Bücher mit dem Tag "nomaden"

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20 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte des Sitting Bull. (ISBN: 9783938305959)
    Erik Lorenz

    Die Geschichte des Sitting Bull.

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Enthält Spuren von Spoilern!• Dieses Buch steckt voller Details, die mit Liebe und viel Mühe ausgearbeitet wurden- das merkt man mit jeder Seite. Wir begleiten den Häuptling Sitting Bull auf seinen Weg als kleinen Jungen- bis hin zum erwachsenen Mann und als Beschützer seines Volkes. Ich kann schonmal sagen: Hin- und wieder hat man definitiv einen Kloß im Hals! Eine tragische, bewegende Geschichte.

    Cover: Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen. :)
    Wir sehen zunächst das stolze Gesicht eines Mannes- hohe Wangenknochen, sein alterndes Gesicht voller Ernst und Anmut, welches uns entgegenblickt. Rechts kann man einen Adler erkennen, weiter links einen Soldaten mit blauer Uniform auf braunem Pferd. Alles Dinge die uns in diesem Buch begleiten werden.
    Unten ist ein Tal abgebildet- sehr grün, mit einem Fluss und umgeben von Fels und Gestein.
    Das Ganze wirkt wie gemalt- was es defintiv auch wurde. Ein super schönes Cover, welches zum Stöbern einlädt. Noch ein absolutes Pluspünktchen, sind die unzähligen, teils atemberaubenden Illustrationen! Egal ob es kleine Abbildungen von z.b. Friedenspfeifen sind oder abstrakte, riesige Bilder zu Schlachten. Hier kommt garantiert jeder auf seine Kosten. :)

    Schreibstil: Der Schreibstil war insgesamt gut verständlich und hat mir daher ganz gut gefallen. Wie für eine Biographie typisch, (auch wenn sie geschichtenhaft aufgezogen wurde) ist alles sehr sachlich geschrieben worden.
    Hier gibt es wenig Emotionen, aber ich mochte das distanzierte erzählen dennoch gerne. Es ist unparteiisch, obwohl man trotzdem die tiefe Bewunderung des Autors herauslesen kann. Kein Wunder bei so einem herausragenden Häuptling, der soviel für sein Volk geleistet hat.

    Idee: Die Idee des Buches hat mir sehr Gut gefallen.
    Das Buch lässt sich in eine Einführung, einen Hauptteil und ein Nachwort gliedern.
    Die Einführung fande ich wirklich sehr schön. Wir lernen einen Jungen und seinen Großvater kennen, der ihm, jetzt wo er alt genug ist, seine Stammesgeschichte erzählen möchte. Er soll die Traditionen lernen und die Geschichte des größten aller Häuptlinge erfahren: Des Sitting Bull.
    Anhand von bemalten Stücken, die noch von Sitting Bull selbst gemalt wurden, erzählt der Großvater also seine Geschichte.
    Und wir gelangen direkt in den Hauptteil.
    Sitting Bull hat sich bereits als Kind und Jugendlicher einen Namen gemacht- er antwortet besonnen, entscheidet klug und kann schon erhebliche Erfolge in einzelnen Aufgaben erzielen. Schon mit jungen Jahren darf er an der wichtigen Büffeljagd teilnehmen, wo er auch sogleich einen tödlichen Schuss erzielen kann.
    Nicht so wie andere, nimmt er nicht den nächstbesten Büffel- welches eine Kuh mit Kalb gewesen wäre, sondern entscheidet sich um. Eine weise und hochachtungsvolle Entscheidung, wie man es auch in der weiteren Geschichte von ihm gewohnt ist. Sein Volk wird nämlich unmittelbar bedroht: Blauröcke (Soldaten) und somit auch "Weißgesichter" töten die für sie lebensnotwendigen Büffel, stehlen ihr Land und es kommt immermehr zu Übergriffen.
    Jeder einzige Ureinwohner muss sich Angst um seine Zukunft machen. Eine nie dagewesene Bedrohung kommt direkt auf sie zu.. und wir begleiten Sitting Bull auf diesem Umschwung und lebensveränderten Werdegang.
    Insgesamt ist die Geschichte herrlich erzählt worden- die einzelnen Etappen werden künstlerisch untermalt und gut herübergebracht. Ab und an hat mir jedoch die Tiefe und Emotion etwas gefehlt. Ich habe mir eine Story gewünscht, in der man noch das Lagerfeuer knistern hört und sich tief in alles hineinfühlen kann, dass war jedoch nur teilweise der Fall. Schade- denn das Buch hat wie schon erwähnt, locker leichte Romanzüge an sich.


    Kapitel: In diesem Buch steigerte sich die Spannung von Kapitel zu Kapitel. Obwohl man weiß, wie die Geschichte letzten Endes ausgehen wird, fiebert und leidet man doch mit den "native americans" mit. Die kleinen Lichtblicke und die große Hoffnung hat mich zutiefst berühren können. Es ist glaube ich kein Geheimnis, dass ich großen Respekt vor diesen Leuten habe. Ihre Verbundenheit mit der Natur, ist für mich ein Vorbild. Ihre Art zu Leben ein Rätsel, aber auch unheimlich spannend.
    Das Ende zeigt auf, dass doch zum Schluss einiges von ihrer Kultur verloren gegangen ist- nicht, weil sie dass so wollten, sondern weil sie mehr oder weniger dazu gezwungen wurden. Jedoch sind sie dabei, dass wissen darum wieder weiterzugeben.. und das ist auch gut so. Wie schade wäre es, wenn nichts von ihren Traditionen übrig bleiben würde.

    Charaktere: In diesem Buch lernen wir völlig verschiedene und unzählige Charaktere kennen.
    Der wichtigste Charakter ist die Hauptfigur Sitting Bull.
    Sitting Bull ist ein unheimlich faszinierender Mann. Vom Springenden Dachs (Kindername), erarbeitet er sich schnell den Namen Sitting Bull (soviel wie: Der Bulle der sitzend über die Herde wacht). In seinem Leben gibt es auf und ab's an denen wir teilhaben dürfen. Wir lernen z.B. das es völlig normal ist, dass die Ureinwohner gleich mehrere Frauen hatten und alle unter einem Zelt wohnten. Auch Sitting Bulls Frauen und Kinder werden kurz angeschnitten.
    Eine sehr wichtige Person in seinem Leben ist z.B. Sein Vater: Jumping Bull. Allgemein kann man sagen, dass sein Vater und einige seiner männlichen Verwandten ihm sehr wichtig waren. Mit ihnen beratschlagt er sich und tauscht sich aus. Bekommt wichtige Tipps und Anmerkungen. Auch sein Adoptivbruder ist sein ein und alles.
    Die Frauen spielen bei ihm keine zentrale Rolle, wie es mir scheint.

