Bücher mit dem Tag "österreichische literatur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "österreichische literatur" gekennzeichnet haben.

313 Bücher

  1. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.172)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Im zweiten Teil, alle sieben Wellen, geht es zum Glück weiter mit den beiden. Vom Aufbau hat er mir wieder gut gefallen und ich habe gespannt verfolgt, was sich zwischen den beiden entwickelt, ob sie sich nun endlich treffen, ob Emmi noch verheiratet ist, usw. Alle offenen Fragen vom ersten Teil werden hier aufgeklärt und das Ende hat mir auch sehr gefallen. Insgesamt fand ich das Buch jedoch nicht so gut wie den ersten Teil. Mir hat das gewisse Etwas gefehlt und manche Situationen haben sich einfach gezwungen angefühlt.

  2. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Thrillerfan23

    INHALT:

    Sehr unglückliche Kindheit. Adoptivtochter. Brünhilde. Aufgewachsen im Bestattungsinstitut. Täglich Leichen versorgen. Soll Nachfolgerin werden. Brünhilde. Urlaub auf dem Boot mit Eltern. Unglück! Brünhilde. 

    Retter ein gewisser Mark. Blum. Alles wird gut!

    Glückliche Familie. Blum. Unfall. Kinder. Nie wieder wir alles gut. Blum. 

    MEINE MEINUNG: 

    WOW! Hammerwerk! Sehr gefühlvoller Schreibstil! Top! A la Aichner. Sehr  ausdrucksstarke, sympathische/unsympathische Charaktere. Der Plot eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aichner. Sätze kurz prägnant, aussagekräftig. Aichner. Recherche 1a als hätte er alles live erlebt. Aichner. 

    Absoluter Pageturner! Aichner. Permanentes gruselfeeling. Schauplätze atmosphärisch Klasse. Aichner.

    FAZIT: 

    Wieder mal ein sehr starker und gut recherchierter Thriller. Aichner. Ich hatte das Gefühl, dass er versucht, alles selbst zu erleben. Wobei ich las, dass er sogar ein Praktikum in einem Bestattungsinstitut absolviert hat, um präzise Beschreibungen machen zu können. Gelungen. Aichner. Okay, es gibt sehr viele Leichen.....

    Thriller mit viel thrill. 

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!Ich vergebe 🌟🌟🌟🌟🌟/5



  3. Cover des Buches Ewig Dein (ISBN: 9783552061811)
    Daniel Glattauer

    Ewig Dein

     (608)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Judith lernt Hannes kennen - er scheint der PERFEKTE Partner. Freunde und Familie sind begeistert. So einen liebevollen, sympathischen und rechtschaffenden Mann ist ihnen noch nie begegnet. Unverheiratet, Single, guter Job und er ist soooooo verliebt in Judith........

    Er betet den Biden an auf dem sie geht und ist immer für sie da. IMMER. 

    Und genau das ist das Problem. Judith kann ohne Hannes keinen Schritt mehr machen - er ist IMMER da. Er ist auch IMMER für ihre Freunde und Familie da.

    Er ist auch noch immer da, als ihr alles zu viel wird und sie zuerst sachte, später mit Nachdruck klar macht, das sie das nicht möchte.
    mer ist auch da wenn es gar nicht möglich ist das er da sein KANN. 


    Spannend und erschreckend zugleich liest sich das Buch - für mich ein pageturner

  4. Cover des Buches Das Feld (ISBN: 9783446260382)
    Robert Seethaler

    Das Feld

     (111)
    Aktuelle Rezension von: jamaex

    >> Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen?<<

    ⭐️ 2/5

    Das Buch besteht aus diversen Kurzgeschichten - Geschichten von Personen über ihr Leben, einen bestimmten Moment oder ein Gefühl. All diese Geschichten haben eins gemeinsam: ihre Erzähler sind tot und liegen auf demselben Friedhof - dem Feld. Da also alle in der selben Stadt wohnten, sind die Geschichten mal mehr und mal weniger miteinander verwoben.

    Spiegel Bestseller und so oft empfohlen. Überzeugt mich aber tatsächlich überhaupt nicht. Ich hatte irgendwie gehofft, dass die Geschichten melancholisch stimmen und zum Nachdenken übers eigene Leben anregen. Das hat bei mir absolut nicht stattgefunden. Manche Geschichten sind interessanter, die meisten eher weniger. Aber die Moral der jeweiligen Geschichten -falls es eine gibt(?)- konnte ich nicht finden. Die Bezüge zwischen verschiedenen Geschichten oder Personen herzustellen, ist mir sehr schwer gefallen, gibt es doch eine ordentliche Anzahl davon.
    Das einzig Positive an diesem Buch ist für mich der Schreibstil. Es ist wirklich schön und flüssig lesbar - daher die zwei Sterne. Vom Inhalt habe ich einfach mehr (oder anderes?) erwartet..

  5. Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783446258129)
    Arno Geiger

    Unter der Drachenwand

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Es ist Dezember 1943. Der Soldat Veit Kolbe kommt nach einer mittelschweren Verletzung, die er sich in Russland zugezogen hat, nach Hause nach Wien zu seinen Eltern. Lange hält er es aber dort nicht aus und übersiedelt nach Mondsee, an dem namensgleichen See und unter der Drachenwand gelegen, wo sein Onkel Johann die Gendarmerie leitet. In einem Zimmer über einem Schweinestall wohnt Veit und neben ihm eine Reichsdeutsche, Margot aus Darmstadt. Sie hat ein kleines Mädchen und ihr Mann Ludwig ist an der Front. Die Umstände wollen es, dass sich beide näher kennenlernen und verlieben. Die Monate vergehen, die Verletzung verheilt und Veit muss zur ärztlichen Nachuntersuchung. Er fürchtet sich davor und versucht alles, um seinen Krankenstand zu verlängern, was anfangs auch gelingt. Doch es ist die Zeit in der an der Front jeder Mann und jeder Bub gebraucht wird und alles als kriegstauglich erklärt wird, was auf zwei Beinen laufen kann. Nach einem Jahr, im Dezember 1944, muss er einrücken und an die Ostfront zurück, die nicht mehr auf russischem Boden ist.

    Gleichzeitig erzählt der Roman die Geschichte von Margots Mutter in Darmstadt. In Briefen, die die Mutter ihrer Tochter schreibt, werden die Geschehnisse in Darmstadt und das dortige Leben, besonders nach der Bombardierung, anschaulich erzählt. Es gibt von Oskar Meyer zu berichten, einem Juden aus Wien mit seiner Frau Wally und seinen beiden Söhnen. Und dann es gibt noch über Nanni und Kurti, den Brasilianer und seiner Schwester zu erzählen.

    Zu schreiben, dass es ein schönes Buch ist, lässt der Inhalt nicht zu. In ruhiger und klarer Sprache erzählt Geiger durch seine Romanfiguren das Leben während des 5. Kriegsjahres in Wien, in Mondsee, in Darmstadt und in Budapest. Er schreibt über die psychischen Verfassungen der Menschen und über deren familiäre Beziehungen, er lässt Kriegsbefürworter und -gegner zu Wort kommen, berichtet über die Hoffnung auf baldiges Kriegsende und die Angst, nicht zu den Siegern zu gehören. Man kann sich hineinfühlen in das Elend, in die Verzweiflung, in die Schlechtigkeit der Menschen und das rare Gute. Das Buch wirkt auf mich zu Ende hin sehr bedrückend. Manches erinnert mich an die spärlichen Kriegserzählungen meines Stiefvaters, der 1914 geboren wurde und während des 2. Weltkrieges zuerst den Westfeldzug und dann den Ostfeldzug Richtung Leningrad mitgemacht hatte. Es ist das 1. Buch über den 2. Weltkrieg aus österreichischer Perspektive erzählt, das ich lese. 

  6. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (845)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Plötzlich ist sie da, aus heiterem Himmel, die Wand.

    Und sie verschwindet nicht. Niemals mehr. Kein Entkommen. Bis zum bitteren Ende. Keine Erklärung warum, keine Hoffnung. 

    Man blättert vorsichtig im Buch weiter, ob man sich mit dieser Vermutung vielleicht täuscht und fragt sich, woher die Protagonistin ihren Lebenswillen nimmt. Schafft sie es raus? Gibt es ein raus? Nein. Warum dann weiterleben? Einsam. Eingesperrt? 

    Und dann wurde mir klar. Ich kann das nicht lesen. Mir zog es die Kehle zusammen. Abbruch. 

    Mir hat ja schon die Pandemie an Isolation gereicht. Nee...😢

  7. Cover des Buches Das größere Wunder (ISBN: 9783423143899)
    Thomas Glavinic

    Das größere Wunder

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Mensch gegen Berg. Ein physischer und psychischer Überlebenskampf zwischen Todeszone und Basislagern des Mount Everest, gegen die Kälte, den Sauerstoffmangel, das Erfrieren und die Einsamkeit. Ein überwältigendes Buch über ein sehr bewegtes Leben, die Sprache ist so nah und greifbar, dass man fast selbst am Fuß des Mount Everest steht. In klarer Sprache verfasst Glavinic einen abenteuerlichen Roman voller Nostalgie, Liebe und Sehnsucht. Jonas, der Protagonist des Buches, nimmt uns mit in seine Welt, wo er nicht nur auf dem Berg gegen die Orientierungslosigkeit kämpft, sondern auch das Chaos seiner Vergangenheit revue passieren lässt. Gutbetucht aufgewachsen sucht Jonas durch das Reisen seine Freiheit, und in der lebensfeindlichen Umgebung des Himalaya schließlich seine Erfüllung. Man fiebert mit, schwankt zwischen Glücksgefühlen des Vorankommens und wetterbedingten sowie körperlichen Rückfällen, hin und her. Das Buch ist ein immens fesselnder Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Nicht nur für Gipfelstürmer eine klare Empfehlung, sondern auch für jene, die sich gerne an die Hand nehmen lassen und eine literarische Reise zum höchsten Gipfel der Welt auf sich nehmen wollen. Lieblingsbuchpotenzial.

  8. Cover des Buches Naschmarkt (ISBN: 9783426511206)
    Anna Koschka

    Naschmarkt

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Anna Koschka ist ein Pseudonym der Autorin Claudia Toman. „Naschmarkt“ ist ihr erster Roman und ich fand das Buch super! Der ideale Roman für verregnete Nachmittage auf dem Sofa. Dotti ist witzig und schreibt sehr bissig über das Thema Internetdating. Ich war sehr gefesselt von dieser Geschichte. Natürlich hofft man, dass Dotti sich so richtig verliebt und die große Liebe findet. Ob dieser Fall eintrifft müsst ihr selbst herausfinden!! Die Seiten flogen nur so dahin und ich war sehr neugierig, wer sich hinter „djfleming“ verbirgt.  Ich hoffe es gibt schon bald noch mehr Abenteuer mit Dotti.

  9. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.530)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Ich hatte damals den Film im Kino gesehen und mir gedacht, dass ich mal das Buch dazu lese. Das ganze Buch ist in Format von Emails geschrieben worden. Das fand ich eine witzige Idee und ich muss sagen, ist wirklich gelungen. Die Protagonisten sind sympathisch, wobei ich Emmi teilweise etwas kindisch finde. Ich konnte mich aber gut in beide hineinversetzten. Das Ende hat mir wie bei dem Film überhaupt nicht gefallen, weil es einfach ein absoluter Cliffhanger ist. Abgesehen vom Schluss, kann ich das Buch weiterempfehlen.

  10. Cover des Buches bleiben (ISBN: 9783426281321)
    Judith W. Taschler

    bleiben

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra-H
    Eine aus der Perspektive der vier Beteiligten erzählte Geschichte. Wobei jeder der vier Erzähler sein Wort an einen  dem Leser nicht bekannten Gesprächspartner richtet, der als "Fragensteller" fungiert. Das wirkt künstlich und erzwungen. Auch die Geschichte selbst ist nicht unbedingt fesselnd und schleppt sich dahin. Die Sprache ist gut, was mich dazu bewegt, einen Stern zum Minimum hinzuzufügen
  11. Cover des Buches Geschenkt (ISBN: 9783442483006)
    Daniel Glattauer

    Geschenkt

     (215)
    Aktuelle Rezension von: eva221b

    Gerold Plassek erwartet nicht mehr viel von sich, seinem Leben und seinem routinierten Dasein als Redakteur der "bunten Meldungen" eines Gratisblättchens in Wien. Doch durch zwei einschlägige Ereignisse ändert sich sein Leben mehr oder weniger grundlegend. Zum einen erfährt er von der Existenz seines inzwischen 14jährigen Sohns Manuel, den er von heute auf morgen betreuen muss. Zum anderen beginnt eine anonyme Spenderserie, die sich immer auf die von Gerold verfassten Artikel bezieht.

    Glattauer ist ein Wortjongleur. Er zerlegt Worte und Sätze in ihre tiefsten Bedeutungen und das ist für jeden Sprachliebhaber ein großes Fest.

    Die Idee ist mehr als herzerwärmend: Ein guter Mensch, der nicht erkannt werden will, unterstützt soziale Projekte oder bedürftige Menschen, nachdem Gerold Plassek über sie berichtet hat. Im Zuge der Recherchen für seine Artikel kommt er auch seinem Sohn (der leider nichts von den Familienverhältnissen weiß) immmer näher. Man neigt wieder an das gute im Menschen zu glauben. Dabei scheint Plassek auf den ersten Bilck alles andere als geeignet, Überbringer von Segensbotschaften zu sein. Mit Anfang 40 befindet er sich zu Beginn der Handlung in einer beruflichen und persönlichen Sackgasse. Er ein zynischer Alkoholkier, der sich damit abgefunden hat, dass niemand etwas von ihm erwartet und dass er auch nichts zu erwarten hat. Jedoch lässt er sich nicht zuletzt wegen Manuel auf die neuen Wendungen in seinem Leben ein, die ihm schließlich in so gut wie allen Bereichen zur Besserung verhelfen.

    Allerdings fand ich die Liebesgeschichte eher unpassend für das Umfeld krampfhaft reingeschrieben. Auch, dass Gerold im Prinzip fast jedem außer Manuel selbst erzählt, dass er dessen Vater ist, mischt für mich einen bitteren Beigeschmack unter.

    Alles in allem: gelungene Idee und sprachlich messerscharf.

  12. Cover des Buches Junger Mann (ISBN: 9783455003888)
    Wolf Haas

    Junger Mann

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Die diversen kleinen Sprüche un dFloskeln machen den Charme dieses Buchs aus. Ich konnt emich in vilen Kleinigkeiten wiederfinden. Und auch die Geschichte, die sich nebenbei eintwickelt kann überzeugen.

  13. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

     (80)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Langatmig, umständlicher Erzählstil und viel zu Spät Besinnung auf das Wesentliche.


