Bücher mit dem Tag "nordsee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nordsee" gekennzeichnet haben.

640 Bücher

  1. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783947185955)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

    (3.953)
    Aktuelle Rezension von: Its_angie

    Ab der ersten Seite gab es psychologische Spannungen und geniale Twists. Der Vater, der alles dafür tun würde seine verschwundene Tochter zu finden. Es wird die Vorstellungskraft und die Realität vermischt, was das Ganze sehr spannend macht und manchmal zum Nachdenken anregt. 

    Der Schreibstil ist wieder einmal fesselnd und in kurzen Sätzen geschrieben. 

    Vergleich zur Serie: ich finde das Buch viel besser und verständlicher, bei der Serie finde ich wird vieles vermischt. 

  2. Cover des Buches Scherbenmond (ISBN: 9783839001516)
    Bettina Belitz

    Scherbenmond

    (819)
    Aktuelle Rezension von: Oktodoc

    Angefangen hat das Buch recht vielversprechend. Der Vater ist verschwunden und er hat Ellie eine Aufgabe hinterlassen. Sie soll ihren Bruder zurück holen und dabei auch einen Schlüssel in seiner Wohnung in Hamburg finden um einen Safe öffnen zu können.

    Dem Bruder geht's nicht so gut und Ellie möchte herausfinden was da nicht stimmt. Wie man sich denken kann: ein Mahr.

    Nachdem Ellie den Schlüssel gefunden hat, was schon recht schnell geschehen ist, endet die Story um den Vater auch schon bzw. wird komplett vergessen. Auch das Wiedersehen mit Colin läuft nach dem recht dramatischen Abschied vom Ende des 1. Bandes total unspektakulär ab. Kaum ist sie mal glücklich macht sie ihr Glück gleich darauf wieder kaputt. Ellies Gefühlsleben ist das totale Chaos, sehr negativ. Colin's Handlungen scheinen mir auch keinen rechten Sinn zu ergeben. Stellenweise kam es mir vor als hätte die Autorin die Handlungen einfach gewürfelt.

    Im Gegensatz zu Band 1 gab es hier mehr Abwechslung mit den Charakteren. Hauptsächlich hat sich immer noch alles um Ellie und ihr Innenleben und kaum um die Außenwelt gedreht aber durch die neuen Charaktere kam etwas Schwung in die Sache.

    Das Ende des Buches war ziemlich unkreativ.


    Nichtsdestotrotz habe ich das Buch recht interessiert und schnell fertig gelesen, habe mich immer mal aufgeregt und war gespannt was als nächstes passiert. Ich hoffe die Reihe bekommt ein gutes Ende, denn alles in allem fand ich die Story und die Idee bisher recht interessant.

  3. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (754)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    In „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?

    Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.

  4. Cover des Buches Woman in Cabin 10 (ISBN: 9783945386989)
    Ruth Ware

    Woman in Cabin 10

    (500)
    Aktuelle Rezension von: Hannelore_Seidel

    Wow. Ich bin begeistert. „Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Aber niemand glaubt mir.“ Und genau das ist so großartig ge- und beschrieben, ich habe das Buch in zwei Nächten verschlungen und war ziemlich fertig, als dieses makabere Schauspiel sein Ende fand. Fertig, aber komplett zufrieden, dass dieses Buch, nachdem es schon lange erschienen ist, doch noch zu mir gefunden hat.

    Lo Blacklock ist die Hauptakteurin, deren Bild ich direkt vor Augen habe. Eine junge Reisejournalistin, die zuvor in ihrem Zuhause ein furchteinflößendes Erlebnis hatte. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt, um es mal geschönt auszudrücken. Und nun ist sie auf diesem Schiff und beobachtet, wie etwas Längliches, Schweres, ins Wasser geworfen wird. Keiner glaubt ihr, keiner außer ihr will etwas gesehen haben. Als Leser weiß ich, dass Lo mit einer jungen Frau in dieser Kabine, in der angeblich kein Gast wohnt, gesprochen hat. Das war es dann aber, alles andere könnte so gewesen sein, die Beobachtung könnte aber auch der Einbildung entsprungen, somit dem reichlich fließenden Alkohol geschuldet sein.

    Es ist ein richtig guter Thriller voller überraschender Wendungen mit Charakteren, die allesamt nicht zu durchschauen sind. Zwischendurch sind es Chats, SMS, Zeitungsberichte, die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Ruth Ware schafft eine fast durchgehend düstere Atmosphäre, die vor Spannung nur so knistert. Lo ist diejenige, die alles ins Rollen bringt, sie ist aber auch eine Getriebene, man spürt ihre Anspannung und ist über so manch Aktion verwundert. „Ich meine, dass du komplett paranoid geworden bist. Hinter jeder Ecke vermutest du einen Feind.“ Genau das ist auch mein Empfinden, ich traue niemandem, attestiere (fast) jedem böse Absichten.

    Diesen Thriller kann ich jedem Fan dieses Genres uneingeschränkt empfehlen. Eine packende Story, dazu interessante, eher zwielichtige Charaktere, all dies aus Lo Blacklocks Sicht erzählt – ich habe bis zum Schluss mitgefiebert.  Nervenkitzel pur!

  5. Cover des Buches Der Schimmelreiter (ISBN: 9783880420236)
    Theodor Storm

    Der Schimmelreiter

    (1.073)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Hauke Haien wächst in einer Zeit auf, wo viel Aberglauben herrscht und neue technische Fortschritte mit Argusaugen beobachtet werden. Aufgrund seiner langjährigen Beobachten erkennt er, dass der Neubau eines Deiches unumgänglich ist. Gerade als er eine Vorschläge beim Deichgrafen durchsetzt und dieser den Neubau bewilligt, kommt es zu einem überraschenden Deichbruch, bei dem Hauke verstirbt.

