Bücher mit dem Tag "ökologie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ökologie" gekennzeichnet haben.

312 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442756841)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

     (952)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieses Buch ist das erste der „Klima-Trilogie“ von Mara Lunde.  

    In drei Handlungssträngen, jeder zu einer anderer Zeit, nämlich 1852, 2007 und 2098 spielen und dennoch parallel laufen, wird die enge Verbindung zwischen Menschen und Bienen dargestellt. 

    Interessant, wie die unterschiedlichen Orte (England, USA und China) und die verschiedenen Zeiten letzten Endes doch verknüpft werden können. Das ist schreibtechnisch gelungen. 

    Der Inhalt, das Bienensterben und damit einhergehend händisches Bestäuben von Pflanzen sowie der Klimawandel sind nun kein optimistisch stimmendes Thema. Die Atmosphäre des Buches ist düster, was im Handlungsstrang, der in der Zukunft liegt, besonders hervorsticht. 

    Die Autorin hat ein wichtiges Thema aufgegriffen. Mit der romanhaften Erzählung, die manchmal schon fast dystopisch wirkt, kann ich mich aber nicht anfreunden. 

    Fazit: 

    Mir ist auch der Schreibstil zu depressiv. Daher kann ich nur 2 Sterne vergeben und werde die beiden anderen Bücher „Geschichte des Wassers“ und „Die Letzten ihrer Art“ nicht lesen.

     

  2. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783446253865)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

     (312)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Vier Männer und vier Frauen werden für zwei Jahre in ein großes Terrarium gesperrt, um Leben in einem geschlossenen Ökosystem nachzubilden. Man erhofft sich wissenschaftliche Erkenntnisse für mögliche Missionen auf dem Mars. Doch wo Menschen sind, sind auch Emotionen, die die Mission schon bald auf eine harte Probe stellen wird.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch wartet schon sehr lange darauf, von mir gelesen zu werden. Das Experiment hat mich neugierig gemacht, doch schnell musste ich feststellen, dass das große Ereignis aus dem Klappentext erst im zweiten Jahr nach dem Einschluss passieren würde und bis dahin noch sehr viele Seiten gelesen werden mussten.

    Ich hatte einige Schwierigkeiten, mich in die Handlung reinzufinden. Auf den ersten 100 Seiten ist die Auswahl noch nicht getroffen worden. Es gibt Einblicke in das bisherige Auswahlverfahren, aber so richtig mitfiebern, wer es am Ende schafft, konnte ich nicht. Dazu fehlte mir komplett die Bindung zu den Protagonisten. Sie waren mir lange fremd.

    Danach beginnt Jahr 1 nach dem Einschluss. Es geht um erste Anlaufschwierigkeiten, blinde Passagiere, die Eingewöhnung der Männer und Frauen mit den Umständen und erste menschliche Konflikte. Das Team muss erst zusammenfinden, auch wenn sie sich schon länger kennen.

    Die gesamte Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Dawn Chapman, Ramsay Roothoorp und Linda Ryu erzählt. Dawn und Ramsay sind drinnen. Linda wurde nicht ausgewählt, hofft aber auf einen Platz in Mission 3. Jeder dieser drei Protagonisten bekommt jeweils ein eigenes Kapitel, sodass manche Ereignisse aus mehreren Perspektiven erzählt werden. Der Erzählstil wirkt, als ob die Protagonisten eine Art Protokoll führen. Dabei wird der Leser stellenweise direkt angesprochen.

    Auch wenn man durch die wechselnde Perspektive einen guten Einblick über alle Ereignisse drinnen und draußen bekommt, fehlten mir die Emotionen. Weder Ramsay, noch Dawn oder Linda sind mir besonders nahe gekommen. Dawn konnte ich tatsächlich am wenigsten verstehen. Vor allem gegen Ende fand ich sie wahnsinnig und war ein wenig ensetzt, dass Mission Control ihr Verhalten auch noch unterstützte.

    Nach und nach entwickelte die Handlung eine Sogwirkung, doch so richtig gefesselt war ich leider nie. Am Ende wollte ich das Buch einfach nur noch beenden, weil ich wissen wollte, was mit Dawn passiert. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass das Buch dann einfach endet, ohne einen weiteren Ausblick auf die Zukunft.

    Am interessantesten waren die menschlichen Aspekte, d.h. die Beziehungen untereinander und die Gruppendynamik. Die wissenschaftlichen Hintergründe wurden zwar verständlich erklärt und waren bis zu einem gewissen Grad auch interessant, aber so richtig hat mich das nicht gefesselt.

    Jahr 2 nach dem Einschluss beginnt erst nach über der Hälfte des Buches. Erst in diesem Teil geschieht das Ereignis, das im Klappentext so groß angekündigt wurde. Das hat mich enttäuscht, weil sich der Klappentext so eher wie ein Spoiler anfühlt. Schließlich warte ich als Leser auf die im Klappentext angedeuteten Geschehnisse.

