Bücher mit dem Tag "odyssee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "odyssee" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bin Circe (ISBN: 9783961610952)
    Madeline Miller

    Ich bin Circe

    (393)
    Aktuelle Rezension von: AQua

    Schon als Kind habe ich "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab geliebt, später dann die originalen Quellen von Euripides, Sophokles und natürlich auch Homers Odyssee gelesen. Den Debutroman von Madeline Miller über die Liebesgeschichte zwischen Achill und Patroklos habe ich übersprungen, da mich die weibliche Perspektive mehr gereizt hat. 

    Madeline Miller gelingt es außerordentlich gut, das Leben der unterdrückten Göttin auszumalen und mit Leben zu füllen. Ihr Schicksal wird spannend erzählt, die vertrauten Gött:innen und Held:innen wie Helios, Daidalos, Medea, Odysseus und Athene sowie viele weitere kriegen Charakterzüge, Eigenschaften und Gefühle. Die Autorin beschreibt die 'Existenz' der Götter, ihre Faszination für die Menschen und schließlich Circes Sehnsucht nach einem eigenen Leben (das eben auch den Tod beinhaltet). 

    Warum vergebe ich dann nicht fünf Sterne, wenn der Text doch handwerklich sehr gut geschrieben ist? Ich kann nicht sagen, ob es an der Übersetzung liegt, aber um so richtig ins Schwärmen zu kommen, fehlt mir vermutlich eine persönliche Note oder eine etwas außergewöhnlichere Sprache.

  2. Cover des Buches Die Odyssee (ISBN: 9783458645733)
    Homer

    Die Odyssee

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    Nach dem Trojanischen Krieg macht sich Odysseus auf den Heimweg nach Ithaka zu seiner Frau Penelope. Doch die Götter sind ihm nicht gnädig gestimmt und machen seine Seereise zu einem Höllentrip der über 20 Jahre andauert. 

    Nachdem die Ilias eine echte Qual für mich war, hatte ich echt Angst mich der Odyssee zu stellen. Erstaunlicher weiße fand ich die Odyssee deutlich angenehmer zu lesen. 

    Der Schreibstil ist in altertümlicher Sprache und Versform gehalten. Das macht es einem nicht immer leicht den Sinn aufs erste Mal lesen zu verstehen. Mit etwas Geduld und Übung kommt man da aber mit der Zeit gut rein. Auch, weil wie im Märchenstil oft mit Wiederholungen gearbeitet wird. Was mir auch gut gefallen hat ist die Chronologie in der Erzählt wird. Ein paar Kürzungen gerade zum Ende hin hätten aber sicher auch nicht geschadet.

    Die Geschichte an sich fand ich auch echt spannend. Jeder weiß ja so grob worum es geht, genaueres weiß aber kaum jemand, weshalb ich Spaß hatte diese Wissenslückeaufzuarbeiten.

    Nochmal lesen werde ich das Buch sicher nicht. Dafür nimmt es mir einfach zu viel Zeit in Anspruch. Trotzdem habe ich es nicht bereut und hatte mit etwas Geduld Spaß an der Sache.

  3. Cover des Buches Papyrus (ISBN: 9783257248173)
    Irene Vallejo

    Papyrus

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Alrik

    Beim Aufschlagen von Papyrus legt sich ein Sog über die Sinne: Werkstätten am Nil erscheinen vor dem inneren Auge, bleiche Rollen rascheln, und Hände falten Worte wie zarte Blätter. Die Lektüre fühlt sich an wie eine Entdeckungsreise durch eine Welt, in der Bücher nicht nur Gegenstände, sondern lebendige Brücken zwischen Zeiten sind. Vallejo schreibt mit einer Wärme, die Wissen tragbar macht; ihre Szenen sind anschaulich, voller kleiner Helden — Buchhändler, Schreiber, eine Nonne, die Schriften bewahrt — und jede von ihnen hinterlässt ein Bild, das nachklingt.


    Die Verbindung von erzählerischem Schwung und fundierter Forschung beeindruckt: Fakten werden nicht trocken aufgereiht, sondern in Geschichten eingebettet, so dass das Lesen selbst zur Handlung wird. Manchmal verlangt die Fülle an Exkursen aktive Aufmerksamkeit; der rote Faden löst sich stellenweise auf, und gelegentliche Abschweifungen fordern Geduld. Genau hier liegt aber auch der Reiz: Wer bereit ist, sich treiben zu lassen, wird mit überraschenden Einsichten belohnt.


    Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Bücher mehr sind als Information — sie sind Überlieferung, Rettung und Widerstand gegen das Vergessen. Für alle, die Geschichte fühlen möchten und Lust auf ein leidenschaftlich erzähltes Sachbuch haben, ist Papyrus ein bereichernder Schatz. Wer eine streng lineare Darstellung sucht, könnte sich stellenweise geordnetere Strukturen wünschen. Insgesamt aber hat dieses Buch den Blick auf das geschriebene Wort vertieft und lange nachklingen lassen.

  4. Cover des Buches Ascheherz (ISBN: 9783570308233)
    Nina Blazon

    Ascheherz

    (687)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Das Buch lag schon eine Weile auf meinem SuB, nachdem ich es einmal im Secondhandladen gefunden habe und nun war ich einmal dazugekommen, es endlich zu lesen. Das Konzept, welches vom Klappentext her vorgeschlagen wird, klang vielversprechend und das mysteriöse um Summers Vergangenheit wird auch lange aufrecht gehalten. Das gesamte Buch scheint auch vom Schreibstil her dieses mysteriöse auszustrahlen, was mir auch gut gefallen hat.

