Bücher mit dem Tag "olympische spiele"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "olympische spiele" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Als der Himmel uns gehörte (ISBN: 9783426516645)
    Charlotte Roth

    Als der Himmel uns gehörte

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Klappentext:

    London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht. 

    Zwischendurch habe ich immer mal wieder quer gelesen, da es an einigen Stellen recht langatmig zuging. Interessant zu lesen war, wie die Paralympics ins Leben gerufen wurden und bis heute noch ein Höhepunkt der Olympischen Spiele sind..

  2. Cover des Buches Die Wunderfrauen: Freiheit im Angebot (ISBN: 9783596705641)
    Stephanie Schuster

    Die Wunderfrauen: Freiheit im Angebot

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Lara6618

    Die Wunderfrauen von Stephanie Schuster ist ein spannender, faszinierender Roman über vier Frauen die im Jahre 1972 mit vielen Schicksalsschlägen zurechtkommen müssen. Ein Lebensmittelgeschäft das nicht mehr läuft, eine Ehe die ins Wanken gerät, der Verlust des Ehepartners, Krankheit und erschütternde Familiengeheimnisse prägen das Buch.  

    Der Roman ist der dritte Teil der Trilogie, und kann ohne die vorigen Bänder gelesen werden. Dabei ist die Geschichte schlüssig und detailliert geschrieben, ohne dass man Angst haben muss, etwas Wichtiges verpasst zu haben.

    In dem Roman stehen vor allem die Hürden eine Frau im Vordergrund. Besonders das Zusammenspiel zwischen Familie und Karriere wurden in den Vordergrund gestellt. Was mir am besten gefällt ist, dass das Buch das Hervortreten der Frauen aus dem Schatten des Mannes anspricht. Zu einer Zeit, wo eine Karriere für Frauen noch fast undenkbar war. Es zeigt die Hürden, die eine Frau bewältigen muss, die für Männer kaum sichtbar sind. Gleichzeitig spricht der Roman jedoch auch das Verhalten von Männern gegenüber Frauen an. Männer, die Frauen in der Ehe nicht respektvoll behandeln oder auch generell und denen, die keine Verantwortung übernehmen.

    Zudem gefällt mir an dem Buch sehr gut, dass die Historischen Begebenheiten dies Jahrhunderts mit einbezogen wurden. Ohne aufdringlich zu sein, kann man sich gut in das Jahrzehnt hineinversetzen und fühlt sich gleich wie eine von den vier Wunderfrauen.

    Das Buch ist für alle geeignet, die gerne Historische Romane mit starken Frauenrollen lesen. Dabei weist das Buch historische Ereignisse ein, ohne uninteressant zu werden. Wird spannend, ohne aufdringlich zu wirken. Ein gelungener Roman für mitreißende Abendstunden.

  3. Cover des Buches Hochsaison (ISBN: 9783596512423)
    Jörg Maurer

    Hochsaison

     (240)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    In Band 2 haben wir ein Ereignis, indem 2 Täter(gruppen) gefasst werde wollen und ein sportliches Event, welches im Mittelpunkt steht. Es sind teilweise sehr kuriose Ereignisse, die skuril und amüsant erzählt werden. Besonders witzig finde ich die Bäckerei die immer passende Brötchen zum Verbrechen parat hat zum Verkauf. Ich möchte nicht zuviel spoilern und neugierig auf Band 2 machen. Die Kleinbürgerlichkeit wird sehr gut dargestellt und die Maßnahmen mit denen sich auf die Suche nach der vergifteten Weißwurst begeben wird sind wieder sehr unkoventionell. Beeindruckend finde ich, wie der Autor eine Figur sterben lässt. Es passiert teilweise recht plötzlich und abrupt und doch elegant.

    Ich freue mich auf Teil 3 Niedertracht.

  4. Cover des Buches Lethal White: Cormoran Strike Book 4 (Cormoran Strike 4) (ISBN: 9780751572858)
    Robert Galbraith

    Lethal White: Cormoran Strike Book 4 (Cormoran Strike 4)

     (31)
    Aktuelle Rezension von: roxfour
    Im vierten Teil der Cormoran Strike-Reihe wird nun auch immer mehr das Privatleben von Robin Cunliffe und Cormoran Strike thematisiert.

    Cormoran Strike, ein kettenrauchender Privatdetektiv mit einigen Narben an seiner Seele, bedingt durch seine Kriegserlebnisse und sein turbulentes Privatleben, bekommt nun langsam seine Geldprobleme in den Griff. Robin Cunliffe, stellt noch am Hochzeitstag fest, dass ihr Ehemann Vertrauensbruch begangen hat und entscheidet sich nach viel Nachdenken für ihre Ehe. Diese Ehe leidet allerdings darunter, dass ihr Mann nicht nur ein Problem mit ihrem Job hat, sondern auch noch zusätzlich mit dem ein anderen.

    In die Detektei kommt eines Tages Billy, der über ein Begräbnis in seiner frühen Kindheit erzählt und davon nach wie vor verfolgt wird. Zusätzlich bekommen sie von einem Minister der Krone den Auftrag eine Erpressung zu untersuchen.

    Bei diesen beiden beruflichen Handlungssträngen gelingt der Autorin das Kunststück, sie gelungen so miteinander zu verbinden, dass ich immer wieder mitgerätselt habe. Gemein ist, wenn die beiden Protagonisten etwas mehr Informationen haben als der Leser :-) Zusätzlich spielt das Privatleben von Cormoran Strike und Robin Cunliffe eine größere Rolle ohne zu dominant zu werden. Der Schreibstil ist spannend und abwechslungsreich, die Story fand ich ebenfalls sehr gelungen.

