Bücher mit dem Tag "österr. krimi"
260 Bücher
- Oliver Pötzsch
Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
(305)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Das Buch des Totengräbers" ist der erste Band der Totengräber-Serie von Oliver Pötzsch. 1893 im herbstlichen Wien wird im Prater die Leiche einer Dienstmagd aufgefunden. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, das die Frau gepfählt wurde. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt ist soeben aus Graz angekommen um seine Stelle als Polizeiagent in Wien anzutreten. Mit seinen modernen Methoden der Tatortanalyse schafft er sich aber gleich Feinde innerhalb den eigenen Polizeireihen. Und währenddessen ist dieser Mord nur der Beginn einer unheimliche Serie. Verbündete findet von Herzfeldt daher bei den Ermittlungen nur in dem eigenwilligen Totengräber Augustin Rothmayer und der Telefonistin Julia Wolf. Oliver Pötzsch beginnt mit diesem Fall für Leopold von Herzfeldt eine neue Reihe im historischen Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Atmosphärisch fängt er dabei den Leser ein, wenn er in den Herbsttagen Stimmungen auf dem Wiener Zentralfriedhof oder im Prater beschreibt. Dazu Charaktere, die in ihren Wesen teils unterschiedlicher nicht sein können und aufeinanderprallen. Daraus entsteht eine Kombination, die einen beim Lesen in das damalige Wien abtauchen lässt. Obwohl ich früh einen Verdacht bzgl. des Täters hatte, der sich letztendlich bestätigte, war die Story immer kurzweilig. Auch der technische Wandel dieser Zeit wurde gut eingefangen. In Summe ein spannender historischer Krimi und eine Auftakt dieser Reihe, bei der ich sicherlich weitere Bände lesen werde.
- Thomas Stipsits
Uhudler-Verschwörung
(28)Aktuelle Rezension von: SaintGermainGruppeninspektor Sifkovits kommt zufällig beim Uhudler-Erzeuger Stipsits vorbei, der tot in seinem Keller aufgefunden wurde. Alles sieht nach einem Gärgasunfall aus, doch der Ermittler glaubt nicht daran. Sein Vorgesetzter teilt seine Meinung nicht und so übernimmt er die Ermittlungen im Geheimen - unterstützt von seiner Mutter und der restlichen "Kopftuchmafia", die ihn mit Informationen versorgen.
Das Cover des Buches ist ein echter Hingucker und auch passend, da es bei einem Heurigen in Stinatz aufgenommen wurde.
Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte werden bildhaft dargestellt; bei den Charakteren nur die neuen, die den Fall betreffen. Es ist eben der 2. Fall vom Gruppeninspektor; für mich war es allerdings der erste gelesene.
Der Autor, den ich als Kabarettist und Schauspieler schätze, beweist hier seine Vielfältigkeit. Denn auch das Schreiben scheint ihm sehr zu liegen. Er schreibt über seine Heimat im burgenländisch-steirischen Grenzgebiet und hat mit Sifkovits einen Ermittler, der sehr an Columbo (den der Autor auch mag) erinnert. So wird auch über seine Frau immer nur geredet und er kehrt immer wieder um: "Noch eine Frage". Und seine Getränkvorliebe ist speziell: Käsepappeltee, wo er immer einen Beutel mithat.
Der Fall ist interessant und spannend auch zum Miträtseln; die Spannung ist hoch und auch der Humor ist deutlich zu spüren.
Das Lokalkolorit, das der Autor natürlich bestens kennt, ist auch mir nicht ganz unbekannt, da ich die Umgebung familienbedingt auch kenne.
Ich fühlte mich wunderbar unterhalten, was sich auch zeigte, indem ich das Buch an einem Tag gelesen habe (naja die Nacht war dazwischen). Und bald schon kommt der nächste Teil dran.
Fazit: witzig und spannend mit gutem Lokalkolorit. 5 von 5 Sternen
- Daniela Larcher
Die Zahl
(107)Aktuelle Rezension von: mariameerhaba„Und sein Hemd war so zerknittert wie der Hintern von Liz Taylor“ – Das ist ein Satz, bei dem ich nicht ganz verstanden habe, wieso er überhaupt im Buch war. Also habe ich nach Liz Taylor gegoogelt und entdeckt, dass sie mal wunderschön war und genauso wie jeder Mensch das Opfer der Zeit wurde. Jeder altert, jeder kriegt Falten, jeder Hintern wird mal zerknittert sein, aber nein, die Autorin macht sich über die Schauspielerin lustig, während ihr eigenes Buch dem Erfolg dieser Schauspielerin nicht das Wasser reichen kann.
Es beginnt mit einer Leiche. Das tut jeder Kriminalroman. Der Fundort und die Umstände waren interessant, das hat für eine gewisse Spannung gesorgt, doch zwei Seiten später zerbrach der Spannungsbogen schnell an der schrecklichen Erzählweise.
Ihr Stil ist nüchtern, eiskalt und wird nur dann belebt, wenn sie über Nahrung redet. Mir ist klar, dass Essen wichtig für das eigentliche Leben ist, aber das ist etwas, worüber ich ungern lese. Schließlich gehört der Gang zum Klo auch zum Leben und das ist definitiv etwas, worüber ich nicht lesen möchte. In jedem Abschnitt wird gegessen, irgendein Tee getrunken, kein Fleisch, allesamt Vegetarier und der Kommissar ein wahrer Kochkünstler, der die tollsten Gerichte zubereiten kann. Was hat das mit der Handlung zu tun? Wenn es als Charakterentwicklung eingestuft werden soll, ist das eine sehr schlechte Methode. Gefühle bilden den Charakter, Gefühle formen eine Seele und nicht, dass er ungern Fleisch frisst und liebendgern diese eine Teesorte trinkt. Das hat den Kommissar in meinen Augen sofort unsympathisch gemacht. Er kam mir wie ein Snob vor, der mich als Untermenschen abstempelt, weil ich Fleisch esse.
Der Kommissar hat keine Ahnung, wie er den Fall bearbeiten soll und seine Ahnungslosigkeit schlägt auf den Text über und macht die Handlung schnell zäh. Bei den ersten Befragungen weiß man sofort, dass diese Figuren Platzfüller sind, den Text unnötig aufbauschen, und doch zieht uns die Autorin zu diesen Vernehmungen, erzählt alles ganz breit und lang und sorgt dafür, dass der Mord langweilig wird. Der Spannungsbogen leidet darunter, er verschwindet in dem ganzen Textkram.
Die Gerichtsmedizinerin versteht sich ganz schnell sehr gut mit dem Kommissar. Ihr Urlaub wird ruiniert, sie sitzt fest, aber kaum wechseln die beiden zwei Worte miteinander, droht daraus eine Liebesgeschichte zu entwickeln. Kein Konflikt zwischen den beiden, rein gar nichts. Ich wäre wütend auf ihn, weil er mir den langverdienten Urlaub ruiniert hat. Wenn nicht laut, dann aber unterschwellig, wenn nicht mit Absicht, dann aus dem Unterbewusstsein heraus. Sie aber hat keine solchen Gefühle. Sogar als sie wütend deshalb wird, gibt sie ihm keinen Moment lang die Schuld.
Schließlich merkt man, dass die Handlung erst eine Entwicklung machen wird, wenn der nächste Mord passiert, aber bis dahin wurde das Lesen schnell zu einer Arbeit. Ich wollte nicht mehr und es wurde mir alles egal. Von mir aus kann Liz Taylor die Serienmörderin sein.
- Günther Pfeifer
Hawelka & Schierhuber laufen heiß
(30)Aktuelle Rezension von: SikalJosef Hawelka und Sepp (damit man die beiden unterscheiden kann) Schierhuber wollen eigentlich ein langes Wochenende genießen. Doch da beordert sie ihr Chef, der Erzherzog, ins Waldviertel, um die dortigen Beamten zu unterstützen. Immerhin ist der Birnstingl wohl nicht ganz freiwillig in seine Kreissäge gefallen, bevor der Motor überhitzte und den Stadl in Brand setzte. Dass den beiden Kommissaren aus Wien eine Mauer des Schweigens im Dorf Vestenötting erwartet, erleichtert die Arbeit nun wirklich nicht. Dabei macht der Erzherzog Druck – und auch dessen Erzfeind Matzinger schaut, ob sich die Herren Kommissare nicht den einen oder anderen Fehler leisten. Doch obwohl sie erst auf der falschen Spur sind, entkommt ihnen der Täter nicht, wenngleich man es als Leser gar nicht so recht glauben mag, dass diese beiden schrulligen Ermittler zum Helden mutieren.Unterstützung erfahren sie (wie auch in den Nachfolgebänden) vom „Auskunftsbüro Berlakovic“, den Kolleginnen des Büros, die immer mit Rat und Tat und so mancher Neuigkeit aufhorchen lassen.
Der Autor Günther Pfeifer hat mit diesem Krimiauftakt über diese schrägen Ermittler eine humorvolle Reihe mit viel Lokalkolorit, mehr oder weniger spritzigen Dialogen (nachdem Schierhuber in gewohnter Manier nicht allzu viel spricht) und manches Mal eher zufälligen Erfolgen geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe.
Die Beschreibung der Charaktere finde ich sehr gelungen und die beiden Kommissare sind äußerst sympathisch. Dass die beiden für alles ein wenig länger brauchen, verzeiht man ihnen gerne. Die Einschübe im Dialekt, die Mentalität der Dorfbewohner, der „Stammtisch-Insider-Club“ vermittelt eine authentische Atmosphäre. Das wurde vom Autor sehr treffend ins Bild gesetzt.
Für mich ist die Reihe um Hawelka und Schierhuber eine gelungene, der Auftakt führt natürlich erst mal sämtliche Charaktere ein und ist vielleicht nicht ganz so spritzig wie die Nachfolgebände. Doch mein Highlight ist bereits hier das Auskunftsbüro. Die Damen bringen Schwung in die Geschichte – herrlich.
Von mir gibt es für diesen originellen Krimi auf jeden Fall 5 Sterne.
- Joe Fischler
Der Tote im Schnitzelparadies
(64)Aktuelle Rezension von: TefelzNachdem ich den 2. Teil von Arno Bussi lesen durfte und richtig begeistert war, folgt jetzt der erste Teil als Hörbuch. Staubtrocken erzählt Heiko Deutschmann die Geschichte von Arno Bussi, der davon träumt der neu James Bond in Wien zu werden, doch irgendetwas hat er falsch gemacht...
Geschichte: Betrunken und abgefüllt auf einer Party wird Arno dabei gefilmt, wie er die Frau des Innenministers antatscht. Ein klärendes Gespräch mit dem Innenminister und die Versicherung dass er nicht nachtragend ist sollte alles erledigt haben. Doch das war gelogen und so fristet Arno ein trauriges Dasein im Archiv bis er plötzlich doch wieder einbestellt wird und einen Auftrag bekommt. Arno träumt von einer Agententätigkeit, doch wird er in das hinterste Tal in Tirol geschickt um einen verschwundenen Bürgermeister zu suchen. Als er mit seiner Vespa von Wien aus , dort angekommen ist, fängt das Chaos an, das bis zum Ende nicht abreißt. Im berühmten Gasthaus " Schnitzelparadies" wird ein abgehackter Kopf in der Kühltruhe gefunden und was danach passiert, muss man lesen oder hören, so genial ist es...
Schreibstil / Erzählstil/ Personen : Die Personen sind wunderbar. Jeder einzelne ist genial herausgearbeitet und hat Charakter. Arno ist ideale Antiheld, der von Seite zu Seite an Größe gewinnt. Der Sprecher ist am Anfang gewöhnungsbedürftig weil wirklich Staubtrocken. Doch er läuft auch recht schnell zu Höchstform auf. Das ganze erinnert an " Tom Sharpe ", fängt langsam an, die Beschreibungen und Wörter sind so treffsicher und punktgenau, wie nur selten von heutigen Schriftstellern zu erwarten ist. Mit jeder Minute wird der Spaß und der Krimianteil größer.
Meinung: Humor, Spannung, seltsame Menschen, Unglückliche Liebe un ein richtiger Mordfall. Alles ist erstklassig aufgebaut und bietet bis zum Ende eine Steigerung nach der anderen. Es wirklich total Lustig und auch die Krimihandlung macht Sinn !
Fazit: 5 Sterne , weil der Sprecher genial ist und derjenige der die Figur des Arno Bussi erfunden hat, es verdient hat ! Genial !
- Theresa Prammer
Lockvogel
(89)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueEin Buch und eine Start einer Reihe um Toni und Edgar. Edgar Brehm ist Privatdeketiv und Toni ist Schauspielschülerin, die Ringe Problem hat. Und wie ist der Zufall will, arbeiten die beiden dann gemeinsam.
Es war für mich erfrischend anders und hat mir gut gefallen. Fand einige Szenen ein bisschen vorhersehbar aber dennoch hat es mir gut unterhalten. Konnte es gefühlt sehr schnell weglesen und bin gespannt, was dieses einzigartige Duo noch für Abenteuer erlebt.
- Thomas Baum
Donau so rot
(19)Aktuelle Rezension von: dreamlady66Kommissar Worschädl und seine Frau buchen eine Kreuzfahrt auf der Donau. Leider läuft alles anders wie geplant.
Kaum hat die Fahrt begonnen, passiert ein Todesfall.
Es ist der Fussball-Präsident. Kommissar Worschädl vermutet, dass es ein Mord war und nimmt die Ermittlungen auf...Der mir bereits bekannte und sehr geschätzte Autor Thomas Baum hat zeitgleich zwei Ereignisse beschrieben, und zwar die Kreuzfahrt selbst und die Klärung des Todesfalls auf der Kreuzfahrt. Somit kommt Spannung, aber auch Neugierde in die Geschichte.
Die Protagonisten wirken authentisch, sein Schreibstil kommt flüssig daher und durch die diversen Wendungen bleibt die Kreuzfahrt ein wirkliches Abenteuer, gar Erlebnis :)Alles in allem ein Krimi, der sehr unterhaltsam ist und auch bleibt, Chapeau. Ich vergebe hierfür gerne eine Leseempfehlung mit vollen 5*.
Merci an den Haymon-Verlag!
- Joe Fischler
Veilchens Rausch
(56)Aktuelle Rezension von: Anna_ResslerInhalt: Auf der Umbrüggler Alm wird gefeiert und geladen sind eine Menge illustre Gäste. Tags darauf wird eine Kellnerin ermordet aufgefunden und sogar der Landeshauptmann gerät unter Verdacht. Valerie Mauser und ihre Kollegen vom LKA nehmen sich des Falles an. Eine spannende Mörderjagd beginnt...
Meine Meinung: Joe Fischler brilliert ein weiteres mal mit dem ihm eignen Humor, Ortskenntnis und einem lockeren Schreibstil. Das Buch hatte zwar ein paar Längen im Mittelteil, ließ sich aber trotzdem hervorragend lesen. Die Protagonisten waren mir mittlerweile vertraut und es fühlte sich fast an wie ein Heimkommen nach Innsbruck. Ich verfolgte ihre Entwicklung ebenso gerne wie den Kriminalfall. Diese bewegte sich in der Immobilienbranche - was ich sehr spannend fand, dennoch wurde das Thema nie aufdringlich. Mit Valerie Mauser als eigensinnige Ermittlerin gabe es natürlich genügend Action und Drama. Die Spuren führen zu einer zufriedenstellenden Auflösung, die sehr rasant kam. Hier hätte man das Tempo ruhig ein wenig herausnehmen können. Für mich blieben keine Fragen offen und eine kleine "Ankündigung" weckt die Vorfreude auf den nächsten Band.
Mein Fazit: Um das Buch in vollen Zügen zu genießen mit Band 1 der Serie beginnen. Dann steht einem Eintauchen in die spannende Welt der Valerie "Veilchen" Mauser nichts im Weg.
- Rudolf Ruschel
Ruhet in Friedberg
(38)Aktuelle Rezension von: elenas_littlebookworldLaut seinem Instagram Account schreibt er als Rudolf Ruschel Quatsch und als Henri Faber Thriller. Von seinen Thrillern bin ich bereits ein riesengroßer Fan, von seinem Quatsch nun auch :-D "Ruhet in Friedberg" hat mich so wunderbar unterhalten, dass ich es an einem Nachmittag durchgelesen hatte.
Der Schreibstil ist locker leicht, teils sehr umgangssprachlich, und gibt einem als Leser*in das Gefühl, in gemütlicher Runde mit Freunden eine Geschichte erzählt zu bekommen. Und diese Geschichte hat es wirklich in sich! Seite um Seite wird der Plot zunehmend bitterböser und makaberer - zugegeben, solch schwarzen Humor mag man oder eben nicht. Ich persönlich bin davon ein großer Fan, sofern es gut umgesetzt ist, was Rudolf Ruschel bravourös gelungen ist!
Die einzelnen Charaktere rund um Andi und Fipsi sind wahnsinnig gut gezeichnet und genauso verschroben und schräg wie die Story selbst. Einen wirklichen Sympathieträger findet man unter ihnen eher nicht, jedoch sorgen sie für jede Menge Gags. Selten habe ich bei einem Krimi derart viel gelacht - es ist aber auch wahrlich kein "normaler" Krimi. Mein Kopfkino lief beim Lesen auf Hochtouren und spielte vor meinem geistigen Auge einen coolen Film ab, wie ihn nur Kult-Regisseur Quentin Tarantino drehen könnte.
Mit dem Ende hat mich der Autor dann noch so richtig überrascht, das hatte ich absolut nicht kommen sehen. Der Weg dahin war gepflastert mit jeder Menge verzwickter Plottwists, rabenschwarzem Humor und politischer Inkorrektheit - vor Rudolf Ruschel ist nichts und niemand sicher, jeder bekommt sein Fett weg.
"Ruhet in Friedberg" ist eine skurrile, schwarzhumorige Krimi-Komödie, die mich durchweg begeistern und zum lachen bringen konnte - ein Highlight der ganz besonderen Art. - Günther Pfeifer
Endstation Waldviertel
(20)Aktuelle Rezension von: labelloprincessDas Cover passt perfekt zum Genre und sowie auch zum Inhalt. Für mich spiegelt es die Stimmung bei einem nebeligen Spaziergang im Wald(viertel) perfekt wider.
Der Schreibstil des Autors ist überaus toll zu lesen. Humorvoll und auch spannend mit der richtigen Prise Dialekt. Die Fußnoten waren auch echt super zu lesen. Durch den bildhaften Schreibstil stand man beim Lesen regelrecht neben den Charakteren. Diese waren auch alle äußerst authentisch und lebendig beschreiben. Viele mit ganz besonderen, eigensinnigen Eigenschaften – es fühlte sich an, als kenne man manche auch im richtigen Leben.
Da das Buch, wie natürlich der Titel verrät, nicht nur im Waldviertel spielt, sondern direkt in meinem Heimatbezirk war das Buch für mich natürlich ein besonderes Highlight. Von den Gemeinden und die ganzen Schauplätze direkt in der Nähe zu lesen, war einfach super aufregend.
Der Fall war zu dem ebenfalls überaus spannend und ich habe von Beginn an mitgerätselt, wer der Täter sein könnte. Meine Verdächtigen haben ein paar Mal gewechselt, so blieb es bis zum Schluss sehr spannend. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite ans Buch gefesselt!
Ich vergebe für das großartige Buch verdiente 5 von 5 Sterne. Eine klare Leseempfehlung!
- Claudia Rossbacher
Steirerstern
(17)Aktuelle Rezension von: tigerbeaDie LKA - Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann bekommen es diesmal im Murtal mit einem tödlichen Treppensturz des Bassisten Luigi zu tun. Sie müssen klären, ob es sich um einen Unfall, Mord oder Totschlag handelt. Die Sängerin der Band, Jessica Wind, gerät schnell unter Verdacht und auch die Medien stürzen sich auf sie. Doch dann verschwindet auch sie spurlos. Es stellt sich die Frage, ob sie Luigi im Streit getötet hat und nun untergetaucht ist. Aber es gibt auch Neider und Feinde, noch dazu wird sie von einem Stalker verfolgt.
Mit ihrem 10. Fall für Sandra Mohr und Sascha Bergmann begibt sich Claudia Rossbacher in die Welt einer jungen Band. Hier bekommt man richtig guten Einblick in eine Welt, in der mit allen Mitteln um Erfolg gekämpft wird. Diesmal ist Sascha Bergmann persönlich betroffen, spielt doch sein Sohn selbst in der betroffenen Band. Dadurch bekommt dieser Fall auch für den Leser eine ganz andere Bedeutung, denn Sascha Bergmann ist nun einmal im Laufe der Zeit zu einem Vertrauten geworden und sein Privatleben läßt den Leser nicht kalt. Dieser Krimi nimmt dadurch eine ganz besondere Rolle ein. Auch mit diesem Band beweist Claudia Rossbacher ihr Talent, gute Krimis zu schreiben. Sie schreibt locker und unterhaltsam, ohne dabei die Spannung aus den Augen zu verlieren. Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen und kommt von dem Fall nicht mehr los. Wie gewohnt wird hier der regionaltypische Dialekt eingeflochten, zu dem es am Buchende ein Glossar gibt. Dies und die wunderbaren Beschreibungen der Steiermark bringen Regionalität ins Buch, lassen den Leser in diese Region blicken und ins Schwärmen geraten.
Dieser Jubiläumsband ist wirklich sehr zu empfehlen!
- Claudia Rossbacher
Steirerherz
(59)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Steirerherz" ist der zweite Band der Sandra-Mohr-Reihe von Claudia Rossbacher. Die LKA-Ermittlerin bekommt es diesmal mit einer gepfählten jungen Frauenleiche zu tun, die am elterlichen Kürbisacker drapiert wird. Die Spuren führen schnell nach Graz, wo diese als Studentin in einer WG lebte und auch deren neureicher Freund sein Leben in vollen Zügen genießt. Kurze Zeit später gibt es ein zweites Opfer, eine Mitbewohnerin der WG. Wie hängt alles zusammen und bahnt sich eine Serie an? Dieser Band beginnt spektakulär und spannend, kann diese aber nicht gänzlich aufrecht erhalten. Vielmehr ist er von reichlich Privatleben der beiden Ermittler Mohr und Bergmann geprägt. Diese Kombination ist teils gut, da man in einer Serie ja auch die Entwicklung von Figuren erleben möchte. In diesem Fall empfand ich es aber als ein wenig übertrieben und teilweise auch sehr klischeehaft. Bergmann auf Machospuren, Sandra zu oft im siebten Sexhimmel und letztendlich schwanger. Dazu eine junge Kollegin die gern Model wäre und ein neureicher Autohändler. Vieles war durchschaubar und dem Täter war ich früh auf der Spur, leider zu früh. Gegen Ende zog die Spannung wieder an, dies konnte aber nicht mehr den Gesamteindruck des Buches bei mir ordentlich steigern. So ist "Steirerherz" für mich bisher einer der etwas schwächeren Bände, die ich aus dieser Reihe gelesen habe und konnte mich daher nicht so ganz überzeugen.
- Tharina Wagner
Blutrot oder warum ist der Eber tot?
(9)Aktuelle Rezension von: Athene100776Ein Viertel in Graz, nicht unbedingt die beste Wohngegend, denn hier treffen sich schon sehr seltsame Gestalten, nicht nur durch das Bordell angelockt, sondern auch durch das Cafe Walter, wo jeder er selbst sein kann.
Die Kellnerin Marlene kennt alle ihre Kunden , deren Eigenarten und ihre bevorzugten Besuchszeiten so wie Getränke.
Der unausstehliche Herr Eber , der sowohl Gast im Cafe als auch im gegenüberliegenden Bordell ist, ist bei niemandem beliebt. Doch dann er wird er tot in der Toilette des Cafes gefunden, wer steckt dahinter, denn Motive und Verdächtige könnte es viele geben.
Für mich war dieses das erste Buch von Tharina Wagner, aber sicher nicht das letzte Werk.
Die Autorin haucht den Charakteren eine Lebensgeschichte ein, die so real wirkt, dass man als Leser das Gefühl hat, diesen Mensch zu kennen und mit ihm zu fühlen. Dank der bildlichen Beschreibungen konnte ich mich schell in dem Grazer Viertel zurechtfinden und hatte in einigen Momenten das Gefühl, selbst Gast im Cafe zu sein.
Der Tod von Eber ist Bestandteil der Geschichte, jedoch geschieht soviel darum herum, ohne zuviel zu wirken und doch passt alles genau so zusammen.
Der lockere und teils sarkastische Schreibstil, lässt den Leser in eine Welt entfliehen, in der er unbedingt alles erfahren möchte und so konnte ich persönlich das Buch schlecht aus der Hand legen.
Als sehr angenehm empfand ich, dass die Autorin immer wieder versteckt einige Situationen beschrieben hat, die mich als Leser zum Nachdenken anregten, wie zum Beispiel :
urteile ich ebenso?
wie hätte ich in dieser Situation reagiert?
....
Dieses Nachdenken klang auch nach, als ich das Buch bereits beendet hatte. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, in dem so viele Personen aus Randgruppen zusammentreffen und ich muss zugeben, die Autorin hat mir durch das Buch den Horizont ein Stück weit erweitert. - Claudia Rossbacher
Steirerblut
(87)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Steirerblut" ist der erste Fall der LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann geschrieben von Claudia Rossbacher. Abteilungsinspektorin Sandra Mohr vom LKA Graz wird gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Chefinspektor Sascha Bergmann ausgerechnet zu einem Mordfall in ihre alte Heimat gerufen. Ein Dorf inmitten der Steiermark wo jeder jeden kennt und Sandra Mohr eigentlich nie mehr hin wollte. Schließlich hatte sie ihrer alten Heimat nicht umsonst den Rücken gekehrt und jetzt holt sie ihre alte Vergangenheit ein. Dazu der neue Kollege, der teils arrogant, teils anzüglich erscheint. Aber als sie gemeinsam in die Geheimnisse des Mordopfers eintauchen, zeigen Sascha Bergmann und Sandra Mohr ihre Teamqualitäten und entdecken so manches dunkle Geheimnis. Die Reihe um die beiden Ermittler weißt mittlerweile dreizehn Bände und so manche Verfilmung auf. Nachdem ich bereits einige neuere Fälle gelesen habe, ging es nun zum Ursprung und ersten Band der Serie zurück. Klassisches steirisches Lokalkolorit unterlegt die erste Zusammenarbeit der beiden Ermittler. Dabei beschreibt die Autorin gut wie sich die zwei erst finden müssen, teils aneinander reiben, aber letztendlich doch erfolgreich zusammenarbeiten. Dabei ist dieser Alpen-Krimi keine harte, sondern eher leichte Kost für zwischendurch. Er liest sich schnell und flüssig. Der Spannungsbogen ist nicht sehr hoch, aber trotzdem wird man gut unterhalten. Als Auftakt der Reihe gefällt mir dieser Roman, ein klassischer Regionalkrimi mit Setting in der Steiermark.
- Georg Haderer
Seht ihr es nicht?
(30)Aktuelle Rezension von: coffee2goDer Krimi lebt von den sehr gut ausgearbeiteten und originellen Charakteren, der lockeren und witzigen Sprache und seiner Kurzweiligkeit. Der Ermittlungsfall sowie die genauen Erörterungen über Nano-Technologien konnte mich allerdings nicht ganz so mitreißen wie erhofft. Wo sich Karina, die einzige Überlebende des Familiendramas befinden könnte, war für mich auch nicht so überraschend. Trotzdem habe ich den Krimi aufgrund der sprachlichen Wendungen und des Humors sehr genossen und kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.
- Anni Bürkl
Häusermord
(10)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerRevierinspektor Nowak führt sein aktueller Fall nicht nur in die Gegend seiner Jugend, die er in weiten Teilen lieber vergessen würde, sondern auch zu seiner ehemals großen Liebe Antonia. Bevor er sich jedoch mit ihr und seiner Vergangenheit auseinandersetzen kann, muss er das Rätsel um die abgetrennten Körperteile, die nach und nach auftauchen, lösen. Allem voran: Zu wem gehören die Gliedmaßen? Ein Fall, der mehr Fragen aufwirft, als dass er sie beantwortet und eine immer bedrückendere Wendung nimmt...
Die Autorin schickt mit Revierinspektor Nowak einen Ermittler ins Rennen, der mit einigen seiner Dämonen der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hat. Aber vielleicht erhält er nun, zumindest teilweise, die Möglichkeit dazu. Die Gegend, in der seine Nachforschungen hauptsächlich angesiedelt sind, ist Nowak wohlbekannt, und doch entdeckt er Aspekte, die auch an ihm nicht spurlos vorbei gehen.
Ein abgetrenntes Körperteil, ohne den geringsten Hinweis, von wem es stammt, und eine mehr als grobe Richtung, mehr steht Nowak für seine Ermittlungen nicht zur Verfügung. Kein Wunder, dass er sich an jeden Strohhalm klammert, Befragungen durchführt und doch kaum Hinweise zutage fördern kann. So authentisch das Szenario auch ist, wirkt der Beginn somit dennoch etwas zäh, auch wenn natürlich durchaus etwas geschieht. Der Fortgang der Kriminalhandlung erscheint allerdings zu holprig, zeitweise sogar unmotiviert, was auf Grund der Spurenlage wiederum absolut nachvollziehbar ist.
Nach dem ersten Drittel kippt die Stimmung, die Atmosphäre verdüstert sich und die Spannung nimmt zu. Nowak hat eine Fährte aufgenommen, von der er nicht bereit ist abzuweichen, wenn ihm hin und wieder auch Steine in den Weg gelegt werden. Er lässt sich selten beirren und macht sich dabei nicht nur Freunde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist auch der Leser glücklicherweise in der Geschichte angekommen, die unterschwellig viel mehr birgt als es zunächst den Anschein macht. Dann kann nämlich auch der Leser nicht mehr an sich halten, um eigene Nachforschungen anzustellen, nicht nur was den aktuellen Fall angeht, sondern auch zu Nowaks Vergangenheit. Durch Antonias Einschübe, die man zusätzlich zu Nowaks Beobachtungen erhält, ergibt sich ein recht gutes Bild des Revierinspektors und seiner Umgebung.
„Häusermord“ beginnt zu zaghaft, mausert sich aber nach und nach zu einem waschechten Kriminalroman, der neugierig auf mehr von Revierinspektor Nowak macht. - Bernhard Kreutner
Der Preis des Lebens
(53)Aktuelle Rezension von: SaintGermainDr. André Keller und Dr. Eva Vekete betreiben ein lukratives Geschäft mit Organhandel für Transplantationen. Unterstützung bekommen sie aus höchsten Kreisen. Der gerade degradierte Polizist und Philosoph Michael Lienhart und die Ex-Heeresmitarbeiterin Sabine Preiss bilden die österreichische Abteilung für Sonderfälle. Als allerdings eine Leiche am Wiener Zentralfriedhof beginnen sie die Ermittlungen und bekommen schon bald ebenfalls Unterstützung von hoher Ebene, da sie sich in höchste Gefahr begeben.
Das Cover des Buches ist an und für sich gut gemacht; allerdings wirkt er doch aufgrund des Themas sehr zynisch.
Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt.
Die Ermittler und ihr Umkreis, die bei den Ermittlungen helfen, sind einfach topp. allen voran natürlich der unkonventionelle Michael Lienhart; aber auch alle anderen sind perfekt gezeichnet und bilden ein sehr interessantes Team.
Die Spannung ist teilweise actiongeladen und auf hohem Niveau. Allerdings da die Täter eigentlich schon von Anfang bekannt sind, nimmt es die Spannung etwas weg.
Genau die Stellen - speziell am Anfang des Buches - waren es auch, die dann trotz dem brisantem Thema, teilweise etwas langweilig waren.
Auch eine Spur Gesellschaftskritik und Humor tritt auf, die das Buch dann auflockern und den letzten Pfiff geben.
Über weitere Bücher der Ermittler würde ich mich sehr freuen (ein 2. Teil existiert bereits).
Fazit: Tolle Ermittler mit brisantem Fall. 4,5 von 5 Sternen
- Beate Maly
Tod an der Wien
(42)Aktuelle Rezension von: Sikal
Wien, 1923: Schön langsam scheint sich Wien vom Ersten Weltkrieg wieder zu erholen und zumindest ein Teil der Bevölkerung kann sich wieder für Unterhaltungen interessieren. Doch ganz viele Menschen müssen immer noch ein Dasein unter der Armutsgrenze ertragen und sind für Almosen dankbar.
Doch Ernestine und Anton gehören zu den Glücklichen, die einen Theaterbesuch anstreben können. Von Ernestine mit Feuereifer geplant, fügt sich Anton dem Unterfangen und hat zumindest Aussicht auf irgendein süßes Stück Apfelkuchen oder dergleichen. Ernestine begibt sich in die Künstlergardarobe um ein Autogramm zu ergattern und bekommt unfreiwillig einen Streit mit. Als man am nächsten Tag die Hauptdarstellerin Hermine Egger tot auffindet, wird Ernestine wieder mal von ihrer Neugierde getrieben und stellt so einige Nachforschungen an. Sehr zum Leidwesen von ihrem Freund Anton, der sich viel lieber um die Naschereien Wiens kümmern würde als um Ungereimtheiten und Zufälle.
Im Prolog kommen Hinweise auf die Hintergründe bereits auf. Wie passen Prügelstrafe und Drill eines Gymnasiums zusammen mit dem Tod einer Operetten-Diva? Oder ist alles doch ganz anders? War vielleicht Eifersucht im Spiel?
Wie von Ernestine gewohnt, wird sie nicht locker lassen, um sämtliche Hintergründe zu analysieren und ihre Fragen (und die des Lesers) zu beantworten. Mit ihrer quirligen Art und ihrer liebenswerten Neugierde entlockt sie dem Leser so manches Schmunzeln.
Gut eingeflochten in den Krimi sind die neuen Errungenschaften im Schulalltag in Österreich. Die Reformpädagogik ist am Start und die ersten Schulen fernab von Prügelstrafe und Züchtigung entstehen.
Der Schreibstil Beate Malys ist kurzweilig, mit einer Prise Humor und einer angemessenen Portion Spannung. Die hervorragend ausgearbeitenden Figuren tragen die Geschichte und zeigen die unterschiedlichen Charaktere sowie viel Lokalkolorit.
Der sympathischen Schnüfflerin Ernestine sowie dem freundlichen Anton gebe ich gerne 5 Sterne.
- Joe Fischler
Veilchens Show
(49)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 328 Seiten
Verlag: Haymon Verlag (6. August 2018)
ISBN-13: 978-3709979075
Preis: 9,95 €
auch als E-Book erhältlich
Unterhaltsamer Tirol-Krimi
Inhalt:
In der Fernseh-Show „Bauerlorette“, buhlen fünf Männer um eine Frau. Dem Sieger winken zusätzlich eine Million Euro. Kurz nach Drehbeginn der Liveshow sind zwei der Kandidaten tot. Aber die Show muss weitergehen, und die Zuschauerzahlen steigen durch die Unglücke sogar noch. Wird es noch ein drittes Opfer geben?
Meine Meinung:
„Veilchens Show“ ist zwar schon der 5. Band der Veilchen-Reihe, lässt sich aber problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es der erste Veilchen-Krimi. Dagegen kenne ich alle drei bisher erschienen Bände der Arno-Bussi-Reihe. Wenn ich beide Reihen vergleichen soll, würde ich sagen, Veilchen wirkt eher wie ein konventioneller Regionalkrimi, allerdings mit einigem Humor. Dagegen verströmt Arno Bussi Humor am laufenden Band und nebenbei gibt es einen Krimi. Beides hat seinen Reiz, aber da Fischlers Humor genau auch der meine ist, kann er mich mit Arno Bussi noch mehr begeistern.
Nichtsdestotrotz ist auch „Veilchens Show“ sehr unterhaltsam. Das Gespann aus den Ermittlern Valerie „Veilchen“ Mauser und Manfred Stolwerk harmoniert perfekt. Der Schwiegersohn in spe Sven Schmatz ist das i-Tüpfelchen.
Der Krimi beginnt gemächlich, um die Spannung Richtung Schluss enorm zu steigern. Manches ist vorhersehbar, das meiste jedoch überraschend. Die Auflösung des Falles ist vollständig und logisch, sodass man das Buch am Ende zufrieden zuklappen kann.
Die Reihe:
1. Veilchens Winter
2. Veilchens Feuer
3. Veilchens Blut
4. Veilchens Rausch
5. Veilchens Show
★★★★☆
- Thomas Stipsits
Kopftuchmafia
(42)Aktuelle Rezension von: MusiklexikonGruppeninspektor Sifkovits vom LKA Eisenstadt wird in seinen Heimatort Stinatz geschickt, um in einem Mordfall zu ermitteln. Die Braut Anna Jusic ist von der Brautentführung verschwunden und wurde später im Feld von Bauer Charlie tot aufgefunden, der mit seinem Mähdrescher über die Leiche gefahren ist. Bei der Ermittlung hilft ihm die "Kopftuchmafia" bestehend aus seiner Mutter Baba Sifkovits, der Resetarits Hilda und der Grandits Real natürlich auch tatkräftig, weil sie natürlich über alles im Ort bescheid wissen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Thomas Stipsits kommt ursprünglich aus Stinatz und seine Oma, die auf den Buchcovers zu seinen Krimis abgebildet ist, lebt noch heute dort. Den dazugehörigen Film habe ich auch schon gesehen, der in dem Haus von seiner Oma gedreht wurde und im Film wurde mehr oder weniger alles, was ich an der Geschichte ein wenig unstimmig fand, ausgebessert. Von mir gibt es sehr gerne 5 Sterne und eine klare Empfehlung, nicht nur für Leute, die österreichische Krimis lieben, so wie ich.
- Claudia Rossbacher
Drehschluss
(2)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisClara Bodenstein, Chefredakteurin des Klatschmagazins UP, wird von vielen Promis gleichzeitig geliebt und gehasst. Aufgrund ihrer Reportagen sind Sternchen aufgegangen oder verglüht. Nun soll sie die Biografie der exaltierten Filmdiva Jackie Benz schreiben, die einige veritable Skandale verspricht, was einige Betroffene gerne unveröffentlicht haben wollen.
Bodenstein reist der Diva zu Dreharbeiten nach. Dann ist Jackie plötzlich verschwunden. Die erwartete Biografie bleibt aus und die Chefredakteurin ist ihren Job los. Clara stellt Recherchen an und entdeckt, dass Jackie Benz nicht die einzige vermisste Prominente ist.
Meine Meinung:
Das Filmbusiness ist immer wieder als Kulisse für Krimis und Thriller gut. Manchmal, wenn der Star glaubt, sein Stern wäre im Sinken begriffen, wird schnell eine Biografie geschrieben, das eine oder andere Skandälchen lanciert oder man macht sich rar. Einige Zeit lässt die Autorin ihre Hobbyermittlerin annehmen, dass sich die Diva nur eine Auszeit nimmt, um dann, nach geraumer Zeit, wie der Phönix aus der Asche wieder aufersteht. Warum dem nicht so ist, lest bitte selbst.
Claudia Rossbacher ist ein fesselnder Thriller gelungen, der die Schattenseiten des Show-Business und seiner „Lakaien“ beschreibt. Denn auch die Reporter diverser Klatschmagazine sind vor Intrigen nicht gefeit. Es dauert, bis Clara Bodenstein zu sich selbst findet.
Fazit:
Ein gelungener Thriller, dem ich gerne 4 Sterne gebe.
- Beate Maly
Mord im Auwald
(22)Aktuelle Rezension von: HelefloAnton und Ernstine beschließen den heißen Sommer im Strombad Kritzendorf ausklingen zu lassen. Zusammen mit Rosa und dem neuen Familienmitglied Cockerspanieldame Minna, ziehen sie dort in eine Badehütte, die Anton von einem Freund zur Verfügung gestellt bekommt.
Aber wie es natürlich der Zufall so will, wird nix mit geruhsamen Ferien. Der Künstler Emil Kopf mit zweiter Frau und Stieftochter ist auch da, genauso wie Familie Hummel die von Kopf unbedingt eine Skulptur erwerben wollen. Ausserdem gibt es da noch Kopfs leibliche Tochter die mir ehemaligem Kindermädchen und ihrer Tante ebenfalls dort Quartier nimmt. Und so weiter. Nach und nach findet sich eine Gesellschaft ein, die alle wohl noch eine Rechnung mit Kopf offen haben. Bald schon wird der Unsympath ermordet und Ernstine ist zum Leidwesen von Anton wieder voll in ihrem Element.
Diesmal gibt es sehr viel "Personal" was es anfänglich etwas unübersichtlich macht, der Lese-und Ratefreude aber keinen Abbruch. Diesmal lernen wir Antons Enkelin Rosa besser kennen, und wie nach dem letzten Teil gibt es nun einen Hund. Dieser bewahrt Anton vor so manchem kulturellen Zwangserlebnis, dafür beweist er aber auch eine gute Schnüffelnase.
Auch dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen, auch das Setting in Kritzendorf fand ich toll und mal was ganz anderes.
- Alexandra Bleyer
Wenn der Platzhirsch röhrt
(20)Aktuelle Rezension von: SatoSepp Flattacher will eigentlich nur seine Ruhe und das alles so läuft wie er meint, das es laufen sollte. Seinen Lieblingsfeind, Nachbar Heinrich Belten, ein zugereister Piefke, hat er ja gut im Griff – aber es droht Unfrieden, denn dessen Schwiegersohn aus Wien will plötzlich ins Mölltal ziehen und den Alten ins Heim abschieben. Und da Sepp Veränderungen nun mal nicht mag, verbündet er sich mit dem nervigen Belten um gemeinsam den Wiener Spezi zu vergrämen. Doch auch dieser ist nicht ganz freiwillig aus der großen Stadt ins Hinterland gezogen, vielmehr hat er sich mit der Mafia angelegt und muss deshalb untertauchen. Aber auch die Provinz bietet Gelegenheit für halbseidene Geschäfte!
Anfänglich versuchen die beiden Alten es mit Sepps Hausmittelchen – Fuchsleber – aber die daraus resultierende akute Magenverstimmung ist das kleinste Problem von Anton, denn die Mafia hat ihn aufgespürt und die fährt andere Geschütze auf.
Wie schon im ersten Teil lebt die Geschichte von ihren Protagonisten, allen voran der grantige Sepp der sich mit jedem anlegt, der ihm in die Quere kommt, aber auch der in Beziehungsdingen etwas verklemmte Dorfpolizist Martin und seine große Liebe Bettina sorgen für gute Unterhaltung und nicht zu vergessen Nachbar Belten, der so naiv ist zu glauben in Sepp einen neuen besten Freund gefunden zu haben. Das Ganze wird mit reichlich Kärtner Dialekt gewürzt und da braucht man als Nichteingeborener so manches Mal die Erläuterungen im Anhang und auch der ein oder andere Fakt zum Thema Jagd wird mitgeliefert.
Alles in allem bietet das Buch interessante Unterhaltung, schwarzen und teils recht schrägen Humor und auch reichlich Spannung – also eine klare Leseempfehlung für Freunde des Regionalkrimis.
- Alex Beer
Der zweite Reiter
(164)Aktuelle Rezension von: makamaWien 1919 - es ist November und kalt. Reichtum und Armut - der große Krieg ist gerade vorbei. August Emmerich, ehemaliges Waisenkind un vom Krieg angeschlagen ermittelt - zusammen mit seinem jungen Assistenten Ferdinand Winter . Eigentlich sollen sie sich um Schwarzmarkthändler kümmern - aber zu denen hat August eine besondere Beziehung. Da kommt es ihm gut zu passe, als er einige ungeklärte Todesfälle entdeckt --- laut seinem Vorgesetzten Sollen es Selbstmorde sein - doch August zweifelt und ermittelt zusammen mit Winter auf eigene Faust - und beide geraten schon bald in große Gefahr ..... Wird es ihnen gelingen den Fall aufzuklären - er bis in höchste Kreise ragt???
Fazit und Meinung: Ein gut recherchierter historischer Krimi mit tollen Protagonisten und einem interessanten Thema .... obwohl oft die Spannung fehlte hat mir dieser Krimi nicht schlecht gefallen und ich habe mich meist gut unterhalten gefühlt - von mir knappe 4 Sterne für dieses Buch.























