Bücher mit dem Tag "onkel"
107 Bücher
- Tracy Wolff
Crush
(551)Aktuelle Rezension von: Lia_BischoffENTHÄLT SPOILER
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Tracy Wolff das macht, aber ich bin einfach komplett in dieser Reihe gefangen. Crush war wieder so ein Buch, bei dem ich eigentlich ständig weiterlesen wollte. Ich hatte teilweise kaum Zeit zum Lesen und war trotzdem frustriert, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Die Cliffhanger, die Geheimnisse und diese ganzen Enthüllungen machen es einfach unmöglich, die Geschichte wirklich aus der Hand zu legen. Mein größtes Highlight in diesem Band war eindeutig Hudson. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich nach Band 1 so eine Meinung über ihn ändern würde, aber er hat mich komplett überrascht. Er ist so vielschichtiger, interessanter und verletzlicher, als man am Anfang erwartet. Ich liebe, dass er nicht einfach nur als „der Böse“ dargestellt wird, sondern dass man merkt, dass hinter allem eine Geschichte steckt. Im Vergleich dazu konnte mich Jaxon leider immer weniger überzeugen. Seine beschützende Art hat mich schon in Band 1 manchmal gestört, aber hier wurde es für mich noch deutlicher. Während Hudson Grace Kraft gibt und an sie glaubt, hatte ich bei Jaxon oft das Gefühl, dass er sie beschützen möchte, indem er sie zurückhält. Und genau dieser Unterschied hat für mich viel verändert. Die Dynamik zwischen Grace und Hudson war für mich einfach das Highlight des Buches. Ich habe jede Szene mit den beiden geliebt und regelrecht darauf gewartet, mehr von ihnen zu bekommen. Natürlich gab es auch Momente, die mich etwas verwirrt haben. Manche Gespräche wirkten nicht ganz natürlich und einige Entwicklungen kamen sehr plötzlich. Trotzdem hat die Geschichte mich komplett mitgerissen. Und dieses Ende?! Ich wusste es. Ich hatte diese Theorie und als sie sich bestätigt hat, war ich einfach nur glücklich. Ich liebe es, wenn ein Buch Hinweise streut und man beim Lesen tatsächlich miträtseln kann.
Am Ende bleibt nur zu sagen: Ich liebe diese Reihe gerade viel mehr, als ich erwartet hätte. Ich brauche Band 3 sofort und habe gleichzeitig ein bisschen Angst davor, was noch alles kommt.
Und ja… wir lieben Hudson. Zumindest ich. 🖤🐉
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Der verwundete Krieger
(742)Aktuelle Rezension von: Sophie0406𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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»Aber du hast mich ohne ein Fünkchen Mitleid angesehen. Du hast mich gesehen. Nicht den Rollstuhl oder die Verletzung. Sondern mich.
Zum ersten Mal habe ich mich ... gesehen gefühlt. Wach gefühlt, seit langer Zeit.«
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Ich gestehe - Chaol war in der gesamten Buchreihe bisher nicht einer meiner liebsten Protagonisten. Sein engstirniges Verhalten, seine emotionale Unreife und sein wortwörtlicher Stock im Ar*** haben mich irgendwie gestört.
Nach diesem Buch jedoch konnte er sich dann doch in mein Herz schleichen. Er macht eine absolute Entwicklung durch, setzt sich mit seiner Vergangenheit auseinander und beweist nicht nur äußerliche, sondern auch innere Stärke. Und ja, ich gebe es zu - ein paar Tränen sind wegen ihm bei mir auch geflossen.
Band 6 der ToG-Reihe hat mir wieder einmal viel Freude beim Lesen bereitet, obwohl es sich zwischendurch wirklich etwas gezogen hatte. Dank des Tandemread war das aber nicht so schlimm. Es kommen neue Charaktere hinzu und mit vergangenen Protagonisten gibt es ein wunderschönes Wiedersehen. Viel mehr möchte ich an der Stelle auch gar nicht verraten, um eventuell Spoiler zu vermeiden. An sich ist jedoch gesagt, dass „Der verwundete Krieger“ wieder alle meine Lesebedürfnisse gestillt hat und meinen emotionalen Akku mal wieder völlig überstrapaziert hat. Klare Leseempfehlung von mir mit dem Hinweis, den Band am besten im Tandemread zu lesen, um eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten.
- Tracy Wolff
Crave
(936)Aktuelle Rezension von: Lia_BischoffDieses Buch war scheiße gut. Wirklich. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe die Geschichte komplett verschlungen. Aber Jaxon? Der hat mich so unfassbar genervt. Und zwar wirklich viel. Seine Art, seine Entscheidungen, seine ganze Haltung irgendwann war der Punkt erreicht, an dem auch seine Gründe für mich nichts mehr wettmachen konnten. Ich verstehe vielleicht, warum er so handelt, aber das bedeutet nicht, dass ich es dadurch weniger anstrengend fand. Trotzdem hat mich das Buch völlig gepackt. Die Welt, die Spannung, die Charaktere und dieses ständige Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es weitergeht, haben einfach funktioniert. Vielleicht sagt es alles, dass ich mir direkt die komplette Reihe in der Bücherbüchsen-Edition geholt habe, inklusive Zusatzband und einem weiteren Buch, das als Spin-off verkauft wird. Also ja: Jaxon nervt mich. Aber diese Reihe hat mich trotzdem schon jetzt am Haken.
- S.J. Kincaid
Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst
(408)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer Anfang des Buches hat mich wirklich gepackt. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die verschiedenen Familien und ihren teilweise ziemlich komplexen Hintergrund vorzustellen, ohne dabei gehetzt zu wirken. Besonders gelungen fand ich, wie erklärt wird, was Diabolics überhaupt sind, wie sie erschaffen werden und wie ihre Prägung funktioniert. Dadurch ist die Beziehung zwischen Nemesis und ihrer Schutzbefohlenen Sidonia von Anfang an nachvollziehbar – da musste später nichts mehr mühsam nachgereicht werden. Auch Nemesis' Vorbereitung auf ihren Aufenthalt am imperialen Hof hat mir ausgesprochen gut gefallen. Hier hatte ich das Gefühl, dass auf etwas Großes hingearbeitet wird.
