Bücher mit dem Tag "nonnen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nonnen" gekennzeichnet haben.

39 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404178117)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

    (1.344)
    Aktuelle Rezension von: koechl


    Fesselnd - das Leben von vier Menschen (zwei Männern und zwei Frauen) im England des 14. Jahrhunderts wird beschrieben, von der Kindheit über gut drei Jahrzehnte. Die Zeiten sind turbulent, der Krieg mit Frankreich und die Pest hinterlassen ihre Spuren. Jeder der vier geht einen eigenen Weg - teils gewählt, teils aufgezwungen. Aber ihre Schicksale bleiben miteinander verwoben. Man kann sich denken, daß das so einiges an Stoff ergibt, und Ken Follett hat es denn auch auf gut 1200 Seiten gebracht. Eine Fülle von Details sowie ein häufiges Auf und Ab in den Schicksalen der vier machen das Buch interessant, und es fällt schwer, es zwischendurch aus der Hand zu legen. Mir wurde es nicht langweilig, und es ist ein würdiger Nachfolger zu den "Säulen der Erde", dem Epos über den Kathedralenbau in Kingsbridge. Übrigens: auch dieses Buch spielt weitgehend in Kingsbridge, und einige der "Hauptdarsteller" sind Nachkommen von Tom Builder


  2. Cover des Buches Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt (ISBN: 9783473585595)
    Elly Blake

    Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt

    (743)
    Aktuelle Rezension von: CEMaDRo

    In Fire & Frost lebt die junge Ruby als Fireblood in einem Königreich, das von Frostbloods beherrscht wird. Ihre Feuerkräfte machen sie zur Gejagten… Fire & Frost ist ein spannender und fesselnder Auftakt einer Fantasy-Trilogie, der sich mühelos an zwei Abenden durchlesen lässt. Der Schreibstil ist flüssig, die Welt düster, aber faszinierend, und der Mix aus Fantasy, Action und Romantik sorgt für viel Abwechslung. Besonders gelungen ist die Liebesgeschichte zwischen Ruby und Arcus, die nicht nur emotional mitreißt, sondern auch eine schöne Botschaft transportiert: Es ist nicht das Äußere, das zählt, sondern der Charakter und das, was einen im Inneren ausmacht. Die Romantik steht deutlich im Vordergrund und ist ein Highlight für Fans von Enemies-to-Lovers-Dynamiken. Auch die Action kommt nicht zu kurz – mit temporeichen Kampfszenen und düsteren Bedrohungen bleibt die Spannung bis zum Ende hoch. Leider bleibt dabei manchmal die Tiefe der Figuren und der Welt etwas auf der Strecke. Einige Aspekte der Handlung wirken vorhersehbar oder zu vertraut, gerade wenn man viel in diesem Genre liest. Bewertung: 3.5-4

  3. Cover des Buches Todesmal (ISBN: 9783442486564)
    Andreas Gruber

    Todesmal

    (379)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Ich mag einfach die Art wie diese Bücher geschrieben sind und auch wie sich die Protagonisten entwickeln. Schön ist es auch zu sehen, dass noch weitere Personen dazu kommen und man diese nicht nur anhand der Name auseinander halten kann, sondern sie Personen greifen kann.

    Absolute Empfehlung! Bitte unbedingt bei Band eins beginnen. Macht so am meisten Spaß. 

  4. Cover des Buches Knochenschrei (ISBN: 9783944676104)
    Catherine Shepherd

    Knochenschrei

    (91)
    Aktuelle Rezension von: UnterDieHaut

    Das Cover ist einfach klasse. Und bei dem Wort „Knochenschrei“ fängt bei mir sofort das Kopfkino an zu laufen.

    Bei dem Buch handelt es sich zwar um den 8. Band der Reihe, aber das störte beim Lesen absolut nicht.

    Schon der Prolog beschert einem totale Gänsehaut und man hat das Gefühl, mit im Raum zu sein. Die Beklemmung ist beim Lesen spürbar. Die Kapitel wechseln sich immer zwischen Gegenwart und der Vergangenheit von vor 500 Jahren ab. Am Anfang hatte ich noch Bedenken, wie das funktionieren würde, aber im Laufe der Geschichte fügte es sich so gut zusammen wie ein Puzzle. Die Geschichte empfand ich zu keiner Zeit als
    langweilig. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.

    Insgesamt bin ich positiv überrascht worden. Ich habe mir anfangs überhaupt nicht vorstellen können, wie die Geschichten aus zwei unterschiedlichen Zeiten zusammenpassen sollen, bzw. wie die Autorin es schafft, diese im Buch zu vereinen. Trotz viel zeitlichem hin und her konnte ich dem Buch jederzeit gut folgen. Auch der historische Teil der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Und das, obwohl ich mir genau deswegen im Vorfeld ein wenig Sorgen gemacht hatte, aber das war völlig unbegründet (historische Romane sind normalerweise nämlich nicht so meins). 

    Ich wurde gut unterhalten und an der Nase rumgeführt. Für mich war es das erste Buch dieser Reihe und es konnte mich total von sich überzeugen.
    Nun habe ich wieder eine Lieblingsreihe mehr. Außerdem macht es irgendwie auch Lust, sich Zons mal im wirklichen Leben anzuschauen.


  5. Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: B07P66VSBJ)
    Emily Gunnis

    Das Haus der Verlassenen

    (9)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Für mich war das Hörbuch ein Glücksgriff.

    Die Geschichte um Ivy fand ich sehr interessant und mega erschreckend. Ich wollte erst nicht wahrhaben, dass dies auf wahren Begebenheiten ruhen sollte. Doch schaut man sich im Internet nach Magdalenenheimen um, wird man schnell fündig und tief traurig. Es ist unfassbar, was Mütter und Kinder dort durchmachen mussten, was ihnen angetan wurde. Unvorstellbar, dass es so grausame Menschen wirklich gibt.

