Bücher mit dem Tag "niederrhein"
26 Bücher
- Bettina Klusemann
Die Unschuld der Kastanienblüten
(11)Aktuelle Rezension von: abetterwayInhalt:
"Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf."
Meinung:
Beide Kinder sind unterschiedlich aufgewachsen. Für Sophie kann man es als Kulturschock bezeichnen was im Krieg passiert ist und Hanno kann irgendwie damit leben...
Ich finde die Autorin hat eine gut Geschichte geschrieben welche sehr interessant ist wenn man sich für die 50er Jahre und die Geshcichte nach dem 2. Weltkrieg interessiert. Der Schreibstil ist großteils flüssig und git nachzuvollziehen. Die Kurze Kapitel machen es leicht das geschehene zu verarbeiten.
Fazit:
Ein Buch welches einem die Zeit des und nach dem 2. Weltkrieg aus einer anderen Sciht näher bringt. - Anne Gesthuysen
Wir sind doch Schwestern
(232)Aktuelle Rezension von: lilli1906Dieses Buch, das auf den Lebensläufen der drei Großtanten der Autorin beruht, hat mir wirklich gut gefallen. Es ist angenehm geschrieben und lässt sich sehr gut lesen, ohne eintönig oder langweilig zu werden.
Die drei "Damen", um die es geht, sind interessante Persönlichkeiten, die auch authentisch dargestellt werden. Und ihre Geschichten und Erfahrungen verdeutlichen zugleich auch die deutsche Geschichte über beinahe 100 Jahre hinweg. Das fand ich sehr interessant - und da es verwoben ist mit persönlichen Erlebnissen, wurde es auch nicht trocken oder langweilig.
Ich habe das Buch gerne gelesen!
- Erwin Kohl
Mörder in der Grube
(21)Aktuelle Rezension von: Nina_AlbertPrivatdetektiv Lukas Born soll herausfinden ob der Tod des früheren Bergmanns Buschmann ein Unfall oder Mord war. Buschmann liegt tot am Ende der Kellertreppe. Ist er gestürzt? Wer sollte einen todkranken Rentner umbringen? Seine Tochter will Gewissheit und beauftragt Detektiv Born. Seine Ermittlungen führen ihn ins Bergbau Milieu der 70iger Jahre und zu einem ungeklärten Todesfall am früheren Arbeitsplatz von Buschmann. Er findet heraus, dass Buschmann und seine drei Kumpel so manchen Dreck am Stecken hatten.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und man erfährt außerdem interessante Dinge über das Leben der Bergleute und ihre Arbeitsweise.
Der spannende Krimi ist sehr zu empfehlen.
- Vera Nentwich
Liebe vertagen, Mörder jagen
(25)Aktuelle Rezension von: Bibi1960„Ach, Kengk!“, seufzt Oma Mölders immer dann, wenn ihre Enkelin Sabine (Biene) Hagen wieder mal etwas Ungewöhnliches angestellt hat.
Biene ist die 32jährige Hauptfigur in Vera Nentwichs Krimis „Tote Models nerven nur“ und "Liebe vertagen, Mörder jagen“. Sie lebt mit ihrer Oma im beschaulichen niederrheinischen Örtchen Grefrath, wo normalerweise nicht allzu viel los ist. Erst als ein Model ermordet und Biene verdächtigt wird, wird es turbulent im Städtchen (Band 1). Durch Bienes „tatkräftige“ Unterstützung kann der Mörder gefasst werden, aber dadurch ist Biene ihren Job los. Gemeinsam mit dem smarten Argentinier Jago beschließt sie, eine Detektei zu gründen und beide sind in Band 2 gleich wieder in einen Mordfall verstrickt. Dabei hüpft die lebenslustige Biene munter von einer chaotischen Situation in die nächste. Doch ist sie dabei so liebenswert, dass man gar nicht anders kann als sie zu mögen, auch wenn man manchmal nur den Kopf schütteln möchte.Vera Nentwich ist mit den Büchern um Biene Hagen ein amüsantes Leservergnügen gelungen. Die flotte Schreibweise, das rheinische Lokalkolorit sowie die Situationskomik tragen maßgeblich dazu bei. Doch bei allem Humor blitzen auch ernste Töne durch, z.B. wenn die Gesellschaft eine Transgender-Frau ablehnt und verurteilt oder schwul sein so schlimm ist, dass man eine Scheinehe eingehen muss.
