Bücher mit dem Tag "niederrhein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "niederrhein" gekennzeichnet haben.

92 Bücher

  1. Cover des Buches Der war schon tot (ISBN: 9783740812416)
    Erwin Kohl

    Der war schon tot

     (22)
    Aktuelle Rezension von: xeslady

    Das Cover zeigt den schlichten Kreideumriss einer Leiche und fällt besonders durch den griftgrünen Titel mit der lapidaren Aussage "Der war schon tot" auf.

    Genau so humorvoll, locker und ironisch ist auch der Schreibstil. Das Buch lässt sich flüssig lesen, was auch den nicht zu langen Kapiteln geschuldet ist. Für einen zeitlich einzuordnenden Ablauf der Geschehnisse findet man am Kapitelanfang einen entsprechenden Zeitstempel. So lassen sich Lukas' Ermittlungsschritte gut nachvollziehen. Da der Fall lediglich auf den ersten Blick klar zu sein scheint und bei genaueren Nachforschungen immer mysteriösere Züge annimmt, wird der auf Happy Eiland lebende Lukas durch seine Campingplatz-SOKO unterstützt.

    Die bunte Truppe der Dauercamper ist vielseitig und jede Figur bringt passende Qualitäten mit, die der Auflösung des Falls dienlich sind. Auch, wenn Lukas als ehemaliger Polizist und nun aktiver Privatermittler, sehr aufgeweckt, clever und motiviert ist, kann etwas Unterstützung nie schaden. So ist er auch auf die Hilfe von weniger freundlichen Charakteren, wie z.B. seine Exfrau, angewiesen. Durch Lukas' direkte, provokante und offene Art weiß er allerdings auch mit schwierigen Gesprächspartnern umzugehen. Als Ausgleich zu seiner Berufung versucht er sich mit seiner Freundin Linda ein schönes Leben aufzubauen, das leider nicht immer nach seiner Vorstellung verläuft. Linda weiß was sie will und vorallem, was sie nicht will. So sind die beiden starken Charaktere zur Kompromissbereitschaft gezwungen. Das Privatleben von Lukas bietet einen unterhaltsamen Nebenschauplatz, bei der er sich nicht nur mit der verflossenen und aktuellen Liebschaft rumplagen muss, sondern auch mit den Konflikten seines Sohnes.

    Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, das nicht nur zum Miträtseln über Hintergründe und Tatverdächtige einlädt, sondern ebenso zum Schmunzeln und zu einer kleinen Reise an den wunderschönen Niederrhein.

  2. Cover des Buches Opferfläche (ISBN: 9783770015191)
    Eva Karnofsky

    Opferfläche

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Thaliomee

    Der US-Konzern Drillex will am beschaulichen Niederrhein Hydraulic Fracturing (kurz Fracking) betreiben. Weil es um viel Geld geht, ist die Bereitschaft der Politik groß, die Fläche zu opfern, sie zur Opferfläche zu machen. Doch es regt sich Widerstand, angeführt vom Bürgermeister Reinhard Wilke. Als Wilke getötet sind, steht für viele sofort fest: Dahinter steckt Drillex. Auch die Journalistin Karola Krauss beginnt in diese Richtung zu recherchieren. Unerwartet meldet sich ihr Exmann Andres um sie zu unterstützen. Als Karola herausfindet, warum Andres sie vor Jahren verlassen hat und welche Informationen er ihr nun bieten kann, schweben beide schon in großer Gefahr.


    Trotz dem brisanten Thema ist das Buch doch ein guter und leicht zu lesender Krimi, mit einer sympathischen Hauptfigur. An vielen Stellen mischen sich Fakten und Fiktion und die Autorin überrascht mit überraschenden Wendungen.

    Ein wirklich gut zu lesendes Buch, in dem auch das Privatleben der Protagonisten nicht zu kurz kommt.

  3. Cover des Buches Wir sind doch Schwestern (ISBN: 9783462003727)
    Anne Gesthuysen

    Wir sind doch Schwestern

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Linda-Odd

    Das perfekte Buch auch wenn es einem momentan schwer fällt sich auf Romane zu konzentrieren. Allerdings ist dieses Buch wohl so sehr von wahren Ereignissen geprägt, dass man dies weniger Roman als einen ausgeschmückten Tatsachenbericht nennen könnte.

    Ich fand es schön ein Buch mit so vielen interessanten weiblichen Hauptdarstellerinnen zu lesen. Es gab nicht nur einen spannenden Handlungsbogen und dennoch fühlte man mit jeder Person und den Ereignissen in ihrem Leben mit.

  4. Cover des Buches Antonio im Wunderland (ISBN: 9783499259067)
    Jan Weiler

    Antonio im Wunderland

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der zweite Teil von Weilers Familiengeschichten, diesmal aufgeteilt zwischen einem Familien-Italien-Urlaub mit Jan und alleman, bei dem sich eine Scherbe im Fuß nach tetanus-Spritze als Glücksfall gestaltet (man hat endlich seine Ruhe und wird von Nonna Anna umsorgt), natürlich nur mit mitgebrachter Matratze, und einem New-York-Trip mit Toni und Benno Tiggelkamp, die schon den Check-in am Düsseldorfer Flughafen aufmischen und später zu diversen Verhaftungen im Big apple sorgen. Nur die Robert-de-Niro-Passage kann man kaum glauben, ist dies wirklich passiert? Oder geht hier die Pretty-woman-Phantasie mit dem Autor durch? Sehr mysteriös, wohlwahr, und nur einfach schön mit der Onkelwerdung am Ende des Buchs.

  5. Cover des Buches Die Unschuld der Kastanienblüten (ISBN: 9783958130845)
    Bettina Klusemann

    Die Unschuld der Kastanienblüten

     (11)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    "Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf."

    Meinung:
    Beide Kinder sind unterschiedlich aufgewachsen. Für Sophie kann man es als Kulturschock bezeichnen was im Krieg passiert ist und Hanno kann irgendwie damit leben...
    Ich finde die Autorin hat eine gut Geschichte geschrieben welche sehr interessant ist wenn man sich für die 50er Jahre und die Geshcichte nach dem 2. Weltkrieg interessiert. Der Schreibstil ist großteils flüssig und git nachzuvollziehen. Die Kurze Kapitel machen es leicht das geschehene zu verarbeiten.

    Fazit:
    Ein Buch welches einem die Zeit des und nach dem 2. Weltkrieg aus einer anderen Sciht näher bringt.
  6. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht (ISBN: 9783844522792)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Monice

    "Maria ihm schmeckt`s nicht!" von Jan Weiler,


    ein Buch mit viel Humor. Mir persönlich hat der Stil sehr gut gefallen und auch der Humor war sehr passend. Ich glaube jeder ist froh nicht einen solchen Schwiegervater zu haben, aber er hätte hier nicht fehlen dürfen. Der rote Faden rund um die Hochzeit und die Italienische Familie hat sehr gut gepasst und wurde auch sehr konsequent durch gezogen. Für mich genau das richtige zum lachen zwischen durch.
    Die Kapitel waren, sehr angenehm aufgeteilt, so das es sich Thematisch sehr passend aufgeteilt hat. Es war erst das zweite Buch von Jan Weil er für mich, aber definitiv nicht das letzte.

    Zum Inhalt:
    Eine Hochzeit für Jan und Sara, das lässt sich sein Schwiegervater nicht zweimal sagen und schon ist die Familie in Italien informiert. Das dort die ein oder andere, mehr oder weniger Gute Nachricht auf sie wartet ahnt keiner als sie sich auf den Weg nach Italien machen. Doch in Italien soll sich alles verändern und vor allem das Ende steht wohl doch nicht so fest, wie gedacht.

  7. Cover des Buches BEGIERDE: EIN NIEDERRHEIN - KRIMI (ISBN: 9781549768125)
    Linda Isabelle Erkens

    BEGIERDE: EIN NIEDERRHEIN - KRIMI

     (8)
    Aktuelle Rezension von: nellsche
    Kommissar Gerd Merten und seine neue Kollegin Sina Elbers übernehmen die Ermittlungen in dem Mordfall einer jungen Frau. Schnell finden sie heraus, dass die Tote sehr gerne mit dem Feuer spielte, obwohl sie einen festen Freund hatte. Im Umfeld der Toten stoßen sie auf ein Geflecht aus Eifersucht und Liebe, in dem jeder seine dunklen Geheimnisse hat. Ist der Täter hier zu finden?

    Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Schon die Beschreibung klang spannend und versprach einen Fall, der nicht sofort durchschaubar ist. Und genauso war das Buch auch!
    Der Schreibstil war flüssig und packend, so dass ich von Beginn an bestens in die Geschichte reingefunden hatte. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und konstant gehalten und ich war sehr neugierig, wie sich der Fall entwickelt und worauf die beiden Ermittler stoßen werden. Ich war regelrecht gefesselt.
    Die Charaktere wurden bildhaft und echt dargestellt, so dass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Die beiden Ermittler fand ich sympathisch und ich habe sie sehr gerne bei ihren Ermittlungen verfolgt und begleitet. Auch die Personen aus dem Umfeld der Toten wurden prima beschrieben und dargestellt. Die dunklen Seiten und Gedanken sowie deren Verhalten brachten mich dazu, dass ich jedem von ihnen misstraute.
    Der Fall war prima durchdacht, facettenreich und überraschend und für mich bis zum Ende nicht durchschaubar. Ich hatte zwar mehrere Ideen im Kopf, wer der Täter sein könnte, war mir aber nie sicher. Die Autorin hat hier sehr gekonnt die Spuren gelegt, auf die ich nur zu gerne angesprungen bin. Das hielt mich beständig an dem Buch fest und ich war auf die Auflösung sehr gespannt.