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4 Sterne. Dieses Buch ist ein Werk, welches das Leben des großen Häuptlings Sitting Bull beleuchtet und herrliche Einblicke in das Leben der Ureinwohner Amerikas bietet.
    Wir dürfen Traditionen, Sitten und Bräuche miterleben und sind sogar in der Lage Vergleiche zu früher und heute anzustellen. Eine eher traurige Bilanz die definitiv nicht kalt lässt.
    Kommt auch ihr auf die Reise Sitting Bulls mit?

  2. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

    (1.582)
    Aktuelle Rezension von: Jacky95

    Das Buch hat mich tief bewegt und nachhaltig beeindruckt. Die Lebensgeschichte der Autorin, die aus der somalischen Wüste stammt und es trotz schwerster Kindheitserfahrungen – insbesondere der Genitalverstümmelung – bis ins internationale Modelbusiness geschafft hat, ist eindrucksvoll und schockierend zugleich. Ich habe beim Lesen nicht nur viel über eine mir fremde Kultur erfahren, sondern auch über den unermüdlichen Kampf einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit erhebt. Das Buch hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, hinzusehen, zuzuhören und sich für Menschenrechte einzusetzen. Es ist nicht nur eine Biografie, sondern auch ein kraftvoller Appell für Veränderung.


  3. Cover des Buches Windborn - Erbin von Asche und Sturm (ISBN: 9783401604657)
    Jennifer Alice Jager

    Windborn - Erbin von Asche und Sturm

    (126)
    Aktuelle Rezension von: enya_ileana

    Ich war echt positiv überrascht von dem Roman. Ich hab die Charaktere gemocht und die Idee ist unglaublich kreativ. Alles in allem fand ich das Buch echt gut und spannend, habe es gleich in 2 Tagen gelesen und werd es trotz folgenden Kritikpunkten weiterempfehlen. Die Beziehung zwischen Ashara und Tuan hab ich generell nie ganz verstanden, sondern nur teils. Sie weiß, dass sie ihn ausnutzt, sieht da keinen Nutzen, aber macht es trotzdem? Was ich aber viel schwieriger fand und mir die Erklärung eigentlich vollkommen gefehlt hat war das mit der Maschine. Wie wird aus Wasser Sand? Und auch aus Menschen?! Da hätte ich mir schon eine Erklärung gewünscht oder eine sinnvollere Herleitung. Das Ende bleibt ja ein bisschen offen - bin da nie so der Fan von - aber nur weil ein Stützpunkt klarkommt, heißt das dich nicht alle anderen kommen klar und das Wasser wird trotzdem weniger, klar sehr langsam, aber stetig. Da es meines Wissens keine Fortsetzung gibt find ich das Ende dahingehend schon seeehr offen :)

  4. Cover des Buches Der Zorn der Wölfe (ISBN: 9783442473953)
    Jiang Rong

    Der Zorn der Wölfe

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort

    „Der Zorn der Wölfe“ von Jiang Rong ist ein abenteuerlicher Epos, der in der inneren Mongolei während der Kulturrevolution in den 1960er Jahren spielt und auf einer wahren Begebenheit beruht. Der Roman erzählt die Geschichte von Chen Zhen, einem chinesischen Studenten, der in die Mongolei geschickt wird, um das Leben der nomadisierenden Viehzüchter kennenzulernen. An der Seite seines Lehrers Bilgees trotzt er den extremen Wetterbedingungen und erhält Einblick in die Mythen und Traditionen des mongolischen Volkes.

    Jiang Rongs Schreibstil ist geprägt von einer tiefen emotionalen Resonanz und einer starken Verbundenheit zur Natur. Er ist bildgewaltig und eindringlich, aber zugleich auch sehr anspruchsvoll, was den ernst der Thematik verdeutlicht. Die detaillierte Schreibweise führt leider auch dazu, dass es gewisse Längen gibt, die das Buch stellenweise sehr zäh machen.

    Der Roman ist ein autobiografischer Bericht, der aus der Perspektive von Rongs Alter Egos Chen Zhen geschrieben wurde, und er schildert seine Erfahrungen als Schafhirte in der Inneren Mongolei während der Kulturrevolution. Jiang Rong verwendet seinen Stil, um die Konflikte zwischen den Han-Chinesen und den mongolischen Nomaden zu beleuchten, sowie die Auswirkungen des technokratischen Fortschritts auf die Umwelt und die Kultur. Sein Werk ist bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit den Eigenschaften der größten Volksgruppe Chinas, den Han-Chinesen, und deren Raubbau an der Natur.

    Ein zentrales Element des Buches sind die Wölfe, deren Klugheit und Mut die Mongolen schon immer fasziniert haben. Als Hauptkonflikt gilt der Wolfshass, der die Spannungen zwischen den menschlichen Interessen und der natürlichen Welt dargestellt. Der Roman zeigt, wie die Chinesen, die in die Mongolei geschickt werden, um das wirtschaftliche Potenzial der Steppe zu erkunden, die traditionelle Lebensweise der Mongolen und ihre Beziehung zu den Wölfen bedrohen. Die Wölfe, die als klug und mutig angesehen werden, stehen symbolisch für die Natur und das Gleichgewicht, das durch den menschlichen Eingriff gestört wird.

    Die Geschichte verwebt Fiktion und Fakten, um die Leser über die Bedeutung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur aufzuklären. Der Wolfshass entsteht aus dem Wunsch nach Profit und Fortschritt, der das traditionelle Leben der Mongolen und ihre harmonische Beziehung zu den Wölfen untergräbt. Jiang Rong verwendet den Wolfshass, um eine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des technokratischen Fortschritts auf die Umwelt und die Kultur zu fördern.

    Das Buch ist ein Appell an das Bewusstsein für die Bedeutung des Respekts vor der Natur und die Notwendigkeit, das Gleichgewicht zwischen menschlichen Aktivitäten und der Erhaltung der Umwelt zu wahren. Es zeigt auf eindringliche Weise, wie der Mensch durch Gier und Machtstreben das Gleichgewicht zwischen Natur und Zivilisation zerstören kann.