    Ich hoffe, dass es noch einen weiteren Band dieser Reihe geben wird.

  5. Cover des Buches Der Chinese (ISBN: 9783552054363)
    Henning Mankell

    Der Chinese

     (329)
    Aktuelle Rezension von: fransen

    Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, dann beende ich es auch. Meinen Vorsatz hätte ich bei diesem Buch fast gebrochen.

    Das Buch ist unterteit in mehrere Teile.

    Zunächst wird ein unbeschreibliches Verbrechen in einem kleinen Dorf im Norden Schwedens entdeckt. Die ermittelnden Polizeibeamten waren mir dabei bereits recht unsympathisch und emotionslos mit belangenlosen Dialogen, gleichzeitig lernt man die Hauptprotagonistin Birgitta kennen, die überarbeitete Richterin ist und herausfindet, dass ihre Mutter das Adoptivkind einer der ermordeten Familien im Norden Schwedens war.

    Im zweiten Teil wird über drei Chinesische Brüder berichtet, die zur Zeit des Eisenbahnbaus in Amerika unter brutalen Umständen dorthin verschleppt werden. Man erfährt einiges über die Umstände und Verknüpfungen in die Gegenwart werden eingestreut. Diesen Teil fand ich lesenswert und durchaus interessant.

    Anschließend ist man wieder bei der Richterin, die nun selbst aktiv recherchiert. Immer wieder finden Exkursionen in ihre kommunistische Vergangenheit statt. Dann reist sie selbst nach Peking. Es findet eine Art Katz und Maus Spiel  mit den Nachkommen der im zweiten Teil vorgestellten Brüder statt. Insgesamt sollte man hier sehr an chinesischer Geschichte und aktuelleren politischen Geschehnissen interessiert sein, da es viele ausschweifende Exkurse gibt.

    Zum Ende wird nochmals ein kurzer Spannungsbogen aufgebaut, dann endet das Buch. Da nehme ich jetzt nichts vorweg, denn es gibt sicher jemanden, der es gerne ohne Spoiler lesen möchte.

    Für mich persönlich war es zu viel "Geschichtsstunde" und leider durch mir unsympathische Protagonisten und eine fehlende Spannung auch dadurch nicht aufzufangen.


  6. Cover des Buches Mord in Berlin: Olympia 1936 (ISBN: B08PP6QJV5)
    Adrian Adler

    Mord in Berlin: Olympia 1936

     (32)
    Aktuelle Rezension von: _Sophia_

    Bücher, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielen, interessieren mich immer sehr. So war ich sehr gespannt auf "Mord in Berlin - Olympia 1936". 

    Die Geschichte handelt, wie der Titel schon verrät, von einem Mord in Berlin im Jahr 1936. In dem Jahr finden auch die Olympischen Spiele in der Reichshauptstadt Berlin statt. Man kann nicht viel erzählen, ohne zu spoilern, aber ich kann verraten, dass dem Autoren eine furchtbar spannende Story gelungen ist. Wir lernen Richard Fuchs, seine Kinder Anny & Werner, die Haushälterin, das Dienstmädchen und viele andere Charaktere kennen. Richard Fuchs, Kriminalkommissar, ist die Hauptfigur. Ich fand es toll, dass aber trotzdem nicht nur aus seiner Sicht erzählt wurde, sondern dass man die Gedanken von vielen Figuren mitbekam, zumindest einen Teil davon. 

    Die Charaktere sind sehr interessant gestaltet. Richard ist ein guter Vater mit zwei großartigen Kindern. Da Werner zu Beginn des Buches seinen Dienst als Helfer im olympischen Dorf antritt, taucht er nicht ganz so häufig auf, aber mein Eindruck von ihm war trotzdem gut. Insgesamt sind viele Figuren trotz der schwierigen Zeit, in der sie leben, freundlich und man würde sich ihren Enthusiasmus heute im 21. Jahrhundert wünschen. Werners etwas ältere Schwester Anny, die gerade fertig mit der Schule wird, ist ebenfalls super. Oft ist mir aufgefallen, wie gelassen sie selbst in brenzligen Situationen bleibt und dass sie sich nichts gefallen lässt, auch nicht von Männern oder Nazis. Auch die Sportler Jesse Owens aus den USA und Luz Long aus Leipzig, die tatsächlich existierten, haben im Roman eine Rolle gespielt.

    Ein Grund, weshalb mir das Buch so gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass vieles in der Geschichte damals wirklich so war und dass der Autor die historischen Zusammenhänge gut recherchiert hat. Man taucht beim Lesen ein ins Jahr 1936, da alles gut beschrieben wird und es sich wie ein Film im Kopf abspielt. 

    Das liegt sicherlich auch an dem wunderbar flüssigen Schreibstil, der mir sehr viel Freude bereitet hat. Während man in anderen Büchern förmlich durch die Seiten stolpert, sind die Sätze hier in einer angenehmen Länge verfasst und klingen meines Erachtens sehr gut. Auch die verwendete Sprache war authentisch und gut zu lesen. 

    Fazit: Mir hat "Mord in Berlin - Olympia 1936" sehr viel Freude bereitet. Beim Lesen taucht man in die Geschichte ein. Der Schreibstil und die Sprache des Autors gefallen mir gut und ich kann das Buch nur weiterempfehlen, nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern für alle, die sich gern mit guten Büchern beschäftigen und eine Schwäche für Kriminalgeschichten haben. Ich vergebe die vollen 5 von 5 Sternen und bin gespannt auf weitere Bücher des Autors.

  7. Cover des Buches Der Junge mit dem Herz aus Holz (ISBN: 9783596810949)
    John Boyne

    Der Junge mit dem Herz aus Holz

     (174)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Der achtjährige Noah läuft aus Verzweiflung von zu Hause weg, weil ein bevorstehendes Ereignis ihm Angst und Kummer bereitet. Er macht sich auf den Weg und trifft bereits nach kurzer Zeit auf einen alten Spielzeugladen, mit dessen Besitzer, einem alten Mann, er sofort Freundschaft schliesst. Die beiden erzählen sich einen Tag lang gegenseitig Geschichten aus ihrem Leben, den eigenen Träumen, Hoffnungen und Erinnerungen.

    Ein schönes, märchenhaftes Buch, auf welches man sich als erwachsener Leser zuerst einlassen muss, dann aber eintauchen kann in eine kindliche, nicht unbeschwerte aber doch hoffnungsfrohe Welt, die einem die Augen und vor allem das Herz öffnet.

  8. Cover des Buches Berlin 1936 (ISBN: 9783328101963)
    Oliver Hilmes

    Berlin 1936

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    "Berlin 1936" ist ein unterhaltsames Kaleidoskop aus verschiedenen Schicksalen, die sich während der Olympiade jenes Jahres in Berlin abspielten. Jedem der 16 Olympiatage ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das stets mit dem Wetterbericht und einer Fotografie beginnt. Dies sind die einzigen Konstanten, ansonsten erwartet uns in jedem Kapitel eine unterhaltsame, stetig wechselnde Mischung.

    Der Text berichtet über eine Vielzahl von Menschen und dem, was sie an jenem Tag erlebten, verwebt dies mit Informationen über bekannte Berliner Hotels, Bars oder Restaurants und einem allgemeinen Stimmungsbild. Durchsetzt ist dieser Text von gelegentlichen Tagesmeldungen der Polizei, internen Anordnungen, Zitaten aus Zeitschriften- oder Zeitungsartikeln und anderem - diese originalen Wortlaute sind ausgesprochen erhellend. Ich fand die Mischung gut gelungen und unterhaltsam, weil auf diese Art so viele unterschiedliche Eindrücke aufeinandertrafen. Durch diese abwechslungsreiche Erzählweise und den eingängigen Schreibstil läßt sich das Buch gut lesen.

    Auch die Personen, von denen wir hier erfahren, sind gänzlich unterschiedlich. Es sind die ganz normalen Bürger der Stadt, ausländische Gäste, Sportler, Naziprominenz, Personen des Nachtlebens. Ich hätte mich gefreut, wenn der Fokus etwas mehr auf den ganz normalen Menschen gelegen hätte, aber das ist wahrscheinlich auch eine Frage der vorhandenen Quellen. Ein wenig gestört hat mich allerdings, daß dem Schriftsteller Thomas Wolfe so unverhältnismäßig viel Platz gewidmet wurde. Sicher ist seine innere Reise vom unkritischen Touristen zu jemandem, der die Monstrosität der braunen Diktatur allmählich begreift, interessant. Aber es ist bei weitem nicht die interessanteste Geschichte in diesem Buch und sie wird zudem mit unnötiger Detailfreude und viel Nebensächlichem erzählt. Auch die Abstecher nach Spanien, wo die Nazis sich auf ihren brutalen Eingriff den dortigen Konflikt vorbereiten, hielten sich mit nebensächlichen Details auf und waren für ein sich auf Berlin konzentrierendes Buch unnötig. Die zahlreichen Empfänge und Feiern der Naziprominenz glichen sich ein wenig zu sehr, um so ausführlich beschrieben zu werden. So gab es also einige Abschnitte, die mich weniger fesselten, dafür aber sehr viele, die ich ausgesprochen interessant und unterhaltsam fand.

    Oliver Hilmes gelingt eine gute Balance zwischen unterhaltsamen Betrachtungen, amüsanten Anekdoten und der dunklen Seite des Regimes. Auch die damaligen Aussagen über Geschehen und Leute sind aufschlußreich. So schüttelt es einen, wenn der massenmordende Diktator mehrfach als gütig aussehend beschrieben wird oder wenn Amerikaner, die vor der Olympiade untersuchen sollen, ob deutsche jüdische Athleten von der Olympiateilnahme ausgeschlossen werden, sich selbst als Antisemiten - und "nebenbei" noch Rassisten - erweisen und ihren Auftrag halbherzig bzw. gar nicht ausführen. Dann liest man das Lob der Berliner Zeitungen, die die olympischen Spiele als "die schönsten Spiele aller Zeiten" bejubeln und hat das Gefühl, gerade einen Tweet Trumps gelesen zu haben...

    Man lernt in diesem unterhaltsamen Buch richtig viel über Berlin, über die so unterschiedlichen Menschen und Schicksale und auch über die Sorgfalt, mit der die menschenverachtende Diktatur sich von einer bewußt harmlosen Seite zeigte, um erfolgreiche Augenwischerei zu betreiben. Im Anhang wird über das weitere Schicksal der erwähnten Menschen berichtet, auch dies war ausgesprochen lesenswert. Jesse Owens, der vom amerikanischen Präsidenten für seine fulminanten Olympiaerfolge nicht mal ein lobendes Wort erhielt und aufgrund seiner Hautfarbe zu seinem eigenen Festbankett mit dem Lastenaufzug fahren mußte, berührt hier sehr. Thomas Wolfe nimmt leider auch in dieser Aufzählung viel mehr Raum ein als andere mit beeindruckenderen oder interessanteren Lebenswegen - dieses Ungleichgewicht ist doch ein Wermutstropfen.

    Insgesamt ist "Berlin 1936" ein absolut lesenswertes, originelles Buch, das die Balance aus Unterhaltung und Wissensvermittlung ausgezeichnet meistert und uns zudem zeigt, was Verharmlosung und Propaganda anrichten können.

  9. Cover des Buches Die Frau, die allen davon rannte (ISBN: 9783442749874)
    Carrie Snyder

    Die Frau, die allen davon rannte

     (75)
    Aktuelle Rezension von: dragis_lieblingsbuecher

    Kann man vor seinen Problemen weglaufen? Kann man die Vergangenheit wirklich hinter sich lassen?
    Wenn es nach Aggie geht, ganz sicher. Da sie Anfang des 20. Jahrhunderts als jüngstes Kind einer Großfamilie geboren wurde, musste sie sich bereits in jungen Jahren durch das Leben kämpfen. Sie hütete Geheimnisse, trotzte den Konventionen ihrer Zeit und erreichte Außergewöhnliches.
    Die einst lebensfrohe Aggie ist einer alten, vergesslichen Frau gewichen, die sich nur noch bruchstückhaft an ihr altes Leben erinnert oder erinnern möchte. Erst als sie von zwei jungen Personen im Altersheim abgeholt wird, wird sie nicht nur mit der Vergangenheit konfrontiert, sondern muss sich neuen Fragen stellen, die ihr Leben noch einmal Revue passieren lassen.
    Carrie Snyder erzählt in Rückblenden die Geschichte von Aganetha Smart, einer fiktiven Olympialäuferin und lässt diese in der Gegenwart noch einmal aufleben. Flüssig, klar und emotional.
    Allein der Titel springt einem direkt ins Auge und verspricht Großes. Daher habe auch ich mir viel erhofft. Ich muss aber sagen, dass das Buch dem Titel nicht gerecht wird. Ich finde die Geschichte teilweise echt langatmig und an einigen Stellen weit hergeholt. Nichtsdestotrotz mag ich die Perspektive aus der Sicht der ernsten, älteren Allie und die Rückblenden aus Sicht der jungen Allie. Gerade dies lässt den Roman nicht langweilig werden. Hinzu kommt eine unerwartete Wendung der Ereignisse, die am Ende Geheimnisse offenbart und die Spannung aufrecht erhält.
    Ich kann den Roman trotz allem als leichte Lektüre für zwischendurch empfehlen.

  10. Cover des Buches Die Adlon Verschwörung (ISBN: 9783499253782)
    Philip Kerr

    Die Adlon Verschwörung

     (17)
    Aktuelle Rezension von: FrankDomnick
    Ich war gespannt auf eine Zeitbeschreibung (Drittes Reich), die mir in Romanform so noch nicht bekannt war. Bernie Gunther lebt und arbeitet, nachdem er aus dem Polizeidezernat Alexanderplatz 1934 entlassen wurde, als Hoteldetektiv im Adlon. Das dekadente Leben der Gäste dort wird stimmungsvoll wiedergegeben. Die Geschichte entwickelt durch die kriminellen Machenschaften eines amerikanischen Gastes - Max Reles - einen Sog, der spannend ist und zum Weiterlesen drängt. Die Korruption im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen - Mord und Totschlag inbegriffen - lässt mich als Leser dranbleiben. Der Charakter Bernie Gunther ist vielschichtig und interessant, macht die Spannung aus, er ist zynisch, mutig und doch in gewisser Weise ein totaler Außenseiter, der der Ideologie der Nazis nicht folgen will und nichts mit ihnen zu tun haben möchte und deshalb sehr systhemkritisch daherkommt. Also muss er sich durch seine Ermittlungen wurschteln, die im Adlon beginnen, und ihn später zu den noch wenigen wohlgesinnten Kollegen der Polizei führen. Doch ständig muss er auf der Hut vor den Schergen der SS und Gestapo sein, die ihm misstrauen. Bis dahin also ein vielversprechender Krimi. Als dann plötzlich ein zweiter Teil kam, der in den Fünfzigern in Kuba spielt, war ich wie abgeschnitten, auch wenn die Personen weitergeführt werden. Die erste Teil war zwar noch nicht abgeschlossen und doch kam ich nicht mehr rein und sah es eher als Anhängsel einer unfertigen Geschichte aus der Nazizeit. Das hat meine Bewertung nach unten gezogen. Insgesamt sollte man als Leser Phillip Kerr mit einem seiner anderen Bücher aber noch eine Chance geben.
  11. Cover des Buches Der Traum von Olympia (ISBN: 9783551736390)
    Reinhard Kleist

    Der Traum von Olympia

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Es sind Zahlen. Sehr abstrakte Zahlen, wenn über Flüchtlinge berichtet wird, die den Weg über das Mittelmeer nicht geschafft haben. Zahlen berühren uns nicht. Mit ihnen verbindet sich nichts. Man nimmt sie zur Kenntnis, hat vielleicht ein Bedauern im Herzen, aber dann sind sie auch schon wieder vergessen. Es ist ähnlich mit der Corona-Krise, in der die täglichen Zahlen der am Virus Verstorbenen gleichsam abstrakt sind.

    Ein Schicksal

    Wie sehr ändert sich das Bild, wenn ein Schicksal herausgepickt und einer Zahl ein Gesicht verliehen wird. Plötzlich wird einem bewusst, dass sich hinter jeder Zahl ein tragischer Verlust verbirgt. So erging es Reinhard Kleist mit Samia Yusuf Omar, der das bekannte Gesicht verwendet bzw. verwenden durfte, um auf die Zustände der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Dafür erzählt er einfach nur ihre Geschichte, beginnend mit ihrer Teilnahme an den olympischen Spielen in Peking und endend mit ihrer Flucht in Richtung Europa.

    In seinem Vorwort erzählt der Autor und Zeichner ein wenig zur Entstehungsgeschichte dieser Graphic Novel und ich als Leser erhalte einen ersten Vorgeschmack auf das, was kommt. Denn das wesentliche Merkmal dieses Buch liegt darin, dass ich weiß, wie es endet und auch eine grobe Idee davon habe, was Menschen antreibt, ihr Land zu verlassen. Es gibt keine spannenden Wendungen in der Erzählung und auch keinen Cliffhanger am Ende des Buchs. Dennoch berührt das Buch, denn Kleist erzählt einfach nur ihre Geschichte.

    Wie eine junge Sportlerin von ihrem direkten Umfeld bewundert und angespornt wird, sie aber sehr viele Steine in den Weg geworfen bekommt. Wie sie davon träumt, auch bei den nächsten olympischen Spielen teilzunehmen und alles daran setzt, dieses Ziel zu erreichen. Objektiv wird kaum einer bei einer solchen Erzählung bleiben können, aber Kleist erzählt ihre Geschichte erstaunlich wertfrei. Natürlich berührt das Schicksal, wie sie durch dick und dünn gehen musste, nur um am Ende ihr Leben im Mittelmeer zu verlieren.

    Gezeichnet ist das Buch durchgehend in Schwarz-Weiß, was ich persönlich für sehr passend empfunden habe. Zudem sind die Zeichnungen nicht skizzenhaft, sondern präsentieren sich mit sicherem Strich. Andere Graphic Novels des Künstlers sehen zuweilen arg anders aus. Mir persönlich gefällt der vorliegende Stil deutlich besser.

    Fazit

    Wie sinnlos sind diese Tode. Die Botschaft, die Reinhardt Kleist mit dieser Graphic Novel sendet, ist klar. Die Geschichte von Samia Yusuf Omar führt auch sieben Jahre nach Veröffentlichung des Buchs vor Augen, wie wenig sich an der Politik geändert hat, um solche Schicksalsschläge zu verhindern. Ich kann diese Graphic Novel in jeglicher Hinsicht wärmstens empfehlen.

  12. Cover des Buches Abgelaufen! (ISBN: 9783736834880)
    Katja Montejano

    Abgelaufen!

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lenny
    Valerio will an einem Marathon in London teilnehmen und dasgroße Geld abräumen. Allerdings wird er schon vorab mit Geld geködert und läuft so in eine Falle!

    Gute Story, doch der Kniff hat mir hier gefehlt!
  13. Cover des Buches Ich bring mich um die Ecke (ISBN: 9783462040173)
    Erlend Loe

    Ich bring mich um die Ecke

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Gackelchen
    Wir stürzen ab. Ich liebe dich. Tu, was du willst. Papa Worum es geht: Julie's Familie stirbt bei einem Flugzeugcrash in Afrika und hinterlässt ihr eine Villa und ein Paar Millionen auf dem Konto. Ausserdem einen polnischen Fliesenleger und eine nervige Familie die sie nun unentwegt bemitleidet. Der Lebenswille ist mit den Eltern und ihrem Bruder gestorben. Doch Julie will nicht einfach irgendwie sterben, nein es soll schon originell sein! Der erste Versuch, sich erhängen während einer Schulaufführung wird unfreiwilig zur Lachnummer und auch die Vogelgrippe aufgreifen ist nicht so einfach wie gedacht. Aus Angst ihr Psychiater könnte sie wegsperren lassen, schnappt sich Julie ihren Pass und beginnt rumzureisen und einen Weg zu finden sich umzubringen. Meine Meinung: Ein weiteres Buch von meiner "Entdecke der verborgenen Schätze" Subabbauliste. Wieder ein Buch dass man locker an einem Tag gelesen hat. Es sprüht nur so vor Situationskomik, schwarzem Humor und Trauer. Eine schöne Mischung. Erlend Loe lässt Julie auf eine wundervolle Art trauern die ich hervorragend nachvollziehen konnte. Sie ist egoistisch und anstrengend und einfordernd, aber alles so liebenswert und deprimierend erklärt dass man Verständnis für alles hat und ihr wünscht, dass sie doch noch die Vogelgrippe aufgreift. "Mein einziger Vorsatz fürs neue Jahr ist, dass ich versuchen will zu sterben. Ich weiss nur noch nicht, wie ich es anstellen soll. Die üblichen Methoden wirken so vulgär. Am liebsten würde ich auch mit dem Flugzeug abstürzen. Aber Flugzeugabstürze sind zu selten. Es sei denn natürlich, man fiegt erst nach Afrika." Positiv: - Sehr ehrlich. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen mit so einem Verlust genau so empfinden wie Julie - Herrliche Figuren Negativ: - Warum musste Julie reich sein? Konnte es kein Buch über ein Mittelschicht Mädchen sein? Ja sie hätte nicht ein Jahr lang non-stop reisen können... Aber pfff... hat mich doch gestört. - Das Ende. Warum so ein Ende? Für mich endet das Buch bei "Ende Juli". So! Das ganze letzte halbe Jahr hätte der Autor sich sparen können.
  14. Cover des Buches Pilawas Allgemeinwissen - Das Quiz (ISBN: 9783570137642)
    Jörg Pilawa

    Pilawas Allgemeinwissen - Das Quiz

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein nett geschriebenes Jugendbuch, über alles was man so wissen sollte. Aufgebaut wie ein kleines Lexikon mit 10 Kategorien, vermittelt es Kindern mit Freude und Spaß Allgemeinwissen. Zwischendrin sind immer kleine Fragen eingebaut, die man durch das Lesen des Textes leicht beantworten kann. Für wissensdurstige Große und Kleine Leute ein schönes Buch.
  15. Cover des Buches Olympisches Feuer (ISBN: 9783548284231)
    Liza Marklund

    Olympisches Feuer

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

    Verlag: Hoffmann und Campe (1. Februar 2000)

    ISBN-13: 978-3455047752

    Originaltitel: Sprängaren

    Übersetzung: Dagmar Mißfeldt


    Schwedischer Kriminalroman mit Betonung auf „Roman“


    Inhalt:

    Seit zwei Monaten ist Annika Bengtzon Chefin der Kriminalredaktion der „Abendpresse“. Nicht alle Kollegen sind damit glücklich, und manch einer macht ihr das Leben zur Hölle. Doch Annika hat sich mal wieder an einem spektakulären Fall festgebissen. Ein Bombenattentat in der Olympia-Arena kurz vor Beginn der Spiele. Und es bleibt nicht bei der einen Bombe und dem einen Todesopfer. Am Ende ist auch Annika selbst in Todesgefahr …


    Meine Meinung:

    Das Privat- und Berufsleben der jungen Journalistin Annika Bengtzon spielt in diesem Kriminalroman eine bedeutende Rolle. Ich will nicht sagen, dass der Kriminalfall nur im Hintergrund abläuft, denn das tut er nicht. Annika trägt durch ihre Interviews von in die Fälle verwickelten Menschen auch ein Stück weit zur Lösung bei. Ob nun die Polizei Ermittlungen anstellt oder eine Journalistin recherchiert, ändert nichts daran, dass die Leserschaft hier wunderbar mitfiebern und miträtseln kann. 


    Ich fand die Handlung zum einen interessant, zum anderen aber auch größtenteils recht spannend. Gerade die Arbeit bei einer Zeitung wird hier ziemlich realistisch geschildert. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.


    Die Reihe:

    1. Studio 6

    2. Paradies

    3. Prime Time

    4. Olympisches Feuer

    5. Der rote Wolf

    6. Nobels Testament

    7. Lebenslänglich

    8. Kalter Süden

    9. Weißer Tod

    10. Jagd

    11. Verletzlich


    ★★★★☆


  16. Cover des Buches Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser (ISBN: 9783832196530)
    Ernst H. Gombrich

    Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Ein wirklich schneller Durchgang durch die Weltgeschichte. Gombrich trifft dabei den Ton "Kinder, ich erzähl euch was!" und wählt aus der Masse des Stoffes nicht nur die Haupt- und Staatsaktionen aus, sondern berichtet gern über Philosophen und Religionsstifter.

    Dabei bemüht sich Gombrich auch um eine faire Beurteilungen, was im meist gut, aber in der Zeitgeschichte eher weniger gelingt.



  17. Cover des Buches Dr. Siri und die Spiele der Rattenfänger (ISBN: 9783442488704)
    Colin Cotterill

    Dr. Siri und die Spiele der Rattenfänger

     (8)
    Aktuelle Rezension von: TochterAlice

    Moskau 1980: aufgrund des Boykotts vieler westlicher Staaten werden die sozialistischen Bruderstaaten, darunter natürlich auch Laos, ganz besonders gepempert.

    Siri wird die Ehre zuteil, medizinischer Berater der laotischen Mannschaft zu werden´ Natürlich mit allem Zipp und Zapp, wie es sich gehört. Und das will er genießen, hat er doch zusammen mit seiner Gattin Madame Daeng die Trickkiste ausgepackt, damit dies gelingt.

    Obwohl eigentlich nur koschere und zigmal überprüfte "Sportler" mitfahren dürfen, kommt schon bald der Verdacht auf, dass ein Mitglied der laotischen Delegation nicht derjenige ist, für den er sich ausgibt...

    Wenn man - wie ich - diese Spiele kritisch aus der Ferne beobachtet hat, ist dies ein köstlicher Spaß, bei dem mir nur manchmal die ständige Tollpatschigkeit des laotischen Teams auf die Nerven ging. Ansonsten ist Dr. Siri erfrischend schräg und unterhaltsam wie eh und je!

  18. Cover des Buches Alles ganz simpel (ISBN: 9783842380462)
    Mark Scheppert

    Alles ganz simpel

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sarahsbuecherwelt
    Mark Scheppert ist ein Autor, der mir durch sein Werk „Mauergewinner“, bekannt ist. Dort störte mich der oberflächliche Stil doch recht arg, sodass meine Befürchtungen groß waren, dass dies auch hier der Fall ist. In seinem neuen Werk geht es um ein weiteres Stück deutscher Geschichte. Nach dem Tod seines Vaters kommt er mit seinem Großvater ins Gespräch und erfährt nach und nach seine Geschichte. Diese Erlebnisse über die Kindheit nach dem ersten Weltkrieg und während der Weimarer Republik, die Anfänge des zweiten Weltkrieges bis zum Mauerfall werden in Form eines Interviews für die Nachwelt festgehalten. Der Einstieg beginnt mit einem kleinen Vorwort, wie die Idee zu diesem Buch kam, und dann geht es auch schon mit der Geburt seines Großvaters los. Mark Scheppert lässt seinen Großvater reden und wirft immer wieder Fragen, die in kursiver Schrift, für eine Abhebung zum restlichen Text sorgen, ein, um seinen Großvater in eine bestimmte Richtung zu lenken oder auf die eigentliche Erzählung zurückzuführen. Kleinere Abschweifungen lassen sich bei diesem Aufbau jedoch nicht vermeiden. Als Kind eines Zeitzeugens, meine Mutter wurde 1938 geboren, bin ich mit der damaligen Geschichte mehr als vertraut. Um ihre Generation besser verstehen zu können, habe ich solche Werke stets geliebt. Auch die Geschichte von Horst Schubert hat mich stark berührt. Ihm gelingt es mit wenigen Worten und kleinen Anekdoten sein Leben, aber auch die Zeit während des zweiten Weltkrieges gekonnt einzufangen. Manche Beschreibungen hätte ich mir ausführlicher gewünscht, aber schließlich ging es nicht nur um diese Zeit, sondern um sein gesamtes Leben, und da kann ein Autor sich nicht in einer Zeit festbeißen. Oft wundert man sich über dieses Glück, welches Horst Schubert immer wieder wiederfährt, aber er vergisst nicht die anderen traurigen Schicksale oder Glücksfälle, die ihm auf seinem Weg begegnet sind. Emotional fesselt er mit seiner Geschichte. Man hat das Gefühl stets vor Ort zu sein, als hätte man selbst diese Szenen erlebt. Mal traurig, mal ängstigend und dann wieder humorvoll und einfühlsam. All dies fängt Mark Scheppert während seines Interviews ein. Ob es an der guten Erzählweise oder am eigenen Stil liegt, kann ich in diesem Fall nicht beurteilen. Es macht jedenfalls Spaß dieses Leben zu verfolgen, sodass man gerne auf das Angebot des Autors, seine eigene Geschichte zu veröffentlichen, gerne zurückkommen würde. Mark Scheppert ist es in meinen Augen gut gelungen dieses Leben für die Nachwelt festzuhalten. Egal ob, man sich für den zweiten Weltkrieg, die Entwicklungen danach oder für die Perspektive der „Ossis“ interessiert. Während seine Erzählungen über den Osten in der „Mauergwinner“ oft blass waren, merkt man, dass er sich die Kritik von damals zu Herzen genommen hat, und mit viel Lebendigkeit und Farben authentisch alles zu schildern vermag. Selbst die interessante Karriere in Zeiten des geteilten Deutschlands sind dieses Mal erstklassig. Allerdings wirft dieser Roman eine Frage auf, die sich andere Enkel sicherlich auch stellen werden. Warum hat er sich nicht mit der Geschichte seines Großvaters nicht schon früher auseinandergesetzt. Obwohl meine Großmutter mich nur in den Ferien gesehen hat, habe ich viel über sie erfahren und gefragt. Teilweise habe ich auch vieles über meine Mutter erfahren, aber trotzdem weiß ich genug über das Leben meiner Oma, die 1917 geboren wurde. Da stellt sich die Frage nach Egoismus, Streit oder sonstigen Gründen. Trotzdem finde ich es unendlich schön, dass am Ende trotzdem dieses Leben geehrt wird. Was mir jedoch in diesem Buch fehlt, sind Belege dieser Zeit, wie zum Beispiel Fotos. In eine gute Biographie gehören solche Fotos. Einfach um Horst, seine Familie und gewisse Etappen noch besser vor meinem inneren Auge sehen zu können. Nichtsdestotrotz ist es ein schönes Erlebnis, dass die wesentlichen Punkte festhält. Jedoch hätte Mark Scheppert bei einigen Erzählungen mehr nachfragen müssen, denn für mich sind einige Punkte ungeklärt. Wie zum Beispiel warum sich sein Großvater für die Ami-Seite entschieden hat, und doch im Ost-Sektor gelandet ist. Dies ist nur einer der Punkte, die nicht genügend erklärt oder hinterfragt wurden. Bei einer Biographie, die nur 140 Seiten lang ist, ist es jedoch verständlich, dass manche Dinge nicht 100% geklärt werden. Aus diesem Grund kann ich es trotzdem empfehlen.
  19. Cover des Buches Neue Briefe von Felix (ISBN: 9783815712009)
    Annette Langen

    Neue Briefe von Felix

     (19)
    Aktuelle Rezension von: diebuchrezension
    Ich kannte diese Bücher noch aus meiner eigenen Kindheit. Schon damals habe ich sie geliebt. Und nun lese ich meinem eigenen Kind die Bücher vor. Die Zeichnungen darin sind einfach wunderschön. Auch die geschriebenen, krakeligen Briefe von Felix an Sophie sind absolut perfekt. 

    Wer kennt das Problem nicht? Das Kuscheltier ist weg. Oftmals findet es sich ja wieder, aber was ist, wenn nicht? Auch Felix geht oft verloren. Doch wie schon in seinem ersten großen Abendteuer finden seine Briefe immer den Weg zu Sophie. Dieses Mal ist er in der Vergangenheit gelandet und erzählt in seinen Briefen über viele interessante Dinge. Er reist einmal um den Globus und hat viele wunderschöne Anstöße für Kinderfragen im Gepäck. 

    Ich hätte mir als Erwachsene natürlich noch mehr Informationen zu den historischen Gegebenheiten gewünscht, muss aber ehrlich sagen, dass diese Bücher eben für Kinder sind. Deswegen ist die kleine Auswahl an geschichtlichem Input gut gelungen und sprachlich an die kindliche Denkweise angepasst. So bleibt es jedem Kind und natürlich auch seinen Eltern immer selbst überlassen, wie viel und wie tief man mit seinen Kindern nach diesem Buch oder während des Lesens in die Materie einsteigt. Neben den Briefen gibt es noch eine Weltkarte, die zeigt, wo sie die Orte, die Felix in seinen briefen beschrieben hat, befinden. 

    Es ist wirklich spannend, wenn wieder ein neuer Brief auftaucht und dieser aus seinem Umschlag gezogen werden muss. Für Kinder, gerade auch kleinere Schulkinder finden sich selber in den Briefen wieder. Sie sind etwas krakelig und natürlich auch ein wenig angemalt. Manchmal findet man auch Fehler, die verbessert wurden. 

    Zusammenfassend ist es immer wieder eine große Freude diese Bücher zu lesen. Ich werde auch die anderen Bücher ganz sicher mit meinem Kind lesen. Ich liebe diese Bücher und kann sie nur jedem empfehlen - egal ob Kind oder Erwachsener. 

    https://diebuchrezension.de/#/books/book/161
  20. Cover des Buches Die Olympischen Spiele, Los Angeles, Sarajewo 1984 (ISBN: B002HXYONW)
  21. Cover des Buches Die fünf Farben des Todes (ISBN: 9783688112944)
    Simon de Waal

    Die fünf Farben des Todes

     (6)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Ein wunderbar spannender Amsterdam-Krimi.

    im Jahr 1928 tritt ein Erpresser an die Öffentlichkeit. Die Olympischen Spiele sollen abgesagt werden. Da sich der Rat in "Ratlosigkeit" bedindet, beschließen diese, den klugen Ermittler Van Ledden mit der Lösung des Problemes zu beauftragen.

    Van Ledden findet natürlich auch sogleich einen entscheidenden Hinweis, aber die Identität des Killers und Erpressers gilt es jetzt herauszufinden.

    Wunderbar, wann gibt es die Fortsetzung?
  22. Cover des Buches Mit Träumen im Herzen (ISBN: 9783328100591)
    Giuseppe Catozzella

    Mit Träumen im Herzen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Bewertet mit 5 Sternen

    Ein wichtiges, erschütterndes und leider immer noch aktuelles Buch. 

    Es handelt von der Somalierin, die beim Laufen bei der Olympiade in Peking 2008 als letzte ins Ziel kam und die alles versuchte, um bei den Olympischen Spielen in London 4 Jahre später zu gewinnen. Aber in ihrer Heimat muß sie nun Burka tragen und kann nur heimlich trainieren.und um nach London zu reisen, fehlt das Geld und die Papiere. Als der Druck zu groß ist, hält sie es nicht mehr aus und flieht. Die Flucht ist die Hölle, eingepfercht mit den anderen Flüchtlingen, hungernd, durstend tagelang im LKW, unfähig, sich zu bewegen, den Exkrementen und dem Erbrochenen der anderen ausgesetzt und immer wieder von den Schleppern um ihr Geld betrogen, hat sie langsam das Gefühl, sich selbst zu verlieren. Am schlimmsten ist die wochenlange Fahrt durch die Wüste. Wer vom Wagen fällt wird liegen gelassen, die Schlepper halten nicht an. 2 Jahre Tortur dauert es, bis sie an der Küste ankommt und es schließlich auf ein Schiff schafft. Vor Lampedusa ertrinkt sie. 

    Diese biographische Geschichte wird aus Samias Sicht erzählt, denn der Autor hat mit ihrer Schwester und einer Frau gesprochen, mit der Samia sich auf der Flucht angefreundet hat. Wir erfahren von ihrer Kindheit, die vom Krieg überschattet ist und von ihrer Leidenschaft, dem Laufen und wie es immer schwerer wird, zu trainieren, sodass sie immer damit rechnen muß, erschossen zu werden. Die Sprache ist schlicht und passt genau zur Geschichte. Es wird einfach erzählt, ohne zu dramatisieren oder zu beschönigen.  Und obwohl ich ja wußte, wie es endet, habe ich Rotz und Wasser geheult. Und zu wissen, dies ist nur ein Mensch von Tausenden, die im Mittelmeer auf der Flucht ertrunken sind und jeder hat seine Geschichte, sein Leben, seine Leidenschaften und seine Hoffnungen und Träume, macht es noch schwerer zu begreifen, wieso soetwas heutzutage vor unserer Nase passiert, passieren kann und wie wir soetwas zulassen. 

    Wir sollten uns auch immer wieder bewußt machen, was die Menschen, die es dann bis zu uns geschafft haben für eine Hölle durchlebt haben. Nicht nur die Fluchtursache ist traumatisch, sondern die Flucht auch. Ich dachte immer, die Horrorfahrt über das Mittelmeer sei das Schlimmste daran, aber was für eine Tortur es bis dahin ist, hat mir erst dieses Buch bewußt gemacht.

    Dieses erschütternde Schicksal sollte viel bekannter werden und ich bin froh, dass ihre Geschichte erzählt wird. Vor allem, um zu verdeutlichen, dass selbst Olympiateilnehmer gezwungen sind, diesen Weg zu gehen, wenn sie nach Europa wollen. Niemand sollte so leiden und sterben müssen, nur weil er seinen Traum verwirklichen will.

    Ich würde dieses Buch als Schullektüre und auch sonst jedem empfehlen. 

  23. Cover des Buches Ein Tag in meinem Leben (ISBN: 9783200012264)
    Felix Gottwald

    Ein Tag in meinem Leben

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ElisabethB
    Letzten Donnerstag durfte ich in Fürstenfeld einem höchst interessanten Vortrag von Felix Gottwald beiwohnen und kaufte natürlich auch sein aktuelles Buch, das ich am nächsten Tag sofort in Angriff nahm. Meinem Gefühl nach kann alles, was er schreibt, in jedem anderen Leben angewendet werden. Man muss also kein "Extremsportler" sein, um einige Weisheiten heraus fischen zu können. Absolut empfehlenswert!
  24. Cover des Buches Sport 88. Ein Jahrbuch des DDR-Sports. (ISBN: B002I65428)

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks