Bücher mit dem Tag "oberflächlichkeit"
38 Bücher
- Erin Watt
Paper Princess
(2.278)Aktuelle Rezension von: readingneleWer Romance-Bücher mag, darf „Paper Princess“ auf keinen Fall verpassen!
Ella Harper hat ihre Mutter verloren und kämpft sich seitdem allein durchs Leben. Neben der Highschool versucht sie sich mit Kellnern und Strippen über Wasser zu halten. Bis plötzlich der Millionär Callum Royal im Büro des Rektors steht. Er gibt an ihr neuer Vormund zu sein und nimmt Ella mit in sein Zuhause, und zu seinen fünf Söhnen, die Ella alles andere als herzlich aufnehmen.
Ella ist eine wirkliche Kämpferin, hat in ihrem Leben schon mehr mitgemacht als gut ist und gibt trotzdem nicht auf. Auch von den arroganten Rich Kids an ihrer neuen Schule lässt sie sich nicht unterkriegen und bietet allen die Stirn.
Die fünf Brüder geben sich als Arschlöcher und machen Ella das Leben schwer. Mit der Zeit kann man aber immer mehr hinter die Fassade blicken, was sie einen wirklich gern haben lässt.
Alles in Allem kann man die Protagonisten in dem Buch einfach nur lieb haben.
Auch Band 2 und 3 der Reihe sind sehr empfehlenswert! - David Levithan
Letztendlich sind wir dem Universum egal
(1.325)Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M"LETZTENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL" 🪐✨️ 4/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler
"Letztendlich sind wir dem Universum egal" erzählt die außergewöhnliche Geschichte von A, einer Seele ohne festen Körper. Jeden Tag erwacht A in einem neuen Körper und lebt ein neues Leben. Die Grundidee finde ich total interessant und einzigartig - sowas habe ich noch nie zuvor gelesen! Die Geschichte von A wird gefühlvoll und flüssig erzählt, mir gefällt der Aufbau des Buches sehr, nämlich dass jeder Tag ein neues Kapitel ist. Es ähnelt dem Aufbau eines Tagebuchs wie ich finde.
Was mir ebenfalls total gut gefallen hat, ist dass der Autor A in so viele ganz verschiedene Menschen gesteckt hat: Depressionen, familiäre Probleme, Übergewicht, LGBTQ - all das und noch viel mehr hat dabei in dem Buch Platz gefunden.
Ziemlich unerwartet für mich war die Tiefe an einigen Stellen des Buches. Ich habe mir tatsächlich einen Marker genommen und ein paar Zitate bzw. Aussagen hervorgehoben, die ich super schön geschrieben fand. Hier ein paar Beispiele:
⋆。𖦹° "Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Wir alle wollen, dass immer alles okay ist. Wir streben gar nicht so nach so sehr nach phantastisch oder grandios oder hervorragend. Wir geben uns gerne mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichend." ⋆❀˖° (Seite 14)
♡₊˚ "Ich denke so oft ans Ausbrechen - da ist es echt schön, es tatsächlich mal zu tun. Für einen Tag. Statt ewig aus dem Fenster zu starren, tut es gut, mal auf der anderen Seite vom Fenster zu sein."・₊✧ (Seite 22)
Einziger Minuspunkt ist, dass ich die Beziehung zwischen A und Rhiannon etwas schnell und unrealistisch fand. A war an einigen Stellen ziemlich voreilig (auch körperlich, er wollte sie echt früh küssen, Händchen halten usw). In Wirklichkeit hätte Rhiannon wohl schon ziemlich schnell das Weite gesucht. Rhiannons Charakter finde ich ebenfalls nicht so gut gelungen. Er ist leider nicht tiefgründig genug beschrieben und sie kommt mir manchmal sehr oberflächlich und unentschlossen vor. Trotzdem war die Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr schön und regt zum Nachdenken an: Zählt, wer wir sind - oder wie wir aussehen?
- Lauren Oliver
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
(1.422)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinEin Young-Adult-Roman im „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Stil, der unter die Haut geht, zum Nachdenken anregt und emotional berührt.
Bereits das Cover und der markante Titel machen deutlich, worum es geht: den Tod und was davor vielleicht noch zu klären ist. Die Geschichte rund um Samantha Kingston, die den Tag ihres Todes immer wieder durchlebt, hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Obwohl sie denselben Tag siebenmal erlebt, wird es nie langweilig, da jede Wiederholung neue Facetten zeigt. Kleine Entscheidungen verändern alles und doch bleibt das Schicksal wie ein roter Faden bestehen.
Was zunächst wie eine typische Highschool-Geschichte wirkt mit oberflächlicher Beliebtheit, Intrigen und Mobbing entpuppt sich als tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen wie Verantwortung, Reue, Freundschaft, Selbstreflexion und Veränderung. Sams Entwicklung ist glaubwürdig und berührend. Anfangs noch unsympathisch, arrogant und oberflächlich, wächst sie mit jeder Schleife über sich hinaus. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie beginnt, ihre Umwelt mit anderen Augen zu sehen und sich mit ihrer eigenen Rolle im sozialen Gefüge kritisch auseinanderzusetzen.
Lauren Olivers Schreibstil ist flüssig, feinfühlig und lebendig. Trotz der ernsten Thematik gelingt ihr eine Balance aus Emotionalität, Spannung und gelegentlichem Humor. Ihre Charaktere wirken authentisch selbst die Nebenfiguren haben Tiefe. Besonders gelungen ist die Ich-Perspektive, durch die man Sams Gedankenwelt hautnah miterlebt.
Einige kritische Anmerkungen möchte ich dennoch machen: Das Buch behandelt in jeder Tagesschleife das Thema Suizid eine Triggerwarnung wäre hier wünschenswert gewesen. Zudem hätte das Fehlen der letzten Epilog-Aussage für manche Leser_innen eine stärkere Wirkung gehabt.
Das Ende ist traurig, aber konsequent. Kein klassisches Happy End und doch genau das, was diese Geschichte braucht.
Fazit:
Ein herausragender Coming-of-Age-Roman, der nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene berühren kann. Eine Geschichte über die Macht kleiner Entscheidungen, die Bedeutung von Empathie und darüber, was es heißt, wirklich zu leben.
5/5 ⭐️ – Eine klare Leseempfehlung. - Katharine McGee
Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
(611)Aktuelle Rezension von: blue-jenManhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.
Die Kapitel sind immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben. Gerade anfangs ist es sehr schwierig die ganzen Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Ebenso sind es extrem viele Personen, die eine Rolle spielen. Das ganze führt dazu, dass für mich kein richtiger lesefluss entstand. Dadurch war die Geschichte etwas zäh.
Zum Großteil waren die Personen auch extrem oberflächlich und auf sich selbst bezogen, die keimenden Liebesgeschichten konnte ich nicht nachempfinden…. Insgesamt war es mir auch zu viel Drama drum herumBand 1 hat einen Abschluss, auch wenn band 2 direkt anschließt und noch Fragen offen sind werde ich die beiden Folgebände nicht mehr lesen
- Kiera Cass
The Selection
(1.446)Aktuelle Rezension von: EvieReadsThe Selection von Kiera Cass hat mich von der ersten Seite an begeistert. Die Mischung aus Dystopie und Romance ist erfrischend, und das Setting ist einzigartig. Die Protagonistin America ist nachvollziehbar in ihren Konflikten, besonders im Hinblick auf ihre Gefühle für Maxon und Aspen. Die Spannung steigt mit jeder Seite, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Liebesdreiecksituation hat mich emotional mitgerissen und oft auf die Folter gespannt. Cass’ Schreibstil ist flüssig und einladend, was das Lesen zum Genuss macht. Ein absolutes Muss für alle, die YA-Literatur lieben!
- Marah Woolf
GötterFunke 1. Liebe mich nicht
(1.108)Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirlMein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Ich hatte Lust auf eine etwas ältere Young Adult Urban Romantasy im Bereich Mythologie, ganz ohne Spice& Co und genau das habe ich auch erhalten.
Dies war mein erstes Buch von Marah Woolf und ich muss sagen, der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Dieser ist nämlich lebendig, flüssig, unkompliziert und hat gerade das richtige Mass an Beschreibungen um sich alles vorstellen zu können. Es wird aus der ICH- Perspektive von Jess erzählt, dazwischen gibt es aber noch die Aufzeichnungen des Hermes, was ich eine gelungene Abwechslung fand.
Jess unsere " Hauptprotagonistin" ist gut ausgearbeitet, denn ihre Gefühls und oder Gedankenwelt ist ausführlich beschrieben so dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Besonders gelungen und auch amüsant zu verfolgen wie sie ihre Gedanken oft direkt hinterfragt vor allem in Bezug auf Cayden ;) Sie war jetzt nicht gerade meine Protagonistin ever, trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Zu Beginn gefiel mir auch ihre beste Freundin Robyn, diese nervte mich im weiteren Verlauf jedoch immer wie mehr und ich hatte den Eindruck eine ganz andere Person vor mir zu haben. So vollends zu meiner Befriedigung aufgeklärt wurde ihr Veränderung für mich in diesem Band jedenfalls nicht. In mein Herz geschlossen hatte ich allerdings Josh, den besten Freund von Jess und Apollon, zwei sehr ähnliche Charaktere. Sie sind witzig, liebenswürdig, harter Kern, weiche Schale i love it. Auch Athene, Apollons Schwester und Leah die zu einer guten Freundin von Jess wird waren mir durchaus sympathisch. Und dann ist da noch Cayden...mir war er zu unnahbar, ambivalent, undurchsichtig, was natürlich Teil der Story ist und Sinn macht, trotzdem ich mochte ihn einfach irgendwie nicht.
Das Setting in den Rockys fand ich toll gewählt und ganz am Anfang verspürte ich auch dieses gewisse Camp, Berge, Wald- Feeling mit der Zeit allerdings schwächten sich diese Bilder in meinem Kopf allerdings ab, da wäre sicher noch konstantere Atmosphäre möglich gewesen. Ebenfalls gefiel mir die Idee an sich und die Umsetzung der griechischen Mythologie. Für Anfänger in diesem Bereich sicher überfordernd, dafür gibt es im Anhang des Buches zwar ein Glossar, welches aber teilweise auch spoilert. Als anstrengend empfunden habe ich das dauernde Hin und her zwischen Cayden und Jess, was sicher irgendwie auch so sein muss und für die Story Sinn macht, mich kostete es allerdings sehr viele Nerven! Auch habe ich Jess Verliebtheit durchaus spüren können, die von Cayen aber so gar nicht! Jedoch war es im Gegenzug erfrischend keine Spice Szenen lesen zu müssen und siehe da....es funktioniert auch OHNE diese!!!
Alles in allem habe ich genau DAS erhalten was ich wollte von daher
vergebe ich solide vier Sterne mal schauen wann ich zu Band zwei greife.
- Daniel Glattauer
Gut gegen Nordwind
(5.616)Aktuelle Rezension von: kristinaliestIch habe das ein oder andere Buch des Autors schon gelesen und wollte nun auch endlich dieses Buch hier lesen. Ich fand es spritzig und erfrischen, aber leider waren die E-Mails teilweise such sehr anstrengend zu lesen. Das Ende fand ich, salopp gesagt echt blöd und mocht es so gar nicht. Glaube die Verfilmung könnte ganz gut sein.
- Dhonielle Clayton
The Belles 1: Schönheit regiert
(331)Aktuelle Rezension von: Sabriiina_KBereits nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, konnte mich die Geschichte schon tief in ihren Bann ziehen. Es wurde eine wirklich besondere, nahezu märchenhafte und zauberhafte Atmosphäre voll Farbenpracht, Extravaganz und Schönheit geschaffen, die das Kino in meinem Kopf direkt angeworfen hat. Hier hat die Autorin einen blumigen, beschreibenden Schreibstil verwendet, der in meinen Augen perfekt zu dem Worldbuilding passt und mir ausgesprochen gut gefiel.
Auch die Welt an sich, fand ich super spannend, weil es einfach mal etwas ganz Neues und Innovatives war. Die Mischung aus Dystopie, Fantasy und einem Hauch Märchen bildet das perfekte Setting voller Gegensätze und Spannungen. Vor allem das gesellschaftskritische Gedankenspiel eines Schönheitsideals, nachdem alle schon fast krankhaft streben und dass maßgeblich darüber entscheidet, wie das Leben aussieht, fand ich hierbei absolut grandios umgesetzt. Denn es wurde im Laufe der Geschichte immer deutlicher, dass hinter schönen Fassaden oft tiefe Abgründe lauern und dass der Preis für die Schönheit manchmal auch einfach zu hoch ist.
Hier hat mir vor allem auch die Hauptfigur Camelia extrem gut gefallen, da sie bereits zu Beginn der Geschichte eine sehr authentische, sympathische und auch reflektierte Figur war, die sich im Laufe der Geschichte noch enorm in ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt hat. Sie hat angefangen, Dinge, die ihr seit ihrer Kindheit eingetrichtert wurden zu hinterfragen und hat angefangen, selbst nach der Wahrheit hinter allem zu suchen. Das machte sie für mich zu einer sehr starken Figur, die mir auch nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Zu ihr habe ich schnell eine Nähe aufbauen können und habe richtig mit ihren Emotionen mitfiebern können. Hier hatte die Handlung auch enorm viel zu bieten, da die Geschichte absolut packend und spannungsgeladen war, und eine Wendung auf die nächste folgte.
Das einzige, was mir an dieser Geschichte nicht ganz so gut gefallen hat, waren manche Offensichtlichkeiten, die Camelia zwar direkt vor ihrer Nase hatte, aber bei denen sie Zusammenhänge einfach nicht herstellen und Schlüsse nicht ziehen konnte. Für die Handlung kann ich das nachvollziehen, dennoch passte es an einigen Stellen logisch für mich nicht zu der sonst sehr klugen Art von Camelia. Auch das Ende war für mich aus diesem Grund eher unbefriedigend.
Mein Fazit:
Mich konnte die Storyidee und das besondere dystopische Setting rund um die Belles in einem Reich voll Schönheit vom ersten Kapitel an überzeugen. Ich fand es toll, wie Gesellschaftskritik hier in eine spannende und zunächst sehr blumig erscheinende Geschichte verwoben wurde und wie sich die Handlung immer mehr entwickelte und die Fassaden der Figuren langsam anfingen zu bröckeln, sodass hinter den perfekt geschminkten Maskeraden, die dunklen Seiten, Geheimnisse und Abgründe immer mehr zum Vorschein kamen. Es war durchweg spannend, die sehr starke Protagonistin Camelia zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich weiterentwickelt und immer mehr hinterfragt, in was für einer Welt sie da eigentlich lebt und was ihre eigene Rolle in dieser Welt wirklich bedeutet. Auch wenn die Handlung an sich für meinen Geschmack im letzten Drittel der Geschichte etwas zu offensichtlich konstruiert gewirkt hat, kann ich diese Geschichte sehr empfehlen.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Lest fleißig,
eure Sabrina vom Blog "Komm mit ins Bücherwunderland"
- Jamie Shaw
Rock my Heart
(935)Aktuelle Rezension von: NyncoRock my Heart hat mich von der ersten Seite an begeistert! Die Geschichte von Rowan und Adam ist einfach wunderschön und voller Emotionen. Ihr erstes Treffen auf dem Konzert, der spontane Kuss und ihr Verschwinden wie bei Cinderella – einfach magisch! Später treffen sie sich wieder, ohne zu wissen, wer der andere wirklich ist, und diese Spannung war einfach zum Dahinschmelzen. Rowan ist klug, bodenständig und liebenswert, während Adam als Rockstar mit Herz sofort mein Herz erobert hat. Die Chemie zwischen den beiden ist unglaublich intensiv, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jamie Shaws Schreibstil ist gefühlvoll, humorvoll und mitreißend.
- Anne Jacobs
Die Töchter der Tuchvilla
(271)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeMarie hat ihren Paul geheiratet und auch Pauls Schwestern Kitty und Elisabeth sind glückliche Ehefrauen. Aber dann bricht der 1. Weltkrieg aus und nicht nur, dass die Männer an die Front müssen, auch daheim wird das Leben immer schwieriger. Die Lebensmittel sind knapp, die Fabrik steht still, die Tuchvilla selbst wird zum Lazarett und jeden Tag wächst die Angst vor schlechten Nachrichten.
Im 2. Teil der Reihe begleitet der Leser unterschiedliche Charaktere mit den verschiedensten Lebensgeschichten. Er erlebt nicht nur das Leben in der Tuchvilla, sondern auch das der Familienmitglieder drumherum. Auch einige Angestellte rücken stärker in den Fokus. Dadurch bleibt es abwechslungsreich und man bekommt einen besseren Blick auf das gesamte Geschehen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, es wird nie zäh oder langatmig. Nicht jede Storyline ist gleich spannend und manchmal möchte man gerne zu bestimmten Themen schneller zurückkehren, aber man möchte auch keinen Handlungsstrang missen. Marie selbst gerät als Protagonistin leider ein kleines bisschen mehr in den Hintergrund und hätte gerne etwas mehr Raum im Buch haben dürfen. Ihre Liebesgeschichte kann der Leser hauptsächlich in Briefform mitverfolgen, durch den regen Briefverkehr den sie mit ihrem Mann Paul während seiner Zeit an der Front unterhält. Eine gut gestaltete Abwechslung im Buch.
Mein Fazit: Mir hat der 2. Teil der Reihe fast besser als Teil 1 gefallen, da es nicht mehr ganz so realitätsfern zugeht und das Buch trotz seiner Länge sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Die Vielzahl der unterschiedlichen Erzählstränge macht das Buch um ein Vielfaches interessanter. Nun freue ich mich definitiv auf Teil 3.
- Kevin Kwan
Crazy Rich Asians
(140)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinDie promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin chinesischer Herkunft Rachel Chu und Nick Young sind knapp zwei Jahren liiert und wohnen gemeinsam in New York, aber Nick hat Rachel bislang seiner Familie nicht vorgestellt. Das ändert sich, als sein bester Freund Colin Khoo heiratet und Nick als sein Trauzeuge eingeladen wird. Nick nimmt Rachel mit nach Singapur, wo sie überrascht feststellt, dass Nick aus einer Familie von Superreichen stammt und einer der begehrtesten Junggesellen Asiens ist. Nick hatte sich über die Beziehung bedeckt gehalten, weshalb Rachel von Freunden und Verwandten argwöhnisch betrachtet wird. Insbesondere Nicks Mutter, die Rachel nicht als passende Partie empfindet, nimmt Rachel heimlich unter die Lupe, ohne ihr eine Chance zu geben und intrigiert aus der Entfernung.
"Crazy Rich Asians" ist der erste Band einer Trilogie über einen Familienclan unvorstellbar reicher Asiaten, der bereits erfolgreich verfilmt wurde.
Der Roman ist aus verschiedenen Perspektiven geschildert, die Einblicke in die High Society in Singapur geben. Ein Stammbaum am Anfang des Buches informiert über die diversen Verzweigungen dreier Familien, überfordert auf den ersten Blick jedoch aufgrund der Vielzahl an Personen. Die Handlung beschränkt sich im Kern jedoch auf weit weniger Hauptfiguren, so dass die Verwandtschaftsgrade klar erkennbar oder im Detail zum Verständnis nicht relevant sind.
Die bodenständige Rachel, deren Mutter sich aus armen Verhältnissen empor gearbeitet hat, trifft bei der Reise nach Singapur unerwartet auf eine ihr fremde Welt, in der sie sich zurecht nicht willkommen fühlt. Neben Kapiteln aus ihrer Sicht lernt man ihren Lebensgefährten Nick kennen, der sie erschreckend unbedarft ins kalte Wasser wirft sowie viele weitere weit verzweigte Verwandte von Nick wie seine Cousine Astrid, die ihrem Ehemann eine Affäre unterstellt.
