Bücher mit dem Tag "öl"
18 Bücher
- Herman Melville
Moby Dick
(548)Aktuelle Rezension von: Karandi
Zuallererst möchte ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Die Botschaften, die es vermitteln möchte, gehen weit über die einfache Jagd nach einem Wal hinaus. Es behandelt zahlreiche religiöse, philosophische und sogar wissenschaftliche Aspekte.
Warum vergebe ich dennoch nur 3,5 Sterne? Ganz einfach: Für meinen Geschmack war das Buch – insbesondere in den Kampfszenen am Ende – stellenweise etwas langatmig. Das ist jedoch reine Geschmackssache.
Was das eigentliche Thema des Buches angeht, wurde ich sehr positiv überrascht. Ich kannte Moby-Dick bisher nur als Film, den ich als Kind gesehen habe, und hatte schon lange den Wunsch, endlich auch die Romanvorlage zu lesen. Natürlich war mir der Film nur noch schemenhaft in Erinnerung, da ich ihn vor mehreren Jahrzehnten gesehen habe.
Das Buch vermittelt jedoch weitaus tiefgründigere Botschaften als der Film. Es enthält viele interessante wissenschaftliche Informationen über Wale, regt aber ebenso zum Nachdenken über philosophische Fragen an. Darüber hinaus ist der Roman stark religiös geprägt. Wir begegnen zahlreichen biblischen Namen wie Ismael, Jerobeam und vielen weiteren, die dem Werk eine zusätzliche Bedeutungsebene verleihen.
Die wohl eindringlichste Botschaft – oder vielmehr eine von zwei zentralen Botschaften – ist für mich, dass Rache einem Menschen niemals guttut. Kapitän Ahab verfügt über eine starke und loyale Mannschaft. Er wäre gut beraten gewesen, sein Leben mit ihr zu verbringen, gemeinsame Erfolge zu feiern und eine friedliche Zukunft aufzubauen. Doch durch seinen unstillbaren Rachedurst übersieht er all das, was er bereits besitzt. Seine Mannschaft ist bereit, für ihn alles zu tun – bis zum letzten Atemzug. Leider missbraucht Ahab diese Loyalität, um seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Wal zu führen, der ihm einst sein Bein nahm.
Die zweite Botschaft, die ich besonders wichtig finde, betrifft den einseitigen Krieg, den die Menschheit gegen die Natur führt. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, was geschieht, wenn der Mensch glaubt, die Natur bezwingen zu können. Wer gegen sie Krieg führt, wird Verluste erleiden – und letztlich verlieren. In einem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Leid und Tod. Die Natur wird sich am Ende immer behaupten.
Ich denke, dass wir dafür auch heute zahlreiche Beispiele sehen. Der Mensch versucht in seiner Arroganz, alles zu kontrollieren und zu beherrschen, oft ohne Rücksicht auf die Folgen. Die Konsequenzen dieses Handelns erleben wir immer deutlicher.
Moby-Dick ist ein starkes Buch und völlig zu Recht ein Klassiker der Weltliteratur. Der Roman bietet wesentlich mehr Tiefe als seine bekannteste Verfilmung. Wer bisher nur den Film kennt, dem kann ich das Buch daher ausdrücklich empfehlen. Es ist weit mehr als nur ein Abenteuerroman – es ist ein philosophisches, religiöses und zeitloses Werk über Besessenheit, Menschlichkeit und das Verhältnis des Menschen zur Natur.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Begehrt (Calendar Girl Quartal 3)
(530)Aktuelle Rezension von: Wanda_OsbourneCalender girl Teil 3. Mia Saunders’ ungewöhnliche Reise als Escort im dritten Abschnitt ihrer zwölfmonatigen Mission fort. Auch in diesen Monaten nimmt sie neue Aufträge an, lernt unterschiedliche Männer kennen und wird mit deren Lebensgeschichten, Problemen und Sehnsüchten konfrontiert.
Während Mia weiterhin versucht, das nötige Geld für die Schulden ihres Vaters zu verdienen, entwickelt sie sich emotional immer stärker weiter. Die Begegnungen sind nicht nur leidenschaftlich, sondern bringen sie auch dazu, ihre eigenen Wünsche, Werte und Zukunftspläne zu hinterfragen. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zu Wes ein wichtiger emotionaler Anker, der ihre Entscheidungen beeinflusst.