    Es ist diese eine Novelle, die von Hauke, seinem Durchsetzungswillen und den Drang etwas besser zu machen, beherrscht wird. Leider ist Hauke seiner Zeit voraus und niemand möchte auf ihn hören.

    Leider hat mich jedoch Fontane nicht ganz so überzeugen können - ich bin doch eher ein Freund von Balladen und anderen kürzeren Geschichten. Der Schimmelreiter ist doch eine längere Geschichte in eigentümlicher Sprache, die mich nicht so mitriss, wie es sich Hauke und Fontane verdient hätten.

  6. Cover des Buches Rachesommer (ISBN: 9783442487943)
    Andreas Gruber

    Rachesommer

    (508)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: Die junge Anwältin Evelyn Meyers hat es mit einem seltsamen Fall zu tun: Ein Mann hat die Absperrungen einer Baustelle überwunden, ist dort in einen Kanalschacht gekrochen, steckengeblieben und letztendlich ertrunken - weshalb seine Ehefrau nun Evelyns Klienten wegen Fahrlässigkeit verklagt hat. Während ihrer Recherchen stößt Evelyn überraschend auf ähnlich irritierende Todesfälle… In Leipzig wird Kommissar Walter Pulaski in eine psychiatrische Klinik gerufen. Eine Patientin soll Selbstmord begangen haben. Doch als Pulaski sich die Leiche näher anschaut, erkennt er Unstimmigkeiten…

    Persönliche Meinung: “Rachesommer” ist ein Thriller von Andreas Gruber. Es handelt sich um den Auftakt der Quadrologie um Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Erzählt wird die Handlung wechselweise aus den personalen Perspektiven der beiden Protagonisten. Während Meyers und Pulaski zunächst unabhängig voneinander ermitteln, finden sich, je weiter die Handlung voranschreitet, immer mehr Überschneidungen, ehe sie den Fall gemeinsam aufklären. Sowohl Meyers als auch Pulaski sind sehr dreidimensionale Protagonisten: Beide hatten keine leichte Vergangenheit. Beispielsweise ist Pulaski zu einem Zyniker geworden, nachdem seine Frau gestorben ist (die Vergangenheit von Meyers möchte ich hier nicht spoilern; da müsst ihr schon selbst lesen (subtiler Kaufhinweis Ende 🙃)). Trotz aller Ecken und Kanten haben beide Protagonisten das Herz am rechten Fleck und lassen sich nicht von Anderen von dem Gefühl, das “Richtige” tun zu wollen, abbringen. Die Handlung ist aufgrund der beiden (zunächst) getrennten Ermittlungen sehr abwechslungsreich und fesselnd: Mehrfach finden sich in beiden Ermittlungen Merkwürdigkeiten und Figuren, deren genaue Intention man bis zur Auflösung nicht wirklich einschätzen kann (Die Ermittlungen laufen dabei in einem schönen Tempo, sodass der Thriller trotz seiner 400 Seiten sehr kurzweilig ist!). Auch die Auflösung konnte mich überzeugen, da sie, obwohl man mit der Zeit ahnt, in welche Richtung es ungefähr geht, trotzdem einige Überraschungen bereithält. Der Schreibstil von Andreas Gruber ist anschaulich und sehr flüssig zu lesen. Insgesamt ist “Rachesommer” ein fesselnder Reihenauftakt mit lebendigen Protagonisten. 

  7. Cover des Buches Nachtblumen (ISBN: 9783989425392)
    Carina Bartsch

    Nachtblumen

    (341)
    Aktuelle Rezension von: anni_99

    Es geht in dem Buch um die neunzehnjährige Jana, die eine schwierige Vergangenheit hatte und jetzt in einem Wohnprojekt auf Sylt einen Neuanfang sucht. Dort wohnt sie mit anderen jungen Erwachsenen zusammen, die ebenfalls ihre eigenen Geschichten mit sich herumtragen und fängt währenddessen eine Ausbildung an. Unter anderem ist da auch Collin, der gerne alleine ist und niemanden an sich heranlässt. Doch mit der Zeit entwickelt sich langsam eine Verbindung zwischen den beiden.

    Die Beziehung entwickelt sich nur sehr langsam, was sehr echt wirkt und sich sehr entspannt verfolgen lässt. Alle Charaktere sind wirklich detailliert und authentisch entwickelt und auch die Nebenfiguren haben alle ihre kleine, aber durchaus wichtige Rolle in dem Entwicklungsprozess von Jana. Besonders gut hat mir auch der atmosphärische und bildliche Schreibstil gefallen, sodass sich beim Lesen fast dauerhaft ein Film vor meinen Augen abgespielt hat. Ich konnte richtig in die Geschichte und das Inselfeeling abtauchen, alles ist sehr realistisch und schön zu lesen.

    Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass meiner Meinung nach wirklich relativ wenig auf den immerhin knapp 550 Seiten passiert. Es fehlt dadurch ein bisschen die Spannung, trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich habe dauerhaft mit Jana mitgefühlt. Letztendlich ist es nämlich wirklich schön gewesen zu sehen, wie sich die Persönlichkeit von Jana immer weiter entwickelt hat.

    Fazit: Ruhige, gefühlvolle Geschichte mit sehr angenehmer Atmosphäre, klare Leseempfehlung für jeden, der nichts gegen ein bisschen weniger Spannung einzuwenden hat.

  8. Cover des Buches Ostfriesenblut (ISBN: 9783945386675)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenblut

    (300)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist toll gestaltet, minimalistisch aber effektiv.
    Die Protagonisten sind sehr bildhaft beschrieben und charakterlich toll ausgearbeitet.
    Das Thema, immer wieder aktuell, denn es geht um die Konsequenzen einer traumatischen Kindheit.
    Nicht selten werden Opfer zum Mörder.
    Ann Kathrin Klaasen hat alle Hände voll zu tun, ist sie doch mit der Leiche vor ihrem Haus selbst involviert.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, spannend und von Empathie geprägt.
    Sehr schön finde ich dass das Privatleben der Ermittlerin nicht außen vor bleibt sondern hier auch Teil der Ermittlungen ist, denn diese Doppelbelastung macht ihr berufliches Leben nicht gerade einfacher.
    Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung geben, denn der Spannungsbogen gleicht fast dem eines guten Thrillers, ist tiefgründig und man mag einfach nicht vor dem Ende des Buches eine Pause einlegen.
    Vielen Dank

  9. Cover des Buches Deutschstunde (ISBN: 9783455009484)
    Siegfried Lenz

    Deutschstunde

    (304)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Wer von euch hält sich für pflichtbewusst? Finger hoch!👆🏻

    Uwe Jepsen ist ein Ausbund an Pflichtbewusstsein. So sehr, dass er sogar über die Gültigkeit der Pflicht hinaus es für seine Aufgabe hält, ihr nachzukommen.


    Er ist Polizist im fiktiven Rugbüll unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, die gegen den Maler Max Ludwig Nansen (eine Reminiszenz an Nolde/Beckmann/Kirchner) ein Malverbot verhängt haben. Jepsen überbringt die Botschaft und beaufsichtigt gewissenhaft die Entsorgung der Kunstwerke und die Einhaltung des Verbots. Sein Sohn Siggi versteht die Hartherzigkeit des Vaters nicht. Er versteckt Bilder des Malers. Als die Schreckensherrschaft endet fühlt sich Uwe Jepsen nach seiner Entnazifizierung immer noch dafür verantwortlich, den Maler zu schikanieren und seine Bilder zu vernichten. Als er seinem Sohn auf die Schliche kommt, der gegen ihn arbeitet, nimmt er auch diesen in die Mangel. Siggi entwickelt daraufhin die Manie die Bilder des Malers entwenden und verstecken zu müssen. Er wird erwischt und landet in einer Erziehungsanstalt. Dort schreibt er einen Aufsatz über die „Freuden der Pflicht“ und das Ergebnis lesen wir in dem Roman.


    Siegfried Lenz Meisterwerk wurde nach seinem Erscheinungsjahr 1968 eins der meistverkauften Bücher in der die Deutschstunde nicht nur einen Aufsatz darstellt, sondern auch deutsche Geschichte aufarbeitet. Schnell wurde es zur Schullektüre. Ich habe es allerdings jetzt zum ersten Mal gelesen.


    Lenz hat hier gleich dreimal Menschen in die Pflicht genommen. Uwe Jepsen, der aus blindem Gehorsam Macht ausübt und sie in Pflichtbewusstsein verkleidet, den Maler Nansen, der es unermüdlich als seine Pflicht ansieht sich dem Druck des Polizisten nicht zu beugen und letztendlich Siggi, der sie umkehrt und eine pathologische Pflicht entwickelt, die Bilder zu retten.

    Uwe Jepsen ist ein kalter, von sich selbst und den Menschen enttäuschter Mann, der sogar seine Söhne opfern würde, um nach außen hin als fleißiger und gewissenhafter Staatsdiener dazustehen. Er ist blind für Veränderung und die Gefühle seiner Familie.


    Der Plot ist in Norddeutschland angesetzt, und der Menschenschlag ist auch durch die Sprache gut wiedergegeben. Mir war’s allerdings das ein ums andere Mal zu ausschweifend und 200 Seiten weniger hätten dem Roman ganz gut getan.

    Durch die Fülle an direkten und indirekten Dialogen, in denen sich Sätze wiederholten und Gespräche stattfanden, die nichts zur Handlung beitrugen, wich die Handlung immer wieder ab, was dem Spannungsbogen schadet. Lenz bediente sich da beides stilistischen mittels wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen zu kennzeichnen, also damals gab’s das auch schon.


    Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt, jeweils von Siggi‘s Ich ausgehend: im Rückblick und in der damaligen Gegenwart der Besserungsanstalt. 


    Zum Schluss hätte ich mir den Plot etwas runder gewünscht, wobei ich mit dem offenen Ende gut leben kann.


    Inhaltlich ist dies aber ein wichtiges Buch und die Frage danach, wann Verantwortungsbewusstsein endet und Machtmissbrauch beginnt, ist auch heute wieder aktueller geworden.


    Die Parallelen zu realen Malern sind mir sofort ins Auge gefallen. Allerdings scheint Lenz, als er den Roman geschrieben hat, die nationalsozialistische Vergangenheiten Noldes noch nicht klar gewesen zu sein.


    Ein wichtiger, moderner Klassiker, der manchmal etwas ausufert, trotzdem aber lesenswert deutsche Geschichte aufarbeitet.

  10. Cover des Buches Zur See (ISBN: 9783328112136)
    Dörte Hansen

    Zur See

    (246)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Das Buch beinhaltet den dritten Roman der Autorin und ist 2022 erschienen. Erzählt wird die Geschichte einiger Menschen, die auf einer Insel in der Nordsee leben, zum Teil seit vielen Generationen. Jeweils in der dritten Person, aber dennoch aus Sicht dieser Leute, wird ein Blick auf ihr Inselleben geworfen.

    Dörte Hansen hat großes Talent, mit wenigen Sätzen, in denen auf Dialoge fast vollkommen verzichtet wird, im Kopf des Lesers ein Bild entstehen zu lassen, das sehr klar und deutlich die darin enthaltene Stimmung vermittelt. In dem Fall eine eher trübe, durch Stürme und Regen geprägte Stimmung, die korrespondiert mit der latenten Einsamkeit der Inselbewohner.