    „Der Zorn der Wölfe“ ist ein Roman, der sich durch seine universelle Anziehungskraft auszeichnet. Er spricht Leser an, die sich für die Komplexität der menschlichen Geschichte, die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur interessieren. Jiang Rongs Werk bietet eine fesselnde Sicht auf die Kulturrevolution in China und die nomadische Lebensweise der Mongolen. Es ist ein literarisches Stück, das sowohl für seine tiefgründigen Themen als auch für seine emotionale Wirkung geschätzt wird.

  5. Cover des Buches Unrast (ISBN: 9783311150169)
    Olga Tokarczuk

    Unrast

    (9)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Kann Olga Tokarczuk schreiben? Ja, definitiv, ihre Wortwahl ist wunderschön, die Sprache ein Gesang, die Zeilen die Melodie, und doch taugt dieses Buch zu nichts. Es ist wirr, durcheinander, kein roter Faden, die Reise spielt gar keine Rolle, die Figuren sind kurzlebig und meistens quatscht uns die Autorin voll mit ihrer Weisheit. Manchmal interessant, aber größtenteils langweilig. Es fühlte sich beim Lesen so an, als würde ich verschiedene Facebookeinträge lesen, die miteinander nichts zu tun haben. Vielleicht wurde hier auch nur ihr Notizbuch veröffentlicht.

    Im Grunde ist das Buch eher eine versteckte Kurzgeschichtensammlung, die zwischen ihren Gedanken auftauchen und glanzlos wieder verschwinden. Die Geschichte mit der verschwundenen Mutter und dem Sohn war extrem interessant, das war richtig spannend, das habe ich gern mitverfolgt, aber irgendwann endet die Kurzgeschichte ohne Auflösung und mündet wieder in ihre endlosen Gedanken, mit den ganzen Bla Bla Blas, bevor die nächste Kurzgeschichte erscheint und das hat dafür gesorgt, dass ich das Buch so richtig zu hassen begonnen habe.

    Wenn ich 15 Euro für ein Buch ausgebe, dann erwarte ich auch ein ganzes Buch, einen Roman, eine Protagonistin, die nicht unbedingt einem roten Faden folgen muss, aber es muss eine gewisse Handlung geben, einen Sinn im Ganzen, eine Geschichte!

  6. Cover des Buches Der fliegende Berg (ISBN: 9783104032542)
    Christoph Ransmayr

    Der fliegende Berg

    (44)
    Aktuelle Rezension von: buch_akzente

    Oh Mann, ich finde kaum Worte, um zu beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Es beinhaltet das, was ich in Büchern suche: eine Einheit von Sprache, Form und Inhalt in ihrer schönsten Version ♥️.

    Dieser Bücherschrankfund ist für mich eine absolute Überraschung. Schon nach wenigen Seiten stellte ich fest, wie gut der im Flattersatz geschriebene Text zu lesen war. Es entstand eine Art Rhythmus, der mich immer weiter lesen ließ und die Welt um mich herum ausschaltete. Und gleich der erste Satz haute mich aus den Socken:“Ich starb 6840 m über dem Meeresspiegel am 04. Mai im Jahr des Pferdes.“ Doch Liam, der Bruder des Ich-Erzählers Gereint, findet ihn in letzter Sekunde und holt ihn mit seiner Stimme zurück. Nur zwei Tage später wird der Retter von einer Lawine erfasst. So startet der Roman, aus der Zukunft erzählt, um uns anschließend an der Vorgeschichte teilhaben zu lassen. Rückblicke auf die Kindheit und Jugend der Brüder an der Küste des Atlantiks sind geprägt durch den Weggang der Mutter mit ihrem Geliebten und die regelmäßigen Kletterausflüge in die nahen Berge mit dem gebrochenen Vater. Durch das Teilhaben an den Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen des Ich-Erzählers kam ich ihm sehr nahe. Ich fühlte und fieberte mit ihm und bangte um ihn. Genauso gewährt uns Gereint Einblicke in die Zukunft, in die Zeit, aus der er uns die Geschichte erzählt. Die Zeit, in der er alles ordnet, sowohl in der realen Welt, als auch in seinem Kopf und in der er eine Entscheidung fällt, die sein ganzes Leben verändern wird.

    Durch die Wortgewalt des Autors erstand vor meinem inneren Auge eine Bergwelt von unbeschreiblicher, ehrfurchtsgebietender Schönheit und Erhabenheit, aber auch voller unberechenbarer Gefahren. Ein Nomadenstamm, auf ihrem Weg mit ihren Yaks in die Hochtäler, nimmt die Brüder auf. Sie sind vollkommen unterschiedlich. Liam ist homosexuell, lebt fast wie ein Eremit und ist ein Alleskönner, ein Vorreiter. Gereint ist eher unsicher, mag es aber, unter Menschen zu sein. Er traut sich nicht viel zu und steht im Schatten seines Bruders.

    Wir erfahren, wie die Nomaden leben (auch durch die Stimme von Nyema, in die Gereint sich verliebt), und zwar in Einheit mit der Natur, ohne sie bezwingen zu wollen. Zwischen ihnen und der gewaltigen Bergwelt des Transhimmalayas besteht eine spirituelle Verbindung, die buddhistisch geprägt ist. Und so bekommen die Brüder die Chance, diese Welt zu verstehen und dadurch zu sich selbst zu finden.

    Die Schönheit der Sprache in ihrer Einheit mit Versmaß und Textinhalt hat mich tief berührt, mit Höhepunkten bei den Beschreibungen der archaischen Bergwelt, der traumgleichen Besteigungen der Berge und des spirituellen, naturnahen Lebens der Nomaden. Das erste, wie auch das letzte Kapitel las ich bereits mehrmals, wie auch einige Verse zwischendurch und doch war der Sog weiterhin spürbar.

    Während ich las, fühlte ich mich an einen meiner Lieblingsfilme erinnert, 'Und in der Mitte entspringt ein Fluss' mit Brad Pitt. Auch dies ist eine Geschichte über zwei Brüder, von denen einer stirbt. Es herrscht überwiegend die gleiche Atmosphäre, wie in der hier besprochenen Geschichte, die durchdrungen ist von ambivalenten Gefühlen zwischen zwei Brüdern, von der Suche nach sich selbst, Liebe und Tod und von der Erhabenheit und Schönheit der Natur.