    Die Emotionen, die mit dem Ereignis einhergehen, sind nachvollziehbar, auf beiden Seiten. Zu Beginn hatte ich für Dawn noch Verständnis, aber gegen Ende der zwei Jahre fand ich sie ziemlich unverschämt. Ich würde mich nicht auf Dawns Seite stellen und kann alle Terranauten verstehen, die wütend auf sie sind. Am Ende war ich einfach froh, dass ich das Buch beendet hatte. Ich glaube, das war das erste und letzte Buch von T.C. Boyle, das ich gelesen habe.

  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.386)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Nachdem der Mensch jahrhundertelang die Meere ausgebeutet hat, schlagen seine Bewohner plötzlich zurück. Wale und Orcas greifen Menschen an, Krebse fallen über Strände her, Tsunamis zerstören ganze Küstenstreifen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sucht zusammen mit US-Militärs nach der Ursache und wird fündig…

    Auf  ca. 1000 Seiten hat Schätzing auf der einen Seite einen Weltuntergangsthriller geschrieben mit den dazugehörigen guten und (unerwartet) bösen Charakteren, der einen oder anderen Liebes- und Selbstfindungsgeschichte sowie vielen, vielen Toten. Nebenbei ist es auch gute Science-Fiction, auch wenn die „Aliens“ nicht aus dem Weltall, sondern aus der Tiefsee kommen.

    Auf der anderen Seite liest sich das Buch teilweise wie ein Sachbuch mit gut aufbereiteten Infos über die Tiefsee, ihre Bewohner und das Ökosystem Erde.

    Mich hat an diesem Buch vor allem beeindruckt, wie gründlich Schätzing mit der landläufigen Meinung von der Vorherrschaft des Menschen,  der „Krönung der Schöpfung“,  aufräumt. Unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, ob die Geschehnisse im Buch zur Realität werden könnten, hat mich dieses Buch dazu gebracht, noch einmal aus einem anderen Blickwinkel über das Thema Umweltschutz und meine Rolle dabei nachzudenken. Schätzing führt uns gnadenlos unsere eigene Hybris und Bedeutungslosigkeit vor, mit dem Kerngedanken „Die Erde braucht uns nicht zum Überleben, aber wir brauchen die Erde…“

    Fazit: Es ist eine gute Mischung aus allem, aber eben mit seinen 1000 Seiten kein Buch für zwischendurch. Man muss sich auf das Thema und Schätzings Erzähltempo einlassen, dann erlebt man einen fundiert erzählten, spannenden und auch beängstigenden Wissenschaftsthriller.

  4. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (464)
    Aktuelle Rezension von: HierKoennteIhreWerbungStehen

    Nachdem ich mir die aktuelle Version der Buchverfilmung angeschaut habe, bekam ich Lust auch die Buchvorlage zu lesen. Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Hier kann man in eine riesige neue Si-Fi Welt eintauchen. 

    Dieser erste Teil der Dune-Zyklen macht wirklich Lust darauf auch die restlichen Teile zu lesen, auch wenn die Originale schon aus den 1960gern sind, dies schmälert den Lesespass jedoch nicht im mindesten.

    Man sollte aber mindesten dazu bereit sein die ersten drei Bücher zu lesen, damit man dann einen Abschluss des ersten Zyklus hat.

  5. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783421048554)
    Yuval Noah Harari

    Eine kurze Geschichte der Menschheit

     (336)
    Aktuelle Rezension von: SonjaDeborahEisele

    Das Leben der Menschen. Leicht lesbar und trotzdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte unserer Geschichte. Genial! 

  6. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (2.029)
    Aktuelle Rezension von: xbooksaremypassion

    Da ich ja schon seit längerem eine absolute Liebe für alle Bücher von Sebastian Fitzek empfinde, war für mich klar, dass auch Noah den Weg in mein Bücherregal finden muss. Zu Beginn war unsere Beziehung eher schwierig, weil die vielen verschiedenen Perspektiven und Namen mich nicht ganz auf den roten Faden haben blicken lassen. Doch ab dem zweiten Drittel hat sich der Knoten in meinem Kopf gelöst, ich konnte die Zusammenhänge klar vor Augen sehen und spätestens jetzt erkennen, dass Fitzek bei diesem Buch mal wieder ein Meisterwerk erschaffen hat, an dessen Plottwist man Stück für Stück herangeführt wird, um sich schon während dem Lesen selbst eine Meinung bilden zu können. Es wurde spannend, mitreißend und ein Stück weit auch schockierend, was sowohl an seinem Schreibstil als auch an der Idee der Handlung lag. Fitzeks Art, Zukunftsszenarien auf eine erschreckend treffsichere Weise vorauszusehen, hat mich wirklich geschockt, denn nahezu alle Abläufe, die er schildert, sind zu Beginn der Corona Pandemie genau so passiert. Auch ein paar andere Dingen, die hoffentlich so nicht der Realität entsprechen, hat er so glaubhaft vermittelt, dass ich mir mittlerweile nicht mehr ganz so sicher bin, wie viel davon noch Fiktion ist ... Gleichzeitig hat er es geschafft, den Fokus auf ein Thema zu legen, das aktueller nicht sein könnte und über das trotzdem noch viel zu wenig gesprochen wird, ohne es wie einen Ratgeber klingen zu lassen. Ihr seht, trotz unserer anfänglichen Differenzen miteinander bin ich jetzt ein großer Fan des Buches. Ich vergebe 4/5 ✨️

  7. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783570102060)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  8. Cover des Buches Nordwesttod (ISBN: 9783749900039)
    Svea Jensen

    Nordwesttod

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Coriso

    Die Kommissarin Anna Wagner ist spezialisiert auf Vermisstenfälle und lässt sich aus privaten Gründen von München nach Kiel versetzen. Als in St. Peter Ording die Umweltaktivistin Nina Brechtmann vermisst wird, trifft Anna Wagner auf Hendrik Norberg, der nach dem Tod seiner Frau als alleinerziehnder Vater zweier Jungs die Dienststelle in St. Peter Ording übernommen hat. Die beiden bilden ein sympatisches Duo.

    Der Krimi liest sich leicht, bleibt aber spannend und triftet nicht ins Seichte ab. Ein Lokalkrimi mit Niveau, hohem Unterhaltungswert und einer Prise Nordsee-Urlaubsflair mit kritischen Aspekten zum Thema Tourismus an der See.

  9. Cover des Buches Creature - Gefahr aus der Tiefe (ISBN: 9783473401505)
    Morton Rhue

    Creature - Gefahr aus der Tiefe

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …

    Mein Fazit:

    Mir fehlte ernsthaft die Spannung. Ja, es war spannend, bzw. die Spannung wirkte sehr künstlich und konnte mich nicht abholen, Die Charaktere waren mir zu blass, der Sprecher ganz ok, aber alles in allem, war es nicht meins.

    Moby Dick ist spannender, Dystopie ist auch immer spannend, aber die Kombi der beiden unter diesem Titel ist leider nicht wirklich gelungen. Schade

  10. Cover des Buches Das Jahr der Flut (ISBN: 9783833309700)
    Margaret Atwood

    Das Jahr der Flut

     (89)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Wenige haben die 'wasserlose Flut' überlebt, denn eine Pandemie hat die Menschheit so gut wie ausgelöscht. Dank der Sekte der Gottesgärtner haben es Toby und Ren geschafft. Nun ringen sie mit sich und dem weiteren Leben. Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Band der MaddAddam-Trilogie. Margaret Atwood hat mit "Das Jahr der Flut" eine seltsam realistische Vision geschaffen, die verstörend ist. Die Welt ist aufgrund der Gewinnsucht der Großkonzerne zerstört. Es bleibt ein tristes Leben mit außergewöhnlichen Herausforderungen, die bei den Grundbedürfnissen beginnen und sich bis zum eigenen Lebenssinn strecken. Denn es haben nur wenige Menschen die wasserlose Flut überlebt. Kaum jemand weiß, dass es noch andere gibt. Darunter ist unter anderem Toby, die sich in einem Art Spa verschanzt hat. Ren hat es sich in ihrer Arbeitsstätte - einem Freudenhaus - einigermaßen bequem gemacht. Die beiden blicken unabhängig voneinander auf die Ereignisse ihres Lebens zurück, um später ihren eigenen Weg zu gehen. Großteils ist man mit den Figuren in ihrer Vergangenheit unterwegs. Es geht um die Gottesgärtner, eine Art Sekte, die sich von den Konzernen losgesagt hat und mehr oder weniger ausschließlich der Natur dient. Es darf zum Beispiel nur in Ausnahmefällen Fleisch gegessen werden, sie haben merkwürdige Regeln und es fällt sogar den Sektenmitgliedern schwer, diese zu verstehen. Dabei schildert Margaret Atwood eine Welt, die ausschließlich aus Konzernen und Konsum besteht. Das ist eindeutig ein aktuelles Thema und sie greift es wunderbar - mit Sonnen- und Schattenseiten - auf. In ihrer Welt sind die weltumspannenden Unternehmen etliche Schritte weitergegangen als in unserer Gegenwart. Sie haben weder vor Regierungen noch vor Genen zurückgescheut. Daraus hat sich ein unbegreifliches Wirrwarr aus Gegebenheiten. Von der ersten Seite an wird man in diese Welt hineingeschmissen, was trotz der Kenntnis des 1. Teils sehr verwirrend ist. Es gibt keine Erklärungen und die Erzählung nimmt ihren Lauf. Es kommen Tiere vor, die es nicht gibt. Diese haben einen Eigennamen und es wird vorausgesetzt, dass man weiß, was sie sind. Genauso ist es bei Technologien, die von den Menschen verwendet werden. Alles hat abstruse Namen und nichts wird näher erklärt. Es mangelt deutlich an Beschreibungen, damit man sich in diese Welt einfühlen kann.  Damit hat es mir Frau Atwood nicht leicht gemacht und ich habe das Buch mit äußerster Konzentration gelesen, damit ich der Handlung folgen kann. Genauso ist es auch mit dem Sektenleben. Die Mitglieder hängen ihren Vermutungen und Gedanken nach, jeder denkt sich, dass das alles eigentlich Nonsense ist und keiner  - inklusive Leser - weiß, worum es überhaupt geht. Zudem nahm mir das Geschehen in der Sekte zu sehr überhand. Interessant ist jedoch, dass man dadurch auf Figuren aus dem 1. Teil trifft, was doch auch faszinierend war. Das Ende war dennoch spannend, weil so manche Fäden aus dem vorherigen Teil zusammengeführt wurden. Allerdings sind sie noch nicht vollständig verwoben, was auf den Abschlussband hoffen lässt. Insgesamt ist es kein Buch für zwischendurch, muss konzentriert gelesen werden, kann aber dennoch fesseln und sich mit einem erschreckenden Ausblick auf eine eventuelle Zukunft behaupten. Die MaddAddam-Trilogie: 1) Oryx und Crake 2) Das Jahr der Flut 3) Die Geschichte von Zeb

