Bücher mit dem Tag "ökologie"
157 Bücher
- Frank Schätzing
Der Schwarm
(5.446)Aktuelle Rezension von: AukjeAn der Küste von Peru verschwindet plötzlich ein Fischer spurlos. Zeitgleich stoßen Ölexperten in Norwegen auf einen merkwürdigen Organismus, der große Teile des Meeresbodens bevölkert und somit in Besitz genommen hat. Auch parallel greifen Wale an der Küste von British Columbia ein Schiff an und viele Fische werden Tod an einer Küste angeschwemmt. Dies ist nur der Beginn einer ökologischen Katastrophe die nach und nach, verdeutlicht das sich die Natur zusammen rottet um sich allmählich an der Menschheit zu rächen…
Ein nach wie vor unheimlich gutes Buch, das damals als es herauskam und heute noch ziemlich aktuell ist. Da es sich eindeutig um eine fiktive Geschichte handelt, ist sie doch so realistisch und nachvollziehbar beschrieben, dass man sich nicht wundern würde, wenn man diese Ereignisse morgen in den Nachrichten hören würde. Sehr empfehlenswert und regt zum Nachdenken an. Zudem ist es unheimlich bildlich beschrieben so das man die Szenarien unheimlich gut vor Augen hat, was die Situation noch viel schlimmer macht.
- Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
(1.078)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedEndlich habe ich mich an dieses so hochgelobte Buch herangetraut und hatte anfangs wirklich meine Schwierigkeiten damit.
"Die Geschichte der Bienen" wird in drei Erzählebenen näher gebracht. Wir erfahren von William, der in der Vergangenheit versucht, ein neuartiges Forschungsprojekt zu entwickeln.
In der Gegenwart folgen wir George bei seiner Imker-Tätigkeit. Dessen Sohn hat leider nicht den Ansporn, den Hof irgendwann zu übernehmen.
In der Zukunft treffen wir auf tao, die als Arbeiterin die Blüten von Hand bestäubt, denn Bienen gibt es schon lange nicht mehr.
Ich hatte keine Probleme in die Geschichte einzutauchen, doch ich hatte Probleme damit, mein Interesse aufrecht zu halten. Glücklicherweise hatte ich eine lange Zugfahrt vor mir, sodass ich einen Großteil der Geschichte in der Bahn lesen konnte. Ich wüsste nicht, wie sich mein Interesse ohne diese Rahmenbedingungen hinentwickelt hätte. Den Schreibstil fand ich super, das war es also nicht, aber die Geschichten waren nicht ergreifend genug und doch lag eine Schwere in den Seiten. Das Bienensterben allein ist schon tragisch, aber auch die menschlichen Geschichten hatten nie einen positiven Beigeschmack. Alles war dunkel, ohne dass es mich richtig bewegt hätte und das sollte es allerdings durchaus tun. Denn das Thema ist sehr wichtig.
Das Positive am Buch war, dass es mein Interesse an den Bienen geweckt hat. Ich vermute, dass geht Vielen beim Lesen so. Ich habe nebenher ein paar Dokus angesehen und werde mit Sicherheit mich noch mehr freuen, wenn ich nächsten Frühling/Sommer ein paar Bienen zu Gesicht bekomme.
Außerdem fand ich das Ende schön. Wie sich alle drei Geschichten und somit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verflochten haben. Nur war es bis dahin sehr zäh.
Ich weiß nicht, ob ich das Buch wirklich empfehlen könnte. Vielleicht gibt es bessere Romane über Bienen, geschadet hat es mir aber auch nicht. Nur hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen und meine Lesefreude hielt sich in Grenzen.
- Sebastian Fitzek
Noah
(2.122)Aktuelle Rezension von: Ro60Wie schon bei Dan Browns „Inferno” haben kühle Denker die Dezimierung der Erdbevölkerung als Lösung für die mit der wachsenden Bevölkerung steigende Umweltbelastung geplant. Dies wird jedoch aus moralischen Gründen verhindert. Man kann doch nicht einfach Milliarden Menschen töten. Aber wäre es nicht doch erforderlich gewesen? Keineswegs! Notwendig ist eine gerechte Verteilung und effiziente Nutzung der Ressourcen. Laut einer im Jahr 2019 veröffentlichten Studie von Oxfam sind 1 % der Reichsten für 15,9 % der Emissionen verantwortlich. Die 50 % Ärmsten dagegen nur für 7,7 %.
Auch wenn Fitzek einen Protagonisten immer wieder gegen die Dekadenz der Reichen wettern lässt, wird in der Geschichte nicht deutlich, warum der geplante Massenmord an den Ärmsten nicht zielführend war, um die Welt zu retten.
