Bücher mit dem Tag "operation"
64 Bücher
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.835)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrDas war mein erster Fitzek, der mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Handlung ist etwas verworren und die Hauptprotagonistin Emma ging mir mit ihrer Paranoia und den ständigen haltlosen Anschuldigungen irgendwann mächtig auf die Nerven. Der Plot (und der Mörder) waren wieder mal nicht voraussehbar, was ich gut fand. Das Ende war für mich ein einziges hin und her. Fazit: Nicht das beste Buch von Fitzek, aber ein solider Thriller.
- Charlotte Roche
Feuchtgebiete
(2.338)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchCharlotte Roche schreibt in „Feuchtgebiete“ unglaublich offen und schockierend ehrlich über Körperlichkeit und Hygiene. Der Schreibstil ist flüssig und man merkt, dass sie bewusst Grenzen austesten will. Für mich war es stellenweise allerdings ein bisschen zu viel des Guten – manche Szenen sind so detailliert eklig beschrieben, dass der Lesespaß etwas auf der Strecke bleibt. Wer auf extreme Tabubrüche steht, wird es lieben, mir war es für eine Top-Bewertung dann doch etwas zu gewollt provokant.
- Scott Westerfeld
Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht
(624)Aktuelle Rezension von: nadduleinKurz zum Inhalt: Tally Youngblood wächst Uglyville auf. Einer Stadt, in der nur hässliche Menschen bis zu ihrem 16. Lebensjahr leben. Doch an seinem 16. Geburtstag erfolgt eine massive Schönheits-OP, die das komplette Aussehen verändert, sodass sich jeder Mensch ähnelt und einen Ugly zu einem Pretty macht. Die Regierung argumentiert so, dass äußerliche Unterschiede früher zu großen Konflikten geführt haben. Nach der OP folgt der Umzug nach New Pretty Town wo Spaß, Party und Jung sein, an erster Stelle steht. Und wer will das nicht? Doch noch vor ihrem 16. Geburtstag lernt Tally Shay kennen, die nicht operiert werden will. Stattdessen will sie die bekannte Zivilisation hinter sich lassen und sich der unabhängigen Gemeinschaft in „Smoke“ anschließen und flüchtet. Die Behörden verhören Tally als ihre Freundin und erpressen sie: Entweder sie spürt die verbotene Organisation auf und verrät deren Standort oder Tally wird niemals hübsch werden. Sie entscheidet sich Shay zu suchen und alles nötige für die OP zu tun, doch in Smoke, entdeckt Tally Geheimnisse, die sie an allem zweifeln lässt, was sie über die Regierung zu wissen glaubte.
Fazit: Absolut gutes Buch! Wow! Ich finde die Welt unfassbar beeindruckend. Es ist dystopisch, gleichzeitig traurig wahr und bringt mich so zum Nachdenken über Schönheit und deren Wert. Tally gefällt mir als Protagonistin wirklich gut. Sie ist tapfer, reflektiert, trägt das Herz am rechten Fleck und kämpft berechtigterweise mit ihrer Loyalität. Wem schuldet sie ihre Loyalität: dem Staat, Peris, Shay und den Smoke-Menschen? Sie macht Fehler keine Frage, aber sie macht sie aus nachvollziehbaren Gründen und ich wüsste selbst nicht, wie ich mich an ihrer Stelle verhalten hätte. Sie entwickelt sich, fängt an zu hinterfragen und riskiert letztendlich mehr als einmal ihr Leben für das was ihr wichtig ist. Der Schreibstil ist einfach und verständlich.
- Sebastian Fitzek
Der erste letzte Tag
(637)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Mein erstes Buch, dass ich von Fitzek gelesen habe. Die Thriller haben mich bis jetzt irgendwie nie wirklich gereizt.
Meiner Meinung nach ein "typisches" Buch, über einen Roadtrip. Sympathische Hauptcharaktere und die richtige Mischung zwischen Humor und Ernsten Szenen....ich gebe es zu, 1...2 Handlungsstränge haben mich dann doch überrascht.
Die Kernbotschaft des Buches gefällt mir auch.
Das richtige Buch für zwischendurch.
Rezensiert von Frau J.
- Rebecca Yarros
Alles, was ich geben kann – The Last Letter
(392)Aktuelle Rezension von: Katalina_Schwenk„Alles, was ich geben kann“ ist für mich eine schöne und emotionale Geschichte, die mich insgesamt gut unterhalten hat. .
