Bücher mit dem Tag "novel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "novel" gekennzeichnet haben.

154 Bücher

  1. Cover des Buches DARK LOVE - Dich darf ich nicht begehren (ISBN: 9783453270657)
    Estelle Maskame

    DARK LOVE - Dich darf ich nicht begehren

     (580)
    Aktuelle Rezension von: autumn_girl

    Titel: Dark Love- Dich darf ich nicht begehren (Band 3)

    Autorin: Estelle Maskame 

    Verlag: Heyne

    Genre: YA


    Nun geht auch diese Reihe zu Ende...

    Es ist ein schwerer Abschied von den beiden, denn es war eine schöne, humorvolle, unterhaltsame, aber auch tiefgründige Geschichte mit vielen Wendungen und wichtigen Aussagen.

    Dieser Band war wichtig, vielleicht sogar der Wichtigste der ganzen Reihe, weil sich die Charaktere, vor allem Tyler, entwickeln dürften und konnten. Tylor hat es geschafft, auf dem richtigen Weg zu sein, der Mann zu werden, der er sein möchte. Das zeigt, dass es wichtig ist, an sich selbst zu glauben, um seine Ziele zu erreichen. Außerdem zeigt er, dass man dafür manchmal egoistisch handeln muss (hier: Er muss Eden verlassen, um sich selbst zu finden/ sich zu entwickeln und um zu lernen, mit seiner Vergangenheit umzugehen).

    Eden, die nach seinem Verschwinden traurig, verwirrt und wütend ist, fängt ihr neues Leben in Chicago an. Doch wie kann sie über ihn hinwegkommen, wenn er plötzlich ein Jahr später wieder auftaucht und mit ihr zusammen sein möchte? Kann sie ihm verzeihen? Kann sie sich erneut in ihn verlieben?

    Bei dem finalen Band aus Edens Perspektive habe ich gemerkt, wie sehr sich Maskames Schreibstil und ihre Denkweise entwickelt haben. Sie ist mit den Charakteren gewachsen.


    Fazit: Das Buch war einem Finale würdig und es hat der Geschichte und den Charakteren den Raum zur Entwicklung gegeben, den sie brauchten. 


    Bewertung: 🌕🌕🌕🌕/🌕🌕🌕🌕🌕

  2. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.211)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Anfangs fand ich das Buch sehr langatmig, wenngleich es sich auch gut lesen lies. Die eigentliche Story, der Auftrag, den der Journalist Blomquist von einem reichen Industriellen erhält, erfahren wir nämlich erst nach 100 Seiten. Offiziell soll er eine Familienchronik schreiben. Inoffiziell soll er nach der als 16- jährige verschwundenen Harriet suchen, die der Auftraggeber wie ein eigenes Kind geliebt hat. Damals in den 60zigern hat die Polizei jeden Stein umgedreht ohne Erfolg. Wie soll Blomquist da fast 40 Jahre später neue Spuren finden ? Was er aber entdeckt ist so schrecklich, dass einem der Atem stockt. Je mehr er erfährt, desto grausiger werden seine Erkenntnisse.

    Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, nachdem ich erstmal in der Geschichte drin war. Habe eine ganze Nacht gelesen statt zu schlafen, so hat es mich gefesselt. Und auch jetzt, wo das Buch zuende ist, möchte man die Charaktere nicht missen, auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Also werde ich mir gleich das nächste Buch der Trilogie vornehmen. Schade, dass der Autor verstorben ist und nicht die weiteren geplanten 7 Bände schreiben konnte. 

    Klare Leseempfehlung und als Tipp, falls man sich am Anfang auch fragen sollte, wann es denn nun endlich losgeht : Durchhalten, es lohnt sich.

  3. Cover des Buches Die geheime Geschichte (ISBN: 9783442487332)
    Donna Tartt

    Die geheime Geschichte

     (531)
    Aktuelle Rezension von: medsidestories

    Vorhang auf für eines meiner großen Highlights im ersten Halbjahr 2022.

    Ich glaube, „Die Geheime Geschichte“ (Im Original „The Secret History“) ist eines der meistfotografierten Bücher auf Instagram. Vor allem die englischsprachige Ausgabe mit großen weißen Buchstaben auf schwarzem Cover sieht man wirklich überall. Tatsächlich habe ich mir die deutschsprachige Übersetzung bereits im letzten Jahr gekauft, das Buch jedoch erst Monate später gelesen. Der Grund dafür waren die mehr als 700 Seiten, über die sich diese Geschichte erstreckt. Nachdem ich das Buch nun beendet habe, würde ich nicht behaupten, dass es keine Seite zu viel ist. Vor allem die ersten zwanzig Prozent waren ein wenig beschwerlich, weil ich nicht wusste, worauf das alles einmal hinauslaufen sollte. Aber dann ist es plötzlich gewesen, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, und ich habe den Rest schneller gelesen als manches Buch, das nur ein Drittel so dick ist.
    „Die Geheime Geschichte“ wird dem Hype in meinen Augen mehr als gerecht. Ich finde die Handlung, die Erzählweise und den Schreibstil der Autorin absolut einzigartig. Donna Tartt schreibt, als läge ein Filter vor ihrer Szene, der alles viel schärfer und farbintensiver vor meinem inneren Auge entstehen lässt, als es gewöhnlich beim Lesen der Fall ist. Die Naturbeschreibungen, die Verweise auf die griechische Antike, die merkwürdige Absurdität der Geschichte, die trotz ihrer Ernsthaftigkeit, immer mal wieder ein gewisses Augenzwinkern enthält, lassen das Ganze mystisch und fast schon unwirklich erscheinen.
    Mir hat es irrsinnig gut gefallen. Die Rätselhaftigkeit, die Abtrünnigkeit, die geheimen Verwicklungen, die Andeutungen, die Komplexität, das Ende. Das alles fand ich brillant.
    Falls ihr übrigens noch eine Entscheidungshilfe bzgl. der Sprache braucht: Die Übersetzung ist wirklich überaus gelungen!

  4. Cover des Buches Emma (ISBN: 9783959671156)
    Jane Austen

    Emma

     (1.121)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    Ich hatte schon vor einem Jahr versucht, „Emma“ zu lesen- und nach 100 Seiten abgebrochen. Die Übersetzung, die ich mir aus der Bücherei besorgt hatte, war uralt und durch die geschwollene Sprache machte das Lesen überhaupt keinen Spaß. Ich war danach lange felsenfest überzeugt, dass Jane Austens Bücher langweilig sein und habe sie ignoriert. Als ich dann doch im März diesen Jahres „Stolz und Vorurteil“ gelesen habe, mit geringen Erwartungen, war ich wie elektrisiert. Die neuere Übersetzung hat dazu geführt, dass das Buch mich verzaubert hat und ich schließlich doch noch ein großer Jane-Austen-Fan geworden bin. Also habe ich beschlossen, auch „Emma“ eine zweite Chance zu geben. Ich habe mir eine moderne Übersetzung besorgt und- ob ihr es glaubt oder nicht- das hat dazu geführt, dass ich dieses Buch, dass ich vorher für langatmig hielt, jetzt liebe.

    „Emma“ ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenstück zu „Stolz und Vorurteil“ und hat doch haben die beiden Bücher viel gemeinsam. Die Protagonisten sind von Stolz und Oberflächlichkeiten verblendet, und erst im Lauf der Geschichte erkennen sie, was wirklich wichtig ist. Sowohl Mr. Darcy und Elizabeth Bennet als auch Mr. Knightley und Emma ergänzen sich ideal. Auch die lustigen, teils sogar albernen Nebenfiguren sind eine Gemeinsamkeit und natürlich das Setting auf dem englischen Land.

    Ein großer Unterschied ist jedoch, dass in „Emma“ die Charakterentwicklung wesentlich mehr im Vordergrund steht als die eigentliche Handlung. Im Vergleich zu „Emma“ ist „Stolz und Vorurteil“ so handlungsreich wie jeder Action-Film. Vor allem die Protagonistin Emma selbst macht eine bewundernswerte Entwicklung durch, die ich auch wesentlich nachvollziehbarer fand als z.B. die von Mr. Darcy in „Stolz und Vorurteil“, der plötzlich von Grumpy Cat zu einem aufmerksamen, liebevollen jungen Mann mutiert. Ich meine, dass kann ja durchaus passieren (unterschätzen wir nicht die Kraft der Liebe) aber Emmas Entwicklung ist viel glaubhafter.

    Außerdem ist Emma vielschichtiger aufgebaut als Elizabeth Bennet. Sie ist stolz, materialistisch und mischt sich in das Leben anderer Leute ein. Nicht gerade sympathisch, nicht wahr? Ja. Und nein. Denn zugleich ist Emma eine treue Freundin, eine liebevolle Tochter und  eigentlich eine intelligente junge Frau- auch wenn ihr Scharfblick sie in Liebesdingen manchmal verlässt. Ich bin recht schnell mit Emma warm geworden, auch wenn ihr hochnäsiges Standesbewusstsein mir durchgängig auf die Nerven ging. Doch viele andere Leser*innen können sie von der ersten bis zur letzten Seite nicht ausstehen, manche sicher auch, weil Emma ihnen zu ähnlich ist. Sie hat Schwächen, die viele sich selbst nicht eingestehen wollen und sie ist nicht die vollkommene Heldin, die wir in vielen anderen Romanen finden. Aber gerade das macht sie für mich so interessant und gewissermaßen auch liebenswert.

    Das männliche Gegenstück zu Emma ist Mr. Knightley, ein intelligenter, ruhiger Mann mit festen Grundsätzen und einem guten Herzen. Er ist der einzige, der Emma Kontra gibt und ihr, die von ihrem Vater und ihrer ehemaligen Lehrerin Mrs. Weston vergöttert wird, auch mal sagt, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist. Doch das macht er nicht, um sie zu belehren oder zu ärgern, sondern gerade, weil er sie liebt. Das fand ich wirklich wunderschön, ich denke, viele von uns wären besser dran, wenn sie einen Mr. Knightley in ihrem Leben hätten.

    Die Beziehung zwischen Mr. Knightley und Emma ist ein klassisches Beispiel für „Friends to Lovers“, ein weiterer Grund, warum „Emma“ und „Stolz und Vorurteil“ so unterschiedlich sind. Anstatt sich zu hassen, wie Lizzy und Mr. Darcy zu Beginn, sind Emma und Mr. Knightley seit vielen Jahren enge Vertraute, denen erst nach einer Zeit auffällt, dass sie noch mehr für einander empfinden als bloße Freundschaft. An dieser Stelle war Emma weniger dramatisch als „Stolz und Vorurteil“, aber nicht weniger schön.

    In Sachen Protagonisten kann „Emma“ es also locker mit „Stolz und Vorurteil“ aufnehmen, ist vielleicht sogar noch besser. Was mich bei „Emma“ aber hin und wieder gestört hat, waren die trivialen Monologe einiger Nebenfiguren, allen voran die der Nachbarin Miss Bates, die detailliert über drei Seiten wiedergegeben wurden. Das sollte wohl zeigen, wie nervig Miss Bates ist, aber die Hälfte ihrer ausschweifenden Reden hätte es auch getan. „Emma“ ist ein Buch voller geschliffener, wunderschöner Dialoge, aber an einigen Stellen hätte man kürzen können.

    Dennoch bin ich froh über einige liebenswerte, lustige Nebenfiguren wie Mr. Woodhouse, Emmas Vater. Der Gute ist ein herzensguter Mensch, aber auch ein starker Hypochonder, der ständig alle davon überzeugen möchte, wegen der Gesundheit zum Supper nur eine Schale Haferschleim zu essen- was samt und sonders abgelehnt wird. Zudem bleibt er gern in seiner Komfortzone, hasst Veränderungen und kann Hochzeiten deshalb nicht ausstehen. Auch Frank Churchill, der Emma zeitweise aus fadenscheinigen Gründen den Hof macht, mochte ich eigentlich ganz gern- auch wenn er einige Dinge tut, mit denen ich genauso wenig einverstanden bin wie Mr. Knightley. Aber ich will nicht spoilern.

    Abschließend kann ich euch „Emma“ nur wärmstens ans Herz legen, würde euch aber bitten, als erstes Jane-Austen-Buch immer noch „Stolz und Vorurteil“ zu lesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr mit der Protagonistin schneller warmwerdet, ist einfach höher. Wer aber vielschichtige, schwierige Figuren mag, wird auch „Emma“ einfach lieben.

     

  5. Cover des Buches your name. (ISBN: 9783770496778)
    Makoto Shinkai

    your name.

     (108)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Der Schreibstil war mal etwas komplett anderes und für mich völlig neuartig. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz zart und steht zunächst garnicht im Vordergrund. Viel mehr begleitet man Taki und Mitsuha auf ihrer einzigartigen Reise und versucht mit ihnen das Rätsel des Körpertausches zu lösen. Die Perspektivwechsel scheinen am Anfang zunächst verwirrend, steigern sich dann aber immer schneller in ihrer Spannung bis zu einer unvorhersehbaren Wendung. Zwischen den Zeilen steckt viel Poesie, manchmal wählt der Autor dafür Worte und manchmal ist eine Szene umso eindrücklicher aufgrund der Worte, die fehlen. 

    Für mich eine wunderschöne Überraschung!

  6. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.379)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi


    David Martin, ein kleiner Schriftsteller, schreibt anfangs für einen Verlag, bis er eines Tages von einem gewissen Corelli - David nennt ihn später "Patron" - ein gut bezahltes Angebot bekommt: er soll ein Buch über eine neue Religion schreiben. Das war schon das 1., was ich nicht verstanden habe, denn dieser Corelli war mir sehr suspekt. 2. dann war David angeblich schwer krank und plötzlich wieder gesund.
    Corelli taucht dann immer wieder auf, um sich mit David zu treffen. Auch andere Personen tauchen plötzlich mystisch in Davids Umfeld auf, und einige haben es scheinbar auf ihn abgesehen. Und dann sterben auch noch einige Menschen...

    Meine Sternebewertung reichte eigentlich während des Lesens von 2 bis 5. Eher langweilig fand ich die meisten Gespräche zw. David und Corelli. Der Schreibstil ist nicht immer so einfach, oft recht gestelzte Sätze. Schwierig fand ich auch die vielen span. Namen. Trotzdem hat mich das Buch irgendwie gefesselt.
    Alles in allem ein mystischer Krimi, der anstrengend, aber doch auch irgendwie gut zu lesen war...

  7. Cover des Buches Seelen (ISBN: 9783551312495)
    Stephenie Meyer

    Seelen

     (5.315)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also ich war BEGEISTERT von diesem ausergewöhnlichem Buch!!! Nach den Biss-Büchern die ich auch schon gelesén habe dachte ich, na kann die Autorin nach diesen Bücher so etwas ganz anderes gut rüberbringen??? JA, sie kann!!!

    Ein supertolles Buch, mit einer tollen Handlung, wenn man die ersten 100 eher noch langatmigen Seiten hinter sich gebracht hat...

    Man fiebert voll mit den Protagonisten mit, auch wenn die Entscheidungen von einigen Hauptpersonen manchmal ganz schön bescheuer sein können...aber lest bitte selbst-es lohnt sich!!!!!!!!!

  8. Cover des Buches Level 26: Dunkle Seele (ISBN: 9783404160570)
    Anthony E. Zuiker

    Level 26: Dunkle Seele

     (447)
    Aktuelle Rezension von: Sassl

    Mörder werden in 25 verschiedene Kategorien eingeteilt. Nun wurde eine weitere Kategorie erschaffen - für diesen einen Mörder, der so grausam ist wie noch kein anderer je zuvor. 

    Das klingt super spannend und hat mich mit großer Vorfreude zu diesem Buch greifen lassen. Doch leider ist es ein Thriller wie jeder andere. Bis auf die Idee mit den Strafkategorien gab es hier nichts neues. 

    Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten durch die Perspektivwechsel bin ich gut ins Buch reingekommen und habe es nahezu an einem Stück durchgelesen. Es war recht kurzweilig und konnte mit der ein oder anderes Überraschung glänzen. Jedoch ging mir die Überführung des Mörders dann doch viel zu glatt. Mehr als 30 Jahre lang treibt er schon sein Unwesen, ohne dass die Ermittler je auch nur eine einzige Spur gefunden hätten. Auch Dark, der ihm so nahe kam, wie noch kein anderer, ist bereits zweimal gescheitert. Und nun finden sie plötzlich Spuren und innerhalb weniger Tage wird er gefasst. Hier hätte ich mir deutlich mehr Hindernisse erhofft. 

    Zudem war mir das Buch an einigen Stellen zu krank und pervers! Klar, irgendwie muss die Kategorie 26 ja gerechtfertigt werden. Aber das war mir dann doch zu viel des Guten. 

    Zuletzt gibt es noch ein offenes Ende mit mehr als einer ungeklärten Frage - das erschien mir zu gezwungen und konnte bei mir nicht den Wunsch wecken Teil 2 zu lesen. 

  9. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die 27jährige Ruth Gilmartin ist alleinerziehende Mutter und promoviert an der Universität von Oxford. Ihr Vater ist bereits vor Jahren verstorben und zu ihrer Mutter Sally hat sie ein spezielles Verhältnis. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche im Cottage der Mutter im Sommer 1976, bemerkt Ruth, dass sich Sally sehr seltsam benimmt, sich verfolgt und beobachtet fühlt. Beim Abschied überreicht Sally Ruth eine Akte und eröffnet ihr quasi zwischen Tür und Angel, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist.

    Ab diesem Moment tun sich im Buch zwei Handlungsstränge auf. Während der eine weiterhin aus der Ich-Perspektive von Ruth erzählt wird und in der Gegenwart verläuft, führt der andere nach Paris zurück in das Jahr 1939. Dort wird die junge russische Emigrantin Eva Delektorskaja auf der Trauerfeier ihres Bruders von dem mysteriösen Lucas Romer angesprochen. Dieser erzählt ihr zunächst, dass ihr Bruder keinesfalls durch einen tragischen Unfall starb, sondern gezielt ermordet wurde und wirbt sie in der Folge für den britischen Geheimdienst an. Nach einer intensiven Ausbildung in Schottland, absolviert Eva einige hochgefährliche Einsätze In Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer Spezialeinheit besteht darin in den Medien gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, die die zögernde USA zum Eintritt in das Kriegsgeschehen gegen die Nazis bewegen sollen. Dabei lautet die oberste Regel: Vertraue niemandem.

    Die Sprache des Autors ist geradlinig, nüchtern und klar, was meiner Meinung nach besonders zu dem Inhalt des Buches passt. Ein perfektes Beispiel ist dafür schon der pointierte Titel des Buches. Ohne Umschweife auf den Punkt kommend gelingt es Boyd trotzdem eine plastische Welt entstehen zu lassen, in die man wunderbar leicht hineinfindet und ungerne wieder auftauchen möchte.

    Besonders spannend fand ich es die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs mal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Aber selbst für Leser, die sich nicht sonderlich für die Zeit des zweiten Weltkriegs interessieren, ist es eine spannende Geschichte, die mit jedem Kapitel eine intensivere Sogwirkung entfaltet. Ständig fragt man sich, wem Eva trauen kann, ist erleichtert, wenn sie einer gefährlichen Situation entkommen ist und völlig fasziniert von ihrem alltäglichen Leben als Spionin, in dem kaum ein Platz für wirklichen Alltag bleibt. Enttäuscht war ich gleichzeitig von dem zweiten Handlungsstrang um Ruth. Zwar war mir Ruth grundsätzlich sehr sympathisch, ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt sie aber sehr blass und auch die Bezüge zum Baader-Meinhof-Komplex verliefen irgendwie im Sande und waren dann für die Geschichte doch eher unnötig.

    Trotzdem ist dies ein kitschfreier Spionage-Thriller, der mit viel Spannung und Gänsehaut daherkommt. Am Ende bleibt auch die Aufforderung an den heutigen Leser nicht jede Nachricht, die keine eindeutige, seriöse Hintergrundquelle vorweisen kann, bedingungslos zu glauben.

  10. Cover des Buches Weißer Oleander (ISBN: 9783404157662)
    Janet Fitch

    Weißer Oleander

     (156)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Ich stehe dem Buch ambivalent gegenüber.

    Beginnend beim Schreibstil: es gibt Passagen die Kraft haben, die den Lesenden bewegen und schön formuliert sind, es gibt aber auch schwülstige, gestellt-unechte Formulieren, wie z.B. „Ihre Schönheit war wie die Schneide eines sehr scharfen Messers“ …


    Kurz gesagt ist dies ein Buch über toxische Beziehungen und wie sich das auf ein (junges) Leben auswirkt.

    Es ist nicht immer einfach zu sehen, wie die junge Protagonistin nach der Aufmerksamkeit der Mutter lechzt, was gleichermaßen herzzerreißend, wie erbärmlich ist. Während für den Lesenden schnell deutlich wird, dass die Mutter eine manipulative, toxische Person ist.


    Gerade der Einsteig fiel mir nicht leicht, weil es durchaus starke Momente gab, die aber fast immer wieder ruiniert wurde, da es schnell in etwas gestelltes / zu gewolltes kippt.

    Es gibt sicherlich viele potentielle Trigger-Momente – toxische Beziehungen, Pädophilie, Gewalt, Misshandlung etc. die zum Teil auch verharmlost werden.


    In gewisser Weise fand ich die Jugendzeit gut eingefangen: alles sehr theatralisch, es gibt nur schwarz-weiß; entweder ist sie errettet, alles voller Schönheit und Verheißung oder alles ist zerfetzt, liegt in Scherben und sie suhlt sich zynisch darin.

    Während sie sich letztlich an alles und jeden krallt, der ihr Halt und Sicherheit/Anker verspricht.

    Wieder einer dieser Ambivalenzen, die anstrengend sind, aber trotzdem etwas an sich haben. Generell ist das eins dieser Bücher, die sich gleichzeitig echt und schonungslos anfühlen und völlig überzogen.

    Überzogen, weil die Autorin bewusst leiden sehen will. Sie lässt ihr nur etwas gutes widerfahren, um es ihr sofort wieder zu entreißen und sie zerstört zurück lassen zu können. Und das immer wieder. Was etwas zu berechnenden bekommt, es wird schnell durchschaubar und damit eintönig. Ich bin kein Fan von diesem zergehen/sich suhlen im Leid.


    Das Buch erzählt davon, wie viel Gift in der Welt einen erwarten können, wie viele toxische Menschen und Situationen es gibt, die einen vom Weg abbringen können, wenn man es zulässt.

    Es zeigt aber auch die andere Seite, nämlich Menschen, die in ihrer Schwäche zergehen, die danach schreien ausgenutzt zu werden – die zerbrechen und sich in den Scherben suhlen, nie für sich einstehen und immer andere die Scherben wieder aufsammeln lassen.

    Hier passiert nur alle erdenklichen Möglichkeiten dessen, einer einzigen Person – und das ist zu viel, das macht es zu deutlich unecht.

    Das Ganze bleibt auch nur deshalb erträglich, weil wir eine Protagonistin haben, dessen Kampfgeist unübertroffen ist.


    Das Buch hat mich schon mehr oder weniger versöhnlich zurück gelassen. Trotzdem ist es ein endloses hin und her – was ich nicht rein negativ meine.

  11. Cover des Buches Schande (ISBN: 9783596509515)
    J.M. Coetzee

    Schande

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    J.M. Coetzee ist ein Autor aus Südafrika und war mir bisher nicht so bekannt. Obwohl er schon den Nobelpreis für Literatur bekommen hat und 2 x den Booker Preis. Er lebt seit 2002 in Australien und ist bereits im hohen Alter von 80 Jahren.

    In seinem Roman "Schande" hat er einen Literaturprofessor angesiedelt, der nach 2 gescheiterten Ehen immer noch stark dem weiblichen Geschlecht zugewandt ist. David Lurie beginnt eine Affäre mit einer Studentin, die vom Alter her seine Tochter sein könnte. Nachdem die Geschichte ans Licht kommt fällt er in Ungnade bei seiner Universität. Er flieht zu seiner Tochter, die auf einer einsamen Farm lebt.

    Lucy lebt ein so ganz anderes Leben als das, was sein Vater kennt. Sie versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Dort kümmert sie sich um Hunde. Anfangs scheint es, als könne Lucys Leben ihrem Vater einen neuen und natürliche Rhythmus und Halt geben. Dann aber geschieht etwas, womit Vater und Tochter nicht gerechnet haben. Sie werden überfallen. Die Folgen werden die Beiden erst einmal aus der Bahn werfen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten kommen immer mehr zu Tage. Dabei greift der Autor auch das Thema Apartheit auf.

    Er schreibt schon sehr intellektuell, das hat er auch in der Rolle des Professors ausgelebt. Sehr düster beschreibt er die Atmosphäre auf dieser Farm. Da gruselt es einem schon ein wenig beim Lesen. Immer wieder möchte man auch Lucy durchschütteln und ihr sagen, was musst Du hier alleine leben?

    Der Autor Coetzee hat Südafrika den Rücken gekehrt vor vielen Jahren. Man hat hier nicht den Eindruck er rechne mit den "Schwarzen" ab, sondern er beschreibt hier eher das Versagen der "Weißen" in diesem Land. Um einen Einblick in das Leben in Südafrika zu bekommen, dem kann ich nur sagen, er sollte das nicht so umfangreiche Buch unbedingt lesen.

  12. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783644220416)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

     (2.787)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Vor über zehn Jahren ist der Jura-Studentin Chloe Larson in ihrem kleinen Appartement in New York ein schreckliches, ein unaussprechliches Erlebnis widerfahren. Heute nennt sie sich C. J. Townsend, lebt in einer schicken Wohnung in Miami und ist erfolgreiche Staatsanwältin. Kein Fall, sei er noch so blutrünstig ist zu hart für sie, nichts bringt sie aus der Fassung - bis zu dem Tag, an dem die Polizei endlich einen Mann festnimmt, der als dringend tatverdächtig im Serienmörder-Fall Cupido, an dem C.J. und ihre Sonderkommission sich schon seit einem Jahr die Zähne ausbeißt, gilt. Als C.J. ihm im Gerichtssaal zum ersten Mal gegenübersteht, wird sie schlagartig in ihre Vergangenheit zurückkatapultiert. Dieser Serienmörder ist nicht nur der Teufel schlechthin, sondern auch C.J.s ganz persönlicher Teufel. Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet, C.J. hat Macht und Einfluss und der Mann hat nichts...

    Meine Meinung: Das Buch ist sicher nicht für jeden etwas, für hartgesottene Thrillerfans ist es aber absolut großartig. Der Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt und hat dafür gesorgt, dass ich das Buch schnell durch hatte. Der Plottwist gegen Ende lässt sich als erfahrener Thrillerfan ein wenig vorhersehen, aber es kann ja nun mal nicht jedes Buch das Rad neu erfinden, ich hatte trotzdem großen Spaß beim Lesen. Im mittleren Teil hängt das Buch leider manchmal ein wenig durch, weil längere Zeit nichts neues kommt und nichts wirklich passiert

  13. Cover des Buches The Silkworm (A Cormoran Strike Novel) (ISBN: 9780316206891)
    Robert Galbraith

    The Silkworm (A Cormoran Strike Novel)

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Lesemaus
    When novelist Owen Quine goes missing, his wife calls in private detective Cormoran Strike. At first, she just thinks he has gone off by himself for a few days - as he has done before - and she wants Strike to find him and bring him home. But as Strike investigates, it becomes clear that there is more to Quine's disappearance than his wife realises. The novelist has just completed a manuscript featuring poisonous pen-portraits of almost everyone he knows. If the novel were published it would ruin lives - so there are a lot of people who might want to silence him. And when Quine is found brutally murdered in bizarre circumstances, it becomes a race against time to understand the motivation of a ruthless killer, a killer unlike any he has encountered before.

