Bücher mit dem Tag "österreic"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "österreic" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

     (1.216)
    Aktuelle Rezension von: ZIMT-ZICKE

    Schnitzeljagd gewesen. Heute ist es Geocatching. Es ist schon ein Weilchen her, dass ich dieses spannende Buch gelesen habe. Es hat mich in eine andere Welt entführt. Mit der Kommissarin hatte ich Mitleid, weil privat ging es doch nicht so, wie man sich das wünschen würde. Die Charaktere sind gut getroffen und der Schreibstil sehr spannend. Was will man mehr? Ich empfehle dieses Buch. 

  2. Cover des Buches Stimmen (ISBN: 9783499267437)
    Ursula Poznanski

    Stimmen

     (431)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Atmosphäre in der Psychiatrie gefiel mir gut. Den Täter konnte ich bis zum Schluss nicht entlarven und das Finale war wieder sehr spannend. Auch das Ende das Buches gefiel mir sehr gut. 

  3. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (419)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Dieses Buch ist meine erste Begegnung mit dem Autor Bernhard Aichner und schon mal vornweg, es wird nicht die Letzte sein.

    Brünhilde Blum – die Blum – ist Bestatterin in Innsbruck, verheiratet mit dem Mann ihrer Träume und liebevolle Mutter zweier Kinder. Doch ihre Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ihr glückliches Leben zerbricht, als ihr Mann tödlich verunglückt – ein tragischer Unfall wie es scheint. Blum stößt im Nachlass ihres Mannes auf Tonbandaufzeichnungen, Gespräche mit einer Unbekannten die Unvorstellbares erlebt hat. Blum gräbt weiter, findet die Unbekannte und muss erkennen, dass ihr Mann ermordet wurde, weil er bei seinen Nachforschungen wohl zu erfolgreich war. Jetzt erwacht Blums dunkle Seite und die Jagd auf die Täter beginnt, unbarmherzig und brutal schlägt sie zu, räumt auf, rächt sich.

    Der Roman ist schnell, was vor allem am recht ungewöhnlichen Schreibstil von Aichner liegt, kurze Sätze, keine langen Monologe, immer nur vorwärts – dazwischen immer wieder Dialoge. Eine permanente Spannung und dann brutale Gewalt eiskalt wie in Berichtsform beschrieben. Ein absoluter Pageturner. Die Protagonisten sind gut charakterisiert, Blum ist trotz der Gewalt unheimlich sympathisch, wirkt einerseits warmherzig und verletzlich und ist dann wieder erbarmungslos, effizient und brutal.

    Ein Thriller der sich abhebt von der Masse – von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches Der grüne Palast (ISBN: 9783548613529)
    Peggy Hohmann

    Der grüne Palast

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Das Konzept dieses Romans ist außergewöhnlich, denn er besteht komplett aus Briefen. Anfangs war ich skeptisch, da ich mir überhaupt nicht recht vorstellen konnte, dass man in so einen reinen Briefroman Spannung und Leben bringen kann. Ich wurde hier eines Besseren belehrt, denn es ist der Autorin perfekt gelungen, die gesamte Handlung im Briefverkehr diverser beteiligter Personen unterzubringen, ohne dass es künstlich oder gar langatmig wirken würde. Ein Großteil der Briefe ist von Erzherzogin Leopoldine von Österreich an ihre geliebte Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma, Napoleons zweite Ehefrau, gerichtet.
    Auch die anderen Korrespondenzen drehen sich in der Hauptsache um Leopoldine und ihre bevorstehende Heirat mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro. Die portugiesische Königsfamilie weilt jedoch in Brasilien, und daher wird auch Leopoldine dort hin reisen. Bei ihrem Aufbruch in das ferne Land möchte die junge Frau ihre engste Vertraute, Gräfin Lazansky, nicht missen. Diese wiederum unterhält einen regen Briefwechsel mit ihrer Schwester, der sie alles, was sie bewegt, anvertraut und mit Fürst von Metternich, der die Gräfin verehrt und umwirbt. Eine weitere wichtige Person des Romans und ebenfalls in den regen Briefwechsel eingeschlossen, ist Marquis de Marialva, Diplomat am königlichen Hof von Lissabon.
    Ich hatte mich schnell an den Aufbau des Buches gewöhnt, das aus 185 Briefen und so auch aus 185 kurzen Kapiteln besteht. Anfangs habe ich die wörtliche Rede vermisst und befürchtete schon, dass das Fehlen von Dialogen den Roman womöglich unpersönlich erscheinen lassen könnte, aber dem war ganz und gar nicht so. Die Briefe, vor allem Leopoldines, sind sehr intensiv. Sie schüttet ihrer geliebten Schwester ihr Herz aus und vertraut ihr ihre Sorgen und so manche Heimlichkeit an. Ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern, und dazu kommt, dass Leopoldine im lauf der Zeit entdeckt, dass in Brasilien, diesem wunderschönen und üppig grünen Land, so einiges im Argen liegt. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass hier die Sklaverei noch nicht abgeschafft wurde. Mit ganzem Herzen setzt sie sich für die Menschen ein, die im Elend leben. Bei ihrem Mann stößt sie mit ihren Anklagen und Forderungen auf taube Ohren.
    Der Roman hat mein Interesse an den betreffenden Personen geweckt, und ich habe mich auch darüber hinaus mit dem Leben Leopoldines befasst. Die Autorin hat sich in weiten Teilen an die historischen Tatsachen gehalten und nur einige Änderungen vorgenommen, aus dramaturgischen Gründen, wie sie im Nachwort schreibt. Die meisten Charaktere der Geschichte hat es wirklich gegeben, so sind beispielsweise auch die Gräfin Lazansky und der Marquis de Marialva reale Personen, denen die Autorin jedoch ein fiktives Privatleben zugedichtet hat. Auch hatte Leopoldine in Wirklichkeit mehr Kinder als im Roman angegeben. Im großen und ganzen kann man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen, und an Leopoldines Schicksal habe ich großen Anteil genommen. Sie macht im Lauf der Jahre in Brasilien eine enorme Wandlung durch. Aus dem unbeschwerten und ein wenig naiven jungen Mädchen wird eine selbstbewusste, starke Frau, die weiß, was sie will, sich auch schon mal in die Politik einmischt und die sich für die Schwachen einsetzt, wo immer sie kann.
    Mit der Gräfin Lazansky hat der Roman eine zweite, starke Frauenfigur. Lange Zeit ist sie die engste Vertraute an Leopoldines Seite, bis die beiden Frauen getrennt werden, aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um nicht zu viel vorab zu verraten.
    Die Handlung und somit auch die verschiedenen Briefwechsel ziehen sich über mehrere Jahre hin. Hier habe ich es bedauert, dass die einzelnen Briefe nicht datiert sind, so dass man nie so recht wusste, in welchem Jahr sich das Erzählte abspielt. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Insgesamt ist „Der grüne Palast“ ein großartiger historischer Roman, der mir vor allem die politischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen Österreich, Portugal und Brasilien zur damaligen Zeit sehr lebendig nahe gebracht hat.
    Schon das Cover ist übrigens eine Augenweide. Der Kontrast zwischen mattem Hintergrund und spiegelglatt glänzenden Elementen ist sehr wirkungsvoll,und so gehört das Buch optisch zu den schönsten in meinem Regal.
  5. Cover des Buches Immerstill (ISBN: 9783839218884)
    Roman Klementovic

    Immerstill

     (45)
    Aktuelle Rezension von: lenisvea


    Kein Entrinnen

    In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus.