Die Handlung an sich fand ich schön, allerdings war für mich nicht alles ganz stimmig. Vor allem die Beziehung zwischen Ella und Chaos hat mich an einigen Stellen etwas gestört. Der große Streit und anschließenden die Versöhnung wirkten auf mich teilweise ein bisschen erzwungen. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass unbedingt noch ein Grund für einen neuen Konflikt gefunden werden musste, damit die beiden sich anschließend wieder versöhnen können. Für mich hätte es diese zusätzlichen Konflikte gar nicht gebraucht, da die Geschichte auch ohne sie funktioniert hätte.
Besonders berührt hat mich die Geschichte rund um die Kinder. Ich fand diesen Teil unglaublich traurig, aber gleichzeitig sehr gut erzählt. Die emotionalen Themen wurden für mich auf eine Weise behandelt, die mich wirklich erreicht hat.
Gerade deshalb hat mich das Ende auch etwas beschäftigt und ich habe mich ehrlich gefragt, ob das wirklich noch notwendig war. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich nach all den Verlusten, die Ella bereits erlebt haben, am Ende doch sehr auf ein Happy End gehofft hatte.
Trotz meiner Kritikpunkte hat mir das Buch insgesamt gut gefallen. Nicht jede Entwicklung konnte mich überzeugen, aber der angenehme Schreibstil und die emotionale Geschichte haben dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne gelesen habe.
- Rachael Lippincott
Drei Schritte zu dir
(370)Aktuelle Rezension von: abouteverybookVor Jahren habe ich "Drei Schritte zu dir" als Film geschaut und trotz gebrochenen Herzen so geliebt. Da musste ich das Buch auch unbedingt lesen. Wenn ich Filme schaue, bevor ich das zugehörige Buch gelesen habe, ist es meistens so, dass ich das Buch gar nicht mehr interessant finde, aber hier war das absolut nicht so. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es so interessant war, obwohl ich natürlich ganz genau gewusst habe, wie es ausgeht.
Natürlich habe ich Stella, Will und Poe direkt ins Herz geschlossen.
Stella habe ich wirklich so geliebt. Sie ist extrem stark und setzt sich für alle ein, auch für diejenigen die sie vermeintlich nicht ganz leiden kann. Wie kann man einfach nur so toll sein?
Will war am Anfang zwar nicht ganz sympathisch, aber ich fand ihn absolut nachvollziehbar. Seine Entwicklung hat mir richtig gut gefallen – ich habe es einfach geliebt!
Die Beziehung zwischen Stella und Will hat mich auch absolut zerrissen. Zwei Menschen die sich unbedingt nah sein wollen, aber einfach nicht dürfen. Wow! Erstmal natürlich Spannung pur und dann war diese Zerissenheit zwischen den Gefühlen und der eigenen Gesundheit absolut greifbar.
Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne. So liebenswerte Charaktere, denen ich immerzu nur das Beste gewünscht habe in einer Handlung die spannender nicht hätte sein können. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es nur so verschlungen. Letztendlich konnte mich das Buch auch sehr überraschen, weil ich mich an das Ende so aus dem Film nicht erinnern konnte. Wirklich herzzereißend schön! - Ulrike Schweikert
Die Charité: Hoffnung und Schicksal
(322)Aktuelle Rezension von: Nira_coleAls Krankenschwester interessiert mich jede form der Historischen Geschichten im Bereich der Medizin. Um so schöner war es die Charite zu Lesen und zu erfahren wie sie versuchen Verschiedene Krankenheiten in der Damaligen Zeit zu bekämpfen. Es ist toll geschrieben und auch für Leute die keine Ahnung von Medizin haben super nachvollziehbar. Wer wissen will wie es früher war sollte diese Bücher lesen. Alle Toll
- Friedrich Dürrenmatt
Der Verdacht
(348)Aktuelle Rezension von: malins_dagbokDarum gehts: Der Kommissär Bärlach liegt im Krankenhaus und liest einen Artikel über einen Nazi-Arzt, der ohne Narkose Menschen operierte. Ein Freund besucht den Kommissär, diesem kommt der Arzt sehr bekannt vor.
Meinung: Das Buch ist mit 120 Seiten sehr kurz und trotzdem schafft der Autor es, die Personen zu skizzieren, den Verdacht aufzubauen und eine Spannungskurve zu kreieren. Entgegen anderer Werke des Autors hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Das Ende hatte nochmal einen ordentlichen Twist, den ich nicht habe kommen sehen. Wer Klassiker und/oder Kriminalromane mag, sollte sich dieses Buch mal anschauen! - Jeffery Deaver
Der Insektensammler
(265)Aktuelle Rezension von: Sanne54Lincoln Rhime, genialer Forensiker und Tetraplegiker und seine Assistentin und Partnerin Sachs sowie Pfleger Thom reisen nach North Carolina, wo er sich einer riskanten OP unterziehen möchte, die seinen Zustand evtl. Verbessern könnte. Die örtliche Polizei zieht die Experten kurzfristig zu einem Fall hinzu: Der Jugendliche Garrett, auch bekannt als der „Insektensammler“, hat einen jungen Mann ermordet und zwei junge Frauen entführt, für die die Uhr ticket. Als sie den jungen Mann endlich finden und das zweite Entführungsopfer befreit werden kann, schlägt sich Sachs plötzlich auf dessen Seite. Nun jagen Polizei und ein paar Kopfgeld-motivierte Einheimische Sachs und Garrett, die den Verdacht hat, dass Garrett in Wirklichkeit unschuldig ist.
Der Thriller ist spannend und greift am Ende unerwartet ein brisantes Thema auf, dennoch sind mir der klassische Showdown und die zahlreichen Verwicklungen auf den letzten Metern zur Auflösung des Falls zu überstürzt gewesen. Irgendwie hatte ich mehr Raffinesse erwartet.
- SUSAN MALLERY
Frisch verliebt (The Bakery Sisters 1)
(112)Aktuelle Rezension von: peedeeThe Bakery Sisters, Band 1: Als erfolgreiche Konzertpianistin kennt sich Claire Keyes überhaupt nicht mit den profanen Alltagsdingen wie Wäsche waschen oder kochen aus. Doch als sich ihre Zwillingsschwester Nicole einer Operation unterziehen muss, wird sie von ihrer Schwester Jesse gerufen – Claire soll sich um die Familienbäckerei und um Nicole kümmern. Obwohl zwischen den Schwestern jahrelang Funkstille herrschte, will Claire unbedingt helfen. Sie würde sich zudem gerne einmal verlieben und ein „normaleres“ Leben führen – was immer sie sich auch darunter vorstellt…
Erster Eindruck: Auf dem Cover meiner Ausgabe von 2009 ist ein Cupcake mit einem roten Herzen auf einem pinkfarbenen Hintergrund abgebildet – sehr auffällig, passt.
Als Leserin wird man mitten in das Leben der zerstrittenen Schwestern geworfen, die man nach und nach kennenlernt. Die Karriere von Claire hat sehr früh begonnen und die Familie dadurch entzweit – so zumindest die Sicht von Nicole. Nicole ist wütend auf Claire, wütend auf die jüngere Schwester Jesse, und auch noch wütend auf ihren Mann, der sie betrogen hat. Wyatt, ihr Schwager und zugleich bester Freund, steht ihr stets zur Seite. Claire hat viele Jahre versucht, Kontakt mit den Schwestern aufzunehmen, wurde aber immer abgeblockt. Es sind viel Schmerz und Vorurteile vorhanden; die Probleme wurden nie richtig besprochen und ausdiskutiert.
Claire hat Probleme: sie kämpft mit Panikattacken und weiss nicht, ob sie künftig noch auftreten kann. Die Reise nach Seattle kommt ihr gerade recht, um sich anderen Dingen widmen zu können. Der Empfang bei Nicoles Zuhause ist alles andere als freundlich, denn Wyatt will ihr partout nicht verraten, in welchem Krankenhaus sie ist. Er hat von Nicole so viel Negatives über Claire gehört, dass er keine gute Meinung von ihr hat. Wyatt hat eine achtjährige Tochter, Amy, die gehörlos ist. Er liebt sie über alles und aufgrund der schlechten Erfahrung in puncto Beziehung will er auch keine mehr eingehen. Okay…
Es ist ein Auf und Ab der Gefühle bei den Schwestern. Eins muss man Claire lassen: sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen, obwohl sie immer wieder zurückgewiesen wird. Mir haben die Protagonisten sehr gut gefallen und ich konnte ihre jeweilige Situation gut nachvollziehen.
Familie, Freundschaft, Liebe, Karriere, Gehörlosigkeit, Verletzungen, Vorurteile – dies sind einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und das Ende war im Nu erreicht. Nun habe ich noch zwei weitere Bände der Reihe vor mir – ich freue mich. - Peter Vajkoczy
Kopfarbeit
(21)Aktuelle Rezension von: Sandra1975
Ich habe das Buch mit der grössten Faszination gelesen. Als Germanistin hätte ich nie gedacht, dass ich mir jemals ein Buch zulege, in dem es um Operationstechniken geht, wo das OP-Besteck minutiös beschrieben wird und man es mit Menschenschicksalen zu tun bekommt, die unter die Haut gehen.Das Buch besticht durch die Haltung des Chirurgen zu seinem Fach, die in der Detailtreue der Schilderungen durchdringt. Man hat es hier mit jemandem zu tun, der dem Dünnsten und Zerbrechlichsten des menschlichen Körpers mit Ehrfurcht begegnet.
Die Demut des Chirurgen sowie dessen Entmystifizierung - ein Leitmotiv des zügig, aber dennoch sorgfältig verfassten Textes, den man besser mehrmals lesen sollte.
Während der ersten Lektüre hatte ich als Nichtmedizinerin den Impuls vorzublättern, wenn es medizinisch zu sehr ins Detail ging. Doch dann nahm ich das Buch ein zweites, ein drittes und ein viertes Mal in die Hand und las die einzelnen Schritte der Operationen als eine Art Meditation, in die auch der Chirurg während eines Eingriffs gerät.
Hier wird nichts nach Schema F vollzogen, jeder Schritt ist wohlüberlegt und zugleich intuitiv, geführt von der Notwendigkeit der jeweiligen Umstände. Das Gehirn gibt den Ton an. Der Arzt öffnet den Schädel, danach weiss er nicht, was ihn erwartet - eine Gefässverzwickung, die auf dem Röntgenbild nicht zu sehen war, eine unerwartete Blutung, eine Gefässwand, die sich zu schnell verhärtet und das Nähen unmöglich macht.Der Chirurg ist hier nicht über die Natur erhaben, vielmehr stellt er sich ihr, wie ein Feuerwehrmann, der einen Waldbrand zu löschen versucht, ohne Scheu, das eigene Leben dabei auf Spiel zu setzen.
Professor Vajkoczy beschreibt eindrücklich, wie auch der Chirurg der Leidtragende ist. Den Tod eines Patienten, um dessen Leben man nächtelang gerungen hat, gilt es zu verarbeiten. Durch Fehleranalyse im Team. Durch Selbstreflexion. Eine sanfte und gutgemeinte Berührung kann eine fatale Kettenreaktion zur Folge haben. Das hat man weder beabsichtigt noch kommen sehen. Es geht nicht spurlos am Menschen Vajkoczy vorbei. Und das, schreibt er, ist eine Haltung, die es zu kultivieren gilt. Das Talent, die Gefühle an sich heranzulassen. Nicht abzustumpfen, sondern empfänglich zu sein für die Reise ins eigene Innere, auf die einen die Operation am Gehirn mitnimmt. Dieses Talent will genauso diszipliniert erlernt werden wie das Führen des Messers und das Bedienen des Bohrers. Talent, so lässt Vajkoczy durchblicken, geht mit Leidensfähigkeit um eines höheren Zwecks willen einher. Hier geht es um das Leben des Patienten, seiner Angehörigen und nicht zuletzt auch um den Einsatz vieler Menschen.
Bis zu zehn Menschen bringen ihre Fähigkeiten im OP ein, davor beginnt die Vorbereitung schon bei der Frage nach korrekten Auswertung der Röntgenbilder. Auf den Eingriff folgen Visite, Reha und die Wiedergewinnung des Alltagslebens. Die OP ist keine auf eine sonstige Problematik aufgepfropfte Behandlung, wie im Falle einer Grippe, die kommt, behandelt wird und vergessen geht. Die OP ist eingebettet in ein komplexes Gefüge zwischenmenschlicher Beziehungen, vor und nach dem Eingriff an sich.
Es ist diese wohlproportionierte Mischung aus fachlichem Wissen und Können sowie die Ermahnung, über die Beherrschung der Instrumente, die Menschlichkeit nicht zu verlieren, die das Buch für mich zum Wertvollsten macht, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein Korrektiv für uns alle, in dieser emotional abgebrühten Welt des 21. Jh.
- Michael Robotham
Der Schlafmacher
(219)Aktuelle Rezension von: LuliaNachdem in einem abgelegenen Bauernhaus in Somerset eine Mutter und ihre Tochter brutal ermordet werden, bittet Chief Superintendent Ronnie Cray den Psychologen Joe O'Loughlin um Hilfe. Der Fall wird persönlich, als der Serienmörder beginnt Joes Familie ins Visier zu nehmen. Die hochspannende und dialogstarke Handlung überzeugt mit ihrer Vielschichtigkeit und psychologischen Tiefe, wirkt zum Ende hin jedoch ein wenig konstruiert. Besonders interessant sind die erzählerischen Einschübe aus der Sicht des Mörders, die vor allem die psychologische Tiefe unterstützten.
Bei den Protagonisten steht Joe im Mittelpunkt der Handlung, der intelligent und durch die Ich-Erzählperspektive sehr glaubwürdig dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten bereichern und treiben die Handlung voran. Vor allem Vincent Riuz ist eine interessante Figur, die zusammen mit Joe ein harmonisches Duo bildet.
Wer intelligente Psychothriller mit vielschichtigen Hauptprotagonisten mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist klar und trägt maßgeblich zur Atmosphäre des Buches bei.
Einziger Minuspunkt: Das vergleichsweise schwache Ende wirkt ein wenig konstruiert und mindert den Lesespaß ein wenig.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Ursula Poznanski
Thalamus
(67)Aktuelle Rezension von: ButtaDie Geschichte hat mir sehr gut gefallen, zum einen wie langsam die teilweiser war und wie man nach und nach Dinge mit Timo erfahren hat und alles immer unheimlicher wurde und zum anderen weil ich die Thematik mochte, aich wenn das natürlich kein neues Konzept ist. Dennoch hat man zwischendurch gerätselt und sich gefragt ob er sich alles nur einbildet in dieser Klinik. Carl war mein Lieblingscharakter und auch Mona mit ihren Problemen, auch die Psychischen die folgten
- Todd Burpo
Den Himmel gibt's echt
(71)Aktuelle Rezension von: KeksisbabyEine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“
Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.
Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.
- Jenny Rogneby
Leona
(65)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderLeona ist in Stockholm bei der Polizei tätig und bekommt einen neuen Fall. Es wurde eine Bank überfallen, aber von einem kleinen Mädchen! Was ist da los? Und wer hat das Tonband besprochen, dass das Mädchen abgespielt hat? Leona beginnt zu ermitteln und muss sich gegen neidische Kollegen, den all zu strengen Chef und vor allem, gegen ihre eigenen Dämonen durch setzen. Immer mehr dringt der Fall in ihr Leben ein und dann steckt sie mitten drin und muss sich entscheiden.
Ein großartiges Debut. Jenny Rogneby macht Hoffnung auf viele weitere Topp Thriller!
Mir als Malta Fan, hat besonders der Urlaub dort gefallen . - Lisbeth Jarosch
Last Haven – Tödliche Geheimnisse
(47)Aktuelle Rezension von: Sakle88Inhalt:
Last Haven ist der einzige Ort auf der Welt der Sicherheit und Lebensqualität bietet. Was vor über 200 Jahren als Projekt zur Lösung der Überbevölkerung der Erde gegründet wurde scheint heute gewaltige Risse zu bekommen. Die 18-jährige Aida hat einen Arbeitsunfall mit weitreichenden Folgen. Da sie ihre Tätigkeit nicht mehr aufnehmen kann, muss sie sich nun prüfen lassen. Sie muss ihren Wert unter Beweis stellen. Zum Glück bekommt sie Hilfe von unerwarteter Seite, um dies hinzubekommen. Denn Last Haven ist gnadenlos, wenn du deinen Beitrag nicht leisten kannst.
Meine Meinung:
Auch wenn auf dem Cover "Dystopischer Roman" drauf steht, habe ich zuerst an einen Krimi denken müssen. Nichtsdestotrotz finde ich das Cover schön. Es passt sehr gut zum Inhalt.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen.Wir lesen aus der Ich-Perspektive in der Aida uns mit in ihre Welt nimmt.
Last Haven sowie seine Stärken und Schwächen werden gut beschrieben. Nein natürlich hat Last Haven keine offensichtlichen Schwächen. Denn diese darf es gar nicht geben. Alles was zu schwach, alt oder kank ist, ist es nicht wert zu leben.
Die Charaktere haben mir nicht alle gefallen. Aber so muss das auch!Doch Aida fand ich ganz gut dargestellt. Denn das Leben in Last Haven scheint perfekt und jeder hat seinen Platz. Aber Aida ist alles andere als perfekt. Durch einen Arbeitsunfall verliert sie eben diesen Platz und muss in einem neuen Bereich irgendwie reinpassen. Ihre Entwicklung finde ich wirklich toll. Anfangs noch freundlich und hilfsbereit wird sie nach und nach zickiger. Auch eine gewisse Droge trägt seinen Teil dazu bei, aber ich finde das ganz interessant.
Die Spannung konnte sich in meinen Augen sehr gut halten und nimmt zum Schluss noch mal ordentlich Fahrt auf.Auch eine Art Liebesgeschichte finden wir hier. Doch es ist nicht so wie man es normalerweise kennt. Dies hat mir sehr gut gefallen, denn für so typische Liebesgeschichte oder Romanzen bin ich nicht gerade zu begeistern.