    Für mich ein Lebenshighlight! Ich sage nur lesen. lesen, lesen!!!

  7. Cover des Buches Black Mamba Boy (ISBN: 9783423145350)
    Nadifa Mohamed

    Black Mamba Boy

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Aqua__
    Das Leben ist erbarmunglos. So denke ich zumindestens, nachdem ich dieses Buch gelesen habe. Der kleine Jama ist gerade einmal 11 Jahren alt.
    Über hunderte von Kilometern, will er sich auf den Weg in den Sudan machen, in einer Zeit in der sein Volk versklavt wird. In den 30er Jahren, in der das Buch spielt, haben die weißen die Kolonialherrschaft an sich gerissen und unterdrücken die Einheimischen in Afrika.
    Auf seinem Weg erlebt er so manches Abenteuer. Jama bekommt hilfe, aber ebenso stellen sich ihm Andere in den Weg.
    Das besondere ist, das Nadafi Mohammed hier die Geschichte ihres Vaters erzählt und uns dadurch in eine ander Welt eintauchen lässt.
  8. Cover des Buches Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit (ISBN: B085GL57N5)
  9. Cover des Buches Der Schlüssel zu Rebecca (ISBN: B004ROTK10)
    Ken Follett

    Der Schlüssel zu Rebecca

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12


    "Der Schlüssel zu Rebecca" ist ein Spionageroman von Ken Follett. Monatelang brachte Rommels Armee in Nordafrika den Engländern schwere Verluste im 2. Weltkrieg bei. Kairo war ein Hotspot für Spionage. Immer wieder kommt die deutsche Wehrmacht an strategische Informationen, die sie im Kampf zu ihren Gunsten nutzen können. Der deutsche Agent Alex Wolff gibt verschlüsselte Funksprüche für Rommel durch. Als Code dient "Rebecca", ein Roman der britischen Schriftstellerin Daphne du Mauriers. Doch der britische Abwehrspezialist Vandam will den Agenten zur Strecke bringen. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, bei der der Ausgang kriegsentscheidend in Nordafrika sein kann. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erschien dieser Agententhriller von Ken Follett bei uns in Deutschland. Dies merkt man dem Roman bzgl. Sprache und Kernthema deutlich an. Der Anfang entwickelte sich dabei für mich schleppend, aber mit zunehmenden Verlauf wurde die Story immer spannender. Und dabei fesselte einen das Duell der Widersacher immer mehr. Zum einen, weil historische Begebenheiten gut eingearbeitet sind, zum anderen aber auch die Entwicklung der Charaktere. Denn aus einem Duell wird immer mehr ein Geflecht aus Beteiligten auf beiden Seiten des Krieges. Ägypten und Kairo stehen dabei im Mittelpunkt. Für mich war dieser schon mittlerweile betagte Spionageroman eine interessante Zeitreise und eine unterhaltsame Lektüre.

  10. Cover des Buches Die letzten Nomaden der Arktis (ISBN: 9783957283511)
    Francis Latreille

    Die letzten Nomaden der Arktis

    (1)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Im Knesebeck Verlag erscheint der großformatige Bildband "Die letzten Nomaden der Arktis" von Francis Latreille (Fotograf) und Erik Orsenna (Autor).


    Dieser Bildband zeigt das Leben der letzten Völker am Nordpol. Ob die Dolganen und Nenzen im Norden Russlands, die Inuit in Kanada und auf Grönland, die Tschuktschen und die Jakuten im fernöstlichen Sibirien, die Korjaken auf Kamtschatka oder die Sami im Norden Skandinaviens, sie alle leben noch immer auf traditionelle Weise, auch wenn ihre Kulturen und Lebensbedingungen von Umweltproblemen und gesellschaftlichen Veränderungen bedroht werden.

    Der Fotograf Francis Latreille besucht diese Völker nun seit 30 Jahren und begleitete die Rentierzüchter, Jäger, Trapper und Nomaden auf ihren traditionellen Wegen durch die Arktis. Er hat ihr Leben kennengelernt wie kaum ein anderer Mensch. Er folgte ihren Herden, ging mit ihnen auf die Jagd und zum Fischen und erlebte ihren Alltag.

    "Das Schmelzen des Permafrostbodens setzt in absehbarer Zeit Methan frei, das dreißig bis vierzig Mal mehr Treibhausgas erzeugt als unser gutes altes CO2." Zitat Seite 13


    Seit 30 Jahren bereist der Fotograf Francis Latreille die Arktis, er kennt ihre Lebensgewohnheiten, ihr Jagdverhalten und hat über die Jahre eine enge Bindung zu diesen Nomadenvölkern aufgebaut. Seine Fotos sprechen eine eindeutige Sprache, man sieht die Weiten in der Tundra, die vereiste Taiga, die dicke wärmende Kleidung aus Tierfellen und die vom Wetter gegerbten Gesichter dieser Menschen.

    Warum tut man sich ein so schwieriges Leben an und wie kann man in dieser unwirtlich scheinenden Welt bei Temperaturen bis zu Minus 40 Grad C existieren? Das habe ich mich sofort gefragt, als ich das Buch in die Hand genommen habe und mir die vielen aussagekräftigen Fotos angeschaut habe.

    Dank Erik Orsennas hervorragender und sehr aufwühlender Einführung im Buch habe ich Antworten erhalten. Er erklärt Zusammenhänge, zeigt die besonderen Lebensbedingungen und Traditionen dieser Völker auf und öffnet dem Leser die Augen dafür, dass diese Nomaden seit Menschengedenken so gelebt haben, aber nun scheinbar an ihre Grenzen gelangen können. Nicht nur Tierarten sterben aus, auch solche Völker sind bedroht. Ich kann das Leben dieser letzten Nomaden nun viel besser verstehen und weiß, welche zusätzlichen Probleme zum Leben im Freien ihnen noch drohen: Klimaveränderung und Eisschmelze, die Gier nach Rohstoffen durch Industrienationen und Nahrungsmangel durch Artensterben vieler Beutetiere im polaren Raum.

    Die vielen Bilder dokumentieren das ewige Eis, die Weiten der Landschaft in Weiß, die Gesichter der Menschen und die Bauten ihrer Zelte, Jarangas, Iglus oder wie sie sonst heißen. Es zeigen sich interessante Einblicke über schwierige Lebensbedingungen in Kälte, Einsamkeit und Abgeschiedenheit.