    Thriller von Roman Klementovic

    3 Februar 2016
    sofort lieferbar

    309 Seiten, 12 x 20 cm, Paperback

    Buch 14,– € / E-Book 10,99 €*

    ISBN 978-3-8392-1888-4


     

    Zum Autoren

     

    Roman Klementovic, geboren 1982, lebt in Wien. Er liebt Bier in Pubs, Punkrock und den Sportklub Rapid Wien. Seine beiden Thriller »Immerstill« und »Wenn das Licht gefriert« werden verfilmt.

     

    Meine Meinung

     

    Ich bin ja seit Wenn das Licht gefriert ein Fan von Roman Klementovics Thrillern. Daher lese und höre ich jetzt nach und nach die davor erschienenen Werke von ihm.

     

    Der Einstieg in diesen Thriller ist mir auch direkt wieder sehr gut gelungen.

     

    Es geht hier um einen Vermisstenfall von zwei Jugendlichen, der ungeklärt geblieben ist. Genau auf den Tag genau drei Jahre später werden wieder zwei Jugendliche vermisst. Und kurz darauf wird eine misshandelte Leiche aufgefunden.

     

    Die Hauptrolle spielt hier im Grunde die Schwester eine der Vermissten, die aufgrund der Ereignisse vorübergehend in ihre Heimat zurückkehrt, um ihrem Vater beizustehen. Sie beteiligt sich dann an der Suche. Mehr möchte ich hier gar nicht verraten. 

     

    Mir ging es so, dass ich das Hörbuch gar nicht unterbrechen wollte, es war von Anfang bis Ende total spannend.

     

    Alles in allem kann ich hier eine absolute Lese- und Hörempfehlung mit sehr guten 4,5 Sternen aussprechen. Zum Glück habe ich noch zwei Bücher des Autoren ungelesen hier. Ich hoffe aber, dass auch bald wieder ein neuer Thriller von ihm erscheint. 

     

    4,5 von 5 Sternen 

     

  6. Cover des Buches Steirernacht (ISBN: 9783839219263)
    Claudia Rossbacher

    Steirernacht

     (49)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Sandra Mohr, Band 6: Sandra Mohr und ihr Chef, Sascha Bergmann, Ermittler beim LKA Graz, werden zu einem Tatort gerufen – ein Ehepaar und ihr elfjähriger Sohn wurden erschossen aufgefunden. Handelt es sich um erweiterten Suizid? Das Ehepaar hatte hohe Schulden. Doch da die dreizehnjährige Tochter noch lebt, spricht gegen diese Theorie. Sie ist eine wichtige Zeugin in diesem Fall…

    Erster Eindruck: Wie immer ist das Herz das zentrale Coverelement dieser Reihe – wieder sehr schön umgesetzt.


    Dies ist Band 6 der Reihe, lässt sich aber unabhängig von den Vorgängerbänden lesen.


    Es sind beinahe vier Jahre her, seit Sascha aus Wien nach Graz versetzt worden ist. Seither arbeiten Sandra und er im Team und haben schon einige Fälle gemeinsam gelöst. Der neuste Fall geht beiden an die Nieren – wie immer, wenn ein Kind involviert ist. Was ist bloss passiert, dass jemand fast eine ganze Familie auslöscht? Welch‘ ein Horror, wenn ein Kind gleichzeitig die Eltern und den Bruder verliert! Es hat sich herausgestellt, dass die These des erweiterten Suizids falsch ist. Also muss es eine andere Person gewesen sein. Die ersten Ermittlungen verlaufen jedoch ergebnislos.

    Privat läuft es für Sandra nur suboptimal. Sie ist seit ein paar Monaten mit ihrem Freund Paul, einem Berufskollegen, zusammen, aber ihm liegt sehr wenig an intimer Zweisamkeit. Sandra will dies ändern, schliesslich möchte sie auch in nicht allzu ferner Zukunft Mutter werden. Sandra und Paul müssen unbedingt einen für beide gangbaren Weg wählen. Sie kommen auf eine aussergewöhnliche Idee und planen ein ganz spezielles Wochenende…


    Erweiterter Suizid, finanzielle Probleme, Familienbande, Pubertät, Cybersex, Waffenbesitz – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und es war sehr spannend. Die Spuren, die die Autorin gelegt hat, um den Leser zu verwirren, waren sehr gut. Ein interessanter Ausgang! Von mir gibt es dieses Mal die volle Punktzahl.

  7. Cover des Buches Die Schöne und der Tod (ISBN: 9783442713660)
    Bernhard Aichner

    Die Schöne und der Tod

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Bernhard Aichner hatte ich für mich nach einer Leserunde erst sehr spät entdeckt und fast alles was ich bisher vom Haymon Verlag in die Hand bekommen hatte, war sehr gut. Also habe ich mir den ersten Band seiner Krimiserie mit Max Broll besorgt ...

    Max Broll, der örtliche Totengräber, scheint mit seinem Leben eigentlich sehr zufrieden. Er organisiert Saunatreffen auf dem Friedhofsgelände und legt sich gerne mit dem Pfarrer an. Sein bester Freund ist Baroni, ein ehemaliger Fußballstar, der sowohl in Wien als auch im Dorf lebt und in Max einen Seelenverwandten gefunden hat.

     Als Max einen Anruf bekommt von seiner ehemaligen und größten Liebe, dass er ein Loch buddeln soll, weil Ihre Schwester beerdigt werden muß, bleibt ihm der Atem stehen und sein ganzes Leben zieht an ihm vorüber. Die einzigste Frau, die ihm jemals etwas bedeutet hat kommt zurück in das Dorf. Max beerdigt Ihre Schwester, ein ehemaliges Model und versucht seiner Ex soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen, doch als die Leiche aus dem Grab gestohlen wird, geht der Täter zu weit nach Ansicht von Max. Von seinem Friedhof wird keine Leiche geklaut, die bleiben alle da und Max legt los....

