Bücher mit dem Tag "nordseekrimi"

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168 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nordseespuk (ISBN: 9783596034413)
    Tilman Spreckelsen

    Der Nordseespuk

     (52)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Inhalt
    Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr – statt dessen liegt nun eine Leiche im Schlick.
    Der erste von mehreren Toten, die Husum in Angst versetzen. Alle Ermordeten hatten Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf der Insel Nordstrand ein Paradies auf Erden, einen Gottesstaat errichten wollte. Storm entdeckt, dass die Gemeinschaft im Verborgenen bis heute besteht. Nimmt sie jetzt späte Rache?

    Meinung:

    Das ist der zweite Teil einer Reihe- die ich vorher nicht kannte. So habe ich mit diesem Teil begonnen, da ich es mal geschenkt bekommen habe. Den ersten Teil kenne ich somit nicht. Aber ich denke, man kann die Teile auch unabhängig voneinander lesen, denn die Teile sind in sich abgeschlossen, es ist jedes mal ein neuer Fall. Und alles wichtige wird erwähnt was man wissen muss.


    Erst einmal muss ich sagen, das ich es als richtigen Krimi nicht bezeichnen würde. Es ist zwar spannend und und teilweise aufregend, aber richtig Krimimäßig eben nicht.

    Für mich ist diesen Werk etwas besonderes, da ich selber aus der Nähe von Husum komme und oft durchfahre.

    Es spielt im 18. Jahrhundert und es wird wirklich bildlich die Zeit von früher beschrieben. Ich konnte mir wunderbar die alten Kachelofen vorstellen, die kleinen, zugigen Häuser, die Straßen, den Nebel und das Wasser. Ich war fast dabei.

    auch wurde hier wirklich gut Recheriert, finde ich- was die damalige Zeit und der Charakter einer bestimmten Person betrifft- die es tatsächlich gab.

    Die Charaktere sind gut gelungen finde, jedoch finde ich den Schreiber Söt etwas zu ruhig und zurückhaltend.

    Der Fall selber ist interessant und man überlegt, was da wohl im Gange ist.

    Gibt es tatsächlich eine Geheime Sekte  die schon seit Jahrhunderten ihre Finger im Spiel hat und verantwortlich für die Toten ist oder agieren hier ganz andere Personen?


    Ich würde germe die anderen Teile auch lesen, ich finde sie sehr interessant.

  2. Cover des Buches Ostfriesenblut (ISBN: 9783945386675)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenblut

     (288)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Es ist schon ein Jahr her, dass ich den ersten Band der Ann Kathrin Klassen-Reihe gelesen habe und genauso wie beim ersten Mal hab ich es wieder als Buddyread gelesen (SPOILER).

    Das hat mir gut gefallen:

    Auch wenn dieser Band etwas schwer angefangen hat, mochte ich den Beziehungs- und Familienaspekte, auch, dass es kein Schema war, dass sich in jeden Band wiederholt. Es gab Gänsehautmomente, aber auch Ekelmomente, die aber in der Geschichte sinnig waren. Sylvia aus dem ersten Band kam kurz vor, da bin ich gespannt, ob sie in der Reihe noch intensiver vorkommt. Geschickt werden mehrere mögliche Täter und Motive gestreut. 


    Das fand ich nicht so gut:

    Als erstes fand ich es blöd, dass es keine Kapitel gab. Das ist sicherlich auch eine Sache der Vorliebe, ich mag es aber zur Orientierung, wenn richtige Kapitel vorhanden sind. Auch fand ich Ann Kathrin an manchen Stellen vorhersehbar leichtsinnig, das hat mich tatsächlich etwas genervt, sie ist ja erfahren und da hätte man sicherlich auch etwas abgesicherter rangehen können. Auch fand ich die Sichtwechsel manchmal anstrengend, weil mir beim lesen manchmal nicht klar war, dass die Sicht gewechselt hat und ich dann von dem Verlauf irritiert war.


    Fazit: 

    Ich gebe zu, ich hatte etwas Sorge, dass die einzelnen Krimis der Reihe alle nach einem gleichen Schema ablaufen. Das ist hier nicht der Fall. Gleichzeitig ist der Band zunächst etwas schwer und es passieren zum Teil vorhersehbare und klischeehafte Dinge. Auch geht es mir hier so, dass mich Ann Kathrin einfach interessiert und ich allein wegen ihrer Geschichte weiterlesen möchte. Auch hängen die einzelne Bände immer mit einem ernsten Thema zusammen, was mir gut gefällt. 


    Bleiben oder Weg? Also den Dritten Band hab ich noch hier, danach brauch ich Nachschub :)

  3. Cover des Buches Mord am Meer (ISBN: 9781508528333)
    Leo Fischl

    Mord am Meer

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Angeliques_Leseecke
    Kommissar Jürgen Kempner aus Hannover soll seine Kollegen in Cuxhaven bei einem grausamen Mord unterstützen. Ermordet wurde die 23-jährige Bäckereiverkäuferin Christina Friedrich, sie wurde mit heißem Wachs übergossen und ist elendig erstickt.
    Leider erhält Kommissar Kempner keine Unterstützung von seinen Kollegen, eher behindern sie ihn bei seinen Ermittlungen. Die Kollegen sind der Meinung, dass sie keine Unterstützung aus der Landeshauptstadt haben brauchen… sie sind der Meinung, dass es sich um einen Serientäter handelt.
    Unterstützung erhält Kempner von seiner Kollegin Paula Petersen aus Hannover. Kempner vermutet eine Beziehungstat hinter diesem Mord. Die Ermittlungen führen Kempner und Petersen von Cuxhaven über Delmenhorst nach Bremerhaven und sie entdecken, dass das Opfer etwas zu verbergen hatte.

    "Mord am Meer" ist ein gelungenes Krimi-Debüt von Leo Fischl und hat mir einen spannenden Nachmittag beschert. Der flüssige und lockere Schreibstil haben es möglich gemacht.
    Die Spannung wird langsam aufgebaut, steigert sich im Laufe des Buches und das Ende hat mich total überrascht.
    Die Protagonisten sind authentisch und lebendig, Kempner und Petersen sind mir gleich sympathisch. Am Anfang tat Kempner mir echt leid, als ihn keiner aus Cuxhaven unterstützen wollte. Hier kommen die sturen Norddeutschen nicht so gut weg, aber wir können auch anders.
    Die bildhaften Beschreibungen von Land und Leute finde ich gut gelungen, ich hatte das Gefühl als ob ich mitten im Fall bin. Auch konnte ich die Einsamkeit von Kempner nachvollziehen und förmlich spüren.

    Fazit:
    Ein gelungenes Debüt, etwas für Zwischendurch!!!
    Über einem weiteren Fall von Kempner und Petersen würde ich mich freuen.
  4. Cover des Buches Ostfriesenkiller (ISBN: 9783945386446)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenkiller

     (450)
    Aktuelle Rezension von: Ines_Balkow

    Bei diesem Krimi bin ich etwas zwiegespalten. Die Story hat mir gut gefallen, die Spannung war aus meiner Sicht wirklich hoch. Die Aufklärung des Falls war dann auch sehr überraschend für mich, sodass ich mich richtig gut unterhalten gefühlt habe. Leider bin ich mit den Charakteren nicht so richtig warm geworden. Niemand in dem Buch konnte meine Sympathie gewinnen. Gerade die Protagonistin und Hauptkommissarin hat mich zeitweise mit ihrem Verhalten eher aufgeregt. Sowohl im Job als auch privat konnte ich viele ihrer Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen. Das hat mich so gestört, dass ich daher die Reihe leider auch nicht fortsetzen werde. Da ich keine halben Sterne vergeben kann, gibt es trotzdem vier Sterne von mir.

