Bücher mit dem Tag "nordpol"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nordpol" gekennzeichnet haben.

115 Bücher

  1. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

     (1.567)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Es ist sehr ... sehr lange her, dass ich die Reihe rund um den goldenen Kompass gelesen habe. Zeit, meine Erinnerungen ein wenig aufzufrischen und in Nostalgie zu schwelgen. Das begann bei mir schon mit den Namen: Lyra Belaqua, Iorek Byrnison, Serafina Pekkala, Lee Scoresby. Diese Namen sind einfach wunderbar einprägsam.

    Und die Figuren dahinter sowieso. Dabei brillieren meiner Ansicht nach aber eher die Nebencharaktere, statt der Hauptfigur Lyra. Die ist nämlich sehr anstrengend. Sie lügt wie gedruckt und geht einem echt auf die Nerven. Wenn sie nicht gerade mit ihren Freunden spielt verhält sie sich auch nicht gerade wie ein noch nicht einmal in der Pubertät befindliches Kind.

    Die restlichen Chraktere sind aber sehr gut gezeichnet und laden eben zum Erinnern ein. Die Geschichte wechselt ab und an auch mal in eine andere Sicht als die von Lyra, was uns als Leser zusätzliche Informationen liefert. Aktuell wurde mir da fast schon zu viel im Dunklen gelassen oder von Prophezeiungen gesprochen und zu wenig über das, worum es eigentlich geht. Ja, die Gobbler, die Kinder entführen und irgendetwas mit ihnen anstellen, das liegt im Fokus und wird alles erklärt. Aber gegen Ende geht es um Lord Asriel, der abgesehen vom Anfang durch Abwesenheit glänzt, der im Norden in eine andere Welt will. Wie das funktioniert, warum er das will und was das Ganze mit Staub und den Gobblern zu tun hat, wird aber nur sehr rasch dahingeschmissen.

    Vorher muss es eher darum gehen, dem Bären seinen Thron wiederzubringen. An sich keine schlechten Szenen, ich mag Iorek auch sehr, aber im Gesamtspiel wirkt das doch sehr reingedrückt. Vor allem, weil die große Konfrontation im Bezug auf die Story mit den Kindern schon davor stattgefunden hat.

    Es wirkt also nicht alles so sauber. Das Ende war mir ohnehin zu schnell, zu gewollt noch einmal bombastisch - und vor allem verwirrend und nicht so gut erklärt. Trotzdem hatte ich meinen Spaß mit dem Roman. Die Ideen sind auf jeden Fall fantastisch. Zwar wurden einige Punkte meiner Ansicht nach noch nicht völlig ausgeschöpft, aber trotzdem sind diese seltsamen Besonderheiten im Gegensatz zu unserer Welt spannend. Dämonen als Seelenbegleiter der Menschen, Eisbären als sprechende Wesen, ein all umspannendes Magisterium, was doch eine sehr antikirchliche Geschichte ergibt.

    Jetzt bin ich aber in der Zwickmühle, ob das alles reiner Spaß war oder doch nur durch Nostalgie so gewirkt hat. Aktuell hänge ich irgendwo zwischen 3 und 4 Sternen. Der Roman hat deutliche Schwächen, was Pacing und Hauptfigur angeht, hat aber zwischendurch auch wieder sehr gute Szenen. Außerdem wurde mir so gesehen auch nie langweilig beim Lesen. Das Buch ist demenstprechend auch nicht zu lang oder zu kurz (auch wenn es manchmal doch etwas gerusht wirkt).

    Am Ende bin ich jetzt an einem Punkt, an dem ich sagen muss, dass Lyras Reise bis hierhin ein wunderbares Abenteuer ist und sich durchaus mit 4 Sternen schmücken darf. Vielleicht wäre ich bei nur 3 gelandet, wenn ich es nicht schon einmal gelesen hätte, aber ich finde, dass es selbst dann haarscharf an der höheren Wertung vorbeigeschrammt wäre. Deshalb lege ich ein Körnchen Nostalgie, so dass die Waage sich zugunsten der 4 Sterne neigt.

  2. Cover des Buches His Dark Materials 2: Das Magische Messer (ISBN: 9783551583413)
    Philip Pullman

    His Dark Materials 2: Das Magische Messer

     (1.053)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    "Das Magische Messer" setzt fast direkt da an, wo "Der Goldene Kompass" aufgehört hat. Nur folgen wir dieses Mal nicht hauptsächlich Lyra, sondern Will Parry steht im Fokus. Diese Figur gefällt mir schon einmal deutlich besser als Lyra, auch wenn letztere in diesem Band deutlich an Sympathie gewinnt im Gegensatz zum letzten Band.

    Ich komme aber direkt dazu, was diesen Roman etwas plagt und weshalb ich hier nur 3 Sterne vergebe. Es wird ein wenig viel hin und her getauscht. Das ist grundsätzlich nicht so schlimm. Das Problem ist aber, dass mich manche Blickwinkel gar nicht interessieren, bzw. gar nicht interessant sind. Warum sucht Lee Scoresby denn nach diesem einen Wissenschaftler, von dem man im ersten Band nur ab und an am Rande was gehört hat. Am Ende zeigt sich, dass das schon seinen Grund hatte, aber im Grunde öffnet das nur neue Fragen und hilft für die vorigen Momente auch nicht. Zudem endet gerade dieser Erzählstrang rund um den Wissenschaflter im Zusammenhang mit der Hauptgeschichte um Will und Lyra sehr unbefriedigend.

