Bücher mit dem Tag "nietzsche"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nietzsche" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.151)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zeitlos, mitreißend und mit manchmal fast schmerzvollem Tiefgang hat mich dieses Werk schon beim ersten Mal lesen absolut in seinen Bann gezogen. Es ist eines dieser Bücher, die am besten nie enden sollten, und deren Charaktere sich für immer in dein Herz schleichen.

  2. Cover des Buches Der Menschenmacher (ISBN: 9783404167753)
    Cody McFadyen

    Der Menschenmacher

     (1.139)
    Aktuelle Rezension von: cillewiezelle

    In dem Buch "Der Menschenmacher" von Cody McFadyen geht es um David, Charlie und Allison, die nach zwanzig Jahren mit ihrer schrecklichen Vergangenheit konfrontiert werden. 

    Charlie, Allison und David wurden als Kinder von einem Mann adoptiert, den sie "Dad" nennen mussten. Dads Ziel war es, die drei Kinder zum Übermenschen zu erziehen, weshalb sie alle schwer bestraft wurden, sobald ihnen Fehler unterlaufen sind. 

    Nach einigen Jahren verschlimmert sich das Leben unter Dad und den Kindern wird bewusst, dass sie Dad töten müssen, um zu überleben. 

    Zwanzig Jahre später, haben sich alle drei ein neues Leben aufgebaut. Jeder von ihnen bekommt seltsame Nachrichten und ihnen wird bewusst, dass es irgendetwas mit ihrer Vergangenheit zu tun haben muss. 


    Ich, persönlich, hatte am Anfang ein paar Probleme, um in das Buch rein zu kommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich mich an diesen langatmigen Schreibstil erst noch gewöhnen musste. Am Ende fand ich den Schreibstil und vor allem die Metaphern sehr schön. Manchmal war mir ein wenig schlecht, weil brutale Dinge sehr detailliert beschrieben wurden. Daher ist das Buch auch nichts für schwache Nerven. Auch generell hat das Buch ein paar Themen wie sexuellen Missbrauch in der Kindheit, die sehr sensibel sind. Daher hier eine Triggerwarnung. 


    Die Charaktere finde ich interessant gestaltet und authentisch. Wobei ich sagen muss, dass sie teilweise Weltansichten haben, die ich nicht teile und auch nicht gut finde. Das ist für mich aber vollkommen in Ordnung, weil es eben zu den Figuren passt und deren Art und Weise ist auf die Welt zu schauen. Vor allem David war mir sehr sympathisch, weil er Schriftsteller war und ich vieles auch nachvollziehen konnte, was er gesagt hat. 


    Vor allem der letzte Teil des Buches war extrem spannend und es gab einige Plottwists, die mich sehr überrascht haben. 

    Alles in Allem würde ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Thriller mit psychologischen Anteilen liest und kein Problem damit hat, wenn ein Buch nicht komplett nach dem roten Faden aufgebaut ist, da es oft Zeitsprünge gibt, die sich nach und nach zu der Geschichte zusammensetzen. 

  3. Cover des Buches Akademie der Gebrannten (ISBN: 9783646601398)
    Mirjam H. Hüberli

    Akademie der Gebrannten

     (58)
    Aktuelle Rezension von: BabsiEngel

    Klapptext:
    Es ist nun schon über ein Jahr her, dass der geheimnisvolle Junge mit der tief in die Stirn gezogenen Kapuze sie abgeholt und in die Akademie gebracht hat. Ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit widmet sich Yosephine seitdem ihrer Ausbildung zur vollwertigen Phoenicrus. Und kommt Milo Voxx, dem Jungen unter der Kapuze, um einiges näher. Aber die Lage ist ernst, das Schicksal der Phoenicrus soll schon bald in Yosephines Hand liegen und sie hat noch viel zu lernen. Dabei könnte alles so viel leichter sein, wenn sie doch nur wüsste, wie das alles mit ihrer Vergangenheit zusammenhängt und was Milo vor ihr verbirgt… 