Genau deshalb war die Enttäuschung danach umso größer. Für mich verlor die Geschichte spürbar an Spannung. Die Intrigen, auf die der imperiale Hof eigentlich hinauszulaufen schien, bleiben erstaunlich blass. Es gibt Machtspiele, ja – aber sie wirken eher wie Dekoration als wie der Motor der Handlung. Und dann ist da noch die Liebesgeschichte. Dass Nemesis Gefühle für Tyrus entwickelt, konnte ich zu keinem Zeitpunkt wirklich nachempfinden. Die Entwicklung blieb für mich zu sprunghaft und emotional zu wenig greifbar. Entsprechend hat mich dieser Teil der Geschichte kaum berührt.
Dabei liegt genau hier eigentlich die spannendste Idee des Romans. Eine künstlich erschaffene Diabolic sollte nur einen einzigen Menschen lieben: die Person, auf die sie geprägt wurde. Dass Nemesis dieses Grundprinzip durchbricht, ist innerhalb dieser Welt etwas völlig Neues. Eigentlich ein Gedanke, der viele Fragen aufwerfen müsste – über Identität, freien Willen oder darüber, was Liebe überhaupt ausmacht. Das Potenzial ist riesig. Leider macht der Roman daraus für meinen Geschmack viel zu wenig.
Und dann das Ende. Dass es relativ offen gehalten ist, hat mich gar nicht gestört. Irritiert hat mich vielmehr, dass sich am Ende kaum noch echte Fragen stellen. Nachdem ich später gelesen habe, dass das Buch ursprünglich als Einzelband geplant war, ergab das plötzlich Sinn. Genau so fühlt sich der Abschluss nämlich auch an: rund genug, um für sich allein zu stehen.
Für mich endet die Geschichte deshalb genau hier. So, wie sie ursprünglich offenbar auch gedacht war.
- Ana Huang
Twisted Dreams
(447)Aktuelle Rezension von: Onlifely*Diese Rezension enthält Spoiler*
Was für eine spannende Story! 🖤 Mit einigen der Twists hatte ich wirklich nicht gerechnet und gerade deshalb konnte mich Twisted Dreams immer wieder überraschen. Ich bin ehrlich gesagt anfangs nicht davon ausgegangen, dass die Geschichte so düster werden würde, aber genau das hat mir tatsächlich gut gefallen. Die Handlung hatte dadurch eine ganz andere Intensität, als ich zunächst erwartet hatte.
Leider hatte ich dafür mit den beiden Protagonisten so meine Schwierigkeiten. 😅 Mit Ava bin ich nicht wirklich warm geworden. Teilweise hat sie auf mich einfach zu sehr wie ein Pick Me gewirkt, was es mir schwer gemacht hat, richtig mit ihr mitzufühlen.
Und Alex … tja. Ich fand ihn leider nicht heiß. 🙈 Sein extremes und teilweise sehr besitzergreifendes Verhalten hat mich vielmehr gestört. Besonders schlimm fand ich, dass Ava ihm mehrfach deutlich gesagt hat, dass sie dieses Verhalten nicht möchte und er ihre Grenzen trotzdem immer wieder überschritten hat. Für mich war das einfach nicht romantisch, sondern eher unangenehm – und hat leider einiges von der Anziehung zwischen den beiden kaputtgemacht.
Dafür habe ich viele der Nebencharaktere wirklich ins Herz geschlossen. 🥰 Ralph und seine Frau mochte ich sehr gerne und auch Avas Freundesgruppe fand ich toll. Gerade die Nebenfiguren haben für mich dafür gesorgt, dass ich trotz meiner Schwierigkeiten mit Ava und Alex gerne in der Geschichte geblieben bin.
Ein Moment, den ich besonders mochte, war außerdem, dass Alex Michael letztendlich hinter Gitter gebracht hat. Das war für mich definitiv ein Pluspunkt und ein schönes Ende für diesen Handlungsstrang. 👏
Trotz meiner Kritik hatte ich insgesamt eine gute Zeit mit dem Buch. Die Story war spannend, überraschend und stellenweise richtig schön düster. 🖤 Und auch wenn mich Ava und Alex als Paar nicht überzeugen konnten, bin ich neugierig auf die nächsten Bände. Besonders auf die Geschichten von Bridgit, Jules und Stella freue ich mich nach diesem Band sehr.
Unterm Strich war Twisted Dreams für mich ein netter Auftakt mit einer spannenden Handlung und einigen überraschenden Wendungen, bei dem mich allerdings die beiden Hauptcharaktere nicht wirklich abholen konnten.
3 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Karen Rose
Dornenmädchen
(299)Aktuelle Rezension von: Mia80Nachdem die „Tränen“ Trilogie ein Highlight für mich war, war ich optimistisch gestimmt, um mich an die „Dornen“ Reihe zu wagen, die mich bisher aufgrund der extrem dicken Wälzer abgeschreckt hatte.
„Dornenmädchen“ ist mit 880 in Minischrift bedruckten Seiten definitiv das dickste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Die Stimmen zu diesem Thriller sind überwiegend positiv und ich bin überrascht sagen zu müssen, dass ich „Dornenmädchen“ nur mittelmäßig fand. Es hat viele Seiten und liest sich leider genauso. Sehr langatmig und ausschweifend. Kurios ist auch, dass bis Seite 400 zum Beispiel erst ein Tag in der Zeitrechnung der Handlung vergangen ist.
Im Zentrum steht Therapeutin Faye, die von einem Stalker aufs Übelste verfolgt wird. Als sie unter neuem Namen einen Neustart wagt, wartet das Grauen bereit auf sie. Zunächst läuft ihr eine verletzte Frau vors Auto und dann werden Leichen in ihrem Haus gefunden.
Der Fall um die entführten Frauen ist spannend und schockierend brutal. Es gelang der Autorin sehr erfolgreich, die Identität des Täters undurchsichtig zu halten. Ich war mir lange nicht sicher, wer es ist. Nachdem die Identität dann allerdings endgültig gelüftet ist, ging das Buch für meinen Geschmack noch zu lange weiter.
Bedauerlicherweise war es immer wieder so, dass jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, die Handlung zieht an, das nächste langatmige Kapitel dazwischen kam.