Dass ein Verschwörungstheoretiker mit seinen verschobenen Wahnvorstellungen recht behält, legt nahe, dass auch die absurden Vorstellungen der Reichsbürger und Co. einen wahren Kern haben könnten. Auch das ist nicht hilfreich, um globale Probleme der Erdbevölkerung zu lösen. Also, S. Fitzek sollte besser wieder kriminelle Psychopaten ausdenken und durch heldenhafte Ermittler jagen lassen. Mit diesem Roman konnte er zur Lösung dieser globalen Herausforderung keinen Beitrag leisten. Dennoch gibt es von mir 3 Sterne, denn sein Handwerk beherrscht der Autor.
- Peter Wohlleben
Das geheime Leben der Bäume
(211)Aktuelle Rezension von: BaumfreundWie man unschwer erkennen kann habe ich selber eine große Faszination von Bäumen und Wald und spüre die Kraft die diesen innewohnt. Peter Wohlleben bricht die Lanze Erkenntnisse festzuhalten, die andere vielleicht erahnt haben oder spüren können, aber nicht wissenschaftlich fundiert festhalten und erklären konnten. Wie sehr der Wald kommuniziert hat selbst mich überrascht.
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(344)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.
- George R. R. Martin
Planetenwanderer
(97)Aktuelle Rezension von: SchiebeliniZugegeben: Ich war skeptisch. GRRM hat mich bei seinem Fantasy-Epos zwischendurch gelangweilt, so dass ich aufgegeben habe und ich lese nicht so arg viel Science Fiction. Aber Planetenwanderer hat mich positiv überrascht.
Im Grunde ist das hier eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, die auch nicht in dieser Reihenfolge vom guten GRRM geschrieben wurden. Wir verfolgen dabei Tuf, einen Händler, der sich dann mit dem Fund eines alten Saatgutschiffes zum Ökoingenieur quasi selbst umschult und das Universum bereist. Aufgrund des Schiffes, das ein wahres Wunderwerk ist, ist er überall gefragt. Hier soll er eine Hungersnot lösen, dort Seeungeheuer zurücktreiben und hier wahre Wunder vollbringen.
Die Geschichten sind alle gut zu lesen. Immer wieder wird gekonnt trockener Humor eingebaut und fast alle Nebencharaktere sind interessant. Manchmal sogar so interessant, dass ich es schade finde, sie bereits nach einer Geschichte wieder zu verlassen. Gerade das erste Kapitel gehört zu meinen Lieblingen an interessanten Figuren, die trotz der kurzen Zeit allesamt gut ausgearbeitet waren.
Die zweite Hälfte des Buches hat mich allerdings ein wenig verloren. Denn Tuf macht hier eine Entwicklung durch, die sich nicht so wirklich erschließen lässt, bzw. zu extrem wirkt. Im Grunde entwickelt er einen heftigen Gottkomplex. Das will die Geschichte auch ganz bewusst, denn immer wieder taucht das Thema "Macht korrumpiert" auf. Gefallen muss es mir deshalb trotzdem nicht. Die letzten drei Geschichten fand ich rein vom Motiv her und auch von den Nebencharakteren schwach. Zuvor konnte man sich immer irgendwie auf Tufs Seite stellen, hat ihn verstanden und ihn beinahe angefeuert. Jetzt versteht man seinen Standpunkt vielleicht auch noch, aber seine Methoden sind mehr nach dem "Der Zweck heiligt die Mittel" Prinzip. Diese Geschichten sind auch die Ältesten der Sammlung, also vielleicht liegt es daran. Das hat mir einen Dämpfer versetzt.
Dennoch bin ich vom Roman als Gesamtes durchaus angetan. Das Worldbuilding in manchen der Episoden ist sehr gut geschrieben, häufig reichen schon wenige Figuren und Interaktionen zwischen ihnen. Grundsätzlich glänzt die Action in diesem Buch ohnehin durch fast gänzliche Abwesenheit. Häufig geht es um philosophische Fragen und Weltansichten, die miteinander in Konflikt geraten. Sehr häufig finden auch Anspielungen an biblische Themen statt - wobei nicht immer ganz zu erkennen ist, was der Autor damit jetzt ausdrücken möchte. Manchmal sind es wirklich nur Aufhänger für die Geschichte, weil ähnliche Motive stattfinden oder die Kritik (wenn es denn eine sein soll) ist recht belanglos und oberflächlich.
Am Ende gebe ich haarscharf noch die 4 Sterne.
- Peter Wohlleben
Das geheime Netzwerk der Natur
(36)Aktuelle Rezension von: sbalunzia„Was passiert, wenn wir unbedacht ein Rädchen entnehmen, haben wir anhand zahlreicher Beispiele gesehen. (…) Es kommt zu einer Kettenreaktion, die das ganze System verändern kann.“ Dieser prägnante Abschnitt aus dem zweitletzten Kapitel fasst für mich die Essenz des Buches auf eindrucksvolle Weise zusammen.