  11. Cover des Buches Das Eis (ISBN: 9783608503524)
    Laline Paull

    Das Eis

     (87)
    Aktuelle Rezension von: tine1211

    Das Eis von Laline Paull

    Als ein Schiff mit Luxustouristen die Antarktis entlangschippert und dabei in geschützte Gebiete vordringt, auf der Suche nach einem ultimativen Foto, „kalbt“ ein Gletscher. Ein riesiger Eisbrocken bricht ab und gleitet ins Meer und legt dabei eine Leiche frei. Hierbei handelt es sich um Tom Harding, einen bekannten Umweltaktivisten.

    Harding kam ein paar Jahre zuvor bei einer Expedition ums Leben und galt seither als vermisst. Seinem Freund, Sean Cawson, überlebte diese Expedition und ist mittlerweile Eigentümer der Midgard Lodge auf Spitzbergen. Ein Traum, den er gemeinsam mit Tom verwirklichen wollte. Während Tom die Verbindung zwischen Umweltschutz und Geschäft ein Anliegen war, ging es Sean nur um Geld. Doch er nutzte Tom gerne als Aushängeschild.

    Nach dem Fund von Toms Leiche werden die Ermittlungen zum Tod von Hardings Tod aufgenommen und Sean rückt in den Fokus der Ermittlungen. War die gemeinsame Eröffnung der Lodge vielleicht doch von zu gegensätzlichen Interessen?

     

    Mit diesem Roman schuf Laline Paull einen Ökothriller, der sich mit den aktuellen Themen in der Arktis beschäftigt. Die Kombination aus Thriller und ökologischen Idealen machen dieses Werk besonders.

    Zu Beginn kam ich nicht leicht in die Geschichte, da mir der Lesefluss einfach etwas diffus war, dies änderte sich aber recht schnell, sodass ich dem Faden folgen konnte.

    Obwohl das Buch einen stetigen roten Faden hatte und ich die Thematik grundsätzlich interessant fand, konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen. Daher von mir drei von fünf Sternen.

    448 Seiten

    ISBN 978-3608503524

    Erschienen beim Tropen Verlag im März 2018

     

     

     

  12. Cover des Buches Das geheime Leben der Bäume (ISBN: 9783453604322)
    Peter Wohlleben

    Das geheime Leben der Bäume

     (184)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Auf ca. 220 Seiten entführt uns Peter Wohlleben in das Ökosystem Wald. Dabei reichen seine Beschreibungen von den kleinsten Mikroorganismen im Boden bis hin zu Mammutbäumen. Doch im Fokus bleiben dabei immer die Bäume.

    Fazit: Ich muss zugeben, dass Wohlleben es erfolgreich geschafft hat, anschaulich zu schreiben. Jedoch fand ich, dass die Kapitel sehr redundant waren und vor allem zum Ende hin wenig Neues erzählt, sondern hauptsächlich Inhalt aus den vorherigen Kapiteln wiederholt wurde. Für mich als studierte Biologin befand sich wenig Neues zwischen den Seiten dieses Buches, dabei sind Bäume nicht einmal ansatzweise mein Fachgebiet. Viel mehr hatte ich das Gefühl, dass die adressierte Zielgruppe wirklich gar keine Ahnung von den hölzernen Riesen zu haben scheint. Ein wenig mehr Information hatte ich mir vom Lesen schon erhofft.

    Empfehlung: Wer schon tiefer in der Materie "Wald" ist, wird hier wenig Neues erfahren. Für Natur-Einsteiger kann das Buch aber bestimmt interessant sein.

  13. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404174973)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

     (435)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    "Die Kinder von Eden" sind eine bunt zusammengewürftelte Aussteigergruppe, in einem Tal der Rockys in Kalifornien. Sie passen sich nicht an, leben aber sonst friedlich in ihrer eigenen Welt, bauen einen hervorragenden Wein an und mit dem Erlös dieser Arbeit finanzieren sie ihr Leben. 

    So ziemlich jedes Gruppenmitglied hatte in seinem vorherigen, bürgerlichen Leben einen dunklen oder schwachen Punkt den man hinter sich ließ, bzw. lassen musste, wollte man nicht im Gefängnis landen. Deshalb verabschiedete man sich  aus seinem bürgerlichen Dasein. Ewig könnten sie in ihrem "freien" Leben weiterhin ihr Dasein fristen, wäre da nicht der Regierungsbescheid, dass dieses komplette Tal bis zu einem bestimmten Termin zu räumen sei, da man die Schlucht für einen Wasserspeicher fluten wird. 