Die Liebesgeschichte konnte mich diesmal auch überhaupt nicht überzeugen. Ich fand das Geschmachte zwischen Faye und Gideon eher zum Fremdschämen schwülstig und die Emotionen sind bei mir null angekommen.
Für mich war „Dornenmädchen“ eher eine Quälerei als ein Genuss und ich war froh, als ich endlich bei der letzten Seite angekommen war.
- Isabel Ibañez
What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)
(319)Aktuelle Rezension von: _mit_punkt_und_komma_Zu sagen, ich habe dieses Buch geliebt, ist eine komplette Untertreibung! Bei Romantasy habe ich mittlerweile oft das Gefühl, dass sich viele Klappentexte ähneln (was sicherlich nicht wirklich der Fall ist, sondern nur mein erster Eindruck). Aber das hier war etwas komplett Neues! 19. Jahrhundert, Argentinien, Ägypten, Kolonialzeit, Ausgrabungen...ich habe so viel gelernt! Und gleichzeitig haben mich die Charaktere einfach umgehauen. Inez mit ihrer Beharrlichkeit und ihrem Mut und Whit mit seinem (nicht toxischen) Beschützerinstinkt. Was letzteren betrifft, war es auch wirklich erfrischend, hier mal einen männlichen Protagonisten zu haben, der Geheimnisse hat, die aber nichts damit zu tun haben, dass er ein absoluter Bad Boy ist und mit seiner mysthischen Art die Mädels beeindrucken will. Definitiv ein Buch, das ich immer weiter empfehlen würde!
- Cecelia Ahern
Ich schreib dir morgen wieder
(1.102)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisLeider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und das lag vor allem an dieser schrecklichen und egozentrischen Protagonistin. Tamara Goodwin ist eine verwöhnte, undankbare, vorlaute und rotzfreche Göre, die mir einfach nur höllisch auf den Senkel gegangen ist. Sie soll scheinbar 17 Jahre alt sein und gemäß ihren Aussagen fühlte sie sich doppelt so alt – im wahrsten Sinne des Wortes sagte sie «Aber in den letzten Monaten bin ich um Jahre gealtert.». Ah ja? Wo denn? Sie verhält sich wie eine Zwölfjährige, die mit der Situation und ihren Gefühlen nicht klarkommt. Von Reife keine Spur. Von den elendig langen Monologen und Erzählungen ganz zu schweigen. Es war zum Haareraufen.
Von allen anderen Charakteren waren höchstens noch ihre Tante und die Klosterschwester (ich glaube, ihr Name war Schwester Ignatius) interessant, da die beiden Personen etwas Geheimnisvolles umgaben. Die Tante im negativen und die Klosterschwester im positiven Sinne. Mehr kann ich dazu, aufgrund der Spoilergefahr, nicht verraten.
Die Idee fand ich eigentlich recht interessant. Ich meine: Ein Tagebuch, dass die Zukunft zeigt? Das ist doch wirklich interessant. Leider war die Umsetzung mies, nicht sonderlich spannend oder gut durchdacht. Über das Tagebuch erfährt man nicht wirklich viel. Es ist einfach da. Woher es kommt? Wie es funktioniert? Das erfährt der Leser mit keiner Silbe. Es ist da. Punkt. Komm damit klar. Und Tamara selber hegt keinerlei Ambitionen hinter das Geheimnis des Tagebuchs zu kommen. Sehr schade.
Die Geschichte an sich ist größtenteils langweilig und fade. Die Handlung plätschert vor sich hin und es geschieht nicht wirklich viel Interessantes. Stattdessen verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und vielen Wiederholungen. Die interessanten Dinge werden auf die letzten 100 Seiten gepresst. Plötzlich geht alles Schlag auf Schlag und das gut behütete Familiengeheimnis wird gelüftet. Bäm! Da hast du es! … Äh? Warum? WARUM tut die Autorin denn sowas? Ich begreife es nicht. Dieses Familiengeheimnis wäre ein toller Spannungsbogen gewesen, der sich durch die gesamte Geschichte hätte ziehen können. Aber nein, warum auch?
Der Schreibstil an sich – tja… Da die Geschichte aus Tamaras Sicht geschrieben wurde, passte der Schreibstil hervorragend zu dieser unreifen 17-Jährigen. Sorry, ich weiß, ich höre mich gerade sehr herablassend an, aber diese Hauptprotagonistin hat mir total die Geschichte vermiest. Ich kann ihr kaum etwas Positives abgewinnen – zumindest hatte sie mich gegen Ende etwas milder gestimmt und sie schien tatsächlich etwas reifer geworden zu sein.
Fazit:
Die unausstehliche Protagonistin und eine größtenteils langweilige Geschichte… Ich bin echt enttäuscht. Diese Geschichte hätte spannend werden können.
- Rose Snow
Ein Augenblick für immer. Das zweite Buch der Lügenwahrheit, Band 2
(288)Aktuelle Rezension von: WauwuschelNach den schockierenden Enthüllungen am Ende des ersten Bandes bleibt June kaum Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Immer tiefer gerät sie in die geheimnisvolle Welt rund um das Herrenhaus, die Lügen und die Magie. Während neue Wahrheiten ans Licht kommen und sich weitere Rätsel auftun, muss sie sich nicht nur immer größeren Gefahren stellen, sondern auch ihrem Herzen, denn die Entscheidung zwischen Blake und Preston wird alles andere als leichter.
Ich hätte nicht gedacht, dass mich der zweite Band noch mehr begeistern könnte als der Auftakt, doch genau das ist Rose Snow gelungen. Die Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Teil an und entwickelt sich in einem Tempo weiter, das mich kaum noch zum Durchatmen kommen ließ. Kaum ist eine Frage beantwortet, entstehen direkt mehrere neue, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.
Besonders gefallen hat mir, dass die magische Welt noch weiter ausgebaut wird. Immer mehr Zusammenhänge werden verständlich, gleichzeitig bleibt aber genügend Raum für neue Geheimnisse und überraschende Wendungen. Dadurch bleibt die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau und man rätselt ständig mit, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Die Augenfarbe der Personen spielt eine besondere Rolle und auch die Motive der Nebencharaktere erhöhen die Spannung.
June entwickelt sich im Laufe der Handlung immer weiter und wächst an den Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Sie handelt überlegter als noch im ersten Band, bleibt dabei aber authentisch und sympathisch. Auch die Nebenfiguren gewinnen zunehmend an Tiefe, wodurch die Geschichte insgesamt noch lebendiger wirkt.
Natürlich spielt auch die Liebesgeschichte wieder eine große Rolle. Die Wahl zwischen Blake und Preston zieht sich weiter durch die Handlung und sorgt immer wieder für emotionale Momente. Obwohl Dreiecksbeziehungen oft vorhersehbar wirken können, empfand ich sie hier erneut als spannend umgesetzt. Beide Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen, sodass ich selbst bis zum Schluss nicht sicher war, für wen ich mich entscheiden würde. Gerade dieses Hin und Her macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus und sorgt dafür, dass die Gefühle der Figuren nachvollziehbar bleiben.
Auch der Schreibstil konnte mich wieder vollkommen überzeugen. Die Seiten fliegen nur so dahin und jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, der einen sofort weiterlesen lässt. Besonders gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und münden in einem Finale, das mich sprachlos zurückgelassen hat und mich am liebsten sofort zum nächsten Band greifen ließ. Nun sind meine Erwartungen größer denn je, was entweder richtig gut werden kann oder aber total in die Hose geht.
Insgesamt haben wir eine fesselnde Fortsetzung, die den ohnehin starken Auftakt sogar noch übertrifft und mit Magie, Geheimnissen und einer spannenden Liebesgeschichte bis zur letzten Seite begeistert!
- Lexi Ryan
Court of Sun 1
(401)Aktuelle Rezension von: NeviaWWWWOOOW. Dieses Buch hat mich einfach weggeblasen. Court of the Sun ist Fantasy, die nicht nur überrascht – sie explodiert. Jede Seite ist ein Schlagabtausch aus Spannung, Intrigen und Wendungen, die man absolut nicht kommen sieht.
Die Welt ist gefährlich, verführerisch und voller Geheimnisse. Brie ist eine Protagonistin, die man sofort fühlt: stark, verletzt, stur, clever. Und die beiden Fae-Prinzen? Pure Dynamik. Jeder Moment mit ihnen ist ein Spiel aus Vertrauen, Täuschung und prickelnder Spannung.
Was Lexi Ryan hier abliefert, ist Fantasy der Extraklasse: eine Story, die sich weigert, vorhersehbar zu sein, Charaktere, die leben, und ein Tempo, das einen durch die Seiten jagt. Seit Langem hat mich keine Fantasy so überrascht, so gefesselt und so begeistert.
Ein Buch, das viel zu leise ist für das, was es kann. Ein Geheimtipp, der eigentlich ein Bestseller sein müsste.
- Kai Meyer
Die Krone der Sterne
(315)Aktuelle Rezension von: thrill.tasticSchon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist. - Colleen Hoover
Die tausend Teile meines Herzens
(570)Aktuelle Rezension von: DrunkenCherryDieses Buch konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
Nun ist ein schlechtes Colleen Hoover Werk immer noch unterhaltsam und wahnsinnig gut geschrieben – aber die Geschichte hat mich nicht wirklich eingefangen und mir war lange nicht so richtig klar, worauf das Ganze hinaus laufen soll.Ich mochte Merrit als Protagonistin recht gerne. Nicht, weil sie so liebenswert gewesen wäre, sondern, weil sie authentisch beschrieben war. Ihre Sorgen und Nöte waren nachvollziehbar – ihre Familie eine absolute Katastrophe.
Die Autorin schafft es, dass man aber trotzdem alle Figuren mag. Die Konstellation dieser Familie war halt absolut wild.
Aber mir fehlte es ein bisschen an Geradlinigkeit. Viele Themen werden nur kurz angerissen, dafür werden Seiten mit Belanglosigkeiten gefüllt.
Dass es sich um die Geschichte einer zerrütteten Familie handelt, wird einem schon irgendwann klar, aber dafür blieb zum Beispiel die Love Story etwas flach.
So wurde hier auch immer wieder das Thema Depression angesprochen, aber das kam für mich bei Lesen gar nicht so rüber. Da hätte man das Innenleben der Person viel besser beleuchten müssen.
Wenn ich etwas jünger wäre, hätte mir die Story wahrscheinlich besser gefallen. So blieb sie einfach ein bisschen flach.
- Rebecca Yarros
Alles, was ich geben kann – The Last Letter
(402)Aktuelle Rezension von: MaryKateInhalt: Ella hätte nie gedacht, dass sie als Brieffreundin eines anonymen Soldaten in diesem einen wahren Freund finden würde. Dennoch entwickelt sich eine tiefe Zuneigung zwischen ihr und ›Chaos‹ – vielleicht sogar mehr. Dann treffen Ella mehrere schwere Schicksalsschläge und als auch die Briefe von ›Chaos‹ ausbleiben, muss sie glauben, dass sie allein auf der Welt ist.
Obwohl er sie nicht persönlich kennt, hat Beckett alias ›Chaos‹ sich in die Frau hinter den Briefen verliebt. Ella, die Schwester seines besten Freundes. Als dieser stirbt, bittet er Beckett in einem letzten Brief, Ella beizustehen. Beckett wird alles tun, um Ella zu unterstützen, aber er wird ihr niemals sagen können, wer er wirklich ist, und Ella hasst nichts mehr als Lügen.
