Bücher mit dem Tag "ökologisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ökologisch" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783423146463)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

    (343)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Eine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.

    T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.

    Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.

  2. Cover des Buches Wo die wilden Väter wohnen (ISBN: 9783426791318)
    Björn Kern

    Wo die wilden Väter wohnen

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Lubricularist

    Ich konnte diese Buch leider nicht zu Ende lesen, weil ich es zu repititiv fand. Es bringt einen zum Nachdenken, aber ich hatte auch nicht viel Geduld mit dem Protagonisten. Es ist anfangs amysant, wird aber schnell alt.

  3. Cover des Buches Das Natron-Handbuch - über 250 Tipps und Rezepte mit Natriumhydrogencarbonat, der gesunden, ökologischen und günstigen Alternative für deinen Haushalt. Tipps gegen Geruch, Grauschleier und viel mehr! (ISBN: 9783946658160)

    Das Natron-Handbuch - über 250 Tipps und Rezepte mit Natriumhydrogencarbonat, der gesunden, ökologischen und günstigen Alternative für deinen Haushalt. Tipps gegen Geruch, Grauschleier und viel mehr!

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Natron habe ich erst letztes Jahr für mich entdeckt und ich bin super froh, dass Smarticular dieses tolle Buch dazu rausgebracht hat. 

    Natron ist ein Wundermittel und kann in so unfassbar vielen Bereichen angewandt werden, dass es viele andere Mittel total überflüssig macht. Ich konnte einige sehr hilfreiche Tipps mitnehmen und wende viele davon immer noch wöchentlich an - ich bin also absolut überzeugt von der Wirkung und kann es nur jedem empfehlen sich in das Thema einzulesen. Dabei bietet dieses Buch eine perfekte Begleitung.

  4. Cover des Buches Bienenleben (ISBN: 9783746637341)
    Sarah Wiener

    Bienenleben

    (26)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilecats

    Was ich mir erhofft habe: Ein informatives und unterhaltsames Buch über das Imkern und die Erfahrungen von Sarah Wiener

    Was mir gefallen hat: Ich fand es toll, dass so viel über die wesensgemäßige Bienenhaltung geschrieben wurde. Davon hatte ich noch nichts gehört und es klingt sehr spannend. Auch wie Sarah Wiener ihre eigene Entwicklung von Furcht hin zu Faszination beschreibt hat mir sehr gut gefallen. Auch der Einblick in das Imkern in der DDR und Südafrika fand ich interessant.
    Das Buch an sich ist schön aufgemacht und die Fotos gefallen mir sehr gut – gerade, dass sie nicht als ein Block in der Mitte des Buches sind sondern in den Kapiteln verteilt.

    Was mir nicht gefallen hat: In ein paar Buchbesprechungen musste ich leider lesen, dass es inhaltliche Fehler gibt. Den ein oder anderen habe ich auch gefunden und ein paar kann ich noch gut entschuldigen (wenn schon beim Lesen selbst klar wird, dass da etwas zum Beispiel mit der Anzahl der Augen nicht stimmen kann: 3 plus 3 macht nicht 5). Aber andere, nicht so offensichtliche Irrtümer finde ich sehr ärgerlich – welcher Information aus dem Buch kann ich trauen? Da fehlt es meiner Meinung nach aber auch sehr am Lektorat, denn es ist ja nicht nur der Autor, der im luftleeren Raum das Buch schreibt.
    Nach einer Weile, besonders bei der Beschreibung der Bienenarten und –aufgaben (also die Kapitel ab dem Schwärmen) war es mir dann langsam doch ein wenig anstrengend, dass die Bienen so arg vermenschlicht wurden. Das hat mein Interesse am Buch geschmälert und ich habe ein paar Abschnitte nur überflogen.
    Aber am meisten hat mich ein kurzer Abschnitt am Ende des Buches verärgert. Darin wird die Behandlung mit Stockluft beworben. Nicht nur, dass es keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür gibt (was völlig unterschlagen wird, im Gegenteil, es ist so formuliert als würde es sicherlich helfen), sondern die Behandlung ist auch sonst äußerst umstritten wegen der Aufnahme von Allergenen. Diese Stockluft-Behandlung ist einer der neueren Auswüchse der alternativen Therapie und sollte keinesfalls so unreflektiert und rein positiv dargestellt werden.

    Fazit: Sarah Wiener schreibt sehr unterhaltsam und kurzweilig. Das erste Drittel des Buches hat mich daher auch ziemlich begeistert (und ich habe jetzt ganz viele Ideen, welche Pflanzen in meinen Garten kommen). Im Rest, in dem sie nicht über ihre eigenen Erfahrungen schreibt sondern wissenschaftliche Information vermitteln will, sind jedoch einige Schwachstellen und die flapsige Art zu schreiben ist mir ein paarmal zu viel. Ich hoffe, dass in einer zweiten Auflage die inhaltlichen Fehler korrigiert werden, ebenso wie der Abschnitt über die Apimedizin, besonders die Stockluftbehandlung. Dann kann ich auch eine bessere Bewertung geben.

  5. Cover des Buches Weltsalon (ISBN: 9783990600764)
    Christina E. Zech

    Weltsalon

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Montagsnacht
    Warum ist unsere Welt so, wie sie ist? Und was können wir tun, dass sie uns erhalten und weiterhin lebenswert bleibt?
    Viele von uns fragen sich das, während sie tagtäglich die Herausforderungen des Alltags bewältigen und die Nachrichten aus aller Welt verfolgen, die im Spektrum von Klimawandel, Naturkatastrophen, Flüchtlingswellen, Terrorgefahr,  Kriegen und der Zunahme sozialer Ungleichheit immer komplexer und dramatischer erscheinen. 

    In diesem Buch hat Christina Zech ihre Gedanken zu den wichtigsten und drängendsten Fragen der Menschheit in Gegenwart und Zukunft dargelegt. Dabei sieht sie von Schuldzuweisungen jeglicher Art ab und spricht sich in ihrem Weltsalon-Projekt dafür aus, gemeinsam Probleme anzusprechen und über Lösungen nachzudenken. 