    Meinung:
    Noch immer genauso begeistert, wie von Band 1. Es zieht mich wieder in seinen Bann und ich kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Mirjam hat eine atemberaubente Trilogie geschrieben, die einen so sehr fesselt und in die Welt der Gebrannten zieht. In Band 2 wird dieses Mal aus der Sicht von Yosi erzählt, die sich in der Akademie aufhält, da sie eine von den Gebrannten ist, die eine wundervolle Gabe besitzt. In Band 2 erfährt man nun auch mehr über den geheimnissvollen Arrow Milo. Ach ist der niedlich, aber niedlich ist eigentlich total das falsche Wort für ihn. Geheimnisvoll passt ja eigentlich viel eher zu ihm, aber er hat sich schon in mein Herz geschlichen, genauso wie Ben in Band 1. Es sind nun mal echt zwei wundervolle Prachtkerle und beide auf ihrer eigene Art und Weise. Zwei geheimnisvolle Kerle, die ziemlich gut beschrieben sind und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Aber auch Yosi, Zaras verlorene Schwester, ist eine ganz liebe Protagonistin, in die man sich gut hineinversetzen kann. Immer da für ihre zwei Freunde Aaron und Livia, verliebt sie sich auch in einen Typen, der sich von Anfang an auch in sie verliebt.
    Die Geschichte ist einfach sehr lebhaft beschrieben. Man fühlt sich, als wäre man selbst dabei.
    Mirjam hat einen wundervollen Schreibstil, der einen einfach verzaubert und in eine andere Welt eintauchen lässt.

    Fazit:
    Akademie der Gebrannten - Die Phoenicrus-Trilogie 2, bekommt von mir 5 von 5 Sterne. Der Grund dafür, ganz klar, es hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Ich konnte und wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen.
    Ich kann es nur jedem weiterempfehlen und ans Herz legen, denn diese Trilogie geht unter die Haut.

    Was ich noch sehr zauberhaft finde, ist, dass Mirjam nicht nur die Geschichten schreibt, sondern auch noch die Charaktere ihrer Romane zeichnet. So wunderschön und lebhaft, wie sie es macht. 

    Ich bin ja absolut kein eBook Fan. Ich liebe es, ein richtiges Buch in der Hand zu halten, doch da es die Trilogie von Mirjam leider nur als eBook gibt, musste ich sie mir kaufen. Ich würde dem Verlag ans Herz legen, diese wundervolle Trilogie als Taschenbuch rauszubringen, denn die würden sich mehr als gut in den Bücherregalen der Leser machen. <3 
  4. Cover des Buches Der Tod in Venedig (ISBN: 9783596904075)
    Thomas Mann

    Der Tod in Venedig

     (451)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-3wa9m-f72663

    Vorsicht, Spoiler!

  5. Cover des Buches Die Kunst, kein Egoist zu sein (ISBN: 9783442156313)
    Richard David Precht

    Die Kunst, kein Egoist zu sein

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch stimmte mich sehr nachdenklich. Es geht für mich unter die Haut und dann schaute ich in den Spiegel und fragte mich, was würdest du tun.

    "Den bequemen Weg wählen oder den gegen den Strom schwimmen."

    Wir Leben in einer mit Selbstgefälligkeit geprägten Umgebung. Schnell, schnell. Egoistisch. Ohne Rücksicht. Ohne wirklichem Ziel. Ellenbogen. Über die Anderen hinweg. Ich bin hier der Chef...

    Das Buch beschreibt es treffend.
  6. Cover des Buches Der Antichrist (ISBN: 9783842415041)
    Friedrich Nietzsche

    Der Antichrist

     (87)
    Aktuelle Rezension von: AuroraM

    Sehr anspruchsvoll und Kompliziert geschrieben, aber es werden einige interessante Themen und Thesen aufgeführt.

  7. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783492254267)
    Petra Müller

    Liebesbriefe großer Männer

     (74)
    Aktuelle Rezension von: BiaBia92

    Ein traumhaftes Buch. Konnte es nur schwer weglegen, bei so viel wunderbaren Liebeserklärungen und so viel Schmetterlingen, die auf einmal da waren :D

    Für alle Frischverliebten, die ihre Gefühle nur schwer ausdrücken können, wirklich zu empfehlen!
  8. Cover des Buches Warum es die Welt nicht gibt (ISBN: 9783548375687)
    Markus Gabriel

    Warum es die Welt nicht gibt

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Diese Frage kommt wohl immer mal wieder auf und im vorliegenden Buch „Warum es die Welt nicht gibt“ von Markus Gabriel geht dieser dem Ganzen auf den Grund. Mit Charme und Humor nimmt er große Philosophen und Theorien unter die Lupe und stellt unter anderem auch die Physik in Frage, die sich gerne immer wieder aufschwingt, das Nonplusultra zu sein.

    Gabriel vermeidet in seinem Buch zu extreme Auffassungen der Welt, nämlich einen naturwissenschaftlichen Fundamentalismus ebenso wie einen radikalen Perspektivismus . Er führt hingegen eine neuartige Art und Weise ein: Sinnfelder.

    Die Welt besteht aus verschiedenen Sinnfeldern, die alle unterschiedlich erfasst werden können und deshalb existieren. Anders die Welt an sich.

    Ein kluges, auf hohem Niveau erläuterndes Buch, das vielleicht keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse aufs Tapet bringt, aber gut unterhält und auch an Einhörnern auf der Rückseite des Mondes nicht zurückschreckt.

    Durchaus interessant auch der Einbezug von Religion, Kunst und dem Fernsehen. Ob es allerdings so vorteilhaft ist andere Philosophen teilweise regelrecht nieder zu machen, bleibt fraglich.

  9. Cover des Buches Die Rebellin (ISBN: 9783746637167)
    Thérèse Lambert

    Die Rebellin

     (15)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaBe

    Die Rebellin: Die Freiheit bedeutet ihr alles, dann begegnet sie ihrer ersten großen Liebe - Rilke ist ein Roman über Lou Andreas-Salomé  und beleuchtet ihre Beziehung zu Rainer Maria Rilke. Die Autorin Therese Lambert lässt die Akteure in vielen Gesprächen zu Wort kommen und versucht so zu erklären wie sich Lou während ihrer Zeit mit Rilke fühlte und was zum Ende der Beziehung führte. Auch viele andere bekannte Persönlichkeiten der damaligen Zeit, denen Lou begegnet ist, kommen zu Wort. Es wird auch viel herumgereist und die Umgebung beschrieben. In Rückblicken zeigt die Autorin Lous Entwicklung auf. Die kurzen Kapitel werden mit Zeit und Ort benannt, so das man sich als Leser gut orientieren kann.



    Mir persönlich fehlte im gesamten Roman die Spannung und die vielen Gespräche und Reisen hatten für mich etwas ermüdendes. Wer ausführliche Gespräche über Gefühle, Beziehungen und Weltanschauungen mag wird sich hier sicherlich wohler fühlen als ich. Mit Lou als Figur konnte ich nicht warm werden, sie erschien mir sehr Ichbezogen und egoistisch. Es drehte sich viel immer um sie und die Gefühle der anderen waren ihr nicht wichtig. Einzig ihre Freiheit war von Bedeutung und wie sie ihr Leben gestalten konnte. Ansonsten wirkt der Roman gut recherchiert und das Nachwort der Autorin war interessant. Mein Fazit: Kein Buch für jemanden der Spannung und Aktion erhofft, sondern eher geeignet für Leser die sich durch Gespräche unterhalten fühlen. 

  10. Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596907304)
    Fjodor M. Dostojewski

    Verbrechen und Strafe

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Rodion Romanowitsch Raskolnikow, ein ehemaliger Student, fristet ein ärmliches Dasein und muss immer wieder Geld bei einer alten Wucherin leihen. Da er sich zu Höherem berufen fühlt und die alte Frau für ihn nur eine Laus ist, will er sie umbringen. Nachdem Raskolnikow seinen Plan umgesetzt hat, plagt ihn jedoch sein Gewissen und die Polizei gerät auf seine Spur. Wird er mit seiner Tat davonkommen oder nicht? 


    „Verbrechen und Strafe“ ist mein erstes Werkt von Fjodor Dostojewski und ich wusste vorher nicht, dass Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch eingeflossen sind. So wurde es unerwarteterweise phasenweise echt spannend. Vor allem Raskolnikows Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern und der verbale „Showdown“ mit Porfirij Petrowitsch waren ganz großartig herausgearbeitet.

    Durch die Ermordung der Alten glaubt Raskolnikow der Menschheit etwas Gutes zu tun, da er „unwertes“ Leben beseitigt. Wenn ihr euch jetzt fragt, „Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gehört?“ oder es euch beklemmend aktuell vorkommt, dann geht es euch wie mir. Gerade die Aktualität der zugrundeliegenden Motive des Protagonisten, gepaart mit dem Blick auf arme und reiche Menschen in Sankt Petersburg, auf die man im Roman trifft, haben mich begeistert! Dadurch wird „Verbrechen und Strafe“ zu einem zeitlosen Meisterwerk.


    Es gibt noch einige weitere Erzählstränge, die sich um Sonja und Raskolnikows Familie drehen. Dabei geht es wieder um Armut und um Wege, daraus zu entkommen. Außerdem wird ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Dies hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.


    Die Charaktere sind alle gut gezeichnet: Dunja gefiel mir extrem gut mit ihrer Charakterstärke, Dmitrij lockert die Handlung auf und bringt eine humorvolle Note mit ein, Sonja ist eine gute Seele und verantwortlich für die Läuterung Raskolnikows. Luschin ist ein Narzisst, Swidrigajlow ein widerlicher Pädophiler und Porfirij Petrowitsch ein gerissener Ermittler.