    Emily Gunnis hat hier 3 Charakteren eine starke Stimme gegeben. Es ist nicht immer einfach, wenn es mehrere Perspektiven gibt, da manchmal nicht alles interessant ist. Der Autorin ist es jedoch gelungen, mich bei allen 3 an der Stange zu halten.

    Einzig die übermäßig vielen Personen waren ein wenig anstrengend. Mir gelang es nicht jedes Mal, direkt alle zuzuordnen.

    Immer wieder gab es Wendepunkte. Meine Gefühle sind Achterbahn gefahren. Manchmal habe ich sogar überlegt, ob ich das als Mama weiterhin aushalte. Doch zum Abbrechen war es einfach zu spannend.

    Meiner Meinung nach macht sich dieses Werk wunderbar als Film. Als Hörbuch fand ich es bereits sehr spannend und gebe daher eine Hörempfehlung an alle mit starken Nerven. (vor allem Eltern sollten sich gut überlegen, ob sie das tatsächlich aushalten)


    ©2021 a_different_look_at_the_book

  6. Cover des Buches Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1 (ISBN: 9781482657500)
    Kristina Tiemann

    Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1

    (37)
    Aktuelle Rezension von: SpottedEagle

    Kristina Tiemann hat, nach eigenem Bekunden, mit ihrer Lilly Flunker Saga, deren wundersamen Auftaktband ich an dieser Stelle das Vergnügen habe, besprechen zu dürfen, eine Geschichte geschrieben, die sie selbst gerne als Kind gelesen hätte, eine Geschichte also, die nicht nur so facettenreich und bunt wie ein Kaleidoskop und das Leben selbst ist, sondern die vor allem den jungen Leser ernst nimmt, ihm etwas zutraut wie auch zumutet, die ihn in Spannung hält, aber auch nachdenken lässt über die essentiellen Werte, über große Gefühle wie Freundschaft, Güte, Verlässlichkeit, Vertrauen und Liebe sowie große Herzenswärme. Herausgekommen ist dabei ein kluges, ein geradezu weises Buch, eine Geschichte, die zeigt, dass die Autorin weiß, worum es im Leben geht und worauf es ankommt. Gleichzeitig aber ist "Der magische Stab" ein großartiges Abenteuerbuch, eines von der Sorte, die den Leser unmittelbar gefangen nehmen und bis zum Schluss nicht mehr loslassen werden. Dank seiner überbordenden Phantasie und dem hervorragenden erzählerischen Talent der Autorin, gepaart mit einer großen Versiertheit in den Themen, derer sie sich annimmt, ist es noch dazu eine wahre Perle des Fantasy-Genres!

    Doch worauf sich der junge Leser da einlässt, auf welche unvergessliche Reise ihn Kristina Tiemann mitzunehmen gedenkt, kann er zu Anfang noch nicht ahnen! Da begegnet er nämlich zunächst der Protagonistin Lilly, die traurig und einsam ein streng reglementiertes und an Pflichten übervolles Dasein im Klosterinternat Auf der Tann fristet, in das sie nach dem Tod ihrer Eltern verbracht wurde und in dem es offensichtlich an liebevoller Zuwendung von Seiten der fordernden, sie mit Arbeit zuschüttenden Nonnen mangelt. Dass der Schein trügen kann, erfahren wir jedoch recht bald.... Zum Glück begegnet Lilly Victor, elternlos genau wie sie selbst, ebenso einsam, doch von anderer, robusterer und positiverer Natur. Während Lilly sich immer weiter zurückzieht, sucht Victor ihre Freundschaft, bringt sie mit seiner ulkigen Art, Sprichwörter zu verdrehen, sogar zum Lachen. Und vor allem aber ist es seine Klugheit, gepaart mit Neugierde und enormer Wissbegierde, die den Anstoß geben für überraschende Entwicklungen, in deren Verlauf - und nun ist es endlich da, das Fantasy-Element, das natürlich weit mehr ist als nur das! - Lilly so Erstaunliches wie geradezu Unfassbares über die eigene Identität erfährt, was ihr Leben von Stund an ändern wird und sie in einen Strudel von so abenteuerlichen und atemberaubenden, wie gefährlichen Ereignissen ziehen soll - und den staunenden Leser mit ihr!

    Nur so viel sei verraten: Lilly vereint, neben ihrer Identität als Menschenwesen, Druiden- und Feenanteile in sich, was sie zu einem magischen Wesen macht mit ebensolchen Fähigkeiten! Und zu ihrem Erstaunen und höchsten Entzücken stellt sie überdies fest, dass sie gar nicht alleine ist, denn da gibt es die gestrenge Nonne Hortensia, die sich alsbald als ihre Großtante herausstellt, die Schwester der geliebten und schmerzlich vermissten Großmutter Rosalia, die, welch Glück, durchaus noch, sehr munter noch dazu, unter den Lebenden weilt! Ja, und da ist schließlich Magnus, der weise Druide, der sich nicht nur als ihr Großonkel zu erkennen gibt, sondern dem rothaarigen Mädchen mit den unterschiedlich farbigen Augen von Welten erzählt, die sie - und der Leser mit ihr - bisher nur aus Märchenbüchern kannte! Sehr bald erfährt Lilly auch, dass das magische Reich der Feen von einem bösen Druiden bedroht wird, der die Weltherrschaft anstrebt, und dass ausgerechnet sie, Lilly Flunker, 11 Jahre alt, frisch verwaist und aus ihrem vertrauten Leben herausgerissen, dazu auserkoren wurde, eben das zu verhindern! Wie und ob überhaupt ihr das gelingt, wird man erfahren, wenn man das kecke Mädchen und ihren Freund Victor, dessen Mut auf manch harte Bewährungsprobe gestellt wird, auf ihrer riskanten Reise ins Reich der Feen begleitet, in dem die so bezaubernd gemalte, doch vordergründige Idylle eine trügerische ist, in dem Gefahren unvorhersehbarer und unvorstellbarer Art nicht nur auf unsre beiden Protagonisten lauern, sondern auch auf die Freunde, die ihren Weg mit ihnen gehen, allen voran Tante Hortensia und ein gewisser Säbelzahntiger, der auf den gar seltsamen Namen Neilernahn hört und der mit Fug und Recht als einer der schillerndsten Charaktere der an schillernden Figuren beileibe nicht armen Geschichte bezeichnet werden kann...