    Die Geschichte selbst war auch okay, auch wenn es, wie gesagt, ein ganzes Weilchen dauerte, bis man irgendetwas mehr erfährt. Lange Zeit ist es nur eine Flucht vor dem geheimnisvollen Blutmann. Das hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können.

    Der erste Abschnitt zum Beispiel, der einem in die Welt eines Theaters einführt und so viele interessante Charaktere einführt, führt zum Beispiel leider ins Nichts. Es wäre so viel Potential darin gewesen, denn mir hat es absolut gefallen, wie beschrieben wurde, wie Summer und die anderen in die Rollen schlüpften. Es konnte mich richtig packen und ich wollte mehr davon, aber sobald sie ging, war es vorbei damit und spielte auch keine Rolle mehr. Wieso wird so eine Welt dann eigentlich überhaupt aufgebaut? Das war leider etwas schade.

    Nach dem packenden Anfang hat dann auch das gewisse Packende gefehlt, welches mich ans Buch gefesselt hätte. Das Buch war keineswegs schlecht und die Geschichte war, trotz der Länge sehr toll, aber das gewisse Etwas hat einfach irgendwie gefehlt. Ich mochte es, wie alles beschrieben wurde und habe das Buch auch gerne gelesen, aber etwas hat einfach gefehlt.

    Generell kann ich es sicher empfehlen. Es ist kein schlechtes Buch und lässt sich eigentlich auch ganz locker lesen, trotz der geheimnisvollen Atmosphäre. Für Fantasyfans ist es sicher noch ein interessantes Buch. Mir persönlich hat einfach das gewisse Etwas gefehlt, welches für die fünf Sterne gereicht hätte, weshalb das Buch von mir vier Sterne bekommt.

  5. Cover des Buches Rattentanz (ISBN: 9783548283937)
    Michael Tietz

    Rattentanz

    (167)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ich habe schon mehrere Bücher darüber gelesen, wie die Menschheit durch Stromausfall wieder in die Steinzeit katapultiert wird und Plünderungen, das Gesetz des Stärkeren, Mord und Totschlag herrschen und einige Menschen versuchen, ihre Werte beizubehalten und dennoch zu überleben  (z.B. Blackout, the Stand). Dieses Buch ist mit seinen über 800 Seiten das zweitdickste. 

    Sehr spannend, sehr erschütternd und sehr erschreckend. Die Menschen verrohen sehr schnell  und hätte man zu Coronazeiten den Kampf um Klopapier nicht miterlebt, würde man nicht glauben, dass die Menschen so schnell in puren Egoismus verfallen. Aber auch wenn das Buch die menschlichen Abgründe, den Schrecken, die Angst vor Vergewaltigung, Mord oder Verhungern und die Trauer um Kinder, Enkel, Familie und Freunde schildert, so ist es auch dennoch mit Humor geschrieben. Und es gibt immer wieder Hoffnung. Das Buch schreckt auch nicht davor zurück, zu zeigen, dass nicht nur böse Menschen die Oberhand gewinnen, sondern auch, wie Menschen mit Anstand und Moral in ihrer Verzweiflung im Kampf um´s Überleben töten, (fremde) Kinder zurücklassen oder zu Kannibalen werden. Alles in allem ein wahrer Pageturner und am Ende möchte man das Buch gar nicht weglegen, weil einem der Abschied von den Figuren, die man in ihrer schwersten Zeit begleitet hat, schwer fällt. 

    Zur Handlung : Flugzeuge fallen vom Himmel und es gibt keine Möglichkeit, Rettungsdienste und Feuerwehr anzurufen, da alle Telefone tot sind. Nach und nach dämmert es den Menschen im kleinen Dorf Wellendingen, dass der Strom ausgefallen ist. Keiner weiß, wann er wieder da ist. Was tun mit all den Leichen vom Flugzeugabsturz auf dem Acker ? Sie raufen sich zusammen und versuchen eine Lösung zu finden, damit keine Seuchengefahr entsteht oder das Grundwasser vergiftet. Eva, eine Krankenschwester arbeitet in der nächstgrößeren Stadt und erlebt, wie auf der Intensivstation alles drunter und drüber geht. Durch viele Verletzte (Ampeln fallen aus etc.) herrscht Chaos und im Laufe der nächsten Tage sind auch die Notstromgeneratoren alle. Sie versucht so lange wie möglich die Stellung zu halten und dann zu ihrer kleinen Tochter nach Wellendingen zu gelangen. Dies wird u.a. durch marodierende Banden erschwert. Ihr Mann ist z.Z. auf Geschäftsreise in Schweden und erlebt dort, wie alles zusammenbricht. Keiner ahnt, dass der Strom weltweit ausgefallen ist und so hofft man zunächst auf Hilfe von außerhalb. Die Geschichte hat mehrere Haupthandlungsstränge : Die Dorfbewohner, Eva, ihr Mann und "die Bösen". Immer wieder erschreckend, wie schnell letztere die Oberhand haben und brutal und ungestraft rauben, morden und vergewaltigen.

    Besonders beeindruckt hat mich, wie der Autor das Stimmenhören eines Schizophreniepatienten schildert. Da ich in der Psychiatrie arbeite finde ich das durchaus realistisch, denn es gibt Patienten, die das so beschreiben. Auch das Delirium ist treffend beschrieben, denn auch der Alkohol ist irgendwann alle oder geplündert. Ich mag auch die Art, wie er die Charaktere beschreibt und trotz nur weniger Worte tun sich Abgründe auf oder man ist sofort im Bilde. z.B. S. 19 " Aber man mußte ihr immer wieder sagen, was, wann und in welcher Reihenfolge zu erledigen war. Auch im Bett." oder S.33  " Im Gegensatz zum größten Teil seiner Umwelt war er zutiefst davon überzeugt, dass er das war, was gemeinhin als toller Hecht bezeichnet wurde."