    Mit Swetlana Geiers Übersetzung bin ich sehr gut zurechtgekommen. Der Stil eines Romans aus dem 19. Jahrhundert wird als Rahmen beibehalten, doch lockern zeitgenössische Worte und ein modernerer Satzbau das Ganze auf lassen den Leser nicht ermüden. So macht das Lesen russischer Klassiker Spaß! Ich bin mir sicher, dass ich gerne noch zu weiteren Werken Dostojewskis greifen werde. 

  11. Cover des Buches Lou Andreas-Salomé (ISBN: 9783548611075)
    Kerstin Decker

    Lou Andreas-Salomé

     (9)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Trotz grossem Interesse am Lebensentwurf dieser selbstsicheren Frau, die sich in der Männerwelt des 18./19. Jahrhunderts ohne Wenn und Aber zu behaupten wusste, war dieses Buch für mich absolut nicht zugänglich. Ohne fundierte Kenntnisse der Philosophie versteht man die vielen Zitate und Meinungen der Weggefährten (Nietzsche, Rilke, Wedekind u.v.m.) von Lou Andreas-Salomé nicht. Klar widerspiegelt die gestelzte Sprache der Autorin die vielschichtige Persönlichkeit der Beschriebenen, jedoch wäre der Zugang durch klarere und einfachere Formulierungen besser gelungen.

    Die Qualität der Recherche und das Wissen der Autorin möchte ich in keiner Art und Weise kritisieren. Sicherlich ist beides auf sehr hohem Niveau, die Lektüre aber für Nicht-Philosoph/innen nicht zu empfehlen.

  12. Cover des Buches Mit Wittgenstein im Wartezimmer (ISBN: 9783499633621)
    Nicolas Dierks

    Mit Wittgenstein im Wartezimmer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Caroas
    Mit Philosophen warten, eine interessante Idee und mit diesem Buch sehr gut durchgeführt.

    Am besten liest man diese Büchlein – passt theoretisch sogar in die Hosentasche – während man selber warten muss. Es verkürzt einen die Zeit, lässt einen das Warten aus einem anderen Blickwinkel sehen und regt zum Philosophieren an.

    Fazit, ein Buch gegen das Warten und man lernst manch einen guten Philosophen / gute Philosophin kennen von dem / der man bis dato – mir ging es so – nichts gehört hat.
  13. Cover des Buches Werke (ISBN: 9783518420072)
    E. M. Cioran

    Werke

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Miskatonic-Inc.
    Eine inhaltlich umfassende, sich logisch aufbauende Besprechung zu diesem 50kg-Ungetüm werde ich und will ich nicht schreiben. Den Inhalt, die Biographie, usw. kann man überall nachlesen. Soll Suhrkamp einen Blöden finden der diesen Titel zurecht – ganz rational gesehen – in den Himmel lobt, mir geht es in den folgenden Zeilen ausschließlich darum meine persönlichen Erfahrungen mit dem Buch zu beschreiben. Das komplette Buch habe ich nie gelesen. Über die Jahre habe ich insgesamt wohl deutlich mehr Seiten aus diesen gesammelten Werken gelesen als sie laut Inhaltsangabe überhaupt haben, dennoch überkommt mich stets wiederkehrend, wenn ich meine mittlerweile schon ganz ramponierte Ausgabe in die Hand nehme, das Gefühl eines neuen Anfangs. Es ist wahrscheinlich nicht einmal wichtig, die Werke in chronologisch korrekter Reihenfolge zu lesen. Cioran war ein Aphoristiker und hat sich immer wieder gegen Systematiker ausgesprochen, die sich in seinen Augen lächerlich machen würden und noch dazu die Leserschaft belügen müssten. Quereinstiege sind also möglich, was den mehr als 2000 eng bedruckten Seiten die abschreckende Wirkung nimmt. Es ist vermutlich nicht einmal möglich dieses Werk so zu lesen, wie man ein Buch normalerweise liest. So richtig mit von vorne nach hinten und alles dazwischen. Cioran hat ausschließlich in Phasen der Depression, Vereinsamung, Schlaflosigkeit und Sinnlosigkeit geschrieben. Macht dies das Buch einseitig? Ja, tut es, aber dass macht nichts. Die Blickrichtung auf Philosophie, Leben, Sterben, Kultur usw. wird nicht gewechselt, aber die Gedanken und Überlegungen Ciorans sind erfrischend, originell und, was aufgrund der bevorzugten Themenkomplexe doppelt absurd scheint, sogar aufmunternd. In seinen Werken gehen das Negative und das Lächerliche oft Bund ein, der den schweren Dingen den Druck raubt. „Ohne die Idee des Selbstmordes hätte ich mich schon lange umgebracht“ ist da so eine aufhellende Überlegung, die 1000x aufrichtiger, aufmunternder und wahrer ist als die durchschnittlich „Du hast so vieles, wofür es sich zu leben lohnt“-Dummschwätzerei. [Keine Zeit mehr, wird aber fortgesetzt]
  14. Cover des Buches Menschliches, Allzumenschliches (ISBN: 9783458343813)
    Friedrich Nietzsche

