Bücher mit dem Tag "obsession"
86 Bücher
- Iain Banks
Lolita
(520)Aktuelle Rezension von: FLXAngefangen wegen dem Hype, geblieben wegen der Sprache.
Nabokov schreibt so präzise, dass man Humberts Argumenten fast folgt - und genau das ist das Unbehagliche daran.
Was mich am meisten überrascht hat: Lolita selbst kommt kaum vor.
Das ganze Buch ist Humberts Selbstinszenierung, und man merkt das, ohne dass es einem jemand sagt.
Kein angenehmes Leseerlebnis. Aber man nimmt was mit - nämlich ein ziemlich gutes Gefühl dafür, wie Manipulation in Sprache funktioniert.
- C. Hoover
Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird
(728)Aktuelle Rezension von: kittencuexAnders als die meisten Bücher von Colleen Hoover aber ebenso gelungen - Spannend - emotionslos - heftige Themen
Handlung: Mädchen lernt Junge kennen. Allerdings ist das Mädchen hier in einer Beziehung mit einem wirklichen BadBoy, der nicht gut für sie ist und der Junge ist in diesem Fall ein Undervover-Cop, welcher gegen ihren Freund ermittelt.
Charaktere: Die Charaktere sind sehr vielschichtig und tiefgründig mit weitreichenden Motiven und Hintergründen.
Spannung: Die Spannung ist durchweg da und insbesondere geht die Geschichte noch weiter nach dem Punkt der sich zunächst, wie ein natürliches Ende anfühlt. Das hebt die Geschichte mal wieder gekonnt aus der Masse von Geschichten ab. Lediglich an einer Stelle hätte meines Erachtens die Handlung etwas ausführlicher aufgebaut werden.
Fazit: Ein wirklich mitreißendes Buch, das viele Emotionen weckt.
- Sylvia Day
Crossfire. Versuchung
(1.976)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Der erste Band stellt Eva und Gideon als außergewöhnlich vielschichtige Figuren vor, deren Anziehungskraft förmlich spürbar ist. Die Leser werden direkt in die komplizierte Vergangenheit der Protagonisten hineingezogen und begleitet sie durch eine Mischung aus Sinnlichkeit, Geheimnissen und ersten großen Konflikten. Die prickelnden Liebesszenen verschmelzen perfekt mit emotionaler Tiefe, und der moderne Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann – ein absolut fesselnder Einstieg in die Reihe
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.267)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Simon Beckett
Obsession
(1.223)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Ben ist am Boden zerstört, als seine Frau unvermutet stirbt. Allein Sarahs autistischer Sohn Jacob spendet ihm Trost.
Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte diese den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Ben engagiert fassungslos einen Privatdetektiv, der schnell Jacobs leiblichen Vater ermittelt. Dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird, ahnt keiner.
Fazit
Ein Thriller der anderen Art - dennoch sehr spannend und faszinierend.
- E. L. James
Darker - Fifty Shades of Grey. Gefährliche Liebe von Christian selbst erzählt
(264)Aktuelle Rezension von: Xenia_FTeil 2 der äußerst ereignisreichen Liebesgeschichte zwischen Ana und Christian aus Sicht von Christian.
Die zwei finden nach ihrer Trennung wieder zueinander, stellen sich der verrückten Exfreundin von Christian, dem äußerst unangenehmen Chef von Ana, einem zu treuen Freund, Christians dunkelsten Geheimnissen und einem Heli-Absturz. Alles während die zwei herausfinden, wie eine Beziehung zwischen ihnen funktionieren kann. Die Liebesgeschichte gipfelt in einem unglaublich romantischen Heiratsantrag.Es ist toll endlich die Geschichte aus Christians Sicht zu erleben. Insbesondere auf das Gespräch zwischen ihm und seiner Mutter an seinem Geburtstag nach dem Elena-Vorfall habe ich hingefiebert. Meine Neugierde wurde nun endlich befriedigt.
Da man aufgrund der Hauptreihe die Handlung schon kennt, ist es natürlich nicht ganz so spannend wie ein komplett neues Buch. Es ist trotzdem äußerst unterhaltsam die Dinge aus Christians Blickwinkel zu sehen.Man kann mit ihm die komplette Bandbreite der Emotionen erleben.
Empfehlung für alle die die Hauptserie gemocht haben und wissen wollen was in den Szenen ohne Ana gesprochen wird. - Thomas Mann
Der Tod in Venedig
(474)Aktuelle Rezension von: S_MaltEine dichte, fast schon unangenehme Novelle über Obsession, Altern und den schmalen Grat zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Das Ganze vor der schwülen, leicht heruntergekommenen Kulisse von Venedig, die immer mehr zum Spiegel des Inneren wird.
Die Story: Gustav von Aschenbach, ein disziplinierter Schriftsteller, reist zur Erholung nach Venedig – und verliert sich dort komplett. Grund dafür ist der junge Tadzio, dessen Schönheit ihn immer mehr in den Bann zieht. Aus stiller Bewunderung wird schnell eine Obsession. Währenddessen liegt eine seltsame, kranke Stimmung über der Stadt, die Aschenbach zwar wahrnimmt, aber ignoriert.