Teil 3 verbindet Romantik, Sinnlichkeit und persönliche Reifung und zeigt deutlich, dass Mias Reise längst nicht mehr nur finanziell motiviert ist, sondern zunehmend zu einer Suche nach echter Liebe und Selbstbestimmung wird.
Ich hatte mich wirklich drauf gefreut, da mir die ersten beiden Teile gut gefallen haben. Dieser Teil war meines Erachtens etwas drüber. Künstlerische Freiheit okay und das ich dieses Genre nicht mit Realismus lese ist klar, doch hier musste ich wirklich mit dem Kopf schütteln. Trotz allem, ist der Schreibstil angenehm zu lesen und die Neugier hat mich zwar ein paar Seiten Querlesen lassen, mich aber dennoch bis zum Ende kommen lassen. Mia hat wirklich eine Menge erlebt und auch viel negatives durchgemacht. Wie es weitergeht? Ich bin gespannt. Allerdings werde ich zunächst ein anderes Buch und nicht die Fortsetzung lesen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.
- Andreas Eschbach
Ausgebrannt
(404)Aktuelle Rezension von: blackburniousAusgebrannt ist ein fesselnder und zugleich beklemmender Thriller, der eine zentrale Frage stellt: Wie geht unsere Welt weiter, wenn das Öl – unser wichtigster Rohstoff – zur Neige geht? Andreas Eschbach zeichnet ein erschreckend realistisches Szenario, das gerade in der heutigen Zeit aktueller wirkt denn je.
Mit viel Detailreichtum und einem starken Gespür für gesellschaftliche Zusammenhänge zeigt der Autor, wie abhängig unser Alltag vom Öl ist – und wie schnell ein globales System ins Wanken geraten kann. Die Handlung ist spannend, stellenweise hochdramatisch und regt immer wieder zum Nachdenken an.
Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen wirken die technischen Erläuterungen etwas umfangreich. Dennoch bleibt die Geschichte durchweg packend und atmosphärisch dicht erzählt.
Fazit: Ein intensiver, beunruhigender Zukunftsthriller, der lange nachhallt und aktueller kaum sein könnte. 4 von 5 Sternen.
- Michael Lüders
Wer den Wind sät
(45)Aktuelle Rezension von: HoldenMichael Lüders beschreibt, was die amerikanische Außenpolitik (häufig durch die CIA und unter Unterstützung bestimmter Think tanks und Journalisten) im Nahen Osten angerichtet hat. Und dem ja auch häufig folgend leider die Europäische Union und die deutsche Regierung. Oft hat man die ausgestreckte Hand zur Kompromissfindung ausgeschlagen, frühzeitig die Welt in "gut" und "böse" unterteilt und sich pragmatschen Lösungen verschlossen, oft auf kosten von Zehntausenden Menschenleben. Teilweise wurde eine erfolgreiche Friedensstiftung durch die USA untergraben, auch in Fällen wie der Hamas oder Irans, was daran liegt, daß die USA ein Interesse an dem dauerhaften Krieg haben, in dem wir uns gegenwärtig befinden, man einseitig auf wirtschaftliche Vorteile der US-Wirtschaft setzt (Big Oil und die Motivation zu George W. Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen den Irak) oder indem man zu einseitig auf Israel im Nahen Osten schaut. Natürlich fragt man sich, was die gewählten deutschen Politiker zu dem Ganzen gesagt haben, man möchte Namen und konkrete Aussagen wissen, genauso wie das, was gewisse Medien geschrieben haben. Idles singen in "War" von den "stone-faced liars", Brody Dalle trug ein "The CIA"- T-Shirt auf der Bühne (natürlich als Kritik), beides mit Recht. Ein aufwühlendes Buch, zur Pflichtlektüre empfohlen.
- Jostein Gaarder
2084 - Noras Welt
(104)Aktuelle Rezension von: MorgenroeteNachdem ich von "Sofies Welt" so begeistert war, habe ich mich nun auch an "Noras Welt" getraut.
Es geht um Nora, die die Fähigkeit hat, zu sehen wie die Welt 2084 aussieht, wenn wir Menschen jetzt mit der Umwelt und mit dem Klima so umgehen wie bisher. In der Zukunft ist sie die Großmutter von Nova. Sie lernt also ihre eigene Urenkelin kennen.
Nora setzt sich viel mit ihrer Umwelt auseinander und gründet mit Jonas, ihrem Freund, eine Umweltgruppe.