Meine Meinung: Ein Buch das einen wirklich zum weinen bringt. Ella hätte nie gedacht dass sie durch eine Briefreundschaft einen echten Freund finden würde. Nach und nach entwickelt sich zwischen ihr und „Chaos“, eine tiefere Zuneigung und es könnte auch mehr daraus werden. Als sein bester Freund stirbt bittet er ihn,dass er auf seine Schwester aufpasst und auf sie achtet. Doch er kann ihr nicht sagen wer er wirklich ist, doch Ella hast nichts mehr als belogen zu werden. Es gibt einige Schicksalschläge für sie zu bewältigen obwohl sie schon genug durchgemacht hat. Sie versucht für ihre Kinder, die sie über alles liebt da zusein. Eine emotionale Reise beginnt und wird hoch emotional. In diesem geht es um echt senisble Themen die aber gut in die Geschichte integriet sind. Bitte legt euch Taschentücher bereit. Den dieses Buch lässt euch nicht mehr los
- Carol Rifka Brunt
Sag den Wölfen, ich bin zu Hause
(219)Aktuelle Rezension von: Xirxe1987 verliert die 14jährige June ihren geliebten Onkel Finn an die Krankheit Aids. Sie ist voller Trauer, mit der sie allein klarkommen muss. Denn mit ihrer 16jährigen Schwester verbindet sie eine Hassliebe und ihre Eltern gehen eher rational mit Finns Tod um. Doch da gibt es noch den geheimnisvollen Toby, Finns Freund, dem ihre Mutter die Schuld an dem Tod ihres Bruders gibt. Sie verbietet June den Kontakt zu Toby, doch deren gemeinsame Trauer um den unermesslich geliebten Menschen verbindet sie.
Ganz schön ambitioniert, was die Autorin alles in diese Geschichte packt. Verlust der ersten großen Liebe, Erwachsenwerden, Geschwisterliebe, Eifersucht - ein bisschen viel selbst für die über 430 Seiten. Denn leider gelingt es ihr nicht, sich zumindest auf einen dieser Punkte richtig zu konzentrieren. Stattdessen wird von einem zum nächsten Thema gewechselt, ohne dass eines davon ernsthafter vermittelt wird. Die fünfzehnjährige June, die von ihrem zurückliegenden Jahr erzählt, verliert sich in teilweise endlosen Gefühlsbeschreibungen und wiederkehrenden Phantasiewelten, die spätestens ab der Mitte des Buches langweilig zu werden beginnen.
Die letzten knapp 80 Seiten gipfeln schlussendlich in einem dramatischen Finale, das sich in einem amerikanischem Spielfilm sicherlich gut machen würde, in dieser Geschichte jedoch übertrieben wirkt.
Schade drum, denn der eigentliche Ansatz ist nicht schlecht. Mehr Konzentration auf ein Thema (oder auch zwei) hätten dem Buch gut getan. Und es wäre vermutlich eine bessere Geschichte (nicht nur für Jugendliche) geworden. - Anna Savas
Keeping Secrets
(298)Aktuelle Rezension von: anilaAm Anfang dachte ich noch: Hey, cool! Filmbranche, Uni, was will man mehr? Aber diese Vorfreude wurde leider ganz schnell zerstört. Ich fand Tessa, die Protagonistin, SO anstrengend und nervig. Hätte ich für jedes mal Augenverdrehen einen Euro bekommen, wäre ich jetzt reich. Es gibt ein großes Geheimnis in ihrer Vergangenheit und das tat mir auch leid, aber nachvollziehen konnte ich das ganze Drama trotzdem nicht. Zu dem großen Drama kommt dann auch noch die Liebesgeschichte zu Cole. Auch hier Drama über Drama, ein großes Hin und Her und Her und Hin und das Knistern zwischen den beiden habe ich persönlich auch so gar nicht gespürt.
Es gibt am Ende noch ein weiteres Ereignis, das es für mich wirklich nicht gebraucht hätte und dann wird der Übeltäter noch nicht einmal entlarvt. Sorry, nee, fand ich nur nervig.
- Abbi Glines
Until Friday Night – Maggie und West
(425)Aktuelle Rezension von: CexlxinaEʀ ʜᴀᴛ ᴇɪɴᴇ ɢᴏʟᴅᴇɴᴇ Zᴜᴋᴜɴfᴛ, sɪᴇ ᴇɪɴᴇ ᴅᴜɴᴋʟᴇ Vᴇʀɢᴀɴɢᴇɴʜᴇɪᴛ, ᴅᴏᴄʜ ɪʜʀᴇ Hᴇʀᴢᴇɴ sᴄʜʟᴀɢᴇɴ ᴜɴᴀᴜfʜᴀʟᴛsᴀᴍ fᴜ̈ʀᴇɪɴᴀɴᴅᴇʀ
Until Friday Night war ein gutes Buch für zwischendurch. Nichts, was mich komplett umgehauen hat, aber dennoch eine schöne Geschichte mit einer soliden Handlung. Die Emotionen kamen gut rüber, und die Charaktere hatten interessante Entwicklungen.
Es war kein Highlight für mich, aber dennoch ein angenehmes Leseerlebnis. Perfekt, wenn man etwas Leichtes und trotzdem Berührendes für zwischendurch sucht
- Tracy Wolff
Sweet Nightmare
(211)Aktuelle Rezension von: Katharina_KaatzMit Sweet Nightmare hat Tracy Wolff einen spannenden Auftakt geschaffen, der Fantasy, Romantik und geheimnisvolle Academy-Vibes perfekt miteinander verbindet. Von Anfang an hat mich die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre begeistert. Hinter den Mauern der Academy lauern nicht nur magische Gefahren, sondern auch jede Menge Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und sorgt immer wieder für Überraschungen. Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung der Figuren. Sie wirken vielschichtig, haben ihre eigenen Probleme und wachsen im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Auch die romantischen Elemente fügen sich harmonisch in die Handlung ein und sorgen für einige emotionale Momente. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Mischung aus Magie, Spannung und Gefühlen hat mich komplett in die Geschichte eintauchen lassen. Eine fesselnde Romantasy voller Geheimnisse, magischer Momente und sympathischer Charaktere, die mich bestens unterhalten hat und Lust auf mehr macht.
- Jane Austen
Mansfield Park (Wordsworth Collector's Editions)
(103)Aktuelle Rezension von: marpijeFanny Price wächst in verarmter Verhältnisse und ist Eitelkeit und Arroganz geschont, eines Tages Sir Thomas Bertram holt Fanny nach Mansfield Park zu den reichen Herrenhaus, dort leben ihre Cousine Maria und Julia , Edmund und Thomas. Am Anfang ist Fanny erschrocken und ängstlich , ihre Cousine machen sich aus ihr nichts, nur Edmund ist ihr wahre Freund und hat immer Zeit und gute Wort für sie. Maria und Julia gehen durch das Leben sehr hohhnässig und arrogant und in sich selber verliebt, Fanny ist ganz anders und ihre gute Herz und Menschenkenntnisse werden am Ende gelohnt.
Jane Austen hat schöne Liebesgeschichte geschrieben und noch dazu sehr breit ausgearbeitete Gesselschafts Panorama von England 18- Jahrhundert geschafft. Die große Unterschiede zwischen den armen und der reichen sind hier gut bemerkbar, genauso die Unterschiede in Charakteren von die Personen sind entnehmbar. Besonders gut ist die Langweile in das Leben von die reichen Frauen dargestellt, die Autorin beschreibt diese mit leichten Sarkasmus. Über ganze Buch weht viel Melancholie , manche Stelle ziehen sich sehr und der Schreibstil ist nicht einfach zum lesen, die lange Sätze brauchen viel Aufmerksamkeit, und trotzdem das lesen hat sich gelohnt - schöne Abwechslung und gute Untehaltung.
- Rick Riordan
Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen
(124)Aktuelle Rezension von: wordworldAls Fan von Rick Riordans Percy Jackson Universum kommt man um die beiden Bände "Percy Jackson erzählt" nicht herum, weshalb ich sie in den letzten Tagen als Hörbücher gehört habe. In den Bänden rund um Götter- und Heldensagen liefert er eine urkomische, zugleich lehrreiche Nacherzählung der griechischen Mythen. Dabei decken die Bücher den gesamten Bogen der griechischen Mythologie ab: Beginnend bei der Entstehung des Universums und der Geburt der Titanen, über den Aufstieg der zwölf Olympier, den ersten Monstern bis zu den Halbgöttern, die zu bekannten Heldinnen und Helden werden, werden die wichtigsten Mythen und Figuren abgedeckt. Vieles wusste ich dabei schon, einiges war mir aber auch neu, sodass die beiden Bände mindestens so lehrreich wie kurzweilig sind.
"Also los geht’s. Zuerst werde ich euch erzählen, wie die Welt erschaffen wurde. Dann gehe ich eine Liste von Göttern durch und gebe zu jedem meinen Senf dazu. Ich hoffe nur, ich mache sie nicht so wütend, dass sie mich einäschern, ehe … AAAHHHHHHHHHH! War nur ein Witz. Bin immer noch hier. Also, jedenfalls fange ich jetzt mit dem griechischen Schöpfungsbericht an, der übrigens das totale Chaos ist. Setzt eure Schutzbrillen auf und zieht einen Regenmantel an. Es wird Blut fließen!"
Das Beste an den Büchern: Sie werden wie der Titel schon sagt aus der Perspektive unseres Lieblingshelden Percy erzählt. Das gibt dem Erzählstoff einen unterhaltsamen, persönlichen Touch. Mit typisch schwungvollen Schreibstil mit grandiosem Humor, der weder die Handlung noch seine Figuren zu ernst nimmt wird die griechische Mythologie augenzwinkernd zum Leben erweckt. Wo man an der passgenauen Darstellung der Mythologie Rick Riordans frühere Tätigkeit als Geschichtslehrer ablesen kann, erkennt man in seinem Schreibstil wieder, dass er auch Englisch unterrichtet hat. Der vielfach ausgezeichnete Jugendbuchautor sorgt hier mit ganz viel Charme dafür, dass Groß und Klein sich für jahrhundertalte Mythen begeistern. Mit von der Partie sind natürlich auch wieder die irrwitzigen Kapitelüberschriften, die Percys Markenzeichen sind. So lesen wir beispielsweise Kapitel mit den Titeln "Artemis lässt das Todesschwein los", "Psyche zweckentfremdet eine Dose Schönheitscreme", „Apollo singt, tanzt und erschließt Leute“, "Atalante vs. drei Stück Obst: der tödlichste Kampf aller Zeiten" oder „Zeus killt sie alle“. Wer möchte da nicht sofort losstöbern?!?
"Trotzdem schrie er: »Meine Geschwister, ein Prosit! Mit uns beginnt ein goldenes Zeitalter!" Und wenn ihr auf jede Menge Lügen, Diebstahl, Verrat und Kannibalismus steht, dann lest weiter, denn in dieser Hinsicht war es definitiv ein goldenes Zeitalter."
Allerdings sollte man sich nicht von der lustigen, kindlichen Aufmachung täuschen lassen - da die griechischen Mythen bekanntermaßen recht brutal sind, sollte man die Altersempfehlung einhalten. Auch wenn einige Szenen entschärft und in den Worten eines Teenagers verpackt werden, geht es nun mal immer wieder um mit der Sense zerstückelte Körper, lebendig verschlungene Götter oder abgezogene Haut. So sollte man durchaus ernst nehmen, wenn Percy uns warnt, bevor es ans Eingemachte geht: „Wenn ihr wollt, könnt ihr euch jetzt übergeben. Oder wartet noch, es wird noch schlimmer...“. Auch wenn dem Autor an den allermeisten Stellen die Balance zwischen jugendlicher Verpackung und realistischer Wissensvermittlung sehr gut gelingt, muss ich allerdings ergänzend kritisch anmerken, dass er es manchmal leider verpasst, das Verhalten der Götter in den richtigen Kontext zu setzen. Besonders übergriffiges Verhalten und Machtmissbrauch der Götter wird oft verharmlost. Wenn hier Titaninnen, Göttinnen oder Sterbliche sexuelle Gewalt erfahren, darf diese gerne auch als solche benannt werden. Dennoch: Trotz kleiner Schwächen gelingt Rick Riordan hier eine erfrischende, pointierte und äußerst unterhaltsame Nacherzählung der griechischen Mythologie.
"Aber der beste Grund, über die alten griechischen Götter zu lesen, ist, dass ihr euch danach besser fühlt. Egal, wie übel das Leben euch gerade mitspielt, diese Jungs und Mädels waren noch viel schlimmer dran. Die haben bei den himmlischen Strohhalmen wirklich den kürzeren gezogen"
Fazit
Mit "Percy Jackson erzählt Götter- und Heldensagen" beweist Rick Riordan einmal mehr, dass er Geschichten wie kein Zweiter zum Leben erwecken kann. Wer Percy Jackson liebt, wird auch diese beiden Bände verschlingen. Und selbst wer die Mythen schon kennt, entdeckt sie hier neu: chaotisch, brutal, – und vor allem urkomisch.
- Sarina Bowen
The Ivy Years – Was wir verbergen
(397)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeSharon ist heilfroh endlich weg von ihrer Familie aufs Harkness College gehen zu können. Unter dem neuen Namen Scarlet hofft sie ein neues anonymes Leben führen zu können, denn Ihr Vater, ein berühmter Eishockeyspieler und dann -trainer, ist wegen sexuellen Missbrauches an Jungen angeklagt und ihr Haus seit Monaten von Journalisten umlagert. Auch Bridger hat Geheimnisse. Er versteckt seit einiger Zeit seine 8-jährige Schwester Lucy im Studentenwohnheim, weil die Mutter drogensüchtig ist. Mit mehreren Jobs versucht er sich um seine kleine Schwester zu kümmern, gleichzeitig sein Studium voranzutreiben und nicht aus dem College zu fliegen, was unweigerlich passiert, wenn auffliegt, dass sie bei ihm wohnt, denn das ist verboten. Bridger und Scarlet verlieben sich ineinander, aber ihre Probleme werden deshalb nicht weniger.
Die Autorin schreibt einfach, aber flüssig, für den Leser angenehm und schnell zu lesen.Im unregelmäßigen Wechsel wird die Handlung aus Sicht beider Protagonisten geschrieben. Dadurch erhält der Leser von Beginn an Zugang zu den Gedanken und Gefühlen von Beiden. Die Stärke der Autorin liegt aber wie im ersten Teil in der Tiefe ihrer Protagonisten und der unaufgeregten, aber berührenden Erzählweise. Sie setzt sich mit Themen auseinander, die wohl Viele in irgendeiner Weise kennen: Verlust, Verantwortung und die Schwierigkeit, sich jemandem wirklich zu öffnen, das Richtige zu tun..... Dabei gelingt es ihr nicht ins klischeehafte abzudriften, trotz der beiden extremen Szenarien. Sie thematisiert Vernachlässigung, genauso wie auch häusliche Gewalt ohne zu dramatisieren und lässt so ganz nebenbei eine emotionale Liebesgeschichte erblühen. Ein wenig schade ist, dass ähnlich wie beim Vorgänger die Nebencharaktere sehr blass und oberflächlich bleiben. Der Schauplatz, das Harkness College, ist im Übrigen bei allen Büchern gleich, aber die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen und bauen nicht aufeinander auf. Allerdings trifft der Leser die Protagonisten des ersten Buches hier in einer Nebenrolle wieder und Bridger selbst ist für den, der Band 1 gelesen hat, kein völlig Unbekannter mehr.
Mein Fazit: Obwohl dies eher nicht mein Genre ist, gelingt es der Autorin mich auch beim zweiten Mal abzuholen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesenen und werde diese Reihe tatsächlich weiter verfolgen.
- Jane Nickerson
So wie Kupfer und Gold
(123)Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKathaSo wie Kupfer und Gold
Dieses Buch habe ich mal irgendwann einfach bei medimops gekauft, da eine Bloggerin damals schrieb, dass es eine interessante Märchenadaption sei und ich damals solche gerne gelesen habe. Allerdings wusste ich bis vor kurzem nie, um welches Märchen es sich handelt. Nun fiel mir das Buch beim Regaldurchsuchen wieder in die Hände und ich habe recherchiert: In dem Buch geht es um das Blaubart-Märchen. Sofort war meine Neugierde geweckt und ich habe die Geschichte innerhalb weniger Tage verschlungen. Ma etwas ganz anderes, mit historischem Touch, leider aber auch kleinen Schwächen. Trotzdem einen genaueren Blick wert!
Klappentext
Üppige Gewänder, rothaarige Schönheiten und ein grausiges Geheimnis! Boston, 1855. Sophia ist 17, und ist nach dem Tod ihres Vaters Waise, als sie einen Brief von ihrem Paten erhält, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey zieht der attraktive Bernard sie in seinen Bann. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr spürt Sophia seine dunkle Seite. Als ihr junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen die ihr selbst sehr ähnlich sehen wird Sophia misstrauisch. Cressac war bereits mehrfach verheiratet, und alle Ehefrauen verschwanden unter mysteriösen Umständen.
Meine Meinung
In dem Buch geht es um ein wunderschönes junges Mädchen namens Sophia, die nun leider eine Waise ist und zu ihrem Vormund, einem reichen Onkel, in die Südstaaten Amerikas ziehen soll. Das bedeutet für sie sich von ihren Geschwistern zu verabschieden, doch da sie immer nur Gutes von ihrem Onkel gehört hat und sie auch etwas sein Reichtum lockt, freut sie sich über den Umzug.
In Mississippi angekommen bemerkt sie schnell, dass ihr Onkel Bernard ein attraktiver Charmeur ist, der auf Frauen mit langen roten Haaren zu stehen scheint. Doch er verhält sich ihr gegenüber stehts gut und schenkt ihr die größten Reichtümer. Schnell merkt Sophia aber, dass ihr Onkel auch eine dunkle Seite hat und viele seiner Frauen auf mysteriöse Weise verschwanden oder umkamen.
Diese inhaltlichen Parallelen zum Blaubart-Märchen haben mir sehr gut gefallen. Besonders gut finde ich, dass die Südstaaten als Schauplatz gewählt wurden. Nicht nur, weil Wyndriven Abbey ein tolles Anwesen ist und man gerne über das alte prunkvolle Haus liest, sondern weil Sophia die Sklavenhaltung aufstößt und sie sich gerne mit den schwarzen Bediensteten anfreunden würde. Somit wird in diesem Jugendbuch eine wichtige Zeit der amerikanischen Geschichte und eine gute moralische Botschaft vermittelt. Denn Sophia kann einfach nicht verstehen, was an den Sklaven anders sein soll, als an ihr selbst.
Leider hat Sophia nicht immer einen solch positiven Weltblick. Sie ist sehr naiv, hat wenig Durchsetzungskraft und wirkt oft wie ein verwöhntes Püppchen, dass lieber nach Reichtum als nach anderem strebt. Aber auf den Kopf gefallen ist sie nicht und kommt schnell hinter das Geheimnis ihres Onkels. Und verlieben tut sie sich auch noch…
Es passiert also einiges in diesem Buch, allerdings weiß man sehr schnell wo der Hase langläuft, wenn man das Blaubart-Märchen kennt. Ich hätte mir inhaltlich noch mehr Abwandlung gewünscht, damit das Ende bzw. die Auflösung überraschender ist.