    Alles in allem ein gelungenes Buch, sehr erschreckend und traurig, aber es zeigt auch, was man mit Zusammenhalt und Rückbesinnung auf alte Werte erreichen kann. 

  6. Cover des Buches Kompass ohne Norden (ISBN: 9783423627191)
    Neal Shusterman

    Kompass ohne Norden

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Sunshine24

    Ich habe schon einige andere Bücher von Neal Shusterman gelesen, daher habe ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut und war sehr gespannt, wie er an dieses Thema herangehen wird. Nach dem Vorwort zu Kompass ohne Norden war klar: Dies ist ein persönliches Werk in Zusammenarbeit mit seinem Sohn, der Ähnliches erlebt hat. Und während des Lesens hat man dies auch gemerkt... es ist so wahrhaftig und greifbar. Man wird wirklich in das Innenleben der Hauptperson Caden hineinversetzt und fühlt/erlebt mit ihm. Man ist teilweise sehr verwirrt, aber das ist Caden ja auch. Und genau das hat Neal Shusterman einfach großartig umgesetzt. Man kann sich Fachartikel zu Schizophrenie durchlesen, aber dieses Buch gibt einem wirklich das Gefühl eher verstehen zu können, wie sich Menschen mit Schizophrenie fühlen. Wie es für sie selbst ist. Wie sich ihre Realität verändert. Daher war das Buch für mich sehr bereichernd und ich empfehle es gerne weiter!

  7. Cover des Buches Schildmaid (ISBN: 9783492705981)
    Judith Vogt

    Schildmaid

    (44)
    Aktuelle Rezension von: RosenMidnight

    Ich hatte viel Gutes über das Buch gehört und mich dementsprechend darauf gefreut, es zu lesen. Doch dieses Lesen wurde leider immer mehr zu einem Krampf, so sehr ich die Geschichte selbst auch mochte. 

    Die Storyline ist großartig. Starke Frauen unterschiedlicher Hintergründe, geprägt von ihrer jeweiligen Vergangenheit, zum Teil auch auf der Flucht, erkämpfen sich ihren Platz und ihr eigenes Schicksal. Und alles beginnt mit einem unträumbaren Traum: einem Schiff, gebaut von einer Frau. Auf diesem Schiff kommen sie zusammen und brechen auf.

    Besonders gefällt mir das vollständig durchgezogene Thema der nordischen Saga auch abseits der Handlung. Vom Cover über die Gestaltung im Buch bis hin zum Schreibstil. Als Gesamtkonzept passend und gut umgesetzt. Aber: da die Geschichte auch im Stil einer nordischen Sage geschrieben ist, wurde das Lesen für mich schnell anstrengend und ich kam dementsprechend leider nie richtig in die Story.

  8. Cover des Buches Ein deutscher Sommer (ISBN: 9783442749812)
    Peter Henning

    Ein deutscher Sommer

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Die in diesem Roman thematisierten Ereignisse der  Gladbecker Geiselnahme von 1988 hätten einen besseren Autor als Peter Henning verdient. Denn tatsächlich sind die Geiselnahme und ihre mediale Begleitung ein Zeichen für eine grundlegende Veränderung der deutschen Gesellschaft durch die Zulassung von privaten Rundfunk- und Fernsehsendern. Dabei ist nicht die Collage-Technik das Problem, mit der Henning die Geiselnahme mit anderen Personen verknüpft. Das Problem ist die mangelnde sprachliche und inhaltliche Fähigkeit des Autors, aus diesem Kaleidoskop ineinander verschränkter Geschichten ein Zeitbild zu entwerfen. Das Buch versackt gerade am Ende inhaltlich im Belanglosen und bietet dazu eine Sprache, die oft unbeholfen wirkt.
  9. Cover des Buches Wimmerholz (ISBN: 9783849577643)
    Michael Paul

    Wimmerholz

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Maritahenriette

    Nach dem 2.Weltkrieg sind Hunderte von deutschen Wehrmachtsangehörigen über die Ostsee nach Schweden geflohen. Dort in Lagern  interniert warteten sie auf die Überführung nach Deutschland und sollten dort den Engländern übergeben werden.  Die damalige schwedische Regierung hielt sich jedoch nicht an diese Zusage. Aus Angst vor der russischen Gefangenschaft verletzten,  verstümmelten oder haben sich viele Millitärangehörige selbst getötet. Der 30. November 1945 geht in die schwedische Geschichte als der.      "blutige Freitag "ein. 

    MEINE MEINUNG :
    Michael Paul verarbeitet die historische Tatsache um die fiktive Geschichte des Soldaten Martin Greven und der zehnjährigen Lena. 
    Am Anfang des Buches musste ich mich ein wenig an den Schreibstil gewöhnen. Durch die detailgetreue Recherche und die einfühlsame Geschichte um das Waisenkind Lena wurde ich schnell in den Bann gezogen. Die lebensgefährliche Flucht über die Ostsee,  das Lagerleben und die Überführung der deutschen Wehrmachtsangehörigen nach Russland hat der Autor sehr bildlich und eindrucksvoll geschildert. Diese Tatsache war für mich teilweise sehr bedrückend zu lesen und hat mich zum denken angeregt. Gerade der Kontrast zwischen den sich zuspitzenden Lagerleben,  der Hilfsbereitschaft der schwedischen Bevölkerung, die mitunter im Roman Martin und und das Kind verstecken, führten mich während des lesens in eine "emotionale Achterbahn ".
    Die real existierende geheime Organisation der Werwölfe,  welche hier Martin und Lena bedrohen,  hat der Autor in seinem Buch sehr ausdrucksvoll eingesetzt. 

    FAZIT :
    "Wimmerholz " von Michael Paul besitzt verschiedene Handlungsstränge welche mit viel Spannung und Gefühl umgesetzt wurde. Der Kontrast zwischen Angst, Gewalt,  Hilfsbereitschaft und Liebe macht das Buch nicht unbedingt zur einfachen Kost. Die Umsetzung realer,  aber nicht jedem präsenter Vergangenheit in einem Roman, ist  nach meiner Meinung,  sehr gelungen und absolut lesenswert. 
  10. Cover des Buches Das Inferno (ISBN: 9783453675827)
    Richard Laymon

    Das Inferno

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Laymon - man liebt ihn, oder man hasst ihn....!  Dieses Buch ist mal wieder typisch dafür. Wie schon in der Überschrift bemerkt gibt Isa kaum eine Grausamkeit, die der Autor auslässt. Dazu kommen die vielen sexuellen Anspielungen - da wippen haufenweise die Brüste vor den sabbernden Augen der Figuren. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die erst zum Finale hin zusammenlaufen. Logik sucht man hier vergebens - aber wer will schon Logik, wenn man einen Laymon liest.

    Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber nach zwei Büchern des Autors in Folge ist jetzt erstmal eine längere Pause angesagt. Von dem Trip muss man dann erstmal wieder runterkommen.....!

  11. Cover des Buches Eine wundersame Weihnachtsreise (ISBN: 9783548065434)
    Corina Bomann

    Eine wundersame Weihnachtsreise

    (263)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Anna hat ihrer Familie versprochen an Weihnachten nach Hause zu kommen. Eigentlich ist der Weg von Leipzig nach Berlin nicht so weit, aber Anna schläft im Zug ein und wacht erst an der Endhaltestelle wieder auf. Da es heftig geschneit hat, begibt sich Anna auf eine abenteuerliche Rückreise bei der sie die unterschiedlichsten Leute kennen lernt. 

    Das war eine wirklich nette Geschichte für Zwischendurch, aber mir war sie etwas zu konstruiert. Je länger die Geschichte dauerte, desto genervter war ich von Annas anhaltendem Pech. 

    Einige der Begegnungen fand ich sehr schön, wie z.B. mit den drei alten Damen, aber ein paar andere hätte es nicht gebraucht.

  12. Cover des Buches Der Thron der Welt (ISBN: 9783499257216)
    Robert Lyndon

    Der Thron der Welt

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    Zur Geschichte selbst ist genug von anderen geschrieben worden. Daher hier nur mein Fazit: das Buch war ein Spontankauf am Flughafen. Das Geheimnis um die Vorgeschichte der Hauptfigur wird nur seeehr langsam enthüllt; das hätte für mich etwas schneller gehen können. Die Story ist wendungsreich, abenteuerlich und spannend. Schade, dass eine sympathische Figur ihr Leben lassen musste (und der Hund auch); ich hätte gern mehr davon gehabt. Aufgrund des Buch-Umfangs braucht Ihr viel Sitzfleisch. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

  13. Cover des Buches Eine Odyssee (ISBN: 9783570554258)
    Daniel Mendelsohn

    Eine Odyssee

    (25)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    Daniel Mendelsohn ist Altphilologe und Professor in einer Uni. Sein Vater, Jay Mendelsohn, ist pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt. Er möchte noch einmal die Odysee zusammen mit seinem Sohn und seinen Studenten lesen. 

    Aus diesem Grund besucht er die Vorlesungen zu diesem Thema. Er hält nicht viel von Odysseus. Er weint, die Götter helfen ihm in schwierigen Situationen und er betrügt seine geliebte Frau Penelope. Dann passt er nicht gut auf seine Besatzung auf. Denn Odysseus ist der einzige Mensch, der den Feldzug nach Troja und wieder zurück nach Ithaka überlebt. Jay findet ihn gar nicht heldenhaft; sondern eher eine Memme, der hilflos ist und nichts alleine erreicht. Durch diese kontroverse Meinung entsteht viel Gesprächsstoff im Seminar und sein Sohn und sein Vater kommen ins Gespräch. Daniel Mendelsohn empfand seinen Vater eher hart, distanziert, rigide und er hatte schon als Kind durch seine Strenge einfach keinen guten Draht, Dies ändert sich durch das Seminar. Sie entwickeln Anknüpfungspunkte und sein Sohn erlebt den Vater zum ersten Mal in seinem Leben als fürsorglich und empatisch.

    Auch wird der Sterbeprozess, das Aufwachsen in einfachen Verhältnissen und die schwierige Ehe von Jay Mendelsohn beleuchtet.

    Für mich entwickelte sich das Buch immer positiver. Am Anfang ging es hauptsächlich um die Odyssee die verschiedenen Strophen und Kapitel von Homer. Was für Menschen, die sich dafür nicht interessieren eher trocken sein kann (Dies war für mich eher nicht der Fall). Doch je länger es fortdauert umso berührender war für mich das Buch. 

    Das Buch war sehr informativ, bezüglich der Odyssee und am Ende auch sehr berührend. Das Buch kann ich nur empfehlen.


  14. Cover des Buches Der Platz an der Sonne (ISBN: 9783608962901)
    Christian Torkler

    Der Platz an der Sonne

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Lilith_McCoy

    ⚫️⚪️🔴Kurzrezi⚫️⚪️🔴


    DER PLATZ AN DER SONNE von Christian Torkler. Gelesen als Hardcover (590 Seiten) mit Schutzumschlag von der Büchergilde, mit freundlicher Genehmigung von Klett Cotta von 2018


    ⚫️Darum geht es:

    Berlin, 1978: Die Hauptstadt der Neuen Preußischen Republik liegt in Trümmern, die Kinder klauen Kohlen und in der Politik geben sich die Halunken die Klinke in die Hand. In dieser Welt entfaltet sich die Lebensgeschichte von Josua Brenner - ein wagemutiger Tausendsassa, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Doch als ihn die Ereignisse überrollen, wird der Gedanke an eine Flucht ins reiche Afrika plötzlich real.

    Josua Brenner kennt sich aus im Leben der kleinen Leute. Im zerbombten Berlin fährt er Suppe aus, schachert auf dem Schwarzmarkt und holt sich Ratschläge fürs Leben bei Opa Lampbrecht. Eine Zeitlang scheint er die Nase vorn zu haben. Die Umstände sind ihm gewogen, seiner kleinen Familie geht es prächtig und auch die Geschäfte laufen gut. Die Strippenzieher in der Neuen Preußischen Republik versuchen zwar, ihm das Leben schwerzumachen, doch so leicht gibt Josua Brenner nicht auf. Ihn treibt ein unbezwingbarer Wille zum Glück, egal wie oft ihm der Teufel ins Handwerk pfuscht. Erst als es für ihn so richtig knüppeldick kommt, bricht er auf in Richtung Süden. Wie all die anderen vor ihm hat er vor allem ein Ziel: ein besseres Leben in einer besseren Welt.


    ⚫️Meine Meinung

    Die ersten 100 Seiten habe ich gedacht, der Autor habe die Jahreszahlen vertauscht. Kriege, Prügelstrafen, Erschießungen, Hunger, Not und Elend prägen seine Story. Das ist Dystopie, so real düster, da kommt kein Zombiefilm mit. Wenn ich bedenke, dass ich im gleichen Jahr geboren wurde, wie der Protagonist Josua, war mir doch manchmal etwas mulmig.

    Das wir in Deutschland und Europa in Freiheit leben können, ist nicht selbstverständlich. Manchmal fehlt nur ein kleiner Baustein und wir hätten eine Diktatur, wie in Russland und Armut wie in Afrika. Das regt natürlich zum Nachdenken an.

    Der Autor erzählt seine Story ja auch sehr plastisch und die Informationen kommen häppchenweise.

    Ich stelle mir ein Land vor, indem jeder, der nicht zur Partei gehört, arm ist. Wer Kritik übt, wird abgeholt und ins Lager gesperrt. Der flieht, wird erschossen. Geld ist nur wert wenn man viel hat. Alle anderen müssen tauschen, oder verhungern und erfrieren. Das gelobte Land heißt Afrika.Von dort kommen Hilfsgüter und Geld. Verdrehte Welt also.

    Ich kann Josua so gut verstehen, dass er die Strapazen auf sich nimmt.

    Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Es ist kein Reißer, sondern die Grausamkeiten kommen nüchtern und sachlich. Vielleicht ist es gerade das, was mich an dieser Geschichte so fasziniert.

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5 Sterne zum Nachdenken, wie gut es uns doch eigentlich geht....

  15. Cover des Buches Die Abenteuer des Odysseus (ISBN: 9783401500232)
    Auguste Lechner

    Die Abenteuer des Odysseus

    (33)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Odyseuss, König von Ithaka, Vater eines eben erst geborenen Sohnes und liebender Ehemann, zieht aus, um im Krieg gegen Troja zu kämpfen. Er ist schlau und listig und denkt sich zum Beispiel den Trick mit dem riesigen hölzernen trojanischen Pferd aus, welcher zum Ende des Krieges führt. Doch auf der Heimreise müssen er und seine Männer verschiedenste Wesen und Prüfungen bestehen und bringen manche Götter gegen sich auf. 

    Eindruck: Seitdem das (nicht ganz fertige) Musical EPIC in den sozialen Medien kursiert, wollte ich mehr über die Legenden um Odyseuss erfahren. Die ursprüngliche Geschichte (nach Homer) wurde in diesem Buch etwas angepasst, damit Jugendliche sie besser verstehen können. Am Anfang gibt es gelegentlich noch Fußnoten mit Erklärungen, aber schon nach ein paar Kapiteln nicht mehr. Das war sehr schade, denn es tauchten trotz der "Vereinfachung" der Geschichte einige Begriffe oder Zusammenhänge auf, die ich nicht ganz verstanden habe. Zudem ist die Sprache immer noch altertümlich, was das Verstehen öfter erschwert hat. Zum Beispiel: "Wehe uns!" , "Mir düngt, ihr [...] " Mit der Zeit habe ich mich aber dran gewöhnt und konnte die Geschichte flüssiger lesen. 

    Über Sinn und Logik bzw. Erzählstil will ich hier nichts sagen, denn die Geschichte ist schon sehr alt bzw. basiert auf übermittelten Legenden. Man muss sie einfach nehmen, wie sie ist, finde ich. 