    Ich kann diesen Krimi unbedingt empfehlen und vergebe verdiente 5 von 5 Sternen.
  8. Cover des Buches Kein Herz für Walker (ISBN: 9783770013630)
  9. Cover des Buches Herzensgut (ISBN: 9783596321957)
    Silvia Kaffke

    Herzensgut

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ninchen
    Dies war nun nach "Messerscharf" der zweite Krimi mit der Ermittlerin Barbara Pross. Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich Frau Pross nun mag oder nicht. Irgendwie geht sie einem im ganzen Buch auf die Nerven, besonders wegen ihrer Dreiecksbeziehung zu ihrem Ex-Thomas und dem Polizisten Sven. Auch der Kriminalfall (bei dem es sich letztendlich doch um drei verschiedene Fälle handelte) war ziemlich verwirrend. Trotzdem lies sich das Buch gut lesen und war teilweise auch recht spannend. Fazit: Nicht der beste deutsche Krimi, aber dennoch lesenswert.
  10. Cover des Buches Das Dorf (ISBN: 9783897053762)
    Thomas Hesse

    Das Dorf

     (2)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Thomas Hesse & Renate Wirth – Das Dorf

     Das Dorf ist ein Kriminalroman von Thomas Hesse & Renate Wirth, der 2021 bei emons erschienen ist.


    Zum Autor:
     Thomas Hesse, Jahrgang 1953, lebt in Wesel, ist gelernter Germanist, Kommunikationswissenschaftler und Journalist. Er war bis Ende 2014 in leitender Position bei der »Rheinischen Post« am Niederrhein tätig. Heute ist er freier Autor, Journalist und Publizist.

    Renate Wirth, Jahrgang 1957, ist Gestalttherapeutin, Künstlerin und Autorin.


    Zum Inhalt:

    Die Weseler Kommissarin Karin Kraft wird zu einer Leiche in Bislich-Büschken gerufen.Hier ist sie aufgewachsen, doch sie trifft auf eine Mauer des Schweigens.


    Meine Meinung:
     Der Schreibstil dieses Buches gefällt durch seine ruhige Art, die mit feinem Humor durchsetzt ist. Jederzeit ist die Liebe der Autoren zur Region und den Figuren zu spüren, auch wenn fast alle mehr oder weniger Dreck am Stecken haben. Thematisch stehen häusliche Gewalt und Schatzraub im Blickpunkt. Der Fall ist intelligent konstruiert und bietet einige Überraschungen. Regionale Sehenswürdigkeiten wie der Archäologische Park Xanten sind sinnvoll in die Handlung integriert. Auch für eine Romanze der allein erziehenden Kommissarin findet sich Raum und Zeit. Das Tempoist zu Beginn sehr gemächlich, zieht aber zunehmend an. Die Kommissarin als Hauptfigur wirkt kompetent und sympathisch. Immer wieder bewertet sie die vorliegenden Fakten neu. Unterstützt wird die Kommissarin von ihren Kollegen vom K1. Der neue Kollege Burmeester zeigt besonderen Einsatz, weil er sich beweisen will, da er sich noch nicht voll akzeptiert fühlt.

    Es sind die kleinen Schwächen der Figuren und der jederzeit spürbare Lokalkolorit, die das Buch hervorheben. Am Ende steht ein überzeugend geklärter Mordfall. Eine letzte Wendung, basierend auf einem unglaublichen Zufall, hätte es wirklich nicht gebraucht.

    Fazit:
     Ein überaus angenehm zu lesender Kriminalroman mit viel Lokalkolorit, einem intelligenten Plot und einer taffen und sympathischen Kommissarin hat mich ausgezeichnet unterhalten. Die aus einem Zufall geborene Schlusswendung gefiel mir überhaupt nicht. Insgesamt bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger und atmosphärischer Krimis aus.

  11. Cover des Buches Wer das Schweigen bricht (ISBN: 9783426304181)
    Mechtild Borrmann

    Wer das Schweigen bricht

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Julitraum

    Dieser wirklich wieder ausgezeichnete Kriminalroman von Borrmann spielt auf 2 Zeitebenen, was der Geschichte so schon eine sehr gute Spannung verleiht. 

    Es geht in der Hauptsache um 6 junge Menschen um 1939 in Deutschland und im weiteren Verlauf des 2. Weltkriegs. Es zeigt, was die damalige Zeit mit den Menschen gemacht hat und wie sich unterschiedliche Charaktere nicht zu ihrem Besten entwickeln, wie nicht nur Fanatismus sondern auch Eifersucht und Liebe in der damaligen extremen Zeiten Freundschaften verändern und zu großen Hass führen kann. 