    Menschliches, Allzumenschliches

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Petar

    Das Buch ist ein großartiges Werk mit tiefsinnigen Konzepten und Gesellschaftskritik. Es ist ein wahrer Muss für jeden Nietzsche-Fan. Es liefert uns einen großartigen Einblick in das Gedankengut Nietzsches und animiert zum Nachdenken nach jeder Passage. Das Buch wurde nie langweilig und es bliebt bis zum Ende Spannend. Allerdings muss man sich an den Schreibstil Nietzsches gewöhnen. Ich spreche nicht vom sprachlichen Niveau, sondern von der Art, wie Nietzsche uns seine Konzepte mittteilt. Er schreibt kurz den Titel einer Idee auf und philosophiert einen Paragraphen, welcher sich auch über mehrere Seiten erstrecken kann, über diese. Doch dies fördert das Nachdenken über das Geschriebene.

    An dem Buch habe ich nichts auszusetzen und ich kann es jedem empfehlen

  15. Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783650402080)
    Wilhelm Weischedel

    Die philosophische Hintertreppe

     (103)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    "Die philosophische Hintertreppe" erreichte mich als Geburtstagsgeschenk und kann von mir als solches für Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch auch weiterempfohlen werden. Ein "Buch für jedermann" ist Weischedels Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte aber definitiv nicht. Die passende Zielgruppe, die dieses Büchlein anregend und interessant finden wird, ist stark vom jeweiligen Wissensstand abhängig. Für komplette Neueinsteiger dürften die hier erläuterten Inhalte definitiv zu wenig anschaulich, für LeserInnen mit mehr Vorwissen hingegen zu oberflächlich und lückenhaft sein. Der Autor steigt in jedem der 34 Kapitel mit einer anekdotische Einführung in das Leben und Schaffen des jeweiligen Philosophen ein. Wenn wir uns dann ein Bild von der Person gemacht und verstanden haben, in welchem Kontext er gelebt hat, werden exemplarisch die wichtigsten Errungenschaften und Thesen vorgestellt. Da nur jeweils acht bis zehn Seiten für einen Denker aufgewendet werden und davon oftmals über ein Drittel für die Kurzbiografie wegfällt, ist die Erklärungstiefe der Theorien natürlich stark begrenzt. Auch hinsichtlich der Auswahl der vorgestellten Philosophen ergeben sich einige Lücken und es wird wie so oft die Brille der europäischen Kultur deutlich. Trotz aller Einschränkungen dieses Formats wird ein Rundumschlag und ein Gang durch die Geschichte des Denkens über Sein, Wirklichkeit, Menschenbild, Gesellschaft, Gott, Kirche und Sinn ermöglicht.


    Nach einem kurzen Blick in das Impressum wird klar, dass die erste Ausgabe dieses Sachbuchs schon 1975 erscheint. Demnach angestaubt ist leider auch der Schreibstil. Wilhelm Weischedel stellt seine 34 Denker in prägnanzlosem, trockenen Plauderton vor, der zwar zwischendurch das ein oder andere Augenzwinkern enthält, alles in allem aber doch recht theoretisch und realitätsfern wirkt. Auch wenn hier statt der vornehmen, komplizierten Vordertür mit all ihren Eingangsbeschränkungen, die "Hintertreppe" gewählt wurde, muss man diese auch erstmal erklimmen - und das ist harte Arbeit. Statt die Kernaussagen der jeweiligen Denker greifbar und durch handliche Alltagsbeispiele zu veranschaulichen wie es zum Beispiel Jostein Gaarder in "Sofies Welt" hält, sind die Aufsätze eher sperrig und beinhalten viele Zitate aus Originalarbeiten. Zwar hat "Die philosophische Hintertreppe" einen deutlich akademischeren Anspruch als "Sofies Welt", weshalb der direkte Vergleich etwas hinkt, die Leserfreundlichkeit dieses Buches ist aber dennoch ein wenig zu bemängeln.


    Die geringe Leserfreundlichkeit wird auch durch Satz und Gestaltung des Buches mitverantwortet, in welchem ebenfalls deutlich wird, dass das Buch schon etwas älter ist. Kaum Absätze, schmucklose Kapitelüberschriften und ein sehr geringer Zeilenabstand sorgen dafür, dass das Büchlein nicht gerade darum bettelt, zur Hand genommen und gelesen zu werden. Eine kurze und prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte am Kapitelende, Querverweise zu vorherigen Kapiteln und gerne auch die ein oder andere graphische Aufbereitung hätten den Lesekomfort deutlich verbessert. Sehr gut gefällt mir hingegen das Cover, dass - passend zum Thema - Raffaels "Die Schule von Athen" zeigt.




    Das Urteil

    Ein interessanter Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte, welchen ich aber aufgrund des prägnanzlosen Plaudertons, der geringen Anschaulichkeit und der nicht gerade leserfreundlichen Aufmachung nur an Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch weiterempfehlen kann. Komplette Neueinsteiger können stattdessen zu "Sofies Welt" greifen, bei größerem Vorwissen dürften die Beschreibungen hier zu oberflächlich und lückenhaft sein.

  16. Cover des Buches Und Nietzsche weinte (ISBN: 9783641157371)
    Irvin D. Yalom

    Und Nietzsche weinte

     (407)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Nietzsches Geist "ist auf dem Wege, tanzend in die Lüfte emporzusteigen". Aber Irvin D. Yalom gebiert eine Tragödie, indem er den Übermenschen durch Dr. Breuer und unter Zuhilfenahme Siegmund Freuds wieder auf der Erde zum dienenden Kamel macht.
    Als geborene Nützsche weine ich.

    Trotz Überdosis Chloral-Hydrat und an Breuer gerichtete Hilferufe Nietzsches im bewusstlosen Zustand haben mich die fiktiven Dialoge zwischen Dr. Josef Breuer und Professor Friedrich Nietzsche im Jahr 1882 in Wien bis in meine Träume verfolgt.

    "Sie wollen fliegen, doch man erfliegt das Fliegen nicht. Zuerst müssen Sie gehen lernen, und der erste Schritt hierzu liegt in der Erkenntnis, daß dem, der sich nicht selbst gehorcht, von anderen befohlen wird.", sagt Nietzsche im ersten Teil des Buches zu Breuer.

    Im Traum flog ich, wurde aber von einer anderen fliegenden Person festgehalten, die mich von hinten umarmte. Einmal gelang es mir zu entkommen, aber sie packte meinen Fuß. Ich beteuerte, dass ich allein fliegen könne. Doch das Wesen hielt mich weiter fest. Ein anderes Mal an meinem Fingerhandschuh.

    Breuers Obsession von seiner Patientin Bertha entpuppt sich als Sehnsucht nach seiner früh verstorbenen Mutter, die ebenfalls Bertha hieß.

    Ich wusste sofort, dass das andere fliegende Wesen in meinem Traum meine verstorbene Mutter war, die mich einerseits nicht flügge werden lassen wollte und andererseits Sorge trug, dass ich so sehr abheben könnte, um am Ende meines Lebens einen "Antichristen" zu verfassen.

    Im Buch "Und Nietzsche weinte" vergleichen Nietzsche und Breuer das Unterbewusstsein mit einem Kamin, den sie kehren, "chimney-sweeping".

    In einem weiteren Traum beugte ich mich über den Rand einer riesigen Waschmaschine, ein TIEFLADER, um hineinsehen zu können. Als es mir gelang, war ich erstaunt, dass sich darin wirklich kein "Unflat" mehr befand, sondern alles blitzte und glänzte. Weit unten glaubte ich jedoch, dass sich in einer der Bohrungen der Waschmaschinentrommel ein Perlenohrstecker verfangen hatte. An ihn kam ich nicht heran. Die Trommel war zu groß.
    "So also sieht ein gereinigtes Unterbewusstsein aus", dachte ich innerlich schmunzelnd nach dem Erwachen, "und die Perle ist meine Seele."

    Erst nach meinem sechzigsten Gegurtstag bin ich vierzig geworden und nicht wie Friedrich Nietzsche bereits mit einundzwanzig Jahren. Besser spät als nie erkennen, dass die wahren Helden nur ihrer Wahrheit folgen und in ihr die Schaffenskraft liegt.
    "Müssen wir nicht SCHAFFEN, müssen wir nicht WERDEN, ehe wir fortpflanzen? Die Verantwortung gegen das Leben liegt doch im Schaffen eines Höheren, nicht der Vermehrung des Niederen. Der Entwicklung des Helden in uns darf nichts im Wege stehen. Und wenn die Lust im Wege steht, dann muß auch sie überwunden werden."

    Ich gestehe dem vierzigjährigen, verheirateten Dr. Breuer eine Midlife-Crisis zu und folge der Möglichkeit, dass eine solche in einer ersten Psychotherapie mit Nietzsche als Psychotherapeuten und einer von Sigmund Freud geführten Hypnose bewältigt werden kann, aber die Krise auf Nietzsche in seiner Beziehung zu Lou Salomé zu übertragen, ist für mich Projektion.
    Sicher hatte Friedrich Nietzsche, wie im Buch dargestellt, aufgrund seiner Kindheit eine Abneigung gegenüber Frauen. Diese war notwendig für seine Schaffenskraft! Sicher hat er oft an seinem Schicksal gezweifelt, aber letzlich hat er es lieben gelernt, auch wenn es ein einsames war. Amor fati!

    Liebe Männer, die Spiegelungen eurer Mütter konnten nicht vollkommen sein, weil sie an eurem Geschlecht einen Unterschied wahrnahmen. Doch müsst ihr die, daraus folgende Selbstunsicherheit an uns auslassen? Wir haben genug damit zu tun, dass wir nicht aus einer eurer Rippen erschaffen wurden, sondern euch lediglich als Spielerei geboren haben. Wenn wir gewusst hätten, dass wir damit Gott töteten, hätten wir vielleicht anders gehandelt ... oder auch nicht, weil dieses Spiel die Möglichkeit für eine neue "Morgenröte" schuf.

    Sowohl Luzifer als auch Christus werden in der Bibel als Morgenstern bezeichnet.

    "Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können."

    Ich danke Irvin D. Yalom herzlich für die Aneignung und Veröffentlichung eines umfangreichen Wissens um Friedrich Nietzsche, Josef Breuer, Siegmund Freud, Lou Salomé und Bertha Pappenheim. Ich danke für eine fiktive Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken und zum Träumen angeregt hat.

     Vera Seidl 

     

  17. Cover des Buches Im Kampf um Gott (ISBN: 9783423135290)
    Lou Andreas-Salomé

    Im Kampf um Gott

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Der Sprachverführer (ISBN: 9783423346993)
    Thomas Steinfeld

    Der Sprachverführer

     (16)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Dieses wunderbare Buch des Literaturkritikers der Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld, löst tatsächlich das ein, was es zu sein vorgibt: es verführt seinen Leser. Es ist ein Buch über die Schönheit der deutschen Sprache und ein Buch über das Schreiben. Seine Schwierigkeiten und die Befriedigung, die es dem verschafft, der sie so benutzt und anwendet, dass ihr wunderbarer Reichtum geborgen und gezeigt werden kann. Er wählt mit seinen Annäherungen den naheliegenden Zugang zu den Schriftstellern der letzten 200 Jahre. Sie sind es, die ihm das Anschauungsmaterial liefern für eine Stilkunde, die die Ausdruckskraft und die Lebendigkeit unserer Sprache lobpreist, gegen alle Versuche und Tendenzen, sie zu verhunzen und zu verflachen. Für alle Menschen, die gerne lesen, für alle, die gerne schreiben, auch Rezensionen, ist dieses Buch ein wahre Fundgrube von Sprachschätzen. Der Verlag schreibt auf der Umschlagseite: "Wer dieses Buch gelesen hat, wird in Zukunft vielleicht ein bisschen genauer lesen und ein bisschen besser schreiben." Und er zitiert den Autor: "Schön ist die Sprache immer dann, wenn man einen Menschen in ihr wahrnimmt." Ja, so ist es.
  19. Cover des Buches Nietzsche (ISBN: 9783596151813)
    Rüdiger Safranski

    Nietzsche

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Sprachlich und intellektuell eine anspruchsvolle Biographie. Nietzsches Gedankenwelt ist hier neben biographischen Stationen der Schwerpunkt von Safranskis Werk. Mit Nietzsche hat er sich auch einem sehr schwierigen Philosophen gewidmet. Nietzsche polarisiert, bleibt manchmal unverständlich für mein Verständnis, bewies zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch auch weisen Vorausblick. Im typischen Safranskistil ist dieses Buch eine interessante und lebendige, aber nicht immer einfache Lektüre.
  20. Cover des Buches Jenseits von Gut und Böse (ISBN: 9783458324621)
    Friedrich Nietzsche

    Jenseits von Gut und Böse

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Minje
    "Jenseits von Gut und Böse" von Friedrich Nietzsche wurde 1999 im Reclam Verlag veröffentlicht. Das Original erschien bereits im August 1886.

    Nietzsche schreibt in diesem Werk über den Willen zur Wahrheit. Dieser bewirkt Fragen. Er hinterfragt:"Welchen Wert hat die Wahrheit?" und schreibt, dass es ein Wagnis sei, die Wahrheit wissen zu wollen. Er beschreibt, das Leben der Wille zur Macht sei.
    Weiterhin schreibt er über den Wert von Handlungen. Wird der Wert einer Handlung von den Folgen der Handlung abgeleitet oder entscheidet die Herkunft (Absicht) der Handlung über den Wert der Handlung?
    Und was ist überhaupt ein Philosoph? Was sind seine Aufaben? Und was sind die Vorbedingungen für die Ausübung der Aufgaben?
    Er schreibt über den Einfluss, den Kant auf die Philosophie hatte und über die platonsiche Denkweise.
    Er schneidet Themen an wie Philologie, Psychologie und Physik.
    Er schreibt über die Bibel, Gott und Atheismus. Über Moral, Werte und Ethik. Über das Lernen.

    Das Buch ist gut strukturiert.Nach einer Vorrede kommen neun Hauptstücke, die jeweils unterteilt sind. Abschließend folgt ein Gedicht "Aus hohen Bergen" sowie ein Nachwort von Volker Gerhard.

    Nietzsche stellt in diesem Werk häufig Fragen. Häufig entwickelt sich aus einer Frage die nächste und dadurch wieder die nächste. So versucht er den Leser zum Nachdenken zu bringen. (was ich gut finde)

    Auf der anderen Seite nimmt Nietzsche häufig Bezug auf Philosophen wie Schopenhauer, Kant, Plato, Pascale, Locke. Dadurch setzt er bei dem Leser ein gewisses Basiswissen voraus. Leider ist das Buch an manchen Stellen schwer verständlich, wenn einem dieses Wissen über andere Philosophen fehlt.

    Was mir in diesem Werk von Nietzsche auffällt, ist, dass die Sätze immer wieder recht lang sind. Z.T. sind sie 13-15 Zeilen lang. In einem 14 zeiligen Satz über die Moral (5. Hauptstück, Über die Moral, 187.) habe ich die Wörter mal nachgezählt: 127 Wörter bilden einen Satz. Das macht das ganze Buch schlecht lesbar. Oft weiß man am Ende des Satzes nicht mehr, wie er anfing und muss den Satzanfang suchen, um den ganzen Satz nochmal zu lesen.

    Zum Gedicht: Es ist wunderschön geschrieben, es ist eine ganz große Lebendigkeit in dem Gedicht.

    Nachwort: Das Nachwort ist informativ und bringt einem Nietzsche ein bisschen näher.

  21. Cover des Buches Narziß und Goldmund (ISBN: 9783518471234)
    Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

     (694)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zwei Novizen an der Klosterschule Mariabronn werden Freunde und gehen einen Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Narziss sich der strengen Klosterdisziplin unterwirft und mit Verstand, Selbstbeherrschung und Disziplin nach Erkenntnis strebt, folgt Goldmund dem Lustprinzip und lässt sich von Erfahrung zu Erfahrung treiben. Und doch verbindet beide eine tiefe, echte Freundschaft, die ein Leben lang währt und ihre unterschiedlichen Lebenswege am Ende wieder zusammenführt. 

    Eines der ergreifensten Bücher die ich seit langem gelesen habe.

  22. Cover des Buches Der kleine Taschenphilosoph (ISBN: 9783423340991)
    Brigitte Hellmann

    Der kleine Taschenphilosoph

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Netter Einstieg in die Philosophie. Viele Auszüge aus bekannten Werken.
  23. Cover des Buches Nichts ist wahr, alles ist erlaubt (ISBN: 9783865392961)
  24. Cover des Buches Der ängstliche Adler (ISBN: 9783423304276)
    Werner Ross

    Der ängstliche Adler

     (2)
    Aktuelle Rezension von: 101844
    Ein sehr gründlich recherchiertes Buch, das hilfreiche Informationen im Anhang birgt. Detaillierte Erzählungen aus Nietzsches Leben und den für ihn relevanten Personen. Des Weiteren eine schonungslose Darstellung auch unschöner Ereignisse. Der Autor erwähnt auch verschiedene Ansichten über gewisse Sachverhalte (z. B. die Ursache von Nietzsches Erkrankung). Abschließend folgt ein ziemlich genauer Krankheitsverlauf anhand von Briefen, die sich die verschiedenen Personen, die Nietzsche betreuten schrieben. 


    Das Buch ist mit vielen Zitaten und Auszügen aus Nietzsches Werken gespickt. Dabei wird der zeithistorische Kontext hervorgehoben und berücksichtigt. Nietzsches Entwicklung und sein Denken werden kontinuierlich fokussiert und ausführlich, einfühlsam erläutert. Trotz der nüchternen Genauigkeit der Fakten (seriöse Zeugnisse), schafft der Autor einen mitfühlenden Erzählstil. Vor allem die Jahre des Irrsinns werden empathisch, fast liebevoll beschrieben.

    Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch teilweise recht langatmig geschrieben ist. Zu ausführlich fast. Das tut dem Leserlebnis aber insgesamt keinen Abbruch. Vor allem die letzten Seiten sind tief bewegend.

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