    Ja, Zauberwelten tun sich vor dem verwunderten Leser auf, solche, die dem Bereich der Mythen und Legenden angehören, und solche, die zu den Schätzen der realen Welt gerechnet werden dürfen, denn wir haben es hier nicht nur mit einem einfachen Fantasy-Roman zu tun, sondern auch mit einer philosophischen Geschichte, die möglicherweise den einen oder anderen Leser überfordern mag, verlangt sie ihm doch einiges an Konzentration und Mitdenken ab, was in unsrer sich in recht rasantem Tempo verändernden Welt, in der das schnelle und dadurch oberflächliche Wissen im Handumdrehen verfügbar ist - und genauso schnell wieder in die Tiefen der Vergessenheit versinkt, beinahe schon verlernt wurde. Gar mancher Leser wird auch staunen über die so antiquiert erscheinenden Erziehungsmethoden im Kloster Auf der Tann, das sich nicht nur der Vermittlung profunden Wissens verpflichtet fühlt, sondern sich auch der Vermittlung strengster Disziplin verschrieben hat, damit der Charakterbildung, und ebenso der Weitergabe von Werten, die heutzutage als nicht mehr zeitgemäß gelten mögen, deren Bedeutung aber unschwer aus dem Fortgang der Geschehnisse um Lilly und Victor ersichtlich wird.

    Sollte man nun aber den Eindruck gewinnen, dass wir hier einen zwar spannenden, aber doch ständig zeigefingerschwingenden Fantasy-Roman vor uns haben, so trügt dieser - wie überhaupt vieles in Kristina Tiemanns Geschichte trügt! Denn vor allen Dingen ist "Der magische Stab", wie schon anfangs erwähnt, ein zu Herzen gehender und das Herz zutiefst anrührender Roman, ein, trotz der dramatischen Ereignisse und der erzbösen Gestalten, die beängstigen und die es zu bekämpfen gilt, Roman der ganz großen Gefühle, den man eben am besten mit dem Herzen liest und sein Innerstes ansprechen lässt. Der nicht anzuzweifelnde intellektuelle Anspruch der Geschichte wird dadurch in keiner Weise gemindert!

  7. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783734105883)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

    (1.011)
    Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmer

    In einem Kloster in Boston wird eine Nonne brutal ermordet. Eine weitere wird schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

    Kurz darauf wird eine stark verstümmelte weitere weibliche Leiche gefunden und langsamen finden Rizzoli und Isles Zusammenhänge zwischen den Fällen heraus…


    Das winterliche Boston und das alte Kloster sorgen für eine düstere, beinahe unheilvolle Stimmung. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass in diesem Band der Schwerpunkt eher auf den privaten Problemen von Rizzoli und Isles lag.  Kein klassischer Rätselkrimi sondern eher ein Buch mit Fokus auf psychologische und gesellschaftliche Aspekte. Nichts desto trotz lässt sich das Buch gut lesen und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.

  8. Cover des Buches Madame le Commissaire und die tote Nonne (ISBN: 9783426521977)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die tote Nonne

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Ich kannte zuvor den Autor und vor allem die Buchreihe noch nicht, neugierig machte mich aber das Cover und der Klappentext.

    Nun, dieses Buch ist ein schöner Krimi, eigentlich perfekt als leichte, seichte Urlaubslektüre wenn es nicht all zu Gach werden soll.

    In diesem Krimi kommt auch Witz und Humor nicht zu kurz, so gibts auch immer mal wieder etwas zu schmunzeln.

    Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, so im Nachhinein und auf den letzten Seiten war es mir dann glatt etwas zu viel auch wenn ich problemlos lesen konnte und mich schon auf den ersten Seiten zurecht gefunden habe.

    Teilweise hätte es für mich gerne ein bisschen spannender sein dürfen, aber auch so was es schön zu lesen.

    Daher auch für dieses Buch eine Empfehlung, für mich eine passende Urlaubslektüre wenn es etwas seichter und aber humorvoller zugehen darf.

  9. Cover des Buches Die Schweigende (ISBN: 9783328108092)
    Ellen Sandberg

    Die Schweigende

    (172)
    Aktuelle Rezension von: sebastian_leseorbit

    „Die Schweigende“ von Ellen Sandberg ist genauso mitreißend geschrieben wie die vorherigen Bücher der Autorin, die ich gelesen habe. Bei diesem Buch war ich wieder überrascht, wie schnell man durch die Seiten fliegt, weil die Geschichte so fesselnd ist, dass man wissen möchte, wie sie endet und damit auch, wie sich das Rätsel am Ende auflöst. Diese Geschwindigkeit erreicht die Autorin aus meiner Sicht vor allem durch den Aufbau der Geschichte: Denn die Geschichte spielt abwechselnd im Jahr 2019 in München und in den Jahren 1956 und fortfolgende. So wechseln die verschiedenen Handlungsstränge immer wieder ab und das Ende der einzelnen Kapitel ist so geschickt gewählt, dass man schon automatisch weiterlesen möchte. Im Vergleich zu den anderen Büchern von Ellen Sandberg fand ich bei diesem Band, dass an der einen oder anderen Stelle zu viel Nebenhandlungen aufgemacht wurden. Den Streit zwischen den Geschwistern Anne und Geli hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht. Da es nur ein kleiner Nebenstrang ist, hat es aber keinen großen Einfluss auf die gesamte Geschichte.