    Die großen Spieler der einzelnen Parteien werden ebenfalls beleuchtet. Asriel hat anscheinend irgendeine kosmische Autorität, denn er versammelt eine gewaltige Armee aus allen Welten um gegen die Autorität anzutreten (Gott?). Wie diese Leute so einfach zwischen den Welten wechseln können, wird auch nicht richtig erklärt, ich vermute, dass das Loch am Pol nicht nur in eine Welt führt (erklärt wird das aber nie). Mrs. Coulter sucht Lyra und hat anscheinend auch eine kosmische Autorität, weil alles und jeder ihr gehorcht. Diese Fähigkeiten werden einfach mal so erfunden und in den Raum gestellt.

    Aber genug gemotzt. Die neuen Welten, in die man sich wagt, sind spannend gestaltet. Aktuell ist vor allem die Welt der Gespenster im Fokus. Ich mag generell, wenn parallele Welten zeigen, wie eine uns ähnliche Welt aufgrund bestimmter winziger Änderungen so grundlegend anders sein kann. In Verbindung mit dem Magischen Messer (das wir erst nach über der Hälfte finden) bin ich sehr angefixt. Die Idee rund um das Wechseln zwischen Welten ist spannend und es wird gut in Szene gesetzt.

    Zudem mag ich wie gesagt auch Will und Lyra gewinnt auch deutlich. Zwar wird es hier und da schwierig, sich vorzustellen, dass das beides noch Kinder sind, da sie sehr erwachsen handeln, aber zumindest in Wills Fall ist das gut erklärt. Dass das Buch zusätzlich recht kurz ist, tut ihm meiner Ansicht sogar gut. Ich fürchte mich schon ein wenig vor dem dritten Teil, da dieser deutlich länger und konfuser ist als dieser hier (zumindest war das meine Erinnerung).

    Wenn ich mir meine Rezension so anschaue, habe ich mehr angekreidet als gelobt. Es ist halt immer einfacher, über Negatives zu sprechen, da kann man sich so schön aufregen. Die positiven Punkte überwiegen für mich aber noch so, dass es 3 Sterne gibt. Der Band ist schwächer als der erste. Die Magie hat quasi etwas nachgelassen. Aber trotzdem gibt es noch genug aus Band 1 und Neues, was hinzukommt, dass auch Band 2 noch ein toller Ritt ist und zumindest einen Blick wert.

  3. Cover des Buches His Dark Materials: Der Goldene Kompass – Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband (ISBN: 9783646926798)
    Philip Pullman

    His Dark Materials: Der Goldene Kompass – Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband

     (395)
    Aktuelle Rezension von: LilyEvans

    Die Romanreihe beschreibt die Abenteuer des Mädchens Lyra, das aus einer Parallelwelt stammt, und des Jungen Will, der in unserer Welt geboren wurde.  In Lyras Welt lebt die Seele eines Menschen außerhalb des Körpers in Form eines Tierwesens, ohne einander können beide Teile nicht überleben. Als Lyra ein Gespräch mit ihrem Onkel Lord Asriel belauscht, in dem es um eine unerforschte Materie "Staub" geht, macht sie sich auf eigene Faust auf die Suche. Auf ihrem Abenteuer bereist sie ihre Welt, unsere Welt und weitere Parallelwelten. In einer dieser Welten trifft sie auf Will, mit dem sie ihren weiteren Weg beschreiten wird. Beide erwartet eine Reise, bis an den Rand der Welt um letzten Endes die Welt zu retten. Beide erhalten auf ihrem Weg unerwartete Aufgaben,  die es zu beschreiten gilt, die ihre Verbindung zueinander immer stärker werden lässt.

    Mit Abstand eine der Besten Buchreihen, die ich je gelesen habe. Man wird als Leser direkt in den Bann von Lyras Welt gezogen und möchte mehr über sie und die Welt in der sie lebt erfahren. Pullman spart nicht mit Umschreibungen und gestaltet die Welt so farbenfroh und düster, sodass man ein Gefühl bekommt, als sei man mitten drin. Es tauchen viele verschiedene Charaktere auf, von denen es bei einigen einfach ist, eine liebevolle Beziehung aufzubauen. Für Leser, die gerne in Fremde Welten eintauchen möchten, ist dies eine absolute Empfehlung.

    (Ich lese die Bücher immer wieder gerne.)

    Die Bücher bauen aufeinander auf, daher ist es ratsam sie nach der Reihe zu lesen.


  4. Cover des Buches The One Memory of Flora Banks (ISBN: 9780141368511)
    Emily Barr

    The One Memory of Flora Banks

     (34)
    Aktuelle Rezension von: LarryCoconarry
    Obwohl ich lieber deutsche Bücher lese, habe ich mich an diesen Roman gewagt. Glücklicherweise ist das Buch sehr verständlich geschrieben und Schulenglisch reicht vollkommen aus. 

    Das Buch erzählt die Geschichte der 17-Jährigen Flora, die seit ihrem 11 Lebensjahr an anterograder Amnesie leidet. Das heißt, sie kann sich zwar an Dinge vor dieser Zeit erinnern, kann seitdem aber keine neuen Gedächtnisinhalte speichern. Um sich zu orientieren schreibt sie sich auf Hände, Arme und Notizzettel immer die wichtigsten Dinge auf. Alles verändert sich als Flora Drake küsst. Denn sie kann sich daran erinnern. Drake, der eigentlich der Freund von Floras bester Freundin ist, zieht allerdings in die Antarktis. Flora bricht alleine zu einem Abenteuer auf um Drake zu besuchen. 

