Bücher mit dem Tag "norm"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "norm" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.494)
    Aktuelle Rezension von: bibliotheka_yva

    „Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung ...


    Ich kann bis jetzt nur sagen es war anders - anders als alles was ich in letzter Zeit gelesen habe...
    Der Anfang alleine schon - verstörend, so dass ich mich gefragt habe, was das wohl werden soll...
    Die Geschichte nahm bildreich seinen Lauf und ich bin dann auch gut reingekommen...
    Jetzt am Ende dieses ersten Bandes stelle ich mir die Frage, wer dieser Warner überhaupt ist, welche Art kaputter Mensch und wohin die Handlung gehen wird...
    Für mich bisher eine dunkle sehr gut erzählte außergewöhnliche Zukunftsvision...

  2. Cover des Buches Hüter der Erinnerung (ISBN: 9783423086424)
    Lois Lowry

    Hüter der Erinnerung

     (493)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze-1407

    Das Buch habe ich schon zig mal gelesen – immer wieder ein Genuss. Erstaunlicherweise ist sogar der Film dem Buch gerecht geworden.

    Die Menschen leben in einer sterilen, streng geregelten Welt mit Verboten und starren Regeln. Es gibt keine Träume und Wünsche. Keiner der Bewohner stellt ihr farbloses Leben in Frage.

    Wie ein Teenager das verändern wird, das beschreibt auf sehr spannende Weise dieser Roman.

    Es ist kein Buch, das man liest, weglegt und das nächste beginnt. Die Idee, die dahintersteht zwingt den Leser zum Nachdenken.

    Sind Erinnerungen tatsächlich für das Schlechte verantwortlich?

    Ist eine farbige Welt schlechter als die gewohnte farblose?

  3. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.133)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Gott zu spielen - also Menschen ohne die natürliche Fortpflanzung zu erschaffen; dass ist in einer nahen Zukunft gelungen! Dies bringt Vorteile mit sich: in den City-Brüter und Konditionierungscenter kann man die Personen so erschaffen, wie man sie gerade benötigt: vom einfachen Arbeiter - den Epsilons - bis hin zum Führungskopf; den sogenannten Alphas. All das wird stufenweise im Reifungsprozess des künstlich hergestellten Embryos beeinflusst. Somit entsteht bei niemandem Frust und alle führen ein glückliches und sorgenfreies, koordiniertes Leben. Etwaige Gefühlsschwankungen werden direkt mit einer Art Droge, welche den Namen Soma hat, eliminiert. Bernard Marx ist jedoch anders, er möchte ebene jene andere Emotionen spüren, die der leicht verkümmerter Alpha sonst eigentlich gar nicht zu erwarten hat. Ihn reizend Dinge wie Wut, Aufregung oder auch eine gewisse Enthaltsamkeit des freigebigen Sexualverkehrs, wie er eigentlich üblich ist, was ihm alles ganz neue Gefühle offenbart. Als er eines Tages mit seiner derzeitigen Begleitung Lenina Crowne ein Eingeborenenreservat besucht und dort John sowie seine Mutter Linda kennenlernt, ändert sich sein Leben sowie seine Einstellung rapide. Linda ist nämlich keine leibhaftige Eingeborene, sondern wurde vor Jahren während eines Besuchs des Reservats in einem plötzlichen Sturm verletzt und von den Eingeborenen gesundgepflegt, während ihre Begleiter sie für tot vermuteten. Bernard erhält die Erlaubnis, die beiden zurück mit in die Zivilisation zu nehmen, was ihm als Betreuer des 'Wilden' John einen gewissen Ruhm einbringt. Allerdings rechnet er nicht mit den Gefühlen und Empfindungen von eben jenem John, dem die sogenannte Zivilisation schnell überdrüssig wird. Das scheint alles bis dahin Gut gedachte in den Abgrund zu reißen...