    Das Besondere an den Büchern von Ellen Sandberg ist, dass die Handlung meistens auch mit Geschehnissen aus der (deutschen) Geschichte zu tun hat. An dieser Stelle auch eine Trigger-Warnung (und evtl. auch ein kleiner Spoiler), aber bei „Die Schweigende“ geht es auch um die Missstände in katholischen Heimen, die in den 1950er und 1960er Jahren geherrscht haben. Daher wird auch von Misshandlungen an Kindern, die dort betreut wurden, erzählt. Diese Handlungen zu lesen wühlt auf und lässt einen auch schockiert zurück. Evtl. ist dies auch dem einen oder anderen Leser bzw. der einen oder anderen Leserin zu viel. Es gehört aber zu dieser Geschichte dazu und ist von der Autorin auch so eingebaut, dass es zwar aufwühlt, man es aber auch aushalten kann – auch wenn es einen fassungslos zurücklässt.

    Alles in allem ist „Die Schweigende“ wieder ein toller Roman mit einem spannenden Rätsel in der Handlung. Beim Lesen fliegt man durch die 544 Seiten, und wenn man das Buch nach dem Lesen zuschlägt, ist es schade, dass die Geschichte schon fertig erzählt ist und man nicht noch mehr Zeit mit Familie Remy verbringen darf.

  10. Cover des Buches Gruppenbild mit Dame (ISBN: 9783942656245)
    Heinrich Böll

    Gruppenbild mit Dame

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Marla_Humi

    Zwar drehen sich die Recherchen des "Verfassers" vorrangig um Leni Gruyten/ Pfeiffer, aber die zu Wort kommenden Freundinnen und Bekannten Lenis erzählen selbst auch ihre eigenen Geschichten und berichten von ihrem Über-Leben während des 2. Weltkrieges und in der Nachkriegszeit in Köln. 

    Böll präsentiert eine Fülle von Episoden und Eindrücken. Indem er die Figuren in ihrer eigenen Sprache reden lässt, werden die unterschiedlichsten Charaktere und Milieus lebendig. Alle vereint die schrecklichen und traumatischen Erfahrungen des Krieges, sei es als sowjetischer Kriegsgefangener oder als versteckte Jüdin, als Zivilisten, die irgendwie die Bombenangriffe auf die Stadt Köln überstehen, als Väter, Mütter, Frauen, die ihre Liebsten betrauern. Geschickt wird dokumentarisches Material eingeflochten.

    Aber bei aller Tragik und Trauer werden auch lustige Episoden eingebaut, z.B. der "Tote-Seelen-Skandal", der dazu führt, dass Lenis Vater sein gesamtes Vermögen verliert und nur mit Mühe der Todesstrafe durch die Nazis entgeht. 

    Der "Verfasser" geizt nicht mit ironischen und unterhaltsamen Kommentaren zu seinen Gesprächspartnern und ihren Marotten, wobei er sich selbst nicht ausnimmt. Allein die stellenweise Neigung zu unnötigen Abkürzungen und Ausuferungen schmälert den Lesegenuss.

    Schade, dass Böll vielen nicht mehr bekannt ist.

  11. Cover des Buches Desire. Die Zeit der Rache ist gekommen (ISBN: 9783426510964)
    Lisa Jackson

    Desire. Die Zeit der Rache ist gekommen

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Eine Nonne wird erdrosselt in einem alten Brautkleid aufgefunden und es stellt sich heraus, dass sie viele Geheimnisse hatte. Doch als kurz darauf die nächste Nonne auf die gleiche Art stirbt, wird schnell klar, dass es sich um einen Serienkiller handelt.

    Die Geschichte war eigentlich durchweg spannend, nur kam mir vieles Unglaubwürdig vor.

    Auch die Protagonisten sind leider etwas blass geblieben, allen voran die Schwester der toten Nonne und deren Mann. Die beiden waren echt sehr seltsam zusammen.

    Alles in allem hat mich der Schreibstil der Autorin überzeugt, die Story eher weniger.

  12. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783552063662)
    J. Courtney Sullivan

    All die Jahre

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    „All die Jahre“ ist nicht nur ein Familienroman, wie der Klappentext schon verrät, sondern auch ein "Migrationsroman" – Emigration aus einem westirischen Dorf in den Fünfziger Jahren, Immigration in die USA, wo die Familie langsam immer amerikanischer wird. Wir begleiten die Familie über 50 Jahre, lernen die Figuren als Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner kennen, in einem Fall auch als Nonne.

    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen erzählt, den beiden Schwestern Nora und Therese, später dürfen auch Noras Kinder aus ihrer Sicht erzählen. Die Beziehung der beiden Schwestern ist kompliziert und wird durch ein uneheliches Kind und die katholische Kirche noch komplizierter und bricht fast ganz ab. Die Frage ist, ob und wie sie gegen Ende ihres Lebens wieder zueinander finden.

    Der Kinderreichtum der katholischen irischen Familien führt zu einer Fülle von Geschwistern, Neffen, Nichten, Tanten. Alle Figuren werden mit langen Rückblenden vorgestellt. Phasenweise ist es schwierig, den Überblick zu behalten.

    Die Unterschiedlichkeit der Charaktere selbst innerhalb einer Familie ist eine gute Impfung gegen Vorurteile und Klischees, die es in den USA gegenüber irischen Einwanderern gibt. Das einzige Klischee, das bedient wird, ist der irische Humor, und den hat man als Leser gern.