  5. Cover des Buches Friesensturm (ISBN: 9783426510223)
    Birgit Böckli

    Friesensturm

     (32)
    Aktuelle Rezension von: parden
    RASTLOS AUF SPIEKEROOG...

    Auf Spiekeroog treibt ein Mörder sein Unwesen. Die Insulaner schließen von vornherein aus, dass der Täter einer von ihnen ist. Diese eingeschworene Haltung der Friesen erschwert die Ermittlungen der beiden Hauptstadtkommissare Thomas Berg und Freda Althuis erheblich. Und der Sturm, der sich vor der Insel zusammenbraut, wird bald alle Spuren verwischen.

    Hauptkommissar Thomas Berg hat sich nach einem schweren Schicksalsschlag auf die Nordseeinsel Spiekeroog versetzen lassen. Auf dem ruhigen Eiland hofft er, den Geistern der Vergangenheit zu entkommen, doch statt der ersehnten Ruhe trifft er auf einen Vorgesetzten, der ihn nicht gerade willkommen heißt und ihm den beruflichen Alltag so schwer wie möglich macht. Da kommt die Nachricht von einem Mord fast schon wie gerufen, denn nun müssen endlich ernsthafte Ermittlungen erfolgen. Und dazu trifft mit Hauptkommissarin Freda Althuis Verstärkung vom Festland ein, was Bergs Vorgesetzten jedoch die Galle überlaufen lässt.

    Für persönliche Befindlichkeiten bleibt allerdings keine Zeit, denn bald schon ereignet sich ein zweiter Mord. Zufall? Oder gibt es zwischen den beiden Mordfällen einen Zusammenhang, der sich nicht auf den ersten Blick erschließt? Rasch stellt sich heraus, dass der Dienststellenleiter nicht der einzige Insulaner ist, der Auswärtigen gegenüber wenig offen ist. Höflich aber wortkarg erschweren die Inselbewohner die Ermittlungen von Thomas Berg und Freda Althuis. Hinzu kommt, dass sich das Wetter zunehmend verschlechtert und den Sommer hinter dunklen Wolken verschwinden lässt.

    Thomas Berg ist ein verschlossener Charakter, der gute Polizeiarbeit leistet, ansonsten aber Menschen eher meidet, wann immer es geht. Er hadert mit dem Schicksal sowie mit Schuldgefühlen, die sich vor allem nachts in seinen Träumen bahnbrechen. Entsprechend zerschlagen von schlaflosen Nächten, quält er sich durch die Tage der Ermittlungen, zusätzlich zermürbt durch eine hartnäckige Erkältung. Die ersehnte Sonne bleibt aus, Regen und Sturm machen die Lage immer ungemütlicher. Die Sorge, etwas zu übersehen, die ungelöste Frage nach dem Motiv, die bedrückenden Einblicke in die Geheimnisse hinter manchen Haustüren - Berg gewinnt zunehmend den Eindruck, auf einen Abgrund zuzusteuern...

    Erzählt wird chronologisch mit Angaben von Datum und Zeit zu Beginn jeden Kapitels. Die Erzählung behält - bis auf den Prolog - stets den Fokus auf das Geschehen um Thomas Berg. Dadurch fehlen beispielsweise Einblendungen auf die Sicht und die Motivation des Täters, wodurch der Leser allerdings bis zum Schluss hinsichtlich des Mörders und der Hintergründe im Trüben stochert.

    Der Schreibstil ist flüssig unter Verwendung wenig komplexer Satzstrukturen. In den ersten zwei Dritteln liegt der Schwerpunkt vor allem in der Beleuchtung der Ermittler und ihrer Tätigkeiten, ohne dass die Spannung sonderlich anzieht. Dies ändert sich im letzten Drittel deutlich, als die Ereignisse beginnen, sich zu überschlagen, und die Ermittler am besten überall gleichzeitig sein sollten. Die Ermittlungen selbst basieren in erster Linie auf Intuition und weniger auf logischen Schlüssen, was in der Summe für mich nicht ganz glaubwürdig war.

    Insgesamt ein erster netter Krimi um die Hauptkommissare Thomas Berg und Freda Althuis, der ein wenig Inselflair verbreitet, ansonsten aber doch noch deutlich Luft nach oben hat...


    © Parden
  6. Cover des Buches Ostfriesenmoor (ISBN: 9783596513062)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenmoor

     (245)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ich liebe diese Ostfriesland Krimis. Auch diesen konnte man wieder nicht aus der Hand legen. Die Handlung, die Charaktere, das Zusammenspiel, die überraschenden Wendungen, der Humor und vor allem die Spannung, die einen die Nacht durchlesen lässt. Ich bin wieder voll auf meine Kosten gekommen. 

    Im Moor wird eine Hand gefunden. Bald stellt sich heraus, dass diese von einem Kind ist und zu aller Entsetzen, dass sie ausgestopft wurde. Wer ist denn bloß so krank und gestört ? Mehr will ich nicht verraten ohne zu spoilern. Nur soviel sei vielleicht noch angemerkt. Ich kann Rupert nicht leiden und mag seine respektlose abwertende, großkotzige, dumme Art so gar nicht. Aber in diesem Buch ist er fast sympathisch und tut mir sogar ein bißchen leid mit seiner beschränkten Weltansicht.

    Ich kann jedem Krimifan diese Reihe nur ans Herz legen und freue mich, dass ich noch ein ungelesenes Buch davon im Regal habe. Dies Buch ist Spannung pur und ich bin erschüttert, was Lucy und ihre Mutter durchmachen müssen. Unfassbar, wie eins zum anderen führt und die Familie völlig zerstört.


  7. Cover des Buches Ostfriesensünde (ISBN: 9783596513031)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesensünde

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm_Lara

    Zum vierten Mal ermittelt Ann-Kathrin Klaasen in diesem Buch.

    Irgend jemand scheint junge Frauen einzumauern um sie jämmerlich hinter einer Wand sterben zu lassen. Warum? Wer ist der ‚Maurer‘? Was will er bezwecken? Die extra eingerichtete SOKO will unbedingt die mittlerweile nicht mehr unbekannte Ann-Kathrin Klaasen für sich gewinnen.
     Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise zum Tod von Ann-Kathrins Vater plötzlich, und die Kommissarin kann gar nicht anders als diesen Hinweisen zu folgen… auch wenn sie immer weniger mag was sie da herausfinden soll. Wird sie endlich die Mörder ihres Vaters ihrer gerechten Strafe zuführen können?


    Klaus-Peter Wolf wartet mal wieder mit einem eigentlich sehr schönen Krimi in Ostfriesland auf. Die Sprache ist typisch für ihn, relativ einfach gehalten, aber nie völlig unpassend oder zu einfach.


    Sehr schön ist auch dieses Mal wieder der Blick in den Kopf des Täters – oder in diesem Fall sogar in die Köpfe der Täter. Immer eine schöne Abwechslung mal zu sehen, was so passiert während die Polizei noch im dunklen tappt.