    Mich hat das Buch sehr gefesselt. Die Grundidee ist sehr gut und individuell.  Das Buch eignet sich gleichermaßen für Kinder und Erwachsene. Besonders gut hat mir gefallen, wie die unterschiedlichen Menschen mit Floras Erkrankung umgehen. Ein Buch, dass auf jeden Fall zum Nachdenken anregt. Leider wiederholen sich in dem relativ kurzen Buch viele Testpassagen immer wieder, was auf die Dauer leider das Lesevergnügen etwas beeinträchtigt hat. Somit vergebe ich 4 von 5 Sternen. 
  5. Cover des Buches Das Bernstein-Teleskop (ISBN: 9783551583420)
    Philip Pullman

    Das Bernstein-Teleskop

     (898)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Lyra und Will wollen Roger retten. Doch dazu müssen sie ins Reich der Toten reisen. Und dort erwarten sie schreckliche Gefahren.

    Auch Mary muss in ihrer Welt weitere Froschubgen anstellen, um der Dunklen Materie auf die Spur zu kommen.

    Während dessen verfolgen jedoch Lord Asriel und Mrs Coulter ihre ganz eigenen Pläne ...

    Meine Meinung:

    Bereits meine Zusammenfassung zeigt es: wir verfolgen viele parallele Handlungsstränge, die leider extrem lange brauchen, um zusammengeführt zu werden.

    So entstand bei mir bald der Eindruck der Eintönigkeit und ich hatte nicht so viel Spaß mit der Geschichte wie mit den Vorgängern.

    Die Auflösung war zwar in sich schlüssig, allerdings hat sie einen faden Nachgeschmack, denn ich hätte mir für Lyra definitiv ein anderes Ende gewünscht...

    Fazit:

    Endlich ist die Reihe beendet. Insgesamt hat sie mich gut unterhalten, jedoch ist für mich Band 3 der schwächste der Reihe.

  6. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492957939)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

     (448)
    Aktuelle Rezension von: caro_lin

    Die ersten 50 Seiten habe ich überlegt es wegzulegen. Ich bin froh, dass ich es nicht getan habe! Als ich einmal drin war, habe ich es geliebt. Die Tage und Wochen, die ich die Entdeckung der Langsamkeit gelesen habe war dieses Buch mein Rückzugs- und Wohlfühlort. Und das, obwohl es inhaltlich oft alles andere als schön zugeht, es geht stellenweise um Krieg, Hunger, Tod und menschliche Abgründe. Dann aber wieder um die Schönheit unserer Welt und der Dinge die uns Menschen voneinander unterscheiden. 

    Eigentlich wollte ich 4 Sterne geben, da es phasenweise dann doch auch wieder etwas zäh wird. Aber die Gefühle, die dieses Buch in mir ausgelöst hat, sind besonders und darum vergebe ich 5 Sterne.

  7. Cover des Buches Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman (ISBN: 9783730613108)
    Mary Shelley

    Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman

     (579)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Ich kann mich nur noch recht rudimentär an den Film erinnern, meine aber nicht allzu viel davon in dem Originalroman wiedererkannt zu haben. Überraschend die langen Konversationen zwischen Schöpfer und Monstrum, die so gar nicht in das Bild eines gnadenlos mordenden Wesens passen. Dass Vorurteile falsch und zuweilen grausam sein können, war natürlich schon damals bekannt und wurde eindrucksvoll beschrieben.

  8. Cover des Buches Meteor (ISBN: 9783404175048)
    Dan Brown

    Meteor

     (1.796)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Sakrileg und Illuminati sind sicherlich keine hohe Literatur, aber Spannungsthriller mit gutem Niveau und ungeheurer Action. Meteor dagegen ist sehr lange, langatmig und manchmal sogar richtig langweilig. Die Story über amerikanischen Wahlkampf und die Hintergründe ist eigentlich spannend, aber Dan Brown kann den Spannungsbogen nicht immer halten und rutscht in völligen Durchschnitt ab.

  9. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783641113612)
    Dan Simmons

    Terror

     (223)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Der Tod durch Verhungern ist grausam, Goodsir. Glauben Sie mir. Ich habe ihn in London gesehen, und ich habe ihn bei Schiffbrüchigen gesehen. Doch der Tod durch Scorbut ist noch schlimmer. Es wäre besser, wenn uns dieses Wesen alle noch heute holen würde."

    In seinem historischen Roman "Terror" erzählt Dan Simmons uns die Geschichte der geheimnisumwobenen und letzten Expedition des britischen Polarforschers Sir John Franklin. Im Mai 1845 machte er sich mit der "HMS Terror" und ihrem Schwesterschiff "HMS Erebus", beides Schiffe der Royal Navy, auf den Weg, um erstmals die Nordwestpassage, durch das arktische Eis in den Pazifik vollständig zu durchsegeln, diesen Weg kartografisch zu erfassen und damit den kürzesten Seeweg von Europa nach Asien zu finden. Diese Expedition endete jedoch in einer Katastrophe. Und erst 2014 - also mehr als 160 Jahre später! - wurde das Wrack der "HMS Erebus" und erst 2016 die Überreste der "HMS Terror" gefunden. Es ranken sich viele Theorien um diese Expedition und es war für mich sehr spannend dieses Buch, das eine Mischung aus Wahrheit und Fiktion ist, zu lesen.
    (Aus dem Amerikanischen von Friedrich Mader.)

    "Aber Crozier empfand keine Verzweiflung dieser Art. Noch nicht. Viel wichtiger für ihn in diesem Augenblick war die blaue Flamme der Entschlossenheit, die immer noch in seiner Brust brannte: Ich will leben."

    Was für eine Geschichte! Sehr atmosphärisch erzählt uns Simmons über das Los der Schiffe und ihrer Männer und kreirt einen Roman, der uns erbarmungslos mit sich ins kalte Eis reißt. Der uns spürbar frieren und uns bibbernd vor dem eisigen Wind und der Bestie aus dem Eis Schutz suchen lässt. Eine Geschichte die viele Schrecken und die tiefsten Abgründe der Menschheit offenbart, uns Hunger leiden lässt und uns die unerbittliche Grausamkeit dieser entbehrungsreichen Region aufzeigt.

    Eine Frage, die mich sehr beschäftigt hat, die ich aber definitiv nicht beantworten kann, ist: Würde ich in dieser Situation Menschenfleich essen?

    "Wenn es eine Hölle gibt - woran ich nicht mehr zu glauben vermag, da das Leben auf dieser Erde Hölle genug für ein ganzes Universum ist -, dann muss ich in den tiefsten Kreis des Infernos geworfen werden."

  10. Cover des Buches Fräulein Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783446248663)
    Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

     (681)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Smilla, halb Grönländerin, halb Dänin, ist eine verletzlich aggressive, über große Strecken unsympathische und für mich kaum nachvollziehbare Protagonistin. Sie erinnert in Ihrer Art an die Klischees von Autismus, auch wenn es wohl nicht so ist. 

    Dazu kommt eine langsam vorangehende Handlung in drei Abschnitten (Die Stadt, Das Meer, Das Eis), die vor allem in der ersten Hälfte des Buches ständig durch Rückblenden in Smillas Kindheit, ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur Grönlands, durch zusätzliche Zeit- und Ortssprünge in der Gegenwart und durch philosphische und naturwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen unterbrochen wird. Das macht das Lesen langsam und anstrengend. Ich habe sicher nicht alles verstanden, wenn auch die Handlung mit Tathergängen und Motiven durchaus klar herausschaut. 

    Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Buch abgebrochen. Ich bin dran geblieben und vor allem nach der guten Hälfte des Buches, ab dem Meer-Abschnitt, wurde es spannender, auch weil vor allem die Rückblenden und Unterbrechungen deutlich weniger wurden. Ich hatte es sehr auf ein erlösendes und rundes Ende gehofft, aber irgendwie wäre das dem Buch wohl nicht gerecht geworden. Es ist nicht gänzlich offen. Der Fall ist in gewissem Maße abgeschlossen und doch bleibe ich als Leser ein wenig ratlos im kalten Eis zurück. 

    Alles in allem ist es kein schlechtes Buch. Es ist anspruchsvoll und das macht es per se nicht einfacher, es zu mögen. Ich bin froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, kann aber nicht sagen, ob und wem ich es empfehlen würde.

  11. Cover des Buches Santa schmeißt hin: Roman (ISBN: 9783986830014)
    Jana Voosen

    Santa schmeißt hin: Roman

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    ACH DU HEILIGE NACHT!

    Selbstlos, verständnisvoll und kinderlieb sind nur einige Eigen­schaf­ten, die den be­kann­tes­ten Promi der Welt aus­machen. Oder ist dies ledig­lich eine kluge Mar­ke­ting­strate­gie? Hat der Weih­nachts­mann in Wahr­heit längst genug von fre­chen Gören, tut ihm vom Ge­schenke-Schlep­pen der Rücken weh und säuft er sich in sei­ner Villa am Nord­pol durch die ein­samen Nächte? Ist Santa in der Mid­life-Cri­sis? In die­sem Buch steht die WAHRE Ge­schichte über den Weih­nachts­mann – und wa­rum er ein­fach kei­nen Bock mehr hat.

    Die witzigste Bescherung, seit es Weihnachten gibt!


    Rezension:

    Eigentlich ist Santa von seinem Job nur noch genervt. Die Wunsch­zet­tel wer­den immer for­dern­der, die Kin­der bei sei­nen öffent­lichen Auf­trit­ten immer fre­cher. Seine Elfen haben sich schon vor Jah­ren bes­sere Jobs ge­sucht. Seit­dem schmei­ßen er und sein Ren­tier Rudi den Laden alleine. Als ihm nach einem miss­lungenen Auf­tritt die Presse der Kin­des­miss­hand­lung be­schul­digt und die Ver­wal­tung der magi­schen Wesen die­sem Be­richt sogar Glau­ben schenkt, hat er genug. Santa streikt!

    Jana Voosens Roman ist vordergründig natürlich humoristisch. Im Hinter­grund lässt sie aller­dings auch einige Ge­sell­schafts­kri­tik ein­flie­ßen. Was über­raschend anders ist, ist aber die Dar­stel­lung be­kann­ter magi­scher Krea­tu­ren der Volks­kul­tur wie eben dem Weih­nachts­mann, dem Oster­hasen, der Zahn­fee oder dem Sand­mann. Diese haben hier näm­lich eine an­näh­ernd mensch­liche Le­bens­spanne und wer­den, wenn es Zeit für den Ruhe­stand ist, durch Ab­sol­ven­ten der Hoch­schule für magi­sche Krea­tu­ren ersetzt. Dabei ist San­tas Job na­tür­lich einer der be­gehr­tes­ten. Nur ist der aktu­elle Amts­in­ha­ber und Prota­gonist die­ses Buches nach 30 Jah­ren im roten Man­tel völ­lig frus­triert. Über­haupt sind die Ver­hal­tens­wei­sen all die­ser Wesen sehr mensch­lich. Die Ver­wick­lungen, die sich daraus er­ge­ben, kann man durch­aus als chao­tisch – und für den Leser unter­halt­sam – be­zeich­nen.

    Die Autorin lässt Santa in der Ich-Form berichten.


    Fazit:

    So hat man den Weihnachtsmann noch nie kennengelernt. Das sollte man schnell än­dern. Auf zum Nord­pol!


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

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  12. Cover des Buches Amber Spyglass (ISBN: 9781407153308)
    Philip Pullman

    Amber Spyglass

     (75)
    Aktuelle Rezension von: MrsFraser
    "As complex and dazzling as a kaleidoskope..." (The Denver Post).    Im dritten Teil der 'His Dark Materials' - Trilogie von Philipp Pullman werden alle offenen Fragen geklärt und Lyra und Will erwachsen.

    Die Wissenschaftlerin Mary Malone ist, durch die Bekanntschaft mit Lyra beflügelt und inspiriert, auf ihrer ganz eigenen Suche nach der dunklen Materie - oder Dust. Sie landet in einer Welt, bevölkert von den sogenannten 'Mulefa', die sich mithilfe von Rädern fortbewegen. Dort entwickelt sie ein Werkzeug, mit dem sie Dust sehen kann und kann den Ursprung dieses Mysteriums finden. 

    Lyra und Will hingegen sind, nachdem Will Lyra aus den Händen von (mal wieder) Mrs Coulter befreit hat, auf dem Weg in die Welt der Toten. Lyra will sich bei ihrem Freund Roger entschuldigen und Will noch einmal mit seinem Vater sprechen, denn auch dieser hat Dust erforscht und kann den Kindern bei ihrer Suche nach dem Sinn hinter dem Geheimnis von Dust und der Aufregung die alle Welt(en) darum machen, vielleicht helfen. Der Weg in die Welt der Toten ist für Lyra und Will der schwerste, den sie je gehen mussten, denn daemons können nicht dorthin mit. Der körperliche und seelische Schmerz, den Lyra, Will und ihre daemons bei der Trennung erleiden, ist beinahe greifbar und weil auch nach diesem Erlebnis die Kinder immer mal wieder getrennt von ihren daemons sind, kann diese Trennung sicherlich als ein Symbol besonderer Emanzipation und Reife, die durch schwere Entscheidungen oder traumatische Erlebnisse begründet werden, interpretiert werden. 

    Während sich die Kinder alleine durchschlagen, kämpft Lord Asriel gegen die Kirche (das Magisterium in Lyras Welt) und Metatron, den Vertreter Gottes, die Lyra vernichten wollen, da die oft erwähnte Prophezeiung diese als neue Eva bezeichnet und ihren 'Sündenfall' vorhersieht. Wie das so ist mit Prophezeiungen, sie tritt natürlich doch irgendwann ein. Und zwar in der Welt der Mulefa, in der die Kinder wieder auf Mary Malone treffen. Woher Dust kommt, warum dieser weniger wird und was man dagegen tun kann, wird aufgeklärt und das stellt Lyra und Will vor eine schwerwiegende Entscheidung. 

    In 'The Amber Spylass' müssen Will und Lyra viele schwerwiegende Entscheidungen treffen; typisch für ein Jugendbuch mit kindlichen Helden sind diese eigentlich zu groß für die zarten Kinder. Doch wie es ebenfalls typisch ist, wachsen die Kinder hier über sich hinaus und sind weitaus reifer als ihre erwachsenen Nebendarsteller. Dass Mary Malone ganz allein die Welt der Mulefa entdeckt, eröffnet einen komplett von Lyra unabhängigen Erzählstrang, was schade ist, da sich das bisherige Werk nur um sie drehte und so der Bezug und die Kontinuität in der Geschichte etwas verloren geht. Ganz klar: hier fehlen die daemons! Auch die militärischen Entwicklungen um Lord Asriel und das Magisterium lenken gefühlt ab. Ja, sie sind erforderlich, um die Geschichte in ihrer Fülle zu erzählen, aber eigentlich sollte das Spotlight gefühlt die ganze Zeit auf Lyra und Will gerichtet sein und sich der Rest nur im Hintergrund abspielen. So hätte man gut 100 Seiten sparen können, die der dritte Band mehr hat als die Bände 1 und 2, und es wäre nicht weniger mitreißend gewesen. 

    Um die Prophezeiung um Lyra zu kennen und das Geheimnis um Dust (zumindest ein Stück weit) zu lösen, muss man den dritten Teil nach 'The Golden Compass' und 'The Subtle Knife' natürlich lesen, denn hier wird alles für den Leser befriedigend aufgelöst, aber handlungstechnisch ist das Buch für meinen Geschmack etwas zu überladen. Vielleicht hat sich Pullman hier zu sehr mitreißen lassen und etwas zu viel an Bedeutung und Religionskritik einfließen lassen. Diese Aspekte abschließend zu interpretieren liegt außerhalb meiner Abstraktionsfähigkeit. Diskussionsansätze genug, um es im Rahmen einer Schullektüre zu lesen, sind sicherlich vorhanden, wer für sich selbst tiefergehend interpretieren will, kann sich z.B. des Buches 'Navigating the Golden Compass' bedienen, das einige (wissenschaftliche) Aufsätze über die Trilogie versammelt. 

    Als Tipp zum Weiterlesen muss ich an dieser Stelle auf die neue Trilogie 'The Book of Dust' von Philip Pullman hinweisen, die (wie bei Star Wars) VOR His Dark Materials spielt und erzählt, wie Lyra nach Jordan kam. Bisher ist in dieser Trilogie nur der erste Band 'La Belle Sauvage' erschienen - dieser nimmt einen wieder mit in Lyras Welt und lässt uns da schon erfahren, wie wichtig das Kind ist, über das es eine geheimnisvolle Prophezeiung gibt. Wer HDM gelesen hat, muss mit The Book of Dust weitermachen!



  13. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  14. Cover des Buches Die Enden der Welt (ISBN: 9783596512232)
    Roger Willemsen

    Die Enden der Welt

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Anne_B_

    Wie ihr schon nach dem von mir vergebenen Titel erkennen könnt, fand ich das Buch langweilig. Ich habe nur die ersten  50 Seiten geschafft. Mir hat die Sprache nicht gefallen, es war so als ob der Autor vor sich hin schreiben würde, ziellos. Ich konnte keinen Mehrwert daran erkennen, das Buch weiter zu lesen. Die Idee war eigentlich sehr schön, die Umsetzung dafür... naja. Nicht so gut.

  15. Cover des Buches Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe (ISBN: 9783570314289)
    Tom Fletcher

    Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe

     (85)
    Aktuelle Rezension von: buecherwuermchen_lau

    Wow, dieses Buch war echt toll! Ich habe es aufgeschlagen und war direkt in Weihnachtsstimmung. Und genau dass, macht das Buch auch so besonders. Ich habe es in vollen Zügen genossen, das Buch zu lesen. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet und die Spannung in dem Buch war auch da sodass ich es kaum aus den Händen legen konnte. 

    Und nicht nur das. Da war auch der kleine William, mit dem ich mich direkt wieder verstanden habe. Habe ich schon erwähnt, dass ich seinen Vater (Bob) liebe? Ich liebe es, wie sehr er sich auf Weihnachten freut und seine Weihnachtspullis nicht zu vergessen :)

    Brenda ist mir auch sehr ins Herz gewachsen, was ich im ersten Band nicht wirklich empfand. Aber jetzt, verstehe ich Brenda komplett. 

    In diesem Buch geht es definitiv um den Zusammenhalt sowie auch um Freundschaft. Ich lieb die Art wie sich William um Brenda sorgt und das ist wirkliche Geschwisterliebe. 

    Nicht zu vergessen, den Weihnachtosaurus den ich am meisten liebe. Er verteilt eine Priese Magie einfach überall! Er ist einfach so süß und freue mich jetzt schon wieder auf unser erneutes wiedersehen- 

    Dieses Buch wird eine ganze Weile, in meinem Herzen sein, da ich noch nicht bereit dazu bin, sie alle zu verlassen 

    Ich freue mich jetzt schon RIESIG auf Band 3

  16. Cover des Buches Der Weihnachtosaurus (ISBN: 9783570313114)
    Tom Fletcher

    Der Weihnachtosaurus

     (267)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Eine Weihnachtsgeschichte über einen Jungen im Rollstuhl und einen Dinosaurier? Klingt eher untypisch und nach einem Buch, welches nicht viel gibt. Doch tatsächlich ist dieses Buch ein genau besonderes! Die Geschichte um William und seinen Weihnachtosaurus ist bezaubernd und besticht durch eine niedliche Geschichte mit charmanten und doch stereotypischen Charakteren und wunderschönen Illustrationen. 

    William und sein Vater Herr Trudel sind einfach herzliche Charaktere. Direkt sympathisch durch ihre Liebe zu Weihnachten oder auch Dinosauriern. Beide sind einfach gestrickt und doch gut zu verstehen. Man kann mit beiden mitfühlen und dabei muss man auch mal lachen. Brenda dagegen ist extra so gestrickt, dass man sie anfangs nicht mag. Dann ist da noch Weihnachtsmann mit seinen Wichteln. Wunderbar, wie die üblichen Weihnachtsvorstellungen einfach auf den Kopf gestellt werden. Nichts ist so, wie man es meint zu kennen und das war einfach herrlich erfrischend!  Der Weihnachtosaurus ist einfach zum Knuddeln und man wünscht sich einfach, man könnte ebenfalls mit ihm befreundet sein und mit ihm durch die Luft fliegen! 

    Der Stil ist leicht und locker flockig. Einfach perfekt und zwar nicht nur für Kinder. Die passenden Illustrationen dazu und die manchmal verschrieben Schriftarten und -größen machen die Geschichte noch besser und es passt einfach alles. 

    Insgesamt eine wunderbare Geschichten über einen Jungen mit Mut und Liebe, einen Dinosaurier voller Hoffnung und Freundschaft und einer Tonne Weihnachtsstimmung! Eine klare Leseempfehlung, insbesondere zur Weihnachtszeit! 💕

  17. Cover des Buches Das magische Labyrinth (ISBN: 9783453307391)
    Philip José Farmer

    Das magische Labyrinth

     (18)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Wie schon in den Bänden Zwei und Drei ist die Lösung des Rätsels der Flusswelt in der ersten Hälfte des vierten Bandes bestenfalls nur ein Nebenschauplatz. Das Schicksal der Protagonisten - Sam Clemens, John Lackland, Richard Frances Burton, Hermann Göring und deren Freunde - vereint sich im gewaltigen Showdown der Fehde zwischen Clemens und Lackland. Wie gewohnt scheut PJF nicht davor zurück, seine Helden in sinnlosen Kämpfen sterben zu lassen. Und das, wo doch die Wiedererweckungsmaschine nicht mehr in Betrieb ist.... 

    Das letzte Drittel des Romans widmet sich dann der finalen Auflösung des Flusswelt-Rätsels. Dass eine ausgewählte Gruppe den geheimnisvollen Turm am Ende des Flusses erreicht, darf vorausgesetzt werden. Wer gehört jedoch dieser Gruppe an? Was wurde aus Piscator? Und wer sind nun die Schöpfer der Flusswelt, und was ist der wahre Zweck dieser Schöpfung? Und wer versteckt sich hinter dem abtrünnigen Ethiker und kann sich dieser durchsetzen? Alle diese Fragen werden ausführlich beantwortet.

    Farmer lässt noch einmal sein Genie aufblitzen und beschert uns spannende Lesestunden!