    Mich hat besonders der Anfang des Romans berührt – der Aufbruch und die Ankunft in der Fremde –, sowie das Ende – der Rückblick 50 Jahre später auf das, was dabei herausgekommen ist, bzw. der Blick auf die alte Heimat, wo das Leben auch hätte stattfinden können.

  13. Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: 9783453423190)
    Emily Gunnis

    Das Haus der Verlassenen

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Selmalucasio

    In „Das Haus der Verlassenen“ wird Ivy in den 1950ern als junge, schwangere Frau in ein strenges Heim gezwungen. Den Frauen werden die Kinder genommen, ihr Leben geprägt von Schmerz und Geheimnissen. Jahrzehnte später entdeckt Journalistin Sam die Wahrheit und die Verbindung zur eigenen Familie. Ein berührender, fesselnder Roman über Verlust, Mut und Kraft. Die Vergangenheit holt die Gegenwart ein.

  14. Cover des Buches Nur Hannah. (ISBN: 9783991298427)
    Isabella Maria Kern

    Nur Hannah.

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Pimpy2502

    Kloster oder Psychiatrie – vor dieser Wahl steht Hannah, bevor sie für ein Jahr zu ihrer Tante Rosalia in ein italienisches Kloster zieht, die dort als Nonne lebt. Es scheint, als verbergen die Nonnen ein Geheimnis, das nicht nur den verbotenen Pavillon im Klostergarten umschließt. Hannah lebt sich nur schwer in Italien ein, nimmt mit Widerwillen am Klosterleben teil und trifft sich in ihrer freien Zeit mit Luca am Strand, der seine Beine bei einem Unfall verloren hat. Dabei ahnt sie nicht, dass jemand auf der Suche nach ihr ist und sogar eine Facebook-Gruppe gründet, die nach ihr sucht…


    Isabella Maria Kern hat mit „Nur Hannah“ eine Geschichte geschaffen, die mich echt sprachlos zurücklässt und auch Kopfschütteln blieb während des Lesens nicht aus. Anfangs war nicht klar, warum Hannah den Weg ins Kloster wählt – es sickert nur immer wieder durch, dass sie psychisch angeschlagen und ihre Lebensfreude abhandengekommen ist. Aber es fällt ihr nicht leicht, sich an die strengen Regeln des Klosters zu halten, einzig ihre Tante Rosalia gibt ihr Halt. Besonders bewegend fand ich, als Hannah auf Luca trifft, der durch einen Unfall seine Beine und somit auch seinen Mut verloren hat. Man merkt, dass sich die beiden gegenseitig guttun, sie miteinander aus ihrer Tristesse entfliehen können und sich unterstützen. Im Buch gibt es außerdem einen zweiten Erzählstrang, der widerspiegelt, was in Österreich und bei der Suche nach Hannah vor sich geht, die von dem ehemaligen Klassenkameraden Herbert initiiert wird. Als sich Rosalia schließlich ihrer Nichte öffnet und ihr von ihrer Vergangenheit erzählt, hatte ich Gänsehaut – das fand ich sehr emotional. Den Schreibstil von Isabella Maria Kern fand ich super, er war bildlich, hat das Kloster und die Landschaft sehr gut beschrieben und die Gefühlswelt der Protagonisten richtig greifbar rübergebracht. Ich fand außerdem das Thema, das im Buch als Hannahs „Geheimnis“ verarbeitet wird, ergreifend und wichtig. Es ist etwas, das in der heutigen Zeit leider noch immer von der Gesellschaft an den Rand gestellt und beschwiegen wird. Toll, dass Isabella Maria Kern Betroffenen eine Stimme gibt und darauf aufmerksam macht. Von mir bekommt dieses Buch 5* und von Herzen eine Leseempfehlung.


  15. Cover des Buches Engelssohn (ISBN: 9789963522712)
    Ylvi Walker

    Engelssohn

    (37)
    Aktuelle Rezension von: booksbysilvie
    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, spritzig und humorvoll, so dass ich bei einigen Passagen lachen oder schmunzeln musste. Das mag ich bei solchen Büchern ganz besonders gern. Auch die Figuren waren mir sympathisch. Sie sind liebevoll gezeichnet, stark und loyal, sie stehen füreinander ein und kämpfen miteinander – auch wenn es noch so aussichtslos erscheint. Das Verweben von Fantasyelementen und Realität hat mir besonders gut gefallen und die Story so authentisch gemacht. Die Handlung blieb von Anfang bis Ende spannend, auch wenn mir die verschiedenen Etappen zwischendurch etwas zu hastig aneinandergereiht erschienen.

    Die verschiedenen Fantasywesen, die in die Story eingebracht wurden, haben nicht nur die Handlung vorangetrieben und zu etwas besonderem gemacht, sondern verschafften mir auch einen ganz neuen Blickwinkel. Ich wüsste nicht, wann ich in einem Fantasybuch einen Succubus mal sympathisch gefunden hätte. Und auch die Engel wurden hier mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Und dann kamen noch die Elementare, die für mich die eigentlichen Juwelen in diesem Buch darstellen. Ich hoffe, dass sie im nächsten Teil auch noch ihren Auftritt haben werden.

    Kritisieren kann ich eigentlich nur, dass es mir mit den Gefühlen der Protagonisten etwas schnell ging und ich hin und wieder von den vielen Namen und den unterschiedlichen Fantasywesen etwas verwirrt war und noch mal zurückblättern musste. Zudem haben mich die Gedankensprünge der Autorin manchmal etwas überrumpelt, aber immerhin wurden so meine Gehirnzellen ein bisschen beansprucht.

    Fazit:

    „Engelssohn“ ist ein toller, überzeugender Einstieg in die Geschichte um Engel, Vampire, Dämonen und viele andere Fantasywesen. Die Charaktere sind sympathisch, die Handlung spannend und der Schreibstil ist flüssig – was will man mehr? Die kleinen Schwächen wiegen da nicht allzu schwer. Ich vergebe 3,5/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung für alle, die Vampire und Engel mögen – am besten in einem Buch.

    Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben
  16. Cover des Buches Eine himmlische Katastrophe (ISBN: 9783458364115)
    Thomas Montasser

    Eine himmlische Katastrophe

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Monika58097

    "Eine himmlische Katastrophe" von Thomas Montasser ist eine charmante Geschichte über unvorhergesehene Begegnungen, Freundschaft und das Leben im Allgemeinen. Die Hauptfigur Lou, eine junge Frau mit straffälligem Hintergrund, wird dazu verpflichtet, einige Zeit in einem Kloster zu verbringen. Dort trifft sie auf ihre Tante Madeleine und deren zwei Mitschwestern. 


    Das Kloster liegt in einer ruhigen und abgelegenen Gegend im schönen Burgund, doch bald erfährt Lou, welche besonderen Talente die drei älteren Nonnen haben. Sie entdeckt jedoch auch, dass es dem Kloster finanziell nicht besonders gut geht. Dabei kommt Lou eine Idee, die nicht nur ihr eigenes Leben auf den Kopf stellen wird. 


    In dieser Geschichte werden unerwartete Begegnungen und neue Freundschaften thematisiert. Es geht auch darum, wie das Leben uns manchmal vor Herausforderungen stellt und wie wir darauf reagieren. Montasser erzählt auf eine liebevolle und unterhaltsame Art und lässt den Leser in die Welt des Klosters eintauchen. 


    "Eine himmlische Katastrophe" ist eine schöne Geschichte, die den Leser zum Nachdenken anregt und gleichzeitig mit ihrem humorvollen Schreibstil begeistert. 



  17. Cover des Buches Hildegard von Bingen (ISBN: 9783451382390)
    Maria Regina Kaiser

    Hildegard von Bingen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Ich liebe und verschlinge die Bücher von Maria Regina Kaiser. Keine kann so wie sie das Leben von historischen Frauen beschreiben und dem Leser sehr plastisch darstellen. Hier geht es um Hildegard von Bingen. Eine mehr als interessante Frau. Man kennt von ihr die Kräuter und die medizinische Anwendung von diesen und auch ihre mehr als gesunde Lebensweise. Schon früh hatte Hildegard Visionen und konnte in die Zukunft schauen, was jedoch von ihrer Mutter und ihrer Kinderfrau herbgespielt und unterdrückt wurde. Schon als kleines Kind und ein Leben lang litt sie unter starken Krämpfen und Lähmungen. Als ihre um sechs Jahre ältere Cousine Jutta durch eigene Intiative das Klosterleben bevorzugte und ins Kloster am Disibodenberg ging, wurde sie von Hildegard begleitet. Als Jutta starb, wurde HIldegard die neue Magistra. Sie begann nun, ihre Erscheinungen und Visionen aufzuschreiben und als es  mit den Mönchen zu Unstimmigkeiten kam, setzte sie alles daran, um auf dem Rupertsberg ein neues Frauenkloster zu errichten. Hildegard war sehr belesen, konnte sogar Latein, verstand sich auf Pflanzen und Kräuter, wußte von der Anatomie des menschlichen Körpers, egal ob dem männlichen oder dem weiblichen. Sie hatte Kontakt mit Gelehrten, Kirchenfürten, Herrschern und durfte sogar mit der Zustimmung des Papstes predigen. Hildegard (1098 bis 1179) war ihrer Zeit weit voraus und noch heute werden ihre Rezepte und Kräuter angewandt. Maria Regina Kaiser läßt uns in das Leben von Hildegard von Bingen schauen und hat einen derart interessanten Schreibstil, man meint einen interessanten Thriller zu lesen. Sie hat derart gut und umfangreiche recherchiert, die geschichtlichen Daten und Vorgänge hat sie stimmig mit dem Leben der Klosterschwestern verbunden. Das Buch beteht aus drei Teilen, wobei der letzte Teil nochmals eingehend auf die historischen Persönlichkeiten und Gegebenheiten eingeht. Im Buch sind auch wunderbare Holzschnitte und Zeichnungen  vorhanden, so dass man in etwa eine Vorstellung von Hildegard und dem Kloster hat. Die Innenseite ist mit gezeichneten Kräutern verziert und das Cover zeigt uns Hildegrad von Bingen. Sie war eine der ersten gelehrten Frauen und trotz ihrer Krankheit und Gebrechlichkeit hatte sie einen starken Willen und Durchsetzungsvermögen. Am Buchende befindet sich eine Zeittafel, die Weggefährten und Orte von Hildegard und ein Glossar, so dass sich der Leser immer wieder informieren und orientieren kann. Geschichte, die gelebt werden kann.

  18. Cover des Buches The Girl in the Letter (ISBN: 9781472255082)
    Emily Gunnis

    The Girl in the Letter

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Sandra_Halbe

    Sam arbeitet als Reporterin bei der kleinen Lokalzeitung ihres Örtchens. Als alleinerziehende Mutter ist sie auf Mithilfe ihrer Großmutter angewiesen. Dort stößt sie eines Tages auf Briefe von Ivy, die 1956 mit 17 schwanger und von ihrer Familie und dem Vater des Kindes in ein Mutter-und-Kind-Heim abgeschoben wurde. Dort waren Quälereien durch Nonnen an der Tagesordnung, aber auch die Adoptionen der Babies.

    Sam wittert ihre Chance auf einen Durchbruch. Zumal sie auf eine Reihe von ungeklärten Todesfällen rund um das betroffene Heim stößt...


    Die Autorin schafft es, die beklemmende Atmosphäre in dem betroffenen Mutter-Kind-Heim aufzuzeichnen.