    Der 2. Erzählstrang stellt Robert Lubisch vor, der den Haushalt des verstorbenen Vaters mitsamt dessem Haus auflöst. Der Vater war ein erfolgreicher Unternehmer, der zeitweise nie ein inniges Verhältnis zu seinem Sohn pflegte. Ihre Beziehung war stets angespannt. Als der Sohn Robert, ein Lubisch ein Journalist,  nun in den Unterlagen seines Vaters den SS-Ausweis eines unbekannten Mannes sowie die Fotografie einer jungen, schönen Frau aus früheren Jahren findet, ist seine Neugier geweckt. Warum hat sein Vater diese Dinge so viele Jahre aufbewahrt? Sie müssen eine Bedeutung für ihn gehabt haben. Da auf der Rückseite des Fotos der Name und der Ort des Fotoateliers angegeben ist, beschließt er auf seiner Rückreise nach Hause dorthin einen Abstecher zu machen. Vielleicht erfährt er so doch noch etwas über den verstorbenen Vater,  zu dem er nie den richtigen Draht hatte. Tatsächlich findet Lubisch Anhaltspunkte und lernt eine ehrgeizige Journalistin kennen, die sofort eine große Enthüllungsstory wittert. Was sie und auch Lubisch jedoch nicht ahnen, ist dass ihre Neugier und Recherchen weitreichende, gefähriche Folgen haben.

    Dies war nicht mein erster Roman von Borrmann, aber ich war wie immer mehr als gefesselt und tief beeindruckt von der Geschichte. Ihr prägnanter und präziser Erzhählstil weiß zu fesseln und zu berühren und die Kriminalgeschichte ist wie gewohnt perfekt konstruiert.



  12. Cover des Buches Liebe vertagen, Mörder jagen (ISBN: 9783000538513)
    Vera Nentwich

    Liebe vertagen, Mörder jagen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1960

    „Ach, Kengk!“, seufzt Oma Mölders immer dann, wenn ihre Enkelin Sabine (Biene) Hagen wieder mal etwas Ungewöhnliches angestellt hat.
    Biene ist die 32jährige Hauptfigur in Vera Nentwichs Krimis „Tote Models nerven nur“ und "Liebe vertagen, Mörder jagen“. Sie lebt mit ihrer Oma im beschaulichen niederrheinischen Örtchen Grefrath, wo normalerweise nicht allzu viel los ist. Erst als ein Model ermordet und Biene verdächtigt wird, wird es turbulent im Städtchen (Band 1). Durch Bienes „tatkräftige“ Unterstützung kann der Mörder gefasst werden, aber dadurch ist Biene ihren Job los. Gemeinsam mit dem smarten Argentinier Jago beschließt sie, eine Detektei zu gründen und beide sind in Band 2 gleich wieder in einen Mordfall verstrickt. Dabei hüpft die lebenslustige Biene munter von einer chaotischen Situation in die nächste. Doch ist sie dabei so liebenswert, dass man gar nicht anders kann als sie zu mögen, auch wenn man manchmal nur den Kopf schütteln möchte.

    Vera Nentwich ist mit den Büchern um Biene Hagen ein amüsantes Leservergnügen gelungen. Die flotte Schreibweise, das rheinische Lokalkolorit sowie die Situationskomik tragen maßgeblich dazu bei. Doch bei allem Humor blitzen auch ernste Töne durch, z.B. wenn die Gesellschaft eine Transgender-Frau ablehnt und verurteilt oder schwul sein so schlimm ist, dass man eine Scheinehe eingehen muss.

    Nichtsdestotrotz ist die Grundstimmung aber humorvoll und äußerst unterhaltsam. Mir haben die beiden Bücher die tägliche S-Bahn-Fahrt sehr viel erträglicher gemacht!

    Der heimliche Star der Bücher ist Oma Trudi Mölders, die Biene nach dem Unfalltod ihrer Eltern aufgezogen hat. Wie Oma mit der Wasserpumpgun die „Duve“ vertreibt, hat mir ein fettes Schmunzeln entlockt und wenn sie Biene und ihre Freunde mit Essen versorgt, hätte ich mich am liebsten dazu gesetzt.
    Schön, dass Vera Nentwich inzwischen schon vier „Biene Hagen“ Bücher geschrieben und ein weiteres in Arbeit hat. Die Bände kann man im Übrigen auch unabhängig voneinander lesen.

    Fazit:
    Wer es humorvoll und mit weniger „Crime“ mag, ist mit Vera Nentwichs Büchern bestens bedient. Mir haben sie sehr gefallen!