    Inhalt: Die Fregatte Medusa sticht in See mit einem vollkommen unfähigen Kapitän, der mehr mit seinem Reizdarm zu tun hat, als dass er in der Lage ist, das Schiff zu befehligen.
    Auf dem Schiff herrschen rauhe Sitten und die paar Passagiere haben ihre ganz eigenen Sorgen. Doch als das Schiff auf eine Sandbank aufläuft und zu kippen droht, sind es am Ende doch alles nur Menschen, die überleben wollen, für die aber die Rettungsboote nicht ausreichen. Es muss gelöst werden, wer ein Platz auf einem Rettungsboot bekommt, oder wer eben auf dem Floß stehen muss.
    Zunächst wird das Floß von den Rettungsbooten gezogen, aber schnell ist die Leine gekappt, weil das Floß die Boote abtreiben lässt.
    Allein treibt das Floß nun übers Meer und von den einstmals mal 147 Menschen an Bord, überleben gerade einmal 15 Menschen. Menschen, die ans Äußerste gehen müssen, um zu überleben.


    Fazit: Franzobel sagte mir nichts, und tatsächlich bin ich zunächst über den Namen des Autors förmlich gestolpert. Das kann nur ein Pseudonym sein. Ich glaube nicht, dass man einfach mal Vor- und Nachname zusammenlegen kann. - Aber wie gesagt, das ist auch nur eine Vermutung.
    Auf jeden Fall hat sich der Stoff lesen lassen, wie ein historischer Roman, der es im weitesten Sinne ja auch war. Die ganze Story beruht auf einer wahren Begebenheit, die man bei Wikipedia nachlesen kann, was ich auch getan habe. Erst diese Wikipedia-Seite hat mir geholfen damit ich verstehen konnte, worauf der Autor hier hinaus wollte und was er mir mit dem Geschriebenen sagen wollte. Sein Stil war altbacken, passend zur Zeit, in der die ganze Geschichte spielt. Aber dann nimmt er immer mal wieder Bezug zur “Neuzeit”, was mich dann vollends verwirrt hat. Hier musste ich mir dann immer wieder in Erinnerung rufen, dass dieses Buch im Jahr 2017 erschienen ist und man da das Drama der Titanic bereits kannte und auch Star Wars bereits ein Begriff war.
    Ansonsten hat das Ganze Drama ziemlich lang gebraucht, bis da mal was in Fahrt geraten ist. Ja klar, die Begebenheiten auf dem Schiff waren schon grausam und brutal, aber so war es am Ende doch nicht das, was ich eigentlich lesen wollte. Ich wollte endlich wissen, wie es geschehen konnte, dass das Schiff auf eine Sandbank aufläuft und wie es dann zu wessen Rettung kam. - Aber das ging dann erst auf Seite 200 los. Bis dahin habe ich mich mit den wirklich seltsamen Eigenheiten einiger Passagiere, dem verrückten Kombüsenchef und einigen anderen komischen Dingen herum geschlagen.
    Weiter hat mir das Lesen erschwert, dass einem hier in kurzer Abfolge wirklich jede Menge Namen um die Ohren gehauen werden. Zu den Namen kommen dann teilweise noch Spitznamen und schon war mein ganz persönliches Chaos perfekt. - Das was ich an Story heraus gefiltert habe, war ganz interessant, hat mich in gewisser Weise auch gepackt, aber die ganzen Namen haben mich immer wieder aus der Handlung heraus katapultiert. Zumal es ja dann auch noch französisch klingende Namen waren. - Für mich persönlich alles nicht so einfach.


    Das Buch hat mich auf der einen Seite komplett fasziniert und aber gerade am Anfang auch ziemlich gelangweilt. Ich wage zu bezweifeln, dass es wirklich so extrem brutal auf den Schiffen zugegangen ist. Es hätte ja niemand etwas davon gehabt, wenn man die Leute zu Tode peitscht oder dem Küchenjungen die Hand verbrennt, mit der er ja eigentlich noch arbeiten soll.
    Fasziniert hat mich dann aber wieder die pragmatische Herangehensweise an die Überlebensstrategie auf dem Floß. Meiner Meinung nach hätte man sein Hauptaugenmerk auf jeden Fall darauf legen können. Das Ganze Drumherum hätte es in dieser Ausführlichkeit gar nicht gebraucht.


    Ich habe keine Ahnung, ob ich das Buch in irgendeiner Weise weiter empfehlen soll. Schon mit den drei Sternen bin ich ja eigentlich hin und her gerissen. Ja sicher, es hat durchaus seine interessanten Seiten und spannenden Stellen, aber die sind irgendwie durch den wirren Erzählstil kaputt gemacht. Wenn ich schon so altbacken schreibe, dann nehme ich doch nicht Bezug auf neuere Begebenheiten. Und dann dieses ewige Gerede um den heißen Brei herum.

    Franzobel an sich muss man wohl mögen, wie er eben ist. Was bei mir aber leider nicht gegeben ist. 

