Bücher mit dem Tag "obdachlose"
86 Bücher
- Sebastian Fitzek
Noah
(2.121)Aktuelle Rezension von: Ro60Wie schon bei Dan Browns „Inferno” haben kühle Denker die Dezimierung der Erdbevölkerung als Lösung für die mit der wachsenden Bevölkerung steigende Umweltbelastung geplant. Dies wird jedoch aus moralischen Gründen verhindert. Man kann doch nicht einfach Milliarden Menschen töten. Aber wäre es nicht doch erforderlich gewesen? Keineswegs! Notwendig ist eine gerechte Verteilung und effiziente Nutzung der Ressourcen. Laut einer im Jahr 2019 veröffentlichten Studie von Oxfam sind 1 % der Reichsten für 15,9 % der Emissionen verantwortlich. Die 50 % Ärmsten dagegen nur für 7,7 %.
Auch wenn Fitzek einen Protagonisten immer wieder gegen die Dekadenz der Reichen wettern lässt, wird in der Geschichte nicht deutlich, warum der geplante Massenmord an den Ärmsten nicht zielführend war, um die Welt zu retten.
Dass ein Verschwörungstheoretiker mit seinen verschobenen Wahnvorstellungen recht behält, legt nahe, dass auch die absurden Vorstellungen der Reichsbürger und Co. einen wahren Kern haben könnten. Auch das ist nicht hilfreich, um globale Probleme der Erdbevölkerung zu lösen. Also, S. Fitzek sollte besser wieder kriminelle Psychopaten ausdenken und durch heldenhafte Ermittler jagen lassen. Mit diesem Roman konnte er zur Lösung dieser globalen Herausforderung keinen Beitrag leisten. Dennoch gibt es von mir 3 Sterne, denn sein Handwerk beherrscht der Autor.
- Jussi Adler-Olsen
Schändung
(1.577)Aktuelle Rezension von: metalmelDer Fall ist spannend, die Charaktere sind unangenehm bis abstoßend, es fließt Blut. Der Fall führt Carl und Assad in die Upper Class von Copenhagen und diese Leute könnten nicht unangnehmer sein. Sie glauben, sie können sich alles erlauben, weil sie bisher mit allem davongekommen sind. Doch dann wird ein ungeklärtes Verbrechen wieder aufgerollt und Carl und Assad nehmen die Spur auf. Aber auch eine Obdachlose will Rache nehmen. Die Luft wird dünner für die damals Verdächtigen...
- Vincent Kliesch
Auris
(798)Aktuelle Rezension von: BuchtagebuchKliesch gelingt es meisterhaft, die Welt der forensischen Phonetik lebendig werden zu lassen. Die Idee, akustische Feinheiten als Beweismittel in Kriminalfällen zu nutzen, ist faszinierend und wird spannend umgesetzt. Die Charaktere, insbesondere das ungleiche Ermittlerduo Hegel und Ansorge, sind vielschichtig und entwickeln sich im Verlauf der Geschichte überzeugend.
Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Mischung aus psychologischer Tiefe, überraschenden Wendungen und temporeicher Handlung macht „Auris“ zu einem echten Pageturner.
- Martin Suter
Elefant
(309)Aktuelle Rezension von: bilbobeutlinIch habe das Buch gelesen und nahezu verschlungen. Es hat mir richtig gut gefallen, da es sehr detailreich und spannend geschrieben ist. Es war irgendwie mal etwas anderes und hat daher genau meinen Zahn der Zeit getroffen. Allerdings war ich dann vom Ende etwas enttäuscht. Man liest das ganze Buch voller Spannung und wird dann enttäuscht, weil man sich ein anderes Ende gewünscht hätte. Trotzdem eine Lesempfehlung!
- Eileen Auras
Diese Magie der Liebe
(13)Aktuelle Rezension von: SarahDeniseBen ist Medizinstudent, hat eine Freundin und ein klares Ziel vor Augen. Eigentlich ist alles perfekt, doch die Freundin passt so gar nicht zu ihm und auf dem Weg zu ihr beschließt er sich endlich von ihr zu trennen. Auf dem Weg zu ihr wird er jedoch von einer jungen Obdachlosen angesprochen und um Geld gebeten.
Diese junge Obdachlose fasziniert ihn vom ersten Augenblick an, denn sie ist anders als alle anderen und sehr, sehr jung. Kurzerhand beschließt er sie zum Essen einzuladen.
Die junge Obdachlose kann ihr Glück kaum fassen, sie wird wirklich zum Essen eingeladen und das ohne Hintergedanken. Ben tauft sie auf den Namen Trin und für Trin wird dieser Abend etwas ganz Besonderes. Ben gibt ihr seine Karte und auch, wenn sie ihn niemals anrufen wird, so wird es ihr Talisman.
Jahre später denkt Ben immer noch an Trin und fragt sich, was aus ihr geworden ist. Plötzlich klingelt sein Telefon und ein Polizist fragt, ob er eine drogenabhängige Obdachlose kennt.
Ben denkt nicht lange nach und holt Trin von der Polizei ab. Sie hat sich sehr verändert und ist drogenabhängig.
Ben beschließt ihr beim Entzug zu helfen und somit beginnt eine faszinierende Geschichte über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und etwas Zartes, aufkeimendes namens Liebe….
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich hatte es letztes Jahr bei Aldi gekauft und dachte klingt interessant. Interessant trifft es definitiv.
Ben ist einfach aufopferungsvoll und geht mit Trin durch alle Phasen des kalten Entzuges und hilft ihr eine Zukunft aufzubauen.
Trin hat schon so viel im Leben erleiden müssen und will dank Ben doch etwas zurückgeben und hilft dann anderen Menschen. Doch auch bei dieser Hilfe muss sie wieder viel erleiden.
Das Buch hat alles, die Grausamkeiten des kalten Entzuges, Liebe, Hoffnung und die kalten Seiten der Kriege, in denen Ärzte hineingeschickt werden, um zu helfen.
Es hat mich wirklich überrascht und in seinen Bann gezogen. Keine klassische Liebesgeschichte, sondern das Leben, wie es mit etwas Glück verlaufen kann…
- Dorothea Stiller
Halt die Wolken fest
(44)Aktuelle Rezension von: JuliaSKIn "Halt die Wolken fest" geht es um Harper, die von ihrem Vater endlich die entsprechende Anerkennung in der Firma bekommen möchte. Als sie schließlich ehre Chance bekommt und in New York einen wichtigen Deal an Land ziehen soll, sieht sie ihre Möglichkeit, sich zu beweisen. Doch dann geht alles schief. Nicht genug, dass ihre Flug Verspätung hat und ihr Koffer auf der Reise verloren geht, wird auch noch ihre Handtasche gestohlen. Der obdachlose Künstler Mason hilft ihr schließlich und verlangt von ihr nur ihren Respekt und etwas Zeit, worauf Harper keine Lust hat und ihn schließlich mit falscher Telefonnummer zurücklässt, Doch Mason lässt sich so leicht nicht abwimmeln und steht eines Tages wieder vor ihrer Tür...
Die Idee hinter der Geschichte fand ich eigentlich wirklich gut. Harper, die selber Anerkennung und Respekt von ihrem Vater möchte, kann sich selber nicht dazu überwinden, selbiges einem anderen Menschen zuteil werden lassen. Das klang für mich zunächst nach viel Potential. Potential, das vielleicht den Umfang einer Kurzgeschichte überschreitet, diese konnte meinen Erwartungen leider nicht so ganz gerecht werden. Zum einen hatte ich das Problem, dass mir Harper fast durchgehend absolut unsympathisch war, das macht es mit immer schwer eine Geschichte dann wirklich zu mögen. Zum anderen habe ich Masons Beweggründe für seine Forderung nicht nachvollziehen können... ich denke mit etwas mehr Platz hätte man hier mehr schaffen können. Für mich war es ein ganz netter Zeitvertreib aber leider nichts, das irgendwie längerfristig bleibt.
- Volker Kutscher
Goldstein
(214)Aktuelle Rezension von: lakitaist ein wenig weiter weg vom realen damaligen Geschehen als seine beiden Vorgänger, aber die aufkommenden antisemitischen Strömungen, die sich gegen die ca. 160.000 Juden, die in Berlin damals lebten, richteten, sind sehr wohl verbrieft und natürlich auch der in dem Roman deutlich angelegte Hinweis auf eine zunehmende Internationalisierung der Kriminalität, ebenso die immer intensiver werdenden Hinweise auf die Verelendung eines Teils der Berliner. Der historische Romanboden ist also Realität, der Rest feine Fiktion, deswegen fein, weil es Herrn Kutscher nach wie vor gelingt, von der ersten Buchminute an, Spannung zu erzeugen und diese zu halten. Respekt!
- Cilla Börjlind
Die Springflut
(215)Aktuelle Rezension von: Sandra51Eine schwangere Frau wird vor einer Springflut am Strand eingegraben, so dass sie während der Flut ertrinkt. Mit diesem Cold Case beschäftigt Olivia Rönning sich in den Semesterferien während ihres Polizeistudiums. Ihr bereits verstorbener Vater hat damals in diesem Fall ermittelt – er konnte nie geklärt werden. Während ihrer Nachforschungen wird sie immer weiter in den Sumpf der Verbrechen hineingezogen – während der Gegenwart werden Obdachlose verprügelt und ermordet, Kinder kommen mit unerklärlichen blauen Flecken und Verletzungen nach Hause – was geht da vor sich?
Es handelt sich um den Auftakt zur Reihe „Rönning und Stilton“. Das Buch lässt sich von Anfang an fesselnd und spannend lesen. Die gewählten Charaktere finde ich sehr interessant – die ermittelnde Polizeischülerin und den beteiligten Obdachlosen, der Croupier der zum Detektiv wird – die Komplexität der einzelnen Personen werden sehr gut dargestellt.
Der Schreibstil des Autorenduos ist ein wenig anders, da kommen die erfolgreichen Drehbuchautoren durch. Es wird sehr oft die Szene gewechselt und andere Punkte werden beleuchtet. Auch gibt es einige Handlungsstränge welche aus unterschiedlichen Perspektiven und aus der Sicht jeweils anderer Personen erzählt werden. Am Schluss werden die einzelnen Handlungsstränge zu einem nachvollziehbaren Ende zusammengeführt. Hat man sich erst einmal an diesen Schreibstil gewöhnt und sich auf die Geschichte eingelassen erwartet einen eine fesselnde und spannende Story. Einziger Kritikpunkt: durch die Vielzahl der Handlungsstränge kamen mir einige ein wenig zu kurz. Ein bis zwei weniger hätten der Story meiner Meinung nach nicht geschadet.
Mein Fazit: Ein super Auftakt für die Reihe mit einigem Potential für die weiteren Teile. Ich wird mir heute gleich mal den nächsten Teil aus der Bibliothek holen – ich bin neugierig wie Olivia und Tom (der Obdachlose ehemalige Polizist) sich weiter entwickeln.
- Tatjana Flade
Hass im Fadenkreuz
(13)Aktuelle Rezension von: MominaZum Inhalt:
Die junge Studentin Esther lernt in ihrer Lieblingskneipe den gutaussehenden aber sehr zurückhaltenden Lysander kennen. Die beiden verlieben sich. Doch schon bald fällt Esther auf, dass Lys sich immer wieder merkwürdig benimmt, vor allem dann, wenn sein bester Freund und Mitbewohner Jörg ihn anruft. Dann kann es sein, dass Lys seine neue Freundin einfach sitzen lässt und nach Hause fährt oder plötzlich spontan verreisen muss. Das alles kommt Esther äußerst merkwürdig vor und auch wenn es deswegen mit Lys immer zum Streit führt, kommt sie dennoch nicht von ihm los. Nach einem Bombenanschlag auf eine rechtsextreme Veranstaltung, bei der auch Unschuldige ihr Leben lassen, macht Esther zwischen Lysanders Sportsachen eine verstörende Entdeckung und in ihr keimt ein schrecklicher Verdacht auf…
Persönlicher Eindruck:Bei „Hass im Fadenkreuz“ von Tatjana Flade war ich anfangs wirklich skeptisch ob das Buch meinen Erwartungen entspricht. Ich bin wahrlich kein Freund von Liebesgeschichten, dennoch war meine Sorge, dass die Lovestory zu sehr im Vordergrund steht, völlig unbegründet. Tatjana Flade greift in ihrem Buch auch in Deutschland derzeit sehr aktuelle Themen auf: Terror, Gewalt, Angst, Rechtsextremismus. Auch wenn der Leser von Anfang an um das Geheimnis von Lys weiß, kommt so gut wie nie Langeweile auf. Die Autorin hat einen flüssigen und sehr gut zu lesenden Schreibstil und
nach den ersten Seiten war ich so gefangen von der Story, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sie ausgeht. Wie wird Esther reagieren, wenn sie von Lysanders anderer Seite erfährt? Wird es ein Happy End für die beiden geben? Nicht so einfach eine Rezension zu schreiben, wenn man nicht zu viel von der Story verraten möchte, deswegen lest einfach selbst! Die Protagonisten, die sich schnell auf wenige Personen reduzieren sind Flade gut gelungen. Die Zerrissenheit, die Lys in sich trägt ist deutlich spürbar und er war mir trotz seiner fragwürdigen Handlungen immer sympathisch. Auch Esthers Charakter wirkt klar und realistisch, eine verliebte junge Frau eben, die dennoch sehr selbstbewusst auf mich wirkte. Tatjana Flade behandelt in ihrem Buch ein gesellschaftspolitisches Thema, welches uns alle angeht und vielleicht auch irgendwann mal direkt betreffen könnte. Rasant und flüssig geschrieben bereitete mir „Hass im Fadenkreuz“ spannende Leseunterhaltung. Das ist ein Buch, welches man erst aus der Hand legt, wenn man es ausgelesen hat. So ist es zumindest mir ergangen. - Douglas Preston
Attic
(291)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeAus einem Abwasserkanal werden zwei kopflose Leichen geborgen. Lieutenant D’Agosta soll die zwei Mordfälle klären und muss bald feststellen, dass eine grauenhafte Mordserie auf ihn und die ganze Stadt zukommt. Aufgrund einiger Details wird die Biologin Margo Green hinzugezogen, die die Leichen untersuchen soll und schon sehr bald kommen böse Erinnerungen und viele Fragen auf. Die Spuren führen in das weit verzweigte Tunnelsystem unter New York City und die Zeit drängt.
Dies ist die Fortsetzung zum ersten Band „Relic“ und die Handlung setzt etwa 18 Monate nach den vorherigen, furchtbaren Ereignissen ein. Geschickt werden die bekannten Protagonisten in ihrem „Leben danach“ wieder in die Geschichte integriert. Dies und viele Verweise auf die Vorkommnisse vor 18 Monaten macht es allerdings mehr als sinnvoll auch den ersten Teil gelesen zu haben, bevor man „Attic“ zur Hand nimmt. Die Geschichte wird logisch weitergeführt, baut schnell Spannung auf und ist geschickt konstruiert und umgesetzt. Beeindruckend und erschreckend sind die Beschreibungen der Stadt unter der Stadt, das Leben in den enormen Tunnelanlagen unter New York City. Die Autoren spielen mit allerlei Klischees und Vorurteilen der Gesellschaft und der Menschen im Allgemeinen und kritisieren so ganz nebenbei die Ignoranz und Oberflächlichkeiten , die wohl überall zu finden sind. Wie auch im Vorgänger wird an düsteren, schaurigen, teils ekelhaften und oft blutigen Szenen nicht gespart und trotzdem wird Alles nachvollziehbar logisch, wissenschaftlich erläutert und wirkt damit sehr plausibel, so weit dies in einer derartigen Fiktion möglich ist. Auch wenn der Leser im letzten Drittel des Buches die Auflösung schon ahnt, bleibt es durchweg so unterhaltsam und spannend, dass es dem Lesegenuß nicht schadet.
Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die nicht ohne Kenntnis des ersten Teiles gelesen werden sollte. Das Buch unterhält und fesselt und ist ein echter Page-Turner. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, war aber auch froh es hier im Dorfe mit Blick aus dem Fenster bei herrlichem Wetter zu lesen. In der U-Bahn oder in irgendeinem dunklen Gemäuer hätte es mich durchaus an einigen Stellen ernsthaft gruseln können.
- Volker Kutscher
Märzgefallene
(111)Aktuelle Rezension von: pw1Das ist nun schon der fünfte Teil der Gereon Rath Reihe. Ich bin auch ehrlich gesagt ganz froh, dass der noch nicht verfilmt worden ist. Dann würde wieder etwas anders umgesetzt werden, aber ich finde es genau so richtig, wie es im Buch ist.
Obwohl hier wirklich ein sehr dunkler Abschnitt unserer Geschichte dargestellt ist, konnte ich diesen Roman kaum aus der Hand legen.
Die Kriminalgeschichte war besonders spannend und ich habe bis zum Schluss nicht gewusst, wie die Auflösung sein könnte.
Im Vergleich zu den bisherigen Romanen der Reihe ist dieser wiederum anders konzipiert. Ich staune und bin begeistert, wie vielseitig Volker Kutscher schreibt. Kein Schema nach dem Motto "Kennst du einen, kennst du alle".
Und ganz nebenbei bekommt man ein Stück Geschichte mit.
Ich freue mich wieder auf den nächsten Teil, den ich bestimmt auch bald lesen werde.
- Yvy Kazi
A Curse Unbroken
(178)Aktuelle Rezension von: LyjanaCover
Dieses Cover ist der Grund warum ich das Buch im Laden bemerkt habe. Ich liebe nicht nur die dargestellten Mondphasen, sondern ebenso die Hintergrundfarbe.
Meine Meinung
Da ich gerade erst ein anderes Buch derselben Autorin beendet habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, ein weiteres Buch von Yvy Kazi von meinem Stapel ungelesener Bücher zu befreien. Gekauft habe ich es bereits vor einigen Jahren, da die Geschichte vielversprechend klang und ich immer auf der Suche nach dem nächsten guten Buch bin.
Wie ich es mir vorher bereits gedacht habe, erleben wir das komplette Buch aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Gemma, wenn wir von einigen Tagebucheinträgen mal absehen, die Darren verfasst hat. Gemma ist eine kleine Berühmtheit auf TikTok bzw. WitchTok und zeigt ihren Fans den Umgang mit der weißen Magie, unterstützt durch Kräuter, Kristalle und positive Energie. Ich mochte Gemma wirklich gerne. Sowohl ihre Gedanken als auch ihre Gefühle waren nachvollziehbar und verständlich, wenngleich sie dringend lernen muss, dass es nichts Schlimmes ist, wenn andere sich um einen sorgen. Auch wenn es auf den ersten Blick anders scheint und Gemma sich online anders präsentiert, braucht sie ab und an selbst einen Schubs in Richtung positive Gedanken. Zwar lebt sie selbst anderen die richtige Einstellung vor, doch wir als Leser merken schnell, dass auch eine Online-Berühmtheit wie Gemma nur ein Mensch mit Zweifeln ist.
Darren und Gemma sind schnell auf einer Wellenlänge, und auch ich kann nicht leugnen, dass ich ihn mag. Gerade durch seine erzwungene Geheimniskrämerei, seine Familie aber auch wie die beiden einander kennenlernen konnte ich viele seiner Handlungen nachvollziehen, wollte ihn an manchen Stellen allerdings genauso einfach nur packen und schütteln. Ich persönlich hätte gerne mehr von seiner Seite als Hexer gesehen, denn davon sehen wir bei Gemma bedeutend mehr Inhalt.
Die Beziehung der beiden wirkte auf mich sehr authentisch, nicht perfekt, aber ehrlich und kann durchaus überzeugen. Dennoch kann ich nicht leugnen, dass ich bisher nicht zu einhundert Prozent abgeholt worden bin. Emotional besteht für mich eindeutig noch Luft nach oben, auch wenn die Autorin definitiv die richtigen Weichen für eine tolle Kombination gelegt hat.
Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht worden, wie klein die Rolle der Hexerei hier tatsächlich ist und wie sehr ich diese dennoch genossen habe. Oftmals wirkt die Anwendung von Magie in Büchern dieser Art extrem auffällig, so was wie Feuerbälle oder Drachen beschwören und so ein Kram, doch hier bekommt gerade Gemmas Magie etwas Greifbareres und Vereinfachtes, was ich persönlich sehr gerne mochte. Unter Mithilfe von Kristallen und dergleichen sind es vor allem positive Energien, die Gemma und ihren Fans den Alltag erleichtern und keine großen Kunststücke. Alles wirkt in einem reellen Rahmen, ohne an Überzeugungskraft zu verlieren.
Dazu kommt, dass der Schreibstil mit tollen Dialogen, Leichtig- und Verständlichkeit überzeugt, ohne den roten Faden aus den Augen zu verlieren. Für mich dürfte es noch emotionaler und dramatischer sein und auch die Spannung dürfte gerne einen Zahn zulegen, ansonsten hatte ich mit diesem Buch einige tolle Lesestunden. Jetzt sofort loslaufen und mir den nächsten Teil kaufen, muss ich zwar nicht, aber vermutlich darf der nächste Teil irgendwann doch bei mir einziehen, damit ich erfahre, wie die Geschichte ausgeht.
Fazit
Ein tolles Buch für Zwischendurch, welches bestimmt auch für den ein oder anderen Einsteiger ins Romantasy-Genre perfekt wäre.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
- Petra Schier
Kleines Hundeherz sucht großes Glück
(86)Aktuelle Rezension von: HopeandliveEs ist wieder einmal Zeit für ein weihnachtliches Märchen mit Hund und einfach spannend zu erleben, wie Weihnachtswünsche wahr werden und wenn sie noch so lange her sind, Ich weiß das, auch wenn ich meine Wünsche und Bitten an jemand anderen adressiere und dennoch wunderbar zu lesen.
Drei Protagonisten haben in der Adventszeit ganz unterschiedliche Wünsche. Da ist zum einen Amor, ein ganz goldiger kleiner weißer Hund, der eine Aversion gegen Tierheime hat und ganz schnell mal auf die Straße flüchtet. Doch im Winter wird es unangenehm kalt, er ist einsam und er sehnt sich einfach nach einem warmen Zuhause und Menschen, die ihn liebhaben. Das bleibt Santa und seinen eifrigen Helfern nicht verborgen und sie nehmen Kontakt zu Amor auf und weihen ihn in einen geheimen Plan ein....
Die junge schüchterne Lidia, jüngste von fünf Geschwistern, die mithilfe von Hunden auch alle erfolgreich verbandelt sind, und ihre große Familie macht sich doch echt Sorgen, dass sie alleine bleiben könnte. Um dem zu entgehen meldet sie sich in der städtischen Sozialstation um in der Küche zu helfen, denn Lidias Koch- und Backkünste sind legendär.
Dort angekommen trifft sie auf den Sozialarbeiter Noah, stattlich anzusehen, der ihr von Anfang an mürrisch und ablehnend begegnet, doch der Leser ahnt schon, das meint er gar nicht so. In Wirklichkeit sprühen von Anfang an die Funken zwischen den beiden, was auch recht schnell in die Tat umgesetzt wird. Wer spicy Szenen mag, wird hier bedient, mir war es persönlich etwas zu viel.
Doch Noah hat eine schreckliche Kindheit hinter sich, die kein Mensch erleben sollte und die doch in Wahrheit sehr oft in Deutschland von Kindern genau so erlebt wird. Wie die beiden diese hartnäckigen Schatten der Vergangenheit überwinden und ein funkelndes Weihnachten erleben, das dürft ihr bei Vanillekipferln, süßen Brötchen und Glühwein euch selbst erlesen...ach ja, Amor spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.
Ein adventlicher Wohlfühlroman mit Hund und Tiefgang, denn wie Noah sich seiner Vergangenheit stellt, hat Petra Schier wirklich richtig gut beschrieben und das hat mir sehr gut gefallen.
- Abbas Khider
Ohrfeige
(90)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerVon Abbas Khider kenne ich den Roman „Der Erinnerungsfälscher“, der mir sehr gut gefallen hat. Und der Roman „Ohrfeige“ kann durchaus mit diesem Werk mithalten und als eine Art Ergänzung dazu gelesen werden, allerdings ist der Erzählton etwas drastischer und deutlich schonungsloser, darauf muss man im Vorfeld gefasst sein. Und anders als in dem Roman „Der Erinnerungsfälscher“ geht es weniger um die Erinnerungen eines irakischen Flüchtlings an sein Heimatland, sondern mehr um die Beschreibung der schweren Anfangszeit in der neuen Heimat. Die Handlung spielt um die Jahrtausendwende herum.
Karim Mensy ist die Hauptfigur in diesem Roman und durch ihn erhalten wir als Leser einen Einblick in die „Parallelgesellschaft“. Er informiert uns darüber, wie man einen Schlepper oder Schwarzarbeit findet, wie die Heiratsvermittlung in der Fremde abläuft oder wie man Geld in ein instabiles Land wie dem Irak transferiert. Er beschreibt eindringlich, was für Polizeischikanen er erlebt hat und welchen immer gleichen Vorurteilen er als irakischer Flüchtling in Gesprächen mit Einheimischen begegnet ist. Mit schonungsloser Offenheit berichtet uns Karim, dass er immer wieder auf Leute trifft, die aus der Not eines Flüchtlings Profit schlagen. Und wir leiden mit ihm mit, als er durch den Widerruf seines Asylantrags einen Schock erlebt. Er fühlt sich ohnmächtig, als ihm die Aufenthaltserlaubnis entzogen wird, er weiß nicht, was er tun soll, und als Leser empfindet man Mitgefühl. Mit sehr viel Ehrlichkeit beschreibt Karim darüber hinaus im Rückblick, wie er in Deutschland ankommt, verhaftet wird, eine erniedrigende Behandlung über sich ergehen lassen muss und wie sich sein Leben im Asylheim gestaltet, wo er keiner sinnvollen Beschäftigung nachgehen kann, wo er von Mitbewohnern eine Anleitung dafür erhält, wie man richtig Asyl beantragt, und wo er mit Kriminalität, Prostitution sowie mit anderen menschlichen Abgründen in Berührung kommt. Wir erfahren auch, warum Karim sein Heimatland verlassen hat und verstehen auf diese Weise, wie intolerant die Gesellschaft war, in der Karim zuvor lebte. Der Autor macht am Beispiel von Karim gut nachvollziehbar deutlich, welcher psychische Druck auf Flüchtlingen lastet, weil sie sich bürokratisch schwer verständlichen Verfahren zur Asylbeantragung ausgeliefert fühlen. Folge davon ist ein konfliktreicher Alltag im Asylheim. Der Umgangston in dieser Umgebung ist barsch und direkt. Erschwerend kommt hinzu, dass Karim außer zu einigen wenigen Mitarbeitern der Caritas keinen Kontakt zu Einheimischen pflegen kann, was das Erlernen der fremden Sprache enorm erschwert. Dennoch kämpft er sich durch, lässt sich trotz aller widrigen Umstände nicht unterkriegen. Er nimmt einen Integrationsjob als Müllsortierer an, schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und wohnt, weil er keine eigene Mietwohnung findet, in einem Obdachlosenheim, als er vorübergehend Asyl und eine Aufenthaltsgenehmigung erhält. Auch die Auswirkungen der Ereignisse des 11. September 2001 auf sein persönliches Leben schildert Karim. Plötzlich wird er argwöhnisch beäugt und fühlt sich unter Generalverdacht, sogar ein Verhör muss er über sich ergehen lassen. Dabei wird auch einmal eine andere Sichtweise auf den Irakkrieg deutlich, und zwar die Sicht von jemandem, der Familie in Bagdad hat. Mit Betroffenheit liest man Passagen, in denen Karim von einem Freund berichtet, der aufgrund der politischen Ereignisse durchdreht, Wahnvorstellungen entwickelt und in die Psychiatrie eingewiesen wird. Stellenweise erzählt Karim auch von skurrilen Figuren und Begebenheiten, dann wird der Erzählton auch einmal ironisch und bissig-humorvoll, sonst empfand ich ihn meist als sehr eindringlich.
Die Gefühle Wut und Verzweiflung sind bei Karim allgegenwärtig, was auch die Rahmenhandlung erklärt. So gibt sich Karim der Gewaltfantasie hin, sich an einer Sachbearbeiterin zu rächen, die ihm stets ohne Verständnis begegnet ist. Das fand ich ehrlich gesagt schon grenzwertig in der Darstellung, es verleiht den Emotionen von Karim aber auch eine gewisse Drastik. Auch hätte ich mir etwas mehr Differenziertheit bei der Darstellung der Aufnahmegesellschaft gewünscht, v.a. was die deutsche Polizei betrifft. Was ich aber an diesem Werk schätze ist die schonungslose Offenheit und Ehrlichkeit, es wird nichts schön geredet. Wohl kaum jemand traut sich so offen über den Alltag in einem Asylheim zu sprechen wie Karim. Und wie schon bei dem Roman „Der Erinnerungsfälscher“, wo die Hauptfigur Said im Mittelpunkt stand, kann das Schicksal von Karim ebenfalls exemplarisch für das anderer Flüchtling in Deutschland stehen. Das macht auch diesen Roman für mich so interessant. Man erhält einen Einblick in die Lebenswelt und in die Erfahrungen eines Flüchtlings aus dem Irak, und das aus der Feder eines Autors, der ebenfalls eine Fluchtgeschichte erlebt hat. Einige biographische Überschneidungen zwischen der fiktiven Figur Karim und Abbas Khider gibt es nämlich (wie schon bei „Der Erinnerungsfälscher“). Und hier stellt sich schon die Frage, wie autobiographisch geprägt auch das Buch „Ohrfeige“ eigentlich ist. Das kann nur der Autor beantworten. Auf jeden Fall leistet der Roman einen Beitrag dazu, Empathie gegenüber Flüchtlingen entwickeln und beibehalten zu können.
Fazit: Ich wiederhole das, was ich schon bei „Der Erinnerungsfälscher“ geschrieben habe. Ein Roman, der dem Leser/ der Leserin einen interessanten Einblick in die Biographie und in die Gefühls- sowie Erlebniswelt eines irakischen Flüchtlings gibt, der zum Nachdenken anregen kann und der einen Beitrag dazu leistet, Empathie gegenüber Flüchtlingen zu entwickeln bzw. beizubehalten. Vom Erzählton deutlich drastischer als „Der Erinnerungsfälscher“.
- Rolf Börjlind
Die dritte Stimme
(138)Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecherIch habe mir ja wirklich Mühe gegeben und bis zur Hälfte von den über 500 Seiten gelesen, aber ich bin so gar nicht in die Geschichte rein gekommen. Die Charaktere waren nicht wirklich interessant (obwohl sie das bestimmt hätten sein können) und vier verschiedene Erzählstränge waren einfach zu viel, zu durcheinander erzählt. Für mich war das leider gar nichts, da habe ich in letzter Zeit bessere Krimis gelesen.
- David Lagercrantz
Vernichtung
(73)Aktuelle Rezension von: zickzackEin toter Obdachloser wird in Stockholm aufgefunden, welcher die Telefonnummer von Journalist Mikael Blomkvist mit sich trägt. Der Tote hatte zuletzt verwirrt über eine Verschwörung rund um den schwedischen Verteidigungsminister Johannes Forsell geredet. Da Mikael nicht mit der Identifizierung des Obdachlosen weiterkommt, holt er Lisbeth Salander mit ins Boot. Diese befindet sich gerade in Moskau und bereitet einen Anschlag auf ihre verhasste Schwester vor. Dennoch findet sie heraus, dass der Obdachlose ein Sherpa war, ein Mount-Everest Guide. Er war dabei als sich der Verteidigungsminister mit ein paar anderen Personen bei einer tödlichen Expedition auf dem Berg befand. Es wird klar, dass der Sherpa etwas Wichtiges mitzuteilen hatte.
Es schon länger her, seit ich den letzten Millenniumband gelesen habe. Daher war es für mich am Anfang etwas schwierig in die Geschichte zu finden. Zumal es damit anfängt, dass Mikael total schlecht drauf ist, fast schon depressiv und er Kontakt zu Lisbeth aufnehmen möchte, die wie sooft keinen möchte. Dass er sich darüber überhaupt noch ärgert, wundert mich, denn es ist ja schließlich nicht das erste Mal, dass sie ihr eigenes Ding dreht.
Am Anfang interessiert ihn der Obdachlose recht wenig, bis er mehr und mehr Details bekommt, die dann doch sein Interesse wecken. Ich finde, schon hier wird wieder die typische Gesellschaftskritik der Millenniumbände angewandt, wenn auch recht subtil. Es wird davon gesprochen, dass es früher viel weniger Obdachlose auf den Straßen Schwedens gab und sich normalerweise keiner für den Tod eines Obdachlosen interessiert und schon gar nicht für dessen Identifizierung.
Auch war ich hier wieder erstaunt, wie nah David Lagercrantz den Stil von Stieg Larsson kommt. Es gibt verschiedene Plotstränge, es wird in den Perspektiven gesprungen, ständig werden irgendwelche Straßennamen von Stockholm mit erwähnt, wo ich immer noch nicht weiß, wo sich was befindet. Dauernd diese teils verwirrenden Verbindungen zwischen der Ermittlergeschichte und Lisbeths Vergangenheit. Dann sind die Figuren authentisch beschrieben, allen voran Mikael und Lisbeth, aber gerade wenn neue Figuren eingeführt werden, dann wird sich zeitgelassen, diese ausführlich vorzustellen. Das kann man mögen oder kritisieren, aber so hat es auch Stieg Larsson gemacht.
Dennoch hat mir hier etwas gefehlt. Es hat sich wie ein guter Thriller lesen lassen, auch wenn es am Anfang etwas Anlauf gebraucht hat, bis es wirklich spannend wurde, aber es war nicht so richtig das Millenniumfeeling da. Es war halt nicht wirklich etwas Neues. Es war auch irgendwie klar wie Lisbeth handeln wird und dass die in ihrem Auftreten wieder total cool und mitreißend ist, dass die in Kämpfen (Endkampf insbesondere) fast schon übermenschlich wirkt und es dennoch sich nicht falsch bei ihr anfühlt.
Es war halt ein gutes Buch, mit einer interessanten Story, was die Mount-Everest-Geschichte anbelangt, aber nicht so überwältigend, wie es beispielsweise der erste Band der Millennium-Reihe mit mir gemacht hat. Es hat sich gut lesen lassen, die Figuren gefallen mir sowieso und die Geschichte war ab einem gewissen Punkt schon sehr interessant. Aber eher die Mount-Everest Sache, als die persönliche Geschichte von Lisbeth. Und das verwundert mich. Denn normalerweise war es bei sonst immer andersherum und die Ermittlergeschichte war eben tolles Füllwerkt zwischen den persönlichen Ereignissen und Aufdeckungen von Lisbeth.
Fazit: Ich weiß nicht recht, wie ich das Buch bewerten soll. Es war ein guter Thriller und an sich haben mir die Figuren, Schreibstil und Plot gefallen, aber es konnte mich nicht so begeistern wie vorherige Bände. Es hat etwas gefehlt und auch wenn das Ende jetzt rund ist für die Figuren, befriedigt es mich nicht so wirklich und gleichzeitig möchte ich aber auch keinen weiteren Teil, weil ich denke, dass die Geschichte von Lisbeth und Mikael auserzählt ist. Daher vergebe ich 4 Sterne.
- Dania Dicken
Das Gefühl von Leichenkälte
(14)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDas Gefühl von Leichenkälte
In der fesselnden Krimi-Serie von Dania Dicken wird das düstere Zusammenspiel von Sadismus und Menschlichkeit eindrucksvoll beleuchtet. Besonders die Frauenfiguren, oft obdachlos und durch ihre Wanderlust gezeichnet, stehen im Fokus der brutalen Übergriffe. Dickens gelingt es meisterhaft, die unvorstellbaren Taten der Protagonisten nicht nur als Verbrechen, sondern auch als Ausdruck tief verwurzelter menschlicher Abgründe darzustellen. Die Leser schätzen die spannende Ermittlungsarbeit, die nicht nur Kriminalfälle löst, sondern auch die persönlichen Geschichten der Charaktere herausarbeitet. Libby und ihr Team bieten ein authentisches Porträt ihrer Herausforderungen, was die Vorfreude auf den nächsten und letzten Teil der Reihe ins Unermessliche steigert. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle Fans packender Krimiliteratur!
In Sacramento überschattet ein grausamer Fall die Stadt: Unbekannte Pakete mit Leichenteilen erreichen die Polizei. Die Gewebeveränderungen deuten auf eine längere Kühlung hin, was die Ermittler alarmiert. FBI-Profilerin Libby Whitman und ihre Kollegin Julie Thornton kehren in ihre Heimat zurück, unterstützt von Libbys Mutter Sadie, ebenfalls ehemalige Profilerin. Schnell wird klar, dass der Täter zwar psychisch gestört ist, aber teuflisch clever agiert. Zahlreiche vermisste Obdachlose und Prostituierte wecken düstere Befürchtungen, während die Abgründe einer kranken Psyche ans Licht kommen – ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
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Das heimliche Zimmer: Thriller
(110)Aktuelle Rezension von: ArnnieUnglaublich was in diesem Buch passiert, aber nun einmal zum Anfang!
Ein grausamer Fund erschüttert Berlin: Ein Teenager wurde brutal ermordet. Die Beweislage scheint eindeutig – ein Mitschüler des Opfers wird verdächtigt. Für die Ermittler ist der Fall klar, doch Spezialermittlerin Laura Kern spürt, dass etwas nicht stimmt. Als weitere Leichen entdeckt werden und erneut alle Spuren zu demselben Jugendlichen führen, verstärkt sich Lauras Unbehagen. (Quelle Thalia)
Ein spannender neuer Fall für Laura Kern & ihr Team!
Als erstes möchte ich sagen, ich bin sowas von begeistert, der Schreibstil, die Geschichte und vor allem das man einfach mitraten will.
In diesem Buch geht es um eine Clique von Jugendlichen, die ab und an über die Strenge schlagen. Als eines Morgens jedoch Einer von ihnen tot aufgefunden wird, dann auch noch nach und nach andere Morde passieren, zweifelt man an der „nur einen Täter“ Variante.
Aber wie hängen die Drogen, die Lehrerin, die Clique und die Obdachlosen zusammen?
Leute, ich habe dieses Buch verschlungen!!!
Klare Kaufempfehlungen & ich würde immer blind jedes Buch von @autorin_catherine_shepherd kaufen!
Bin schon sehr auf den nächsten Thriller gespannt!!! - Robert Swindells
Eiskalt
(2)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaDer Serienmörder ist ein abgebrühter Ex-Militär, der glaubt, er würde Vaterstaat dienen, wenn er Obdachlose von der Straße verschwinden lässt. Er ist eiskalt und hält sich für besonders schlau. Dabei wird er wie jeder eiskalte Killer beschrieben und ist ein richtiges Klischee, dessen Gedanken und Taten mich durchwegs gelangweilt haben. Würde er die Hauptrolle im Buch spielen, hätte ich es längst abgebrochen.
Der Erzähler und sein Freund Ginger hingegen sind Menschen, die mir das Leben auf der Straße gezeigt haben. Sie betteln, suchen sich Arbeit und wandern die meiste Zeit, damit ihre Körper in Bewegung sind und nicht erfrieren. Nachts suchen sie sich Schlafplätze und sehnen sich dabei qualvoll nach Schlaf, was nicht immer funktioniert.
Zu sehen, wie sie zu überleben versuchen, das war interessant und spannend. Erzählte der Autor aus der Sicht von Link, war ich Feuer und Flamme für das Buch und habe mitgefühlt. Dabei wird der Leser direkt angesprochen, was mich normalerweise stört, aber hier habe ich das hingenommen. Es regnet Vorwürfe vom Erzähler und weil ich keine Ahnung vom Leben auf der Straße habe, hatte er damit durchaus recht.
Aus der Sicht des Erzählers ist das Buch spannend und hat eine Atmosphäre, die ich deutlich gespürt habe. Doch sobald das Buch aus der Sicht des Mörders erzählt, verliert es jegliche Kraft und wird klischeehaft langweilig.
Das Ende jedoch verwandelt da Buch in Schrott. Ich habe gemerkt, wie dem Autor die Puste ausgegangen ist und am Ende hat er keine Fantasie mehr gehabt. Die ganze Vorarbeit spült er förmlich in das Klo hinunter. Es ist so ein Ende mit jede Menge Fragezeichen, die man unmöglich zusammensetzen kann, und mit einer überraschenden Wende, auf die ich sehr gut verzichten konnte, die sich sogar förmlich lustig über mich gemacht hat.
Es ist ein Jugendbuch, meine Erwartungen waren ziemlich weit nach unten geschraubt, und dennoch finde ich, dass das Ende ein riesiger Mittelfinger ist, den der Autor seinen Lesern entgegenstreckt. Was für eine Verschwendung!
- Michael Schmidt
Zwielicht Classic 14
(6)Aktuelle Rezension von: echMit diesem Band legt der Herausgeber Michael Schmidt den inzwischen bereits 14. Band aus der Reihe "Zwielicht Classic" vor. In der Classic-Reihe werden im Gegensatz zur Reihe "Zwielicht" in erster Linie Nachdrucke von Geschichten und Artikeln, die bereits zuvor in anderen Veröffentlichungen abgedruckt wurden, teilweise sogar mehrfach.
In dieser Ausgabe finden sich nun 7 neuere Geschichten, die zwischen 2006 und 2018 geschrieben wurden, 3 ältere Geschichten aus den Jahren 1916 bis 1937 und ein Artikel aus dem Jahr 2018.So ergibt sich wieder einmal eine sehr abwechslungsreiche Mischung mit Beiträgen aus der gesamten Palette des phantastischen Bereiches, bei der jeder Liebhaber des Genres den einen oder anderen Beitrag ganz nach seinem Geschmack finden sollte.
Meine persönlichen Favoriten sind hier die Geschichte "Symbiose" von Julia Annina Jorges und "Was bleibt von Dir ?" von Nina Teller, aber auch die übrigen Geschichten konnten mich größtenteils gut unterhalten. Diesmal waren allerdings auch wieder ein paar Beiträge dabei, die mich nicht so überzeugen konnten, oder zu denen ich keinen rechten Zugang finden konnte.
Unter dem Strich ergibt sich aber doch wieder eine gelungene Anthologie, die mir ein paar spannende und gruselige Stunden bereiten konnte. - Sebastian Fitzek
Noah
(129)Aktuelle Rezension von: AlissilaAuch dieses Hörbuch war wieder sehr gut von Simon Jäger eingelesen.
Die Geschichte finde ich auch wieder gut, allerdings ist es mir zum Ende hin irgendwie zu sehr Illuminati und Verschwörungen die langatmig geplant sein sollen.
Was es mit Toto auf sich hatte habe ich garnicht kapiert aber Oscar war der für mich beste Charakter! Irgendwie völlig daneben und trotzdem absolut toll!
- Iris Muhl
Die Nacht der Vergessenen
(30)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Niki erinnert sich sehr genau an die ersten Abende in der roten Meile. Sie schob sich anfangs erst zögerlich, dann immer forscher durch die dunklen Gassen, an den Menschen vorbei, an Männern, Frauen und Schaulustigen, unerschütterlich...“
Niki arbeitet in Zürich bei der Heilsarmee. Es ist Heiligabend, als sich Niki mit Heidi zusammen in die rote Meile aufmacht. Dort leben Obdachlose und Prostituierte. Niki und Heidi haben Geschenke für sie dabei. Doch seit langem hadert Niki mit ihrer Aufgabe und mit Gott. Es gelingt ihr nicht mehr, Frauen zum Ausstieg aus dem Milieu zu bewegen. Viele Türen bleiben ihnen verschlossen.
Die Autorin hat eine bewegende Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sehr feinfühlig geht sie mit dem schwierigen Thema um.
Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Es ist eher ein leises Buch mit behutsamen und taktvollen Worten.
Schon Nikis Weg ging nicht gerade. Sie wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf, hat sich mit dem Studium davon gelöst und erst nach Umwegen ihre Bestimmung gefunden. Ihr Mann Markus will nicht, dass sie an den Abend das Haus verlässt.
Die Unterschiede zwischen Niki und Heidi werden so formuliert:
„...Heidi ist der Klebstoff, der die Kontakte und Beziehungen zusammenhält, sie unterbricht alle im Satz, unüberlegt und intuitiv. Niki jedoch analysiert, interpretiert und versucht die Umstände,in denen sich die Frauen bewegen, mit scharfer Beobachtungsgabe zu durchschauen...“
Dann erzählt die Autorin die Schicksale verschiedener Frauen, die auf der Straße leben. Sie haben sich dieses Leben meist nicht ausgesucht. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Familien, sei es in Moldawien oder in Brasilien. Aus den Worten der Frauen spricht die Sehnsucht nach den Eltern, nach den Kindern, nach Geborgenheit. Hart sind die Fälle, wo die Familie das Geld nimmt – und die Arbeit verachtet, wenn sie davon erfährt.
Und dann ist da Meta, die einem Bordell vorsteht und sich im Auftrag des Zuhälters um die Frauen kümmert. Sie hat für Ordnung gesorgt, entscheidet, wer Zutritt bekommt und hat die Ernährung und die Lebensverhältnisse der Frauen verbessert. Nur eines bleibt unverändert. Die Frauen dürfen das Haus nicht verlassen. Für dies Arbeit aber hat sie einen hohen Preis bezahlt.
Drei Mal versuchen Heidi und Meta in dieser Einlass in das Haus zu bekommen. Zwei Mal bleibt die Tür geschlossen. Dann geschieht ein Wunder.
Auch einer der Zuhälter wird in Buch beschrieben. Selbst hier gibt es kein gut oder Böse.Das Leben ist komplizierter. Er war nicht von Anfang an das, was er jetzt ist. Seine Familie weiß nichts von seiner Arbeit. Sie kennen ihn als Handwerker.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es mahnt uns, vorsichtig mit unserem Urteil und unseren Vorurteilen zu sein. Besonders eindrücklich wirkt das Buch, weil es auf einer wahren Geschichte beruht.
- Renée Karthee
Fliegen lernen
(26)Aktuelle Rezension von: ValabeManchmal wartet das Glück vor der Tür. Man muss es nur hereinlassen. Mit diesen Worten auf der Buchrückseite beginnt die Geschichte von Gerit und Sonja aus der Feder von Renée Karthee.
Gerit ist Mitte 40, eine angesehene Familienrichterin, Vegetarierin, sportlich und allein. Aber nicht einsam, so ihr Glaube. Sonja hingegen ist Mitte 30, lebt auf der Straße und sammelt Plastikflaschen um ein Paar Euro am Tag zu verdienen. Nun mag man denken, so unterschiedliche Frauen haben nichts gemeinsam… Doch es ist nicht etwa eine Charaktereigenschaft, die beide verbindet, sondern ein Frauenheld namens Simon Pinter, seines Zeichens ein erfolgreicher Filmemacher. Natürlich wissen beide nichts voneinander, zumal ihre jeweilige Beziehung zu besagtem Frauenheld mittlerweile schon in die Brüche gegangen ist. So treffen beide das erste Mal auf einander, als Gerit über den Schlafsack von Sonja fällt, die sich im warmen Flur von Gerits Haus zusammengerollt hat um der Kälte des Winters zu trotzen. Dass dieses Treffen kein Zufall ist, erfährt Gerit erst später. Ebenso, dass Sonja eine der Geliebten von Simon und sie auch schon früher ein Teil ihres Lebens war, wenn auch unter einem anderen Namen. Die beiden ungleichen Frauen beschließen nach Frankreich zu fahren. Jede aber unter einem anderen Vorsatz, was natürlich wieder zu Konflikten zwischen beiden führt. Und am Ende treffen sie sogar Simon wieder, wenn auch anders als erwartet.
Eine kleine aber nicht unwesentliche Rolle spielen in dem Buch auch Gerits Freundin Katja König und der Fotograf André Anson, den Gerit mehr oder minder von Katja auf den Hals gehetzt bekommt. Das André mal eine größere Rolle in ihrem Leben spielen wird, wagt Gerit nicht mal zu glauben, so sehr missfällt ihr dieser Typ.
Mit „Fliegen lernen“ erzählt Renée Karthee eine nette und einfühlsame Geschichte über zwei Frauen, die im Leben einige harte Lektionen lernen mussten, wenngleich sie davon auch unterschiedlich aus der Bahn geworfen wurden. Der Leser liest sich in eine Geschichte rein, in der einem Bewusst wird, wie schnell und oft man sich in sich selber verschließt, wenn man einmal eine unangenehme Situation erlebt hat, und wie schwer es sein kann da wieder heraus zu kommen. Die Geschichte ist nicht wahnsinnig aufbrausend oder spannend erzählt. Nein sie ist eher eine langsame und auf Zehenspitzen vorschreitende Erkenntnis, dass es sich lohnt sich für die Liebe zu öffnen, und dass jeder Mensch mindestens eine verrückte Freundin braucht, auf die er sich verlassen kann. Das Ende fand ich persönlich etwas zu schnell kommend und zu hastig. Da hätte man noch mehr herausholen können. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Alles in allem ein netter Roman für den Lesesommer (und natürlich auch Winter), in dem man auch ein bisschen in sich selber hineinschauen lernt.
- Markus Ostermair
Der Sandler
(7)Aktuelle Rezension von: ChiarraDer Ansatz für dieses Buch hat mir gleich sehr gut gefallen und ich war im Positiven darauf gespannt. Doch schon nach spätestens einem Viertel des Buches musste ich mich extrem zwingen, es zu Ende zu lesen.
Aus meiner Sicht hat der Autor zwar einen sehr guten Einblick in die Lebensumstände und der daraus resultierenden psychischen Probleme der Obdachlosen gezeigt, doch hat er sich bei deren Beschreibung für seine LeserInnen einfach zu sehr in Einzelheiten verloren und insgesamt verzettelt. Leider hat mich auch das lang ersehnte Ende enttäuscht.
Aufgrund der Vielzahl an positiven Rezensionen auf verschiedenen Plattformen habe ich meine Meinung nochmals überdacht. Doch kann ich für mich leider nur sagen: Toller Ansatz, super Einblicke in die Situation von Obdachlosen! Aber mich konnte das Buch nicht wirklich abholen, ergreifen und leider bleibt auch langfristig bei mir nur ein "genervtes Leseerlebnis" im Gedächtnis. Schade!Gelesen und bewertet 01.05.2021