Trotzdem hat mir das Buch Spaß gemacht und ich würde gerne 3.5 Sterne vergeben.
- Elena Ferrante
Lästige Liebe
(32)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Betritt man die Wohnung eines vor kurzem verstorbenen Menschen, fällt es schwer, sie für unbewohnt zu halten.‘ (Seite 30 der gebundenen Ausgabe von 2018)
Delias Mutter ertrank im Meer, nachdem sie sich auf der Reise zu ihrer Tochter befunden hatte, sich reichlich sonderbar benahm und von einem Mann erzählte, der sie verfolgte und der anscheinend auch eine Gefahr für Delia darstellen könnte.
Delia versucht daraufhin, die Wahrheit über ihre Mutter, deren Leben und deren Todesumstände zu erfahren.
Ich liebe die Bücher von Elena Ferrante, und ‚Lästige Liebe‘ war das einzige der bisher auf Deutsch erschienen Bücher Ferrantes, das ich noch nicht gelesen habe.
Ich fand den Roman zwar stimmungsvoll und irgendwie auch stilistisch und inhaltlich typisch für Ferrante, doch deutlich konfuser als ihre anderen Bücher. Auch war ‚Lästige Liebe‘ in meinen Augen viel weniger eingängig und konnte mich eigentlich gar nicht fesseln.
Ich mochte das Neapel-Flair im Buch und fand die Spurensuche zum Teil ansprechend und interessant, aber letztendlich empfand ich ‚Lästige Liebe‘ als wenig stimmig und wenig ausgegoren. - E. Kennedy
Thornbird
(115)Aktuelle Rezension von: FeligaWow ich bin immer noch total geflasht? Was war das bitte für ein unglaublich gutes Buch? Ich hatte ein bisschen Bedenken das Young-Adult nicht so mein Genre ist aber der Klappentext hat sich so interessant gelesen und ich bin so froh das ich es gelesen habe. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist unheimlich gut, fesselnd und nimmt einen total ein. Ich hab das Buch in zwei Tagen nur so weggesuchtet.
Die Geschichte um Ryan ist wirklich gut. Wir haben ganz viel Crime aber auch ein bisschen Romance und wirklich viel Gefühl. Allein wie Ryan sich dem ganzen stellen muss und immer wieder mit der Vergangenheit und den Taten ihres Vaters konfrontiert wird ist wirklich hart.
Ryan ist wirklich ein super starker Charakter. Und trotzdem hat sie ihre gebrochenen Seiten was sie unglaublich authentisch macht. Ich mochte auch die anderen Charaktere sehr gern und es ist wunderschön wie Ryan für sich wirklich eine Familie findet. Das hat mich total berührt. Auch die Geschichte zwischen ihr und Everett startet erstmal super interessant und doch ist da immer auch Chase. Hach ich hab's geliebt!
Der Crime und Thriller Anteil in diesem Buch ist unglaublich gut. Die Geschichte um ihren Papa, seine Vögel und seine Zeichnungen und wie sich zum Schluss alles aufklärt hat mich total auf Trapp gehalten. Tatsächlich hat mich das Ende aber dann richtig gekillt. Was sie zum Schluss noch alles rausgefunden und aufgedeckt hat. Wow.
Alles in allem ein wirklich fesselndes Buch! Ich hab's geliebt! - Daniel Glattauer
Theo
(125)Aktuelle Rezension von: MaseliTheo ist Daniel Glattauers Neffe. Ob er nun der Sohn einer Schwester oder eines Bruders ist, erfahre ich nicht, und das, obwohl es mich brennend interessieren würde.
Theo ist ein Buchprojekt und besteht aus einer Porträt- und Interviewserie, die das Ziel hat, Theo beim Älterwerden zu beobachten und beschreiben. Es geht um jene Kindheit, von der Philosophen und Dichter sagen, dass sie die glücklichste Zeit im Leben eines Menschen sei, diese harmlose Zeit, in der der junge Erdbewohner wenig von den Plagen des Lebens weiß.
Hier nun ein kleiner Einblick in seine Persönlichkeitsentwicklung, bis 2007 – da ist er vierzehn und das Projekt findet sein Ende.
Meine persönlichen Leseeindrücke
Theo ist ein großartiges und einzigartiges literarisches Produkt und mir gefällt es ganz wunderbar, da es pointenreich und lustig die Ehrlichkeit und Rücksichtslosigkeit, die kleinen Wesen zu eigen sind, darstellt. Zu beobachten, wie Theo die Welt der Erwachsenen für sich erobert, dies anhand von Erzählungen, etwas später dann von Exklusivinterviews, ist sehr gut gelungen. Ein Hoch auf die Fantasie und den Humor des Autors, dem ein kurzweiliges, erfrischend fröhliches, lustiges und freches Projekt gelungen ist, das gleichzeitig besonders persönlich und liebenswürdig ist.
Theo ist in seinen Lebenslagen vielen und vielem überlegen; besonders den lieben Erziehern und Hobbypädagogen verlangt er einiges ab. Da ging es bei mir schon etwas straffer zu. Kurz und bündig, wie ich bin, wurde meinem Sohn schon manches von vornherein unmöglich gemacht. Schade eigentlich, denn wenn ich die einzelnen Episoden so durchlese, ist mir vielleicht etwas entgangen.
Theo gilt zurecht als eines der witzigsten, herzerwärmendsten Bücher, das je über das Kinderdasein geschrieben wurde. Und damit beweist Glattauer wieder seine Stärke, Mitmenschen genau zu beobachten und feinste Schwingungen nachzuspüren.
Fazit
Theo ist der Neffe des Autors Daniel Glattauer und ein blonder schöner Bub, der mit Frohsinn, Intelligenz und die richtige Portion Selbstbewusstsein und Starrsinn sein Leben bestreitet. Die Erzählungen und Interviews während seines Heranwachsens sorgen für ein gelungenes Lesevergnügen.