    Was schräg klingt, ist auch komplett schräg. Sehr viele direkte Dialoge und hitzige Wortgefechte beleben diese Geschichte und sorgen dafür, dass Sie zu keiner Zeit langweilig wird. Der Schreibstil ist ausgezeichnet und etwas besonderes. Welche Charaktere , mit wunderbar einfachen Überlegungen gezeichnet, unkompliziert, direkt auf die Mitte, ohne Umschweife und absolut liebenswert. Da fliegen schon mal die Fäuste , vielleicht auch zu Unrecht, aber das ganze macht unheimlich viel Spaß. Kann sich Max seiner ehemaligen Lebensliebe Emma etwas entgegensetzen. Hat die schon immer in Max verliebte Hanni überhaupt eine Chance ? 

    Ich freue mich, dass ich zwar erst 10 Jahre nach Erscheinen, das ganze entdeckt habe, aber die anderen Teile von Max Broll sind schon besorgt. Klare Empfehlung an alle die mit direkten Wörtern als auch leicht vulgärem Ausdruck leben können !

     



  8. Cover des Buches Die Macht der Geographie (ISBN: 9783423349178)
    Tim Marshall

    Die Macht der Geographie

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Warum kämpft Russland so erbittert um einen Hafenzugang? Was steckt hinter Chinas globalen wirtschaftlichen Tätigkeiten? Wieso klammern sich die Briten an die Falklandinseln? Und wie hat die Kolonialisierung die politische und wirtschaftliche Situation der Welt von heute geprägt? Interessant, umfassend und kenntnisreich rollt Tim Marshall Weltgeschichte und Weltpolitik vor dem verblüfften Leser aus, der so viel zu kennen meint und jetzt doch alles in einem neuen Licht betrachten muss. Entscheidungen von Politikern sind niemals frei – sie sind begrenzt von der Geographie. 

    Der Leser kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Viele Überzeugungen werden in Frage gestellt, scheinbar willkürliche Ereignisse werden verblüffend logisch erklärt. Alles kenntnisreich, fundiert und mit Witz auf fast unwahrscheinlich wenigen Seiten präsentiert. Ein Anhang mit der zugrundeliegenden Literatur lädt zum Weiterstöbern ein. Die kurzen Kapitel, die jeweils ein eigenes Land bzw. Gebiet abhandeln, geben einen tiefen Einblick in andere Kulturen, ihre Geschichte und Völker. Erschütternd ist, wie viele aktuelle Probleme der Welt aus der Kolonialisierung stammen, durch Unwissenheit, Gier und eine bittere Gleichgültigkeit der europäischen Kolonialmächte produziert. 

    Eine hochinteressante Lektüre, die sich nicht aus der Hand legen lässt! Unterhaltsam und informativ, dabei stets sachlich und fundiert. Brillant!

  9. Cover des Buches Immerschuld (ISBN: 9783839220665)
    Roman Klementovic

    Immerschuld

     (29)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp
    Mit "Immerschuld" schließt der Autor an seinen Roman "Immerstill" an, den man jedoch auch ohne Vorwissen lesen kann.
    Wir befinden uns wieder in Grundendorf in Niederösterreich, nahe der slowakischen Grenze. Patrick hat nach dem Entführungsfall im letzten Winter und dem Selbstmordversuch seiner Exfreundin seinen Polizeidienst quittiert. Er versinkt immer mehr in Depressionen und schottet sich von seiner Umwelt ab, als ihn die Nachricht erreicht, dass seine 12jährige Kusine Julia verschwunden ist. Ihr Hund wurde verstümmelt im Wald gefunden. Entsetzen macht sich in Patrick breit: In Grundendorf hat das Grauen wieder Einzug gehalten. Nach den Entführungefällen vor einem halben Jahr, kann doch nicht schon wieder jemand spurlos verschwunden sein.... Patrick wird aus seiner Lethargie gerissen und versucht auf eigene Faust zu ermitteln. Als eine Leiche gefunden wird, gerät er jedoch selbst in Verdacht...

    Dies ist mein dritter Thriller des Autors. Leider hatte ich diesmal kleine Anfangsschwierigkeiten und fand nicht sofort in die Geschichte. Die sehr beklemmende und depressive Stimmung, in die unser Hauptprotagonist anfangs steckt, machte es mir nicht ganz so einfach. Die Atmosphäre ist düster und erdrückend. Man bewegt sich zwischen flirrender Hitze, dem Summen von Mücken und unwegsamen Waldwegen. Die heimelige Kleinstadtidylle findet man hier nicht - im Gegenteil. Klementovic beschreibt diese Stimmung so authentisch, dass man sich der anfänglichen Düsternis nur schwer entziehen kann. Doch sehr bald nimmt die Spannung überhand und man klebt, wie von seinen anderen Büchern gewohnt, an den Seiten.
    Der Fokus der Geschichte liegt diesmal bei Patrick. Als Leser begleitet man den Expolizisten bei seinen Nachforschungen, während seine Exkollegen kaum eine Rolle spielen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und authentisch. Es wimmelt von kauzigen und unsympathischen Figuren, wie zum Beispiel Patricks ehemaliger Chef Wimmer.

    Das Motiv für Julias Verschwinden und die darauffolgenden Taten bleiben dem Leser lange Zeit unerschlossen. Umso überraschter und schockierter ist man, als man die Wahrheit erfährt. Doch hier ist der Thriller noch nicht zu Ende, denn Klementovic versteht es großartig seine Leser mit dem Wissen, was der Mörder vorhat, noch mehr zu packen. Man kann ab diesen Zeitpunkt das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Spannungsbogen steigt ab dem Verschwinden von Julia kontinuierlich an und endet in einem Grande Finale, das so einige überraschende Wendungen für den Leser bereithält.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil von Roman Klementovic ist detailliert und sehr bildhaft. Der Spannungsbogen wächst kontinuierlich. Sätze und Kapitel sind eher kurz gehalten. Der Autor erzählt aus der Ich-Perspektive in Präsens. Als Leser verfolgt man direkt die Gefühle und Gedanken des Hauptprotagonisten. Nach dem Verschwinden von Julia steht über die folgenden Kapitel als Überschrift: "Julia vermisst seit.....Stunden......Minuten"

    Fazit:
    Ein weiterer spannender Thriller aus der Feder von Roman Klementovic mit einer sehr düsteren Atmosphäre und einer stetig ansteigenden Spannungskurve. Das Finale hat es dann in sich....!
  10. Cover des Buches Feenrache (ISBN: 9783401601533)
    Tamina Berger

    Feenrache

     (25)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des tollen Covers und des Titels angesprochen. Lassen sie doch beide auf einen klasse Thriller hoffen.