Viel passiert äußerlich nicht – der Fokus liegt klar auf dem Inneren. Und genau das ist auch die Stärke: dieses langsame Abrutschen, dieses sich selbst Verlieren. Das ist intensiv, stellenweise auch echt beklemmend.
Tadzio bleibt dabei bewusst entrückt und fast schon unwirklich – weniger als klassische Figur, mehr als Projektionsfläche für Aschenbachs Sehnsucht. Das passt sehr gut zur Geschichte und verstärkt diese distanzierte, leicht surreale Wirkung. Gleichzeitig lassen sich durchaus autobiografische Tendenzen erkennen – gerade in der Figur des alternden Künstlers und seiner Faszination für jugendliche Schönheit, was dem Ganzen noch eine zusätzliche, fast intime Ebene gibt.
Trotzdem: kein leichtes Buch, aber eins, das hängen bleibt. Für mich 4/5 Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die eher auf Atmosphäre und Psychologie stehen als auf viel Handlung.
- E.O. Chirovici
Das Buch der Spiegel
(363)Aktuelle Rezension von: Gela_HKAls Literaturprofessor Katz ein Manuskript eines Autors in die Hände bekommt, hat es mich sofort gepackt – genau wie ihn. In einem Roman über einen anderen rätselhaften Roman zu lesen, fand ich großartig. Der verschachtelte Aufbau, bei dem sich Fakten und Charaktere nur langsam zusammensetzen wie ein Puzzle, hat für mich einen besonderen Reiz gehabt. Das Manuskript handelt von dem nie gelösten Mord des berühmten Psychologieprofessors Joseph Wieder. Katz vermutet, dass der Autor eine Enthüllungsgeschichte geschrieben hat, um die Tat aufzuklären. Doch dann bricht der Text abrupt ab.
Katz sucht den Autor, nur um zu erfahren, dass dieser bereits nach schwerer Krankheit verstorben ist. Nicht nur Katz will die Wahrheit herauszufinden, meine Neugier wurde auch geweckt. Ein engagierter Detektiv beginnt, die Ereignisse von damals zu rekonstruieren – und je tiefer gegraben wird, desto mehr verschwimmt alles. Genau dieses Gefühl, dass die Wahrheit nicht greifbar war, fand ich spannend.
Dennoch haben mich die verschiedenen Erzählebenen manchmal eher aus der Geschichte herausgerissen, als dass sie mich hineingezogen hätten. Die Perspektivwechsel sind gut konstruiert, aber der Lesefluss litt darunter. Jede Stimme bringt ihre eigene Wahrheit mit und Wahrheit und Lüge lassen sich nicht mehr unterscheiden. Das hält die Spannung hoch, hat aber auch seine Längen.
Die Auflösung kam für mich überraschend und war dennoch gut nachvollziehbar. Ein Kriminalfall der anderen Art, der mit seiner verschachtelten Struktur Aufmerksamkeit fordert. - Maud Ventura
Mein Mann
(164)Aktuelle Rezension von: dielesejuleWas zur Hölle war DAS?! (Und ich meine es positiv) Danke an @hoffmannndcampe für das Rezensionsexemplar. Ich war den ganzen Sonntag Vormittag nicht ansprechbar.
📖 Die Ich-Erzählerin liebt ihren Mann. Sehr. Sie ist sich aber nicht sicher, ob er ihre Liebe in selbem Maße erwidert und findet viele kleine Anzeichen dafür, dass er ihre Ehe nicht gleichermaßen schätzt wie sie. Was dann passiert, kann ich beim besten Willen nicht verraten. Das Buch lebt davon, dass man es nach der Lektüre vollkommen überrumpelt aus der Hand legt und nicht glauben kann, dass man nicht nur einmal die Lage falsch eingeschätzt hat.
⭐@maudventura gelingt es grandios, die Ehefrau in immer wechselndem Licht darzustellen. Ich hab so ziemlich alles gefühlt: am Anfang Sympathie und Zustimmung, gemischt mit Mitgefühl für ihr fehlendes Selbstwertgefühl und Ärger über ihre lakonische Akzeptanz und Oberflächlichkeit. Gleichzeitig war ich aber auch genervt von ihrer ständigen Art, Dinge zu interpretieren und zu katastrophaleren.
Ab ca. Seite 50 dann Irritation, Unglaube, komplette Ablehnung und Antipathie, fast schon Verachtung für ihr Handeln. Und am Schluss: Ratlosigkeit.
Dazwischen immer wieder kurze Empathieblitze für den Ehemann oder immense Wut auf ihn. Und als dauerhafte Lesebegleitung die schwelende Frage, wohin das hier alles führen wird.
⭐ Die Autorin ist eine feine Beobachterin. Viele Gedanken, viele Ideen und Fragestellungen habe ich mir markiert und notiert. Zudem ist es großartig übersetzt. Danke dafür an die wunderbare Michaela Meßner!
⭐Die Idee, Personen in drei existentiellen(!) Wörtern zu beschreiben, finde ich eine echte Herausforderung, Das versuch ich auch gleich mal.
⭐ Ich weiss nicht, wann ein Buch mich das letzte Mal so kurz vor Ende nochmal aus der Bahn geworfen hat. Puh!
Für alle, die beim Lesen in ein Wechselbad der Gefühle eintauchen möchten – und bereit sind, sprachlos zurückzubleiben.
💬 „Freitag ist kein günstiger Tag für die Konzentration.“
- T. C. Boyle
No Way Home
(141)Aktuelle Rezension von: MinijaneDie Personenkonstellation ist in diesem Roman wieder ganz typisch T.C.Boyle, durchweg unsympathisch.
Da ist zum einen der Assistenzarzt Terry Tully aus Los Angeles. Er erfährt, dass seine Mutter verstorben ist und ihm, ihrem einzigen Kind ihr Haus in einer Kleinstadt in der Wüste im Umkreis von Las Vegas vermacht hat. Die Gegend sagt ihm eigentlich gar nicht zu, aber das Haus verkaufen und seinen Studienkredit abbezahlen, scheint doch ein vernünftiger Plan zu sein. Er reist an, um alle Formalitäten zu erledigen und lernt am Abend in einer Bar Bethany kennen. Bethany ist gerade aus ihrer Wohnung rausgeflogen und sieht in Terry einen Ausweg aus ihrer mißlichen Lage zu kommen. Sie ist eine manipulative Person, optisch sehr ansprechend und wickelt den jungen Arzt mühelos um den Finger. Kaum das er wieder geradeaus gucken kann, ist sie schon bei ihm eingezogen und macht sich unentbehrlich. Der Hund seiner Mutter ist auch so ein Problem, denn nach Los Angeles mitnehmen, kann er den nicht. Bethany kümmert sich eher schlecht als recht, aber sie kümmert sich.
Das Haus verlottert, denn Bethany ist eher eine Partymaus als eine Hausfrau. Ärger droht auch durch Bethany‘s Exfreund Jesse, von dem sie nicht loskommt und der seinerseits diesen Spießer an ihrer Seite nicht ertragen kann.
T.C. Boyle reizt diese toxische Dreierbeziehung bis zur Schmerzgrenze aus und am Ende flüchtet er sich nach der immer mehr eskalierenderen Spirale der Eifersucht zwischen den Kontrahenten in ein offenes Ende.
Leider fand ich diesen Roman enttäuschend, sehr viele Längen, Klischees ohne Ende, vielfach vorhersehbar und keine aktuellen Themen, die mit eingeflossen wären in seinen Text. Für seine Gesellschaftskritik ist der Autor doch eigentlich bekannt. Schade, keine Empfehlung, aber bitte unbedingt andere Bücher von T.C. Boyle lesen, z.b. Blue Skies!
2,5 Sterne
- Verena Keßler
Gym
(187)Aktuelle Rezension von: LetiziaSie braucht unbedingt einen neuen Job. Mit Fitness hat sie zwar wenig am Hut, aber in einem Fitnessstudio arbeiten kann ja nicht so schwer sein. Dabei verstrickt sie sich von Anfang an in Lügen. Zumindest findet sie immer mehr Gefallen am Krafttraining. Vielleicht etwas zu sehr.
Die Autorin hat einen prägnanten, scharfen Schreibstil, bei dem öfters auch der Humor durchkommt. Die Geschichte fängt zunächst ziemlich normal an. Die Protagonistin scheint zwar Probleme zu haben und lügt, um an einen neuen Job zu kommen, aber sie wirkt dennoch normal..
Die Protagonistin findet sich langsam in ihrem neuen Job zurecht, findet Freunde und fasst Fuß in ihrem Leben. Langsam freundet sie sich auch mit dem Sport an. Doch langsam aber stetig wird daraus eine Obsession vom eigenen Körper.
Es geht nur noch um Sätze, Wiederholungen, Kalorien und Proteine. Dabei bekommt ihr Lügenkonstrukt immer mehr Risse und ihre Vergangenheit klopft auch noch an der Tür. Die steigende Obsession der Protagonistin baut die Autorin gut auf, obwohl es am Ende etwas abstrus wird. Es spiegelt wieder, was jeden Tag auf Social Media passiert. Es geht nur noch um Zahlen und Selbstoptimierung. Alles andere ist egal.
Genau an diesem Punkt geht die Autorin aber nicht weiter darauf ein. Social Media wird zwar angesprochen, aber es wird keine Kritik aufgegriffen. Es wird eher das Bild geschaffen, dass die Obsession der Protagonistin ganz von ihr selbst ausgeht. Vor allem da sie in der Vergangenheit bereits psychische Probleme hatte und die Gesellschaft und der Druck dahinter kaum eine Rolle spielt.
Die Chance mehr auf den sozialen Druck einzugehen, den vor allem junge Leute auf Social Media verspüren, wenn es um das Aussehen geht und welche Folgen das haben kann, wurde leider verpasst. - Skye Warren
Fernweh
(60)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Das ist seit Ewigkeiten ein Buch, welches mich komplett verstört und gleichzeitig fasziniert zurück gelassen hat. Mein Gott. Ich habe mich wirklich die ersten 215/231 Seiten gefragt, Wo Zum Teufel Die Romance, bei diesem Dark Romance Roman geblieben ist. Selbst die Triggerwarnung hat mich nicht auf das vorbereitet, was kam. Beim Lesen war ich teilweise ehrlich schockiert, Leute hier wird es wirklich "Dark"! *Achtung! Bevor ihr das Buch startet, solltet ihr euch unbedingt die Triggerwarnung durchlesen! Wenn ihr Bücher über Vergewaltigung im Kindesalter, Vergewaltigungen aller Art, Entführungen und einer Entführer- Opfer Beziehung, nur schwer ertragen könnt, solltet ihr das Buch definitiv nicht lesen!* Puhhh das Buch hat es in sich!
Cover: Das Cover gefällt mir wirklich sehr Gut und hat mich sofort angesprochen. Das ganze Cover wirkt einfach wie eine riesige, düstere Unterwasserszene. Man sieht eine junge Frau, in einem weißen Kleid, welche im Wasser umhertreibt. Nur ein bisschen von ihrem Gesicht, schaut aus dem Wasser heraus und sie scheint völlig ruhig zu atmen. Kleine Bläschen steigen zur ruhigen Wasseroberfläche empor. Dort wo es in Richtung Himmel geht, ist das Wasser hell gebrochen, danach erfolgt ein blau/türkiser Wassertraum und nach unten hin, perfekte Dunkelheit. Das Ganze wirkt bedrohlich echt und spiegelt für mich perfekt den inneren Konflikt von Evie wieder. Bei jedem Kapitel gibt es oben rechts eine herrliche Wasserfontäne. Chapeau für diese Gestaltung! :)
Schreibstil: Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Ehrlich und direkt, doch gleichzeitig brilliant verpackt, unfassbar grausam, und doch wahnsinnig tiefgründig und absolut realistisch, erzählt die Autorin hier eine irre Liebesgeschichte von zwei gebrochenen Menschen, die sich auf ihre ganz verkorkste Art, heilen. Noch nie war ich so fassungslos darüber, dass ich mich soo gut in ein Opfer und einen Täter hineinversetzen konnte.. und doch war ich mir nach dem Lesen sofort sicher- so fühlen sich Menschen mit dem Stockholm-Syndrom! Die bildhafte Sprache, die komplexen Charaktere und die spannende Handlung, die eine zunehmends verbotene Liebesgeschichte erforscht, machten dies mir unweigerlich klar. Eine Meisterwerk auf einem ganz anderen Level als nur ein simpler Thriller, Horror oder Dark Romance Roman zu sein. (Merkt man, dass ich hin- und hergerissen bin?)
Idee: Das Buch hat mir einmal eine liebe Buchfreundin geschenkt, weil sie wusste, wie gerne ich das Buch lesen wollte. Ich hatte noch nie ein Festa- Verlag Buch, im Genre Dark Romantasy gelesen, wollte es aber unbedingt versuchen. :) Noch nie habe ich bei einem Buch das Gefühl gehabt, dass ich keinem Menschen weit und breit, trauen kann. Zu Evies sehr traumatischen Leben mit ihrer Mutter, die sie nicht nur streng vernachlässigt, sondern auch lange Zeit verdrängt hat, dass ihr eigener Partner, die kleine Tochter missbraucht, kommt jede Menge Selbstzweifel, Ängste und Schmerz dazu. Kein Wunder das Evie nach jahrelanger Tyrannei und Kontrollverhalten ihrer tablettenabhängigen Mutter, die ihr nie ein Funken Liebe entgegengebracht hat, beschließt fortzulaufen. Jedoch kommt da, dass Pech hinzu: Schon an ihrem ersten Stopp wird sie brutal entführt, vergewaltigt und verschleppt. All die schlimmen Sachen, vor die ihre Mutter sie immer gewarnt hat, werden wahr. Die Entführer- Opfer Beziehung war zugleich verstörend, als auch faszinierend und erotisch zugleich. Das Stockholm Syndrom auf Hochtouren und mit jeder Facette beschrieben. Etwas unglaubwürdig waren die darauffolgenden Geschehnisse- denn schon bei ihrem Ersten Fluchtversuch, hilft ihr niemand in der Raststätte und sie wird vergewaltigt.. Danach schleppt Hunter sie zu seinen Freunden, wird auch dort nicht ernstgenommen, läuft weg und wird vergewaltigt.. Dann trifft sie auf einen wahrhaft guten Menschen- Jeremiah, der sie gesund pflegt, bis sie schließlich zu Hunter zurückkehrt- freiwillig. Bis man sich eingestehen muss, sie steht wahrhaftig auf all das! Das Ende ist zwar irgendwie ein Happy End für Hunter und Evie, aber zugleich unheimlich verstörend für mich gewesen.
Charaktere: Ich habe selten so beeindruckende, vielschichtige und spannende Charaktere kennenlernen dürfen! Es gibt halt nicht immer ein richtiges gut oder ein aussagekrätiges böse. Für mich war Evie eine sehr realistische, traumatisierte junge Frau. Noch nie wurde mir auf so hart ehrliche Weise erklärt, wie Menschen, die jahrelanges Trauma hinter sich haben, sich von solchen Dingen, geerdet fühlen können. Sie kontrolliert und beaufsichtigt werden, doch irgendwo auch in Sicherheit sein können. Evie wird wohl nie ganz "normal" laufen, aber sie ist irgendwie glücklich mit der Welt. Hunter, Täter und Geliebter von Evie, war selbst einmal Opfer einer Vergewaltigung.. und schlimmeres! Noch nie hatte ich so viel Mitleid für einen Täter.. (Naja Ausnahme war noch Ed Gein von Netflix) und gerade das hat mich so erschüttert. Dennoch finden beide ihr Glück, ineinander und miteinander. Mein Lieblingscharakter war mit Abstand Jeremiah- so ein liebevoller Mensch.
Mein Fazit: Ich vergebe für diesen wirklich sehr grauen Dark Romantasy Roman 3,5 Sternchen. Obwohl ich, glaube ich, insgesamt einfach zu schwach für dieses erschreckende Meisterwerk war und mich der Schwäche auch hiermit bekenne. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, was mich selbst an meinen eigenen Prinzipien hat zweifeln lassen. Pure animalische Lust und Erotik, bestückt mit jeder Menge Spice, Traumatas und das "Stockholm Syndrom" As Its Best. Wenn ihr auf der Suche nach einem Buch seid, was euch zweifeln und an eure Grenzen kommen lässt, dann solltet ihr das Buch unbedingt lesen!
- John Katzenbach
Die Grausamen
(139)Aktuelle Rezension von: Frenx51Ein nobler Vorort an der US-Ostküste: Schon unzählige Male ist die dreizehnjährige Tessa, den kurzen Weg von ihrer Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an und verschwindet spurlos. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus und Tessas Familie zerbricht daran, denn Tessa wurde nie gefunden. 20 Jahre später müssen zwei “ausrangierte” Ermittler sich mit Cold Case Ermittlungen befassen. Und dabei stoßen sie auf eine bislang unentdeckte Spur, doch schnell wird klar: Wer nachforscht, spielt mit seinem Leben.
Die beiden Ermittler wurden dorthin versetzt, wo sie hoffentlich am wenigsten Ärger bereiten. Gabriel wird von einer Familientragödie verfolgt und ist Alkoholiker. Marta eine ehemalige Drogenfahnderin, die versehentlich ihren Partner erschossen hat. Beide haben ein Trauma und niemand rechnet damit, dass sie in den alten Fällen noch etwas herausfinden können. Jedoch haben mich beide auch nicht so richtig angesprochen. Verkorkste Ermittler können ja oft auch interessant sein, aber bei den beiden hat mir irgendwas gefehlt.
Das Buch war an vielen Stellen sehr langatmig und ausschweifend, was ja auch schon die sehr beachtliche Seiten zahl zeigt. Leider konnte es dadurch nicht immer mit Spannung überzeugen. Auch wenn ich die Idee hinter dem Buch und die Geschichte an sich sehr interessant fand. Für mich ist es jedoch kein Thriller sondern eher ein Kriminalroman, da viel auf die Ermittlung und das Sammeln von Indizien gelegt wird, aber weniger auf ein schnelles Tempo, kurzweilige Geschichten, Spannung und je nachdem auch eine gewissen Grausamkeit gelegt wird.
Interessante Geschichte, aber zu langatmig.
- Jardine Libaire
Uns gehört die Nacht
(124)Aktuelle Rezension von: herr_hygge1986: Mit Anfang 20 verlässt Elise den Sozialbau, in dem sie aufgewachsen ist, und strandet in New Haven. Dort begegnet sie dem Yale-Studenten Jamey Hyde, der aus einem wohlhabenden Elternhaus stammt und sich um Geld nie Gedanken machen musste. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre, und mit der Zeit wird aus dieser Obsession Liebe – eine Liebe, die sich mit gravierenden Klassenunterschieden konfrontiert sieht.
Trotz der zahlreichen Novitäten auf meinem SuB war es mal wieder an der Zeit, einen der ebenso zahlreichen Backlist-Titel vom Stapel zu lesen. Ein passendes Buch war schnell gefunden: „Uns gehört die Nacht“ von Jardine Libaire, erschienen 2018 im Diogenes Verlag. Die Geschichte klang zunächst vielversprechend: Eine Frau aus prekären sozialen Verhältnissen beginnt eine Liaison mit einem Elite-Uni-Studenten aus reichem Haus, und mit der Zeit entwickelt sich mehr als nur das Körperliche. Doch so ganz konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen.
Ich glaube, es lag daran, dass mir von allem ein bisschen zu wenig geboten wurde – und die Geschichte dennoch an manchen Stellen einige Längen hatte. Die Leidenschaft zwischen Elise und Jamey wirkte etwas gezwungen, manchmal sogar unterkühlt, und die Thematik des Klassenunterschieds wurde mir zu oberflächlich angerissen. Da wäre durchaus Raum für mehr etwas Tiefe gewesen.
Dennoch war der Roman recht unterhaltsam und hat mir auch sprachlich gut gefallen. Vor allem bei den spicy Szenen beweist Libaire ein gutes Händchen – sie sind prickelnd und sexy, aber in keiner Weise billig oder obszön, was ich sehr schätze. Auch die Art, wie beschrieben wurde, mit welcher Abneigung und welchen Vorurteilen Jameys Familie Elise begegnete, war glaubhaft dargestellt, hätte aber noch etwas mehr Drama vertragen können.
„Uns gehört die Nacht“ war für mich nice to read: solide Unterhaltung, die hier und da etwas tiefer hätte gehen können, aber dennoch eine interessante und turbulente Romanze erzählt.
- Tess Gerritsen
Die Studentin
(109)Aktuelle Rezension von: SeverusNyssenDie Studentin hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen, besonders im ersten Teil des Buches. Der Einstieg wirkte auf mich stellenweise etwas zäh und fast so, als würde die Autorin ihr Wissen über unglückliche Liebespaare aus der englischen Literatur ein wenig zu sehr in den Vordergrund stellen. Diese Passagen haben mich zunächst nicht richtig in die Geschichte hineingezogen und eher distanziert zurückgelassen. Trotzdem merkt man schon früh, dass unter der Oberfläche mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat.
Im Verlauf der Handlung ändert sich dieser Eindruck jedoch deutlich. Die Geschichte gewinnt zunehmend an Spannung und Tiefe, vor allem durch die klare Struktur in „davor“ und „danach“. Diese Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man als Leser ständig neu bewertet, was passiert ist und welche Bedeutung bestimmte Ereignisse wirklich haben. Dadurch entsteht ein Sog, der immer stärker wird und einen schließlich doch in die Geschichte hineinzieht.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der Beziehung zwischen Lehrerin und Schülerin sowie die psychologischen Spannungen, die sich daraus ergeben. Es geht nicht nur um eine einfache Beziehungsgeschichte, sondern vielmehr um Vertrauen, Machtverhältnisse und die Folgen von Entscheidungen, die vielleicht im ersten Moment klein erscheinen, aber langfristig alles verändern können. Dabei wirken einige Figuren zwar etwas blass oder nicht vollständig ausgearbeitet, doch das stört den Lesefluss nur bedingt, da die Grundidee der Geschichte stark genug ist, um zu tragen.
Je weiter man liest, desto mehr wird deutlich, wie geschickt Tess Gerritsen mit Erwartungen spielt und falsche Fährten legt. Besonders die Auflösung hat mich überrascht, da ich damit in dieser Form nicht gerechnet hätte. Gerade dieser Moment hat vieles aus dem vorherigen Geschehen neu eingeordnet und dem Roman für mich im Nachhinein mehr Gewicht verliehen.
Insgesamt bleibt ein Thriller zurück, der zwar mit einem etwas schwächeren Einstieg beginnt, sich aber kontinuierlich steigert und am Ende durch eine unerwartete Wendung überzeugt. Trotz kleiner Schwächen in der Figurenzeichnung bietet das Buch eine spannende, psychologisch interessante Geschichte, die vor allem durch ihre Atmosphäre und ihre Struktur lebt. Wer Geschichten mag, die sich langsam entfalten und erst nach und nach ihr volles Geheimnis preisgeben, wird hier gut unterhalten.
- Elizabeth Kay
Sieben Lügen
(134)Aktuelle Rezension von: TagtraumtaenzerinJane und Marnie sind beste Freundinnen. Sie gehen durch dick und dünn, kennen sich seit der Kindheit und scheinen wie füreinander geschaffen zu sein.
Als sie jedoch erwachsen werden, leben sie sich doch etwas auseinander. Jane ist der Meinung das kitten zu können, mit allen Mitteln die es gibt.
Die brachiale Vorgehensweise hat mich sehr erschreckt. Ich wollte unbedingt wissen wie es ausgeht, hatte aber echt Probleme damit. Es werden harte Themen angesprochen (Tod, Essstörung). Das Thema hatte Potenzial, es wurde alles jedoch zu schnell und etwas platt abgehandelt.
Dennoch hat die Autorin verstanden einen bis zur letzten Seite mitzunehmen, obwohl das ganze Thema sehr abschreckend war und ich es nun irgendwie verarbeiten muss.
- Sarah Bestgen
Safe Space
(114)Aktuelle Rezension von: Buecherbiene98“Safe Space” von Sarah Bestgen ist das packende Thriller Debüt der Autorin.
Anna Salomon ist eine forensische Psychologin und tritt ihren neuen Job im Hochsicherheitsgefängnis an. Doch dort wird sie nicht nur mit Straftätern übelster Sorte konfrontiert, sondern auch mit hohen Erwartungen der Kollegen. Allerdings ist sie dort nicht nur für einen beruflichen Neuanfang, sondern vor allem für ihren eigenen Seelenfrieden. Denn es gibt ein ungeklärtes Verbrechen innerhalb der Gefängnismauern, welches Anna selbst betrifft.
Mein persönliches Highlight war tatsächlich das Setting. Die gedrückte und bedrohliche Stimmung des Gefängnisses kam wirklich toll rüber.
Die Spannung war durchgängig sehr hoch, auch wenn sich manche Abschnitte etwas in die Länge gezogen haben.
Der Schreibstil war flüssig und spannungsgeladen und es wirkte tatsächlich auch psychologisch sehr fundiert. Ich hatte also keine Zweifel an Annas Kompetenz! Durch den emotionalen Schreibstil, sowie die Perspektivwechsel hat mich die Geschichte noch mehr abgeholt. Das Buch ist definitiv etwas besonderes!
