Bücher mit dem Tag "noten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "noten" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492060714)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.142)
    Aktuelle Rezension von: seelenseiten

    Schon beim Lesen des Klappentextes weiß man, in welche Richtung die Geschichte geht und man wird keine einzige Sekunde lang enttäuscht.

    Das Buch hält was es verspricht!


    Es ist zwar keine 0815 Geschichte, aber dennoch nichts Neues.

    Man könnte von einer eine neu aufgelegte Cinderella-Story sprechen.

    Gossenmädchen kommt in eine wohlhabende Familie und muss sich gegen Anfeindungen behaupten. 

    Sie wird sofort von Ihren Stiefbrüdern verurteilt und als selbstsüchtige Heuchlerin dargestellt. Aber das lässt sich Ella gar nicht erst gefallen, denn Sie ist tough, witzig und dickköpfig. 

    Sie lässt sich einfach nichts gefallen!


    Reed hingegen konnte ich leider nicht ins Herz schließen. Seine Art und Weise wie er sich Ella gegenüber verhält ist auch nicht mehr mit seiner „ach so schweren Vergangenheit“ zu entschuldigen. Er ist und verhält sich einfach wie ein Arschloch. Dass er sich so um das Geld seiner Familie sorgt und Ella als Geldschleicherin darstellt, ist auch mehr als peinlich. Das Geld haben immerhin sein Vater und Großvater verdient und nicht er.


    Dahingegen hat mich Easton total überzeugt. Meiner Meinung der sympathischste Bruder, obwohl man auch bei ihm merkt, dass vieles nur Show ist. 

    Hoffentlich erfährt man im zweiten Teil mehr über ihn.


    Das Geschichte führt zu einem Cliffhanger, der mich zwar nicht sonderlich überrascht hat, aber einen doch mit vielen offenen Fragen zurück lässt.

    Freue mich schon auf die Fortsetzung!

    Würde 4,5 von 5 Sternen geben.


  2. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

     (761)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Ally ist die zweite Schwester der Familie und trägt den Namen ,,Die Sturmschwester‘‘. Denn in diesem Buch erfahren wir, dass sie eine leidenschaftliche Seglerin ist und nichts dagegen eintauschen würde. Als sie gerade einige Tage am Meer verbringt, erreicht sie die Nachricht, dass Pa Salt gestorben ist. Ally erfährt wie auch ihre anderen Schwestern Hinweise über ihre Herkunft, jedoch hat sie es nicht eilig, sie auf die Suche nach ihrer leiblichen Familie und Vergangenheit zu suchen.

    Nachdem ich mit dem ersten Band ja zu Beginn so meine Schwierigkeiten hatte und ihn dann schlussendlich doch geliebt und verschlungen habe, musste auch recht schnell der zweite Band her, da ich unbedingt wissen musste, wie es mit den Schwestern und Pa Salt weitergehen wird. Denn es waren ja recht viele Fragen offen und ich war sehr gespannt darauf, wann und wie sie sich auflösen würden. Natürlich ist das erst der zweite Band, aber dennoch gab es ein paar kleine Informationen, die mir dabei geholfen haben, das Puzzle am Ende zusammensetzen zu können.

    In diesem Buch treffen wir auf drei Zeitebenen, was ich wahnsinnig spannend finde. Jede einzelne Zeitebene ist sehr emotional und fesselnd, gerade die Geschichte rund um Theo hat mich sehr schockiert. Ich hatte echt große Hoffnungen, weitere Puzzleteile zu bekommen, jedoch gab es in diesem Buch nicht wirklich welche und man hat keine Hinweise darauf finden können, inwiefern Pa Salt mit dieser Geschichte verstrickt ist. Das fand ich sehr, sehr schade!

    Mit Ally habe ich mich sofort verbunden gefühlt. Sie ist eine sehr starke Protagonistin, die sich in ihrem Umfeld behaupten kann, sich niemals denn Mund verbieten lässt und versucht immer das positive aus allem zu ziehen. Außerdem ist sie eine ehrgeizige und pragmatische Person. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches hat mir unglaublich gut gefallen und ich fand es spannend, inwiefern Ally mit ihrer leiblichen Familie verbunden ist. Ich finde Ally als Protagonistin einfach zauberhaft. Die Geschichte ihrer Vorfahren fand ich ebenfalls unfassbar spannend. Sie hat mir sogar ein kleines bisschen besser gefallen, als die Geschichte von Ally selbst. Ich finde es faszinierend, wie viel Arbeit, Recherche, Mühe und Liebe Lucinda Riley in diese Reihe gesteckt hat. Mal abgesehen davon gibt es auch ein bisschen Herzschmerz und jeder kommt hierbei auf seine kosten. Gerade Theo als ruhiger und analytischer Mensch, hat mir gut gefallen. Das was das Paar gemeinsam durchleben muss, war für mich unvorhersehbar und hat mich öfters mal schlucken lassen.

    So viel zum Schreibstil möchte ich gar nicht sagen, denn wer ein Buch von Lucinda Riley gelesen hat, weiß, dass diese Frau großes Talent hat und auch sehr gut Geschichten schreiben kann, die einem den Boden unter den Füßen wegreißen.

    ,,Die Sturmschwester‘‘ hat mich sehr berührt und eine sehr tiefgründige Geschichte. Wenn ich könnte, würde ich die Geschichte gerne noch einmal von vorne lesen. Ich konnte zu jeden Charakter eine Bindung aufbauen und habe jeden einzelnen im mein Herz schließen können. Ich bewundere Lucinda Riley sehr dafür, dass sie diese Idee und diese Handlung so umgesetzt hat. Denn ich bin nur eine von denen, die diese Bücher über alles lieben. Ich freue mich jetzt sehr auf Band 3!

  3. Cover des Buches Totenlied (ISBN: 9783809026709)
    Tess Gerritsen

    Totenlied

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Wesentliche habe ich ja schon in der Überschrift zusammen gefasst. Die beiden Geschichten spielen einerseits in der Gegenwart und andererseits in den 30ern und 40ern Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Geschildert wird das Leben einer Familie heute und einer jüdischen Familie in den dunklen Jahren vor und während des 2. Weltkrieges. Die Klammer ist ein Notenblatt und das darauf verzeichnete Musikstück.

    Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen. In beiden Geschichten geht's dramatisch zu und auch ein klein wenig Spannung kommt gelegentlich auf. Aber längst nicht genug für einen Thriller.

    Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, mit Tiefe und mit viel Liebe. Daraus resultiert ein insgesamt gutes Leseerlebnis; aber eben nicht das was man erwartet. Daher gab es von mit Punktabzug.

    Schöner Zusatzeffekt: Im Anhang gibt die Autorin auch einen Hinweis auf das im Buch im Mittelpunkt stehende Musikstück (von ihr selbst komponiert), das man sich auch z.B. in iTunes herunter laden kann. Ich hab es gemacht und es hat den Leseerlebnis abgerundet.

  4. Cover des Buches Generation Doof (ISBN: 9783404605965)
    Stefan Bonner

    Generation Doof

     (660)
    Aktuelle Rezension von: hannaxp

    Ich hab das Buch “Generation Doof” sehr sehr lange vor mir her geschoben und war auch nicht wirklich positiv überrascht. Der Schreibstil ist ziemlich langweilig und zieht sich sehr in die Länge, was ich persönlich nicht sehr gut fand. Am Anfang musste ich ab und zu mal lachen, aber danach wurde es irgendwie immer “schlechter”. Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Gedanke für dieses Buch eigentlich sehr gut und kreativ war und es sich trotzdem mit einem wichtigem Thema befasst. 

  5. Cover des Buches Lehrerkind (ISBN: 9783492272964)
    Bastian Bielendorfer

    Lehrerkind

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Laura_Bodenhagen

    Ich lese gerne lustige Bücher, um zu entspannen und abzuschalten. Bastian Bielendorfer kenne ich von seinem Bühnenprogramm und finde ihn sehr unterhaltsam. Deshalb habe ich dieses Buch ausgesucht. Der Schreibstil ist durchweg flüssig, manchmal sind die Kapitel jedoch etwas langatmig. Teilweise fehlt es auch an Witz und Charme, darum nur vier Sterne.

  6. Cover des Buches Herr Mozart wacht auf (ISBN: 9783746626963)
    Eva Baronsky

    Herr Mozart wacht auf

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    Wie immer sehe ich von einer Inhaltsangabe ab, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass eine Rezension so etwas nicht braucht.

    Sowohl inhaltlich als auch sprachlich war ich von dieser Lektüre richtig gut unterhalten. Gut, es gibt einige konstruierte Passagen (speziell das Ende). Über die sehe ich aber zugunsten des hohen Unterhaltungswertes hinweg.

    Was so ein überraschendes Zeitreise- bzw. Wiedergängerdasein mit sich bringen könnte, wurde auf sehr humoristische Art dargeboten. Dabei hat die Autorin aber nicht auf eine liebevolle Darstellung der Figur von Mozart vergessen. Eindeutiges Lesevergnügen.

  7. Cover des Buches Lieder von Morgen (ISBN: 9783959911306)
    Rune L. Green

    Lieder von Morgen

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    Ich wünschte dieses Buch würde jeder lesen. Ich bin froh, dass ich es endlich vom SuB befreit habe und würde es gerne jedem in die Hand drücken. Die Geschichte ist so berührend, aufwühlend, lehrreich, voller schöner Momente und auch voller trauriger Momente. Lenia ist so ein sympathischer Charakter, von der man so viel lernen kann. Ihre Sichtweisen sind so inspirierend und ihr Art so entwaffnend, dass selbst Jonathan mit seinen errichteten Mauern dank ihr auftaut, aus sich herauskommt, viel von ihr lernt und wieder anfängt zu laufen, die Scherben seines Lebens aufzukehren und sich sein Leben neu aufzubauen. Die Geschichte hat mir so viele Denkanstöße mitgegeben, die so schön poetisch verpackt waren, dass ich mir immer Zeit genommen habe, um sie auf mich wirken zu lassen. Wir sollten unser Leben erleben, Träume umsetzen und nicht in der Monotonie des Alltags versinken.

  8. Cover des Buches Voll streng, Frau Freitag! (ISBN: 9783548374574)
    Frau Freitag

    Voll streng, Frau Freitag!

     (151)
    Aktuelle Rezension von: SandrasLesewelt

    Zur Autorin:

    Die Autorin, die unter dem Namen "Frau Freitag" schreibt, ist eine Gesamtschullehrerin für Englisch und Kunst, geboren 1968. Das Alter der Autoren schreibe ich normalerweise nicht in meine Rezensionen, aber ich bin der Meinung, dass man gewisse Dinge im Berufsleben mit dem Alter anders sieht bzw. je nachdem wie alt man gerade ist, sie anders einschätzt, anders tolleriert, daher finde ich es an dieser Stelle wichtig zu erwähnen. Dieses hier ist ihr zweites Buch zum Thema, der sehr erfolgreiche Vorgänger war "Chill mal, Frau Freitag".(Quelle: Buchinnenseite)


    Zum Cover:

    Das Cover hat als Hintergrundfarbe schwarz, wodurch die restlichen, kräftigen Farben gut zur Geltung kommen. Abgebildet ist ein "cooles Chick", also ein weißes Hühnchen mit grüner Mütze, geschminkt, mit Goldkettchen und Handy. Ich finde es sehr ulkig und passend zum Inhalt des Buches. Außerdem geht von ihm eine blaue Sprechblase mit dem Titel des Buches ab und darüber ist der Name der Autorin vermerkt. Unter dem Hühnchen steht noch ein kleiner Untertitel oder eher eine Notiz am Rande "neues aus dem Schulalltag", so dass man direkt weiß worum es sich in dem Buch dreht. 


    Zum Buch:

    Das Buch handelt vom Alltag einer Gesamtschullehrerin*, die Klassenlehrerin einer 10. Klasse ist, die sich gerade auf ihren Realschulabschluss vorbereitet. Offensichtlich liegt die Schule eher in einem sozial benachteiligtem Einzugsgebiet, da immer wieder deutlich gemacht wird, dass sich die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler eher auf einen Hauptschulabschluss einstellen können, als auf einen Realschulabschluss oder gar die Qualifizierung für die gymnasiale Oberstufe. Es wird der tägliche Schulalltag mit all seinen Hochs und Tiefs beschrieben, inklusive vieler Äußerungen und Verhaltensweisen der Schülerinnen und Schüler.

    Obwohl es sich bei diesem Buch um Band 2 der Reihe handelt, kann man es problemlos auch ohne den ersten Band verstehen, was auch daran liegt, dass die Autorin häufig zurückblickt und relevante Geschehennisse aus der Vergangenheit kurz erläutert. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, sowohl wenn die Jugendlichen beschrieben, als auch, wenn der Rest der Geschichte, beispielsweise die Gedankengänge der Lehrerin, dargestellt werden. Dadurch dass die Geschichte ein Schuljahr nachzeichnet, weiß der Leser immer was als nächstes anstehen muss und wie die Geschichte enden wird, Überraschungen bleiben da aus.


    Fazit:
    Ich habe mir von dem Buch mehr erwartet, da es auf den ersten Blick und auf den ersten Seiten lustig erscheint und mich zum Lachen gebracht hat. Leider ließ dies schnell nach, da es doch sehr platt und einfach struktuiert ist. Ich hätte mir gewünscht, dass sich das sprachliche Niveau zwischen den Aussagen der Schülerinnen und Schüler und den Aussagen und Gedankengängen der Lehrerin unterscheidet und nicht alles auf dieselbe Art und Weise geschrieben ist. Gewisse Floskeln, bei denen ich mir sicher bin, dass sie genau so verwendet werden, komme für meinen Geschmack einfach zu häufig vor und machen aus dem Buch eine sehr leichte Lektüre ohne durchgängig lustig zu sein. Über denselben Witz lässt sich nunmal nicht zigmal in Folge lachen. 


    Leseempfehlung:

    Wer eine leichte Lektüre sucht und einen ehrlichen Einblick in das Arbeitsleben einer Lehrerin dieser Schulform und in eben dem dargestellten Einzugsgebiet erhalten möchte, könnte hier fündig werden. Ob es den eigenen Humor trifft, muss jeder selbst entscheiden.


    * Eine kurze Erläuterung zur Schulart "Gesamtschule", da sie ja nicht in allen Bundesländern in Deutschland existiert. An der Gesamtschule kann man den einfachen oder den erweiterten Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss oder das Abitur machen. Mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 hat man automatisch den einfachen Hauptschulabschluss, also den niedrigsten Abschluss in Deutschland. Mit erfolgreichem Bestehen der 10. Klasse kann man einen erweiterten Hauptschulabschluss oder sogar nach dem Ablegen der entsprechenden Prüfung den Realschulabschluss oder die Zulassung für die gymnasiale Oberstufe erwerben. Die Oberstufe an der Gesamtschule dauert weiterhin drei Jahre, so dass man das Abitur frühestens nach 13 Schuljahren bekommt. 


  9. Cover des Buches Ich bin Charlotte Simmons (ISBN: 9783453405066)
    Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Endlich am Ziel. Mit einem Stipendium an der traditionsreichen Dupont University wähnt sich Charlotte im siebten Himmel. Doch statt des ersehnten Lebens in der Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Sauforgien und sexuellen Ausschweifungen wieder...
  10. Cover des Buches Partitur des Todes (ISBN: 9783499245350)
    Jan Seghers

    Partitur des Todes

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Paris im Jahr 2005. Im Rahmen einer arte-Dokumentation stößt die Journalistin Valerie Rouchard auf Georges Hofmann, dessen Eltern im Dritten Reich nach Auschwitz verschleppt wurden. Durch die Öffentlichkeit der Dokumentation taucht ein bisher unbekannter Brief seines Vaters an ihn auf. Darin ein unveröffentlichtes Werk von Jaques Offenbach.
    Wenig später werden am Frankfurter Mainufer fünf Menschen in einem Imbiss-Boot kaltblütig hingerichtet. Hauptkommissar Robert Marthaler steht unter Zeitdruck und vor einem Rätsel, denn es bleibt nicht bei den fünf Toten.

    Partitur des Todes ist der dritte Band in Jan Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt. Das Buch umfasst 480 Seiten und wird bei Rowohlt verlegt.

    Marthalers dritter Fall spielt im Sommer 2005, etwa zwei Jahre nach Die Braut im Schnee. Nach den Geschehnissen des vorhergehenden Bandes wird Abteilungsleiter Herrmann durch Charlotte von Wangenheim ersetzt, er bekommt im Buch aber noch ein paar Auftritte. Privat hat Marthaler wieder einige Sorgen, denn sein Engagement im Beruf steht sich und Tereza nach wie vor im Weg.

    Aus meiner Sicht ist Partitur des Todes der bis dahin stärkste Band der Reihe, das mag aber auch am Thema liegen. Die Entwicklung, die man schon im vorhergehenden Band bei Jan Seghers beobachten konnte, setzt sich fort – er wird immer besser. Er konstruiert einen verworrenen Fall rund um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus’, dabei geht er nicht zimperlich vor. Der Fall ist bis kurz vor Schluss schwer zu durchschauen, das wiederum kennt man ja schon aus den anderen Bänden, auch wenn es diesmal früher im Buch Andeutungen gibt.

    Ebenfalls nicht neu ist Seghers Kritik an Presse und Politik. Der City-Express als Inbild unethischer Auswüchse im Journalismus bekommt wieder eine Sonderrolle, für die Kritik am karrieristischen Charakter der Politik darf diesmal der Hessische Innenminister herhalten. Das LKA hingegen, in Krimis oftmals für überhebliches Verhalten gescholten, kommt bei Seghers ausdrücklich gut weg. Oliver Frantisek, der vom LKA als stilisierter Superpolizist in die SoKo entsandt wird, nimmt eine ganz andere Rolle ein, als man normalerweise erwarten darf.

    Der Fall und die Geschichte darum sind durchgehend schlüssig. Gut finde ich, dass Seghers eine ganze Reihe Faktenwissen um die Frankfurter Auschwitzprozesse einfließen lässt. Die für die Geschichte relevanten Namen wurden zwar geändert und die Lebensläufe, nehme ich an, frei erfunden, trotzdem geizt Seghers nicht mit Reellem, gerade im Hinblick auf das Fritz-Bauer-Institut. Seghers Charaktere könnte es gegeben haben und sie könnten auch diese Lebensläufe gehabt haben. Das gibt dem Buch stellenweise durchaus etwas Beklemmendes. Auch Marthalers Umgang mit diesem Teil der Deutschen Geschichte ist für Teile seiner Generation gut aufgefangen und birgt durchaus ein Stück Kritik, aber auch etwas Versöhnliches – und es passt schlussendlich zu seiner Persönlichkeit.

    Partitur des Todes ist ein weiterer lesenswerter Band der Reihe. Seghers geizt weiterhin nicht mit Lokalkolorit und verbessert sich stetig – wobei ich sagen möchte, dass er einen Punkt erreicht hat, an dem es nicht mehr viel zu verbessern gibt. Ein einigermaßen kurzweiliges Krimivergnügen, nicht nur für Menschen aus dem Frankfurter Raum.

  11. Cover des Buches Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb (ISBN: 9783596810079)
    Tanya Stewner

    Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist schön und der Klappentext macht schon neugierig.

    Der Schreibstil ist auch sehr angenehm, dennoch ist das Buch an sich aber sehr langatmig, es kommt eher wenig Spannung auf und manchmal kann man das Handeln der Charaktere nicht nachvollziehen.

    Dementsprechend kann man das Buch, das auch nicht wahnsinnig lang ist, als Zeitvertreib schon mal lesen, aber eine wirkliche Leseempfehlung würde ich nicht geben.

  12. Cover des Buches Die Offenbarung (ISBN: 9783746624815)
    Robert Schneider

    Die Offenbarung

     (23)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind

    Inhalt:

    Jakob Kemper trachtete sein gesamtes bisheriges Leben nach Ruhm und Anerkennung, zunächst als Musiker, dann als Dirigent und Komponist und zuletzt als Musikforscher. 

    Zermürbt von fortwährendem Scheitern fristet der Sonderling ein einsames Dasein und hält sich als Organist und Musiklehrer über Wasser. Dann macht er, versteckt im Gehäuse der Orgel der Naumburger Stadtkirche St. Wenzel, einen spektakulären Jahrhundertfund: eine verschollene Partitur von Johann Sebastian Bach! Anders als erwartet, stellt die Entdeckung sein Leben auf den Kopf.

    Robert Schneider webt ein faszinierend dichtes Geflecht aus verdrängten Erinnerungen, einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung und einem irritierenden Jahrhundertfund der Musikforschung. Die gefangenen Akteure drohen, sich zunehmend zu verstricken und zerrissen zu werden. Am Ende ist der Ausweg ein ganz anderer.

    Protagonist:

    Jakob Kemper möchte ich mit folgender Textpassage charakterisieren, die jedoch nicht alles von ihm zeigt:

    "Oh, wie begehrte er, einer der ihren zu sein! Wie gern hätte er dazugehört! Ein Rad im Getriebe der weltweiten Bachforschung! Ein Rädchen, seinetwegen auch nur eine winzige Sprungfeder! Aber dabei sein! Wie sehnte er sich danach, mitzudenken, mitzureden, mitzuforschen und an dem Mysterium Bach fort und fort zu schreiben! Wie lechzte er nach Anerkennung! Ja, auch er wollte umgeben sein und hofiert von der Öffentlichkeit! Er wollte auch fotografiert werden und sein Bild in der Zeitung sehen (...), es mit stummem Stolz betrachten und die eigenen Worte wieder und wieder lesen! Er wollte gefragt sein, gesucht, umringt von Journalisten, berühmt! Sieht mich denn niemand? Ich bin auf der Welt! Verdammt, ich lebe! Ich habe etwas … dths … zu sagen!"

    Doch er hat auch eine stille Seite, in welcher viel Kraft, Ausgeglichenheit und Zuneigung zu anderen liegen. Seine Vergangenheit allerdings hat ihn geprägt und nur einen halben Menschen aus ihm gemacht.

    Schreibstil:

    Für mich ist Robert Schneider ein klassischer Autor mit einer modern gefärbten Sprache. Mit seiner Mischung aus präzisen und metaphorischen Worten, vermag er dem Leser eine Vorstellung von einem verschollenen Hauptwerk Bachs zu vermitteln. Dies kann ihm umso besser gelingen, je mehr Kenntnis der Leser von musiktheoretischen Begriffen hat.

    Ein Beispiel:

    "Das Solo mit einer kleinen Non zu eröffnen, die in eine verminderte Quart hinabstürzte, eine so unvermittelte, scharf tönende Intervallfolge für den Auftakt eines Oratoriums zu wählen, das hatte es in der ganzen Barockmusik nicht gegeben. Aber nicht genug. Je weiter sich die Linie ausbreitete, desto mehr häuften sich Dissonanzen und unübliche melodische Fortschreitungen. Kemper meinte, er höre eine Art Zwölftonmusik, eine Klangsprache, die erst zweihundert Jahre nach Bach entwickelt worden war. Das Solo war gegen alle Regeln und Prinzipien der damaligen Melodieführung komponiert, hatte etwas Beängstigendes, ja Beklemmendes und ergab doch ein unerklärliches, architektonisches Ganzes. Er konnte nicht glauben, dass so viel Misstöne und scheinbar fehlerhafte Dissonanzbehandlungen eine so wohlklingende und doch unwirkliche Musik ergaben."

    Meinung:

    Mich freute besonders, dass wieder Schneiders Thema aus 'Schlafes Bruder' abgewandelt mitschwingt: Das verborgene Geniale, der unentdeckte weltbewegende Schatz und die Ignoranz der Mitmenschen und Fachleute. Außerdem finden sich auch in diesem Buch wieder übernatürliche und sogar gruselige Begebenheiten. So erscheint Jakob Kemper immer wieder etwas wage Umrissenes, eine unfassbare Gestalt, die in seinem Unterbewusstsein wühlt und vor ein persönliches Jüngstes Gericht stellt.

    Ich schätze auch den Humor von Robert Schneider sehr.

    Ein Beispiel:

    "»Auf der aufgeschlagenen Partitur – das muss sich einer vorstellen! – stand eine Flasche Rotwein. Und zwar an der Stelle, wo es unseren Heiland am Kreuz dürstet. Château irgendwas. Aber vom Feinsten! Unsere Restaurateure waren eine Woche lang damit befasst, den Rotweinrand zu entfernen. Mich hat das fast den Kopf gekostet!« Während sich der Abteilungsleiter so in Rage redete, starrte er mit zutiefst verächtlichem Gesichtsausdruck auf Kempers Hemd mit dem Rotweinfleck."

    Alles in Allem würde ich fünf von fünf Sternen geben, wenn ich mich besser mit Jakob Kemper hätte identifizieren können. Die Gesichte ist genial, bleibt aber seine und wird auch im Buch nicht zu meiner. 4 Sterne

    Interpretation:

    Darum geht es: Das kleine Leben, nicht das große als Ziel. 

    Oder mit den Worten des Autors:

    "Das war es doch gewesen, wofür ihm die unbekannte Musik von Johann Sebastian Bach die Augen geöffnet hatte: Endlich das Alte vergessen, den Unmut, die Kränkungen, das Versagen. Sich versöhnen mit seinem Leben. Sich verzeihen lernen. Sich selber eine Umarmung zu schenken bewirkt mehr, als aller Ruhm dieser Welt, der genau einen Atemzug lang anhält."

  13. Cover des Buches Ein rundherum tolles Land (ISBN: 9783442725458)
    Frank McCourt

    Ein rundherum tolles Land

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Salzechse

    Frank ist inzwischen (fast) erwachsen und will in New York ein neues Leben beginnen. Mit geklautem Geld zahlt er die Schiffspassage, arm wie eine Kirchenmaus kommt er in New York an - mit schlechten Zähnen, abgemagert und unwissend.

    Wie er, der arme Junge aus Irland, langsam heimisch wird in Amerika, was er alles erlebt und wie es ihm doch noch gelingt, Lehrer zu werden - das beschreibt Frank McCourt in seiner unnachahmliche direkten, zu Herzen gehenden Art.

     

    Ein Buch zum Lachen und zum Weinen. Genauso gut wie DIE ASCHE MEINER MUTTER.

    Wer Biographien und speziell Autobiographien liebt muss das Buch lesen!

  14. Cover des Buches Der Mondscheingarten (ISBN: 9783548061436)
    Corina Bomann

    Der Mondscheingarten

     (286)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Ab und zu brauche ich ein Buch, um vom Alltag abzuschalten und mich hinein in eine andere Welt träumen kann. Der Mondscheingarten von Corinna Bomann hat dieses geschafft.

    Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Die Gegenwartsgeschichte führt den Leser nach Berlin ins Jahr 2011. Lilly Kaiser ist Witwe und lebt seit dem Tod ihres Mann sehr zurückgezogen. Sie hat ein kleines Antiquitätengeschäft und spielt mit dem Gedanken Urlaub zu machen, da im Januar nicht viel verkauft wird. Dann betritt ein älterer Herr ihren Laden und gibt ihre eine wunderschöne Geige, doch er will sie ihr nicht verkaufen, sondern er behauptet, dass dieses Instrument ihr gehört und weist auf ein Notenblatt das betitelt ist mit „Mondscheingarten“. Lilly ist von der Geige fasziniert und bevor sie dem unbekannten Mann Fragen stellen kann, ist dieser spurlos verschwunden. Auf der Rückseite der Geige entdeckt Lilly eine eingebrannte Rose. Ihre Neugier ist geweckt und Lilly möchte mehr über das Instrument erfahren. Sie nimmt Kontakt zu ihrer besten Freundin Ellen in London auf, die Expertin für Musikinstrumente ist, um mehr über die Geschichte der Geige heraus zu finden und warum sie die rechtmäßige Eigentümerin sein soll.

    Der zweite Handlungsstrang beginnt im Jahr 1902 und führt nach Padang/Indonesien. Als Leser lernt man Rose Gallway kennen, die zu den besten Violinistinnen der Welt gehörte und von ihrem Vater die Rosengeige als Geschenk bekam.

    Das Buch liest sich leicht und flüssig aufgrund des schönen Schreibstils der Autorin. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit steigert die Spannung. Sehr farbenprächtig und bildhaft wurden die Natur und die Personen beschrieben. Schon nach den ersten Seiten fühlte ich mich in den Bann des Buches gezogen und wartete begierig darauf zu erfahren, welches Geheimnis hinter der Geige steckte, deshalb konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Am Ende waren alle offenen Fragen beantwortet, einziges Manko waren die etwas zu vielen Zufälle. Trotzdem hat mir das Buch angenehme Lesestunden beschert.

  15. Cover des Buches Melodien (ISBN: 9783832162917)
    Helmut Krausser

    Melodien

     (35)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Nachdem der Alchimist Castiglio an der Herstellung von Gold scheitert, entschließt er sich seinen Traum zu verwirklichen. Zusammen mit seinem Gehilfen Andrea konzentriert er sich auf die Komposition von Melodien, die den Menschen im Guten wie im Bösen beeinflussen können. Sein Tun wird ohnehin von der Bevölkerung mit großer Skepsis und Voreingenommenheit beobachtet und wenn seine Grundidee auch durchaus positiv war, so versteift er sich zunehmend und wird schonungslos und radikal in seinen Handlungen. Andrea, der ihm treu zur Seite steht, entwickelt sich zum Medium und trägt die gefährliche Botschaft mit seiner Stimme unter das Volk. Da Castiglio anscheinend nicht nur ungewöhliche, sondern auch wirksame Melodien erdachte, spricht nun alles für Hexerei und Volk sowie Gerichtsbarkeit verurteilen sensationslustig. Aber Andrea gelingt es dem Abt Stefano die Melodien anzuvertrauen.

    Vier Jahrhunderte später will es der Zufall, dass der Fotograf Alban Täubner in seinem Hotel in Siena irrtümlicherweise einen Brief erhält, der für den Professor der Mythosophie Jan-Hendrik Krantz bestimmt ist. Täubner verschludert den Brief auf der Heimreise im Zug, wird jedoch von Professor Krantz aufgesucht, der die enthaltene Botschaft dringend Täubner zu entlocken versucht. Just will es die Historie, dass gerade Professor Krantz sich auf der Suche nach Castiglios Melodien oder jeglichem Hinweis auf deren Verbleib befindet. Und so schlittert der von Liebeskummer geplagte Alban Täubner in einen Mythos hinein und verliert zusammen mit Krantz nach und nach den Überblick über Wirklichkeit und Historien-Wahn.

    Zwanzig Jahre nach dem ersten Erscheinen hat sich Helmut Krausser seinen Roman „Melodien“ nochmals vorgenommen. Die Jagd nach der absoluten Musik, die Menschen in ihren Gefühlen, Regungen, Handlungen und Befindlichkeiten zu beeinflussen vermag. Erzählt wird in moderaten Zeitsprüngen, die die Vergangenheit mit der Gegenwart verweben und nicht nur den Protagonisten das Leben schwer machen. Zwischen den Buchdeckeln lauert eine dichte mittelalterliche Atmosphäre, die alles beinhaltet, was man zuvor bei Eco oder Süskinds „Parfüm“ fand sowie die Parallelwelt der späten 80er Jahre, in der es nicht nur um die Nacherzählung des Mythos geht, sondern auch um eine Jagd nach Ruhm, denn Professor Krantz bleibt nicht der einzige Mythenhäscher.

    Ein Romanmonstrum von 829 Seiten, welches es niederzukämpfen gilt.

  16. Cover des Buches Wie man seine Eltern erzieht (Eltern 1) (ISBN: 9783845839431)
    Pete Johnson

    Wie man seine Eltern erzieht (Eltern 1)

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Lesemama

    Zum Buch:
    Luis zieht mit seinen Eltern um, er ist alles andere als begeistert davon. Eine neue Schule, neue Nachbarn, aber auch neue Freunde.
    Einer davon ist Theo, den er zu Beginn sehr seltsam fand. Theo ist sehr gut in der Schule, seine Eltern haben jede freie .inute von ihm verplant. Sehr zum Leidwesen von Luis schauen sich seine Eltern von Theos Eltern was ab ...

    Meine Meinung:
    Die war nicht mein erstes Buch des Autors, ansich finde ich die Idee der Bücher auch ganz gut. Der Protagonist, in dem Fall Luis schreibt ein Tagebuch über sein Leben. Luis größter Wunsch, er möchte Komiker werden, seine Eltern wünschen sich, er möchte sich mehr auf die Schule konzentrieren. Soweit so gut, aber stellenweise fand ich den Humor unterirdisch. Luis erzählt zwar sehr witzig von seinem Alltag, gerade Helikoptereltern, die "alles für ihre Kinder tun" sollten das Buch vielleicht mal lesen, denn wie Luis kleiner Bruder irgendwann mal sagte, und wann darf ich mal wieder spielen?
    Ein eigentlich sehr ernstes Thema aus der Sicht von den Kindern, aber dafür war es nicht richtig verpackt.
    Der Tagebuchstil macht vor allem Jungs mehr Spaß zu lesen, soweit jedenfalls meine Erfahrung mit meinen Lesepatebkindern. Mit persönlich hat das Buch nicht so gut gefallen, ich mochte den Humor nicht so. Für mich war es eher nur durchwachsen.

  17. Cover des Buches Das verdrehte Leben der Amélie 2: Heimlich verliebt (ISBN: 9783551314772)
    India Desjardins

    Das verdrehte Leben der Amélie 2: Heimlich verliebt

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Lia_7

    Inhalt/Klappentext:

    Amélies beste Freundin Kat hat Liebeskummer und schlägt eine No-Jungs-Pakt vor: Keinen Freund bis zum Abschlussball! Amélie bleibt nichts anderes übrig als zuzustimmen. Dabei ist sie bis über beide Ohren in Nicolas verknallt! Während Kat ihre neue Leidenschaft für Pferde entdeckt, hat Amélie alle Hände voll zu tun ihre große Liebe geheim zu halten. Da ist das Chaos vorprogrammiert...

    Eindruck:

    Amélie ist ein typischer Teenager, sie hat einen gewöhnlichen Alltag bestehend aus Schule, ihrer Mum, ihrer besten Freundin Kat und Nicolas in den sie heimlich verliebt ist. Irgendwie schafft sie es immer sich in peinliche Situationen zu bringen und manchmal rutscht ihr ein frecher Spruch raus oder sie ist mit den Gedanken so sehr wo anders, dass sie beispielsweise im Sport Unterricht beim Fußballspielen den Ball nimmt und in den Basketballkorb wirft, meistens endet dass dann damit das Amélie zum Rektor geschickt wird.

    Das ganze Buch ist im Tagebuchstil aus der Perspektive von Amélie verfasst, auf eine sehr humorvolle Weise schildert sie die Geschehnisse ihres Alltags und wenn man einmal Angefangen hat kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen.

    Ich finde die Protagonistin sehr sympathisch, sie ist witzig, cool und liebeswert und man kann sie sehr schnell ins Herz schließen. Amélie nimmt Rücksicht auf die Gefühle ihrer besten Freundin Kat die gerade Liebeskummer hat und verschweigt ihr, um sie nicht zu verletzen, dass sie mit Nicolas zusammen ist. Obwohl sie das ganze ja nur mit den besten Absichten geheim hält, hat sie ein echt schlechtes Gewissen deswegen. Dieses Geheimnis bringt Amélie oft in lustige Situationen, da Kat es ja keines falls erfahren darf.

    Auch die Nebencharaktere sind super beschrieben, sie sind zwar nicht ganz so sympathisch wie Amélie aber auch sehr nett.

    Das Buch thematisiert typische Teenager Dinge wie der erste Freund, der erste Liebeskummer und das alltägliche Schulleben. Die Autorin schafft es diese Themen so realistisch zu behandeln, dass es so ist als würde man tatsächlich das Tagebuch eines 14 jährigen Teenagers lesen. Trotz dieses Tagebuchschreibstils lässt sich die Geschichte sehr flüssig und angenehm lesen und man bekommt richtig gut mit was gerade bei Amelie so los ist. Durch diesen Tagebuchschreibstil bekommt man einen Einblick direkt in Amélies Gefühlswert und kann sich sehr gut in sie hinein versetzen.

    Auch die lustigen Zeichnungen am Anfang jedes neuen Monats, die schon mal ein bisschen einen Vorblick auf die Geschehnisse geben sind echt cool gestaltet und nett anzusehen. Was mir auch sehr gefällt ist, dass ab und an Artikel aus der Mädchenzeitschrift Miss abgedruckt sind, die Amélie so gerne liest.

    Fazit:

    Ein sehr unterhaltsames Buch dass mich öfters zum Lachen gebracht hat, vor allem für Mädchen in dem Alter kann ich die ganze Buchreihe sehr empfehlen, da es echt Spaß macht sie zu lesen.

  18. Cover des Buches Abschlussball (ISBN: 9783423146739)
    Jess Jochimsen

    Abschlussball

     (20)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Marten war als kleiner Junge schon ruhiger, weniger umtriebig als die anderen Kinder. Oft wurde er sogar von Schwächeanfällen regelrecht ausgebremst und fühlte sich seinem Opa näher als den Schulkameraden oder seinen beiden Geschwistern. Um dem Jungen etwas Abwechslung und Betätigung zu verschaffen, schicken seine Eltern ihn in den Trompetenunterricht. Anfangs interessiert ihn eigentlich nur der technische Aufbau seines Instruments, die Mechanik, aber sein Musiklehrer scheint in ihm mehr zu sehen, als den introvertierten Jungen, der in alten Opa-Klamotten zum Unterricht kommt. So gibt er Marten das Rüstzeug für das Trompetenspiel an die Hand, ohne einen Meister aus ihm machen zu wollen.

    Später, nach einer unrühlichen Schulzeit, einer Ausbildung zum Bibliotheksassistenten und einer gescheiterten recht kurzen Karriere zwischen Büchern und Regalen, dient ihm dieses Rüstzeug aus Kindertagen als Grundlage für ein Einkommen als Beerdigungstrompeter auf dem Nordfriedhof in München. Auf Wunsch spielt Marten das letzte Lied für den oder die Verstorbene(n) und passt in seinen alten abgetragenen Anzügen so wunderbar ins Bild der Trauergemeinden. Als er eines Tages eine Bankkarte nach einer Beerdigung der besonderen Art findet, scheint sehr Leben in Bewegung zu geraten…

    Jess Jochimsen erzählt Martens Geschichte sehr bedacht, beinahe so, als würde er den Dämpfer verwenden, den Marten in all den Jahren seines Trompetenspiels nie benötigte. Angekündigt wird auf dem Klappentext ein kleiner Aufruhr im doch so ruhigen Leben des Beerdigungstrompeters, aber wenn ich ehrlich bin, passiert zwar viel Zwischenmenschliches, aber nichts davon bringt wirklich Schwung ins Leben von Marten. Auch wenn er sich irgendwann einen taubenblauen Anzug gönnt und sich im Kleinen aufrafft, so gelingt Jochimsen nicht Marten zu einer echten Wende zu manövrieren. Die rätselhafte Bankkarte und die mysteriös anmutende Geschichte darum herum entpuppen sich als das Leben an sich. Begegnungen bleiben oberflächlich, trüb, vage. Die besondere Freundschaft zum alten Geiger Sebastian endet genauso traurig und im Irgendwo, wie vieles andere auch.

    Für mich bleibt das Geschehen zu trist, zu taubenblau. Schade.

  19. Cover des Buches Shakuhachi (ISBN: 9783833446962)
    Marwan Hassan

    Shakuhachi

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Hylas
    Marwan Hassan hat hier eines der wenigen Bücher über die Shakuhachi verfasst, das in deutscher Sprache vorliegt. Marwan Hassan beschreibt hier umfassend, sowohl die Geschichte der Shakuhachi, die Materialien, worauf es ankommt. und die Spielart des Kinko-Stils, als auch - und wesentlich - das japanische Notensystem und das Spielen der Shakuhachi. In gut nachvollziehbaren und bebilderten Lektionen, erklärt er Schritt für Schritt das Spielen der Shakuhachi, und gibt sowohl klassische und einfache japanische Lieder, als auch in unserem Raum bekannte, mit Notenblättern, an. Diese sind sowohl im europäischen, als auch im japanischen Stil abgedruckt. Ich danke Marwan, der selbst ein ausgezeichnetes Flötenspiel beherrscht und klassische Flöten aus aller Welt baut, für diese gute und vorallem anfängerfreundliche Anleitung.
  20. Cover des Buches Die 10. Symphonie (ISBN: 9783426502297)
    Joseph Gelinek

    Die 10. Symphonie

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Bokmask
    Dieses Buch war das Erstlingswerk des Autors, ich habe es als zweites gelesen, nachdem mir „Die Geige des Teufels“, in dem es um Paganini geht, sehr gut gefallen hat. Die Idee, klassische Musik in einem Thriller zu verarbeiten, fand ich persönlich sehr interessant, sodass ich um die Bücher nicht herumkam. In diesem Werk rankt sich alles um die 10. Symphonie von Ludwig von Beethoven. Ob sie jemals geschrieben wurde, steht in den Sternen, aber in diese Geschichte wurden die Gerüchte und Forschungsergebnisse um dieses Rätsel der klassischen Musikwelt gekonnt eingeflochten. Meiner Meinung nach wird ein wenig zu viel mit Ausdrücken jongliert, die ein Leser, der sich nicht mit Klassik beschäftigt, nicht kennen kann. Spannung ist fast von Anbeginn der Geschichte vorhanden, diese wird immer weiter ausgebaut und kann bis zur Aufklärung der Geschehnisse gehalten werden. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, wenn man sich etwas in der klassischen Musik auskennt. Einige Szenen sind so bildlich beschrieben, dass ich der Meinung bin, dieses Werk sollte nur von Erwachsenen gelesen werden. Erzählt wird aus der Sicht der jeweiligen Figur, die gerade im Vordergrund agiert. Ebenfalls gibt es einen Strang, der in die Vergangenheit geht und diese aus der Sicht von Ludwig von Beethoven erzählt. Sehr schnell hatte mich der Autor in den Bann seiner Geschichte gezogen, die Seiten liefen nur so davon. Nach zwei Tagen hatte ich dieses Werk ausgelesen, sodass ich gespannt bin auf weitere Werke von Joseph Gelinek. Ich vergebe vier von fünf Sternen. Bisher veröffentlicht: Die 10. Symphonie Die Geige des Teufels (Jedes Werk ist eigenständig, es handelt sich um keine Serie)
  21. Cover des Buches Kiss - Alive! (ISBN: 0793568749)
    Kiss

    Kiss - Alive!

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Das erste Mal lieben (ISBN: 9783570301517)
    Katja Reider

    Das erste Mal lieben

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Liss
    ICH FASSE BEIDE BÄNDE ZUSAMMEN: Zwei Bücher über das erste Verliebtsein. Über das 1. Mal. Neue Gefühle und um Konflikte, die in Beziehungen auftreten. Ich wollte die zwei Bücher zusammenfassen, da sie sowieso jeweils nur 220 Seiten haben und richtig schnell zu lesen sind. Außerdem gehören sie für mich einfach zusammen. :) Daniel und Marie lernen sich ganz normal in der Schule kennen und merken schon am Anfang, dass da etwas zwischen ihnen ist. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und lustigen Peinlichkeiten in der Schule sind die beiden schnell zusammen und schnell gibt es auch nur noch 1 Thema: Sex. Der Sex war vor allem im 1. Band sehr vordergründig. Wie wird es sein. Wie soll es sein. Wann soll es sein. Die zwei arbeiten sich drauf hin, planen ihn sogar und trotzdem kommt es dann ein bisschen anders. ;) Durch die Bücher habe ich mich wieder als 15 jähriger verliebter Teenager gefühlt und es war toll. Man denkt daran, wann man das erste Mal verliebt war, was man nicht alles getan hat, um IHM nahe zu sein und wie schwierig die Anfangszeiten sind, weil alles so neu ist. Viele Gefühle kamen mir bekannt vor und ich habe sowohl Marie als auch Daniel in sehr vielen Situationen richtig, richtig gut verstanden. Vor allem Marie. Ihre Gedankengänge waren oft so, wie meine auch gewesen wären. :D Gruselig, aber sehr sympathisch und authentisch. Da die Perspektive zwischen Daniel und Marie immer wieder wechselt, weiß man immer wie der andere gerade denkt und kann den- bzw. diejenige sehr gut nachvollziehen und ich fand alles unheimlich logisch und verständlich. Ich hätte oft ähnlich reagiert. Marie repräsentiert für mich ein durchschnittliches Schulmädchen, das sich gern verlieben möchte. Schüchtern, süß und mit Freundin Sara dauernd am tratschen und labern. ;) Daniel hingegen möchte manchmal lieber cool sein, typisch Kerl, versteht manchmal nicht, wieso Marie schon wieder sauer ist. Wie das eben so ist. Die zwei Bücher sind ziemlich leicht und schildern sowohl das Zusammenkommen als auch das Zusammensein und die Probleme, die auftreten können. Eifersucht und Seitensprünge sind das große Thema des 2. Bandes. Auch hier entstehen die Konflikte nachvollziehbar und nicht an den Haaren herbeigezogen und nehmen ihren Lauf. Und auch Daniel und Marie entwickeln sich. Sehr interessant an den Büchern war, dass vieles echt sehr detailliert beschrieben ist und ich manchmal das Gefühl hatte ich lese einen erotischen Roman. :D Hat mir aber gut gefallen, da viele Liebesgeschichten den Sex einfach kurz umschreiben oder kurz vorher aufhören und man es sich einfach denkt. Oft hat es mir ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert, weil auch die verwirrten Gefühle und Erwartungen der beiden enthalten waren und man spannend wartet, was passiert. Allerdings kommt auch eine aufklärende Komponente zum Ausdruck. Gefahren beim Sex aka Schwangerschaft, Verhütung, Frauenarzt kommen ebenfalls nicht zu kurz und ist für die angepeilte Zielgruppe bestimmt eine gut versteckte Aufklärung und werte ich als positiv. :) Fazit Zwei Bücher, schnell, leicht, flockig zu lesen. Wundervolle für zwischendurch, wobei der Fokus ausschließlich auf die Liebe und die Beziehung gerichtet ist. 4,5/5 Punkte.
  23. Cover des Buches F in Exams (ISBN: 9781840247008)
    Richard Benson

    F in Exams

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Kontrapunkt (ISBN: 9783442739691)
    Anna Enquist

    Kontrapunkt

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Yvonne_Powell
    Anna Enquist schreibt über Musik, mit Musik und um Musik herum . Sie setzt Musik und Leben gleich. Sie betreit Trauerverarbeitung mit Musik.

    Die Protagonistin, einfach nur "Frau" genannt, ist Pianistin und wagt sich an das Bachsche Wahnsinnswerk "Die Goldberg-Vatiationen". Eine Aria, einfach in Gestalt, dreißig Variationen, und anschließend noch einmal die Aria. Sie versucht auf diese Weise die Erinnerung an ihre verstorbene Tochter zu erhalten. Es ist schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren, noch schlimmer ist die immer weiter verblassende Erinnerung. Jeder verstreichende Tag führt sie weiter weg von ihrem Kind. Anhand der 30 Variationen, die in ihrem Auftreten und ihrer Wesensart alle unterschiedlich sind, erarbeitet sie sich eine Collage an Erinnerungen an ihre Tochter. Das Baby, das kleine Mädchen, der Teenager und die junge Erwachsene - bis zu ihrem Unfalltod. Eine Beziehung von ganz eng und ganz nah über das schrittweise Loslassen hin zu der erwachsenen Tochter, die ihr eigenes Leben lebt. Und trotzdem immer liebende Nähe.

    Das Licht der Klavierlampe bildete ein schützendes Rund, das Partitur, Klaviatur und Hände umschloss ... Hier vergräbt sich die Frau, studiert die technisch immens schweren Variationen und erinnert sich. Die Welt außerhalb ihres schützenden Runds ist für sie voll Angst, voll von HEUTE, das ihr die Erinnerungen zu nehmen versucht.

    Der Leser bekommt nicht nur diese wunderbaren literarischen Zeichnungen dieses Kindes, die Frau beschäftigt sich außerdem mit Bach und seinem Leben sowie musiktheoretischen und klaviertechnischen Fragestellungen. Nicht aber in unverständlichem Kauderwelsch, sondern in schönen verständlichen Sätzen, die die Neugierde auf die Musik erwecken. Man beschäftigt sich mit Bachs Komposition aus einem völlig anderen Blickwinkel heraus, so subjektiv und doch so allumfassend.

    Jedes Kapitel beignnt mit ein paar Takten Notenzeilen, jede Variation wird so skizziert. Und wenn man sich zum Lesen noch die Musik anhört, dann hat man ein ganz wundervolles Gesamtkunstwerk von Musik und Literatur. Ein zutiefst berührendes Buch.

    Als ich über die Autorin nachlas, habe ich herausgefunden, dass sie mit diesem Buch wirklich den Unfalltod ihrer Tochter verarbeitet hat. Ich kann es kaum mehr zur Hand nehmen, ohne dass mir die Tränen kommen. Geschweige denn Bach hören.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks