Da bekommt man das gefühl, dass Schicksal springt einen an, ja wie in diesem Buch irgendwie auch, das Schickssl/Matthias alle mit einander verbunden hat. 

    Definitiv ein sehr schönes Buch mit Erlebnissen die uns allen Begegnen können und irgendwann werden...

  10. Cover des Buches Hippie (ISBN: 9783257070491)
    Paulo Coelho

    Hippie

     (133)
    Aktuelle Rezension von: IsabellMezger-Schumann

    Wundervolle Reise mit jungen Hippies und Paulo Coelho gibt einen Einblick in seine Geschichte. Wundervoll und sehr empfehlenswert!

  11. Cover des Buches The Fault in Our Stars (ISBN: 9780141355078)
    John Green

    The Fault in Our Stars

     (815)
    Aktuelle Rezension von: Thea_

    Dieses Buch hat mich so sehr berührt! Die Geschichte von Hazel und Augustus ist zwar kurz, aber dafür voll von Gefühlen. Es ist so schön zu lesen wie aus der Freundschaft der beiden doch noch Liebe wird. Durch die Krankheiten der beiden erleben sie in so kurzer Zeit so viele Höhen und Tiefen wie andere in einem ganzen Leben. 

    John Green hat mit diesem Buch eine wahnsinnig schöne und zugleich traurige Geschichte hervorgebracht. Ich konnte die Tränen am Ende nicht mehr zurückhalten und nachdem ich es zuendezuende gelesen habe, musste ich das alles erstmalhabe sacken lassen. 

    Absolute Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01) (ISBN: B019L4NVO2)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01)

     (129)
    Aktuelle Rezension von: feliSS

    Nicht das ihr denkt, mich interessiert diese Zeit nicht, oder ich habe was gegen Juden oder so. Mich berührt diese Zeit total, mich interessiert das wirklich und man kann das Leid, dass damals geschehen ist, nicht in Worte fassen.

    Aber...

    das Buch ist total Langweilig!! 90% des Inhalts ist: "Frau van Daan und ich haben uns wieder gestritten, ich sehe meine Mutter nicht als Mutter an, es war wieder Krieg, ich denke an früher zurück, Peter ist komisch!"

    Wenn man das Buch liest, hat man das Gefühl, sie sitzt in Quarantäne und draußen explodieren ein paar Silvesterraketen, nicht, dass sie im Krieg ist, sich verstecken muss und die Juden verfolgt werden.

    Vielleicht liegt das teilweise auch daran, dass wir das im Deutschunterricht gelesen haben...

    Und...wirklich nichts gegen Anne Frank, wenn ich sie damals gekannt hätte, würde ich bestimmt anders von ihr denken. Aber im Film, da ist total viel dazu gedichtet. Sie wird überall als Heldin gesehen, natürlich hat sie viel schweres erlebt, dass will ich auch nicht herunterreden, aber das ist Schicksal, keine Heldentat.

    Sie wird also überall zu einer Person gemacht, die sie gar nicht ist!! Und das verdirbt das ganze Buch. Ohne dies alles wär es vielleicht auch nicht so sehr langweilig...

    Kurz und gut: Das Buch ist etwas langweilig, vor allem wenn man es im Deutschunterricht liest. Es ist nicht so, dass ich keine Monologe mag, aber das ist einfach langweilig. Und sie wird zu einer Person gemacht, die sie gar nicht ist. Das ist keine Heldentat, dass ist Schicksal!! Und ehrlich gesagt, finde ich es gar nicht so gut, dass jeder Mensch ihr Tagebuch lesen kann. Ich meine...sie ist schon tot, ihr Vater findet das Tagebuch und auf einmal kann die ganze Welt deine privaten Gedanken lesen. Das ist schon irgendwie...

  13. Cover des Buches Mein Leben als Sonntagskind (ISBN: 9783959673198)
    Judith Visser

    Mein Leben als Sonntagskind

     (106)
    Aktuelle Rezension von: xshirleyx

    Über eine so sanfte und innige Freundschaft wie in "Mein Leben als Sonntagskind" von der Autorin Judith Visser, habe ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gelesen. Die Hauptfigur Jasmijn Vink ist besonders einzigartig und nur ihre Hündin Senta scheint ihr immer beizustehen. Bereits als Vorschulkind sammelt Jasmijn die Erfahrung anders zu sein und leidet an öfteren Migräneanfällen, oder Panikattacken vor ihren Mitmenschen. Mit Fremden kann sie nicht sprechen und an Dingen, die sie nicht interessiert, verliert Jasmijn schnell ihre Geduld. Wäre da nicht die ständige Angst vor der Nähe zu Menschen und die Bewältigung von ungewohnten Situationen, hätte Jasmijn sogar beliebt sein können und würde von ihren Freunden geschätzt werden. Ein ganz normales Leben, das für sie unvorstellbar ist. Verzweifelt beginnt sie die Tagebuch Jasmijn zu erfinden und erlebt mithilfe von Elvis Presley und ihrer Hündin Senta ihre Träume. 