  13. Cover des Buches Die Hexe vom Niederrhein (ISBN: 9783839210765)
    Sebastian Thiel

    Die Hexe vom Niederrhein

     (12)
    Aktuelle Rezension von: baronessa
    Die Geschichte beginnt mitten in der Schlacht. Zwei Brüder stehen vor dem ersten Kampf ihres Lebens. Trauer, Wut und auch Angst beschäftigen Lorenz bevor er zu Boden geht. Dann gibt es für den Leser einen Rückblick. Hier wird eine glückliche Familie gezeigt, die sich mit sorgenvollen Gedanken an den Krieg belasten müssen. Die zwei erwachsenen Brüder Lorenz und Maximilian helfen dem Vater in der Schmiede. Wie ein Schleier umwandelt der herannahende Krieg immer wieder die Familie und die Bewohner des Ortes. Der Pfarrer nutzt dies für seine Ränke und Predigten und lässt den Krieg als Strafe erscheinen. Im Übermut retten sie einer jungen Frau das Leben. Sie verliebt sich dabei in Lorenz und versucht ihn für sich einzunehmen. Dabei lernt er ihre Adoptivschwester kennen und lieben. Um ihre Familie und den Ort vor einer Belagerung der französisch-schwedischen Truppen zu schützen, melden sich die beiden Brüder als Freiwillige. Bevor sie gehen, erfährt jedoch Elisabeth, dass sich Lorenz nicht in sie, sondern in ihre Schwester verliebt hat. Vor lauter Wut beschimpft sie ihre Schwester als Hexe und weiß nicht, was sie damit anrichtet. Denn der Pfarrer nimmt dies gleich zur Gelegenheit, um den Vater des Mädchens töten zu lassen und der Hexe in die Schuhe zu schieben. Antonella muss in den Wald flüchten. Dann schließt das Buch an den Anfang wieder an und Lorenz erwacht schwer verletzt in einer Abtei. Er hat keine Ahnung, ob sein Bruder oder seine Freunde überlebt haben. Als er erfährt, dass die Schlacht verloren ist und die Truppen auch nicht vor Kempen halt gemacht haben, hält ihn nichts mehr. Schwer verwundet zieht er los, um seine Familie und das Mädchen zu suchen. Er trifft sie im Wald und ist überglücklich. Doch seine Verwundung ist zu schlimm und sie bringt ihn nach Kempen zu einem Arzt. Hier wütet der Feind und tötet die Bewohner des Ortes. Als ihre Schwester die Beiden sieht, kennt sie keine Gnade und beschimpft sie als Hexe und Mörderin. Der Pfarrer nutzt die Gelegenheit und stachelt die Menge noch auf. Antonella wird von der Menge gehetzt und Lorenz versucht ihr zu helfen. Mit der Hilfe seines Bruders und seiner Freunde versucht er im Wald das Versteck Antonellas ausfindig zu machen, aber der Pfarrer und die Bewohner waren schneller gewesen. Der Scheiterhaufen mit Antonella brannte schon und ihr Schrei lag Lorenz in den Ohren. Auch die Soldaten wurden durch den Feuerschein angelockt. Keiner konnte mehr helfen und Lorenz wollte trotz der Übermacht nicht aufgeben. Sein Bruder versuchte Lorenz von dem Scheiterhaufen abzuhalten und forderte ihn zum gehen auf. Er versuchte seinen Bruder zu schützen, in dem er ihn tötete. Mit dieser Tat konnte Maximilian zu Hause nicht mehr leben und verließ sein Elternhaus. Genauso wie Elisabeth, die erst viel später ihre Handlung bedauerte. Es war mein erster deutscher historischer Roman und ich war sehr positiv überrascht. Die Handlung ist dem Autor gut gelungen und man kann sich gut hineinversetzen. Er hat auch gut die Angst vor dem Krieg herüber gebracht und gleichzeitig wie früher schon eine dahingesagte Redewendung „du Hexe“ eine Katastrophe auslöste. Für mich waren die Hauptpersonen mehr die Brüder und nicht „die Hexe vom Niederrhein“. Der Roman lässt sich gut und spannend lesen. Würde ich jederzeit weiter empfehlen.
  14. Cover des Buches Mädelsabend (ISBN: 9783462002201)
    Anne Gesthuysen

    Mädelsabend

     (87)
    Aktuelle Rezension von: JacqueRoe

    Romane sind für mich oft ein Blick in die Welt, fremde Länder, in die Geschichte und in fremde Leben. Die Stunden mit den Charakteren sind kleine Fluchten aus dem Alltag in fremde Welten.

    Dieses Buch hat mich jedoch, wie lange keines mehr, in mich selbst blicken lassen. Dabei finde ich mich weder mit Ruth noch in Sara direkt wieder, doch genug irgendwo dazwischen. Und ich nehme aus diesem Buch mehr mit, als neues Wissen. Doch was, dass ist sehr persönlich und hier nicht der Platz dafür.

    Von mir eine klare Leseempfehlung … und nicht nur an Frauen!

  15. Cover des Buches Grabtanz – Joshua Trempes zweiter Fall (ISBN: 9783939256656)
  16. Cover des Buches Die romantischen Jahre (ISBN: 9783492301480)
    Paul Ingendaay

    Die romantischen Jahre

     (7)
    Aktuelle Rezension von: serendipity3012
    Vom Leben eines Versicherungsvertreters Die 90er Jahre: Marko Theunissen, junger Protagonist aus „Warum Du mich verlassen hast“, ist inzwischen erwachsen geworden. Ein Literaturstudium hat er abgebrochen, um Versicherungsvertreter zu werden. Er hat die Frau fürs Leben bisher nicht gefunden und er beginnt, sich Sorgen um seinen kränkelnden Vater zu machen, der bald seinen 75. Geburtstag feiern wird. In „Die romantischen Jahre“ von Paul Ingendaay erfahren wir, wie es mit Marko und seiner Familie weitergegangen ist seit jenen Geschehnissen auf dem katholischen Jungeninternat, auf dem Marko Teile seiner Kindheit und Jugend verbrachte. Da es immer wieder Rückbezüge auf den früheren Roman gibt, lohnt es sich, diesen zuerst zu lesen. „Die romantischen Jahre“ ist aber auch für sich verständlich und ein Lesegewinn. Die Abschnitte über den Alltag eines Versicherungsvertreters, über Bilanzen und Boni, über Verkaufsgespräche und Kunden sind stets durchzogen von leichtem oder auch mal bissigerem Humor und machen Spaß. Wann immer es um Markos Familie, das Verhältnis zu seinem Vater oder um die große Schwester, die schon seit Jahren im Ausland lebt, geht, um Enttäuschungen und unerfüllte Wünsche, wird der Ton ernster. Eine Mischung, die funktioniert. „Die romantischen Jahre“ ist ein unterhaltsamer, manchmal nachdenklicher Roman um einen Mann Mitte 30, der seinen Platz noch nicht gefunden hat. Wie schön wäre es, in einem dritten Roman zu erfahren, was das Leben noch für Marko Theunissen bereit hält, Herr Ingendaay!
  17. Cover des Buches Schweineblut (ISBN: 9783492258432)
    Arnold Küsters

    Schweineblut

     (6)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Arnold Küsters Krimi 'Schweineblut' ist ein echter Niederrhein-Krimi. Wenn man am Niederrhein lebt, wird man beim Lesen dieses Buches viele Leute erkennen, die genau so oder ähnlich sind.
    In diesem Buch geht es um vieles: Drogen, Wirtschaftsinteressen, illegale Hanfplantagen. Kriminalität, wie sie im Grenzgebiet Deutschland ' Niederlande nun einmal vorkommt. Schützenbruderschaften und ihre Welt werden genauso gut beschrieben wie die Gladbacher Polizei.
    Die Charaktere werden dargestellt mit allen Ecken und Kanten. Die Konflikte zwischen den Einzelnen machen das Buch interessant und die Geschichte auch ein wenig liebenswert trotz harter Kriminalität.
    Die Geschichte ist spannend und teils schrullig, ich musste sie in einem Zug durchlesen.

  18. Cover des Buches In guten wie in toten Tagen (ISBN: 9783839001646)
    Gina Mayer

    In guten wie in toten Tagen

     (86)
    Aktuelle Rezension von: aftersunblau

    Helena heiratet ihren ehemaligen Lehrer Tom, der von allen Schülerinnen angehimmelt wird, und bittet ihre Schwester Cara den Jungesellinnenabschied zu organisieren.
    Cara hat Spaß bei den Vorbereitungen und bis auf eine Freundin, die in Amerika lebt, kommen alle um ausgelassen, mit viel Alkohol, um zu feiern. Dann schlägt die Stimmung um als eine der Freundinnen beginnt Tom schlecht zu machen. Morgens, nachdem alle gegangen sind, steht dann überraschend die Polizei vor Caras Tür und verkündet das Tom ermordet wurde. Keine der Freundinnen kann sich richtig erinnern was sie am Rest des Abends getan hat und Cara beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
    Bei dem Buch handelt es sich um einen Thriller für Jugendliche, das auch gut für Erwachsene zu lesen ist, jedoch fehlten mir hier die richtigen Thriller Elemente. Gut zu lesen, auch teilweise spannend, jedoch waren die Ermittlungen Caras zu offensichtlich, ihr Glaube an die Unschuld der Schwester war zu vordergründig um die wahren Vorgänge darzustellen.
    Die Sprache hat mir gut gefallen, ebenso die eingeflochtenen Nebenpersonen, die die ganzen Gespräche mit den Freundinnen etwas aufgelockert haben.
    Für einen wirklichen Psychothriller, auch im Jugendbereich, fehlte es mir an Nervenkitzel, dennoch habe ich mich beim Lesen nicht gelangweilt und war dann doch überrascht von dem Ende.
    Ich vergebe 3,5 Sterne. 
  19. Cover des Buches Hopsgegangen (ISBN: 9783404174409)
    Erwin Kohl

    Hopsgegangen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66
    (Inhalt übernommen)
    Mist!, denkt sich Lukas Born. Eigentlich sollte der Privatdetektiv mit der Journalistin Natascha Feldmann einen ihrer Informanten treffen. Am Treffpunkt in Rheinberg ist jedoch nur Natascha, und die liegt leblos auf dem Boden. Bevor Lukas weiß, wie ihm geschieht, kriegt er eins übergezogen. Als er wieder zu sich kommt, ist Natascha verschwunden. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf, Lukas hingegen schon. Denn er ahnt, dass Natascha an etwas Großem dran war. Und tatsächlich täuscht ihn sein Gefühl auch diesmal nicht. Leider. Denn die Beule an seinem Kopf ist nur der Anfang allen Übels.

    Zum Autor:
    Erwin Kohl wurde 1961 in Alpen am Niederrhein geboren und hat diese herrliche Tiefebene seither nicht verlassen.
    Heute wohnt er mit seiner Familie in Wesel - Ginderich.
    Neben der Produktion diverser Hörfunkbeiträge schreibt Kohl als freier Journalist für die NRZ / WAZ und die Rheinische Post. Grundlage von bislang elf Kriminalromanen und zahlreichen Kurzgeschichten sind zumeist reale Begebenheiten.
    Die Soziologie der Niederrheiner und ihre vielschichtigen Charaktere bilden häufig den Hintergrund der Geschichten.
    Im November 2015 erschien im Bastei-Lübbe-Verlag der Krimi „Verdammt lang tot“.

    Schreibstil/Fazit:

    DANKE an Erwin (Kohl) bzw. den BasteiLübbe-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung an Band Nr. 2 mit 267 Seiten und 47 Kapiteln, ich freute mich.

    Leider konnte ich das Buch nach Erhalt nicht sofort lesen & verarbeiten.
    Dennoch gefiel mir der pointiertwitzige Schreibstil dieses Provinzkrimis mit scharfzüngiger Feder eines vor-Ort-Auskennenden mit viel Detailwissen, Lokalkolorit und spannenden, kurzweiligen Szenen, die mich tiefer in das Geschehen um den schönen Niederrhein und auch Lukas Born, dem speziellen Privatdetektiv, eintauchen liessen.
    Kurze Kapitel rundeten für mich diesen stimmigen Kriminalroman ab - überzeugt Euch selbst!


  20. Cover des Buches Mörder in der Grube (ISBN: 9783740817633)
    Erwin Kohl

    Mörder in der Grube

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Nina_Albert

    Privatdetektiv Lukas Born soll herausfinden ob der Tod des früheren Bergmanns Buschmann ein Unfall oder Mord war. Buschmann liegt tot am Ende der Kellertreppe. Ist er gestürzt? Wer sollte einen todkranken Rentner umbringen? Seine Tochter will Gewissheit und beauftragt Detektiv Born. Seine Ermittlungen führen ihn ins Bergbau Milieu der 70iger Jahre und zu einem ungeklärten Todesfall am früheren Arbeitsplatz von Buschmann. Er findet heraus, dass Buschmann und seine drei Kumpel so manchen Dreck am Stecken hatten.

    Der Schreibstil ist locker und flüssig und man erfährt außerdem interessante Dinge über das Leben der Bergleute und ihre Arbeitsweise.

    Der spannende Krimi ist sehr zu empfehlen.


  21. Cover des Buches Der Käfer (ISBN: 9783954515530)
    Thomas Hesse

    Der Käfer

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Hinter dem Titel "*Der Käfer*" verbirgt sich der 8. Band der Reihe um die Kommissare Krafft und von Aha der Autoren "*Thomas Hesse*" und "*Renate Wirth*". Das Buch erscheint 2015 im "*Emons Verlag*".

    Eine tote Jugendliche auf der einen Rheinseite, ein vorschnell zu den Akten gelegter Todesfall einer alten Dame auf der anderen und eine dunkle Geschichte, an der Jahrzehnte niemand rührte – was verbindet diese Fälle? Hauptkommissarin Karin Krafft greift zu ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden, Kollege Gero von Aha agiert undercover als 'Rosenkavalier', und dann sind da noch die drei von der O.P.A.-Initiative, die zu Heldentaten neigen.

    Schon die Inhaltsangabe deutet die merkwürdige Kombination von Fällen an und der humorvolle Einschlag lässt sich an dem Wortspiel mit den Opas erkennen.
    Dieser Niederrhein-Krimi zeigt nicht nur die Schönheit der Natur in Rosengärten auf, sondern er taucht tief ins kriminelle Milieu von Drogen und Mord ein. Wie Licht und Schatten liegt hier beides sehr nah beieinander.

    Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, hier ermitteln sympathische Kommissare, die leider mit einer missmutigen Chefin gebeutelt sind. Auch die O.P.A. Truppe finde ich sehr positiv dargestellt. Deren Helfersyndrom ist vorbildlich und ihnen ist es auch zu verdanken, dass ein alter Käfer Licht ins Dunkel von kriminellen Delikten bringt.

    Die Handlung ist wie schon gesagt durch die Mischung von vorgestellter Gartenidylle und der sich am Niederrhein verbreitenden Drogenwelle von Chrystal Meth eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Die Ermittlungen scheinen zunächst keine großen Sprünge zu machen, doch dann bilden sich langsam Verbindungen zu den vorhandenen Todesfällen heraus und der Täterkreis wird klarer. Die Aufklärung ist nicht unerwartet und dennoch spannend. Denn was diese Person zu diesen Taten getrieben hat, möchte man schliesslich wissen.

    Der Erzählstil ist sehr abwechslungsreich, es gibt humorvolle Szenen und ein wenig Dialekt, die dem Krimi den passenden Anstrich geben. Man fühlt sich richtig gut unterhalten.

    Diese Krimireihe habe ich jetzt erst entdeckt und bin ganz begeistert. Wer einen unterhaltsamen Krimi sucht, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Ich freue mich schon auf die vorangegangenen 7 Bände, die noch vor mir liegen.
  22. Cover des Buches Zechensterben (ISBN: 9783897058668)
    Peter Kersken

    Zechensterben

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Herauszufinden, was da passiert war, war ihm von Anfang an nicht nur ein kriminalistisches, sondern auch ein ganz persönliches Anliegen gewesen. Er hatte dieses unsinnige Ende eines jungen Lebens begreifen wollen. Und das wollte er immer noch.«

     

    Oberhausen, im Sommer 1966. Oberinspektor Manfred Wagner kann seinen Urlaub nicht genießen, der Tod eines 14jährigen Jungen lässt ihm einfach keine Ruhe. Sein Vorgesetzter ließ den Fall einstellen, weil es keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden gibt. Doch Wagner ermittelt privat weiter…

     

    Dieser historische Krimi reizte mich besonders, da ich am Schauplatz der Handlung einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend verbrachte und auch noch ordentliche Erinnerungen an das Zeitgefühl Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre habe. Gleich auf der ersten Seite saß Wagner auf dem Platz neben meiner alten Schule, da hat man natürlich alles besonders gut vor Augen.

     

    Auch sonst ist der Zeitgeist hervorragend eingefangen. Die Erwachsenen haben mehr oder weniger traumatische Erinnerungen an den Krieg, auch Wagner wird von düsteren Erlebnissen gequält, die sein Leben in der Gegenwart beeinflussen. Bei den Arbeitern macht sich zudem Zukunftsangst breit, da die ersten Zechen dichtgemacht wurden. Ablenkung bietet die Fußballweltmeisterschaft, man muss nur zunächst jemanden finden, der bereits über einen Fernseher verfügt. Wenn ich las, wie die Menschen beschrieben wurden, wie sie aussahen, sich benahmen und welche Werte sie vertraten, sah ich vor meinem geistigen Auge sofort Eltern, Großeltern und diverse Tanten und Onkel.

     

    In diesem Szenario versucht Wagner nun also, Licht in einen ominösen Todesfall zu bringen. Ein weiterer, mit möglichem Zusammenhang, wird dazukommen. Die Auflösung am Ende ist schlüssig, macht aber auch betroffen, da sie deutlich macht, wie viele Opfer und bedrückende Schicksale es zu dieser Zeit gab.

     

    Fazit: Gelungene Zeitreise ins Ruhrgebiet der späten 60er Jahre, historischer Schauplatz und Zeitgeist sind sehr gut dargestellt. Der Krimi ist dabei etwas nachranging.

  23. Cover des Buches Felgenkiller (ISBN: 9783961112319)
    Thomas Maria Claßen

    Felgenkiller

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Gartenkobold
    Klappentext: Morde wühlen die niederrheinische Großstadt Grawenhorst auf. Während einer Radtour stirbt ein unbekannter Mitfahrer nach einem mysteriösen Unfall im Wald. In den Tagen danach sterben weitere Menschen. Immer waren sie mit dem Rad unterwegs. Dezimiert da ein Wahnsinniger die Fahrradfahrer der Stadt? Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Mittendrin Manfred (Manni) Hanraths bei dessen Tour der erste Mord passiert. Auch Manfred wird verdächtigt und recherchiert selbst.
    Den Krimi habe ich von einem unserer Mitfahrer der Fahrradgruppe erhalten und habe den Krimi regelrecht verschlungen. Kurzweilig, fesselnd und packend geschrieben. Eine gute Atmosphäre, unerwartete Wendungen und spannend geschrieben. Ein toller Krimi, der mit Sicherheit nicht nur für Radbegeisterte geeignet ist.
    Eine kurzweilige und spannende Geschichte, deren Spannung von Anfang bis zum Ende durchgängig anhält.
  24. Cover des Buches Belsazars Ende (ISBN: 9783894250379)
    Hiltrud Leenders

    Belsazars Ende

     (18)
    Noch keine Rezension vorhanden

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