Im Fokus stehen die privilegierten Anfang 30-Jährigen sowie deren Eltern- und Großeltern-Generation. Neben einzelnen sympathischen Multimillionären und Milliardären ist die Vielzahl der Personen arrogant und überheblich und duldet keine Fremden in ihren Reihen. Tradition und Moderne treffen aufeinander und eröffnen Konflikte zwischen den Generationen.
Der Schreibstil ist satirisch und erzählt eine amüsante, vereinzelt unwirklich-absurde Geschichte, wenn auf einem mehreren Hektar großen Anwesen in einem Palast gefeiert wird, das so geheim ist, dass es auf keiner Karte verzeichnet ist oder wenn kurzerhand Millionen für Designer-Outfits ausgegeben werden und Privatjets für Wochenendausflüge gechartert werden. Glanzvolles Highlight ist die prunkvolle, dekadente Hochzeit, zu der Aristokratie und Geldadel geladen sind und von den Wiener Sängerknaben und dem Cirque du Soleil unterhalten werden.
Durch die wechselnden und bildhaft beschriebenen Orte sowie die Einblicke in verschiedene Leben, die man in der Art nur aus der Klatschpresse kennt, ist der Roman lebendig und abwechslungsreich. Die Geschichte ist frech und herrlich absurd, wirkt aber trotz aller Maßlosigkeit authentisch und erweckt das Gefühl, dass der Autor aus dem Nähkästchen plaudert und über Insiderwissen verfügt. Während man wiederholt fassungslos den Kopf über so viel Luxus, Oberflächlichkeit und Arroganz schüttelt, wird schamlos Geld ausgegeben, munter gelästert und intrigiert, was für Unterhaltung und spannungsvolle Momente sorgt. Überraschend vielschichtig wird der Roman, wenn ernste Töne anklingen, die zeigen, dass Geld allein nicht glücklich macht und dass Liebe nicht käuflich ist. - Françoise Sagan
Bonjour tristesse
(208)Aktuelle Rezension von: malinsallyKurz und knackig wurde hier die Geschichte der 17-Jährigen Cécile erzählt, die ihren Sommer an der Côte d‘Azur verbringt; zusammen mit ihrem Vater und dessen Freundin verbringen sie eine schöne Zeit, bis eine alte Freundin der verstorbenen Mutter auftaucht und ihre Konstellation durcheinander bringt.
Ich habe das Buch geliebt! Die Geschichte war so leicht zu lesen, die Charaktere haben mit wenigen Worten eine tolle Tiefe bekommen und ich fand die Einblicke in Céciles Gefühlswelt toll und sehr passend für eine Teenagerin. Das Ende war ein wenig vorhersehbar, trotzdem hat es mich gefesselt.
- Tamara Ireland Stone
Mit anderen Worten: ich
(110)Aktuelle Rezension von: Athene05Tolle Geschichte und Umgang mit den Zwangsgedanken und -handlungen der Protagonistin.
Interessante und unerwartete Wendung der Geschichte
- Cal Newport
Konzentriert arbeiten
(12)Aktuelle Rezension von: kisacaeinsteinIch habe das englische Original gelesen und fand es etwas schwierig zu lesen.
Ich glaube, eine übersichtlichere Aufteilung der Kapitel wäre hilfreich gewesen.
Obwohl die Inhalte interessant waren, fehlte mir manchmal der Zusammenhang.
Die Regeln im zweiten Abschnitt fand ich besser, vor allem die letzten zwei.
Ich finde es gut, das Buch gelesen zu haben, da es einiges bewusst macht, hätte mir aber ein entspannteres Leseerlebnis gewünscht.
- Jasmin Whiscy
Verliebtsein macht kurzsichtig 1
(43)Aktuelle Rezension von: niknakInhalt:
(Klappentext)
ZICKE TRIFFT STREBER. Dass Liebe bekanntlich blind macht, ist der 16-jährigen Charlotte bewusst - aber kurzsichtig? Das muss sie am eigenen Leib erfahren, als sie aufgrund von Liebeskummer zu tief in den Fernseher schaut. Fortan stolpert Charlotte von einer blinden Panne zur nächsten, was dem bebrillten Lockenkopf Klaus mächtig auf den Zeiger geht. Als Sohn vom Augenarzt ist er der Meinung, dass Charlotte eine Brille braucht - nur sieht sie das anders …
Mein Kommentar:
Dies ist der erste Teil einer Trilogie von der Autorin Jasmin Whiscy. Leider wusste ich zu Beginn nicht, dass diese drei Teile nicht in sich abgeschlossen sind, sondern mit einem offenen Ende versehen sind, sodass man eigentlich gleich mit dem nächsten Band anschließen sollte. Da ich nur den ersten Band hatte, war das Ende ein wenig unzufrieden stellend.
Die Autorin hat einen sehr einfachen Schreibstil gewählt, wodurch es für mich sehr passend für ein Jungendbuch für jüngere Leser ist. Sie hat einen einfachen und leicht zu lesenden Schreibstil, aber dennoch ist Charlotte sehr schön dargestellt und man kann sich als Leser ein gutes Bild von ihr machen.
Es erinnert einen an die erste eigene Schwärmerei, auch wenn vieles in diesem Buch für mich ein wenig überspitzt dargestellt wurde. Aber dennoch war es schön zu lesen und man konnte sich ein wenig an früher erinnern. So tut sie alles, um ihrem Schwarm zu gefallen, der sie nicht einmal wahrnimmt. Sie wird im Buch als das „hässliche Entlein“ dargestellt und er ist der beliebteste Schüler der ganzen Schule. Und er wird von allen Mädels verehrt. Dies ist für mich so ein typisches Klischee, welches in diesem Buch dargestellt ist. Dennoch erfährt man als Leser nicht, ob sich die beiden näherkommen, da das Ende recht offen gehalten ist. Es gibt aber noch zwei weitere Bände, welche sicher dann das Rätsel lüften werden.
Charlotte wird oft ein wenig naiv und noch sehr kindlich dargestellt, was aber auch zu ihrem Alter passt. So bemerkt sie gar nicht, dass es eigentlich einen anderen Jungen gibt, dem sie gut gefällt. Ich finde es interessant zu beobachten, wie sie weiter ihren Weg geht, ohne dies wahrzunehmen oder darauf zu reagieren. Sie ist so mit ihrem eigentlichen Problem beschäftigt, dass ihr sonst gar nichts mehr auffällt.
Mein Fazit:
Ein schönes Buch für jüngere Leser, welche noch keine allzu großen Ansprüche haben. Oder ein Buch für alle, die sich daran erinnern möchten, wie es damals bei der ersten großen Schwärmerei war und was man alles auf sich nahm, um dem angebeteten zu gefallen. Leider habe ich mir ein wenig mehr erwartet und kann deshalb nur diese 3 Sterne vergeben.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
- Lawrence Osborne
Welch schöne Tiere wir sind
(21)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDieses Buch habe ich mir aus der Bücherei geliehen. JAAA, es gibt tatsächlich noch Menschen, die zur Bibloothek gehen:) Tatsächlich war mein letzter Besuch 2016 :D Ich finde es absolut okay gebrauchte Bücher zu lesen. Sie besitzen einen anderen Charakter...wer dieses Buch wohl schon alles in der Hand hatt? Wo es überall schon war? SPANNEND!
Nun zum Buch. Ich mag die Story. Man hatte direkt Lust auf einen Urlaub oder ein Leben in Griechenland. Traumhaft schön und scheinbar reich an Alkohol, Meer und Oliven. Es handelt um eine (zerissene) Familie, eine Urlauberin, die zur Freundin wird und einen Flüchtling. Ich muss sagen, trotz dass der Buchrücken auf das Ende hinwies, war ich überrascht. Das Ende war..mh..traurig? Etwas enttäuschend auf jeden Fall..als hätte der Auto keine Kraft mehr zum schreiben. Sehr schade! An und für sich, fand ich es gut:) Eine gute Sommerlektüre
- Volker Rippmann
Wahnsinnig schön!
(18)Aktuelle Rezension von: LidenDatum: 13.02.2024
Ich finde jegliche Bücher über Medizin interessant - die Schönheitschirurgie nicht ausgeschlossen. Auch wenn ich selbst noch keine Beauty OPs hatte (mit dem nötigen Taschengeld aber nicht abgeneigt wäre).
Das Buch war kurzweilig und interessant geschrieben. Der Autor hat in keinem Wort für die Schönheitschirurgie beworben sondern sie bzw. den derzeitigen Trend sehr kritisch durchleuchtet. Fast schon psychologisch, soviel Input hätte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet. Ich dachte bei dem Buch eher an Fakten über die verschiedenen Arten und Beispiele aus dem Alltag. Beispiele waren auch vorhanden, aber immer kritisch auseinandergenommen. Und sehr respektvoll gegenüber seinen Patienten!
Ich habe es gern gelesen und falls ich mich mal operieren lassen würde, dann in den Händen von Herrn Rippmann.
- Josh Sundquist
Liebe und der erste Blick
(34)Aktuelle Rezension von: StinsomeIch bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil mich die Thematik auf Anhieb angesprochen hat: Ein blinder Junge erhält sein Augenlicht zurück und muss feststellen, dass seine Freunde sie über das Aussehen seines Schwarms angelogen haben. Wie reagiert er? Vermittelt das Buch die richtige Botschaft?Durch den Klappentext – „Ist es überhaupt entscheidend, wie Cecily aussieht? Eigentlich nicht. Aber warum fühlt sich Will dann so betrogen?“ – hatte ich da so meine Zweifel, weil es doch irgendwie so klingt, als wäre Will oberflächlich. Ha, tja. Ich denke, es reicht, wenn ich sage, dass ich selten von so einem süßen, lieben und einfühlsamen Protagonisten gelesen habe, der noch dazu immer die richtigen Worte findet. Ich wundere mich nicht, dass sich Cecily in ihn verliebt hat.
Ich habe das Buch in einem Tag durchgesuchtet, weil durch das Rätsel um Cecilys Aussehen viel Spannung aufgebaut wird. Anfangs dachte ich, der Autor legt ein paar Fährten, damit man sich schon eine Ahnung zurechtlegen kann (auch wenn man die sowieso hat), letztendlich erfährt man aber erst, was los ist, wenn der Autor will, dass man es weiß. Damit lässt er sich bis fast zum Ende Zeit, wodurch sich die Spannung auch erst am Schluss legt. Diese besteht natürlich auch darin, dass man wissen möchte, wie Will auf die kleinen Lügen seiner Freunde reagiert. Hier wird zum Glück die wichtige Botschaft vermittelt, die ich mir erhofft habe.
Neben der süßen Geschichte um Will und Cecilys Freundschaft, die sich durch kleine Andeutungen langsam aber sicher in eine Liebesgeschichte verwandelt, erhält man viele interessante Einblicke in den Alltag eines Blinden und spannende Informationen zu dem Ablauf nach der Operation, die Will sein Augenlicht zurückgeben soll (wobei „zurückgeben“ vielleicht das falsche Wort ist, da er von Geburt an blind ist). So leicht, wie man sich das vorstellt (er wird operiert und auf einmal kann er sehen), ist es leider nicht. Im Gegenteil: Es ist ganz schön anstrengend und mit viel Arbeit und Geduld verbunden, weil das Sehen überhaupt erstmal gelernt werden muss. Das klingt für uns Sehende schwer nachvollziehbar, aber Josh Sundquist gelingt es, uns die Thematik verständlich und mit anschaulichen Vergleichen näherzubringen. Man merkt, dass sich der Autor sehr intensiv damit auseinandergesetzt hat.
Fazit
Ein wunderbares Jugendbuch darüber, worauf es im Leben und in der Liebe wirklich ankommt. Neben der spannenden, süßen Liebesgeschichte gibt es viele interessante Informationen über die Schwierigkeiten, sehen zu lernen, wenn man seit seiner Geburt blind ist. Dadurch gibt es einige bedrückende Momente, die den Leser mit Will mitfühlen lassen, aber mindestens genauso viele schöne, heitere Momente, die dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Ein sehr schönes Buch mit wichtiger Botschaft, dem ich 4 Sterne gebe.
- John M. Cusick
Girl Parts - Auf Liebe programmiert
(40)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDavid hat Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Speziell mit Mädchen klappt es überhaupt nicht. Über eine Internetplattform bestellt er sich seine Traumfrau. Er mag Mädchen mit Kurven an den richtigen Stellen und mit roten Haaren. Er macht den großen Karton auf und so tritt die bezaubernde Rose in sein Leben. Der sechzehn jährige ist verwirrt, verliebt und will alles wissen. Rose ist auf Liebe programmiert und bringt David alles bei, aber da gibt es ein großes Problem, denn sie ist ja nur ein Roboter und unten rum ist Rose ausgestattet wie eine Barbie Puppe, aber es ist doch Liebe!
Eine bittersüße Liebesgeschichte über Segen und Fluch der Technik und über einen verwirrten jungen Mann, der ins Leben und zu Liebe findet. Für junge Erwachsene ab 15 Jahren.
- Rainer Wekwerth
Damian. Die Stadt der gefallenen Engel
(342)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenAuf dieses Buch wurde ich mehr durch einen Zufall aufmerksam und es hat mich schon vor der Leseprobe begeistert. Als ich dann die ersten Seiten gelesen hatte, war klar, dass dieses Buch das Zeug hatte mein Herz zu erobern. Und das hat es!
Rainer Wekwerth hat den Himmel und die Hölle direkt nach Berlin gebracht und mit "Damian - Die Stadt der gefallenen Engel" ein fantastisches Abenteuer gestartet...
Alles beginnt recht normal... Die 17-jährige Lara lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Örtchen namens Rottenbach in der Nähe von Stuttgart. Sie geht zur Schule, hat zwei beste Freundinnen und einen festen Freund namens Ben.
Als Ben ihr per SMS mitteilt, dass er keinen Sinn mehr in ihrer Beziehung sehe - und das zwei Tage nachdem sie ihm sagte, es sei ihr noch zu früh mit ihm zu schlafen - legt sich ein schwerer Kummer auf Laras gebrochenes Herz. Liebeskummer - etwas, was sie nie zuvor kannte...
Ihre Mutter Rachel stimmt schließlich zu, dass Lara am besten ihre Großeltern in Berlin besuchen könnte um so auf andere Gedanken zu kommen und Abstand zu Ben zu bekommen.In Berlin angekommen empfangen Martha und Max ihre Enkelin ganz herzlich und sind froh Lara nach langer Zeit endlich wieder einmal in ihre Arme schließen zu können. Eine riesige Kluft klafft zwischen Laras Großeltern und ihrer Mutter Rachel, auch wenn Lara den Grund dafür nicht kennt.
Lara erforscht Berlin und merkt schnell wie anders sich die Zeit hier dreht. Als sie eines Abends mit einem Jungen, der ungefähr in ihrem Alter sein dürfte, zusammenstößt, spürt sie zum ersten Mal den aggressiven Wind der Großstadt. Statt Laras Entschuldigung anzunehmen, drückt er sie nieder und versucht ihr die Kleider vom Leib zu reißen.
Und genau da taucht ihr Retter in der Not auf...
Damian ist ein gefallenener Engel und dient Satan persönlich. Doch als er spürt, wie Laras Liebe zu ihm wächst und er seine eigenen Gefühle nicht verstehen kann, fängt er an, an seiner Aufgabe zu zweifeln.Zu Beginn der Geschichte lernt man Lara kennen, bekommt einen Einblick in ihre vergangenen Erlebnisse und erfährt wie stark sie sein kann. Trotz ihres Liebeskummers lässt sie sich auf Berlin ein, wittert eine neue Zuflucht und glaubt neue Stärke finden zu können. Sie ist eine sehr liebenswerte Protagonistin, die ich sofort in mein Herz schließen musste.
Zwischendurch wechselt die Szenerie und man beobachtet einen Mann, der sehnsüchtig zum Himmel blickt und dennoch in die Hölle gehört: Damian. Er ist ein gefallener Engel, der im Dienste Satans steht und dennoch etwas liebenswürdiges ausstrahlt...
Seine Aufgabe steht im Wiederspruch zu seinen Gefühlen und während seine Kraft schwindet planen seine dämonischen Sklaven seinen Untergang.
Die erste Begegnung der Beiden Hauptprotagonisten war alles andere als zufällig und wie es das Leben so will ist Ben schnell vergessen und Lara ist mehr als begeistert von ihrem vier Jahre älteren Retter, der sich ihr als Damian Antas vorstellt, aber ansonsten sehr wenig über sich erzählt.
Auch bei ihren Großeltern ist Damian schnell willkommen und die Beiden treffen sich immer wieder.
Die Entwicklung dieser Liebesgeschichte spielt sich still und heimlich im Dunklen ab. Laras Gedanken machen keinen Hehl aus ihrer Verliebtheit, während Damian noch zu verstehen versucht, was sie in ihm auslöst. Er ist schließlich ein gefallener Engel und als solcher, der Satan persönlich dient, sollte er nur Hass und Schmerz kennen, doch stattdessen liebt er und empfindet Mitgefühl.Lara spürt, dass sie sich verändert. Sie träumt wirres Zeugs, in dem Damian ihr sagt sie sei sein und nur sein. Und sieht, wie sich Menschen zu Fratzen verzerren und wahrgewordene Bestien aus einem Albtraum darstellen.
Und als Lara ein Telefonat zwischen ihren Großeltern und ihrer Mutter belauscht, in dem es um ihren Vater und Damian geht, wird sie misstrauisch.
Sie geht den streng gehüteteten Familiengeheimnissen, dessen sie sich sicher ist, dass nichtmal ihre Mutter was davon weiß, auf die Spur und entdeckt ein uraltes Foto, dass all ihre Fragen - wer war ihr Vater und was wollen ihre Großeltern vor ihr verbergen - beantwortet und gleichzeitig tausend neue stellt...
Dieses Buch enthüllt Seite für Seite neue Geheimnisse. Es baut sich immer weiter aus, bin man die Spannung kaum noch erträgt. Es ist spektakulär geschrieben und toll formuliert. Durch die Abwechslung der Blickwinkel - mal aus Laras, dann aus Damians und schließlich auch aus Sicht eines Engels oder Dämons - hat man das Gefühl alles genauer überblicken zu können und doch versteht man nicht viel. Durch all die Geheimnisse weiß man gar nicht wer auf welcher Seite steht und es entsteht eine atemlose Spannung, die bis zum Schluss anhält.
Das Ende ist wie eine Achterbahn. Erst aufregend und wild und dann fragt man sich: "Das war's schon?" Leider ja... Aber es kommt ja zum Glück eine Fortsetzung... :-)
Fazit:
Das Buch hat mich schon vor dem eigentlichen Lesen schwer beeindruckt und jede Seite war Lesegenuss pur. Es ist ein Jugendbuch, aber teilweise - so wie die versuchte Vergwaltigungsszene - wenig Jugendfrei geschrieben.
Alles war stimmig und aufregend und dank kurzer Kapitel ließ sich das Buch flüssig lesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil es einfach zu spannend war.
- Scott Westerfeld
Uglies Quartett
(37)Aktuelle Rezension von: WortmagieIch habe einen interessanten Zeitpunkt gewählt, um „Uglies“ von Scott Westerfeld zu lesen. Das Buch ist mittlerweile 14 Jahre alt und Auftakt der gleichnamigen „Uglies“-Tetralogie. Es lag recht lange auf meinem SuB, etwa dreieinhalb Jahre, weil meine Begeisterung für Young Adult – Dystopien seit dem Kauf deutlich abflaute. Als ich es im Februar 2019 aus dem Regal holte, folgte ich einer spontanen Eingebung meines Bauches. Das Timing hätte nicht besser sein können, denn während meiner Recherchen zum Autor fand ich heraus, dass Westerfeld im September 2018 begann, eine neue Tetralogie namens „Impostors“ im „Uglies“-Universum zu veröffentlichen, die bis 2021 vollständig erscheinen soll. Wir werden sehen, ob er mich so lange bei der Stange halten kann. Mit „Uglies“ erlebte ich auf jeden Fall einen vielversprechenden Start.
Alle Menschen wollen schön sein. Die beinahe 16-jährige Tally ist da keine Ausnahme. Nur noch ein paar Wochen trennen sie von ihrem neuen Gesicht und ihrem neuen Ich. Schluss mit ihrem Dasein als Ugly! Sie wird eine Pretty sein, in New Pretty Town leben und nur noch Spaß haben. Es ist so großzügig von der Regierung, allen Einwohner_innen zu ihrem 16. Geburtstag eine umfangreiche Schönheitsoperation zu schenken! Ist es doch – oder nicht? Tallys Freundin Shay hat Bedenken, denn der Eingriff ist keineswegs freiwillig. Kurz vor ihrer OP läuft sie davon, um in der Wildnis zu leben und bringt Tally damit in ernste Schwierigkeiten. Die Regierung stellt sie vor die Wahl: entweder, sie findet Shay und verrät ihre Freundin oder sie wird niemals operiert werden. Tally muss sich entscheiden. Wird sie Shay opfern, um pretty zu sein?
Ich hatte vor der Lektüre zurückhaltende Erwartungen an „Uglies“. Nur eine weitere Young Adult – Dystopie, nichts Besonderes, glaubte ich. Ich rechnete nicht damit, das Buch zu genießen und war darauf vorbereitet, häufig die Augen zu verdrehen. Deshalb freue ich mich, berichten zu können, dass mich „Uglies“ überraschend gut unterhielt und ich die Botschaft, die Scott Westerfeld vermittelt, sehr wichtig finde. Wie ihr euch sicher anhand der Inhaltsangabe denken könnt, behandelt die Tetralogie das Konzept von Schönheit. Die Geschichte spielt in einer undefinierten Zukunft, vermutlich mehrere Jahrhunderte nach unserer Gegenwart, nachdem eine fatale Katastrophe die Menschheit beinahe auslöschte. Was genau geschehen ist, lässt Westerfeld offen, er deutet allerdings an, dass umweltschädliches, ressourcenverschwendendes Verhalten verantwortlich war, wodurch „Uglies“ gerade jetzt hochaktuell ist. Einige Vertreter_innen der menschlichen Spezies überlebten und gründeten eine Gesellschaft, die die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden versucht und nach Regeln funktioniert, die auf mich skurril und repressiv wirkten. Alle Menschen müssen sich anlässlich ihres 16. Geburtstags einer drastischen Operation unterziehen, die ihr Äußeres perfektioniert. Wir sprechen hier nicht über eine kleine Nasenkorrektur, nein, es handelt sich um weitreichende Anpassungen, die den kompletten Körper betreffen. Alle Makel werden beseitigt – was als Makel gilt, obliegt der Regierung. Die Operation dient nicht nur als physische Optimierung, sie ist ebenso ein Initiationsritus, der den Übergang vom Kind zum Erwachsenen markiert. Aus heranwachsenden, durchschnittlichen Uglies werden bildschöne Pretties, die als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft nach New Pretty Town umziehen. Der gesamte Prozess wird als erstrebenswert propagiert und auch die Protagonistin Tally sehnt sich danach, eine Pretty zu werden. Wozu das Ganze? Offiziell liegt die Annahme zugrunde, dass staatlich verordnete äußerliche Perfektion ein friedliches Zusammenleben garantiert, weil Intoleranz, Diskriminierung und Neid beseitigt werden, wenn alle gleich schön sind. Ein bisschen wie der Effekt, den man Schuluniformen zurechnet. Somit gilt Schönheit als Allheilmittel gegen die Konflikte der Menschheit. Ich sehe darin eine sehr interessante Theorie, die sich zu diskutieren lohnt. Könnte da etwas dran sein? In der Realität von „Uglies“ ist dieses Gedankenspiel natürlich nicht mehr als eine Illusion, die die wahren, perfiden Absichten der Regierung verschleiern soll, was die burschikose, unkomplizierte und sympathische Hauptfigur Tally im Verlauf der Handlung unsanft herausfindet. Obwohl diese einige Logiklöcher aufweist, fühlte ich mich in meinem Lesespaß nicht gestört. Das Buch las sich leicht und angenehm; ich stolperte nicht über Aspekte, die nicht völlig plausibel waren, weil ich die Aussagen, die Scott Westerfeld über Schönheit, Oberflächlichkeit und Individualität trifft, als wesentlich relevanter empfand als die inhaltlichen Entwicklungen. Er geht dabei nicht subtil vor. Im Grunde könnte seine Intention auch in roten Leuchtlettern auf dem Cover stehen, so offensichtlich ist sie. Da wir jedoch über einen Roman für Jugendliche sprechen, finde ich seine Direktheit nicht zu aufdringlich und sogar angemessen. Geht es um Body Positivity, kann man gar nicht explizit genug werden.
„Uglies“ treibt unsere gesellschaftliche Obsession bezüglich Schönheit auf die Spitze und überraschte mich mit der äußerst konkreten, eindeutigen Botschaft, die der Autor Scott Westerfeld präsentiert. Der Tetralogieauftakt lässt wenig Interpretationsspielraum, den es in diesem Kontext meiner Ansicht nach allerdings auch nicht braucht, weil Westerfeld die Handlung und das Design seiner Dystopie seinem thematischen Schwerpunkt unterordnet. Jede Facette der Geschichte dient dazu, Kritik an übertriebenem Schönheitskult zu üben und dessen Gefahren zu betonen. Das Buch ist aufgrund seiner Unzweideutigkeit lesenswert. Die zielgerichtete Gradlinigkeit von Westerfelds Herangehensweise imponierte mir und überzeugte mich, den Folgebänden eine Chance zu geben. Manchmal ist die Absicht einer Geschichte eben doch essenzieller als ihr Inhalt.
- Libba Bray
Beauty Queens
(10)Aktuelle Rezension von: LinfantasticNach einem Flugzeugabsturz müssen die zwölf überlebenden Kandidatinnen eines Schönheitswettbewerbs auf einer scheinbar verlassenen Insel klarkommen. Dabei erfüllen die meisten Kandidatinnen auf den ersten Blick jedes Klischee, was man sich ausdenken kann. Von Kapitel zu Kapitel erfährt man mehr über die Mädchen und darüber, warum sie wirklich an dem Schönheitswettbewerb teilnehmen und lernen, mehr über sich und darüber, dass es mehr gibt als nur das Aussehen und die perfekten leeren Antworten auf die Fragen der Jury. Für mich ist es das zweite Buch der Autorin. Das Genre ist jedoch vollkommen anders und das merkt man auch. Es ist voller Satire und nimmt damit das Bild der typischen Frau hops. Grundsätzlich etwas, was ich gerne lese und die Idee dahinter finde ich immer noch sehr gut. Wirklich eingefangen hat mich das Buch allerdings nicht. Die Story hat mich nicht wirklich richtig gepackt und die Charaktere kommen in meinen Augen in dem Szenario nicht wirklich richtig zur Geltung. Ich muss auch tatsächlich zugeben, dass es eines der wenigen Bücher ist, die ich irgendwann abgebrochen habe, weil mich zu wenig interessiert hat, wie es weitergeht. Ich habe mich dennoch für zwei Lippenstifte entschieden, weil ich dennoch viele gute Momente mit dem Buch hatte, auch wenn diese am Ende für mich nicht ausreichend waren.
- Lea-Lina Oppermann
Was wir dachten, was wir taten
(11)Aktuelle Rezension von: ToxicasIch erinnere mich noch an meine Schulzeit. In unserem jugendlichen Leichtsinn dachten wir alle damals, wir wären unsterblich und die Welt drehe sich allein um uns und unsere Probleme. Bis zum 26. April. Der Tag des Amoklaufs an einem Erfurter Gymnasiums. Auf einmal gingen wir mit einem mulmigen Gefühl zur Schule und stellten fest, dass die Welt sich nicht allein um uns dreht. Unsere Lehrer hätten nicht besser reagieren können und nahmen sich in den darauffolgenden Tagen wirklich sehr viel Zeit für uns und unsere Ängste. Was aber die Beteiligten einer solchen Tragödie ausstehen müssen, liegt bis heute außerhalb meiner Vorstellungskraft.
So wie wir damals, denken auch die Klassenkameraden um Mark und Fiona. Sie fühlen sich als Helden des Alltags. Lea-Lina Oppermann hat ein bedrückendes Kammerspiel erschaffen, das unter die Haut geht. Als die Schulklingel Amok-Alarm schlägt, glauben Fiona, Mark und ihre Klassenkameraden zunächst noch an einen Probealarm. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass es sich um keine Übung handelt. Das passiert gerade wirklich! Die Klasse wird der Reihe nach vor Aufgaben gestellt, die über Leben und Tod entscheiden. Niemand wird verschont. Sie alle tragen Geheimnisse mit sich, die nach und nach ans Tageslicht gezerrt werden. Aber wer hat sich dieses morbide Horrorspiel ausgedacht? Und warum?
Birte Schöink, Sebastian Rudolph und Julian Greis sind die perfekte Besetzung für diese Adaption des gleichnamigen Romans. Besonders Schöink und Greis lassen ihre Figuren, Fiona und Mark, durch ihre jugendlich klingenden Stimmen echt wirken. Alle drei verleihen ihren jeweiligen Rollen einen realistischen Charakter und rütteln damit ordentlich an den Grundfesten ihrer ZuhörerInnen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht dreier Opfer des Amoklaufs. Reflektiert blicken Fiona, Mark und ihr Mathelehrer Herr Filler auf die Geschehnisse zurück. Zum Einen schildern sie detailliert, was sich in der Klasse zugetragen hat. Zum Anderen lassen sie die HörerInnen tief in ihre Gedankenwelten eintauchen. Alle drei SprecherInnen schafften es, mich in ihren Bann zu ziehen und tief zu berühren. Wirklich gut gefallen hat mir zudem, dass die Handlung ohne musikalische Unterbrechungen oder das Einsprechen der Kapitel auskam. So wurde die Spannung konstant hochgehalten, und die Zeit verflog beim Hören geradezu.
Die Autorin Lea-Lina Oppermann spielt mit den Moralvorstellungen eines jeden von uns. Und genau dieses Spiel konnten Schöink, Rudolph und Greis perfekt transportieren. Wie würden wir in einer solchen Ausnahmesituation reagieren? Ist es gerechtfertigt, einem anderen Menschen physische oder psychische Schmerzen zuzufügen oder diesen vielleicht sogar zu töten, um alle anderen zu retten?
Gleichzeitig konnte Oppermann mich mit ihrem schockierenden Finale noch einmal richtig bei den Nerven packen. Bis zum Schluss ist nicht klar, wer sich hinter der Maske des Amoktäters versteckt. Natürlich hat man mit dieser Person kein Mitleid, verachtet sie vielleicht sogar ... oder? Oppermanns Auflösung hat meinen Gerechtigkeitssinn schon noch mal ordentlich angekratzt. So sehr mir dieses Hörbuch gefallen hat, so sehr hat es mich auch wahnsinnig gemacht, extrem berührt und sprachlos zurückgelassen.
Persönliches Fazit: Diese Geschichte musste ich ein paar Tage sacken lassen. Und sie wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Lea-Lina Oppermann hat mit „Was wir dachten, was wir taten“ ein wirklich gelungenes psychologisches Spiel konstruiert, bei dem es keine klare Täter-Opfer-Definition gibt und das konsequent Grenzen überschreitet. Allen Freunden des gesprochenen Wortes lege ich dieses Hörbuch deswegen dringend ans Herz. - Eileen Schlüter
Geliebte Nanny
(20)Aktuelle Rezension von: Nele75In Melissa's Leben soll sich dringend etwas ändern. Nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat, die eigentliche Arbeit als Kindergärtnerin sowieso aufhört wegen Zeitvertrag und dringend etwas geschehen muss, kommt die Anzeige einer Millionärsfamilie gerade recht - denn diese sucht eine Nanny. Melissa kann sich mit dem Gedanken anfreunden, für die Familie zu arbeiten, denn die Bezahlung ist überdurchschnittlich gut. Wäre da nicht diese bestimmte Bedingung, welche von vornherein gestellt wird und anscheinend dazu gehört, sollte sich Melissa für die Arbeit als Nanny in diesem Haushalt entscheiden.
Mir hat hier von Beginn an der Schreibstil ziemlich gut gefallen, es liest sich einfach sehr flüssig und macht Spass. Auch kommen immer wieder kleine überraschende Wendungen in die Geschichte, die man so als Leser nicht ahnen kann - und gerade dies macht "Geliebte Nanny" von Eileen Schlüter lesenswert.
Einzig mit dem Ende kann ich mich nicht so recht anfreunden, denn es war im Gegensatz zum Rest der Geschichte sehr knapp und kurz gehalten und kam mir so ein wenig unvollständig vor, denn ich als Leser hatte das Gefühl, es kann hier einfach nicht zu Ende sein, sondern sollte noch ausführlicher beschrieben werden.
Das Cover finde ich ziemlich passend zur Geschichte und es gefällt mir gut, auch wenn die Hintergrundfarbe nicht unbedingt zu meinen Lieblingsfarben zählt - hier gefällt es mir.