    KOMMENTAR:
    Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat - der Roman 'Schöne Neue Welt' sollte so ziemlich Jedermann ein Begriff sein. Die Dystopie von dem englischen Autor Aldous Huxley aus dem Jahre 1932 wird als so wichtig angesehen, dass sie sogar im Englisch-Unterricht an den hiesigen Schulen genutzt wird. Dies war auch vor vielen Jahren mein erster Kontakt mit dem Buch, dass meine damalige Freundin im Schulunterricht beackern musste. In der englischen Sprache wurde es mir jedoch nach einigen Seiten schlicht zu anstrengend, da Huxley mit Fachbegriffen der künstlichen Fortpflanzung nur um sich wirft, dass man entnervt aufgeben mochte. Dies ist auch in der neuen Übersetzung, welche Uta Strätling im Jahre 2013 vorgenommen hatte, nicht gerade anders. Sie hat glücklicherweise den Charakteren und lokalen Stätten ihren eigentlichen Namen wiedergegeben und einige Stellen angepasst - aber Huxleys  detailverliebtes Schreiben zu den elementarsten Änderungen in seiner Zukunfts-Vision schrecken schon den einen oder anderen Leser ab. Hat man sich jedoch durch diese gelesen, schildert der Roman dem Leser schon eine schauderhafte Dystopie, welche eben nur eine oberflächliche schöne, neue Welt offenbart. Anhand der Hauptfiguren Bernard und Lenina auf der Seite der zivilisierten Menschen und John auf der Seite der Eingeborenen, welche eigentlich schlicht den Status der Zivilisation des Jetzt (oder auf den Zeitraum der Veröffentlichung bezogen) legt Huxley die jeweiligen Vor- und Nachteile auf den Tisch. Die nun nicht gerade arg verzwickte Storyline ist alsbald leicht nachvollziehbar und regt den Buchfreund doch mehr und mehr zum Nachdenken an, was sich nach Beendigung des Romans sogar noch gesteigert hat. Egal, welche Schlüsse man nun zieht, was denn letztlich eine schöne, neue Welt sei, eines ist völlig klar: die oberen Machthaber sind jene, denen es am Besten geht und wirklich alle Freiheiten haben! 

    8,0 Sterne

  4. Cover des Buches So was wie Liebe (ISBN: 9783499271793)
    Anna McPartlin

    So was wie Liebe

     (272)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Als erstes schauen wir in das Leben von Mary. Mary, die schon viele Schicksalsschläge erlebt hat und nur noch mit ihrem Hund Mr. Monkels zusammenlebt. Aber natürlich ist sie nicht allein, so hat sie Familie und viele Freunde. Nur die wahre Liebe hat sich noch nicht gefunden. Oder doch, hatte sie schon, vor sehr langer Zeit. Und dann zieht plötzlich ein Amerikaner im Haus neben ein, was ihr so gar nicht passt. 

    Sam hat auch schon vieles erlebt und kommt grade vom Entzug. Seine Großmutter treibt ihn nach Irland. Seine Nachbarin scheint erst mal sehr mürrisch zu sein, aber in erster Linie ist er ja hier, um neu anzufangen. Aber natürlich streifen sich ihre Wege immer öfters.


    Dass ich dieses Buch gelesen habe ist über 10 Jahre her. Beim lesen musste ich feststellen, dass ich mich nicht mehr wirklich an etwas erinnern konnte. Ich weiß aber, dass es mir damals gut gefallen hat. 

    Diesmal hat es mir gar nicht gefallen. Mir wurde viel zu viel die einzelnen Geschichten der Charakter erzählt, und das auch zu ausführlich. Die Geschichte blieb quasi stehen und es wurde Seitenlang von Mary, Sam, Marys Cousin und zwei ihrer Freunde erzählt. Zudem haben ausnahmslos alle schlimme Schicksalsschläge erlebt, was mir in der Summe einfach zu viel war. Dass es in meinen Augen so richtig los ging, ist auch erst auf der Hälfte des Buches passiert und das Ende war dann irgendwie auch ernüchternd.


    Als ich grad über die Hälfte war, fing die Geschichte ein bisschen an, an Fahrt zuzunehmen und ich dachte noch, es würde jetzt besser werden, aber danach flachte es wieder ab. 

  5. Cover des Buches Einmal rund ums Glück (ISBN: 9783596188864)
    Paige Toon

    Einmal rund ums Glück

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Blumella

    Ich liebe Paige Toon und ihre Bücher sehr, so hat mich auch dieses Werk voll und ganz überzeugen können.

    Daisy arbeitet bei der Formel 1 als Hostess und verliebt sich Hals über Kopf in einen Rennfahrer namens William Trust. Zusammen mit ihrer Freundin Holly begleitet sie die Rennfahrer in jedes Land...

    Ich muss gestehen die Inhaltsangabe hat mich immer ein bisschen von diesem eigentlich wundervollen Roman abgeschreckt, da ich mit Autorennen gar nichts anfangen kann. Aber meine Befürchtungen wurden nicht erfüllt, ganz im Gegenteil - das Buch hat mich wirklich umgehauen. Die Formel 1 ist eher Nebensache.

    Paige Toon schreibt mit viel Gefühl und auch Humor. Es passieren Ereignisse mit denen man nicht rechnet. So wird der Leser von Seite zu Seite aufs Neue überrascht. 

    Ich kann diesen Liebesroman mit seinen rasanten Wendungen nur empfehlen!

  6. Cover des Buches Nebelmacher (ISBN: 9783734160325)
    Bernhard Trecksel

    Nebelmacher

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Petra78

    Um fair zu sein möchte ich anmerken, dass ich in den vergangenen Wochen eher wenig Zeit zum Lesen hatte. Mag sein, dass ich dadurch die verschiedenen Erzählperspektiven noch verwirrender fand und nicht so richtig in die Geschichte hinein finden konnte. Aber - ein wirklich gutes Buch möchte man nicht aus der Hand legen und nützt jede freie Minute. Dieses Gefühl ist bei diesem Buch leider zu keiner Zeit aufgekommen.

    Dem Hauptcharakter Clach wurde leider viel zu wenig Platz gegönnt. Er verschwindet beinahe neben all den anderen Charakteren. Auch die Welt(en) waren sehr verwirrend und manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass ich etwas überlesen hätte, da mir wichtige Erklärungen zu den jeweiligen Reichen fehlten.

    Was für mich noch negativ wiegt, ist die kalte Brutalität mit der so manche Hinrichtungen beschrieben wird. Dies hätte auch viel subtiler passieren können, was manchmal mehr Gänsehaut erzeugt als jede Szene bildlich zu beschreiben.

    Einerseits möchte ich nach dem Cliffhanger des 1. Bandes wissen, was weiter passiert. Andererseits würde ich aber nicht viel Geld für die Folgebände ausgeben wollen, da ich sehr zwiegespalten bin. Gut, dass ich diese Entscheidung nicht treffen muss, da ich alle Bände als Schnäppchen ergattert habe und die Folgebände bereits bei mir liegen. Allerdings werde ich wohl einige Zeit verstreichen lassen, bevor ich mich dieser verwirrenden Story weiter widme.

  7. Cover des Buches Der Liebhaber meines Mannes (ISBN: 9783453357808)
    Bethan Roberts

    Der Liebhaber meines Mannes

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Das Buch beginnt im Oktober 1999. Es ist die Erzählperspektive der dann bereits in ihren Sechzigern befindliche pensionierte Lehrerin Marion. Sie berichtet einem gewißen Patrick in Tagebuchform, wie sie sie selber nennt, von damals. 

    Als Teenager lernt Marion den älteren Bruder ihrer besten Freundin Sylvie Massey kennen: Thomas, kurz Tom gerufen. 

    Sie steigert sich in eine geradezu fanatische Schwärmerei im Laufe der Zeit hinein, obwohl er ihr keinerlei Zeichen oder Signal gibt, interessiert zu sein, sie kein bißchen ermuntert, ihr nie den Hof macht. 

    Es sind die Fünfziger Jahre. Man kann Marion zugutehalten, daß sie ziemlich naiv und ahnungslos war, aber sie hat auch bewußt die Augen verschlossen, wollte und konnte das Offensichtliche nicht sehen. Daß Tom am weiblichen Geschlecht gar kein Interesse hegt - generell. Sylvie hatte sie sogar, nicht direkt in klaren Worten, aber deutlich genug gewarnt, daß ihr Bruder anders sei.

    Die Fünfziger und auch noch Sechziger waren jedoch ein gefährliches Pflaster für Homosexuelle. Bevor die Wende kam. "Widernatürliche Sexpraktiken" waren noch genau wie zu Oscar Wildes Zeit justiziabel. Und man landete unter Umständen noch im Gefängnis, vor allem, wenn man angeschwärzt wurde, auch anonym. Und verlor alles, seine Anstellung, seine Wohnung ....

    Hier kommt Patrick Hazlewood ins Spiel. Kurator des Museums in Brighton, dem Schauplatz des Verhängnisses der Dramatis Personae. Er ist homosexuell und hat seine große Liebe Michael durch Suizid verloren, weil dieser erpresst worden war. Auch nur möglich, solange illegal. 

    Tom, inzwischen Polizist und er lernen sich kennen. Wohlgemerkt, als Tom ungebunden ist. Durch diverse Umstände nähern sie sich an und beginnen eine Beziehung miteinander. Es ist die wahre Liebe. Aber ebendiese, dessen Namen man nicht nennen darf und zwei Männer auf prekären Posten. 

    Tom hat die gloriose oder dumme Idee, Marion, die inzwischen Lehrerin ist, zu fragen, ob sie ihn heiraten möchte. Eine Alibiehe. Eine Tarnung, um "rechtschaffen" zu wirken und in keinerlei Anrüchigkeit zu geraten. 

    Marion hat es gewußt, schon vorher, aber bewußt behielt sie die Scheuklappen auf. Tom und Patrick führen ihre Beziehung fort, wie vor seiner Verheiratung schon. Strenggenommen ist er also nicht Toms Liebhaber. 

    Er hat ab und und zu Sex mit seiner Ehefrau, aber auf eher pflichtbewußte, lieblose Art. Patrick und Tom fahren nach Venedig - gemeinsam. Marion fühlt sich zunehmend wie das fünfte Rad am Wagen, bis sie eine verhängnisvolle, nachgerade in meinen Augen kriminelle Dummheit begeht ...

    Das Buch wechselt auch in die Perspektive von Patrick, sodaß man lesen kann, wie er das alles sieht, erfährt und erlebt. All diese Klandestinität, die Angst, die einem immerzu im Nacken sitzt, aus Furcht vor der Polizei und dem drohenden Knast. 

    Es ist sehr bewegend, an Patricks emotionaler Welt zu partizipieren und diese scheinbar ferne Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt, war eine extrem supressive - in mehrfacher Hinsicht, ebenso in der Unterdrückung der Frau, auf die Bethan Roberts auch Bezug nimmt. 

    Tom ist kulturell interessiert und Patrick erschließt ihm neue Welten. Beide passen sehr gut zusammen und wären eigentlich ein Traumpaar. Jedoch muß man Tom vorwerfen, daß er sich noch durch Feigheit und toxisches Schweigen auszeichnen wird. 

    Marion ist extrem egozentrisch. Ich mag sie überhaupt nicht, auch wenn sie versucht, ihren Standpunkt darzulegen und sich zu rechtfertigen. Es war offen vor ihr wie ein Buch ohne sieben Siegel, aber sie zog es vor, krampfhaft an ihren selbst kreierten Trugbildern festzuhalten. Ihre Kälte vernichtet und ihre Reue kaufe ich ihr nicht ab, weil sie sich danach noch immer wie ein Miststück aufführt. Anders kann ich das nicht formulieren. Verständnis habe ich für sie nicht, auch wenn ich verstehen kann, daß sie verletzt war. Sie handelte aber nicht aus wahrer Liebe, sondern aus gekränkter Eitelkeit. Sie hatte ja nicht einmal gemerkt, daß jemand aus ihrer unmittelbaren Umgebung sie aufrichtig hätte lieben können, wenn sie nicht so verbohrt und verblendet gewesen wäre. 

    Ich gebe es zu, ich brauchte mehrere Anläufe, weil ich zunächst keinen Zugang zu dem Buch fand. Dann probierte ich es ein allerletztes Mal. Und siehe da! Es klappte und zog mich tief in seinen Bann. 

    Es ist eine wahre Tragödie, wie sie sich nur abspielen kann, wenn Handlungen unsinnigerweise strafbar sind, die es nicht sein sollten. Was bitte geht es jemanden an, was zwei Erwachsene freiwillig miteinander machen, sexuell oder wie auch immer. Deswegen ist es nur zu befürworten, daß die Strafbarkeit in den westlichen Ländern nicht mehr gegeben ist und man in den meisten sogar gleichgeschlechtlich heiraten kann. Auch und vor allem in England. Welch ein Zeitenwandel! Von Knast zur Ehe! Welch ein Weg! Elton John hätte das 1968 garantiert nie für möglich gehalten! 

    Das Buch ist hervorragend geschrieben, die Anatomie einer sich anbahnenden persönlichen Katastrophe. Wenigstens bekommt Marion auf eine bestimmte Art und Weise ebenso ihre Strafe. 

    Sehr aufwühlend hat mich das Buch sehr erschüttert, so sehr, daß ich weinen mußte. Über Entscheidungen mit weitreichenden Folgen, die man nie mehr zurücknehmen kann, über all das Verlorene, über Chancen, die vertan wurden, über Gelegenheiten, die nicht ergriffen wurden, über die Bitternis des Lebens an sich, über die absolut sinnlose Niederträchtigkeit des Nächsten, über das verschollene Glück. Todtraurig! Durchaus an "Abbitte" von Ian McEwan erinnernd. Patrick war mir am Sympathischsten und für ihn hat mein Herz extrem geblutet. 

  8. Cover des Buches Unzertrennlich (ISBN: 9783466346714)
    Joyce Scott

    Unzertrennlich

     (1)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    "Unzertrennlich" ist der autobiografische Roman von Joyce Scott, der das Leben der beiden Zwillingsschwestern Judith und Joyce Scott beschreibt. 1943 geboren, wachsen beide Mädchen die ersten sieben Jahre unzertrennlich bei ihren Eltern in Cincinnati auf. Als Joyce eingeschult wird und die am Down Syndrom erkrankte Judith zu Hause bleiben muss, ist die Mutter überfordert mit der Tochter, die unruhig auf der Suche nach ihrer Schwester durch das Haus tigert. Judith wird daraufhin in einer Einrichtung für Behinderte untergebracht, wobei den Eltern attestiert wird, dass die Tochter in ihren Fähigkeiten so eingeschränkt ist, dass keine Förderung möglich ist. 
    Für Joyce, die ihre Schwester auch ohne Worte verstanden hat, ist nicht nachvollziehbar, dass Judith in eine Einrichtung voller Fremder gegeben wurde. Die mehrstündige Fahrt in einen anderen Bundesstaat ist den Eltern bald zu aufwändig, weshalb die Besuche sukzessive weniger werden. Später kann Joyce mit Hilfe ihres älteren Bruders Judith besuchen. Mit Entsetzen muss sie feststellen, dass Judith alle Zähne gezogen worden sind, um sie prophylaktisch vor Zahnarztbesuchen zu schützen. 
    Joyce hat bald eine eigene Familie, zwei Töchter von zwei verschiedenen Männern, neben der ältesten Tochter, die sie zur Adoption freigegeben hat. Mit Anfang 40 beschließt sie, die Vormundschaft für Judith zu beantragen und aus der Behinderteneinrichtung zunächst zu sich nach Hause zu nehmen und dann bei einem betreuten Wohnen unterzubringen. Erst da stellt sich heraus, dass Judith gehörlos ist und sie deshalb nie zu sprechen gelernt hat., Joyce möchte, dass Judith eine Aufgabe hat, sie mehr gefordert wird und ihr Tag damit auch eine sinnvollere Struktur bekommt. Sie hört von dem "Creative Growth Center", wo Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit gegeben wird, sich frei durch Kunst auszudrücken. Judith erfindet dort ihre ganz eigene Kunstform, in der sie Gegenstände mit Fäden umwickelt und damit zu einer gefeierten "Art brut"-Künstlerin wird. 
    Joyce Scottt schildert in dem Roman ihr Schicksal von zwei entzweiten Zwillingsschwestern und wie Judith so sträflich vernachlässigt worden ist, ihr in jungen Jahren jede Möglichkeit einer Weiterentwicklung durch individuelle Förderung genommen wurde. 35 Jahre musste sie ohne Therapie in Einrichtungen für Behinderte verbringen, bis sie die Chance bekam, ihre Gefühle durch Gestalten zum Ausdruck zu bringen. 
    Traurig und erschreckend ist zu lesen, wie noch vor wenigen Jahren in Amerika mit behinderten Menschen umgegangen wurde, sie letztlich regelrecht als abseits der Norm eingestuft weggesperrt worden sind. Genauso berührend ist aber auch Joyces Schicksal, die ohne ihre Schwester stets eine innere Leere verspürt hat, die sie weder durch Heiraten noch durch ihr soziales Engagement für Menschen mit Behinderungen füllen konnte. 
    "Unzertrennlich" ist ein Roman über das unzertrennliche Band zweier Zwillingsschwestern, der unaufhörlichen , bedingungslosen Liebe zueinander und der Beweis, dass jedes Leben lebenswert ist und jeder Mensch - auch diejenigen, die mehr Unterstützung benötigen - einen Platz in der Gesellschaft haben. 
    Judith Scott konnte letztlich mit der von ihr kreierten Faserkunst eine Stimme finden, die auch von Kunstsammlerin gehört wurde. Ihr Kunstwerke sind auch zwölf Jahre nach ihrem Tod in Sammlungen vieler Museen ausgestellt. 
  9. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.314)
    Aktuelle Rezension von: Jans_Buchblog

    Ich weiß, das Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche ist umstritten, aber ich war neugierig und habe es gelesen. Und ja, ich fand es teilweise auch eklig, aber  ich habe auch viel gelacht und fand es witzig.
    Die Autorin schreibt unverblümt, was sie denkt. Leichter Stoff, ich fand es unterhaltsam, aber ist definitiv Geschmackssache.
    Ich kann nachvollziehen, wenn es viele abscheulich finden.

  10. Cover des Buches Wer schön sein will, muss reisen (ISBN: 9783502151975)
    Tine Wittler

    Wer schön sein will, muss reisen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: dieFlo
    Tine Wittler -wir alle kennen sie aus dem TV - ich kannte schon vor 10 Jahren ihre Romane. Jetzt hat sie sich getraut und einen Bericht geschrieben, sehr persönlich, sehr emotional. Obwohl ich keine Sorgen habe,dass ich wegen meiner Figur vielleicht schief angeschaut werde, finde auch ich mich in diesem Buch wieder. Tine berichtet, wie der Alltag für die meisten von uns ist. Wir stehen vor dem Spiegel, mäkeln an diesem oder jenen und sind doch sowieso niemals zufrieden. Wir finden uns nicht schön aber wir kennen immer jemanden der toll ausschaut. Was ist aber schön? Warum sind wir so wie wir sind? Tine Wittler hat sich auf die Suche begeben, in einem Land wo dünn sein als hässlich gilt - eine wunderbare Reise mit wunderbaren Erkenntnissen! Danke Tine!
  11. Cover des Buches Aristoteles - Werke in deutscher Übersetzung / Band 6: Nikomachische Ethik (ISBN: 9783050008004)
  12. Cover des Buches Übungsbuch zur Analysis 2 (ISBN: 9783834805133)
    Otto Forster

    Übungsbuch zur Analysis 2

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Biomaten (ISBN: B0000BSHQA)
    W. L. Mann

    Die Biomaten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Mikage
    Klappentext: Unter Psychokontrolle Die junge Ella Harrings ist eine Versuchsperson des Psycho-Kontrollzentrums. Zusammen mit Harry, ihrem Mann, und Selena, einer Robotgefährtin, lebt sie in der Superstadt, deren robotische Einrichtungen darauf spezialisiert sind, die Bedürfnisse und Wünsche aller Einwohner mit technischer Perfektion zu erfüllen. Der Preis, den die Menschen für ihr Leben in der Sadt zahlen müßen, ist die absolute Anpassung an die Norm. Ella Harrings ist dieser Preis zu hoch. Sie ist nicht gewillt, ihre Individualität aufzugeben. Sie flieht aus der Stadt und hofft auf ein neues Leben unter den "Dirties", die die Städter verachten. Ella weiß jedoch nicht, daß sie immer noch unter Psychokontrolle steht... Es war wirklich mal eine Bereicherung ältere Science Fiction zu lesen. So ging der Autor zum damaligen Zeitpunkt davon aus, dass Lochkarten der ewige Stand der Dinge sein würden und man Filme immer über Videostationen angucken würde. In der heutigen Zeit lächelt man darüber, aber ich habe mich gefragt, wie die Menschen in 40 Jahren wohl die heutige Science Fiction sehen werden. Ob sie sie auch mit einem Schmunzeln lesen oder ob sie sie überhaupt lesen.. Mit dem Schreibstil hatte ich überhaupt keine Probleme, mit der Storyline schon ein wenig mehr. Obwohl das Buch nur so kurz ist, fand ich dass die Geschichte nur sehr langsam in Schwung kommt. Außerdem lässt der Autor den Leser über ein sehr wichtiges Detail im Unklaren, macht aber immer Andeutungen und bezieht sich auf dieses Detail. Das macht die Geschichte ein wenig kompliziert und schwer nachvollziehbar. Dementsprechend schleppend kam ich beim Lesen auch voran. Der Schluß kam dann auch nicht überraschend, ich hatte mir so etwas schon gedacht. Über das fast-Happy-End habe ich mich aber wirklich gefreut. Was mal wieder absolut faszinierend ist, ist der Klappentext.. Also entweder habe ich vom Buch rein gar nichts richtig verstanden, oder ein Teil des Textes ist mal wieder so richtig schön falsch. Ich vermute letzteres. Das Cover finde ich dagegen richtig faszinierend. Die nackte Frau hat zwar nichts direkt mit der Geschichte zu tun( höchstens im übertagenem Sinn und soll wohl eher die Verkaufszahlen steigern) und auch das seltsame Männergesicht nicht wirklich, aber irgendwie erinnert mich gerade dieses an den Film-Voldemort.. Wegen Ellas undurchsichtiger Gefühlswelt und der dadurch so schleppenden Story auf gerade mal 140 Seiten ist dieses Buch für mich nur ein 2 Sterne-Buch.
  14. Cover des Buches Stationäre Batterie-Anlagen (ISBN: 9783341016107)
    Edgar Schoop

    Stationäre Batterie-Anlagen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Soziologische Grundbegriffe (ISBN: 9783170166233)
    Alfred Bellebaum

    Soziologische Grundbegriffe

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Energiesparen (ISBN: 9783804146815)
  17. Cover des Buches Analysis 2 (ISBN: 9783834812315)
    Otto Forster

    Analysis 2

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Semele, Zeus und Hera (ISBN: 9783268000463)
    Hans Jellouschek

    Semele, Zeus und Hera

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
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