    Nach Informationen über die verschiedenen Völker folgt jeweils ein zugehöriger Bildteil mit den entsprechenden Erklärungen.

    Die traditionelle Kleidung der Arktisbewohner wird in einer faszinierenden Porträtgalerie ersichtlich. Eisbärfelle, Rentierleder und andere Naturprodukte dienen nicht nur als Kälteschutz, sie sind auch der Tradition verpflichtet und werden teilweise mit Stickereien verziert. So hat jede Völkergruppe ihre "Tracht".

    Beim Lesen und Betrachten der Bilder in diesem Buch wurden mir die harten Lebensumstände dieser Menschen bewusst. Dennoch strahlen sie eine innere Gelassenheit aus und wirken sehr zufrieden. Das Leben in der Wildnis und unter diesen eisigen Temperaturen ist hart, aber ein naturverbundenes Leben in Freiheit und das Ausleben alter Traditionen tragen diese Völker weiter. Man kann ihnen nur wünschen, dass ihre Lebensräume ihnen noch lange so erhalten bleiben.

    Im Anhang folgen Kommentare von namhaften Experten des französischen naturgeschichtlichen Nationalmuseums zur Lebensweise der einzelnen Völker.

    Ein sehr umfangreicher, beeindruckender und lehrhafter Bildband über die letzten, einzigartigen Völker in der Arktis, über ihre Kultur und Traditionen. Der tägliche Kampf der letzten Nomaden und Wanderjäger, die sich auch dem Klimawandel anpassen müssen.




  11. Cover des Buches Töchter des Nordlichts (ISBN: 9783751706186)
    Christine Kabus

    Töchter des Nordlichts

    (83)
    Aktuelle Rezension von: jxwx

    In dem Buch begleiten wir einmal Ailu und Nora.

    Ailus Geschichte spielt in den 1910/20er Jahren. Es ist spannend, sie und ihr Leben kennen zu lernen und wir erfahren viel über die Samen. Zusätzlich werden geschichtliche Fakten eingearbeitet. Man begleitet sie in ihrem jungen Leben und es gibt einige Stellen, wo sie einem anderen Herz wächst. Sie ist offen und gutmütig und immer sympathisch. Ihr Leben ist von Rückschlägen geprägt und das lässt einen gut mitfühlen. Mir persönlich hat die Geschichte um Ailu besser gefallen und ich fand sie interessanter.

    Nora lernt durch die verzwickte Familiengeschichte auch Samen kennen. Hier finde ich sehr schön, wie die Familie und ihr Verhalten beschrieben wird. Am Ende finden beide Geschichten elegant zusammen. Trotzdem bleibt Ailu der Star des Buches.

    Ein toller Roman, der einen nach Norwegen und Lappland entführt, schöne Schilderungen hat und einen in die fremde Kultur und Zeit eintauchen lässt. 

  12. Cover des Buches Die acht Lektionen der Wüste (ISBN: 9783770166800)
    Nicholas Jubber

    Die acht Lektionen der Wüste

    (3)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Meine Meinung
    Die Wüste fastziniert mich sehr, seit ich sie das erste Mal erleben, spüren und atmen durfte! Diese wundersamen Hügel aus Sand, die sich ständig wandeln, dir das Laufen erschweren und dich zu deinem inneren Kern bringen, da es dort nicht viel Ablenkung gibt. Umso gespannter war ich zu erfahren, was der Autor über die Wüste und seine Erlebnisse auf der Reise bis nach Timbuktu in Mali zu erzählen weiß. Welche Lektionen gibt uns die Wüste?

    Wir erfahren von der schon kindlichen Faszination Jubbers für die Wüste. Sein Unterfangen, als Europäer durch so viele arabische und afrikanische Länder zu reisen, ist nicht von jetzt auf nacher umsetzbar. Der Arabische Frühling macht ihm einen Strich durch die Rechnung, terroristische Gruppen sind eine Gefahr, Stammesrituale und Regeln für Menschen, die mit den Nomaden / Beduinen in Kontakt treten wollen müssen beachtet werden unvm. Er muss sich organisieren, vieles bedenken und doch geht es irgendwann los.

    Auf seiner Reise erlebt er sehr viel Spannedes aber auch viel Elend. Dabei stellt er Vergleiche zu Leo Africanus an, der ebenfalls die Sahara bis nach Timbuktu bereiste und dies in seinem Werkt Descrittione dell’Africa veröffentlichte. So kann man auch als Leser kleine Einblicke in die Unterschiede oder die Gemeinsamkeiten der Reisen feststellen, zwischen denen fünf Jahrhunderte liegen.

    Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass Nicholas Jubber seine Reise und seine Erlebnise nicht verklärt. Offen erzählte er über Missstände und Zustände. Aufgelockert wird alles durch einige schöne, bunte Bilder, die auf der Reise entstanden sind.

    Warum der Verlag diesen Titel gewählt hat, erschließt sich mir nicht ganz. Denn aufgrund des Titels hatte ich eine etwas andere Vorstellung (zur Gliederung) des Reiseberichts. Am Ende jedes Kapitels wird kurz auf die jeweilige Lektion eingegangen, die ich mir jedoch anders vorgestellt hatte.

    Ganz toll fand ich am Ende des Buches Erklärungen zu vielen arabischen Begriffen, die der Autor im Bericht verwendet.


    Fazit
    Im Großen und Ganzen ist dies ein schöner und umfassender Reisebericht, der dem Leser die karge Wüste und das Leben mit ihr und darin zeigt. Es gibt viel zu lernen. Nach diesem Buch fühlt man sich den Nomaden etwas näher und beginnt sie zu verstehen. Doch leider konnte ich Jubbers Liebe und Begeisterung für die Wüste nicht richtig erfühlen. Desahlb konnte mich sein Reisebericht auch irgendwie nicht richtig mitreißen, obwohl er voller Informationen ist.
  13. Cover des Buches Trigan (ISBN: 9783957984487)
    Don Lawrence

    Trigan

    (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Im September 1965 werden die jungen Leser des "Ranger - The National Boys' Magazine" neben Artikeln und Fotostrecken über die Luft- und Raumfahrt auch mit den ersten Panels einer neuen Comic-Serie überrascht, die bis 1982 über den Aufstieg und den Untergang des Kaiserreichs Trigan auf dem Planeten Elekton erzählen soll.

