Bücher mit dem Tag "österr. krimi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "österr. krimi" gekennzeichnet haben.

337 Bücher

  1. Cover des Buches Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1) (ISBN: 9783864931666)
    Oliver Pötzsch

    Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)

     (226)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Für den ehrgeizigen Inspektor Leopold von Herzfeldt beginnt der erste Arbeitstag in Wien eher weniger erfolgreich. Mit einem grausamen Mord und eher ablehnenden Kollegen konfrontiert, sucht er sich Hilfe beim renommiertesten Totengräber Wiens: Augustin Rothmayer. Gemeinsam heften sie sich an die Fersen des Mörders und wirbeln dabei nicht nur auf den Straßen der Stadt jede Menge Staub auf, sondern auch in den Sphären der Reichsten der Wiener Gesellschaft.


    Meine Meinung

    Historische Krimis gehören tatsächlich noch gar nicht so lange zu meinem Beuteschema, weshalb es mich immer besonders freut, wenn ich ein wirklich gut gemachtes Exemplar in die Finger bekomme.

    Das historische Setting wurde hier definitiv sehr erfolgreich in die Geschichte eingearbeitet, was mich von Beginn an wirklich begeistert hat. Auch der Schreibstil hat in meinen Augen genau die richtige Balance zwischen historischem Hintergrund und Modernität gefunden, sodass man sich während des Lesen an keinen seltsamen oder unglücklich bemühten Formulierungen gestoßen hat, sondern wirklich in der Lage war, das Lebensgefühl der Vergangenheit zu erahnen.

    Die Charaktere waren mitunter vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, nichtsdestotrotz habe ich die Protagonisten aber doch recht schnell ins Herz geschlossen. Das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Figuren macht auf jeden Fall jetzt schon Lust auf weitere Teile der Reihe, denn am Ende des Buches hätte ich die Protagonisten doch ganz gerne noch einen Augenblick länger begleitet und ihre Entwicklungen beobachtet.

    Auch der Spannungsbogen war grundsätzlich nicht schlecht aufgebaut, auch wenn ich persönlich eher weniger in eine atemlose Grundspannung verfallen bin. Die Grundidee war sehr solide durchdacht und der Handlungsverlauf führt mit Sicherheit nicht zu Langeweile, insgesamt erschien mir die Geschichte jedoch trotzdem eher stringent aber unaufgeregt.


    Fazit

    Wer Lust auf einen wirklich angenehm zu lesenden Krimi im Setting des historischen Wiens und interessant beschriebene Schauplätze hat, dem wird dieses Buch mit Sicherheit richtig gut gefallen. Den Spannungsbogen würde ich zwar nicht unbedingt als aufgeregt beschreiben, langweilig wird die Geschichte beim Lesen deshalb aber definitiv nicht.

    Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  2. Cover des Buches Veilchens Winter (ISBN: 9783852189673)
    Joe Fischler

    Veilchens Winter

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Valerie „Veilchen“ Mauser kommt zurück nach Tirol. Sie wird in ihrer Heimat als LKA-Leiterin eingesetzt. Was einigen der neuen Kollegen so gar nicht gefällt. Gerade Herr Geyer ist nicht gerade der freundlichste Kollege, da er mit der Stelle fest gerechnet hatte. 

     

    Von oben bekommt Valerie direkt am ersten Tag einen geheimen Auftrag. Einem Oligarchen Paar, das einen Gasthof hat, wurde die Tochter entführt. Valerie soll das Kind finden und ohne Aufsehen den Fall lösen. 

     

    Valerie ist überrumpelt und sagt zu, ohne zu wissen, was die ganze Sache noch nach sich zieht. 

     

    So gestaltet sich ihr Auftrag, sowie die neue Arbeit nicht so einfach, wie zunächst gedacht. 

     

    „Veilchens Winter“ ist der erste Fall für Valerie Mauser aus der Feder des Autors Joe Fischler. 

     

    Der Schreibstil des Autors war flott und super zu lesen. Die Spannung hielt sich über den kompletten Fall hinaus. 

     

    Valerie ist in ihrer Art wirklich sympathisch. Über ihr Teufelchen und später auch das Engelchen auf der Schulter konnte man schon schmunzeln. Auch ist sie so von ihrer Art her richtig taff und liebenswert. Auch wenn sie ab und an schon einmal ziemlich chaotisch sein kann. Valerie hat mir als Figur sehr gut gefallen. 

     

    Auch die restlichen Figuren hatten alle etwas. Es hat keine genervt oder war unmöglich. 

     

    Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen. Ich mochte den Alpenkrimi. Seine Handlung, die Figuren, es passte alles. Ein einfacher, nicht blutiger, ruhiger Krimi mit tollen Figuren, genau mein Ding!

     

  3. Cover des Buches Die rote Frau (ISBN: 9783809026761)
    Alex Beer

    Die rote Frau

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Der angeschlagene Ermittler Emmerich muss eine mysteriöse Mordserie in Wien  anfangs der 1920er Jahre aufklären. Wien ist heruntergekommen, die Nahrungsmittel sind knapp und der Bevölkerung geht es schlecht. Europa ist immer noch durch die Folgen des ersten Weltkriegs destabilisiert, gesellschaftlich und politisch. Die Monarchien in Deutschland und Österreich sind zusammengebrochen. Emmerich selbst leidet unter einer Kriegsverletzung am Knie und wohnt in einem Männerheim als Übergangslösung. Zusammen mit dem erst zwanzig Jahren alten Winter ermittelt er in Wiens Unter- und Halbwelt. Winter selbst ist ein Adeliger, dem der Titel weggenommen wurde, sehr gebildet, aber völlig behütet aufgewachsen. Emmerich mag den Jungen, und zusammen sind sie zwar ein unschlagbares, wenn auch etwas seltsames Team. 

    Mir hat die Stimmung in Wien, wie sie in diesem Krimi geschildert wird, sehr gut gefallen. Man bekommt so Einblicke in einen Teil der Geschichte von Wien, die so - aus gut nachvollziehbaren Gründen- in Museen und den Geschichtsbüchern nur kurz gestreift werden. Und da ich ein Wien-Fan bin, ließ ich mich gerne in diese Geschichte entführen. Der Plot ist gut aufgebaut und der Krimi solide geschustert. Da gibt es nichts auszusetzen.


    Fazit: Klare Leseempfehlung für Wien-Fans, die keine Angst vor den Abgründen der Geschichte haben.


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  4. Cover des Buches Veilchens Feuer (ISBN: 9783709978320)
    Joe Fischler

    Veilchens Feuer

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Valerie Mauser wird in ihrem zweiten Fall mit dem Schutz eines Deutschrockers betraut. Wolf Rock ist für ein letztes Konzert in seine Heimat zurück gekehrt und löst mit seinem angekündigten Auftritt schon im Vorfeld Diskussionen und Proteste aus. Als ihm schließlich auch noch Rache für seine Schandtat angedroht wird, bekommt der Fall andere Dimensionen.... 

    Meine Meinung: Mit gewohnt gnadenlosen Humor, Innsbrucker Stadtflair, ein bisschen Spannung und Verbrechen fesselte Joe Fischler mich an seinen Krimi. Die Protagonistin Valerie ist mir sehr sympathisch, ebenso Stolwerk der auch hier wieder seinen verdienten Platz bekommt. Mein heimlicher Favorit ist allerdings Schmatz der mit seiner ungezwungenen Art viele Situationen auflockert. Der Krimi lebt von Fischlers Humor, den man allerdings mögen muss. Vor allem als Schmatz "bei Facebook anrufen sollte" habe ich herzlich gelacht. Richtig spannend wurde es erst zum Ende hin, mir fehlt vor allem anfangs die Krimihandlung. 

    Besonders gut an dieser Reihe gefallen mir die einheitlichen Cover, die für mich absoluter Blickfang waren. 

    Mein Fazit: Wieder ein toller Krimi - ich freue mich auf Band drei mit Veilchen Mauser. 

  5. Cover des Buches Glitzer, Glamour, Wasserleiche (ISBN: 9783852189789)
    Tatjana Kruse

    Glitzer, Glamour, Wasserleiche

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch kann zwar aus meiner Sicht nicht ganz mit dem ersten Band mithalten, ist aber dennoch ein ganz tolles Leseerlebnis. Selbst für das Gebre übliche Spannung-Level wurde diesmal nicht erreicht, weshalb ich einen Punkt abgezogen habe. Das schmälert aber das Buch insgesamt wirklich nur unwesentlich.

    Überhaupt liegt der Schwerpunkt weniger auf dem Kriminalfall (ein Mord und eine Entführung) sondern im Geschehen "drum-herum". Das aber hat es in sich. Da folgt ein Gag auf den nächsten und dem Leser kommen stellenweise die Lachtränen. 

    Die Figuren (viele dem Reihenleser ja bereits bekannt) sind sehr liebevoll und konturiert gezeichnet. Da kommen die einzelnen Schrullen gut zur Geltung.

    Mir hat das Buch wieder sehr viel Sass bereitet und ich freue mich schon sehr auf den dritten Band...!

  6. Cover des Buches Der Tote im Schnitzelparadies (ISBN: 9783462051513)
    Joe Fischler

    Der Tote im Schnitzelparadies

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Hannelore_Seidel

    Es geht aufwärts: „Heute Wien, morgen London, übermorgen Paris“. Oder doch nicht? Warum der Umweg über Hinterkitzlingen? Das hat er wohl dem Qualtinger zu verdanken wegen der Sache mit seiner Frau. Er muss in den sauren Apfel beißen  und nach Tirol in dieses Kaff, das keiner kennt. Da wären ihm doch seine Statistiken in Wien lieber gewesen, aber hilft ja eh nix. 

    Kaum angekommen, stürmt die Resi vom Schnitzelparadies die Polizeiwache und schreit wie wild: „Bussi, schnell“. Da ist einer in ihrer Tiefkühltruhe - aber wo soll Bussi anfangen? Er muss ja noch den verschwundenen Nachbarsbürgermeister suchen, denn genau dafür ist er hergekommen.

    Ein sympathischer Inspektor Arno Bussi ist Joe Fischler da eingefallen. Ein wenig verschmitzt, ein wenig verpeilt, aber immer ein sehr liebenswerter Polizist mit Leib und Seele ist er, der stets unglücklich Verliebte. Hier hat es ihm die Eva vom ersten Augenblick an angetan. Einer schönen Frau kann er einfach nicht widerstehen, da schmilzt er nur so dahin. Durch das heftige Unwetter, das sie alle von der Außenwelt abgeschnitten hat, ist er auf sich gestellt, denn es funktioniert nur mehr die Gerüchteküche. 

    Eine Verbrecherjagd der etwas anderen Art, ein Krimi mit viel Lokalkolorit. Auch wenn ich ein Fan von knallharten Thrillern bin, mag ich diese urkomischen Geschichten um einen charmanten, sehr netten Typen, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, immer wieder gerne lesen. Schon sein Name (den er nicht so gerne hört) spricht Bände. Das hat er schon sein ganzes Leben lang spüren müssen, aber Bussi gibt nun mal viel her an Wortwitz. Es passiert so einiges, das eine Verbrechen zieht das andere richtiggehend an. Augenzwinkernd führt der Autor seine Leser durch ein Gewusel an Ereignissen, man möchte es nicht glauben, aber „schlimmer geht immer.“

    Der Auftakt der Krimireihe um Arno Bussi ist Joe Fischler gut gelungen. Arno, der bestimmt einmal berufstechnisch um die Welt jettet, wenn auch nicht jetzt und gleich.


  7. Cover des Buches Veilchens Blut (ISBN: 9783709978412)
    Joe Fischler

    Veilchens Blut

     (54)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Valerie Mauser, Band 3: Beim letzten Einsatz wurde Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser verletzt und musste auf Reha, um sich auszukurieren. Aber nicht mit Veilchen – als sie erfährt, dass ihre Tochter, die sie seinerzeit zur Adoption freigegeben hatte, sie sucht, gibt es kein Halten mehr: sie muss unbedingt zu ihr. Ihre Tochter ist mittlerweile erwachsen und hat jede Menge Schwierigkeiten; Veilchen hat die nun auch…

    Erster Eindruck: Eine Reihe mit Wiedererkennungswert durch die schwarzen Cover mit den Blumen – gefällt mir gut.

    Dies ist Band 3 einer Reihe und lässt sich ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.

    Diese Rezension fällt mir nicht leicht, denn die Geschichte hat mich – wie schon der Titel verrät – leider gar nicht überzeugt. Aber wo fange ich an?
    Luna Brennsteiner, so der Name von Veilchens Tochter, wurde von einem Ehepaar adoptiert und hat noch eine Schwester, Sophia. Beide sind sehr im Tierschutz engagiert und fühlen sich nicht verpflichtet, Regeln einzuhalten. Dies und auch die Heroinabhängigkeit von Sophia haben die beiden in grosse Schwierigkeiten gebracht. Sophia war zuerst verschwunden und kam dann in ein Zeugenschutzprogramm. Luna will ihre Schwester rächen: Milan Knarr ist ihr Ziel; er führt eine Bande von Tierschmugglern an. Er lässt sowohl Tiere, als auch Menschen verschwinden…
    Veilchen überredet Schmatz, den jungen IT-Crack, sie zur Polizeistelle zu fahren, von der sie über das Auftauchen ihrer Tochter informiert wurde. Endlich kann sie ihre Tochter kennenlernen! Sie fahren also mit einem „frisierten“ Moped dahin – in ihrem Zustand keine gute Idee. Aber das wird nicht die letzte schlechte Idee von Veilchen und Co. bleiben. Veilchen verrät ihrem besten Freund Stolwerk nun endlich das Geheimnis ihres Lebens: ihre Tochter Luna. Als Veilchen ankommt, ist Luna bereits wieder weg – mit einem Boxer. Veilchen schwant Böses und sieht einen grossen Schlägertypen vor ihrem geistigen Auge, der ihr kleines, wehrloses Mädchen in seiner Gewalt hat (Luna hat mich mit ihrer rotzfrechen Art völlig genervt!). Aber der Boxer ist ein Hund.
    Zu viel erzählen will ich nicht, daher nur noch so viel: der Hund spielt eine wichtige Rolle, Veilchen erfährt, was ein Bitcoin Wallet ist, Schmatz benimmt sich wie ein Pubertierender. Es kommt zur Flucht auf unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln: einem Oldtimer-Traktor, einem Strauss und einem als Zebra angemalten Pferd. Wie bitte?

    Fazit: Für mich hatte es leider viel zu viel Slapstick. Wenn dies mein erstes Buch des Autors gewesen wäre, hätte ich gar nicht erst zu Ende gelesen und würde die Reihe auch nicht weiterverfolgen. Die Bände 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen und jeweils 5 Sterne erhalten. Der vorliegende Band erhält leider nur 2 Sterne. Schade.
  8. Cover des Buches Der Preis des Lebens (ISBN: 9783710900846)
    Bernhard Kreutner

    Der Preis des Lebens

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Dies ist der erste Fall von Michael Lenhart und Sabine Preis, die in Wien ermitteln. Er ist ein gradliniger Analytiker mit Liebe zu zu Aritoteles, sie eine starke Frau mit scharfem Verstand und einer militärischen Vergangenheit.

    Zum Fall:

    Egal ob Niere, Herz oder Lunge, die ein finanzkräftiger Patient benötigt, Dr. André Keller und Dr. Eva Vedette finden den passender Spender, extrahieren - diskret und transplantieren das gewünschte Organ.

    Illegaler Organraub auf höchstem Niveau, denn die Politik hält schützend die Hand darüber und liefert schon mal dazu gewünschte Informationen oder Waffen.

    Als auf dem Wiener-Zentralfriedhof eine Leiche zu viel in einem Sarg liegt und durch einen dummen Zufall gefunden wird, werden Lenhart und Preis mit dem Fall betraut.  

    Die zwei strafversetzten Polizisten, der neugeschaffenen Wiener-Sondereinheit für Altfälle, merken schnell, dass sie es hier mit einem großen, mächtigen Gegner zu tun haben.


    Fazit:

    Dies ist ein toller morbider Krimi mit einem  herrlich erfrischenden Ermittlerteam. Die zeigen, das man auch mal anders arbeiten kann. Mir haben die authentischen Charaktere und vor allem das Nutzen von BigData für den Organhandel sehr gut gefallen. Denn die Rollen im Team sind mal etwas anders verteilt, jeder der Beiden hat seinen männlichen und weiblichen Seiten und mit einem kleinen Spaziergang und dem passenden philosophischen Spruch bekommt noch jede Nuss geknackt.


    Kleine Abzüge gibt es, was die Spannung und überraschende Wendungen angeht, denn durch den umfassenden Blick, gute Seite - böse Seite, weiß man als Leser immer fast alles. Das erhöht hier zwar den Morbiden Charm, denn man bekommt mit, wie die Bösen wahrlich über Leichen gehen, doch Spannung kann sich so leider nur wenig aufbauen. 


    Alles in allem ein tolles neues Team, passabler Fall mit kleinen Abzügen in der B-Note…..


    4 STERNE.

  9. Cover des Buches Tod am Semmering (ISBN: 9783954519958)
    Beate Maly

    Tod am Semmering

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Calypso49

    Unterhaltsamer Krimi im Stil von Miss Marple mit österreichischem Einschlag

    Eingeschneit in einem Luxushotel in den Bergen muss eine Tangogesellschaft feststellen, dass ein Mörder unter ihnen weilt. Die pensionierte Lehrerin Ernestine beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und spannt auch gleich ihren Begleiter, den Apotheker Anton als Assistenten ein. Mit ihrer bodenständigen und direkten Art bildet sie einen spannenden Kontrast zu den restlichen eher vornehmen Gästen. Besonderes Schmankerl ist der österreichische Dialekt der Hotelmitarbeiter.

  10. Cover des Buches Lockvogel (ISBN: 9783709981030)
    Theresa Prammer

    Lockvogel

     (84)
    Aktuelle Rezension von: BienchenMaja

    Die Schauspielstudentin Toni hat mit einigen Problemen zu kämpfen: Ihr Freund Felix hat sich scheinbar in Luft aufgelöst und noch dazu mit ihrem gesamten Geld. Um sich aus dieser hoffnungslosen Situation zu befreien, wendet sie sich an den Privatdetektiv Edgar Behm. Er könnte ihr bei der Suche nach Felix helfen. Doch auch Privatdetektiv Behm hat seine eigenen finanziellen Probleme und Toni kann ihn nicht mal richtig bezahlen.
    Als dann plötzlich Sybille Steiner, die Frau eines berühmten Regisseurs, auftaucht und Behm eine Menge Geld dafür bietet, dass er einige mysteriöse Fragen klärt, hat Behm einen genialen Plan. Er engagiert Toni als Lockvogel, um herauszufinden, was es mit dem Tod eines Mannes auf einer von Steiners High-Society-Partys auf sich hat und wer die Autorin des anonymen Tagebuchs sein könnte, in dem Sybille Steiners Ehemann beschuldigt wird sich an einer jungen Schauspielerin vergriffen zu haben.
    Schon bald wird es auch für Toni gefährlich...

    Handlung:
    - sehr spannender Einstieg
    - Spannungsbogen flacht sich stellenweise ein bisschen ab -- Im Vergleich zu anderen Krimis nur mittelmäßige Spannung.
    - einige Überraschungsmomente/unerwartete Wendungen

    Hauptcharaktere:
    -nachvollziehbares Handeln/Denken der Charaktere
    - Toni: mir persönlich sehr sympathisch, reif für ihr Alter und nicht zu naiv, witzige Persönlichkeit -- Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
    - Behm: von den Niederlagen/Misserfolgen seines Lebens geprägt, intelligent
    - Beide bilden ein sympathisches Ermittlerduo.
    - Auch die einzelnen Geschichten/Hintergründe der Nebencharaktere finde ich sehr interessant.

    Schreibstil:
    - angenehm, schnell zu lesen
    - schlicht und pointiert, keine unnötigen Schnörkeleien
    - unterhaltsam

    Was mir nicht so gefallen hat:
    - Es werden ziemlich viele Themen behandelt (Mordfall, Machtausnutzung, #metoo, Dreharbeiten...). Leider werden die meisten davon nur kurz angeschnitten. Ich hätte mir hier mehr Details gewünscht.
    - In den letzten paar Kapiteln ging es mir einfach viel zu schnell. Es scheint fast so, als ob die Autorin so schnell wie möglich das Buch fertig schreiben wollte. Ein paar zusätzliche Kapitel hätten eindeutig nicht geschadet, vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch "nur" knappe 380 Seiten hat.

    Fazit: Inhaltlich und von der Spannungsseite her wurde das volle Potenzial nicht ausgeschöpft, dafür sind mir aber die Charaktere sehr ans Herz gewachsen.

    PS: Das ursprüngliche Cover wäre meiner Meinung nach passender gewesen.

  11. Cover des Buches Totentanz im Pulverschnee (ISBN: 9783462055115)
    Joe Fischler

    Totentanz im Pulverschnee

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Inspektor Arno Bussi wollte eigentlich Urlaub machen. Zugegeben nicht ganz freiwillig, aber was tut der brave Sohn nicht alles der Frau Mama zu liebe? So findet er sich beim alljährlichen Eisfestival in Maria Schnee wieder. Als die attraktive Eisprinzessin verschwindet und auch noch Erna Katz vom LKA Tirol erscheint, kann Arno es nicht lassen. Schließlich hat er Insider Wissen und kann den Kollegen doch nützlich sein. 

    Meine Meinung: Ein weiterer spritziger Krimi aus der Feder von Joe Fischler. Der Schreibstil passt zum Setting und man fliegt locker von Seite zu Seite. Der Autor verpackt im Krimi geschickt und unaufdringlich sowohl Gesellschaftskritik als auch seine eigene Kenntnis über "Land u. Leute" in Tirol. Auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. 

    Der Protagonist Arno Bussi war mir in den ersten Bänden ja schon sympathisch. Das er manchmal regelrecht unmenschliches durchmachen muss sei dahingestellt. Auch die weiteren Personen sind gut dargestellt mit ihren Ecken und Kanten, sie waren sehr lebendig. Ich konnte mir die "Mama" oder Frau Katz mit ihrer "berliner Schnauze" richtig gut vorstellen. 

    Die Mischung zwischen privater Verwicklungen und Krimihandlung gelingen dem Autor meiner Meinung nach sehr gut. Es ergibt sich ein harmonisches Gesamtpaket.

    Nach einer kleinen Einführung geht die Geschichte flott voran und man möchte dranbleiben bis zum Schluss. Die Auflösung hat mich dann doch etwas überrascht und die Sache mit dem Fuchs war mir eindeutig ein Zufall zu fiel - aber ich verbuche das als künstlerische Freiheit. 

    Meine Meinung: Die Arno-Bussi-Reihe kann ich uneingeschränkt empfehlen und ich freue mich auf weitere Fälle mit dem Inspektor.

  12. Cover des Buches Steirernacht (ISBN: 9783839219263)
    Claudia Rossbacher

    Steirernacht

     (49)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Sandra Mohr, Band 6: Sandra Mohr und ihr Chef, Sascha Bergmann, Ermittler beim LKA Graz, werden zu einem Tatort gerufen – ein Ehepaar und ihr elfjähriger Sohn wurden erschossen aufgefunden. Handelt es sich um erweiterten Suizid? Das Ehepaar hatte hohe Schulden. Doch da die dreizehnjährige Tochter noch lebt, spricht gegen diese Theorie. Sie ist eine wichtige Zeugin in diesem Fall…

    Erster Eindruck: Wie immer ist das Herz das zentrale Coverelement dieser Reihe – wieder sehr schön umgesetzt.


    Dies ist Band 6 der Reihe, lässt sich aber unabhängig von den Vorgängerbänden lesen.


    Es sind beinahe vier Jahre her, seit Sascha aus Wien nach Graz versetzt worden ist. Seither arbeiten Sandra und er im Team und haben schon einige Fälle gemeinsam gelöst. Der neuste Fall geht beiden an die Nieren – wie immer, wenn ein Kind involviert ist. Was ist bloss passiert, dass jemand fast eine ganze Familie auslöscht? Welch‘ ein Horror, wenn ein Kind gleichzeitig die Eltern und den Bruder verliert! Es hat sich herausgestellt, dass die These des erweiterten Suizids falsch ist. Also muss es eine andere Person gewesen sein. Die ersten Ermittlungen verlaufen jedoch ergebnislos.

    Privat läuft es für Sandra nur suboptimal. Sie ist seit ein paar Monaten mit ihrem Freund Paul, einem Berufskollegen, zusammen, aber ihm liegt sehr wenig an intimer Zweisamkeit. Sandra will dies ändern, schliesslich möchte sie auch in nicht allzu ferner Zukunft Mutter werden. Sandra und Paul müssen unbedingt einen für beide gangbaren Weg wählen. Sie kommen auf eine aussergewöhnliche Idee und planen ein ganz spezielles Wochenende…


    Erweiterter Suizid, finanzielle Probleme, Familienbande, Pubertät, Cybersex, Waffenbesitz – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und es war sehr spannend. Die Spuren, die die Autorin gelegt hat, um den Leser zu verwirren, waren sehr gut. Ein interessanter Ausgang! Von mir gibt es dieses Mal die volle Punktzahl.

  13. Cover des Buches Letzter Stollen (ISBN: 9783709979105)
    Herbert Dutzler

    Letzter Stollen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Letzter Stollen
    Ein Altaussee-Krimi


    von Herbert Dutzler


    400 Seiten
    © Haymon Taschenbuch, Innsbruck-Wien 2019
    www.haymonverlag.at  
    ISBN 978-3-7099-7910-5

    Sich bereits vor sechs Uhr in der Früh mühsam aus dem Bett zu wuchten ist für Gasperlmaier eher ungewohnt. Der Postenkommandant schwitzt, auch wenn das geöffnete Fenster die, selbst in Juninächten, immer noch kalte Altausseer Luft in die Stube lässt. Auch der unangekündigte Regen vermasselt ihm seine sowieso schon angeschlagene Stimmung.

    Unten in der Küche scheint es schon zu rumoren, und das nach dieser unruhigen Nacht. An Schlaf war nicht zu denken, denn der aktuelle Fall lässt ihm auch nachts, besonders wenn seine Phantasie Purzelbäume schlägt, keine Ruhe. Auch seine allwissende Mutter hatte ihren Teil dazu beigetragen, indem sie ihm am Vorabend, im Zusammenhang mit den Ermittlungen um den "Mord unter Tage", einen Namen nannte. 

    Nur einen Namen, mehr nicht. Mehr wolle sie nicht sagen. Ausgerechnet der "Hierlinger", der ein "regelmäßiger Kunde" ist. Doch ist dieser schon länger nicht mehr negativ in Erscheinung getreten. Die Zeiten, als er durch stark alkoholisiertes Fahren mit Auto und Moped aufgefallen ist, und "vor lauter Rausch nicht mehr gewusst hat, wo links und wo rechts war", sind vorbei ...

    "Letzter Stollen", der siebte Band der Reihe um den Altausseer Polizisten Franz Gasperlmaier und seiner Vorgesetzten Frau Dr. Kohlross kommt erstaunlich aufgeräumt daher. Im Vergleich zum ersten Band " Letzter Kirtag " wirkt der "kauzige Ermittler" ein wenig entschärft und scheint seinem Klischee als "liebenswerter Tolpatsch" nicht mehr ganz entsprechen zu wollen. Die Zeiten, in welchen ihn der Rezensent noch als wahren "Katastrophenmagneten" bezeichnete, scheinen beendet zu sein. Die Handlung um den Mord an einem Kunstsammler, der sich auf die Suche nach einem Bild des holländischen Malers Jan Vermeer gemacht hat, plätschert dann doch eine Spur zu unspektakulär dahin. 

    Leserinnen und Leser dürfen sich zunächst auf eine mehr oder weniger langwierige Beschreibung von Gasperlmaiers momentanem Privatleben einstellen. Schließlich ist er gerade fünfzig geworden und selbstverständlich sind auch die Kinder zu Besuch. Herbert Dutzler legt, wie immer, Wert auf die familiäre Situation und das ganze Drumherum überhaupt.

    Sein Metier sind aber einmal mehr die feinen Untertöne. Gasperlmaier scheint nun in ein Alter zu kommen, in welchem ihn die Reize anderer Damen mehr und mehr und fast unvermeidlich zwanghaft beschäftigen. Eine ehrliche Haut, wie er nun mal ist, käme er niemals (absichtlich) auf die Idee irgendwelcher anzüglichen Umsetzungen seine Phantasien. Verunsichern tun sie ihn aber mit zunehmender Tendenz.

    Herrlich, wie der Autor diese Problematik, so scheinbar nebenbei, in den beschaulichen Alltag des einfachen, braven Polizisten einfließen lässt. Beim Anblick der Tochter des ermordeten Kunstsammlers Bernhard Abelein beispielsweise breitet sich in seiner Mitte "so ein warmes, schmelzendes Gefühl aus". Und wenn sie "anmutig" in ein Lachsbrötchen beißt, jagt es ihm "kalte Schauer über den Rücken".

    Trotz dem stellenweise behäbig wirkenden Beginn der Geschichte hat Herbert Dutzler seine ganz spezielle Art des Spannungsaufbaus nicht vergessen. Er versteckt sie am Anfang einfach. Dann steigert er sie, selbstverständlich mit Bedacht und in erlesen-feinfühliger Dosierung. Und während sich die Ereignisse in der Region dramatisieren, wobei eine wilde Schießerei nur ein Aspekt ist, gerät auch der Gasperlmaier immer weiter in den Strudel seiner ebenso hausbackenen wie kauzigen Weltanschauungen. Sein "Schöpfer" hat für seinen weiteren Lebensweg eine ganze Reihe weiterer Hürden aufgestellt.

    Der Gasperlmaier versteht ganz allgemein die Welt nicht mehr. Im Speziellen ist es dieses Mal die Kunst und das ganze Theater, das um ein Gemälde veranstaltet wird. Was soll das eigentlich alles? Schließlich hängen "in den ganzen Museen eh genug Bilder herum".
  14. Cover des Buches Waidmannsdank (ISBN: 9783954517923)
    Alexandra Bleyer

    Waidmannsdank

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Im Mölltal geht`s hoch her. Am neuen Hochsitz von Aufsichtsjäger Sepp Flattacher liegt ein anderer Jäger aus der Hubertusrunde und ist ziemlich tot. Darüber ist der ewig grantige Flattacher wenig erfreut, weniger über das Ableben vom Huber, sondern eher darüber, dass dieser es gewagt hatte seinen Ansitz zur traditionellen Jagd auf den Einserhirsch zu besetzen. Flattacher mag allgemein niemanden, keine Piefkes, keine gelackterten Wiener Gschaftelhuaber, keine Leute die ihre Hunde im Wald laufen lassen, keine Gschrap und natürlich auch keine Kappelständer. Und das beruht auf Gegenseitigkeit, denn niemand mag den alten Grantschebm.

    Während Flattacher darüber sinniert wer wohl seinen neuen Hochsitz so präpariert hat, das man beim Aufstieg unweigerlich zu Tode stürzt, um ihn aus den Weg zu räumen - ist man im Mölltal sicher, das der arme Huber ein weiteres Opfer vom Flattacher ist, der ja bekanntlich schon manch unangeleinten Hund auf dem Gewissen hat. Und auch die Ortspolizei hat so ihre Theorie - ein Unfall wars, ein bedauerlicher. Nur Martin Schober, ein unfreiwillig in die Heimat zurückversetzter Revierinspektor glaubt dem Sepp.

    Also kurz darauf ein weiterer Jäger recht brutal in die ewigen Jagdgründe befördert wird, kocht die Volksseele hoch, dem Flattacher will man an den Kragen - dieser wiederrum macht Jagd auf Wilderer und mittendrin versuchen auch noch 2 Todl vom LKA ihr Glück.

    Das Buch ist ein humorig, spannender Krimi voller uriger Gestalten, die die Merkwürdigkeiten des Kärntner Landbewohners klischeehaft vorführen, die Dialoge sind durchzogen von Begriffen aus dem dortigen Dialekt und so muss man als unkundiger Piefke regelmäßig deren Bedeutung im Glossar nachschlagen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, was ich persönlich gut gelungen fand und auch das ganze drum herum weckt Neugier auf den nächsten Teil.

    In Summe ein gelungener Auftakt einer neuen Regionalkrimireihe aus Kärnten.

  15. Cover des Buches Das schwarze Band (ISBN: 9783809027201)
    Alex Beer

    Das schwarze Band

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Goch9

    Wien im Juli 1921

    August Emmerich, der erfolgreichste Kriminalinspektor der Abteilung Leib und Leben, ist wieder einmal in Ungnade gefallen. Für 10 Tage wird er in eine Kadettenschule interniert, um gute Umgangsformen zu erlernen. Seinen aktuellen Fall, der Mord an zwei jungen Frauen, muss er seinem jungen und unerfahrenen Kollegen überlassen.

    Aber auch in der Kadettenschule wird ein Mord verübt. August Emmerich beginnt auf seine ihm eigene Art mit den Ermittlungen und kommt einem politischen Komplett auf die Spur.

     

     

    Nein, dieser historische Kriminalroman hat mich leider nicht überzeugt. Das schwarze Band ist der 4. Fall des August Emmerich. Die ersten drei Bücher sind sehr gut bewertet worden, aber ich konnte als Neueinsteiger mit den Protagonisten nicht warm werden. 

    Zum einen habe ich trotz Beschreibungen der politischen Lage, der Verkehrssituation und der Lebensbedingungen der Menschen, arm wie reich, kein Gefühl für die Zeit bekommen. Bei Autoren wie Volker Kutscher (Gereon Rath) oder auch Oliver Pötzsch (Leopold von Herzfeldt) habe ich sofort das Gefühl im Berlin der 20er Jahre oder im Wien um 1890 zu sein. Hier war hauptsächlich die große Hitze gegenwärtig.

    Andererseits kam August Emmerich bei mir nicht authentisch rüber. Seine Befreiungsaktionen und seine Vorgehensweise bei den Ermittlungen waren für mich nicht echt und nachvollziehbar.

    Der Kriminalfall entsprach sicherlich den historischen Begebenheiten und Frau Beer hat in den ersten drei Büchern wahrscheinlich die Gegebenheiten authentisch beschrieben, aber bei mir als Neueinsteiger kam es nicht an.

  16. Cover des Buches Hawelka & Schierhuber laufen heiß (ISBN: 9783709978030)
    Günther Pfeifer

    Hawelka & Schierhuber laufen heiß

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sikal
    Josef Hawelka und Sepp (damit man die beiden unterscheiden kann) Schierhuber wollen eigentlich ein langes Wochenende genießen. Doch da beordert sie ihr Chef, der Erzherzog, ins Waldviertel, um die dortigen Beamten zu unterstützen. Immerhin ist der Birnstingl wohl nicht ganz freiwillig in seine Kreissäge gefallen, bevor der Motor überhitzte und den Stadl in Brand setzte. Dass den beiden Kommissaren aus Wien eine Mauer des Schweigens im Dorf Vestenötting erwartet, erleichtert die Arbeit nun wirklich nicht. Dabei macht der Erzherzog Druck – und auch dessen Erzfeind Matzinger schaut, ob sich die Herren Kommissare nicht den einen oder anderen Fehler leisten. Doch obwohl sie erst auf der falschen Spur sind, entkommt ihnen der Täter nicht, wenngleich man es als Leser gar nicht so recht glauben mag, dass diese beiden schrulligen Ermittler zum Helden mutieren.

     

    Unterstützung erfahren sie (wie auch in den Nachfolgebänden) vom „Auskunftsbüro Berlakovic“, den Kolleginnen des Büros, die immer mit Rat und Tat und so mancher Neuigkeit aufhorchen lassen.

     

    Der Autor Günther Pfeifer hat mit diesem Krimiauftakt über diese schrägen Ermittler eine humorvolle Reihe mit viel Lokalkolorit, mehr oder weniger spritzigen Dialogen (nachdem Schierhuber in gewohnter Manier nicht allzu viel spricht) und manches Mal eher zufälligen Erfolgen geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe.

     

    Die Beschreibung der Charaktere finde ich sehr gelungen und die beiden Kommissare sind äußerst sympathisch. Dass die beiden für alles ein wenig länger brauchen, verzeiht man ihnen gerne. Die Einschübe im Dialekt, die Mentalität der Dorfbewohner, der „Stammtisch-Insider-Club“ vermittelt eine authentische Atmosphäre. Das wurde vom Autor sehr treffend ins Bild gesetzt.

     

    Für mich ist die Reihe um Hawelka und Schierhuber eine gelungene, der Auftakt führt natürlich erst mal sämtliche Charaktere ein und ist vielleicht nicht ganz so spritzig wie die Nachfolgebände. Doch mein Highlight ist bereits hier das Auskunftsbüro. Die Damen bringen Schwung in die Geschichte – herrlich.

     

    Von mir gibt es für diesen originellen Krimi auf jeden Fall 5 Sterne.

  17. Cover des Buches Stille Schuld (Nick-Stein-Reihe 2) (ISBN: B0876SXKQD)
    Gerlinde Friewald

    Stille Schuld (Nick-Stein-Reihe 2)

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Nadir

    Nick Stein wird aus den Ferien gerufen um den grausamen Mord an mehreren Personen aufzuklären. Alle wurden gefolltert, ans Kreuz genagelt und zum verhungern zurückgelassen.

    Langsam stellt sich heraus, dass alle Spuren zu einem Kinderheim führen, was ist dort geschehen?

    Zu Nicks genialer Assistentin, Samantha, stösst auch diesmal ein neuer dazu, der das Team gut ergänzt.

    Auch der zweite Falll um Nick und sein Team ist spannend geschrieben und ich freue mich schon auf Teil drei.

  18. Cover des Buches Im Namen der Venus (ISBN: 9783839217252)
    Natalie Mesensky

    Im Namen der Venus

     (26)
    Aktuelle Rezension von: brennerosusann
    Im Namen der Venus“ ist für alle Krimifans das ideale Lesefutter, die es gerne rasant lieben. Die Autorin Natalie Mesensky schafft es immer wieder den Leser mit unerwarteten Wendungen und Aktionen der Figuren von der Protagonistin bis zu den Nebenfiguren zu überraschen. An manchen Stellen möchte man den Text fast schon anhalten, weil das Erzähltempo gerade wieder einmal fast schon zu schnell ist. Mit unzähligen Details erschafft Mesensky eine Welt in der beliebten österreichischen Urlaubsregion Wachau rund um keltische Rituale, verirrte Gefühle und allzu menschliche Schwächen. Mit den Gedankengängen von Anna Grass, der Beraterin des Bundeskriminalamtes und hauptberuflicher Archäologin, erhält der Leser hautnahen Zugang zu den Geschehnissen rund um die Morde. Anna Grass Freundschaften und Bekanntschaften lassen diesen Fall um die kleine Venus aus der Steinzeit so real werden, dass Reisende in der Wachau und in Wien sich beim nächsten Mal umschauen werden, ob sie nicht irgendwo dort Anna Grass begegnen. „Im Namen der Venus“ ist definitiv ein Buch, das auch beim zweiten Lesen noch sehr spannend, unterhaltsam und aufschlussreich ist. Für Liebhaber der Regionalkrimis, die in Österreich Urlaub machen, eine perfekte Urlaubslektüre.
  19. Cover des Buches Bei Zugabe Mord! (ISBN: 9783852189772)
    Tatjana Kruse

    Bei Zugabe Mord!

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich liebe schöne Krimis mit einer Portion Humor und war schon lange auf der Suche nach solch einem Buch. Jetzt habe ich eins gefunden - und dann gleich eine Trilogie (oder wird es noch eine Reihe?).!

    Die Handlung ist gut aufgebaut und kann den Leser von Anfang an fesseln. Natürlich ist der Spannungsanteil nicht überbordend hoch, aber für dieses Genre doch beachtlich. Das Umfeld ist ungewöhnlich; endlich mal etwas was nicht schon zum hundertsten Mal durchgekaut wurde. Einen Krimi zum Thema  Oper und Opernsänger plus Entourage habe ich jedenfalls bisher noch nicht gelesen.

    Die Protagonistin und die zahlreichen weiteren Figuren sind sehr liebevoll und konturiert gezeichnet; bis hin zu dem unter Narkolepsie und mehr leidenden Boston Terrier Radames der bei allen Abenteuern seines Frauchens nicht von deren Seite weicht. 

    Erzählt wird das ganze herrliche Mords-Durcheinander in wundervoll leichter und von humorigen Formulierungen strotzender Schreibweise. Man kommt zeitweise aus dem Schmunzeln garnicht heraus...! 

    Ein toller erster Band um die etwas "kräftigere" Sopranistin Pauline Miller. Der macht riesig Vorfreude auf das nächste Buch. 

     


  20. Cover des Buches Tod in der Hofburg (ISBN: 9783442482856)
    Beate Maxian

    Tod in der Hofburg

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Tod in der Hofburg" ist der fünfte Band der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Gleich zu Beginn beginnt es mit einem Paukenschlag. Eine Erpressung geht schief, denn das vermeintliche Opfer wird zum Täter. Szenenwechsel - Die Journalistin Sarah Pauli und ihr Freund und Chef David Gruber verlassen gerade das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, als ein Heckenschütze auf die Besucher schießt. Eine junge Schauspielerin wird verletzt und ein Ehepaar stirbt dabei. Zwei Ereignisse innerhalb kürzester Zeit, die Wien erschüttern. Erst unter Schock, aber dann in ihrem Element beginnt die Journalistin des Wiener Boten ihre eigenen Recherchen, denn eine ehemalige Cellistin war ebenfalls vor Ort und scheint mehr zu wissen und so kreuzen sich beider Wege. Die Autorin legt früh mehrere Spuren für den Leser, denen es zu folgen gilt. Einige natürlich als Irrwege und so bleibt die Suche nach dem Motiv spannend. Natürlich hat auch in diesem Band das Privatleben von Sarah Pauli seinen Anteil, überlagert aber nicht den Kriminalfall, sondern ergänzt und rundet die Story ab. Wie immer bindet die Autorin auch wieder Wiener Schauplätze ein, die den Leser einladen für eigene Spaziergänge in dieser schönen Stadt. Die Journalistin ermittelt diesmal nicht alles auf eigene Faust, sondern der Kommissar Stein löst auch einiges praktisch im Hintergrund der Geschichte. Damit entsteht ein kleiner Sprung in der Story, der nicht immer alles eindeutig schlüssig erscheinen lässt. Trotzdem rundet die letztendliche Auflösung des Fall diesen Band dann wieder stimmig ab. Mir gefällt diese Reihe gut und ich werde sicherlich noch die weiteren Bände ebenfalls lesen.

  21. Cover des Buches Steirerland (ISBN: 9783839216835)
    Claudia Rossbacher

    Steirerland

     (48)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Sandra Mohr, Band 5: Abteilungsinspektorin Sandra Mohr beendet ihre gesundheitlich bedingte Auszeit und beginnt ihren Dienst beim LKA Graz gleich mit schwerem Geschütz. Chefinspektor Sascha Bergmann hat sie zu einem Leichenfund beordert: das Pikante daran ist, dass dem Toten beide Hände amputiert wurden! Sandra erfährt, dass unlängst einem anderen männlichen Opfer die Beine abgetrennt wurden. Ist hier ein Serientäter zugange? Was könnte sein Motiv sein? Und wer könnte zu einem Opfer werden?

    Erster Eindruck: Das Herz als zentrales Coverelement wurde auch in diesem Fall wieder sehr schön umgesetzt – gefällt mir sehr gut.

    Dies ist Band 5 der Reihe, lässt sich aber unabhängig von den Vorgängerbänden lesen.

    Sandra ist glücklicherweise psychisch wieder soweit hergestellt, dass sie zurück in den Dienst kann. Die ersten Anzeichen eines Burnouts haben sie eine Weile kürzertreten lassen. Sascha ist beinahe wie immer, doch ich denke, dass Sandra diese Normalität gut tut.
    Das Team versucht herauszufinden, wieso den Opfern Gliedmassen abgetrennt wurden. Dabei erfährt der Leser Interessantes über Ritualmorde. Hier nur ein Beispiel: Im Kongo, spätes 19. und frühes 20. Jahrhundert, mussten schwarze Soldaten der Force Publique jede abgeschossene Kugel vor den weissen Offizieren belegen. Als Beweis für den Erfolg mussten sie die rechte Hand des Erschossenen abliefern! Wenn sie mal danebengeschossen haben, mussten sie trotzdem eine rechte Hand abgeben – somit halt von einem noch lebenden Menschen… Ich weiss nicht, wie Polizisten mit den Bildern umgehen können, die sich ihnen bei Tatorten bieten: Ein Toter, dem die Hände fachkundig abgetrennt wurden, einem anderen fehlen die Beine. Und – so viel kann ich verraten – es ist nicht das letzte schreckliche Bild in dieser Geschichte.
    Haben die Opfer Gemeinsamkeiten? Haben sie sich gekannt? Einer war Musiker, der andere ein Fussballer… Hm…

    Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen und ich habe fleissig versucht, die Täterschaft zu ermitteln – leider vergeblich. Eine überraschende Auflösung (und ich habe zuerst gedacht, dass ich ein paar Seiten überblättert hatte). Mir hat dieses Mal leider die Spannung gefehlt.
  22. Cover des Buches Steirerquell (ISBN: 9783839222652)
    Claudia Rossbacher

    Steirerquell

     (38)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Sandra Mohr, Band 8: Eine Polizistin ist eben auch nur ein Mensch – das muss Sandra Mohr vom LKA Graz am eigenen Leib erfahren. An der Hochzeit von zwei Polizistenkollegen verpasst sie einen Anruf ihrer Freundin Andrea; sie hat einen Hilferuf abgesetzt und ist nun nicht erreichbar. Was ist passiert? Als ein weibliches Brandopfer aufgefunden wird, steht Sandra tausend Ängste aus…

    Erster Eindruck: Das Herz, das zentrale Coverelement dieser Reihe, wurde einmal mehr sehr schön in Szene gesetzt.

    Dies ist Band 8 der Reihe, lässt sich aber unabhängig von den Vorgängerbänden lesen. Mein Einstieg in die Geschichte war der Glossar, der hinten im Buch abgedruckt ist. So komme ich schon ein bisschen in den regionalen „Groove“ hinein…

    Freud und Leid liegen nahe beieinander, wie Sandra feststellen muss. An der Hochzeit von Kollegen am Telefon einen Hilferuf abzuhören und die beste Freundin dann nicht erreichen zu können, ist schlimm. Sandra und ihr Chef Sascha Bergmann beraten sich. Doch da werden sie zu einem Einsatz gerufen: ein Brand und eine Leiche! Die Leiche ist äusserlich nicht identifizierbar, aber ganz sicher eine Frau. Ist das Andrea? Warum steht ihr Mini vor dem Gebäude? Was wollte sie hier? Oder wurde das Fahrzeug gestohlen? Aber wo ist dann Andrea? Das Opfer trug am Rücken eine auffällige Tätowierung – kann anhand dieser Tätowierung vielleicht herausgefunden werden, wer die Frau ist?
    Für Sandra ist dies ein sehr persönlicher Fall – Sascha will sie mehr als einmal davon abziehen. Doch sie fängt sich und kehrt wieder in die professionelle Rolle zurück.

    Diese Geschichte führt in für mich unbekannte Gefilde, nämlich in die der Tattoo-Szene. Ich habe gelernt, dass es sehr viele unterschiedliche Stile gibt, wie z.B. Realistic, Old School, New School, Dotwork, Oriental, Aquarell, abstrakt… Freund Google konnte mir zahlreiche Bilder zu diesen Begriffen liefern. Der Krimi hat sich flüssig lesen lassen und zeigt einmal mehr auf, wie verrückt einige Menschen auf dieser Welt sind! Das Ende war mir zu plötzlich und daher gibt es von mir knappe 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Ruhet in Friedberg (ISBN: 9783442719013)
    Rudolf Ruschel

    Ruhet in Friedberg

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Miroslav

    Ich kann dem, was in Bellis-Perennis Rezension geschrieben wurde bis auf die Sterne-Vergabe nur zustimmen. Als Leser kann ich die Krimi-Anteile nur wenig Ernst nehmen. Das Buch ist Schwarzer Humor vom Feinsten und den saloppen Schreibstil finde ich aussergewöhnlich gut. Ob man nun den Roman als Krimi oder als humoreskes Werk ansieht, ist sicherlich indiviuell unterschiedlich. Mir hat das Buch jedenfalls allerbestens gefallen.

  24. Cover des Buches Schönbrunner Finale (ISBN: 9783839222102)
    Gerhard Loibelsberger

    Schönbrunner Finale

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Zauberfluch

    Ich möchte gar nicht so weit ins Detail gehen. Wer diesen Band gelesen hat, hat wahrscheinlich auch die anderen Teile gelesen.


    Das Ende des Krieges ist somit auch das Ende des Bücher um Nechyba. 

    Jedes Buch war spannend zu lesen und durch jedes Buch konnte ich mehr über Wien lernen. Nebenbei gute Kochideen der alten Küche und natürlich ein Mord, welcher aufgeklärt werden muss.

    Wer diese Kombination mag und gerne dazulernt, ist bei diesen Wien-Krimis gut aufgehoben.

    Das Ende der Buchreihe ist sehr realistisch. Was mich als Leserin sehr freut, mich jedoch genauso mit den Charakteren mitfühlen lässt.


    Ich kann nur sagen: "Daumen hoch!"

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