Bücher mit dem Tag "oma"
209 Bücher
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.145)Aktuelle Rezension von: jenvo82Inhalt
Als Jacobs Großvater stirbt, wird für den Jugendlichen klar, dass er die Geschichten, die ihm sein Opa zeitlebens erzählt hat, noch einmal hinterfragen muss. Angeblich war Abraham in seinen jungen Jahren nicht nur ein Waisenkind, sondern ist viel gereist und hat abenteuerliche Dinge erlebt, die er seinem Enkel in schier unglaublichen Geschichten nahebringen wollte. Vieles davon hat Jacob schon lange nicht mehr geglaubt, sei es die Erzählung von einem schwebenden Mädchen oder die wilden Verfolgungsjagden mit gruseligen Monstern.
Doch der Tod seines Großvaters wirft Fragen auf und Jacob reist gemeinsam mit seinem Vater auf die Insel Cairnholm, um Spuren aus der Vergangenheit seines Großvaters aufzuspüren. Jacob besucht das örtliche Museum und erfährt Vieles, was ihm genauso bereits erzählt wurde. Der 03. September des Jahres 1940 scheint ein enorm wichtiges Datum für Abraham gewesen zu sein und genau an diesem Tag wurde das Waisenhaus durch einen Bombenabwurf vollkommen zerstört.
Die Merkwürdigkeiten häufen sich und Jacob befürchtet, dass die wilden Erzählungen doch der Wahrheit entsprachen und keine fiktiven Geschichten waren. Spätestens als er den besonderen Kindern des Waisenhauses begegnet, die ihn die Zusammenhänge erklären, inklusive der aufwendigen Zeitschleife, die ihre Heimleiterin konstruiert hat, um ihr Leben zu schützen. Es gelingt ihm selbst von einer Seite auf die andere zu gelangen, er trifft die Freunde seines Opas, die nach 70 vergangenen Jahren immer noch Teenager sind und er muss erleben, dass es auch die Monster irgendwie geschafft haben, zu überleben …
Meinung
Von dieser Fantasy-Reihe sind bereits 6 Bände erschienen, der erste hier wurde im Jahr 2011 veröffentlicht. Trotzdem bin ich in erster Linie durch die Verfilmung darauf aufmerksam geworden. Dort geht es nicht immer kindgerecht zu, manches ist für jüngere Zuschauer eher gruselig – aber wie so oft in diesem Genre führen mich die Filme zum Buch und das geschriebene Wort gefällt mir dann eindeutig besser.
Das Buch beinhaltet viele alte Fotos, die thematisch in die Geschichte eingeflochten werden und ihr Mehrwert verleihen. Die Magie kommt nicht zu kurz aber vor allem das hochinteressante Thema der Zeitreisen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verwandlungen und Lebensaufgaben – ein kleines Universum, welches in den Folgebänden sicherlich in vielen bunten Facetten schimmern wird. Band 1 weckt auf jeden Fall mein Interesse, an dieser Reihe dranzubleiben, gerade weil mich die vielen Abenteuer von Jacob und seinen neuen Freunden gekonnt in andere Welten entführen.
Fazit
Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen gelungenen Reihenauftakt, der weniger Gruselelemente aufweist, als zunächst vermutet. Das magische, düstere Setting, die langsam aufziehende Geschichte, die vor Toten und Morden nicht zurückschreckt, besticht vor allem durch die Dynamik, die mit Zeitreisen einhergeht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren werden nahbar und dadurch erhöht sich der plastische Eindruck des Buches. Trotz der dunklen Stimmung und der gefährlichen Etappen im Kampf gegen das Böse überwiegt hier die Hoffnung und ein gefeiertes Miteinander. Diese Story eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, sie bedient nicht unbedingt ein Klischee. Besonders toll erscheint mir das Universum, welches sich nun für die Folgebände öffnet, es gibt hier zahlreiche Ansatzpunkte für die Entwicklung der Figuren untereinander, miteinander oder auch nicht und das durch verschiedene Zeitschleifen hindurch immer wieder hinein in eine neue Welt, die es doch nicht unbedingt braucht, weil die Dinge sich in ihren Grundzügen stets wiederholen. Band 2 wird von mir definitiv noch gelesen und dann schaue ich weiter …
- Fredrik Backman
Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
(392)Aktuelle Rezension von: AleshaneeWie seine Bücher meist fängt auch dieser hier sehr merkwürdig an. Wir lernen direkt die etwas skurrile Oma und einige ihrer Ansichten kennen. Die pensionierte Ärztin raucht wie ein Schlot und beschwert sich gerne mal über die politische Korrektheit, die immer und überall präsent ist - und die ihr gehörig auf die Nerven geht.
Leben retten und die Leute in den Wahnsinn treiben sind Omas Superkräfte.
Zitat Seite 9
Elsa, ihre Enkelin, wohnt zusammen mit ihrer Mutter und deren neuen Freund im selben Haus. Direkt vorne im Buch sieht man auch die Wohnsituation, mit allen Mietern - die auch der Reihe nach in ihrer Rolle vorgestellt werden. Neben einem ganz lieben Pärchen, gibt es (natürlich) auch jemandem, der ständig alles inspiziert und in Frage stellt, eine
Für Elsa ist ihre Oma jedenfalls eine Superheldin, zumindest meistens. Elsa ist mit ihren knapp 8 Jahren aber auch so etwas wie eine Besserwisserin, deren Ratschläge oder Verbesserungen nicht oft auf positive Reaktionen stoßen und auch Ärger mit Gleichaltrigen heraufbeschwört.
Die erste Situation auf der Polizeistation wirkt schon etwas merkwürdig, da Elsa und ihre Oma sich regelrecht anschreien. Aber schon kurz darauf erfährt man, wie es dazu kam und da geht einem direkt schon ein bisschen das Herz auf. Vor allem der Spruch ist sofort bei mir hängen geblieben, nämlich das "wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, viel Gutes darüber kippen muss".
Etwas verarbeiten ist immer gut, aber manchmal geht es nicht so leicht - aber mit ganz vielen positiven Momenten ist es vielleicht etwas einfacher zu ertragen.
Während Oma als das perfekte Chaos impliziert, ist Elsas Mutter - also Omas Tochter - das genaue Gegenteilt: ordnungsliebend und beherrscht.
Der Trauerfall wirft Elsa in einen Strudel an Gefühlen und der Autor lässt uns durch sie daran teilhaben, ohne dass er etwas versteckt. Alle Facetten, die in einem brodeln und die oft sehr unangenehm und auch gemein sind. Typisch für Kinder wird man vielleicht denken, während man weiß, dass man als Erwachsene genau die gleichen Gedanken hat, auch wenn man sie sich nicht eingestehen will. Dabei sind sie völlig natürlich und menschlich - genauso wie der Umstand, dass sie wieder vorbeigehen. In manchen Momenten ist man einfach so überflutet von Trauer, Einsamkeit oder Angst, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiß und Mechanismen in Kraft treten, die einem darüber hinweghelfen sollen.
Ein interessantes Zitat hierzu auch, was oftmals nicht gutgeheißen wird:
"Wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, dann muss man viel Gutes drüberkippen."
Zitat Seite 18
Es wird ja immer aufgefordert, alles zu verarbeiten und durchzukaufen, aber ganz ehrlich, nicht alles muss man immer wieder aufrütteln und durchleben. Ich denke, es kann durchaus auch mal gut sein, etwas ruhen zu lassen, bis die Erinnerungen verblassen, weil zu viele neue schöne Erlebnisse dazu gekommen sind.
Die Sichtweise von Elsa überaus berührend und authentisch und die Figuren und Themen sehr gut gewählt und sie verdeutlichen perfekt die Gesellschaft und wie jeder versucht, darin mit seinen eigenen Methoden damit klarzukommen. Die Kleine ist äußerst schlau, was weder bei den Erwachsenen noch bei anderen Kindern gut ankommt. Ihre einzige Freundin ist ihre Oma, die mit ihr durch dick und dünn geht und sehr eigene spezielle Weltanschauungen hat. Sie merkt sehr wohl, das Elsa oft leidet und entführt sie dann in Fantasiewelten, die ihr helfen sollen, mit der realen Welt zurecht zu kommen. Was ihr auch durchaus gelingt!
Als Elsa jedoch nach und nach erfährt, wie ihre liebste Oma früher war, bricht dieses Bild zusammen. Elsa muss lernen, dass Menschen Fehler machen - daraus lernen und sich ändern können. Dass jeder anders ist und jeder dadurch seinen Platz hat, seine "Superheldenkräfte" nicht in jeder Situation funktionieren, aber eben für bestimmte Situationen gerade richtig sind.
Tapfer versucht sie, alles zu meistern, auch ihre widerstreitenden Gefühle für das neue Geschwisterchen, denn die Eifersucht nagt sehr an ihr.
Der Autor versteht es ausgesprochen gut, die Menschen aus der Sicht des Kindes zu definieren. Wie sie sind, warum sie so sind - und warum überhaupt so viele Entwicklungen und Veränderungen in Menschen stattfinden, die man als Außenstehender nicht verstehen kann. Erst, wenn man näher kommt, ihnen zuhört, und mitfühlen kann.
Die Themen sind wie meist bei seinen Büchern nicht leicht ... Verlust, Tod, Trauer, Krieg, Einsamkeit, Eifersucht, Schmerz. Auch wenn es einige Momente gibt, die wirklich tief greifen und traurig machen, schafft er es mit seinem ihm sehr eigenen, speziellen Humor, das ganze nicht zu sehr auf diese Seite zu ziehen. Denn das Leben besteht immer aus Gegensätzen und auch wenn das Lachen nicht in jeden Moment passt, ist es in vielen selbst unpassenden Momenten das einzige, das darüber hinweghilft.
Ich bin bei jedem Buch fasziniert, wie Fredrik Backman es schafft, diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit hinzubekommen. Denn das Leben hält so viel Schattentage für uns bereit, dass man sich umso mehr auf die Sonnentage freuen muss, sie genießen sollte und mit jedem Gefühl von Achtsamkeit in seiner Erinnerung festhalten.
Ein bisschen gestört haben mich die Märchen. Natürlich ist es eine tolle Idee von Oma, der kleinen Elsa die Welt in Märchen zu erklären, aber die vielen Königreiche und Personen hab ich einfach schlecht auseinanderhalten und mit den realen Charakteren in Verbindung setzen können, so dass diese Parts etwas an mir vorüber gegangen sind.
Die Idee allerdings, wie die Oma für Elsa gesorgt hat, also was sie ihr für einen Auftrag mit der Schatzsuche gegeben hat, war schon etwas ganz besonderes und großartiges! Der Autor hat ein tolles Gespür für Menschen, Emotionen und vor allem für das Leid und wie unterschiedlich damit umgegangen wird, so dass diese Geschichte hier wieder tief beeindruckt hat.
Ich hätte so viel zitieren können, da so viele kleine Weisheiten hier drin stecken, aber ein Zitat möchte ich gerne noch zum Abschluss anbringen:
"Man will geliebt werden, mangels dessen bewundert, mangels dessen gefürchtet, mangels dessen gehasst und verachtet. Man will irgendein Gefühl in den Menschen wecken. Die Seele schreckt vor der Leere zurück und sucht um jeden Preis Kontakt."
Zitat Seite 415
In diesem Sinne: Natürlich kann und muss man nicht mit jedem Menschen Verständnis haben, aber man kann feinfühliger werden und zumindest versuchen, zu verstehen, dass jedes Verhalten, jedes Wort, einen Hintergrund hat, der meist tiefgründiger ist als es scheint und mit dem aktuellen Moment oft gar keinen Bezug hat. Laut sein ist ein Ruf nach Aufmerksamkeit, Wut sucht meist nach Verständnis, Aggression ist Hilflosigkeit und viele dieser Emotionen kann man auffangen, wenn man nur etwas genauer hinsieht.
- Bianca Iosivoni
Golden Bay − How it feels
(311)Aktuelle Rezension von: FeelblackWieso hab ich schon wieder so lange gewartet? Ich hab alle drei Bücher hier liegen aber hab es mir angehört. Der Alltag lässt das Buch in der Hand gerade nicht zu. Ich liebe es! Ich habe echt lange Zeit gewartet, mal wieder was zu lesen, was mich mitnimmt. Und Golden Bay hat mich echt bekommen. Em und Holden sind wirklich spannende tolle Charaktere. Eigentlich könnte die Reihe auch direkt 10 Bände haben, weil die Nebencharacktere ebenso spannend,- wie die Hauptcharacktere sind. Der Spice war nach langem mal passend und wirklich gut geschrieben. Eben nicht soviel und nicht um jede Macht ins Buch gedrückt. Es stimmte einfach wirklich gut. Ich muss weiter zu Band 2. Ich will wissen warum er verdammt nochmal gegangen ist. ;)
- Chris Colfer
Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber
(269)Aktuelle Rezension von: MandthebooksRezension: (kann Spoiler enthalten)
Wenn man ein Fantasybuch für jüngere Leser sucht, um mal in das Genre zu starten, dann ist "Land of Stories" sicher perfekt!
Ich fand die Geschichte ganz süß. Ich mochte die beiden Geschwister und fand den Märchenaspekt ziemlich cool. Die Märchen werden ein wenig adaptiert und verändert und zusammengesetzt, das macht es auch für einen Erwachsenen ziemlich interessant. Besonders gefiel mir, dass auch Bösewichte wie die Böse Königin eine Hintergrundgeschichte bekamen und so auch mehr Tiefe.
Dieser Band war recht abgeschlossen, ich bin aber gespannt, was dann in den folgenden Bänden noch kommt.
5 Sterne
- Anya Omah
Regenglanz
(714)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsSimon möchte das Tattoo, das er sich für seine Exfreundin gestochen hat, überdecken und geht dann in das Tattoostudio, in dem Alissa, die ihm direkt auffällt.
Ich bin eigentlich kein großer Fan von Tattoos und hatte deswegen auch nicht allzu große Erwartungen an dieses Buch. Außerdem habe ich oft Angst, dass Romane mit mehr als 400 Seiten langweilig sein könnten, weil sie sich zu sehr ziehen, doch dieses Buch hat mich in dieser Hinsicht positiv überrascht.
Der Schreibstil war gut und es gab viele Chatverläufe, was ich ja liebe.
Zur Handlung kann ich sagen, dass ich mit den Wendungen echt gar nicht gerechnet hätte, was das Leseerlebnis natürlich nochmal viel besser gemacht hat. Deswegen haben sich die 500 Seiten auch gar nicht zu lang angefühlt, sondern waren für diesen Inhalt perfekt.
In diesem Buch geht es um so viel mehr als nur Tattoos. Im Vordergrund steht die absolut gesunde Beziehung zwischen Alissa und Simon. Ich war nur an einer kleinen Stelle mal kurz genervt von deren Verhalten, aber ansonsten empfand ich es als sehr positiv, dass die beiden eine so offene Kommunikation miteinander geführt haben ohne Geheimnisse und ohne miscommunication tropes wie man sie oft in anderen Büchern findet.
Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung von mir und zeigt mal wieder, dass sich Vorurteile oft nicht als wahr herausstellen. - Mary Simses
Der Sommer der Blaubeeren
(675)Aktuelle Rezension von: Linda7820Ellen Branford ist eine talentierte Anwältin aus New York, die nicht nur wunderschön und beliebt ist, sondern auch kurz vor ihrer Traumhochzeit mit dem erfolgreichen Anwalt und Politikersohn Hayden Croft steht. Als ihre Großmutter sie kurz vor ihrem Tod bittet, einen Brief an einen gewissen Chet Cummings in dem kleinen Ort Beacon in Maine zu überbringen, begibt sich Ellen auf eine unerwartete Reise in eine andere Welt. Beacon ist der Heimatort ihrer Großmutter, und Chet war anscheinend ihre Jugendliebe.
Ellen plant, nur für zwei Tage zu bleiben, um Chet den Brief zu übergeben, in dem sich ihre Großmutter für vergangene Ereignisse entschuldigt. Doch die zwei Tage reichen nicht aus, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ellen stürzt in einen Steg und wird fast ertrunken, bis sie von dem attraktiven Roy Cummings, dem Neffen von Chet, gerettet wird. Zu allem Überfluss erfährt sie, dass Chet kürzlich verstorben ist.
Ellen entdeckt das Elternhaus ihrer Großmutter und findet heraus, dass diese eine talentierte Malerin war – eine Tatsache, die ihrer Familie bisher unbekannt war. Fasziniert von der Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Beziehung zu Chet, begibt sich Ellen auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erkennt sie, dass sie nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter erforscht, sondern auch ihre eigene Identität und ihr Glück finden möchte.
Die Frage, für welchen Mann sie sich entscheiden soll, wird für Ellen immer drängender.
Das Buch ist einfach großartig und eignet sich perfekt für den Sommer. Es lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu, die Rezepte für die köstlichen Blaubeermuffins auszuprobieren. Ellen wird dem Leser sofort sympathisch, und die Entdeckung der Geschichte ihrer Großmutter ist äußerst fesselnd. Die Autorin thematisiert die Frage nach den wahren Werten im Leben, die das Glück der Menschen ausmachen. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme, Heiterkeit und Ernsthaftigkeit der Charaktere gelingt es ihr, die Leser in die Protagonisten hineinzuversetzen. - Gudrun Pausewang
Die Wolke
(955)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 1987
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Verlag: Ravensburger
Genre: Jugendliteratur
Seitenanzahl: 223
- Inhalt:
Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14-Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.
- Wie das Buch zu mir gefunden hat:
Das Buch hat mich über ein Verschenkeregal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...
- Meinung:
Das Thema dieses Buches ist unheimlich intensiv. Gudrun Pausewang erzählt die Geschichte klar, hart und absolut authentisch. Beim Lesen trifft einen der ungeschönte Realismus dieser Welt mit voller Wucht. Das Buch zeigt schmerzhaft, dass in unserer Gesellschaft und Politik eben nicht immer alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist.
- Fazit:
Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!
- Empfehlung:
Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.
Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!
- Tipp:
Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.
- Lieblingszitate:
"Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."
Prolog - Seite 7
"Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''
Prolog - Seite 9
"»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"
Kapitel 1 - Seite 23
"»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"
Kapitel 2 - Seite 33
"Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."
Kapitel 8 - Seite 127
"»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."
Kapitel 10 - Seite 153
"»Menschen sind zu allem fähig«,..."
Kapitel 10 - Seite 154
- Lucy Score
Things We Never Got Over (Knockemout 1)
(336)Aktuelle Rezension von: AnuuschaIch habe Things We Never Got Over richtig geliebt und gebe dem Buch ganz klar 5 Sterne. Es hat einfach von Anfang bis Ende Spaß gemacht zu lesen und hatte so einen richtig attraktiven, einnehmenden Vibe, der mich direkt gecatcht hat. Auch das Cover ist total süß gestaltet und passt perfekt zur Geschichte, es wirkt verspielt und charmant und spiegelt diese leichte, romantische Kleinstadt-Atmosphäre richtig schön wider. Die Story fühlt sich leicht an, ohne oberflächlich zu sein, und genau das macht sie so angenehm. Man fliegt nur so durch die Seiten und ist trotzdem komplett invested in die Charaktere und ihre Entwicklung. Besonders die Dynamik erinnert stellenweise total an Rhett Eaton aus Flawless, was ich sooo gefeiert habe, weil dieser Vibe einfach unmatched ist. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, vor allem rund um die Zwillings-Thematik. Das bringt nochmal eine zusätzliche Ebene in die Geschichte, die neugierig macht und einen immer weiterlesen lässt, weil man einfach wissen will, wie sich alles entwickelt.
Die Kleinstadt-Thematik bringt nochmal eine ganz eigene, oft auch witzige Atmosphäre rein. Die Bewohner, die kleinen Dramen und dieses typische Gefühl, dass jeder jeden kennt, sorgen für viele unterhaltsame Momente und machen die Welt super lebendig. Es fühlt sich cozy an, aber gleichzeitig auch voller Chaos auf die beste Art.
Insgesamt ist es einfach eine perfekte Mischung aus Humor, Romance und emotionalen Momenten. Das Buch hat mich komplett abgeholt und ich hatte beim Lesen durchgehend eine richtig gute Zeit, no joke einfach ein Comfort Read
- Rita Falk
Steckerlfischfiasko
(108)Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-PapeDa sind sie alle wieder. Und wer zumindest einige, wenn nicht alle der elf Vorgängerromane gelesen hat, der kommt ja gleich fast wieder „nach Hause“.
Nach Niederkaltenkirchen.
Zum Franz. Zum Rudi. Zur Susi. Ins Gasthaus an den Tisch der alten „Clique“. Und ins „Familienhaus der Eberhofers“. Mithin in die Welt Niederkaltenkirchens, wie Rita Falk sie seit Jahren souverän bespielt
Vertrautes Terrain, schön aus der Ich-Perspektive Eberhofers erzählt (und damit ein ständiger Fluss auch seiner mäandernden Gedanken und seiner „Lebenshaltung“.
Zwischen gemächlich und genervt mit trockenem Humor gewürzt und durchaus ja durchsetzungsfähig, wo es sein muss. Vielleicht ein wenig stur, was sich in manchen Situationen mit seiner „Susi“ weiterhin niederschlägt und für manch Lächeln bis Lachen bei Leser und Leserinnen sorgt.
Was er nicht mag? Umgehend und klar: „Es gibt denkbar wenige Dinge, die mich auf die Palme bringen. Unser Golfplatz aber ist auf dem besten Weg, nicht in den Wahnsinn zu treiben“.
Und das nicht erst jetzt, wo der Platz da ist. Schon vorher, als manche ihn wollten und ein Stress im Dorf um sich griff. Genau das, was Eberhofer aber nun wirklich nicht um sich haben will. Lieber ein „Steckerlfisch“, aber man kommt ja gerade mal wieder zu gar nichts.
Denn der Stress geht jetzt richtig los.
Just der Präsident des Clubs wird umgehend tot aufgefunden.
Schicksal, mag man meinen, der Mann war nicht in allen Kreisen beliebt, im Gegenteil.
Aber da kennt man den Eberhofer schlecht, wenn man glauben würde, der ließe es nun gemächlich angehen. Parteiisch ist der Mann nicht, Polizist obendrein und Mord ist Mord.
Wobei, dass wissen eingefleischte Leser natürlich, der jeweilige „Fall“ der Romane eher nur den Rahmen dafür liefert, den Protagonisten „beim Leben“ zuzuschauen.
Vom Vater Eberhofers bis zu Rudi, seinem kongenialen Ermittlungspartner, der nicht selten Fettnäpfchen geradezu dringend suchen, bis hin zur „Verwaltung“, sprich dem Bürgermeister des Ortes, der nun im Blick auf die nächste Wahl eine Form der Konkurrenz bekommt, die ihm durchgehend den Schweiß ausbrechen lässt.
Das heißt aber auch, dass Action und Spannung nun nicht großartig Teil der Romane sind, auch in diesem nicht. Und, vielleicht, im Lauf der Zeit auch Gewöhnungsprozesse bei Lesern und Leserinnen auftauchen mögen, nicht mehr allzu überrascht von den Volten der „Roman-Bewohner“ zu sein.
Insgesamt aber weiterhin gut zu lesen, flüssig in den „bayrischen Niederungen“ und unterhaltsam.
- Nicky Singer
Davor und Danach
(180)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenMhairi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter in den Norden. Einer der wenigen Orte, wo es noch Wasser und Nahrung gibt, denn die Welt steht vor dem Abgrund. Die Ressourcen werden rationiert und Menschen ab 67 müssen die Erde durch die Spritze verlassen. Auf ihren Weg begegnet sie einem kleinen Jungen. Eigentlich will Mhairi ihn nicht mitnehmen, aber ihre Menschlichkeit lässt es nicht zu ihn zurückzulassen. Also nimmt sie den stummen Jungen mit und durchläuft dabei viele Stationen, um sich in den Norden zu retten...
Man steigt direkt in die bereits laufende Geschichte ein. Mhairi ist auf der Flucht, scheinbar vor der Vergangenheit und der Zukunft und sich selbst. Wieso lernt man erst später, doch eines wird bereits auf den ersten Seiten klar: Sie ist für ihr Alter bereits sehr weit. Sehr selbstbewusst und reif, sie durch- und überdenkt alles, studiert ihre Umgebung und die Menschen und legt sich Alternativpläne in Sekunden zurecht. Sie war eine angenehme Protagonistin, die auch immer öfter an der Gesellschaft zweifelt, die sich eigene Regeln in der 'neuen' Welt geschaffen hat.
Dann ist da der Junge, der stille und doch so liebe Junge. Mhairi tut alles für ihn, ohne genau zu wissen wieso. Mag es Verantwortungsbewusstsein oder ein Gefühl der Wiedergutmachung sein, keine Ahnung, aber es funktioniert einfach zwischen den beiden. Durch die Reise wachsen sie auch ohne Worte zusammen und diese sich entwickelnde Beziehung wird gut und verständlich dargestellt. Denn wenn man nichts mehr hat, klammert man sich an das, was einen noch aufrecht stehen lässt. Ich glaube, dass Mhairi durch diesen Jungen den Sinn im Leben wiedergefunden hat, nachdem sie so viel durchmachen musste.
Doch die anderen Charaktere finde ich schwierig. Generell die ausgesäten Gedanken, um das Überleben eines kleinen Kreises zu sichern. Ich verstehe den Grundgedanken, aber es ist ein Kampf zwischen Moral und Gesetz, welches nicht bis zum Ende stringend durchgesetzt wird. Die Ideen der Gesellschaft sind nicht partout schlecht, aber es ist hart und irgendwie machte mich vieles dann einfach sprachlos.
Das Ende ist einfach chaotisch und es scheint mir, als hätte es nicht für mehr gereicht. Manche Ideen sollen scheinbar nicht ausreifen und so empfinde ich das Buch insgesamt als Auf und Ab. In manchen Situationen stark und dann zäh.
Der Schreibstil ist gut, man kann durch die recht kurzen Kapitel pflügen.
Insgesamt finde ich das Buch mittelmäßig gut, es regt zum Nachdenken an, hat mich dann aber doch nicht im Großen zufriedengestellt. Eine Dystopie bei der es für mich noch an etwas gefehlt hat 🌐
- Rita Falk
Rehragout-Rendezvous
(138)Aktuelle Rezension von: SeitenwindDen Plot hätte sich auch eine Schul-AG ausdenken können. Mit Unterstützung der Vertretungslehrerin.
Bei den Charakteren merkt man regelrecht, wie versucht wurde, etwas "reinzudichten".
All die lustigen -komischen- Dialoge und Situationen aus vielen vorherigen Teilen fehlen hier leider.
Manche wenige kurzweilige und klassische Gesprächspassagen, vor allem Eberhofer - Birkenberger sind dann noch zwei Sterne wert.
- Alexandra Flint
Kein Horizont zu weit (Tales of Sylt, Band 1)
(232)Aktuelle Rezension von: saris_readingjournalWer nach einem Buch mit Urlaubsfeeling gepaart mit jeder Menge good Vibes und einem traumhaften Setting sucht, ist hiermit bestens bedient. Ich selber war leider bisher noch nicht auf Sylt, aber die anschaulichen Beschreibungen der Autorin haben dafür gesorgt, dass ich mir die komplette Insel mit all den schönen Schauplätzen tatsächlich bildhaft vorstellen konnte. Wie gerne würde ich einen gemütlichen Nachmittag in der Falschenpost verbringen. Second Chance ist eigentlich nicht so meins, aber diese Lovestory war für mich extrem gut umgesetzt - ich mochte Leni und Rafe so gerne und ihre Emotionen, sowie die Anziehung zwischen den beiden wurdem dem Leser glaubhaft vermittelt. Durch den locker leichten Schreibstil, aber auch vor allen Dingen durch diese bewegende und super cute Story, möchte man am liebsten das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Zudem fand ich es toll, dass die Nebencharaktere - hauptsächlich die Freundinnen von Leni - so eng in die Story mit eingebunden wurden.
Eine schöne Geschichte über zweite, oder vielleicht sogar auch dritte Chancen, die definitiv Lust auf Urlaub macht und sich anfühlt wie eine Umarmung.
- Rita Falk
Weißwurstconnection
(244)Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinnInhalt:
Ein neues Luxus-Hotel sorgt bei der Bevölkerung in Niederkaltenkirchen für Stimmung. Nicht alle Einwohner sind mit dem Bau einverstanden. Als Kommissar Franz Eberhofer in eben dieses Hotel gerufen wird ist ihm schnell klar: hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Im Badezimmer findet er nämlich eine männliche Leiche. Trotzdem soll er laut dem Leiter dieser Anlage stillschweigen bewahren. Aber wie soll das gehen? Alles an der Leiche schreit geradezu nach einem neuen Mordfall und schneller als ein Lauffeuer verbreitet sich diese Nachricht auch schon. Aber nicht nur das macht Eberhofer zu schaffen, denn Oma spricht plötzlich von einem Doppelhaus. Natürlich soll Franz dort aber nicht alleine einziehen, denn die Susi benötigt eine neue Unterkunft und auch sein Bruder könnte dann wieder auf den elterlichen Hof zurückkehren. Doch erst einmal muss ein Mord aufgeklärt werden!
Meinung:
Das Cover passt sich wieder wunderbar in die Reihe ein, was mir sehr gut gefällt und der Wiedererkennungswert ist natürlich auch direkt sichtbar. Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr angenehm zu lesen, jedoch muss ich dieses Mal sagen das dieser 8. Fall eher der bisher schwächste Teil ist. Bei den Ermittlungen war eher Kommissar Zufall am Werk und richtige Spannung ist leider auch nicht aufgekommen. Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten, grade der bayrische Humor hat seinen Teil dazu beigetragen. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Teil dieser bayrischen Serie.
- Rita Falk
Kaiserschmarrndrama
(224)Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_BuecherDieser Teil war ganz nett, aber das war es auch schon.
Der Mordfall rückt sehr in den Hintergrund. Die persönlichen Dramen in Franz Leben rücken immer mehr in den Vordergrund, aber es ist doch irgendwie wieder das Gleiche. Der Rudi nervt, der Bruder sowieso und mit Susi gibt's ständig Streit.
Geärgert hat mich die Auflösung, oder eben auch nicht, des Cliffhangers aus der Weißwurstconnection..
Die Dialoge sind allerdings noch wie vor sehr amüsant!
- Susanne Oswald
Der kleine Strickladen in den Highlands
(148)Aktuelle Rezension von: peedeeDer kleine Strickladen, Band 1: Maighreads Welt liegt in Trümmern, denn nicht nur hat ihr Freund Schluss mit ihr gemacht, sie hat zugleich den Job verloren und dann erfährt sie auch noch, dass ihre Grossmutter gar nicht tot ist! Maighread muss ihre Grossmutter unbedingt kennenlernen – bevor es zu spät ist. Sie reist an den Loch Lomond, wo ihre Mutter aufgewachsen ist und ihre Grossmutter lebt. Was hat zu dem Zerwürfnis der beiden geführt? Ihr Auftauchen sorgt leider nicht für Begeisterung…
Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einem Ausschnitt aus dem Strickladen mit nostalgischem Touch – gefällt mir.
Dies ist Band 1 der Reihe, für mich jedoch bereits der 3. Band der Reihe, da ich die Bände 6 und 7 zuerst gelesen habe, wo es mir reihentechnisch „den Ärmel reingezogen“ hat und ich nun ordentlich mit den Vorgängerbänden „nachsitzen“ will.
Der Einstieg ist heftig: Freund weg, Job weg, die totgeglaubte Grossmutter am Leben… Insbesondere der letzte Punkt macht Maighread zu schaffen: Wie konnte ihre Mutter nur so viele Jahre sagen, dass ihre eigene Mutter tot sei? Was ist da passiert? Gibt es noch andere Lügen? Nur zu verständlich, dass sie nach Callwell fahren will, auch wenn sie noch nicht wirklich einen Plan hat, wie sie sich ihrer Grossmutter nähern will. Und was sie machen soll, wenn sie auf Ablehnung stosst. Die Ankunft in strömendem Regen verheisst nichts Gutes – sie hat Probleme mit dem Auto. Glücklicherweise taucht ein Schäfer auf, Joshua, wie sie sodann erfährt. Er hilft ihr und ihrer Border-Collie-Hündin Molly aus der Patsche. Die erste Begegnung mit Elisabeth, ihrer Grossmutter, endet in einem Fiasko und einer geschlossenen Tür vor der Nase! Aber Maighread ist niemand, der so einfach aufgibt…
Es ist immer wieder schön, wenn Stricken in einem Buch thematisiert wird. Es ist gut spürbar, dass die Autorin selbst „strickwütig“ ist. Wie gewohnt hat sich die Geschichte flüssig lesen lassen. Mir hat die Freundschaft von Chloe und Maighread sehr gefallen. Das Ende war für meinen Geschmack überdramatisch gestaltet. Nichtsdestotrotz vergebe ich 4 Sterne, da mich die Geschichte von Maighread und ihrer Grossmutter sehr berührt hat. - Ann Kidd Taylor
Mit dir am Meer
(107)Aktuelle Rezension von: Lesefieber22Maeve lebt Ihren Traum. Sie reist als Haiforscherin zu den Meeren dieser Welt und verbringt ihre Zeit am liebsten unter der Wasseroberfläche. Doch dabei begleitet sie immer wieder der Gedanke an Ihren Ex-Freund Daniel. Bei der Rückkehr nach einer Forschungsreise steht sie ihm unvermittelt gegenüber. Rasch scheinen alte Gefühle wieder hochzukochen. Doch da ist auch noch Nicolas, ein Meeresbiologe von ihrer letzten Reise...
Dieser Roman ist einmal etwas ganz anderes. Das Thema mit den Meeresbewohnern und besonders den Haien fand ich spannend und eine gelungene Abwechslung zu den üblichen Settings. Stellenweise hat dadurch der Roman zwar eher einem Sachbuch geähnelt, das hat mich aber gar nicht gestört. Die Protagonisten fand ich interessant und gut dargestellt. Einzig mit der Hauptfigur Maeve hatte ich zwischendurch etwas Mühe, weil ich ihre Handlungen und Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte. Richtig schön fand ich dagegen das Ende, da ist mein Herz direkt geschmolzen.
Ein schöner Sommerroman, der einem tief in die Geheimnisse des Meeres abtauchen lässt.
- Rita Falk
Grießnockerlaffäre
(488)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Polizistenmord erschüttert Landshut. Hauptverdächtiger, kein anderer als unser Franz Eberhofer. Da kommt er bestimmt irgendwie raus. Mal schauen, Mordwaffe war sein Hirschfänger. Nicht so gut und dann ist das Opfer auch noch der Barschl, Franz' direkter Vorgesetzter und Erzfeind, mit dem er in der Tatnacht noch ordentlich Streit hatte. Das sieht für unseren Eberhofer nicht gut aus.
Aber Richter Moratschek, Busenfreund seines Vaters, hält schützend die Hand über ihn und so fängt Franz mal wieder ohne die Landshuter Kollegen an im Fall zu ermitteln. Aber auf den Rudi, ja, auf den kann er sich verlassen.
Zu Hause steht es auch nicht besser, die Susi redet andauernd davon, Kinder kriegen zu wollen und vom heiraten und auf dem Hof steht plötzlich die Jugendliebe von der Oma.
Alle Hände voll zu tun, unser Franz. Und dann noch dieses ganze ermitteln. Da kann Mann auch mal schwach werden, bei der knackigen Barschl Witwe.
Als Franz zufällig von einem Komplott erfährt, will er unbedingt den Mörder dingfest machen. Aber hier liegen wasserfeste Alibis vor, denn aus einem Mord wittert Franz schnell zwei und ist somit nicht mehr zu stoppen.
Bis ins kleinste Detail sind beide geplant.
Das ist nun mittlerweile mein vierter Band der Reihe und auch wenn ich am Anfang etwas enttäuscht war, so ist sie mir doch mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Rita Flak hat einen tollen, subtilen Humor in die Reihe eingepflegt, der beim lesen zum Schmunzeln animiert.
Die Personen sind durchweg Unikate. - Alexandra Flint
Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)
(92)Aktuelle Rezension von: luisa2004Das Buch hat mich von Anfang bis Ende überzeugt. Es ist eine wunderschöne Cozy-Romance über Heimat, Fernweh und viele Gefühle.
Ich konnte mich supergut in die Protagonisten hineinfühlen. Beide waren sehr sympathisch und hatten dieses gewisse Etwas zwischen sich. Besonders schön fand ich ihre gemeinsame Reise durch Norddeutschland und generell das Thema Travelblogging. Sylt selbst kam aber natürlich auch nicht zu kurz und man konnte die Protagonisten aus den vorherigen Bänden wieder treffen.
Insgesamt konnte mich dieses Buch thematisch und gefühlstechnisch von allen drei Bänden am meisten überzeugen. Eine große Empfehlung für alle mit ein wenig Lese- und Reiseliebe!
- Kelly Mullen
Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
(225)Aktuelle Rezension von: KikitEine normalerweise von Touristen überrannte kleine Halbinsel mit Yachthafen und wenigen Bewohnern bekommt die Ankündigung eines schweren Wintersturms mit jede Menge Schnee im Gepäck.Da aber hat "Mimi" McLane schon frustiert die Einladung ihrer Nachbarin Jane zu einem Fest mit Auktion angenommen und weiß noch nicht, das sie mehr Zeit, als ihr lieb ist, in deren Herrensitz am Ufer verbringen wird, während der Sturm tobt und die Gastgeberin ermordet herumliegt... Wie gut, das Mimi ihre Enkeltochter überredet hatte mitzukommen, denn Addie hat zwar kein Glück in der Liebe, ist aber die Schöpferin eines ausgefeilten und erfolgreichen Krimi/Mörder-Spiels im Netz und somit prädestiniert, den Fall auch ohne Polizei aufzuklären. Dumm nur, das auch ihre Großmutter ein Geheimnis im Gepäck hat... Mit netten Wendungen, einem Spritzer Humor und Christie-Vibes, arbeiten sich die beiden Ladies durch die verdächtigen "Mit-Gäste", die nun alle wegen des Sturmes und Stromunterbrechung vor Ort bleiben müssen - das schreit nach weiteren Toten, oder ?
- Renate Bergmann
Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker
(230)Aktuelle Rezension von: Anna67Wenn ich die Geschichten über die älteren Damen und Herren lese und was sie so alles anstellen, kann ich manchmal nur staunen. So dreist und unverschämt – das würde sich die Jugend wohl kaum erlauben, ohne ordentlich abgemahnt zu werden.
Als Buch und Zeitvertreib kann man darüber durchaus schmunzeln. In der Realität möchte ich allerdings keine dieser Damen und Herren kennen oder ihnen begegnen. Sich auf fremden Beerdigungen durchfuttern, Kassiererinnen im Supermarkt traktieren oder auf Flusskreuzfahrten das Buffet leer räumen und anschließend noch Tupperdosen füllen – da kann man nur den Kopf schütteln.
Lustig und unverschämt zugleich. Ich denke mir dabei nur: Zum Glück kenne ich keine solchen Damen und Herren!
- Nicolas Barreau
Das Café der kleinen Wunder
(152)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAlso anfangs konnte ich mit Nelly überhaupt nichts anfangen. Altbacken, langweilig und mit einer seltsamen Liebe zum Professor. Alles was man von ihm erfährt, dass zieht einen überhaupt nicht an. Ich wollte das Buch da schon weg legen und hab mich geärgert, aber dann kommt doch noch Schwung auf. Nelly findet ein Buch und dann verlässt sie Paris und macht sich auf nach Venedig. Sie hat eine Spur und was sie dort erwartet, dass wird sie und ihr ganzes Leben für immer auf den Kopf stellen und aus der Bahn werfen. Hier macht es dann auch echt Spaß mit Nelly und man verliebt sich und leidet und freut sich mit. Jetzt gibts auch wunderschöne Beschreibungen und Stimmungen. Schade, dass der Anfang so langwierig, zäh und vor allem langweilig ist. Da es dann aber zu einem guten Buch wird, gibts 3 Sterne.
- David Safier
Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof
(152)Aktuelle Rezension von: phoenixfire8In Kleinfreudenstadt ist wieder Ruhe eingekehrt. Angela ist zur "Hobby-Oma" geworden und Achim ist auf seinem jährlichen Trip mit seinem Scrabble-Freund. Alles ist in bester Ordnung. Doch irgendwie juckt es Angela wieder in den Fingern. Wie passend, dass auf dem Friedhof ein Toter gefunden wird - der da nicht hingehört. Und dann ist da noch dieser attraktive Steinmetz mit dem Angela viele Gemeinsamkeiten zu haben scheint.
Auch dieses Band war wieder hervorragend geschrieben, vorgelesen und mit Respekt verfasst. Mich hat das Thema nicht ganz so angesprochen, da fand ich den ersten Band etwas besser. Aber trotzdem war es eine gelungene Fortsetzung.
- Bianca Iosivoni
Silver Lights - The more I hate you
(78)Aktuelle Rezension von: BellitaIch hatte mich eigentlich richtig auf die Geschichte von Shae und Beck gefreut, vor allem weil Haters-to-Lovers und Fake Dating einfach zwei Tropes sind, die ich wirklich gerne lese. Die Chemie zwischen den beiden konnte mich teilweise auch catchen und gerade die Schlagabtausche haben mir richtig gut gefallen.✨
Trotzdem hatte ich leider immer wieder das Gefühl, dass mir die emotionale Tiefe zwischen den beiden gefehlt hat. Vieles hat sich für mich sehr auf die körperliche Anziehung konzentriert und ich konnte dadurch ihre Entwicklung von Abneigung zu Gefühlen nicht immer ganz nachvollziehen. Auch das viele Drama rund um Becks Vergangenheit und Shaes Familie war mir teilweise einfach zu viel und an manchen Stellen etwas unrealistisch. 🫠
Die Geschichte rund um die Clique und Golden Bay hat mir dafür richtig gut gefallen und auch das Setting im Herbst fand ich wunderschön.🍂🤎 Insgesamt war es für mich also ein solider Read, der mich an einigen Stellen definitiv unterhalten konnte, mich aber leider nicht so sehr überzeugt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzdem bin ich gespannt, wie es mit den beiden weitergeht.✨
- Kirsten Boie
Ein Sommer in Sommerby
(22)Aktuelle Rezension von: pardenUNTERHALTSAME FERIENGESCHICHTE...
Marthas Mama hatte einen Unfall, deswegen fliegt Papa zu ihr nach New York. Martha, Mikkel und Mats können nicht alleine bleiben und müssen zu Oma nach Sommerby, auch wenn sie die Oma überhaupt nicht kennen. Dort gibt es weder Telefon, WLAN noch Fernseher. Dafür Hühner, das Meer und viel Natur. Eines Nachts bricht jemand in den Schuppen ein. Das gibt Ärger! Kein Wunder, dass die Kinder zuerst nach Hause wollen. Doch dann ist die fremde Oma vielleicht gar nicht so doof und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer wirklich nachts um das Haus schleicht. (Verlagsbeschreibung)
Die zwölfjährige Martha und ihre jüngeren Brüder Mats und Mikkel müssen die Ferien bei ihrer Oma auf dem Land verbringen. Und diese Oma ist ein bisschen seltsam: Sie wohnt allein in einem abgelegenen Haus, verkauft selbst gemachte Marmelade, hat kein Telefon und erst recht kein Internet. Aber Hühner, ein Motorboot und ein Gewehr, mit dem sie ungebetene Gäste verjagt. Als die Idylle bedroht wird, halten die Stadtkinder und ihre Oma zusammen und erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Tatsächlich erscheinen zu Beginn weder die Kinder noch die recht grummelig wirkende Oma besonders sympathisch, was den Einstieg etwas erschwert hat. Die Kinder sind es nicht gewohnt im Haushalt zu helfen, was die Großmutter allerdings selbstverständlich erwartet, Martha aber als Sklavenarbeit empfindet. Die Zwölfjährige beschäftigt sich in Gedanken meist eher mit ihrer im Luxusurlaub verweilenden Schulfreundin und ist genervt, dass es rund um Omas Haus keinen WLAN-Empfang gibt. Den bräuchte es natürlich auch, um Nachrichten von ihrem Vater zu erhalten, der gerade in New York weilt, um seiner verunfallten Frau beizustehen, die dort im Krankenhaus liegt. Der siebenjährige Mikkel passt sich der ungewohnten Situation am leichtesten an - er ist harmoniebedürftig und bemüht sich, auch die Oma bei Laune zu halten. Mit den Tieren auf dem Hof fühlt er sich wie im Paradies, und er versucht, sich mit allen Hühnern und Gänsen anzufreunden. Mats dagegen ist ein verwöhnter Vierjähriger, der es nicht gewohnt ist, selbst nach Lösungen zu suchen und der schnell in Wut gerät und erwartet, dass alle auf seine Launen Rücksicht nehmen.
Allmählich gewöhnen sich die Kinder an das Leben auf dem Land und an die Oma, zu der sie bisher gar keinen Kontakt hatten. Und sie schließen mit den netten Menschen in der Umgebung Freundschaft. Und obgleich es ihr schwerer fällt als den beiden Kleinen, fühlt sich bald auch Martha wohl in Sommerby. Toll an der Oma ist zudem, dass sie den Kindern allerlei zutraut und sie Dinge selber regeln lässt. Aber nicht alles ist immer nur idyllisch. Da gibt es jemanden, der der Oma unbedingt ihr Häuschen abkaufen will. Und es beschäftigt Martha, weshalb der Kontakt zwischen ihren Eltern und der Oma abgebrochen ist. Kleine und große Sommerabenteuer erwarten die drei Kinder, gekrönt von einer lebensgefährlichen Bootsfahrt in einem starken Sturm.
Die (leider) gekürzte Hörbuchausgabe (5 Stunden und 50 Minuten) wird lebendig und unterhaltsam gelesen von Julia Nachtmann.
Vier Sommerby-Bände gibt es mittlerweile, und diese Feriengeschichte voller Spannung, heiterer Momente und berührender Szenen war definitiv ein netter Reiheneinstieg, der Lust auf mehr macht!
© Parden