„Das geheime Netzwerk der Natur“ von Peter Wohlleben ist ein äußerst lehrreiches und faszinierendes Buch. Trotz seiner wissenschaftlichen Tiefe gelingt es dem Autor, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen und die vielschichtigen Beziehungen innerhalb der Natur durch Beispiele zu veranschaulichen. Wohlleben beleuchtet Themen wie den Einfluss von Rehen und Hirschen auf den Flusslauf, die Gründe, weshalb Glühwürmchen leuchten, die erstaunliche Kommunikation zwischen Bäumen und Pilzen, die Entwicklung der Natur über Millionen von Jahren wird thematisiert und er zeigt auf, wie unser menschliches Eingreifen all dies beeinflusst.
Ich habe das Buch in kleinen Happen über mehrere Wochen hinweg gelesen. Besonders bereichernd war mein Engagement in einem Bergwaldprojekt während dieser Zeit. Nach diesem praktischen Einsatz konnte ich das Buch mit anderen Augen betrachten und die Zusammenhänge noch viel intensiver nachvollziehen. Wohllebens Werk schafft ein tiefes Verständnis für die Natur und die Bedeutung anderer Lebewesen in unserem Ökosystem. Es regt dazu an, über unser Verhältnis zur Natur nachzudenken und die Verantwortung, die wir tragen, ernst zu nehmen.
Für mehr Rezensionen: Instagram -> book_recommender_sbalunzia
- T. C. Boyle
Wenn das Schlachten vorbei ist
(116)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDer von vielen Kritikern angekündigte «furiose» Roman war das aus meiner Sicht nicht. Boyle kann fantastisch schreiben, keine Frage! Er verschachtelt viele Sätze, aber das mag ich durchaus, zumal sie auch beim Punkt noch Sinn ergeben.
Nur leider plätschert die Geschichte, trotz der vielen Perspektiv- und Zeitwechsel enorm dahin. Teilweise kommt eine Form von fast greifbarer Spannung auf, nur um zügig wieder zu versanden. Ich habe bis zur letzten Seite auf einen Knall gewartet, darauf, dass etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere, denn das Buch ist kein Öko-Thriller, sondern eine Erzählung, eine Geschichte, wie sie realistischer kaum sein könnte. Mir fehlte das Besondere. Das Buch lässt mich mit gespaltenen Gefühlen zurück, denn das Thema an sich bietet viel Potenzial zum Nachdenken oder eben für einen Roman. Aber irgendwie wurde das hier nicht genutzt.
- Andrea Wulf
Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
(86)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAlexander von Humboldt ist Namensgeber von Schulen, Straßen und mehr und ist fast jedem ein Begriff. Wer war der Kerl aber eigentlich und was hat er mit unserem heutigen Leben und vor allem, mit dem Klimaschutz zu tun? Andrea Wulf hat recherchiert, geforscht, gefragt und beleuchtet und uns ein tolles Buch beschert. Auf über fünf Hundert Seiten, tauchen wir in das Leben von Alexander von Humboldt ein und erfahren sehr viel und sie zieht eben Schlüsse bis heute und nimmt uns so mit, auf eine ganz spannende Reise. Tolle Lektrüe und auch gut als Vorbereitung für Vorträge und Referate.
- Charlotte McConaghy
Die Rettung
(101)Aktuelle Rezension von: MarcelloDie Rettung hat mich tief bewegt und gleichzeitig durchgehend gespannt gehalten. Der Roman ist ein psychologisches Familiendrama voller Emotionen, der seine Spannung nicht aus Action bezieht, sondern aus Beziehungen, Schweigen, Schuld und dem langsamen, sehr klug dosierten Offenbaren eines Geheimnisses.
Besonders stark fand ich den Fokus auf das, was zwischen Menschen passiert: Liebe, Trauer, Fürsorge, moralische Verantwortung und diese schmerzhaft realistische Sprachlosigkeit, wenn Gefühle zu groß werden. Es geht nicht um "böse" Figuren, sondern um Schutzmechanismen: Vermeidung, Missverständnisse und Pflichtgefühl, das manchmal die eigentlichen Bedürfnisse überdeckt. Gerade das hat mich so getroffen, weil es sich erschreckend wahr anfühlt.
Ein Highlight sind die Naturbeschreibungen: eine subantarktische Insel als brachiale, fast unwirtliche Kraft. Die Landschaft ist nicht nur Kulisse, sondern eine tragende Bedeutungsebene. Die Natur wirkt wie ein moralischer Druckraum – wunderschön und bedrohlich zugleich. Und alles steht im Schatten der ökologischen Krisen: Waldbrände, steigender Meeresspiegel, der Verlust von Lebensraum. Das ist nicht "Thema nebenbei", sondern organisch in Handlung und Atmosphäre verwoben.
Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, was die Figuren greifbar macht und die Spannung zusätzlich trägt. Der Stil ist dabei klar und beobachtend, fast nüchtern – trotzdem wirken die Bilder und die Atmosphäre sehr intensiv und emotional. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, direkt vor Ort zu sein: Wind, Kälte, Salz, Dunkelheit.
Ein Roman, der weh tut, aber gleichzeitig schön ist und lange nachhallt und der zeigt, was wir retten wollen, wenn alles auf dem Spiel steht. Absolute Empfehlung.