     Die Idee des Weltsalons geht zurück auf die Salonkultur in der Aufklärungszeit, wo, oft von intellektuellen Frauen initiiert, gebildete Bürger über wichtige Themen, neue Ansichten und Herausforderungen des Geisteslebens ihrer Zeit diskutiert haben. 
    Sie steht dabei für die Zusammenkunft engagierter Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und Lebenswelten, für Verbundenheit statt Abgrenzung und für das Zusammentragen vielfältiger Meinungen und Ansichten, um gemeinsam möglichen Lösungen näher zu kommen.
     Christina Zech plädiert dabei für Dankbarkeit und Wertschätzung, denn "Nur wenn wir annehmen, was ist, können wir uns verändern." (S.77)
    Ebenso wichtig sind aber auch Emphatie und die Fähigkeit, im Denken verschiedene Perspektiven einzunehmen. Die Autorin spricht sich für systemisches und ganzheitliches Denken in größeren Zusammenhängen aus und für die Überwindung von gewohnten aber nicht mehr zeitgemäßen Denkstrukturen.
    „Wir haben es uns leider angewöhnt, im überschaubaren Maßstab zu denken.“ (S.61)
    Ihre Vorstellungen einer Weltregierung, von Weltbürger-Rechten und weltweit einheitlichen Sozialstandards mag aus heutiger Sicht kühn klingen, doch genau hier setzt dieses Buch an, denn ohne Visionen kann es keine tiefgreifenden Veränderungen geben. Vor allem aber plädiert Christina Zech 
     an die Verantwortung eines jeden von uns, aktiv in seiner Lebenswelt an der Verbesserung der Lebensbedingungen mitzuwirken.  Sie macht sich für eine engagierte und unabhängige Lokalpolitik stark und schreibt darüber, wie wichtig aber auch wie beeinflussbar unsere innere Einstellung ist, welche Freude Erkenntnis bedeuten kann und dass Veränderungen mit kleinen Schritten und eben bei jedem selbst beginnen. 

    Man kann von „Weltsalon“ keine weitreichenden Lösungen erwarten. Vielmehr ist das Buch als Anregung, Inspiration und Ermutigung zu verstehen, sich unter dem Motto „Welten verbinden“ vorbehaltlos für Visionen zu öffnen, Themen in größeren Zusammenhängen zu betrachten, an seiner inneren Haltung zu arbeiten und eventuell, angelehnt an die Weltsalon-Methode,  einen offenen Gedanken-Austausch mit interessierten und engagierten Mitmenschen zu suchen, denn 
    „Der Weltsalon ermöglicht es, in einem geschützten Rahmen groß zu denken, ohne größenwahnsinnig zu sein.“ (S.84)

    Die Autorin stellt viele Fragen. Sie spricht ihre Leser im Text direkt an und nimmt sie so mit auf ihre gedankliche Reise. Dass die wichtigsten Thesen und Gedanken immer wieder im Text auftauchen, könnte man als redundant empfinden. Für mich ist es der Eindringlichkeit des Anliegens geschuldet. 

    Dieses übersichtlich gegliederte, flüssig lesbare und trotz der gewichtigen Themen oft unterhaltsame Buch hat mich inspiriert und angeregt und ich empfehle es sehr gern. 

  6. Cover des Buches Die 35-Tage-Challenge (ISBN: 9783962381752)
    Benjamin Eckert

    Die 35-Tage-Challenge

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Highlander

    Pünktlich zur Fastenzeit möchte ich das Buch "Die 35-Tage-Challenge" vorstellen. In dem neuen Buch von Benjamin und Fabian Eckert geht es allerdings nicht nur um das Verzichten. Stattdessen ist es ein Appell zur Bewusstseinsbildung zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dabei werden zahlreiche Bereiche des Lebens angeschnitten. 

    Am Anfang unterzieht sich der Leser einem kleinen Test, der den groben CO2-Fußabdruck verdeutlichen soll. Schon dabei wird klar, dass die Autoren einen großen Fokus auf Sport und Bewegung legen, was für mich neu war. Im Gesamten für mich auch einer der großen Kritikpunkte, denn ich bezweifle, dass sich der CO2-Abdruck vertieft, wenn ich wenig Sport mache. Oder zumindest nicht so sehr wie es hier suggeriert wird. Kein Sport gleichzusetzen mit jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit halte ich für übertrieben.

    Das Buch liefert ansonsten sehr viele neue Ideen, denn nur Plastik sparen und weniger fliegen ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Welchen Strom nutze ich, wo kann ich Wasser, Energie und manchmal sogar Geld sparen? Ich sehe das Buch weniger als Challenge im Sinne einer Diät, sondern eher ein Ratgeber für Entschlossene, die Klimakillern die rote Karte zeigen möchten. Es gibt zwar zu jeder Tageschallenge eine Experten- und eine Einsteigerversion, aber man braucht schon Zeit und Willen, um die ganzen Ideen umzusetzen.

    Ein großes Lob (mal wieder) an den oekom-Verlag für die ansprechende Haptik, das gelungene Layout und den Buchsatz! 

    Ein wichtiges Buch zu dem aktuell wichtigsten Thema, das mir noch eine Weile To Do's liefern wird!

  7. Cover des Buches So kann es mit unserer Lebensweise nicht weitergehen (ISBN: 9783944965000)
    Heinz Märtin

    So kann es mit unserer Lebensweise nicht weitergehen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: VfGWL3

    "Ihre Erfahrungen aus zwei unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen stimmen. Ich stimme in vielen zu, z.B. in Ihrer Feststellung der Verteilung der Reparationslasten zwischen BRD und DDR, in Ihrer Kritik am Umgang mit dem Migrationsproblem und am Vorherrschen materieller Wertorientierungen. Die Defizite dieser Werteordnung treffen die Sache recht gut. Gefreut hat mich auch, dass Sie an das eigentlich vorbildliche planwirtschaftliche SERO - System der DDR erinnern und die Gründe für die Nicht-Übernahme nach 1990 nennen."

  8. Cover des Buches Faironomics (ISBN: 9783423262217)
    Marek Rohde

    Faironomics

    (3)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    „Nur allein dadurch, dass wir andere Produkte kaufen und verkaufen, ändert sich das zerstörerische Prinzip, nach dem unsere Welt heute funktioniert, eben noch nicht.“

    Gegen dieses Grundproblem ist außer des kompletten Umbau des vorherrschenden Wirtschaftssystems noch kein Kraut gewachsen. Mit ihrem Buch „Faironomics - Ökologisch, fair und frei“ geben Ilona Koglin und Marke Rohde Unternehmern und Projektgestaltern passende Bausteine mit auf den Weg.

    Wichtig: Erwartungshaltung an das Buch

    Um Enttäuschungen zu vermeiden, ist es ganz wichtig den Untertitel ernst zu nehmen: „Wie du in 8 Schritten dein Traumprojekt verwirklichst und damit die Welt verändert“. Es geht in nämlich um die Umsetzung in konkreten Projekten, das heißt, das Buch richtet sich an (potentielle) Freiberufler*innen, (Sozial-)Unternehmer*innen, Aktivist*innen oder Menschen, die sich in NGOs oder Vereinen engagieren wollen. Für Leser*innen, die auf der Suche nach Anregungen für ihr Handeln ad hoc im Privaten sind, haben die beiden Autor*innen bereits „Und jetzt retten wir die Welt“ und „Gärtnern für eine bessere Welt“ veröffentlicht. Und ja, das ganz Konkrete, was man tun soll, das überlässt das Buch dem*der Leser*in, denn das jede*r für sich finden. Dafür gibt das Buch genügend Anregungen mit auf den Weg.

    Selbstverständlich bedienen sich die beiden Autor*innen immer wieder bekannter Techniken aus dem Projekt Management: Ihr Buch gibt daher einen tolle Übersicht, gerade für Einsteiger. Für erfahrenere Leser in diesem Bereich bündelt sie diese Aspekte und liefert diesen durch den ökologischen und gerechten Ansatz einen echten Mehrwert.

    Am eigenen Beispiel

    Koglin und Rohde waren mit ihren eigenen Tätigkeiten unzufrieden und wollten diese ökologisch und fair verändern. Ihr Buch zeichnet daher auch ihre „Lernreise“ nach und die beiden flechten immer wieder persönliche Erfahrungen und Entwicklungen ein. Und sie betonen, dass schon kleine Schritte wichtig sind:

    „Wir dürfen und können nicht auf den einen großen Wurf, den alles verändernden Befreiungsschlag oder die schicksalswendende Revolution warten. Im Gegenteil. Die Geschichte zeigt, dass das bislang immer schiefging. Stattdessen müssen wir die Grenze zwischen Realismus und Utopie suchen – auch wenn das nur ein erster Schritt in Richtung unserer Vision ist und voller Mängel und Kompromisse.“ (S. 52)

    Dabei brechen die beiden die großen Themen bis in den persönlichen Bereich herunter, z.B. dass man  die Life-Work-Balance ebenfalls stärker in den Blick nehmen muss. Eine Möglichkeit ist, sich vor Projektstart mit dem „leistbaren Verlust“ auseinanderzusetzen. Die Zwischenüberschrift lautet: „Auszeiten sind politisch.“

    Tolles Design in Cradle-to-Cradle

    Allein mit der Produktion des Buches setzen die Autor*innen ihre Grundsätze selbst um, denn es ist Cradle-to-Cradle hergestellt und kommt dazu ohne Folieneinschweißung aus. Das Design ist durchweg stylisch, übersichtlich und edel. Die Infografiken, Übungen und Sonderseiten sind im schlichten und edlem blau, weiß und schwarz gehalten. Schon beim ersten Aufblättern dachte ich mir: „Wow, was für ein schönes Buch!“ Öko kann eben wunderschön sein.

    Held*innen für eine gerechtere Welt

    Die Autorin lassen außerdem Held*innen für eine gerechtere Welt zu Wort kommen, einerseits zitieren sie diese und lassen ihnen Platz für ganzseitige Kommentare: Jakob von Uexküll, Begründer des Alternativen Nobelpreises, Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie, Cesy Leonard, Chefin des Planungsstabs des Zentrums für Politische Schönheit, Sozialunternehmer Norbert Kurz, Viva Dittmar, Gründerin der Be-the-Change-Stiftung, Bas van Abel, Entwickler des Fairphones, Vorreiter unter den Social Entrepreneurs Günter Faltin, und viele mehr. Und bei allen Kommentaren bieten Links die Möglichkeit, zu diesen Themengebieten weiterzulesen. 

    Komplex mit viel Stoff zum Nachdenken

    Weil die Autoren einen wilden Ritt durch viele Themengebiete machen, können sie natürlich nicht immer in die Tiefe gehen. Bei „Crowdfunding“ hat mir bspw. gefehlt, wie viel Arbeit das macht. (Viele sagen, zwei Monate Lohnarbeit bringen einen ähnlichen Effekt.) „Faironomics“ gibt aber immer auch gute Literaturhinweise wie aufs Crowdfunding-Handbuch von Ulrike Sterblich, Tino Kreßner, Anne Theil und Dennis Bartel.

    Obwohl das Buch ja konkrete Einregungen für das individuelle unternehmerische Handeln gibt, betrachten Autor und Autor auch makroökonomische Betrachtungsweisen und die Tatsache, dass man scheinbar unumstößliche Dinge auch komplett anders denken kann: Neben Grundeinkommen stellen die beiden Autor*innen z.B. die Idee der „Allmende“ vor, bei denen sich alle Nutznießer*innen bspw. eine Wiese oder einen Wald teilen.

    „Faironomics“ lässt sich nicht an einem Nachmittag lesen und ich habe mehrere Wochen dafür gebraucht, weil es mich wirklich gefordert hat. Erst recht, weil die eigentliche Arbeit in den Übungen liegt, für die man Stunden bis Tage braucht, was im Projektmanagement ja auch nicht ungewöhnlich ist. Und das schafft man nicht beim Lesen nebenbei. Eine dieser Übungen heißt  „Verstehen lernen“ (S. 104): „Was steckt hinter den Dingen? Mach dir bewusst, was dein Büro für dich und die Welt bedeutet.“ Als Dauer sind dafür 30 Minuten angegeben, die man pro Objekt im Büro aufwenden musst. Und wenn man das richtig machen will, braucht es das auch, finde ich. Ich muss aber gestehen, dass ich das noch nicht durchgezogen habe. Aber eigentlich sollte man sich die Zeit nehmen, weil manchmal muss man erstmal viel Zeit aufwenden, um Ressourcen zu sparen.

    Fazit

    Mit den Übungen ist „Faironomics“ ist in doppelter Hinsicht ein Katalysator: Das Buch gibt einem Rüstzeug in die Hand, um die eigenen Ideen schneller umzusetzen – und dazu noch nachhaltig. „Faironomics“ ist erhellend und motivierend.

    Ich empfinde das Buch daher als tolle Erinnerungshilfe, wofür und wie ich arbeiten möchte, und daher werde ich sicherlich immer mal wieder darin nachblättern und -lesen. Ich werde das Buch zudem auch Kolleg*innen verleihen, ganz nach dem Prinzip, dass Teilen besser ist als besitzen. Und ich werde bald auch die anderen beiden Bücher von Ilona Koglin und Marke Rohde lesen.

    Mit der Einschränkung an den Leserkreis, den ich zum Anfang gemacht habe, kann ich „Faironomics“ wirklich von ganzem Herzen empfehlen und gebe 5 ökologische und faire Sterne.


    Und weil mir die Untätigkeit beim Abwenden der Klimakatastrophe und der Umgang mit dem Hambacher Forst in der Seele wehtun, zum Abschluss noch dieses Zitat:

    „Wie kommt es dass uns ein jahrtausendealter Wald und ein intaktes Klima weniger wert scheinen, als ein Arbeitsplatz, der ohnehin bald der Digitalisierung zum Opfer fallen wird?“ (S. 86)

  9. Cover des Buches Wühl dich glücklich (ISBN: 9783706626538)
    Andrea Heistinger

    Wühl dich glücklich

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906
    Ihr wollt endlich loslegen mit eigenen Pflanzen, Blumen, Beeten oder gleich einem ganzen Garten? Dann ist dieses Buch genau richtig für euch. Ich war sehr überrascht, was für einen tollen Überblick dieses Buch gibt, alle wichtigen Fragen werden super erklärt, zudem lernt man auch noch ein paar tolle Gemüsesorten kennen, die zumindest ich nicht kannte.
    Das Buch baut sich nach und nach auf. Erst geht es darum, ein Beet anzulegen, dann ums richtige Düngen. Später lernt man alles wichtige über Gemüse, Salate und Kräuter. Weiter geht es mit Beetpflege, Gießen und Obst und Blumen, bevor dann noch ein bisschen speziellere Sachen erklärt werden.
    Nicht nur, dass man durch dieses Buch unglaublich viel lernen kann, es ist auch noch total nett geschrieben und mit tollen Bildern ergänzt. Es gibt keine langen anstrengenden Kapitel, sondern viele kurze Unterkapitel, sodass man in Portionen lernen kann. Und auch fürs Nachschlagen ist das natürlich perfekt (dabei hilft auch ein ausführliches Register).
    Im Moment habe ich (leider) nur einen kleinen Balkon, vieles aus dem Buch kann ich also im Moment nicht umsetzen - und trotzdem hat es super viel Spaß gemacht auch die "Garten-"Kapitel zu lesen, weil das Buch einfach so nett aufbereitet ist.
    Dadurch, dass dann auch noch speziellere Dinge erklärt werden, eigenet sich das Buch meiner Meinung nach auch für langjährige Gärtner. Meine Mutter hat zum Beispiel seit Jahren einen Garten und fand das Buch ebenfalls sehr hilfreich.
    Ich kann dieses Buch für alle Gärtner, ob jung oder alt, Anfänger oder auch schon Fortgeschrittene empfehlen, weil  man in diesem Buch alles wichtige auf einen Blick findet.
  10. Cover des Buches Lokal (ISBN: 9783517094700)
    Georg Schweisfurth

    Lokal

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Hexchen123
    Zwei Freunde und eine Idee! Georg Schweisfurth und Simon Tress wollen nicht nur BIO kochen und leben, nein das ganze soll auch noch auf lokale Lebensmittel ausgeweitet werden. Mit einer Vision und einem guten Salz im Koffer machen sie ein Jahr lang auf die Reise. Von Gammertingen bis nach Wien, von Bremen bis nach Arth um mit lokalen Zutaten schmackhafte Gerichte auf den Tisch zu zaubern.
    „Lokal Das Kochexperiment“ ist kein reines Kochbuch. Eigentlich könnte man es eher mit einem Monatsbuch vergleichen. Die Autoren erzählen von ihren Erfahrungen, den Menschen welche sie besucht haben und was sie dabei erlebt haben. Die Zutaten für die Rezepte durften nur aus einem Umkreis von 15 Km stammen. Da kann man sich schon vorstellen, dass es je nach Jahreszeit und Region gar nicht so einfach ist, aus dem gegebenen etwas schmackhaftes zu kreieren.
    Dass sie es dennoch geschafft haben sieht man daran, dass etliche Rezepte in diesem Buch aufgeführt sind. Es sind viele Basisrezepte dabei, welcher jeder nachkochen kann, aber auch ein paar exotischere Rezepte. Sehr schön finde ich auch, dass in den Rezepten immer mal wieder Wildkräuter mitverwendet wurden. Denn auch dies ist lokal, nur von den meisten vergessen.
    Fazit

    Ein sehr schön gestaltetes Buch mit wunderschönen Bildern und interessanten Berichten. Es macht Spaß, immer wieder darin zu lesen und das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Trotzdem hätte ich mir ein paar Rezepte mehr gewünscht.
  11. Cover des Buches Market Gardening & Agroforst (ISBN: 9783706629645)
    Leon Schleep

    Market Gardening & Agroforst

    (27)
    Aktuelle Rezension von: leseeinhorn

    Leon Schleep vermittelt auf sehr informative und praxisnahe Weise das Thema Agroforstsysteme. In der aktuellen Zeit wichtiger denn je! Der Mix aus seinen eigenen Erfahrungen und Beweggründen sich mit der Thematik zu beschäftigen, sehr gut dargestellter "Input" zum Thema sowie der "Blick über den Zaun", d.h. wie haben andere das Thema bereits umgesetzt (inkl. von Interviews/beantworteten Fragen mit Tipps/Tricks/Erfahrungen) bieten einen guten Einstieg und "Rund-um-Blick" für all diejenigen, die sich mit dem Thema Agrarwende/ weg von der Monokultur und eigener Anbau beschäftigen wollen.