  14. Cover des Buches Jugend ohne Gott (ISBN: 9783744830072)
    Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott

     (536)
    Aktuelle Rezension von: Vorleser2

    Einerseits wurde ich beim Lesen überrascht, auf der anderen Seite auch wieder nicht. Der Stil des Buches war beeindruckend. Horvaths Sätze sind prägnant und verleihen dem Stoff des Romans letztlich seine „Schärfe“. Denn die Finesse an „Jugend ohne Gott“ ist die Kritik am Nationalsozialismus, den Plebejern, ohne Themen wie Antisemitismus oder die NSDAP aufzugreifen. Horvaths Kritik geht grundlegender.

    Die ganze Rezension findet ihr unter: http://dievorleser.blogspot.com/2021/05/von-plebejern-und-fischen.html 

  15. Cover des Buches Die Schöne und der Tod (ISBN: 9783442713660)
    Bernhard Aichner

    Die Schöne und der Tod

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Bernhard Aichner hatte ich für mich nach einer Leserunde erst sehr spät entdeckt und fast alles was ich bisher vom Haymon Verlag in die Hand bekommen hatte, war sehr gut. Also habe ich mir den ersten Band seiner Krimiserie mit Max Broll besorgt ...

    Max Broll, der örtliche Totengräber, scheint mit seinem Leben eigentlich sehr zufrieden. Er organisiert Saunatreffen auf dem Friedhofsgelände und legt sich gerne mit dem Pfarrer an. Sein bester Freund ist Baroni, ein ehemaliger Fußballstar, der sowohl in Wien als auch im Dorf lebt und in Max einen Seelenverwandten gefunden hat.

     Als Max einen Anruf bekommt von seiner ehemaligen und größten Liebe, dass er ein Loch buddeln soll, weil Ihre Schwester beerdigt werden muß, bleibt ihm der Atem stehen und sein ganzes Leben zieht an ihm vorüber. Die einzigste Frau, die ihm jemals etwas bedeutet hat kommt zurück in das Dorf. Max beerdigt Ihre Schwester, ein ehemaliges Model und versucht seiner Ex soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen, doch als die Leiche aus dem Grab gestohlen wird, geht der Täter zu weit nach Ansicht von Max. Von seinem Friedhof wird keine Leiche geklaut, die bleiben alle da und Max legt los....

    Was schräg klingt, ist auch komplett schräg. Sehr viele direkte Dialoge und hitzige Wortgefechte beleben diese Geschichte und sorgen dafür, dass Sie zu keiner Zeit langweilig wird. Der Schreibstil ist ausgezeichnet und etwas besonderes. Welche Charaktere , mit wunderbar einfachen Überlegungen gezeichnet, unkompliziert, direkt auf die Mitte, ohne Umschweife und absolut liebenswert. Da fliegen schon mal die Fäuste , vielleicht auch zu Unrecht, aber das ganze macht unheimlich viel Spaß. Kann sich Max seiner ehemaligen Lebensliebe Emma etwas entgegensetzen. Hat die schon immer in Max verliebte Hanni überhaupt eine Chance ? 

    Ich freue mich, dass ich zwar erst 10 Jahre nach Erscheinen, das ganze entdeckt habe, aber die anderen Teile von Max Broll sind schon besorgt. Klare Empfehlung an alle die mit direkten Wörtern als auch leicht vulgärem Ausdruck leben können !

     



  16. Cover des Buches Wald (ISBN: 9783499267871)
    Doris Knecht

    Wald

     (50)
    Aktuelle Rezension von: wildergemuesegarten

    Marian, eine erfolgreiche Designerin, hatte alles: luxuriöse Wohnung, teure Kleidung, Atelier, Angestellte, einen Verlobten, Therapeut. Sie ließ sich regelmäßig ihren Körper durchkneten, peelen, Fältchen aufspritzen und Haare stylen und färben. Dann geht erst ihre Beziehung in die Brüche, sie gerät an den falschen Mann und an einen windigen Unternehmensberater, der sie zu schwindelerregenden Investitionen ermutigt. Die Wirtschaftskrise 2009 tut ihr übriges und sie verliert alles und sogar noch mehr als das. Alles weg, dazu noch Schulden. Nach dem gesellschaftlichen Abstieg zieht sie sich in das von der Großtante geerbte alte Haus auf dem Land zurück. Der erste Winter lässt sie fast verhungern und erfrieren, sie findet nicht nur einmal Zuflucht in dem tröstlichen Gedanken, ihrem Leben ein Ende zu machen. Nur der Selbstgebrannte vom Onkel und die vielen Vorräte, die ihre Tante zu Lebzeiten in Weckgläsern angelegt hat, halten sie am Überleben, zerhackte Möbel nähren das kleine Feuerchen im Herd, welches wenigstens ein wenig Wärme spendet. Und dann lernt sie Franz kennen, der ihr unter die Arme greift.

    Ich hab das Buch sehr gern gelesen. Eine Frau, die fast alles verliert und plötzlich nur noch das wesentlichste besitzt. Man lernt Marian kennen, in Rückschauen die alte und in der Gegenwart die neue. Früher schneiderte und entwarf sie Kleider, heute baut sie Gemüse an, sammelt Obst und kocht es ein, sie stiehlt auch mal ein Huhn beim Nachbar und sie angelt. Sie lernt, sich selbst zu versorgen und mit dem wenigen, das sie noch hat, zu leben.

    Vielleicht, weil ich selbst ein Möchtegern-Selbstversorger bin, hat mir das Buch so gut gefallen. Die Geschichte entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Auch sprachlich fand ich das Buch absolut gelungen.

  17. Cover des Buches Selbstporträt mit Flusspferd (ISBN: 9783423145268)
    Arno Geiger

    Selbstporträt mit Flusspferd

     (78)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Arno Geiger erzählt von einer Trennung von einer langjährigen Freundin, die beim " Ich" Erzähler, einem dreiundzwanzig jährigen  Studenten viel Verunsicherung ausübt, viel Sehnsucht aber auch Angst vor neuen Beziehungen schafft. Nur die Betreuung des Flusspferdes ist eine sichere Beschäftigung, bei der nichts passieren kann.

    Eine etwas triste Sommergeschichte: Trennung, Freundschaften, die sich ändern, neue Ideen, die keinen Sinn ergeben, eine interessante Aufgabe, ein Zwergflusspferd zu betreuen - was bleibt nach dem Sommer über - nicht viel, aber doch eine persönliche Weiterentwicklung?

    Sprachlich wunderbar geschrieben, sehr fein im Ausdruck, wunderbar zu lesen, obwohl es nicht viel Handlung gibt.

  18. Cover des Buches Bösland (ISBN: 9783442719211)
    Bernhard Aichner

    Bösland

     (261)
    Aktuelle Rezension von: schaetzelein83

    Ben durchlebt eine schwere Kindheit: ein prügelnder Vater, eine depressive Mutter und nur wenige Freunde. Bis Felix und Matilda in sein Leben treten und sich alles zum Guten wendet. Scheinbar: denn schon bald ist Matilda tot – erschlagen mit einem Golfschläger – und Ben der einzige Verdächtige. 30 Jahre danach kommt die Erinnerung daran bruchstückhaft zurück und eine scheinbar zufällige Begegnung führt zu einem weiteren Mord, oder zwei, oder drei ...

    Ich gebe es offen zu: hätten mir nicht so viele dieses Buch empfohlen, hätte ich es vermutlich nach den ersten 50 Seiten aufgehört. Der Schreibstil von Bernhard Aichner ist tatsächlich sehr speziell und ich hab gut ein Viertel des Buchs gebraucht, um wirklich reinzukommen und nicht dauernd nachlesen zu müssen, weil mir der ein oder andere Satz unvollständig vorkam. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man das Buch in einem Rutsch verschlingen.

    Der Autor schafft es trotz dieser unkonventionellen Schreibweise – Kapitel aus Sicht des Protagonisten, ähnlich einem Tagebucheintrag, wechseln sich mit Dialogen in Aufzählungsart ab – den Leser mitzunehmen, und das gefühlt ohne Füllwörter, Beschreibungen der Umgebung oder ähnlichem Geplänkel. Persönlich finde ich, dass die Spannung zwar etwas leidet und man lediglich die Überschrift des nächsten Kapitels als kleinen Cliffhanger bezeichnen könnte, dennoch will man irgendwie trotzdem wissen, wie die Geschichte weiter bzw. ausgeht. Im Nachhinein betrachtet passt der Schreibstil zum Protagonisten und seiner „psychischen Glaubwürdigkeit“.

    Ich bin immer noch total zwiespältig wie ich das jetzt alles finden soll, denn selten hat mich ein Buch so verwirrt und doch begeistert. Aber ich gebe einen Daumen nach oben und auch ich werde – mit Einschränkung hinsichtlich des Schreibstils – dieses Buch weiterempfehlen.

  19. Cover des Buches Der alte König in seinem Exil (ISBN: 9783423253505)
    Arno Geiger

    Der alte König in seinem Exil

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Arno Geiger beschreibt eindringlich und nah das Verhältnis zu seinem dementen Vater. Voller Würde und Nachsicht entdeckt er auch den Gewinn, den die Erkrankung ihm und seiner Vater-Sohn Beziehung zuspielt. Mutig und ehrlich, voller wunderbarer Erzählkraft. Lesenswert.

  20. Cover des Buches Gruber geht (ISBN: 9783499255762)
    Doris Knecht

    Gruber geht

     (54)
    Aktuelle Rezension von: buchstabensammlerin

    Rund ums Buch:

    Titel: Gruber geht
    Autorin: Doris Knecht
    Verlag: Rowohlt Taschenbuch
    Buch: Taschenbuch
    Erschienen: 2011
    Seiten: 240
    ISBN: 978-3-499-25576-2
    Preis: 10,00 €

    Meine Meinung:
    Am 26. Juli erscheint der neue Roman DIE NACHRICHT von Doris Knecht und ich mag und kann jetzt schon sagen, er ist ganz fantastisch. Beim Lesen ist mir die Tage wieder bewusst geworden, welche besonderen Geschichten Doris Knecht erzählt und ich habe mir ihre Bücher nochmal vorgenommen. Dieses Wochenende habe ich dann ihren ersten Roman GRUBER GEHT gelesen, der 2011 erschienen ist und im selben Jahr auf der Longlist des dt. Buchpreises stand und verfilmt wurde (der Film steht bei mir noch aus. Mag ich aber nun unbedingt schauen).
    In diesem Buch geht es um Gruber, ein – ich sag es mal – Arschloch sondergleichen, Gutverdiener, Porschefahrer, Loftbesitzer, Klugscheisser und Frauenabschlepper. Es gäbe noch mehr über ihn zu schreiben, doch lest es selbst, denn Gruber ist krank. Ein bösartiger Tumor in seinem Bauch lässt ihn im Leben zucken, merkt, dass er leben will und plötzlich fängt es ein wenig an zu menscheln. Durch Sara, eine Berliner DJane werden Gefühle auch bei ihm zum Leben erweckt und Gruber kämpft.
    Doris Knecht hat, wie in all ihren Romanen, mit Gruber eine an etwas zerbrochene Person in den Mittelpunkt des Buches gestellt, ein selbstverliebter Möchtegernyuppie, den der Krebs einholt und den man später, nachdem man ihn wirklich während der ersten Kapitel nicht leiden konnte, irgendwie auf eine spezielle Weise mag, denn auch diese Menschen haben Angst, wollen leben und das zeigt dieser Roman ziemlich deutlich. Die Chemo, die Bestrahlung, die Arzttermine, all das macht aus dem koksenden Barbesucher und vielgereisten Manager, einen Menschen, der plötzlich das ganz Weltliche gut findet.
    Und eines kann Doris Knecht: auf eine ganz ehrliche, direkte, nichts beschönigende, intime und zeitnahe Art erzählen, sodass sich ein Sog entwickelt, der ihre Bücher zu absoluten Erzählkünsten werden lässt. Ich bin Doris Knecht – Fangirl und werde es auch nach DIE NACHRICHT ganz bestimmt bleiben, aber dazu mehr am 26. Juli.

  21. Cover des Buches Quasikristalle (ISBN: 9783442714513)
    Eva Menasse

    Quasikristalle

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    Was wissen wir wirklich über uns selbst ? Und was vom anderen?

    Das Leben der Xane Molin aus der kaleidoskopischen Sichtweise. Mal als junge Heranwachsende, die mit Judith sehr eng und mit Claudia um besonderen befreundet ist. Ein tragisches Ereignis beendet abrupt die Mädchenfreundschaften.

    Als Studentin nimmt Xane an einer Führung im Konzentrationslager Auschwitz teil. Mit dem Leiter dieser Exkursion bahnt sich eine zwischenmenschliche Nähe an.

    >Kann ein Mensch stundenlang den Kopf schütteln, ohne Schaden zu nehmen? Eine Frage, die Mengele sicher interessiert hätte. <

    Xane als Mieterin in einem ehrenwerten Haus. Der Vermieter bewohnt selbst sein Mehrparteienhaus und trägt Sorge in allen Bereichen. Doch er hat die Rechnung ohne Xane gemacht.

    Nach einigen Jahren trifft Xane auf Salome, jetzt Sally, die Schwester ihrer früheren Freundin Judith. Sie verbringen viele Tage und Nächte zusammen. Xane mit Mo verheiratet, würde Sally gerne unter die Arme greifen, doch Sally spielt ein Spiel.

    Mo, der Ehemann von Xane hat aus seiner ersten Ehe zwei Töchter. Xane möchte gerne selbst Mutter werden, doch dies gestaltet sich nicht einfach. Für ihren sehnlichen Wunsch nimmt Xane einiges in Kauf.

    Eine Begegnung mit Nelson verleitet Xane zu Gefühlen die die Tendenz zu einer außerehelichen Verbindung zu nehmen scheinen. Während Xane die Führung übernimmt, übt sich Nelson in Zurückhaltung.

    Viola, die älteste Stieftochter von Xane, bereitet ihrem näheren Umfeld nicht gerade große Freude. Sie scheint es im Besonderen, mit ihrem agressiven verhalten, oft auf Xane abgesehen zu haben.

    Auch als Vorgesetzte gerät Xane immer wieder in den Mittelpunkt, logischerweise. Dies mal mehr und mal weniger positiv.

    Als Tochter und selbst als Mutter, wird Xane in verschiedene Facetten des Lichts gerückt.

    >Aber zu wissen, dass man sich nicht immerzu bigott beschnitten hat, dass man im Gegenteil einiges Schöne davon gehabt, dass man manchmal geschwelgt und im prickelnden Luxus gelebt hat; daran zu denken, wenn sie einem später den künstlichen Darmausgang legen – das müsste irgendwie tröstlich sein.<

    Eva Menasse hat hier ein Leben coloriert in allen Farben und möglichen Formen. Sie hat eine Hommage auf das Leben, das existieren, das da sein, kreiert, dass das Bewusstsein den Fokus auf das eigene Sein, unwillkürlich in den Mittelpunkt plaziert. Intelligent und mit großem Gespür für die interessanten Datails, führt sie uns durch viele Fragmente des Lebens. 13 Geschichten über eine Frau aus der Sicht der anderen. Diese Idee wurde geradezu perfekt umgesetzt. Große Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Die weiteren Aussichten (ISBN: 9783036959474)
    Robert Seethaler

    Die weiteren Aussichten

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Paulina

    Das Buch ist sehr gut geschrieben. Typische Österreichische Sachen und Landschaften sind drin. Es ist ein Art Roadmovie. Aber auch eine Bildungsroman. Es ist eigentlich alles und genau das war für mich das Problem. Es ist zu viel von allem. In der Mitte hatte ich deswegen wirklich mühe weiter zu lesen.

    Es ist sprachlich klar ein der besseren Romane von Seethaler. Also deswegen lesenswert, aber man muss wirklich eine hilarische Geschichte mögen. Die 4 Sternen basieren sich hauptsächlich auf die Sprache und auf bestimmte sehr gute Abschnitte. Für 5 hat es nicht gereicht.

  23. Cover des Buches Sieben Jahre in Tibet (ISBN: 9783492403993)
    Heinrich Harrer

    Sieben Jahre in Tibet

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Buchtel

    Ich überlegte zuvor 4 von 5 Sternen zu vergeben, aber nach den grade gelesenen letzten Zeilen konnte ich nicht anders und gab 5.

    Worte aus dem Buch von Heinrich Harrer:Es ist mein großer Wunsch, mit diesem Buch ein wenig Sympathie und Verständnis zu wecken für ein Volk, dessen Wille, in Freiheit und Frieden leben zu dürfen, in der Welt so wenig Beachtung gefunden hat.

    Heinrich Harrer wurde 1912 in Österreich geboren und gehörte 1936 der Olympia-Mannschaft an. Bekannt war es zunächst als Skiläufer und Bergsteiger. Kein Wunder, das der Himalaya ihn lockte.

    Nach einer Expedition in Asien wurde er in ein indisches Internierungslager gesteckt. Nach mehreren Fluchtversuchen gelang ihm die Übersiedlung in das neutrale Tibet. Eine lange Reise auf dem Dach der Welt beginnt und Harrer setzt sich mit tibetischen Beamten, widrigen Witterungsbedingungen und der dünnen Hochlandluft auseinander. 


    Er durchwandert mehrere hundert Kilometer und überwindet viele Höhenmeter (bis zu über 6000 Meter!). Seine Reise führt ihn zur verbotenen Stadt Lharsa, die heilige Hauptstadt der Tibeter in Osttibet, Sitz des 14. Dalai Lama, dem geistigen Oberhaupt, dem Gottkönig oder auch der 14. Inkarnation Tschenresis, dem Lebenden Buddha. 

    Harrer und Kundün, der damals14-jährige Dalai Lama, kommen 1949 auf verschiedene Weisen in Kontakt miteinander. Eine lebenslange Freundschaft verbindet sie schlussendlich. 

    Die Tibeter faszinieren mich. Durch die europäischen Augen Harrers erfuhr ich in dem Buch von den sieben Jahren in Tibet, auf denen Harrer auf der Flucht war, die Gastfreundschaft und den Glauben der Tibeter kennenlernte und es schnell schaffte, unter ihnen ein Leben aufzubauen, dass er nach seinem ungewollten Fortgang aus diesem Land durch die kommunistischen Rotchinesen oft schmerzlich vermissen sollte.

    Zentral im buddhistischen Glauben steht die Überwindung des Ego. Da gibt es Mönche, die bewusst ihren Geist vom Körper trennen, Orakel, die in Trance die Geschehnisse bestimmen und eine unvergleichlich schöne Burg auf einen roten Felsen, in welcher die Inkarnation eines Gottes lebt und ein ganzes Volk segnet. 


    Harrer lebte unter den sanften Tibetern mit ihrem kindlichen Humor, in einer Umgebung, die den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, missachtet, dennoch anderen Menschen und Religionen tolerant gegenüber aufgestellt war und den Frieden und die Harmonie liebten.

    Heutzutage scheint das tibetische Hochland als Teil von China zu bestehen, ein Gedanke von Unabhängigkeit lebt im Exil. Der Dalai Lama konnte nach Indien fliehen...

    Der Schreibstil des Buches ist eher ein langer und detailreicher Bericht. Wörtliche Rede kommt nicht vor. An manchen Stellen erschien der Text etwas langatmig. In vielen Anekdoten beschreibt der Autor von seiner Reise und seinen Erlebnissen in Lharsa. Die Aussage des Buches hat mich jedoch mitten ins Herz getroffen. Mit Spannung habe ich jede Seite gelesen. Ich habe mich in das mit Worten beschriebene tibetische Hochland und seine Menschen verliebt.

  24. Cover des Buches Stein und Flöte (ISBN: 9783492269179)
    Hans Bemmann

    Stein und Flöte

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Seidenpapier

    Ich habe es schon mehrmals gelesen und finde doch immer wieder etwas neues, das bestimmt vorher nicht im Buch geschrieben stand. Manches regt sehr zum Nachdenken an. Ein Buch das mich sehr fasziniert, auch wenn es zeitweise nicht leicht zu lesen ist, es lohnt sich

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