    Der Leser der überaus realistisch gezeichneten Geschichte erfährt von der Bruchlandung eines außerirdischen Fluggerätes in den Sümpfen von Florida.
    Die Besatzung ist seit langem tot, aber es befinden sich Unmengen an Dokumenten und Aufzeichnungen an Bord des Raumschiffes - doch in einer nicht bekannten Sprache verfasst.

    Jahrzehnte vergehen, ehe ein Student schlußendlich in der Lage ist, eine Entschlüsselung der fremden Schriftzeichen durchzuführen und so der Welt von Elekton und dem Kaiserreich Trigan berichten zu können.

    Erzählt wird von dem Kontinent Viktris auf Elekton, welches aus fünf Nationen besteht. Loka ist die kriegerischte Nation und stets auf Expansion ausgerichtet. Die Eroberung der schwächeren Nachbarstaaten schreitet zügig voran - gerät aber ins Stocken, als sich der Nomadenstaat Vorg als widerspenstig zeigt.
    Einer der Nomadenstämme unter der Führung der Drillingsbrüder Brag, Klud und Trigo entschließt sich, sesshaft zu werden und eine Stadt auf fünf Hügeln zu errichten.
    Der visionäre Trigo erkennt in der Errichtung einer Stadt und der Einigung der Nomadenstämme die Möglichkeit, sich so den erobernden Truppen der Lokaner zu widersetzen.
    Doch das Nomadentum lässt sich nicht von heute auf morgen einstellen und der machtgierige Bruder Trigo's - Klud - will die alleinige Führung des Volkes an sich reißen.

    Der erste Band dieser Serie berichtet von den Geburtswehen der aufstrebenden Stadt Trigon, den Kämpfen der Vorg gegen die Invasoren, den Allianzen mit anderen Nationen und Stämmen.

    Panini-Comics präsentiert diese klassische Comic-Serie im ursprünglichen Format. Damit kommen die fantastischen Zeichnungen des Don Lawrence wunderbar zur Geltung und es macht große Freude, die einzelnen Panels nach dem Lesen des exzellenten Textes von Mike Butterworth (der die Saga sehr an die Geschichte des Römischen Reiches anlehnte) intensiv nach Details zu durchsuchen.
    Weiters offeriert Panini in den einzelnen Bänden auch wichtiges Hintergrundmaterial über die Comic-Serie und die tollen Künstler.

    Für den Leser von Comics mit wunderbaren Zeichnungen und mit Hang zu actionbezogenen und historisch ausgerichteten Geschichten sehr zu empfehlen!
  14. Cover des Buches Zwei alte Frauen. Eine Legende von Verrat und Tapferkeit (ISBN: B002A079XE)
    Velma Wallis

    Zwei alte Frauen. Eine Legende von Verrat und Tapferkeit

    (10)
    Aktuelle Rezension von: brenda_wolf



    Die Legende erzählt von einem Nomadenstamm der Athabasca-Indianer im Norden Alaskas. Es ist bitterkalter Winter und das Volk hungert. Ein altes Stammesgesetz gibt vor, ‚unnütze Esser‘ zurückzulassen, um den Stamm zu retten. So beschließt der Häuptling, die zwei ältesten Frauen ihrem Schicksal zu überlassen. Während der Stamm weiterzieht, bleiben die Frauen zurück. Das ist bitter. Sie horchten auf das Schweigen, dass das Volk zurückgelassen hatte. Schließlich sagt die Jüngere von den beiden: ‚Wir können hier sitzen und auf den Tod warten. Wir werden nicht lange warten müssen …. Und deshalb, meine Freundin, sage ich, wenn wir denn sterben müssen, so lass uns handelnd sterben. Und nicht im Sitzen.‘

    So ganz logisch erscheint mir die Geschichte nicht. Aber es soll ja tatsächlich Indianerstämme gegeben haben, die so über ihre Alten und Kranken entschieden haben. Warum es den beiden Frauen geglückt ist, sich durch den kalten Winter und die Wildnis, trotz körperlicher Einschränkungen, zu schlagen und schließlich sogar Vorräte anzulegen, was dem restlichen Stamm ja nicht gelungen war, entzieht sich meinem Verständnis. Aber es ist eine Legende und will wohl darauf hinweisen, was in alten Frauen an Lebenserfahrung, Talenten und altem Wissen stecken kann. Und das auch Alte durchaus noch zu großen Leistungen fähig sind. Mir hat leider der Spannungsbogen gefehlt.

     

  15. Cover des Buches Im Zeitschatten von Mondthal (ISBN: 9783738645699)
    Tatjana Mária

    Im Zeitschatten von Mondthal

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In diesem Buch geht es um Alexandra, die durch Zeitsprünge in phantasievolle Welten gelangt. Dort trifft Alexandra auch ihre erste Liebe Tjan. Doch sie lernt auch einen weiteren Mann namens A`tin-jan kennen in den sie sich ebenfalls verliebt. Nun muss sie sich entscheiden für einen der Männer oder eine Rückkehr in ihre Welt. Bereits das Cover hat mich angesprochen. Die Gestaltung ist gelungen und passt gut zum Thema des Buches.
    Dieses Werk besticht durch seine kreative und komplex gestaltete Handlung. Das Buch hält viele Wendungen und Abenteuer bereit und liest sich auch stilistisch sehr gut.
    Auch die Beschreibungen der Charaktere sind sehr anschaulich. Die Landschaft ist richtig bildhaft beschrieben und hat sich einen alles vorstellen lassen und bis zu letzt in ihren Bann gezogen.

  16. Cover des Buches Die Seidendiebe (ISBN: 9783404173815)
    Dirk Husemann

    Die Seidendiebe

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Im Jahre 552 n. Christus entscheidet eine kleine Expedition über die Zukunft eines ganzen Reiches. Byzanz ist vom Seidenhandel abhängig, durch seine Feinde aber vom Import ausgeschlossen. Das Geheimnis der Herstellung würde dieses Problem lösen. Taurus und Olympiodorus machen sich auf die gefährliche Reise nach Asien, um das Geheimnis zu stehlen. Denn ohne Seide wird Byzanz untergehen, ist sie doch „das Blut, das durch die Adern des Reiches floss und den Koloss am Bosporus am Leben erhielt.“

     Dirk Husemann hat einen spannenden historischen Roman um eine ausgewöhnliche Forschungsreise geschrieben. Die Handlung hat einen ordentlichen Spannungsbogen, gerade gegen Ende flacht das Ganze leider etwas ab. Die Charaktere haben mir gut gefallen, Husemann zieht keine klare Grenzen zwischen Schwarz und Weiß, was mir immer gut zusagt. Sonderlich nahe kommt man den Figuren nicht, die Erzählweise ist da doch eher distanziert. Überhaupt mutet die Sprache teilweise etwas schwerfällig und sperrig an, man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran und so liest sich das Buch dann doch sehr flüssig. Ich hätte mir ein bisschen mehr Input über die Seidenherstellung gewünscht, so ganz nah kommt man dem Geheimnis dann doch nicht. Insgesamt fand ich die Thematik aber gut umgesetzt, die politischen Zusammenhänge waren mir vorher nicht so geläufig und so habe ich hier auf unterhaltsame Art und Weise wieder etwas dazu gelernt.

