Bücher mit dem Tag "nordkorea"
45 Bücher
- Adam Johnson
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do
(144)Aktuelle Rezension von: mabo63Eine fiktive Geschichte zeichnet die Zustände in Nordkorea. Ein Waisenjunge ist der Protagonist, mal als einfacher Soldat, oder als Funker auf einem Fischerboot, dann als Spion der auf Geheiss des 'Führers' rücksichtslos Japaner entführt; dann hangelt er sich auf wundersame Weise ganz hoch, wird Komandant und sowas wie die rechte Hand des zuweilen mit feinem Humor ausgestateten Diktators. Die Geschichte ist gespickt mit vielen unerträglichen Folterszenen, manch einer mag aus diesem Grunde das Buch nicht zu Ende lesen. Fantasie hat er ja der Herr Johnson - und wer weiss vielleicht ist die Realität noch viel grauenhafter..
- Sam Bourne
Der Präsident
(106)Aktuelle Rezension von: JourneyGirlDer Name wird zwar nicht erwähnt und der Präsident im Buch heißt auch anders, aber irgendwie erinnert der im Buch beschriebene Präsident einem ehemaligen Präsidenten der USA, vom Charakter und auch vom Verhalten her... Und schon auf den ersten Seiten wird einem Angst und Bange! Zum Glück ist das nur ein Buch und wir haben den echten Präsidenten 4 Jahre lang überlebt! Sehr spannend ist, dass eine Mitarbeiterin im Weißen Haus mitbekommt, dass ein Anschlag auf den Präsidenten geplant ist. Und bei diesem Präsidenten steht sie nun vor dem Dilemma : Soll sie das Attentat verhindern und die Welt einem Tyrannen überlassen oder lässt sie den Mord geschehen... Megaspannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Geniale Idee für einen Thriller!
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
(98)Aktuelle Rezension von: MayaBBand 1 hatte ich einmal vor Jahren gelesen und fand es richtig gut, dann ein zweites Mal letztes Jahr, als es mir immer noch gefallen hat, und entsprechend hatte ich auch von Band 2 jetzt relativ großes Erwartet, was den Witz anging, und wurde nicht enttäuscht. Das Chaos, das Allan mit sich bringt, finde ich persönlich einfach immer wieder amüsant, und die ganzen Situationen, in die er hineingerät eindeutig auch.
Womit ich gar nicht so sehr gerechnet hatte, was mir aber auch gut gefallen hat, war außerdem der politische Ton des ganzen. War in Band 1 teils auch schon so, da sich das aber großteils auf die Vergangenheit bezog war es an vielen Stellen auch einfach sehr weit weg von mir, das war hier gar nicht der Fall. Es gab so einige Dinge, über die ich vom Schreibstil her durchaus hätte lachen können, vom Inhalt her kamen sie dann der Realität trotz aller Überzogenheit doch ein bisschen nah, sodass es manchmal fast schon düster wurde in den ganzen Anmerkungen.
Was nichts daran ändert, dass es mir gut gefallen hat. Wie der Ton gewechselt ist war vielleicht manchmal ein wenig schnell, ja, und nicht immer war ich darauf vorbereitet, sodass es teils wirklich etwas viel war, aber wie Jonasson es geschafft hat, sowohl politische und Gesellschaftskritik doch recht nah an der Realität einzubauen, und gleichzeitig diese absolut chaotische und überzogene Geschichte zu erschaffen, hat mir insgesamt dann doch echt gut gefallen, und ich war sowohl gut unterhalten, als auch konnte ich ein paar Dinge lernen, als ich ein paar erwähnte Fakten nachgeschaut habe.
Alles in allem also sowohl zum Nachdenken anregend, man kann minimal was lernen, und Spaß macht das ganze auch noch. In meinen Augen absolut empfehlenswert! - Michael Wolff
Fire and Fury: Inside the Trump White House
(10)Aktuelle Rezension von: vormiEs ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs "Feuer und Zorn" ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln, und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat.
Der Bestseller-Autor Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten.
Über zweihundert Interviews hat Wolff mit den engsten Mitarbeitern des US-Präsidenten geführt, darunter auch der ehemalige Chef-Berater Stephen Bannon: Noch nie ist es einem Journalisten gelungen, das Geschehen im Weißen Haus so genau nachzuzeichnen. Herausgekommen ist das einzigartige Porträt eines Präsidenten, der selbst nie damit gerechnet hat, die Wahl zu gewinnen.
Inhaltsangabe auf amazon
Ich hatte mir das englische Originalbuch gleich kurz nach Erscheinen runtergeladen. Mein englisch ist ok, aber viele Kleinigkeiten entgehen mir dann doch. So habe ich mir das Hörbuvh noch zusätzlich bei audible runtergeladen, als es dann auf deutsch rauskam. Das habe ich mir dann mit Genuß angehört und mich gefreut, wie viel ich vom Original verstanden habe. Aber, wie schon gesagt, so manche sprachliche Finesse bleibt mir dann doch verborgeb.
Zum Inhalt selbst -Man schwankt ständig zwischen Horror und lautem Loslachen.
Man ist einfach nur entsetzt, dass man fast alles glaubt und sich sehr gut vorstellen kann, wie es in einem Weißen Haus unter Trumps Regierung zugehen mag. Mit den ganzen Grabenkämpfen und Scharmützeln.
Wenn auch nur 20% stimmen, dann kann einem echt Angst und Bange werden.
Obwohl, das war es mir auch schon ab dem Moment, als ich von seinem Wahlsieg erfahren habe. Denn bis dahin war es für mich komplett ausgeschlossen, dass ihn wirklich ernsthaft irgebdjemand wählen könnte.
Aber, nach dem Buch weiß ich nun, es ging selbst dem Trump-Wahlkampf-Team nicht anders...unglaublich.