    Eine außergewöhnliche Geschichte über das Leben und Erwachsen werden eines Mädchens mit Asperger-Syndrom, welche im Gedächtnis und Herzen bleibt. Besonders in die Charaktere kann man sich schnell hineinversetzen und fühlt jede Emotion mit ihnen gemeinsam. Die Autorin schafft es gefühlvoll und achtsam Jasmijn als ein starkes Mädchen heranwachsen zu lassen und ihr zwar gelegentlich Steine in den Weg zu legen, aber diese sie immer wieder überwinden zu lassen. Der Schreibstil konnte mich fesseln und unterhalten. Ich hatte Spaß beim Lesen und würde das Buch jederzeit gerne erneut in die Hände nehmen und wieder lesen. 

    Die Handlung ist trotz des üppigen Buchumfangs überhaupt nicht langatmig, sondern vollgepackt mit  spannenden, schönen und traurigen Ereignissen. Sie beinhaltet Situationen mit Nachdenklichen Momenten für den Leser, sodass man vieles verstehen und somit auch insbesondere Mitfühlen kann. Das Cover finde ich perfekt gewählt und passt zu der Hauptprotagonistin Jasmijn. 

    Diese Geschichte ist unbedingt lesenswert und daher empfehle ich das Buch auch mit Begeisterung an jeden weiter!

  14. Cover des Buches Angerichtet (ISBN: 9783462043471)
    Herman Koch

    Angerichtet

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Lesemoni

    Der Autor lotet hier menschliche Abgründe aus, für mich sehr fesselnd und empfehlenswert. Dieses Buch ging mir lange nicht mehr aus dem Kopf, es regt auf alle Fälle zum Nachdenken an. 

    Dabei kommt es aber wirklich leicht daher, was für die schwere Kost auch gut ausgewogen ist - stellenweise wirklich witzig!

  15. Cover des Buches Rendezvous in zehn Jahren (ISBN: 9783548062594)
    Judith Pinnow

    Rendezvous in zehn Jahren

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Valerie braucht eine Auszeit. Amsterdam erscheint ihr daher das richtige Reiseziel. In einem Café lernt sie Ted kennen. Der hübsche Holländer scheint etwas Besonderes zu sein. Statt sich mit Smalltalk aufzuhalten, erzählen sich von ihren Sehnsüchten. Valerie liebt das Meer, Ted zieht es in die Berge. Sie haben die spontane Idee, ein Treffen in zehn Jahren zu vereinbaren, genau an diesem Ort der ersten Begegnung und sich gegenseitig zu berichten, was aus ihren Träumen geworden ist.

    Ob sie es wirklich schaffen, zehn Jahre auf diese Begegnung zu warten?

     

    Meine Meinung: Das Cover finde ich wirklich sehr schön gestaltet und es verdient Pluspunkte. Vom Inhalt der Geschichte war ich leider nicht überzeugt. Die Idee fand ich gut, aber weder der Schreibstil noch die Umsetzung konnten mich richtig fesseln.

    Valerie ist eine Träumerin, die trotz den Irrungen des Lebens immer irgendwie glimpflich davonkommt. Zumindest bekam ich dieses Gefühl vermittelt, denn meiner Meinung nach wurden die emotionalsten Themen (und von denen gab es reichlich) jedes Mal umschifft oder nicht näher thematisiert. Als Protagonistin hat sie mich weder negativ noch positiv berührt, was ich schade fand.

    Der zweite Hauptdarsteller der Geschichte ist Ted. Eher schüchtern und unsicher war auch er für mich nicht richtig greifbar.

