Bücher mit dem Tag "notizen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "notizen" gekennzeichnet haben.

118 Bücher

  1. Cover des Buches Save Me (ISBN: 9783736305564)
    Mona Kasten

    Save Me

     (2.725)
    Aktuelle Rezension von: Elisa23

    Verlag: LYX

    Autorim: Mona Kasten

    Art: Roman


    Das Buch ist einfach mega. Oft ist man einfach überrascht das es anderes kommt als man denkt. Die Schrift ist sehr angenehm zu lesen. Dazu ist das Cover ist mega schön zwar ist nicht viel Farbe im Spiel aber doch zieht es ein magisch an.

    Ich würde das Buch ab ca. 14/15 empfehelen uhnd auch gut für Leseanfänger geignet.

    Ich gebe dem Buch 5***** Sterne.

  2. Cover des Buches Love to share – Liebe ist die halbe Miete (ISBN: 9783453360358)
    Beth O'Leary

    Love to share – Liebe ist die halbe Miete

     (610)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    -Klappentext-

    Tiffy braucht so schnell wie möglich eine günstige Bleibe und Leon braucht so schnell wie möglich Geld. Im Internet stößt Tiffy auf das Wohnungsangebot von Leon und ist zuallererst etwas skeptisch, doch da ihr keine andere Möglichkeit bleibt, beschließt sie das Angebot anzunehmen. Kurzerhand zieht sie bei ihm ein und die beiden müssen sich die Zeiten einteilen, denn es steht nur ein Zimmer zur Verfügung. Da aber die Freundin von Leon das Gespräch mit Tiffy über die Wohnung führte, kennen sich die beiden gar nicht, was das Schicksal aber änderte....


    Mit dem Schreibstil hatte ich immer mal wieder meine Probleme- gerade stark am Anfang-, was oftmals auch verheerend für meinen Lesefluss war.

    Mit den beiden Protagonisten musste man erstmal warm werden, doch nach einiger Zeit haben sowohl Leon als auch Tiffy immer mal wieder Pluspunkte gemacht. Gerade Tiffy war sehr besonders und mit ihrer "verrückten" Art konnte sie mich voll und ganz überzeugen.

    Der Anfang hat sich etwas gezogen und war ziemlich langweilig, weshalb ich sogar mit mir haderte das Buch abzubrechen. Aber bereits nach den ersten 80 Seiten wurde es immer erfrischender und auch der Schreibstil war nicht mehr so ernüchternd.

    Immer mal wieder ebbte die Spannung zwar ab und es war wieder ziemlich langatmig, jedoch hat mir die Wendung und das Ende der Geschichte sehr gefallen.

     Zudem fand ich es gut, dass die Autorin den emotionalen Missbrauch/ die emotionale Manipulation in ihrem Buch behandelt hat, da es meiner Meinung nach viel zu wenig diskutiert und angesprochen wird. 

    Fazit: Eine Geschichte mit mehr Tiefgang, die zeigt, dass es auch nach Jahren des Schmerzes und der Unzufriedenheit, immer bergauf geht und sich alles zum positiven verändert- es braucht nur etwas Zeit und die richtige Person.

  3. Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)
    J. J. Abrams

    S. - Das Schiff des Theseus

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    „Das Schiff des Theseus“ ist ein großes Spiel mit Identitäten, die durch Worte erschaffen werden, ein Spiel mit Ideen (und der Ideengeschichte) und nicht zuletzt ein verspieltes Buchkunststück, dessen faksimilierte Aufmachung definitiv einmalig (gelungen) ist.

    Abrams’ und Dorsts Roman tut so, als wäre er ein Bibliotheksexemplar von V.M. Strakas „S – Das Schiff des Theseus“, in dem die sich gegenseitig antwortenden Randkommentare der Studentin Jen und des Doktoranden Eric durch die Zeilen und Seiten schlängeln. So entsteht einerseits das Buchkunststück, in dem Buchsatz und handschriftliche Kommentare vielfarbig ineinandergreifen, und andererseits eine weitere Handlungsebene: Zunächst gibt es Strakas Roman sowie dann den Dialog von Jen und Eric in den Randbemerkungen. Hinzu treten weitere Handlungsstränge, die sich aus den Fußnoten ergeben (die nicht von Straka sind) sowie aus den Interaktionen von Eric und Jen mit der Außenwelt. Selbstredend bedingen die Handlungsebenen einander und stehen in ständig wechselnder Beziehung zueinander – und eröffnen im Lauf der Lektüre immer neue Interpretationsmöglichkeiten des textimmanenten Rätsels: Wer ist S? Aber auch der metatextuellen Rätsel: Wer ist Straka? Und schließlich: Verändert der Text den Leser?

    Hilfestellung liefern die Farben der Randbemerkungen – sie repräsentieren unterschiedliche Zeitebenen der Kommentierung durch Jen und Eric und ermöglichen sie vor oder hinter bestimmte Ereignisse einzuordnen, die während der Lektüre des Buches offenbart werden. Überdies liegen dem Buch noch zahlreiche Handouts wie Postkarten, Briefe und Fotos bei, die ebenfalls zur Entschlüsselungseben von Jen und Eric gehören.

    Das ganze ist also ein großes, ein schönes Spiel um die Identitätsfrage von S im Herztext „Schiff des Theseus“ und von Straka in der Rahmenhandlung von Jen und Eric. Aber letztlich geht es ganz grundsätzlich um die Konstruktion von Identitäten durch Text, also auch der von Jen und Eric, die beide ebenfalls sinistre Seiten haben (müssen, sonst wäre der Roman nicht spannend).

    Zugegeben, ich habe Germanistik studiert und überdies eine Menge über Autorfiktionen, Authentisierungsstrategien, Metatexttheorien und Fiktionalitätskontrakte zwischen Text und [textimmanentem] Leser und beiden und Leser gemacht, weshalb ich eine diebische Freude daran hatte, dass dieser ganze Kokolores einmal romanhaft zu einem schicken Gebilde zusammengepuzzelt wird. Andererseits ist mir die eine oder andere Masche aufgefallen, die Abrams und Dorst benutzt haben, um die Dinge so scheinen zu lassen, wie sie es gerade brauchten.

    Manches davon ist systemisch – etwa die Grundkonstruktion der Romanhandlung, die zwangsläufig die Randbemerkungen so anordnen muss, dass hinten stehende Marginalien mehr verraten als vorn stehende, obschon es innertextlich eigentlich unerheblich wäre, auf welche Seite die beiden was schreiben. Oder dass bei dem gewollten Spiel um Identitätskonstruktionen bisweilen die Interpretation vor dem Text da war, so dass man gegenüber dem Herztext argwöhnt, „er könnte also nur ein Haufen Wörter sein, den sie für den Code brauchte[n]“ (S. 180, Marginalie). Immerhin liefern Abrams und Dorst selbstironisch diesen Kommentar gleich mit. Auch die Überinterpretationen in den Fußnoten und Kommentaren sind bestimmt absichtlich so geraten – dennoch habe ich oft an meine akademische Lehrerin denken müssen, die uns Studenten zurechtwies: „Manchmal ist eine Pflaume auch nur eine Pflaume.“

    Meine Hauptkritik an dem Textspiel ist allerdings, dass der Herztext im Grunde genommen langweilig ist. Zwar folgt er der Idee des vierdimensionalen Schiffes aus dem Theseusparadox und versetzt recht pfiffig die Figur S in dieses Schiff und lässt ihn ebenfalls durch die ontologischen Dimensionen diffundieren, aber die pfiffige Idee wirkt zu oft werkzeughaft verplattet, um den Randbemerkungen dienen zu können. Überdies habe ich irgendwann jedes Interesse daran verloren, wer Straka gewesen sein könnte, weil es letztlich irrelevant ist. Das versucht der Roman ja zu beweisen. Es ist also die Handlung am Rand, die Spannung erzeugt (kriegen sie sich?), außer im Mittelteil.

    Wie liest man das Buch am besten? Ich habe wahrgenommen, dass manche tatsächlich Herztext und Randtexte nacheinander gelesen haben, andere wiederum haben sich durch die Farben geblättert, um den Randbemerkungen die vermeintlich korrekte Chronologie zu geben. Das ist aber völlig unnötig, weil Abrams und Dorst selbstverständlich darauf achtgegeben haben, wie sie Jens und Erics Marginalien anordnen. Für alle, die ausreichend Zeit haben, mag die serielle Lektüre hinhauen, ich glaube aber, dass sich das Spiel zwischen den Bedeutungsebenen beim breiten Lesen aller Zeilen pro Seite am besten erschließt.

    Bleibt eine wirklich bemerkenswerte Leseerfahrung, die ich so weder bisher hatte noch mutmaßlich noch einmal haben werde. Chapeau, die Herren Abrams und Dorst.

  4. Cover des Buches Das Meer in deinem Namen (ISBN: 9783596031887)
    Patricia Koelle

    Das Meer in deinem Namen

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Zitat: "Das Meer in deinem Namen...", flüsterte sie. "Ralph, das Meer hat uns in Vaters Namen einen Seestern geschenkt. Er ist...hier - spürst du das?" S. 349

    Berlin 1999. Carly ist Mitte zwanzig, hat ihr Astronomiestudium abgeschlossen und arbeitet als Assistentin für Professor Thore Sjöberg. In ihm sieht sie ihren Seelenverwandten, aber Thore ist verheiratet, hat zwei Kinder und erwidert ihre Gefühle nicht auf dieselbe Weise. Da bietet er ihr an für ihn an die Ostsee zu fahren, nach Ahrenshoop. Er hat dort von einer Verwandten ein Häuschen geerbt, hat aber selbst keine Zeit dorthin zu fahren, um eine Bestandsaufnahme für einen Verkauf zu machen. Carly sieht darin auch eine Chance, endlich ihre Angst vor dem Meer zu überwinden, die sie seit dem Tod ihrer Eltern begleitet. Angekommen in "Naurulokki", wie das Haus heißt, findet sie überall Notizen und Briefe der verstorbenen Henny Badonin. So fühlt sie sich ihr bald sehr nahe und erfährt viel über die Künstlerin, ihr Leben und ihre Vergangenheit. Es dauert nicht lange und Carly verliebt sich: in das Haus, die Gegend, das Meer und in die Menschen, denen sie begegnet. Sie ist fasziniert davon, wie hell die Sterne hier leuchten, wie dunkel die Nacht tatsächlich sein kann, abseits der Großstadtlichter. Und sie spürt, hier gibt es etwas, das sie in Berlin nie gefunden hat: ein Zuhause. 

    Zitat: "Auf diese Weise gibt mir das Meer in deinem Namen zu verstehen, dass du nicht weit fort bist, nicht so weit, als dass du mir nicht doch nahe bist..." S. 195

    "Das Meer in deinem Namen" ist der erste Teil der Ostseetrilogie von Patricia Koelle. Man kann es aber auch sehr gut als eigenständiges Buch lesen. Der Autorin gelingt es mit manchmal fast schon poetischen Beschreibungen, die Gegend um Ahrenshoop, das Meer am Tage wie auch in der Nacht, das Leben am Bodden lebendig werden zu lassen. Man hört das Meeresrauschen, den Ostseewind, schmeckt das Salz und auch den Tee. Dazu gibt es auch noch einen Hauch von Magie und Mystik. Auch die Beschreibung des Hauses ist sehr schön. Man begleitet Carly durch die Räume, sieht alles direkt vor sich. Ich finde es immer schön, einem Haus einen Namen zu geben, in England ist das ja auch üblich. Naurulokki ist übrigens finnisch und bedeutet Lachmöwe.

    Die Geschichte um Carly, die früh ihre Eltern verloren hat und dann zusammen mit ihrem Bruder bei ihrer Tante aufwuchs, zieht den Leser von Anfang an in ihren Bann. Man fühlt mit ihr und ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. Tante Alissa fördert unbewusst Carlys Angst vor dem Meer, in dem sie nie mit ihr über den Tod ihrer Eltern spricht und alles, was mit dem Meer zu tun hat, aus ihrem Leben verbannt. Es gibt nicht mal Fischstäbchen. Trotzdem fühlt Carly immer eine Sehnsucht nach dem Meer und schließlich nutzt sie Thores Angebot als Chance, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

    Zitat: "...das Meer hat auf alles eine Antwort. Aber es hat auch sehr viel Zeit. Es dauert, ehe man sie hören kann." S. 173

    Dann sind da noch die anderen Charaktere, die ebenfalls mit viel Liebe zum Detail gezeichnet sind, wie Carlys Bruder Ralph, ihr bester Freund Orje, der Nachbar Jakob und seine Tochter Anna-Lisa sowie die Küstenbewohner von Ahrenshoop, Synne, Daniel, Harry und Myra.

    Und natürlich Henny und Joram. Von ihnen erfahren wir viel durch kleine Rückblicke und durch die Notizen, die Carly überall im Haus findet.

    Die Handlungen der Figuren sind oft so normal, aber doch etwas Besonderes. Und ich denke, das ist auch das Besondere an diesem Buch. Eine Geschichte, die jedem passieren könnte.

    Und nicht zu vergessen: Es finden sich tolle Rezepte, die man nachkochen oder -backen kann. Die Sanddornmuffins zum Beispiel klingen sehr lecker.

    Zitat: "Wusstest du, dass Sjöberg Meeresfelsen bedeutet?" ... Das Meer in deinem Namen, dachte sie. Bei ihm trifft es also wörtlich zu. Das sieht ihm ähnlich. S. 520

    Fazit: Eine wunderbare Sommerlektüre, nicht schmalzig oder kitschig, sondern ehrlich und leicht, aber trotzdem mit Tiefgang. Es gibt traurige, freudige und auch komische Momente.


  5. Cover des Buches Die Stadt der verschwundenen Kinder (ISBN: 9783453534223)
    Caragh O'Brien

    Die Stadt der verschwundenen Kinder

     (1.039)
    Aktuelle Rezension von: LenaMeli

    Ich hatte dieses Buch innerhalb drei Tagen gelesen. Der Anfang gestaltete sich Recht schwierig da ich nicht gleich reingefunden habe. Trotzdem hat es mich dann Recht schnell gepackt und ich habe dann so sehr mit Gaia und Leon mitgefiebert und Mitgefühlt. 

  6. Cover des Buches Amy on the Summer Road (ISBN: 9783570401323)
    Morgan Matson

    Amy on the Summer Road

     (584)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    Dieses Buch habe ich vor einigen Jahren gelesen, damals hat es mir gut gefallen. Deshalb habe ich es diesen Sommer nochmals gelesen – und war auch beim zweiten Mal nicht enttäuscht. Bei diesem Roman handelt es sich um eine sommerlich leichte Lektüre für junge und ältere Leser*innen, die Lust auf einen aussergewöhnlichen Roadtrip quer durch die USA haben.


    Darum geht's in »Amy on the Summer Road«:

    »Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht schon alles schlimm genug wäre, beschliesst ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen… im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süss und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Kurzerhand begeben sie sich auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch Amerika…»

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    Morgan Matson schreibt tolle Jugendromane, aber »Amy on the Summer Road« war vermutlich das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich und enthält praktisch keine Wörter im Jugendslang, was mich aber nicht gestört hat. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und werden durch Abbildungen von Postkarten, Playlists, Quittungen und Fotos aufgelockert. So erhält man als Leser*in einen lebendigen Eindruck von den Stationen, die Roger und Amy auf ihrem Roadtrip begegnen.

    Die Geschichte ist aus Amys Sicht geschrieben. Sie ist eine sympathische, offene und humorvolle junge Frau. Nach dem Tod ihres Vaters macht die Familie eine schlimme Zeit durch, in der die Familienmitglieder sich voneinander entfernen. Deswegen fühlt sich Amy ziemlich alleine, was auch auf ihre Stimmung zu Beginn des Romans schlägt. Im Verlaufe der Geschichte taut sie jedoch zunehmend auf, setzt sich mit dem Verlust auseinander und macht dadurch eine bewundernswerte Entwicklung durch.

    Roger ist ein liebenswerter Kerl, der es schnell schafft, Amys Sympathie für sich zu gewinnen. Anfangs zögern die beiden noch ein wenig, Persönliches auszutauschen, weshalb Roger über eine längere Zeit etwas geheimnisvoll auf mich wirkte. Schliesslich erfahren wir mehr über seine eigenen Beweggründe für diesen Roadtrip, über die ich nicht zu viel verraten möchte. Ich fand es jedoch toll, dass auch Roger sich weiterentwickelt, wenn auch nicht im selben Mass wie Amy. Die anderen Figuren bleiben eher am Rand der Geschichte. Weil einige von ihnen sehr sympathisch waren, hätte ich mir noch längere oder mehrere Auftritte gewünscht. Da Amy und Roger jedoch weiterfahren müssen, ist auch klar, weshalb die Figuren jeweils wieder abtauchen.

    Themen der Geschichte sind natürlich das Reisen, aber auch Freundschaft, Familie, Erwachsenwerden, Trauerverarbeitung, Loslassen, Humor, Liebe und das Entdecken der eigenen Persönlichkeit. Diese Vielfalt fand ich sehr beeindruckend für einen Jugendroman, da sich viele Bücher aus diesem Genre leider auf weniger Themen beschränken.

    Mein persönliches Highlight in diesem Buch war der Roadtrip selbst. Auf ihrer Reise von Westen nach Osten durchqueren Amy und Roger zahlreiche Bundesstaaten der USA, von denen wir einige besser kennenlernen. Die Beschreibungen der Landschaften, aber auch der Aktivitäten oder Restaurant- und Hotelbesuche fand ich unglaublich spannend und weckten den Wunsch in mir, selbst einen Roadtrip zu planen. Der Roman wirkt so, als ob die Autorin selbst die gleiche Reise absolviert und teilweise eigene Fotos eingeflochten hat – das finde ich richtig toll!


    Fazit:

    »Amy on the Summer Road« ist ein leichter Sommerroman über einen abenteuerlichen Roadtrip durch die USA. Dank vielfältigen Themen, sympathischen Protagonisten und der lebhaft beschriebenen Landschaftsbeschreibungen ist das Buch bestens geeignet für heisse (und auch kalte) Tage sowie für jüngere und ältere Leser*innen. Deshalb bekommt dieser Roman vier von fünf Sternen von mir.

  7. Cover des Buches Der Kuss des Kjer (ISBN: 9783570304891)
    Lynn Raven

    Der Kuss des Kjer

     (1.141)
    Aktuelle Rezension von: pantea

    Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Besonders denjenigen die eine magische Enemy's to Lover's Story mit viel Fantasy und Intrigen mögen.
    Das erste Mal habe ich dieses Buch mit 17 gelesen und jetzt bin ich 22. Bis zum heutigen Tag lese ich es immer mal wieder, um in Nostalgie zu schwelgen und mich in die fantastische Welt Nivard's entführen zu lassen.

    Der Verlauf der Beziehung zwischen Kjer und Mordan geht einem immer wieder unter die Haut. Es ist so herzzerreißend und liebevoll zugleich. Die Höhen und Tiefen die man zusammen mit den Charakteren durchlebt, bringen einem zum Weinen und zum Lachen und man kann gar nicht anders als sie ins Herz zu schließen.

    Lynn Raven's Schreibstil ist wie immer auch einfach nur grandios und jede dieser 600 Seiten wurde von mir regelrecht verschlungen! Man wird wortwörtlich in eine andere Welt entführt und fühlt jegliche Emotionen, die Kjer und Mordan verspüren, mit.
    Das Buch ist gefüllt mit Intrigen, Verrat, ein wenig Brutalität aber auch mit einer Art von Zärtlichkeit, Freundschaft und Liebe, dass man beim Lesen tatsächlich manchmal das Atmen vergisst und sich komplett in dessen Bann ziehen lässt.

    Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und einer meiner häufigsten Re-Reads! Jeder der High Fantasy und Romantik mag, muss dieses Buch gelesen haben!

  8. Cover des Buches Harry Potter und der Halbblutprinz (ISBN: 9783551557469)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Halbblutprinz

     (9.349)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    Der dunkle Magier Lord Voldemort ist wieder da und die Zaubererwelt lebt seit Ende von Harrys fünftem Schuljahr in Angst und Schrecken.

    Die Todesser verstecken sich nicht mehr und das Ministerium ist ratlos. Damit sich die Leute sicherer fühlen, wurden Flugblätter mit Sicherheitsregeln verteilt. Die Sicherheitsmaßnahmen in Hogwarts sind verstärkt worden. 

    Eine düstere Stimmung liegt in der Luft und die Angst ist allgegenwärtig. 

    Die Dementoren gehorchen dem Ministerium nicht mehr und die Zaubererwelt begreift, dass Harry und Dumbledore die ganze Zeit die Wahrheit gesagt haben.

    Fudge wird entlassen und ein neuer Minister tritt das Amt an. Er scheint fähiger als sein Vorgänger, aber ist nicht weniger daran Interessiert sich mit Harry gut zu stellen, wie Fudge die Jahre vorher. Er will Harry als Spielfigur benutzen, um den Menschen zu zeigen, sie arbeiten zusammen und alles wäre im Griff.

    Aber Harry ist kein kleiner Junge mehr und man merkt deutlich, dass er klüger geworden ist, erwachsener und reifer. Er begreift die Spiele, die man mit ihm spielen will und kann gut zwischen den Zeilen lesen.

    Mein Lieblingsmoment ist, als er dem neuen Minister die Narben zeigt, die er von Umbridge hat und dass das Ministerium nichts getan hatte in seinem fünften Schuljahr. Das war mehr als ein Wink mit dem metaphorischen Mittelfinger und ich dachte mir nur so: YES! F**K YOU!


    Zusammen mit Dumbledore ergründet Harry die Anfänge von Voldemort und seinem Charakter, welchen Weg er einschlug und was sein Ziel ist.

    Als Leser erfahren wir unglaublich viel zu Band 7 und was uns im nächsten Band erwartet. 

    Vor allem die Hintergründe zu Voldemorts Handeln werden hier gut erklärt und sein Charakter und dessen Abgründe gut dargestellt, wie früh der Machthunger bereits von ihm Besitz ergriffen hatte und die ersten Todesser entstanden sind.

    Dazu kommt die Geschichte des Halbblutprinzen. Der Name taucht in einem Zaubertrankbuch auf, welches Harry benutzt und welches ihm im Unterricht hilft bessere Noten zu bekommen.

    Auch die Prophezeihung spielt eine wichtige Rolle in diesem Band und wieso Dumbledore Professor Trelawney überhaupt eingestellt hat und Hogwarts ein zu Hause für sie ist.

    Es unterstreicht vor allem, dass Dumbledore sehr weit voraus denkt und drei Schritte weiter.


    Band sechs ist eindeutig düsterer als sein Vorgänger. Herrschte in Band 5 schon eine bedrückende Stimmung durch Umbridge, so wird diese nur weiter verstärkt durch die Geschehnisse und die Vergangenheit, die aufgewühlt wird.

    Dazu kommt der Tod einer wichtigen Hauptperson. Wir müssen uns als Leser also von einem weiteren Charakter aus der Reihe trennen, der uns ans Herz gewachsen ist. Ein Happy End, wie in den vorherigen Bänden sucht man hier vergeblich.

    Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir in einem Krieg sind und dabei die Düsternis und Schwere eine wichtige Rolle spielt für das Setting.

    Viele Namen tauchen aus vorherigen Bänden auf. Es gibt viele politische Elemente in diesem Band, viele Mysterien und Abenteuer.

    Gleichzeitig merkt man beim Lesen, dass die Charaktere erwachsener werden, emotionaler und mitten in der Pubertät sind. Liebe, erste Beziehungen und Gefühle sind mit eines der Themen, die uns in diesem Band begleiten. 


    Das Ziel, Voldemort zu vernichten, wird immer wichtiger und die einzelnen Charaktere, wie die Mitgleider der DA oder des Phönixordens bekommen immer wichtigere Rollen.

    Wem kann man zu diesen Zeiten noch trauen?

    Wer steht unter dem Imperius-Fluch?

    Wer benutzt Vielsafttrank?

    Wer schließt sich Harry in seiner Mission an?


    Das Finale steht kurz bevor und mit den letzten Zeilen des Buches wird es noch mal deutlicher, dass die Reise von Harry und seinen Freunden bald zu Ende ist. 

  9. Cover des Buches Die Frauen der Rosenvilla (ISBN: 9783453471313)
    Teresa Simon

    Die Frauen der Rosenvilla

     (256)
    Aktuelle Rezension von: jesslie261

    446 Seiten 🦄🦄🦄🦄🦄 Dieses Buch habe ich wieder zusammen mit der lieben @anika_seitenschwester Zusammen um Buddyread gelesen. In diesem Buch lernen wir Helene, Emma, Charlotte und Anna kennen. Es war do unglaublich interessant die Geschichte zu verfolgen und zu lesen inwieweit das Schicksal dieser vier Frauen miteinander verwoben ist. Die Autorin ist einfach grandios wie sie ihren riten Faden behält und alles zu einer großartigen Geschichte zusammen fügt. Ihre Bücher machen absolut süchtig. Fängt man zu lesen , kann man nicht wieder aufhören, denn man möchte unbedingt wissen wie alles zusammen hängt und die Geschichte ausgeht.  Dieses Buch war wieder absolut gelungen und ich liebe es. Die Autorin schreibt absolut fantastisch und ich freue mich schon auf ihre anderen Bücher ❤❤❤ #teresasimon #diefrauenderrosenvilla #heyne  #lesenistliebe #ichliebelesen📚📖 #rezension  #lesenisttoll #lesenlenktab #lesendinandereweltenflüchten #lesenistschön #lesenentspannt #lesentutderseelegut #neuesbuch #bücherwurm🐛 #lesemädchen #bloggerin #buchbloggerin #instabloggerin #booksofinstagram #booksaremylife #bookaholicsgermany #booknerdigans #booklover #bookselfie #booksarelove #bookcommunity #booksaremagic #subabbau2020 #bücherjunkie

  10. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.819)
    Aktuelle Rezension von: LaNasBuchclub

    Wie viele andere auch, bin ich erst durch die zauberhafte Verfilmung der Geschichte auf das Ursprungswerk gestoßen. Als ich das Buch dann eines Abends in die Hände nahm, um es endlich zu lesen, war ich doch etwas überrascht. Es ist ein Roman, aber keiner im 'herkömmlichen' Sinn. Auf 445 Seiten erleben wir die Geschichte von Rosie und Alex, dargestellt allein in Form von Briefen, E-mails, Chatnarchichten und SMS, die sie einander über Jahre ihres Lebens hinweg geschrieben haben. 

    Rosie Dunne und Alex Stewart sind unzertrennlich. Mit fünf Jahren wurden sie beste Freunde und ab da, gab es kein Zurück mehr. Selbst als Alex kurz vor ihrem gemeinsamen Schulabschluss mit seiner Familie nach Amerika umzuiehn muss, kann die Distanz an dieser Tatsache nichts ändern und sie schmieden gemeinsame Pläne. Nach dem Abschluss soll Rosie auch nach Boston ziehen, wo dann beide gemeinsam Studieren wollen. Aber es kommt ganz anders, als geplant und es Beginnt ein Leben voller Höhen und Tiefen.

    Und während alle Wellt zu wissen scheint, dass Rosie und Alex zu mehr als nur Freunden bestimmt sind, scheint ihnen das Leben immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Es ist wie verhext!

    Das Konzept eines "Brief-Romans" war eher neu für mich, deshalb war ich auf den ersten Seiten skeptisch, wie sich das auf den Lesefluss auswirken würde. Schnell habe ich aber gemerkt, dass eine ganz besondere Form des Lesens ist.
    Kennt ihr das, wenn ihr beim Aufräumen auf alte Krams-Schachteln stoßt, in die alte Erinnerungsstücke verbannt wurden, um in der Ecke zu verstauben? Solche Dinge, die man nur durch Zufall mal zwischen die Finger bekommt, von denen man sich aber irgendwie nie trennen kann? Und obwohl man ja aufräumen wollte, findet man sich plötzlich in der Situation wieder, wie man jedem Stück Aufmerksamkeit schenkt, jedes Bild mit einem Lächeln mustert und sich erinnert, und jeden Brief mit einem Interesse ließt, als wäre es das erste Mal... 

    So ging es mir beim Lesen dieses Buches. Als hätte man durch Zufall eine Schachtel gefunden und in ihr versteckt, ein ganzes Leben. 

    Ich bin von Brief zu Brief, von Nachricht zu Nachricht geflogen, weil ich nicht anders konnte, als zu erfahren, wie es weiter gehen wird. Und Rosie wie auch Alex haben es mir nicht leicht gemacht. 

    Es war intensiv, gefühlvoll, mit einer guten Prise Humor und Allem voran entsetzlich frustrierend. Wer sich auf eine leichte, locker-flockige Romanze mit Happy End freut, wird hier eine bittere Enttäuschung erfahren. Denn Alex' und Rosies Geschichte ist nicht leicht sondern gespickt mit Stolpersteinen. Andauernd habe ich mich dabei erwischt zu hoffen - obwohl ich es besser hätte wissen müssen - dass sie sich jetzt endlich finden würden, nur um wieder enttäuscht zu werden. Aber wer ein starkes Maß an Geduld mitbringt, wird die letzten Seiten dennoch mit einem seeligen Lächeln lesen können. 

    Die nötige Leichtigkeit erhält der Roman durch seine wundervoll ausgestalteten Protagonisten. Da man Alex und Rosie über Jahrzehnte ihres Lebens begleitet, ist es spannend mitzuerleben, wie sich ihre Einstellung zum Leben und all seinen Facetten stetig weiterentwickeln. Gerade Rosie, die über die Jahre mit vielen unerwarteten Wendungen des Schicksals fertig werden muss, imponiert sehr durch ihre sympatische, hoffnungsvolle Steh-auf-Männchen-Art. Hierin manifestiert sich auch eine sehr schöne Botschaft, die der Roman meines Erachtens zu vermitteln versucht: Das Leben hält sich an keinen Plan, aber nur weil es das eine Mal nicht klappt, heißt es nicht, dass es immer so bleiben muss. 

    Gerade weil es keine "perfekte" Liebesgeschichte ist, wirkte sie auf mich so authentisch. Für immer vielleicht ist auf eine Weise sehr realitätsnah in dem Sinne, dass es versucht die Eigenheiten des Lebens oder Schicksals oder wie man es nennen mag einzufangen. Und obwohl man Liebesromane heufig ja doch nur in die Hand nimmt, weil man eben keine von der Realität "vermurkste" Geschichte haben möchte, sondern gerade die idealisierte sowas-würde-mir-im-Traum-nicht-passieren Variante, sticht Für immer vielleicht meiner Meinung nach heraus, weil es genau das nicht ist.

    Es ist ein wundervolles und emotionales Buch, das zeigt, dass man auch über viele Umwege durchaus ans Ziel kommen kann. Die Umsetzung in Briefen und Texten kann man sehr toll finden, oder eben nicht. Mir persönlich hat es durch die Andersartigkeit gefallen und ich hatte einen guten Lesefluss. Ich denke man muss sich einfach darauf einlassen können. Am Ende ist Für immer vielleicht eine mitreißende Geschichte, die mich durch ihre liebenswerten Charaktere und authenitsche Art sehr überzeugen konnte.

  11. Cover des Buches Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden (ISBN: 9783841440075)
    Emily Barr

    Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

     (87)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Flora Banks ist 17 Jahre alt, hat aufgrund einer Erkrankung im Alter von zehn Jahren ihr Erinnerungsvermögen verloren und behilft sich mit Notizbüchern, Zetteln und kurzen handschriftlichen Botschaften auf ihrer Hand, um den Alltag zu bewältigen. Als sie den Freund ihrer besten Freundin Paige küsst, setzt eine Veränderung ein. Sie kann sich an Drake und ihren ersten Kuss erinnern. Doch Drake ist abgereist, um ein Studium in Spitzbergen zu beginnen. Als ihre Eltern kurzfristig nach Paris fahren, um Floras kranken Bruder Jacob zu besuchen, nutzt Flora die Gelegenheit der Freiheit und macht sich auf den Weg zu Drake an den Nordpol. 

    "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" klingt nach einer süßen Coming-of-Age-Geschichte, ist allerdings sehr anstrengend zu lesen. Der Roman tritt bis zur Abreise von Flora lange auf der Stelle, da sie sich im Gegensatz zum Leser eben nicht an Dinge aus ihrem Kurzzeitgedächtnis erinnern kann und deshalb fortlaufend Gedanken und Tätigkeiten wiederholt beschrieben werden. Das ist sehr ermüdend zu lesen. 

    Zudem irritiert die Liebesgeschichte, die sich zwischen Flora und Drake anbahnt. Flora ist sehr kindlich und hat aufgrund ihres Erinnerungsverlusts den Verstand einer 10-Jährigen und verhält sich auch so. Sie ist im Alltag völlig hilflos und auf die Unterstützung anderer angewiesen, wobei man sich fragen muss, ob sie nicht bewusst klein gehalten wird. Dass sich ein 19-Jähriger aus dem heiteren Himmel in sie verliebt und gleich sehr deutliche Worte findet, hat mich abgeschreckt und mich das Buch fast zur Seite legen lassen. 

    Eine Wende kommt zwar spät, aber sie kommt und lässt die gesamte Geschichte in einem ganz anderen Licht dastehen. Viele Fragen, die ich hatte, lösten sich damit auf und ließen die etwas märchenhaft beschriebene Handlung doch noch realistisch anmuten. 

    Es ist wider Erwarten eine traurige Familiengeschichte über Schuldgefühle und Verlustängste. Aus Floras Perspektive geschildert, ist sie sehr lange verwirrend und verstörend bis eine Wendung für Klarheit sorgt. Bis dahin ist Durchhaltevermögen verlangt, wobei die positiven Botschaften des Roman, dass einerseits nicht alle Menschen gleich sind, man Toleranz üben muss und auf der anderen Seite sich trauen sollte, mutig seinen eigenen Weg zu gehen, von Anbeginn deutlich zu erkennen sind. 

  12. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (845)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Plötzlich ist sie da, aus heiterem Himmel, die Wand.

    Und sie verschwindet nicht. Niemals mehr. Kein Entkommen. Bis zum bitteren Ende. Keine Erklärung warum, keine Hoffnung. 

    Man blättert vorsichtig im Buch weiter, ob man sich mit dieser Vermutung vielleicht täuscht und fragt sich, woher die Protagonistin ihren Lebenswillen nimmt. Schafft sie es raus? Gibt es ein raus? Nein. Warum dann weiterleben? Einsam. Eingesperrt? 

    Und dann wurde mir klar. Ich kann das nicht lesen. Mir zog es die Kehle zusammen. Abbruch. 

    Mir hat ja schon die Pandemie an Isolation gereicht. Nee...😢

  13. Cover des Buches Die Bullet-Journal-Methode (ISBN: 9783499633409)
    Ryder Carroll

    Die Bullet-Journal-Methode

     (37)
    Aktuelle Rezension von: TenjaTales

    Allein der Untertitel des Buches ist vielversprechend: „Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft“. Klingt nicht nach großartigen Illustrationen, sondern nach großer Veränderung, oder? Schon gleich im zweiten Kapitel, welches „Das Versprechen“ heißt, geht es darum, dem Leser näher zu bringen, was das Bullet Journal alles verändern wird und wieso man eines pflegen sollte. Dazu möchte ich gerne ein Zitat auf diesem Kapitel zeigen, da es meiner Meinung nach für sich spricht.

    Mit Hilfe der Bullet-Journal-Methode werden Sie mit weniger Arbeit mehr erreichen. Sie werden das wirklich Wichtige identifizieren und beherzigen lernen, indem Sie sich von allem Unwichtigen frei machen.
     Das klingt schon sehr hoch gegriffen, wenn man bedenkt, dass es eigentlich darum geht, ein Notizbuch zu pflegen, oder? Doch ohne zu sehr vorgreifen zu wollen, kann ich sagen, dass hier nicht zu viel versprochen wird!

    Der Autor: Ryder Carroll

    Der Erfinder der Bullet Journal Methode wurde in Wien geboren und spricht fließend Deutsch (wenn man den Informationen auf Amazon glauben kann). Er suchte nach einer Lösung für sich persönlich und entwickelte so mit der Zeit die Bullet Journal Methode, die mittlerweile wohl unzählige Leben verändert hat. Heute lebt er in New York und ist Digital Product Designer.

    Meine Meinung zu „Die Bullet Journal Methode“

    Wie schreibt man ein Bullet Journal?

    Diese Frage wird im Buch definitiv beantwortet. Zu meiner Erleichterung ist alles sehr minimalistisch und gar nicht so schnörkelig, bunt und aufwändig gestaltet. Es wird erklärt, wieso man ein Notizbuch verwenden und mit der Hand schreiben sollte. Danach wird das gesamte System erklärt, vom Rapid Logging, Bullets, Aufgaben, Ereignisse, Notizen und mehr, über Collections bis hin zum Übertragen. Alles was man aufschreiben möchte, findet einen Platz. Dennoch muss man sich dafür keine tausend verschiedenen Zeichen oder ähnliches merken, sondern kann die wenigen Methoden super flexibel anwenden. Besonders spannend finde ich hier, dass man sich an vielen Techniken aus der Programmierung und den agilen Methoden bedient. Das hatte beim Lesen bei mir diesen Aha-Effekt, wo ich dachte: Wieso bist du da nicht selbst drauf gekommen? Das macht so Sinn!

    Warum schreibt man ein Bullet Journal?

    Diese Frage ist fast noch interessanter und wird ebenfalls im Buch beantwortet. Nach dem Versprechen und einer kleinen Anleitung geht es auch schon gleich um das Warum. Doch neben Erklärungen werden auch viele Fragen an den Leser gerichtet, so zum Beispiel: „Wenn Intentionalität bedeutet, den eigenen Vorstellungen entsprechend zu handeln, dann hieße das Gegenteil, dass wir auf Autopilot laufen. Anders formuliert: Wissen Sie, warum Sie tun, was Sie tun?“ Man kann daher sagen, dass „Die Bullet Journal Methode“ schon fast ein Arbeitsbuch ist. Es regt zum Nachdenken an, stellt den Leser vor Fragen und Herausforderungen und leitet ihn natürlich auch zu den ersten Einträgen in seinem Bullet Journal an.

    Tiefe Einblicke

    Dabei erklärt der Autor das Alles super greifbar und verständlich. Die Bullet-Journal-Methode wurde von ihm erschaffen, weil er persönlich den Bedarf dafür hatte. Und an diesem Bedarf lässt er den Leser hautnah teilhaben, indem er erklärt, wie es zu all dem kam und welche Situationen er erlebt hat, bevor und nachdem er mit dem Journal gearbeitet hat. Dabei ist er absolut authentisch und glaubhaft. Schon nach dem ersten Kapitel war ich total begeistert und diese Begeisterung hielt auch bis zur letzten Seite. Doch neben den Erfahrungen des Autors, darf der Leser auch an den Erfahrungen anderer Bullet Journal Begeisterter teilhaben, die ihre Berichte zur Verfügung gestellt haben. Auch hier wird dem Leser schnell klar, welchen Mehrwert diese Methode für sein Leben haben kann.

    Die Kunst und der Minimalismus

    Natürlich geht der Autor auch auf die riesige Bullet Journal Community ein, die teilweise unglaublich schöne, aber eben auch sehr aufwendige Illustrationen für ihr Bullet Journal entworfen haben. Hier gilt: Es ist erlaubt, was hilft. Wem es gut tut, die Zeit in die Gestaltung zu investieren, der kann und soll das tun. Aber man kann auch durchaus minimalistisch an die Sache ran gehen und schnörkelfrei einfach seine Aufgaben und Notizen festhalten. Für mich war das sehr beruhigend, denn auch wenn ich sehr gerne Letterings entwerfe, so wollte ich mir nichts anfangen, was mich zeitlich noch mehr einengt. Der Autor selbst ist übrigens auch eher der Minimalist, was seine Bullet Journals angeht.

    Fazit

    Für mich war das Buch ein Weg von Erkenntnis zu Erkenntnis. Ich hatte viele Momente des Kopf-Nickens, sowie große und kleine Aha-Effekte. Und ich habe das Gefühl, dass es mir nur schwer gelingt, meine volle Begeisterung in diesem Bericht festzuhalten. Seit nun fast einem Monat pflege ich mein Bullet Journal. Die Routinen sind noch nicht ganz drin, aber mindestens einmal am Tag nehme ich mir die Zeit für alles. Gerade in der aktuellen Situation hilft mir das ungemein. Ich habe das Gefühl, dass ich in diesem ganzen Chaos ein Stück Struktur für mich zurück gewonnen habe. Ich liebte ToDo-Listen schon vorher, doch nie hatte ich so einen guten Überblick über alles, wie jetzt. Und ich bin Themen angegangen, die schon viel zu lange auf einer meiner Listen stehen. Gerade mein Autorenleben und auch mein Bloggerleben haben im letzten Monat sehr von meinem neuen Bullet Journal profitiert.

    Doch es gibt tatsächlich auch einen Negativpunkt. Ich gehe seit Beendigung des Buches vielen Menschen damit auf den Geist, dass sie es unbedingt lesen müssen! Für mich ist es wohl das beste Buch, das ich bisher je gelesen habe und ich bin mir sicher, dass jeder etwas Positives für sich aus dem Buch herausholen kann, selbst wenn er danach nicht zu einem Teil der Bullet Journal Community wird. Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

    Diese Rezension ist auch auf meinem Blog weltenschmie.de zu finden.

  14. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.388)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier: 

    https://www.podbean.com/media/share/pb-mg5c6-faaa43

    Vorsicht, Spoiler!

  15. Cover des Buches Eine für vier (ISBN: 9783570301791)
    Ann Brashares

    Eine für vier

     (342)
    Aktuelle Rezension von: mybooklove

    Als ich das Buch Geschenk bekommen habe, hab ich erst mal gedacht was ist das für ein Cover. Nachdem ich mir aber den Klappentext durchliest fand ich es schon viel interessanter. Ich kam schnell rein, der Schreibstil ist nicht zu Anstregend und gut lesbar (was ich nicht erwartet habe). Bevor ein neues Kapitel anfing war auf einer einzigen Seite ein kleines Zitat von Liebe, Glück aber auch Freundschaft, waren sehr schöne dabei! Jedes mal ist auch im Buch zu sehen, Briefe für die jeweiligen Freundinnen, die ja den Urlaub diesmal nicht gemeinsam Unternehmen. Die verschiedene Orte dort beschrieben werden sind wirklich wunderschön! Man kann sich richtig in diese Orte rein versetzten. Die Charaktere sind ziemlich unterschiedlich, wie jedes Mädchen. Sie haben bis auf die JEANS keine Gemeinsamkeiten und gehen auch meistens ihre eigene Wege!Aber nicht jedes Mädchen hat Glück in diesem Buch, es passieren schrecklich gemeine Sachen und auch peinliche Situationen wo man eigentlich nur darüber lachen kann!

  16. Cover des Buches Der geheimnisvolle Garten (ISBN: 9783426511428)
    Annette Dutton

    Der geheimnisvolle Garten

     (76)
    Aktuelle Rezension von: jxwx

    Das Buch ist etwas auf das man sich konzentrieren muss, man lernt die Kultur Australiens und seiner Ureinwohner kennen, was sich als sehr interessant gestaltet. Die Landschaften sind bildhaft beschrieben, ohne zu langweilen. Mit den Figuren warm zu werden dauert etwas, aber ich habe mich sehr gut in die Vergangenheit dort einfinden können. Ich liebe alles etwas Alte und so auch diese Handlung, es gibt schöne Wendungen, der Strang insgesamt ist stimmig und spannend. 

  17. Cover des Buches Stieg Larssons Erbe (ISBN: 9783958902251)
    Jan Stocklassa

    Stieg Larssons Erbe

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Jan Stocklassa, Autor und Journalist aus Schweden, hat sich die Rechercheunterlagen von Stieg Larsson zum Thema Olaf Palme genauestens angesehen und selbst zum Thema recherchiert. Daraus entstand das Buch "Stieg Larssons Erbe", eine sogenannte True Crime Geschichte. 

    Das unfassbar umfangreiche Material von Larsson durchzuarbeiten erscheint einem als Herkulesaufgabe, so, wie es Autor Stocklassa beschreibt. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern beginnt mit dem Tag, an dem er endlich Zugang zu dem Archiv bekommt. Eine Vielzahl von Spuren geht der Autor selbst nach, manches verwirft er, um es dann doch, nachdem er erfährt das Larsson von etwas überzeugt war, weiter nachzuspüren.
    Viele Spuren zeigen nach Südafrika, manche nach Osteuropa. Zweifelhaften Zeugen gehen Stocklassa und seine Helfer mit zum Teil diskussionswürdigen Praktiken auf den Pelz. Akribisch wird den letzten Minuten im Leben von Olaf Palme nachgegangen wie auch den letzten Tagen und Monaten. 

    Was könnte die Täter dazu bewogen haben, ein Staatsoberhaupt zu überfallen und zu töten? Kann es eine zufällige Tat gewesen sein oder doch beabsichtigt? Handelte der Täter alleine oder hatte er eine Vielzahl von Helfern? War die Tat politisch motiviert oder eher ein Rachefeldzug wegen persönlicher Differenzen? Hatte sein politisches Handeln damit zu tun? Wem kam er so in die Quere, dass sein Tod unumgänglich wurde? Wer kommt überhaupt für die Tat infrage und was sind das für Persönlichkeiten? Warum handelt die Polizei und der Geheimdienst so und nicht anders? Allen Spuren, die der Autor erneut nachgeht, mehrfach überprüft sind trotz seiner Gewissenhaftigkeit nicht stichhaltig genug, um den oder die Täter zu überführen. Weil ihm entweder Zeugen nicht alles sagen oder die Polizei nicht alle Informationen, trotz deren Zusage, übergeben. Stocklassa hat all seine Erkenntnisse den Ermittlungsbehörden übergeben und hofft, dass trotz der langen Zeit seit dem Mord das Rätsel letztendlich gelöst werden kann. 

    Das Ganze ist so spannend zusammengetragen, dass es einem Spionagethriller alle Ehre macht. Sicher, es sind unzählige Veröffentlichungen über diese Tat erschienen, die Ermittlungen immer wieder auch neuen Teams übertragen worden, doch eines vermisse ich hier: die Rolle der Ehefrau wird mir eindeutig zu knapp nachgegangen. Die einzige Zeugin, aufgrund deren Aussage es zu einer Verhaftung und Verurteilung kam, die letztendlich zweifelhaft ist. Zumindest in den Augen Stocklassas. 

    Vielleicht war oder ist es vielen unbekannt, dass sich Stieg Larsson eigentlich mit der Aufklärung des Mordes an Olaf Palme beschäftigt hatte, um dann nach Erfolgloser Arbeit einen der bekanntesten Trilogien zu schreiben, die je aus Schweden kam. Deshalb ist es Stocklassa hoch anzurechnen, dass er das "Erbe" von Larsson nicht hat stillschweigend in einem Archiv schlummern lassen. Sonst wäre vielleicht nicht einem so großen Publikum bekannt geworden, dass sich Stieg Larsson Zeit seines Lebens dem Kampf gegen den Rechtsextremismus gewidmet hat. Schließlich führen auch seine Spuren im Mordfall Olaf Palmes genau dorthin. Zumindest Teilweise.
    Weiteres über den Autor und Journalisten sowie zu Stieg Larsson und rund um den Olaf Palme Mord findet sich im Netz unendlich viel.

  18. Cover des Buches Von Mr. Holmes zu Sherlock (ISBN: 9783442713363)
    Mattias Boström

    Von Mr. Holmes zu Sherlock

     (27)
    Aktuelle Rezension von: lenasupi
    Ich liebe Sherlock Holmes seit ich ein Kind bin. Und dieses Buch gibt Mir Einblick in die Filmwelt und Sherlock's Zeitalter. Wenn ich einen Sherlock Film schaue oder die Serie von BBC, kommen immer mal Fragen auf. Und dieses Buch beantwortet diese größtenteils. Oder wenn man mal Ablenkung möchte  kann man immer interessante Infos daraus entnehmen. Also alles in allem ein Muss für Sherlock Holmes Fans! 
  19. Cover des Buches The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen (ISBN: 9783426278451)
    Matt Haig

    The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen

     (77)
    Aktuelle Rezension von: sternchen1082

    Ich mag die Bücher von Matt Haig generell und auch hier hat er wieder einen Volltreffer gelandet. „The Comfort Book“ besteht aus kurzen Gedanken, Episoden und Geschichten, die einen zum Nachdenken anregen. Die Kapitel sind sehr kurz und in sich abgeschlossen, teils nur wenige Sätze bzw. gar nur einer, teils zwei bis drei Seiten. Matt Haig nennt die Gedanken im Buch selbst zu Beginn „Rettungsinseln“, die ihm durch seine Depression geholfen haben und daraus entstanden sind. Das können sowohl eigene Gedanken als auch Zitate sein. Es ist kein Buch, das man am Stück durchlesen kann oder sollte - nicht wegen der Schreibweise, die wie immer sehr angenehmen ist und einen mitzieht, sondern da man über das Geschriebene gut auch länger nachdenken und dieses auf sich wirken lassen kann. Ich fand das Buch toll und werde sicherlich das eine oder andere Mal noch reinblättern und einzelne Gedanken noch einmal lesen.

  20. Cover des Buches In die Wildnis (ISBN: 9783492259743)
    Jon Krakauer

    In die Wildnis

     (375)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Der Film ist so ganz anders als das Buch, aber beide sind unglaublich gut. 

    In dem Film wird die Reise von Chris McCandless oder auch Alexander Supertramp, wie er sich auf der Reise nennt, chronologisch erzählt. Im Buch ist keine genaue zeitliche Abfolge zu erkennen, sondern fängt mit dem Fund des verstorbenen Chris McCandless und der Suche nach der Herkunft und der Geschichte des Aussteigers und folgt eher der Reihenfolge der Informanten von Personen, die ihn auf dem Weg begleitet haben. Die Meinungen über ihn und sein Schicksal gehen sehr auseinander, manche finden ihn einfach nur verrückt, andere bewundern seinen Mut. Ich sehe irgendwie beides und wenn ich den Film sehe, möchte ich gleich aufbrechen in neue Gegenden, aber doch bitte mit etwas mehr Sicherheit als McCandless. Jon Krakauer vergleicht McCandless Lebensweise und Schicksal in dem Buch auch mit anderen Personen, die eine ähnliche Lebensweise und Ansichten hatten - Menschen die waghalsige Unternehmungen machten und Eremiten, die ihre Lebensweise oder Reisen nicht immer überlebt haben. Er vergleicht ihn aber auch mit sich selber und berichtet über seine gefährlichen Klettertouren in Gebirgen und was ihn dazu gebracht hat solche waghalsigen, eigentlich dummen Unternehmungen zu machen. Es hätte für ihn auch tötlich enden können, nur aus Glück hat er es überlebt. 

    Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gefallen und ich werde definitiv noch mehr von Jon Krakauer lesen, da ich seine Art zu berichten sehr toll finde. 

    5/5 🦉 und eine absolute Leseempfehlung bzw. Filmempfehlung

  21. Cover des Buches Happy Hour in der Unterwelt (ISBN: 9783802581250)
    Mary Janice Davidson

    Happy Hour in der Unterwelt

     (372)
    Aktuelle Rezension von: °bluemoon°

    Der dritte Teil der Vampir-Reihe um Betsy Taylor erzählt, wie die Protagonistin weiterhin lernt, mit dem Vampir-Dasein umzugehen. 

    Wie immer wird ihr das nicht leicht gemacht. Die neue Frau ihres Vaters ist schwanger und Betsy erfährt, dass sie bereits eine Schwester hat, von der niemand etwas wusste. Besser noch, diese Schwester ist die Tochter des Teufels und wird laut alten Prophezeiungen eines Tages die Weltherrschaft übernehmen. 

    Des Weiteren läuft Betsy's Vampirbar nicht so gut, weil die Vampirangestellten sie nicht akzeptieren. Dieses Problem hat sie mit einem Großteil der Vampire, was ihr das Leben ebenfalls nicht einfacher macht. 

    Und dann scheint sich Eric Sinclair auch nicht mehr ganz so für Betsy zu interessieren...

    Betsy verzweifelt und wagt es, im Buch der Vampire zu lesen - allerdings mit schlimmen Folgen.... 


    Wieder eine gelungene Fortsetzung, die man sehr schnell gelesen hat, weil sie einen kaum loslässt. 


  22. Cover des Buches PS: Ich mag dich (ISBN: 9783551318886)
    Kasie West

    PS: Ich mag dich

     (331)
    Aktuelle Rezension von: LeosUniversum

    Lieblingszitat:
    „Wir müssen uns nur noch offiziell umarmen. Das muss Teil jeder Versöhnung sein, denn Umarmungen stecken voller magischer Heilkräfte.“ (S. 199)

    Inhalt:
    „Chemie hatte etwas an sich, das mein Gehirn dazu brachte, gleichzeitig an alles und nichts zu denken. Vielleicht war es die Mischung aus langweiligem Fach, monotonem Lehrer und kaltem Stuhl.“ Normalerweise kritzelt Lily in ihr Notizbuch Ideen zu neuen Songtexten, doch ihre geistige Abwesenheit fliegt auf. Wenn ihr Chemielehrer sie nochmals dabei erwischt, wird er ihr das heiß geliebte Notizbuch wegnehmen. In Gedanken versunken schreibt Lily deshalb eine Zeile ihres Lieblingsliedes auf ihren Tisch. Voller Verwunderung muss sie in der nächsten Chemiestunde feststellen, dass irgendjemand diesen eher unbekannten Song mit einer weiteren Zeile vervollständigt hat. Begeistert darüber, dass es an dieser Schule tatsächlich jemanden mit dem gleichen Musikgeschmack gibt, entsteht eine Brieffreundschaft. Aus ein paar Zeilen über Musik, lustige Geschichten aus dem Familienalltag, aber auch Sorgen und geheimen Wünschen wird ein regelmäßiger Austausch. Lily und der geheimnisvolle Unbekannte sind auf einer Wellenlänge. Doch als Lily herausfindet, wer ihr diese gefühlvollen Briefchen schreibt, wird plötzlich alles kompliziert…

    Meinung:
    Die Grundidee dieser lustigen High School-Lovestory ist nicht sonderlich neu, denn vieles ist vorhersehbar. Zu Beginn habe ich mir ein wenig schwer getan mit dem Buch, denn der Anfang ist recht schwach, aber im Allgemeinen ist die Geschichte gut umgesetzt, was vor allem an der Protagonistin liegt. Lily muss man einfach ins Herz schließen, sie ist so hinreißend und herrlich unangepasst. Äußerst erfrischend und direkt spricht sie immer das aus, was sie denkt. Vor allem habe ich ihren Humor geliebt, leicht sarkastisch und schlagfertig brachte mich Lily oft zum Schmunzeln. Aber auch die weiteren Nebencharaktere waren sehr sympathisch und liebenswert, sie runden die Geschichte rund um Lily und den unbekannten Briefeschreiber ein wenig ab. Ihre Freundin Isabel ist eine Freundin wie aus dem Bilderbuch. Nichts und niemand kommt zwischen die beiden und die innige Freundschaft hält auch mal einen heftigen Streit aus. So eine beste Freundin wünscht sich jedes Mädchen. Auch Lilys Familie ist einfach toll, zwar etwas chaotisch, aber immer füreinander da. Lucas und David spielen eher unwichtige Nebenrollen, aber Cade ist ein Traum von einem Kerl. Zunächst mochte ich ihn gar nicht, den arroganten, reichen, überheblichen und fiesen Schnösel, doch dann erkennt man seinen wahren Charakter hinter der Fassade. Die Story enthält keine besonderen Überraschungen oder Wendungen, dennoch verläuft die Geschichte sehr harmonisch. Man erfährt relativ früh, wer dieser unbekannte Brieffreund ist, den Lily anfangs sogar für ein Mädchen hält, daher ist diese Geschichte nicht sonderlich spannend im Sinne von aufregend, aber dennoch hat die Autorin mit ihrem jugendlichen Schreibstil es geschafft, mich an das Buch zu fesseln. Tatsächlich war der Moment, als Lily herausfindet, wer hinter den gefühlvollen Briefen steckt, der Umbruch, wo ich anfing, das Buch zu lieben. Ich hatte ja schon geahnt, wer es sein könnte, denn die unterhaltsamen Wortgefechte zwischen Lily und dem ominösen Unbekannten im realen Leben waren einfach grandios. Die beiden haben eine wunderschöne Entwicklung gemacht und ich habe mich sehr für die beiden gefreut.

    Fazit:
    „PS: Ich mag dich“ von Kasie West ist ein Must-read für jeden, der herzerwärmende High School-Romanzen mit liebenswerten Protagonisten mag. Diesen amüsanten Jugendroman empfehle ich Leserinnen ab 12 Jahren, die eine gute Portion Sarkasmus vertragen und sich nicht von einer vorhersehbaren Story abschrecken lassen. Lilys Charakter und Humor haben mich überzeugt und deshalb vergebe ich zuckersüße 4,5 von 5 Sternchen.

    PS: Ich glaub‘, ich mag das Buch

  23. Cover des Buches Furcht (ISBN: 9783498074081)
    Bob Woodward

    Furcht

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Der 8. November 2016 stellte einen politischen Wendepunkt für die USA dar. Mit Donald Trump wurde ein Kandidat ins höchste Amt gewählt, der wie kaum ein zweiter die Gesellschaft aktiv spaltet und daraus auch keinerlei Hehl macht.
    Mit seinem Einzug ins Weiße Haus am 20. Januar 2017 flogen dort alle etablierten Abläufe über den Haufen. Es verging kaum Zeit, bis Informationen aus den engsten Kreisen belegten, welche Zustände nun herrschten: Ein Klima aus Angst, Sprunghaftigkeit, Unbelehrbarkeit und politischer Lähmung.

    In Furcht porträtiert Journalistenikone Bob Woodward Wahlkampf und Präsidentschaft Donald Trumps bis etwa Ende des ersten Jahres. Das Buch erschien 2018 bei Rowohlt und umfasst 544 Seiten, die sich in 43 Kapitel gliedern.

    Furcht erzählt das ganze Chaos, das im Weißen Haus unter der Trump-Präsidentschaft herrscht. Bob Woodward hat dazu einen enormen Rechercheaufwand betrieben – zahllose Interviews mit Beteiligten, Gesprächsprotokolle und Dokumente sind in die Arbeit am Buch eingeflossen. Das beschränkt sich nicht auf Querschützen aus den hinteren Reihen, Woodward hat Trumps Spitzenpersonal befragt. Das macht das Buch umso erschreckender.

    Es zeichnet das Bild einer Präsidentschaft ohne übergeordnete Strategie, ohne einen Präsidenten, der sich von seinen Beratern beraten lässt, ohne Rücksicht auf protokollarische Abläufe – kurz, das pure Chaos an der Machtspitze der weltpolitisch maßgeblichen Nation. Dabei beschränken sich die Ursachen für diesen Zustand nicht auf Trump selber, auch wenn er großen Anteil hat. Zahlreiche der Personen in seinem engsten Kreis arbeiten rücksichtslos gegeneinander, um ihre Interessen durchzudrücken. Kein Job ist sicher, denn der Präsident hat seine vorgefertigten Meinungen, lässt sich von denen nicht abbringen und sein Verständnis von Loyalität, das auf ihm gegenüber vorbehaltlosem Ja-Sagertum basiert, hängt wie ein Damoklesschwert über der Arbeitsplatzsicherheit eines Jeden.

    Mitte 2017 erschien unter dem Eindruck der ersten Monate von Trumps Präsidentschaft Sam Bournes Der Präsident. Damals konnte man sich wohl noch damit beruhigen, dass der Roman, in dem ein ›fiktiver‹ US-Präsident um ein Haar einen Atomkrieg auslöst, schon überspitzt sein muss. Ich hielt das Buch damals für visionär. Bournes Darstellung des von Vorurteilen, Selbstüberschätzung und extremistischen Beratern getriebenen Präsidenten passte einfach zu gut auf die Situation insbesondere um Trump und Bannon. Furcht bestätigt das leider. Woodward belegt, wie Trump die Weltpolitik alleine in seinem ersten Jahr mehrfach komplett ins Chaos hätte stürzen können, was wohl nur nicht geschah, weil ein paar wenige in seinem engsten Kreis seine Entscheidungen aktiv torpediert haben und er selber über eine zu geringe Aufmerksamkeitsspanne verfügt, als dass er das mitbekommen hätte.

    Bemerkenswert ist, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen über die aktuelle Präsidentschaft, dass Bob Woodward selber in Furcht weitestgehend wertfrei bleibt. Er beschränkt sich in bester journalistischer Tradition auf das Dokumentieren und überlässt die Wertung seinen Quellen. Inhaltlich ist das Buch also keineswegs wertfrei, aber dabei ist es sachlich und auf die möglichst genaue Nacherzählung der Geschehnisse beschränkt. Das wiederum macht es zu einem sehr seriösen zeitgeschichtlichen Werk – vielleicht genau das, was es braucht, um die Präsidentschaft ein bisschen mehr zu verstehen.

    Furcht ist ein beeindruckendes Stück Weltgeschichte, ein Zeugnis darüber, wie gefährlich die Präsidentschaft Trump tatsächlich nicht nur für die USA ist. Ein Buch, bei dem man sich immer wieder daran erinnern muss, dass es eben kein fiktionaler Politthriller ist.

  24. Cover des Buches Notizen eines Gewinners (ISBN: 9783958834507)
    Gerrit C. Paulson

    Notizen eines Gewinners

     (107)
    Aktuelle Rezension von: ineszappen

    Als Paulo McComen den Jackpot knackt, ist das der Anfang vom Ende seines beschaulichen Dachdeckerlebens. Der gigantische Gewinn bringt ihm die Erfüllung seiner größten Wünsche und stürzt ihn gleichzeitig in seine tiefste Lebenskrise. Er verliert sukzessive den Kontakt zur Außenwelt und schließt eine unheilvolle Freundschaft mit dem Alkohol. Eine Reihe mysteriöser Träume gibt ihm zudem scheinbar unlösbare Rätsel auf und treibt ihn in eine innere Zerreißprobe. Schließlich steht Paulo vor der letzten möglichen Wahl... Eine abenteuerliche Geschichte vom trügerischen Glück der finanziellen Unabhängigkeit, von unbezahlbaren Werten, Euphorie und Größenwahn, der Sehnsucht nach Liebe und verlorenen Freundschaften, die zum Nachdenken anstiftet. Was hat echten Wert im Leben? Wie funktionieren Beziehungen? Und wonach sehnt sich am Ende das menschliche Herz wirklich? Ein packender Roman, der an die tieferen seelischen Gründe im Menschen rührt und einen Blick in die Schattenwelt des Unbewussten wirft, aber auch die Hoffnung heraufbeschwört, dass der Mensch sich selbst finden und lieben kann.

    Schöne Covergestaltung es passt gut zu einer Szene im Buch. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Notizen von Paulo (mit Schreibschrift) haben mich zum Nachdenken gebracht. Ein spannendes Buch über Depression, Alkoholsucht und Suizid , denn Geld macht nicht immer glücklich.

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