Bücher mit dem Tag "nostalgie"
140 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.917)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneManchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.
Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.
Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.
Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.
Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.
- Benedict Wells
Hard Land
(667)Aktuelle Rezension von: DankeAnke📖 Rezension: Hard Land von Benedict Wells ⭐⭐⭐⭐⭐
Manche Bücher liest man, genießt sie und stellt sie anschließend zurück ins Regal. Und dann gibt es Bücher wie Hard Land – Bücher, die einen noch lange begleiten, nachdem die letzte Seite gelesen ist.
Hard Land erzählt die Geschichte des 15-jährigen Sam, dessen Sommer 1985 alles verändert. Während seine Mutter schwer krank ist und die Familie an den Herausforderungen des Lebens zu zerbrechen droht, findet Sam zum ersten Mal echte Freundschaften, erlebt die erste Liebe, Freiheit, Verlust und die Erkenntnis, dass das Erwachsenwerden oft schmerzhafter ist, als man es sich vorstellt.
Was Benedict Wells für mich so besonders macht, ist seine Fähigkeit, mit einer unglaublichen Feinfühligkeit zu schreiben. Seine Sprache ist wunderschön, ohne jemals gekünstelt zu wirken. Er schafft es, alltägliche Momente mit einer solchen Emotionalität aufzuladen, dass sie sich tief ins Herz einprägen.
Die Figuren wirken dabei unglaublich echt. Sam, Hightower, Cameron, Kirstie und DeeDee sind keine perfekten Charaktere, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, Ängsten und Träumen. Gerade deshalb fühlt sich ihre Freundschaft so authentisch an. Man lacht mit ihnen, leidet mit ihnen und wünscht sich irgendwann, selbst Teil dieser Gruppe gewesen zu sein.
Besonders berührt hat mich die Atmosphäre des Romans. Wells fängt dieses Gefühl eines endlosen Sommers ein – die Mischung aus Leichtigkeit und Melancholie, die entsteht, wenn man spürt, dass eine bestimmte Zeit im Leben niemals zurückkehren wird. Während des Lesens hatte ich ständig das Gefühl, selbst durch die Straßen dieser Kleinstadt zu laufen, die Musik zu hören und die Wärme dieses Sommers zu spüren.
Doch Hard Land ist weit mehr als eine nostalgische Coming-of-Age-Geschichte. Es ist ein Roman über Verlust, Abschied, Familie, Freundschaft und die Frage, wie wir mit den Veränderungen umgehen, die das Leben unausweichlich mit sich bringt. Gerade die leisen Momente haben mich tief getroffen und noch lange beschäftigt.
Auch lange nach dem Lesen denke ich immer wieder an dieses Buch zurück. An bestimmte Szenen, Zitate und Gefühle. Für mich ist das das größte Kompliment, das man einem Roman machen kann: Wenn er nicht mit der letzten Seite endet, sondern in einem weiterlebt.
✨ Fazit:
Hard Land ist ein wunderschöner, berührender und zutiefst menschlicher Roman über das Erwachsenwerden und die Menschen, die unser Leben prägen. Ein Buch voller Herz, Wärme und Melancholie, das mich nachhaltig beeindruckt hat und das ich jedem ans Herz legen würde, der Geschichten liebt, die noch lange nachhallen.
⭐ 5/5 Sterne – ein absolutes Herzensbuch. 🤍📚
- Joachim Meyerhoff
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
(381)Aktuelle Rezension von: deidreeDer Roman von Joachim Meyerhoff konnte mich leider nicht wirklich erreichen. Ja, es gab Szenen, die ganz witzig beschrieben sind. Auch stelle ich es mir ganz und gar nicht einfach vor, als Kind in einer Psychiatrie aufzuwachsen, weil der Vater dort Direktor ist.
Doch die eher lose aneinandergehängten Begebenheiten waren mir irgendwann zu flach. Sie sind sehr wohl in einer Zeitlinie erzählt, aber ich hatte das Gefühl, dass mir dazwischen Verbindungsstücke fehlten.
Es ist ein Roman und der Titel „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ impliziert für mich, dass einiges erdacht oder ausgeschmückt wurde. Also in meinen Augen keine Biographie.
Ob der Autor jetzt vom 40igsten Geburtstag seines Vaters erzählt, vom Besuch einer hohen Persönlichkeit, oder wie ein Vogel gegen die Wohnzimmerscheibe fliegt, sein Vater beginnt Sport zu treiben, ein Patient die Angst vor dem Familienhund und den Wunsch diesen zu streicheln immer wieder durchgehen muss, oder erzählt wie Weihnachten in der Psychiatrie gefeiert wird, all das mag berühren. Trotzdem habe ich keinerlei Zugang gefunden. Mir waren die Geschichten zu geradlinig im Sinne von ohne Höhen und Tiefen.
Für mich ist dies ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.
- Cecelia Ahern
Der Glasmurmelsammler
(419)Aktuelle Rezension von: Buecherliebe_19Auch wenn "Der Glasmurmelsammler" von Cecelia Ahern schon etwas älter ist, war es mir eine große Freude, dieses Buch zu lesen. Ich habe bereits mehrere Werke der Autorin verschlungen und bin immer wieder beeindruckt davon, wie sie scheinbar leichte Geschichten mit viel Gefühl und Tiefe erzählt. Auch dieses Buch entfaltet mit jeder Seite mehr Wirkung und regt intensiv zum Nachdenken an.
Im Zentrum stehen Fergus und seine Tochter Sabrina. Fergus lebt nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim. Er ist körperlich eingeschränkt, leidet unter Gedächtnislücken und erinnert sich kaum an seine Vergangenheit. Nach der Wohnungsauflösung tauchen plötzlich einige Kartons mit persönlichen Gegenständen auf. Darunter eine sorgfältig geführte Murmelsammlung. Weder Sabrina noch ihre Mutter ahnten etwas von dieser Leidenschaft. Eine handgeschriebene Inventarliste lässt erkennen: ausgerechnet die wertvollsten Murmeln fehlen. Sabrina beginnt der Spur dieser Murmeln zu folgen und begibt sich damit auf eine Reise in das unbekannte Leben ihres Vaters.
Die Geschichte wird in zwei miteinander verwobenen Handlungssträngen erzählt: Die Gegenwart schildert Sabrinas Suche nach den verschwundenen Murmeln und nach Antworten, während der zweite Strang in die Vergangenheit zurückführt und Fergus’ Leben von seiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter beleuchtet. Diese Rückblicke zeigen, wie Fergus zu dem Menschen wurde, der er ist mit all seinen Widersprüchen, Geheimnissen und inneren Kämpfen.
Cecelia Aherns Schreibstil ist wie gewohnt klar, einfühlsam, bildhaft und leicht zu lesen. Besonders gelungen finde ich die ruhige Erzählweise, die trotzdem fesselt. Auch humorvolle Momente sind geschickt eingestreut und lockern die eher ernste Thematik auf.
Die zentrale Botschaft des Romans hat mich sehr berührt: dass es Mut erfordert, zu sich selbst zu stehen und seine Leidenschaften nicht zu verstecken und dass echte Liebe und Akzeptanz all unsere Ecken und Kanten mit einschließen. Außerdem, dass es Dinge gibt, die wir eigentlich nicht vergessen wollen und es daher wichtig ist, dass es Menschen gibt, die diese Erinnerungen stetig für uns am Leben halten.
"Der Glasmurmelsammler" ist ein stilles, emotionales Buch mit viel Tiefe, dass mich noch lange beschäftigt hat. Eine klare Leseempfehlung für alle, die leise, aber eindringliche Geschichten lieben.
- Andreas Eschbach
Die Auferstehung
(190)Aktuelle Rezension von: SchokonicoleIch fand die Fiktion der drei als Erwachsene sehr spannend. Die Geschichte war gut aufgebaut und gefiel mir gut. Auch wenn ich den drei einen anderen Werdegang voraus sagen würde als Herr Eschbach. Ich fand es gut und spannend und fand mich in Rocky Beach wieder wie ich es aus den Hörspielen kenne.
- Frances Hodgson Burnett
Der geheime Garten
(546)Aktuelle Rezension von: KaciDiese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.
Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.
Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨
- Carley Fortune
Fünf Sommer mit dir
(218)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterWer auf der Suche nach einem leichten Sommerliebesroman ist, der ist mit "Fünf Sommer mit dir" sehr gut beraten. Carley Fortune erzählt die Geschichte der Jugendfreunde Sam und Percy. Während Sam im malerischen Barry's Bay wohnt, wo seine Mutter ein Restaurant betreibt, ist Persephone, kurz Percy genannt, mit ihren Eltern vor allem in den Sommermonaten in deren Ferienhaus am See.
Als die inzwischen 30jährige Percy erfährt, dass Sams Mutter verstorben ist, reist sie erneut nach Barry's Bay, das erste Mal seit 12 Jahren. Was seit dem ersten Feriensommer mit Sam passiert ist, wird in Rückblicken - Sommer für Sommer - erzählt und knüpft immer wieder an die aktuelle Handlung an.
Was den Roman besonders macht, ist das heimelige Sommerfeeling, das er zu verbreiten vermag und das jede von uns mit eigenen Sommern in Verbindung bringt, ob am Badesee um die Ecke oder in den großen Ferien irgendwo am Meer. Der verzögerte Erzählstrang der Vergangenheit hält eine gewisse Spannung aufrecht, obwohl es eigentlich am Ende keine wirkliche Überraschung gibt. Alle Figuren sind einnehmend gezeichnet, Sam war mir fast schon zu perfekt. Es gibt kaum Störelemente von außen, Sam und Percy stehen sich eher selber im Weg. Insgesamt ein runder Feelgood Roman, mit Freundschaftsarmbändern, Eis, Piroggen, Wettschwimmen, Horrorfilmen und einer süßen Liebesgeschichte, die es auf leichte Weise geschafft hat, vom Rest des Weltgeschehens abzulenken. Was will man mehr?
- Rachel Joyce
Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
(163)Aktuelle Rezension von: MongeriIch habe das Buch sehr gern gelesen. Die Verbindung zwischen Gefühlen und Musik und was Musik uns sagen kann, hat mich dazu bewegt die Titel, die in dem Buch genannt werden, zu suchen und sie mir anzuhören.
Die Geschichte ist recht seicht und vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere und ihre Verbindungen ausgesprochen gerne.Ich würde das Buch jedem weiter empfehlen, der Sommerlektüre sucht.
- Libby Page
Schwimmen mit Rosemary
(227)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinSeit über 60 Jahren schwimmt Rosemary jeden Morgen im Brixtoner Freibad, als sie erfährt, dass es nicht mehr rentabel ist und einer Luxusimmobilie weichen soll. All die schönen Momente ihres Lebens hat sie dort verbracht und verbindet das Freibad auch insbesondere mit ihren Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann.
Kate ist Journalistin für den Chronicle und erhält den Auftrag, die treueste Schwimmerin des Freibads zu interviewen. Diese stimmt nur zu, wenn Kate selbst den Sprung ins Wasser wagt. Sie lebt bereits seit einiger Zeit in London, kennt jedoch nicht einmal die Mitbewohner in ihrer Wohngemeinschaft und fühlt sich einsam. Sie überwindet sich und findet sogar Gefallen am Schwimmen und freundet sich schnell mit der älteren Dame Rosemary an. Gemeinsam beschließen sie, das Freibad zu retten, initiieren eine Petition und haben bald das gesamte Stadtviertel hinter sich. Während Kate durch ihr Engagement und ihren Erfolg als Journalistin aufblüht, scheinen die Tage des Schwimmbads dennoch gezählt zu sein, was Rosemary schmerzlich trifft.
Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen geschildert, wobei sie sich immer wieder in Erinnerungen verlieren, Kate an ihre Schwester Erin, zu der sie nicht ehrlich ist und Rosemary an ihr Leben mit ihrem Ehemann, in dem das Freibad eine wesentliche Rolle spielte. Durch die gemeinsame Kampagne zur Rettung des Stadtteilbads werden sie zu Freundinnen und erhalten bei ihren Aktionen Unterstützung Nachbarn, Bekannten und immer mehr Menschen, die auf die traurige Schließung des Freibads aufmerksam gemacht werden.
Durch die Erinnerungen lernt man beide Hauptfiguren besser kennen, begreift, was Rosemary das Freibad bedeutet und kann nachvollziehen, wie Kate aus ihrer Routine ausbricht und sie durch eine Aufgabe, die ihr wichtig wird und die ihr Selbstvertrauen gibt, ihre Ängste und Panikattacken zurückdrängen kann.
Das Freibad ist mehr als nur ein Ort für ein Hobby oder ein Sommervergnügen. Es ist ein Symbol für Heimat und Nostalgie, für Gemeinschaft, Geborgenheit und Zusammenhalt. Für Rosemary steht es für ihre unsterbliche Liebe zu ihrem Mann und Kate lernt dort nicht nur wieder zu schwimmen, sondern auch zu leben.
"Im Freibad" ist eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren, eine Geschichte über eine generationenübergreifende Freundschaft, über Liebe und die Hoffnung, gemeinsam etwas bewirken zu können und gegen Gentrifizierung, soziale Benachteiligung, Abschottung, Verdrängung und Ignoranz vorzugehen. Es ist ein empathisch geschriebener, Trost spendender Wohlfühlroman für Herz und Seele.
- Sven Regener
Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt
(89)Aktuelle Rezension von: FortiDas Buch über Karl Schmidt, die tragische Nebenfigur in Sven Regeners "Herr Lehmann", die wohl am stärksten in Erinnerung blieb. Es sind fünf Jahre nach "Herr Lehmann", nach dem Mauerfall, nach Karls psychischem Zusammenbruch vergangen. Karl lebt jetzt in Hamburg und hat sich mit seinem Leben zwischen Drogen-WG und Hilfshausmeister- und Hilfstierpflegerjob in einem Kinderheim arrangiert. Aus dieser ruhigen Welt, in der es schon rebellisch ist heimlich einen Eisbecher zu essen und in der ihm niemand allzu viel zutraut, wird er von seinem alten Freunden aus Berliner Zeiten Ferdi und Raimund gerissen, die ihn als Fahrer für eine Tour durch Techno-Clubs engagieren. Karl wird (wieder) zu Charlie und zum Tourmanager. Ohne viel Aufhebens übernimmt die neue Rolle und managet souverän den Kindergarten bestehend aus neun DJs unter Drogeneinfluss und zwei Meerschweinchen, mit dem er quer durch Deutschland unterwegs ist. Statt dass jemand auf ihn, den Verrückten, den Ex-Multitoxer, aufpasst, passt er nun auf andere auf. Erinnerungen an alte Zeiten werden wach und im Hintergrund lauert immer die Angst vor einem Rückfall.
Die Handlung ist überschaubar und ohne große Überraschungen, stattdessen viele absurde Gespräche und Einblicke in Karl Schmidts Gedanken. Das könnte öde sein, ist bei Sven Regener sehr kurzweilig und oft sehr witzig. Dabei trifft er genau das richtige Maß und den richtigen Ton zwischen dem (Wahn-)Witz dieser Tour und den persönlichen, nicht ganz einfachen Befindlichkeiten von Karl Schmidt. - Antoine Laurain
Die Melodie meines Lebens
(60)Aktuelle Rezension von: Uli-GKAlain, Stanislas, Sebastien, Frederic, Pierre, JBM und Berangere hatten große Träume im Paris der 80er Jahre. Sie wollten mit ihrer Band "Hologrammes" berühmt werden und die Konzertsäle auf der ganzen Welt erobern. Doch es kam anders! Nachdem auf ihre Bewerbung bei einer großen Plattenfirma nie eine Antwort kam, zerfielen die Träume langsam zu Staub und sie gingen auseinander. Den meisten von ihnen begegnen wir mehr als dreißig Jahre später wieder, als sich nämlich etwas Unerhörtes ereignet: Alain, inzwischen ein einigermaßen desillusionierter Arzt, im täglichen Einerlei steckengeblieben, erhält, sehr verspätet, die Antwort jener Plattenfirma, die die Band zu Probeaufnahmen eingeladen hatte! Wie konnte der so wichtige, so sehnsüchtig erwartete Brief verlorengehen? Nun, er war ganz banal auf der Poststation verlorengegangen - und auf seiner Reise zu den Freunden von damals und damit in die Vergangenheit erlebt Alain nicht nur manch Unerwartetes, sondern er darf am Ende sogar feststellen, dass trotz aller vermeintlich verpasster Chancen das Leben noch immer gut ist für Überraschungen, die sein eigenes und das Leben seiner einstigen Freunde in neue Bahnen lenken werden..."Laurains Humor und sein Sinn für Melancholie sind unvergleichlich. Wäre der Roman nicht so komisch, würde man schluchzen ob all der verpassten Möglichkeiten". So äußert sich "Le Figaro" zu dem Roman des Franzosen Antoine Laurain. Nachdem ich die Geschichte zum ersten Mal gelesen hatte, stellte ich fest, dass ich "Le Figaros" Einschätzung zunächst nicht teilen konnte, zumal ich sie ganz und gar nicht komisch und auch nicht melancholisch fand. Ich mutmaßte, dass der Grund dafür in der Art und Weise zu suchen ist, auf die französische Autoren Romane schreiben, und dass mir ihr Charme nicht leicht zugängig ist. Auch mit den Protagonisten konnte ich nur wenig anfangen, sowohl ihre Verhaltensweisen als auch ihre Lebensart erschienen mir fremd, sperrig, unverständlich und überhaupt nicht nachvollziehbar.Doch begann sich, weit nach der Hälfte des Buches, der Schleier zu lichten und ich bekam ein Gefühl für die Geschichte. So entschloss ich mich, sie ein zweites Mal zu lesen - und siehe da, ich war plötzlich eingefangen in dem Gespinst von zerborstenen Träumen, das Antoine Laurain hier gewebt hat, mit federleichter Hand, mit feinem Humor, der, wie ich vermute, typisch französisch ist und, ja, mit eben jener, von "Le Figaro" zitierten, Melancholie. Die vorher verschwommenen Akteure nahmen Kontur an, ließen mich ihre Sehnsüchte, ihre Trauer, ihren Lebensüberdruss und Zynismus, aber auch ihren Pragmatismus spüren, mit denen sie nach dem Ende ihres Traumes von Ruhm und Ehre entweder scheiterten oder aber ein ganz anderes Leben aufgebaut haben, in dem die meisten von ihnen am Ende des Romans auch zuhause sind.Eine irreale Geschichte? Ganz bestimmt! Ein Roman mit märchenhaften Zügen über Scheitern, Verzagen, Aufgeben und Weitermachen - über dem eine ganz bestimmte Melodie schwebt, die nämlich eines Liedes, das Alain sein Leben lang verfolgt hat und das der Band zum Welterfolg hätte verhelfen können! Oder vielleicht doch nicht? Dies herauszufinden bleibt jedem Leser des Buches, das vielleicht erst auf den zweiten Blick, aber dann um so nachdrücklicher, verzaubert, selbst überlassen.... - Stefan Bonner
Wir Kassettenkinder
(50)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeIch betrachte dieses Buch als Pflichtlektüre für alle, die in den 1980er Jahren aufgewachsen sind, also in den 70-ern geboren wurden um das bunte Jahrzehnt mitzuerleben.
Es ist eine Zeitreise auf Papier. Ich fühlte mich beim Lesen als würde ich einer TV-Dokumentation über die turbulenten 80-erJahre folgen. Die Bilder teils sehr lebhaft vor Augen beschreiben Anne Weiss und Stefan Bonner, wie sie als Kinder und Jugendliche diese Zeit erlebt haben. Dabei gibt es reichlich zum Schmunzeln, aber auch sehr ernste Themen werden angesprochen. Denn in diesen 10 Jahren gab es von allem reichlich.
Ich fühle mich persönlich leider nur bedingt angesprochen. Als jemand, der die Musik nur aus dem Radio kennt, das mit den "größten Hits der 80-er, 90-er und von heute" warb, schwebe ich nicht auf der Nostalgie-Wolke. Auch die genannten Filme kenne ich nicht. Trotzdem hatte ich große Freude beim Durchsuchten des Buches und empfehle es uneingeschränkt allen, die eine gedankliche Zeitreise unternehmen möchten.
- Martina Bogdahn
Mühlensommer
(215)Aktuelle Rezension von: AnnettSMaria lebt ihren alltäglichen Stress, sie arbeitet in einer Argentur und ist jetzt zu einem Stadtmenschen geworden. Das Wochenende, möchte sie mit ihrer Familie und ihrer Freundin Bea und Familie, auf einer Berghütte verbringen. Auf dem Weg dorthin, erhält sie die Nachricht, das ihr Vater einen Unfall hatte. Nun läuft das Wochenende anders als geplant. Sie begibt sich sofort auf den Hof der Eltern. Gleich zu Beginn, trifft sie hier auf ihre Oma, deren Geist auch nicht mehr ganz klar ist. Ihre Mutter ist noch nicht vom Krankenhaus zurück. In ihrem Zimmer beginnt sie zurück zu schweifen in die Vergangenheit. Die Autorin gibt uns hier einen tiefen Einblick in das Leben von Maria. Was sich manche Urlauber, die auf einem Bauernhof verweilen, garnicht vorstellen können. Eigentlich denkt man, das diese Menschen glücklich sind, aber sie haben auch so ihre ganz eigenen Probleme. Wenn Maria zurück denkt, gab es in der Familie nicht all zu viele gemeinsame Aktivitäten. Gemeinsames Arbeiten und Essen und der Kirchgang. Einen Urlaub gab es nie. Sie hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder, aber als es dann ums Erbe ging, fühlte sie sich hintergangen. Gerade jetzt muss sie sich wieder mit diesem Thema auseinandersetzen, aber was hier dahinter steckt, hatte sie so nicht bedacht. Hier geht es wirklich um reale Dinge im Leben
Der Schreibstil ist fließend, wirkt ruhig, zeitweise ist hier auch ein bisschen Humor eingebaut. Die Protagonisten wurden hier sehr liebevoll ausgearbeitet. jeder hat hier seine eigene Meinung, aber im Laufe der Geschichte, ändert sich hier so einiges.. Abwechselnd wird hier aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Die Orte des Geschehens, beschreibt die Autorin sehr gut, so das man direkt ein Bild vor Augen hat.
Insgesamt ein sehr Schöner Roman, der Nachdenken anregt. Ich konnte mich hier sehr gut hinein versetzen, da ich auch einige Jahre auf dem Land gelebt habe.
- Jean Webster
Lieber Daddy-Long-Legs
(160)Aktuelle Rezension von: Linker_Mops"lieber Daddy Long Legs" ist ein Briefroman, der ganz nett ist, aber auch seine "Fehler" hat. Der Schreibstil, alles nur in Briefen serviert zu bekommen, ist mal was anderes und von daher wirklich gut. Da man aber hier nur die Briefe von Judy aka Jerusha lesen kann, bleibt alles sehr einseitig von der Sichtweise. Das führt auch dazu, dass die Story dann ein wenig eintönig wird, da immer nur das gleiche passiert: Beschreibungen vom College-Leben und den Erlebnissen in den Ferien. Mehr ist da nicht.
Die Entwicklung von Judy ist definitiv da, wobei ich Schwierigkeiten mit ihrer Art hatte. Zeitlich würde ich das Buch Anfang 20. Jahrhundert einordnen und da ist ihr flapsiger Schreibstil gegenüber ihrem Gönner doch schon sehr frech und irgendwie nicht authentisch. Und da man eben nur alles aus ihrer Sicht erfährt bleiben alle anderen Figuren eher blass.
Das Ende war irgendwie doch sehr vorhersehbar und damit hat es für mich leider auch die Spannung rausgenommen, was ich schade fand.
Mein Fazit: Ein kurzweiliges Buch, aber es hätte mit einem anderen Format mehr Potential.
- Arina Tanemura
Kamikaze Kaito Jeanne - Luxury Edition 01
(9)Aktuelle Rezension von: CherryFairyInhalt
Luxury Edition Band 1 von 2 - gebunden
Beinhaltet den Manga Band 1-3 und das erste Drittel von Band 4
-Die Original Reihe bestand aus 7 Bänden-
Meine MeinungVorab ich habe die Serie damals geliebt , endlich mal eine Verwandlung die auch Sinn macht !!!
Ich fand es immer urkomisch, wenn sich eine Sailor Moon etc. verwandelt hatte und im Prinzip einfach genauso aussah wie vorher, außer das sie „neue Kleidung“ an hatte und Niemand die Maskerade durchschaute! 🤣
Anders bei Jeanne- ihre Verwandlung ist sehr genial , andere Haar- und Augenfarbe und die göttliche Mission Dämonen zu jagen konnte mich damals schon begeistern! 🥰
Der Zeichenstil ist super schön und bleibt zeitlos!
Unterscheiden sich Anime und Manga ?
Ja und zwar schon ab dem Gymnastik Turnier unterscheidet sich der Manga vom Anime!
Warum?
Weil die Serie schneller weitergeführt wurde als der Manga, was normalerweise ungewöhnlich ist, da der Schluss noch gar nicht bekannt war !
Was auch der Grund dafür war, dass Arina Tanemura sich von der Serie distanzierte.
Für mich persönlich sind beide Varianten klasse!
Mein Fazit
Eine kurze aber geniale Geschichte mit einer starken Protagonistin, die mich auch nach über 20 Jahren noch begeistern kann ❤️
Jeanne ist ein relativer kurzer Manga und dennoch sind so viele Themen enthalten, von Freundschaft, Liebe, Verlust, Einsamkeit und Selbstfindung bietet der Manga auch Dämonen und Engel.
Auch die Geschichte von Jeanne d’Arc wird hier angeschnitten.
Für mich ein zeitloses Meisterwerk was nie bei mir ausziehen wird ! ❤️
- Erdmann Gilbeau
Kein Wetter für Dachdecker und kleine Gänschen
(29)Aktuelle Rezension von: haberlei„Kein Wetter für Dachdecker und kleine Gänschen“ von Erdmann Gilbeau gibt einen anschaulichen Einblick in die Arbeit von Dachdeckern zu DDR-Zeiten.
Das verschiedene Wetterverhältnisse darstellende Cover passt optimal zur Thematik. Das Buch erschien 2024, die Handlung spielt Mitte der 80-Jahre in der ehemaligen DDR. Das Layout wirkt etwas unprofessionell, da kein Blocksatz verwendet wurde. Die Geschichten sind mit einfachen Zeichnungen illustriert. Was die Sprache anbelangt, so wäre ein Glossar oder Fußnoten für typisch ostdeutsche Ausdrücke hilfreich gewesen. Der Schreibstil ist generell einfach, was Details anbelangt etwas zu ausführlich. Dadurch entstehen Längen, die sich etwas mühsam lesen. Trotzdem, die Lektüre ist nicht gänzlich uninteressant. Die minutiösen Beschreibungen von Arbeitsschritten machen sehr deutlich, wie abwechslungsreich und komplex dieses Handwerk ist, wie beschwerlich und ziemlich gefährlich das Herumklettern auf Dachsparren ist. Es erfordert viel Geschicklichkeit und Kraft. Zudem müssen die Männer auch bei widrigen Wetterverhältnissen, wie Hitze und Kälte, arbeiten. Aufgelockert wird der Arbeitsalltag durch amüsante Szenen, wenn Pannen passieren oder die Gesellen dem Lehrling Streiche spielen. Interessant fand ich generell die Schilderung der Zustände und Gepflogenheiten in der DDR, wie wichtig es war improvisieren zu können, wie sorgsam man mit Material und Werkzeug umging, weil es stets Engpässe bei Baumaterial gab.
Der Autor (Jg 67) erzählt seine eigenen Erlebnisse als Lehrling. Mir hätte es besser gefallen, er hätte die Ich-Form gewählt, auch im Hinblick auf die verschiedenen Spitznamen, die die Gesellen dem Lehrling gaben. Es irritiert etwas, wenn ein und dieselbe Person abwechselnd unter einem anderen Namen agiert. Vielleicht wäre die Geschichte auch emotionaler und lebendiger geworden. So wirkt alles etwas zu distanziert. Das Arbeitsklima und die Zusammenarbeit mit den Kollegen, vom Meister über die Gesellen bis zu anderen Lehrlingen sind anschaulich charakterisiert. Als Lehrling muss er von Anfang an ordentlich zupacken, wird überall eingesetzt und gründlich angelernt. Gute Teamarbeit ist gerade in diesem Beruf wichtig, die Männer müssen sich aufeinander verlassen können, bei manchen Arbeiten hängt das Leben des einen von der verantwortungsvollen Sicherung durch den anderen ab. Generell gewinnt man den Eindruck von versierten, verlässlichen und fleißigen Handwerkern.
Ich musste mich durch die Lektüre etwas durchkämpfen. Manchmal fühlte es sich an, als wolle man die Leserschaft in den Beruf des Dachdeckers einführen, wie ein Sachbuch. Das Fachwissen, so interessant es einerseits war, andererseits hatte ich nach wenigen Seiten stets genug. Ich habe das Buch über Wochen hinweg kapitelweise gelesen. Eigentlich schade, dass es dem Autor nicht gelungen ist, etwas mit hinein zu packen, das zum Weiterlesen animiert. Denn grundsätzlich ist das Zeitbild gut dargestellt, und die Episoden und Jugenderinnerungen sind es durchaus wert festgehalten worden zu sein.
Fazit: nicht mitreißend, aber wissenserweiternd und historisch interessant, daher durchaus lesenswert.
- Rosanna Ley
Das kleine Theater am Meer
(30)Aktuelle Rezension von: NilufarKlasse Geschichte im Flair Sardiniens, die sich zum Ende hin immer mehr verdichtet, romantisch, geheimnisvoll, spannend. Bezogen auf die Hauptstory würde ich glatt fünf Sterne vergeben. Aber die Nebenstory um die Eheprobleme der Eltern retardiert für meinen Geschmack viel zu stark, zumal Vater und Mutter als Perspektivfiguren zu viel Gewicht bekommen, ohne die Handlung entsprechend stark voranzutreiben. Ich war immer heilfroh, wenn beim nächsten Kapitel die "eigentliche" Story weiterging. Die hat mich wirklich gefesselt.
- Selma Lagerlöf
Selma Lagerlöf, Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen
(12)Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter1901 sollte Selma Lagerlöf ein Lesebuch für den Schulunterricht schreiben. Sie entschied sich für eine fantastische Geschichte, die den Kindern gleichzeitig die wunderschönen und abwechslungsreichen Regionen Schwedens nahe bringen soll. Da ich im Sommer genau in dieses Land reisen möchte, fand ich die Lektüre dieses Klassikers mehr als angebracht. Und ich hatte eine gute Zeit!
Nils Holgersson ist kein artiger Junge. Er quält die Tiere, hört nicht auf die Eltern und ist überhaupt sehr destruktiv. Als er einem Wichtelmännchen übel mitspielt, wird er in einen Däumling verzaubert. Da Wildgänse gerade in der Nähe Rast machen und eine seiner Hausgänse mit ihnen reisen möchte, drängt er sich auf und steigt mit in die Lüfte. Er muss sich aber zunächst beweisen, denn die leitende Gans – Akka von Kebnekaise traut dem kleinen Unhold nicht so richtig über den Weg. Doch Nils ändert sich und hilft Tier und Mensch in heiklen Situation. Obwohl ihm zugesichert wird, dass er wieder nach Hause darf und dort wieder ein richtiger Mensch wird, reist er lieber mit den Gänsen weiter und lernt, genauso wie wir Leser*innen, sein eigenes Land besser kennen. Abenteurer rufen!
Viele Akteure haben einen Auftritt. Füchse, Krähen, Ratten, Störche, aber auch Menschenkinder. Manche Geschichten werden parallel erzählt wie kleine in sich abgeschlossene Märchen, die sich dann mit dem eigentlichen Geschehen verflechten. Und Nils lernt immer mehr andere Wesen zu respektieren und gut mit ihnen umzugehen.
In dieser Übersetzung ist der Text leicht zugänglich und unglaublich schnell zu lesen. Eine Geschichte zum hineinfallen und genießen, so war mein Gefühl. Im Grunde genommen kannte ich die Ereignisse, doch in dieser ungekürzte Fassung gab es für mich Neues zu entdecken, was mir die Zeichentrickserie in den 80er Jahren vorenthalten hat.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kinder in der Schule große Freude an diesem Buch hatten und nicht umsonst ist die Autorin, eine Nationalheldin und Nils Holgersson, wichtig für die schwedische Identität.
1909 erhielt Lagerlöf als erste Frau den Literaturnobelpreis für ihr Gesamtwerk und setzte damit einen Meilenstein für alle Schriftstellerinnen dieser Welt.
Nils Holgersson ist nicht umsonst ein Buch, das heute noch Kinder begeistert. Von Zeitlosigkeit zu sprechen, ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, denn viele der beschriebenen Landschaften sind heute wahrscheinlich nicht mehr wieder zu erkennen. Historisch hat das Buch aber einen unverrückbar Stellenwert.
Ich empfehle es allen, die sich mit der Natur und Geschichte Schwedens befassen möchten, klassische Literatur lieben, immer noch Kind geblieben sind oder auf der Suche nach einem schönen Vorlesebuch für Kinder sind. (man braucht allerdings einen langen Atem).
- Adriana Popescu
Ewig und eins
(137)Aktuelle Rezension von: PeytonSNachdem ich bereits ein Buch der Autorin gelesen hatte, und dies so gut war, dass es ein Jahreshighlight werden könnte, war ich von diesem Roman sehr enttäuscht.
Ella ist mit ihrem vielen Nachdenken einfach nur nervig. Die Figuren sind für mich emotional nicht greifbar, und es ist überhaupt keine Stimmung aufgekommen. Auch komisch, wie sie sich von dem einen in den anderen verliebt. Es gab diverse Rechtschreibfehler und teils Unstimmigkeiten in der Logik (wieso liest ein alter Mann nachts ein Buch auf einer Bank?)
Ich konnte mit dem Buch leider absolut nichts anfangen.
- Enid Blyton
Dolly, Band 01
(101)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Sein Glück muss man sich verdienen und das ist nicht leicht, wenn man wie Dolly ein Hitzkopf ist. Bevor Dolly auf Burg Möwenfels eine Freundin gewinnt, hat sie viel zu lernen: Verständnis für andere und Selbstüberwindung.
Fazit
Ich habe die Reihe vor 25 Jahren gelesen und lese sie derzeit aus nostalgischen Gründen nochmal. "Dolly sucht eine Freundin" ist der erste Band der Reihe. Die Handlung ist nicht sonderlich komplex und man findet sich schnell ein, der Schreibstil ist locker und lässt sich flüssig lesen. Stellenweise merkt man, dass das Buch schon recht alt ist. Dolly schließt man mit ihrer fröhlichen Art rasch ins Herz.
- Allie Reynolds
Frostgrab
(192)Aktuelle Rezension von: quer_shelf_einDie Story um Milla und ihre alte Snowboard Clique hat mich sehr gut unterhalten. Ein Zeitstrang im "heute" und einer 10 Jahre zuvor, setzten für den Leser/Hörer Stück für Stück das Gesammtbild aus Gruppendynamik, sportlichem Wettstreit, Liebeleien, Geheimnissen und Intriegen zusammen.
Für jemanden wie mich, der mit Schnee und Wintersport (oder Sport im Allgemeinen) nix an der Mütze hat, ist doch eine ordentliche Portion technisches Geblubber drin, wenn es um die Bezeichnung und Ausführung bestimmter Sprünge mit dem Board geht - konnte ich nicht so viel mit anfangen, aber hielt sich alles noch in Grenzen und hat mich nicht gestört.
Da ich auch keinerlei wettkämpferischen Ehrgeiz besitze, waren mir die Motive der Figuren auch nicht so nah, wie sie es in anderen Thrillern manchmal sind. Trotzdem waren die Figuren selbst sehr nahbar und realistisch, manche liebens- und manche hassenswert, was zum eifriegen Mitfiebern motiviert hat - genauso mag ich das.
Wie der Klappentext schon erahnen lässt, erfindet dieser Thriller das Rad nicht neu, sondern bedient sich ein paar klassischer Motive. Er hat mich trotzdem sehr gut unterhalten, was nicht zuletzt an der angenehmen Stimme von Camilla Renschke liegt.
Von mir gibt's auf jeden Fall ne Empfehlung. Besonders bei sommerlichen Außentemperaturen, könnte der Schinken helfen, sich zumindest mental in ein angenehmeres Klima zu versetzen
- Ray Bradbury
Löwenzahnwein
(12)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchMan könnte das Buch als eine nahezu philosophische Abhandlung über den Verlauf der Zeit, beziehungsweise die Veränderung die uns die Zeit bringt, betrachten. Nebenbei ist es wunderbar unterhaltsam und auch emotional sehr ansprechend. Dieses Buch wird den Leser gleichermaßen zum Nachdenken und zum Träumen bringen. Mich hat "Löwenzahnwein" sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht. Ich zähle es zu den ganz besonderen Juwelen in meiner Büchersammlung.
- Hendrik Buchna
Die drei ??? und der dunkle Taipan
(5)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Im Detektivalltag von Justus, Peter und Bob herrscht gerade eine Flaute.
Ein überraschender Besuch von Allie Jamisons scheint zunächst Abwechslung zu verschaffen. Doch leider hat Allie die drei Fragezeichen nicht aufgesucht, um sie mit einem neuen Fall zu beauftragen.
Stattdessen benötigt sie dringend einen Hundesitter, weil sie als Praktikant bei der Rocky Beach Today einer interessanten Story auf der Spur ist.
Zerknirscht sagen die drei Detektive Justus, Peter und Bob ihre Hilfe zu.
Ein unerwarteter Anruf aus dem Gefängnis katapultiert sie kurze Zeit später in einen mysteriösen Fall:
Geheimnisvolle Orte, rätselhafte Botschaften, sonderbaren Diebstähle und ein Grauen erregendes Monster!
Plötzlich schweben die drei Freunde selbst in größter Gefahr!
Altersempfehlung:
ab 10 Jahre
Mein Eindruck zur Buchreihe (Charaktere):
Mit den drei Detektiven bin ich groß geworden und habe mittlerweile all ihre Fälle gelesen und gehört. Gleiches gilt auch für Sonderbände.
Die ersten sind mir in besonderer Erinnerung geblieben und ich lese/höre sie immer wieder gerne.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und jeder der drei Fragezeichen hat seine Stärken und Schwächen. Bei ihren Ermittlungen ergänzen sie sich perfekt. Auch findet jeder Leser mindestens einen Detektiv, mit dem er sich identifizieren und so beim Fall mitfiebern kann.
Justus Jonas ist der erste Detektiv und der Kopf des Trios. Auch wenn er wie ein wandelndes Lexikon (gerne altklug) erscheint, ist auch er hin und wieder mit seinem Latein am Ende.
Peter Shaw ist der zweite Detektiv und der sportlichste der drei. Um unnötige halsbrecherische Aktionen macht er gerne einen großen Bogen. Obwohl er nicht an Geister, Hexen und andere übernatürliche Erscheinungen glaubt, steht er ihnen immer sehr vorsichtig gegenüber.
Bob Andrews ist der kleinste im Bunde und zuständig für Recherchen und die Aktenführung.
Fast alle ihre Fälle beinhalten sonderbare Phänomene und mysteriöse Ereignisse.
Meine Meinung zum "dunklen Taipan":
Die Geschichte ist Vorlage zur Live Tour im Jahr 2019. Buch und Umsetzung in ein Live-Hörspiel stimmen zum großen Teil überein. Wer bereits die Tour oder den Live-Mitschnitt kennt, wird bei der Lektüre des Buches wenige Überraschungen erleben.
Die Handlung ist durchschnittlich und das Abenteuer wird nur durch die vielen Anspielungen auf alte Fälle und die verrückten Nebencharaktere gerettet:
- Allie Jamison, die wie üblich kein Blatt vor den Mund nimmt und Justus Jonas immer wieder die Stirn bietet. Sie ist mutig und handelt auf eigene Faust. Bei diesem Charakter schwanke ich - auch nach Jahren noch - zwischen Sympathie (wegen ihrer großen Klappe) und genervt sein (stellenweise ist sie einfach nur anstrengend).
- Queeny, Allies Zwergpinscher, der zwar kaum zu Wort kommt, aber an Peter einen Narren gefressen hat (oder vielleicht auch umgekehrt) und dessen - stille - Anwesenheit immer wieder für witzige Situationen sorgt.
- Mr. Torsvan der Inhaber vom gruseligen Morley House, der sehr überzogen dargestellt und aufgrund seiner verrückten Art wiederum herrlich witzig und schräg ist.
Die Handlung ist stellenweise langatmig und unspektakulär und besteht hauptsächlich aus der mit Gruselelementen gespickten Schnitzeljagd bzw. missglückten Vereitelungen weiterer Diebstähle.
Auf konkrete Anspielungen, alte Fälle oder weitere alte Bekannte der drei Detektive möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, um nicht zu spoilern. Denn natürlich liegt die Ursache des ganzen Spuks irgendwo tief in der Vergangenheit der drei Fragezeichen.
Wem die Story gefällt und wer eine Extraportion Gänsehaut liebt, dem empfehle ich den Live-Mitschnitt der Tour.
Fazit:
Ein Abenteuer mit Gruselelementen, welches jedoch nur aufgrund seiner vielen nostalgischen Andeutungen und skurrilen Charaktere funktioniert.
Die Handlung selbst ist leider nur guter Durchschnitt.
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Rezensiertes Buch "Die drei Fragezeichen und der dunkle Taipan" gebundene Ausgabe aus dem Jahr 2019 - Sharon Gosling
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(106)Aktuelle Rezension von: julestodoSo ist es mir jedenfalls ergangen! Eine sehr berührende Geschichte, die sich über mehrere Generationen hinzieht und immer wieder Rätsel aufgibt. Intrigen werden gesponnen und Existenzen versucht zu vernichten. Gleichzeitig wird geschildert, wie der Zusammenhalt unter den Menschen einer Dorfgemeinschaft Berge versetzen kann, bzw. Probleme lösen kann.
Für mich war es das erste Buch, was ich von dieser Autorin gelesen habe, aber hoffentlich nicht das letzte!
Absolute Lesempfehlung!