Das ist übrigens das Wort, das man gefühlt alles 30 Sekunden denkt...mindestens, wenn nicht öfter...
Gerade erst hat Trump ja mal wieder bewiesen, wie er tickt, so dass es normal denkenden Menschen gruselt - Lehrer bewaffnen um das nächste Schul-Massaker zu verhindern???Sag ich ja - einfach unglaublich...kopfschüttel - Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
(29)Aktuelle Rezension von: mandalottiZuerst muss ich sagen, dass Dieter Hallervorden die beste Wahl als Sprecher ist. Hätte mir keinen anderen dafür vorstellen können.
Die Story ist wie im ersten Teil wieder total skurril. Manchmal ist es etwas zuviel Verrücktheiten, aber ich denke das soll so sein. Trotz allem sind einige Themen etwas sozialkritisch, aber gut verpackt, dass es trotzdem noch lustig bleibt.
Für alle die ist verrückt mögen ist das hier perfekt.
- Lilian Kim
Die Tochter des Pianisten
(35)Aktuelle Rezension von: SanNitDas Buch ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um Yasuko, die nach Nordkorea entführt wird und unter die Aufsicht des Pianisten Seung-Jin gestellt wird, der mit ihr jungen Koreanern das Japanisch ihrer Zeit lehrt. Was hinter dem allen steckt und was sich zwischen Yasuko und Seung-Jin entwickelt, müsst ihr natürlich selbst herausfinden.
Der zweite Teil beginnt 28 Jahre später und handelt von einer jungen Frau, die ihre Wurzeln sucht. Damit begibt sie sich aber in größte Gefahr und reißt alte Wunden auf, die sie bis heute nicht überwunden hat.
Eigentlich ist gar nicht meine Art soviel vom Inhalt wiederzugeben, ich brauchte es aber auch um etwas objektiver zu werden.
Die Geschehnisse haben mich tief getroffen.
Ich hätte mir gewünscht, dass Teil 2 des Buches genauso zusammenhängend und in sich stimmig geschrieben wurde. Leider kam es eher einer Abhandlung von Ereignissen gleich, die abgearbeitet werden mussten, um am Ende ein großes Ganzes zu haben. Das fand ich so schade.
Yasukos Geschichte war flüssig und detailreich geschrieben. Ich hätte ein paar Seiten mehr in Kauf genommen, um genau das auch bei Sarah zu erleben.
Diese Story ging mir durch und durch. Es war sehr emotional und sehr realistisch. Von mir bekommt sie auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich hoffe sehr, das der zweite Teil noch einmal überarbeitet wird. - Ken Follett
Never - Die letzte Entscheidung
(93)Aktuelle Rezension von: paula83Ein packender Politthriller ganz im Stil von Ken Follett: vielschichtige Charaktere, mehrere Handlungsstränge und internationale Schauplätze, die sich meisterhaft zu einem großen Ganzen verweben.
Ich war unfassbar schnell durch diesen dicken Wälzer – typisch Follett. Stammleserinnen und Stammleser bekommen genau das, was sie lieben: zahlreiche Protagonisten, politische Machtspiele, Geheimdienst- und Agentenplots sowie private Schicksale und Liebesgeschichten, die der Handlung Tiefe geben.
Besonders begeistert haben mich die gleich drei starken Frauenfiguren. Sie sind klug, entschlossen und vielschichtig – genau diese Art von Charakteren schätze ich in Folletts Romanen sehr.
Alle Erzählstränge haben mich gleichermaßen abgeholt: die politischen Konflikte, die spannenden Missionen und die persönlichen Geschichten. Vieles wirkt erschreckend realistisch, sodass man beim Lesen unweigerlich darüber nachdenkt, wie nah Fiktion und Realität beieinanderliegen. Ein Buch, über das man auch nach der letzten Seite noch lange diskutieren könnte.
- Hyeonseo Lee
Schwarze Magnolie
(73)Aktuelle Rezension von: Elle74Sehr bewegend geschrieben, wenngleich man es auch oftmals nur schwer ertragen und begreifen konnte, wie schwer das Leben in Nordkorea wirklich ist und wie umso schwerer eine Flucht aus diesem Land...der Autorin gelingt es aber, dies alles so gut rüberzubringen, dass man verstehen kann, warum sie dieses Leben hinter sich lassen wollte.
Mehr zum Buch auf meinem youtube-Kanal "Esses literarischer Salon".
- Bandi
Denunziation
(31)Aktuelle Rezension von: hummmelfinished: 12. Juli 2021
3,5/5 Sterne
Ein absolut wichtiges Werk. Was mich wohl von einer höheren Bewertung fernhält ist der verwirrende Schreibstil. Auch möglich, dass ich mir mehr Zeit zum Lesen der 7 individuellen Berichte geben hätte müssen
- Jennifer Sieglar
Ich versteh die Welt nicht mehr
(7)Aktuelle Rezension von: theophilia
Liebe Leser, heute möchte ich Euch das Buch „Ich versteht die Welt nicht mehr“ von Tim Schreder und Jennifer Sieglar vorstellen. Auf dieses Buch bin ich aufgrund einer Empfehlung vom Piper Verlag gestoßen.
Inhalt:
Der Islamische Staat verbreitet weltweit Angst und Terror, in den USA wird ein Außenseiter zum Präsident gewählt, aus der Türkei vernimmt man ständig neue Schreckensmeldungen über Präsident Erdoğan und hierzulande wird die AfD stetig populärer – die Welt der Nachrichten dreht sich immer schneller, dabei sind viele Themen ohne fundiertes Hintergrundwissen kaum zu verstehen. Zugleich konsumieren viele Menschen diese Meldungen vor allem bruchstückhaft über die sozialen Medien. Hier setzt »Ich versteh die Welt nicht mehr« an und bietet auf verständliche und unterhaltsame Art Hintergründe zu den wichtigsten Nachrichtenthemen unserer Zeit.