    Dieser Entscheid wird Anlass und setzt eine Welle der Gewalt in Gang. Die Idee ist, den Gouverneut des Staates Kalifornien mit der Drohung, ein künstliches Erdbeben auszulösen, unter Druck zu setzen.  Niemand in Sacramento glaubt, dass dies möglich sein und man tut es als Spinnerei ab. Erst als die junge FBI-Agentin Judy, der man diesen irrwitzigen Fall zuteilt um sie kalt zu stellen, den führenden Erdbebenforscher kontaktiert und sein Fachwissen einholt wird klar, dass es eine Möglichkeit gibt, über dem San Andreas Graben in Kalifornien mit einem seismischen Vibrator tatsächlich die Erde beben zu lassen. Die Gewaltbereitschaft von Priest, dem Kopf dieser Gruppe,  war schon immer latent vorhanden, doch nun bricht sich seine kriminelle Energie so richtig Bahn. Es wird gelogen, betrogen und gemordet um das Ziel zu erreichen. 

    Mehr will ich über den Inhalt des Buches nicht verraten. 

    Auf jeden Fall ist es ein spannender Ken Follet. Auch hier gelingt es dem Autor, Realität und Fiktion so miteinander zu verbinden, dass dem Leser nahezu alles schlüssig erscheint und man gebannt weiterliest. 

    Ungefähr bis Dreiviertel des Romans war ich total fasziniert, wollte das Buch nicht aus der Hand legen.. Doch dann wurde es mir doch etwas too much von allem. Deshalb ein Sternchen Abzug.  

    Trotzdem, ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders interessant dabei ist, dass man als Leser immer wieder Infos zu Erdbeben erhät die in die Geschichte  eingewoben sind. 

  14. Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783404164110)
    Fran Ray

    Die Saat

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklecks98
    In einem Labor wird ein Wissenschaftler grausam hingerichtet...
    In einem Krankenhaus sterben Menschen an einer rätselhaften Krankheit...
    Im Gefängnis sagt eine Umweltaktivistin eine schreckliche Katastrophe voraus...
    All dies ist erst der Anfang eines Geschehens, das das Leben auf der Erde für immer verändern kann.

    Einer meiner ersten, wenn nicht sogar mein erster Thriller überhaupt. Und ich bin angefixt. Und warum? Weil das beschriebene Geschehen rund um genmanipulierte Lebensmittel Realität werden könnte. Wenn man sich überlegt, was da alles möglich ist... Schrecklich.
    Aber das Buch ist spannend und hält, was es verspricht. Ich habe es zügig gelesen, deshalb kam ich auch nicht mit den vielen handelnden Personen, Orten und Handlungssträngen durcheinander. Andernfalls kann das problematisch werden. Und auch habe ich auf den wirklich großen Knall gewartet, allerdings schleicht das Ende etwas vor sich hin. Zwar fügt sich alles, aber die größte Dramatik spielt sich nicht unbedingt auf den letzten Seiten ab.
    Dennoch bin ich wirklich angetan von der Idee, zumal einem diese Realitätsnähe einen Schauer einjagen kann...
  15. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783844523843)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Nymphe

    Inhalt:

    8 Menschen (4 Männer und 4 Frauen) machen eine Reise. Eigentlich gehen sie dafür nur durch eine Tür, aber es ist die Tür zu E2, einer luftdicht verschlossenen Glaskuppel, die eine eigenständige Atmosphäre hat und auch sonst völlig unabhängig von der Umwelt ist. Hier soll die Reise zum Mars trainiert werden. Obwohl die Gruppe nun also eigentlich noch immer in Arizona ist, ist sie 2 Jahre völlig abgeschnitten von der Welt. Es gibt ein "Besucherfenster" und ein Telefon, aber die Benutzung ist streng limitiert. Die 8 Menschen sind auf sich gestellt und stehen trotzdem voll unter dem Einfluss der Organisatoren: Welche Informationen bekommt die Presse? Verhalten sich alle normal oder muss gegengesteuert werden? Und was ist mit den Kandidaten, die herein wollten und das nicht durften? Eine interessante menschliche Studie entrollt sich...

    Bewertung:

    Mich hat das Buch schier gefesselt. Obwohl es bei dem gesamten Projekt nur um die Umwelt gehen soll, dreht sich alles um den Menschen. Die drei Erzähler des Hörbuches erzeugen eine tolle, spannende Atmosphäre beim Erzählen. Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht. Und das Ende ist auch der Hammer, aber ich möchte hier natürlich nichts verraten. :) Das Buch lebt von den zwischenmenschlichen Beziehungen in jeder Hinsicht: wer liebt wen, wer hasst wen und warum?

    Ich habe mir fest vorgenommen mich mit den realen Hintergründen dieser Geschichte zu befassen.

    Fazit:

    Klare Lese- bzw. Hörempfehlung



  16. Cover des Buches Selbst denken (ISBN: 9783100894359)
    Harald Welzer

    Selbst denken

     (48)
    Aktuelle Rezension von: DerRob

    Der Autor ist wie in seinen anderen Werkwn frech und zeigt provokant ehrlich auf, was alles schief läuft und wieso die Ansätze einer dystopischen Zukunftsprognose zu keinerlei Aufwachen führen wird. Ganz nach dem Credo "Um etwas zu ändern muss man die Menschen durch pisitive Bilder, in dem Fall Visionen/Utopien zum Umdenken motivieren. Nicht gegen eine furchtbare Zukunft, sondern für eine wunderbare Alternative kämpfen.

    Dabei zeigt er schön auf, was wir alles falsch machen. Man ertappt sich selbst dabei und muss ab und an nicken und bestätigen, was er uns Lesern, aber auch der gesamten Gesellschaft vorwirft. An für sich ein tolles Buch und die Beispiele der Menschen/Unternehmen, die zeigen, dass es besser geht, sind auch gut und Mut machend. Allerdings wird seine Überschrift "Anleitung zum Widerstand" erst ganz am Ende in einem Kapitel abgehandelt und das mehr schlecht als recht. Auch die 12 Regeln zum Widerstand sind ziemlich selbstredend. Vielleicht mag das Buch als Einstieg in die Thematik gut sein, aber wer sich mit der gesellschaftl. Problematik schon auseinander gesetzt hat, wird kaum Mehrwert finden. Im Endeffekt macht der Autor genau das, was er verurteilt: er zeigt auf, wie viel falsch gemacht wird und findet dann einfache Lösungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Das einzig inspirierende waren für mich die Beispiele anderer Unternehmer usw. Sehr enttäuschend zumal seine anderen Bücher wirklich gut sind und ich seine direkte, provokante Art ganz erfrischend finde.

  17. Cover des Buches Wenn das Schlachten vorbei ist (ISBN: 9783423216258)
    T. C. Boyle

    Wenn das Schlachten vorbei ist

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Der von vielen Kritikern angekündigte «furiose» Roman war das aus meiner Sicht nicht. Boyle kann fantastisch schreiben, keine Frage! Er verschachtelt viele Sätze, aber das mag ich durchaus, zumal sie auch beim Punkt noch Sinn ergeben.

    Nur leider plätschert die Geschichte, trotz der vielen Perspektiv- und Zeitwechsel enorm dahin. Teilweise kommt eine Form von fast greifbarer Spannung auf, nur um zügig wieder zu versanden. Ich habe bis zur letzten Seite auf einen Knall gewartet, darauf, dass etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere, denn das Buch ist kein Öko-Thriller, sondern eine Erzählung, eine Geschichte, wie sie realistischer kaum sein könnte. Mir fehlte das Besondere. Das Buch lässt mich mit gespaltenen Gefühlen zurück, denn das Thema an sich bietet viel Potenzial zum Nachdenken oder eben für einen Roman. Aber irgendwie wurde das hier nicht genutzt.

  18. Cover des Buches Ruf der Tiefe (ISBN: 9783407743367)
    Katja Brandis

    Ruf der Tiefe

     (153)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Ich liebe dieses Buch, weil man einen schönen Eindruch über die Tiefsee bekommt. Außerdem hat es ein tolles und spannendes Ende mit einer überraschenden Wendung. 

  19. Cover des Buches Liebe treibt die schönsten Blüten (ISBN: 9783404183555)
    Valerie Korte

    Liebe treibt die schönsten Blüten

     (44)
    Aktuelle Rezension von: katy-model

    Zum Buch:

    Kann man Liebe säen, wo sie nicht von selbst wächst?

    Das fragt sich Gartenbauerin Svea, als sie ausgerechnet im Rückenkurs den Landschaftsarchitekten Lars trifft. Nach 45 Minuten Faszienlockerung ist ihr klar: der und kein anderer. Von seiner Seite allerdings: null Interesse. Die Partnerübung mit dem Igelball endet im Desaster, und auch die wissenschaftlich geprüften Flirt-Tipps von Sveas Freundin Elisabeth zeigen keine Wirkung. Oder? Als Lars bei der Stadt Köln die Neugestaltung eines Platzes ausschreibt und Svea sich mit ihrer Firma bewirbt, kommt Bewegung in die Sache ...


    Mein Rezension:

    Das ist der zweite Roman der Autorin aus dem Lübbe Verlag , Das Cover sticht sofort ins Auge und hat ein Romantisches und wohlfühlendes Erlebnis . Der Schreibstil ist sehr leicht und wunderschön geschrieben . Hier geht es um Svea die gerade mitten in der Insektenforschung steckt , bis sich alles ändern . Denn von ein auf denn anderen Tag muss sie die Firma ihres Vaters übernehmen . Als Charakter mochte ich sie sehr gerne , sie kam authentisch rüber und man merkte ihr an , das sie erstmal überfordert war . Außerdem hat sie mit Nackenproblemen zu kämpfen und beim ersten Besuch in der Physiotherapie hat sie nur Augen für Lars .Lars selbst ist eher zurück gezogen und lässt kaum jemanden an sich ran , eine Phobie lässt Svea zeigen das sie ihn helfen kann und eine Nachricht die noch eine andere Wendung nimmt . Die Kapitel fangen immer mit ein Zitat aus Brehms Tierleben an, sowie auch ihre Arbeit als Gartenbauerin wurde sehr bildlich und gut beschrieben. So manches mal tat sie mir wirklich leid , wenn sie mal wieder dachte es geht aufwärts und dann kam der nächste Schock oder eine andere Wendung . Der Name des Katers ihrer Freundin war einfach einzigartig und auch sehr amüsant. Liebe treibt die schönsten Blüten , so kann man es wirklich zwischen Svea und Lars beschreiben . . 