Das Thema Überbevölkerung finde ich sehr gut auch wenn die Ansätze, um dies in den Griff zu bekommen moralisch nicht vertretbar sind ;)
Aber so ein Projekt wie Last Haven ist nicht so abwegig. Was wäre wenn wir alle unseren Platz haben und das einzige was gilt, ist diesen so füllen wie es nötig ist? Was wäre wenn wir dann plötzlich krank werden?
Fazit:
Mir hat der Auftakt der Last Haven Trilogie sehr gut gefallen. Ich wurde fortgerissen und sehr gut unterhalten, daher gebe ich fünf Sterne und eine klare Kauf- und Leseempfehlung.
Vielen lieben Dank an die Autorin Lisbeth Jarosch und an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung! - Eva-Isabel Schmid
Paracelsus - Auf der Suche nach der unsterblichen Seele
(41)Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaberParacelsus studiert in Basel, gemeinsam mit seinem Freund Caspar. Beide geraten ins Visier der Inquisition, als ein neuer Bischof ihnen das Sezieren von Leichen verbietet und sie versuchen, dieses Verbot zu umgehen. Paracelsus rutscht in den Okkultismus, um die Suche nach der menschlichen Seele weiter zu verfolgen. Caspar konzentriert sich auf sein Medizinstudium. Politische Unruhen, die sich gegen den neuen Bischof richten, machen ihnen das Leben zudem schwer. Der erste Band um den bekannten Arzt konzentriert sich auf seine Studienzeit.
Der Schreibstil ist teilweise schwer zu lesen, denn in einigen Bereichen zieht sich das Geschehen doch sehr und die Autorin verzettelt sich in den Geschehnissen. Der Anteil der okkulten Suche war mir zu ausgeprägt und düster beschrieben. Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen; ich werde aber trotzdem auch den zweiten Band lesen, um mitzuerleben, wie Paracelsus sich nach dem Studium weiter entwickelt.
- Winfried Weigelt
Ich war noch nicht dran
(8)Aktuelle Rezension von: PixibuchEín Buch für das man mehr als starke Nerven braucht, denn es ist keine Fiktion sondern die pure Wahrheit. Der Autor hat dies am eigenen Leibe erfahren. Herr Weigelt ging für einen kleinen Routineeingriff in die Klinik und kam 189 Tage nicht mehr heraus, lag im künstlichen Koma, wurde 5 Monate künstlich ernährt, bekam einen künstlichen Darmausgang und wäre fast daran gestorben. Er schildert hier seine Erlebnisse, vieles weiß er nur aus den Berichten seiner Frau, da er teilweise im Delirium lag. Es wird von den Fehlern des ersten Krankenhauses berichtet, die Rettung und den guten Ärzten des zweiten Krankenhauses. Auch die Mühen, die sich die Schwestern und Pfleger mit dem totkranken Patienten gaben. Herr Weigelt läßt uns daran teilhaben, welche Mühen es ihm machte und welche Kraft es ihm kostete, wieder ins Leben zurückzufinden. Ohne die Hilfe seiner Frau und seiner Verwandten wäre ihm das nicht gelungen. Bei all seiner Schilderung über seine persönliche Qual und seine Leiden nimmt er auch Bezug auf die Zweiklassengesellschaft im Gesundheitswesen, den Privatversicherten, die Fallpauschale, die verschiedene Behandlungsweisen der einzelnen Kostenträger. Diese Schilderung nimmt kein Blatt vor den Mund, wer dies liest, darf auf keinen Fall zimperlich sei. Herr Weigelt hat durch diese Behandlung große gesundheitliche Schäden davongetragen, seinen Humor hat er dabei nicht verloren. Ein Buch, das einem die Augen öffnet, - Inka Loreen Minden
Storm - Warrior Lover
(53)Aktuelle Rezension von: SabrysbluntbooksEin Zusatzband der Reihe (Kurzstory) über die Liebe von Storm und Mark.
Mir gefiel die Geschichte der beiden und sie hätte bestimmt auch einen ganzen Band verdient :)
Die beiden lernen sich kennen als Storm aufgrund seiner Verletzungen in White City zu einem Arzt muss. Als sie sich näher kommen ahnt der Warrior Krieger nicht das er sich in einen Rebellen verliebt, den Mark arbeitet für die Gegenseite... Mir gefiel die Lovestory der beiden wirklich gut, diese Lockerheit die beide miteinander hatten etc. auch der Punkt das Mark seine Anziehung durch einen Mann erst mit Storm erlebt und geniesst, toll...
Was mir weniger gefallen hat, war das man an der Hintergrundstory vorbeiflitz, ja man kennt die Geschehnisse bereits und ja es ist eine Zusatzstory, nur gefiel mir das bei den vorherigen besser, als da bisschen mehr Lesezeit investiert wurde... Dazu kam der ewige Spoiler in Bezug auf Nitros Story... uff... das hat mich irgendwie am meisten gestört, obwohl steht es soll nach dem 3 Band Ice und noch vor Nitro gelesen werden, fand ich das es doch viel über Nitros Geschichte preisgibt... und dies hat mir etwas die Freude an der Reihe genommen...
Für alle die gerne wissen möchten wie sich Mark und Storm verlieben, es soll aber nach Nitro gelesen werden...
- Cara Lindon
Winterglitzern
(51)Aktuelle Rezension von: RedroseWinterglitzern ist Teil 2 der Cornwall Seasons und dieses Mal geht es um das Curvy Model Bree. Die quirlige Brünette ist für jeden Spaß zu haben und genießt ihr Single Dasein in vollen Zügen. Als sie zur Unterstützung des elterlichen B&B vorübergehend nach St. Barth zurückkehren muss, warten nicht nur ihre besten Freundinnen Alys und Chesten auf sie, sondern auch ein attraktiver Mann, mit dem sie in London bereits einen Zusammenstoß hatte. Wird Ben der Mann sein, der Brees Entschluss sich nicht zu binden ins Wanken bringt? Und was für ein Geheimnis verbirgt Ben?
Wieder sind es die tierischen Helden, die hier für jede Menge Spaß sorgen. Bens Beagle Charlie Brown bringt mich immer wieder zum Lachen und ich fürchte, auch ich könnte diesen Hundeaugen nicht widerstehen.
Auch Teil 2 dieser Wohlfühlreihe hat mich begeistert und mich weiter mit dem Cornwall-Virus infiziert. Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf Chestens Geschichte.
- Renate Bergmann
Das bisschen Hüfte, meine Güte
(107)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSie ist die zurück, die Online Omi. Zuerst geht es super los, denn Steffan will tatsächlich heiraten. Ariane ist eine nette junge Dame, aber im Haushalt muss Renate doch durchgreifen und einiges beibringen. Die Hochzeit plant sie selbst und lässt Arianes Mutter im Glauben, dass der Planer aus Wedding es macht. Als das Fest da ist und getanzt wird, stürzt Renate und die Hüfte ist hin. Bestimmt wegen der Ossiporose. Nach der Operation geht es auch gleich in die Kur, ach nee, in die Reha. Als sich unsere Renate eingerichtet hat, mit eigener weicher Bettwäsche und eigenen Handtüchern, greift sie auch hier durch. Gemüse nur drei Minuten gekocht? Dass geht doch nicht, dass ist roh. Bald muss sie auch schon Sport machen, aber nicht Zumba, dass ist das mit den Leckings und der Bumssmusik. Es gibt neue Bekannte, viel Arbeit und eine Hüfte, an die man sich erst gewöhnen muss. Das zweite Buch steht dem ersten in nichts nach. Auch wenn man sich etwas daran gewöhnen muss, dass es jetzt ein durchgehende Geschichte ist. Es macht dann aber so viel Spaß und alle sind wieder mit dabei. Zum immer wieder lesen, lachen und schmunzeln. Mehr, mehr, mehr!
- Laura Steven
Our Infinite Fates
(219)Aktuelle Rezension von: diepersephoneOur Infinite Fates ist definitiv anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Die Idee dahinter ist unglaublich kreativ und hebt sich von vielen anderen Romantasy-Geschichten ab.
Besonders begeistert hat mich das Erzähltempo. Ständig tauchen neue Fragen auf – und davon gibt es wirklich viele. Aber anstatt einen ewig im Dunkeln tappen zu lassen, streut Laura Steven immer wieder kleine Antworten ein. Genau so viel, dass die Spannung erhalten bleibt, ohne dass Frust aufkommt. Ich wollte einfach immer weiterlesen.
Auch die beiden Hauptfiguren mochte ich sehr. Man könnte wahrscheinlich behaupten, dass das hier eine der toxischsten Liebesgeschichten überhaupt ist – und trotzdem ergibt sie innerhalb der Geschichte vollkommen Sinn. Gerade dadurch wirkt sie intensiv, tragisch und gleichzeitig wunderschön.
Besonders gefallen hat mir außerdem der lyrische Schreibstil. Das Buch liest sich stellenweise fast poetisch und schafft eine ganz besondere Atmosphäre.
Der eigentliche Plot konnte mich zwar nicht ganz so sehr überzeugen wie die Figuren oder die Idee dahinter, trotzdem wurden am Ende alle offenen Fragen schlüssig beantwortet – und genau das hat für mich einen sehr runden Abschluss geschaffen.
