Bücher mit dem Tag "obdachlosigkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "obdachlosigkeit" gekennzeichnet haben.

153 Bücher

  1. Cover des Buches Starters (ISBN: 9783492269322)
    Lissa Price

    Starters

     (1.260)
    Aktuelle Rezension von: JaninaMG

    Zuerst einmal möchte ich das Cover ansprechen. Es ist zwar schlicht gehalten und trotzdem hat es etwas fesselndes an sich. Es passt unglaublich gut zum Inhalt des Buches und hat mich unter anderem erst auf diese Geschichte aufmerksam gemacht. 

    Nun zum Buch selbst: Die Protagonistin Callie ist ein unglaublich zugänglicher und angenehmer Charakter und es hat mir viel Spaß gemacht sie zu begleiten. Ihre Geschichte und wie aufopferungsvoll sie handelt kam extrem gut herüber und hat dem ganzen etwas tiefes verpasst. Die Idee hinter dem Buch finde ich allerdings besonders interessant und erschreckend real. Denn auch, wenn das ganze in der Zukunft spielt, lassen sich gewisse Parallelen erkennen. Die Welt und ihre Bewohner werden schonungslos ehrlich dargestellt und das hat mir sehr gut gefallen. Auch die Spannung hat nie nachgelassen und am Ende war ich froh, den zweiten Band sofort zur Hand zu haben. 

            

  2. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.368)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  3. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.501)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

    Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt überleben. Inspiriert von Clockwork  Orange überfallen sie wahllos Leute. Jahre später sitzt Carl Morck im Keller des Polizeipräsidiums und leitet das  Sonderdezernat Q ,welches zunächst nur aus ihm und seinem Assistenten besteht und eher aus Verlegenheit gegründet wurde, um Carl irgendwo unterzubringen. Von hier aus versucht er alte Fälle zu bearbeiten. In diesen Fall beißt er sich fest und je mehr jemand an höherer Stelle versucht, ihn davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen, desto mehr stachelt es ihn an, zu ermitteln.

    Die Charaktere  finde ich klasse. Es macht großen Spaß, das Buch zu lesen und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Bösen und alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Es ist flüssig geschrieben und liest sich wie von selbst. Und es ist so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Bei der Handlung bleibt einem manchmal die Luft weg und man muß erstmal sacken lassen, was man grade gelesen hat. Ein Buch, nach dem man erstmal Luft holen muß.

    Die reißerischen Titel haben mich lange abgeschreckt, aber nun bin ich ein Fan der Reihe (auch wenn ich die Titel immer noch scheußlich finde).

    Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend lieben.

  4. Cover des Buches Elefant (ISBN: 9783257069709)
    Martin Suter

    Elefant

     (252)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Fritz Schoch geht ein Licht auf, genauer gesagt ein pinker Elefant. Selbstleuchtend und nur 30 cm klein stolpert er plötzlich in sein obdachloses Leben in einer Erdhöhle am Ufer der Limmat. Bei dem Elefanten handelt es sich um ein "Glowing Animal" in der Testphase: der neueste Marketing-Clou für Kinder, die schon alles haben. Unversehens wird Schoch in einen Strudel verschiedener Interessen hineingezogen. Profitorientierte Genmanipulation versus das Recht des einzelnen Individuums auf artgerechtes Leben - das ist die Kontroverse, die in dieser Geschichte ausgetragen wird. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

    MEINE MEINUNG: Wieder einmal gelingt es Suter meisterhaft, tief in die Materie einzudringen, ohne die Spannung des Plots aus den Augen zu verlieren. "Gut" und "Böse" agieren manchmal arg prosaisch. Dadurch skizziert er die Positionen bzw. Überzeugungen aller Parteien allerdings so eindeutig, dass sich der Leser von so viel Leidenschaft nur noch mehr berührt fühlt. Verpasst nicht diese moderne, urbane Fabel mit überzeugender Moral zu einem hochaktuellen Thema!

  5. Cover des Buches Bob und wie er die Welt sieht (ISBN: 9783404608027)
    James Bowen

    Bob und wie er die Welt sieht

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Lindia

    Inhalt


    Nachdem es im ersten Band darum ging, wie James Bowen und Bob zueinander fanden und wie er sich auf die neue Situation einstellte, geht es nun mehr um die Veränderungen, die es in seinem Leben gab, seitdem bei ihm lebt. 
    James berichtet ausführlich von den Ereignissen in seinem Leben und gibt einen Einblick in das Leben eines Menschen, der sein Geld auf der Straße verdient.


    Meinung


    James berichtet aus der Ich-Perspektive von seinem Leben mit Bob. Dabei wird sehr ausführlich erzählt, sodass man dem Text gut folgen und sich alles sehr gut vorstellen kann. 

    Die einzelnen Kapitel sind jeweils einem Erlebnis gewidmet. Sie beleuchten das Leben des "Big Issue" Verkäufers wie ein Spotlight, da es immer nur um einen kurzen Abschnitt geht. Durch das Einbringen vieler Gedanken, Gefühle und Erinnerungen wird das Ganze aber gut ausgefüllt mit Informationen. Man kann sich gut in die Situationen hineinversetzen und erfährt nach und nach, wie es dazu kam, dass James auf der Straße landete. Gleichzeitig berichtet das Buch aber auch von seinem Weg aus der Drogenabhängigkeit und in ein geregelteres Leben, wobei Bob eine sehr große Rolle spielt.

    Anders als im ersten Teil wird hier genauer beschrieben, wie es dazu kam, dass James sein erstes Buch veröffentlichte. Und obwohl natürlich schon bekannt ist, dass dies der Fall ist, fand ich es sehr interessant zu erfahren, wie man z.B. auf ihn aufmerksam wurde und wie sich sein Leben dadurch veränderte. Zum Ende hin wurde der Fokus vermehrt auf die Veröffentlichung des Buches gelegt, was der Geschichte eine gewisse Abwechslung verlieh.


    Fazit


    Für alle Bob-Fans ist das Buch auf jeden Fall ein Muss. Aber auch allen anderen würde ich es persönlich empfehlen, es sich durchzulesen. Denn die Geschichte der beiden gibt Mut und Hoffnung und vielleicht befindet man sich irgendwann selbst einmal in der Lage, seinen Lebensunterhalt auf der Straße verdienen zu müssen. Es kann jeden treffen, umd James ist ein Beispiel dafür, dass man auch dieser Situation noch etwas Gutes abgewinnen kann.
  6. Cover des Buches Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern (ISBN: 9783499001291)
    Kelly Moran

    Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Maddie tut alles um die Fehler ihres Vaters wieder gut zu machen, doch Redwood schneidet sie. Dann trifft sie immer wieder auf Parker und die beiden kommen sich näher. Doch während sie die unbeliebteste Bewohnerin der Stadt ist, ist er als Sheriff der beliebteste und so scheint eine Zukunft für die beiden unmöglich.

    Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. Zu Beginn hat mich die Geschichte echt gepackt, wie fies da mit Maddie umgegangen wurde, war echt hart, aber da kam schon der erste fade Beigeschmack für mich. Denn die Kleinstadt Redwood hat sich in seinen 4 Vorgänger als so toller Ort präsentiert, das ich das gar nicht glauben konnte, wie gemein die Bewohner plötzlich waren.

    Je weiter die Geschichte voranschritt, desto hölzerner kam mir die Story vor. Es wirkte einfach so, das jedes Kapitel dazu ausgelegt war entweder Parker zu zeigen, wie gemein die Bewohner zu Maddie sind oder aber wie toll Maddie eigentlich wirklich ist. 

    Den schlussendlichen Kitsch hätte ich noch verzeihen können, aber da gab es einige Situation die mich nur frustriert haben bzw. Augenroll-Momente beschert haben. Ich kann da nicht genauer drauf eingehen ohne massiv zu spoilern. Es sei nur so viel gesagt, ich habe tatsächlich überlegt das Buch 30 Seiten vor Ende abzubrechen. Ich habe es wirklich nur zu Ende gelesen, weil es nur noch 30 Seiten waren.

    Ich muss es jetzt mal ganz deutlich sagen, die Autorin hat in meinen Augen mit den letzten 50-80 Seiten die komplette Story verdorben. Zumindest für mich und ich weiß das es da draußen Leute gibt die diese Geschichte feiern, aber ich bin wirklich enttäuscht.

  7. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.235)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Ein Geschenk von Bob (ISBN: 9783404608461)
    James Bowen

    Ein Geschenk von Bob

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Lindia

    Inhalt


    In dem Buch "Ein Geschenk von Bob" berichtet der Straßenmusiker und Zeitungsverkäufer James Bowen von seinem Leben mit dem Kater Bob zur Weihnachtszeit.
    Diese ist besonders schwierig zu bewältigen, wenn man seinen Lebensunterhalt auf der Straße verdient. Und im Jahr 2010, in dem die Erzählung spielt, kommen noch erschwerte Bedingungen aufgrund des kalten Wetters hinzu.

    Meinung


    Auch in diesem Teil der Bob-Reihe nimmt James Bowen den Leser mit in sein Leben und gibt viele persönliche Einblicke in seinen Alltag.Diesmal liegt hierbei der Fokus auf den Tagen rund um Weihnachten. 

    Dabei ist der Text eine Mischung aus verschiedenen Zeiten. Es ist ein Rückblich auf das Jahr 2010, in dem immer wieder Bezug auf die Vergangenheit und die Zeit vor Bob genommen wird. Hier und da finden sich auch Anspielungen auf die ersten Erlebnisse, die die beiden gemeinsam hatten, nachzulesen in dem Buch "Bob der Streuner".

    Durch die vielen Rückblicke auf die Zeit, in der James noch drogenabhängig war und auf der Straße lebte, erhält man einen einmaligen Blick in das Leben obdachloser Menschen und die harte Winterzeit, die man auch ohne Dach über dem Kopf überstehen muss.

    Interessant war auch die Entwicklung, die James mit der Zeit gemacht hat. Er hat es geschafft, von den Drogen wegzukommen und hat eine eigene Wohnung. Und zusammen mit seinem roten Kater wird das Weihnachtsfest 2010 endlich eines, das er genießen kann und an das er sich wahrscheinlich noch lange erinnern wird. 

    Fazit


    Auch der dritte Teil über das Leben des Straßenmusikers und seinem Kater ist sehr zu empfehlen. Die Einblicke in das Leben der Menschen auf der Straße öffnen einem die Augen und regen zum Nachdenken an.
  9. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Fingerhut (ISBN: 9783446250550)
    Michael Köhlmeier

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Greedyreader
    Michael Köhlmeiers Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ erinnert vom Titel her an Andersens berühmtes Märchen, ist aber keins. Der Roman erzählt von einem 6jährigen Mädchen, das sich Yiza nennt, aber seine Identität nicht wirklich kennt. Das Kind ist offensichtlich unbegleitet in einer namenlosen Stadt in einem europäischen Land angekommen und wird von einem „Onkel“ betreut, der nicht wirklich sein Onkel ist. Er bringt Yiza mit genauen Verhaltensmaßregeln täglich auf einen Markt, wo sie stumm sitzen und lediglich laut und anhaltend kreischen soll, wenn jemand das Wort Polizei ausspricht. Irgendwann kommt der Onkel nicht mehr wieder, und das Mädchen ist auf sich allein gestellt. Yiza versteht die Menschen nicht und hat bisher lediglich überlebt, weil sie niedlich aussieht und die Passanten und Geschäftsleute ihr gern helfen. Eines Tages wird sie in ein Heim gebracht, wo sie zwei Jungen in derselben Situation kennenlernt: Arian und den 14jährigen Schamhan, der die Sprache des Mädchens versteht und für Arian dolmetscht. Die drei bilden zeitweise eine Kleinfamilie, geben einander Schutz und Wärme, bis sie nach einem Einbruch gefasst werden. Arian und Yiza können entkommen und in einem eiskalten leer stehenden Gewächshaus kurze Zeit überleben. Dann erkrankt Yiza schwer. Die Besitzerin des Grundstücks pflegt sie im Haus gesund, sperrt das Mädchen jedoch ein und will es für sich behalten. Bei Arians Versuch, seine Gefährtin zu befreien, kommt es zur Katastrophe.
    Köhlmeier erzählt in nüchterner Sprache ohne jede Sentimentalität von einem Schicksal, wie es heutzutage überall in Europa vorkommen kann. Obwohl der Autor es nicht darauf anlegt, empfindet der Leser angesichts der ungeheuren Härte einer solchen Kampfes um das nackte Überleben Empathie und kommt ins Grübeln. Ein Einzelschicksal ist allemal beeindruckender als Zahlen und Statistiken. Köhlmeiers Roman ist keine herzerwärmende schöne Geschichte, sondern ein wichtiges und gut geschriebenes Buch.        
  10. Cover des Buches Die Springflut (ISBN: 9783442748204)
    Cilla Börjlind

    Die Springflut

     (188)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    In einer vorherigen Rezension steht: "Schreiben können sie ja. Aber erzählen?" Ich kann mich diesem Urteil nur anschließen. Das Autorenduo  gehört laut Zusatz zum Klappentext zu den berühmtesten von Schweden; Schwerpunkt bisher: Drehbücher. Ich wurde während des Lesens das Gefühl nicht los, dass die beiden vorrangig auf spektakuläre Bilder setzen, weniger auf die glaubhafte (!) Ausschmückung der Charaktere. 

    So beginnt das Buch mit einer spektakulären Szene: eine Schwangere wird in Sand eingegraben und von der herannahenden Springflut ertränkt, und das am einsamen Strand einer abgelegenen Insel. Nur ein kleiner Junge ist Zeuge dieser Szene. Der Fall wird nicht aufgeklärt. 23 Jahre später wagt sich eine Polizeischülerin an diesen "Cold Case" heran, trifft bewusst oder zufällig auf allerlei merkwürdige und relevante Persönlichkeiten und führt die Ermittler mit Hilfe eines obdachlosen Ex-Polizisten zum Mörder. Zufällig, rein zufällig, offenbart sich für die Polizeischülerin dann noch ein tiefgreifender, persönlicher Zusammenhang zu diesem nun aufgeklärten Fall.


    Ich habe drei Bände der Krimi-Reihe um die Polizeianwärterin Olivia geschenkt bekommen; dies war der erste.  Leider las er sich zäh wie Kaugummi; ich habe gut einen Monat für dieses Buch gebraucht und erst das letzte Zehntel des Buches war für mich spannend. Die Vielzahl der eingeführten Personen war teilweise verwirrend, genauso wie die diversen Handlungsstränge. Plausibel und nachvollziehbar war das alles nicht immer. Ohne 1001 Zufälle wäre sowieso keine Geschichte zu Stande gekommen. Das traurigste an diesem Buch war jedoch leider, dass kein einziger Charakter wirklich sympathisch war, am allerwenigsten die selbstherrliche, schroffe Olivia.


    Zuletzt möchte ich noch feststellen, dass der grausame Tod der Katze für die Geschichte völlig irrelevant und auch unnötig ist. Irgendwer von den beiden Autoren hat sich da schriftstellerisch wohl gerne ausgetobt.

    Ich kann nur hoffen, dass die anderen beiden Bände etwas schwungvoller und realitätsnäher sind.

  11. Cover des Buches Unsichtbare Frauen (ISBN: 9783442718870)
    Caroline Criado-Perez

    Unsichtbare Frauen

     (67)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Dieses Buch bietet einem einen Rundumblick der Themenlandschaft von Strukturellen Sexismus.

    Dabei immer mit Zahlen untermauert, was mir sehr gefällt.


    Solche Art von Bücher hat das Potenzial das Leben des Lesenden zu verändern. Sie sind Sicht verändernd.


    Es bietet für viel Gesprächsstoff, aber auch für Wut, wenn man die Ungerechtigkeit unserer frauenfeindlichen Gesellschaft so deutlich vor Augen geführt bekommt.


    Was ich jedoch als einen kleinen Manko empfinde ist die schlechte Strukturierung.

    Die Überschriften sind absurd und es gibt keine Gliederung – im Text wird oft in den Themen hin und her gesprungen – weil vieles auch schlicht zusammen hängt, schon klar – aber ich mag Struktur und finde es gerade bei so einen Themenvielfalt sinnvoll, um den Überblick zu behalten.

  12. Cover des Buches Gun Love (ISBN: 9783518428320)
    Jennifer Clement

    Gun Love

     (89)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Pearl kennt nur das Leben im Auto ihrer Mutter, die als Teenager von zuhause weg gelaufen ist. Der Wagen steht seit vierzehn Jahren auf dem Besucherparkplatz eines Trailerparks zwischen zwei Autobahnen und einer Müllkippe und obwohl ihr Alltag von Armut geprägt ist, schafft Margot für sich und ihre Tochter eine sanfte, verträumte Atmosphäre in dem alten Ford Mercury. Diese Idylle wird erst getrübt, als Eli Redmond mit seinen Waffen auftaucht, in den sich Margot Hals über Kopf verliebt. 

    "Gun Love" von Jennifer Clement hat mich bis zur letzten Seite hin gefesselt und hallt immer noch in mir nach. Die Autorin zeigt ihr Heimatland von einer düsteren Seite, Schusswaffen sind allgegenwärtig und schon der Beginn des Buches lässt ahnen, dass es kein gutes Ende nehmen kann. Dennoch gelingt es der Autorin durch ihren wunderbar poetischen Schreibstil immer wieder, glückliche Momente voller Liebe und Zuversicht in die Geschichte einzuflechten, die doch eigentlich vom harten Leben zwischen Abgasgestank und Umweltverschmutzung, geprägt von Armut und Waffengewalt, handelt. 

    Ihre Protagonistin Pearl, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, berichtet stellenweise beinahe distanziert aus ihrem Leben, aber gerade diese Erzählweise, die nur ab und an Gefühle erahnen lässt, hat mich beim Lesen sehr fasziniert. Oft sind es kleine alltäglich Begebenheiten, die mir gezeigt haben, was Pearl in den jeweiligen Situationen empfindet. Es scheint, als ob sie ihre Erinnerungen formuliert, wie sie ihr gerade durch den Kopf schießen, was es mir in den ersten Abschnitten etwas schwerer gemacht hat, dem chronologischen Ablauf zu folgen. 

    Jennifer Clements Buch ist keine leichte Kost, doch wie eine tödliche Waffe, die in zarter Spitze eingepackt ist, wird das Grauen, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint, von positiven, ja beinahe träumerischen Episoden eingefasst, so dass ich das Leseerlebnis trotz des ernsten Themas als hoffnungsvoll formuliert empfunden habe. Letztendlich hat mich der Roman nachdenklich zurück gelassen und wird sicher noch einige Zeit in mir nachwirken. Deshalb gebe ich für diese Geschichte eine unbedingte Leseempfehlung.

    Fazit: Jennifer Clements Roman handelt von Armut, Waffengewalt und Liebe, in wunderbar blumigen Worten schildert die Autorin neben dem harten Leben im Trailerpark auch Alltagsmomente voller Träume und Zuversicht. Ihr Buch hat mich gefesselt, fasziniert und am Ende sehr nachdenklich zurück gelassen, ich empfehle es gern weiter.


  13. Cover des Buches Der Salzpfad (ISBN: 9783770166886)
    Raynor Winn

    Der Salzpfad

     (62)
    Aktuelle Rezension von: IvoryLucy

    Als ich das Buch im Buchladen fand und das schöne Cover bewunderte, musste ich danach sofort den Klappentext lesen und danach habe ich es sofort gekauft. Es klang nach einem Buch, das ich unbedingt lesen musste. Ich liebe Reiseberichte. Besonders Reiseberichte dieser Art.

    Schnell kam ich beim Lesen an die Stelle, als der Arzt Moth die Diagnose einer unheilbaren Krankheit stellt. Moth wird in den nächsten Jahren sterben... Oh man... Davon stand nichts im Klappentext und Rezensionen, die das vorgreifen, hatte ich mir nicht durchgelesen... Am liebsten hätte ich das Buch an dieser Stelle weggepackt. Ich beschäftige mich mit solchen schweren Themen einfach nicht gerne. Früher machte es mir weniger aus und ich las öfters Bücher über solche Schicksale, aber mittlerweile geht mir das sehr ans Herz und mir wird dauernd meine eigene Sterblichkeit bewusst, sodass ich mehr grüble, statt mich beim Lesen fallen zu lassen.

    Aber ich konnte doch das Buch nicht einfach ungelesen in den Schrank zurückstellen. Ich war neugierig auf die Reise und hoffte in all dem Schmerz, in all der Verzweiflung der Autorin, am Ende Zuversicht zu finden. Und eine interessante Erkenntnis.

    Das Buch lässt mich ein wenig zwigespalten zurück. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, aber tendiere eher zu 4 Sternen für meine Bewertung. 

    Ich bewundere den Mut der Beiden sehr. Und ihre Beharrlichkeit. Beim Lesen wird sofort klar, wie stark sie aufgrund der zwei Schicksalsschläge nun hadern und dass der Weg es ihnen nicht leicht macht. Ich bewundere sehr, wie sie sich durch peitschenden Regen und kalte Winde kämpfen, einfach irgendwo im nirgendwo ihr Zelt aufschlagen, sich mit einem Minimum an Geld und Essen durchschlagen. Eins ist klar: ich hätte längst nach den ersten Tagen schon aufgegeben. 

    Ich habe mir gewünscht, dass mich beim Lesen eine Erkenntnis trifft, ich verzaubert bin von den Menschen, die sie treffen oder von irgendwelchen wundersamen Ereignissen. Irgendwas. Aber das Buch lässt mich nicht so nachdenklich und verzaubert zurück, wie andere Bücher. Ich erinnere mich sehr detailliert an Hape Kerkelings Buch über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Ich war förmlich dabei. Wollte, dass das Buch und "unsere gemeinsame" Reise nie endet. Dieses Gefühl kam hier leider nicht auf. Ich weiß nicht wieso. Aber ich finde es sehr schade. 

    Ich will dadurch das Buch keinesfalls abwerten, aber so ist es mir beim Lesen nun mal ergangen. Ich habe großen Respekt vor dem Mut und der Tapferkeit. Und finde auch, dass einige Überlegungen vielleicht etwas naiv getroffen wurden, was ich allerdings sehr sympathisch und menschlich finde.

    Moths Schicksal hat mich sehr mitgenommen, aber es hat sich bis zur letzten Seite etwas für mich verändert. Es zeigt sich, dass es sehr gute Tage geben kann und dass Moth genau weiß, wie er leben will. Ray beeindruckt mich sehr, weil sie so stark ist und weil sie ihren Moth so sehr liebt. Beide gehen sehr respektvoll miteinander um. Das finde ich toll.

    Ich hoffe sehr, dass die beiden mit ihrem Buch andere Menschen inspirieren können. Die Inspiration zu wandern hat es leider nicht bei mir ausgelöst. Dafür brauche ich dann wohl Hape... 😄 Aber meine Bewunderung haben die Beiden auf alle Fälle! Und vielleicht lese ich auch sogar die Fortsetzung 😉

  14. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (529)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Jeannette Walls erzählt in dem Buch "Schloss aus Glas" ihre Lebensgeschichte aus ihrer Sicht. Ihre Kindheit verbrachte sie in vielen verschiedenen Städten, zeitweise lebte sie auch mit ihrer Familie im Auto. Manchmal war es so schlimm, dass nicht mal mehr Geld für Essen da war. Fließend Wasser und Strom war etwas Besonderes. Geschenke gibt es auch nicht. Trotz allem blieb die Familie zusammen und stehen sich zur Seite. Früh musste Jeannette sich um ihre Geschwister kümmern. Sie wurde dadurch sehr schnell erwachsen. Erkannte schnell was gut ist und was nicht. Das lockere Leben ihrer Eltern stand für kein Kind als Vorbild. Sie schafften den Schritt in ein geregeltes Leben. 

    Ein angenehmer Schreibstil lässt die Lebensgeschichte wie einen Film vorbei ziehen. Ich bin froh über das Ende. Das die Kinder ein normales Leben haben und sich nicht so gehen lassen wie ihre Eltern. 

  15. Cover des Buches Schmetterlinge im Winter (ISBN: 9783453359550)
    Sarah Jio

    Schmetterlinge im Winter

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Tigerbaer

    „Schmetterlinge im Winter“ lag über zwei Jahre in meinem SuB und ich habe das Buch nun auch erst nach einer längeren Unterbrechung zu Ende gelesen. Das Alles lag nicht wirklich an der Geschichte – 2020 ist irgendwie nicht mein Lesejahr und das Lesen ist mir noch nie so mühselig erschienen wie in den vergangenen Monaten =(

     

    Es war mein erstes Buch der Autorin Sarah Jio.

     

    Kailey hat eigentlich alles im Leben…sie steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Verlobten Ryan und ist als Journalistin erfolgreich.  Als sie nach einem romantischen Dinner mit ihrem Partner einem Obdachlosen begegnet, glaubt sie in diesem ihre große Jugendliebe Cade zu erkennen. Dieser ist seinerzeit von heute auf morgen aus ihrem Leben verschwunden.

     

    Das Wiedersehen wirbelt in Kailey alles durcheinander und plötzlich steht ihre ganze Lebensplanung Kopf.

     

    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, zum Einen erleben wir Kailey und Cade im Jahr 1997 und im Jahr 2008 spielen die Ereignisse in der Gegenwart. Durch die zeitlichen Rücksprünge erfährt man viel über die Liebe zwischen Cade und Kailey, was mir gut gefallen hat. Auf dem Erzählstrang der Gegenwart wird die Handlung hauptsächlich von Kailey vorangetrieben und man spürt ihre Verzweiflung, aber auch welche Herzensangelegenheit es ihr ist Cade zu helfen.

     

    Ich bin Kailey gern auf ihrem Weg gefolgt und habe bis zum Ende mitgefiebert, was genau mit Cade geschehen ist und ob es für Kailey & Ryan eine Zukunft gibt.

     

    Von mir gibt es 4 Bewertungssterne für die Geschichte.

  16. Cover des Buches Die Stimmlosen (ISBN: 9782919801343)
    Melanie Metzenthin

    Die Stimmlosen

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Es handelt sich bei diesem Buch um den quasi 3. Teil der Reihe Leise Helden. Quasi deshalb, weil er als 2. Band erschien, zeitlich betrachtet aber als 3. in die Reihe gehört. Das Buch kann zwar unabhängig von den anderen beiden Bänden gelesen werden, macht jedoch deutlich mehr Freude, wenn man zumindest den Vorgänger “Im Lautlosen” kennt.

    Der zeitliche Rahmen umfasst die Jahre 1945 bis 1953 - eine Zeit, die geprägt war von Neuanfängen. 

    Worum geht’s?

    Hamburg 1945 - der Krieg ist vorbei, die Stadt ist nur noch ein Trümmerhaufen und von den Briten besetzt, die Menschen hungern und haben kein Dach über dem Kopf. Hamburg ist ein trostloser Ort, an dem jeder nur noch ums Überleben kämpft. Vor dieser Kulisse treten Fritz Ellerweg, Richard und Paula Hellmer und der Brite Arthur Grifford den Weg in eine neue, ihre Zukunft an. Dabei wird ihnen weiß Gott nichts geschenkt, aber niemals verlieren sie ihren Mut und ihre Lebenslust. 

    Charaktere:

    Wenn es eine Figur in einem Roman gibt, in die ich mich verknallen würde, dann wäre das wohl Fritz Ellerweg. Neben Richard und Paula Hellmer und Arthur Grifford ist er die zentrale Figur dieser Geschichte. 

    Fritz ist Chirurg. Nicht irgendein Chirurg, sondern ein richtig guter, der an der Front lernte unter den widrigsten Umständen Höchstleistungen zu erbringen, der es gelernt hat, mit den wenigen Dingen, die ihm zur Verfügung stehen, lebensrettende Maßnahmen zu erschaffen und der sich nicht zu fein ist um Hilfe zu bitten. Man könnte meinen, er sei ein Held! Ist er wohl auch, aber das ist es nicht, worauf die Autorin abhebt. Vielmehr zeigt sie den Menschen Fritz Ellerweg. 

    Fritz hat Humor und brachte mich mit seiner Art, Dinge zu beschreiben und auf den Punkt zu bringen, immer wieder zum Lachen. Das Leben in Hamburg in der Nachkriegszeit ist alles andere als leicht, aber Fritz nimmt das Leben einfach nicht so ernst, sondern eben so, wie es kommt. Aus jeder Situation zieht er das Beste heraus - auch wenn es schwer ist. Um sein und das Überleben seiner Freunde zu sichern, übertritt er auch legale Grenzen, aber niemals wäre ich auf die Idee gekommen, ihn dafür zu verurteilen. Im Gegenteil ich bewunderte seinen Mut - immerhin hätte das auch nach hinten losgehen können. 

    Sein bester Freund Richard und dessen Frau Paula sind die Personen, die ihm nicht erst seit dem Krieg am nächsten stehen. Alle 3 haben während des Krieges fürchterliche Verluste hinnehmen müssen, aber trotzdem geben sie nicht auf. Nie! 

    Neben Fritz wirkt Richard sehr ruhig und bedacht. Dabei ist er jedoch nicht weniger mutig als Fritz und auch Richard beweist immer wieder, dass er Humor hat. Zusammen sind die beiden beinahe unschlagbar. Es gibt einige Szenen, in denen die Autorin die Unbeschwertheit des Lebens wieder auferstehen lässt, obwohl in dieser Zeit nichts unbeschwert ist, wenn man es genau bedenkt. Ich habe zeitweise herzlich gelacht, wenn ich mir das bildlich vorstellte. 

    Gleichwohl hat mich Melanie Metzenthin aber auch wieder einmal gelehrt, dass es gut sein kann, genügend Taschentücher parat zu haben. Denn so herrlich diese beinahe friedlichen Szenen waren, so tief treffen den Leser auch die weniger schönen Szenen, wenn den Protagonisten Leid geschieht, wenn ihnen Unrecht widerfährt - und das passiert nicht nur einmal. 

    Der Krieg hat alle Protagonisten gezeichnet und so versucht Richard mit der Vergangenheit aufzuräumen und seinem Erzfeind endlich zu seiner gerechten Strafe zu verhelfen. Hierbei ist ihm die Aufmerksamkeit des Lesers absolut sicher. Die Gerichtsverhandlungen sind so authentisch und bildlich. Ob er es schafft, müsst ihr selbst lesen! 

    Der dritte Charakter, der mich sehr beeindruckt hat, ist Arthur Grifford. Am Anfang noch recht unscheinbar entwickelt er sich zu einem so liebenswerten Kerl, der seine eigenen Probleme hat, die durch den Krieg entstanden sind. Mit ihm zeigt die Autorin die andere Seite, denn immerhin ist Arthur Brite und damit eigentlich der Feind. Dass dies aber keineswegs so sein muss, beweist Melanie Metzenthin eindrucksvoll. Und sie tritt ebenfalls den Beweis an, dass Freundschaft über jedwede Nationalität erhaben ist. Mir lief öfter mal eine Gänsehaut über den Rücken, wenn eben diese Nationalitäten zum Stolperstein zu werden drohten. 

    Alle Figuren in diesem Roman sprühen vor Leben, selbst kleinere Figuren am Rand bleiben nicht grau. Die Charaktere sind so verschieden und haben doch alle dasselbe Ziel - nämlich aus diesem Dilemma des Krieges zu einem würdigen Leben zurückzufinden. Die Autorin schenkt jedem Protagonisten seinen Raum und jeder Leser wird mit Sicherheit die eine oder die andere Figur mehr mögen als die anderen. Aber erst ihr Ensemble macht die Geschichte so rund.

    Schreibstil:

    Ich habe inzwischen einiges von Melanie Metzenthin gelesen und ich lese ihre Geschichten wirklich gerne. Ihr Schreibstil ist so herrlich gerade heraus. Es gibt keine komplizierten Schnörkel. Die Geschichte bewegt sich immer vorwärts und es wird nie langweilig. Die Autorin schreibt so, wie das Leben eben ist. Niemals geradlinig, aber immer voran. Niemals ohne Kanten, niemals ohne Probleme, aber nach jedem Regen scheint wieder die Sonne. Gerade das macht es wohl aus, dass ihre Geschichte so lebendig und authentisch wirkt. 

    Melanie Metzenthin bewegt sich diesmal wieder im “Ärztemilieu”. Immerhin sind alle Protagonisten Ärzte. Allerdings versucht sie keineswegs zu erklären, wie Fritz operiert, sondern vielmehr zeigt sie die Umstände unter denen er das tut und unter welchen Umständen Richard und Paula in ihrer Hausarztpraxis zu dieser Zeit ihre Patienten behandeln müssen. Sie erklärt, was erklärt werden muss, nicht mehr! Das gefällt mir ausgesprochen gut, denn so bleibt das Krankenhaus- und Praxisleben für den Leser nachvollziehbar. 

    Beeindruckend ist auch ihre Beschreibung des zerstörten Hamburg. Sie schafft es über die gesamte Länge des Romans die trübe Stimmung im zerstörten Hamburg latent hoch zu halten. Sie schiebt sie nicht in den Vordergrund, aber während man die Geschichte liest, fühlt man sie. Die Autorin lebt in Hamburg und hat über ihre Stadt intensiv recherchiert. Das merkt man in diesem Roman sehr deutlich, wenn sie Vergleiche zieht, wie Straßenzüge z.B. vor und nach dem Krieg aussahen. Auf diese Art und Weise wird der Roman nicht nur zu einer Geschichte über fiktive Figuren, sondern auch ein Zeugnis einer vergangenen Zeit. Geschichtsunterricht, wie er sein sollte!

    Fazit:

    Großartig! Ein echter Pageturner, der viel zu schnell zu Ende ist, wenn man erst einmal begonnen hat. 5 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Herz im Schneegestöber (ISBN: 9782496701432)
    Anna Fischer

    Herz im Schneegestöber

     (56)
    Aktuelle Rezension von: christiane_brokate

    Ich hatte gerade Lust auf das wärmende Weihnachtsgefühl, das bei diesen Büchern einen erfüllt. Genau so war es auch hier, es war ein toller Wohlfühlroman, nicht langweilig, sondern sehr lebendig, spritzig und tolle Charaktere, die ich von Anfang an mochte und tief in mein Herz geschlossen habe, sie hatten einen besonderen Charme. 


     Manchmal spielt das Leben, einem einen Streich und Schicksal schlägt zu. So wie ich auch in dieser Geschichte wo Josie mit einem Fremden den sie mitnahm, weil alles anders lief wie geplant auf ein besonderes Abenteuer einließ. Es war sehr süß geschrieben und das Abenteuer, das die beiden erlebten war romantisch, schön und einfach zum Wohlfühlen. 


    Ein Weihnachten fürs Herz und anders als geplant.  Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war nur bezaubernd und wollte gar nicht aufhören mit dem Buch, da ich mich in die Charaktere verliebt habe und einfach noch länger bei ihnen bleiben und träumen wollte.

  18. Cover des Buches Petronella Apfelmus - Zauberschlaf und Knallfroschchaos (ISBN: 9783414824158)
    Sabine Städing

    Petronella Apfelmus - Zauberschlaf und Knallfroschchaos

     (62)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Ort hat ein Zirkus seine Zelte aufgeschlagen. Als die Zirkuskinder in der Schule auftauchen, gibt es schnell Gerüchte, sie sind sehr blass und tragen alle Schwarz – das werden doch keine Vampire sein? Auch auf dem Zirkusgelände werden sonderbare Wesen gesehen, dazu noch der Name „Mondscheinzirkus“ – die Zwillinge Lea und Luis Kuchenbrand überlegen, wie sie das Geheimnis lüften könnten.

    Derweil hat es die Apfelhexe Petronella Apfelmus mit einem Fischräuber zu tun. Ihm auf die Schliche zu kommen, stellt sie und ihre Freunde vor eine große Herausforderung.

    Der zweite Band der Reihe um die Apfelhexe klingt sehr geheimnisvoll und ein bisschen gruselig. Und das ist er auch, aber nicht so, wie gedacht. Vorurteile und Akzeptanz stehen im Vordergrund, aber es gibt auch jemanden, der nichts Gutes im Sinn hat, und der aufgehalten werden muss.

    Die Autorin nimmt die Leser nicht nur mit in den Zirkus, sondern auch in Petronellas Welt, in den Mikrokosmos des Apfelgartens und des Teiches darin. Erzählt wird humorvoll und spannend, die wunderschönen Zeichnungen von SaBine Büchner machen die Geschichte rund und passen wieder hervorragend.

    Der zweite Band der Petronella-Apfelmus-Reihe ist humorvoll und spannend erzählt, hat eine nachvollziehbare Message und ist wieder sehr zu empfehlen.

  19. Cover des Buches Das Leben des Vernon Subutex 1 (ISBN: 9783462052077)
    Virginie Despentes

    Das Leben des Vernon Subutex 1

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Nixti

    Gute Sprache, gute Figuren, interessantes Gesellschaftsbild. Plot fehlt mir etwas, aber sonst sehr empfehlenswert.

  20. Cover des Buches Menschen neben dem Leben (ISBN: 9783608964097)
    Ulrich Alexander Boschwitz

    Menschen neben dem Leben

     (65)
    Aktuelle Rezension von: ATWOOD94

    Genau wie das zweite Buch von Ulich Alexander Boschwitz, 'Der Reisende', ist dieser Roman sprachlich und literarisch hervorragend. Es finden sich Wahrheiten, die auf seine eigene Weise ausgedrückt, sehr das Hirn und Herz der Leserin und des Lesers berühren. Die eher sachliche Darstellung des Lebens der am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen macht es der Leserin und dem Leser möglich, sich diesen ohne Einschränkungen und Vorbehalte zu nähern, und ihnen als Menschen zu begegnen, als 'Menschen neben dem Leben', wie schon der Titel sagt. Die Erzählweise mit dem für den größten Teil des Romans episodenhaft anmutenden Konzentrieren auf die einzelnen Figuren macht es zu einer etwas komplexen Aufgabe, das ganze Aufgebot an Figuren im Blick und im Kopf zu behalten. Zum Ende hin werden diese Figuren zu einem großen Teil zusammengeführt. Hilfreich ist sicher, das Buch zeitnah zu lesen und nicht zu viele Lesepausen einzulegen. Und sich nicht darüber zu sorgen, dass man vielleicht nicht immer jede Figur genau zuordnen kann. Viel wichtiger ist es, diese Figuren als Menschen wahrzunehmen, was den Lesenden dank der außerordentlichen Erzählkunst Boschwitz' definitiv gelingt. Wer sich die Mühe macht, sich auf dieses Ensemble an Figuren einzulassen und ihr Leben betrachtet, wird belohnt mit einem ehrlichen und sachlichen Einblick in Menschen und ihr Leben, der einzigartig ist und die Atmosphäre und das Leben zu einer Zeit darstellt, die für uns heute häufig schwer vorzustellen und nachzuvollziehen ist. Das Elend wird greifbar, eben weil das Buch nicht sentimental und vordergründig emotional ist. Wie auch 'Der Reisende' ist dieses Buch eine absolute Empfehlung! Ich bin sehr froh, dass der Herausgeber endlich die deutschen Originalmanuskripte so hervorragend lektoriert veröffentlicht hat.

  21. Cover des Buches Nashville (ISBN: 9783841503725)
    Antonia Michaelis

    Nashville

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Weltentraeumerin
    „Nashville“ ist für mich persönlich nicht so gut wie die anderen Bücher von der Autorin, was es nicht zu einem schlechten Buch macht, denn aus der Masse der meisten Bücher sticht es immer noch problemlos heraus.
    Von Anfang an muss man sich einfach darauf einlassen, dass Svenja Nashville bei sich aufnimmt und nicht zur Polizei geht. Dass alle hinnehmen, dass eine Achtzehnjährige einfach so ein ihr zugelaufenes Kind aufnimmt. Das sind Handlungen, die gegen jede Vernunft laufen, aber nur wenn man sie einfach akzeptiert, kann man dem Buch auch eine Chance geben.

    Natürlich zeigt sich aber auch hier der herausragende Schreibstil der Autorin, allein schon generell in der Wortwahl und der Formulierung der Sätze. Diese sogen mich hinein in ihre poetische Melancholie. Das ist ein Stil, mit dem klarkommen muss, aber der auch einfach ziemlich cool ist, obwohl ich auch hier sagen würde, dass er in anderen Werken von ihr besser zur Geltung kommt. Aber vielleicht liegt das alles auch einfach daran, dass dieses Buch an sich einfach nicht ganz mein persönlicher Fall war und andere empfinden das ganz anders.

    Das Ganze spielt in Tübingen im Sommersemester. Svenja ist dorthin gezogen und fängt ihr zweites Semester Medizin an. Der Autorin gelingt es dabei, diese Atmosphäre und auch ein bisschen die alltäglichen Sorgen von Studierenden spürbar zu machen, gerade auch die vom Anfang des Studiums. Svenja steht an einem Umbruch, weiß nicht so ganz, was sie will, genießt einerseits ihre neue Selbstständigkeit, ist aber auch andererseits davon überfordert, alles alleine klären zu müssen – und das alles noch viel mehr, da sie sich ja auch noch um Nashville kümmert. In gewisser Weise schwingt da eine Metaphorik mit, dazu, auszuziehen und eigenständig zu werden, und der Autorin gelingt es durchaus, diese Emotionen rüberzubringen.
    Ansonsten ist Svenja aber, wie es auch zu dem Stil passt, recht naiv, leichtgläubig und verträumt, was nicht unbedingt schlecht ist. Wie gesagt, man muss mit dem Stil klarkommen, und der umschließt die Handlung ebenso wie die Charaktere.

    Ein zentrales Thema des Buches ist allerdings Obdachlosigkeit. Durch den Stil wird dem natürlich eine gewisse romantisierende Seite verliehen, dennoch habe ich es als Abwechslung empfunden, dass diesem doch oft eher totgeschwiegenen, aber im Alltag in der Stadt stets präsenten Thema Beachtung geschenkt wird.
    Was mir auch sehr gefallen hat, war, wie selbstverständlich mit LGBT+ umgegangen wird. Generell wird sehr offen mit dem Thema Sex umgegangen, ungewöhnlich für andere Jugendbücher, aber sehr authentisch. Liebesgeschichten spielen eine Rolle, spielen sich aber nicht dauernd auf störende Weise in den Vordergrund.

    Ich versank beim Lesen ein wenig in dem düsteren, aber poetischen Stil, ließ mich von bildhaften Worten davontragen und von dem Sog, der durch die immer präsente unterschwellige Spannung entstand, mitreißen. Dabei weiß gerade das Ende noch mal zu schockieren und bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit in Erinnerung. Auch wenn ich manches schon vorhergesehen habe. Vieles enthält dabei Diskussionspotenzial und nicht alle Handlungen sind unproblematisch - aber ich glaube, das ist auch gewollt, um eben infragezustellen, zu schockieren und darüber nachzudenken.

    Fazit: Einige Handlungen sind nicht wirklich nachvollziehbar, trotzdem eine Geschichte im düsteren, poetischen und melancholischen Stil, die fesselnd Themen wie Obdachlosigkeit anspricht und passend zu diesem Stil eine eher naive, leichtgläubige und verträumte Protagonistin im Zentrum hat.

  22. Cover des Buches Nacht über Reykjavík (ISBN: 9783404173891)
    Arnaldur Indriðason

    Nacht über Reykjavík

     (36)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Wenn man an Island denkt, dann fallen einem spontan die schönen Landschaftsbilde auf, welche man aus dem TV kennt oder von Fotos von Freunden und Bekannten, welche dort schon im Urlaub waren. Doch das Buch „Nacht über Reykjavik“ zeigt einem ein ganz anders Bild als jenes welches man als Tourist sieht. Ich ziehe meinen Hut vor dem Schriftsteller Arnaldur Indriðason der den Finger dort hinlegt wo es weh tut. Das Buch führt einen in die Welt der Streifenpoliziten, welche in der Nacht arbeiten und zu den Randfiguren der Gesellschaft.

     

    Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und dennoch ist es alles andere als leicht dieses Buch zu lesen. Es führt einen nämlich dorthin wo man auch in der eigenen Stadt gerne wegschaut. Ein Obdachloser wird ertrunken in einem Tümpel am Stadtrand gefunden und sofort ist der Polizei klar, dass er sich selbst umgebracht hat. Auch zwei Frauen die verschwunden sind, sucht man zwar, aber findet man nicht. Das Buch bringt einen zum Nachdenken über diese raue Welt und auch über einen selbst. Wo sieht man selbst überall weg anstatt zu versuchen zu helfen? Kann man überhaupt helfen? Es sind schwere Fragen und das Thema des Romans ist schwierig. Es zeigt auch wie ein Mann immer tiefer hinab sinkt, keine Hilfe will und so auf der Straße landet. Denn im Buch erfährt man die Geschichte von Hannibal, dem toten Obdachlosen.

     

    Die Hauptfigur im Buch ist jedoch Erlendur Sveinsson, welcher selbst kein leichtes Leben hatte und der mir einfach nicht nahekam. Dafür muss ich einen halben Stern abziehen. Für mich war er einfach nicht zu greifen und ich konnte nicht jede seine Handlungen verstehen. Wir begleiten ihn bei seiner Arbeit als Streifenpolizist und sehen was sich in der Nacht in einer Stadt abspielen kann. Es ist erschreckend und düster, einfach kein Lesegenuss. Dennoch sind solche Bücher wichtig, denn wenn wir immer nur wegschauen, ändert sich nichts und es muss sich etwas ändern in so vielen Bereichen. Erlendur kannte Hannibal vage und ihn lässt dieser Mann einfach nicht los und so macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Die Auflösung passte zwar und dennoch kam es mir so vor als ob die Krimihandlung eher eine Nebenhandlung spielte.

     

    Ich kann dieses Buch, welches 382 Seiten umfasst und in der dritten Person Singular aus der Sicht von Erlendur geschrieben ist weiterempfehlen, aber nur jenen Leuten die gerne einen Gegenwartsroman über Island lesen wollen. Bedenken sollte man dabei jedoch, dass sich dort bestimmt einiges geändert hat, denn das Buch ist 2012 erschienen und das sind inzwischen 9 Jahre her. Wer jedoch einen Krimi lesen will, ist bei diesem Buch völlig falsch.

  23. Cover des Buches Gun Love (ISBN: 9783868474268)
    Jennifer Clement

    Gun Love

     (34)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry

    Pearl lebt mit ihrer Mutter am Rande eines Trailer-Parks in Florida in einem Ford Mercury – und das seit ihrer Geburt. Sie kennt es nicht anders und so ist es für sie normal und nicht dramatisch. Auch Schüsse sind keine Seltenheit. Waffen sind verbreiteter als Haustiere und im Zweifelsfall redet man sich die Schüsse schön, indem man an die Alligatoren denkt. Alles ist für Pearl in Ordnung, bis Eli das Herz ihrer Mutter gewinnt und mit ihm in ihrem Leben alles, wirklich alles anders wird …

     

    Das Thema ist erschreckend, aber typisch für Amerika. Die allgegenwärtige Präsenz von Waffen machen diese zu einer so alltäglichen Sache, dass sie kaum noch erschrecken oder auch nur stutzig werden zu lassen. Da es sich hier um ein Jugendbuch handelt, wird einiges nur umschrieben, dennoch kommen Dinge zur Sprache, die verstörend wirken könnten. Mich als Erwachsene haben viele Stellen sehr ergriffen und bewegt, aber auch entsetzt und schockiert.

     

    Dabei nutzt Jennifer Clement eine wunderbare Sprache mit viel Poesie und dem unerschütterlichen Glauben, den gerade Töchter in ihre Mütter und das Gute der Welt und der Menschen haben. Als Erwachsene möchte ich Pearl beschützen, da rausholen, ihr die andere Art zu leben schenken. Von einer romantisiert geschilderten Lebensweise steuert die Story unweigerlich auf den harten Bruch in die Realität zu und irgendwann ahnt man, dass all dies in eine Katastrophe führen muss. Nach und nach verändert sich das Verhältnis von Pearl und ihrer Mutter, sodass Pearl mit ihren vierzehn Jahren erwachsener erscheint, als Margo, die ihr immer davon erzählt, dass sie eines Tages in einem richtigen Haus leben werden.

     

    Die Entwicklung von Pearl, das viel zu frühe Erwachsenwerden, wird eindrucksvoll geschildert. Am Ende bleibt aber Hoffnung, es endet nicht in hoffnungsloser Verzweiflung, auch wenn klar ist, dass es nie einfach sein wird. Das ist realistisch, aber auch versöhnlich, auch wenn Pearl die Waffen – real und im Kopf – wohl nie loswerden wird.

     

    Auch die anderen Figuren in diesem vielschichtigen Buch sind außergewöhnlich, alles andere als alltäglich. Dennoch sind sie realistisch und glaubwürdig. Der Autorin ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, die Situation in solchen Trailerparks und gerade in Bezug auf Waffen und Gewalt zu schildern. Leider ist das Thema wohl zeitlos und scheint sich eher hochzuschaukeln, denn nach und nach zu bessern.

     

    Das Thema und die Verarbeitung regen zum Nachdenken an. Doch es geht nicht nur um Waffen, sondern auch um Besitz, Polizeiwillkür, Familie und Liebe. Ich kann nicht anders, als fünf Sterne zu geben.

     

    Die Sprecherin Edit Stehfest war mir kein Begriff, obwohl ich so gerne Hörbücher höre. Sie macht ihren Job extrem gut und ist wohl ein Beispiel dafür, dass man sie sich niemals so vorgestellt hätte, wie sie heute aussieht. Vielleicht spricht sie aber gerade aufgrund ihres eigenen Erlebens dieses Buch so genial ein. Respekt und dickes Lob!

  24. Cover des Buches Adresse unbekannt (ISBN: 9783825152260)
    Susin Nielsen

    Adresse unbekannt

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Habt ihr Freunde, die auf der Straße leben? Meine Freunde haben alle einen festen Wohnsitz. Aber wer auf der Straße lebt, der will auch nicht, dass andere Menschen das wissen.
    So geht es auch Felix und seiner Mutter Astrid, deren Eigenwilligkeit und leichtem Hang zum Chaos dafür sorgen, dass sie ihren Job verliert und die Miete nicht mehr zahlen kann. Felix und Astrid leben nun in einem Bulli - vorläufig, wie Astrid stets betont. Felix versucht seinen Schulalltag so gut es geht zu bewältigen, das ist aber ohne sanitäre Anlagen und regelmäßige Mahlzeiten alles andere als einfach. Ständig hofft er, dass seine Freunde nichts davon erfahren. Da ergibt sich für den schlauen Felix die Möglichkeit bei einer Quizshow mitzumachen und 25.000 Dollar zu gewinnen. Die Sorgen von ihm und Astrid könnten mit einem Mal gelöst sein, wenn er gewinnen sollte.

    Susin Nielsen hat eine tief bewegende Geschichte über ein Thema verfasst, dem wir als Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. Obdachlosigkeit, das kann einen schneller ereilen als man glaubt, und schneller ist man einer von denen, die sonst immer nur "die da" waren, und denen man keine Beachtung schenkt.
    Ich kann schon jetzt behaupten, dass dieses Buch eines meiner Kinderbuch-Highlights diesen Jahres ist!

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