- Gaea Schoeters
Das Geschenk
(220)Aktuelle Rezension von: AQuaDieses Buch lässt mich ratlos zurück. Nachdem mich und viele andere Leser:innen "Trophäe" sehr beeindruckt hat, sind die Erwartungen an das neue Buch der Autorin sehr hoch. Umso verwirrter war ich über die grobe Erzähltechnik, bei der es große Sprünge gibt und absurde Vorkommnisse nicht weiter erläutert werden. Der Text bleibt Behauptung, ein Gedankenspiel. Weder vermögen es die Figuren, mich in irgendeiner Art für sie einzunehmen, noch entfacht es ein Interesse, eine Lust am Weiterlesen. Gerade nach "Trophäe", was eine ganze Welt aufgemacht hat und die Lesenden selbst in moralische Fragen verwickelt hat, bin ich sprachlos. Es scheint wie ein Trick, bei dem die Autorin einfach ganz schnell etwas nachlegen wollte, um auf der Erfolgswelle von "Trophäe" weiter zu surfen. Und das ist ihr wohl auch gelungen. Seltsam. Warum höre ich bisher nichts darüber, wie schlecht das Buch eigentlich ist?
Plastiksparbuch
(17)Aktuelle Rezension von: Natascha_WIch setzte mich schon länger mit der Thematik auseinander. Dementsprechend kenne ich bereits einige der Fakten und bin nicht all zu leicht zu schocken. Trotzdem konnte mir dieses Buch noch einige neue Fakten nennen und mich weiter aufklären.
Am besten gefällt mir, dass die Folgen für Gesundheit und Umwelt mit ins Buch aufgenommen wurden und dass einige der Plastikarten aufgelistet und ausführlich beschrieben werden.
Es werden hilfreiche Tipps gegeben, wie man Plastik sinnvoll ersetzen kann.
- Frank Bösch
Zeitenwende 1979
(6)Aktuelle Rezension von: ban-aislingeachDas Sachbuch „Zeitenwende 1979“ wurde von Frank Bösch geschrieben. Es ist am 07.08.2019 im C.H. Beck erschienen und umfasst 512 Seiten.
Der Historiker Frank Bösch erblickte am 25.10.1969 in Lübeck das Licht der Welt. In Hamburg und Göttingen studierte er Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik. Ab 2007 war er dann an verschiedenen Universitäten als Professor tätig und wurde zum Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung.
Ich bin 1986 geboren und somit weiß ich zwar einiges aus dieser Zeit, weil in meiner Familie Wissen in Politik und in Geschichte schon immer wichtig war, aber ich fand es dennoch sehr interessiert das Buch zu lesen, weil ich auch viel Neues lernen konnte. Sehr überraschend fand ich vor allem wie die Zeit und Begebenheiten von damals noch unsere Zeit heutzutage prägt. Zum Beispiel kann ich jetzt die USA, wenn es um den Iran geht deutlich besser verstehen, auch wenn ich es nicht gut finde wie sich diese Beziehung bis heute entwickelt. Über den Papst Johannes Paul II wusste ich sehr viel, weil meine Familie aus Schlesien stammt und er somit der „Papst unserer Familie“ war. Ich habe jedoch keine Fehler entdeckt, welche zu den Erinnerungen meiner Familie passen.
Gut fand ich auch, dass ich einiges über die Revolution in Nicaragua lernen konnte, denn darüber hatte ich nichts gewusst. Da ich in einer internationalen Firma arbeite, fand ich natürlich wie der Kontakt zu China kam sehr interessiert und habe mal wieder gemerkt wie interessant ich dieses Land doch finde. Über die Boat-People aus Vietnam und den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan wusste ich zwar einiges, aber ich lernte dennoch einiges Neues lernen. Krass fand ich vor allem woher das Gesetz kommt, dass der Kapitän Leute retten muss und wie offen Deutschland war und wie auch damals die Stimmung wieder kippte.
Da ich irische, nordische und englische Freunde habe wusste ich einiges über Thatcher, aber ihre Verbindung zu Deutschland und wie sie als Vorbild galt, hat mich dann doch sehr überrascht. Bei ihr denke ich dann immer an ein Grafitti in Nordirland wo stand das die „alte Hexe in der Hölle brennen soll“. Über die zweite Ölkrise und woher zum Beispiel die Sommerzeit Idee kommt, habe ich nun auch mehr gelernt. Das es vor Tschernobyl schon einen AKW-Unfall gab und dann noch in den USA wusste ich nicht und hat mich sehr geschockt. Wie konnte man bloß an die Atomenergie glauben, wenn solch ein Unglück in den USA möglich war? Schade fand ich, dass ich zum ersten Mal etwas über die Serie „Holocaust“ gehört habe. Meiner Meinung nach sollte man diese auch heute noch in der Schulzeit zeigen, weil das Braune wieder stärker wird.
Die Einleitung und den Epilog dagegen hätte ich nicht gebraucht, weil ich finde, dass die insgesamt 10 Kapitel über die oben genannten Themen alles gut genug wiedergeben und vor allem den Epilog fand ich als unsinnig, weil nichts neues drinstand. Was mir auch sehr gefallen hat war das über die einzelnen Themen allgemein berichtet wurde und dann die Verbindung zur Westdeutschland, aber auch zur DDR.
Ich empfehle das Buch gerne weiter, vor allem an jüngere Leser/innen, welche sich für Geschichte und/oder Politik interessieren. Man kann aus diesem Buch vieles für die heutige Zeit lernen.
- Thomas Halliday
Urwelten
(25)Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee4 Sterne
Der Autor führt uns durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte. Ich habe es als Hörbuch gehört und kann es nur empfehlen. Sehr interessant, spannend und lehrreich. Es ist wie eine kleine Zeitreise und macht nachdenklich. Es ist auch für Laien verständlich erklärt.
8. Dezember 2025 - Urwelten von Thomas Halliday
- Stephanie Schuster
Glückstöchter - Einfach leben
(88)Aktuelle Rezension von: Renate1964Stephanie Schuster beschreibt einerseits Anna, die adelige Tochter des Naturforschers von Quast, die auf einem Gut aufwächst, dann alles verliert, andererseits über Eva 1976, die ebenfalls neu in einer WG anfangen muss.
Anna ist sehr sympathisch, in der Geschichte begegnen uns auch bekannte Persönlichkeiten und ich habe den Teil sehr genossen. Mit Eva und ihren Freunden kann ich weniger anfangen. Sie erscheinen oft zu rigide und egoistisch. Cover und Sprache des Buches sind aber sehr gut, insgesamt lesenswert
- Morton Rhue
Creature - Gefahr aus der Tiefe
(51)Aktuelle Rezension von: Hellena92Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …
Mein Fazit:
Mir fehlte ernsthaft die Spannung. Ja, es war spannend, bzw. die Spannung wirkte sehr künstlich und konnte mich nicht abholen, Die Charaktere waren mir zu blass, der Sprecher ganz ok, aber alles in allem, war es nicht meins.
Moby Dick ist spannender, Dystopie ist auch immer spannend, aber die Kombi der beiden unter diesem Titel ist leider nicht wirklich gelungen. Schade
- C. R. Scott
Trusting Mr. Stark
(38)Aktuelle Rezension von: angel1843Charlotte ist Floristin und engagiert sich für den Umweltschutz. Als Aktivistin gerät sie regelmäßig mit der Polizei und hiesigen Unternehmen aneinander… Eines Tages verirrt sich Nathan, ein charmanter Wissenschaftler, in ihrem Blumenladen und es funkt gewaltig zwischen den Beiden… Doch ist Nathan wirklich das was er vorgibt zu sein?!
Die Geschichte ist witzig und zum Teil auch spannend geschrieben. Neben den beiden Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, spielt auch die Harmonie zwischen den Beiden und allen anderen eine entscheidende Rolle... Es ist eine sehr schöne, aber auch kurzweilige Geschichte, die auch noch etwas Potenzial nach oben hätte...
Fazit: Sehr schöne Geschichte, aber auch zum Teil vorhersehbar. Dennoch sehr lesenswert an einem ruhigen Abend.
- Anne Sverdrup-Thygeson
Libelle, Marienkäfer & Co.
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerInsekten, als sogenannte Krabbeltiere oder fliegende Plagegeister, so bezeichnen viele Menschen diese Tiergruppe und viele mögen sie auch nicht. Doch wie könnte ein Welt ohne sie aussehen?
Es gäbe keine Bestäuber mehr. Nachweisbar schmecken Obst und Gemüse besser, wenn die Bestäubung durch Tiere erfolgt. Mistkäfer sorgen dafür, dass der Dung der Tiere wieder dem Nährstoffkreislauf zugeführt wird. Schokolade würde wir nicht essen können, wenn es diese kleine Bestäuber Mücke nicht gebe. Wachs der Bienen wird in der Industrie verwendet, in der Kosmetikbranche. Seide, aus Raupen, aber auch schon aus Spinnen, sorgt für ganz besondere Stoffe. Die Lösung der Ernährung der Weltbevölkerung könnte mit Insekten geschaffen werden.
Die Faszination der Hexapoden liegt aber auch in ihren Fähigkeiten. Bienen sind in der Lage menschliche Gesichter zu erkennen. Termiten dienen als Baumeister mit ihren Belüftungsanlagen als Vorlage für Architekten. Ameisen scheinen Antibiotika zu produzieren, das in Anbetracht von Resistenzen für die Menschheit ein großes Potential bieten würde.Die Passion und Begeisterungsfähigkeit für Insekten, dem Forschungsgebiet der Autorin des Buches überträgt sich hier auf den ersten Seiten auf den Leser. Natürlich fehlen mir Bilder, das hätte das Buch perfekt gemacht. Kleine Zeichnungen finden sich jeweils über den Kapitelabschnitten
Aber ich mochte die Mischung des Buches. Die historischen Abhandlungen, die Vorstellung der Feldforschung, die Aussichten in möglichen Forschungsgebieten. Auch die Anpassungen der Hexapoden an die jeweiligen Umwelteinflüsse, das ist einfach faszinierend.