    Leider habe ich dieses Mal aber wesentlich mehr zu meckern als sonst, denn dieses Mal werden hier irgendwie glatt zwei Fälle in einem abgehandelt – und leider fühlt es sich teilweise nicht nach viel mehr als schnellem abhandeln an. Mal wieder drängt sich Ann-Kathrin mit ihrem privaten Kreuzzug stark ins Rampenlicht, handelt unüberlegt und sicher nicht korrekt. Dabei verdrängt sie den eigentlich sehr interessanten Fall des ‚Maurers‘ irgendwie sehr. Die extra gebildete SOKO bringt eigentlich neue Charaktere in die alt bekannten Teams ein, die sicher für viel Abwechselung hätten sorgen können – wenn man ihnen denn die Chance dazu gegeben hätte! So ist es leider irgendwie mal wieder viel das gleiche und mal wieder geht es irgendwie vor allem um Ann-Kathrins Vater. Davon habe ich mittlerweile aber wirklich genug gehört.


    Beide Handlungsstränge hätten ganz sicher nicht wenig Potential, da will ich gar nichts gegen sagen, aber so ist irgendwie bei beiden viel verschenkt worden. Schon vorher war das Drama um den toten Vater und den damaligen Banküberfall immer wieder stark im Fokus der Handlung wo er gar nichts zu suchen hatte, aber dieses Mal wird es wirklich extrem. Ich denke mit langsamerem Aufbau und längerem hinarbeiten hätte das sicher eine Spannende Geschichte werden können – mit einen eigenen Buch, in dem am besten das ganze Team endgültig diesem speziellen Fall nachgeht. In diesem Buch hätte es um den ‚Maurer‘ gehen sollen. So hatte ich das Gefühl das beides zu kurz gekommen ist!


    Die Charaktere scheinen sich nicht zu sehr zu entwickeln. Rupert ist vor allem anstrengend und Ann-Kathrin ist auch nicht so ganz sauber. Man hört irgendwie immer wieder das selbe. Liegt das nur daran, dass ich diese Bücher so schnell nacheinander lese, oder ist das tatsächlich ein grundsätzliches Problem? Ganz sicher bin ich mir nicht. Ich verstehe auch, dass dies Bücher für Leute verständlich sein sollen, die die anderen Teile der Reihe nicht kennen, daher habe ich nicht einmal etwas dagegen Hintergründe und Erklärungen zu Charakteren immer mal wieder zu lese, das ist völlig in Ordnung, aber es sollte halt auch immer mal was neues dabei rüber kommen.


    Es ist auf jeden Fall mehr ein Krimi für zwischendurch, nichts mit richtig viel Tiefgang, aber das ist ja auch nicht unüblich für diese Bücher und auch nicht schlecht.


    Trotzdem mag ich das nordener Urlaubsgefühl das hier aufkommt, und beide Handlungen bieten eigentlich viele Möglichkeiten. Es wird zum Ende auf jeden Fall in beiden Fällen spannend, es ist auch nicht schlecht geschrieben. Leider wird hier einiges Potential verschenkt, hier und da hätte es mehr Tiefgang geben können.
     Ich habe aber die Hoffnung, dass es dafür jetzt in Zukunft besser werden könnte. Vielleicht ein bisschen weniger Ann-Kathrin privat in Alleingängen und mehr Fokus auf Ermittlungsarbeiten. Mal sehen!


    Dieses Mal nur 3/5 Sternen von mir. Leider halt dieses Mal nicht so recht überzeugend, nicht ganz das Niveau welches ich erwartet hatte.

  8. Cover des Buches Ostfriesenfalle (ISBN: 9783596513048)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenfalle

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Luchi0978

    Der fünfte Fall von Ann-Kathrin Klaasen führt einen zuerst nach NewYork. Dort sollen Weller und Ann-Kathrin Klaasen überprüfen ob ein totgeglaubter doch noch lebt. Und tatsächlich mehren sich die Indizien das er noch lebt aber wie kann das sein? Immer weitere Kreise zieht das ganze in die auch Ubbo Heide persönlich verstrickt ist. Bis kurz vor Ende ist nicht ganz klar wie alles zusammen hängt.

    Ich gebe zu ich habe mich an manchen Stellen schwer getan weiterzulesen. Trotzdem fand ich die Entwicklung sehr spannend und recht gut geschrieben.  Durch dieses Buch ist mir klar geworden wie heikel das Thema ist. Der Leser bekommt ein sehr authentischen Einblick. Und wie bei allen Krimis von Klaus-Peter Wolf weiß man bis zum Schluss nicht wie es wirklich ausgeht. Und das ich mich schwer getan habe an dem Buch dran zu bleiben ist eine ganz persönliche Sache. Deswegen auch vier Sterne.



  9. Cover des Buches Der Brombeerpirat (ISBN: 9783939689881)
    Sandra Lüpkes

    Der Brombeerpirat

     (30)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Endlich hat Wencke Tydmers Urlaub und will diesen mit ihrem Freund auf den Kanaren verbringen. Oder lieber doch nicht? Da kommt es ihr gerade recht, dass Ihr Bruder Jasper in der Nacht vor seinem runden Geburtstag spurlos verschwindet und sie sich auf Norderney nach ihm auf die Suche machen kann. Dumm nur, dass Kollege Sanders auch hier ist, der den Tod eines vierzehnjähriges Mädchen untersuchen soll….

    Wieder ein gelungenes Buch der Autorin, deren Schreibstil ich einfach mag in dieser Serie um und mit Wencke Tydmers und Axel Sander.


    Es ist auch ein eher ruhiger Krimi, der ohne viel Mord und Totschlag auskommt; und trotzdem fand ich die Geschichte gut aufgebaut und auch spannend.


  10. Cover des Buches Mordsblues (ISBN: 9783750408029)
    Ulrike Busch

    Mordsblues

     (7)
    Aktuelle Rezension von: hasirasi2

    Veranstalter Björn Rock will ein Bluesfestival in Sankt Peter-Ording etablieren. Doch am vorletzten Abend werden der Star der Show, der Sänger Hark Nansen, und seine Bassistin Dora nach ihrem Auftritt ermordet. 


    Die Kommissare Anders und Stern hatten auf ein ruhiges Wochenende gehofft, als sie zum Tatort gerufen werden. Stattdessen müssen sie jetzt inmitten des Festivals ermitteln, ohne dass die Besucher und Teilnehmer zu viel davon mitbekommen. 

    Die Zeugenlage gestaltet sich schwierig, da es zum Tatzeitpunkt bereits dunkel war. Die anderen Bandmitglieder verdächtigen sofort Harks Ehefrau Sina. Die Ehe lief nicht mehr besonders gut und ihm und Dora wurde ein Verhältnis unterstellt. 

    Aber auch Veranstalter Björn Rock und der Lokalpolitiker Frerik Wree, der auf unbedingten Nationalstolz dringt („Nordfriesland muss nordfriesisch bleiben. Ich möchte unsere Region vor zu vielen fremden Einflüssen schützen. Die Globalisierung macht unser Heimatgefühl kaputt.“ (S. 224)), geraten ins Visier der Ermittler, weil sie eine alte Fehde verbindet. Außerdem versuchen beide, jeweils ein neues In-Getränk (Alkopop) zu lancieren und bekommen sich deswegen regelmäßig in die Wolle. Sind Hark und Dora der Kollateralschaden des eskalierenden Streits? 


    „Mordsblues“ von Ulrike Busch ist bereits der 4. Teil der Reihe Anders und Stern, aber ein in sich geschlossener Fall der ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelesen werden kann. 

    Die Autorin ist bekannt für ihre Cosy-Krimis – unblutige, leichte und vor allem unterhaltsame Bücher mit viel Lokalkolorit. Die verschiedenen Verdächtigen laden zum Mitraten ein, auch wenn es diesmal erst gegen Ende so richtig spannend wurde. 

    Durch Frerik Wree hat der Fall einen sehr aktuellen, brisanten Hintergrund. Sein Lokalpatriotismus geht soweit, dass er allem Nicht-Nordfriesischem extrem ablehnend gegenübersteht. Er sammelt die ziellose Jugend um sich und spannt sie für seine Zwecke ein. Sie müssen sich ihm total unterordnen – Parallelen zum Nationalsozialismus deuten sich an. Selbst bei dem von ihm entwickelten Alkopop pocht er auf die nordfriesische Herkunft. 


    Mein Fazit: Schöner Cosy-Krimi mit viel Lokalkolorit, sympathischen Ermittlern und brisantem Hintergrund.

  11. Cover des Buches Nordhörn (ISBN: 9783866809642)
    Jürgen Rath

    Nordhörn

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Claudia-Marina
    Steffen Stephan wird nicht gerade vom Glück verfolgt – als Aushilfsarchivar wird er auf eine kleine Nordseeinsel versetzt und das dortige Archiv auf Vordermann zu bringen. Mitten im Winter 1959. Wirtschaftswunder? Nie davon gehört.
    Er ist kein gerngesehener Gast, und das liegt nicht nur daran, dass er allem eine neue Ordnung geben will. Man hat Angst; Angst davor, dass Steffen etwas entdecken könnte. Etwas, dem schon sein Vorgänger auf der Spur war. Und der kam unter ungeklärten Umständen ums Leben.

    Bald wird auch Steffen gejagt. Auf einer Insel, die zudem durch Eisgang von der Außenwelt abgeschnitten ist.

    Zugegeben, der Name des Protagonisten ist wirklich nicht gut. Steffen Stephan – für mich ist das eindeutig zu phantasielos. Das ist dann aber auch das einzige, was ich an Jürgen Raths Roman auszusetzen habe.

    Nordhörn ist ein eher klassischer Krimi, ohne großes Gemetzel und Blutvergießen. Es gibt ein Verbrechen und jemanden, der es auflösen will. Ganz einfach – und trotzdem gut. Denn es muss nicht immer das ganz große Kino sein, um zu begeistern und in den Bann zu ziehen. Steffen ist ein einfacher Archivar, sehr genau und ordentlich in dem, was er tut – wahrscheinlich eine Berufskrankheit – und dabei ist er auch ein wenig spröde. Um nicht zu sagen langweilig. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird er immer sympathischer, denn er lässt sich nicht von der Feindseligkeit der Inselbewohner verjagen. Er hat einen Auftrag und den will er zu Ende bringen.

    Hervorzuheben ist bei diesem Krimi aber besonders die Atmosphäre. Eine kleine Insel, die immer noch im Nachkriegszeitalter feststeckt. Es gelingt Jürgen Rath, diese Atmosphäre glaubhaft zu beschreiben und ihr ihren ganz eigenen Charme einzuhauchen – ohne sie dabei auf- oder abzuwerten. So wird Nordhörn auch ein wenig zu einem historischen Krimi.

    Nebenbei fällt auf, dass ein Großteil der Handlung von der Seefahrt bestimmt wird. Ich als Landratte verstehe davon nichts, doch auch das wird überzeugend umgesetzt, inklusive Glossar am Ende. So ist der Krimi nicht nur was für Fachleute und Seemänner (und Frauen!), sondern auch für Laien. Für die einen ist es ein spannender Krimi mit Einführung in die Schifffahrt, für die anderen ein unterhaltsamer Roman in gewohnten Wassern.

    Und alles in allem ist Nordhörn ein gelungener Krimi.
  12. Cover des Buches Ostfriesengrab (ISBN: 9783596513024)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesengrab

     (232)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Eigentlich hab ich dieses Buch schon lange ausgelesen, konnte mich aber irgendwie nicht richtig motivieren, die Rezension dazu zu schreiben. Und wenn ihr diese Rezension liest, versteht ihr auch, dass ich dafür Zeit brauchte und sie nicht mal eben so schreiben konnte. Dieser dritte Band der Reihe war für mich ein wichtiger Band, denn ich wollte nach dem Lesen entscheiden, ob ich die Reihe weiterlese oder nicht. Die Antwort bekommt ihr in der Rezension (SPOILER).


    Allgemeines: 

    Ich gebe zu, ich bin von Anfang an nicht so richtig warm mit der Reihe geworden. Nach dem ersten Teil dachte ich mir, ich gebe ihr erst mal eine Chance (der zweite Teil war auch okay), aber vor allem las ich die drei Bände im Buddyread, der mir viel Spaß machte. Ich wollte sie unbedingt wegen ihrem Handlungsort lesen. Auch finde ich es bei einer so langen Reihen durchaus okay, wenn ältere Bände "schlechter" sind oder zwischendurch mal ein Band schwächelt. 

    Ich möchte viel über meinen Eindruck erzählen und deswegen, wer nicht gespoilert werden will, sollte nicht weiterlesen :)


    Das hat mir gut gefallen:

    Es gab kleine Momente, die ich mochte. Situationen mit Humor und Komik. 

    Mir gefiel auch das miträtseln, wer es denn der Täter sein könnte.


    Das fand ich nicht so gut:

    Puh, ja ... unter diesen Punkt kann ich leider sehr viel schreiben. 

    Erst mal find ich es immer doof, wenn sehr früh mögliche Verdächtige oder sogar ein Täter feststehen und dann noch ewig um sie rum getänzelt wird. Noch schlimmer ist es, wenn diese Personen am Ende gar nichts mit dem Fall zu tun haben. So war für mein Gefühl sehr schnell die Luft raus, weil es sich anfühlte, als sei der Fall geklärt, er wurde aber nicht richtig ruhen gelassen, was dann mit der Zeit sehr anstrengend wurde. 

    Die Geschichte war einfach komisch aufgebaut. Es gab recht früh einen langen zeitlichen Sprung, in dem wohl nichts weiter passiert ist, und dann kracht es doch wieder. Auch ist der tatsächliche Täter schon früh grundsätzlich präsent, in der Geschichte gab es dann aber zum Täter Geschehnisse, die nicht zusammenpassten (er kann nicht an zwei Orten gleichzeitig) bzw. bei denen nicht genug die zeitliche Ebene geklärt wurde. Am Ende wurden so viel Hinweise gestreut, dass es nur noch nervig wurde. 

    Was ich aber schon sehr früh bemerkt habe, war: Es wurde irgendwie nie richtig ermittelt. Keine Befragungen, keine Erkenntnisse, keine Indizien. Haltlos und ohne roten Faden. Aber darauf basierend wurden Dinge gemacht, die gar nicht ohne nachweisbaren Grund durchgeführt werden könnten, und dann wurde auch da nicht richtig ermittelt. Sehr viel unüberlegtes Verhalten kam dazu. Das war hier einfach in einer sehr großen Fülle der Fall. 

    In diesem Band hatte ich dann auch eine Erkenntnis: Es gibt eine Kommissarin, aber wie sie ist, ist einfach typisch Kommissar, also nach dem Klischee. Sie arbeitet viel, hat ihre Familie aufgegeben, ist knatschig, dass ihr Mann sie verlassen hat, meistens rational, macht Alleingänge und meistens völlig ohne Emotionen. Wenn aber Emotionen ins Spiel kommen, passt das überhaupt gar nicht zu dem restlichen Charakter und wirkt übertrieben. Ich find sie leider total unsympathisch. 

    Egal, wer es gemacht hat, mich haben die Alleingänge wirklich sehr genervt. Auch, das Ann am Ende immer selbst ein Opfer oder in Gefahr kommt. Und leider nervt auch dieser Strang mit ihrem Vater und wer ihn umgebracht hat. 

    Bei allem dem geht es um die Menge und die Häufigkeit.

    Besonders fand ich es schade, dass die vorigen Bände überhaupt gar nicht erwähnt wuden. Kein Stress mit dem Mann und seiner neuen Freundin bzw. eher, wie deren Verhältnis nun ist, nachdem Ann mit der neuen Freundin ihres Mannes als Geiseln genommen wurde, nichts zum Gerichtsverfahren des Sohnes, und das alles im Kontext dessen, dass ja geschichtlich viel Zeit vergangen ist. 


    Fazit: 

    Auf den letzten knapp fünfzig Seiten wollte ich das Buch am liebsten in die Ecke pfeffern, weil das alles so zäh, so planlos und so unlogisch war. Durch den Riesenzeitsprung wirkt es wie zwei parallele Geschichten. Insgesamt wirkt es, als hätte es die vorigen Bände nicht gegeben. Hab mich gefragt, ob ich doch die falsche Reihenfolge gelesen habe. Ich habe es nur wegen dem Buddyread zu Ende gelesen. Auch die Erkenntnisse, dass ich Ann einfach gar nicht mag, half mir bei der Entscheidung, dass ich die Reihe nicht weiterlesen werde.


    Bleiben oder Weg? Ich hab die drei Bände, die ich hatte, bereits meiner Mama gegeben und bin gespannt, was sie dazu sagt. 

  13. Cover des Buches Sterbekammer (ISBN: 9783404183241)
    Romy Fölck

    Sterbekammer

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Dunkel ragt die Silhouette der alten Deichmühle in den Himmel. Es ist ein unheimlicher Ort, an den sich der alte Josef Hader vor vielen Jahren zurückgezogen hat. Seither meidet er jeden Kontakt mit den Menschen im Dorf. Als eines Nachts von Polizistin Frida Paulsen die Leiche dieses Eigenbrötlers entdeckt wird, ist das nicht ihr einziger grausiger Fund in dem alten Gemäuer: Unter einer Bodenklappe verbirgt sich eine spärlich möblierte Kammer, die Schreckliches erahnen lässt. Auf dem Bett liegt ein Sommerkleid, das Fridas Kollegen Bjarne Haverkorn nur allzu bekannt vorkommt. Vor zehn Jahren verschwand in der Marsch eine junge Frau, von ihr fehlt bis heute jede Spur ...


    "Sterbekammer" war mein erstes Buch von Romy Fölck. Es ist der dritte Teil einer Reihe, die Vorgänger kenne ich bisher nicht, aber ich hatte keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, auch wenn die Figuren zum größten Teil dieselben sind. Da ist zum einen die Polizistin Frida Paulsen, die noch relativ neu in der Abteilung ist und bisher anscheinend "Welpenschutz" hatte bei ihrem alten Chef. Das ist aber nun vorbei, denn Nick Wahler übernimmt als neuer Vorgesetzter und hat hohe Erwartungen an sein Team. 

    Bjarne Haverkorn steht eigentlich schon kurz vor der Pensionierung, zur Zeit ist er noch krankgeschrieben wohl aufgrund von Ereignissen im vorherigen Buch. Er war mir gleich sympathisch, auch wie er sich um seine Tochter kümmert, von deren Existenz er erst kurzem erfahren hat. 


    Neben dem Kriminalfall geht es auch um das Privatleben der Ermittler. Bjarne hat vor kurzem erst seine Tochter kennengelernt und dadurch ganz neue Perspektiven. Und Fridas Eltern machen sich Sorgen um das weitere Bestehen ihres Apfelhofs in der Elbmarsch. Das Geschäft geht schlecht und die Konkurrenz ist groß, aber schließlich ist der Hof Fridas Zuhause, eine Lösung muss her.


    Der Fall der verschwundenen Frau und das Geheimnis Kammer in der alten Mühle nimmt aber trotzdem den größeren Teil der Handlung ein. Mir hat der Schreibstil gut gefallen, die Spannung wird durch den Wechsel der Erzählperspektiven aufrecht erhalten. Zwischendurch gibt es Kapitel in der Ich-Form, bei denen man natürlich ahnt, wer hier erzählt, was aber trotzdem nichts über den Ausgang der Geschichte verrät. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und neue Erkenntnisse. Irgendwann hatte ich zwar einen Verdacht, den Täter betreffend, aber trotzdem blieb es weiter spannend.


    Fazit: Ein gut konstruierter Kriminalroman mit sympathischen und realistischen Hauptfiguren, den ich gerne gelesen habe und sicher werde ich auch noch weitere Teile der Reihe lesen. 

  14. Cover des Buches Ostfriesenangst (ISBN: 9783596513055)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenangst

     (169)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Eine Schulklasse verläuft sich im Wattenmeer, angeführt von ihrem halsstarrigen Lehrer. Die Leiche, die später angespült wird, ist aber nicht ertrunken, sondern erschossen worden.

    Wieder ein wahrer Pageturner aus Ostfriesland. Ich liebe diese Reihe um die Polizistin Ann Kathrin Klaasen, die in Ostfriesland bei Mordfällen ermittelt. Die Bücher sind spannend, die Charaktere gut beschrieben und bis auf Rupert sympathisch und die Mischung zwischen dem eigentlichen Fall und den Ermittlern Privat ist genau passend. 

    Die Schüler sind nicht durchweg erschüttert über den Tod ihres Lehrers, da er ziemlich unbeliebt war, aber dass plötzlich Jagd auf sie eröffnet wird und ein Schüler zu Tode kommt, damit rechnet keiner. Bei der Polizei passiert eine Panne nach der anderen. Inkompetenz, Absicht  oder stecken die Schüler dahinter ? Die Ereignisse überschlagen sich und alle scheinen irgendwie durchzudrehen. Selbst die eher scheue Pressesprecherin rastet komplett aus. Rupert benimmt sich wie immer daneben und der Chef ist am Verzweifeln. Herrlich, spannend und süchtig machend. Starte direkt den nächsten Band.

  15. Cover des Buches Nebeltod (ISBN: 9783404173181)
    Nina Ohlandt

    Nebeltod

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Lene-s

    Was mich bei dieser Krimireihe bei der Stange hält, sind die Charaktere des Ermittlerteams.  Personen beschreiben liegt N.Ohlandt, dies gilt auch für Nebenfiguren. Angenehm sind auch die Landschaftsbeschreibungen, die nicht zu viel Raum einnehmen.

    Ansonsten mag ich den Schreibstil der Autorin nicht besonders: zu langatmig, manchmal in Klischees abdriftend und, was hier  besonders nervt, die sehr oft dazwischen gestreuten Zitate irgendwelcher Schriftsteller. Das wirkt prätentiös - so, als ob sie ihren Krimis dadurch eine größere Bedeutung verleihen möchte, oder ihre Belesenheit demonstrieren. Hier wäre weniger eindeutig mehr - ich habe jedenfalls diese aus irgendeiner Zitat-Website abgeschriebenen Zitate überlesen, als es mir zu viel wurde.  Eine Stelle in diesem Krimi ärgert mich dann auch besonders: ihr laienhaftes und schlecht recherchiertes Urteil über Goethe, welches sie einer Protagonistin in den Mund legt. Auch wenn sich die Protagonistin zu guter Letzt als in ihrem Urteil sehr extrem herausstellt, dies ist unnötig viel aufgewirbelter Staub.

    Alles in allem ein bisschen zu viel  offensichtlich präsentierte Botschaft, verpackt in eine Geschichte mit mittlerem Spannungsbogen. Wenn man über Ersteres hinwegsieht, bleibt ein durchschnittlich netter Küstenkrimi.

  16. Cover des Buches Die Frau auf Nordstrand (ISBN: 9782496701111)
    Anna Johannsen

    Die Frau auf Nordstrand

     (42)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Eine Tote Frau wird in einem Waldstück gefunden. Es ist die seit längeren vermisste Thai. Ein sehr verworrener Fall der Lena Lorenzen beschäftigt.
    Ich fand die Personen und Handlungen am Anfang sehr verworren und irritierend und ahbe etwas gebraucht um in dieses Buch rein zu kommen.
    Die Geschichte an sich war sehr spannend und hat mir um einiges besser gefallen als der Fall davor. Die Handlungen waren dieses mal weniger vorhersehrbar, so dass das Lesen sehr viel Spaß gemacht hat.

  17. Cover des Buches Granat für Greetsiel (ISBN: 9781477821800)
    Dirk Trost

    Granat für Greetsiel

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch punktet mit einer ordentlichen Portion Spannung - für das Genre des Regionalkrimis nicht gerade selbstverständlich. Mann kann sogar sagen, dass für dieses Genre eine bemerkenswerte Brutalität festzustellen ist.

    Das Spannungsniveau kann allerdings nicht durchgehend aufrecht erhalten werden. Bei einem ersten Band zu einer Reihe nicht ungewöhnlich, müssen doch erst einmal die Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander heraus gearbeitet werden.

    Die Figuren sind gut und mit Sorgfalt gezeichnet und man kann sich als Leser gut hineinversetzen. 

    Die Handlung kam mir nicht immer so ganz schlüssig vor. Ein Fehler, den man dem Autor als dessen Erstlingswerk, diesmal verzeihen sollte.

    Ich werde sicher recht schnell den nächsten Band lesen und freue mich schon darauf.


  18. Cover des Buches Das Salz der Friesen (ISBN: 9783939689799)
    Andreas Scheepker

    Das Salz der Friesen

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „Das Salz der Friesen“ ist eher zufällig in meinen Händen gelandet: aus unerfindlichen Gründen wurde meine lebenswichtige, wöchentliche Lieferung an literarischem Nachschub verzögert. woraufhin ich doch mal wieder persönlich in der Bücherei meines Vertrauens vorbeischauen musste. Unter den drei historischen Romanen, mit denen ich mich dabei eingedeckt habe, war auch dieser hier – es waren die einzigen drei, die ich noch nicht gelesen hatte, oder die nicht von Autoren waren, die auf meiner schwarzen Liste stehen. So landete dieses Buch auf meinem Nachttisch, und nach drei Stunden in der Schwüle der spätsommerlichen Hitze war ich damit durch. Weil es so gut war? Leider nein. Wieso? Hier ein Beispiel:


    Er nickte Drost Eggerik Beninga zu, der Rimberti die Sachlage genauer erklärte.
    „Es handelt sich um eine Herrlichkeit. Hillersum hat etwa vierhundert Einwohner. In Hillersum steht eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kreuzkirche. Außerdem hat der Ort eine kleine, aber gut befestigte Burg. Dann gehören zur Herrlichkeit noch die beiden Kirchdörfer Rickertsum und Folkmershusen, das kleine Dorf Uiterweer und noch ein paar Bauernschaften. Außerdem gibt es dort das Klostervorwerk Oldekamp.“


    Puh. Erstens: abgehackte. Sätze. Kein. Fluss. Weil. Konjunktionen. Oder. Nebensätze. Fehlen. Das Buch ist gewissermaßen in Stakkato verfasst. Ich habe nichts dagegen einzuwenden, die Sprache simpel zu halten und lange Schachtelsätze (wie diesen hier) zu vermeiden, aber hin und wieder darf man seine Sätze dann schon verbinden, um es dem Leser leichter zu machen. Falls doch mal Konjunktionen in Erscheinung treten, sind es, wie im obigen Beispiel, viel zu oft die gleichen („Außerdem“). Wo wir schon bei „außerdem“ sind: außerdem enthält die zitierte Stelle eine Fülle unnötiger Detailinformationen, und er liest sich – tut mir leid, aber es ist so – wie die Ortsbeschreibung eines Fünftklässlers.

    Zweitens: Namen. Wenn man einen Charakter vorstellt, nennt man seinen kompletten Namen. Natürlich. Danach sollte man aber damit aufhören, es sei denn, mehrere Charaktere mit dem gleichen Vor- oder Nachnamen sind gerade anwesend. Hier hat der Autor es leider so gehandhabt, dass fortwährend die kompletten Namen genannt wurden, was insbesondere bei den beiden Hauptcharakteren extrem störte. Andauernd ist von Lübbert Rimberti und Ulfert Fockena die Rede. Warum nicht einfach „Rimberti und Fockena“ oder „Lübbert und Ulfert?“

    Drittens: der gesamte Ton des Romans kam mir zu wissenschaftlich vor, was auch kein Wunder ist angesichts der Fülle an wissenschaftlichen Quellen, die der Autor in seinem Nachwort auffährt. Das Ganze kam mir stellenweise vor wie die Arbeit eines Historikers, der zu einem bestimmten Nischenthema eine Abschlussarbeit geschrieben hat und sich dann dachte: „Wow, in dem Setting könnte ich eine gute Geschichte platzieren.“ Die Geschichte an sich war nicht schlecht, wenn mir auch relativ schnell klar wurde, welcher Serienmörder denn hier am Werk war. Das Problem war einfach der Schreibstil, sowohl in den Dialogen, als auch in den Beschreibungen, der für meine Begriffe viel zu hölzern war.


    Die Glocken der Stadtkirche St. Andreas läuteten zum Abendgebet. Rimberti erhob sich von seinem harten Stuhl. Er wollte am Abendgottesdienst teilnehmen.


    Viertens, diese endlosen Wiederholungen und dieser unnötige Satzbau. Im oben genannten kurzen Abschnitt wird endlich einmal nur von „Rimberti“ gesprochen, aber warum packt man diese Sätze nicht zusammen und sagt einfach: „Die Glocken von St. Andreas läuteten, und Rimberti, der am Abendgottesdienst teilnehmen wollte, erhob sich von seinem harten Stuhl“?

    Fünftens, die Charaktere waren nicht glaubwürdig und ihre Dialoge teilweise wirklich anstrengend. Was mich ebenfalls störte, war die Art und Weise, wie sie über sich selbst sprachen. Beispiel? Bitte:


    “In einem Handelshaus wird ein gebildeter Mann immer gebraucht“, sagte Rimberti.
    „Vermutlich würde ich das Handelshaus meiner Familie besser führen als mein Bruder Berend. Ich habe viele Jahre den kranken Cellerarius vertreten und war für die Wirtschaft unseres Klosters verantwortlich.“


    Spricht jemand so über sich selbst zu einem völlig Fremden, den er zum ersten Mal sieht? Auch der Teil mit dem Cellerarius steht stellvertretend für ein anderes Problem, das ich mit diesem Buch hatte: es wird krampfhaft versucht, jeden Teil der Welt dieser Epoche irgendwie zu erklären. Die Figuren schleudern uns völlig ungefiltert Wissen entgegen, das die Handlung nicht im Geringsten weiterbringt.

    Alles in allem war ich von „Das Salz der Friesen“ alles andere als begeistert. Während des gesamten Buchs hatte ich das Gefühl, dass das Lektorat dieses Manuskript durchgewunken hat, ohne sich groß mit seinen Fehlern zu beschäftigen. Was mich dennoch dazu brachte, es zu Ende zu lesen, war die eigentlich nicht schlechte Geschichte und die Tatsache, dass wirklich zu spüren war, dass der Autor sich bemüht hat. Andreas Scheepker hat sicherlich unerschöpfliches Wissen über Ostfriesland während der Reformation vorzuweisen – ein literarisches Meisterwerk ist „Das Salz der Friesen“ aber deswegen leider noch lange nicht. Zwei Sterne.

  19. Cover des Buches Brisantes Sylt: Nordseekrimi (ISBN: B0CZWYBVRH)
    Patrick Burow

    Brisantes Sylt: Nordseekrimi

     (51)
    Aktuelle Rezension von: luciluc

    Ich habe das Buch schnell ausgelesen und von mir aus hätte es noch durchaus länger ausfallen dürfen. Die Kapitel fallen aber sehr kurz aus. Und dennoch gefällt mir der knackige Schreibstil des Autors und der Krimi selbst. Er ist spannend und greift auch andere Themen wunderbar auf, die aber durchaus Beachtung finden z. B. der Tierschutz, Beziehungen am Arbeitsplatz, Generation Z. Der Fall schreit nach weiteren Fällen, denn ich kannte weder den Autor noch vorangegangene Fälle der beiden Ermittler im Krimi. 

    Bereits zu Beginn des Falles wird klar, dass es hier nicht um einen Selbstmord sondern um Mord geht, welcher auf einem Leuchtturm an einem berühmten Musikproduzenten verübt wurde. Fraglich ist nur wer und wie. Es werden verschiedene Fährten gelegt, die das Ermittlerduo Silja Hansen und Eike Norden systematisch abklappern. Interessant klingt auch der neue Kollege Felix, der so richtig die Generation Z wiederspiegelt. Ich bin gespannt wie sich dieser weiterentwickelt bei weiteren Fällen. Erst zum Ende wird das tatsächliche Tatmotiv ersichtlich und es geht zum Ende hin sehr schnell mit der Aufklärung. 

    Beide Ermittler wirken nett und eingespielt bei den Ermittlungen. Man kann super eigene Vermutungen zum Täter anstellen. Ich bin gespannt ob das Ermittlerduo Silja und Eike die Beziehung in den nächsten Fällen auch öffentlich machen wird, denn diese Geheimniskrämerei belastet beide, auch wenn der Chef der beiden bereits durch einen Zufall eingeweiht ist. 

    Ein tolles Buch mit Weiterempfehlungsgarantie. Ich bin gespannt auf weitere Fälle.

  20. Cover des Buches Baltrumer Bärlauch (ISBN: 9783839264959)
    Ulrike Barow

    Baltrumer Bärlauch

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    Wenn Inga Tarmstedt gewusst hätte, dass ihrem Stöbern in alten Kunstbänden so viel Unheil folgen würde, wäre sie im Café in Worpswede sitzen geblieben. So aber fährt die junge Künstlerin auf die Nordseeinsel Naltrum, um nach Bildern ihres Lieblingsmalers Walter Bertelsmann zu suchen, der 1905 zum Malen auf der Insel war. Kurz nach ihrer Ankunft wird am Strand ein bewusstloser Mann gefunden, der wenig später stirbt. Und er ist nicht das einzige Opfer ...

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch kaufte ich bei ebay für ein paar Euro. Nachdem ich "Endstation Baltrum" von Ulrike Barow gelesen habe, welches mir weniger gefallen hat, folgte "Baltrumer Bärlauch", welches schon etwas besser war.

    Dieser  Inselkrimi war interessant und einigermaßen spannend. Es waren ein paar Schreibfehler drin, habe ich aber drüber weggelesen. Dafür gefällt mir das Cover ganz gut. Das Nachwort von Walter Bertelsmann, der am 2. Januar 1877 in Bremen geboren wurde und am 11. Februar 1963 in Worpswede gestorben ist, liegt dort auf dem Friedhof neben der Zionskirche, hat mir ganz gut gefallen, war sehr informativ. 

    Jetzt bin ich mal auf die anderen beiden Inselkrimis gespannt, die ich noch auf meinem SUB liegen habe.  Habe vor wenigen Stunden "Baltrumer Bitter" begonnen.  Liest sich nicht schlecht! Rezension folgt!

    Vergebe hierfür liebendgerne gutgemeinte 3 Sterne.


  21. Cover des Buches Mörderische Nachsaison (ISBN: 9783935263955)
    Volker Streiter

    Mörderische Nachsaison

     (8)
    Aktuelle Rezension von: archer2603
    Mörderische Nachsaison von Volker Streiter aus dem Prolibris Verlag

    Nachsaison auf Amrum. Aktuell wird eine Tote Frau aufgefunden, welche sich später als bekannte Persönlichkeit herausstellt. Lange wird nach dem Täter gesucht. Parallel dazu gibt es einen ganz alten Fall, welcher sich um ein ermordetes Mädchen dreht. Gibt es zwischen beiden Fällen Zusammenhänge? Schliesslich konnte der Mörder des Mädchens nie gefasst werden.

    Persönliche Meinung:

    Da ich bereits auf Amrum war, kenne ich auch ein wenig die Gegebenheiten dort. Die Beschreibung war so gut, daß ich mich wieder völlig nach Amrum versetzt gefühlt habe. In Norddorf und am Schullandheim bin ich auch gewesen. So fühlte ich mich bei den Ermittlungen anwesend.
    Volker Streiter beschreibt wunderbar in der Geschichte, wie der Mordfall aufgeklärt wird, da er selbst Polizeibeamter ist. Sehr realistisch.  Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Sehr fesselnd und spannend gehalten bis zum Schluss.