    Die natürlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die langfristig zum Verschwinden der Inseln und ihrer heimischen Bevölkerung führen werden, fasst die Autorin in wundervollen Formulierungen zusammen, denen man das Bedauern deutlich anmerkt: „Das Fließen, Strömen und Verlanden, Stürmen, Auseinanderreißen hört nicht auf. Land gewonnen, Land zerronnen. Alles will hier Horizont sein. Und falls die See doch länger brauchen sollte, werden Bustouristen, Kurzurlauber, Kapitänshauskäufer dafür sorgen, dass die Leute von den Inseln untergehen. Ihre Sprache nicht mehr sprechen, ihre Lieder nicht mehr singen, ihre Trachten nur noch für die Gäste tragen und zu Kleindarstellern ihres Lebens werden.“ (Penguin Tb, 1. Aufl. 2022, S. 168)

    Die Gäste der Inseln charakterisiert sie folgendermaßen: „Alle Inseln ziehen Menschen an, die Wunden haben, Ausschläge auf Haut und Seele. Die nicht mehr richtig atmen können oder nicht mehr glauben, die verlassen wurden oder jemanden verlassen haben. Und die See soll es dann richten und der Wind soll pusten, bis es nicht mehr weh tut.“ (ebd., S. 21) Auch wenn diese Zeilen im Kontext eindeutig auf die Badegäste gemünzt sind, konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autorin den ursprünglichen Inselbewohnern ähnliche Makel andichten will, denn die erwähnten Einheimischen haben irgendwie auch einen gewaltigen Hau, deren Gemeinsamkeit die gegenseitige Sprachlosigkeit ist. 

    Ein wenig missglückt fand ich, wie die Autorin auf der einen Seite darauf verweist, dass es einerseits unter den Inselbewohnern keine Geheimnisse gibt „Es gibt auf der Insel kein Geheimnis.“ (ebd., S. 13) und auf der anderen Seite darauf hinweist, dass es dann doch „neue“ Inselbewohner gibt, die die Insel zwar kennen, aber doch fremd sind: „Die meisten dieser Leute hatte Hanne nie gesehen.“ (ebd., S. 77). Das beißt sich gegenseitig.

    Kenntnisreich schildert die Autorin das Dilemma der Inselbewohner mit den Touristen. Auf der einen Seite ermöglichen ihnen diese „Nutztiere“, wie sie sie einmal nennt, eine Möglichkeit, relativ einfach den Lebensunterhalt zu verdienen, gar Wohlstand zu erreichen, auf der anderen Seite zerstören sie ihre Lebensgrundlagen, wenn sie sich z.B. keine Wohnungen mehr leisten können.

    Alles in allem aber ein empfehlenswertes Buch einer Autorin, die es wie nur wenige andere versteht, den Leser in eine Stimmung, ein Ambiente, ein Setting hineinzuführen, so dass er die Empfindungen der Protagonisten nicht nur nachvollziehen, sondern fast mitfühlen kann. Vier Sterne.

  11. Cover des Buches Ostfriesenkiller (ISBN: 9783945386446)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenkiller

    (469)
    Aktuelle Rezension von: Tom_Anacker1

    Es war ganz ok, den Hauptcharakter mochte ich und ein paar Beziehungen waren gut ausgearbeitet, dennoch fand ich den Plot einfach ein wenig langweilig aber wenn man ein Familiendrama mit ein bisschen Krimi möchte dann gerne. War nicht mein Fall.Ich werde dem Autoren aber definitiv noch eine Chance geben 

  12. Cover des Buches Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3) (ISBN: 9783743214095)
    Alexandra Flint

    Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)

    (85)
    Aktuelle Rezension von: Mogni

    Bei manchen Bücher hab ich manchmal echt keine Ahnung, wie sie auf meinen SUB gelandet sind, das kommt selten vor, aber manchmal ist es so. Bei "Kein Horizont zu weit" von @alexandraflint war das der Fall. Denke es war in irgendeiner Box.


    Cover und Farbschnitt versprechen ein Wohlfühlbuch und fallen in der Buchhandlung perfekt auf.

    Und der Kurzbeschreibung verspricht uns eine Second Chance Story (in Büchern 📚 liebe ich sie, im wahren Leben hab ich einen Bauchplatscher gemacht und brauche es nicht mehr) .


    Fünf Jahre sind vergangen, seit Leni Raffael zum letzten Mal gesehen hat. Fünf Jahre, seit er bei einem Brand Vater und Bruder verlor. Doch jetzt ist Rafe zurück auf Sylt, um den Wiederaufbau des Familienhotels zu überwachen. Und ausgerechnet die Werft, in der Leni ihre Ausbildung zur Schiffsbauerin macht, ist an dem Projekt beteiligt. Allerdings wird schnell klar, dass Rafe weder mit Leni noch der Insel etwas zu tun haben will. Warum also ist da noch immer dieses vertraute Kribbeln?


    Liest sich doch schon mal sehr gut, man kommt auch schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind liebevoll erarbeitet und der Schreibstil der Autorin bringt die Emotionen und Geschehnisse gut rüber. Man leidet mit den Personen, denn man kann sich in sie einfüllen.

    Für mich ist es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, es gefiel mir wirklich gut. Ausser das Buch aus Lenis Sicht geschrieben ist, hätte es mir mehr von beiden gewünscht. Denke es hätte dem Buch mehr Tiefe gegeben, denn die Konflikte (mit sich selber und der Vergangenheit) wären dann mehr unter die Haut gegangen. So ist Rafes Gefühlsleben ein bisschen unter gegangen und für mich wäre das der Hauptbestandteil des Buches gewesen.


    🌟🌟🌟🌟 von 5 und ich breche eine Zacke ab.

  13. Cover des Buches Ostfriesensünde (ISBN: 9783596513031)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesensünde

    (194)
    Aktuelle Rezension von: KeksTrommel

    Was geschah beim Banküberfall damals wirklich? Nachdem ein Mann Leute einmauert, sucht die Polizei nach einem Mörder, während Ann-Kathrin Klaasen versucht herauszufinden, was damals geschah, bevor ihr Vater starb.