    Von der Autorin habe ich bis jetzt noch nichts gehört und gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Das Buch liest sich so schön, einmal in die Hand genommen, möchte man es nicht mehr weglegen. Ich habe nach einiger Zeit nochmal auf das Cover geschaut, ob es sich wirklich um einen Thriller handelt, denn zu Beginn deutet alles eher auf einen Teenie Roman hin.

    Zur Geschichte, Jana ist ganz stolz auf ihr eigenes Badezimmer. Sie ist leicht genervt, denn nun soll eine Austauschschülerin kommen, nämlich Cayla. Jana hat keine Lust mit ihr das Bad zu teilen und auch so könnte sie auf Cayla verzichten. Doch Cayla ist ganz nett und die beiden verstehen sich gut, sie ist für Jana fast wie eine große Schwester. Es passieren aber in der Familie merkwürdige Sachen, was das auf sich hat, wird nicht verraten, damit die Spannung erhalten wird.

    Ein sehr schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Es hat mir eine schöne Lesezeit beschert.

  11. Cover des Buches Ich kauf nix! (ISBN: 9783462045895)
    Nunu Kaller

    Ich kauf nix!

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Nunu Kaller erzählt, wie und warum sie auf die Idee kam, 1 Jahr keine Bekleidung und Schuhe zu kaufen. Sie strickt auch einen Pulli, den sie gleich noch mal für eine Designerin und ihre Freundin stricken darf. Außerdem beginnt sie mit Nähen. Selber Kleidung machen ist ja erlaubt. 

    Lustig fand ich, als sie am Anfang erst mal ihre Bekleidungskaufsucht in Bücherkaufsucht umwandelte und dann beschloss, sie kauft sich erst was, wenn sie alles gelesen hat. Wobei ich nicht wirklich daran glaube, dass sie das geschafft hat. Sie hat ja angegeben, dass sie sich einige Bücher zum Thema selbermachen und Ökologische Mode Herstellung gekauft hat. Aber vielleicht hat sie ja nur das gekauft, was sie auch gleich wirklich gelesen hat und damit hat sie ja nicht ihre Regeln gebrochen und sie hat auch bemerkt, dass sie dabei war eine Sucht in die andere zu ersetzen. Genauso mit dem Stoffkauf. 

    Ich weiß ja nicht, in wiefern alles stimmt, was die Autorin schreibt. Erstaunlich finde ich, dass sie tolle selbstgemachte Sachen hat, die dann auch Freundin und eine Designerin im Tausch gegen 2 Sachen von ihr bekommt, von ihr noch mal gestrickt werden. Also ich strick auch hin und wieder und hab auch schon mal einen Pullunder gestrickt und auch einen Pulli, als Teenie allerdings und alle fanden es toll, aber keiner wollte, dass ich ihnen so was stricke. Der Pullunder überlebte sehr lange, bis er nicht mehr zu retten war. Ich kann mir das nur so vorstellen, es ist halt was anderes, genauso wie der Sockenpullover und ich hätte mir zu vielen Sachen in dem Buch Bilder gewünscht.

    Und ich habe festgestellt, dass sie in einer ganz anderen Welt lebt, als ich. Ich bin schon seit fast 20 Jahren bei Tauschbörsen und ich kaufe schon sehr, sehr lange Second Hand (und selten neues, außer Schuhe) und Schuhe hab ich auch nicht so megaviele. Nicht, dass ich neidisch bin. Und es dauerte lange, bis ich merkte, dass der schwedische Textilriese H & M ist. Und die 2 Buchstaben sind nicht deutsch sondern holländisch, wenn sie C & A meint... Aber wer der farbenfrohe Spanier ist, weiß ich nicht. Keine Ahnung. Ich bin nicht markenfixiert. Und die erste Wranglerjeans hab ich mit 18 selbst gekauft. Von daher ist mir sehr vieles fremd, was sie beschreibt. 

    Aber ihr Umdenken, das gefällt mir. Und dass ihr das viel gebracht hat. Und so Tauschpartys würden mir auch gefallen. Weil Tauschbörsen verschlingen viel Porto und ist dann auch nicht mehr ganz so ökologisch. Insgesamt gesehen, bin ich nicht sicher, wie glaubwürdig das ganze ist, manche Menschen stellen sich ja als besser dar, als sie sind. Zum Beispiel Promis.

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

    Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen, egal um was es geht. Von daher denk ich, ist es ein guter Ansatz und ich vergebe 5 Sterne. 


    PS: Was aber nichts dran ändert, dass ich gerne Bilder von manchen Sachen gesehen hätte. Wie zum Beispiel die Stiefel, der Sockenpulli, das Kleid usw.


    PS: Die Infos zu den Sachen, wusste ich schon. Ich hab also nicht wirklich was neues gelernt, aber ich wollte ja wissen, wie geht es jemanden anderes. Ich wollte die Nunu Kaller mit ihren Gedanken kennen lernen und nicht, warum es nicht richtig ist, so Billigkram zu kaufen. Wobei es erstaunlich ist, wie billig es manches vor 2013 gegeben hat. Aber vielleicht braucht man die richtige Figur dazu und die Bilder von Nunu Kaller sind so, dass ich denke, sie ist schön schlank. 

  12. Cover des Buches Alles über Sally (ISBN: 9783423140188)
    Arno Geiger

    Alles über Sally

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Geschichte, die ja eigentlich keine ist, zeichnet ein feines Bild einer praktisch veranlagten Frau, ohne ihre Verzierungen und Beschädigungen wegzulassen. Sie sieht sich selbst schnörkellos und Mittelpunkt ihrer Betrachtungen ist ihr, nicht mehr ganz taufrische Eheman Alfred, den die gelegentlichen Hörner, die sie ihm verpasst, nicht wirklich stören. 
  13. Cover des Buches Die wilde Geschichte vom Wassertrinker (ISBN: 9783257057034)
    John Irving

    Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

     (286)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der Student Fred Bogus Trumper teilt mit seinem besten Freund Couth nicht nur die Erinnerungen an eine wüste Gonorrhoe aus Teenietagen, sondern auch seinen Geschmack was Frauen anbelangt im Allgemeinen. Aber seine ständigen urologischen Beschwerden sind wohl angeboren und sollen nun erst einmal mit der Wassermethode in Angriff genommen werden, bevor nur noch der Skalpell bleibt.
    Generell läuft es für Thump-Thump, wie Fred von seinem Freund und Filmemacher Ralph genannt wird, nicht wirklich rund.
    Sein Dissertationsthema, die Übersetzung der altniedernordischen Ballade Akthelt und Gunnel läuft schleppend und ist maßgeglich seiner blühenden Phantasie geschuldet. Sein Vater hat dem Dauerstudiosus den Geldhahn zugedreht und lässt sich auch nicht vom jungen Glück zwischen Bogus und der Skifahrerin Biggie beeinflussen. Und dann ist da irgendwann auch noch Tulpen, Bogus' Freundin mit der Vorliebe für Wasserschildkröten und dem dringenden Wunsch nach einem eigenen Kind...
    Unbeschreiblich schräg dieser Irving und mit viel Humor und Selbstironie, je nach Erzählposition, versehen. John Irving wechselt dazu immer wieder die Perspektive, so dass der Leser Fred in der Gegenwart zum Urologen begleiten kann, aber auch in Rückblenden die Anfänge der Beziehung zu Biggie verfolgen darf. Dann wieder durchwühlt man die Laken mit Bogus und Tulpen, lernt den kleinen Colm und seine Ansichten zum Klassiker Moby Dick kennen und nicht zu vergessen der skurrile Diabetiker Merrill Overturf.
    Dieser Fred Bogus Trumper ist ein würziger Charakter nach irvingschem Reinheitsgebot, wie auch die zahlreichen Protagonisten, die ihn auf seinen Irrwegen begleiten und verleiten. Wieder einmal hat mir ganz besonders das vorherrschend hohe Maß an Zuneigung gefallen. Auch wenn die Liebe nicht immer von Dauer ist, so bleibt doch immer der Respekt, diese bizzelnde Vibration vergangener Gefühle und je Menge an Empathie.

    Manchmal von Melancholie getragen, wieder und wieder sehr witzig und mit viel gesunder Selbstironie der Charaktere versehen, oft herzerfrischend skurrill und immer ein echter Irving.

  14. Cover des Buches Eine Handvoll Rosinen (ISBN: 9783218009973)
    Daniel Zipfel

    Eine Handvoll Rosinen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Traiskirchen 2003: Jedem Österreicher ist das größte Flüchtlingslager des Landes ein Begriff. Ludwig Blum, penibler Beamter bei der Fremdenpolizei entscheidet in seiner Funktion über das Hier und Jetzt von Menschen. Menschen voller Angst, Hang zur Selbstverstümmelung und der Suche nach Heimat. Sein Gegenspieler ist der Afghane Nejat Salarzai, Schlepper und Organisator für neue Dokumente & Co.

    Während Blum sich wie ein Ertrinkender an Paragraphen klammert, für seine Handlungen den Staat vorschiebt, erfährt man, dass auch er bereit war Grenzen zu überschreiten und für einen kurzen Moment die Bürokratie zu vergessen.

    „Eine moralische Verpflichtung haben wir gehabt! Denn niemals darf der Dienst über die Moral gestellt werden! Wir sind zuallererst nämlich Menschen.“

    Nejat Salarzai erzählt ruhig und lächelnd seine Vorstellungen, seine Forderungen (oder sind es Drohungen) und betont laufend, dass er sich um sämtliche Probleme kümmert. Er zieht Blum in einen schmutzigen Strudel der Mittäterschaft, verleitet ihn zum Amtsmissbrauch um letztendlich wieder alles in die richtige (seine) Richtung laufen zu lassen.

    Der Autor, Daniel Zipfel, arbeitet als Rechtsbeistand für Flüchtlinge und leitet sie durch die Bürokratie unseres Landes. Durch seine Erfahrungen wirkt die Geschichte nicht konstruiert sondern authentisch, seine Charaktere nicht überlegen und platt sondern menschlich mit sämtlichen Fehlern und Schwächen, die dazu gehören. Nicht alles wird erklärt, vieles liest man zwischen den Zeilen.

    Diese fiktive Schacherei über das Schicksal und das Leben von Menschen - nur ein Geschäft, nicht mehr. Rosinen als Zahlungsmittel innerhalb dieser Gruppe, Entscheidungen über Leben und Tod ohne mit der Wimper zu zucken.

    Traiskirchen 2016: Die Geschichte könnte genauso in der heutigen Zeit spielen. Es hat sich nichts verändert, die Aktualität ist ungebrochen. Was wir leider häufig vergessen: Wir sind zuallererst nämlich Menschen …

  15. Cover des Buches Liebesglück und Beerenkipferl (ISBN: 9783442480111)
    Fanny Schönau

    Liebesglück und Beerenkipferl

     (66)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    „Es kommt, wie es kommt, und wie es kommt, so kommt es gut.“

    Aktuell herrscht bei RoRezepte ja die pure Weihnachtszeit mit vielen weihnachtlichen Romanen und Gebäcke. Liebesglück und Beerenkipferl ist zwar kein Weihnachtsroman, dafür haben wir aber im Anhang ein Rezept für Heidelbeerkipferl, welches für uns ein typisches Weihnachtsgebäck zur Adventszeit ist. Aber Tante Mirli aus Hinter-Russbach bäckt ihre Kipferl das ganze Jahr über. Also gibt es für euch nun Fanny Schönaus Liebesglück und Beerenkipferl:

    Karla Fischer, ehrgeizige Stadtfrau mit Lifestyle-Attitüden, genießt die Highsociety, ihre PR-Welt und schöpft durch die Vielzahl an Sommerschlussverkäufe pausenlos ihren Überziehungskredit bei ihrem Bankberater Paul Lenz aus. Solange, bis sie gefeuert wird und zum finanziellen Überleben nach Hinter-Russbach zur Gosauer Schuhfabrik abgeschoben wird. Stadtprinzessin trifft uriges Landleben, die Uhren laufen langsamer, die Prioritäten sind verschoben, die Sprache versteht kein Mensch und überhaupt ticken diese Landeier einfach total anders. Karla will einfach nur schnell weg, wie soll sie es hier nur aushalten?

    „Mirli strich Eva zärtlich über den Kopf. »Ich weiß, ihr seid eine andere Generation. Zu unserer Zeit hat man eine richtige Frau noch zu schätzen gewusst – viel Arsch, viel Freud!« Mirli lachte schallend.“

    Natürlich kann man sich als Leser jetzt schon denken, dass Karla mit der Zeit die Vorzüge der Natur, der entschleunigten Zeit und die offenen, herzlichen Menschen zu schätzen lernt. Und feiern können die! Besonders die Kollegin Eva wächst Karla ans Herz, welche ihr Dorf unglaublich liebt und ein unerwartetes Talent für Schuhdesign besitzt. Leider kann sie dieses nicht ausleben, denn vorher gehen die Glasauer pleite und alles befindet sich im freien Fall. Für zahlreiche Mitarbeiter bricht der Job weg und auf dem Dorf, was gibt es da noch für berufliche Möglichkeiten? Ob Karla von Wien aus noch Möglichkeiten findet?

    „»A jede Wanderung hat den gleichen Verlauf. Erst gehst frisch dahin, nach a paar Meter wird der Rucksack schwer, dann glaubst, deine Beine sind aus Beton, und dann, kennst glaubst, du musst sterben, dann geht’s auf einmal ganz leicht dahin.« »Es ist wie des Leben – ned mehr und ned weniger« philosophierte Mirli fröhlich.“

    Mein Lieblingscharakter ist Evas Tante Mirli, welche einfach sympathisch, herzlich, offen, direkt und eine versteckte Drahtzieherin im Dorf ist. Tante Mirli mögen alle, und die besten Heidelbeerkipferl bäckt sie auch. Sie ist die gute und schlaue Nebenprotagonistin in Fanny Schönaus Roman.

    „Er suchte Karlas Blick – alle folgten ihm. »Wohin ihr auch geht, geht mit eurem ganzen Herzen«, sagte er und lächelte.“

    Liebesglück und Beerenkipferl ist eine super lustige, leichte Lektüre zum Schmunzeln, mit viel Liebe zur Natur und einem riesengroßen Herz.

    Die Rezepte aus Liebesglück und Beerenkipferl findet ihr unter www.rorezepte.com & https://rorezepte.com/liebesglueck-und-beerenkipferl-fanny-schoenau/

  16. Cover des Buches Es geht uns gut (ISBN: 9783423146500)
    Arno Geiger

    Es geht uns gut

     (145)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Drei Generationen, eine Geschichte. Oder doch eigentlich ganz viele Geschichten? Arno Geiger reiht eine Episode an die andere, springt jede Chronologie verleugnend durch die Zeit und verwebt alles zu einem großen Familienroman. Und irgendwie gelingt es ihm dabei, jede Epoche so lebensecht einzufangen, dass einem beim Lesen ganz oft die Luft wegbleibt.

    Es ist als ob Geiger in die jeweilige Haut seiner Protagonisten schlüpft: Mal ist es der 15-jährige Hitlerjunge Peter im Jahr 1938, mal die Mitdreißigerin Ingrid Ende 1970, mal der orientierungslose Schriftsteller Philipp im Jahr 2001, der die Villa seiner Großmutter geerbt hat. Geigers Einfühlungsvermögen ist magisch und beschert seiner Leserschaft eine Zeitreise ohne erhobenen Zeigefinger. Denn jeder einzelnen Figur fühlt man sich sofort nahe. Geschichte, das spürt man, erzählt sich durch viele Einzelschicksale. Die Familie ist dabei wie ein Netz, das seine Mitglieder zusammenhält, ob sie wollen oder nicht, sogar über die Zeit hinaus.

    Geiger hat für „Uns geht es gut“ 2005 den Deutschen Buchpreis gewonnen. Sein Roman hat seitdem nichts an Intensität eingebüßt. Wer sich für geschichtliche Themen aus der jüngsten Vergangenheit interessiert und einen komplexen Erzählstil nicht scheut, wird voll auf seine Kosten kommen. Klare Lese-Empfehlung!

  17. Cover des Buches Die Morgengabe (ISBN: 9783104037011)
    Eva Ibbotson

    Die Morgengabe

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Die Nazis sind in Wien einmarschiert und für Ruth gibt es nur noch eine Möglichkeit nach England zu ihrer Familie zu gelangen. Sie muss mit dem britischen Forscher Quin eine Scheinehe eingehen. Doch so einfach, wie es anfangs schien, lässt sich der Bund fürs Leben nicht wieder lösen und da ist ja auch noch der Pianist Heini, dem sich Ruth sehr verbunden fühlt.
    Ich habe mit Ruth gebangt und gehofft und mich dabei in die Welt des zweiten Weltkrieges entführen lassen. Ein sehr schöner Roman über eine Frau, zwischen zwei Männern, Missverständnissen und sehr viel Gefühl für Menschen. Dies wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein.
  18. Cover des Buches Lonely Planets Wann am besten wohin? (ISBN: 9783829726641)

    Lonely Planets Wann am besten wohin?

     (6)
    Aktuelle Rezension von: DocAndrew
    Ich mag Reisebildbände und schaue mir diese gerne an. Zum einen um in alten Urlaubserinnerungen zu schwelgen, aber auch um für unsere Familie neue Inspirationen zu bekommen. Mit dem „ultimativen Reiseplaner für jeden Monat“ hat Lonely Planet eine tolle Idee umgesetzt und setzt seine bekannte Reihe von Bildbänden kreativ fort.

    Der Bildband hat einen festes, hochwertig und ansprechend gestaltetes Cover, welches in einem Regal oder auf einem Tisch als „Eyecatcher“ gut zur Geltung kommt. Die Seiten sind ebenfalls hochwertig bedruckt. Es gibt ein Band als Lesezeichen, welches ich bei vielen anderen Bildbänden vermisst habe. Die Texte sind gut gegliedert und mit Fotos, Grafiken und anderen Illustrationen aufgelockert.

    Nach einer kurzen Einleitung der beiden Autoren Sarah Louise Baxter und Paul Bloomfield geht es schon los. Insgesamt stellen sie Monat für Monat 360 Orte auf der ganzen Welt vor. Die Idee dahinter ist ganz einfach. Nicht jeder kann seinen Urlaub nehmen, wie er oder sie ihn gerne haben möchte. Da macht es Sinn, wo man zum Beispiel im April oder November gut seinen Urlaub verbringen kann. Ganz nebenbei trifft man dabei auch auf Orte, an die man noch gar nicht gedacht hat.

    Jeder Monat startet mit einer doppelseitigen Grafik. Dabei kann sich der Interessierte selber fragen, was er will. Es ist wie ein großes Mindmap. Möchte man sich nur etwas gönnen, oder etwas erleben, nur Ausgehen, in die Stadt, an den Strand, etwas lernen, etwas sehen oder auch nur etwas erleben? Schritt für Schritt kommt man seinem Ziel für diesen Monat immer näher. Auch die Frage nach einem Kururlaub, eine Woche oder zwei Wochen Urlaubszeit wird erörtert. Zum Schluss gibt es eine passende Empfehlung und einen Verweis auf die entsprechende Seite mit mehr Informationen.

    Wer wissen möchte, welche Temperaturen in den einzelnen Ländern oder in bestimmten Orten vorherrschen, erfährt dies auf der folgenden Seite. Sofort daneben ist wieder eine grafische Übersicht, was der ganzen Familie gefallen kann, was teuer ist aber lohnenswert oder wo man für wenig Geld viel erleben kann.

    Dann werden die einzelnen Orte vorgestellt. Auch hier ist alles einheitlich und übersichtlich gegliedert:

    Warum jetzt?
    Vor Ort
    Gut zu wissen
    Wann sonst?

    Der Leser findet hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen und auch noch mal eine Empfehlung, wann und warum es sich auch noch zu einer anderen Zeit lohnt, den Ort aufsuchen. Ein kleiner grafisch animierter Koffer gibt am Ende noch einmal eine schnelle Information, was man vor Ort erleben kann. Dazu wird der Koffer in unterschiedlichen Farben aufgeteilt. Die Farben stehen für: Essen und Trinken, Abenteuer, Natur und Tierwelt, Rundreise, Herausforderung, Entspannung, Kultur und Preis-Leistung. 

    Hin und wieder ist der ein oder andere Ort/ Stadt auf einer ganzen Seite dargestellt. Es sind auch größere Fotos zu finden, die Lust auf mehr machen. Ebenso findet man z.B. bei Wien oder Boston eine Empfehlung „Rund um…“ mit Angaben zu Entfernungen zu Sehenswürdigkeiten im näheren Umkreis.

    Natürlich sollte man sich vorher im Klaren sein, dass der Bildband keinen Reiseführer ersetzt. Er dient der Inspiration, weckt das Fernweh und liefert eine Menge Ziele. Wer mehr erfahren möchte, kann sich weitere Informationen aus anderen Reiseführern oder aus dem Internet besorgen. Ein tolles Geschenk für Leute die auf der Suche nach einem geeigneten Ort zur Erholung oder einem Abenteuer sind. Auch unsere Kinder finden das Buch interessant, weil es auch für sie eine Menge Informationen zum Thema Erdkunde liefert.

  19. Cover des Buches Das Europa der Könige (ISBN: 9783499629136)
    Leonhard Horowski

    Das Europa der Könige

     (8)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Leonhard Horowski, Historiker und Anglist, schenkt den an Geschichte interessierten Lesern viele Stunden Lesegenuss. Vielleicht erschrecken einige über den Umfang des Werkes, das mit 1.120 Seiten und knapp 1,5 kg nicht unbedingt zu den Leichtgewichten zählt.

    In 20 Kapiteln, die unterschiedlich lang sind, stellt Horowski mit leichter Feder eine längst versunkene Welt, die allerdings Auswirkung auf das Heute hat, dar. Er erzählt über adelige Machtkonstellationen, die sich im Absolutismus im „Alleinherrschertum von Gottes Gnaden“ manifestieren. Zuvor ist die Königswürde mitunter ein labiles Gebilde aus mehr oder weniger einflussreichen Adelsgeschlechtern.

    Der Hof des Königs zieht die Adeligen an, wie das sprichwörtliche Licht die Motten. Es wird gemauschelt und gemordet. Man gibt keinen Vorteil auf, weiß über die Hofetikette genauestens Bescheid und kämpft erbittert, sollte einer gegen dieselbe verstoßen.

    Manchmal hat man das Gefühlt einen Roman und kein Sachbuch zu lesen, so farbenprächtig und leicht lässt sich das kolossale Werk lesen.

  20. Cover des Buches Graz im Dunkeln (ISBN: 9783954511808)
    Robert Preis

    Graz im Dunkeln

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Für den zweiten Band rund um Chefinspektor Armin Trost hat sich Autor Robert Preis ein ganz besonderes Fleckerl der Steiermark ausgesucht: Die Gegend um Vorau (in der Nähe von Hartberg, Oststeiermark), in der prähistorische Stollen sogenannte „Erdställe“ den Historikern allerlei Rätsel aufgeben. Und dort, wo man mit Wissenschaft nicht weiterkommt, blüht der Aberglaube …

    Doch zum Inhalt:

    Armin Trost gerät während eines Einkaufs im Einkaufzentrum Seiersberg in einen Amoklauf, lässt sich als Geisel nehmen und kann nicht verhindern, dass der Geiselnehmer ums Leben kommt. Aufgewühlt und angeschlagen glaubt er der ziemlich wirren Geschichte des Amokläufers, die vom Verschwinden seiner Freundin durch Außerirdische handelt.
    Also checkt er in jenem Wellnesshotel in der Nähe von Vorau ein, aus dem die junge Frau verschwunden ist.
     Doch was Armin hier vorfindet ist mehr als schräg. Ein fast leeres Hotel, einer Rezeptionistin, die gleichzeitige Animateurin ist und ein Hotelierehepaar, das an Außerirdische glaubt.
    Bei seinen Streifzügen in die Umgebung begegnet er Dolores, einer zurückgebliebenen Magd, die ihn eindringlich vor Unheil warnt.

    Dass dann dieses Unheil über Armin Trost hereinbricht ist klar. Wie es aussieht und welche Schlüsse er daraus zieht, lest bitte selbst.

    Meine Meinung:

    Wieder fesselt Robert Preis seine Fan-Gemeinde mit schrägen Charakteren. Das ist zum Ersten Armin Trost, der ja eigentlich mit sich selbst und seiner Umgebung nicht im Reinen ist und zusätzlich haben wir es hier mit einigen interessanten erstmals erscheinende Personen zu tun, die ebenfalls nicht ganz dicht erscheinen. Die Rezeptionistin z.B. die mit einem Wackelkopf beschrieben wird. Ich hatte beim Lesen immer wieder Sorge, dass dieser irgendeinmal abbricht. Oder die Hotelbesitzerin, die glaubt, dass UFOs und Außerirdische demnächst hier landen würden und ein Empfangskomitee brauchen.
    Eine interessante Rolle spielt auch Dolores – ein seltener Name in dieser Gegend wo die meisten Frauen Maria, Liesl oder Resi heißen. Schon allein der unübliche Name macht die Frau zu einem Unikum.

    Dass der Amokläufer letztlich mit seiner kruden Geschichte Recht behalten hat, wenn auch in anderer Art und Weise, erschüttert Armin Trosts Seelengebäude weiter. Bin schon gespannt, wie es mit ihm im nächsten, dem dritten Band weitergeht.

    Der Schreibstil ist wieder eine geniale Mischung aus Hochsprache und Dialekt, was wieder für ein schönes Lokalkolorit sorgt.

    Lediglich mit dem Titel bin ich nicht zu 100% einverstanden, spielt doch die Hauptstadt der Steiermark diesmal eine eher untergeordnete Rolle, wenn man von den Szenen in der Kanalisation à la „Drittem Mann“ absieht.

    Interessant sind die Einschübe über UFO-Sichtungen zu Beginn jedes Kapitels. Das war eine Zeit lang häufiges Thema bei Autoren und in den Gazetten. Auch ich habe mich in den 1980ern bzw. 1990ern damit beschäftigt und einige (Sach?)Bücher zu dieser Thematik gelesen.

    Fazit:

    Ein Krimi, der sich mit den Abgründen der menschlichen Seele beschäftigt. Von mir bekommt der außerirdisch spannende Krimi 5 Ufos.
  21. Cover des Buches Baumgartner und die Brandstifter (ISBN: 9783709978238)
    Reinhard Kleindl

    Baumgartner und die Brandstifter

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Leserin71
    Reinhard Kleindl hat für sein Buch "Baumgartner und die Brandstifter" einen doppeldeutigen Titel gewählt. Erst im Laufe des Buches wurde mir klar, wer aller Brandstifter sein könnte - mit den verschiedensten Zielen.
    Während Baumgartner anfangs noch recht im Hintergrund steht (er ist nicht im Dienst), habe ich seine Arbeitsweise gegen Ende sehr zu schätzen gelernt.
    Prima fand ich, wie der Autor mich als Leser durch die zwei Erzählstränge immer ein bisschen mehr wissen ließ als die Protagonisten, aber doch nicht alles, so dass das Mitraten mir großen Spaß gemacht hat.
    Viele Fäden wurden am Ende verknüpft. Dass manche Punkte offen blieben macht Lust, einen Folgeband zu lesen.
  22. Cover des Buches Die Namensvetterin (ISBN: 9783434531043)
    Sabina Naber

    Die Namensvetterin

     (5)
    Aktuelle Rezension von: SharonBaker
    Kommissarin Maria Kouba wird zu einem neuen Fall gerufen und muss sich direkt einer verstümmelten, in eindeutiger Pose befindenden, weiblichen Leiche stellen. Dazu kommt auch noch ihr neuer Kollege, der mit Macho Sprüchen um sich schlägt und der Tag ist gelaufen. Außerdem ist das Mordopfer eine berühmte Kabarettistin. Diese lebte ihr Leben in freien Zügen und genoss jedes erotische Abenteuer. Das macht den Kreis für die Ermittlungen nicht einfach und führt die Zwei unteranderen in die Swingerklubs der Stadt. Die Atmosphäre ist durch den Fall extrem erotisch geschwängert und bringt so, unser Team öfters an den Rand des übereinander her Fallens. Aber wer hat diese außergewöhnlich sinnliche Frau auf dem Gewissen? Der Verlobte, der ihr sexuelles Leben nicht mehr hinnehmen konnte? Ein eifersüchtiger Liebhaber? Oder ein krankhafter Verehrer? Und vor allem können unsere Ermittler den Fall lösen, ohne über ihre eigenen Bedürfnisse zu stolpern?
    Hier handelt es sich um einen Kriminalfall, der in Wien spielt und wer mich kennt, der weiß, das ich hier nicht einfach daran vorbei komme. Der Gmeiner Verlag hat sich der Reihe um Kommissarin Kouba angenommen und lässt diese als E-Books neu aufleben. Für mich war es gut, denn die Printausgaben von damals gibt es nicht mehr und sahen auch bei Weitem nicht so toll aus. Außerdem fand ich die Mischung ganz interessant, ein Opfer, was unsere Ermittler, über ihre eigenen sexuellen Wünsche nachdenken lässt und uns Leser, so das Eine oder Andere Abenteuer bescheren könnte. Da ja auf den Büchermarkt die Erotik boomt, fand ich es mal interessant, nicht nur ein reines sexuell spielendes Buch zu lesen.
    Wie zu erwarten, nimmt deshalb auch genau der sinnliche Teil den größten Raum im Buch ein und unser Opfer ist eigentlich nur nettes Beiwerk. Es geht um unsere Kommissarin, die aus einer verfahrenen, beendeten Beziehung endlich wieder nach vorne sieht und durch die Ermordete über ihre Wünsche und Sehnsüchte nachdenkt. Dieses Denken ist im Fall allgegenwärtig und jeder Mann scheint auf einmal interessant und zum Auspacken geeignet zu sein. Der neue Kollege, mit den blöden Sprüchen, hat leider Gottes einen perfekten Knackarsch und so herrscht eigentlich bei den beiden eine extrem knisternde Atmosphäre. Wer nur einen Krimi erwartet hat, ist hier falsch. Wer aber eine erotische Reise zu sich selbst miterleben möchte, ist hier richtig. Natürlich wird der Fall auch gelöst, aber die Swingerklubs sind eindeutig interessanter und stehen mehr als nur einmal im Mittelpunkt. Dabei beherrscht es die Autorin, sprachlich ein gutes Gleichgewicht zu schaffen. Bei den Männern wird es derb und schon ein bisschen vulgär, aber bei den kleinen Abenteuern unserer Maria, schreibt sie fantasievoll und nie zu viel, der eigenen Fantasie ist da durch eine Menge Spiel gegeben. Zum Einen verlockend zum Anderen dürfen wir gespannt sein, was sie in den nächsten Teilen noch alles Neues an sich entdecken wird. Oder ob ihr Partner auch endlich mal ran darf.
    Ich fand das Buch überaus unterhaltend und hatte meinen Spaß damit. Außerdem wurde ich mit ein bisschen Wiener schmäh belohnt und ich mag das einfach, wenn ein bisschen Mundart mit in so einem Buch eingeflochten wird. Die zwei Figuren lassen noch einiges an Potenzial offen und bis auf das viele Rauchen, was ständig beschrieben wurde, würde ich sagen, ich freu mich auf den nächsten Teil.
  23. Cover des Buches Tod im Salzkammergut (ISBN: 9783954518180)
    Edwin Haberfellner

    Tod im Salzkammergut

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989
    Der deutsche Honarerkonsul bricht vor den Augen seiner Partnerin zusammen.Er stirbt und die Obduktion ergibt,das er vergiftet worden ist.BND-Agent Michael Schröck wird nach Hallstadt geschickt um den Mord aufzuklären.Plötzlich geschehen noch weitere Morde.Schröck muß feststellen das es nicht so einfach ist die Morde aufzuklären.
    Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und die Spannung wurde bis zum Ende richtig hoch gehalten.
    Durch den flüssigen und leichten Schreibstil kommt man mit dem Lesen gut voran.Auch kann man sich die Charaktere durch die gute Schreibweise bildlich gut vorstellen.Die Umgebung wird detailiert bes chrieben,was mir sehr gut gefallen hat.
    Da es einige Verdächtige gibt,bleibt der Mörder bis zum Ende hin unerkannt,deshalb bleibt die Spannung auch bis zum Ende erhalten.
    Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt und passt einfach zu einem Schröck Kriminalroman.

    Mein Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Ein absolut gelungener Kriminalroman,welcher sehr zu empfehlen ist.ein großes Lob an den Autor.Für mich eindeutig  5 Sterne wert.
  24. Cover des Buches Die Rolle von Politischer Bildung im Lehramtsstudium (ISBN: 9783639465303)

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