Ich hatte allerdings meine Schwierigkeiten mit Anna als Charakter. Sie ließ manche Szenen doch sehr vorhersehbar wirken, was manchmal etwas die Spannung gedämpft hat. Die Nebencharaktere hat man leider sehr wenig bis gar nicht kennengelernt, da sich eher auf Annas “Rachefeldzug” konzentriert wurde, was ich sehr schade fand. In den Charakteren steckt doch sehr viel Potential.
Alles in allem ein durchaus spannender Thriller mit sehr beklemmendem Setting, einer guten Story, aber auch kleinen Ecken und Kanten.
- Jojo Moyes
Ein Bild von dir
(70)Aktuelle Rezension von: ButtaDas Thema war nicht ganz so meins und insbesondere der Teil der in derVergangenheit gespielt hat. aber insgesamt fand ich es recht interessant welche auswirkungen es auf die Zukunft hatte. Ein Großteil war ziemlich traurig/deprimierend aber am Ende gab es natürlich ein, teilweise recht kitschiges, Happy End und überaschende Wendung.
- Arthur Schnitzler
Leutnant Gustl
(142)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeLeutnant Gustl wird bei einem Theaterbesuch von einem Bäckermeister als "Dummer Bub" betitelt. Daraufhin fühlt sich der Leutnant so in seiner Ehre verletzt, dass er meint, sich umbringen zu müssen.
Das ganze Buch ist eigentlich nur ein innerer Monolog des Leutnants und ich muss sagen, dafür hat mir die Novelle erstaunlich gut gefallen!
In seiner Überspitztheit hat die Geschichte schon wieder Spaß gemacht.
04.12.2023
- Lana Lux
Geordnete Verhältnisse
(184)Aktuelle Rezension von: ManonaLana Lux gelingt mit Geordnete Verhältnisse ein eindringlicher Roman, der mich von Anfang an gepackt hat. Obwohl sich die Handlung im Verlauf immer weiter zuspitzt und schließlich in einem dramatischen Ende mündet, habe ich das Buch sehr gern gelesen.
Besonders beeindruckt haben mich die Figuren. Sie sind vielschichtig und sehr lebendig beschrieben – auch wenn manche von ihnen durch ihre Art nicht unbedingt sympathisch wirken. Gerade das macht sie aber glaubwürdig und menschlich. Beim Lesen spürt man förmlich, wie sich die Situation Schritt für Schritt verdichtet und die Spannung zunimmt.
Diese stetige Eskalation hat mich sehr gefesselt. Mehr als einmal hatte ich das Bedürfnis, in die Handlung einzugreifen – vor allem Faina am liebsten wachzurütteln und ihr zuzurufen, endlich ihren eigenen Weg zu gehen.
Ein Roman, der durch starke Charakterzeichnungen, emotionale Intensität und eine spürbare innere Dynamik überzeugt und noch lange nach dem Lesen nachhallt.
- Layne Fargo
The Favourites
(143)Aktuelle Rezension von: AukjeKatarina Shaw und Heath Rocha kennen sich seit sie 10 Jahre alt sind und ihretwegen hat er mit dem Eistanz begonnen, da es schon immer ihr Traum war eine olympische Goldmedaille beim Paarlauf zu gewinnen. Obwohl beide unter ärmlichen Verhältnissen aufwachsen bringt die mittlerweile 16jährige und sehr ehrgeizige Katarina, den treuen und für sie alles machenden Heath so weit, dass sie von der zweifachen Olympiasiegerin Sheila Liu entdeckt werden. Sie möchte das die beiden bei ihr in Kalifornien trainieren, wo auch ihre Zwillinge Isabella und Garrett als Eistanzpaar trainieren. Da Katarina und Heath mittlerweile ein Paar sind und er sie glücklich machen will stimmt er ihr zu liebe zu, da sie unbedingt dort hin möchte da Sheila Liu ihr großes Vorbild ist. Von nun an nimmt das Unheil seinen Lauf. Die beiden trennen sich im Streit und Katarina wird die neue Eistanzpartnerin von Garrett und Heath der Partner von Isabella. Nach einem schlimmen Unfall raufen sich Katarina und Heath wieder zusammen und werden nicht nur wieder ein Eistanzpaar. Jetzt müssen beide beweisen ob sie wieder so stark wie einst auf dem Eis sind und ob verschiedene Skandale und Intrigen sie zusammenhalten lassen oder ob ihr Ehrgeiz alles wieder kaputt macht.
Das Buch spielt in der Eistanzszene die anscheinend vor dem Publikum unheimlich schillernd und glamourös wirkt, aber Backstage alles andere als rosig ist. Da werden Intrigen gesponnen, manipuliert und geneidet. Den Charakter von Katarina fand ich eigentlich ziemlich manipulativ und eher kalt und konnte nicht ganz nachvollziehen warum Heath so absolut treu ihr gegenüber die ganzen Zeit steht. Minuspunkte gab es, da es zum Ende in einen Handlungsstrang gab der total unnötig war und einen der mir persönlich etwas zu dramatisch war. Dennoch war das Buch interessant und gut und man hofft die ganze Zeit auf ein Happy-End.
- Vanessa Savage
Mörderhaus
(37)Aktuelle Rezension von: Tanja13Nachdem die depressive Hauptprotagonistin Sarah eine vermeintlichen Selbstmordversuch hinter sich hatte, überredet ihr Ehemann Patrick sie dazu, dass beide mit ihren Kindern Mia und Joe in sein ehemaliges Elternhaus am Meer ziehen, das gerade zum Verkauf steht. Sarah willigt nur widerwillig dazu ein, da in diesem Haus eine Familie ermordet wurde und sie nicht gerade begeistert davon ist, in diesem dunklen Gebäude zu leben. Schließlich entschließt sie sich unter den gegebenen Umständen doch dazu mit ihrer Familie dorthin zu ziehen und unterstützt ihren Ehemann dabei. Kaum, dass sie dort eingezogen sind, nimmt sie seltsame Dinge war und ihre Familie scheint sich zu verändern. In der Folgezeit passieren immer wieder seltsame Dinge und nachdem sie erfahren hat, dass der Mörder von damals wieder auf freien Fuß ist und feststellt, dass einige Personen nicht die Wahrheit gesagt haben, hat sie Probleme den Menschen in ihrer Umgebung zu vertrauen. Nach und nach spitzt sich ihre Situation in dem Haus zu, bis sie schließlich ihren Höhepunkt findet.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, es ist verständlich geschrieben und einfach zu lesen, ohne viel Geschnörkel und unnötigen Sätzen.
Mein Fazit:
Die Spannungskurve wurde langsam aufgebaut und schwellte dann eine Weile auf dem Niveau vor sich hin, bis sie für mich leider in der Mitte des Buches abfiel. Auch hatte ich erwartet, dass mehr auf die Geschichte des Hauses eingegangen wird. Einiges ließ sich im Verlauf des Buches recht früh erahnen, dafür hat mir an andere Stelle gefehlt, dass einige geöffnete Erzählstränge für meinen Geschmack nicht richtig zu Ende geführt wurden, will heißen das Schicksal der Personen blieb offen. Das Ende selbst hat mir auch nicht wirklich gut gefallen, da es irgendwie zu schnell und abrupt kam und auf mich den Eindruck hatte, als ob die Autorin keine Lust mehr gehabt hätte, das Buch weiterzuschreiben und es einfach nur beenden wollte. Daher blieb es leider unter meiner Erwartung.
- Richard Laymon
Das Inferno
(105)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Laymon - man liebt ihn, oder man hasst ihn....! Dieses Buch ist mal wieder typisch dafür. Wie schon in der Überschrift bemerkt gibt Isa kaum eine Grausamkeit, die der Autor auslässt. Dazu kommen die vielen sexuellen Anspielungen - da wippen haufenweise die Brüste vor den sabbernden Augen der Figuren. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die erst zum Finale hin zusammenlaufen. Logik sucht man hier vergebens - aber wer will schon Logik, wenn man einen Laymon liest.
Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber nach zwei Büchern des Autors in Folge ist jetzt erstmal eine längere Pause angesagt. Von dem Trip muss man dann erstmal wieder runterkommen.....!
- Camilla Grebe
Wenn das Eis bricht
(119)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch bin mit ziemlich hohen Erwartungen in dieses Buch gestartet: eine grausam zugerichtete Leiche, ein verschwundener Geschäftsmann und ein alter, ungelöster Fall – das klang nach genau der Art Psychothriller, der mich normalerweise sofort packt. Und tatsächlich hat die Geschichte anfangs etwas Versprechendes, eine leise, fast schleichende Spannung, die vor allem durch den Schreibstil entsteht.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto deutlicher wurde: Der Fokus liegt weniger auf dem Fall und viel mehr auf den drei Hauptfiguren. Hanne, Peter und Emma werden so ausführlich gezeichnet, dass man fast das Gefühl hat, ihnen beim Denken zuzusehen. Das ist einerseits interessant, weil man wirklich tief in ihre Leben eintaucht – andererseits nimmt es dem Thriller viel Tempo. Manche Passagen fühlten sich für mich eher wie Umwege an, die den eigentlichen Plot ausbremsen.
Die Auflösung konnte mich dann auch nicht mehr richtig überraschen, weil ich schon recht früh eine Ahnung hatte, wohin das Ganze führt. Erst gegen Ende kommt noch einmal etwas Schwung auf, aber da war für mich schon viel Spannung verpufft.
Was ich der Autorin lassen muss: Die Figuren wirken glaubwürdig, manchmal schmerzhaft echt. Nur sympathisch wurde mir leider keiner so richtig – vielleicht, weil ihre privaten Probleme so viel Raum einnehmen, dass der Fall dahinter fast verblasst.
Fazit
Ein Buch, das viel Atmosphäre und starke Charaktere bietet, aber sich in Details verliert und dadurch an Spannung einbüßt. Kein schlechtes Leseerlebnis, aber eben auch keines, das lange nachhallt. Für mich ein „okay“, aber kein „wow“.