Nichtsdestotrotz ist die Grundstimmung aber humorvoll und äußerst unterhaltsam. Mir haben die beiden Bücher die tägliche S-Bahn-Fahrt sehr viel erträglicher gemacht!Der heimliche Star der Bücher ist Oma Trudi Mölders, die Biene nach dem Unfalltod ihrer Eltern aufgezogen hat. Wie Oma mit der Wasserpumpgun die „Duve“ vertreibt, hat mir ein fettes Schmunzeln entlockt und wenn sie Biene und ihre Freunde mit Essen versorgt, hätte ich mich am liebsten dazu gesetzt.
Schön, dass Vera Nentwich inzwischen schon vier „Biene Hagen“ Bücher geschrieben und ein weiteres in Arbeit hat. Die Bände kann man im Übrigen auch unabhängig voneinander lesen.Fazit:
Wer es humorvoll und mit weniger „Crime“ mag, ist mit Vera Nentwichs Büchern bestens bedient. Mir haben sie sehr gefallen! - Anne Gesthuysen
Mädelsabend
(93)Aktuelle Rezension von: JacqueRoeRomane sind für mich oft ein Blick in die Welt, fremde Länder, in die Geschichte und in fremde Leben. Die Stunden mit den Charakteren sind kleine Fluchten aus dem Alltag in fremde Welten.
Dieses Buch hat mich jedoch, wie lange keines mehr, in mich selbst blicken lassen. Dabei finde ich mich weder mit Ruth noch in Sara direkt wieder, doch genug irgendwo dazwischen. Und ich nehme aus diesem Buch mehr mit, als neues Wissen. Doch was, dass ist sehr persönlich und hier nicht der Platz dafür.
Von mir eine klare Leseempfehlung … und nicht nur an Frauen!
- Anne Gesthuysen
Vielleicht hat das Leben Besseres vor
(97)Aktuelle Rezension von: leseHuhnVielleicht hat das Leben besseres vor, von Anne Gesthuysen, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag am 07. November 2024
Gebundenes Buch 400 SeitenKlappentext
- siehe BuchbeschreibungMeine Meinung
Ein recht unscheinbares Cover, aber eine Geschichte mit viel Tiefe. Anne Gesthuysen erzählt aus ihrer Heimat Alpen am Niederrhein und schickt ihre Protagonistin Anna als evangelische Pastorin ins Rennen. Die geistig behinderte Raffaela wird bewusstlos in einem kleinen Bachlauf gefunden. Und damit beginnen direkt die dörflichen Spekulationen und das Getratsche nimmt seinen Lauf. Und Anna steht quasi mittendrin bei ihrer Familie, denn Raffaelas Mutter Heike ist eine sehr gute Freundin aus ihrer Jugendzeit. Dazu kennt sie den ermittelnden Beamten Volker Janssen und das ganze Dorf versucht über Anna an Informationen zu kommen. Dabei hat die junge Pastorin ihre eigenen Sorgen, denn sie kümmert sich um ihren Neffen, weil ihre Schwester Maria dazu nicht in der Lage ist.
Einfühlsam wird hier das Dorfleben dargestellt, mit allen Höhen und Tiefen, einzelne Dorfbewohner werden intensiver beleuchtet und einige sind nur Randfiguren. Mittendrin Anna, die manchmal nicht weiß, wo ihr der Kopf steht. Nach und nach erfahren wir mehr über das Schicksal von Heike und ihren Kindern Johannes und Raffaela. Lernen Annas Familie besser kennen und freuen uns über Tante Ottilie mit ihrem ganz eigenen Charme. Und dann ist da noch Volker! Gut gefallen hat mir natürlich Freddy, der Goldendoodle auf Freiersfüßen.Fazit
Eine berührende Geschichte aus meiner Heimat, die einfühlsam geschrieben ist. Mit vielen bildlichen Beschreibungen kann man sich alles sehr gut vorstellen. Die Rückblenden sind hilfreich, um auch Heike verstehen zu können. Zum Schluss entwickelt es sich noch zu einem Kurzkrimi. Ich vergebe sehr gerne 5 🐥🐥🐥🐥🐥 und eine Lese/Kaufempfehlung. - Anne Gesthuysen
Wir sind schließlich wer
(127)Aktuelle Rezension von: KlausEffingAnne Gesthuysen erzählt in "Wir sind schließlich wer" auf rund 400 Seiten von zwei ungleichen Schwestern, die sich durch einen Schicksalsschlag nach Jahren der Entfremdung wieder annähern. Anna, die jüngere, kehrt als Pfarrerin in den niederrheinischen Heimatort zurück, während Maria, die ältere, vermeintlich alles erreicht hat – bis ihr Leben durch die Verhaftung ihres Mannes zusammenbricht. Zwischen alten Familienkonflikten, gesellschaftlichen Erwartungen und kleinen Skandalen im Dorf entfaltet sich eine Geschichte über Schuld, Stolz und Zusammenhalt.
Der Roman liest sich flüssig, leicht und unterhaltsam. Gesthuysen schreibt mit sicherer Hand, atmosphärisch dicht und mit viel Liebe zum niederrheinischen Lokalkolorit. Man spürt ihre Vertrautheit mit der Region und ihren Figuren – von der neugierigen Haushälterin bis zu den Nebenfiguren, die oft mehr Tiefe haben, als man zunächst vermutet.
Trotz der guten Sprache und der lebendigen Dialoge gibt es einige Längen; nicht jede Szene trägt die Geschichte wirklich voran, und manche Wendung wirkt vorhersehbar. Doch insgesamt ist es ein warmherziger, zugänglicher Familienroman über Nähe, Verlust und die Möglichkeit der Versöhnung. "Wir sind schließlich wer" ist kein anspruchsvolles Werk – aber eines, das man gerne liest, weil es Herz hat.
- Martina Rauen
Die letzte Gräfin
(3)Aktuelle Rezension von: Melanie_reads„Die letzte Gräfin“ erzählt die Geschichte von Walburgis von Neuenahr, beginnend mit ihrer Hochzeit mit dem Grafen von Hoorn im zarten Alter von 13 Jahren. Ihr spannendes Leben zur Zeit der Reformation zwischen ihrer Grafschaft Moers am Niederrhein und den Niederlanden ist geprägt von vielen Schicksalsschlägen. Walburgis verliert dabei aber trotzdem nicht ihren Lebensmut und entwickelt sich im Laufe des Romanes zu einer gestandenen Frau, die für ihre Grafschaft einsteht.
Die Autorin versteht die Stimmung der Zeit und die Herausforderungen, denen Walburgis und die Menschen um sie herum gegenüberstanden, unterhaltsam und trotzdem informativ darzustellen.
Neben Walburgis als Person ist mir besonders ihre Grafschaft Moers und deren Schicksal sehr ans Herz gewachsen, sodass ich regelrecht mitgefiebert habe. Am Ende hatte ich das Bedürfnis noch mehr über die Geschichte von Moers herauszufinden.
„Die letzte Gräfin“ ist hervorragend recherchiert und ein Muss für jeden, der sich für historische Romane interessiert, das Augenmerk jedoch nicht nur auf Unterhaltung, sondern auch auf historische Genauigkeit und Informationsgehalt legt. - Anne Gesthuysen
Wir sind doch Schwestern
(28)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf das Buch bzw. die Autorin aufmerksam. Es ist das erste Buch von Anne Gesthuysen, das ich gelesen habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit im Bücherregal vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.
Wie finde ich Cover und Titel?
Klassisch, stilvoll, passt. Der Titel wird im Buch erwähnt.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei einer doch recht komplexen Story. In dieser Familie ist wahrlich einiges passiert, vieles wurde ignoriert und verdrängt, und natürlich hat keiner darüber gesprochen, waren ja auch andere, weniger offene Zeiten damals. Anlässlich des 100. Geburtstages der ältesten Schwester kommen die drei Mädels zusammen und reden endlich mal, dabei werden für den Leser die Lebensgeschichten nach und nach ausgepackt. Sehr, sehr spannend.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen bzw. zu hören (hatte das Hörbuch in einem Tag durch), der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Es gibt natürlich viele (markierte) Zeitsprünge in die Vergangenheit, um diese und die Gegenwart zu verstehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ein mal subtiler, mal herzerfrischender Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten.
Mein Fazit?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese.
- Anja Wedershoven
Im Schatten der Kopfweiden
(24)Aktuelle Rezension von: hooniliJohanna Brenner hat einen neuen Dienstort im Kommissariat am Niederrhein und schon muss sie zu einem Tatort. Eine Kinderärztin wurde ermordet. Es ist völlig unklar, warum es gerade sie getroffen hat. Welche Geheimnisse hatte sie? Wer will sich an ihr rächen?
Johanna war mir als Ermittlerin sehr sympathisch, die Autorin hat sie sehr authentisch beschrieben. Der flüssige Schreibstil und die guten Beschreibungen der Geschehnisse, haben mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Es gab immer wieder Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Das Buch bietet bis zum Schluss große Spannung.
- Thomas Hesse
Der Hahn
(2)Aktuelle Rezension von: peedeeKommissare Karin Krafft und Gero von Aha, Band 11: Am gleichen Tag verunglücken die Eheleute Pahlen in zwei verschiedenen Sachverhalten. Er fährt mit seinem Auto in einen Baum, sie stürzt zu Hause von der Leiter. Eine mehr als unwahrscheinliche Duplizität der Ereignisse. Das K1 Wesel unter der Leitung der Chefin Karin Krafft ermittelt. Sie kommen Steuerbetrügern auf die Spur. Doch das Kommissariat steht vor einer Zerreissprobe: Gero von Aha begibt sich auf Abwege, und sein Kollege Nikolas Burmeester hat ihn dabei erwischt…
Erster Eindruck: Ein stolzer Hahn auf schwarzem Cover-Hintergrund – gefällt mir.
Dies ist Band 11 der Reihe, für mich aber die erste Begegnung mit den Kommissaren (und dem Autorenteam). Es ist (auch für mich) sehr ungewöhnlich, mit Band 11 zu starten, aber da ich dieses Buch geschenkt bekam, springe ich einfach mal in die Reihe hinein und schaue, was mich erwartet.
Wenn die Eheleute im gleichen Auto gesessen hätten und beide beim Unfall ums Leben gekommen wären, hätte man von einem tragischen Unglück gesprochen, das über die allseits bekannten Pahlens, die eine Möbelhauskette besitzen und viel Gutes tun, hereingebrochen ist. Aber dass nun beide in zwei unterschiedlichen Unfällen am gleichen Tag verwickelt sind – einer davon mit tödlichem Ausgang –, ist mehr als merkwürdig und wirft viele Fragen auf, die das Team von Karin Krafft bearbeiten muss. Hinzu kommt eine aufgeregte Besucherin im Kommissariat, Cara Beerenboom, die um ihr Leben fürchtet, aber nicht sagt, weshalb. Ist hier wirklich Gefahr in Verzug?
„Wer an Zufälle glaubt, denkt an der Realität vorbei.“
Die Kollegen sind eine illustre Truppe, bei der wohl jeder genügend „Material“ für etliche Seiten Krimi mitbringt. Gero von Aha ist ein ziemlich kapriziöser Typ mit einer grossen Liebe zu gutem Kaffee (nun gut, die habe ich auch), aber ansonsten hat er mich mit seiner Art genervt und er hat wirklich nur ganz wenige Punkte bei mir sammeln können. Er kam mir sprichwörtlich wie der stolze Hahn auf dem Cover vor, aber dieser steht gar nicht für von Aha. Amüsiert hat mich jedoch Nikolas Burmeester, ein sympathischer Mann mit einem mehr als fragwürdigen Kleidungsstil – nennen wir es doch, wie es ist: Er ist ein Paradiesvogel. Seiner Verlobten gefällt dies jedoch gar nicht und er will sich ihr zuliebe kleidungstechnisch verbessern.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen; mir hat der Krimi sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 4 Sterne. - Andrea Tillmanns
Tod im Wald der Engel
(22)Aktuelle Rezension von: bookxn_bellyInhalt: (ohne Spoiler)
Anna ist Künstlerin und gerät auf Ihrer Vernissage mit dem Journalisten Lanski in einen Streit. Als Sie nach der Vernissage nochmal spazieren geht, entdeckt Sie einen Toten, ausgerechnet der Journalist Lanski. Natürlich steht Sie sofort unter Verdacht Ihn getötet zu haben. Um zu beweisen, dass Sie mit dem Mord an Ihm nichts zutun hat, begibt Sie sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Hierbei merkt Sie schnell, dass der Tode sich mit seinen Schlagzeilen bei vielen nicht gerade beliebt gemacht hat.
Meinung:
Das Cover ist sehr ansprechend und passt wirklich gut zur Geschichte und Jahreszeit. Die Geschichte spielt im November, weshalb ich mich umso besser hineinversetzen konnte. Zum Schreibstil und der Formulierung muss ich sagen, dass diese sehr gut und verständlich ist, jedoch weniger gefühlvoll.
Anna`s Taten und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar, da die Geschichte aus Ihrer Sicht erzählt wird. Am Anfang der Geschichte geht es direkt spannend los, wird aber zur Mitte hin etwas schleppend. Es gibt viele Wechsel der Verdächtigen, was mir persönlich zu viel war. Das Ende ist dann wieder super spannend und absolut überraschend, da man bis zum Ende nicht weiß wer der Täter ist.
Fazit:
Ich bin ohne Erwartungen an das Buch gegangen, da ich vorher noch nichts davon gehört hatte und bin wirklich positiv überrascht. Das Buch ist gut geeignet um es zwischendurch zu lesen, besonders das es nur 271 Seiten hat. Ich kann das Buch auf alle Fälle an euch weiterempfehlen!
Für Personen mit Ortskenntnissen ist der Krimi, mit Sicherheit, noch reizender.
- Thomas Maria Claßen
Felgenkiller
(1)Aktuelle Rezension von: GartenkoboldKlappentext: Morde wühlen die niederrheinische Großstadt Grawenhorst auf. Während einer Radtour stirbt ein unbekannter Mitfahrer nach einem mysteriösen Unfall im Wald. In den Tagen danach sterben weitere Menschen. Immer waren sie mit dem Rad unterwegs. Dezimiert da ein Wahnsinniger die Fahrradfahrer der Stadt? Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Mittendrin Manfred (Manni) Hanraths bei dessen Tour der erste Mord passiert. Auch Manfred wird verdächtigt und recherchiert selbst.
Den Krimi habe ich von einem unserer Mitfahrer der Fahrradgruppe erhalten und habe den Krimi regelrecht verschlungen. Kurzweilig, fesselnd und packend geschrieben. Eine gute Atmosphäre, unerwartete Wendungen und spannend geschrieben. Ein toller Krimi, der mit Sicherheit nicht nur für Radbegeisterte geeignet ist.
Eine kurzweilige und spannende Geschichte, deren Spannung von Anfang bis zum Ende durchgängig anhält. - Erwin Kohl
Hopsgegangen
(25)Aktuelle Rezension von: dreamlady66(Inhalt übernommen)
Mist!, denkt sich Lukas Born. Eigentlich sollte der Privatdetektiv mit der Journalistin Natascha Feldmann einen ihrer Informanten treffen. Am Treffpunkt in Rheinberg ist jedoch nur Natascha, und die liegt leblos auf dem Boden. Bevor Lukas weiß, wie ihm geschieht, kriegt er eins übergezogen. Als er wieder zu sich kommt, ist Natascha verschwunden. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf, Lukas hingegen schon. Denn er ahnt, dass Natascha an etwas Großem dran war. Und tatsächlich täuscht ihn sein Gefühl auch diesmal nicht. Leider. Denn die Beule an seinem Kopf ist nur der Anfang allen Übels.
Zum Autor:
Erwin Kohl wurde 1961 in Alpen am Niederrhein geboren und hat diese herrliche Tiefebene seither nicht verlassen.
Heute wohnt er mit seiner Familie in Wesel - Ginderich.
Neben der Produktion diverser Hörfunkbeiträge schreibt Kohl als freier Journalist für die NRZ / WAZ und die Rheinische Post. Grundlage von bislang elf Kriminalromanen und zahlreichen Kurzgeschichten sind zumeist reale Begebenheiten.
Die Soziologie der Niederrheiner und ihre vielschichtigen Charaktere bilden häufig den Hintergrund der Geschichten.
Im November 2015 erschien im Bastei-Lübbe-Verlag der Krimi „Verdammt lang tot“.
Schreibstil/Fazit:
DANKE an Erwin (Kohl) bzw. den BasteiLübbe-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung an Band Nr. 2 mit 267 Seiten und 47 Kapiteln, ich freute mich.
Leider konnte ich das Buch nach Erhalt nicht sofort lesen & verarbeiten.
Dennoch gefiel mir der pointiertwitzige Schreibstil dieses Provinzkrimis mit scharfzüngiger Feder eines vor-Ort-Auskennenden mit viel Detailwissen, Lokalkolorit und spannenden, kurzweiligen Szenen, die mich tiefer in das Geschehen um den schönen Niederrhein und auch Lukas Born, dem speziellen Privatdetektiv, eintauchen liessen.
Kurze Kapitel rundeten für mich diesen stimmigen Kriminalroman ab - überzeugt Euch selbst!
- Linda Isabelle Erkens
BEGIERDE: EIN NIEDERRHEIN - KRIMI
(7)Aktuelle Rezension von: nellscheKommissar Gerd Merten und seine neue Kollegin Sina Elbers übernehmen die Ermittlungen in dem Mordfall einer jungen Frau. Schnell finden sie heraus, dass die Tote sehr gerne mit dem Feuer spielte, obwohl sie einen festen Freund hatte. Im Umfeld der Toten stoßen sie auf ein Geflecht aus Eifersucht und Liebe, in dem jeder seine dunklen Geheimnisse hat. Ist der Täter hier zu finden?
Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Schon die Beschreibung klang spannend und versprach einen Fall, der nicht sofort durchschaubar ist. Und genauso war das Buch auch!
Der Schreibstil war flüssig und packend, so dass ich von Beginn an bestens in die Geschichte reingefunden hatte. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und konstant gehalten und ich war sehr neugierig, wie sich der Fall entwickelt und worauf die beiden Ermittler stoßen werden. Ich war regelrecht gefesselt.
Die Charaktere wurden bildhaft und echt dargestellt, so dass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Die beiden Ermittler fand ich sympathisch und ich habe sie sehr gerne bei ihren Ermittlungen verfolgt und begleitet. Auch die Personen aus dem Umfeld der Toten wurden prima beschrieben und dargestellt. Die dunklen Seiten und Gedanken sowie deren Verhalten brachten mich dazu, dass ich jedem von ihnen misstraute.
Der Fall war prima durchdacht, facettenreich und überraschend und für mich bis zum Ende nicht durchschaubar. Ich hatte zwar mehrere Ideen im Kopf, wer der Täter sein könnte, war mir aber nie sicher. Die Autorin hat hier sehr gekonnt die Spuren gelegt, auf die ich nur zu gerne angesprungen bin. Das hielt mich beständig an dem Buch fest und ich war auf die Auflösung sehr gespannt.
Ich kann diesen Krimi unbedingt empfehlen und vergebe verdiente 5 von 5 Sternen. - Christiane Wünsche
Aber Töchter sind wir für immer
(67)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingWie schon die vorherigen Romane von C. Wünsche liest sich auch dieser flüssig und easy (in meinem Fall an zwei Abenden) weg. Das vertraute Setting am Niederrhein weckt Heimatgefühle, die Protagonisten sind so sympathisch, dass man ihrem Lebensweg gerne folgt. Soweit, so gut. Nur kann sich dieses Buch nicht so recht entscheiden, was es sein will - das Psychogramm einer Familienkonstellation über mehrere Generationen? Zeitgeschichtliche Schilderung? Mysterygeschichte? Von allem ein wenig, scheint es - und wirkt damit an einigen Stellen gewollt bzw. inszeniert. Wieso nur sollte sich der psychotische (oder eben doch übersinnlich begabte) Teenager in seinem Tagebuch seitenlang über die Psychologie des Mauerfalls auslassen, wo sie doch genug eine, persönliche Probleme hat? Auch der anaphylaktische Notfall des Enkels just am Tag des Suizidversuchs der Tochter wirkt konstruiert.
- Barbara Steuten
Kati Küppers und der gefallene Kaplan
(10)Aktuelle Rezension von: ManuelaBeKati Küppers und der gefallene Kaplan ist der Auftakt einer Krimireihe der Autorin Barbara Steuten welche im fiktiven niederrheinischen Dorf Niederbroich spielt. Im Vordergrund steht Kati Küppers, die als Küsterin tätig ist. Nachdem der junge Kaplan tot aufgefunden wird, gerät Kati schnell in den Kreis der Tatverdächtigen. Unterstützt von ihrem Enkel Benedikt begibt sie sich auf die Suche nach dem Täter und gerät dabei selber in Gefahr.
Die Geschichte selber ist gut erzählt und kommt nicht blutrünstig daher. Die einzelnen Charaktere gewinnen allmählich Kontur und die Gedankengänge der Protagonisten erhellen das Geschehen. Nach und nach bekommt nicht nur Kati die benötigten Informationen, auch der Leser beginnt langsam zu begreifen wer für die Taten verantwortlich ist. Die Auflösung und das Motiv hinter den Taten fand ich überraschend und gut gelöst. Einziger Kritikpunkt ist der Dialekt von Cilli Wilms, den ich nur schwer verstehen konnte, da wäre eine Übersetzung als Fußnote oder in Klammern hinter dem Text hilfreich gewesen. Insgesamt ein schöner Krimi den ich gerne gelesen habe und der Lust auf weitere Geschichten rund um Kati und Niederbroich macht.
- Erwin Kohl
Verdammt lang tot
(27)Aktuelle Rezension von: StephanieMarzianNachdem ich von einer Lesung Erwin Kohls in unserer Nähe erfahren hatte, wollte ich die Lukas Born Reihe gerne kennenlernen und bin von Seite 1 an gerne in die Welt des ehemaligen Polizisten eingetaucht. Nein, das trifft es nicht ganz. Ich wurde eher hineingesaugt. Ich habe es geliebt, bekannte Orte wieder zu entdecken, aber auch neue kennenzulernen, an denen man hier am Niederrhein bisher nur vorbeigefahren ist.
Am meisten überzeugt hat mich aber der lockere Schreibstil, der mich oft schmunzeln ließ, dann aber wiederum die Spannung, die bis zuletzt erhalten bleibt!
Natürlich wird in Krimis gerne auch das Privatleben der Polizisten so ausgebreitet, dass es für meinen Geschmack zu viel Raum in der Geschichte einnimmt. Doch der Autor hat es hier sehr gut gelöst - sein Protagonist hat zwar einiges durchgemacht, was ihn natürlich an diesen Punkt seines Lebens gebracht hat. Doch er durchläuft eine Entwicklung, die ihn offenbar in dem festigt, was er tut. Und die Auseinandersetzungen mit seiner Noch-Ehefrau machen die Geschichte eher noch reizvoller.
Auf den Titel muss ich auch noch kurz eingehen. Da führt kein Weg dran vorbei. Meiner Ansicht nach, ein cleverer Schachzug. Denn wenn ich in Zukunft einen gewissen deutschen Hit höre, werde ich mich sicher des Öfteren im Text vertun und unwillkürlich an Lukas Born denken!
Fünf Sterne also für Erwin Kohl und seinen Krimi - der zweite Band liegt schon neben mir. - Nicole Peters
Land im Nebel
(18)Aktuelle Rezension von: BiestInhalt:
Die Liebesgeschichte zwischen dem Revolutionär Henri und der Adeligen Johanna von Attenbach vor dem Hintergrund eines geteilten Europas im Umbruch.
Im Herbst 1796 liegt Frankreich im Krieg mit den Monarchien Europas. Die Revolutionstruppen sind bis an den Niederrhein vorgerückt, die Bündnisstaaten stellen sich dieser Expansion entgegen. Im Herzogtum Berg kämpft die junge Adelige Johanna derweil um ihre eigene Unabhängigkeit. Sie begehrt gegen eine Heirat auf und mischt sich in die Bewirtschaftung des Familiengutes ein. Als sie bei Kloster Bödingen dem Franzosen und vermeintlichen Mönch Henri begegnet, bringen sie ihre Gefühle zu ihm zwischen alle Fronten …
Meine Meinung:
Bereits der Prolog von Nicole Peters "Land im Nebel" hat mich in seinen Bann gezogen und mich in die Zeit von damals zurückversetzt.
Man begleitet Henri und Johanna durch recht schwierige Zeiten, die von Trauer, Elend und Umbruch geprägt sind. In die beiden Hauptcharaktere kann man sich wunderbar hineinversetzen, dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Autorin den Leser an den Gedanken und Gefühlen der Beiden uneingeschränkt teilhaben lässt.
Beide sind sehr willensstark, intelligent und kämpferisch. Das hat mir sehr gut gefallen.
Aber auch die anderen Charaktere waren toll ausgearbeitet, hatten Tiefe und hätten unterschiedlicher nicht sein können.
Die damalige Zeit mit ihren Sitten und Gepflogenheiten wurde sehr bildhaft und anschaulich dargestellt. Es ist schon ziemlich erschreckend, was die Menschen damals alles erdulden mussten, nur um zu überleben.
Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. An einigen Stellen war es eher ruhiger und die Story plätscherte ein bisschen vor sich hin. Doch im Großen und Ganzen ist die Mischung aus Spannung, Informationen über die damalige Zeit und die vielen unterschiedlichen und interessanten Personen absolut gelungen.
Das Ende hat mir gut gefallen, es lässt mich befriedigt und ohne offene Fragen zurück.
Als kleiner Bonus befindet sich am Schluss noch ein umfangreiches "Dramatis personae", in dem alle Charaktere und historisch belegte Persönlichkeiten aufgeführt sind.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ließ sich für einen historischen Roman sehr flüssig und flott lesen.
Das Cover ist absolut gelungen und passt perfekt zur Geschichte und zum Titel.
Fazit:
Eine Bereicherung für jeden Fan historischer Romane. Eine klare Leseempfehlung! - Ella Theiss
Die Spucke des Teufels
(4)Aktuelle Rezension von: Witch-JournalIch habe schon einige Bücher von Ella Theiss gelesen, doch dieses ist bisher, das Beste. Es ist spannend und denoch auch voll Humor. Wie die herrlich Lisbeth ihr Leben meistert, ist schon genial. Sie weiß genau was sie tut. Jede Seite ist ein kleines Abenteuer für sich. Die Autorin - Ella Theisss- hat jeden Charakter und jeden Schauplatz, gezielt eingesetzt. So setzt das Kopfkino schon ein, sobald man zu lesen beginnt. Pittoresk führt - Ella Theiss- ihre Leser durch diese wunderbare Story. Immer wieder wird der Leser überrascht. Das zeigt auf, von welcher Klasse - Ella Theiss ist -. Der Kampf um die Kartoffel ist wie ein wohlschmeckender Auflauf. Manche Dialoge zaubern ein lechen in die Gesichter der Leser. Manche Anordnungen der Obrigkeit, sind auch nicht zu begreifen. So wurde dieser Roman zu einem wunderbaren und herrlich anklingenden Fairytale. Diese tolle Frau - Lisbeth - kommt wie eine bauernschlaue und herzliche Figur aus einem Krimi von Agatha Christie, daher. Der Schreibstil von - Ella Theiss - weist keinen Makel auf. Er ist lebendig, flüssig, wortgewandt und ohne Ecken und Kanten. Dieser Roman hat mir eine Stunden, den Alltag vom Hals gehalten. Vielen Dank, liebe Ella.
- Alexander Gorkow
Die Kinder hören Pink Floyd
(1)Aktuelle Rezension von: WortklauberEine Kleinstadt im Rheinland in den Siebzigern: Im Fernsehen läuft die Hitparade, gerne mit Heino, Gerhard Klarner ist Nachrichtensprecher. Im Kino wird „Die Nacht der reitenden Leichen“ im Vormittagsprogramm gezeigt – bis der Jugendschutz einschreitet. Dann nimmt der Betreiber zum Beispiel die alten Schwarzweißfilme mit Godzilla und King Kong wieder ins Programm, vorübergehend, bis Gras darüber gewachsen ist. Die „reitenden Leichen“ müssen sich schließlich amortisieren.
Der Krieg ist so lange noch nicht her, und so trifft man allenthalben noch auf Altnazis, auf jeden Fall aber auf sehr rigorose Einstellungen. Die Lehrerinnen werden Fräulein gerufen, dem Pfarrer rutscht schon einmal die Hand aus. Auf dem Schulhof gilt das Recht des Stärkeren, der Ich-Erzähler behauptet sich ganz passabel, was nicht unbedingt gesagt ist, da er an einer Sprachstörung leidet, er stottert. Nur sein Freund Huby darf im Unterricht nicht bestraft werden, denn Huby ist, so hieß das damals, mongoloid. Einem anderen Freund wirft die gelangweilte Mutter kleine Goldbarren in den familieneigenen Pool, nach denen die Jungen tauchen dürfen.
Die Gorkow-Familie besteht neben den Eltern noch aus der älteren Schwester, die an einem angeborenen Herzfehler erkrankt ist und die dem Bruder gerne boshafte Märchen auftischt, in denen Musiker die Bösewichte sind, die es auf kleine Kinder abgesehen haben. Der Vater ist, wenn er nicht im Büro ist, sehr stolz auf seine Rosen, was vor allem einem inflationären Einsatz der Giftspritze zu verdanken ist. Ob seine Kinder ihm bei der Gartenarbeit helfen möchten? Wenn diese besseres zu tun haben, kann die Antwort der Mutter auf eine diesbezügliche Anfrage schon einmal stellvertretend abschlägig lauten: „Die Kinder hören Pink Floyd“. So wie: „Die Kinder machen Hausaufgaben“. Diese englische Band hat es den Geschwistern besonders angetan, die Schwester schreibt Briefe nach London, und selbst der Vater ist bereit, sich diese Musik mit seinen Kindern anzuhören, sogar auf dem guten Plattenspieler, dem Thorens, dessen Handhabung an nichts weniger als eine kultisch-religiöse Zeremonie erinnert. Leichtsinnigerweise, muss man sagen, fürchtet der Vater doch irgendwann, die Platte von Pink Floyd könne das Gerät geradeweg pulverisieren.
Insgesamt: Es gab für mich ein paar Längen, der Tonfall, das Absurde, ist, so konstant durchbehalten, irgendwann auch keine Überraschung mehr, am Ende ist der Junge erwachsen, und ich bin mir noch uneins, ob es das gebraucht hätte oder das im Gegenteil die Geschichte erst rund macht, aber im Ganzen: Daumen hoch.
Man merkt: Hier am Niederrhein, Mitte der Siebzigerjahre, ist der ganz normale Wahnsinn zu Hause. Und das Ulkige daran ist: Obwohl Alexander Gorkow (der Autor) Figuren, Situationen, Dialoge völlig überzeichnet, ins Wahnwitzige steigert … kam mir das eine oder andere irgendwie seltsam vertraut vor.