  12. Cover des Buches Einfach anziehend (ISBN: 9783962380540)
    Kirsten Brodde

    Einfach anziehend

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Highlander
    Mit Spannung habe ich dieses Buch erwartet. Ich habe nur ein begrenztes Budget für Kleidung und doch den starken Wunsch möglichst fair einzukaufen. Aber kann mir dieses Buch wirklich dabei helfen oder werde ich nur - mal wieder - ermahnt wie verschwenderisch wir doch alle leben?
    Zuallererst ist das Buch sehr persönlich aufgebaut. Die Autoren scheuen sich nicht, ihre Konzepte und Ideen an sich selbst auszuprobieren und auf Fotos darzustellen. Ich fühlte mich weniger in einem Buch als in einem ständigen Dialog mit Kirsten und Alf (ja, ich duze sie, so persönlich fand ich es). Bevor es ans Eingemachte geht, wird ein Mode Fahrplan zum ökofairen Kleiderschrank vorgestellt. Ein bisschen wie die 10 Gebote der Fairtrade-Mode. Die Punkte sind aber nicht abgedroschen, sondern wirklich innovativ und haben mir noch mehr Möglichkeiten aufgezeigt. Auch danach besticht das Buch durch klare Struktur, übersichtliche Kapitel, wenig Blabla und präzise gesetzte Verweise zu Gleichgesinnten.
    Im täglichen Meinungsdschungel sind Meinungen zahlreich, aber selten begründet. Die Theorien und Vorschläge in "Einfach anziehend" sind herausfordernd, kommen ohne erhobenen Zeigefinger aus (außer die Faktenlage zu Beginn des Buches) und sind sehr ausführlich, aber ohne langwierig zu werden, begründet.
    Die Faktenlage am Anfang sorgt natürlich für einen gewollten Schock, und ich denke das ist selbst beim öko-affinen Leser der Fall. Denn dann kommt einem doch manchmal der Gedanke, was soll ich denn da groß bewirken, wenn ich jetzt meine Schuhe reparieren lasse... Danach beruhigt einen das Buch aber mit praktischen, umsetzbaren Tipps und vielen Gründen zur Hoffnung. Denn faire Mode im Kleiderschrank zu haben, ist nicht automatisch teuer. Eine Jeans oder Jacke zu reparieren, ist zumindest in meiner Heimatstadt weit billiger als ständig was neu zu kaufen. Und qualitativ, das macht das Buch auch deutlich, ist die Öko-Mode über Hippie-Leinensäcke mit kurzer Halbwertszeit längst hinaus. Lieber ein faires, robustes Produkt, als 10 Mal Wegwerfmode, die dann auch noch in der Produktion für Leid, Elend und Umweltverschmutzung sorgt.
    Ich habe die klare Benennung von fairen Marken und absoluten Umweltzerstörern im Modebusiness als sehr angenehm und überhaupt nicht hetzerisch empfunden. Ist ja auch beinahe alles öffentlich nachlesbar, wenn man weiß, wo man suchen muss.
    Die verwirrenden Begrifflichkeiten und das Chaos der Umweltsiegel wird endlich decodiert, sodass auch ein Laie (ich rede von mir) durchblickt und in Zukunft besser weiß, was fair ist und was nur so tut. Dafür ist auch die Auflistung von Fairtrade-Läden in Deutschlands Städten sehr hilfreich!
    Ich vermute, dass das Buch kleine Probleme haben könnte, Menschen anzusprechen, die noch keinerlei Gedanken mit Fairtrade verschwendet haben, denn dann ist es besonders anfangs eher schockierend. Aber auch diesen Personen möchte ich das Buch sehr ans Herz legen. Wenn wir alle nur ein bisschen was machen,  geht's Mutter Erde und unseren Mitmenschen am anderen Ende der Welt doch schon sehr viel besser!
    Insgesamt ein sehr gelungenes, ja ein sehr notwendiges Buch, das den gesamten Fair Fashion Bereich abdeckt und praxisnah zur FAIRänderung des Kleiderschranks beiträgt! 
  13. Cover des Buches Plastikfrei leben: Wie du durch Zero Waste die Umwelt nachhaltig von Abfall befreist und dein Leben ökologischer gestaltest - inkl. 30 Tage Plastikfrei Challenge (ISBN: 9781076864307)
    Plastik Held

    Plastikfrei leben: Wie du durch Zero Waste die Umwelt nachhaltig von Abfall befreist und dein Leben ökologischer gestaltest - inkl. 30 Tage Plastikfrei Challenge

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Moe6245

    In dem Sachbuch „Plastikfrei leben“ bekommt man einige gute Tipps, wie man im Alltag Plastik vermeiden kann und kann zudem an einer 30 Tage Challenge teilnehmen.

    Ich finde das Thema ziemlich zeitgemäß und Tipps zur Plastikvermeidung immer hilfreich. Davon findet man in diesem Buch so einige und dazu noch interessante Details und Fakten rund um das Thema Plastik. Letztere haben mich teilweise sehr schockiert und zum Nachdenken gebracht.

    Die Tipps fand ich sehr interessant. Teilweise waren mir die Ideen bereits bekannt, Etliches setze ich auch bereits um. Manches war mir aber neu und ich möchte doch einiges davon ausprobieren. Toll fand ich, dass es jeweils eine Staffelung gab – für kleine Änderungen oder für größere. So kann jeder etwas für sich herausziehen. Einige Tipps waren mir dafür etwas übertrieben oder zu theoretisch. 

    Ganz besonders toll fand ich die Rezepte zum Selbermachen und die Liste von Läden und Internetseiten, die einem bei der Plastikvermeidung helfen können. 

    Das einzige, was mich gestört hat, waren die vielen Rechtschreibfehler. Das hat das Lesen für mich extrem anstrengend gemacht.

  14. Cover des Buches Mit allen Wassern gewachsen (ISBN: 9783706629966)
    Sigrid Drage

    Mit allen Wassern gewachsen

    (27)
    Aktuelle Rezension von: sheepbeppo

    Einfach super interessant und ein "must have" für jeden Pflanzennarren mit /ohne Garten denn man kann auch vieles für die Hochbeetnutzung auf Balkonen/Terassen anpassen.
    Es gibt viele neue und alte Infos.

    Wie es das Buch bereits sagt von Kreisläufen, Humusaufbau und Wasserspeicherung alles super erkärt für die klimafreundliche Bewirtschaftung der Zukunft. Daumen hoch 5*

  15. Cover des Buches Einfach himmlisch gesund (ISBN: 9783799514422)
    Lynn Hoefer

    Einfach himmlisch gesund

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist ein wundervolles Werk. Lynn Hoefer nimmt ihre Leser*innen liebevoll an die Hand, erklärt was sie unter gesunder Ernährung versteht und welche Vorräte sie hat, sodass die Rezepte ohne viel Schickschnack super umsetzbar sind. Dabei sind die Anleitungen wunderschön bebildert und schon das blättern lädt zum nachkochen ein. Für alle die sich nach gesunder, Tierfreier Ernährung sehnen oder einfach Inspiration in diese Richtung suchen eine absolute Kaufempfehlung.

  16. Cover des Buches Die Stimmen des Yucumã (ISBN: 9783458644859)
    Morgana Kretzmann

    Die Stimmen des Yucumã

    (6)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Die menschliche Gier, menschliche Ränke, Korruption, Naturschutz, Familienfehden, Familiengeheimnisse, etwas Magischer Realismus und starke weibliche Charaktere bringt die brasilianische Autorin Morgana Kretzmann in ihrem spannenden Roman „Die Stimmen des Yucumã“ unter. 