    Fazit :  Ein Liebesroman mit der Fußball Leidenschaft, ein Wettbewerb, der Liebe zur Natur und ein paar Kölsche Sätze von anderen Charakteren , die das Buch ein guten Zauber gaben . 

  20. Cover des Buches Das Flugverhalten der Schmetterlinge (ISBN: 9783570102152)
    Barbara Kingsolver

    Das Flugverhalten der Schmetterlinge

     (14)
    Aktuelle Rezension von: zukunftskind
    Schöne, einnehmende Geschichte, aber etwas zu wortreich. Sonst geht einem das Schicksal der Familie so richtig unter die Haut. Man lernt selbst dabei einiges, so z.B. den neuen "Nachhaltigkeitsaspekt" des Reich-Arm-Konfliktes. Auch der Zusammenstoss zwischen Wissenschaft und Gutbürgerlichkeit ist sehr anschaulich und fast schon schmerzvoll klar.
  21. Cover des Buches Den Himmel stürmen (ISBN: 9783498025335)
    Paolo Giordano

    Den Himmel stürmen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Ich mag Paolo Giordano. Erscheint ein neues Buch von ihm, kaufe ich es mir. Sein Ansatz bei Geschichten entspricht so gar nicht dem, wie ich an die Dinge herangehen würde. Deshalb ist er immer erfrischend anders und spannend für mich.

    So auch hier. Müsste ich ein Buch über Öko-Bewusstsein, Religion und Umweltschutz schreiben, würde es so ganz anders aussehen als dieses Werk. Leider hört sich damit die positive Seite, die ich dem Werk abgewinnen kann, auch schon wieder auf.

    Ich werfe dem Autor hier mal vor, extrem unsympathische ProtagonistInnen erfunden zu haben. Schon nach den ersten Kapiteln war mir unsere Heldin nicht nur schnurzegal, sondern richtiggehend zuwider. Allein die Art wie sie mit ihrer Großmutter umging, fand ich scheußlich. Und dann geht’s erst richtig los. Kapitel um Kapitel lernen wir mehr, ja, „Unmenschen“ kennen. Und damit nicht genug. Im Wesentlichen spielt sich das Gros der Handlung in einer ethisch fragwürdigen Öko-Sekten-WG ab, deren Mitglieder untereinander Begehrlichkeiten entwickeln, über die ich gar nicht länger nachdenken will. Dieses Setting steigert sich schließlich bis zu einem über die Maßen kuriosen Ende in Island mit dem ich so gar nichts anfangen konnte. Vom Frauenarzt und seinen Beziehungen zur Ukraine will ich mal gar nicht reden. Was ich am seltsamsten finde – Giordano kann schreiben. Der Kreis schließt sich und alles kommt zu einem runden Ende. Die Komposition ergibt Sinn, die Sprache ist schön. Ewig schade bei dem Inhalt!

    Fast zwei Jahre habe ich für dieses Buch gebraucht und ich stelle mir grade die Frage, wie viele andere tolle Bücher ich in der dafür benötigten Lesezeit entdecken hätte können. Wenn der gute Paolo sich beim nächsten Wurf mal lieber mehr Mühe gibt.

  22. Cover des Buches Ein Freund der Erde (ISBN: 9783423130530)
    T. C. Boyle

    Ein Freund der Erde

     (81)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Wir schreiben das Jahr 2025. Der 75-jährige Ich-Erzähler, Tyrone Tierwater, ist als Tierexperte bei einem ehemaligen Pop-Star angestellt, um sich um die noch übrig gebliebenen Säugetiere zu kümmern. Überhaupt hat sich die Welt durch den weit vorangeschrittenen Treibhauseffekt gänzlich verändert. Gewaltige Stürme begleitet durch heftige Regenfälle setzen den Menschen immer mehr zu. Ty, so nennt sich der Protagonist wird eines Tages von seiner Ex-Frau Andrea aufgesucht, um zusammen mit einer Journalistin eine Life-Story über die jung verstorbene Tochter Sierra Tierwater zu schreiben. Damit wollen sie der Naturschutz-Aktivistin ein Denkmal setzen.

    In der zweiten Zeitebene folgen wir den illegalen Aktivitäten rund um die Öko-Gruppe Earth Forever. Dabei werden Ty und seine Tochter Sierra von Andrea zunehmend radikalisiert. Es folgen Jahre im Gefängnis, dann wieder leben die drei in totaler Isolation in einer abgeschiedenen Hütte im Wald, bis eines Tages ein tragisches Unglück geschieht. Das heisst, eigentlich gibt es viele dramatische Momente, denen wir als Lesende gespannt folgen.

    Mit seinem unübertreffbaren Einfallsreichtum und der gewohnten Eloquenz erzählt uns T.C. Boyle diese tragisch-komische Geschichte, die einem aufgrund der unmittelbaren Aktualität schaudern lässt. Trotzdem versteht es der Autor immer wieder, einem zum Schmunzeln zu bringen und der Schluss lässt doch ein Fünkchen Hoffnung aufkeimen.

    Mir hat auch dieser Roman des Autors wieder ausgesprochen gut gefallen. Ich mag die enorme Kreativität und die übertriebenen, oftmals grotesken Geschichten total gerne. Sie sprühen vor Intelligenz und Unangepasstheit. T.C. Boyle ist einer der Besten seines Faches.

  23. Cover des Buches Nephilim (ISBN: 9783426507667)
    Åsa Schwarz

    Nephilim

     (56)
    Aktuelle Rezension von: admit

    In Stockholm wütet ein grausamer Ritualmörder. Sehr einflussreiche Konzernchefs werden verstümmelt und in obszöner Weise in ihren Wohnungen arrangiert. An den Wänden schrecken mit Blut geschriebene Bibelzitate. Für die Polizei eignet sich die radikale Umweltaktivistin Nova Barakel geradezu ideal als Täterin. Aber die hat ganz andere Sorgen. Der mysteriöse Selbstmord ihrer Mutter und weitere unglaubliche Geschehnisse halten sie in Atem. Wer ist in ihr Haus eingebrochen? Wieso erhält sie ein Millionenerbe? Und warum will ihr ein Mann weismachen, dass ihre Mutter noch lebt und den Kampf der gefallenen Engel anführt, die sich Nephilim nennen?
    Die Story ist zwar leicht lesbar., aber nach wenigen Kapiteln zieht sich das Buch so dahin. Mehrere Erzählperspektiven gaukeln eine komplexe Handlung vor. Das Ende ist auch nicht überragend.

  24. Cover des Buches Permakultur - Dein Garten. Deine Revolution. (ISBN: 9783706626507)
    Sigrid Drage

    Permakultur - Dein Garten. Deine Revolution.

     (20)
    Aktuelle Rezension von: aspecialkate

    Es ist an der Zeit für eine Garten-Revolution der besonderen Art!

    Hohes Gras, eine Wildblumenwiese und das große Krabbeln lassen dein wildes Gartenherz höher schlagen? Unkraut darf wuchern und deinen Weg säumen? Ein Garten ist für dich auch ein Lebensraum? Du träumst von einer Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern? Du möchtest dich für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Biodiversität einsetzen? Dann ist „Permakultur. Dein Garten. Deine Revolution“ von Sigrid Drage dein neues Lebensprojekt, dass dich in Einklang mit der Natur bringt.

    Permakultur ist ein zukunftsträchtiger Ansatz, der sich nach den Gesetzen der Natur orientiert. Naturnahes Gärtnern, fernab vom englischen Rasen und perfekt angelegten Gärten. Eine selbstbestimmte Versorgung durch Eigenanbau und Nutzung der Ressourcen aus dem Garten. Achtsames Zusammenspiel zwischen dem Ökosystem Mensch – Tier – Natur. Eine bewusste Gestaltung einer natürlichen Gartenumgebung, die gleichzeitig Lebens- und Wohnraum ist.

    Die Autorin Sigrid Drage fördert mit diesem beeindruckenden und aufwändig gestalteten Sachbuch eine neue Lust des unperfekten Gärtnerns. Das Konzept der Permakultur, das vielmehr ein Projekt fürs Leben darstellt, schafft nachhaltig ein Bewusstsein für ein Ökosystem, das auf ein faires Miteinander und Verantwortung für unsere Erde basiert. Sie lädt uns ein, das dafür notwendige Wissen und die Gestaltung des eigenen Gartens nach den Prinzipien der Permakultur schrittweise zu erlernen. Dazu braucht es Neugier, geduldiges Beobachten, eifriges Experimentieren und den Mut zur Kreativität. 

    Der eigene Garten soll als Beziehungssystem wahrgenommen werden. Die Nähe und Liebe zur Permakultur ist auf jeder Seite spürbar. Sehr persönlich und ausführlich bebildert und beschrieben, werden Grundlagen und nützliches Fachwissen angeführt. Die übersichtlich dargestellten Tabellen erleichtern so manch schwierige Entscheidung wie zum Beispiel: „Was pflanze ich ins Beet?“.

    Die Möglichkeiten sind vielfältig und unerschöpflich. Sie brauchen Zeit zum Gedeihen und Raum zum Experimentieren. Kapitel für Kapitel nähert man sich diesem Projekt an und kommt dabei auch dem eigenen Garten ganz nah. Sigrid Drage schafft auch ein Bewusstsein dafür, warum im Vorfeld eine Planung und bewusste Herangehensweise bedeutsam sind. Sich Zeit nehmen, Vertrauen zur Natur aufbauen, genau hinhören, genießen und den Bezug zur Natur und Vielfalt wieder aufleben lassen.


    Permakultur. Dein Garten. Deine Revolution“ von Sigrid Drage ist ein bemerkenswertes, mit Liebe und Leidenschaft gestaltetes Sachbuch über einen zukunftsorientierten Ansatz der Gartengestaltung. Es richtet sich sowohl an Anfänger als auch an all jene, die ihren Garten in einen revolutionären Lebensraum verwandeln möchten.


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