  17. Cover des Buches My Traveling Piano (ISBN: 9783959102568)
    Joe Löhrmann

    My Traveling Piano

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Coco_Eberhardt

    Das Buch hat mich tatsächlich sehr bewegt. Es ist weit mehr als nur die Geschichte eines Aussteigers, der mit dem Klavier um die Welt reist. Spannende Erlebnisse aber auch Emotionen kommen nicht zu kurz und vor allem die philosophisch anmutenden Gedanken inspirieren zum Nachdenken über uns selbst und unseren Lebensstil. Dieses Buch ist nicht nur für Abenteurer geschrieben worden, sondern auch für den versteckten Philosophen in uns. Viele Denkansätze konnte ich teilen. Ich fühlte mich dem Autor in geistiger Sicht sehr verbunden.

  18. Cover des Buches Die Herrscher der Aristeia (ISBN: 9783744896511)
    Stephanie Drechsler

    Die Herrscher der Aristeia

    (7)
    Aktuelle Rezension von: ButterflyEffekt24
    Cover 
    Das Cover passt bildlich perfekt zu dem vom ersten Teil, da beide im selben Stil gehalten sind. Zudem passt es gut zum Inhalt des Buches ohne vorher zu viel zu verraten. 

    Klappentext
    Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Ausbruch der lebenden Toten vergangen und das Werk der Aristeier hat Früchte getragen. Die Bürger des Staates genießen ein Leben in Ruhe und Normalität. Chiara selbst wurde nach dem Ausbruch geboren und würde alles dafür geben, eine Wächterin zu werden. Noch ahnt sie nichts von dem dunklen Pfad, der ihr bevorsteht, ihrer eigenen Bestimmung und dem Feind, der sich in ihrem Schatten erhebt. Nicht nur die hochangesehenen Gründer der Aristeia, sondern auch die Söhne der Ersten werden ihr Leben verändern. 

    Inhalt
    Chiara ist unzufrieden, da sie eigentlich Wächterin werden wollte, stattdessen aber ins Volk gesteckt wurde. Sie tut alles um zu den Wächtern zu kommen, aber alle Gründer und sogar Devin der Herrscher der Aristeia lassen sie nicht zu den Wächtern. Darauf verlässt sie die Aristeia und versucht draußen zurecht zu kommen, aber schon nach einem Tag ist sie umgeben von Toten und kann denen dank einigen Nomade entkommen. Sie zieht einige Zeit mit ihnen rum und erzählt ihnen Geschichten und lehrt sie ein paar Sachen, trotzdem vermisst sie ihr Leben in der Aristeia und vor allem Cem, eines der Gründerkinder in dem sie verknallt ist. Mit den Nomaden geht sie auf ein Konzert, was nach ihrer Vermutung von Toten angegriffen wird. Chiara rettet die Nomaden und will diese nach Aristeia bringen. Auf den Weg dahin findet sie ein Baby welches sie Europa tauft. Bevor sie allerdings nach Aristeia kommen werden sie gefangen genommen und nach Kaedes gebracht. Dort wird Chiara versklavt, beugt sich aber nicht dem Willen ihres neuen Bosses und trifft kurz darauf auf Emmy, die Tochter der Gründer. Sie erfährt das auch die anderen Gründerkinder da sind und rettet alle, nachdem sie sich für Emmy gebrandmarkt gelassen hat um ihren Boss zu überwältigen. Sie fliehen zur Aristeia und dank Cem darf sie wieder in den Staat, aber danach scheint das Drama und der Krieg erst richtig anzufangen und Chiara ist nicht mehr sicher und muss schon bald einiges an Lasten tragen. 

    Charaktere 
    Chiara ist eine herzensgute Person, aber auch ziemlich stur. Diese Sturheit bringt sie ziemlich oft in Schwierigkeiten, aber sie ist stärker als sie aussehen mag und nimmt vieles auf sich um die Menschen die sie mag zu schützen. 

    Cem ist schwer einzuschätzen, aber im Laufe der Geschichte erfährt man wieso er so handelt, wie er eben handelt. Auch er ist in meinen Augen ein herzensguter Mensch, auch wenn er oft ziemlich arrogant rüber kommt. 

    Julien ist irgendwie eine Nummer für sich, aber mit ihm ist es irgendwie immer lustig. Trotzdem ist er manchmal einfach unausstehlich, da er meint er kann alles besser und auch er kommt oft arrogant rüber.

    Emmy kann man einfach nur lieben. Sie ist nett und hilfsbereit und hat einfach nur ein großes Herz. 

    Emmys Bruder Connor kam mir nicht ganz so sympatisch rüber. Er hat eine ziemlich eigene Weltansicht und vertritt auch seine Meinung, was ihn außerhalb der Mauern der Aristeia laufen lässt. 

    Dann gibt es natürlich noch die Gründer, welche man im ersten Teil "Die Wächter der Aristeia" schon kennen gelernt hat, diese sich aber kaum verändert haben, außer das sie älter geworden sind. 

    Melina ist die Königin von Kaedes und will einfach nur Rache an Adrian nehmen, der sie damals für Tara verlassen hat. Deshalb plant sie die Aristeia zu überrennen. 

    Gestaltung
    Der Schreibstil ist wie beim ersten Buch ebenfalls angenehm zu lesen und wenn man sich noch dran erinnert was im ersten Teil passiert ist, dann hat man keine Probleme in die Geschichte zu finden. Eigentlich wäre am Anfang des Buches eine kurze Wiedergabe was passiert war praktisch, aber wenn man das Ende vom ersten Teil nochmal lesen kann, hilft das einen auch weiter. Die Spannung bleibt über das ganze Buch hinweg bestehen und es tauchen immer wieder einige Rätsel auf, welche auch Chiara zu lösen hat. Was ein wenig verwirrte waren die plötzlichen Zeitsprünge, aber damit kam man dann irgendwann klar. 

    Fazit 
    Im Endeffekt eigentlich eine relativ interessante Geschichte und ein guter zweiter Teil, doch ich habe das Gefühl das die Geschichte der von Tara irgendwie gleicht, doch der Gedanke kam erst am Ende und es hat trotzdem Spaß gemacht das Buch zu lesen.
  19. Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783492967112)
    Velma Wallis

    Zwei alte Frauen

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Berna

    In der Legende „zwei alte Frauen“ von Velma Wallis geht es um zwei alte Frauen, die von ihrem Stamm zurückgelassen werden. 


    Es herrscht eine Hungersnot. Der Häuptling und die anderen haben Angst, dass sie zu wenig Nahrung haben und entscheiden sich dazu, sparsamer mit den letzten Habseligkeiten umzugehen.

    „Eine Legende über Verrat und Tapferkeit!“

  20. Cover des Buches Frau des Himmels und der Stürme (ISBN: 9783949729102)
    Wilfried N’Sondé

    Frau des Himmels und der Stürme

    (9)
    Aktuelle Rezension von: ErikHuyoff

    Vor kurzem habe ich auch "Frau des Himmels und der Stürme" von Wilfried N'Sondé gelesen. Das Buch ist in der deutschen Erstausgabe 2023 im Kopf & Kragen Literaturverlag erschienen, die Originalausgabe erschien 2021 unter dem Titel "Femme du ciel et des tempêtes" bei Actes Sud. Der Roman ist als Gegenwartsliteratur einzuordnen, für die Übersetzung zeichnet Brigitte Große verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

    Der Schamane Num vom Nomadenvolk der Nenzen entdeckt im aufgetauten Permafrostboden Russlands das über 10.000 Jahre alte, prunkvolle Grab einer Schwarzen Frau. War sie eine Königin? Unser aller Urmutter? Haben die sibirischen Völker der Jamal-Halbinsel womöglich Vorfahren aus Afrika? Zur gleichen Zeit werden in derselben Gegend riesige Erdgasvorkommen gefunden, deren Ausbeutung das empfindliche ökologische Gleichgewicht der arktischen Tundra zu zerstören droht. Der Schamane sucht, bestärkt durch das meditative Zwiegespräch mit der Afrikanerin der Arktis, Unterstützung bei einem befreundeten französischen Wissenschaftler, der schleunigst ein Forschungsteam zusammenstellt. Gemeinsam mit einer deutsch-japanischen Rechtsmedizinerin und einem Anthropologen mit kongolesischen Wurzeln bricht er zu einer geheimen Expedition auf die Jamal-Halbinsel auf. Der sensationelle Grabfund könnte die Ausbeutung der Erdgasvorkommen stoppen und die Natur vor der Zerstörung bewahren. Doch das Expeditionsteam hat es mit mächtigen und skrupellosen Gegnern zu tun: der russischen Mafia samt ihren Handlangern und Speichelleckern.

    Puh, was war das? "Frau des Himmels und der Stürme" wird als hochspannender und vielschichtiger Umweltthriller, als modernes Märchen mit brennender Aktualität angepriesen. Nach der Lektüre kann ich persönlich hier weder einen wirklichen Thriller, noch ein Märchen finden, die Anklänge daran sind jeweils viel zu schwach ausgeprägt, sodass ich es trotz der paranormalen Elemente in Ermangelung einer richtigen Genrezugehörigkeit als Gegenwartsliteratur klassifiziert habe.

    Die Handlung kommt hierbei überaus langsam in Schuss. Während in der ersten Hälfte sehr wenig geschieht, überschlagen sich zum Ende hin die Ereignisse, ohne allerdings einen richtigen roten Faden erkennen zu lassen, kleinere Logikfehler und ein diffuses Ende inklusive. Dabei werden Dialoge teils gerafft nacherzählt und dem Leser jegliche Emotionen vorweggenommen - "Show don't tell" ist hier gänzlich ignoriert worden -, sodass es mir schwer fiel, irgendeine Bindung zur Handlung aufzubauen.

    Dahingegen kann zumindest das Setting hier glänzen. So entführt der Autor den Leser auf die Jamal-Halbinsel ins Gebiet der nomadischen Nenzen; in den Permafrost der russischen Arktis - vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme des auftauenden Permafrosts und des Naturschutzes eine wirklich wichtige Reise. Zwar irritiert die wirtschaftlich-expansive, sonst aber normale Darstellung Russlands in der heutigen Zeit, da das Buch aber bereits vor Beginn des russischen Angriffskrieges verfasst worden ist, erklärt sich dies - die verspätete Veröffentlichung der deutschen Übersetzung kann hier zumindest nicht zum Nachteil des Autors gewertet werden.

    Der Kreis der handelnden Figuren ist beschränkt - passend auch zur Kürze des Romans. Hierbei kann Mischa noch am stärksten punkten, während Laurent wankelmütig und schwach wirkt und auch Silvère nicht so recht überzeugen kann sowie Sergej als Antagonist sehr eindimensional wirkt. Wifried N'Sondés Schreibstil lässt sich dabei zwar durchaus flüssig lesen, ergießt sich aber in verschachtelten Mammutsätzen und Beschreibungen, die jegliches Tempo vermissen lassen.

    Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben - mit Ausnahme der Logikfehler - solide gearbeitet, auch wenn ich hier eine auch bezifferte Kapiteleinteilung sinniger gefunden hätte. Der Buchdeckel ist auf dem Cover und Buchrücken hochwertig geprägt und mit farbigen bzw. schwarzen Coverinnenseiten versehen. Das Titelmotiv zieht sich über den Buchrücken und die Coverrückseite, sodass ein tolles Gesamtbild entsteht, ist aber insgesamt etwas zu experimentell - auch in der Farbgebung.

    Mein Fazit? "Frau des Himmels und der Stürme" ist ein nur in Teilen überzeugender Roman der Gegenwartsliteratur, der mit seinem Setting glänzt, sich aber in der Handlung und einem ausufernden Schreibstil verliert. Für thematisch interessierte Leser noch zu empfehlen - sofern man mit dem Schreibstil klarkommt.

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