    Angesiedelt ist der Roman im real existierenden Turvo-Nationalpark (Parque Estadual do Turvo) in Brasilien, im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Und auch der Kampf gegen den Stausee hat reale Hintergründe, 2015 wurde vom Gericht gegen das vom IBAMA (Brasilianisches Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen) genehmigte Staudammprojekt eine Unterlassungsverfügung erreicht, da der Staudamm Teile des Turvo-Parks überflutet hätte und damit erreichten Naturschutz zunichte gemacht hätte. Dies zum Hintergrund des Buchs. Denn mit diesem Wissen wird die Handlung des Romans irgendwie greifbarer. Denn menschliche Gier, menschliche Gewinnsucht und eine real existierende Korruption sind sicher an vielen Orten der Welt bemerkbar, so auch in Brasilien. Von 2011 bis 2016 war Dilma Rousseff Präsidentin des Landes. Und auch ihre Zeit war gespickt mit Korruption, Gewalt gegenüber Protesten im eigenen Land und einer sinkenden Wirtschaftsleistung, wie auch bei Vorgängern und Nachfolgern zu beobachten ist. Aber Veränderungen brauchen Zeit, dies sollte man nicht vergessen. Und altbekannte Strukturen verändern sich auch nicht von heute auf morgen. 

    In diese Realität baut Morgana Kretzmann ihre Figuren ein. Es gibt Familien, Familien mit dunklen Geheimnissen, miteinander verfehdete Familien, wobei sich die Gründe für diese Fehden nach und nach aufklären, und es gibt starke weibliche Charaktere, die Parkrangerin Chaya, ihre Cousine Preta, die Anführerin der Pies Rubros, eine Gruppe von Jäger*innen und Schmuggler*innen und Olga, einerseits eine Assistentin eines Kongressabgeordneten, andererseits auch eine Journalistin. Die drei Frauen kennen sich von früh an, waren befreundet, sind aber durch gewisse Ereignisse in der Vergangenheit miteinander in einen Clinch geraten. Jetzt geht es allerdings um den Schutz des Parks und seiner Tiere, unter ihnen auch der Jaguar, übrigens ein verehrtes Wesen der Indigenen, der auch eine gewisse Stimme im Buch bekommt und auch um das Vermächtnis eines Urahnen von Chaya und Preta, dem Vermächtnis von Sarampião. Jetzt steht dies im Vordergrund und nicht die Rivalitäten der Frauen. In den Mythen um den Wasserfall Yucumã sind indigene Spuren enthalten und auch in der Denke der Protas findet man so einiges uraltes. Eine gewisse Portion Magischer Realismus im Text zollt den einstigen Herren des Landes ebenso einen gewissen Respekt. Das hat mir sehr gefallen. Dass es weibliche Helden gibt, hat mir auch sehr gefallen, vielleicht deutet dies auf eine Veränderung des bisher von mir eher in Brasilien vermuteten Machismo hin. Vielleicht. Nicht gefallen hat mir teilweise die Art der erzählten Geschichte. Manchmal erinnerte sie mich leider an eine Telenovela, dann wieder ist sie spannend und mitreißend. Durch dieses Wechselnde im Erzählten kommt auch meine 4 Punkte Bewertung zustande. Wäre dieses etwas Seifige nicht gewesen, wäre das Erzählte an manchen Stellen etwas realer gewesen, dann wäre „Die Stimmen des Yucumã“ ein 5 Sterne Buch für mich geworden. Denn diese Thematik, klar mit so einer Thematik hat man mich recht schnell auf seiner Seite. Naturschutz, Magischer Realismus, indigene Einflüsse, starke weibliche Charaktere und eine anklagende Gesellschaftskritik, dies hat mir sehr gefallen. Nur das Stil des Erzählten hat mich leider nicht völlig überzeugen können. Leider! Denn dieses Buch wollte ich als ein 5 Sterne Buch abfeiern können.

  17. Cover des Buches Alles öko! (ISBN: 9783746671000)
  18. Cover des Buches Raus aufs Land (ISBN: 9783421040565)
    Niklas Kämpargard

    Raus aufs Land

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Das neue  alte Landleben


    Den Wunsch wieder naturverbundener und bewusster zu leben wir immer stärker. Viele versuchen sich einen Wunsch nach Landidyll zu erfüllen, einige holen ein Stück Landleben in die Stadt sei es mit Gärtnern, Gemüseanbau, Hühnerhaltung, Imkern oder ähnlichem.
    Bewusste Ernährung, zu sehen woher die Produkte kommen, biologischer Anbau, alles Themen die uns heute mehr denn je beschäftigen. So auch den Autor dieses Buches, der in einem längeren Prozess letztendlich mit seiner Familie auf den Land angekommen ist und versucht naturverbundener und bewusst zu leben.
    Als ich den Titel laß und so ging es auch anderen in unserem Team, da dachte ich / wir sofort an ein Standartwerk mit dem wir groß geworden sind und das viele von uns als Sehnsuchtsbuch empfunden haben. Ich rede von John Seymours Buch " Das Leben auf dem Lande" und später dann "Das neue Buch vom Leben auf dem Lande" in dem Seymour in seinem autarken Leben auf einem Bauernhof ,mit Besinnung auf unsere Vorfahren, berichtete.
    Nun liegt mir Niklas Kämpargård  vor und ich beginne im Inhaltsverzeichnis zu lesen.
    - Gärtnern ohne Gift
    -essbare Kräuter
    - alt bewährte Hausmittel
    - Frische Ernte auch im Winter
    Da wird von Schafen, Hühnern, Bienen, Pferden und Schweinen gesprochen. Von ihrer Funktion als Nutztier und Helfer. Es wird auf das Heumachen eingegangen, Fell und Leder gerben, Nähen und Werken mit diesen Rohstoffen.
    Von Fleischverarbeitung, Räuchern, Wurst machen. Von Obstsorten, veredeln Saft machen und Obst und Gemüse verarbeiten in den unterschiedlichsten Formen, von selbstgebrautem Bier vom Brotmachen auch mit Malztreber.
    "Pflanzen selbst kultivieren" ein großer Themenbereich der auch im Buch einen hohen Stellenwert einnimmt. Vom Samen sammeln über das Vorkeimen, über Kartoffeln im Pflanztopf vorkeimen und Tomaten in Eimern ziehen über den richtigen Standort, das Bestäuben, Pflanzenschutz bis hin zum Gewächshaus und das Einlagern wird alles angesprochen.
    "Der natürliche Garten" von dem Anlegen einer Naturwiese über Vögel und Insekten, Schneckenplage, Garten und Felder bewässern, Nistkästen bauen bis zum Füttern der Vögel im Winter.
     Ein ganz wichtiger Punkt um unabhängig auf dem Land leben zu können ist das selbst bauen. Sei es das Anlegen einer Windschutzhecke oder das Bauen eines Zauns oder aber auch das Verlegen von Kopfsteinpflaster, wenn man möglichst autark leben möchte muss man handwerklich nicht nur ein gewisses Geschick haben sondern auch in guter körperlicher Verfassung, denn Landleben ist kein Idyll sondern auch harte Arbeit.
    Auch das Kapitel Bau wird daher hier ausführlich beleuchtet.
    Im Grunde sind es mit einigen Ausnahmen tatsächlich Dinge mit denen sich auch John Seymour damals beschäftigte, diese aber auf unsere moderne aktuelle Zeit fokussiert.
    Anders und unglaublich spannend fanden wir den Themenbereich "Altbewährte Methoden" würde man meinen, dass hier eigentlich ehr an Seymour gedacht werden müsste so liegt man falsch denn hier geht es nicht nur um kompostieren, Fruchtfolge- und Felderwirtschaft sondern auch darum, wie man Seife und Shampoo selbst herstellt, einer Mückenplage Herr wird oder Ratten und Mäuse vom Haus fernhält. Letzteres ist übrigens auch für Städter interessant.
    Niklas Kämpargård geht in seinem Buch aber auch auf das Fällen von Bäumen und das Holzverarbeiten ein. Ein Thema was Seymour überhaupt nicht  in Betracht zog sind "Strom und Fahrzeuge". Trotz Landidyll leben wir im 21. Jahrhundert  und Dank Solarenergie und Photovoltaik und einer Fahrzeugtechnik ist es uns heute möglich ökologisch gut zu leben ohne auf Komfort zu verzichten.
    Er hat es geschafft ein Buch zu erarbeiten, es mit Fotos zu füllen und uns von seinem Leben anschaulich zu berichten und gleichzeitig auch Anleitungen zum selber tun zu geben. Dabei erzählt er  auf eine besondere Art, die uns Lesern das Gefühl gibt er spräche direkt mit uns. Anschaulich und ausdrucksstark bekommen wir so einen guten Einblick in sein Leben mit allem Positiven aber auch Negativen. Letztendlich ist es unglaublich erfüllenden in der Lage zu sein sich selbst weitestgehend selbst zu versorgen.