    Das Cover hat mir von Beginn an gefallen. Die Dünen und der Leuchtturm haben mir auf Amrum besonders gefallen. So sprach mich auch das Farbenfrohe und dennoch mystische Cover sofort an.

    Von mir gibt es eine Kaufempfehlung und 5*****

  22. Cover des Buches Kurschatten (ISBN: 9783492312462)
    Gisa Pauly

    Kurschatten

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Diese Reihe zu lesen macht einfach nur Spaß.

  23. Cover des Buches Bädersterben (ISBN: 9783839210949)
    Kurt Geisler

    Bädersterben

     (9)
    Aktuelle Rezension von: goat
    Krimis aus dem Gmeiner-Verlag kommen bei mir eigentlich immer sehr gut an. Aus diesem Grunde bin ich auf der Gmeiner-Seite auch schon fast Stammgast. „Bädersterben“ hingegen hat mich sehr enttäuscht. Die Geschichte hat mich von Anfang an nicht überzeugen können und Kurt Geislers Schreibstil war so langatmig und einschläfernd, dass ich mich regelrecht quälen musste, das Buch zu Ende zu lesen. Ich habe direkt nach der Lektüre mal ein bisschen gegoogelt und festgestellt, dass speziell für dieses Buch eine eigene Seite im Netz zu finden ist, die, wie ich finde, interessanter aufgebaut ist, als das Buch geschrieben. Auf dieser Seite habe ich mehr über die Figuren erfahren, als beim Lesen des Krimis, was aber eher daraus resultierte, dass ich nur noch oberflächlich gelesen habe. Wer die Seite aufruft, dem wird gleich das Cover des Buches ins Auge fallen, welches mit satten Farben zu überzeugen versucht. Leider ist das Cover, wenn man das Buch dann wirklich in den Händen hält, weitaus weniger farbenfroh. Der Himmel nicht ganz so blau und das Gras erreicht leider auch nicht den satten Grünton wie auf der Internetseite. Nichts desto Trotz hat der Verlag wieder ein interessantes Cover ausgewählt, welches sogar aus dem Archiv von Kurt Geisler stammt. Wie man es als Leser der Gmeiner-Krimis auch schon gewohnt ist, findet man das gleiche Bild auf der Innenseite des Buchdeckels noch einmal in schwarz-weiß. Etwas erschrocken war ich schon, weil der Autor in meinen Augen etwas dick aufgetragen hat. Auf der Webseite zum Krimi kann man über und von dem Autor selbst folgendes lesen: „man liest im Strandkorb irgendeinen Krimi, der einen nicht fesseln will. Man ist versucht, nur noch die letzten drei Seiten zu lesen, doch selbst den Ausgang vermutet man schon. Warum kann man wenigstens nicht einmal im Urlaub spannend unterhalten werden? Nein, dieser Krimi war todlangweilig. An diesem wunderschönen Tag auf dem Sand von St. Peter-Ording traf ich zunächst die weise Entscheidung, brav weiter zu lesen, damit mir der Tag am Strand nicht zu lang wurde. Doch bei fortschreitender Lektüre wurde es immer klarer: Man musste beginnen, selbst zu schreiben, um es besser zu machen.“ Die erste Frage, die sich mir stellte: Warum hat Kurt Geisler es denn dann nicht besser gemacht? Beim Lesen seines Krimis habe ich mich jedenfalls gefühlt wie er, als er im Strandkorb saß. Allein die Tatsache, dass Frühpensionär Helge Stuhr dem Kommissar Hansen rein zufällig im Urlaub über den Weg läuft und dieser ihn gleich in die laufenden Ermittlungen einweiht und Stuhr auch noch als verdeckter Ermittler fungiert, ist doch hanebüchen. Das war schon mein erster leichter Dämpfer. Leider wurde es anstatt besser nur noch schlimmer im Hinblick auf die groben Schnitzer in der Geschichte. Logikfehler und ein doppelter Absatz rücken das Lektorat diesmal in ein ganz schlechtes Licht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Flugzeugszene. Dort ist vor Abflug die ganze Zeit die Rede von einer zierlichen Frau, deren Name aber nicht erwähnt wird. Auf Seite 69 heißt es plötzlich: „Jedenfalls strebte niemand zu dem Fahrzeug mit dem Aufkleber der Langen Anna, folglich musste es Frau Rasmussen gehören.“ So so, Frau Rasmussen – und wer bitte ist Frau Rasmussen? Stuhr, der Träger dieser Gedanken ist, weiß nämlich noch gar nicht, dass die zierliche Frau neben ihm auf den Namen Rasmussen hört. Dieses wird auch erst auf Seite 87 publik – dort nämlich überreicht ihm die Dame eine Visitenkarte, von der er erst entnehmen kann, dass sie mit Namen Rasmussen heißt. Ein weiterer Patzer unterläuft dem Autor, indem ein Fluggast das Flugzeug noch vor dem Start panisch verlässt. Nach der Landung verlässt besagter Fluggast jedoch in aller Ruhe den Flieger. Auch dies rutscht wieder durchs Lektorat. Das Schlimme ist - auf der Website zum Buch schreibt der Autor: „Viele unterschiedliche Facetten aus allen Lebensbereichen müssen auf Papier an passenden Handlungsorten zusammengeführt werden. Dabei sind Fehler zu vermeiden, damit die notgedrungen gestrenge, aber ausgesprochen gute und gerechte Lektorin im Gmeiner-Verlag nicht den Geduldsfaden verliert. Letztendlich möchte ich nicht, dass sich in meinem nächsten Urlaub andere Feriengäste im Strandkorb nebenan über mein Buch Bädersterben ärgern.“ Es tut mir leid, dieses sagen zu müssen, aber genau das habe ich getan. Ich vergebe diesmal nur einen Stern und hoffe, dass der Autor den nächsten Roman genauso interessant gestaltet wie besagte Webseite. (http://www.baedersterben.de)
  24. Cover des Buches Mörderischer Nordseewind (ISBN: 9783404164301)
    Theodor J. Reisdorf

    Mörderischer Nordseewind

     (5)
    Aktuelle Rezension von: WissenIstNacht
    Ein junges Mädchen, dass eigentlich in München studiert wird im beschaulichen Nordseedorf in Nähe ihres Heimatortes ermordet und missbraucht aufgefunden. Die Polizei tappt im Dunkeln. Ein Mord an der Nordsee... See, Wind, Spannung - das hatte ich mir eigentlich vorgestellt, als ich diesen Krimi kaufte. Aber es wurde seit langem der schlechteste Krimi, den ich gelesen habe. Warum? Die teils altertümliche Wortwahl mag ja noch in die Geschichte passen. Und Namensverwechsler (erst heißt der Brandmeister Ihnen, später Thenen) finden sich in allen möglichen Büchern. Aber wenn mehrmals zwei Seiten später etwas nochmal wiederholt wird, was bereits als Information geschrieben wurde, andere Teile völlig fehlen (woher kam plötzlich das polnische Mordopfer?) und dann solche Szenen wie z. B. ein entdeckter Selbstmord dermaßen irreal, gestelzt und unpassend beschrieben werden, dann trübt das doch mein Lesevergnügen. Die Landschaft und die Orte werden gut beschrieben, sodass man diesen Krimi als leichte Ferienlektüre vor Ort sicher lesen kann.

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