    Der 2. Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott führt sie auf die Spur eines verschwundenen Autors, der bisher mit seinen Büchern nicht besonders erfolgreich war. Schnell kristallisiert sich heraus, dass sein letztes Manuskript vielen Leuten geschadet hätte, da er quasi mit seiner Umgebung abrechnete. Es gibt also wieder viele Verdächtige und dementsprechend viele Spuren und Befragungen. Wie schon sein Vorgänger lebt auch dieser Kriminalroman von Cormoran Strikes "Verhörtechnik" und den vielen Gesprächen, die er führt, um den Fall aufzulösen. Hierbei gelingt es J. K. Rowling erneut, die Charaktere ganz unterschwellig lebendig werden zu lassen. Jeder hat irgendwie seine Eigenheiten bzw. Unzulänglichkeiten, die alle Figuren lebensecht und realistisch erscheinen lassen. Eben jemand, den man genauso auf der Straße treffen könnte.  Die Beschreibung der Umgebung ist gewohnt detailreich und man fühlt sich tatsächlich ins winterliche London versetzt.  Gut ausgearbeitet fand ich auch Robins Unzufriedenheit mit der Arbeitssituation, da sie sich eigentlich etwas mehr erhofft und auch mit Cormoran vereinbart hatte. Das wirkt authentisch und macht Robin zusätzlich sympathisch, da sie sich nicht klein halten lässt. Ihr Verlobter Matt ging mir einfach nur noch auf die Nerven (ich mochte ihn allerdings auch im 1. Teil schon nicht besonders). 
    Die Auflösung des Falles ist gespickt mit unappetitlichen Beschreibungen und Details, also stellenweise eher nichts für Zartbesaitete, wo doch der Vorgängerroman eher an alte englische Detektivgeschichten erinnerte. Ich habe das eher als positive Entwicklung hinsichtlich des Schreibstiles eines Kriminalromanes wahrgenommen.
    Wenn man den ersten Band gelesen hat, dann sind viele Referenzen zu Strikes Privatleben redundant, das hat mich etwas gestört. Aber sowas gibt es in Reihen ja eigentlich immer, dass grundlegende Informationen über die Protagonisten für Quereinsteiger wiederholt werden.

    Fazit:
    Diesen Fall fand ich im Vergleich zum Vorgänger insgesamt spannungsgeladener. Und wieder kann ich nur betonen, wie sehr mir J. K. Rowlings Schreibstil gefällt, die Art, wie sie Charaktere ausarbeitet (was nicht unbedingt bedeutet, dass man jede Figur sehr gut kennenlernt) und wie detailreich sie durch ihre Beschreibungen Bilder im Kopf entstehen lässt.
  14. Cover des Buches Populärmusik aus Vittula (ISBN: 9783442738915)
    Mikael Niemi

    Populärmusik aus Vittula

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Katfryy


     

    Es ist ja nicht immer leicht, ins Erzählen zu kommen. Manchmal muss man sich vorher ein bisschen warm machen. Mikael Niemis Erzähler lockert seine Zunge so: Auf dem Gipfel eine Himalaya-Fünftausenders küsst er eine tibetanische Gebetsplatte, Lippen und Zunge frieren am Metall fest, er pinkelt in seinen Trinkbecher, schüttet das warme Zeug über den Mund und sagt: „Ich habe mich freigepisst.“ Was für ein herrlicher Auftakt! Es ist schon fast zwanzig Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es ist immer noch total präsent. Mit Büchern ist es wie mit Menschen. Manche Begegnungen vergisst Du schon nach ein paar Tagen wieder, an andere erinnerst Du Dich ein Leben lang. Aber warum bloß? Eigentlich ist fast alles in dem Roman fremd und weit weg: Ein winziges Kaff im nördlichsten Norden Schwedens, direkt an der Grenze zu Finnland, zwei Jungs, Sechzigerjahre. Hier erleben wir ihn in voller Gestalt: Den Arsch der Welt. Es gibt kaum Radio, kein Fernsehen, das nächste Dorf ist weit entfernt und im Winter geht sowieso gar nichts. Die Menschen dort schließen Wetten darauf ab, wer´s am längsten besoffen in der Dampfsauna aushält. In dieser öden Umgebung haben Matti und sein Freund Niila ein Erweckungserlebnis. Sie hören eine Schallplatte von den Beatles, eine Single. Und das beschreibt Matti so: 

     

    „Ein Pulverfass explodierte und sprengte das Zimmer. Der Sauerstoff ging zur Neige, wir wurden gegen die Wand gepresst, während sich die Kammer in rasender Fahrt drehte. Wir klebten wie die Briefmarken fest, das Blut wurde uns ins Herz gepresst, sammelte sich in einem darmroten Klumpen, bevor alles kehrt machte in die andere Richtung sprang, bis in die Finger und Zehenspitzen, rote Speerspuren von Blut im ganzen Körper, bis wir wie die Fische nach Luft schnappten. Nach einer Ewigkeit hielt der Wirbel an. Die Luft sauste durch das Schlüsselloch wieder davon, und wir fielen als kleine, feuchte Häufchen auf den Boden. Rock ´n´roll music. Beatles.“

     

    Danach sind sie infiziert – (upps, sorry für das böse Wort in Zeiten der Pandemie). Matti und Niila wollen Musik machen. Erstmal üben sie in der Garage. Allerdings ohne Instrumente. Die Erfindung der Luftgitarre wäre auch ein guter Titel. Diese Szene mit der Beatles-Platte ist nur eine von so vielen unglaublich lebensvollen, intensiven Momenten. Wer kennt das nicht: Von Musik mit voller Wucht gegen die Wand geschleudert zu werden. Mir ging´s mit Smells like teen spirit so. Wer Etiketten mag, würde auf den Roman wohl Coming-of-age kleben. Ja, es geht auch um erste Liebe, ums Aufwachsen in psychopathischen Scheißfamilien und Ablösung vom Elternhaus. Die beste Metapher für die Pubertät habe ich in diesem Buch gefunden, es gibt da eine überraschend surreale Stelle: Ein Junge, (ich weiß nicht mehr genau, ob das Matti sein soll), klettert als Kind in eine Art Eisenofen hinein, verbringt dort Jahre und kommt dann als Erwachsener wieder heraus. Wer öfter mit Pubertierenden zu tun hat, der kann also erleichtert sein. Stellt Euch einfach vor, die sind eigentlich gar nicht hier. Die befinden sich ein einem abgeschlossenen Eisenofen. Und dann irgendwann. Ganz plötzlich. Da kommen sie heraus. Vernünftig, geläutert, alle Schrauben festgezogen, alle Tassen wieder im Schrank. Aber der Roman ist viel mehr als Comming-of-age. Es geht auch um diese fantastische Landschaft, das Einfrieren und das Abtauen. Sehr, sehr poetisch. Guckt nicht den Film! Lest das Buch! Bitte!

  15. Cover des Buches The Rabbit's Kiss: Die verruchte Party (Seasonal Snacks 2) (ISBN: B08XC735YF)
    Lara Kalenborn

    The Rabbit's Kiss: Die verruchte Party (Seasonal Snacks 2)

     (48)
    Aktuelle Rezension von: elvira

    Ein weiterer Snack von Lara und diesmal ist es ein Ostersnack :)

    Es geht um eine verruchte Party und eine Studentin, die eher zurückgezogen lebt. Ihr Jugendschwarm begleitet sie zu der Party und dann wird es auf jeden Fall heiß. 

    Die Idee mit der verruchten Party ist auf jeden Fall cool. Auch die Hasenjagd ist mal was anderes. Die anderen Snacks haben mir aber einen Tacken besser gefallen.

    Fazit: Eine erotische Kurzgeschichte, die aufregend ist. Lara hat einfach ein Talent für Kurzgeschichten die es in sich haben.

  16. Cover des Buches City of Glass (The Mortal Instruments) (ISBN: 9781481455985)
    Cassandra Clare

    City of Glass (The Mortal Instruments)

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Jana98

    Nachdem ich City of Ashes ein wenig langweilig fand, hat mich dieser Teil sehr überrascht. Der Handlungsstrang war gut durchdacht. Es ist schön, dass man als Leser nicht nur Clary und Jace näher kennenlernt sondern auch die anderen Figuren. Es hat auf jeden Fall Lust auf den nächsten Teil geweckt.

  17. Cover des Buches City of Ashes (The Mortal Instruments) (ISBN: 9781481455978)
    Cassandra Clare

    City of Ashes (The Mortal Instruments)

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Moontana

    Meinung:

    Dies ist der zweite Teil der Unterwelt Chroniken und nach dem ersten Teil musste ich auch den zweiten lesen.

    Der erste hat mir ja schon sehr gut gefallen, aber es hat mir manchmal an Spannung gefehlt, was für den ersten Teil nicht so dramatisch war.

    Dafür fing der zweite Teil echt fesselnd an, ich war direkt in der Handlung drin und konnte auch wegen des Schreibstil nicht mehr aufhören. Dieser war sehr leicht und fesseln, aber auch detailliert und emotional.

    Die Personen haben mir auch diesmal sehr gut gefallen, im zweiten Teil habe ich auch einige sehr ins Herz schließen können und fand auch das die Charaktere auch eine leichte Entwicklung durch machen und an Tiefe bekamen.

    Durch den Perspektiv Wechsel im zweiten Teil habe ich als Leserin einen deutlich besseren Einblick in die Person bekommen sowohl in die Gefühlswelt als auch in die Gedankenwelt.

    Tatsächlich konnte ich aber bei Clary nicht alle Handlungen und Denkweisen nachvollziehen und fand es teilweise sehr unangebracht.

    In dem Teil wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig, es tauchen immer neue Probleme auf oder alte werden weiter Thematisiert.

    Auch neue Personen tauchen in dem Teil auf.

    Ich persönlich war unglaublich gefesselt an dem Buch und war sehr schnell damit fertig..

    Auch wenn es nie langweilig wurde gab es dann auch den großen Spannungsbogen der, wie ich finde, sehr perfekt geschrieben wurde. Jeder hat gezeigt was er konnte und konnte seine Stärken beweisen.

    Das Ende wurde natürlich mit einem miesen Cliffhanger beendet, dieser hat mich natürlich so neugierig gemacht, dass ich so oft mit dem dritten Teil anfangen musste.

    Fazit:

    Unglaublich fesselnder zweiter Teil der Lust auf mehr macht. Die Charaktere haben in dem Teil mehr an Tiefe bekommen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen aber auch fesseln und emotional.

    Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und wenn dann war ich gedanklich nur bei der Handlung.

    Ich bin schon  auf die Entwicklung der verschiedenen Charaktere gespannt.

    Ich freue mich sehr auf die nächsten Teile und kann mir vorstellen, dass es immer besser wird.

    Die Reihe kann ich auf jeden Fall weiter empfehlen. 

  18. Cover des Buches Biss zum Abendrot (Bella und Edward 3) (ISBN: 9783551583765)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot (Bella und Edward 3)

     (7.034)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Der etwas zähe dritte Band der Biss-Reihe, in dem in Seattle eine Armee gefährlicher Jungvampire erschaffen wird, die es auf Bella und die Cullens abgesehen hat - jetzt heißt es, mit den Werwölfen Frieden zu schließen und den gemeinsamen Gegner zu besiegen. Der Schreibstil erzählt wie immer aus Bellas Sicht und das wieder sehr einfach und locker, so dass man gut durch die Geschichte kommt. Nur macht es einem der Plot in diesem Teil nicht so einfach; die 600 Seiten sind zugegeben etwas viel, da sich bis kurz vor Ende ausschließlich mega intensiv mit der Dreiecks-Beziehung von Bella mit Jacob und Edward konzentriert wird. Das ist auf Dauer etwas nervig, besonders da sich bereits stark herauskristallisiert hat, dass Bella sich eh für den Vampir entscheidet. Dieser Kampf um sie wirkt einfach etwas gezwungen, da hätte man sich lieber auf den richtigen Kampf fokussieren können. Jacob und Edward sind einem bei der ganzen Rangelei etwas unsympathisch geworden und das einzig wirklich interessante, war, dass man teilweise noch einiges über die Nebencharaktere erfahren hat. Zwar wurde es dann zum Schluss etwas spannender, aber irgendwie hat auch dann einfach der Funke gefehlt, der einen mitreißt. Insgesamt also etwas schade, dass hier so viel Potenzial verschwendet wurde und das Buch um ehrlich zu sein etwas langweilig ist. Dennoch war es unterhaltsam für Zwischendurch und ich werde auch zum letzten Teil greifen. 

  19. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.778)
    Aktuelle Rezension von: Kirjahan

    "Wir leben in einer Schattenwelt, Daniel, und Magie ist ein rares Gut. Dieser Roman hat mich gelehrt, dass ich durch Lesen mehr und intensiver leben, dass Lesen mir das verlorene Sehen wiedergeben konnte. Allein deshalb hat dieses Buch, das keinem etwas bedeutete, mein Leben verändert." 

    Diese Worte, mit denen Clara Barceló den titelgebenden fiktiven Roman "Der Schatten des Windes" beschreibt, lassen sich sehr gut genauso über Zafóns Romane äußern. Sein bildhafter, einzigartiger Schreibstil macht das Lesen zu einer Reise an ferne Orte und lässt dich die Geschehnisse intensiv miterleben. 

    "Der Schatten des Windes" ist tragisch, zauberhaft und unheimlich atmosphärisch. Ein Buch für jeden, der Bücher liebt.

    Ich habe einen Stern abgezogen (eigentlich hätte es nur ein halber sein sollen, aber lovelybooks lässt dich anscheinend keine halben Sachen machen), weil mir teilweise die Nähe zu den Protagonist*innen gefehlt hat. Obwohl ich die meisten sympathisch fand und mit ihnen mitgefiebert habe, habe ich ihre Intentionen teilweise erst später verstanden und es blieb bis zum Ende eine gewisse Distanz.

  20. Cover des Buches Stoner (ISBN: 9783423254175)
    John Williams

    Stoner

     (438)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Irgendwie skeptisch ob des Klappentextes, habe ich mehrere Versuche gebraucht um den Roman zu beginnen. John Williams ein bereits toter Autor, der 1965 diesen Roman geschrieben hatte und der irgendwie in Vergessenheit geriet. Gut, dass es 2006 neu aufgelegt wurde.

    Geschichte: 1891 wurde William Stoner im tiefsten Missouri auf einer kleinen Farm geboren. Schon früh musste er zu Hause anpacken und die karge Erde würde er normal bis zu seinem Lebensende bearbeiten. Dieser Weg schien vorgezeichnet, doch als seine Eltern ihn 1910 zum neugegründeten Landwirtschaftskolleg der University of Colombia schicken, um sich in Bezug auf Landwirtschaft weiter zu entwickeln und 4 Jahre studieren, damit er später mithelfen kann, den Boden ertragsfähiger zu machen, entdeckt er seine Liebe zur Literatur und merkt, dass er vielleicht lieber dieses Fach studieren sollte.....

    Schreibstil und Personen:  Die Sprache um 1965 war schon viel reicher als die heutige und an solchen Büchern merkt man, dass unser literarisches Niveau im Rückzug begriffen ist. Stoner ist keine heldenhafter Persönlichkeit und ein sehr schwacher Mensch. Doch ist dies die Geschichte Stoners, der keine Highlights in dieser Gesellschaft setzen kann und es dauernd von allen Seiten abbekommt. Stoner ist ein Mensch mit Prinzipien, mit viel Gefühl und der sehr oft Mitleid hervorruft, obwohl er oft selbst schuld ist. Er will es wirklich jedem Recht machen und wird von der Gesellschaft  bestraft. Seine Geschichte ist traurig, menschlich und doch sehr bewegend. Das Cover ist deutlich und genau: Eine Gestalt, die Undeutlich erscheint, die man sieht und die ohne einen Eindruck zu hinterlassen wieder verschwindet.

    Meinung:  Ich habe gelitten und war wütend, wollte ihm immer wieder sagen, was für ein Versager er ist und doch musste ich immer weiterlesen, da ich sein Schicksal einfach immer weiter verfolgen will. Ich freue mich, als es aufblüht und endlich sein Leben genießt, doch ist endlich von Dauer ?  Es rührt mich sehr und ich habe viel Verständnis  aber so ein Leben hätte ich nie führen können.

    Fazit:  5 Sterne , für eine mich sehr bewegende Geschichte , die keine große Action bietet, sondern die stillen Töne  und die Gefühlswelt eines durchschnittlichen Lehrers , dem fast alles misslingt, aber er immer er selbst bleibt. Es war irgendwie sehr traurig !


  21. Cover des Buches Unscharfe Bilder (ISBN: 9783328100171)
    Ulla Hahn

    Unscharfe Bilder

     (22)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Es sprach aus ihm, es rann aus ihm heraus wie Eiter aus einer schmutzigen Wunde. Es strömten ihm die Bilder, die Sätze zu. Das Vergessene drängte herauf, überschwemmte die Gegenwart. Der alte Vater war der junge Soldat. Erzähler war er und Erzähltes in einem. (S. 40)

    „Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Väter zu fragen, was sie im Krieg getan haben…“ Diese Aussage des Klappentextes trifft auf das Jahr 2018 noch mehr zu als auf das Jahr 2003, dem Erscheinungsjahr von Ulla Hahns Roman Unscharfe Bilder. Die Beweggründe hinter dem Fragen der älteren Generationen sind jedoch weiterhin dieselben: sich der deutschen Verantwortung stellen, keine blinden Flecken in der eigenen Familiengeschichte zulassen, das Unverständliche zu verstehen versuchen, Erklärungen finden, die über das Faktenwissen hinausgehen. Das alles treibt auch die Hauptfigur Katja um: Ihr Vater, pensionierter Lehrer und einst Soldat der Wehrmacht, hat ihr die Schuld Deutschlands und der Deutschen stets vor Augen geführt. Doch das alles beginnt zu wanken, als sie glaubt auf einem Foto einer Wehrmachtsaustellung ihren Vater erkannt zu haben – auf einem Foto, auf dem er russischen Zivilsten erschießt. Katja drängt ihren Vater dazu, vom Krieg zu berichten; dieser stellt sich seinen schmerzhaften Erinnerungen und beginnt zu erzählen…

    Die Ausgangssituation und den sich entfaltenden Grundkonflikt finde ich interessant, anregend und wichtig: Auf der einen Seite die treue Tochter, für die der Vater immer ein Vorbild war und die mit dem Leitgedanken „Nie wieder Krieg, nie wieder Ausschwitz“ aufgewachsen ist; auf der anderen Seite der Vater, ein Täter, ein Teil des Nazisystems, der sich doch auch als Opfer eines Krieges sieht, den er nie führen wollte, dessen Erinnerungen ihn jedoch bis heute prägen. Es geht um die große Frage der Schuld, um die Pflicht des Nicht-Vergessens-Dürfen und die Möglichkeit eines Täter-Opfer-Daseins in der Zeit von 1933 bis 1945, ein Diskurs, der vor allem prägend für die Generation meiner Eltern war, jedoch bis heute keine Aktualität eingebüßt hat. Umso trauriger ist es, dass die Umsetzung dieses wichtigen Themas in Unscharfe Bilder insgesamt leider nicht geglückt ist!

    Das liegt hauptsächlich – und ich kann nicht wirklich glauben, dass ich als großer Fan der Autorin und Lyrikerin Ulla Hahn das einmal schreiben würde – am Stil und an der Sprache: Hahn verschanzt ihre Protagonisten hinter einer hochstilisierten, bisweilen blumigen, fast durchgehend intellektualisierenden Erzählweise: Stets werden Zitate weiser Dichter und Denker eingebunden, Kriegsbeschreibungen lesen sich wie Lyrik. Da ist zwar durchaus in der Charakterisierung ihrer Figuren (Bildungsbürgertum) angelegt, führt aber leider dazu, dass das Erzählte distanziert – und viel schlimmer – nicht authentisch daherkommt. Man spürt diesen Kriegen und seine Unmenschlichkeiten nicht, man erlebt die Belastung, die Vater und Tochter seelisch wie körperlich durch das gemeinsame Erforschen der Erinnerungen erleiden, als Leser nicht mit. Stattdessen kämpft man sich mühsam durch eine Geschichte, die zäh und inhaltlich wiederholend daherkommt und bemüht sich vergeblich um Nähe und Verständnis für die Figuren und ihr Schicksal – jedoch meistens vergeblich. Selten kann einen diese doch im Grunde erschütternde Thematik packen, kann einen der Grundkonflikt bewegen und zu einer Haltung zwingen; den Großteil der Zeit bleibt man als Leser passiv und – traurigerweise! – gleichgültig.

    Unscharfe Bilder stellt ist für mich tatsächlich der schwächste Roman von Ulla Hahn, der das Können dieser Autorin in keiner Weiser widerspiegelt. Dass er bei seiner Erscheinung im Feuilleton durchgefallen ist, wundert mich nach der Lektüre bedauerlicherweise weniger – auch wenn meine Kritik aus einer anderen Richtung kommt. Das Thema ist gut, was Hahn daraus macht leider nicht. Daher nur 3 Sterne!

  22. Cover des Buches Der Gefangene des Himmels (ISBN: 9783596513161)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Gefangene des Himmels

     (543)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13
    Als eines Tages ein mysteriöser Fremder in der Buchhandlung Sempere Fermín aufsucht, holt ihn die Vergangenheit ein. Sie bedroht sogar nun sein Lebensglück. Er erinnert sich an sein Leben während der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs und muss sich nun den Folgen stellen. Doch kann er zulassen, dass seine Freunde für ihn büssen müssen?

    Mir gefiel dieser dritter Band von Carlos Ruiz Zafóns Bestseller-Reihe "Der Friedhof der vergessenen Bücher" sehr. Im Vergleich zum Vorgänger war die Geschichte realitätsnaher, nicht so stark mit mystischen Elementen verwoben und man kam den Lieblingscharakteren Vater und Sohn Sempere und Fermín sehr nahe. Dieses Buch schlägt einen tollen Bogen zu Band 1 und 2 und rundet alles ab. Ich bin nun gespannt auf die Fortsetzung, ob sie sich in allem gut einfügt und wie alles sich weiterentwickeln wird.

    Mein Fazit: Bislang mein Lieblingsbuch der Reihe. Wortgewandt wird man ins vergangene Barcelona versetzt und Band 1 und 2 erhälten eine Brücke. 5 Sterne mit Leseempfehlung.
  23. Cover des Buches My Not So Perfect Life: A Novel (ISBN: 9781784162825)
    Sophie Kinsella

    My Not So Perfect Life: A Novel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: britsbookworld

    Hallo ihr Lieben :)

    An diesem Sonntag gibt es mal wieder eine Rezension für euch und mein Blick soll nicht sagen, dass mein Leben nicht gerade perfekt ist (welches Leben ist das schon ? ;) ) aber vor allem, dass das Buch "My not so perfect Life" (Frag nicht nach Sonnenschein) von Sophie Kinsella leider alles andere als perfekt war...

    Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sterne und wie immer schreibe ich hier ohne Spoiler ^^

    Worum geht es ? Vorab muss ich sagen, dass ich ein großer Kinsella Fan bin. Ich liebe ihre Becky Bloomwood Reihe und auch einige Standalones konnten mich begeistern. Dieses Buch läuft aber eher unter dem Motto: man kann es lesen, man kann es aber auch sein lassen ...

    In dem Buch geht es um Katie Brenner. Diese lebt in London und hat es geschafft, ein perfektes Leben zu führen - zumindest macht es den Anschein. Sie lebt in ihrer Traumstadt, ist dem Landleben in Somerset entflohen, hat ihren Akzent abgelegt, sich optisch verändert, damit sie ganz und gar in die Großstadt passt. Ihre Eltern denken, sie sei erfolgreich, lebe in einer tollen Wohnung und auch ihrer besten Freundin vermittelt sie dieses Bild. Anhand ihrer Bilder auf sozialen Netzwerken lebt sie den Traum vieler Menschen schlechthin.... Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus !

    Sie lebt in einem winzig kleinen Zimmer, in einer WG, muss täglich pendeln und ihr Job geht zwar in die Richtung, die sie gerne hätte, wäre da nicht ihre Chefin Demeter, die ihr das Leben zur Hölle macht... Als Katie dann noch Hals über Kopf entlassen wird und zurück zu ihren Eltern nach Somerset muss, um ihnen zu helfen und so tut als würde sie sich eine kleine Auszeit von ihrem Job gönnen - überschlagen sich die Ereignisse...

    Meine Meinung:
    Das Buch hat den typischen Kinsella Stil. Chic Lit, die schnell und witzig geschrieben ist, jedoch fehlt das gewisse Etwas. Die Story, die Figuren sind eher "lahm" (sorry, mir fällt kein besseres Wort dafür ein), und das Buch bietet schlichtweg eine ganz nette Unterhaltung. Mehr aber auch nicht. Wer noch nie etwas von Kinsella gelesen haben sollte, dem würde ich dieses Buch nicht empfehlen. Es plätschert vor sich hin, aber es brachte mich auch nicht dazu, die Figuren sympathisch zu finden und mit ihnen mit zu fiebern... Leider! Deshalb gibt es nur 3 Sterne. Das Buch war okay, aber das war es eben auch schon... nur okay...
  24. Cover des Buches Der gigantische Bart, der böse war (ISBN: 9783855350735)
    Stephen Collins

    Der gigantische Bart, der böse war

     (13)
    Aktuelle Rezension von: SophieSyndrom

    Ich bin ja wirklich ein Fan von dem Kuriosen, dem Absurden - vor allem wenn es bildlich zum Ausdruck kommt. In diesem Comic geht es im Grunde um das Verhältnis von Ordnung und Chaos. Im Land namens »Hier« ist alles akkurat und passgenau, weshalb die Menschen auch ein Unbehagen verspüren, wenn der Gedanke an »Dort« aufkommt - ein unbekannter Ort auf der anderen Seite des Sees voller Dunkelheit und Chaos. Doch das Chaos findet seinen Weg - in dieser Geschichte durch die Figur Dave, der eines Tages ein gigantischer Bart wächst. Dieser Bart stellt nicht nur Daves Leben auf den Kopf, sondern prägt und verändert das Land »Hier« nachhaltig. 

    Dieser Comic ist bildlich wirklich stark, da der Fortlauf der Handlung durch die Bildanordnung und die Gestaltung der Textelemente noch einmal verstärkt wird. Diese Feinheiten sind eindrucksvoll verarbeitet. Die Geschichte hat einen gewissen Witz, aber auch einen unerwarteten Tiefgang.

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