    Und so haben wir hier ein recht dickes Buch mit vielen Informationen, das einfach Spaß macht zu lesen und darin zu blättern, denn hier stimmt einfach alles von der Aufmachung, über die Umsetzung und die Informationen die es bietet bis hin zum haptischen Erlebnis, denn es fühlt sich dank dickerer Seiten und natürlich wirkender Farbe und  leichter Prägung auch noch richtig gut an.
    Auch ist es ein schöner Bildband, denn die Fotos  vermitteln nicht nur einen Eindruck sondern sind auch künstlerisch eine Augenweide.
    +
    Jeder der sich in irgendeiner Form für das Landleben und die Selbstversorgung interessiert wird an diesem Buch viel Freunde haben.
    Wir waren alle sehr begeistert!

    Was uns am besten gefallen hat?
    Jedem hat etwas anders gefallen!
    Hier eine kleine Sammlung zusammengestellt von  sechs Lesern:
    Annett gefiel das Rezept für das Malztresterbrot so gut, dass sie es gleich mehrfach nach backte und auch die Lederschuhe wurden von ihr gleich nach genäht.
    Luna kochte nach Anleitung des Buches Saft und braute mit Mattes Bier dessen Trester Annett dann zum Brot backen nutzte.
    Jochen verbiss sich an der Umsetzung des Dachdeckens mit Naturmaterialien und so entstand ein neuer Hühnerstall mit Reetdach. Hühnerluxus pur!
    Dieter meinte er müsse unbedingt ein Notstromaggregat organisieren, das es defekt war störte ihn nicht und mit etwas Tüfteln und technischem Sachverstand gelang es ihm tatsächlich das Teil ans Laufen zu bringen.
    Udo unser Kräuterkundiger liebte das Kapitel  hierüber ja und ich, ich habe gleich begonnen eine Kochgrube zu bauen und wir alle zusammen haben sogar noch Hirsch- Chorizo nach dem Rezept auf Seite 57 gemacht. Das war ein Spaß und lecker!!
    *
    In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß mit dem Buch!
    Man muss übrigens nicht auf dem Land leben um dies alles nach zu machen

  19. Cover des Buches Ein Jahr auf Fern Verrow (ISBN: 9783868739145)
    Harry Astley

    Ein Jahr auf Fern Verrow

    (1)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Naturverbunden kochen und genießen

     

    Die erste Doppelseite nach dem Aufschlagen zeigt eine wundervolle typische englische Grafschaft. Mit Steinmauern gesäumte Felder und kleine niedliche Gehöfte. Fotographisch auf jeden Fall ein gelungener Einstieg.

     

    Der Inhalt ist klassisch nach den Jahreszeiten eingeteilt und mit den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer versehen.

     

    Das Experiment kann beginnen. 1996 beziehen die beiden Städter Jane Scotter und Harry Astley Fern Verrow. Das Grundstück ist mit einer eigenen Quelle gesegnet, die Kultivierung für die Selbstversorgung kann beginnen. Unterstützt durch allerlei Literatur über Permakultur und Biodynamischen Anbau wird schnell klar, dass Anbau auch immer etwas mit innerer Einkehr und der Rückbesinnung zu sich selbst bedeutet.

     

    Dieses nicht gerade kompakte Sachbuch betrachte ich als Leser nicht als Kochbuch und auch nicht als Gartenratgeber. Es ist ein Gesamtpaket, das einen über das ganze Gartenjahr hinweg begleitet.

     

    Die Rezepte sind natürlich den Jahreszeiten und der Saison entsprechend abgestimmt und zum Nachkochen und Backen benötigt man keine von weit her exportierten Gewürzen oder Zutaten.

     

    Auch hier liegt die Auswahl auf das eigene erwirtschaftete Obst und Gemüse.

     

    Zahlreiche Tipps ziehen sich über den ganzen Band und sind einfach umzusetzen.

     

    Über die Jahreszeiten hinweg bieten Scotter und Astley auch allerlei Tipps zum Konservieren. Ob Obst einlegen oder leckeren Sirup herstellen, findet genau so Anwendung wie die Herstellung von haltbaren Pasteten oder der klassischen Fermentation.

     

    Fazit:

     

    Wer sich mit Permakultur beschäftig, umsetzt oder gerade mit dem Gedanken spielt, findet hier ausreichend Ideen und Anregungen.

     

    Der Fotografin Tessa Traeger ist es ausgezeichnet gelungen, die Stimmungen der Jahreszeiten sowie Mensch und Tier einzufangen. Natürlich ist die Kulisse in der Grafschaft Herefordshire schon etwas Besonderes, diese gibt aber auch einen Anstoß für neue und eigene Ideen.  

     

    Besonders lecker und sehr zu empfehlen ist das Möhrenkuchenrezept und der Linsensalat.

  20. Cover des Buches Meine Reise nach Utopia (ISBN: 9783962381264)
    Franz Grieser

    Meine Reise nach Utopia

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Inhalt

    Gedacht ist das Buch für ein ganzes Jahr mit Monatsimpulsen und folgenden wechselnden Doppelseiten mit Informationen zu einem Unterthema des Monatsimpulses und darauf folgend Platz für eigene Notizen bei der Umsetzung.


    Meinung

    Ich habe das Buch einfach "nur" gelesen und bisher nicht als Journal genutzt. Da mich alles so interessiert hat, hätte es mir zu lange gedauert ein Jahr zu "warten". Das war auch ohne weiteres möglich und lädt meiner Meinung auch dazu ein immer wieder darin zu blättern und vielleicht auch unabhängig von der Reihenfolge mal Journalseiten auszufüllen.

    Das Buch ist mit einem Inhaltsverzeichnis versehen und in Unterthemen eingeteilt, die es einem auch sehr gut ermöglichen mittendrin einzusteigen und sich erstmal die Thematik durchzulesen oder für sich anzugreifen, die einen am meisten interessiert.

    Insgesamt ist das Buch sehr liebevoll und schön gestaltet und macht Spaß zu lesen. Mir hat super gefallen, dass mal in einem Buch schön übersichtlich, kurz und knapp Informationen, Tipps und Tricks aufgeschrieben waren. Da es sehr kurz und prägnant geschrieben ist und mit dem Überblick die wichtigsten Themen abdeckt, wird nicht spezifisch auf irgendwelche Produkte eingangen. Das fand ich sehr angenehm, da man diesbezüglich ja noch im Nachhinein weiter forschen kann. (Und auch dafür teilweise Websites, etc. vorgeschlagen werden.)

    Beim Lesen habe ich auf jeden Fall noch was gelernt und kann es jedem empfehlen. Auch wenn man keine Lust auf ein Journal hat, kann man es sehr gut auch einfach nur lesen :)

  21. Cover des Buches Green Bonanza (ISBN: 9783799512275)
    Mia Frogner

    Green Bonanza

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Odenwaldwurm
    „…alle grünen Dinge sind gut.“ So lautet Mia Frogners Motto in der Küche, denn für Mia gibt es nichts Schöneres, als ihre Freude an nährstoffreichen und natürlichen Zutaten mit Freunden und Familie zu teilen. Ihre Liebe für alles Grüne zeigt sich auf jeder Seite ihres Buches „Green Bonanza“ (Jan Thorbecke Verlag).In dieser grünen Goldgrube finden sich über 50 leckere und rein pflanzliche Rezepte wie Kartoffelpizza, gebratene Frühlingsrollen mit Kohlfüllung oder Taco-Suppe. Auch an Nachtisch und Snacks ist gedacht und sogar selbstgemachte Nussmilch gehört zu Mias Spezialitäten. Daneben verrät die Norwegerin neue Verwendungsideen für die besten Basiszutaten, Wissenswertes rund um die grünen Zutaten und Tipps, wie man mehr vom Gemüse verwendet und damit weniger Abfall produziert.Mias Ideen machen Lust, neue Gemüserezepte zu entdecken! Aber natürlich können alle Rezepte auch mit Fisch und Fleisch kombiniert werden.  (Klappcovertext vom Buch)
    Ein tolles Kochbuch auf knapp 200 Seiten befindet sich über 60 vegane Rezepte. Am Anfang des Buches werden die wichtigsten Geräte und Hilfsmittel in ihrer Küche nicht fehlen dürfen, ebenso werden 13 besondere Zutaten erklärt.
    Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und in jedem wird eine andere Lebensmittelgruppe vorgestellt und es gibt Rezeptbeispiele dazu. Am Anfang jedes Kapitels werden die jeweiligen Lebensmittelgruppen außerdem nochmals gründlich vorgestellt. Neben Gemüsesorten wie Kohl, Rote Bete, Zucchini, Nüsse, Kürbis ua. findet man auch einige Tofu-Rezepte im Buch. Gut ist das der Aufwand am Anfang des Rezeptes hingewiesen wird. Es gibt einige Grundrezepte bei denen verschiedene Abwandlungsmöglichkeiten dabeistehen. Auch wir erwähnt für wie viele Personen das Rezept ist. Es gibt auch ein paar Tipps zur Resteverwertung. Alle Beschreibungen sind gut und verständlich erklärt.
    Toll haben wir ach ich Fotos im Buch gefallen und sie haben nicht zum Ausprobieren des Rezeptes angeregt.
    Ich kann das Kochbuch auch jedem nicht Veganer
  22. Cover des Buches Das Glück vom einfachen Leben (ISBN: 9788868393915)
    Lorenz Staud

    Das Glück vom einfachen Leben

    (10)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover mit dem Autor passt natürlich hier sehr gut. Die geschwungene Schriftart gefällt mir sehr gut.

    Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, lies sich mit der Zeit aber gut lesen. Mir gefielen vor allem die wunderschönen Bilder im Buch ausgesprochen gut. Sie lockerten das Buch auf und luden nochmals zum Innehalten und genauen betrachten ein. Die Schönheit liegt oft im Detail.

    Auch den Inhalt fand ich sehr interessant und ich stimme dem Autor in ganz vielen Dingen zu. Weniger ist doch oft mehr, vor allem in unserer heutigen konsumorientierten Welt. Man verlernt oft sich über die kleinen Dinge zu freuen und einfach für das dankbar zu sein was man hat. Meiner Meinung nach hätte man das Buch aber etwas kürzen können, da ich beim Lesen doch oft das Gefühl hatte alles wiederholt sich, dass machte manche Stellen dann doch etwas langatmiger.

    Für mich war es ein kleines Büchlein zum Nachdenken und Augenöffnen. Wir können nicht gegen die Natur leben, sondern nur mit ihr. Ich vergebe für das Buch 3,5 von 5 Sterne.

  23. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks