Bücher mit dem Tag "novelle"
375 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht
(1.183)Aktuelle Rezension von: Mia130111💖💫Ich bin verzaubert💫💖
Diese Novelle ist förmlich die Ruhe nach dem Sturm
🗻✨
Die ersten 50-70 Seiten hat es sich schon etwas gezogen, aber dann….WOW😍
Es hat mich total fasziniert diese ruhige und friedlich Stimmung Zwischen den Hauptcharakteren zu erleben, wenn mal kein Krieg zwischen den Höfen oder Hybern ansteht.
Das Setting ist für Winter-lovers, wie mich einfach UNFASSBAR❄️🏔️
Vertraut mir🥹
Wirklich, alle die diese Novelle beim Lesen der Acotar-Reihe auslassen. Shame on you!!!☝🏼
Eine richtig empfehlenswerte Novelle, die meiner Meinung nach sehr unterschätzt wird.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Der verwundete Krieger
(709)Aktuelle Rezension von: JasdinMit dem Band habe ich mich doch etwas schwer getan. Da war es wirklich gut, dass ich es im Tandem mit Band 5 gelesen habe, sonst hätte es sich für mich noch mehr gezogen. Es sind auch ein paar interessante Personen dazugekommen und Dinge passiert, aber größtenteils war es mir dann doch zu langatmig.
- Stefan Zweig
Sternstunden der Menschheit
(213)Aktuelle Rezension von: Timo_JancaManch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.
- George Orwell
Farm der Tiere
(993)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerFarm der Tiere von George Orwell wird auf den ersten Blick wie ein Märchen verkauft. Doch beim Lesen merkt man schnell, dass hier viel mehr dahintersteckt. Die Geschichte wirkt einfach, fast harmlos, aber die Bedeutung trifft hart. Was als kleine Idee beginnt, wächst zu etwas Grossem und Beunruhigendem heran. Die Figuren und ihre Entscheidungen spiegeln Macht, Manipulation und den Verlust von Idealen wider. Für mich fühlte sich das Buch wie ein stiller Flächenbrand an, der sich Seite für Seite ausbreitet. Es bleibt lange im Kopf und lässt einen nicht so leicht los.
- Ernest Hemingway
Der alte Mann und das Meer
(1.072)Aktuelle Rezension von: Leonie1Der alte Mann und das Meer ist ein ruhiges, eher schlichtes Buch, das sich sehr schnell lesen lässt. Während des Lesens wirkt die Geschichte fast unspektakulär, doch im Nachhinein bleibt einiges zum Nachdenken zurück und muss erst einmal sacken.
Der alte Mann ist eine sehr mutige Figur. Trotz Niederlage strahlt er Zuversicht, Würde und innere Stärke aus. Gerade dieses Durchhalten und Weitermachen macht seine Geschichte besonders. Auch wenn das Ende traurig ist, fühlt es sich gleichzeitig wie eine Art Sieg an, weil er sich selbst treu bleibt.
Dennoch bleibt ein leiser Wunsch, dass die Geschichte anders ausgegangen wäre. Genau diese Mischung aus Verlust, Hoffnung und innerem Triumph macht das Buch aber wohl so nachhaltig.
Insgesamt ein okayes, ruhiges Werk, das weniger durch Handlung als durch seine Symbolik und Stimmung wirkt.
- Stefan Zweig
Schachnovelle
(1.507)Aktuelle Rezension von: BernaIn dem Roman „die Schachnovelle“ von Stefan Zweig aus dem Jahre 1942 geht es um Dr. B., einen Vermögensberater, der von der Gestapo in Isolationshaft dauerhaft verhört wird. Dieser beginnt aus Not Schach zu spielen, um der Situation in Isolation zu entfliehen.
Schach ist kein Spiel, das man alleine spielt, denn erst die Unkenntnis des nächsten Zuges des Gegners macht das Spiel interessant.
Was ist aber, wenn man keine andere Möglichkeit hat?
Was macht es mit einem, wenn eine Person Schach in der Rolle als „Ich-Weiß“ und „Ich-Schwarz“ zugleich spielt?Eins ist klar, wenn man keine andere Möglichkeit hat, sich abzulenken, spielt man es alleine. Nun so macht es der Protagonist.
Wenn Sie mehr über die Folgen wissen wollen, dann lesen Sie das Werk. Sie werden es nicht bereuen. 🙂
- Stephenie Meyer
Biss zum ersten Sonnenstrahl
(2.721)Aktuelle Rezension von: SeelenfunkeDiese Geschichte hat mich tief berührt – und ehrlich gesagt auch gebrochen.
Ich wusste natürlich, wie sie endet, und trotzdem habe ich bis zur letzten Seite gehofft, dass es vielleicht doch einen anderen Weg für Bree geben könnte.Es war schmerzhaft, ihre Gedanken zu lesen – dieses Ringen zwischen Instinkt, Angst und der leisen Sehnsucht nach etwas Gutem.
Gerade weil sie kaum eine Chance hatte, spürt man ihre Menschlichkeit umso stärker.
Man möchte sie beschützen, ihr Licht zeigen, ihr sagen, dass sie nicht verloren ist.Stephenie Meyer hat mit Bree eine Figur geschaffen, die trotz ihrer kurzen Geschichte so viel Tiefe und Gefühl trägt.
Eine tragische, stille Heldin, die man nicht vergisst.
Traurig, berührend und voller unausgesprochener Hoffnung – diese Geschichte bleibt. - Stephen King
Frühling, Sommer, Herbst und Tod
(356)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich habe diesem Buch 3 Sterne gegeben, weil mich nicht alle 4 Geschichten angesprochen haben. Schön fand ich, dass alle unterschiedlich lang waren und verschiedene Themen beinhalteten. Spannend und gruselig wird in diesem Buch aus verschiedenen Personensichten erzählt. Manche Geschichten sind eher harmloser, andere haben mir jedoch vor schaudern die Haare zu Berge stehen lassen und waren inhaltlich besser gestaltet. Ein schöner bunter Mix, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte, der King mag.
- Thomas Mann
Der Tod in Venedig
(473)Aktuelle Rezension von: MeazostroMit Thomas Mann bin ich bisher eigentlich nicht warm geworden: Mit dem Zauberberg stehe ich auf argem Kriegsfuß, verschiedenen Erzählungen konnte ich daran anschließend nichts abgewinnen (Gefallen, Luischen, Der Wille zum Glück, Gladius Dei). Auch in diesem Band sind neben Der Tod in Venedig noch weitere Erzählungen zu finden die sich mir teils weder inhaltlich noch literarisch erschließen, jedoch teils auch ganz unterhaltsame Charakterstudien darstellen (etwa Der kleine Herr Friedemann). Leider verbleiben diese für meinen Geschmack dennoch oft in der kurzweiligen Belanglosigkeit. Das für die Zusammenstellung der Sammlung verbindende Element ist der Tod, der eigentlich in jeder Erzählung den Kulminationspunkt wie auch ihr Ende darstellt.
Umso überraschender war für mich dann die Lektüre der namensgebenden Novelle Der Tod in Venedig. Mann scheint hier all seine Kräfte zu mobilisieren um in ausschweifenden Sätzen mit vielen poetischen Beschreibungen und Anmerkungen die Gefühlswelt des arbeitswütigen intellektuellen Mittfünfzigers zu beschreiben, der sich im Urlaub in Venedig in einen Vierzehnjährigen verliebt, während dort im Hintergrund schleichend eine Choleraseuche ausbricht. Der Inhalt der Handlung wurde zurecht in vielen Schulstunden zur Genüge diskutiert, da er viele Motive und Ebenen miteinander vereint. Ein paar davon sind etwa: die Amoralität der Ästhetik, das die Intellektualität überschreibende Affizieren des Sinnlichen, die Absurdität der ordnungssüchtigen bürgerlichen Gesellschaft oder auch die Reflektion auf den eigenen Verfall im Alterungsprozess. Ich meine gelesen zu haben, dass Mann die Novelle selbst als "Tragödie einer Entwürdigung" bezeichnet hat, was eine sehr treffende Beschreibung darstellt. Der Aufbau der Novelle gleicht auch einer klassischen Tragödie, einige Passagen können wohl als auch als Hommage daran gelten, was mich ehrlicherweise aber nicht besonders interessiert. Die sprachliche Form hingegen überaus interessant. Die bereits erwähnten, ausufernden Beschreibungen insbesondere in der ersten Hälfte des Handlungsverlaufes sind deswegen so gut gewählt, weil erst über das ästhetische Empfinden des Protagonisten auch die Handlungsmotivationen entstehen und verständlich werden. Mit dem geistigen Abgleiten des Protagonisten in eine fast schon psychotische Richtung nehmen auch die Beschreibungen einen Spagat ein zwischen der realen Außenwelt und dem immer abstrakteren Innenleben. So verdient sich Thomas Mann hier, dass die Lesenden seiner Sprache folgen obwohl sie keine mundgerechten Sätze präsentiert bekommen (Laut lesen kann den Satz manchmal auch ins rechte Licht rücken ;-), wirkt selber poetisch).
Deswegen gibts fünf Sterne von mir, für das literarische Filetstück Manns, dass für mich einen überraschenden Tiefgang in vollendeter Form vorlegt und auch separat als Buch ist. Der Sammelband hier zeigt auch einen guten Querschnitt über die Entwicklung Manns in über 50 Jahren, wobei Der Tod in Venedig eine Ausnahme bleibt. Ich bin nach der Lektüre auf jeden Fall mehr motiviert doch noch einmal einen größeren Roman von Mann in die Hand zu nehmen.Edit: Egal wie sehr Mann auf eine Parallele mit den antiken Griechen ziehen will, die sexuelle Liebe zu einem 14 Jährigen ist Pädophilie und derartige Handlungen aus gutem Grund heute strafbar. In anderen Rezensionen habe ich aufgrund der Darstellung eines scheinbar Pädophilen eine scharfe Verurteilung Manns gelesen, ihm wird teils vorgeworfen seine homosexuellen Neigungen auszuleben (wobei die Gleichsetzung beider Neigungen zu den klassischen homophoben Mythen gehört und absolut unsinnig ist). Ich halte beide Vorwürfe für unberechtigt, da erstens nicht klar ist ob diese Liebe sexueller Natur ist oder einen ästhetizistischen Ursprung hat (ist aber strittig) und viel entscheidender zweitens ja gerade auf diese Amoralität des Sinnlichen als Entwürdigung des Liebenden abgezielt wird, also die vorgebrachte Kritik ja implizit Gegenstand des Textes ist. Von daher für mich nur ein Zeichen der tiefsitzenden gesellschaftlichen Angst allem, was nur den Anschein hat nicht ins genormte Bild zu passen, direkt mit Ablehnung und Voreingenommenheit zu begegnen.
- Theodor Storm
Der Schimmelreiter
(1.074)Aktuelle Rezension von: JxlinechenIch habe „Der Schimmelreiter“ im Rahmen meines Germanistikstudiums gelesen. Eigentlich nur als Vorbereitung fürs NDL-Einführungsseminar gedacht, hat mich die Novelle überraschend schnell gepackt. Statt trockener Theorie bekommt man hier eine richtig dichte, spannende Geschichte serviert.
Besonders die Nordseekulisse hat mich umgehauen. Ich liebe maritime Schauplätze, und hier ist das Setting einfach ein Traum. Storm lässt die See fast lebendig wirken – man spürt den rauen Wind, hört das tosende Wasser, und die ständige Bedrohung durch die Natur sorgt für diese kühle, unheimliche Stimmung.
Hauke Haien als Hauptfigur fand ich richtig faszinierend. Er ist ein Visionär, der mit seinen modernen Ideen gegen Aberglauben und Neid im Dorf ankämpft. Dieser Konflikt zwischen Fortschritt und alten Ängsten sorgt für Spannung bis zur letzten Seite. Krass, wie zeitlos dieser Kampf gegen die Naturgewalten auch heute noch wirkt.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Die detaillierten Beschreibungen vom Deichbau ziehen sich manchmal etwas. Technische Begriffe bremsen den Lesefluss, aber wer sich auf Storms Sprache einlässt, bekommt weit mehr als nur eine klassische Geistergeschichte.
Fazit: Wer das Meer liebt und Charaktere mit Tiefe schätzt, sollte diese Novelle unbedingt lesen. Ein schönes Beispiel dafür, dass Klassiker aus dem Studium auch richtig Spaß machen können.
- Giovanni Boccaccio
Das Dekameron
(70)Aktuelle Rezension von: YolandeGiovanni di Boccaccio wurde am 16. Juni 1313 als unehelicher Sohn eines Kaufmanns geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Haus seines Vaters in Florenz. Als Jugendlicher wurde er nach Neapel in eine Filiale des Geschäfts seines Vaters geschickt, um den Beruf des Kaufmanns zu erlernen.In Neapel bekam Boccaccio Zugang zu höfischen Kreisen, dies hatte großen Einfluss auf seine persönliche und intellektuelle Entwicklung. 1340 kehrte er nach Florenz zurück und trat in den Staatsdienst ein.Sein populäres Werk "Il Decamerone" entstand wahrscheinlich zwischen 1349 und 1353 nach einer Pestepidemie, die 1348 in Italien grassierte.Boccaccio schloss Freundschaft mit Francesco Petrarca und widmete sich den klassischen Werken des Altertums. Er war ein anerkannter Experte des Dante Aligheri, dem Verfasser der der "Divina Commedia" (Die Göttliche Komödie), den er sehr verehrte.Giovanni di Boccaccio starb am 21. Dezember 1375 in Certaldo bei Florenz.
Bei dem Dekameron handelt es sich um eine Novellensammlung mit 100 Geschichten.Es gibt eine Rahmenhandlung, in der sich zehn junge Menschen, sieben Frauen und drei Männer, aus dem von der Pest heimgesuchten Florenz aufs Land zurückziehen. Nicht um sich zu retten, sondern um sich in diesen schweren Zeiten aufzuheitern und sich auf andere Gedanken zu bringen. Jeden Tag wird ein anderer aus der Reihe zum König oder zur Königin gewählt. Dieser, bzw. diese gibt nun ein Thema der zu erzählenden Geschichten vor. Nun muss jeder der zehn eine zu diesem Thema passende Geschichte erzählen. Nachdem jeder der Zehn einmal König war und jeweils zehn Geschichten am Tag erzählt wurden, kehrt die Gruppe nach Florenz zurück.Die Geschichten selbst sind volkstümliche Erzählungen, die Boccaccio gesammelt und in diesem Werk zusammengetragen hat. Da in einigen der Novellen sexuelle Freizügigkeit oder Ehebruch über die christliche Sittenlehre gestellt werden, bekam das Dekameron einen etwas zweifelhaften Ruf. Die Kirche und ihre Angestellten kommen oft nicht sehr gut weg.Boccaccios Novellensammlung gilt als Meisterwerk der Weltliteratur und viele der darin enthaltenen Geschichten wurde später von anderen Dichtern oder Schriftstellern verarbeitet. Auch der Aufbau wurde viele Male kopiert, so z. B. bei den "Canterbury Tales".
Das Buch lässt sich, trotz der etwas altertümlichen Sprache sehr gut lesen. Man bekommt einen Einblick in die Sittenlehre und Wertvorstellungen der damaligen Zeit, die offensichtlich nicht so prüde waren wie in späteren Jahrhunderten. Manche Erzählungen sind recht deftig, andere wiederum sehr fromm, oft gibt es eine Moral. Mit der Zeit ist es zwar etwas ermüdend, da es viele ähnliche Handlungen gibt, aber das Buch war für mich eine bemerkenswerte und aufschlussreiche Leseerfahrung.Meiner Ausgabe ist eine sehr ausführliche Einleitung von André Jolles, einem niederländisch-deutschen Sprach- und Literaturwissenschaftler vorangestellt. Diese Ausführungen waren sehr informativ und man bekommt auch einen anderen Blickwinkel auf diese Novellen, allerdings war mir dieser Text oftmals zu theoretisch und intellektuell verfasst.
Fazit: Es kann nicht schaden, diese berühmte Novellensammlung gelesen zu haben, auf die Dauer wird es aber aufgrund der ähnlichen Abläufe und Handlungen etwas langweilig.
- Fjodor M. Dostojewski
Weiße Nächte
(208)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosWeiße Nächte ist Dostojewskis kürzestes und vielleicht ehrlichstes Werk. Der namenlose Träumer lebt in einer inneren Welt, die reicher und vollständiger ist als die Wirklichkeit um ihn herum — bis die Wirklichkeit kurz hereindringt, in Form von Nastenka, und dann wieder verschwindet. Was bleibt, ist keine Tragödie, sondern etwas Subtileres: die stille Erkenntnis, dass das Bewusstsein sowohl das schönste als auch das einsamste Zuhause ist, das ein Mensch haben kann.
- Colleen Hoover
Finding Cinderella
(533)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Finding Cinderella hat mich wirklich überrascht – und das im allerbesten Sinne. Obwohl es nur eine Kurzgeschichte ist, war ich sofort mitten in der Handlung und emotional total gefesselt. Normalerweise brauche ich bei kürzeren Romanen etwas länger, um richtig in die Geschichte hineinzufinden, aber hier war ich von der ersten Seite an völlig drin.
Daniel mochte ich unglaublich gern. Ich hatte mir ihn ganz anders vorgestellt, wurde aber positiv überrascht – seine charmante, humorvolle und gleichzeitig einfühlsame Art hat ihn für mich zu einem richtig tollen Protagonisten gemacht. Die Dynamik zwischen ihm und Six war einfach wunderbar: witzig, ehrlich und so natürlich, dass man ihnen jede Emotion abnimmt. Ihre Geschichte hat mich durchgehend lächeln lassen – und dann auch wirklich berührt.
Die Wendung rund um Six kam für mich total unerwartet und hat der Geschichte eine neue Tiefe gegeben. Ich fand es stark, wie Colleen Hoover hier auf ernste Themen eingeht, ohne dass es jemals zu schwer wirkt. Ihr Schreibstil ist wie immer emotional, echt und mit einer Leichtigkeit erzählt, die einen einfach mitzieht.
Am Ende war ich fast traurig, dass das Buch so kurz ist – ich hätte gerne noch mehr Zeit mit den beiden verbracht. Finding Cinderella ist für mich eine kleine, aber ganz besondere Geschichte, die perfekt zur Hopeless-Reihe passt und sie emotional abrundet. 💫
- Arthur Schnitzler
Traumnovelle
(387)Aktuelle Rezension von: AQuaWieder eine Verfilmung von Schnitzlers Traumnovelle - und neugierig machte mich nicht der neue Film, sondern der Originaltext, der scheinbar in der heutigen Zeit nicht an Anziehungskraft verloren hat.
Faszinierend ist der Blick auf die triebgesteuerten, unzensierten Sehnsüchte des Mannes, auf den Wunsch, allen Begierden nachzugehen und auf den naiven Egoismus, dafür über Leichen zu gehen. Die Figur des Fridolin empfinde ich als zutiefst abstoßend und opportunistisch, zugleich überraschend menschlich. Der ganze Text lässt mich in einem Zwiespalt zurück, einem Ärger über die patriarchalische Organisation und das männliche Begehren nach einer Verfügbarkeit des lustvollen Frauenkörpers, dessen hohen Preis die Frauen selbst zu bezahlen haben. Gleichsam ein Text, der nicht verleugnet, dass dieser Wunsch machtvoll und vorhanden ist und der aufzeigt, in wie vielen Konstellationen Frauen Spielball der Männer sind, sei es als Verlobte, die einen Mann heiraten muss, den sie nicht liebt, als Dirne, als Tochter (deren Lust durch den Vater reguliert wird), als Ehefrau, die still die nächtlichen Eskapaden des Mannes verzeiht. Und warum verzeiht sie ihm? Weil sie sich einredet, dass diese nächtlichen Abenteuer nicht seinem wirklichen Wesen entsprechen, anstatt ihn wirklich als den zu erkennen, der er ist: "...ich ahne, dass die Wirklichkeit einer Nacht (...) nicht zugleich auch seine innerste Wahrheit bedeutet."
Es bleibt ein Unwohlsein darüber, dass all diese Frauen nicht aufbegehren, sondern sich in die Strukturen fügen, vielleicht hier und da nach kleinen Eskapaden Ausschau halten, aber das System nicht in Frage stellen, bis hin zur Aufopferung des eigenen Lebens für die Ehrenrettung des Mannes.
Ein eigentlich nicht zeitgemäßer Text, dessen Wiederaufleben nachdenklich stimmt.
- Colleen Hoover
Maybe Not
(495)Aktuelle Rezension von: AnjalovebooksWas soll ich sagen? Ich mag Bridgette und Warren einfach sehr gern! Die Geschichte ist schnell zu lesen, aber wirklich seeehr knapp. Man taucht jetzt auch nicht wahnsinnig tief ein. Trotzdem mochte ich diese beiden ehrlichen autentischen Charaktere einfach gern! Kann man zwischendurch mal lesen. Viel besser als Band 1 der Maybe Reihe.
- Tahereh H. Mafi
Destroy Me
(255)Aktuelle Rezension von: mimgiDieser Teil hat mir besser gefallen, als „Shatter me". Dazu muss man sagen, dass mir Warner im ersten Teil so unglaublich unsympathisch war. Ich konnte die Hype um ihn nicht verstehen und habe ausschließlich für Adam mitgefiebert. Dieser Teil hat es geschafft, dass ich ihn nun echt gern mag. Ich sehe, wie missverstanden er ist und ebenso sehe ich die Parallelen zu Juliette. Warners Gedanken wirken strukturierter und klarer als die von Juliette. Mir fällt das Lesen hier sehr viel leichter, als in Teil 1. Der Schreibstil gefällt mir hier auch viel besser. Nichtsdestotrotz verstehe ich, dass der Schreibstil absichtlich so konfus gewählt ist, um ihre inneren Konflikte widerzuspiegeln. Lasst uns aber bei „Destroy me“ bleiben:
Zum Plot lässt sich sagen, dass nicht viel passiert ist. Mit der Erwartung bin ich aber auch gar nicht hier herein gegangen, der Teil gehört nunmal nicht zur Haupterzählung. Er dient dazu, Warner besser kennenzulernen und das Erzählte aus seiner Sicht zu erleben. All seine wirklich schlimmen Taten im ersten Teil werden mit Kontext in Watte gehüllt. Man versteht, warum er so handelt. Statt Warner zu verachten, hat sich da mein Fokus nun auf seinen Vater gelegt. Was für ein unsympathischer Kerl. Ich hoffe, Warner lässt sich in den kommenden Teilen nicht mehr so durch ihn lenken.
Der Blick hinter die Kulissen des Reestablishments hat mir wirklich gut gefallen.Ich werde die Reihe nun mit allen Novella lesen.
- von Joseph Eichendorff
Aus dem Leben eines Taugenichts
(472)Aktuelle Rezension von: torbleroneEichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts ist ein Klassiker der Romantik, der Leichtigkeit und Tiefe meisterhaft verbindet. Die Geschichte eines jungen Müllerssohns, der mit seiner Geige in die Welt hinauszieht, verkörpert das romantische Ideal von Freiheit, Naturverbundenheit und der Suche nach dem eigenen Glück.
Besonders beeindruckend ist der Tonfall: verspielt, poetisch und von einer unbeschwerten Heiterkeit, die beim Lesen sofort ansteckt. Gleichzeitig verbirgt sich hinter der scheinbaren Einfachheit ein tieferer Kern – die Sehnsucht nach Selbstbestimmung, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und das Vertrauen darauf, dass das Leben seinen eigenen Weg findet.
Die bildhafte Sprache, die Naturbeschreibungen und die Mischung aus Humor, Abenteuer und Liebesgeschichte machen diesen Text bis heute lebendig und lesenswert.
Aus dem Leben eines Taugenichts ist nicht nur ein literarischer Klassiker, sondern auch ein Werk, das zeitlos inspiriert: voller Optimismus, Leichtigkeit und romantischer Lebensfreude. - Bodo Kirchhoff
Widerfahrnis
(95)Aktuelle Rezension von: gstReither hat sich auf seinen Altersruhesitz im Weißbachtal zurückgezogen. Seinen Verlag hat er verkauft, weil er feststellte, „dass es allmählich mehr Schreibende als Lesende gab“ (Seite 10). Noch hat er sich alte Gewohnheiten erhalten: er liebt nach wie vor Bücher, überlegt bei jedem Satz, ob er druckreif ist und spricht dem Rotwein zu. Als er ein Büchlein aus der hauseigenen Bibliothek mitnimmt, wird er von Leonie Palm, der Leiterin des Lesekreises, beobachtet. Da sie es geschrieben hat, wüsste sie gerne sein Urteil. Deshalb besucht sie ihn abends, um für den nächsten Tag einen Termin zu vereinbaren. Doch es kommt anders als gedacht. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch, das sie noch in der Nacht zu einem Ausflug an den Achensee aufbrechen lässt. Der erhoffte Sonnenaufgang ist noch weit und zum Warten darauf ist es zu kalt, also geht die Fahrt weiter. Die beiden kommen sich zögernd näher und das späte Glück scheint zum Greifen nah zu sein.
Ich habe die beiden gerne auf ihrer Reise über den Brenner und durch Italien begleitet. Ich spürte richtig, wie es nach und nach wärmer wurde und die kalten Tage im Gebirge in den Hintergrund rückten. Die im Alter der Protagonisten ungewohnte Spontanität lud mich zum Träumen ein. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches häuften sich die Überraschungen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Fazit: Kirchhoff ist ein begnadeter Erzähler.
- Thomas Mann
Tonio Kröger
(177)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Siehe sie an, die guten Schüler und die von solider Mittelmäßigkeit. Sie finden die Lehrer nicht komisch, sie machen keine Verse und denken nur Dinge, die man eben denkt und die man laut aussprechen kann. Wie ordentlich und einverstanden mit allem und jedermann sie sich fühlen müssen! Das muss gut sein... Was aber ist mit mir, und wie wird dies alles ablaufen?"
Tonio Kröger spürt schon in frühster Jugend, dass er anders ist. Während andere Reiten, liest er den Don Carlos; während das Mädchen, dass er bewundert und liebt, ihn nicht einmal bemerkt, beachtet ihn nur ein scheues Mauerblümchen. Er will seine Berufung und spürt seinen Willen zur Kunst, doch sehnt er sich mehr und immer danach, dass all das von ihm abfallen möge. Die Sehnsucht, dass er nicht erkalte mit seinem Blick an der Betrachtung, sondern sich wärmen könne mit seinem Körper am Leben.
"Wie würdevoll und unberührbar Herrn Knaaks Augen blickten! Sie sahen nicht in die Dinge hinein, bis dorthin, wo sie kompliziert und traurig werden; sie wussten nichts, als das sie braun und schön seien."
Es gibt eine Anekdote, nach der einst ein junger Mann nach der Lesung zu Thomas Mann kam und sagte: "Das Wesentliche, was sie geschrieben haben, ist der Tonio Kröger - wissen sie das?!" Und Thomas Mann soll nur genickt haben.
Der Tonio Kröger gehört für mich zu den wunderbarsten Erzählungen, die je geschrieben wurden. So einfach, erzählend schön und stimmig wurde selten über das Wesen des Künstlers und über das seelische Verlangen des Menschen geschrieben. Es finden sich so viele wahre Sätze in diesem kleinen Buch ("Die Kunst ist kein Beruf, sondern ein Fluch"), so viele schöne Stellen, so viele einfache, plastische Atmosphären. Das kleine Stück, das ich Tonio Kröger schon einige Male begleitet hab, ist mir immer wieder neu und doch stets unvergessen.
Denn spätestens wenn Tonio bemerkt, "dass die Kenntnis der Seele allein unfehlbar trübsinnig machen würde, wenn nicht die Vergnügungen des Ausdrucks uns wach und munter hielten", muss jeder wahre Künstler doch eigentlich anfangen, mit Tränen in den Augen oder lächelnden Lippen zu nicken.
Und wenn er wunderbar offen preisgiebt: "Ich liebe das Leben [...] das Leben, wie es als ewiger Gegensatz dem Geiste und der Kunst gegenübersteht", kann man lange darüber nachsinnen.
Der ewige Zwist zwischen Künstlertum, und der Liebe zum Leben und dem, was man nicht erklären kann, weil es einfach da ist, ein Teil vom Leben an sich - nie ist dies so schön und fein dargestellt worden, wie in dieser Novelle, die mit einem der wunderbarsten Schlusstakte der deutschen Literatur endet.
Dies Buch ist wundervoll. "Sehnsucht ist darin und schwermütiger Neid und ein klein wenig Verachtung und eine ganz keusche Seligkeit." - Martin Walser
Ein fliehendes Pferd
(208)Aktuelle Rezension von: Daniela8Ich habe die Verfilmung dieser Novelle vor einigen Jahren gesehen. Jetzt also die Buchvorlage lesen, da ich gerade in Novellen-Stimmung bin. Am Anfang zog es mich schön hinein, die Innenwelten der Protagonisten sind schön geschildert.Ja, und dann, ich kann gar nicht sagen, wann genau, wurde es irgendwie schal.
Die Konzepte wiederholen sich, die vier Hauptfiguren sind, wie sie sind, und das Ende ist ziemlich absehbar, auch wenn man den Film nicht gesehen hat. Trotz der Kürze der Geschichte mußte ich mich im letzten Drittel weiterkämpfen. - John Steinbeck
John Steinbeck 'Of Mice and Men'
(139)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenHandlung:
Der Landstreicher George nimmt einen geistig behinderten, aber bärenstarken Mann als Freund und Mitarbeiter unter die Fittiche. Sie wollen sich gemeinsam den Traum vom Eigenheim erfüllen, doch man ahnt von Anfang an, dass das nicht problemlos über die Bühne gehen wird.
Meinung:
Mit so wenig Text wurde eine so starke, unvergessliche Geschichte geschaffen.
Das Büchlein zeigt ein wunderschönes Beispiel einer Männergruppe auf: George übernimmt die Verantwortung für seinen behinderten Freund und plant, noch einen weiteren behinderten Mann mit in die WG aufzunehmen, wo die Männer dann je nach individueller Fähigkeit die Arbeiten rund ums Haus aufteilen möchten. Noch utopischer kann es ja nicht werden.
Was mich ein bisschen gestört hat: Lennie ist dermassen stark, dass es fantastische Züge annimmt. Er zerquetscht bwpw. ohne Mühe eine zur Faust gemachte Hand. Ich denke, der Autor wollte Lennie glasklar moralisch freisprechen, ihn als lieben Idioten darstellen, der sich seiner Kraft nicht bewusst ist - auf Kosten der Glaubwürdigkeit.
Das tragische Ende wäre unter anderen Umständen vielleicht kitschig geworden, es fühlte sich aber genau richtig an.
- Georg Büchner
Lenz
(136)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEs fühlt sich irgendwie nicht gut an, einem Klassiker so eine geringe Bewertung zu geben, aber mir hat das Buch einfach nicht wirklich gefallen. Ich bin mit dem Buch nicht warm geworden, die Geschichte hat mich nicht erreichen können, obwohl sie ja eigentlich ziemlich emotional ist.
15. Dezember 2023
- Tschingis Aitmatow
Dshamilja
(292)Aktuelle Rezension von: bookswithjackiFür mich ist es zwar nicht die "schönste Liebesgeschichte der Welt", so wie es im Vorwort gesagt wird, aber dennoch empfehle ich das Buch wärmstens weiter. Wir erfahren diese Liebesgeschichte nicht aus Sicht des Paares selbst, sondern von Dshamiljas 15-jährigem Schwager Said. Es ist eine zarte, vorsichtige Liebe, die nicht vorgesehen ist in der Gesellschaft, und die sich dennoch nicht verbieten lässt. Die Sprache ist sehr schön, v.a. wenn man bedenkt, dass der Erzähler noch so jung war und die Liebe ihm selbst noch fremd war.
- Sameena Jehanzeb
Winterhof
(67)Aktuelle Rezension von: DarkMaronWer von euch das Märchen von der Schneekönigin mag, der wird auch diese kleine Adaption mögen. Ich fand sie ist sehr schön geschrieben und hat mich dann zum Ende auch etwas traurig gemacht, so ein Ende ist ja für keinen schön. Auch wenn die Geschichte sehr kurz ist, ist sie dennoch sehr spannend und interessant dazu. Die Illustrationen die wir gelegentlich haben, sind super schön und passen auch sehr gut zum ganzen. Was ich auch ganz gut fand, dass die Kapitel nicht vorwärts mit den Zahlen gingen, sondern als Countdown rückwärts, dass ist auch mal eine tolle Umsetztung. Die Geschichte eignet sich für einen gemütlichen Nachmittag, sie lässt sich ganz leicht und gut lesen.