    Die Kommissarin hatte schon in den Vorgängern ihre Eigenheiten um sich in den Mörder hinein zu versetzen. Was sie in diesem Teil jedoch macht, geht weit über die Realität hinaus. Bisher fand ich diese Eigenheit interessant und zielführend, hier ist es einfach nur Irrsinn.

    Auch die Ermittlungen hier und die normal eingehende Spannung bleibt hier auf der Strecke.

    Ich finde die Fortsetzung der Reihe einfach schwach.

    Das Cover und den Titel finde ich gut, weil man die Reihe so direkt wiedererkennt, auch wenn das Cover sehr schlicht gehalten ist.

  14. Cover des Buches Ostfriesenfeuer (ISBN: 9783596520664)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenfeuer

    (185)
    Aktuelle Rezension von: Wachtel07

    Ein echt guter Teil der Serie um 'Ann Kathrin Klaasen'. Die Inhaltsangabe hat echt Lust gemacht das Buch zu lesen. Es war genau so spannend wie beschrieben. Am Anfang hat es auch garnicht lange gedauert bis die erste spannende Tat passiert ist. Es war nie langweilig. Manche Szenen hätten vielleicht besser umschrieben werden können, aber dafür ist es ja ein Krimi. Zum Ende hin war es so spannend das ich es nicht mehr weglegen konnte. Es war auch echt gut zu lesen sozusagen aus der Sicht verschiedener Personen. Alles in allem ein gelungener Krimi

  15. Cover des Buches Ostfriesentod (ISBN: 9783596522200)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesentod

    (90)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ann Kathrin Klaasen versteht die Welt nicht mehr. Auf dem Bußgeldfoto ist eindeutig ihr grüner Twingo zu sehen, aber am Steuer sitzt eine fremde Frau. Sie hat zum Glück ein Alibi. Kurz darauf wird sie bezichtigt einen PC beschlagtnahmt zu haben, obwohl sie ganz woanders war. Was ist hier los ? Versucht jemand sie fertig zu machen ? Sie hat keine Ahnung, was noch alles auf sie zukommt.

    Wieder sehr spannend, einer der Besten aus der Reihe. Man hat zwar den ein oder anderen Verdacht, besonders am Schluß, denkt aber dann, nee, das geht ja gar nicht und ist dann von der Auflösung völlig überrascht. Ein rundrum gelungener Krimi. Er liest sich schnell und flüssig und bleibt spannend bis zum Schluß. Die Charaktere sind sympathisch und selbst Rupert ist an einigen Stellen einigermaßen erträglich. 

    Ich freu mich auf den nächsten Band.

  16. Cover des Buches Wir kommen (ISBN: 9783746633596)
    Ronja von Rönne

    Wir kommen

    (71)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Das Buch hat mich überrascht. Ich habe Kinder in dem Alter der Erzählerin (ich schätze so zwischen 27 und 32) und habe einiges in dem Roman wieder gefunden, was ich von ihnen kenne, auch wenn meine Kinder nicht in einer Menage-A-Quatre leben. Der Wiedererkennungswert lag eher in Details. Die Geschichte ist ungewöhnlich, daher überraschend. Die Erzählerin schreibt (hastig?) ihre Geschichte auf, erzählt dabei nicht linear, was ich sehr mag. Die Charaktere sind nicht langweilig, sondern individuell, unkonventionell, ein bisschen schrill und in der heutigen, schwierigen Zeit auch etwas verloren. Sie wollen nicht so sein, wie wir (?), kommen aber mit doch ähnlichen Sehnsüchten nicht zurecht und versuchen, einen eigenen Weg zu gehen. Die Geschichte ist überzeichnet und ironisch, aber es steckt auch viel Wahres darin – und ganz ehrlich – ich beneide die jungen Erwachsenen von heute nicht, in dieser Welt zu wohnen. Ich verstehe eine Sehnsucht nach Alternativen und den Frust von Sackgassen sehr gut. Lesenswert, frisch und mit schwung geschrieben, auch lustig, auch traurig, auch verstörend, dabei nicht schwer, sondern eher leicht. Ich bin gespannt, was Ronja von Rönne noch schreibt.

  17. Cover des Buches Ostfriesenmoor (ISBN: 9783596513062)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenmoor

    (246)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ich liebe diese Ostfriesland Krimis. Auch diesen konnte man wieder nicht aus der Hand legen. Die Handlung, die Charaktere, das Zusammenspiel, die überraschenden Wendungen, der Humor und vor allem die Spannung, die einen die Nacht durchlesen lässt. Ich bin wieder voll auf meine Kosten gekommen. 

    Im Moor wird eine Hand gefunden. Bald stellt sich heraus, dass diese von einem Kind ist und zu aller Entsetzen, dass sie ausgestopft wurde. Wer ist denn bloß so krank und gestört ? Mehr will ich nicht verraten ohne zu spoilern. Nur soviel sei vielleicht noch angemerkt. Ich kann Rupert nicht leiden und mag seine respektlose abwertende, großkotzige, dumme Art so gar nicht. Aber in diesem Buch ist er fast sympathisch und tut mir sogar ein bißchen leid mit seiner beschränkten Weltansicht.

    Ich kann jedem Krimifan diese Reihe nur ans Herz legen und freue mich, dass ich noch ein ungelesenes Buch davon im Regal habe. Dies Buch ist Spannung pur und ich bin erschüttert, was Lucy und ihre Mutter durchmachen müssen. Unfassbar, wie eins zum anderen führt und die Familie völlig zerstört.


  18. Cover des Buches Ostfriesenhass (ISBN: 9783596708635)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenhass

    (38)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Er musste es tun. Nur er hatte die Gabe eines Auserwählten. Andere sahen nicht das, was er sah. Sie waren längst in Norden, getarnt als harmlose Urlauber, als normale Menschen, die ihren Urlaub an der Küste verbringen wollten. Aber er wusste es besser. Er musste die Menschheit retten. Heute hatte er nur eine erwischt. Eigentlich hatte er beide töten wollen. Er musste besser werden, durfte keine Fehler mehr machen. Hier, unter dem Sternenhimmel am Deich, schöpfte er neue Energie. Denn er hatte noch eine große Aufgabe vor sich… 


    Auch mehrere Tage nachdem ich das Buch beendet habe bin ich immer noch sprachlos und verwirrt. Ich weiß gar nicht so recht wie ich es bewerten soll. Der Schreibstil des Autors ist gut und das Buch lässt sich eigentlich richtig gut lesen, aber der Inhalt ist mir wirklich viel zu abgredreht und absolut nicht mein Fall.

    Achtung Spoiler: Ein Mörder der glaubt, dass die Aliens in anderen Menschen leben und diese daher umbringen muss. Ein Verdächtiger, der getragene Damenunterwäsche sammelt, eine total naiv junge Mutter, Polizisten, die sich nicht immer im Griff haben und aus meiner Sicht zu häufige die Regeln dehnen, auch mit Gewalt... Absolut nicht mein Fall.

    Das Buch erhält von mir leider keine Leseempfehlung, da es doch sehr absurd war und die Story mich nicht mitnehmen konnte

  19. Cover des Buches Über dem Meer tanzt das Licht (ISBN: 9783442487882)
    Meike Werkmeister

    Über dem Meer tanzt das Licht

    (140)
    Aktuelle Rezension von: Fanti2412

      In diesem Roman erleben wir Maria, die bereits in „Sterne sieht man nur im  Dunkeln“ eine größere Rolle gespielt hat, als Hauptprotagonistin.
    Maria ist einige Jahre durch die Welt gereist und hat sich zwischenzeitlich auf Norderney niedergelassen. Nach dem Tod ihrer Mutter blieb sie dort und hat das Café „Strandmuschel“ eröffnet. Sie ist Mutter zweier Töchter, Morlen (12) und dem Kleinkind Hannah. Mit Morlens Vater ist sie nicht zusammen sondern lebt mit dem Surflehrer Simon, der auch Hannahs Vater ist, zusammen.
    Maria hat aktuell mit mehreren Dingen zu kämpfen. Sie müsste das Haus ihrer Mutter ausräumen und verkaufen, da sie Geld braucht, ihre Tochter Morlen beginnt mit der Pubertät und verhält sich etwas „zickig“ und dann kommt auch noch ihr Lebensgefährte Simon mit seinen Plänen, mit der kleinen Tochter Hannah eine Vater-Tochter-Tour mit dem Campingbus zu unternehmen. Maria versteht die Welt nicht mehr, akzeptiert aber Simons Wunsch, diese Tour mit Hannah machen zu wollen, auch wenn sie die beiden sehr vermissen wird.
    Als dann auch noch Morlen plötzlich beschließt, den Sommer bei und mit ihrem Vater zu verbringen, hat Maria plötzlich mehr Zeit als ihr lieb ist.
    Sie beschäftigt sich trotz allem mit ihrer Beziehung zu Morlen und auch mit dem Haus ihrer Mutter. Da an ihrem Café einige Reparaturen anstehen, braucht sie Geld und müsste das Haus eigentlich verkaufen. Doch Maria ist emotional diesbezüglich sehr zerrissen, denn sie wuchs dort auf und auch Morlen liebt das Haus ihrer Oma.
    Die Aufräumarbeiten in dem Haus nehmen Maria sehr mit, denn es werden so viele Erinnerungen wach. Und dann findet sie auch noch Tagebücher ihrer Mutter, die sie sehr aufwühlen und in denen sie sich endlich einen Hinweis auf ihren Vater erhofft, den sie bis heute nicht kennt.

    Auch wenn Marias Gefühlslage sehr angespannt ist, hat es mir Freude gemacht, Maria zu begleiten, die uns ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt.
    Der Autorin gelingt es gut, Marias Emotionen darzustellen und dabei aber auch eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen und nicht nur in Problemen zu graben.
    Dennoch habe ich auch sehr mit Maria gelitten, die sich mit den vielen Dingen auseinandersetzen muss. Sie vermisst Simon und Hannah und stellt irgendwann sogar ihre Beziehung in Frage, als Simon sich immer seltener von seiner Tour aus bei ihr meldet. Morlen zickt rum und geht dann zu ihrem Vater, sie hat Geldsorgen, erlebt eine emotionale Achterbahn in Bezug auf ihre Mutter und deren Haus und dann taucht auch noch ein anderer Mann auf, der ganz offensichtlich Interesse an ihr hat. Da ist so einiges los in Marias Leben.

    Daneben beschreibt die Autorin ganz wunderbar die Schönheiten der Insel Norderney. Ich hörte das Meer rauschen und war gedanklich und vor meinem inneren Auge oft am Strand, sah den Wellen zu und spürte den Wind in den Haaren.

    Neben Maria gibt es noch einige wichtige Figuren und alle sind der Autorin gut gelungen. Sie sind realistisch dargestellt, facettenreich und bereichern die Geschichte.
    Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Gespräche zwischen Maria und ihrer Freundin Toni, die plötzlich auf der Insel auftaucht. Die beiden kennen sich von ihren vielen gemeinsamen Reisen durch die Welt und Toni kannte in früheren Jahren auch Simon.

    Meike Werkmeister berührt in diesem Roman viele Themen, die im Leben so vorkommen könnten. Da geht es um Lebensplanung, Lebensträume, Liebesbeziehungen, pubertierende Kinder und Familienbande.
    Ein bunter Themenmix, der vielfältige Emotionen auslöst, nachdenklich macht aber auch unterhaltsam und gefühlvoll dargestellt ist.
    „Über dem Meer tanzt das Licht“ hat mich mit seiner emotionalen Geschichte berührt und seinem schönen Setting Urlaubsfeeling ausgelöst. Eine Leseempfehlung nicht nur für Norderney-Fans!


    Fazit: 5 von 5 Sternen


    © https://fanti2412.blogspot.com


  20. Cover des Buches Luft zum Leben (ISBN: 9783423285131)
    Helga Schubert

    Luft zum Leben

    (106)
    Aktuelle Rezension von: Kwinsu

    In Helga Schuberts "Luft zum Leben - Geschichten vom Übergang" lesen wir 38 verschiedene Texte der renommierten Autorin, manche wurden bereits andernorts veröffentlicht, viele finden in diesem Erzählband ihre erste Publikation.

    Die Texte sind unterschiedlich was ihre Länge und ihre Themenwahl betrifft, aber allesamt sind sie sehr persönlich. Wir lesen über ihre Familie, ihr Schriftstellerinnen-Dasein, Schicksalsschläge, das Leben in der DDR, erahnen politische Haltung und emotionale Achterbahnfahrten, auch wenn diese nur äußerst nüchtern betrachtet werden.

    Um ehrlich zu sein: mit vielen der Texte konnte ich nichts anfangen, mir fehlte zu vielen Themen der Bezug, beispielsweise wenn sie über ihr Schriftstellerinnentum berichtet. Und auch wenn manche Themen interessant waren, fand ich den Schreibstil zu nüchtern, fand keinen Zugang. Lediglich wenn Schubert über das Fremde schreibt, die Beobachtungen, die sie hatte, wenn sie in den Westen reisen durfte, empfand ich sowas wie Emotionalität und es entstanden entsprechende Bilder in meinem Kopf. Dies geschah auch bei zwei Erzählungen, von denen ich einigermaßen begeistert war: Einerseits "Knoten" - ein Text über familiäre und persönliche Krebserkrankungen, der hinter der nüchternen Fassade Emotionalität hervorschauen, die Krankheit und den Umgang damit reflektieren ließ, verknüpft mit Sinnbildern, die der Geschichte abstrakten Raum geben. Der zweite Text: "Die Diktatur ist die Täterin. Oder?!". Hier verarbeitet Schubert ihr Verhältnis zum Regime der DDR, setzt ihre eigene Akte ein, die über sie geführt wurde und hält ihre Standpunkte fest, ihre Gedanken zur Partei. Hier ist sie explizit politisch, zeigt, wie unmöglich es war, der Partei genüge zu tun. Zwar ist die Sprache auch hier nüchtern und kaum emotional, aber sie gibt Einblick in ein Stück Zeitgeschichte, dessen Miterleben eng korsettiert war. In dem namengebenden "Luft zu Leben" berichtet die Autorin über ihr Muttersein, ein für mich eher verstörender Text, der "das Kind" mehr als Sache als ein Spross aus eigenem Fleisch und Blut erscheinen lässt.

    Zweifelsohne ist Helga Schubert eine literarische Erzählerin, sie konnte mich im Gesamten aber nicht abholen, auch wenn einzelne Texte in Erinnerung bleiben werden. Wer sich schon intensiver mit der Autorin beschäftigt hat und den nüchternen Erzählstil mag, könnte von "Luft zum Leben" begeistert sein.

  21. Cover des Buches Die Flut (ISBN: 9783596198351)
    Arno Strobel

    Die Flut

    (372)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Auf der Nordseeinsel Amrum geschehen grausame Morde – und schnell wird klar, dass ein hochintelligenter Täter am Werk ist, der ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei treibt. Einer der Ermittler erweist sich zusätzlich als äußerst unangenehmer Charakter, was die ohnehin angespannte Atmosphäre noch verstärkt.

    „Die Flut“ ist definitiv nichts für zartbesaitete Leserinnen und Leser. Der Thriller ist düster, intensiv und emotional fordernd – genau das Richtige für Fans von harten Psychothrillern. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und wird immer wieder durch Kapitel aus der Perspektive des Täters gesteigert. Diese Einblicke werfen viele Fragen auf und halten das Rätsel bis zum Schluss aufrecht: Wer steckt hinter diesen Taten?

    Gegen Ende wartet das Buch mit einem twistreichen Aha-Moment auf – einem dieser Enthüllungen, die einen kurz innehalten lassen und denken lassen: Darauf hätte ich kommen können.


  22. Cover des Buches Remember (ISBN: 9781503947382)
    Izabelle Jardin

    Remember

    (77)
    Aktuelle Rezension von: SteffiFee

    Inhalt: Als Leah ihren Traummann kennenlernt, gerät ihre bis dahin geordnete Welt ins Wanken. Und dann ist Connor Breckwohld – der Juniorchef einer Hamburger Reederei, auch noch verlobt. Trotzdem kommt es zu einem Date und einem ersten Kuss. Leah fragt sich, was dieser anziehende Mann von ihr will, wo er doch kurz vor seiner Hochzeit steht. Sie nimmt spontan Reißaus, kann ihn aber in den darauffolgenden Wochen nicht vergessen. Bei einem Wiedersehen entwickelt sich alles anders als gedacht und Leah versucht auf ihr Herz zu hören.