    Fazit: Ein ,muss für alle, die sich für griechische Mythologie, Legenden und Odyseuss im besonderen interessieren. Ist aber etwas anstrengend zu lesen.

  16. Cover des Buches City of Dreams (ISBN: 9783365006269)
    Don Winslow

    City of Dreams

    (96)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Danny Ryan und seine Crew müssen Rhode Island nach den Ereignissen aus Band 1 schleunigst verlassen. Erwartungsgemäß (siehe Band 1) geht es in Richtung Kalifornien. Doch Danny hat ein Problem, das Heroin ist weg und er selbst und seine Crew eigentlich pleite.

    Geld kann er sich in Zusammenarbeit mit einer Regierungsorganisation beschaffen. Doch das Leben als Privatier ist weder für ihn noch für seine restlichen Leute etwas. Und als in Hollywood der Bandenkrieg von Providence verfilmt werden soll und sich Danny in die labile Hauptdarstellerin verliebt, ist es aus mit dem Abtauchen und in Deckung bleiben.

    Meinung:

    Der Roman ist gut und professionell geschrieben. Die Charaktere sind gut getroffen - dieses Mal vor allem die Messdiener. Das Lesen macht Spaß und das Buch ist schnell gelesen. Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass hier die Grundlagen für das - hoffentlich spannendere - Finale im dritten Teil gelegt wird. Don Winslow hat schon andere Hochspannungsgeschichten erzählt.

    Ich gehe nicht soweit, zu sagen, man hätte die Handlung in Teil 1 oder Teil 3 integrieren können, aber ja substantiell wird die Story nicht wirklich vorangebracht. 

    Es gibt ein paar nette Insides zur Produktion von Hollywood Filmen und durchaus einige Stellen, die mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht haben.

    Fazit:

    Ich denke, um die Trilogie zu verstehen, ist es notwendig, diesen Teil zu lesen. Ohne den Gesamtzusammenhang aber nicht wirklich lesenswert.


  17. Cover des Buches Amistad. (ISBN: 9783453141476)
    Alexs Pate

    Amistad.

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Das Drehbuch zum Steven-Spielberg-Film, der einen tieftraurig zurück ließ. Cinque wurde mit einer Gruppe weiterer Afrikaner entführt, als er sich auf dem Nachhauseweg von seinem Reisfeld in Westafrika befand, und von einem Bekannten, der einem anderen Dorf angehörte und bei dem er Schulden hatte, in Galinas Bay an Sklavenhändler verkauft, womit sein Martyrium begann. Als Film war das Ganze natürlich noch eindringlicher, v.a. die Szenen, die sich an Bord der "Amistad" abspielten, und die Cinque später vor dem Bezirksgericht schilderte. Ein maßloses Verbrechen, dessen die Aufarbeitung der beteiligten Länder leider größtenteils noch aussteht. Für mich als Juristen auch nicht ganz uninteressant, geht es hier doch um Rechtsgeschichte. Man würde sich über mehr deutsche Bücher zu dem Thema freuen, die diesen Wendepunkt der Geschichte beinhalten.

  18. Cover des Buches Astra Lost in Space 01 (ISBN: 9783770425938)
    Kenta Shinohara

    Astra Lost in Space 01

    (7)
    Aktuelle Rezension von: KappaKawaii

    Eine zufällige Gruppe von acht SchülerInnen soll als Teil eines Jugendcamp-Programms eine Woche auf sich allein gestellt auf dem Planeten MCPA überleben. Sie sollen lernen zusammen zu arbeiten und bekommen als Sonderaufgabe den Auftrag, auf ein 10 jähriges Kind aufzupassen. Die Gruppe wird von ihren Lehrern auf MCPA abgesetzt und macht sich gerade auf, diesen zu erkunden, als eine seltsame Kugel vor ihnen erscheint. Sie werden alle ins Innere der Kugel gezogen und landen mitten im Weltraum, neben einem verlassenen Raumschiff 5012 Lichtjahre von zuhause entfernt. Und so wird das Abenteuer Weltraum plötzlich zur realen Bedrohung...      

    Dieser Manga ist ein spannender Sci-Fi Titel, dessen volle Stärke, meiner Meinung nach, zur Mitte des ersten Bandes hin richtig spürbar wird. Wahrscheinlich liegt dies an der Vielzahl der Charaktere, die erst vorgestellt werden, und auch darin, dass die Action und der Mysteryaspekt erst etwas später einsetzen. Trotz der eigentlich dramatischen Ereignisse bleibt die Story leicht und man merkt, dass es sich bei den ProtagonistInnen um SchülerInnen handelt, die neben ihren jeweiligen fachspezifischen Stärken auch gerne mal herumalbern. Auch für LeserInnen abseits des Sci-Fi Genre könnte dieser Manga interessant sein, da er sich auch mit den Beziehungen der Charaktere untereinander beschäftigt. Eine große Leseempfehlung, nicht nur für Sci-Fi Fans!

  19. Cover des Buches Der lange Weg (ISBN: B007J2Y8ZA)
    Slavomir Rawitsch

    Der lange Weg

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Herz aus Stern (ISBN: 9783838796574)
    David Nathan

    Herz aus Stern

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit „Herz aus Stern“ versucht sich der deutsche Anime-Youtuber Nino Kerl, bekannt als Ninotaku erstmals als Autor eines Fantasybuches. Um die Hörbuchvariante dieses Erstlings, gesprochen von Synchronsprechergröße David Nathan, soll es in diesem Text gehen.

    Hauptfigur des Buches ist die siebenjährige Su. Sie fühlt sich von ihrer Mutter vernachlässigt und weint eines nachts in ihrem Zimmer, als ihre Tränen von der Weltraumpiratenkatze Neko Neko für Diamanten gehalten werden und diese das Kind nach einigen Verhandlungen mit auf ihr Piratenschiff nimmt. Dort ist die Katze der Ausguck und wir lernen die anderen Hauptfiguren Kennen: Hachi der Hund ist Steuermann, Q-MA der Roboterbär ist Smutje und Aison der Löwenmensch ist Kapitän. Nachdem Su prompt in die Crew aufgenommen wurde, macht man sich daran, das Geheimnis der überall in der Milchstraße verschwindenden Sterne zu lösen.

    So viel zumindest zur Theorie. In der Praxis erscheint die Aufgabe nicht allzu geheimnisvoll oder auch nur interessant, was an mehreren Problemen liegt. Das erste davon:

    Der Spannungsbogen ist nichtexistent. Die Charaktere stolpern von einem Ort zum anderen und erhalten durch Deus ex Machina überall den Hinweis, wo sie als nächstes hinmüssen. Eventuell auftretende Schwierigkeiten werden in kürzester Zeit ohne Anstrengung gelöst. Gerade (Mary) Su wird in diesem Zusammenhang als für eine Siebenjährige überkompetent dargestellt. Sie hat für jedes Problem nahezu sofort eine Lösung parat und kann und weiß Dinge, die ihrem Alter absolut nicht entsprechen, zum Beispiel die genaue Tonfrequenz um Glas zu brechen nebst Anleitung, wie das zu erreichen ist. Ihren Kameraden wird jeweils eine bis zwei Situationen gegönnt, in denen sie glänzen können, ansonsten sind sie reine Stichwortgeber für das überbegabte Mädchen. Das hat auch mit dem zweiten Problem zu tun:

    Alle Charaktere außer Su und Aison sind eindimensionale, uninteressante Schablonen. Selbst ihre Crewmitglieder werden auf jeweils genau eine Eigenschaft reduziert: Die Katze ist griesgrämig und der Hund ein stets gut gelauntes Plappermaul. Der Bär kocht und ist treu. Dies sind die einzigen Charaktereigenschaften, die Kerl ihnen zugesteht und die sie in jeder Szene ausleben, was auch zu sich auf ähnliche Art ständig wiederholenden Dialogen führt. Bei den Nebenfiguren setzt sich das Problem fort, dazu kommt, dass die Sätze von manchen von ihnen immer auf einem bestimmten Laut enden. So hängt ein Zug an jeden Satz ein „Tschu Tschu“ an, der Bösewicht ein „Klipp Klipp“. Ein Engel ruft nach jedem Satz „Heilig Heilig“. Das bringt mich zum dritten Problem des Buches:

    Kerl verwendet eine Sprache, die er sicher als künstlerisch ansieht, die es aber mit fortschreitender Dauer schwer macht, das Buch zu hören oder zu lesen. Besonders deutlich kann man das an der immer weiter ausufernden Verwendung von Alliterationen erkennen. Werden sie anfangs noch häufig, aber vertretbar oft eingestreut, wird später jeder Ausdruck, bei dem das irgendwie möglich ist, in eine Alliteration gezwängt. Beispiele wären „Morast der Milchstraßen-Mysterien“ oder „Sie stellte stolz strahlend das kryptische Kunstwerk zur Schau“. Der Zuhörer bekommt den Eindruck, dass der Autor, nachdem er dieses Stilmittel verstanden hatte, wahnsinnig stolz auf sich war und es nun möglichst oft verwenden musste. Weitere Beispiele sind die laut Buch milchstraßentypischen Redewendungen („Hera hab Dank und Dank sei Dein“, „Vergib und vergiss, ich bitte dich“), die aber auch so unnatürlich oft verwendet werden, dass die gesamte Sprechweise der Figuren künstlich wirkt. Ihre Sprache ist ein Mischmasch von Deutsch, sehr praktisch für Su, und der Sprache des „Alten Volkes“. Das Alte Volk waren anscheinend raumfahrende Japaner, schließlich sind fast alle Lehnwörter aus dem Japanischen entnommen. Damit komme ich zum vierten Problem:

    Auch viele der Charaktere und Konzepte sind anderen Werken entnommen. Animefans werden fast die Hälfte der Nebenfiguren aus anderen Werken wiedererkennen, ein weiteres Drittel wurde verschieden Erdmythologien entlehnt. Auch die Bewohner der Milchstraße sind alle Menschen, Tiere oder Hybride daraus. So wirkt das gesamte Buch wie eine Fanfiction aller möglichen Werke, die dem Autor in den letzten Jahren gefallen haben, in der eigene Ideen jedoch rar bleiben.

    David Nathan liest das Buch souverän und mit vielen unterschiedlichen Stimmen. Seine gute Leseleistung kann dieses Buch jedoch auch nicht davor retten, mit zunehmender Dauer immer schwerer anzuhören zu sein.

    „Herz aus Stern“ möchte ein unterhaltsamer Fantasyroman sein und scheitert daran umfassend. Es ist langweilig zu hören, die Charaktere sind uninteressant, die Welt zusammengeklaut und die Sprache anstrengend. Ich kann nur jedem davon abraten, Zeit in dieses Buch zu investieren.

  21. Cover des Buches Odyssee - Black Ice I (ISBN: 9781544000299)
    Werner Karl

    Odyssee - Black Ice I

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Stark

    Starke Protagonistin kämpft sich durch das Weltall... So die kurze Form... die lange sieht etwas anders aus... es fängt echt gelungen an, lässt dann etwas nach, um dann nochmals Fahrt aufzunehmen... Berg und Tal so zu sagen... auch fehlt mir ab und an die dunkle Seite, auch wenn die Atmosphäre eigentlich immer so ist... dafür ist die Protagonistin sehr, wirklich sehr, gelungen und macht die Story gleich viel besser... guter Auftakt, der aber bestimmt noch besser wird in den folgenden Bänder...

  22. Cover des Buches Wer hier schlief (ISBN: 9783351050429)
    Isabella Straub

    Wer hier schlief

    (35)
    Aktuelle Rezension von: aba
    Überzeugend absurd

    Als der mittelmäßige und nicht mehr ganz junge Philipp Kuhn auf die Suche nach seiner jungen Geliebten gegangen ist, um ihr mitzuteilen, dass er ihret wegen sein altes Leben hinschmeißt, wusste ich, dass das nur der Anfang von seinem größten Abenteuer wäre.
    Wohnung, Job, feste Freundin, alles war ihm egal, das alles hat er geopfert. Damit wollte er ihr sagen, wie wichtig sie geworden ist.
    Aus diesem Liebesbeweis ist ein wahrer Alptraum entstanden.

    Dieser Alptraum heißt "Wer hier schlief" und die Autorin ist die Österreicherin Isabella Straub.

    "Wer hier schlief" ist Isabella Straubs dritter Roman, den ich mit großer Begeisterung gelesen habe.
    Die Handlung und die teilweise absurden Situationen, die sie ergreifend beschreibt, sind ganz nach meinem Geschmack gewesen.

    Phillipp Kuhn verlässt seine Freundin, seine Wohnung und seinen Job. Auf der Suche nach seiner neuen Freundin, für die er sich in der Lage fühlt, Bäume auszureißen, gerät er in komische und unerwartete Situationen und begegnet Menschen, die ihn dazu bringen, Sachen zu tun, die er in seinem mittelmäßigen Leben niemals getan hätte. Er entdeckt die Stadt, in der er lebt, mit anderen Augen und taucht in einer Art Unterwelt ein, von deren Existenz er nicht mal die geringste Ahnung hatte.

    Isabella Straub hat mich mit einer fast kafkaesken Geschichte voller Absurditäten und mit einer schlagfertigen Sprache gefesselt und meine Geduld strapaziert (aber im positiven Sinne!).

    "Wer hier schlief" ist aus meiner Sicht Isabellas Straubs bester Roman und ein guter Grund für mich, auf ihr nächstes Buch gespannt zu sein!



  23. Cover des Buches Menandros und Thaïs (ISBN: 9783902800015)
    Ondrej Cikán

    Menandros und Thaïs

    (4)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    "Ondřej Cikán nahm sich die altgriechischen Abenteuerromane des zweiten Jahrhunderts zum Vorbild: Thaïs wird bei ihrer Hochzeit mit Menandros von Piraten geraubt. Auf der Suche nach ihr irrt der Bräutigam durch eine surreale Welt mit Figuren wie drogensüchtigen Zwergen oder nymphomanischen Zauberinnen. Der Erzähler selbst steht dem mit seiner eigenen Odyssee in der Gegenwart als Kontrast gegenüber."

    Meinung:
    Das Buch ist in Briefform geschrieben, somit schreiben sich die Protagonisten immer wieder. Leider ist dieser Schreibstil in diesem Fall nicht mein Fall.
    Der Inhalt ist okay... allerdings geföllt mir das Buch auch im ganzen gesehen nicht besonders.. leider.. es ist nicht schlecht geschrieben allerdings min Geschmack ist es einfach nicht.

    Fazit:
    Leider hat mir das Buch nicht gefallen.

  24. Cover des Buches So, und jetzt kommst du (ISBN: 9783499273964)
    Arno Frank

    So, und jetzt kommst du

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Zur Erholung nach der 'Atemschaukel' mal etwas Leichteres ... dachte ich. Arno Franks 'Seemann vom Siebener' hatte mir trotz des melancholischen Untertons so gut gefallen, dass ich das anscheinend autobiographisch geprägt Vorgängerbuch 'So, und jetzt kommst du' auch ins Auge fasste.

    Es liest sich flüssig, aber sehr erhebend ist es nicht gerade, nein, ziemlich deprimierend und traurig, was erwachsene Menschen ihren Kindern antun können. Es geht um einen Vater ohne Werte, ohne das Gefühl für Recht und Unrecht – man darf ihn wohl als kriminell bezeichnen  - den man immerfort schütteln möchte, damit er mal zur Besinnung kommt, ebenso wie die Mutter, die alle seine Machenschaften unterstützt und mitträgt, aus Liebe. Die Betrügereien des Vaters bringen die Familie nicht nur um Hab und Gut, sondern zwingen sie auch zur Flucht quer durch Europa, wobei sich ihre Lage immer mehr verschlechtert bis hin zum unausweichlichen Ende.

    Das Ganze wird aus der Sicht eines Kindes, später Jugendlichen erzählt, aber in der Sprache eines Erwachsenen. Die hat mir sogar sehr gut gefallen mit ihrer Nachdenklichkeit und kreativen Formulierungen:

    'Papa machte (…) seine typischen Witze, in die stets irgendwo eine sarkastische Rasierklinge eingenäht war.'

    Es liest sich gut, ist aber nicht gerade eine erhebende Lektüre. Für mich persönlich konnte ich an Gedankenanregungen nichts mitnehmen.

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