  18. Cover des Buches Northern Lights (ISBN: 9781407154169)
    Philip Pullman

    Northern Lights

     (94)
    Aktuelle Rezension von: romanareads

    Während des Lesens konnte ich nicht wirklich in die Geschichte hineinfinden. Immer wieder gab es relativ spannende Passagen, bis zur nächsten zog sich die Geschichte jedoch leider wie Kaugummi. Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen, die junge Lyra hat ihren eigenen Kopf und zeigt das auch. Fern von der Sicherheit Oxfords beginnt ihr Abenteuer, in der Verbündete zu Feinden werden. Die Geschichte an und für sich war nicht schlecht, aber der Schreibstil hat es enorm in die Länge gezogen.

    Ich werde dennoch den zweiten Teil lesen, da der Cliffhanger dann doch spannender war, als gedacht. 

    Fazit: Ganz überzeugt bin ich nicht, aber es war nicht grottenschlecht. 

  19. Cover des Buches Die Flußwelt der Zeit (ISBN: 9783453305526)
    Philip José Farmer

    Die Flußwelt der Zeit

     (52)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der Protagonist der Story, William Burton, ist schwer misstrauisch, weil er bevor er auf dieser Welt wiedergeboren wurde in einem großen Nichts erwachte, in dem Milliarden von Menschen bewusstlos schwebten. Schnell wird klar, das es sich um einen Betriebsunfall handelt, denn kaum hat er die Augen aufgeschlagen, erscheint eine Art Raumschiff und versetzt ihn zurück in die Starre.

    Die Erinnerung daran kann dieser "Big Brother" jedoch nicht tilgen und so macht sich William, kaum in der Flusswelt wiedererwacht, daran, dem Geheimnis seiner neuen Existenz und deren Schöpfer auf den Grund zu gehen. 

    Die Geschichte ist wirklich toll. Was der Autor sich da ausgedacht hat, ist mit Abstand das Beste, das mir in letzter Zeit unter die Finger gekommen ist (gelesen 2008) .

     >Die Flusswelt der Zeit< hat eine geniale Hintergrundgeschichte.
    Überaus faszinierend sind die historischen Persönlichkeiten, welche in dem Zyklus Haupt- und Nebenrollen einnehmen.

  20. Cover des Buches Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden (ISBN: 9783841440075)
    Emily Barr

    Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

     (88)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Du erinnerst mich. Du wirst mich erinnern.“ S. 232

    Inhalt:
    Flora leidet seit sie 10 Jahre alt ist an Amnesie. Doch eines Tages kann sie eine Erinnerung festhalten und schafft es damit bis ans Ende der Welt. Ihr erster Kuss setzt ungeahnte Kräfte frei und mit Hilfe ihrer beschriebenen Arme findet sie den Weg zum Nordpol und ihrer ersten Liebe.

    Cover:
    Das Cover finde ich sehr schön. Verschiedene Schriftarten, Farben und Verzierungen beleben das Cover.

    Meine persönliche Meinung:
    Der Klappentext gefiel mir ganz gut. Als ich zu lesen begann und feststellte, dass die Protagonistin erst 17 ist, war ich ein wenig enttäuscht, da ich so Jugendbücher eigentlich nicht lese. Jedoch liest sich dieser Roman sehr schnell und man fällt sofort in die Geschichte hinein. Das Thema Amnesie interessierte mich dann doch sehr. Die Autorin schafft es ohne großen Aufwand den Leser merken zu lassen, wann sich Flora wieder neu redetet, wie sie merkt, dass ihr die Gedanken davon schweben, wie leicht man sie verwirren und ihr etwas falsches einreden kann und wozu sie dann doch fähig ist. Ebenso zeigt sie den schmalen Grad auf jemanden beschützen zu wollen und jemanden in die Selbstständigkeit zu lassen. Dieses Buch ist wirklich gut geschrieben, um so ein schwieriges Thema Jugendlichen nahe zu bringen und zu zeigen wie schwierig es ist, Personen zu vertrauen bzw. wie vorsichtig man sein sollte. Die suche nach Drake zieht sich ein wenig und ist deswegen ein bisschen langatmig, aber trotzdem möchte man wissen wie Flora ihren Weg schafft.

    Fazit:
    Ein leicht zu lesender Jugendroman, der mit dem Thema Amnesie doch sehr intensiv nachwirkt und alle möglichen Gefühle aufzeigt.

  21. Cover des Buches Menetekel (ISBN: 9783499244766)
    Raymond Khoury

    Menetekel

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Jeami

    Die Geschichte beginnt rasant und spannend. Doch sie flacht leider zu einer "hab ich schon alles mal irgendwo gelesen" Story ab. Böse Buben wollen die Weltherrschaft, gute Buben wollen die Welt retten. Ein Ramboheld, der so ziemlich alles aushält einschl. Liebesgedöns.  

    Da hatte ich mir mehr von erwartet - schade.

  22. Cover des Buches Unter dem Nordlicht (ISBN: 9783832162825)
    Jenny Bond

    Unter dem Nordlicht

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Kuschelhase

    Inhalt:
    Andrée, Strindberg und Fraenkel brachen zu einer Expedition auf. Sie wollten den Nordpol mit einem Ballon erreichen. Über 30 Jahre später findet man ihr Lager und somit: die Knochen der drei, Gebrauchsgegenstände und Tagebücher.
    Knut Stubbendorf, ein Journalist, der damit beauftragt wurde, die Utensilien und Knochen zu "bergen", rettet die Tagebücher und übergibt alles dem Präsidenten der wirtschaftlichen Kommission. Alles, bis auf Nils Strindbergs Tagebuch.
    Stubbendorf ist fasziniert über die Erinnerungen aus Nils Leben vor der Expedition und den Liebesbriefen, die seiner damaligen Verlobten Anna gewidmet sind.
    Er kündigt seinen Job bei der Zeitung und macht sich auf die Suche nach den Familienmitgliedern Strindbergs, weil er mehr erfahren möchte. Und er würde Anna gerne die, an sie gerichteten Briefe geben.
    Was er dabei erfährt ist schockierend, faszinierend und beinhaltet Liebe und Tragik. 

    Meine Meinung:
    Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen. Was mich allerdings gestört hat, waren die willkürlichen Zeitsprünge. Die haben mich teilweise aus der Geschichte gerissen und doch mehr gestört als dass ich diese als passend empfunden hätte.
    Die Familie Strindberg erschien mir sehr sympathisch und ich habe gern um ihre Geschichte gelesen.
    Andrée, der die Expedition "angezettelt" hat, fand ich einfach nur unbedacht und naiv. Über diesen Charakter wurde zum Glück auch nur oberflächlich geschrieben, denn ich mochte ihn nicht.
    Über Erik Strindberg hatte ich anfangs zwei Meinungen. Auf der einen Seite fand ich ihn hinterhältig und falsch und auf der anderen widerrum nett, zuvorkommend und sympathisch. Im Laufe der Geschichte hatte ich dann mehr Mitleid mit ihm.
    Bei Anna war es das Gegenteil wie bei Erik.  Anfangs hatte ich Mitleid mit ihr und dachte was sie für eine arme junge Frau ist. Im Laufe des Romans fand ich Anna immer unsympathischer. Sie war naiv, hinterhältig und feige. 

    Das Cover:
    Das Cover finde ich vom Bild und der Farbe her teilweise passend. Was mir daran nicht gefällt, sind die zwei verschiedenen Schriftarten in dem der Titel und der Name der Autorin geschrieben sind. Ich finde, dass diese weniger harmonieren. 

    Fazit:
    Alles in allem eine schöne, tragische Geschichte. Allerdings durch die Zeitsprünge, für mich, etwas stockend zu lesen

  23. Cover des Buches Eingefroren am Nordpol (ISBN: 9783328109518)
    Markus Rex

    Eingefroren am Nordpol

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Expeditionsleiter Markus Rex über sein Jahr im Eis – mit exklusiven Fotos von der Expedition, vielen Grafiken und Karten – der Bestseller jetzt im Taschenbuch


    Am 20. September 2019 startete die größte Arktisexpedition aller Zeiten: Die »Polarstern« verließ den Hafen von Tromsö, um sich am Nordpol einfrieren zu lassen. An Bord hat sie Wissenschaftler aus 20 Nationen, die in der Arktis ein Jahr lang die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen wollten. Markus Rex, der Leiter der »MOSAiC« genannten Forschungsmission, erzählt in seinem Buch die Geschichte dieser einmaligen Expedition: Er berichtet vom Alltag unter den extremen Bedingungen der Arktis, von den logistischen und planerischen Herausforderungen und von den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Forscher im Eis sammeln konnten. »Eingefroren am Nordpol« ist die Geschichte eines großen Forschungsabenteuers und zugleich ein eindringlicher Blick auf die dramatischen Folgen des Klimawandels. Für die Taschenbuchausgabe hat Markus Rex das Buch um wichtige Ergebnisse der Expedition ergänzt.“


    Wow! Was für ein hochinteressantes und spannendes Buch hier auf den Leser wartet! Ich bin restlos begeistert von dem Gelesenen und kann es nur jedem ans Herz legen! Wir wohnen direkt gegenüber von Bremerhaven wo das AWI beheimatet ist und die „Polarstern“ ihren Heimathafen hat. Wir verfolgen immer gespannt die News welche bekanntgegeben werden über ihre Forschungsergebnisse und somit war dieses Buch Pflichtlektüre. Was soll ich sagen? Es liest sich spannender wie jeder Krimi oder Thriller! Autor Markus Rex erzählt hier von der Forschungsmission, die so viele Erkenntnisse brachte. Sich am Nordpol einfrieren lassen um den Lauf der Dinge zu erleben, klingt einerseits unverständlich aber genau das ist es. Das Unverständliche verständlich zu machen und zu sehen warum und wie sich unsere Natur so verändert. All die Herausforderungen, egal ob vorhersehbar oder nicht, wurden gemeistert und es grenzt wahrlich an eine Meisterleistung alles so geschafft zuhaben. Die Geschichte liest sich modern, keine Frage, weil sie es auch ist, aber dennoch erinnert sie an die ganz Großen Polarforscher unserer Geschichte wie Nansen, Wegener und Co.. 

    Die Fotos und Grafiken vermitteln nur bedingt was die Menschen auf der Polarstern erlebt haben aber wir dürfen dadurch ein wenig mitfühlen. Das Buch und seine Geschichte ist wahrlich ganz besonders und einmalig. Eine Forschungsreise in aktueller Zeit wird hier grandios erzählt! 5 Sterne und eine Leseempfehlung für dieses Werk!

  24. Cover des Buches Stille (ISBN: 9783458364467)
    Erling Kagge

    Stille

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Monika_D_Kunze

    Stille ist nicht gleich die Abwesenheit von Geräuschen, sie ist viel mehr; ein Tor zu sich und seiner Umwelt, ein Augen- und Herzöffner, ein Seinszustand. Ich liebe die Stille und war deshalb auf das Büchlein neugierig, und es hat mich auf voller Bandbreite abgeholt. In wunderschönen kleinen Erzählungen und Gedanken wird dem Phänomen der Stille nachgegangen, in fast poetisch anmutenden, obgleich doch so schlichten Worten Bilder gemalt, die ins Herz gehen; und man sagt: Ja, genau so ist es.

    Wunderschön.

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