    Meine Meinung: Leider konnte mich diese Geschichte nicht packen, obwohl ich zwischendurch gerne mal etwas romantisches lese. Hierbei kam aber kein Gefühl von Romantik auf, da es eher kitschig zugeht und zu viele Wiederholungen vorkommen. Immer wieder spielt die Farbe Grün eine große Rolle, offenbar die Lieblingsfarbe der Hauptfigur Leah. Außerdem schwärmt sie ständig von Connors tollen After Shave und interpretiert zu viel in eine Skulptur namens „Makeda“ hinein. Diese sieht sie das erste Mal auf Connors Segeljacht und wird seit dem bis in ihre Träume hinein von Makeda begleitet. Die Handlung zieht sich bis zu einer dramatischen Wendung in die Länge. Durch dieses Ereignis kommt etwas mehr Spannung auf, so dass ich mich dazu entschied, die Geschichte zu Ende zu lesen. Den Schreibstil fand ich eigentlich gar nicht so schlecht, dennoch bin ich mit dem Lesen nur mühsam vorangekommen, weil das gewisse Etwas fehlte und zu viele Oberflächlichkeiten hervorgehoben wurden.


    Fazit: Wenig Romantik. Erst zum Ende hin kam Spannung auf.

  23. Cover des Buches Ostfriesenangst (ISBN: 9783596513055)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenangst

    (171)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Eine Schulklasse hat mit ihrem Lehrer eine Wattwanderung gemacht. Und ist ohne ihn zurückgekommen. Da gibt es zwei Möglichkeiten, denkt sich Ann Kathrin Klaasen. Entweder war er ein verantwortungsloser Mensch, der seine Klasse in große Gefahr gebracht hat, und dabei selbst ums Leben gekommen ist. Oder ein paar teuflische Schüler haben die Situation ausgenutzt, um einen unliebsamen Lehrer loszuwerden… Für Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller stellt sich bei ihren Ermittlungen die Frage: Sind die halbtoten Kinder am Strand von Norddeich Täter oder Opfer? 

    Meinung:

    Klaus Peter Wolf ist mit seinen Ostfriesenkrimis schon in aller Munde, kaum einer kennt ihn nicht und seine Bücher/Filme.

    Ich liebe seine Bücher einfach. Sie spielen dort, wo ich lebe. Wenn ich denke, das ich auch schon mal auf der Insel war, dort im Watt oder in dem Cafe ten Kate in Norden oder.....dann denke ich oft- hier war der Täter auch, hier wurde die Leiche gefunden usw..

    Das macht die Krimis so real und wirklich. Er schafft es einfach, das man sich total hineinversetzten kann. Das auch Personen , Orte, Geschäfte usw.. aus diesen Büchern wirklich gibt, finde ich schon toll. Zuanfang hat es mich etwas gestört, es kam mir eher wie Schleichwerbung vor für Ostfriesland vor. Aber man sieht daran auch, das der Autor diese Region einfach liebt. Und was wäre Cafe ten Kate ohne die Ostfriesenkrimis??

    Das hier ist Band sechs. Ich lese sie nicht der Reihe nach, sondern so wie ich lust drauf habe. Den Teil habe ich auch bereits im TV gesehen.

    Da jeder Band in sich abgeschlossen ist ( außer die Triologien über Rupert und Dr. Sommerfeldt), verpasst man nicht wirklich etwas. alles wichtige wird erzählt und wer die Bücher kennt, kennt auch die Charakteren schon.

    Ich mag Ann Karhrin, Weller und ja- auch nach langem, den Rupert. Obwohl ich den zuanfangs total blöd fand und den Hype um ihn nicht verstehen konnte. Aber langsam erreicht es auch mich.

    Er frischt mit seiner Art eben alles auf.

    Die Jugendlichen in diesem Teil haben es teilweise auch faustdicke hinter den Ohren, aber war wirklich einer von ihnen der Täter oder sind sie nur in etwas hineingeraten?

    Lest selber...

  24. Cover des Buches Der Nordseespuk (ISBN: 9783596034413)
    Tilman Spreckelsen

    Der Nordseespuk

    (53)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Inhalt
    Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr – statt dessen liegt nun eine Leiche im Schlick.
    Der erste von mehreren Toten, die Husum in Angst versetzen. Alle Ermordeten hatten Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf der Insel Nordstrand ein Paradies auf Erden, einen Gottesstaat errichten wollte. Storm entdeckt, dass die Gemeinschaft im Verborgenen bis heute besteht. Nimmt sie jetzt späte Rache?

    Meinung:

    Das ist der zweite Teil einer Reihe- die ich vorher nicht kannte. So habe ich mit diesem Teil begonnen, da ich es mal geschenkt bekommen habe. Den ersten Teil kenne ich somit nicht. Aber ich denke, man kann die Teile auch unabhängig voneinander lesen, denn die Teile sind in sich abgeschlossen, es ist jedes mal ein neuer Fall. Und alles wichtige wird erwähnt was man wissen muss.


    Erst einmal muss ich sagen, das ich es als richtigen Krimi nicht bezeichnen würde. Es ist zwar spannend und und teilweise aufregend, aber richtig Krimimäßig eben nicht.

    Für mich ist diesen Werk etwas besonderes, da ich selber aus der Nähe von Husum komme und oft durchfahre.

    Es spielt im 18. Jahrhundert und es wird wirklich bildlich die Zeit von früher beschrieben. Ich konnte mir wunderbar die alten Kachelofen vorstellen, die kleinen, zugigen Häuser, die Straßen, den Nebel und das Wasser. Ich war fast dabei.

    auch wurde hier wirklich gut Recheriert, finde ich- was die damalige Zeit und der Charakter einer bestimmten Person betrifft- die es tatsächlich gab.

    Die Charaktere sind gut gelungen finde, jedoch finde ich den Schreiber Söt etwas zu ruhig und zurückhaltend.

    Der Fall selber ist interessant und man überlegt, was da wohl im Gange ist.

    Gibt es tatsächlich eine Geheime Sekte  die schon seit Jahrhunderten ihre Finger im Spiel hat und verantwortlich für die Toten ist oder agieren hier ganz andere Personen?


    Ich würde germe die anderen Teile auch lesen, ich finde sie sehr interessant.

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