Bücher mit dem Tag "nordisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nordisch" gekennzeichnet haben.

92 Bücher

  1. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.083)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

    ERBARMEN - der erste Teil der Reihe rund um Carl Mørck und das neu gegründete Sonderdezernat Q ist ein wirklich toller Reihenauftakt

     Bevor der eigentliche Fall so richtig ins Laufen kommt erfahren wir die Hintergründe warum das Sonderdezernat gegründet wird und Carl Mørck dieses als one man Show „übernimmt“ wobei ... so ganz stimmt das ja nicht ... ihm zur Seite steht Assad der sich vom Hausmeister zum heimlichen Assistenten von Carl entwickelt

     Assad ist auch meine Lieblingsfigur in diesem Thriller und ich bin schon sehr gespannt mehr über ihn und vor allem über seine Hintergründe zu erfahren - denn da gibt’s einiges was es aufzudecken gilt 🤩

     Die Szenen aus der Sicht von Merete gehen wirklich unter die Haut - sind bedrückend und gleichzeitig war ich fasziniert von der Stärke dieser Frau ...

     Einen kleinen Abzug gibt’s von mir für das Ende das für mich nicht so Mainstream hätte sein müssen - da hätte ich mir mehr Mut vom Autor gewünscht

  2. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.501)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

    Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt überleben. Inspiriert von Clockwork  Orange überfallen sie wahllos Leute. Jahre später sitzt Carl Morck im Keller des Polizeipräsidiums und leitet das  Sonderdezernat Q ,welches zunächst nur aus ihm und seinem Assistenten besteht und eher aus Verlegenheit gegründet wurde, um Carl irgendwo unterzubringen. Von hier aus versucht er alte Fälle zu bearbeiten. In diesen Fall beißt er sich fest und je mehr jemand an höherer Stelle versucht, ihn davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen, desto mehr stachelt es ihn an, zu ermitteln.

    Die Charaktere  finde ich klasse. Es macht großen Spaß, das Buch zu lesen und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Bösen und alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Es ist flüssig geschrieben und liest sich wie von selbst. Und es ist so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Bei der Handlung bleibt einem manchmal die Luft weg und man muß erstmal sacken lassen, was man grade gelesen hat. Ein Buch, nach dem man erstmal Luft holen muß.

    Die reißerischen Titel haben mich lange abgeschreckt, aber nun bin ich ein Fan der Reihe (auch wenn ich die Titel immer noch scheußlich finde).

    Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend lieben.

  3. Cover des Buches Die Rabenringe - Odinskind (ISBN: 9783038800132)
    Siri Pettersen

    Die Rabenringe - Odinskind

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Ein Buch, das ich nur wegen meines Buchclubs angefangen habe. Und ich hatte es noch nicht beendet, da hatte ich schon die beiden Folgebände bestellt.
    Worum geht es?
    Hirka ist ein Odinskind, eine Besonderheit in einer Welt voller Ymlinge. Zu Beginn weiß sie davon selbst jedoch nichts und lebt mit ihrem Vater als Heilerin und Kräuterkundige in einem kleinen Dorf. Aber Odinskinder darf es in Ymsland nicht geben, denn sie bringen die Fäulnis und die Blinden und damit den Tod.
    Wie man vielleicht an der kurzen Beschreibung merkt, öffnet sich hier eine ganz eigene Fantasywelt, an die man sich erst gewöhnen und hineinfinden muss. Ich habe auch einiges an Zeit gebraucht, bevor ich ungefähr verstanden habe um was es geht. Und weil man so lange braucht um die Welt zu verstehen, dauert es auch eine ganze Weile bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. Dann konnte ich sie aber nicht mehr aus der Hand legen und musste gleich für Nachschub sorgen. Den Schreibstil finde ich übrigens sehr ungewöhnlich. Ich kann aber nicht den Finger darauf legen, woran es liegt. Jedenfalls hat es mir sehr gut gefallen und ich vergebe 5 von 5 ⭐.

  4. Cover des Buches Die Toten, die niemand vermisst (ISBN: 9783499266614)
    Michael Hjorth

    Die Toten, die niemand vermisst

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Als eine Wanderin auf einer Tour abstürzt entdeckt diese an der Absturzstelle eine menschliche Hand. Als die Polizei das Gelände erkundet kommen sechs Leichen zum Vorschein. Zur Unterstützung wird das Team um Sebastian Bergmann aus Stockholm dem Fall zugeordnet. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und Probleme belasten das Ermittlerteam, allen voran die persönlichen Probleme von Sebastian Bergmann. Alle Erkenntnisse zu den Toten kommen nur sehr sporadisch, da diese scheinbar niemand vermisste. Als das Team dann endlich erste Erfolge verbuchen konnte schaltet sich der schwedische Geheimdienst in den Fall ein und es scheint, dass alles vertuscht werden soll. Sebastian Bergmann und sein Team ermitteln jedoch weiter und es gelingt die Aufdeckung und Lösung des Falls.

     

    Das Autorenduo schafft einen weiteren, spannenden Fall um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann. Gekonnt wird eine spannende Handlung erzählt, die dieses Mal jedoch nicht ganz überzeugt, da zu viele Geheimnisse eingewoben werden. Dies setzt sich auch bei der Lösung des Falls fort, die nicht überzeugend gelingt. Für mich daher nur ein durchschnittlicher Skandinavien-Krimi.

  5. Cover des Buches Der Schmetterling (ISBN: 9783959672054)
    Gabriella Ullberg Westin

    Der Schmetterling

     (127)
    Aktuelle Rezension von: ATWOOD94

    Der Krimi hat mich als solcher überzeugt. Der neue Ermittler Johan Rokka ist ein interessanter Charakter mit Ecken und Kanten, aber trotzdem sympathisch. Seine Rückkehr von Stockholm in seinen (kleinstädtischen) Heimatort gestaltet sich nicht so leicht, wie er sich das vorgestellt hat und bietet auch für die weitere Reihe sicher noch interessante Möglichkeiten. Sein Team ist nicht ganz besonders, aber doch ein bisschen 'quirky', allerdings überzeugen mich von den Frauenfiguren nur einige wenige. Das ist ein wenig schade, tut dem Krimigenuss jedoch keinen Abbruch. Die Krimistory an sich ist überzeugend, nicht komplett vorhersehbar und es ist spannend bis zum Schluss. Ich werde bei Gelegenheit auf jeden Fall weitere der Krimis aus der Reihe lese

  6. Cover des Buches Das letzte Ritual (ISBN: 9783442714407)
    Yrsa Sigurdardottir

    Das letzte Ritual

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: An einer Universität in Reykjavik wird ein deutscher Studenten tot aufgefunden. Ein merkwürdiges Zeichen prangt auf dem Körper des Toten, der sich in seinem Leben für Geschichte und Hexenkulte interessiert hatte. Die isländische Polizei vermutet schnell ein Drogendelikt, aber die Familie des jungen Mannes will sich damit nicht zufrieden geben und beauftragt die Anwältin Dóra den Fall näher zu untersuchen.

    Meine Meinung: Zuallererst bin ich froh, dass die Isländer sich meistens mit dem Vornamen ansprechen, weil ich finde, dass das Herausforderung genug ist ;) (über die Nachnahmen und so manchen isländischen Begriff oder Ort, bin ich oft genug gestolpert). 

    Der Schreibstil der Autorin konnte mich mitnehmen in diesen Islandkrimi. Sie erzählt einen interessant Geschichte, in der auch die historischen Ereignisse des Hexenkults in Deutschland und Island gut eingeflochten sind. Das sorgt für Abwechslung und ich fand dieses Thema spannend. Protagonistin Dóra ist eine starke Frau, die mir sehr sympathisch war. Zur Seite stand ihr Matthias, der Vertreter der Familie des Ermordeten. Das Geplänkel zwischen den beiden hat mir gut gefallen und es brachte Leben in die Erzählung. Ein wenig befremdlich fand ich es, dass die beiden an der Polizei vorbei so schnell an Infos kamen...  Die zahlreichen Verdachtsmomente regten zum Miträtseln an und Stück für Stück wurde das Puzzle zusammengesetzt. Das Spannungsniveau war konstant, aber es gab keine großen Überraschungen oder unvorhergesehen Wendungen. 

    Mein Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Da es eine Reihe ist freue ich mich schon auf Band 2.

  7. Cover des Buches Tödlicher Mittsommer (ISBN: 9783462043112)
    Viveca Sten

    Tödlicher Mittsommer

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“  stellt vor:

    „Tödlicher Mittsommer“  von Viveca Sten

    Schweden – Stockholmer Schärengarten

    Thomas Andreasson arbeitet bei der Polizeidienststelle Nacka. Durch dem plötzlichen Kindstod seiner neugeborenen Tochter und seine dadurch gescheiterte Ehe, die dieses Unglück nicht überstanden hatte, lebt er nur noch für seine Arbeit. Als an einem heißen Julitag auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten eine männliche Leiche angespült wird und Thomas diesen Einsatz übernimmt, stürzt er sich sofort in die Ermittlungen. Eine Woche später wird eine weitere Leiche gefunden. Der Druck auf Thomas wird größer. Dabei bekommt er ganz unverhofft Hilfe von seiner Jugendfreundin Nora Linde, die mit ihrer Familie Urlaub auf der Insel macht.

    „Thomas Andreasson muss den Täter finden, bevor noch ein Mensch stirbt......"


    Fazit:

    Durch meine Suche nach neuen interessanten und spannenden Krimireihen bin ich durch eine Buchverlosung bei Lovelybooks auf die „Sandhamn-Krimis“ von Viveca Sten gestoßen. Mittlerweile hat sich Sten auch hier in Deutschland eine große Fangemeinde aufgebaut und 10 Bücher sind inzwischen ins Deutsche übersetzt und auch das ZDF hat ihre Bücher unter „Mord im Mittsommer“ verfilmt.

    „Tödlicher Mittsommer“ ist der Auftaktband rund um Kommissar Thomas Andreasson und Nora Linde und mit dem zauberhaften Stockholmer Schärengarten hat die Autorin einen durchaus malerischen Ort gewählt, der einen gleich beim Lesen in die schönste Urlaubsstimmung versetzt. Durch den flüssigen und gradlinigen Erzählstil bin ich gut in die Geschichte hineingekommen und auch die Handlungen sind leicht und verständlich beschrieben, sodass man der Autorin auch während des gesamten Buches gut folgen kann. Passend zum schönen Ambiente sind die Geschehnisse nicht allzu blutig und wir sprechen eher von einem Krimi der ruhigeren Art.