Nora möchte nicht, dass ihre Nachfahren eine zerstörte Welt kennenlernen, obwohl der Klimawandel bekannt war.
Sie und Jonas reden über das Artensterben, Umwelt- und Klimaschutz.
Das Buch regt zum Nachdenken an und gibt einen guten Denkanstoß aktiv etwas zu tun.
Es ist ein kurzweiliges Buch, welches auch gerne mehr in die Tiefe gehen könnte.
Die Charakter von Nora und Jonas hätten gerne mehr ausgearbeitet werden können.
Ich empfehle es für Menschen ab 12, besonders für Menschen die gerade erst anfangen sich damit auseinander zu setzen. - Andrea Fičala
Superfoods einfach & regional
(23)Aktuelle Rezension von: leucoryxDer Trend des Superfoods ist sehr präsent und lockt an jeder Ecke mit neuen, vielversprechenden Lebensmitteln, die wahre Wunder bewirken können. doch Gojibeere, Chia & Co. sind oft weit gereist und gerne bereits verarbeitet oder nicht saisonal geerntet. Wie viele Vitamine können da noch drin stecken und ist das umweltschonend? Das geht auch anders meint diese Österreicherin.
Das Buch beginnt mit einigen allgemeinen Einleitungen zum Thema regionale Lebensmittel. Sie beschreibt in Kategoerien wie Beeren, Nüsse, etc. heimische Lebensmittel und welche Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe in ihnen steckt. Sie stellt auch den direkten Vergleich an zwischen beispielsweise Chia und Leinsamen. Die Erläuterungen sind leicht verständlich, kurz und bündig und mit schönen Zeichnungen versehen. Der Hauptteil bilden dann die Rezepte, die nach den Jahreszeiten und nach Mahlzeiten sortiert sind. Durch diese Einordnung kann man ohne viel nachdenken dem Anspruch saisonal gerecht werden. die meisten Rezepte werden mit einem Foto auf der gleichen Doppelseite oder auf der nächsten Seite begleitet, die sehr ansprechend aussehen. Die Rezepte benötigen wenige bis einige reiognale Zutaten. Regional bezieht sich hier auf Österreich. Die Autorin ist dabei nicht dogmatisch, so lässt sie beispielsweise Olivenöl aufgrund seiner guten Eigenschaften zu. Die Lebensmittelbezcihnungen sind auch österreichisch. Manche Zutaten kannte ich nicht und wäre mir auch nciht ganz sicher, ob ich sie im gängigen Supermarkt finden wird, aber es wird so wie so der Bio-Markt empfohlen. Einige Kombinationen fand ich eher gewagt, aber das mag wohl daran liegen, dass ich nicht so gerne Obst in meinem Blattsalat habe. Aber es lässt sich definitiv einiges Nachahmungswertes finden, auch wenn ich noch nicht dazu gekommen bin. Zu den Rezepten gibt es auch oft Anmerkungen und immer eine 3-Punkte-System für den Vitamin-, Mineralstoff gehalt und dergleichen. die Autorin verzichtete bewusst auf Kalorienangaben. Mir persönlich fehlte jedoch eine ungefähre Zeitangabe für die Zubereitung, denn eine Frühstück, dass erst einmal eine halbe Stunde Ziehzeit benötigt ist beispielsweise keine Gericht für meine Arbeitstage.
Insgesamt ein sehr schön gestaltetes Buch mit schönen und gesunden Rezepten ohne dogmatisch zu erscheinen. Es sind zwar ausschließlich vegetarische Rezepte, aber die Autorin meinte, dass man nach belieben auch Fisch und Fleisch dazu essen dürfe. - C.J. Waller
PREDATOR X
(12)Aktuelle Rezension von: Monika_GraslAch ja, Bücher mit Dinosauriern sind schon was herrliches, jedenfalls wenn der Klappentext genau das verspricht. Bei Predator X - Wächter der Tiefe könnte man das im ersten Moment vermuten, aber die Story nimmt nach der Hälfte des Buches eine überraschende Wende.
Aus der Sicht der Höhlenforscherin Megan wird die Geschichte erzählt, bei der es um Fraking geht und der Kontakt zu einem ersten Forschungsteam unvermittelt abbricht. Zunächst ist nicht klar, was der Grund dafür ist, aber bereits nach wenigen Seiten bekommt man einen unterirdischen See oder besser gesagt eine Art Meer präsentiert in dem ein Meeressaurier unterwegs ist. Soweit, so klar, würde man annehmen, doch hier fängt dann der eigentliche Schwenker im Genre an und man gerät schnell zu der Frage, wem Megan eigentlich trauen kann.
Am Anfang hatte ich durch die Ich - Perspektive ein paar Probleme in die Story reinzukommen. Stellenweise dümpelt die Handlung dahin, während Megan sich in kleinlichen Gedanken verliert und ihren ständigen Panikattacken. Das ist zu Beginn ganz reizvoll beschrieben, ist dann irgendwann aber auch anstrengend, insbesondere wenn sie zwei Seiten vorher noch zu der Erkenntnis kommt das sie als einzige für etwas den Mut aufbringt.
Für zwischendurch mal eine willkommene Abwechslung, allerdings mit einem sehr sprunghaft Storyverlauf, der ruhig ein paar Erklärungen mehr hätte haben können. - Christina Nack
Angesetzt
(1)Aktuelle Rezension von: peedeeReihe Hausgemacht, Essig und Öl: Essig und Öl benütze ich fast täglich, vor allem natürlich für Salat. Ich habe noch nie Essig selbst angesetzt oder auch nur ein Öl aromatisiert. Der kleine Ratgeber verspricht jede Menge Tipps und Rezepte sowie Einblick in Herkunft und Geschichte.
Erster Eindruck: Die Protagonisten – Essig und Öl – sind bereits auf dem Cover aufgeführt; das gefällt mir gut. Der Schriftzug „Angesetzt“ ist mir, obwohl ziemlich gross geschrieben, zuerst gar nicht aufgefallen, sondern nur der Untertitel.
Was wusste ich über die Essig-Herstellung? Ich wusste, dass dazu eine Essigmutter nötig ist, was ich immer als sehr merkwürdig empfand. Hier wird die Essigmutter selbstverständlich auch thematisiert – für mich ist sie auch nach der Lektüre immer noch ein komisches Ding… Für den Start der heimischen Essigproduktion empfiehlt sich eine fertige Essigmutter oder ein Impfessig (Stammessig).
„Kleines Abc der Essigsorten“: Es gibt nicht nur den in letzter Zeit sehr in Mode gekommenen Aceto Balsamico, sondern noch viel mehr, z.B. Apfelessig, Branntweinessig, Kartoffelessig, Malzessig, Molkeessig… Ich habe gelernt, dass die Essig-Herstellung doch einiges an Geduld verlangt. Eine der häufigsten Pannen: „Das Schütteln des Gefässes oder gar ein Umrühren sind tabu. Das Risiko, dass die Bakterien nach unten sinken und buchstäblich ertrinken könnten, ist gross und würde den Prozess erheblich verzögern.“ Das war für mich sehr erstaunlich, dass Bakterien tatsächlich ertrinken können!
Öl ist nicht gleich Öl. Es werden z.B. die Unterschiede von nativem Olivenöl extra oder gewöhnlichem nativem Olivenöl erklärt, Warmpressungen mit und ohne Extraktion, Ölaromatisierungen mittels Kalt- oder Warmauszug. Es gibt Öle zur Zubereitung von Essen, aber auch Öle, die als Heilmittel, zur Körperpflege oder im technischen Bereich genutzt werden.
Analog zum Essig gibt es ein „Kleines ABC der Pflanzenöle“. Vorgestellt werden z.B. Distelöl, Kürbiskernöl, Leinöl oder Rapsöl („das deutsche Pendant zum mediterranen Olivenöl“).
Fazit: Dieser Ratgeber gibt einen guten ersten Überblick in die Materie und liefert auch etliche Rezepte zum Ausprobieren. Von mir gibt es 5 Sterne. - Richard A. Clarke
The Scorpion's Gate
(11)Aktuelle Rezension von: LiisaRichard A. Clarke war mehr als drei Jahrzehnte lang im Weißen Haus, im State Department und im Pentagon als Anti-Terror-Berater für vier US-Präsidenten tätig. In den Stunden nach den Terroranschlägen des 11. September leitete Clarke den Krisenstab des Weißen Hauses. Im März 2003 schied er auf eigenen Wunsch aus der Bush-Regierung aus und veröffentlichte 2004 den Aufsehen erregenden Bestseller »Against All Enemies«. 2005 veröffentlichte er dann seinen Spionage-Thriller »The Scorpion's Gate«. Mit seinem eigenen beruflichen Hintergrund der auch Geheimdiensterfahrungen einschließt weiß er nur zu gut, worüber er schreibt. Der Roman setzt im Jahr 2011 ein. In Saudi Arabien sind die seit Jahrzehnten herrschenden Sauds durch eine Rebellion vom Thron und außer Landes vertrieben worden, hoffen aber noch mit Hilfe der Amerikaner wieder auf ihren Thron zurückkommen zu können. Saudi Arabien ist umbenannt in Islamijah und es ist noch nicht endgültig geklärt, wer im Land nun das Sagen hat. Die USA wiederum fürchten um ihren Zugang zu den Ölquellen und auch China braucht inzwischen aufgrund seiner Entwicklung dringend Öl. Und dann ist da noch der Iran, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt. Die Ereignisse folgen immer schneller hintereinander und das Pulverfaß Naher Osten steht einmal mehr vor einer gewaltigen (wohlmöglich atomaren) Explosion. In diesen Stunden sind es vier Menschen die versuchen das Schlimmste zu vermeiden und den Lauf der Dinge aufzuhalten - soweit zur Geschichte. Literarisch kann man Clarkes Buch ganz sicher nicht als großen Wurf bezeichnen, die Figuren bleiben alle eher oberflächlich gezeichnet, Spannung kam für mich nie wirklich auf. Das einzige was ich daran halbwegs »interessant« fand, ist der Entwurf eines Szenarios, wie es in der Region politisch gesehen weitergehen »könnte«. Dabei ist die Szenerie, die Clarke entwirft durchaus denkbar und möglich. Ich fürchte nur, dass es dann wohl - wie so oft in der Menschheitsgeschichte und in dieser Region der Welt - nicht zu einem halbwegs guten Ende kommen wird, wie der Roman es bietet. Klar wird aus dem Roman nur eines: Das Thema Naher Osten wird für die USA - und nicht nur sie - noch lange ein hochexplosives bleiben und gerade die Entscheidung des gegenwärtigen Präsidenten haben dafür gesorgt, dass sie dabei zukünftig eher ein schlechtes Blatt auf der Hand haben. Gerade ist Richard A. Clarkes neuer Roman »Breakpoint« erschienen, in dem er sich wieder mit dem Thema Terrorismus befaßt. - Rosamund Lupton
Lautlose Nacht
(68)Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZDie Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen aus der Ich-Perspektive der zehnjährigen, gehörlosen Ruby und zum anderen in der dritten Person aus der Sicht ihrer Mutter Yasmin.
Das Buch ist unglaublich gut, was mehrere Gründe hat. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich flog durch die Zeilen. Dies kommt auch von der greifbaren Spannung, die durch das gesamte Buch hinweg hoch ist. Sehr gefallen hat mir die wahnsinnig gute und anschauliche Darstellung Alaskas, der Eiseskälte und der Landschaft. Ich hatte das Gefühl, ich wäre direkt vor Ort.
Die beiden Protagonisten Yasmin und Ruby sind beeindruckende und gut ausgearbeitete Charaktere. Ihr Verhalten und ihre Einstellungen sind nachvollziehbar, weil sie von Rosamund Lupton gut erklärt werden. Da Ruby gehörlos ist, hat die Autorin einem diese Welt nähergebracht, die ich als sehr interessant und wissenswert empfinde. Auch Fracking und dessen Gefahren wird in diesem Buch ein wenig nebenbei thematisiert.
Die Geschichte um Yasmin und Ruby ist durchgehend spannend und gut ausgearbeitet. Das Ende ist schlüssig und keine Fragen bleiben offen.Fazit
Das Buch ist für mich rundum gelungen und ein richtiger Pageturner. Kurz gesagt: Ich liebe dieses Buch!
- Paul E. Cooley
THE BLACK - Der Tod aus der Tiefe
(14)Aktuelle Rezension von: LeseeselDer Thriller hat mich dank seiner fast schon cineastischen Darstellung gut abgeholt – die Handlung war für mich durchweg greifbar und nachvollziehbar. Wäre dem nicht so gewesen, hätten die zahlreichen Mängel die Bewertung deutlich nach unten gezogen.
Denn die Übersetzung ist stellenweise eine Katastrophe: Aus dem Supervisor wird ein "Aufseher" (das gehört für mich eher ins Straflager), eine gestürzte Person wird zum "Gefallenen" (das klingt eher nach Kriegstod). Der Autor ist offenbar IT-affin, der Übersetzer hingegen nicht – an einigen Stellen findet sich ein Namedropping von IT-Begriffen, das schlicht keinen Sinn ergibt. Und was um alles in der Welt sind "Unfallstiefel"? Vermutlich Sicherheitsschuhe.
Zu Beginn des Romans werden die Protagonisten wechselweise mit Spitz- und Klarnamen betitelt – das hat bei mir für ordentlich Verwirrung gesorgt. Wer ist wer, und wieso werden gleich so viele Figuren auf einmal eingeführt?
Auch fachlich hakt es: Telefone an Bord funktionieren ohne Satellit angeblich nicht, SMS aber schon. Und plötzlich laufen auch E-Mails wieder, obwohl kein Internet vorhanden sein sollte. Der zu Beginn aufgebaute "spröde" Stahl taucht im weiteren Verlauf nie wieder auf. All das deutet darauf hin, dass der Autor seine Geschichte am Ende nicht mehr sauber "aufgeräumt" hat.
Positiv hervorzuheben ist die teils sehr detaillierte Beschreibung einzelner Szenen. Die kleinteilige Schilderung mancher Handgriffe mag streckenweise anstrengend sein, ergibt in Summe aber ein Bild wie im Film.
Am Ende überwiegen für mich Plot und actionreiche Umsetzung – trotz der zahlreichen Schwächen bleibt unterm Strich ein positiver Gesamteindruck.
Fazit: Cineastisch und actionreich, aber getrübt durch eine schwache Übersetzung und handwerkliche Schnitzer. 4/5 Sterne.
- Robert R. McCammon
MATTHEW CORBETT und die Königin der Verdammten - Band 1
(36)Aktuelle Rezension von: Simone_081*3,5 Sterne
Ich finde Matthew Corbett nach wie vor gut, und als Ermittler sympathisch und ungewöhnlich, weil er kein klassischer Detektiv oder Polizist ist, sondern Gerichtsschreiber.
Robert McCammon investiert sehr viel Zeit in den Handlungsaufbau und ein glaubwürdiges Setting, was mich auch diesmal sehr überzeugen konnte, dennoch hat mir dieser Teil (bis jetzt) nicht so gut gefallen wie der Vorgängerband.
Die Handlung spielt diesmal in New York und Matthew Corbett hat es u.a. mit einem Serienmörder, dem Maskenschnitzer, zu tun.
Auch bei "Die Hexe von Fount Royal" dauert es eine Weile, bis es richtig losgeht, aber hier habe ich mich öfters gefragt, wann die Handlung eigentlich losgeht. Lange Zeit dümpelt alles ziemlich unspektakulär vor sich hin; es ist zwar die Rede von einem Mord, aber nur am Rande, und Matthew ist zunächst mit einigen anderen Dingen beschäftigt. Nach einer Weile geht es dann auch (hauptsächlich) um den Maskenschnitzer, aber Tempo nimmt die Handlung auch da nicht wirklich auf. Ich hoffe auf den zweiten Band.
Besser gefallen hat mir außerdem das Setting von Fount Royal. Durch das "altertümliche" Carolina mit drohenden Indianerangriffen und fanatischen Predigern kam für mich ein bisschen "Würze" ins Geschehen. Hier spielt die Handlung in einer Großstadt (New York), die jede x-beliebige Großstadt zur damaligen Zeit, z.B. London, sein könnte. Außer der Nennung einiger markanter Orte gibt es eigentlich nichts, was diesen Ort heraushebt und ihn fast ein wenig langweilig macht.
Wie gesagt hoffe ich auf den zweiten Teil.
Für alle Fans ist auch diese Geschichte ein Muss, man sollte aber ein bisschen Geduld mitbringen. - Gerry Bartlett
Texas Heat
(65)Aktuelle Rezension von: Monika81Cassi ist bei ihrer Mutter aufgewachsen, Vater unbekannt.
Von wegen unbekannt. Als sie auf einmal bei der Testament Verkündung ihres Vaters sitzt.
Sie musste ihr ganzes Leben für alles was sie erreicht hat hart und viel arbeiten und jetzt muss sie nur ein Jahr in der Firma ihres Vaters arbeiten und ist dann eine sehr - Mojib Latif
Das Ende der Ozeane
(5)Aktuelle Rezension von: KymLucaDer Autor behandelt hier sehr anschaulich und verständlich ein für uns alle unglaublich wichtiges Thema.Sehr informativ, sollte man gelesen haben. - 8
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