    Die Idee der Geschichte laut Klapptext fand ich vielversprechend. Von der Umsetzung war ich leider enttäuscht. Es gab so viele „Zufälle“, dass es auf mich zu konstruiert wirkte. Egal in welchem Abschnitt der Handlung ich mich gerade befand, es war als würde ich nur einen oberflächlichen Blick darauf erhaschen. Mir fehlten die Tiefe, große Emotionen und Entscheidungen.

    Die Handlung war ja ohnehin abzusehen, weshalb ich mich ein wenig lieblos „durchgeschummelt“ fühlte.

    Das Ende wirkte schnell abgehandelt und für mich fehlte dort ein wesentlicher Teil, worauf ich jetzt nicht näher eingehe, da ich niemanden spoilern möchte.

     

    Mein Fazit: Dieses Buch hat mich leider mehr frustriert als unterhalten. Das ist jedoch nur meine Meinung. Es ist jeder aufgefordert sich selbst ein Bild zu machen.

  16. Cover des Buches Ruf der Vergangenheit (ISBN: 9783802584022)
    Nalini Singh

    Ruf der Vergangenheit

     (325)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Dev findet eine verletzte Frau vor seiner Tür. Erst einmal kümmert er sich um Katya und anschließend gilt es heraus zu finden, wer sie dort abgelegt hat und wieso.

    Die Geschichte hat mir bisher am wenigsten von allen aus der Reihe gefallen. Warum kann ich nicht genau sagen, ist aber so.

    Vielleicht liegt es daran, dass beide Protagonisten keine Gestaltwandler sind, sonst war bisher immer mindestens ein Gestaltwandler dabei.

    Katyas Geschichte fand ich sehr bewegend und spannend und je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr habe ich mit ihr mit gefiebert.

    Dev war mir zwar sympathisch, aber er ist mir bis zum Schluss mehr oder weniger ein Rätsel geblieben. Ich bin ihm während des Lesens nicht nahe gekommen, was schade ist.

    Alles in allem war das eine gute und vor allem spannende Geschichte, die mich aber nicht so überzeugen konnte wie ihre Vorgänger.

  17. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (1.969)
    Aktuelle Rezension von: SkadiV

    Noah weiß nichts über sich selbst. Er ist sich nicht mal sicher, ob er überhaupt Noah heißt. Nachdem er angeschossen wurde, hat er sein Gedächtnis verloren. Der obdachlose Oscar sammelt ihn auf, pflegt ihn gesund und steht ihm auch zur Seite, als Noahs Erinnerungen allmählich zurückkehren und klar wird: sein Leben ist in Gefahr.

    Vorweg sei gesagt: für mich war es „der erste Fitzek“  - insofern kann ich keinen Vergleich zu anderen Werken des Autos ziehen. Aber ich bin mir sicher, dass es nicht der letzte Thriller von Sebastian Fitzek war, den ich lese.

    Seit vergangenem Jahr hat das 2013 erschienene Buch eine schockierende Aktualität gewonnen. Pandemie, Masken, Ausgangssperren, es gibt zahlreiche Parallelen zur heutigen Zeit. Das macht manche Szenen schwer zu lesen – auch wenn die einfühlsam beschriebenen menschlichen Tragödien wohl zu jeder Zeit schwer zu verdauen sind.

    Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus drei Perspektiven, deren Handlungsstränge eng miteinander verwoben sind. Eine vierte Perspektive ist unabhängig davon und verdeutlich zwar die Probleme der Überbevölkerung, die eines der tragenden Themen des Buches ist, trägt allerdings nicht viel zur Handlung selbst bei. Persönlich bin ich etwas zwiegespalten, was ich davon halten soll, weil sich die betreffenden Kapitel etwas „überflüssig“ anfühlen, gleichzeitig  machen sie auf ein sehr reales Problem aufmerksam. Fest steht für mich allerdings: man hätte sie reduzieren können, wodurch die Handlung gestrafft worden wäre. Allerdings ist der Rest des Buches definitiv nicht zu langatmig. Die ganze Wahrheit um „Noah“ und seine Vergangenheit wird so langsam entfaltet, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann, die actionreichen Szenen dazwischen sorgen dafür, dass allerdings auch keine Langeweile aufkommt, bis das nächste Puzzlestück enthüllt wird.

    Stilistisch ist es nah an der Perfektion und da es mein erster Fitzek-Thriller war, kann ich nicht beurteilen, ob das bei ihm generell der Fall ist, aber: die Beschreibungen waren mir stellenweise zu wenig. Alles wird nur so grob beschrieben, dass man als Leser zwar eine ungefähre Vorstellung der Szenerie hat, aber der berühmtberüchtigte Film im Kopf nicht so recht zu laufen kommt.

    Die Thematik sorgt dafür, dass die Geschichte auch eine politische Dimension hat. Allerdings wird diese eher auf gesellschaftlicher Ebene ausgetragen. Wie bereits erwähnt: vieles daran stimmt einen nachdenklich. Weniger über die aktuelle Zeit, als unser Konsumverhalten im Allgemeinen. Etwas, das ich bei einem Thriller bislang kaum erlebt habe und das genau meinen Geschmack getroffen hat.

    Alles in allem ist „Noah“ ein sehr guter Thriller, auch wenn ich persönlich noch etwas Luft nach oben gesehen hätte, sodass ich ihn nicht als perfekt bezeichnen kann.

  18. Cover des Buches Todeskampf (ISBN: 9783442477906)
    Michael Robotham

    Todeskampf

     (152)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch
    Eine Freundschaft die immer hält? Bei der nach Jahren der Kontaktlosigkeit immer noch alles so ist, wie es vorher einmal war? Diesen Wunsch hat Alisha Barba, als sie sich zu ihrem Klassentreffen aufmacht und sich dort mit ihrer damaligen besten Freundin verabredet hat. Jahrelang hatten die beiden Frauen keinen Kontakt und Ali hofft, dass alles so ist, wie es früher war, dass sie ihren Siamesischen Zwilling wieder gefunden hat. Denn Alis Freundin hat Probleme und ist der festen Überzeugung, dass nur Ali ihr dabei helfen kann. Doch noch bevor sie davon erzählen kann, werden sie und ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und Ali macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis, dass ihrer Freundin so am Herzen lag… Nicht nur die Geschichte klingt spannend, sie ist es auch. Ich fand Alisha total sympathisch und ihre Art mit Ruiz umzugehen und das Vertrauen, dass die beiden in den jeweils anderen haben finde ich wirklich bemerkenswert. Es ist ein Buch, dass dir zeigt, dass du nicht immer das machen solltest, was richtig ist, sondern man auhc mal gegen den Strom schwimmen kann, ein super Job-Angebot ausschlagen kann und noch vieles mehr. Für mich persönlich war das Buch auf jeden Fall super spannend und hat mir eindeutig besser als Amnesie gefallen. Ich fand die Kapitellänge in Ordnung und auch die Struktur des Buches war gut aufgebaut. Die Kapitel ergaben Sinn und haben Spannung erzeugen können. Obwohl das Buch wirklich spannend war, haben mir ein paar Thriller-Elemente gefehlt. Es war nicht unbedingt so, dass ich mich geekelt habe oder dachte „das gibt’s doch gar nicht“. Neben der Spannung und den vielen Erleuchtungen fand ich, dass Robotham wirklich wichtige und schwierige Themen wunderbar in die Story mit eingebettet hat. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er auf die Missstände der Welt aufmerksam machen wollte, aber er hat es torztdem getan – zumindest für einen kleinen Teil. Des weiteren hat mir die Vielschichtigkeit der Handlungorte sehr gut gefallen, sowie die Einblicke in die Privatleben der Ermittler. Schade fand ich dabei aber, dass der Ort nicht genannt war. Hatte man das Buch eine Zeit an der Seite liegen musste man sich erst wieder reinfinden um zu wissen, an welchem Ort das Buch gerade spielt. Das ist aber wirklich nicht so schlimm. Was ich persönlich, aber etwas schade fand war, das Joe O’Loughlin diesmal nicht dabei war. So standen zwar Alisha und Ruiz im Vordergrund, aber ein paar schräge Gedanken von Joe, hätten den beiden sicher auch geholfen. Alles in allem fand ich das Buch aber total gelungen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.
  19. Cover des Buches Krone der Welt (ISBN: 9783404183074)
    Sabine Weiß

    Krone der Welt

     (70)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Die Geschichte von Amsterdam historisch, vielschichtig und anschaulich erzählt. Das Leben der  Geschwister Vincent, Ruben und Betje ist spannend, schrecklich, schön, und von Siegen und Niederlagen gezeichnet.

    Die Autorin führt ihre Leser in diese spannende historische Welt des damaligen Amsterdams, und beschreibt gekonnt und detailreich die schwere Zeit des Umbruchs, der Abenteuer und der Sorgen und Freuden der Menschen.

    Anfangs etwas sehr ausführlich durchaus auch mit Längen, aber das Durchhalten lohnt sich. Eine bemerkenswerte Geschichte

  20. Cover des Buches Mord auf Vlieland (ISBN: 9783426524893)
    Jan Jacobs

    Mord auf Vlieland

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Hazelmaus101

    Der Krimi rund um die Ermittlerin Grit und ihr Team auf der Insel Vlieland ist definitiv kurzweilig gehalten. Die Charaktere sind gut beschrieben und es gefällt mir, dass sie auch Ecken und Kanten aufweisen. Insgesamt gibt es im Laufe der Geschichte schon einige überraschende Wendungen. Es kommt sogar noch ein Todesfall hinzu. Es ist also kein absoluter Cozy Krimi, auch wenn er vom richtigen Nervenkitzel doch noch ein ganzes Stück entfernt ist.


    Vor allem das holländische Flair hat mir gefallen. Fans der holländischen Küste kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Die Natur ist wirklich sehr eindrücklich beschrieben. Was mich ein wenig gestört hat sind die holländischen Wörter, die auf jeder Seite gefühlt 20 Mal benutzt werden. Zum Beispiel stand immer statt Kaffee "sie tranken einen koffje". So viel Koffje wie die Protagonisten da tranken dürften sie die nächsten 20 Jahre nicht mehr schlafen können. Das hat mich irgendwie im Lesefluss gestört und ich fand es auch ein wenig übertrieben. 


    Ansonsten kann ich das Buch jedem empfehlen, der eine kurzweilige Lektüre mit Hollandflair sucht.

  21. Cover des Buches Die Beichte einer Nacht (ISBN: 9783257071429)
    Marianne Philips

    Die Beichte einer Nacht

     (85)
    Aktuelle Rezension von: claudi-1963
    "Nein, ich bin nicht verrückt - mir ist jetzt klar, dass dies hier nicht die Hölle ist - bis auf die wenigen Male, die ich wieder vergesse, dass ich in einer Nervenklinik in der normalen Welt bin." (Buchauszug)
    Während zwei Nächten in einer Nervenklinik vertraut Heleen der Nachtschwester vom Dienst ihre Lebensgeschichte an. Dabei erzählt sie von ihrer Kindheit in einer protestantischen Großfamilie. Als Älteste der Kinder muss sie schon früh im Haushalt mithelfen und ihre anderen acht Geschwister versorgen. Als dann der Vater einen Unfall erleidet und fortan bettlägerig ist, erhält sie noch mehr Verantwortung. Unverhofft kommt dann noch ihre jüngste Schwester Lientje zur Welt, für die Heleen fast wie eine Art Mutterersatz wird. Eine viel zu frühe Anstellung lässt sie dann aus ihrem Elternhaus entfliehen. Durch ihre Schönheit findet sie später einen reichen Mann, den sie heiratet und mit dem sie nie glücklich wird. Erst nach der Trennung von ihm lernt sie ihre wahre Liebe kennen, die sie durch ihre Eifersucht und Zweifel selbst zerstört. 


    Meine Meinung:
    Die Geschichte "Die Beichte einer Nacht", entstanden im Jahr 1930, ist in vielen Dingen eine Geschichte, die noch immer modern ist. Selbst heute noch können Ängste, Zweifel, Depression und Eifersucht oft zu Katastrophen führen. Aufgebaut ist sie einzig und allein auf Heleens Monolog in diesen beiden Nächten.Trotz allem ist dies kein einfacher Roman, den man mal so nebenbei liest, da er doch recht anspruchsvoll und deprimierend ist. Schon alleine die Kindheit von Heleen, die im Grunde gar keine hatte, da sie viel zu früh Erwachsen sein musste. Zudem heute völlig unverständlich, dass ein Ehepaar zehn Kinder in die Welt setzt, obwohl sie körperlich und von ihren Verhältnissen aus sich diese gar nicht leisten können. Doch sicher waren Kinder zur damaligen Zeit die Altersversorgung der Eltern. Sie mussten sich um die Eltern kümmern, ob materiell oder fürsorglich sie später oft noch pflegen. Von daher hatten gerade ärmliche Familien viele Kinder, um im Alter gut versorgt zu sein. Außerdem war zu dieser Zeit das Thema Verhütung natürlich nicht so weit wie heute und bei einer gläubigen Familie schon gar nicht. Waren doch für sie Kinder ein Geschenk Gottes. Doch zurück zu Heleen, die in zwei Nächten einer Krankenschwester ihr ganzes unglückliches Leben beichtet. Wenn man es liest, kann einem diese Frau wirklich leidtun. Hat sie doch in ihrem Leben nie richtig das Glück gefunden und als sie es hatte es sich selbst kaputtgemacht. Die Niederländerin Marianne Philips schildert hier ein Frauenbild, das zu jener Zeit, als das Buch entstand, sicherlich prägnant war. Kein Wunder, das ihr Buch zur damaligen Zeit viele Skeptiker hatte. Man muss sich vorstellen, dass zu jener Zeit Frauen oft noch gar nicht oder erst seit Kurzem wählen durften. Man musste die Ehemänner um Erlaubnis fragen, wenn man einen Beruf ausüben oder zur Schule gehen wollte und der Haushalt lag einzig und alleine in den Händen der Frau. Genauso erging es meist den Töchtern, die oft nie eine andere Wahl haben, sich ihr Leben selbst auszusuchen und stattdessen in eine Arbeitsstelle oder Heirat gedrängt wurden, wo sie vielleicht nie glücklich wurden. Kein Wunder, das diese Frauen oft mit Ängsten, Zweifel, Sehnsüchten und Depressionen behaftet waren wie Heleen. Jedoch sie versucht aus diesem Teufelskreis auszubrechen und heiratet einen reichen Mann. Leider entdeckt sie erst viel zu spät, dass sie ihn gar nicht liebt, sondern sogar abstoßend findet. Dass sie sich von ihm scheiden lässt, war damals sicherlich genauso selten gewesen. Die Autorin selbst, ebenfalls geprägt durch ihre schwere Kindheit und den viel zu frühen Tod ihrer Eltern, musste sich wie Heleen um ihre Geschwister kümmern, statt die Schule abzuschließen. Kein Wunder also, das sie versucht von der Familie weg zukommen, ihre Schule nachholt und eine leidenschaftliche Aktivistin wird, um für Verbesserungen und die Rechte von Frauen zu kämpfen. Diese Leidenschaft spiegelt sich selbst in diesem Buch wider. Zudem ist viel Biografisches enthalten, dass die Autorin eigens erlebt hat. Sie war sicherlich ihrer Zeit voraus, als sie hier diese Gedanken zu Papier brachte und sie wäre garantiert glücklich über das heutige Frauenbild. Selbst das ich mit Heleens persönlicher Sichtweise nicht immer klargekommen bin, was wahrscheinlich an ihrer psychischen Erkrankung lag, gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Die Dirigentin (ISBN: 9783455009606)
    Maria Peters

    Die Dirigentin

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Tauriel

    Durch den ruhigen und berührenden Schreibstil der Autorin werde ich gut in diese Geschichte hinein genommen.

    Da die Autorin aus der Ich-Perspektive der drei Protagonisten Willy , Robin und Frank heraus erzählt , bin ich nah bei den dreien und erfahre so , was sie antreibt und bewegt . Dabei verwebt die Autorin gekonnt Fiktion und Wirklichkeit.

    Robin trägt ein Geheimnis mit sich und auch hier ist die Autorin sehr zeitgemäß . Frank ist  die große , von der Autorin angedichteten ,Liebe.

    Der Roman spielt in Amerika,in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts .

    Willys Pflegeeltern stammen aus der untersten amerikanischen Gesellschaftsschicht . Willys Adoptivmutter ist eine zänkische und herrische Frau und bringt Willy nicht viel Verständnis und Liebe entgegen , während ihr Adoptivvater ihre Liebe zur Musik unterstützt, ja , er bringt  ihr ,von seiner Arbeit als Müllmann , ein altes Klavier mit.

    Als Willy begreift,das sie ein Adoptivkind ist , begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln . Ihr richtiger Name lautet Antonia Brico und sie  nennt sich fortan so .Doch Antonia erklimmt  ihre eigene Erfolgsleiter . Sie möchte nicht im Orchester sitzen,nein sie möchte die Führung übernehmen . In dieser Zeit haben es Frauen generell nicht leicht . Viele Künstlerinnen haben ihre Karriere dem Zeitgeist geopfert ,sie gehören an Herd und Heim . Doch nicht Antonia . Ein bisschen penetrant und mit Elan verfolgt sie unaufhörlich ihr Ziel .

    Von ihren Wegbegleitern belächelt und nicht ernst genommen erkämpft Antonia sich mutig ihren Platz in der Musikwelt.

    Es ist ein steiniger Weg ,den Antonia beschreitet und das Gehabe der anderen Künstler und die Zudringlichkeit eines Lehrers sind ihre geringsten Sorgen.
    Bis sie schließlich am Höhepunkt ihrer Karriere das Philharmonische Orchester dirigiert.

    Ich konnte mich gut in Antonia hinein versetzen und Robin ist eine interessante Figur,die diesen Roman ein wenig Brisanz verleiht.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und die Autorin hat mir die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen und mutigen Frau nahegebracht und hat ihr dadurch ein Denkmal gesetzt.


  23. Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257236217)
    John Irving

    Bis ich dich finde

     (388)
    Aktuelle Rezension von: miss_atticos

    In "Bis ich dich finde" von John Irving reist Jack Burns mit seiner Mutter durch Nordeuropa, um seinen Vater zu finden. An Skurrilität ist Jack Burns vermutlich nicht zu übertreffen. Er hat irgendwie einen Knacks weg, wird in einem Mädcheninternat groß, muss so manche "Vergewaltigung" durchmachen, es liest sich so, als hätte der Junge kein Problem damit. Und was soll ich sagen, er hat wirklich keins damit. Jack Burns ist alles andere als normal und daher auch nicht aus meinem Gedächtnis zu löschen. Es war mein zweites Buch von John Irving. Seine Figuren sind schön schräg. Trotz des Umfangs von über 900 Seiten musste ich wissen wie die Geschichte von Jack endet und ob er überhaupt seinen Vater findet. Ich muss mich mal outen, irgendwie liebe ich auch richtig kranke Charaktere. Wer sonderbare Gestalten liebt, sollte nicht zögern, Jack in seinen Kopf zu lassen. 

  24. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank (ISBN: 9783103972535)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Das Tagebuch der Anne Frank ist weltberühmt und so ziemlich in jeder Sprache verfügbar. Die Erfahrungen, die in diesen Texten geschildert werden geben eine andere Seite der Schattenseiten des Nationalsozialismus wieder. Anne Frank musste sich zusammen mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten verstecken und verbrachte Jahre in einem Versteck in einem Hinterhaus. Für ein junges Mädchen, wie es Anne damals war, brachte diese Situation neben den alltäglichen Problemen eines jungen Mädchens noch weitere Probleme mit sich.

     

    Das Buch hatte ich vor Jahren bereits als Schullektüre gelesen und es hat mich damals sehr bewegt. Auf die Umsetzung dieser Geschichte als Graphic Novel war ich daher sehr gespannt. Aufgrund der Tatsache, dass diese Geschichte auf einer wahren Gegebenheit beruht, möchte ich über den Inhalt hier nicht urteilen. Wie der Inhalt des Originaltextes in dieser Graphic Novel umgesetzt wurde ist für mich hingegen doch ein paar Worte wert. Anfangs war ich etwas skeptisch. Es hat definitiv geholfen das Original bereits gelesen zu haben. Verständlicherweise konnte die Autoren/Illustratoren dieses Buches nicht alle Tagebucheinträge graphisch umsetzen und so fehlen einige in meinen Augen wichtige Einträge bzw. Eindrücke. Dennoch hat mir die Umsetzung gut gefallen. Durch die Illustrationen und die Textschnipsel ist der Inhalt und die Kernaussage des Tagebuchs gut verständlich.

     

    Der Illustrationsstil war für mich anfangs doch eher gewöhnungsbedürftig, nach einiger Zeit hat es mir dann doch ganz gut gefallen. Insgesamt hätte ich mir aber mehr Details besonders bei der Darstellung der Personen gewünscht.

     

    Sehr interessant war auch das Nachwort von Ari Folman. Hier zeigt der Autor, dass die Umsetzung des Buches mit sehr vielen Gedanken bzgl. des Umgangs mit den Originaltexten und der Thematik einher ging. Das hat mich doch beeindruckt.

     

    Insgesamt hat mir diese Graphic Novel gut gefallen. Ich mochte die Umsetzung sowie die Auswahl der dargestellten Szenen. Dennoch würde ich empfehlen den Originaltext zumindest grob im Hinterkopf zu haben. Der Stil der Illustrationen war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, hat mir aber im Verlauf des Buches dann immer besser gefallen.

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