    Ivys Geschichte machte mich fassungslos gemacht, denn die beschriebenen Mutter-Kind-Heime waren in Irland und England in den 50er und 60er Jahren keine Seltenheit. Doch nicht nur die katholische Kirche als Betreiber, sondern die ganze Gesellschaft, ob nun die Familien, die sich so ihrer eigenen Töchter "entledigten", die jungen Frauen, die unaufgeklärt nicht einmal wussten, wie Kinder überhaupt entstehen, oder die Adoptionsagenturen, die auf diesem Wege einfach an Babies für wohlbetuchte Familien kamen - einfach furchtbar. 


    Weniger geglückt ist leider der "Thriller"-Part des Romans. Viel zu viele Zeitsprünge bringen ein arges Durcheinander in die Geschichte. Dass sämtliche Mordopfer vor ihrem Tod Halluzinationen hatten, war unglaubwürdig. Und auch die Anzahl der Charaktere, mit denen man als Leser überschwemmt wird, ganz zu schweigen von der unsympathischen Sam, die sich für ihre Karriere munter durch das Buch durchlügt und ihren Kollegen wann immer nötig ihre eigentliche Arbeit machen lässt... Und die Auflösung, wer dann hinter den Morden steckt? Diesen Handlungsstrang hätte die Autorin sich besser gespart und sich weiter auf Ivys Familiengeschichte konzentriert. Denn die kam am Ende leider zur kurz...

  19. Cover des Buches Ein Dandy in Nöten (Die Lancroft Abbey Reihe 5) (ISBN: B07SRBNGDG)
    Sophia Farago

    Ein Dandy in Nöten (Die Lancroft Abbey Reihe 5)

    (16)
    Aktuelle Rezension von: SmilingKatinka

    Ich liebe Regency Romane und so habe ich mich sehr über ein Dandy in Nöten gefreut. Auch wenn ich die Vorgängerbände nicht kannte, so hatte ich doch keinerlei Probleme, in die Story einzutauchen.


    Nicolas Barnett weiß, wie man das Leben genießt. Aus gutem Hause und mit Geld gesegnet, lebt er in den Tag hinein und beeindruckt durch gute Manieren und eine hübsche Erscheinung. Er genießt sein Leben in dem Wissen, dass ihn sein Schwager immer wieder aus der Bredouille holt. Doch eben jenem Schwager wird es zuviel und so steht Nicolas auf einmal ganz allein da. Ohne Geld und irgendwie auch ohne Rückhalt. Er möchte zu seinem Bruder nach Deutschland und sich dort ein ehrenwertes Leben aufbauen. Doch so eine Überfahrt muss erst verdient werden und so kommt es, dass Nicolas als Schreiber arbeitet. Die Tochter des Chefs ist so ganz anders als er. Schüchtern, brav, fromm fristet sie ihr Dasein unter der Fittiche ihrer strengen Tante. Zwei so unterschiedliche Menschen und beide schaffen es, sich in die Herzen der Leser zu katapultieren.


    Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Gerade Nicolas ist eine Figur, von der man eigentlich sehr viel lernen kann. Ja, am Anfang des Buches ist er ein sorgloser Lebemann, aber er lässt sich von Rückschlägen, und seien sie noch so groß, nicht aus der Bahn werfen. Das macht jedem Mut, dem das Leben mal nicht so wohlgesonnen ist. 


    Alle Protagonisten sind sehr vielschichtig aufgebaut und werde vor dem inneren Auge des Lesers schnell lebendig. Auch das Setting ist gut beschrieben und gerade Fans von Regency Romanen werden sich schnell in die richtige Zeit katapultiert fühlen. Die Geschichte selbst ist gut geschrieben und hat einen schönen Spannungsbogen. Was mir besonders gefällt, ist die Geradlinigkeit der Liebesgeschichte. Während in den meiste Büchern kurz vor Ende ein großer Krach kommt und Protagonisten und Leser leiden, ist die Geschichte hier auch ohne Herzschmerz mitreißend genug. Es darf ja ruhig mal schön bleiben. 


    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es wärmstens weiterempfehlen.

  20. Cover des Buches Der Gesang der Bienen (ISBN: 9783404177776)
    Ralf H. Dorweiler

    Der Gesang der Bienen

    (100)
    Aktuelle Rezension von: zuckerblueten

    Der Roman entführt in die Zeit des 12. Jahrhunderts, eine Epoche, in der die Stände sehr klar definiert waren, die Schere zwischen arm und reich weit auseinanderklaffte, Intrigen und die Verdeutlichung von Machtpositionen an der Tagesordnung waren. Der Zeidler, heutzutage würde man ihn als einen Imker bezeichnen, Seyfried versucht das Leben seiner gefangenen Ehefrau zu retten. Dafür wendet er sich an die bekannte Hildegard von Bingen. Diese knüpft an Ihre Fürbitte jedoch Aufgaben.

    Dem Autor gelingt es, historische Orte und Persönlichkeiten mit der Handlung zu verknüpfen. So erfährt der Leser, neben der eigentlichen Geschichte, vieles über die damaligen Zustände und die Herrschenden aus Kirche und Staat. Es wird deutlich, dass das bittere Spiel um Ansehen und Macht so manches Menschenleben gekostet hat. 

    Für mich sind der Zeidler und seine Tochter sehr gut und verständlich dargestellt. Es ist spannend den Wegen zu folgen und in eine völlig andere Epoche einzutauchen. Wenn man mit dem Lesen beginnt, möchte man eigentlich direkt mehr erfahren.

  21. Cover des Buches Der Knochengarten (ISBN: 9783426524916)
    Val McDermid

    Der Knochengarten

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Man liest ein Buch im Buch "Verbrechen lesen". Dann lernt man einen Mann kennen, der unschuldig im Gefängnis sitzt. Dann geht eine Frau zu eine Therapeutin und kommt sich näher. Dann geht es um Paula, die ihren Dienst quittiert hat und die jetzt zurück kommen soll. In einem Kloster wurden Leichen gefunden und die Praktiken der Nonnen sollen grausam gewesen sein. Dann findet man noch Leichen von vielen jungen Männern. Es ist wie ein Kurzgeschichten Band, der die Kapitel random gemixt hat. Dann kommt etwas Spannung auf und ein Ermittlungsteam bildet sich und man versucht hinter die Schweigemauer des Klosters zu kommen.  Aber hier entsteht schon das nächste Problem, das Team ist wenig sympathisch und keine Figur in dem Buch kommt einem beim Lesen näher. Paula scheint sehr wankelmütig zu sein und das ist nicht gerade spannen oder interessant. Viel zu viel kommt zur Sprache und viel zu viele Geschichten werden angefangen und dann geht es zum Ende hin doch relativ schnell und es bleiben viele losen Enden übrig.

    Val McDermid kann schreiben, dass weiß ich und es gibt Bücher die mir sehr gefallen haben. "Der Knochengarten" ist aber öde und langweilig und viel zu viele angefangene Geschichten, die nicht stimmig beendet werden. 

  22. Cover des Buches How the Dead Speak (Tony Hill and Carol Jordan, Band 11) (ISBN: 9781408712269)
  23. Cover des Buches Martinsmorde (Lisa Faber ermittelt 1) (ISBN: 9783958192034)
    Christa S. Lotz

    Martinsmorde (Lisa Faber ermittelt 1)

    (3)
    Aktuelle Rezension von: bk68165

    Lisa Faber ist eine junge engagierte Frau, die sich vielleicht in der letzten Zeit ein bisschen zu viel vorgenommen hat. Die Journalistin soll in einem kleinen Dorf im Schwarzwald, in Niederweiler, einen Artikel über alte Traditionen im Dorf schreiben. Diese kleine Auszeit in der vermeintlich ruhigen Gegend sollte ihr gut bekommen. Und der Martinstag spielt in Niederweiler schon immer eine große Rolle. Doch schon bei der Ankunft merkt Lisa sehr schnell, dass fremde hier im Ort nicht so gerne gesehen sind. Und schon gar keine Fremden, die Fragen stellen und Antworten erwarten. Und auch das Fest zum Martinstag zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Der Pfarrer wird tot aufgefunden. Und Lisa stößt sehr schnell darauf, dass vor vielen Jahre schon mal einem Pfarrer Unheil widerfahren ist. Er ist einfach verschwunden! Lisa beginnt mit ihren eigenen Ermittlungen. Dabei begibt sie sich nicht nur in Gefahr. Nein, Lisa wird auch mir ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Wird sie der Wahrheit auf die Schliche kommen?

    Natürlich möchte ich es mir nicht nehmen lassen ein paar eigene Anmerkungen zu diesem Buch zu schreiben. Das Buch ist sehr flüssig und lebendig geschrieben. Auch die unterschiedlichen Zeiten, in denen die Geschichte spielt, stellen hier kein Hindernis dar. Lisa ist eine sympathische junge Frau, die der Leser ab der ersten Seite mögen wird. Auch die anderen Charaktere sind nicht uninteressant. Auch die schrulligen Dorfbewohner dürfen hier nicht fehlen. Vielleicht ist die Aufklärung der beiden Fälle an der einen oder anderen Stelle nicht immer genauestens beschrieben. Aber das ist jammern auf sehr hohem Niveau. Ich kann hier ohne Bedenken 4 Sterne vergeben und bin schon gespannt, auf welches Geheimnis Lisa als nächstes stoßen wird. 

  24. Cover des Buches Ich gab ihm mein Wort (ISBN: 9783963620393)
    Tamera Alexander

    Ich gab ihm mein Wort

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Animant16

    Der Roman Ich gab ihm mein Wort von Tamera Alexander ist gleichzeitig so zu einhundert Prozent der Stil der Autorin und gleichzeitig völlig anders als die anderen Bücher von ihr, die ich bisher gelesen habe. Der Leser wird in das Amerika der 1860er-Jahre versetzt und erlebt die Zeit des Sezessionskrieges hautnah mit. Lizzie Clouston arbeitet als Gouvernante auf einer Plantage nahe Nashville und erlebt die schlimmste Nacht ihres Lebens als hunderte Soldaten auf dem Schlachtfeld direkt vor den Toren des Anwesens verwundet werden. Als Befürworter der Sklaverei nimmt die Familie die Soldaten auf und bietet das Haus als Lazarett an. Da Lizzie über medizinische Grundkenntnisse verfügt, assistiert sie dem Arzt bei seinen Operationen und lernt ihre Patienten in den nächsten Tagen besser kennen. Doch wie lange kann sie ihre Haltung gegenüber dem Krieg geheim halten und will sie das überhaupt?! Vor allem zu einem Soldaten – Hauptmann Roland W. Jones – hat sie ein tiefes Vertrauen gefasst, das aber eigentlich nicht sein dürfte...

    Der Krieg spielt ja in allen Romanen von Tamera Alexander eine mehr oder minder große Rolle, aber in diesem Ausmaß ist das etwas Neues. Ich hätte gedacht, dass mich die Brutalität in dieser Fülle stören würde, aber das Gegenteil war der Fall. Besonders in unserer heutigen Situation, in der der Krieg wieder viel näher gerückt ist, als dies vor einen Jahren denkbar schien, ist der Roman sehr aktuell und bringt einen zum Nachdenken. 

    Ich kann diesen Roman – wie jeden anderen der Autorin – nur jedem empfehlen, der authentische historische Romane mag, der den Leser mit seinem unglaublich bildhaften Schreibstil in die beschriebene Zeit versetzt. 

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