Im Anhang findet sich perfekterweise ein Register und vor allem ein reichhaltiges Literaturverzeichnis und auch Sachbuchtipps zu unterhaltsamen Weiterlesen im Reich der „Geflügelten Krebse“- wie ich darauf komme- ja das Reich der Insekten birgt einige Geheimnisse, die es lohnen entdeckt zu werden.
Neben der Passion für Insekten, vermittelt das Buch mit einem humorvollen, lebendigen Stil die Leidenschaft der Autorin für die faszinierende Insektenwelt. Im Klappentext des Buches finden sich Autorinneninfos. Sie ist Professorin an einer norwegischen Universität
- Eckhart Nickel
Hysteria
(30)Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutterIch bin ganz ehrlich, ich habe 50 Seiten gelesen und dann habe ich Floppy aus dem Regal geholt. es gibt absolut nichts was mich motiviert mich durch den Text zu kämpfen .
Dieses Buch handelt von dem Einzug der Künstlichkeit in unser Leben und von Bergheim, der auf der Suche nach der Ursache ist. Schon die ersten Sätze waren so lang und kompliziert, dass mein Kopf schwirrte. Dann sprang der Autor von Gedanke zu Gedanke, weg von der eigenen Handlung. Ihm kamen vergangene Situation in den Sinn, die nicht wirklich etwas mit dem Platz zu tun hatten, und er verlor sich manchmal darin. Und es machte überhaupt keinen Spaß.
Ich hatte das vorher schon irgendwie im Gefühl
- Dieter Steiner
Rachel Carson
(1)Aktuelle Rezension von: Gulan„Wir stehen nun an einem Scheidewege. Doch es ist nicht, wie in Robert Frosts bekanntem Gedicht, gleich gut, wohin wir uns wenden. Der Weg, den wir seit langem eingeschlagen haben, ist trügerisch bequem, eine glatte moderne Autobahn, auf der wir mit großer Geschwindigkeit vorankommen. Doch an ihrem Ende liegt Unheil. Der andere Weg, der abzweigt, ist weniger befahren, doch er bietet uns die letzte und einzige Möglichkeit, ein Ziel zu erreichen, das die Erhaltung unserer Erde sichert.“ (S.270)Dies schrieb Rachel Carson mahnend in ihrem wichtigsten Buch „Der stumme Frühling“. Ihr Kampf gegen den unbegrenzten Einsatz von Insektiziden und anderen chemischen Giftstoffen machte sie Anfang der 1960er zu einer Pionierin der Ökologie und des Umweltschutzes.
Rachel Carson wurde 1907 in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania, geboren. Sie erfuhr ein hohes Maß an Bildung, war schon als Kind literarisch begabt und sehr an Naturbeobachtungen interessiert. Dieser Zwiespalt zwischen Literatur und Biologie verfolgte sie bis ans College, bevor sie sich endgültig für Biologie entschied. Nach ihrem Master in Zoologie (Vertiefung in Meeresbiologie) bekam sie eine Stelle in der US-Fischereibehörde. Dort wurde aber schnell neben ihrem wissenschaftlichen auch ihr literarisches Talent erkannt und sie kümmerte sich unter anderem um Publikationen der Behörde. Sie schrieb erste eigene Artikel für Zeitschriften und Magazine und schließlich auch mehrere Bücher über das Meer, die zu Bestsellern wurden und ihr finanzielle Unabhängigkeit brachten. So konnte Carson sich ihrem größten Projekt widmen: Dem Kampf gegen den maßlosen Einsatz von Insektiziden wie DDT. 1962 erschien unter großem Medienecho ihr Buch „Silent Spring (Der stumme Frühling)“. Das Buch löste eine große Diskussion über den Einsatz von chemischen Mitteln aus und gilt als Ausgangspunkt der amerikanischen Umweltschutzbewegung. Carson wurde von der Industrie und Teilen der Wissenschaft stark angefeindet, fand aber in der Öffentlichkeit und durchaus auch in der Administration Gehör. Allerdings litt sie schon seit längerem an einer Krebserkrankung. Weitere Projekte konnte sie nicht mehr verwirklichen. Rachel Carson starb im April 1964.
Autor des Buches ist Dieter Steiner, Professor im Ruhestand für Geographie und Humanökologie. Er beschreibt das Leben Rachel Carsons sehr detailliert, mit zahlreichen Quellen, chronologisch von der Kindheit bis zum Tod. Dabei lässt er durchaus sehr Bewunderung für diese mutige Frau durchblicken. Er trägt auch die private Seite von Carson vor, allerdings liegt das Hauptaugenmerk auf der wissenschaftlichen und publizistischen Arbeit und den Reaktionen hierauf. Hier muss ich allerdings auch eine wesentliche Kritik äußern: Dass Steiner seitenlang aus Carsons Werken zitiert, macht das Buch streckenweise sehr zäh.
Rachel Carson ist eine Frau, von der ich vorher kaum nur mal vage etwas gehört hatte und dementsprechend fand ich ihre Biografie auch interessant. Allerdings ist der Stil des Autors schon ziemlich spröde und langatmig. Um ehrlich zu sein, habe ich mehrfach Seiten überblättert. Aber immer wieder wurde es auch sehr interessant. Auch das Nachwort hat mich überzeugt. Daher gebe ich insgesamt eine durchschnittliche Bewertung.
- Paolo Giordano
Den Himmel stürmen
(26)Aktuelle Rezension von: leseleaEs ist dieser eine Sommer, der das ganze Leben verändern wird, den Paolo Giordano in seinem Roman Den Himmel stürmen an den Anfang stellt: Teresa verbringt wie jedes Jahr die Sommerferien bei ihrer Großmutter in Apulien, als sie eines Tages die Nachbarsjungen Bern, Tommaso und Nicola kennenlernt. Die drei bezeichnen sich als Brüder, obwohl die verwandtschaftlichen Beziehungen etwas komplizierter sind, und leben gemeinsam auf dem Hof nebenan, der Cesare und Floriana gehört. Ihre Tage sind geprägt von landwirtschaftlicher Arbeit und religiösen Unterrichtungen, etwas, was Teresa fremd ist und sie deswegen umso mehr fasziniert. Jeden Sommer verbringen die vier fortan miteinander und zwischen Teresa und Bern entsteht die erste große Liebe. Doch in einem Jahr ist Bern verschwunden – er soll ein anderes Mädchen geschwängert haben – und Teresa kehrt mit zerbrochenem Herzen in den Norden zurück. Als sie einige Jahre später das Haus ihr Großmutter erbt und nach Apulien zurückkehrt ist Bern wieder da – und damit auch Teresas Gefühle. Sie zieht zu ihm auf dem Hof, wo er gemeinsam mit Tommaso und anderen Freunden lebt und sich einem Leben im Takt der Natur und im Kampf gegen die kommerzialisierte Landwirtschaft gewidmet hat. Sie nehmen ihre Beziehung wieder auf und sind scheinbar glücklich – bis Teresa Jahre später erkennt, dass Berns Verschwinden in dem einen Sommer immer zwischen ihnen stand und dunkle Geheimnisse ihre Liebe stärker belastet haben, als sie je geahnt hat.
Den Himmel stürmen ist Paolo Giordanos vierter Roman und der erste, der mich genauso begeistert und überzeugt hat wie sein Debüt Die Einsamkeit der Primzahlen. Atmosphärisch, mit latenter Spannung und leichter Melancholie erzählt Giordano eine Liebes- und Freundschaftsgeschichte, die bisweilen auch Züge eines Ökothrillers oder eines Drama aufweist. Es ist dieser Genre-Mix, der den Roman besonders macht und ihm etwas Unvorhersehbares verleiht, sodass es einen immer wieder zur Geschichte drängt. Deren Inhalt selber gestaltet sich nämlich weniger reizvoll: Den Himmel stürmen ist voller Unglück, in jeder Szene steckt immer eine Bedrohung, etwas Dunkles, oder die Andeutung von Vergänglichkeit. Keiner der Protagonisten ist einem sympathisch, auch weil keiner wirklich sein Leben anpackt, sondern sich mehr im Sinnieren übers Leben oder in banaler Geschwätzigkeit verliert. Alle Beziehungen sind toxisch und so belastet, dass selbst die Liebe hier keine Chance zu haben scheint.
Über den Großteil der Lektüre bleibt unklar, was genau erzählt werden soll. Der Roman führt seine Leserschaft immer wieder auf falsche Fährten, bis er unverblümt einen Haken schlägt und sich scheinbare Gewissheiten als falsche Schlussfolgerungen entpuppen. Gleichzeitig ist Den Himmel stürmen erzähltechnisch durchaus komplex angelegt: In drei großen Erzählblöcken springt Ich-Erzählerin Teresa munter zwischen jüngerer und älterer Vergangenheit hin und her und hält sich nur kurz in der Gegenwart auf, in der von dem einstigen Vierblatt scheinbar nur sie und Tommaso übrig geblieben sind. Doch Giordano schafft es den Kreis zu schließen und zu offenbaren, um was – und um wen – sich der Roman über 520 Seiten eigentlich gedreht hat. Das Ende ist zugleich traurig und versöhnlich und passt damit wunderbar zur Grundstimmung des Romans.
Den Himmel stürmen ist ein eindringlicher Schmöker, der einen packt und zugleich wegstößt. Wer mysteriöse Geschichten mag, die sich nur langsam enthüllen und nichts gegen eine düstere, bisweilen fatalistische Atmosphäre haben, ist hier genau richtig. 5 Sterne für eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.
- Ulrich Grober
Die Entdeckung der Nachhaltigkeit
(2)Aktuelle Rezension von: drachenseglerDer Journalist Ulrich Grober, Jhg. 1949 hat ein Grundlagenwerk geschaffen und trifft mit dieser professionellen aber lesbaren Zusammenfassung des Ursprungs und der heutigen Anwendung des stark beanspruchten Modebegrffes "Nachhaltigkeit" nicht nur den Zeitgeist, sondern veranschaulicht anhand von Autoren aus drei Jahrtausenden den Sinn und die sozio-moralische Dimension intergenerativer Verantwortung. Er zeichnet präzise die moderne Debatte in der UNO und im Weltkirchenrat um globale Gerechtigkeit und einer nachhaltigen Entwicklung nach von Stockholm 1972, Nairobi 1975, die Nord-Süd Komission unter Brandt, den Brundland Bericht und die Koneferenzen Rio 1992 bis Kyoto und Kopenhagen und verknüpft diese mit den Vordenkern von Moses Genesis, über St. Franziskus "Sonnengesang" bis zu den sächschischen Forstklassikern wie Carlowitz, die den Begriff geprägt und einen ökologische Haushalterschaft mit den Ressourcen bereits im 18. Jahrhundert ökonomisch begründet haben. Empfohlen vom Geschäftsführer des Rates der Bundesregierung für Nachhaltigkeit, ja so etwas gibt es tatsächlich, habe ich dieses Buch verschlungen. So konnte ich persönlich meine akademische oeco-Bibliographie vom der Humanökologie in den 70ern bis zur Governance von freien Gütern heute nachvollziehen, auffrischen und finde die reichhaltig dokumentierten Quellen für eine Promotion mehr als zitierfähig. Dieses Buch ist nicht nur ein "Muss" sondern ein nachhaltiger Genuß! Chapeau M. Grober! - Rudi Beiser
Geheimnisse der Hecken
(19)Aktuelle Rezension von: Maier31In diesem wunderschön bebilderten Buch "Geheimnisse der Hecken" nimmt uns der Autor Rudi Beiser mit auf eine informative Reise durch die heimische Heckenwelt.
Viel zu oft gehen wir an den Sträuchern in der näheren Umgebung, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, einfach an ihnen vorbei. Nach der Lektüre dieses Buches sieht man seine Umwelt und die Geheimnisse der Natur einfach anders. Die Hecke am Wegesrand die vorher nicht beachtet wurde, ist ein geheimnisvoller Ort, in dem unentdeckt eine Menge Leben herrscht. Sie bietet viel Schutz für Mensch und Tier und ganz nebenbei bietet sie auch Nahrung für diese an.
Unsere Hecken bieten vielen Kleinlebewesen einen idealen Lebensraum. Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Vögel und allerhand mehr.
Jeder einzelne von uns sollte die Welt mit aufmerksamen Augen betrachten, es lohnt sich.
Von besonderem Interesse für mich sind die gesundheitlichen, und medizinischen Aspekte, die uns unsere Sträucher bieten. Uraltes Heilwissen und Überlieferungen von früheren Generationen, längst verschollen, wird informativ weitergegeben. Was früher unsere Großeltern schon wussten und selbstverständlich für sie war, müssen wir wieder neu lernen.
Viele dieser Sträucher bieten uns die Möglichkeit aus ihren Blüten oder Früchten, proteinreiche Kraftpakete für den Alltag selbst herzustellen.
Wertvolle, alte Rezepte sind zu fast jedem der Sträucher zu finden. Kornelkirschmarmelade, Hagebuttenmus, Schlehenlikör und vieles mehr. Durch die vielen Beschreibungen im Buch fällt die Bestimmung der Sträucher sicherlich nicht mehr allzu schwer.
Wer also mehr über die ökologische Bedeutung, Brauchtum, Heilkunde, Rezepte und Beschreibung über die heimischen Sträucher braucht, ist hier goldrichtig.
Jeder der die Natur liebt und realisiert wie wichtig diese für uns Menschen ist, wird dieses Buch lieben.
Ich werde dieses Buch immer wieder zur Hand nehmen und meine Freude daran haben.
Fazit: Wunderschönes Buch, viele Informationen, leichte nachkochbare Rezepte. 5 Sterne.
- Kathrin Hartmann
Ende der Märchenstunde
(8)Aktuelle Rezension von: OliverNagelWarum man mit dem korrekten Konsum von Bier keinen Urwald rettet und analog auch mit anderem vermeintlich richtigem Kaufverhalten gar nichts ändert, erläutert Kathrin Hartmann in diesem furios geschriebenen Buch. Böse, aber wahr - sollte in keinem Öko- und Bio-Haushalt fehlen!























