Bücher mit dem Tag "obdachlos"
71 Bücher
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.041)Aktuelle Rezension von: reading_moments_with_nadia❕ Triggerwarnung
Häusliche und körperliche Gewalt, emotionaler Missbrauch, traumatische Erlebnisse
Da ich zuerst den Film gesehen habe, wusste ich bereits, dass mich hier keine klassische Liebesgeschichte erwartet. Der Film hat mir schon sehr gut gefallen, das Buch hat mich aber noch einmal auf eine ganz andere Weise erreicht.
Lily ist mit häuslicher Gewalt aufgewachsen und musste schon als Kind miterleben, wie ihr Vater ihre Mutter misshandelt. Lange konnte sie nicht verstehen, warum ihre Mutter bei ihm geblieben ist. Gerade dieser Aspekt bekommt im Laufe der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Das Buch zeigt für mich sehr eindrücklich, wie komplex eine gewalttätige Beziehung für die betroffene Person sein kann und warum es eben nicht so einfach ist, diese zu verlassen, wie es von außen vielleicht manchmal erscheint.
Beim Lesen wird man immer wieder mit moralischen Fragen konfrontiert. Ich konnte gut nachvollziehen, warum Lily sich in Ryle verliebt und was sie in ihm gesehen hat. Als außenstehende Person denkt man später vielleicht an manchen Stellen, dass man selbst anders gehandelt oder andere Entscheidungen getroffen hätte. Aber genau das hat die Geschichte für mich so realistisch gemacht. Wenn man selbst emotional in einer Situation steckt und Gefühle für einen Menschen hat, handelt man nicht immer rational. Liebe, Hoffnung und die eigene Vergangenheit spielen dabei eine große Rolle.
Über Ryles Vergangenheit erfährt man einiges und versteht dadurch besser, was ihn geprägt hat und woher seine unkontrollierbare Wut kommt. Seine Geschichte ist tragisch und hat mir geholfen, ihn als Figur besser zu verstehen. Sein Verhalten gegenüber Lily wird dadurch für mich aber weder entschuldigt noch verharmlost.
Atlas habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich mochte die Geschichte zwischen ihm und Lily und fand es schön zu erfahren, wie ihre Verbindung entstanden ist und was sie miteinander verbindet. Für mich strahlt Atlas unglaublich viel Wärme aus und genau das habe ich in seiner Verbindung zu Lily immer wieder gespürt.
Dieses Buch hat unglaublich viele Gefühle in mir ausgelöst. Ich konnte mich so sehr in Lily und ihre Gefühlswelt hineinversetzen, dass ich die Geschichte nicht einfach nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe. Ihre Gedanken, ihre inneren Konflikte und auch ihre Entscheidungen waren für mich sehr greifbar.
Neben den schweren Themen mochte ich Lilys Traum vom eigenen Blumenladen sehr. Vor allem die Idee, daraus keinen gewöhnlichen Blumenladen zu machen, sondern mit außergewöhnlichen Arrangements etwas ganz Eigenes zu schaffen, hat für mich wunderbar zu Lily und zur Geschichte gepasst.
Im Vergleich zum Film empfand ich die Darstellung der Gewalt im Buch noch einmal als wesentlich intensiver. Man ist viel näher an Lily und bekommt ihre Gedanken und Gefühle unmittelbar mit. Für mich wurde viel deutlicher, wie viel Aggression und unkontrollierbare Wut Ryle in sich trägt und welches Ausmaß seine Gewalt tatsächlich annimmt. Dadurch konnte ich noch besser verstehen, was in Lily vorgeht und in welchem inneren Konflikt sie sich befindet.
Colleen Hoovers Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte und konnte das Buch trotz der schweren Thematik sehr flüssig lesen.
Sehr getroffen hat mich das Nachwort. Zu erfahren, dass Colleen Hoover selbst als Kind häusliche Gewalt innerhalb ihrer Familie miterlebt hat und ihre eigenen Erfahrungen sie zu dieser Geschichte inspiriert haben, hat dem Buch für mich im Nachhinein noch einmal eine andere Bedeutung gegeben. Es macht einem bewusst, dass solche Geschichten nicht nur in Büchern stattfinden und häusliche Gewalt wahrscheinlich viel häufiger vorkommt, als man von außen überhaupt mitbekommt.
Das Cover könnte zunächst eine leichte Liebesgeschichte vermuten lassen, doch genau das ist dieses Buch für mich nicht. Es ist tiefgründig, emotional und behandelt sehr schwierige Themen. Für mich ist es aber nicht nur eine Geschichte über häusliche Gewalt. Es geht auch um Selbstliebe, Mut und die Stärke, für sich selbst einzustehen.
Eine Geschichte, die ich nicht nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe und die ich von Herzen weiterempfehlen kann. Für mich ganz klare 5 von 5 ⭐! 🤍
- Sebastian Fitzek
Noah
(2.131)Aktuelle Rezension von: EllenKnorr"Der Mensch ist wie ein Parasit, der den Wirt so lange aussaugt, bis er gemeinsam mit ihm stirbt. Er sorgt ganz alleine für seinen Untergang."
Ich hatte anfangs gar nicht erwartet, dass das Buch doch so ernst ist und von einem so realistischem Thema handelt. Die Story ist durchgehend spannend und regt doch zum Nachdenken an. Wieder mal ein sehr guter Fitzek. Klare Leseempfehlung.
- Ursula Poznanski
Layers
(687)Aktuelle Rezension von: Rabea„Layers“ war für mich zwar nicht mein liebstes Buch von Ursula Poznanski, aber trotzdem hatte ich beim Lesen richtig viel Spaß. Die Geschichte hat mich schnell gepackt und gerade die düstere Atmosphäre fand ich richtig gelungen.
Dorian war mir als Hauptfigur von Anfang an sympathisch, wodurch ich mich schnell für seine Geschichte und seine Situation interessiert habe. Gerade am Anfang hat die Handlung einige Wendungen genommen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Dadurch wollte ich natürlich unbedingt wissen, was wirklich dahintersteckt.
Mit der Zeit konnte ich zwar einiges erahnen und bei manchen Entwicklungen hatte ich schon eine Vermutung, in welche Richtung es gehen könnte. Trotzdem fand ich den Fall insgesamt spannend und die Geschichte hat mich gut bei der Stange gehalten. Besonders zum Ende hin gibt es einige interessante Auflösungen, auch wenn für mich nicht jede Entscheidung und jeder Zusammenhang hundertprozentig logisch aufgegangen ist.
Etwas schade fand ich, dass manche zwischenmenschlichen Beziehungen eher oberflächlich geblieben sind. Gerade bei Dorians Mutter hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht. Auch die romantische Seite der Geschichte konnte mich nicht wirklich abholen.
Trotzdem hat mich „Layers“ insgesamt sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Spannung, einer düsteren Atmosphäre und einigen überraschenden Momenten hat für ein kurzweiliges Leseerlebnis gesorgt. Für mich gibt es zwar stärkere Bücher von Poznanski, aber „Layers“ ist definitiv eine spannende Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
- James Bowen
Bob, der Streuner
(984)Aktuelle Rezension von: BlintschikDas Buch ist locker und leicht geschrieben und man kann es einfach so entspannt runterlesen. Die Geschichte ist nicht poetisch oder sonst wie tiefgründig erzählt, aber durch die Einfachheit und Ehrlichkeit des Autors, lernt man ihn und seinen Kater einfach richtig gut kennen und man kann einfach nicht anders als die beiden zu mögen. Die Geschichte ist außerdem sehr berührend und ich finde es unglaublich toll wie sich die Freundschaft der beiden vertieft und entwickelt. Dazu gibt es Momente, bei denen man richtig mitfiebern muss. Das Buch ist wirklich herzerwärmden und macht Hoffnung und gute Laune. Ich lese es immer wieder gerne und es wird nie langweilig. Perfekt wenn man abends abschalten möchte und eine einfache und positive Geschichte sucht.
- Martin Suter
Elefant
(317)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeIm Mittelpunkt der Geschichte steht ein sehr kleiner rosa Elefant, der im Dunkeln leuchtet, 40cm lang und 30cm hoch. Er ist eine Genmanipulation des Forschers Dr. Roux, der mit der Züchtung leuchtender Haustiere als Luxusspielzeug den großen Reibach machen möchte. Mit diesem kleinen Elefant geht es für ihn um Alles. Aber das kleine Tierchen gerät über Umwege in den Unterschlupf des Obdachlosen Schoch. Zusammen mit der Tierärztin Valerie Sommer versuchen sie, den kleinen Elefanten zu retten. Doch nicht nur Dr. Roux und sein chinesischer Kompagnon suchen nach dem Elefanten, sondern auch der burmesische Elefantenführer Kaung, der die kleine Elefantenkuh nach deren Geburt versteckt hat und in ihr ein heiliges Wesen sieht.
Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig. Viele kurze Sätze, fast schon im Nachrichtenstil. Auf den ersten Blick ungewohnt zu lesen, aber interessanterweise eloquent und flüssig. Von Beginn an zieht der Autor den Spannungsbogen hoch und bis auf wenige kurze Längen gelingt es ihm, diesen zu halten. Schade ist aber, dass Gut und Böse von vornherein klar erkennbar und vorhersehbar sind. Etwas zu einseitig werden die Charaktere dargestellt und etwas zu sehr getrimmt, auf das, was sie gesellschaftlich widerspiegeln solle. Dazu kommt etwas burmesische Exotik und auch die Liebe darf nicht fehlen und schon ergibt es ein völlig unerwartetes Buch.
Mein Fazit: Auch wenn ich die Story durchaus etwas zu seicht, etwas zu schwarz und weiß empfand, habe ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und mich in den kleinen Elefanten verliebt. Das Buch war definitiv mal etwas Anderes und nicht meine letzte Lektüre des Autors.
- Raynor Winn
Der Salzpfad
(218)Aktuelle Rezension von: ArmilleeHörbuch / Laufzeit 11:18h. Hervorragend gelesen von Jutta Speidel
* * *
Raynor + Moth verlieren ihr Haus (England) + sind fortan Obdachlos. Sie legen sich eine bezahlbare Ausrüstung zu + begeben sich auf Wanderschaft auf dem West Coast Path.
Ich habe mir folgende Notizen beim Hören gemacht :
-> im Leben Schiffbruch erlitten
-> aus der Gesellschaft gefallen
-> das Leben findet im Jetzt statt
-> immer dann Wasser zu finden, wenn man es braucht, ist eine Kunst
-> es ist der Stillstand, der die Menschheit runter zieht
-> 280tsd Obdachlose in England (das Jahr hab ich vergessen)
-> wer bin ich + was staeckt in mir ?
-> schmerzvoll + befreiend
*Verein Horizont - eine Stiftung für obdachlose Kinder + Mütter in München. Gegründet 2006 von Jutta Speidel
* * *
Vorweg : ich habe den Film nicht gesehen. Die wahre Geschichte ist sehr umstritten, ob auch wirklich alles so ist, wie dargestellt. (Gerichtsverfahren + Krankheit). Aber mir war das egal, denn ich war mit diesen beiden Menschen im Herbst ihres Lebens unterwegs. Habe mitgelitten + mich emotional sehr integriert. ICH hätte das nie überlebt (glaube ich) + mein Zuhause, mein Bett, Bad + Küche schätze ich nun noch mehr als sonst. Und die Sicherheit einer gut verschlossenen Tür. Die Schilderung der Umgebung war sehr bildlich + hat mit toll gefallen.
5/5 Sterne
- Laura Kneidl
The Darlington - Henry & Kate
(396)Aktuelle Rezension von: scouterKate lebt nach dem Tod ihrer Mutter auf der Straße und schlägt sich durch Diebstähle durchs Leben. Als sie in einem Park einemgutaussehenden Mann sein Handy stiehlt und der sie kurz darauf zur Rede stellt, ändert sich ihre Welt komplett. Sie lässt sich zu einem Essen einladen und fordert Geld für die Rückgabe des Handys und er bezahlt. Sie wusste schon vorher, dass ihr dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf gehen wird. Sie erfährt das er der Sohn der Darlingtons ist, denen ein First-Class-Hotel gehört. Allerdings liegt ein dunkler Schatten auf der Familie. Doch das ändert nichts an den Gefühlen, die die beiden füreinander haben.
Dieser Romance Roman „The Darlington – Henry & Kate“ von Laura Kneidl ist der erste Band einer Trilogie um die Söhne der Darlingtons, die unterschiedlicher nicht sein können. Dieser erste Teil hat den Haupterben des Hotel Henry und die Obdachlose Kate zum Thema. In diesem Band wird das Thema Obdachlosigkeit, sexueller Missbrauch an untergebenen und Tablettenabhängigkeit thematisiert. Dieser Skandal begleitet und diese Themen werden immer wieder durch eine anonyme Plattform angesprochen. Natürlich belastet diese Skandalgeschichten die Liebe dieser beiden, aber sie setzen sich darüber hinweg. Lerne – die Liebe ist stärker als alles andere. Naja, das klingt wie ein Märchen, wie z.B. Aschenputtel. Aber ich möchte diese Liebesgeschichte gar nicht klein reden. Sie ist durch die Autorin wunderschön in Szene gesetzt worden und man kann sie sehr emotional verfolgen.
Okay ich sag es gleich, das ist nicht mein Genre. Deshalb kann ich auch nicht ganz beurteilen, wie schön diese Story ist. Ich finde sie ein wenig kitschig und vorhersehbar.
- Jens Henrik Jensen
Oxen. Das erste Opfer
(311)Aktuelle Rezension von: SatoDer hochdekorierte ehemalige Elitesoldat Niels Oxen ist ein psychisches Wrack der den Geistern seiner Vergangenheit mit Alkohol und Drogen zu entkommen versucht. Als das scheitert, zieht er sich in die Einsamkeit der jütländischen Wälder zurück. Doch auch hier findet er keinen Frieden, sondern wird ungewollt zum Verdächtigen in einem Mordfall. Das Opfer ist ein prominenter Ex Botschafter und politischer Strippenzieher und somit ist neben der örtlichen Polizei auch der Inlandsgeheimdienst in die Ermittlungen eingebunden. Vom Geheimdienst wird Oxen rekrutiert, um den Fall außerhalb der offiziellen Wege zu untersuchen, was zugleich seine Chance ist, sich von dem Tatverdacht zu befreien. Aber Oxen lässt sich nicht instrumentalisieren und er wühlt Dreck auf, der besser unberührt geblieben wäre. Bald ist klar, dass es mehr Opfer gab und alle miteinander verwoben waren. Doch das Töten hört nicht auf, wann immer Oxen auf neue Spuren stößt, werden diese vernichtet und mögliche Zeugen eliminiert.
Wer besitzt so viel Macht und Informationen, um die Ermittlungen derart zu torpedieren und welches dunkle Geheimnis verbindet die Opfer und vor allem - wem kann man trauen?
Das Buch bietet Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite, starke Charaktere, welche im Laufe der Geschichte durchaus Wandlungen durchmachen und jede Menge offene Fragen, welche das Interesse am 2. Teil der Trilogie befeuern sollen. Meines Erachtens kann es die Oxen Trilogie durchaus mit der Milleniumstrilogie aufnehmen. Also klare Leseempfehlung!
- Virginie Despentes
Das Leben des Vernon Subutex 1
(112)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Im Angesicht der Katastrophe hält sich Vernon an einen Grundsatz: so tun, als ob nichts wäre.‘ (Seite 7)
Vernon Subutex ist Ende 40 und hat 25 Jahre lang als Plattenverkäufer im ‚Revolver‘ in Paris gearbeitet. 2006 musste er seinen Plattenladen schließen, und nun ist ihm das Geld ausgegangen. Er hat keinen Kaffee mehr im Haus, kaum Tabak, kein Essen, und das Wohngeld kommt schon seit Monaten nicht mehr.
In seinem Umfeld sind zudem viele Leute gestorben, und nun muss er auch noch seine Wohnung räumen.
Als er die Wohnung verlässt, nimmt er drei Tapes mit, die Aufnahmen des verstorbenen Alexandre Bleach enthalten. Und er überlegt, bei wem er sich nun einquartieren kann. Zuerst kommt er bei Emilie unter, die darüber alles andere als begeistert ist, und zieht dann von einem (früheren) Freund zum nächsten.
Ich bin schon seit vielen Jahren um ‚Das Leben von Vernon Subutex‘ geschlichen, aber irgendwie hat es sich nie stimmig angefühlt, das Buch zu lesen oder das Hörbuch zu hören. Nach meiner Approbationsprüfung habe ich mich nun endlich dazu entschlossen, die Roman-Trilogie von Virginie Despentes zu lesen.
Bei der Lektüre kommt von Anfang an eine richtige Paris-Stimmung auf. Paris ist bei Despentes etwas schmuddelig und heruntergerockt, aber ganz unverwechselbar Paris - ein Paris jenseits der Touristenpfade.
Nach einem starken Anfang flachte die Handlung meiner Meinung nach im Verlauf eher ab und hat mich stellenweise nicht mehr richtig fesseln können. Zum Glück bin ich aber bei der Stange geblieben, denn dieser Roman, der sich um Sex, Gewalt, Drogen, Armut, Rassismus, Politik etc. dreht, hat dann wieder ordentlich Fahrt aufgenommen, hat mich begeistert, fasziniert, bewegt, schockiert.
Und am Ende habe ich richtige Lust, auch den zweiten und dritten Band zu lesen. - Stefan Ahnhem
Minus 18 Grad (Ein Fabian-Risk-Krimi 3)
(222)Aktuelle Rezension von: VeronikaGruenschlagDer Thriller verbindet mehrere beklemmende Handlungsstränge zu einem hochspannenden Gesamtbild: Tote tauchen plötzlich wieder auf, Identitäten werden gestohlen, gelangweilte Jugendliche überschreiten gefährliche Grenzen, und selbst Mobbing am Arbeitsplatz entwickelt eine zerstörerische Dynamik.
Ahnhem gelingt es, diese zunächst lose wirkenden Elemente zu einem packenden Plot zu verweben, der nicht nur fesselt, sondern auch mit einer schlüssigen und realistischen Auflösung überzeugt. Die Spannung steigert sich kontinuierlich und hält bis zur letzten Seite an.
Eine klare Empfehlung – allerdings mit einem kleinen Vorbehalt: besser nicht allein spätabends oder nachts lesen 😊
- Manuela Inusa
Der zauberhafte Trödelladen
(214)Aktuelle Rezension von: FrauMaus88Willkommen in der Valery Lane!
Die Buchserie geht um 5 Freundinnen, die jede einen eigenen kleinen Laden in der Valery Lane, einer kleinen, schnuckeligen Straße in Oxford haben.
In jedem Band wird eine der 5 Freundinnen genauer ins Auge genommen. Dabei dürfen auch die persönlichen Lebensgeschichten und das Liebesleben nicht zu kurz kommen.
Hier lernen wir als dritte im Bunde Ruby und ihren Trödelladen genauer kennen und lieben und machen uns mit ihr auf die Suche nach Glück.
Ihre eher introvertierte und zurückhaltende Art sowie ihr familiärer Hintergrund geben der Geschichte dabei etwas mehr Tiefe als den vorangegangenen beiden Bände.
Das ist aber gar nicht negativ gemeint, sondern im Gegenteil sehr positiv!
Ich persönlich finde diese Buchreihe so großartig geschrieben, dass ich sie bereits vor einigen Jahren komplett gelesen habe, mich aber vor einigen Monaten dazu entschieden habe, sie nochmal zu lesen - was bei mir sehr selten vorkommt.
Daher von mir absolute Empfehlung!
- Nicole Böhm
One Last Dance
(221)Aktuelle Rezension von: CreamyDie Geschichte um Liebe, Verlust und zweite Chancen wird in einem flüssigen, zeitgemäßen Stil erzählt, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Die Beschreibungen wirken lebendig und sorgen dafür, dass man sich gut in die Handlung hineinfinden kann. Auch die Mischung aus romantischen Szenen und persönlichem Wachstum ist gelungen und sorgt für angenehme Abwechslung. Allerdings bleibt die Geschichte stellenweise etwas vorhersehbar und bewegt sich stark in den bekannten Mustern des Genres.
Manche Wendungen hätten etwas mehr Tiefe oder Überraschung vertragen, und nicht alle Nebencharaktere bleiben im Gedächtnis. Dadurch wirkt das Buch zwar angenehm und leicht zu lesen, aber nicht immer wirklich einzigartig.
Der Sportliche Aspekt also das Tanzen hat mir sehr gut gefallen, das hat dem Buch noch etwas Besonderes verliehen und man hat so eine besseren Zugang zu den Hauptfiguren gefunden.
- Helena Hunting
STAY
(221)Aktuelle Rezension von: SabrysbluntbooksRuby ist verzweifelt, ein unbekannter küsst sie und steckt sie mit einer Grippe an, die sie daran hindert eine Rolle zu bekommen, da ihr die Stimme und ihr Körper versagen. Dabei braucht sie ein geregeltes Einkommen und erfährt kurz danach dass sie ihre Wohnung los ist. Ihre beste Freundin versucht ihr zu helfen und möchte ihr Bancroft vorstellen, ein Milliardär der gerade für einige Wochen verreist und jemanden benötigt der auf seine Haustiere aufpasst. Doch bei der Begegnung ist klar, Bancroft ist der unbekannte Küsser, der ihr ins Gesicht gehustet hat... Die Beiden einigen sich darauf, dass sie bei ihm einzieht und seine Haustiere hütet bis er wieder da ist, dabei kommen sich die beiden via Telefonaten und Videochat immer näher...
Okay erstmals, witzige Idee, witzige Voraussetzung und guter Humor der in gewissen Szenen auftaucht, den ich so noch nicht oft gelesen haben. Die Autorin hat mich immer wieder mit gewissen Szenen überrascht, diese Ideen ich sag da nur der muffige Geruch der an einem Tag an der Protagonistin haftet :) Mir gefiel auch die Geschichte und wie die Protagonistin auf Gewisse Situationen und Chancen trifft, die völlig aus dem Zufall gezogen waren, aber gut in die Geschichte integriert wurden.
Was mir aber etwas gefehlt hat, waren gewisse Informationen oder Entwicklungen zu verfolgen. Man hat zwar beide Sichten der Protagonisten aber trotzdem habe ich irgendwie verpasst das der Protagonist sich doch auf etwas festes Einlassen möchte, sowie die Entwicklung vom Vater, der ja zu Beginn gar nicht hinter ihr steht und dann doch klatschend in der Aufführung steht? Was mir aber sehr gut gefiel waren die Annäherung der beiden, dieses knistern und kennenlernen via Telefon... Toll
Dazu kam, dass ein paar Szenen nicht ganz logisch waren und beim Lesen etwas irritiert haben, Z.Bsp. wer die Tiere bei ihrem abrupten Auszug versorgt hat? Er war ja nicht anwesend und ging davon aus das sie das erledigt und sie ist abgedüst? Ich dachte immer, "die armen Tiere..." Ja nu alle haben irgendwie überlebt und es gab dann zum Schluss noch ein kitschiges Ende...
Für alle die gerne witzige Szenen und einen guten Schreibstil mit etwas anderen Charakteren suchen :)
- Kelly Moran
Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern
(294)Aktuelle Rezension von: Lydia13Auch wenn ich durch den Buchrücken zu beginn skeptisch gegenüber der Storyline von Maddie war, hat es im Buch ungefähr ein halbes Kapitel gedauert bis ich ihr als Person verfallen war.
Die Beiden Hauptfiguren waren auf ihre eigene Weise interessante und charmante Personen, sodass ich ihnen nur alles Glpck wünschen konnte.Es ging um das Verarbeiten der Vergangenheit, das akzeptieren von guten Momenten und das Zeigen von Verletzlichkeit.
Es war schön zu sehen wie sie mit einander umgegangen sind und das sie sich gegenseitig so gut kannten, obwohl es eine lange Pause zwischen ihrer letzten Begegnung und dem Beginn des Buches gegeben hat.
Und für einen Menschen wie Parker würde ich einiges geben. - Jasmine Mas
Blood of Hercules
(272)Aktuelle Rezension von: CalamthaIch habe ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zu diesem Buch. Das Setting war echt mal was anderes, aber die Charaktere sind für meinen Geschmack stellenweise ganz schön überzeichnet und stereotyp - das macht das Lesen manchmal echt anstrengend. Es werden Verhaltensweisen romantisiert, die echt übergriffig sind ( das ist leider Teil des Genres Dark Romance).
- Irena Brignull
Die Prophezeiung der Hawkweed
(115)Aktuelle Rezension von: Leona2907Dieses Buch habe ich eher durch Zufall gekauft und hatte durch den Klappentext auch relativ hohe Erwartungen, die sich aber leider nicht erfüllt haben. Ich konnte die Charaktere größtenteils nichts verstehen und Gefühle sind auch nur so mäßig rüber gekommen. Außerdem werden ein paar sehr unnötige Details beschrieben, die für die Geschichte unnötig sind. Dafür ist das Ende sehr kurz und man hat das Gefühl, als wolle die Autorin schnell fertig werden. Das Ende gefällt mir gar nicht und passt auch nicht wirklich zur Geschichte. Teilweise auch ziemlich brutal und nicht an allen Stellen als Jugendbuch geeignet.
2,5/5✨
- Helen Callaghan
Dear Amy
(223)Aktuelle Rezension von: BookLookerDie Lehrerin Margot Lewis, die nebenbei eine Kolumne mit dem Titel „Dear Amy“ schreibt, bekommt von einem Mädchen einen beunruhigenden Leserbrief.
Liebe Amy,
Ich bin von einem fremden Mann entführt worden.
Ich weiß nicht, wo ich bin. Er wird mich töten, wenn du mich nicht findest.
Bitte hilf mir.
Bethan Avery
Der Absender ist ein Mädchen, das schon vor 19 Jahren entführt wurde.
Margot Lewis macht sich auf die Suche nach dem Mädchen, bis die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt.
Mich hat der Psychothriller schon vom Cover her angesprochen. Es ist in Grautönen und mit giftgrüner Farbe gestaltet, was sofort ins Auge fällt.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut, flüssig lesen und es wir in dem ersten Drittel des Buches schon von Anfang an Spannung aufgebaut. Das zweite Drittel ist etwas langatmig, weil eher die Beziehung zu dem Mann und zu der Freundin der Protagonistin im Mittelpunkt steht.
Darüber sieht man aber gerne hinweg, wenn man den letzen Teil des Buches, mit der unerwarteten Wendung liest, der nur so von Spannung trotzt.
Alles in einem gibt es einen großen Spannungsbogen, der sich über den ganzen Thriller hin zieht und lediglich von kleinen Stellen, in denen interpersonale Bezüge im Vordergrund stehen unterbrochen wird.
Die Autorin hat es geschafft eine sehr interessante Protagonistin zu erschaffen die sehr gut mit den passenden Charakterzügen ausgeführt ist.
Ich war zum Ende des Buches so perplex, dass ich es am liebsten gleich nochmal gelesen hätte um nochmal genauer auf die Protagonistin zu achten, und das ist eine tolle Leistung der Autorin. - Mary Kubica
Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen
(81)Aktuelle Rezension von: Marie13Auch ich hatte meine Probleme mit dem Einstieg des Buches. Deswegen lag es auch lange bei mir rum, dann habe ich es aber im Urlaub doch innerhalb weniger Tage gelesen. Die Spannung kommt ab Mitte des Buches doch auf. Manche gewalttätigen Szenen sind mir etwas zu genau beschrieben (Stichwort Adoptivvater). Irgendwie konnte ich den Twist relativ schnell vorhersehen. Mir hat das gewisse Etwas tatsächlich gefehlt. Aber für zwischendurch gut lesbar.
- Lana Lux
Kukolka
(182)Aktuelle Rezension von: sandra1983Durch Zufall bin ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht geworden und da ich sonst eine Coverkäuferin bin, wäre ich normalerweise an diesem Buch vorbei gelaufen ...
Die Geschichte ist wohl erfunden, aber soll durch viel Recherche auf wahren Begebenheiten beruhen.
Es geht um die siebenjährige Samira, die in der Ukraine in den 90ern unter widrigen Umständen in einem Heim lebt. Sie flieht und gerät in die Fänge eines Mannes, der sie zunächst für Straftaten missbraucht und im Verlauf, als sie etwas älter ist, auch sexuell missbraucht.
Wieder gelingt ihr die Flucht, denn ihr Ziel ist Deutschland, dort glaubt sie erwartet zu werden von ihrer Kinderheim-Freundin, die glücklicherweise adoptiert wurde. Der Weg wird nicht einfacher, ein nächster Typ gaukelt ihr über lange Zeit die große Liebe vor und stellt sich am Ende auch als absoluter Widerling heraus!
Man begleitet Samira, von ihren Peinigern auch Kukolka genannt, bis in die junge Teeniezeit.
Das Ende hat mich überrascht, aber es war gut gemacht. Wird natürlich nicht gespoilert.
Das Buch ist harter Tobak, es schnürt einem zwischendurch die Luft weg, dass es so grausamen Umgang mit Kindern gab und bestimmt auch noch viel auf dieser Welt gibt. Einfach furchtbar und traurig, kein Mensch sollte sowas eigentlich erleben müssen.
Dennoch liest sich das Buch absolut fantastisch und flüssig, man kann es kaum aus der Hand legen, da man immer hofft, dass es dem Mädchen bald besser geht!
Absolute Leseempfehlung!
- Raffael Rauhenberg
Die Schulter des Riesen
(26)Aktuelle Rezension von: dicketillaGregor Bach, Silberschmied,34 Jahre.
Eine einzige Unbeherrschtheit gab den Auslöser, der nichts mehr mit seinem unbeschwerten, sorglosen Leben gemein hatte. Doch wenig später musste er dieses Vorgehen teuer bezahlen - und jetzt durchlebte er das Leben derjenigen, die er doch einst so verachtete."Sein altes Leben... Damals hatte er für seinen Wohlstand gearbeitet, nun arbeitete er an seiner Armut." (S.139)
Es ist schon verstörend, wie schnell ein Mensch in eine ausweglose Situation, teilweise unverschuldet, gelangen kann. Wie das Labyrinth der behördlichen Unbegreiflichkeiten, ein Entkommen unmöglich machen. Sicher hat Gregor in manchen Momenten falsch gehandelt, aber wie sollte man ihm einen Vorwurf machen, in dieser surrealen Welt.
Der Leser begibt sich mit ihm auf den Weg nach einem warmen Schlafplatz, landet in der Gruft, die ihren Namen zurecht trägt. Bettelt um einige Münzen, um sich sein Schließfach und einen Bissen leisten zu können. Sieht die verachtenden Blicke, die Scham, wie er sich vor seinen Kindern verbirgt.
Aber dennoch verlor Gregor nicht seinen Blick für das Böse, den Dealern, die den Verfall von Menschen in Kauf nahmen, die Perversen, die sich an Jugendlichen, Kindern vergingen.
So sieht er ein Ziel, dem jungen Ricky beizustehen, ihm einen Ausweg zu zeigen.
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Stadt in Deutschland, wird als eine Geschichte der Gegenwart geschildert.Und diese Gegenwart lauert bereits vor unseren Türen, ist in unseren Städten präsent. Mich hat diese Geschichte sehr erschüttert, ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, in der die Kluften mehr und mehr auseinander driften.
Raffael Rauhenberg baut seine Gesellschaftskritik geschickt in die Handlung ein. Seine Wortwahl präzise, mit einer Genauigkeit, die Bilder entstehen läßt, die man eigentlich nicht sehen mag, Gerüche denen man entfliehen möchte. Menschen formt, die selbst in ihrer abgrundtiefen Verachtung, dennoch ein wichtiger Teil der Handlung werden. Selbst in dieser Trostlosigkeit etwas wie Sorge, Freundschaft erblühen läßt. Er fordert den Leser auf sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, hinzusehen, was da so schief läuft. Eine Hand, die sich uns entgegenstreckt, oftmals keine andere Wahl hat, geschweige bekommt.
Die Aroganz derer, die sich im Schoße des Wohlstands befinden, sich dessen ganzen Ausmasses des Elends nicht bewusst sind, ihre Verachtung nach außen tragen.
Ich kann dieses Buch nur jedem Leser empfehlen, sich dem Umstand seines eigenen Lebens bewusst zu sein. In einer Welt, in der Konsum immer mehr im Vordergrund zu stehen scheint, Altersarmut droht, Mieten unerschwinglich werden, man sich nie um seiner Sicherheit sicher sein kann, seine Werte zu überdenken, Menschlichkeit zu bewahren, auch denen gegenüber, die schon ganz unten angekommen zu scheinen.
Es ist nur ein Buch, ein Buch mit einer Geschichte, aber die dennoch weiß den Leser zu erreichen, ihn nie in solch eine Situation gelangen läßt. Im wahren Leben ein Netzt gespannt wird, dass uns davor bewahren möge.
- Tammy Falkner
Groß, Tätowiert und Verführerisch (Die Reed Brüder Reihe 1)
(53)Aktuelle Rezension von: shinyJulieLogan schweigt seit Jahren, doch erst als er Kit kennenlernt, will er wieder sprechen. Denn irgendetwas an Kit reizt ihn und er will unbedingt mehr über sie und ihr gewünschtes Tattoo erfahren.
.
Das Buch ist abwechselnd aus den Perspektiven von Tattoowierer Logan und der obdachlosen Kit geschrieben, man lernt also beide gut kennen, aber ich bin mit keinem der beiden so richtig warm geworden. Mit seinem Schweigen ist Logan schon fast unangenehm auf mysteriös getrimmt und Kit wirkt einfach nur naiv, weil sie mit einem Mann mitgeht, den sie nicht kennt. Deswegen konnte ich auch keine Chemie zwischen den beiden wahrnehmen und für mich ist die Lovestory deswegen flach gefallen. Sehr sympathisch waren aber Logans Brüder und ich hatte mit einem sehr Mitleid. Die Handlung außerhalb der Lovestory ist aber ganz interessant, das Mysterium rund um Kit war gut aufgebaut. Auch der Schreibstil war nett zu lesen, aber den Rest der Reihe werde ich nicht lesen. - Gertrud Leutenegger
Panischer Frühling
(15)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerRomane, die sich mit Kindheitserinnerungen auseinandersetzen, gibt es viele. Gertrud Leutenegger setzt die Reflexion der Vergangenheit in „Panischer Frühling“ jedoch in einen originellen zeitlich-räumlichen Kontext, in dem das Vergangene sich mit traumwandlerischer Leichtigkeit mit der Gegenwart verwebt.
London ist im April 2010 vom Rest der Welt abgeschnitten, als der Ausbruch des isländischen Vulkans den Flugverkehr behindert. Währenddessen streift die namenlose Ich-Erzählerin durch die Metropole und lässt sich von ihren Sinneseindrücken und ihren Erinnerungen treiben. Eines Tages lernt sie Jonathan kennen, einen jungen Verkäufer einer Obdachlosenzeitung mit einem entstellten Gesicht. Beide merken, dass sie etwas verbindet, und so beginnen sie, einander von ihrer Vergangenheit zu erzählen und sie dabei zu verarbeiten. Die Grenzen ihrer Erfahrungen verschwimmen langsam, sodass die Ich-Erzählerin immer mehr von Jonathan wissen möchte…
So simpel und schnell die Handlung des Romans erzählt ist, so raffiniert ist sie sprachlich eingebettet. Kurze Passagen, gegliedert von Hoch- und Niedrigwasser der Themse, geben einen schillernden Einblick in das heutige London und verschiedene Kindheiten in unterschiedlichen Epochen. Dabei sind die Sätze mitunter so ausgefeilt, dass sie fast wie Prosalyrik wirken. In der Verwebung von Erinnerung und Erfahrung scheinen alle Passagen selbst wie Traumszenerien, die den Leser in den Bann schlagen. Besonders spannend ist das Motiv der Trennung und des Zueinanderfindens, das den Roman bis in das kleinste Detail wie Pulsschläge durchzieht. Großbritannien ist getrennt vom Rest der Welt, eine Mutter von der Tochter, die Ich-Erzählerin von Jonathan, Gegenwart von der Vergangenheit – und doch berührt sich alles schließlich immer wieder. Wo die Handlung und die Figuren nur an der Oberfläche angetastet werden, springt die Sprache stattdessen ein, um den Leser zu vereinnahmen.
Mit „Panischer Frühling“ hat es die Schweizer Autorin geschafft, auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises aufgenommen zu werden. Alles in allem ein kurzer, melancholischer Roman, der es in seiner Rätselhaftigkeit verdient, zweimal gelesen zu werden.
© Bücherstadt Kurier - Markus Ostermair
Der Sandler
(7)Aktuelle Rezension von: ChiarraDer Ansatz für dieses Buch hat mir gleich sehr gut gefallen und ich war im Positiven darauf gespannt. Doch schon nach spätestens einem Viertel des Buches musste ich mich extrem zwingen, es zu Ende zu lesen.
Aus meiner Sicht hat der Autor zwar einen sehr guten Einblick in die Lebensumstände und der daraus resultierenden psychischen Probleme der Obdachlosen gezeigt, doch hat er sich bei deren Beschreibung für seine LeserInnen einfach zu sehr in Einzelheiten verloren und insgesamt verzettelt. Leider hat mich auch das lang ersehnte Ende enttäuscht.
Aufgrund der Vielzahl an positiven Rezensionen auf verschiedenen Plattformen habe ich meine Meinung nochmals überdacht. Doch kann ich für mich leider nur sagen: Toller Ansatz, super Einblicke in die Situation von Obdachlosen! Aber mich konnte das Buch nicht wirklich abholen, ergreifen und leider bleibt auch langfristig bei mir nur ein "genervtes Leseerlebnis" im Gedächtnis. Schade!Gelesen und bewertet 01.05.2021
- Connie Roters
Tödliches Vergessen
(12)Aktuelle Rezension von: Karola_DahlHauptkommissar Breschnow, gerade aus der REHA zurück wegen Alkoholentzug, ermittelt zusammen mit Delego in Berlin rund um die Hasenheide, denn dort wird eine ältere Frau tot aufgefunden. Seltsamerweise findet sich auf der Haut der Innenhand ein Psalm sowie ein aufgespannter blauer Regenschirm über ihrem Kopf. Nur drei Tage später wird auf dem Tempelhofer Feld ein hagerer, älterer Obdachloser ebenfalls mit einem blauen Schirm sowie einer Bibel in seinen Armen tot aufgefunden, ebenso ohne Papiere und hilfreiche Hinweise am Tatort. Weitere Personen werden schwer verletzt im naheliegenden Krankenhaus eingeliefert und eine ältere Obdachlose verschwindet sogar. In einer Obdachlosenunterkunft werden sie fündig. Mühsam entschlüsseln sie die Fakten zu den verschiedenen Opfern, die sich aus besseren Zeiten kannten.
Der typische Berliner Dialekt im Obdachlosenmilieu und bei der jüngeren Generation bringt ein spezielles Ambiente hinein, für den Leser stets verständlich.
Diese tragische Geschichte um Demenz, Drogen und Obdachlosigkeit speziell in Berlin geht unter die Haut, da sehr detailliert das Leben der Betroffenen sukzessive entblättert wird.