Meine Meinung:
Das Cover des Buches ist in Himmelblau gehalten. Vielleicht soll es die Draufsicht vom Weltall darstellen. In der Länderkarte stecken Fähnchen mit den jeweiligen Brennpunkten die im Buch erklärt werden.
Das Buch „Ich verteh die Welt nicht mehr“ wurde von Tim Schreder und Jennifer Sieglar als Klappenbroschur im Piper Verlag aufgelegt. in den Klappen sind auf einer Landkarte die Punkte der Erde zu sehen, von welchem in dem Buch die Berichte sind. In der hinteren Klappe sind Tim und Jenni bei der Arbeit zu sehen. Beide sind u.a. als Moderatoren der Kindersendung Logo bei Kika bekannt.
Das Buch hat neben einem Vorwort, Dankesteil und Buchempfehlung 33 kleine Kapitel mit unterschiedlichen Brennpunkten der Erde. Das Buch kann auch als kleines Einführungslexikon zur aktuellen Weltpolitik gesehen werden. Nach der Kapitelüberschrift kommt eine kurze Einleitung farblich hinterlegt.
Die Schrift ist in 2mm Standardschrift als reines Textsachbuch gedruckt. Nur zur Einleitung eines Kapitels ist ein Globus aufgedruckt mit einer Fahne, welche in dem Teil der Erde steckt, welches gerade besprochen wird. Vielleicht hätte eine etwas größere Landkarte als optische Orientierung neben der großen Weltkarte am Anfang des Buches zur näheren Orientierung verholfen.
Das Buch kann wie ein kleines Lexikon verwendet werden. Jedes Kapitel lässt sich unabhängig vom anderen lesen und keines baut auf dem anderen auf.
Tim und Jenni kenne ich von den Logonachrichten. Dort werden die Tagesnachrichten so für Kinder erklärt, dass sie verstehbar sind. Daher bin ich mit der Erwartung an das Buch gegangen, dass dies in einer einfachen Sprache gehalten ist. Doch bei näherem Durchlesen wurde mir schnell klar das das Buch für Teenager bzw. junge Erwachsene gedacht ist. Aber auch Senioren und Eltern von Kindern, die Tim und Jenni aus Logo kennen, sind mit diesem Buch angesprochen.
Das Buch setzt einen etwas weiteren Sprachwortschatz voraus wie Logo Kindernachrichten. Ist aber im Prinzip genauso gut verständlich und tiefgründig geschrieben. Einige Themen z.B. Mord und Vertreibung sind für jüngere Kinder nicht so geeignet genauer auszuführen. Aber auch Eltern und Senioren sind
Was ich aus dem Buch lernen konnte
Es ist nicht aussichtlos die politische Weltlage zu verstehen. Hier ist ein Buch, das dem oftmals überforderten Nachrichtenseher Klarheit in die tägliche Nachrichtenflut an Hintergrundwissen bringt. Die 33 Weltbrennpunkte werden von Anbeginn der Entstehung zeitgeschichtlich fortlaufend dargestellt.
Das Buch macht Mut sich weiter mit der Weltgeschichte auseinanderzusetzen. Erste Anfänge sind hier gelegt und der Nachrichtenseher kann sein hier erworbenes Wissen Tag für Tag selber vertiefen.
Dank an Tim Schreder und Jennifer Sieglar für die ausführliche Recherche zu den aktuell brisanten Tagesthemen. Es ist zu erlesen wie viel Zeit und Mühe sie in ihr Buch investiert haben.
Tim Schreder und Jennifer Sieglar durfte ich im Rahmen der Buchvorstellung auf der Frankfurter Buchmesse 2017 kennenlernen. Es hat mich gefreut sie genauso authentisch bei der Buchbesprechung zu erleben, wie ich Euch von Logo her kenne: jugendlich, kommunikativ und frisch aber trotzdem mit allem Ernst bei der Sache. Danke, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt das Buch zu signieren. Hoffe, dass ihr noch lange die Jugendlichkeit bewahren könnt, um Logo Nachrichten den Kindern zu Präsentieren.
Fazit:
Das Buch kann ich für jeden Empfehlen, der sich an der Weltgeschichte interessiert. Ein Muss für jeden der Tagesnachrichten besser verstehen will.
Autor:
Tim Schreder
Tim Schreder, geboren 1991, moderiert seit 2010 logo! und ist als Reporter für das ZDF weltweit im Einsatz. Er berichtete u.a. von den US-Präsidentschaftswahlen und der Fußball-WM in Brasilien. Für seine Reportage zur Flüchtlingskrise wurde er 2016 für den Grimme-Preis nominiert.
Jennifer Sieglar
Jennifer Sieglar, Jahrgang 1983, absolvierte ein Volontariat beim Hessischen Rundfunk, wo sie derzeit Moderatorin für die Hessenschau ist. Seit 2008 ist sie für die ZDF-Nachrichtensendung logo! tätig, die sie seit August 2012 moderiert.
- Christian Eisert
Kim und Struppi
(58)Aktuelle Rezension von: sydneysider47
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auf folgendes Buch wurde ich durch eine Rezension bei der Verbraucherplattform Ciao.de aufmerksam:
Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea
von
Christian Eisert.
Das Buch wurde dort sehr positiv und ansprechend vorgestellt, so dass ich es unbedingt lesen musste.
Es ist jetzt nicht so, dass ich Ferien in Nordkorea machen will. Nein, Nordkorea ist eines der Länder, in denen ich nicht gewesen sein muss. Aber darüber lesen kann ich ja.
Eine Reise durch Nordkorea – darum geht es in dem Buch:
Christian Eisert und seine Bekannte Thanh machen eine Urlaubsreise nach Nordkorea. Sie dürfen nicht angeben, dass sie Journalisten sind, sonst würden sie das Einreisevisum nicht bekommen. Also gibt Christian an, dass er Lehrer für Dramatik sei. Thanh ist als „Sandra Schäfer“ unterwegs und als Dolmetscherin.
In Nordkorea bekommen sie zwei Reiseleiter zur Seite gestellt, die sehr gut deutsch sprechen. Herr Chung und Herr Rym. Diese Herren können ihnen viel zu ihrem Land sagen – und sie sagen das, was sie sagen dürfen. So ist beispielsweise Rauchen überall erlaubt.
In einem Bus bringt der Fahrer Herr Pak Christian und Thanh sowie Chung und Rym an viele Orte in Nordkorea. Beispielsweise zum großen Triumphbogen in Pjöngjang oder zu einem Museum, in dem viele Geschenke, die die Staatschefs Nordkoreas aus anderen Ländern bekommen haben. Auch der „ausländische Buchshop“ wird angesteuert. Hier findet man viele Veröffentlichungen der Staatschefs Kim in vielen Sprachen. Aber auch Postkarten und Fotobücher.
Es ist wichtig, dass auch Touristen den verstorbenen und lebenden Führern Nordkoreas Respekt zollen. So wird es beispielsweise gern gesehen, wenn man sich vor Bildern dieser Führer verneigt und auch im Gästehaus kund tut, dass eine Sehenswürdigkeit besonders gut ist, weil einer der Führer diese irgendwie beeinflusst hat.
Nordkorea ist nicht billig (für vier Tassen Tee zahlen die Reisenden beispielsweise einmal acht Euro) – vor allem muss man wissen, dass man sich kein Geld aus einer Bank mit einer Geldkarte holen kann. Man muss das Geld, das man in Nordkorea ausgeben will, bereits bei sich haben. Man kann an einigen Orten mit dem Euro bezahlen.
Christian und Thanh reisen durch Nordkorea, sehen viel und erleben viel. Sie sind immer darauf bedacht, nichts falsch zu machen. Denn man weiß ja nicht, ob es irgendwo Abhöranlagen gibt.
Meine Meinung:
Das Buch hat mich sofort mitgerissen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen – ich fühlte mich beim Lesen oft so, als wäre ich selbst in Nordkorea (um wenig später erleichtert festzustellen, dass ich es nicht war). Es gibt viele Dialoge und gute Landschafts- und Situationsbeschreibungen. Auch lässt der Autor immer wieder historische Informationen mit einfließen. So wusste ich beispielsweise nie genau, wie der Koreakrieg ablief und warum er überhaupt passierte. Das Buch hat mir hier wertvolle Informationen gegeben.
Man leidet und denkt mit den Reisenden mit – und man wundert sich oft. Warum haben beispielsweise viele Hochhäuser in Nordkorea keine Heizung und keine Aufzüge?
Dass Menschen, die in Nordkorea eine Bibel besitzen, das mit dem Leben bezahlen müssen, wusste ich bereits. Dabei war Pjöngjang einst eine Stadt, in der es viele Christen gab.
Herr Eisert kann solche Informationen sachlich erzählen – lässt aber auch humorvolle Momente in dem Buch zu, wenn es um das geht, was Thanh und er während ihrer Reise erleben. Und genau das macht dieses Buch gut und leicht lesbar.
Ich vergebe fünf Bewertungssterne und empfehle dieses Buch weiter.
Bruderdienst von Berndorf Jacques (11. Juni 2012) Gebundene Ausgabe
(1)Noch keine Rezension vorhanden- Barbara Demick
Buddhas vergessene Kinder
(19)Aktuelle Rezension von: BuecherbaerchenDie Berichte aus Nordkorea, die uns die Presse liefert sind oftmals so überzogen, dass eine authentische Auseinandersetzung mit diesem Land als unmöglich erscheint. Dieses Buch bricht diesen Eindruck.
Sechs authentische Lebensgeschichten und Einblicke in den nordkoreanischen Alltag werden geliefert. Plausibel, logisch und ohne überzogene Dramatik verpackt die Autorin die Erlebnisse der Protagonist*innen in dieses Werk, wodurch ich eine bessere Vorstellung von Nordkorea bekommen konnte. Das Leben ist Horror und die Geschichten sind grausam, aber das Werk kommt ohne überzogene Horrorstories daher. Es freut mich, dass diese sechs Personen uns einen Einblick gewähren lassen und dass sie die Flucht aus NKorea geschafft haben, um von dem Leben dort zu erzählen. Die Geschichten sind nicht schwarz und weiß, denn trotz Flucht und Hass auf das Regime ist auch die Ankunft und das Leben in Südkorea nicht das Paradies auf Erden. Schwierigkeiten gibt es auf beiden Seiten der Grenze und diese werden in diesem Buch pointiert dargestellt. Von der ersten bis zur letzten Seite fesselt das Buch die Leser*innen und macht Lust auf mehr Informationen über das Leben in diesem verschlossenen Land der Extreme.
- David Baldacci
Im Auge des Todes
(31)Aktuelle Rezension von: Divina_CommedianteIch gebe auf. Diese Serie kackt sowas von ab. Aber sowas von!
Fertig gelesen habe ich das Buch nur, weil mich die Szenen in Nordkorea wirklich interessiert haben. Das Thema finde ich spannend, das Leben dort, die Strukturen, die Lager. Zwar habe ich mich noch nie richtig damit beschäftigt, aber es liest sich gut recherchiert, wenn ich das als absoluter Laie auf dem Gebiet überhaupt beurteilen kann.
Alles andere ist Mist.
Zum einen entwickelt sich die Reihe von der Will "Auftragskiller" Robie - Reihe zur Jessica "Heulsuse" Reel - Reihe.
Die Frau ging mir so auf den Senkel. Ich glaube so langsam, Baldacci kann für mich einfach keine sympathischen Frauen schreiben. Da wird zum Beispiel ständig behauptet wie abgebrüht und kalt und stark und super Jessica Reel angeblich doch ist; de facto bricht sie ständig in Tränen aus, braucht Hilfe versinkt noch mehr in Selbstmitleid als in Teil zwei.
Ja, sie hatte eine schwere Kindheit und ist augenscheinlich davon traumarisiert, aber dann sollte man einen solchen Charakter auch von Anfang an mit seinen Schwächen präsentieren und ihn nicht zur Super-Sue-Überfrau erklären. Da komme ich mir als Leser verarscht vor, weil einfach nicht drin ist, was drauf steht. Dazu verliert der Charakter an Glaubwürdigkeit, weil Dinge die über ihn gesagt werden und wie er bei mir als Leser ankommt einfach nicht zusammen passen.
Der ganze Plot um Jessica Reel und ihren Nazi-Vater kann man in die Tonne kloppen. Dieser Handlungsstrang hat absolut keinen Einfluss auf, keinen Sinn und Zweck für die Haupthandlung. Würde man diese Seiten streichen, würde man absolut nichts verpassen.
Gut, es sei denn, man findet Jessica Reel ganz toll und möchte mehr über sie erfahren. Das hätte man dann aber auch als Side-Story veröffentlichen können. So zieht es die Haupthandlung nur unnötig in die Länge und statt Spannung aufzubauen war ich mehr und mehr genervt davon.
Die Haupthandlung an sich ist allerdings auch nicht mehr als "Präsident in Gefahr" - Einheitsbrei. Wer das in gut haben möchte, der sollte 24 mit Jack Bauer Koma-Glotzen.
Fazit: Kauft euch ein Buch über Nordkorea, wenn ihr das Thema auch so interessant findet, wie ich. Den Rest dieses Buches braucht sich keiner anzutun.
Bewertung: Töte es, bevor es Eier legt!
- Sarah Henke
Sarah Henke. Korea
(3)Aktuelle Rezension von: WedmaSterneköchin Sarah Henke lernt das Land ihrer Geburt kennen, indem sie nach Korea reist, einige Städte wie Seoul, Andong, Busan, Gyeongju, Jeongju, Baeryangsa besucht und eine reiche Auswahl an koreanischen Rezepten präsentiert.
Jeder Stadt dieser Reise ist ein Kapitel gewidmet, das eine Reiseerzählung, Fotos von Straßen, Märkten, Essen und Menschen, die Sarah Henke dort trifft, enthält. Einige Rezepte kommen dazu. Fisch, Fleisch, Suppen, auch Desserts, alles ist dabei.
Am Ende des Buches findet man ein extra Kapitel „Was ich über koreanisches Essen gelernt habe“, das paar grundlegende Dinge verrät, was ich sehr gut fand. Ein kurzes Register rundet das Ganze ab.
Wer sich für Korea, und vor allem für das koreanische Essen, interessiert, kann hier gut zugreifen. Die Rezepte sind verständlich beschrieben, sodass man sie gut nachkochen kann. Oft braucht man aber die Zutaten, die man sonst nicht unbedingt in der heimischen Küche griffbereit hat, und besser vorher einen gut sortierten Asia-Markt besuchen sollte.
Die Fotos sind bunt, schön, ansprechend. Die Gerichte sind toll präsentiert worden. Aber so wirklich die Lust, sie nachzukochen, haben sie bei mir nicht geweckt.
Weniger Fotos von Sarah Henke wäre besser gewesen, dafür aber mehr von Korea, von den Städten, ihren Besonderheiten, den Menschen, die man dort treffen kann.
Fazit: Ein gutes Kochbuch mit vielen Rezepten und einigen Infos über das Land und die Leute. Nett auch als Geschenk.
- Jeff Talarigo
Der Ginsengjäger
(18)Aktuelle Rezension von: Barbara62Der Beruf des Ginsengjägers existiert wirklich und der namenlose Ich-Erzähler im Roman des in Japan lebenden US-Amerikaners Jeff Talarigo, der für dieses Buch zahlreiche Nordkoreaner interviewt hat, übt ihn aus.
An der Grenze zwischen China und Nordkorea fließt der Fluss Tumen. Auf der chinesischen Seite lebt der Ginsengjäger in völliger Einsamkeit. Er hat seinen Beruf vom Vater erlernt. In absoluter Einsamkeit jagt er den Ginseng wie das Wild, durchstreift tagelang die Wälder, pirscht sich an und sucht mit allen Sinnen. Einmal pro Woche geht er in die Stadt, um den Markt und das Bordell zu besuchen.
Doch auch in seine Abgeschiedenheit dringt die Politik ein: Eine Zwangsprostituierte aus Korea wird im Bordell seine Geliebte, Koreaner kommen zunehmend über den Fluss um zu stehlen, Leichen schwimmen auf dem Fluss, ein Mädchen aus Nordkorea kommt zu ihm und sogar ein Grenzsoldat.
An diesem eindrücklichen Roman hat mich der Gegensatz zwischen der Gewalt der Menschen und der Schönheit der Natur, die in poetischer Sprache beschrieben wird, begeistert. - Blaine Harden
Flucht aus Lager 14
(92)Aktuelle Rezension von: KomorebiShin Dong-hyuk wurde in einem der vielen Straflager in Nordkorea geboren. Welche zu den schlimmsten Orten der Welt zählen. Dort müssen die "Häftlinge" unter unmenschlichsten Bedingungen leben. Und als einzigen Menschen bisher ist ihm die Flucht gelungen. Ein wirklich erschütternder Erfahrungsbericht, der zum Nachdenken anregt und nichts für schwache Nerven.
- Michael Wolff
Feuer und Zorn
(5)Aktuelle Rezension von: GalladanFeuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump von Michael Wolff, erschienen im Argon Verlag am 16. Februar 2018 als ungekürztes Hörbuch, gelesen von Richard Barenberg
Was auf jeden Fall funktioniert ist die Werbung für dieses Buch. Was nicht so gut funktioniert, ist der Faktencheck für dieses Buch. Michael Wolff oder der Verlag haben es scheinbar nicht für nötig empfunden, die verbreiteten Wahrheiten aus dem Weißen Haus auf Richtigkeit überprüfen zu lassen. Die gestückelte Übersetzung ist mir jetzt nicht wirklich negativ aufgefallen,
Fest steht, dass wäre Trump Pinocchio, wir könnten ganz Amerika mit seiner Nase beheizen. Spaß macht dieses Buch auf jeden Fall, wenn man die Präsidentenfamilie nicht mag und man die TV Auftritte der First Family eher als nervig empfindet. Das sich drehende Mitarbeiter Karussell sollte man aber halbwegs vorher schon irgendwo mitbekommen haben damit zum Namen auch ein Gesicht erscheint. Wolff geht berechtigterweise davon aus, dass die Hörer des Buchs sich mit den Personalien des Weißen Hauses auskennen.
Das Michael Wolff so lange im Weißen Haus gewesen ist und sich aus erster Hand Informationen holen konnte, zeigt wie unfähig und naiv der Stab um Trump gewesen ist und welches Chaos die Wahl dieses Mannes hinterlassen hat. Michael Wolff ist ein unethischer Journalist, der schon früher Absprachen was veröffentlicht werden darf und was nicht, nicht eingehalten hat.
Ich habe dieses Buch als saftigen Tratsch betrachtet und mich wunderbar unterhalten gefühlt. Das da ein Madman im Weißen Haus sitzt, davon bin ich schon vorher überzeugt gewesen. Das Trump gewählt wurde obwohl er genau das was er jetzt tut im Wahlkampf angekündigt hat ist nicht weiter erstaunlich, da er eben kein Politiker ist und genau deswegen ins Weiße Haus gewählt wurde.
Eigentlich erzählt uns dieses Buch, dass Trump nicht verlieren kann. Ist es da wahrscheinlich, dass er wirklich nicht Präsident werden wollte, sondern einfach nur noch berühmter? Wenn nach der Lektüre eines Porträts sich solche Fragen stellen, hat man entweder Klatschpresse gelesen oder einen schlechten Autor zugehört. Wolff ist meiner Meinung nach kein schlechter Autor. - Lucia Jang
Ich bat den Himmel um ein Leben
(18)Aktuelle Rezension von: Tini2006
Lucia Jang wächst in Nordkorea auf. Von frühester Kindheit an ist sie gewohnt, allenfalls nur zu flüstern - denn überall wimmelt es von Spionen des nordkoreanischen Regimes, und jede Banalität könnte sie und ihre Familie den Tod kosten. Wer unangenehm auffällt, landet in einer Art Konzentrationslager, aus dem es kein Entrinnen gibt, oder wird gleich erschossen. Lucia erlebt das häufig bei Eltern ihrer Mitschülerinnen und bei Nachbarn, die oft auch nur einfach "verschwinden". Begleitet werden diese ohnehin schwierigen von der Politik gemachten und gewollten Umstände von stetigem Hunger, denn wie viele autoritär regierte, kommunistische Staaten, schafft es auch Nordkorea nicht, ausreichend Nahrung für seine Leute produzieren zu lassen.
Als Lucia älter ist, versucht sie mehrmals nach China zu fliehen. Sie schildert dies im Buch sehr anschaulich und detailgetreu. Die Flucht gelingt nicht auf Anhieb. Mit Kind im Schlepp und ohne Mann wird es noch schwieriger, doch sie sieht für sich keine andere Wahl...als es schließlich klappt, war nicht niur sie erleichtert, sondern auch ich als Leserin...
"Ich bat den Himmel um ein Leben" gibt einen guten Einblick in das Leben in Nordkorea und deckt sich mit den Erzählungen anderer geflüchteter Nordkoreaner. Schön ist, dass diese Geschichte einmal von einer Frau geschildert wird. Mich hätte danach aber noch detaillierter interessiert, wie es ihr in ihrem neuen Leben in Kanada ging; dies wurde aber nur kurz abgehandelt.
- Rüdiger Frank
Unterwegs in Nordkorea: Eine Gratwanderung
(2)Aktuelle Rezension von: WedmaUnterwegs in Nordkorea habe ich gern gehört, viel Neues über dieses Land erfahren. Wer an einer virtuellen Reise nach Nordkorea interessiert ist, ist hier an einer sehr guten Adresse.
Klappentext beschreibt das Buch recht gut: „Die Entfernung zu uns ist nicht nur in Kilometern zu messen. Nordkorea ist ein diktatorisches System, das vor markigen Drohungen an den Rest der Welt und auch vor der Verhaftung von Touristen nicht zurückschreckt. Wenn überhaupt, dann sollte man keineswegs ohne gründliche Vorbereitung dorthin fahren. Doch wenn man sich dafür entscheidet, dann zeigt sich dem Besucher ein verwirrend vielfältiges und oft widersprüchliches Bild. Reisende bekommen trotz der überall vorherrschenden Zensur in Nordkorea viel gezeigt, doch vieles übersehen sie dabei.
Rüdiger Frank ist einer der weltweit besten Kenner Nordkoreas, seit über einem Vierteljahrhundert bereist er das Land regelmäßig. In seinem neuen Buch fasst er seine Reiseerfahrungen zusammen, gibt praktische Tipps und überraschende Einblicke in Alltag und Kultur Nordkoreas.“Das Buch ist auch wie eine Reise konzipiert. Es fängt mit Reisebestimmungen an. Da wird z.B. klargemacht, dass man das Land nicht individuell, sondern nur in einer Gruppe bereisen kann. Die Inhalte stehen bereits vorher fest, z.B. was man besichtigen, wo man absteigen wird. Die Ausländer dürfen sich im Land nicht frei bewegen. Den Touristengruppen ist stets ein erfahrener einheimischer Guide zugeteilt. Für viele aus dem Westen sei eine Woche mehr als genug, denn so eine Reise stellt auch eine psychische Belastung dar. Es werden auch die Westler namentlich aufgeführt, samt ihrer Vergehen, die in Nordkorea in Haft bekommen waren und verurteilt wurden.
Ein Stück weiter wird es spannender: Man besucht die Sehenswürdigkeiten: Memoreale, Museen, Denkmäler. Da erfährt man auch etwas über die Geschichte des Landes. Wer aber mehr davon wissen möchte, dem sei das vorige Buch des Autors angeraten. In diesem Buch bewegt man sich hpts. in der Gegenwart. Man absolviert quasi eine Reise nach Nordkorea mit einem erfahrenen Guide, denn der Autor war selbst dort mehrere Male, auch als Gruppenführer und in früheren Jahren als Student, spricht die Landessprache und kennt sich mit den Gegebenheiten und der Mentalität der Nordkoreaner gut aus. Sehr interessant fand ich die Passagen, die erklären, wie man sich sinnvollerweise verhält, z.B. beim Besuch bestimmter Denkmäler oder auch was man fotografieren darf und was nicht.
Aber auch solche Dinge, was und wo man einkaufen kann, wie viel welche Lebensmittel kosten, welche typische Gerichte in Nordkorea zubereitet werden, usw. Die üblichen Touristenattraktionen sind auch dabei und entlocken einem hier und dort mal ein Schmunzeln. Da gewinnt man schon Einblicke in diese Weltanschauung.
Einige Städte und Regionen werden auch vorgestellt, wie Westpjöngjang und Ostpjöngjang, Südosten, Südwesten, usw. mit ihren typischen Merkmalen.
Die Inhalte sind schon reichhaltig. Die Vielfalt und Widersprüche stehen einem deutlich vor Augen, auch weil das Ganze sehr gut erzählt ist. Es kommt wie ein Gespräch mit einem Bekannten rüber, der sich mit Nordkorea gut auskennt. Er vergleicht das Land mal mit den Gegebenheiten in der DDR, mal mit solchen in Sowjetrussland. Eine feine Prise Humor blitzt hier und dort mal hervor.
Gelesen wurde das Buch von Mark Bremer. Sehr gut. Eine angenehme, wohl ausgebildete Stimme eines Profi-Sprechers. Die 11 Stunden 33 Minuten, ungekürzte Ausgabe, lauscht man da gern zu.
Fazit: Wer sich für eine Reise nach Nordkorea entschieden hat, findet hier einen sehr guten, reichhaltigen Vorbereitungskurs, aber auch ohne solche Absichten, wenn man Einblicke in die Nordkorea von heute gewinnen möchte, kann hier gut zugreifen. Man wird mit diesem Buch eine Art virtuelle Reise durchs Land absolvieren und viele neue Dinge kennenlernen. Volle Punktezahl gibt es von mir und eine klare Leseempfehlung!
- Esther Chang
Die Schmugglerin des Lichts
(2)Aktuelle Rezension von: cho-iceEsther Chang wächst in den 19970er Jahren als Chinesin in einer koreanischen Subkultur auf. Ihr Großvater ist der einzige Christ und Arzt im Dorf. Für seinen Glauben wird er belächelt, verspottet, verfolgt und benachteiligt, während er gleichzeitig für seinen Beruf geachtet und von seinen Verfolgern zurate gezogen wird. Esthers Familie erlebt eine Art Sippenverfolgung und systematische Benachteiligung, obwohl sie selbst den christlichen Glauben ablehnen. Nie würde sie sich diesem Jesus beugen, schwor Esther sich.
Mit Anfang 20 geht sie ins Ausland, um Geld zu verdienen. Dort wird sie von Gott gefunden und nach langem inneren Ringen selbst eine gläubige Christin. Als sie den Ruf erhält, unter nordkoreanischen Flüchtlingen zu arbeiten, wehrt sie sich zunächst heftig dagegen. Doch schließlich findet sie ein Ja zu ihrer Lebensaufgabe und dient den Menschen rückhaltlos. Sie erlebt dabei viele Tiefen und einige Höhen.
Später öffnet Gott ihr die Türen in das verschlossenste Land der Welt und sie reist als Wirtschaftsexpertin im Auftrag chinesischer Firmen nach Nordkorea. Dort beginnt sie eine Untergrundarbeit und führt viele zum Glauben an Jesus Christus. Doch die Geheimdienste beider Länder sind ihr auf den Fersen …
Dieser wahre Lebensbericht liest sich spannender als so mancher Krimi und ist gefühlt viel zu kurz. Manches wirkt für westlich geprägte Leser unverständlich und es gibt einige Stellen, die schwer zu verdauen sind, da sie an Zustände des Alten Testaments erinnern. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich über die tatsächliche Lage der Menschen in Nordkorea informieren möchte – und jedem, der gern spannende Biografien liest. Aufgrund mancher beschriebenen Ereignisse ist das Buch allerdings wirklich nur für Erwachsene zu empfehlen.
- Ryū Murakami
In Liebe, Dein Vaterland I
(6)Aktuelle Rezension von: Zen-ColaIch bin ein großer Anhänger beider Murakamis – von Ryu Murakami schätze ich besonders »In der Misosuppe«, »Das Casting« und »Coin Locker Babies«. Leider kann ich »In Liebe, dein Vaterland« (trotz des genialen Titels) nicht mit auf diese Liste setzen, da es sich doch sehr gezogen hat und keine Spannung aufbauen konnte. Klar, es ist gut möglich, dass es bei anderen Leser*innen funktioniert, dann bekommt man bestimmt einen tollen Roman, für mich persönlich krankt der erste Band aber an mehreren essentiellen Dingen:
Es kommen an die vierzig Personen vor (im Personenregister immerhin knapp skizziert und kategorisiert), und man braucht als Leser sehr lange, um herausfiltern zu können, wer komplett unwichtig und wer relevant ist. Auf dem Buchrücken wird gelobt, wie neutral Murakami in dem Setting schreibt. Ja, schön – er schreibt aber so neutral, dass man am Ende der ersten vierhundert Seiten bestenfalls ein Gefühl dafür entwickelt, welche Figur vielleicht Protagonist werden könnte, falls es so etwas überhaupt noch gibt im zweiten Band; im ersten nämlich nicht wirklich. Das zweite Problem ist die Sprache. Normalerweise schätze ich seinen Stil (und auch die Übersetzerin Ursula Gräfe) sehr, hier aber liest sich alles so spannend wie in einem Sachbuch. Man wird von Details erschlagen, die sämtliche Geschwindigkeit aus der Handlung nehmen.
Am Ende bleiben ein Haufen an (mit zwei Ausnahmen) komplett blassen Figuren, ellenlange und minutiöse Schilderungen teils banaler Dinge und die Hoffnung, dass Band zwei mehr Fahrt aufnimmt – sofern ich mich irgendwann dazu durchringen kann, ihn zu lesen.
Zwei Sterne für den Auftakt dieses Epos – und einen dritten für die Arbeit des Verlags, der sich Ryu Murakami widmet. Mir wäre es bloß lieber gewesen, er hätte statt des zweibändigen Giganten hier drei kürzere andere Romane des Autors übersetzt.
- D.B. John
Stern des Nordens
(86)Aktuelle Rezension von: dunkelbuch"Stern des Nordens" ist ein Buch, das mich sehr erschüttert hat. Es wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. D.B. John, der selbst lange Zeit in Südkorea gelebt hat und sogar als Tourist Nordkorea bereisen durfte, hat in seinen Recherchen unglaubliche Dinge über dieses Land erfahren. In seinem Buch, das in weiten Zügen auf Tatsachen beruht, kommen diese ganzen grausamen Details zu Tage. Schonungslos berichtet der Autor von Folterungen, Polizeigewalt, Unterdrückung, dem Dahinvegetieren in Konzentrationlagern... Das ist oftmals nur schwer zu ertragen, aber all das muss gesagt werden, denn sonst wird es nie ein Ende finden. Was hier den Menschen angetan wird, ist grausam und einfach nur unvorstellbar.
- Young-sook Moon
Flucht über den Tumen
(3)Aktuelle Rezension von: linasue
★★★★★ (5 von 5 Sterne)
Inhalt:
Yeong-dae ist gerade einmal 12 Jahre.
Er lebt mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern in einem kleinen Ort in Nordkorea.
Dort herrschen schreckliche Lebensbedingungen, die Jeong-dae und seine Familie zu einen Kampf ums Überleben fordern. Es gibt nicht genug zu Essen, die Schule fordert Geld oder Gegenstände wie Metall, was die Kinder mitbringen sollen um die Schule besuchen zu können.
Nur wer gutes Geld oder Metall mitbringt bekommt Schulhefte,denn Jeong-dae ist es Leid seine Handschrift in Sand zu üben.
Eines Tages entschloss sich Jeong-dae´s große Schwester Jeong-ran nach China zu gehen.
Eine Frau bot ihr Hilfe an und versprach ihr, dass sie Arbeit und Essen bekommen würde.
Jeong-ran schlich sich Nachts aus dem Haus, ohne zu wissen, dass sie verkauft wird.
Seitdem ist sie spurlos verschwunden.
Das Essen wird immer knapper, die Eltern können ihre Kinder kaum noch ernähren, so entschloss sich der Vater in die Berge zu gehen um Essen zu finden, wo er jedoch einen Unfall hatte und Tage später starb.
Kurz darauf wird auch Jeong-dae´s Mutter wegen Kapitalismus verhaften. Jeong-dae und seine kleine Schwester Jeong-ok machen sich auf den Weg zu ihrer Großmutter. Doch diese Reise ist lang und erschwerlich.
Als Jeong-dae auch noch seine kleine Schwester sterben sehen muss, beschließt er über den Tumen nach China zu fliehen und seine große Schwester zu suchen.
Es wird der schwerste Weg seines Lebens.
Meinung:
´´Eine Geschichte für Jugendliche, übersetzt von Jugendlichen.´´
Bei dem Satz wurde ich auf das Buch aufmerksam. Ich war sehr neugierig auf die Geschichte, über Jeong-dae´s Kampf und seine Flucht nach China.
Mich hat diese Geschichte sehr zum Nachdenken angeregt. Man stellt sich vor, wie viele Kinder/Jugendliche auf dieser Welt, solch schreckliche Dinge erleben müssen?
Man stellt sich die Frage, warum so schlimme Dinge passieren müssen?
Ich habe mit Jeong-dae mitgefiebert, mitgeweint und auch mitgehofft.
Diese Geschichte berührt einem wirklich sehr.
Von mir gibt es 5 Sterne, denn mir hat sie trotz der schlimmen Sachen, den Verlust und der Trauer sehr gut gefallen.
Fazit:
Ich kann dieses Buch weiter empfehlen und ich hoffe es wird einige Leute zum Helfen anregen.