Fazit: Eine originelle, poetische Geschichte mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, starken Figuren und einem Spannungsaufbau, der mich bis zum Ende gefesselt hat.
- Kester Schlenz
Mutti baut ab
(26)Aktuelle Rezension von: KamimaAuf das Buch von Kester Schlenz wurde ich durch eine Talkrunde aufmerksam. Der Vater von 2 erwachsenen Söhnen hat dort sein Buch „Mutti baut ab“ vorgestellt. Da mich dieses Thema zur Zeit persönlich anspricht und ich von ihm schon das Buch „Mensch Papa – Vater werden“ angetan war (übrigens ein tolles Buch zum Verschenken ;)), habe ich mir gerne den kleinen Festeinband näher angeschaut.
Der Autor berichtet autobiografisch von seiner über 80-jährigen Mutter, die nach dem Tod des Mannes/Vaters erst einmal alleine in der gemeinsamen Wohnung lebt. Es folgen ein Umzug in einer „altersgerechte“ Wohnung, dann der Kampf um das Erlangen der Pflegestufe, eines Pflegeheimplatzes, eine schwere Krankheit muss überwunden werden und drei erwachsene Kinder (zwei Söhne und eine Tochter), welche nicht nur räumlich auseinander leben, sondern natürlich auch ihre eigenen Familien haben, müssen – um Mutti zu helfen – an einem Strang ziehen.
Das bedeutet nicht nur eine gute Organisation, so manches Zurückstecken von allen Seiten, sondern auch eine gehörige Portion Humor und Glück. All dies verpackt Kester Schlenz in kleine Kapitel, die mal mitreißend ans Herz gehen, mal wertvolle Informationen bieten und manchmal einfach nur humorvoll unterhalten. Und die Rückblenden in das „junge Leben“ seiner Mutter hilft zu verstehen und nimmt uns mit in eine frühere Zeit mit dem deutlichen Hinweis: „Mutti war nicht immer alt.“
Traute Schlenz ist ein Original mit einer herrlich treffenden, manchmal sarkastischen, manchmal verwirrten Hamburger Schnauze. Sie hat übrigens ihr Einverständnis gegeben, dass ihr Sohn über sie schreiben darf, was zeigt, wie achtsam der Autor mit seiner Mutter und dem Thema „Altwerden“ umgeht. Er ist nie respektlos, aber gnadenlos direkt – auch wenn die „Beteiligten“ so manches Mal an ihre Grenzen geraten. Gut, dass man dann Familie hat!
Ja, ich mag das Buch – klingt komisch, ist aber so! Das Thema geht uns alle an und es ist gut, wenn dieses mit so viel Humor verpackt wird. So z.B. (Seite 15/16) „Es ist ein interessantes Phänomen, dass alte Leute sehr häufig andere alte Leute sehr verächtlich als „alte Leute“ wahrnehmen, obwohl sie selbst alte Leute sind“ - kommt euch bekannt vor? Mir schon :-)
Fazit: flüssig zu lesen, humorvolle Passagen gleichen die Schwere des Themas aus, ein paar Tipps über Anträge, Pflegestufen, Krankenhäuser u.a. - ein Buch zu einem Thema, vor dem niemand Angst haben muss. Ein Lesetipp!
- Anne Holt
Kammerflimmern
(38)Aktuelle Rezension von: ErlpeterAnne Holts Thriller "Kammerflimmern", geschrieben in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Even Holt, der als Herzspezialist und Chef der Kardiologie in einer Klinik bei Oslo arbeitet, dreht sich um Dr. Sara Zuckerman, eine Herzchirurgin in Oslo, die mit mysteriösen Todesfällen von Patienten mit Mikrodefibrillatoren konfrontiert wird. Zusammen mit ihrem Kollegen Ola Farmen beginnt sie Nachforschungen anzustellen, die sie in eine gefährliche Verschwörung verwickeln.
Die Kombination von Anne Holts Erfahrung als Krimiautorin und Even Holts Fachwissen als Kardiologe verleiht dem Buch Authentizität und Tiefe. Zunächst entwickelt sich die Geschichte langsam, das erste Drittel des Buches war etwas zäh. Dann gewinnt der Thriller aber zunehmend an Tempo und Spannung. Die Handlung ist verschachtelt mit mehreren Nebenhandlungen, was teilweise verwirrend sein kann.
Insgesamt eine fesselnde Lektüre, die medizinisches Fachwissen geschickt mit Thrillerelementen verbindet. Die Verwicklung von finanziellen Interessen mit medizinischer Ethik hat beim Lesen zum Nachdenken angeregt.