    Ja, soweit so gut. Normalerweise würde ich sagen: „Es passt doch alles“ – Ambiente, Sprache, Handlung, Story, Spannung, auch Humor blitzt an manchen Stellen auf. Alles wunderbar, wenn da nicht die beiden Hauptakteure gewesen wären. Viveca Sten konnte mir weder Thomas Andreasson noch Nora Linde näher bringen. Mit Thomas Andreasson hätte ich ja noch Leben können – obwohl er auch ziemlich blass rüberkam, ohne Ecken und Kanten und ohne wirkliches Profil – wäre da nicht an seiner Seite eine mich überhaupt nicht ansprechende Begleiterin gewesen. Aber Nora Linde war mir persönlich viel zu bieder und schrecklich konservativ. Sie hat mich an eine Frau in den 50er Jahren erinnert, mit ihrer devoten, sehr untergeordneten Haltung ihrem Ehemann (und auch Schwiegereltern) gegenüber; so völlig aus der Zeit gefallen. Das hat mich doch einigermaßen aggressiv zurückgelassen und sie hat mir letzten Endes einfach nur Leid getan. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass dies der erste Teil einer Reihe ist und es vermutlich auch eine weitere Entwicklung der Nora Linde in den nächsten Teilen geben wird, hat mich der erste Teil einfach vergrault und ich werde keine weiteren Bücher dieser Reihe lesen (können). Die Schlüsselfiguren  sind für mich halt das A und O eines Krimis und die müssen mich im ersten Band in ihren Bann ziehen und das hat Viveca Sten leider bei mir nicht geschafft. Schade!

    Ein Krimi, der eigentlich vielversprechend anfing, mich jedoch aufgrund seiner Hauptdarsteller leider so gar nicht packen konnte!





    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/06/07/todlicher-mittsommer-von-viveca-sten/


    Besten Dank an den „KiWi Verlag“ für das Rezensionsexemplar

  8. Cover des Buches Heimwärts über das Eis (ISBN: 9783458361879)
    Gunilla Linn Persson

    Heimwärts über das Eis

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    Bücher, die in der Welt der skandinavischen Inseln und Schären spielen, haben grundsätzlich einen Bonus bei mir, denn Gotland, Åland und ihre Umgebung sind so etwas wie Sehnsuchtsorte für mich. Ellinor Ingman, die 55-jährige Protagonistin in Gunilla Linn Perssons Roman "Heimwärts über das Eis", sieht das zumindest zu Beginn der Geschichte anders. Für sie ist Hustrun, die vier Quadratkilometer große Schäre im nördlichen Stockholmer Schärengarten, die sie nur einmal im Jahr für einen Kurzausflug nach Stockholm verlässt, eher Gefängnis als Paradies. Gefängniswärter ist ihr alter Vater, der nach einem Unfall seine Beine nicht mehr gebrauchen kann, und der von seiner „Kommandobrücke“ im oberen Stock ihres Hauses tyrannisch über die Tochter herrscht. Begonnen hat es damit, dass Ellinors dreijähriger Bruder ertrank und die Mutter kurz darauf Selbstmord beging, nachdem sie als schöne Fremde nicht mit den Inselbewohnern und dem Dasein als Schärenweib zurechtkam. Die Steine, die sie sich um die Knöchel gebunden hat, bevor sie ins Meer ging, hängen seit ihrem elften Lebensjahr auch an Ellinors Beinen. Sie versorgt ihren Vater, ihre Tiere, ihren offiziellen und ihren verborgenen Garten, kümmert sich um die Kinder der Touristen, fährt das Schärentaxi und hinkt durch das mühsame Schärenleben ohne Stromanschluss.

    Doch nun, im März 2013, kehrt Herman Engström nach 35 Jahren zurück nach Hustrun. Er ist im Gegensatz zum Standvogel Ellinor ein Zugvogel, geboren auf Hustrun und als junger Mann von dort weggegangen. Er lebt an der Eisorgelküste in Labrador und reist als Vogelmaler durch die Welt. Jetzt will er nach dem Tod seines Vaters den Besitz verkaufen. Seine Familie ist seit einem Unglück im Jahr 1914, bei dem sieben Jugendliche in einer Orkannacht auf dem Heimweg von einer Tanzveranstaltung auf dem Eis ums Leben kamen, geächtet. Werner Engström, der Älteste der Toten, soll dafür verantwortlich sein. Der Verlust ihrer Jugend und ihrer Hoffnung hat bei den Inselbewohnern „die ewigen Inselfehden in Gang gesetzt und den Grundstein für Neid, Misstrauen Gier und Hass gelegt“. Herman Engström und Ellinor Ingman waren deshalb so etwas wie Romeo und Julia, als sie als Jugendliche ein Paar wurden, dazu belastet mit dem eifersüchtigen Vater, der die Tochter nicht verlieren wollte.

    Zu Hermans Erstaunen scheint Ellinor sich jedoch nicht an die gemeinsame Vergangenheit zu erinnern. Was ist damals nach seinem Weggang wirklich passiert? Warum hinkt Ellinor? Welches traumatische Erlebnis hat zu dieser Amnesie geführt? Welche Rolle spielte ihr Vater?

    Als besonders stark habe ich die Passagen über das Unglück von 1914 empfunden. Die detaillierte Beschreibungen der Jugendlichen, des Ablaufs der Tragödie und der zur Untätigkeit verdammten Angehörigen gingen mir sehr unter die Haut. Ebenso eindringlich sind die Schilderungen des Schärenlebens, der Natur und der Gedanken und des Alltags von Ellinor, die deshalb so glaubhaft sind, weil die Autorin selbst lange Zeit auf einer Schäre gelebt hat. Wenig haben die Schilderungen mit den Idealvorstellungen von  Touristen gemein, doch vermittelt der dichte, ruhige Erzählstil trotzdem sehr viel Poesie. Erst an dritter Stelle steht für mich die Liebesgeschichte, auch wenn sie Spannung in den Roman bringt und anrührt.

    Auch ohne „Schärenbonus“ ist dieser Roman absolut empfehlenswert, allerdings sollte man schon etwas Liebe zur skandinavischen Inselwelt mitbringen.

    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/gunilla-linn-persson-heimwaerts-ueber-das-eis/

     

  9. Cover des Buches Menschensöhne (ISBN: 9783404155309)
    Arnaldur Indriðason

    Menschensöhne

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    Es ist mein erster Erlendur. Der Zeitraum spielt Ende der 90er. Als gewisse Themen in der Presse waren, passt das auch, wenn man am Ende erfährt um was es geht. Es ist schon witzig, denn man merkt es daran, dass Mobiltelefone nicht viel auftauchen. Das hat auch was. Erlendur und sein Partner spielen eine indirekte Rolle. Es wird mehr aus der Sicht der Opfer erzählt bzw. durch viele Flashbacks in die Vergangenheit. Einige Wiederholungen fand ich manchmal anstrengend und der Spannungsbogen war mässig. Alles in allem gefällt der Krimi mir gut, ich werde auch die restliche Reihe lesen. Isländische Autoren schreiben scheinbar anders und ausführlicher als schwedische und finnische ;). Lest selbst!

  10. Cover des Buches Sommer bei Nacht (ISBN: 9783869712086)
    Jan Costin Wagner

    Sommer bei Nacht

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Katha-mon

    Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch meine Arbeit in einem Literaturverein. Bei dem Cover gefällt mir, dass es schlicht und dunkel gehalten wurde. Den Schmetterling deute ich als ein Tabusymbol. Da sich das Thema um Pädophilie handelt, würde ein kleines Kind zusammen mit einem Erwachsenen besser eigenen. Aber das ist nur eine subjektive Empfindung.

    In Wagners Roman zeigt er zwei Personen auf, welche unter der pädophilen Neigung leiden. Dabei werden zwei signifikante Unterschiede aufgezeigt. Den einen, der diese Neigung auslebt und den anderen, der weiß, dass es falsch ist und diese Neigung nicht auslebt. Es wird bei dieser Person aufgezeigt, dass das Pädophil sein wie einen Fetischismus zu haben ist. Zum Beispiel gibt es Fußfetischisten, Menschen, die auf lange Haare stehen usw.

    An den Schreibstil hat es gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Für mich existieren zu viele Hypotaxen und zu viele alleinstehende Wörter. Mir fehlt das Prosahafte, aber das alles beruht auf meiner subjektiven Empfindung. Die Wortwahl ist einfach gehalten und leicht verständlich.

    Der Spannungsbogen zieht sich durch das Buch durch. Am Anfang war es etwas schleppend, weil ich mich noch mit den Erzählstil auseinandersetzen musste. Ist aber bis zum Schluss durchgehend spannend. Insgesamt ist es ein gelungener Roman.

  11. Cover des Buches Nordische Mythen und Sagen (ISBN: 9783847906674)
    Neil Gaiman

    Nordische Mythen und Sagen

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_de_Mora

    In Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman erfährt man, warum Odin nur ein Auge hat, wie Thor zu seinem Hammer kam und warum man Loki nicht trauen kann.

    Die einzelnen Geschichten sind sehr witzig geschrieben, so dass man beim Lesen oft Schmunzeln muss. Die nordischen Götter an sich sind schon humorvoll, sie Lachen gerne und machen sonst so manche Spässe. Sie unterscheiden sich auch so ziemlich von den griechischen Götter und Halbgöttern.

    Das Buch ist für alle, die noch nicht viel über nordische Sagen gelesen haben und mehr über die nordischen Götter erfahren möchten. 

  12. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783404153961)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (435)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Die beiden Ziehbrüder Candamir und Osmund leben in einem Dorf an der Küste Norwegens. Es ist ein karges und entbehrliches Leben und die Bewohner des Dorfes leben von ihren mageren Schafherden und dem, was sie im Meer fangen. Doch eines Tages fällt das Dorf einem blutigen Überfall benachbarter Wikingerstämme zum Opfer, der dann schließlich dass Fass zum Überlaufen bringt. Die Dorfgemeinschaft beschließt ihre bisherige Heimat zu verlassen, und sich mit ihren Drachenbooten auf die Suche nach einem neuen Land zu machen, wo sie in Ruhe und ohne Entbehrungen siedeln können. Auf dem gefährlichen Weg in die neue Heimat geraten die Boote der Siedler jedoch in einen schweren Sturm und die Fluten der Meere drohen diese zu verschlingen. Doch schließlich, nachdem sie den Sturm überstanden haben, werden sie schließlich an den Ufern der sagenumwobenen Insel Catan angespült. 

    "Die Siedler von Catan" war mein erstes Buch von Rebecca Gablé und der Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Er ist angenehm und einfach, ohne platt zu werden, aber auch unglaublich bunt und fruchtig und untermalt die Geschehnisse wunderbar. Auch mangelte es die ganze Geschichte über nicht an Spannung. Der Spannungsbogen baute sich immer wieder auf, bis er dann in einzelnen Geschehnissen entladen wurde. So kommt man flott durch das Buch. Die Protagonisten sind meiner Meinung nach sehr schön ausgearbeitet. Sie sind sehr abwechslungs- und facettenreich und wirken nicht unauthentisch. Besonders Candamir und Osmund waren mir sehr sympathisch. Auch wenn das Buch jetzt nicht sehr viele historische Hintergründe hat, war die Geschichte sehr abwechslungsreich und umfangreich. Auch fand der frühe Konflikt zwischen dem frühen Christentum und den damaligen heidnischen Naturreligionen Eingang in die Handlung, was mich sehr interessierte. Ein wenig überraschen konnte mich schließlich das Ende. Zwar erwartete ich kein klassisches Friede-Freunde-Kokosnuss-Ende, doch das Ende, wie es nun wirklich ist, kam für mich persönlich unerwartete, was aber nicht minder positiv ist. 

    Letztendlich ist das Buch einer der besten historischen Romane die ich je gelesen habe und konnte mich für Rebecca Gablé begeistern. Das Buch ist eine wirklich große Empfehlung an alle Leserinnen und Leser von historischen Romanen, auch wenn die Geschichte etwas unkonventionell ist. Ich bin heute noch überrascht, wie gut es die Autorin schaffte, nach der Idee des Brettspiels einen so wunderbaren Roman zu schreiben. 

  13. Cover des Buches Das gefrorene Licht (ISBN: 9783442714414)
    Yrsa Sigurdardottir

    Das gefrorene Licht

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Christianes_Buecherschatzkiste

    Leider wurden meine Erwartungen zu diesem Buch nicht erfüllt. Auch weil sich die „junge“ Anwältin als Mutter von zwei Kindern entpuppt, von denen eines sie schon zur Oma macht.
    Während der ersten 40 Seiten dachte ich WOW das wird ja knackig, eine Tote, ein wahrscheinlich totes Kind und es spukt. Leider drehte es sich dann nur noch, in einer für mich langatmigen Erzählweise um die schleppende Recherche der Anwältin.
    Am Ende des Buches wurde es dann wieder etwas spannender, wobei ich etwas genervt davon war das gefühlt auf jeder zweiten Seite Dora fest davon überzeugt war jetzt den richtigen Täter zu haben und zu beschuldigen. Der wirkliche Täter am Ende hat mich sehr überrascht, hab das Motiv aber nicht ganz nachvollziehen können. Für mich persönlich war es kein tolles Buch und hatte eigentlich auch nicht wirklich was von einem Thriller.

  14. Cover des Buches Kältezone (ISBN: 9783404157280)
    Arnaldur Indriðason

    Kältezone

     (162)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Der sechste Teil des Erlendur-Ermittlerteams.

    Eine Leiche taucht im wahrsten Sinne des Wortes nach der Schneeschmelze auf. Das Skelett scheint schon sehr lange dort eingefroren zu sein, die weiteren Funde am "Tatort" weisen darauf hin, dass es sich um einen Ex-Militär oder um einen Spion handelte. Die Ermittlungen gehten in der Zeit weit bis in den zweiten Weltkrieg zurück und bringen überraschende Dinge ans Licht.

    Sehr gut ermittelt!
  15. Cover des Buches Nordische Mythen und Sagen (ISBN: 9783785755167)
    Neil Gaiman

    Nordische Mythen und Sagen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Er hat zwei Raben, die er Hugin und Munin nennt, was Gedanke und Erinnerung bedeutet. Diese Vögel fliegen hin und her durch die Welt, halten Ausschau nach Neuigkeiten und tragen Odin das Wissen über alle Dinge zu. Sie lassen sich auf seine Schultern nieder und flüstern ihm ins Ohr.‘ (CD 1, Track 1)

    Neil Gaiman erzählt in ‚Nordische Mythen und Sagen‘ die Geschichten um Odin und seine Raben Hugin und Munin, Thor und seinen Hammer Mjöllnir, Loki und seine Kinder, die er mit der Riesin Angrboda gezeugt hatte: die Midgardschlange, den Fenriswolf und die Totengöttin Hel.

    Gaiman nimmt uns mit nach Midgard, die Welt der Menschen, Asgard, die Welt der Götter, und nach Hel, ins Reich der Toten, erzählt von Yggdrasil, der Weltenesche, und berichtet von Ragnarök, dem Untergang der Götter.

    Ich habe mich schon ein wenig mit nordischer Mythologie beschäftigt, und so sehr mich Mythologie und Legenden (auch der Griechen und der Ägypter) faszinieren und interessieren, so anstrengend zu lesen finde ich diese Geschichten auch immer. Stets verwirren mich die vielen Namen und die komplexen Beziehungen zwischen den einzelnen Göttern, Halbgöttern, Riesen, Zwergen, Ungeheuern, die alle miteinander verwandt und verbandelt zu sein scheinen.

    Hier ist das anders: Zwar gibt es auch hier viele Namen und komplexe Beziehungen, aber Gaiman ist eine grandiose Zusammenstellung und Neuinterpretation der nordischen Mythen gelungen, die durchweg unterhaltsam, verständlich, irgendwie modern, aber trotzdem authentisch und stimmungsvoll sind.

    Gaiman erzählt mit viel Humor, und beim Hören des Hörbuchs, das von Stefan Kaminski kongenial gelesen wird, musste ich manchmal schmunzeln, manchmal staunen, und am Ende des Hörbuchs hatte ich Lust auf ein zweites Hören, weil es einfach so wunderbar war. Genauso sollten Mythen und Legenden erzählt und gelesen werden.

  16. Cover des Buches Frostnacht (ISBN: 9783404159802)
    Arnaldur Indriðason

    Frostnacht

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Buch liest sich ganz flüssig, nur finde ich es sehr schwierig die Namen auszusprechen von den Personen, die in dem Buch vorkommen. Dadurch liest sich das Buch ziemlich schwer. Zwischendurch wusste ich gar nicht, wer denn da jetzt gemeint ist.

    Die Geschichte an sich fand ich sehr tragisch. Sie könnte tatsächlich so passiert sein.

  17. Cover des Buches Liebe unter Fischen (ISBN: 9783442479948)
    René Freund

    Liebe unter Fischen

     (123)
    Aktuelle Rezension von: nicigirl85

    Ich habe dieses Buch beim Aufräumen meiner Wohnung gefunden und mich schwer gewundert warum ich es nicht schon längst gelesen habe. Da ich bereits "Ans Meer" von diesem Autor verschlungen habe, begann ich mit großer Begeisterung zu lesen.

    In der Geschichte geht es um Fred, der sich in einer schweren Krise befindet. Er verlässt das Haus nicht mehr, trinkt immer über den Durst und hat schon lange nicht mehr geschrieben und das obwohl er Autor ist. Als seine Verlegerin ihn mit der Idee konfrontiert, sich in eine Berghütte zurückzuziehen, nimmt er an, ohne zu wissen was das für ihn bedeutet. Wird er sein Leben wieder in den Griff bekommen oder kläglich scheitern?

    Die einzelnen Kapitel des Buches sind jeweils mit dem Datum der Handlung überschrieben und ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Handlung. Der Roman hat fast den Charme eines Tagebuchs.

    Fred als Hauptfigur mochte ich direkt, einfach weil er jemand mit Ecken und Kanten ist. Man konnte sehr gut spüren, dass er am Ende angekommen ist und dringend sein Leben ändern muss, wenn er noch länger leben möchte. Ich mochte seine leicht kauzige Art und seine Verletzlichkeit, die ihn sehr menschlich erscheinen ließ. Es war schön miterleben zu dürfen wie man aus den Tiefen des Lebens durchaus wieder herauskommen kann.

    Als Nebenfigur war mir am liebsten August. So einen starken Kerl, der auf Konventionen pfeift und macht was er für richtig hält, könnte ich auch in meinem Leben gebrauchen.

    Mir hat zudem sehr gut gefallen, dass es sich um keine typische Liebesgeschichte handelt, sondern diese nur am Rande eine Rolle spielt. Ich bin nicht so der Fan von unrealistischen, kitschigen Liebesabhandlungen, aber das ist dieser Roman ganz und gar nicht.

    Richtig klasse fand ich, dass Herr Freund Depression und Burnout thematisiert, was in unserer Gesellschaft nach wie vor taburisiert und als Schwäche angesehen wird. Wir müssen alle mehr darüber sprechen und mehr wissen, um Verständnis für Betroffene und deren Familien zu haben.

    Fazit: Ich habe diesen Roman mit großer Freude gelesen und dabei stets ein lachendes und ein weinendes Auge gehabt, so emotional war es. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen! Spitzenklasse!

  18. Cover des Buches Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod (ISBN: 9783442733255)
    Hakan Nesser

    Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Ich schätze die Van-Veeteren Reihe sehr und langsam geht sie ihrem Ende zu. Der 'alte Kommissar' hat schon längst frühzeitig den Dienst quittiert und betätigt sich als Antiquar. Er ist von der Literatur begeistert und auch der Mörder scheint damit zu tun zu haben.

    Anfangs wissen wir als Leser mehr als die Polizei, denn wir sehen einiges durch die Augen des Mörders oder seiner Opfer. Es scheint ein sexuell gestörter Serientäter zu sein und so sind einige Szenen auf den ca. ersten hundert Seiten in meinen Augen ziemlich abstoßend. Ich frage mich, ob das so hätte sein müssen, ob der Autor es so hätte schildern müssen. Nein, nicht unbedingt.

    Dann wird es spannend, teilweise, weil man sich fragt, wie das Team der Kommissare Spuren finden will, teilweise weil sich alles Monate hin zieht, aber auch,  weil es nicht bei einem Mord bleibt und weil endlich VanVeeteren ins Spiel komm  Er kann es nicht lassen, der Welt zu mehr Gerechtigkeit verhelfen zu wollen.

    Aber 'Gerechtigkeit'? Gibt es die? Daher ist das Ende wieder mal so, dass der Leser zwar einerseits Genugtuung empfindet, aber andererseits weiß, dass dies Rachegelüsten entspringt und ethisch nicht in Ordnung ist, wohl aber menschlich verständlich.

    Für Fans der Reihe trotz der Kritikpunkte ein lesenswerter Krimi mit philosophischem Touch.

  19. Cover des Buches Die Frau mit dem Muttermal (ISBN: 9783442722808)
    Hakan Nesser

    Die Frau mit dem Muttermal

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Der Fall fängt ziemlich spannend an und man wird sofort in die Geschichte geworfen und kann so selbst mitdenken, wie wohl alles zusammenpasst. Dabei werden viele Befragungen beschrieben und die Personen wirken, auch wenn sie nur kurz vorkommen,  sehr lebendig und echt. Mit den Ermittlern komme ich in diesem Band besser klar. Es braucht erstmal seine Zeit alle mit vor und Nachnamen kennenzulernen. Daher bietet es sich wohl an die Krimireihe in der richtigen Reihenfolge und von Anfang an zu lesen. Trotzdem hatte ich mit diesem Fall eine gute Unterhaltung. Zwar eiert das Ermittlerteam lange rum und zwischendurch gibt es auch leicht langweilige Passagen, aber gegen Ende wird es nochmal richtig spannend.

    Zusammengefasst hat mir das Buch also gut gefallen, zwar nicht besonders umgehauen, aber dennoch gut unterhalten.

  20. Cover des Buches Engelskalt (ISBN: 9783442487615)
    Samuel Bjørk

    Engelskalt

     (377)
    Aktuelle Rezension von: Scarbooks

    Zitat: "Dunkel, abgründig, zum Fürchten gut – die Spannungssensation aus Norwegen!" <<< und verdammt, ja! Das ist so richtig.

    Ich habe ab etwa der Hälfte des Buches vermutet, dass es eventuell ein weiteres Lesehighlight für dieses Jahr werden könnte. Für mich ist es das nach Beenden defintiv auch. Ich bin schwer angetan und werde so schnell es geht auch die anderen Bücher bei mir einziehen lassen bzw sie lesen.
    Natürlich war zuerst der Klappentext für mich anfixend, aber darauf sollte man sich ja nicht immer und nur verlassen ... nach den ersten Seiten kam der, wie ich finde, sehr spezielle, fesselnde und auch recht ungewöhnliche Schreibstil, die Art dazu. Ich mag es einfach, wenn es etwas zu entdecken gibt, was noch nicht komplett abgenutzt ist oder einfach von Anfang an packt. Natürlich, erneut könnte man über die Hauptprotagonisten und ihre persönlichen Geschichten und Schicksale diskutieren, aber hey ... das ist dann irgendwann auch nur noch Korinthenkackerei.

    Zum Buch, zur Story:

    Kommissar Holger Munch bittet Mia Krüger um Hilfe, in einem Fall, der die Menschen erschüttert und sucht sie an dem Ort auf, an den sie sich zurückgezogen hat und ihre eigenen, sehr tragisch-traurigen Pläne schmiedet und auch Wunden leckt. Eigentlich ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst und hat sich mit ihrer Art, ihrem Wesen direkt einen Platz in meinem Herzen erobert. Ein ganz starker Charakter, dessen Eigenschaften und Verhaltensweisen desöfteren im Verlauf der Geschichte einen Spiegel vorgehalten hat.

    Aber auch die anderen Figuren wurden vom Autor sehr gut "gezeichnet" und dargestellt, kein Stück zu oberflächlich oder zu glatt. Neben Mia haben mich besonders Munch und der nerdige Gabriel ziemlich begeistert. Aber auch die weniger "Heldenhaften" gingen nicht ganz emotionslos an mir vorbei.

    Dank Mias Spürsinns wird ein kleines, aber sehr wichtiges Detail entdeckt, das neben der Freude des Fundes auch die böse Einsicht mit sich bringt, dass all das erst der Anfang und noch längst nicht Schluss mit dem ganzen, diesem einen Mord, ist. Allerdings rechnete keiner von allen Mitwirkenden wohl mit dem Ausmaß und den Entwicklungen, die das ganze beinhaltet und welche Kreise es zieht.
    Denn es geht um weit mehr als nur diese verstörende erste Tat und all das ist nur der Start und Beginn einer düsteren, teils schockierenden und auch aufwühlenden Geschichte, die einige sehr geschickte und super durchdachte Wendungen, Überraschungen und Entwicklungen bereit hält. Da habe selbst ich tatsächlich nicht nur einmal große Augen gemacht und musste ordentlich schlucken.
    Vielleicht gerade, weil der bereits erwähnte Schreibstil einfach so grandiose Stimmungen erzeugt, denen man sich nur schwer entziehen kann. Klar, Geschmackssache, aber für mich hat das zu 100% funktioniert.
    Dazu die Idee, die gut beschriebenen und auch authentischen Charaktere und bildhaft dargestellten Szenarien ... et voilà.

    Ich finde, (Psycho)Thriller-Fans sollten da auf jeden Fall mal ein Auge riskieren, sofern noch nicht geschehen

  21. Cover des Buches Sonnensturm (ISBN: 9783442736003)
    Åsa Larsson

    Sonnensturm

     (87)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Sanna Strangart gerät selbst unter Mordverdacht, nachdem sie ihren eigenen Bruder brutal ermordet vor dem Altar einer Kirche auffindet. Sie weiß sich nicht anders zu helfen, als ihre Jugendfreundin Rebekka Martinsen anzurufen, die mittlerweile in Stockholm als erfolgreiche Anwältin lebt und sofort in ihre nordschwedische Heimat fährt. Auch Kommissarin Anna-Maria Mella, die hochschwanger in ihrem vorerst letzten Fall vor der Geburt ermittelt, glaubt nicht an Sannas Schuld…

    Asa Larsson spielt mit dem Titel „Sonnensturm“ auf die Polarlichter Lapplands an, die man schnell mit eisiger Kälte und verschneiten Landschaften assoziiert, was die Stimmung des Romans dann auch ziemlich gut trifft – mit der Handlung selbst hat der Titel hingegen recht wenig zu tun. Geboten wird hier ein blütenreiner Schwedenkrimi, setzt jedoch zwei starke, weibliche Ermittlerinnen in das Zentrum. Durch die dadurch resultierende Zweiteilung der Handlung kommt eine dynamische Szenerie auf, aber auch charakterlich ergänzen die beiden sich gut. Dabei steht jede vor eigenen, ganz unterschiedlichen Herausforderungen: Anna-Maria Mella mit der bevorstehenden Geburt und dem weiterhin großen Pflichtbewusstsein und ihrer Liebe der Arbeit gegenüber, Rebekka Martinsson wird hingegen an einige äußerst unangenehme Ereignisse aus ihrer Kindheit erinnert und ist dabei sehr eng mit dem Mord und seinen Hintergründen verbunden, was noch einmal eine andere Ebene einbringt. Beide wirken sympathisch, sodass man mit ihnen mitfiebert und schnell eine Bindung aufbauen kann, aber auch die anderen Figuren sind gekonnt beschrieben und bringen ihre eigene Ausstrahlung in die Handlung mit ein.

    Diese ist gekonnt erdacht und wird gradlinig erzählt, erlaubt sich aber dennoch einige gekonnte Schnörkel oder verzierende Elemente, um Dinge zu vertiefen oder die Stimmung noch dichter wirken zu lassen. Und diese ist sehr markant und vielschichtig geraten, da sie von ganz unterschiedlichen Seiten beeinflusst wird. Einerseits sind die eisigen Weiten Lapplands sehr stimmungsvoll eingebunden, aber auch die religiösen Strukturen und die sektenartige Stimmung gefällt mir äußerst gut und sorgt für viele sehr eindringliche Momente. Auch die psychologischen Komponenten bringen viel Druck mit ein.

    „Sonnensturm“ beeindruckt mit dem detailreichen und sehr stimmigen Plot, der eine immer dichtere und markantere Spannung aufbaut und zudem sehr schlüssig aufgebaut ist. Die Charaktere sorgen für eine ebenso dichte Stimmung wie die beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen oder die psychologischen und religiösen Sekten. Ein sehr lesenswerter Roman, der mich die ganze Zeit über sehr gut unterhalten konnte

  22. Cover des Buches Das vierte Opfer (ISBN: 9783442742738)
    Hakan Nesser

    Das vierte Opfer

     (173)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann
    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Hakan Nesser es schafft, mit relativ wenig Handlung einen lang gezogenen Spannungsbogen zu erzeugen und den Leser zu fesseln.
    In diesem Buch passiert für Nessersche Verhältnisse recht viel, und am Ende kommt sogar ein wenig Dramatik auf.
    Die Auflösung ist trotz einleuchtendem Motiv leider etwas unglaubwürdig.
    Aber ich liebe Nessers Schreibstil!
  23. Cover des Buches Der Kommissar und das Schweigen (ISBN: 9783442742769)
    Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

     (122)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann
    Wer die Van Veeteren-Reihe von Hakan Nesser kennt und schätzt, dem wird auch dieser Band gefallen. Spannende Geschichte, wie immer im typisch blumig-umschreibenden Stil geschrieben. Dieses Buch ist kürzer als die meisten anderen Titel der Reihe, zudem passiert für nessersche Verhältnisse recht viel, das es zu ermitteln gilt. Von daher recht schnell und ohne große Umschweife zu lesen. Die Auflösung ist angesichts der interessanten Rahmengeschichte (obskure Sekte) etwas arg bodenständig, aber durchaus glaubhaft. Leseempfehlung für Nesser-Fans.
  24. Cover des Buches Der Mann, der kein Mörder war (ISBN: 9783499275340)
    Michael Hjorth

    Der Mann, der kein Mörder war

     (772)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel

    Zuerst möchte ich die Buchaufteilung positiv hervorheben. Die Kapitel sind zwar nicht nummeriert, aber in großen bzw. kleinen Abschnitten unterteilt. Wir wechseln zwischen verschiedenen Ansichten. Nicht nur vom Ermittlerteam, sondern auch von Zeugen. Das hat mir richtig gut gefallen.


    Der Mann, der kein Mörder war, ist eher ein langsamer Kriminalroman. Er hetzt nicht durch die Seiten und ich hing auch nicht sonderlich angespannt von der ersten bis zur letzten Seite im Geschehen.

    Die Ermittlungen sind schön stimmig. Sebastian ist zwar ein richtiger Kotzbrocken, aber mich reizt das Gesamtpaket.

    Das ein oder andere konnte ich ein wenig voraussehen, aber das waren wirklich nur Kleinigkeiten, die dem Lesevergnügen keinen Abbruch tun.
    Ohne zu spoilern: Einen Punkt hatte ich bereits relativ früh am Anfang entdeckt, der erst sehr viel später im Buch aufgedeckt wurde.

    Mir gefallen die einzelnen Charaktere und freue mich, die Reihe weiterzulesen.

    Wer der Mann war, der kein Mörder war, hat mich am Ende wirklich positiv überrascht. Allein wegen eben diesem kann ich kaum darauf warten, den nächsten Band zu starten.


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