Bücher mit dem Tag "offen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "offen" gekennzeichnet haben.

49 Bücher

  1. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.439)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    <<''Und was ist das für ein Labyrinth?'', fragte ich. Ihr Mund war so nah, dass ich ihren warmen Atem in der Abendluft spürte, als sie sagte: ''Das ist das Rätsel, verstehst du? Ist es das Labyrinth des Lebens oder des Todes? Wem will er entkommen - der Welt oder ihrem Ende?'' Ich wartete, dass sie fortfuhr, aber nach einer Weile begriff ich, dass sie von mir eine Antwort wollte.>> 

    <<“Das große VIELLEICHT war über uns, und wir waren unbesiegbar. Der Plan hatte Schwächen, wir aber nicht.“ >>


    Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich sofort in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?


    Miles ein zynischer, manchmal sehr peinlicher Typ, ansonsten ist er aber eher normal. Wenn man ihn - wie in diesem Buch - näher kennenlernt merkt man doch, dass er nicht langweilig ist, sondern ein witziger, aber doch unsicherer Junge. Als er im Internat ankommt, kriegt er sofort von seinem Zimmermitbewohner den wirklich sehr ironischen Spitznamen Pummel verpasst, den er ist einfach eine Bohnenstange, ein Spargeltarzan, ein Strich in der Landschaft, kurz gesagt; ein Lauch.

    Alaska ist selbst ein Rätsel. Sie ist so gut wie undurchschaubar, obwohl Miles versucht, dahinter zu kommen. Man weiß nie, was sie als nächstes ausheckt. Sie ist launisch, - mal total bissig, dann wieder wie eine anhängliche Kuschelkatze -; will auf keinen Fall Angst zeigen; mal ist sie komplett aufgekratzt, dann führt sie wieder tiefgründige Gespräche. Sie ist eine richtige Drama- und Streichequeen. Sie verändert Leben!!!

    Der Freundeskreis von Miles erstreckt sich von Alaska, über seinen Mitbewohner Chip alias 'der Colonel', über Takumi bis hin zu Lara. Eine verrückte, aber liebenswerte Truppe.

    Der Colonel ist ein sehr sarkastischer, intelligenter und kreativer Junge, der viel Wut in sich trägt, es aber schafft, diese nicht immer raushängen zu lassen. Er ist der Inbegriff einer Rampensau, lässt sich keinen Streich entgehen und hat immer eine Antwort parat - ob zynisch oder aus tiefstem Herzen.

    Takumi ist ein vertrauensvoller Junge, der etwas zurückhaltender ist als der Colonel (das ist aber auch nicht schwer), dennoch ist auch er bei Streichen ganz vorne mit dabei.

    Lara ist ein liebes Mädchen mit süßem rumänischem Akzent. Man muss sie einfach lieb haben, obwohl sie ein wenig im Schatten von Alaska steht und man sie manchmal kaum wahrnimmt.

    Was mir an der Schule gut gefiel, war die Gemeinschaft. Zwar hassen sich so einige untereinander, doch alle halten sich an den schülereigenen Schulcodex namens Loyalität.

    Die beiden sehr philosophischen Kernfragen dieses Buches sind die Suche nach dem großen Vielleicht und das Labyrinth. Dazu macht sich jeder automatisch eigene Gedanken und ich denke, dass damit der Hype um das Buch gut zu verstehen ist.

    Ein echt tolles Buch, welches ich auf jeden Fall an jeden weiterempfehlen kann. Zum Nachdenken, Philosophieren, Lachen und Weinen.

    Zwar war ich nicht so ergriffen wie bei anderen John Green-Büchern, aber die Story ist schön und witzig, peinlich und ironisch, hoffnungsvoll und traurig...

  2. Cover des Buches Vögelfrei (ISBN: 9783453675704)
    Sophie Andresky

    Vögelfrei

     (202)
    Aktuelle Rezension von: buechertraumzeiten

    Das Buch ist an sich gut konzipiert und auch die Erotik kommt nicht zu kurz, jedoch fehlte mir beim Lesen die gewünschte Tiefe. 

    Das Buch ist in verschiedene Kapitel und somit gleichzeitig verschiedene Geschichten mit den jeweiligen Personen eingeteilt mit denen sich Sophie am Ende ihres vögelfreien Jahres trifft. Jede Person bzw. Geschichte ist mit einer erotischen Erfahrung seitens Sophie verbunden und lässt den Leser an der Reise teilhaben. 

    Für mich persönlich sind die erotischen Szenen gut geschrieben, wer jedoch eine komplexe Story à la Shades of Grey sucht ist hier falsch. Die Geschichten hängen nicht wirklich zusammen und hätten auch gut als "Sammlung" erscheinen können. 

    Ich gebe dem Buch allerdings trotzdem 4 von 5 Sternen, weil für mich bei dem Buch nicht die große Story an sich im Vordergrund stand und ich Andreskys Schreibstil gerne mag.

  3. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.506)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus199

    Ich habe beim Lesen immer darauf gewartet, dass nun endlich mal etwas passieren mag. Dann war das Buch zu Ende. Und ich war dann etwas ratlos zurückgelassen.

    Emmi ist eine gelangweilte Ehefrau und Mutter. Egoistisch und rechthaberisch. Wirklich berühren konnte sie mich nicht. Weder mit ihren Emails noch mit den Erwartungen an Leo.

    Irgendwann habe ich angefangen die Geschichte einfach queerzulesen. Denn viele Passagen sind inhaltlich nicht wirklich ergiebig und tun nach meinem Empfinden auch nichts zur Geschichte bei. Ein, zwei Mal wurde es dann doch etwas spannender. Daher gibt es auch immerhin 2 Sterne von meiner Seite.

  4. Cover des Buches Nebelmacher (ISBN: 9783734160325)
    Bernhard Trecksel

    Nebelmacher

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Halderia

    In der Reihe der "Nebelmacher" (Band I), "Nebelgänger" (Band II), "Nebeljäger" (Band III) geht es um einen Assasinen namens Clack, oder auch der Totenkaiser genannt. Er dient der Todesbotin in der Welt Aehve auch Sharis genannt und mordet in ihrem Auftrag Reich und Arm. Doch eines Tages stößt Clack bei einem seiner Aufträge auf ein par Ungereimtheiten und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen um so etwas viel Größeres aufzudecken, als sich jemand in ganz Aehve je forstellen könnte.

    Ich finde die drei Teile um Clach und seine Rivalen und Verbündete sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und flüssig, auch wenn man zu Beginn der Reihe über einige Fremdwörter stolpern mag bringen doch gerade diese die vielfältige Schreibweise des Autors hervor.

    Die Geschichte ist in meinen Augen zu keinem Zeitpunkt langweilig geworden oder hatte einen Hänger durch den man sich hindurch quälen musste, der Autor hat es geschafft, einige Wendungen in die Geschichte einzubauen, so dass man häufig selbst überrascht ist und mit den Figuren mitfiebert.

    Auch die Charaktere waren meiner Meinung nach alle gut ausgearbeitet und wirkten somit zu jeder Zeit realistisch und blieben vor allem sich selbst treu, bezeihungsweise man erlebte den Wandel und die Entwicklung einiger mit die jedoch immer nachvollziehbar und realistisch blieb.

    Das einzige Manko meinerseits war die zu kurz gekommene Einführung in die Götterwelt Aheves zu Beginn der Reihe. Es wäre einfacher gewesen hätte man schneller einen Überblick über die beiden verschiedenen Orden, deren Wirkkreis und die unterschiedlichen Titanen bekommen.

    Ansonsten kann ich diese Reihe wirklich  nur empfehlen, absolut geniale Fantasy von Beginn an ohne zwischenzeitlich klischeehaft zu wirken.

  5. Cover des Buches Sie hat Bock (ISBN: 9783832181178)
    Katja Lewina

    Sie hat Bock

     (48)
    Aktuelle Rezension von: j_XuPa

    Katja Lewina beschreibt auf etwa 200 Seiten ihre persönlichen Gedanken zu unterschiedlichsten Themen von Sexualität und Beziehungen. 

    Alle Kapitel lassen sich allein stehend lesen. Ziemlich genau wie ein Blog. Es gibt auch die dazu passenden kleinen Fazits am Ende eines Kapitels.
    Doch was mir an dem Besuch besonders gefallen hat ist vor allem der Stil. Es liest sich einfach gut runter. Ohne, dass der Kerngedanke - die Problemstellung - dabei zu kurz kommen würde. 

    Alltags-Sexismus, Objektivierung, Unterdrückung von Sexualität all das kommt schon deutlich durch. Aber das sollte keinem der sich damit auseinandergesetzt hat wirklich neu sein. Gebündelt mit den persönlichen Erfahrungen der Autorin macht es das ganze aber trotzdem lesenswert und vielleicht kann es auch einige vom Nachdenken überzeugen, die das vorher noch nicht gemacht haben. Lediglich das Kapitel über Gynäkologen und Gynäkologinnen war für mich persönlich doch etwas neues. War für mich als Kerl vielleicht immer etwas weit außerhalb meines Fokus. 


    Kann ich jedem empfehlen, außer Leuten die sich schon viel mit dem Thema auseinandergesetzt haben und bahnbrechende Gedankengänge erwarten. 

    Und durchaus auch etwas das man als Schullektüre lesen kann. Gemeinsam lässt sich ein solches Buch doch immer noch am besten reflektieren und so entfaltet es möglicherweise die Veränderung die es fordert. 


    Hauptsache gemeinsam bewusst für etwas entscheiden, dann ist die Freiheit grenzenlos. 8,5/10


    Nachtrag: Ich hoffe ich erinnere mich an einige Erkenntnisse wenn ich irgendwann doch mal eine Tochter großziehen muss. 

  6. Cover des Buches Ich will dich nicht töten (ISBN: 9783492273855)
    Dan Wells

    Ich will dich nicht töten

     (282)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_
    Genau 63 Tage ist es her, seit John Wayne Cleaver einen weiteren Dämon in seiner Heimatstadt Clayton getötet und einen anderen herausgefordert hat. Seit dem ist er fieberhaft auf der Suche nach Hinweisen auf die Ankunft von "Niemand" in Clayton. Doch noch scheint alles ruhig. John, der davon überzeugt ist, dass er selbst eines Tages zum Serienkiller wird, und Regeln aufgestellt hat um das zu verhindern, sieht sich nun in Zugzwang. Er will die Dämonin aufspüren bevor sie tötet, so überwacht er weibliche Einwohner von Clayton um sicherzustellen, dass es sich bei ihnen wirklich "nur" um Hausfrauen und Mütter handelt. Dann jedoch geschieht der erste Mord. Ein Priester wird verstümmelt und ermordet aufgefunden. Das Werk des "Handlangers" wie die Presse ihn seit Jahren nennt, das wird John schnell klar. Die Jagd ist eröffnet. Allerdings gibt es Komplikationen mit denen er nicht gerechnet hat: nachdem sie gemeinsam dem letzten Dämon entkamen, hatte er keine Verabredungen mehr mit seiner fast-Freundin Brooke, doch jetzt zeigt auf einmal ein Mädchen namens Marci Interesse an ihm. Er geht also mit ihr aus und stellt zu seiner großen Überraschung fest, dass es ihm Spaß macht und er Marci wirklich mag. Zusammen erstellen sie ein Täterprofil des Handlangers auf dessen Grundlage John ihn finden und schließlich vernichten will. Während dessen tötet der munter weiter. Autoritätspersonen so scheint es, sind seine bevorzugten Opfer. Doch diese Opfer machen John nicht wirklich betroffen, anders als eine Reihe von Selbstmorden junger Mädchen in seinem Alter. Tut er doch alles um sie und alle anderen Einwohner Claytons zu retten und zu beschützen, und sie bringen sich selbst um. Das kann er nicht verstehen. John kommt dem Handlanger immer näher, und stellt ihm schließlich eine Falle. Doch es stellt sich heraus, dass John sich dieses eine Mal fatal geirrt hat... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand bereit die ersten beiden Bücher "Ich bin kein Serienkiller" und "Mr. Monster" ganz toll, und "Ich will dich nicht töten" ist meiner Meinung nach einen ganz gelungener Abschluss der Trilogie, auch wenn ich mir persönlich noch mehr Bücher über John wünschen würde. Der Stil des Autors sagt mir sehr zu, das Buch ist flüssig und sehr gut zu lesen und die Tatsache, dass man alles aus Johns Sichtweise erlebt und so auch seine inneren Konflikte mitbekommt finde ich sehr spannend und interessant. Das Buch startet wie auch seine Vorgänger eher gemächlich und nimmt dann immer mehr fahrt auf bis es am Ende Schlag auf Schlag kommt. Das Ende an sich fand ich super, nicht nur überraschend sondern auch ein toller Ausblick, wie es wohl weiter geht mit John, dem Dämonenjäger. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich das Buch und die ganze Trilogie jedem empfehlen kann, der gerne ungewöhnliche Bücher liest, mit einer Prise Fantasy aber nicht vollkommen abgehoben.
  7. Cover des Buches Aufschrei (ISBN: 9783404614981)
    Truddi Chase

    Aufschrei

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Das Buch Aufschrei ist das Werk einer oder vieler Autoren, das Werk einer Frau, die als Multiple Persönlichkeit zählt. Das Buch beschreibt ihren Weg durch die Therapie. Beim Lesen erfährt man erschreckende, unfassbare Details ihrer Kindheit. 

    Ein Buch über Kindesmissbrauch in seiner schlimmsten Form, über Misshandlungen auf eine unvorstellbare Art und Weise. Und ein Buch über die unglaublichen Dinge, die eine menschliche Psyche leisten kann, um sich selbst zu schützen und am Leben zu erhalten.

    Das Buch wird aus Sicht der "Frau" geschrieben. Auch der Therapeut, welcher Stanley genannt wird, bringt einige Passagen und Gedanken ein. Da seine Patientin eine Multiple Persönlichkeit ist, lernt man auch verschiedene andere Personen kennen, welche jedoch alle zur Frau gehören.

    Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Seiten nicht leicht zu lesen. Der spezielle Sprachstil schafft jedoch etwas Distanz zum Thema. Ich finde, das Geschriebene lässt sich weder mit Worten nacherzählen, noch von einem menschlichen Verstand erfassen. Es ist unglaublich und fremd für Außenstehende. Unfassbar und erschreckend.  

    Ich habe beim  Lesen oftmals Zusammenhänge nicht verstanden, musste Textpassagen wiederholen und begriff es trotzdem nicht. Das Buch ist weder einfach zu lesen noch leicht zu verstehen. Das Krankheitsbild für den normalen Menschenverstand nur schwer zu begreifen. 

    Das in einer Person mehrere weitere Personen existieren können, in diesem Fall über 90, dass diese auch alle individuell und unterscheidbar voneinander sind...oftmals überstieg es beim Lesen meine Vorstellungskraft. Und dennoch, ist es spannend zu sehen, was die menschliche Psyche in der Lage ist zu leisten.

    Da es eine Autobiografie ist, werden die Gedanken, Gefühle und Erlebnisse der Autorin wiedergegeben. Ich glaube, allein  schon, weil jemand genau über solche unfassbaren, immer noch tabuisierten Dinge so ehrlich schreibt,  hat das Buch 5 Sterne verdient.

  8. Cover des Buches Alle Farben der Nacht (ISBN: 9783897413955)
    Jonas Zauels

    Alle Farben der Nacht

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rezension

    Alle Farben der Nacht von Jonas Zauels

    Genre: Drama
    Seiten: 175
    Verlag: U.Helmer

    Klappentext:
    Schwarz. Wie immer. Die dicken Vorhänge sind zugezogen, das Licht ist aus und draußen greift die Nacht langsam, aber unaufhaltsam um sich.
    Sie weiß, dass es falsch ist; dass sie eigentlich ein ganz normales Leben führen sollte. Sich Ziele setzen und diesen folgen sollte, doch fällt es ihr so schwer. Sie würde sich gerne treiben lassen, wie die anderen in ihrem Alter, von denen sie nicht einen richtig kennt. Sie hört ihnen manchmal heimlich zu.

    Meine Meinung:
    Das war mal was anderes. Es ist eine Geschichte über die ich erstmal nachdenken musste, bevor ich diese Rezension schreibe. Es geht um Emilia und ihr wirklich schweres Leben. Sie stürzt immer mehr ab und es passieren ihr auch wirklich schlimme Dinge. Aber nichts ist so wie es scheint. Mit Emilia bin ich leider nicht ganz warm geworden. Es lag jetzt aber eher an mir und nicht an der schaffensweise des Autors. Ich komme im echten Leben schon nicht mit solchen Menschen klar und kann sie nicht verstehen. Der Autor hat da echt Charaktere geschaffen die meiner Meinung nach stark polarisieren. Das Cover mag ich mit seinen kräftigen Farben sehr gerne obwohl ich nicht so genau sagen kann ob es zum Inhalt passt.

    Fazit:
    Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen manchmal ein bisschen schockiert. Es ist nichts wie es scheint. Ich kann es Drama Liebhabern empfehlen, die auf wirren Tiefgang stehen. Ich brauchte am Ende eine Weile bis alles geordnet war. Wirklich toll!
  9. Cover des Buches Liebe mit offenen Augen (ISBN: 9783596184545)
    Jorge Bucay

    Liebe mit offenen Augen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Martin291181
    Ein Buch, das Augen öffnet. Für das Scheitern einer Liebesbeziehung sind immer 2 verantwortlich. Dieses buch ersetzt jede Paartherapie und lässt einen die eigenen Anteile am Glück einer Liebesbeziehung erkennen. Es beantwortet die Frage, warum immer die gleichen Typen von Menschen angezogen werden und warum irgendwie letztendlich fast jede Beziehung identisch verläuft, wenn man nicht selbstreflektiert ist und an seinen Mustern arbeitet. Konfrontierend, aber liebevoll.
  10. Cover des Buches Das Beste aus beiden Welten. Erotische Kurzgeschichten einer Frau. Nicht nur für Frauen. (ISBN: 9783935111126)
  11. Cover des Buches Anonym (ISBN: 9783839815069)
    Ursula Poznanski

    Anonym

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Desiree_Miao_Miao

    Darum geht’s: Die im Dunkeln sieht man nicht ...Als der Hamburger Kriminalkommissar Daniel Buchholz zu einem Tatort auf einem verlassenen Fabrikgelände gerufen wird, findet er dort nicht nur eine Leiche mit deutlichen Spuren einer Misshandlung, sondern trifft auch auf seine neue Kollegin: Nina Salomon. Beide kommen schnell einem Internetforum auf die Spur, das seinen Mitgliedern ein Spiel besonderer Art bietet: Sie dürfen Menschen, denen sie den Tod wünschen, auf eine Liste setzen, und die Foren-User stimmen dann über den »Gewinner« ab. Die nächste Spielrunde läuft bereits, doch alle Versuche der Polizei, das Forum vom Netz zu nehmen, schlagen fehl. Denn die Seite befindet sich im sogenannten Darknet, wo kaum Regeln gelten – bis auf eine: Anonymität. 


    Meine Meinung:

    Die beiden Sprecher passen unglaublich gut zu der Story und spiegeln die Persönlichkeit von Daniel und Nina sehr gut wider. Ermittlungstechnisch geht es erst zum Ende hin ans Eingemachte, zuvor geht es sehr stark um die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ermittlern. Die Charaktere sind richtig gut ausgearbeitet. Hintergründe und Vergangenheit der beiden wird detailliert beleuchtet und führt zu einer schlüssigen Charakterentwicklung. Dadurch bleibt leider die Hauptgeschichte rund um das grausame Tötungsspiel ein wenig grau. Das Finale war allerdings ein großes Feuerwerk, auch wenn ich den Täter  schon recht früh entlarvt hatte. 

    Die beiden Autoren harmonieren einfach perfekt zusammen und ich bin gespannt auf die weiteren gemeinsamen Projekte des Duos.

  12. Cover des Buches Im Totengarten (ISBN: 9783548284620)
    Kate Rhodes

    Im Totengarten

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Gise
    Bei ihrem Lauf durch die Stadt stößt die (Kriminal-)Psychologin Alice Quentin auf die Leiche einer jungen Frau auf dem Crossbones Yard, wo früher die toten Prostituierten begraben wurden. Der Mord an dieser Frau ähnelt dem Vorgehen eines Verbrecherpaares, das aber inzwischen nicht mehr auf freiem Fuß ist. Alice wird zu den Ermittlungen der Polizei hinzugezogen. Doch bald gibt es ein nächstes Opfer – direkt vor Alice‘ Haus und neben dem Bus ihres Bruders. Der Täter kommt Alice näher und näher; erst gerät ihr Bruder in Gefahr, dann ihre Freundin, und Alice erhält Polizeischutz, damit ihr nichts zustößt.

    Etwas unübersichtlich in der Anzahl der Personen schildert Kate Rhodes die Geschichte der Psychologin Alice, die nicht nur diesen Mord, sondern auch ihre eigene Vergangenheit bewältigen muss. Ihre Kindheit ist von Gewalt geprägt, und diese Erinnerungen nehmen einen großen Teil der Erzählung ein. So erhält der Leser das Bild einer eher labilen Psychologin, die dadurch für mich in ihrer Arbeit nicht wirklich erfolgreich sein könnte. Sie bleibt mir eher fremd, trotz aller Einblicke in ihr Seelenleben, viele ihrer Handlungen kann ich nicht nachvollziehen. Rhodes legt manche falsche Fährte, um den Täter nicht vorzeitig preiszugeben, und dennoch hatte ich ihn schon recht bald im Verdacht.

    Das Buch ist m.E. guter Durchschnitt, wenn es auch in der Umsetzung manchen Holperer drin hat. Ob ich noch weitere Fälle von Alice Quentin lesen werde, weiß ich nicht so recht. So richtig überzeugt hat sie mich nicht…
  13. Cover des Buches Etta and Otto and Russell and James (ISBN: 9780241185865)
    Emma Hooper

    Etta and Otto and Russell and James

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Eines Tages macht sich die 82jährige Etta auf den Weg ans Meer, quer durch Kanada. Ihr Mann Otto bleibt zu Hause und versucht, alleine zurechtzukommen. Doch Etta vergisst allmählich Dinge, Otto erinnert sich an fast alles. Und dann ist da noch Russell, der Nachbar, der selbst in Etta verliebt war. Und James, ein Koyote, der Ettas Begleiter auf der Wanderung ist. Auf dem Weg erzählen sie ihr Leben: von der Liebe, vom Krieg und einer Farm in der staubigen Einöde Saskatchewans, vom Backen und vom Briefeschreiben.

    Emma Hoopers Roman mit dem langen Titel ist ein bezaubernder, ein leiser Roman, der sich nicht vieler Worte bedient. Manchmal erschließt sich die Bedeutung nicht direkt, viele Passagen sind näher an einem Traum als an der Realität, z.B. Ettas Unterhaltungen mit James. Die Autorin überlässt dem Leser die Entscheidung, was geschieht und was nicht. So ist das Ende sehr offen für verschiedene Interpretationen. Diese Unbestimmtheit der Erzählung war mir manchmal etwas zu viel des Guten und ich habe nach tieferen Bedeutungen gesucht. Ich habe viel über die Handlung nachgedacht und bin mir bei den phantastischeren Elementen immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Daher schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen.

    Die Sprache ist sehr spartanisch und auf das Wichtigste beschränkt. Trotzdem konnte mich die Erzählung vom ärmlichen Leben auf einer Farm, von der Beziehung von Etta mit Otto und Russell und von Ottos Erlebnissen in Europa im 2. Weltkrieg fesseln und zutiefst berühren. Letzten Endes kommt es bei „Etta and Otto and Russell and James“ wohl auch eher auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Erinnerungen der Charaktere als auf die äußere Handlung an. In dieser Hinsicht konnte mich das Buch überzeugen.
  14. Cover des Buches Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld (ISBN: 9783037633083)
    Silvia Aeschbach

    Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Was, um Himmels willen, geschah mit mir? Die Farben des Himmels und der Bäume erschienen mir unerträglich grell, die Grillen zirpten nicht mehr melodisch, sie kreischten richtiggehend. Der Waldboden, der eben noch so gut nach Moos gerochen hatte, stank plötzlich nach Moder. Ich nahm alles wie durch einen Filter wahr, einen Filter, der die Umgebung nicht in ein angenehmes, weiches Licht tauchte, sondern die Bilder verzerrte. Eine Kälte, wie ich sie vorher nicht kannte, erfasste mich. Noch vor fünf Minuten war mir der Schweiß in Strömen heruntergelaufen, und jetzt hatte ich das Gefühl, in einem Eisblock zu stecken. Für einen Moment schien mein Herz stehen zu bleiben, doch dann begann es noch wilder zu rasen.«

     

    Silvia Aeschbach ist siebzehn, als sie die erste Panikattacke ihres Lebens vollkommen unvorbereitet trifft. Sie fühlt sich wie in einem Horrorfilm, glaubt zu sterben. Ein Erlebnis, das sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte zigfach wiederholen wird…

     

    Sehr viele Menschen leben so wie Silvia mit einer Angsterkrankung, etwa jeder fünfte leidet zumindest zeitweise unter Angstzuständen. Und die Dunkelziffer ist hoch, denn noch immer trauen sich viele nicht, über ihre Ängste zu reden. Oder sie versuchen es, versuchen bei einem Arzt Hilfe zu erhalten, doch dieser behandelt lediglich die Symptome und erkennt nicht die Ursache dahinter.

     

    In einer leicht zu lesenden, humorvollen und selbstironischen Art, schreibt Silvia über ihre Angst und ihr Leben mit ihr. Alles wirkt sehr ehrlich und offen, wer selber betroffen ist, erkennt sich an vielen Stellen wieder. Mir jedenfalls ging es so.

    Ich fand das Buch enorm berührend, ich konnte so gut nachfühlen, was Silvia empfand und gleichzeitig gingen mir beim Lesen so viele Situationen aus meinem eigenen Leben durch den Kopf, ich erinnerte mich an die ersten Attacken, die ich bereits als Kind erlebte, an all das, was danach kam… Ich glaube, ich könnte auch ein Buch füllen. Nur ohne Leonardo ;-) Jedenfalls bin ich sicher, dass es mir sehr geholfen hätte, wenn ich dieses Buch früher gelesen hätte. Als Betroffener erkennt man, dass man es schaffen kann, ein gutes und erfolgreiches Leben zu führen. Mit und trotz der Angst.

    Zusätzlich zu ihren eigenen Erlebnissen vermittelt Silvia viel Wissen rund um die Panik. Angefangen bei ganz allgemeinen Dingen wie dem Fakt, dass man Panik, im Gegensatz zur „normalen“ Angst, nicht durch Mut oder Willen überwinden kann. Es gibt medizinische Hintergrundinfos und einige interessante (oft auch unterhaltsame) Listen mit „Top Ten“, zum Beispiel die Top Ten der Symptome oder der Dinge, die man als Paniker wissen sollte. Sehr treffend auch die Liste der Sätze, die man während einer Panikattacke nicht hören will! Und schließlich Silvias persönliche Tipps – eine tolle Liste!

     

    Nun sind zum Glück die meisten Menschen nicht betroffen. Für sie wird dieses Buch sicher auch hilfreich sein, denn vermutlich können sie sich nicht vorstellen, was ein Paniker durchmacht. Womöglich glauben sie, dass sie jemandem mit einer Panikattacke helfen könnten, wenn sie ganz ruhig auf ihn einreden. Dass alles nur eine Frage der Beherrschung ist und sicher nicht so schlimm. Wer dieses Buch liest, wird hoffentlich mehr Verständnis entwickeln und darf sich im Gegenzug über die sehr selbstironischen Schilderungen amüsieren. Denn ganz ehrlich: Wenn man nicht selbst betroffen ist, ist so einiges wirklich unfreiwillig komisch.

     

    Fazit: Vielen Dank Silvia Aeschbach für dieses informative, ehrliche und mutmachende Buch! Sehr lesenswert für jeden, der selber unter Ängsten leidet und für jeden Interessierten.

  15. Cover des Buches Der (kleine) Schatz im Kugelbauch (ISBN: 9783842313200)
    Freya Glücksweg

    Der (kleine) Schatz im Kugelbauch

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Alina0885

    Ich bekam das Gedichtbuch 'Der (kleine) Schatz im Kugelbauch' von meiner Freundin geschenkt, als ich 4 Monate nach meiner Fehlgeburt wieder schwanger wurde und natürlich voller Angst war, mein Baby wieder zu verlieren. Und dieses Buch war genau das richtige für mich, denn Freya Glücksweg hat ungefähr das gleiche erlebt wie ich und hatte in der Folgeschwangerschaft die gleichen Ängste, in den gleichen Situationen wie ich. Somit wusste ich immer, wovon sie schreibt und das Buch hat mich super beruhigt.
    Aber auch alles andere, was man so in der Schwangerschaft denkt und erlebt, hat sie spitzenmäßig in Versen und Reimen verfasst und es ist herzerfrischend zu lesen. Macht viel mehr Spaß, als das Lesen eines 'normalen' Buches.
    Und spätestens ab dem Blasensprung wird es richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Bis dahin hatte ich es noch stückweise gelesen, aber ab da in einem Rutsch. Bei der Geburt hab ich voll mitgefiebert, die ist hautnah beschrieben... spannend aber auch ein bisschen lustig... und zum glücklichen Abschluss musste ich weinen. Auch die Erlebnisse und Gedanken der ersten Tage nach der Geburt sind sehr berührend.
    Also ich kann das Buch nur empfehlen... und nicht nur für Frauen, die vorher eine Fehlgeburt hatten.

  16. Cover des Buches Far North (ISBN: 9780312429720)
    Marcel Theroux

    Far North

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „Far North“ ist ein dystopischer Roman des Autors Marcel Theroux und lag lange, lange auf meinem SuB, bevor seine Zeit endlich gekommen war. Ich meine, ich habe es gekauft, kurz nachdem ich „Die Straße“ von Cormac McCarthy gelesen habe. Mein Verlangen nach düsteren Endzeitgeschichten war in dieser Phase enorm, da ich das Gefühl hatte, McCarthys Pulitzerpreis-gekröntes Meisterwerk habe mir eine ganz neue Welt der Literatur offenbart. Und auf gewisse Weise war das ja auch tatsächlich so. Mittlerweile ist meine Begeisterung für das Genre weniger euphorisch, doch hin und wieder lasse ich mich auch heute noch gern in eine dunkle, beunruhigende Zukunftsvision entführen.
    „Far North“ erschien mir die ideale Winterlektüre zu sein, voller Eis, Schnee und klirrender Kälte.

    Das Leben im hohen Norden ist kalt und hart. Die Einsamkeit ist ein ständiger Begleiter. Seit sich die Welt gegen die Menschen wandte, sind all die technischen Errungenschaften der vergangenen Jahrhunderte nur noch Erinnerungen. Das Land liegt brach und Siedlungen sind verlassen. Makepiece ist der letzte Mensch in Evangeline, bereit, das Dorf zu schützen und die Ordnung aufrecht zu erhalten. Eines Tages jedoch schleicht sich ein Schimmer Hoffnung in Makepiece‘s sorgsam gehütete Routine. Ein Flüchtling versteckt sich in Evangeline. Trotz anfänglichen Misstrauens ist die Bedeutung seiner Existenz unleugbar: es gibt noch immer Leben in der Welt. Mutig übergibt sich Makepiece der Wildnis, auf der Suche nach einer Zukunft. Doch Kälte und Härte finden sich nicht nur in der Natur, sondern auch in den Herzen der Menschen.

    Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig Dystopien aus der erwachsenen Literatur mit dystopischen Young Adult – Abenteuern gemeinsam haben. Nicht nur verzichten sie häufig vollständig auf die Fixierung auf Hauptfiguren, die Herangehensweise ist einfach komplett anders. Erwachsene Dystopien sind mahnend, drohend und geben mir beim Lesen das Gefühl, dass das Wesen der Menschheit unausweichlich zu ihrem Untergang führen wird. Das Erstaunliche daran ist, wie viel Hoffnung sich meist trotz dessen in diesen Geschichten versteckt. „Far North“ ist in seiner Reinheit außergewöhnlich. Es ist eine ruhige, leise Endzeitgeschichte, die tief in die Seele der Menschheit blickt und die in einer wunderschönen, atemberaubenden, wilden Landschaft spielt. Marcel Theroux hat die Atmosphäre des hohen Nordens hervorragend eingefangen und transportiert sie mühelos. Wer hätte gedacht, dass ein Dokumentarfilmer Bilder auch in einem anderen Medium so spielend in Szene setzen kann. An Makepiece’s Seite konnte ich den Schnee unter meinen Stiefeln knirschen hören und sah, wie mein Atem zu kleinen Wölkchen kondensierte. Ich konnte mir die überwältigende Natur lebhaft vorstellen und empfand Ehrfurcht angesichts all der unbeschreiblichen Schönheit, die selbst in der größten Katastrophe liegen kann. Worin genau diese Katastrophe besteht, lässt Theroux offen. Obwohl ich sonst unheimlich neugierig bin und darauf bestehe, alles zu wissen, gefiel mir diese Vagheit in „Far North“ sehr gut. Die Geschichte – Makepiece’s Geschichte – thematisiert das Hier und Jetzt, die Kaltherzigkeit der Menschen in ihrem Überlebenskampf, nicht die Vergangenheit. Es ist nicht wichtig, was mit der Erde passiert ist. Wichtig ist in diesem Roman nur, wie die Menschen mit der „neuen“ Situation umgehen. Interessanterweise glaube ich, dass Theroux selbst jedoch eine ziemlich eindeutige Vorstellung davon hat, was vorgefallen ist. Die wenigen Informationen, die er preisgibt, wirkten realistisch und gut durchdacht. Ich bewundere ihn für die mutige Entscheidung, seinen Leser_innen nicht alles zu offenbaren und dadurch den Fokus strikt auf seiner Botschaft zu halten. Diese hat in meinen Augen fast etwas Darwinistisches. Nur, wer sich anpasst, überlebt. Wie allerdings nicht anders zu erwarten, gelingt das den meisten Menschen eher schlecht als recht. Ich muss ehrlich sagen, dass „Far North“ mein zuweilen reichlich zynisches Bild meiner eigenen Art voll und ganz bestätigte. Wenn ich eines aus diesem Buch mitnehme, dann die Überzeugung, dass wir verloren sind, wenn uns unser Planet im Stich lässt, aus welchen Gründen auch immer. Die Menschen in „Far North“ scheinen das Ausmaß ihrer eigenen Ignoranz überhaupt nicht zu begreifen; sie machen einfach weiter wie bisher, rücksichtslos und skrupellos. Auf mich wirkten sie wie verzweifelte, kopflose Ratten, die versuchen, ein sinkendes Schiff zu verlassen und dabei doch nur Wasser tretend im Kreis schwimmen. Es war erschreckend und tat mir im Herzen weh, zu erleben, welch bittere Enttäuschungen Makepiece auf der simplen Suche nach Kontakt erfährt. Es sind nicht die Menschen, die die Hoffnung in „Far North“ tragen. Es ist die Natur selbst. Eine Natur, die immer einen Weg findet. Eine Natur, die streng, aber gütig und großzügig zu denjenigen ist, die sie schätzen, respektieren und die verstehen, dass sie nur zu Gast sind.

    Nach dem Lesen empfinde ich „Far North“ weniger als buchstäbliche Wintergeschichte, sondern eher als Wintergeschichte im übertragenen Sinne, obwohl das Setting selbstverständlich häufig von Schnee und Eis bedeckt ist. Es behandelt den Winter in der Seele der Menschheit. Die Kälte lebt in uns allen und zeigt sich, wann immer wir egoistisch und rücksichtslos handeln. Mich hat dieses Buch daher sehr nachdenklich gestimmt. Wie oft wird uns gesagt, wir sollen leben, als gäbe es kein Morgen? Diese Einstellung ist fatal, denn es gibt ein Morgen. Wir können uns weder aus der Verantwortung für einander noch aus der Verantwortung für unseren Planeten heraus schummeln. Ich danke Marcel Theroux dafür, dass er mich daran erinnert hat, dass wir keine zweite Chance erhalten werden.
    Ich kann euch „Far North“ von Herzen empfehlen, möchte euch aber davor warnen, dass sich diese Dystopie nicht so nebenbei weg liest. Es ist eine Geschichte, die sich schwer auf das Gewissen legt.

  17. Cover des Buches Mit geschlossenen Augen (ISBN: 9783518371381)
    Birgit Heiderich

    Mit geschlossenen Augen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Das zweite Imperium (ISBN: 9783453311879)
    Edward E. Smith

    Das zweite Imperium

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    5.Band der Lensmen Saga, auf der Suche nach der Basis der Eddorier kommt der hstärkste Lensträger nach Lyrane, ein Volk welches das männliche Geschlecht verachtet
  19. Cover des Buches Einmal ist nicht genug / Die Liebesmaschine / Das Tal der Puppen (ISBN: B0025WPMJK)
  20. Cover des Buches Gretas Verwandlung (ISBN: 9783104907451)
    Sabine Alt

    Gretas Verwandlung

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Gedankenflüge
    Zum Buch Der Roman spielt im Sommer auf Malloca. Einem idyllischen Ferienparadies in einer Villa. Greta, ein deutsches Mädel schlägt sich so durch, sie hat ihre Lehre als Buchhändlerin abgebrochen und ging als Aupair nach Mallorca, um da auch wieder abzuhauen. Aber ohne Geld kommt sie nicht weit und schläft auf einer Terrasse eines unbewohnten Hauses, sie stielt sich manchmal ein paar Orangen und Brot zusammen um über die Runden zu kommen. Eines Tages, als sie am Strand sass und aufs Meer hinaus blickte konnte sie etwas beobachten, ein Streit auf einem Boot. Sie sieht wie ein junger Mann über Brot geht und auf das Ufer zu schwimmt. Sie nimmt ihn in empfang und so beginnt ein Albtraum seinen Anfang zu nehmen. Sie verbringen zusammen eine Nacht, jeder erzählt dem anderen seine Geschichte und denken sich nichts dabei, bis sie am nächsten Morgen von einem Mann ertappt werden. Aber zu ihrer Überraschung zeigt er die beiden weder wegen Hausfriedensbruch an noch schmeisst er sie raus, nein, er lädt die beiden zum Frühstück ein und macht den beiden ein interessantes Angebot, das die beiden zwar mit einem komischen Gefühl, aber dennoch dankend annehmen. Sie merken schnell das irgend etwas nicht wirklich stimmt, ihr Gefühl der Angst verdrängen sie erst bis es dann zu eskalieren droht und alles eine ganz andere Wendung nimmt als sie es sich erhofft haben. Meine Meinung Ich muss sagen, erst war ich etwas vorsichtig, ich sagte mir, ich hab das Buch ja bekommen, nichts bezahlt wenn es also nichts ist, nicht tragisch. Denn ich habe die zum Teil schlechten Kritiken gelesen die das Buch hat und muss sagen, ich kann diese nicht teilen. Das Buch ist wirklich super, es packt einen vom ersten Augenblick an, und man kanns kaum weg legen, ich hab es in 3 Tagen durch gelesen und dass ist eigentlich schon mal ein gutes Zeichen. Gut das Buch ist nicht dick, es hat 300 Seiten und ist relativ gross geschrieben. Aber dennoch... ich konnte es nicht mehr weglegen. Die Autorin ist ziemlich detailverliebt, kann man mal etwas stören aber nicht wirklich. Die Geschichte treibt einen in eine zwiespältige Haltung dem Mann gegenüber der die beiden Eigeladen hat, aber immer wieder schafft sie es zu überraschen, der Geschichte einen andere Richtung zu geben. 4 Personen, 1 Geheimnis, und 2 die diesem Geheimnis Schritt für Schritt auf die Spur kommen. Ich kann das Buch wirklich Empfehlen :) Es liest sich wirklich leicht. Die Autorin versteht es die Bilder der Geschichte im Kopf aufsteigen zu lassen, die Gefühle und die vermeintliche Bedrohung die über dem ganzen zu schweben liegt.
  21. Cover des Buches Paula kommt (ISBN: 9783833863974)
    Paula Lambert

    Paula kommt

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Adina13
    In "Paula kommt" beantwortet Paula Lambert alle möglichen Fragen rund um Sex, Liebe und alles was sonst noch so dazwischen liegt. Das tut sie in kleinen amüsanten Kapiteln die mal eine Seite mal drei Seiten dauern, so dass man immer wieder auch wenn es nur für eine Minute ist reinlesen kann. Wirklich viel "neues" hab ich jetzt nicht unbedingt gelernt, aber das macht ihr durchgehend sehr humorvoller Schreibstil schnell wieder gut. Es geht halt viel um Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz. Aber es ist ja auch nicht schlecht, sich das nochmal in Erinnerung zu rufen. Was mir ein wenig gefehlt hat war ein Inhaltsverzeichnis mit einer Übersicht über alle Fragen, dann hätte das Buch ein wenig mehr Ratgebercharakter bekommen. Aber nichtsdestotrotz war ich positiv überrascht und kann das Buch guten Gewissens vor allem jüngeren Lesern empfehlen.
  22. Cover des Buches Nacht (ISBN: 9783426283332)
    Elena Melodia

    Nacht

     (66)
    Aktuelle Rezension von: buecher_liebe21
    Das Buchcover sagt mir zu. Es ist einfach gehalten, aber geheimnisvoll gestaltet. Der Titel passt mit der Gestaltung des Covers überein, sagt aber nicht viel zum Inhalt des Buches aus.

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer, da ich nicht sofort erkannte, mit welcher Szene die Geschichte begann. Erst nach und nach verstand ich allmählich, worum es in der Geschichte gehen sollte.

    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und jugendlich, wobei mir die Art hierbei nicht immer zusagte. Trotzdem lässt sich die Geschichte durch den sehr flüssigen Schreibstil schnell lesen.

    Die Geschichte wird nach einiger Zeit interessant und immer mal wieder steigt etwas die Spannung an, bleibt jedoch nicht lange erhalten. Letztendlich kann ich nach Beenden des Buches nicht sagen, worum es eigentlich in der Geschichte ging bzw. was das Thema war. Besonders in der ersten Hälfte des Buches wurden mehrere Themen aufgegriffen, die in der zweiten Hälfte jedoch in den Hintergrund geraten sind. Im Gegensatz dafür kommt ein anderes Thema auf. Um was es in der Grundgeschichte jedoch geht, kann ich noch immer nicht sagen.
    Es kommen sehr viele Fragen beim Lesen des Buches auf, die nur zum Teil beantwortet werden. Die offenen Fragen, um die Geschichte überhaupt zu verstehen, bleiben jedoch unbeantwortet.

    Die Hauptprotagonistin war mir nicht immer sympathisch und ihr Verhalten konnte ich nicht immer nachvollziehen. Allgemein waren die Protagonisten in der Geschichte meiner Meinung nach nicht gut ausgearbeitet. Die Charakterzüge waren recht flach.

    Auch das Ende des Buches ist ein großes Fragezeichen. Es endet mit einem Cliffhanger, doch um ehrlich zu sein, interessiert es mich nicht, wie die Geschichte weitergeht, da ich den Inhalt der Geschichte sowieso nicht verstanden habe. Ich weiß nicht, ob es überhaupt eine Fortsetzung zu diesem Buch gibt. Falls es diese gibt, werde ich sie nicht lesen.

    Alles in allem hat mich das Buch/die Geschichte nicht überzeugt. Es gibt zu viele Unklarheiten und offene Fragen, die mich verwirrt zurücklassen und ich somit gar nicht sagen kann, worum es eigentlich in der Geschichte geht.
  23. Cover des Buches Haudegen (ISBN: 9783453603950)
    Hagen Stoll

    Haudegen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: DarkRaven1966

    Rezension zu „Zusammen sind wir weniger allein“

    von Haudegen



    Ihr Weg führte aus Ostberliner Plattenbauten an die Spitze der Albumcharts. Sie verbinden Rockmusik mit ebenso geradlinigen wie berührenden Texten. Sie tragen die Namen ihrer Fans als Tätowierung immer bei sich: Haudegen ist die deutschsprachige Rockband der Stunde. So packend Hagen Stoll und Sven Gillert Musik machen, so aufrichtig erzählen sie jetzt ihre eigene Geschichte – ein Buch über die Wucht des Lebens und die Kraft der Musik.



    Cover: total passend auf das Buch abgestimmt


    Sehnsüchtig erwartet, pünktlich bekommen. Endlich konnte ich auch dieses Buch lesen. Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin im Geschehen, in authentischen Erzählungen und Erlebnissen, die man einfach nur pur erzählen kann.

    Einfach, klar, direkt oder große Rumgeschnulze, ehrlich auch die Analyse, was für Musik sie nun machen wollten.

    Ich mag einfach die offene Konfrontation der beiden Sänger, auch wie sie zu ihrem Namen kamen, herrlich.

    In einem angenehmen flüssigen Schreibstil verfasst und lässt sich daher besonders gut lesen.

    Und sie haben wirklich viel erlebt, toll erzählt. Manchmal habe ich den Kopf geschüttelt oder aber herzhaft gelacht.

    Fest steht: Sie sind nicht nur die Möbelpacker, sondern liebenswerte Menschen, die zusammen tolle Musik machen, einen sehr großen Fankreis haben und ihren Namen leben: Haudegen eben.

    Ein Buch, nicht nur für Fans.


    Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!


    Fazit: Ein weiteres tolles Buch, was genau so war, wie

    ich es erwartet habe: ehrlich, pur, selbstkritisch,

    offen – zwei, die zusammenhalten wie Pech

    und Schwefel.


    Bekommt von mir 5 Sterne von 5 möglichen, eher

    würde ich noch mehr geben!

  24. Cover des Buches Nicht genug (ISBN: 9783844819892)
    Katrin Bischof

    Nicht genug

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Blumenlady
    Mich hat an dem Roman am meisten beeindruckt, wie es die Autorin schafft, alltägliche, einfache Szenen mit so viel Emotion aufzuladen. Man ist da mittendrin. Gesa, die Figur, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, durchlebt innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne so ziemlich das ganze Spektrum, von Euphorie bis abgrundtiefer Verzweiflung. Gesa wird nicht idealisiert dargestellt und ist nicht frei von weniger feinen menschlichen Regungen, aber sie versucht immer, fair zu sein, und sie bleibt auch dann, als der Spaß vorbei ist und es Erik schlecht geht. Sie ist die einzige, die auch seine Not aushalten könnte. Das macht sie mir sympathisch.

    Ihr gegenüber stehen die Erik umgebenden Figuren, die sich angesichts seines Gesundheitszustandes nach dem Motto verhalten „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Ihre Ängste zwingen den Kranken, „Theater zu spielen“, um sie zu schonen. Das ist natürlich der bequemere, "gängige" Weg. Aber auch der feige.

    Es wäre befreiend für Erik gewesen, wenn er hätte sprechen dürfen. Das empfindet der mit-leidende Leser sehr deutlich. Das Schweigen von Eriks Umfeld hat mich regelrecht gereizt gemacht. Macht doch die Augen auf, dachte ich an ein paar Stellen, und seht, was das anrichtet. Selbstbestimmtes Sterben sieht anders aus.

    Der Roman ist ein Plädoyer für mehr Offenheit im Umgang mit Kranken und Sterbenden. Man wird dazu angeregt, darüber nachzudenken, wie man selbst sich in dieser Situation verhalten würde. Die üblichen beschönigenden Floskeln dreschen ("Ach was, du stirbst doch nicht!") – oder den Mut finden, die Wahrheit zuzulassen.

    Die Sprache ist immer angemessen und unterstützt diese klare Botschaft durch ihre Anschaulichkeit und Ehrlichkeit.

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