Bücher mit dem Tag "oma"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "oma" gekennzeichnet haben.

439 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nachtwandler (ISBN: 9783426503744)
    Sebastian Fitzek

    Der Nachtwandler

     (2.199)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen:                            

    In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung.

    Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn - und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit!


    Das Buch hat mir grundsätzlich und von der Idee her, sehr gut gefallen. Dieses Mal hatte ich das Gefühl, dass das Verschwinden von Leons Frau sowie die Geschehnisse im Haus auch recht gut in eine abgeschwächte Horrorgeschichte gepasst hätten. Gerade die Idee mit der bewegungsaktiven Kamera ist ja oft ein Klassiker bei Horrofilmen. 

    Die Geschehnisse an sich sind oft sehr verwirrend und etwas durcheinander geschildert, was mich zeitweise etwas ratlos zurück gelassen hat. Klar habe ich auch schon Bücher gelesen, bei denen es beabsichtigt war, den Leser eben genau so zurück zulassen, aber bei diesem Buch hat es sich dann schon etwas gehäuft. Nichts desto trotz war die Geschichte spannend und mitreißend.

    Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Leon erzählt, sodass man selbst nicht viele lose Stränge hat, die man diversen Personen zuordnen muss. 

    Die Schreibweise von Sebastian Fitzek hat mich, wieder ein mal, gefesselt und dazu getrieben, das Buch innerhalb weniger Tage zu verschlingen.

    Die Charaktere waren dieses mal etwas undurchsichtig und ich wurde nicht 100%ig mit ihnen warm. 

    Allerdings kann ich mit Stolz behaupten, dass ich dieses Mal, was die Lösung des Buches angeht, nicht im Dunkeln getappt bin, sondern zumindest eine Ahnung hatte, wie das Buch ausgeht.

    Schlussendlich empfehle ich das Buch all den jenigen, die sich für Schlafwandelgeschichten interessieren und auch ein paar kleinen Horror-Vibes nicht abgeneigt sind. Es lohnt sich, durchzuhalten und dem teilweisen Durcheinander nicht nachzugeben.

  2. Cover des Buches Der Sommer der Blaubeeren (ISBN: 9783442382170)
    Mary Simses

    Der Sommer der Blaubeeren

     (640)
    Aktuelle Rezension von: Nette

    Die Autorin schafft einen tollen Einstieg in das Buch. Durch den lockeren Schreibstil ist man sofort in der Geschichte, die zunächst unscheinbar beginnt. Als Leser begleiten wir Ellen auf den Spuren der Vergangenheit. Zunächst wusste ich noch nicht, was ich von der Protagonistin halten soll, aber immer mehr ist sie mir mit ihrer Art ans Herz gewachsen und hat sich weiterentwickelt. In jedem Kaptitel des Buches findet eine Handlung statt, sodass sogar etwas Spannung aufkommt. Eine tolle Kombination aus Geheimnissen, Liebe und Familie.


    Mich konnte die Autorin mit dem Buch abholen. Eine tolle, leichte Geschichte für zwischendurch.

  3. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426510575)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.039)
    Aktuelle Rezension von: the_beautyandthebook

    Das Cover des Buches ist super spannend und düster gehalten. Innerhalb des Buches befinden sich immer mal wieder Bilder, die in einem alten Stil gehalten wurden, was noch mehr einem Gänsehaut beschert, aber auch einen verstehen lässt, wie man sich die Protagonisten in der Geschichte vorstellen könnte.

    Ich kommt mich sehr schnell die in die Geschichte hineinversetzen und konnte dabei ganz meine Fantasie freien lauf lassen. In die Geschichte kommt man sehrt schnell und einfach rein, ohne Verständnisprobleme zu haben oder sich nicht richtig iun die Geschichte einfühlen zu können, denn man wird direkt in das Geschehen hinein geworfen. Die Hauptstory lässt nicht lange auf sich warten, dadurch ist eine Durststrecke indem sich die Handlung in die Länge zieht nicht vorhanden. Ein gelungener Reihenauftakt und ich freue mich riesig noch die weiteren Bücher rund um die besonderen Kinder zu lesen und zu erfahren, wie ihre Reise weitergeht und wohin diese führt.

            

  4. Cover des Buches Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht (ISBN: 9783596190454)
    C.C. Hunter

    Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht

     (2.225)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Die sechzehnjährige Kylie Galen muss nicht nur den Tod ihrer Oma verkraften, sie ist auch von ihrem Freund Trey verlassen worden, ihre Eltern lassen sich scheiden und regelmäßig erwacht sie zudem schreiend aus schrecklichen Alpträumen und fühlt sich von einem Soldaten verfolgt. Als Kylie verhaftet wird, weil sie auf einer Party war, auf der Alkohol und Drogen konsumiert wurden, schickt ihre Mutter sie auf Anraten ihrer Therapeutin ins Shadow Falls Camp. Das vermeintliche Ferienlager für Schwererziehbare entpuppt sich als Einrichtung für Jugendliche übernatürlicher Herkunft. Kylie ist schockiert, dass es solche Wesen tatsächlich gibt und sie eines sein soll. Doch niemand weiß, was genau sie ist, es stellt sich nur heraus, dass ihr Tote erscheinen. Als dem Camp die Schließung droht, versucht sie mit der Halbfee Derek und dem Werwolf Lucas Parker, zwischen denen sie sich hin- und hergerissen fühlt, sowie der Hexe Miranda und Vampirin Della herauszufinden, wer dahintersteckt.

    Unter dem Pseudonym C.C. Hunter schreibt die Liebesromanautorin Christie Craig seit 2011 paranormale Jugendromane. Mit „Geboren um Mitternacht“ beginnt sie ihre „Shadow Falls Camp“-Serie, die einige typische Merkmale für das Genre besitzt: neben einer problembeladenen jungen Protagonistin und einer Clique Übernatürlicher, die sich erst zusammenraufen muss, auch eine sich anbahnende Dreiecksliebesgeschichte. Während die Zutaten stimmen und auch die Story Interesse weckt, kann die Ausführung nicht vollends überzeugen. Der Mittelteil besteht nämlich nur aus einer ständigen Wiederholung des Alltags im Camp, der nach einer Weile etwas langweilig wird. Kylie will herausfinden, wer oder was sie ist, freundet sich mit ihren Zimmernachbarinnen an und verguckt sich in zwei Jungs gleichzeitig. Die Handlung kommt dabei kaum vom Fleck, bis sich die Ereignisse dann in einem packenden Finale überschlagen und unerwartete Wendungen die Neugier darauf schüren, wie es weitergeht. (TD)

  5. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (780)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Da ich bereits "Über uns der Himmel" gelesen habe, war ich neugierig, was mich hier erwarten wird. Schon der Klappentext und der Titel hatten mich neugierig gemacht, dennoch stand das Buch noch eine Weile in meinem Regal.

    Kaum hatte ich angefangen, war ich sofort in der Geschichte drin. Hope ist eine geschiedene Frau, die mit Annie, die mitten in der Pubertät steckt, zu kämpfen hat. Außerdem hat die Bäckerei, die seit 60 Jahren im Familienbesitz ist, arge finanzielle Schwierigkeiten. Wenn das nicht schon alles wäre, würde Hope ganz gut klar kommen. Doch ihre demente Oma Rose, die sie gerne Mamie (frz für Großmutter) nennt, hatte sie im klaren Zustand gebeten, nach Paris zu fahren, um ihre Verwandten, die sie namentlich auf einen Zettel aufgeschrieben hatte, zu suchen.

    Hope ist anfänglich skeptisch, ob das nicht irgendein Scherz von Rose war. Aber Annie und Gavien redeten mit ihrer und letztendlich reist sie nach Paris. Mit einer Handvoll an Recherchematerial begibt sie sich vor Ort auf die Suche und kommt langsam hinter der Geschichte von Rose.

    Der Roman hatte mich so gefangen genommen, dass ich kaum vom Buch wegkam. Ich war gefangen in Paris und wer nah am Wasser gebaut ist, sollte sich definitiv Taschentücher bereit legen. Habt ihr euch schon mit der Frage befasst, welche Religion die bessere ist? Sicherlich kommt es euch vom Deutschunterricht aus Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise" bekannt vor. Hier wird alles in einer rührenden Geschichte erklärt und dennoch ist es nicht zu viel. Kristin Harmel schreibt bewegende Romane, die dich weiterhin begleiten werden.

    Wenn ihr das nächster Mal zu den Sternen seht und ihr sie nicht benennen könnt, gebt ihnen Namen. So habt ihr euren Lieblingsmenschen immer bei euch.

  6. Cover des Buches Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm (ISBN: 9783846600153)
    Eva Völler

    Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm

     (367)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Naja...  Das Buch hat mich gut unterhalten, es hatte eine leichte Spannung etwas irreführende Nebencharaktere und eine Liebesgeschichte. Jedoch hätte von allem mehr sein können. 

    Emily ist 17 und kommt nachdem ihre Familie angegriffen wird in den Zeugenschutzprogramm. Der Personenschützer der ihr zugeteilt wird, Pascal anfangs 20 und sehr attraktiv. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebe obwohl beide das nicht geplant hatten und dies in so einer Situation nicht angebracht ist…

    Ich habe bereits einige ihrer Bücher gelesen und war gespannt auf dieses, da Eva Völler viel Intrigen und Überraschungen in ihre Geschichten packt. Dies war auch zu Beginn der Fall, der Schreibstiel ist ebenfalls sehr fliessend und ich mag ihre Art eine Geschichte zu erzählen. Leider hat mich die Protagonistin einfach nur genervt. Sie ist sehr kindlich und naiv und handelt als sei sie ein Teenie auf Rebellion… Pascal empfand ich als interessanter Charakter, konnte das Buch trotzdem nicht retten. Irgendwie ist ein enormer Altersunterschied (oder fehlende Entwicklung ihrer Seite) zwischen den beiden, was dazu geführt hat, dass ich die Liebesgeschichte als unrealistisch und nervend empfunden habe. Zusätzlich wird man am Schluss von seinen Gefühlen überrumpelt, das ganze Buch durch spürt man von seiner Seite nicht wirklich was und plötzlich war es innige Liebe…Augenrollen…

    Für den Schreibstiel und die Idee gibt’s 3 Sterne, werde den zweiten Band der Reihe nicht lesen es interessiert mich einfach nicht.

    Für alle die, die ein Jugendbuch mit etwas schwärmender jugendlicher Protagonistin suchen und sich von einem etwas naiven Charakter nicht stören lassen.

  7. Cover des Buches Splitterherz (ISBN: 9783839001424)
    Bettina Belitz

    Splitterherz

     (1.736)
    Aktuelle Rezension von: Morgenstern

    Die vollständige Rezension findet ihr unter:
    https://www.emilialynnmorgenstern.de/rezensionen-zu-autoren-mit-b/#Splitterherz

  8. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: 9783596169221)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

     (1.230)
    Aktuelle Rezension von: Booklovemadame

    Die Geschichte des kleinen Oskars auf der Suche nach Antworten hat mich sehr mitgenommen. Ich musste immer wieder innehalten und nachdenken. Nichts zum eben mal durchlesen. Sehr bewegend und emotional.

  9. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.152)
    Aktuelle Rezension von: Gucci2104

    Keine Ahnung was sich die Autorin bei diesem Buch gedacht hat. Man nehme eine übernatürliche Kraft, packe die in ein Systemsprengerkind und verwende zum Schluss noch klischeebehaftete Hartz IV Sprache. Ein gewisser Jugendslang mag ja in Ordnung sein, aber in diesem Buch finde ich mein Klientel wieder. Weißte, ne? Is scheiße oder? Mir sträuben sich die Nackenhaare. Selbst in meiner Jugend hätte ich dieses Buch furchtbar gefunden. Aber der Knaller kam auch noch am Ende. ACHTUNG SPOILER!

    Die junge Dame ist schwanger von ihrem Freund oder auch Nicht-Freund....mit 15 Jahren....15!!! Was bitte soll das unserer Jugend vermitteln? Dieses Buch ist echt verstörend und ich würde es keinem Jugendlichen jemals empfehlen! 

  10. Cover des Buches Weißwurstconnection (ISBN: 9783423261272)
    Rita Falk

    Weißwurstconnection

     (209)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Schon wieder mal eine Leiche und schon wieder in Niederkaltenkirchen! Diesmal auch noch im neu eröffneten Heimatwinkel. Diesmal sind jedoch nicht nur einfach irgendwelche Leute involviert, nein, der Flötzinger und der Simmerl auch!

    Wer jetzt wissen möchte, wie man eine Leiche unauffällig verschwinden lassen kann, kann ruhig hier nachschlagen. Ein sehr guter Leitfaden ist das. Leider jedoch in einem Kuhdorf wie Niederkaltenkirchen trotzdem ohne jeglichen Erfolg. Das sollte man auch vorher besser wissen.

    Wieder eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Kaiserschmarrndrama (ISBN: 9783423261920)
    Rita Falk

    Kaiserschmarrndrama

     (193)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Richtfest, Serienmörder, Paul und Susi verhätscheln, der Eberhofer Franz hat alle Hände voll zu tun. Doch dann ereilt ihn ein trauriger Schicksalsschlag und er hält inne.

    Das Buch war wieder spannend bis zum Schluss! Und auch die kleine, unterschwellige Kritik der Autorin am Sensationsjournalismus war äußerst gelungen. Und wieder leckere Rezepte und ein ein kleines Extrakapitelchen, ein Traum!

  12. Cover des Buches Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid (ISBN: 9783596197811)
    Fredrik Backman

    Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

     (345)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Elsa lebt zusammen mit ihrer schwangeren Mutter und deren neuen Freund in einem Neun-Parteienhaus. Nebenan wohnt Oma. Oma ist Elsas beste und einzige Freundin. Sie erzählt ihr fantastische Märchen aus dem Land-Fast-Noch-Wach, aber auch in der realen Welt erlebt sie mit Oma die tollsten Abenteuer. Denn Oma ist eine Superheldin, die sich von niemandem etwas sagen lässt, nicht einmal vor der Polizei hat die 77-Jährige Respekt. 

    Als Oma Elsa bittet, Briefe an die Bewohner des Hauses zu verteilen, wird sie erstmals alleine auf eine nicht ganz einfache Mission geschickt. Jeder der Bewohner ist ein Sonderling und hat ein ganz eigenes Verhältnis zu Oma, von dem Elsa bisher nichts wusste. 


    Der Roman ist aus der Perspektive der fast 8-jährigen Elsa geschrieben, die jedoch viel älter wirkt, als sie tatsächlich ist. Das mag an ihrer Intelligenz liegen oder dass sie so viel Zeit mit Oma verbringt, aber auf mich wirkte viel zu reif und verständig für eine Siebenjährige, sogar altklug und frech bei ihren Gesprächen mit Erwachsenen auf Augenhöhe. Auch Oma ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin. Sie ist eine Nörglerin, die sich rücksichtslos verhält und nur ihre Ansichten gelten lässt. Für Elsa ist Oma ein Vorbild, was dafür sorgt, dass Elsa von Gleichaltrigen argwöhnisch betrachtet und in der Schule schlimmen Mobbing ausgesetzt ist. 

    Durch Omas Erzählungen und sehr ideenreiche Märchen kann Elsa in andere Welten eintauchen und den Alltag vergessen. Die Märchen dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern haben Mut machende, intelligente Botschaften. 

    Durch Omas Briefe muss Elsa auf andere Menschen zugehen, weiß dabei aber nicht, was in den Briefen steht und wie die Menschen darauf reagieren werden. Offenbar möchte sich Oma am Ende ihres Lebens mit den Briefen bei anderen entschuldigen, was bei ihrer forschen Art nicht weiter verwundert. Elsa hat die Hoffnung, dass am Ende der Kette ein Brief von Oma an ihre Tochter wartet, um die beiden, die ein schwieriges Verhältnis zueinander hatten, miteinander zu versöhnen. 

    Die Märchen sind für eine Siebenjährige lehrreich und haben Symbolcharakter, mir waren sie in der Häufigkeit und Länge für den Roman jedoch zu fantastisch und langatmig. Die Realität wird gar mit den Geschichten vermischt, so dass die Bewohner des Hauses, die die Briefe erhalten sollen, nicht mehr nur merkwürdig, sondern selbst etwas märchenhaft wirkten. Monster, Wors, Wolfsherz, Meeresengel - mir war das zu viel. Das sehr selbstständige Verhalten Elsas, ihr Umgang mit Fremden, ihr Denken und Handeln passte nicht zu einer "Fastachtjährigen" und ließen die Geschichte wenig wirken. Elsas belehrende Art strapaziert die Nerven und die Vorstellung, dass sie mit fünf oder sechs Jahren schon Briefe an den Weihnachtsmann geschrieben hat, um sich über den Kommerz des Weihnachtsfest zu beschweren, ist abwegig. 

    Der etwas bemüht witzige Roman hat einfach nicht meinen Humor getroffen. Omas Art und Weise war doch sehr derbe. Polizisten mit Kacke bewerfen? Android-User sind alle blöd? Nicht lustig. 

    Das Buch ist ein Hoch auf die Individualität und das Besondere. "Menschen, die ungewöhnlich sind, verändern die Welt".

    Es ist ein Roman über Familie und Freundschaft, Zusammenhalt und die Toleranz für und Unterstützung von schwächeren Personen. Es hat eine schöne Botschaft, aber die Art der Erzählweise, Wiederholungen und Übertreibungen haben mir gar nicht gefallen. 

  13. Cover des Buches Sieben Minuten nach Mitternacht (ISBN: 9783442485345)
    Patrick Ness

    Sieben Minuten nach Mitternacht

     (807)
    Aktuelle Rezension von: rebell

    Inhaltsangabe: Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber das jagt Conor keine Angst ein. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter so schwer krank ist. Das wilde und weise Monster aber wird Conor in seinen Albtraum begleiten und ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit hinter seinem Schmerz!


    Cover: Da ich die Filmausgabe besitze mit dem Plakatfoto als Cover, kann ich nicht viel dazu sagen. Es zeigt eine Szene aus dem Buch/Film wieder und passt an sich auch sehr gut. Mehr der Titel ist es der einen in den Bann zieht.


    Sichtweise/Erzählstil: Conor's (Lebens-)Geschichte erleben wir als Leser von Außen. Trotzdem geht die Geschichte einem Emotional sehr nahe und lässt einen nicht los.


    Spannung/Story: Die Geschichte geht direkt los. Wir lernen Conor, die Krankheit seiner Mutter und das Monster während der ersten Kapiteln kennen. Auch wenn es nie ausgesprochen wird, ahnt man bereits woran Conor's Mutter leidet und weiß aufgrunddessen auch wie dieses Buch ausgehen wird. Trotzdem gibt einem dieses Buch so viel und gleichzeitig fragt man sich immer wieder "Warum?" ...

    Auf diesen wenigen Seiten werden Verlust, Trauer, aber auch Hoffnung zu einer Achterbahnfahrt. Immre wieder hat man den Drang Conor am liebsten zu Umarmen und zeitgleich teilt man seinen Schmerz und weiß genau was er durchmacht. Ich selbst konnte seine innere Zerrissenheit selbst nachempfinden, da ich es selbst schon mehrfach erlebt habe.

    Patrick Ness hat es einfach unglaublich gut geschafft durch den Schreibstil und die Szenerie Emotionen in einem wachzurufen, die man gerne verdrängt.
    Am Ende des Buches habe ich nur noch geweint und auch jetzt lässt es mich im nachhinnein immer noch nicht los. Aber dennoch gibt es einem das Gefühl nicht alleine zu sein mit seiner Trauer und das man es schafft, diese zu überwinden.


    Fazit: Emotional tiefgehend und eine Thematik, die jeden beschäftigt.

  14. Cover des Buches Schweinskopf al dente (ISBN: 9783423214254)
    Rita Falk

    Schweinskopf al dente

     (564)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Auch Band 3 hat mich vollkommen überzeugen können: Der Eberhofer Franz, wirkt chaotisch wie eh und je, hat gleichzeitig aber nie was von seiner Art und seinem autentischen Auftreten verloren. 

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die "Hintergrundhandlung", die die verschiedenen Bände in der richtigen Reihenfolge erkennen lässt, gelungen ausgebaut wurde, ohne zu sehr in den Fokus zu rutschen, dass man das Gefühl bekommt etwas verpasst zu haben, sollte man beispielsweise den Vorgänger nicht gelesen haben. 

    Wie immer in den Büchern von Rita Falk ist es gelungen, die Charaktere zwar relativ simpel, aber dennoch recht vielschichtig zu gestalten. Da ich aber auch ihre Bücher Hannes und Funkenflieger gelesen habe, weiß ich, dass bei der Autorin in diese Richtung noch mehr ginge, was mich dazu führt, einen Stern abzuziehen. 

    Ehrlich gesagt, hat mich auch der Fall als solcher nicht so ganz in seinen Bann gezogen. Bitte nicht falsch verstehen: Das Buch war gewohnt lustig und auch spannend, aber dennoch wollte bei mir der Funke einfach nicht so wirklich überspringen, was aus dem sehr guten ein nahezu perfektes Buch gemacht hätte. 

     

    Fazit:

     

    Für mich sicher nicht der beste Band der Reihe aber sicherlich auch nicht der schlechteste Kriminalroman.... Ein sehr guter unterhaltsamer Roman, der Lust auf mehr machte. 

  15. Cover des Buches Guglhupfgeschwader (ISBN: 9783423262316)
    Rita Falk

    Guglhupfgeschwader

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Monice

    "Guglhupfgeschwader" von Rita Falk,

    ist wie immer ein spannender und amüsanter Krimi zugleich. Mir hat es wieder sehr gut gefallen durch die Seiten zu fliegen. Der Schreibstil ist locker und mit dem Bayrisch gespickt, was es auf keinen Fall langweilig macht zu lesen. Auch die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, mit dem ein oder anderen Rätsel, was sich erst mit der Zeit löst. Besonders gut gefällt mir, das in diesem Buch auch wirklich auf Beziehungen eingegangen wird und sich auch die Protagonisten darüber Gedanken machen. Alles in allem also erneut ein gelungenes Buch von Rita Falk.


    zum Inhalt:
    Ein ganz normaler Abend, bis Lotto Otto bei Franz in der Tür steht und kurz darauf ein Stein durch die Scheibe fliegt. Da nimmt alles seinen Lauf. Lotto Otto hat Schulden bei den falschen Leuten. Franz versucht zu helfen und zu ermitteln wer dahinter steckt. Doch bevor er wirklich eingreifen kann geht der Lottoladen in Flammen auf.

  16. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.235)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  17. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783551316639)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht

     (6.126)
    Aktuelle Rezension von: storylove

    Inhalt:

    Nach einem schwierigen Jahr voller Leid hofft Bella auf Besserung. Doch auch wenn sie und Edward endlich zusammen sein können, so vermisst sie ihren guten Freund Jakob schmerzlich. Doch dafür bleibt kaum Zeit, denn es droht wieder eine neue Gefahr, die Bellas Leben und das ihres Umfeldes für immer zerstören könnte.

    Schreibstil:

    Stephenie Meyer hat einen natürlichen, flüssigen Schreibstil, den man einfach gut und schnell lesen kann. Die Gefühle der Charaktere kann sie schön beschreiben, auch wenn sie mit der Romantik ein wenig zurückhaltender sein könnte, damit es nicht so schnulzig wirkt.

    Meinung:

    Auch wenn ich das Buch schnell durch hatte, fand ich die Geschichte nicht wirklich spannend. Vieles war vorhersehbar und zwischendurch langweilig. Mir hat die Spannung und Action gefehlt, die es am Anfang der Reihe noch gab. Immerhin gab es bei Bella eine Charakterentwicklung, die aber auch nicht wirklich überraschend war. Dennoch war dies das spannendste am Buch. Der große Showdown am Ende fand ich träge. Ich dachte, wenn die Volturi kämen, wird es aufregend, aber die meiste Zeit wurde nur geredet und verhandelt, bis es dann mal endlich zum Kampf kam. Dieser wirkte dann aber leider sehr erzwungen.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch sehr schwach fand. Es gab zwar einige unterhaltsame Momente, aber im Großen und Ganzen hat mich das Buch schon enttäuscht. Es gab nicht viele spannende Momente, dafür aber eine Menge romantischer Kitsch, bei dem ich fast würgen musste. Ich wollte das Buch lesen, um mit der Reihe abzuschließen, aber nochmal werde ich es nicht lesen. Das Buch ist eher was für eingefleischte Vampir-Fans der Reihe.

    Das Buch bekommt von mir 2/5 Sterne.


  18. Cover des Buches Zwetschgendatschikomplott (ISBN: 9783423216357)
    Rita Falk

    Zwetschgendatschikomplott

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Zauberhafte_Buchseiten_x3

    》Du hast nicht zufällig einen stinkenden grünen Brei, der sie Smoothie nennt, mit Ti-Äitsch?《 

    ▪︎Meinung: Auch beim 6. Fall, für den Eberhofer, musste ich wieder herzhaft lachen. Ich finde den Humor von Rita Falk einfach witzig!

     Birkenberger teilt dem Eberhofer mit, dass eine Krähe ihm einen abgetrennten Finger gebracht hat. Weil Franz aber keine Lust hat nach einer Leiche zu suchen, macht Rudi das allein und wird fündig. Nun muss der Eberhofer doch noch ermitteln und sich mit 3 Frauenmorden rumschlagen. 

    Die Dialoge zwischen dem Eberhofer und dem Birkenberger waren wieder sehr witzig. Die beiden benehmen sich wie ein altes Ehepaar. Auch die anderen Charaktere aus Niederkaltenkirchen waren wieder höchst amüsant. Besonders die Oma ist mir sehr ans Herz gewachsen. 

    Der Schreibstil von Rita ist klasse. Locker und flüssig, so wie es sein soll. Die Bücher sind super für ein paar schöne Lesestunden zwischendurch. Ich freue mich schon auf Band 7. 

  19. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462041491)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (877)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Vergessen war ein Ozean, der sich um Gedächtnisinseln schloss. Es gab darin Strömungen, Strudel und Untiefen. Manchmal tauchten Sandbänke auf und schoben sich an die Inseln, manchmal verschwand etwas. Das Hirn hatte Gezeiten." - Katharina Hagena, "Der Geschmack von Apfelkernen"


    Iris Oma Bertha ist gestorben. Nach vielen Jahren des Vergessens hat ihr Körper schließlich vergessen, wie man lebt. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in ein kleines Dorf auf dem Land, um mit ihren zwei Tanten die Beerdigung zu besuchen. Als danach das Testament verlesen wird, fällt Iris aus allen Wolken: sie hat das alte, große Haus ihrer Großmutter geerbt. Dieses Haus, an dem so viele ihrer Erinnerungen aus der Jugend hängen, in dem sie früher mit ihrer Cousine gespielt hat, in dem sich so viele Tragödien abgespielt haben. Iris nimmt sich also ein paar Tage frei, macht sich mit dem Haus (wieder) vertraut - und beginnt, die Vergangenheit aufzuarbeiten...


    "Der Geschmack von Apfelkernen" ist ein sehr langsamer und schöner Familienroman, der seinen Charme mit jeder gelesenen Seite mehr entfaltet. Ich habe mich von Anfang an in den Schreibstil von Katharina Hagena verliebt. Ich mochte ihre abgehackten Sätze, dieses Aneinanderreihen ähnlicher Worte und die Ausgestaltung der wörtlichen Rede. Der Roman hat dadurch eine enorme Tiefe und Atmosphäre gewonnen. Man fühlt die Wärme der Sonne auf der Haut und den Geschmack der Johannisbeeren und Äpfel auf der Zunge. Und man fühlt sehr mit der Protagonistin, die sich häufig so zerrissen fühlt und in dieser neuen Umgebung doch aufzublühen scheint.


    Trotz der doch sehr ernsten Themen, die in das Buch eingearbeitet wurden - Todesfälle, Demenz, Verrat, Alkoholsucht - bringt die Autorin trotzdem Witz und Leichtigkeit in die Geschichte. Die Figuren haben alle etwas Komisches und Schrulliges an sich und ich musste häufig schmunzeln. 


    Für mich trifft der Titel dieses Romans "Der Geschmack von Apfelkernen" dessen Grundstimmung eigentlich sehr genau: bitter-süß mandelig. Dazu kommen eine große Portion Sommer und ein wunderschöner Schauplatz - ein perfekter Roman für warme Tage ☀️📖

  20. Cover des Buches Dampfnudelblues (ISBN: 9783423219112)
    Rita Falk

    Dampfnudelblues

     (661)
    Aktuelle Rezension von: Dani_Kunze

    Spannender und witziger regionaler Krimi. Ist mal was anderes und werde mir weitere Bücher von der Reihe kaufen. 

  21. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473580149)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

     (918)
    Aktuelle Rezension von: Frank2

    Ich kennen Eltern, die ihren Kindern die Lektüre dieses Buches untersagen. Nachdem ich mich im Zuge des Deutschunterrichts meiner Tochter mit dem Buch beschäftigt und es gelesen habe, muss ich zugeben, dass die besagten Eltern aus meiner Sicht gute Gründe dafür haben.

    Ich will diese Auffassung begründen.

    Das Buch ist Fiktion, und darf deshalb auch fiktionale, sprich spekulative Inhalte haben. Die Autorin setzt diese fiktive Handlung aber bewusst in einen 100% realen Rahmen. Der Reaktor, die Orte und der Zeitrahmen sind Realität. Damit wird ein Umfeld geschaffen, dass die Handlung sehr plastisch macht und denkbar erscheinen lässt.

    Das ist sie mitnichten. Dafür gibt es 2 wesentliche Gründe:


    1. Das Bild der technischen Katastrophe ist haarsträubend überspitzt, die Darstellung der unmittelbaren Folgen ebenfalls (auf Spätfolgen wird im Buch nicht weiter eingegangen).


    Die Autorin benennt einen Reaktorunfall, der schlimmer sei als der 1986 in Tschernobyl. Sie bleibt aber jedwede Erklärung schuldig, wie ein solcher Unfall einhergehen könnte. Es ist auch schwer vorstellbar, was folgenschwerer sein soll, als, dass der Reaktor eines Kernkraftwerks samt aller ihn umgebenden Hüllen gesprengt wird und der Inhalt des Reaktors in die Umwelt freigesetzt wird – so geschehen in Tschernobyl. Falls man eine thermonukleare Kettenreaktion wie bei einer Kernwaffe in Betracht zieht, so sei gesagt, dass die physikalischen Voraussetzungen dafür in einem Kernkraftwerk nicht gegeben sind, und auch nicht durch die Umstände eines wie auch immer gearteten Unglücksfalls entstehen können.

    Dennoch beschreibt die Autorin unmittelbare Folgen, die ihrer Fernwirkung z.T. weit über die des Atombombenabwurfs über Hiroshima hinaus gehen. So wird z.B. der Protagonistin Janna-Berta eine schwere Strahlen-Krankheit attestiert (Erbrechen und Haarausfall – Strahlenbelastung 2-4 Gy), die sie in 87 km Entfernung zum Unglücksort erlitten haben soll. Das ist vollkommen unrealistisch. In Tschernobyl erlitten nur Menschen diese Schwere der Strahlenkrankheit, die für Aufräumarbeiten unmittelbar am verunglückten Reaktor eingesetzt waren. In Hiroschima war der Radius um den Mittelpunkt der Bombenexplosion, innerhalb dessen man dieser Belastung durch Primär-Strahlung ausgesetzt war, 1 - 2 km. Die Autoren verortet solche Erkrankungen bis 100 km Luftlinie vom Kernkraftwerk entfernt. Auch wenn man den radioaktiven Fallout als Ursache in Betracht zieht, sei darauf hingewiesen, dass es in Hiroshima nur innerhalb des inneren Stadtgebietes, und in Tschernobyl nirgends außerhalb des Kraftwerks selbst zu derartigen Belastungen durch den Fallout kam.

    Nach der Autorin waren ferner die Menschen in der sogenannten Todeszone so verstrahlt, dass sie eine Gefahr für andere Menschen darstellten, weshalb sie den Unglücksort nicht verlassen durften. Eine solche Verstrahlung ist nicht möglich. Eine Strahlungsdosis, die die Elemente im Körper eines Menschen derart aktiviert, dass er selbst zur Strahlungsquelle wird, wäre tausendfach tödlich, und wird weder bei einem Kernwaffeneinsatz, geschweige denn bei einem Reaktorunglück freigesetzt. Die Radioaktivität, die bei einem Reaktorunglück freigesetzt wird, speist sich nahezu ausschließlich aus radioaktiven Nukleiden der Brennstäbe, die an Stäuben durch die Luft transportiert werden, dem Fallout. Dieser haftet oberflächlich an, und kann abgewaschen werden. Damit wären die betroffenen Menschen, unabhängig von der Strahlungsdosis, die sie erlitten haben, selbst „strahlungsfrei“.

    Weiter: In der 10 km entfernten Stadt Schweinfurt hätte keiner überlebt – das ist ebenfalls eine Folgewirkung, die nicht einmal die Hiroshima-Bombe im entferntesten hätte bewerkstelligen können.

    Insgesamt sind alle Beschreibungen der Folgen des Unglücks entweder hoffnungslos übertrieben oder frei erfunden, so gut wie immer aber sachlich falsch.


    2. Der Staat und seine Organe werden durchgehend als korrupt, unfähig oder lächerlich abqualifiziert, die Bevölkerung als weitgehend asozial.


    Die Autorin benennt als Schuldigen an der Katastrophe den Staat und seine korrupte Bürokratie. Dabei bleibt sie jedwede Erklärung schuldig, welches korrupte Verhalten genau zur Katastrophe geführt haben soll. Die Vorwürfe sind immer diffus – sowohl inhaltlich als auch in ihrer Zielrichtung. Dabei werden dem Leser diese Vorwürfe in einem Dauer-Stakkato präsentiert, das eher kindisch als dramatisch wirkt.

    Den Behörden und den ausführenden Kräften wird ferner so weitreichende Unfähigkeit im Umgang mit dem Unglück unterstellt, dass den Beamten der Befehl erteilt wird, die Menschen, die die „Todeszone“ verlassen wollen, zum Schutz der anderen zu erschießen. Abgesehen davon, dass aus o.g. Gründen, vereinfacht gesprochen, eine gründliche Dusche genügt hätte, um diese Menschen zu dekontaminieren und damit die Gefahr für andere zu beseitigen, ist ein solcher Befehl in einem Rechtsstaat wie dem unseren auch in Katastrophenfällen nicht möglich.

    In jeder Situation im Buch, in der Kräfte der Polizei oder des Staatsschutzes auftauchen, werden diese als vollkommen unfähig dargestellt und damit Gewalt gegen diese Kräfte legitimiert.

    Vom Autofahrer, der den kleinen Bruder der Protagonistin überfährt und ungerührt Fahrerflucht begeht bis zu der alten Frau, die Janna-Berta mit Hinweis auf ihre mögliche Verstrahlung ein Glas Wasser verweigert, begegnen dem Leser eine ganze Reihe von egoistischen und kaltherzigen Mitbürgern, die den Eindruck erwecken, die ganze Gesellschaft hätte sich im Angesicht der Katastrophe weitgehend entsolidarisiert. Wer Berichte aus Katastrophengebieten oder auch aus den Weltkriegen kennt, weiß, dass im Allgemeinen das Gegenteil der Fall ist: Extremsituationen führen bei den meisten Beteiligten zur Solidarisierung. Ausnahmen gibt es immer, aber warum die Autorin der deutschen Gesellschaft asoziales Verhalten in einem solchen Ausmaß unterstellt, bleibt unklar. Tendenziell werden zudem die eher hilfsbereiten Mitmenschen in der Gruppe der Kernkraftgegner verortet, die Egoisten (Großeltern - bleiben im Urlaub, während die Familie in höchster Not ist) in die Gruppe der Kernkraftbefürworter. Ebenfalls ein ärgerlicher, billiger, tendenziöser „Kunstgriff“.


    Fazit


    Beim Lesen des Buches wird man das Gefühl nicht los, die Autorin versucht eher, dem Leser Ihre politische Meinung zu oktroyieren, als eine aufrüttelnde Geschichte zu erzählen. Dafür konstruiert sie ein in fast jeder Hinsicht völlig überzogenes Katastrophenszenario in eine reale Umgebung. Sie bleibt dem Leser jede Erklärung für das Unglück und die seltsame Entsolidarisierung der Mitmenschen schuldig. Sie teilt die Menschen in inakzeptabler Weise entlang ihrer jeweiligen Positionierung zum Thema Kernkraft in gut und böse ein. Sie nimmt sich nicht die Zeit, die Charaktere der Hauptprotagonisten zu entwickeln, sondern wirft sie direkt ins Geschehen, was dazu führt, dass der Leser zu den Figuren im Buch kaum eine Beziehung aufbauen kann. Sie schimpft in einer fast grotesken Frequenz auf Politik und Staat, ohne auch nur einmal konkrete Verfehlungen im Zusammenhang mit der Katastrophe näher zu beleuchten.

    Es heißt in vielen Rezensionen, dass das Buch den Zeitgeist widerspiegelt. Das ist nach meiner Meinung viel zu allgemein gesprochen. Es mag der Zeitgeist aus Sicht bestimmter Gruppen sein, sicher aber nicht die Empfindungslage der gesamten Gesellschaft.

    Insgesamt bleibt der Eindruck, dass dieses Buch für Heranwachsende ungeeignet ist. Es polemisiert, polarisiert und zeichnet das Bild einer kaputten Gesellschaft, wie wir sie Deutschland zum Glück nicht haben. Es ist durchzogen von Misstrauen gegen Staat und Mitmenschen. Wäre es eine klassische Dystopie in einer fiktionalen Gesellschaft mit fiktionalem super-gefährlichen Mega-Industriekomplex, in dem es zur Katastrophe kommt – geschenkt, aber hier geht es ganz klar darum, eine politische Botschaft zu transportieren, indem diese völlig unrealistische Katastrophe in das reale Deutschland an reale Orte gesetzt wird.

    Ich bin der Meinung, dass Heranwachsende, die gerade beginnen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen, und damit noch kaum in der Lage sind, einen neutralen Standpunkt einzunehmen, ein solches Buch nicht lesen sollten. Es ist ein Paradebeispiel für einen unsachlichen, meinungsdiktatorischen Diskurs.


  22. Cover des Buches Nur ein kleiner Sommerflirt (ISBN: 9783570308615)
    Simone Elkeles

    Nur ein kleiner Sommerflirt

     (489)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Früher hat Amy Nelson davon geträumt, mehr Zeit mit ihrem Vater zu verbringen. Doch Ron Barak, der College-One-Night-Stand ihrer Mutter, ließ sich schließlich nur noch an ihrem Geburtstag bei ihr blicken. Deshalb ist sie auch sehr reserviert, als er sich plötzlich bei ihr meldet und sie den Sommer über mit nach Israel nehmen möchte, da ihre Großmutter schwer krank ist. Amy ist nicht nur sauer, weil sie eigentlich ins Tennis-Camp wollte und jetzt ihren Freund in Chicago zurücklassen muss, sie hatte auch keine Ahnung, überhaupt Verwandte in der Heimat ihres Erzeugers zu haben. Außerdem hält sie das Land für ein Kriegsgebiet. Ein Kulturschock jagt den nächsten, die Sechzehnjährige findet sich nicht nur in einem Moschaw, einer genossenschaftlichen Siedlung, in einer Familie wieder, überhaupt sind ihr die ganze israelische Mentalität und der jüdische Glaube fremd. Und dann ist da auch noch der achtzehnjährige Avi, der sie ständig auf die Palme bringt.

    Der beste Weg zur Völkerverständigung ist es, fremde Länder kennenzulernen – oder in diesem Fall einfach Simone Elkeles‘ ersten Band ihrer Sommerflirt-Trilogie zu lesen. Durch die Augen der Ich-Erzählerin erfährt man mehr über das normale Leben in Israel – samt Palästinenserkonflikt und Bombendrohungen – als in jeder Nachrichtenmeldung. Die Autorin doziert nicht, sondern schafft es, mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe Details aufzunehmen, die sie dann unterhaltsam und oft humorvoll in ihre Bücher einfließen lässt. Das gilt auch für ihre Darstellung von jugendlichen Protagonisten, für die sie ein ganz besonderes Gespür hat. Amys Sprache und ihre Sicht auf die Welt wirken deshalb absolut lebensnah, ebenso wie das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch, das sie bald bei ihren Gedanken an Avi überkommt. „Nur ein kleiner Sommerflirt“ ist viel mehr als der Titel verspricht, nämlich ein unsagbar schönes Jugendbuch über das Leben, die Liebe, Freundschaft und Familie. (TD)

  23. Cover des Buches Numbers - Den Tod vor Augen (ISBN: 9783551520166)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod vor Augen

     (494)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    01012028. Dieses Datum sieht Adam in den meisten Augen und die Tode sind nicht schön. Er versucht die Menschen zu warnen, doch keiner möchte ihm glauben. Und dann läuft ihm auch noch Sarah über den Weg, deren Tod noch weit in der Zukunft liegt und so friedvoll ist, doch warum hat sie so eine Angst vor ihm und läuft vor ihm weg.

    Der zweite Teil der Trilogie hat mich wieder total in seinen Bann gezogen. Er ist sogar unabhängig von Band eins lesbar. Es gibt zwar ein paar Flashbacks, aber auch ohne das Wissen vom ersten Teil kommt man super in die Geschichte hinein. Sie ist abwechselnd aus der Sicht von Adam und Sarah geschrieben. Adam ist sehr impulsiv und lebt seit dem Tod seiner Mutter bei seiner Oma. Zwischen den beiden kracht es ständig. Trotzdem ist sie die einzige, die von seiner Gabe weiß und zwischen ihnen herrscht mehr so eine Hassliebe. Sarah ist in scheinbar guten Verhältnissen aufgewachsen, doch auch wenn die Familie noch so perfekt scheint, hat auch sie Schreckliches erlebt. Beide fühlen sich in einer Art und Weise zueinander hingezogen. Doch Sarah hat anfangs Angst vor Adam, da auch sie Visionen zum 01.01.2028 hat. Können es beide dennoch schaffen, das Schlimmste zu verhindern? Das Ende des Buches war für mich teilweise nicht vorhersehbar und hat mich nochmal ziemlich berührt. Eine absolute Leseempfehlung.

  24. Cover des Buches Leberkäsjunkie (ISBN: 9783423216623)
    Rita Falk

    Leberkäsjunkie

     (293)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Das ist ein Stress für den Eberhofer Franz! Nicht nur, dass der Mooshammer Liesle das Haus abfackelt, da ist auch noch eine Leiche im 1. Stockwerk! Und bei dieser ganzen Arbeit, da kann man doch auch schon mal vergessen, dass Freitag ist, oder?

    Ich habe mich wieder köstlich amüsiert, jetzt bereits zum siebten Mal. Das ist schön.

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